Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 32035
Vorher
STEMA Deutschland Holding GmbH
Eingetragen
23.7.1997
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Die Konstruktion und Produktion von Maschinen zur Stahlbearbeitung, die Übernahme von Lizenzen zum Bau von Maschinen, die Übernahme der Fertigung von Maschinen und Motorteilen sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ivan Bjerg-Larsen
seit 11.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Pedax Holding Danmark A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pedax Holding Danmark A/S
Denmark
526.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pedax GmbH

Bitburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pedax GmbH ist Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Bearbeitung von Betonstahl. Wir vertreiben unsere Produkte weltweit. Zu unseren Kunden zählen neben den Händlern für Betonstahlprodukte auch Betonfertigteilwerke und Baufirmen.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die stetige Weiterentwicklung vorhandener Produkte und die Entwicklung von Handling-Systemen für Betonstahl. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Hier wurde in den vergangenen Geschäftsjahren neben Neueinstellungen auch durch organisatorische Maßnahmen dafür gesorgt, dass mehr Manpower für Forschung und Entwicklung zur Verfügung steht.

II. Wirtschaftsbericht

3. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres waren geprägt von den nach wie vor bestehenden Lieferkettenproblemen, dem Ukraine-Krieg und den teilweise extremen Preiserhöhungen am Beschaffungsmarkt. Diese Situation hat auch die Wettbewerbssituation der Pedax GmbH in diesem Zeitraum entscheidend geprägt.

2. Geschäftsverlauf

In diesem konjunkturell sehr schwierigen Umfeld konnten wir uns behaupten. Vor allem die zweite Hälfte des Geschäftsjahres war erfreulich. Das Rohergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 15.853,3 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 15.652,8. Die Pedax GmbH erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 117,4. Der Auftragsbestand zum 30.04.2023 ist allerdings nicht zufriedenstellend.

3. Lage

Die Ertragslage des Unternehmens entspricht unseren Planungen.

a) Ertragslage

Wesentlich für die Ertragslage Mai 2022 - April 2023 ist eine Umsatzsteigerung und eine Verknappung und damit einhergehend eine Verteuerung der zu beschaffenden Materialien. Hierzu nur die wichtigsten Punkte:

Der Anteil der Materialkosten im Verhältnis zum Rohergebnis hat sich gegenüber der Vorperiode von 67,9 % auf 68,2 % erhöht.

Der Personalaufwand im Verhältnis zum Rohergebnis hat sich von 57,2 % auf 57,3 % leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Rohergebnis erhöhten sich von 29,8 % auf 33,0 %.

Für die Entwicklung neuer Maschinen und Systeme wurden im Zeitraum Mai 2022 bis April 2023 an Eigenleistungen TEUR 660 aktiviert.

In Summe haben die angesprochenen Haupteinflüsse dazu geführt, dass sich der Jahresüberschuss von TEUR 794,7 im Geschäftsjahr Mai 2021 bis April 2022 in einen Jahresüberschuss von TEUR 117,4 im abgelaufenen Geschäftsjahr Mai 2022 bis April 2023 entwickelt hat.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist noch als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, möglichst unter Ausnutzung von Skonto und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unser Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss des vergangenen Geschäftsjahres um 195,8 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 26,8 % auf 29,3 % der Bilanzsumme verbessert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von 0,6 % auf 0,3 % der Bilanzsumme reduziert. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist entsprechend auf 43,9 % (Vorjahr 32,1 %) gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen mit 1,2 Mio. € 7,0 % der Bilanzsumme. Währungsrisiken bestehen für den Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 30.04.2023 nicht. Die Investitionstätigkeiten konzentrierten sich auf Ersatzinvestitionen im eigenen Maschinenpark sowie auf den Einsatz neuer Softwareprogramme zur Effizienzsteigerung und vor allem Investitionen in die Produktentwicklung. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 wird der Bereich Ersatzinvestition und Effizienzsteigerung sein. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht verschlechtert. Die liquiden Mittel verringerten sich von 1,2 Mio. auf 0,9 Mio. €.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage/Vermögensstruktur unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr in der Hauptsache durch die Erhöhung des Anlagevermögens um 0,2 Mio. €, die Verringerung der Vorräte um 0,6 Mio. €, die Verringerung der Forderungen um 0,1 Mio. €, die Verringerung der liquiden Mittel um 0,2 Mio. € und die Reduzierung der latenten Steuern um 0,3 Mio € verändert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahl Jahresüberschuss und Rohergebnis heran. Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, der Jahresüberschuss hat sich bereinigt um Sondereinflüsse leicht verschlechtert. Beide Kennzahlen bewegen sich noch nicht auf zufriedenstellendem Niveau.

5. Gesamtaussage

Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen sichern positive Ergebnisse. Darauf aufbauend zusammen mit einer gesellschafterbasierten Finanzierung wird die Pedax GmbH in den nächsten Jahren behutsam und langfristig orientiert weiterentwickelt. Der weitere Verlauf des Ukraine-Konfliktes birgt nach wie vor erhebliche Risiken für Verkaufserfolg und Lieferketten. Die künftige Entwicklung bleibt hier abzuwarten.

III. Prognosebericht

Es sind Effizienzsteigerungen in After-Sales, Verwaltung und Technik durch den Einsatz neuester Programme und Tools geplant.

Ferner wird permanent an der Optimierung unserer Herstellverfahren und -kosten gearbeitet um auch in Zukunft die von unseren Kunden gewohnte hohe Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen liefern zu können. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch Akquise zusätzlicher Lieferanten weltweit. In unserer Planung für das kommende Wirtschaftsjahr Mai 2023 bis April 2024 sind wir bislang von einem leicht steigenden Umsatz ausgegangen. Aufgrund der bereinigten Kostenstrukturen in allen Bereichen erwarten wir in 2023/2024 ein positives Jahresergebnis erzielen zu können. Die weitere Entwicklung muss jedoch vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes und der nach wie vor hohen Beschaffungspreise abgewartet werden. Die große Unsicherheit, die sich aus diesen beiden Punkten ergibt, erschwert es uns sehr, konkrete aussagefähige Prognosen über das Jahresergebnis abzugeben.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Durch die weltweite Abschwächung der Konjunktur aufgrund des Ukraine-Konfliktes, der Lieferkettenprobleme und der hohen Inflation kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflusst werden. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Der Preisdruck vor allem in den Schwellenländern und im Mid-Tech-Bereich wird zunehmen, zu Lasten der Margen wenn nicht mit günstigeren Herstellkosten gegengesteuert werden kann. Die Ukraine-Krise bringt neben den daraus resultierenden Unsicherheiten weitere Verknappung der Materialien und Energien. Damit einhergehen deutliche Preissteigerungen der zu beschaffenden Produkte und Energien.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzierung ist mittelfristig auf Gesellschafterebene gesichert. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, die zudem noch kontinuierlich ausgebaut werden. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserer eigenen Produktionsstätte durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität und Beratung begegnen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Bankverbindlichkeiten, Kundenanzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen weltweiten Kundenstamm, mit vielen Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die Forderungen werden zusätzlich durch eine Warenkreditversicherung laufend abgesichert und notwendige Maßnahmen zeitnah eingeleitet. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, meist unter Ausnutzung von Skonto, bezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Kundenvorauszahlungen, Lieferantenkrediten, einer Kontokorrentlinie innerhalb des Konzernverbundes und über Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung wird diese Bonitätsinformationsbasis noch verbessert.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält in Dänemark die Zweigniederlassung Pedax Danmark, Filial af Pedax GmbH, Tyskland.

 

Bitburg, 22. Juni 2023

Geschäftsführung

gez. Ivan Bjerg-Larsen

gez. Per Meincke

gez. Rolf Klaus Brunßen

Bilanz

Aktiva

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.358.762,31 3.160.938,53
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.423.331,20 2.247.466,24
II. Sachanlagen 935.355,51 891.137,20
III. Finanzanlagen 75,60 22.335,09
B. Umlaufvermögen 12.623.730,87 13.633.933,71
I. Vorräte 9.539.929,89 10.117.334,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.145.867,57 2.333.171,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 44.125,99 12.076,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 937.933,41 1.183.427,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.307,00 39.246,20
D. Aktive latente Steuern 360.344,00 617.259,00
Aktiva 16.356.144,18 17.451.377,44

Passiva

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.799.611,39 4.682.228,82
I. Gezeichnetes Kapital 526.000,00 526.000,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 3.656.228,82 2.861.565,33
IV. Jahresüberschuss 117.382,57 794.663,49
B. Rückstellungen 1.537.998,44 1.814.780,08
C. Verbindlichkeiten 10.018.534,35 10.954.368,54
Passiva 16.356.144,18 17.451.377,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.5.2022 - 30.4.2023
EUR
1.5.2021 - 30.4.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.853.319,26 15.652.821,17
2. Personalaufwand 9.076.249,15 8.951.894,53
a) Löhne und Gehälter 7.691.267,66 7.589.267,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.384.981,49 1.362.627,02
3. Abschreibungen 691.469,96 608.339,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 691.469,96 608.339,99
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.229.556,75 4.664.077,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 897,09
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 38.995,31 1.329,43
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 38.995,31 1.329,43
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 407.926,16 287.276,85
davon an verbundene Unternehmen 337.490,83 226.352,20
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.101,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 256.915,00 323.764,56
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 256.915,00 329.500,00
9. Ergebnis nach Steuern 152.206,93 817.034,95
10. sonstige Steuern 34.824,36 22.371,46
11. Jahresüberschuss 117.382,57 794.663,49

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Pedax GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bitburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wittlich
Register-Nr.: HRB 32035

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand konkretisieren wir für unsere Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch unser Projektcontrolling laufend überwacht. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren). Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

• Gebäude, Bauten auf fremden Grundstücken: 10 bis 21 Jahre

• Technische Anlagen und Maschinen: 2 bis 16 Jahre

• andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreiben.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 S. 1 HGB). Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 HGB) bewertet. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten Steuernachzahlungen auf Grund der Feststellungen der steuerlichen Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zudem wurden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge gebildet, bei denen gemäß Steuerplanungen davon ausgegangen wird, dass diese im Planungszeitraum 2023/2024 bis 2027/2028 genutzt werden können. Bei der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 28,605 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer) herangezogen. Es wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sowie die kumulierten Abschreibungen zum Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

30.04.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abschreibungen kumuliert
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reste und Werte 2.664.738,03 184.977,32 - - 1.624.234,06 475.358,61
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 1.838.280,58 474.975,52 - - 751.171,16 -
3. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Li- zenzen an solchen Rechten und Werten 828.930,47 27.071,97 - - 709.077,62 35.801,24
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.331.949,08 687.024,81 - - 3.084.482,84 511.159,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.940,60 154.888,36 - - 84.909,69 23.287,36
2. technische Anlagen und Maschinen 2.163.707,20 - - - 1.621.534,21 83.211,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.447.593,71 69.679,06 39,00 - 1.216.660,41 73.811,75
Summe Sachanlagen 3.814.241,51 224.567,42 39,00 - 2.923.104,31 180.310,11
III. Finanzanlagen
1 Beteiligungen 25.075,60 - 25.000,00 - 2.740,51 -
Summe Finanzanlagen 25.075,60 - 25.000,00 - 2.740,51 -

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 659.952,84 Euro, die vollständig auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 44.125,99 (Vorjahr: Euro 12.076,58).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf diverse Vorauszahlungen für Versicherungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:

30.04.2022 Zugang Verbrauch 30.04.2023
aktive Steuerlatenz 1.225.863,00 € 0,00 € 204.112,00 € 1.021.751,00 €
passive Steuerlatenz -608.604,00 € -52.803,00 € 0,00 € -661.407,00 €
Summe Steuerlatenz 617.259,00 € -52.803,00 € 204.112,00 € 360.344,00 €

Es ergibt sich somit ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern wurden gebildet zur Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge gem. § 274 Abs. 1 S. 4 HGB. Die passiven latenten Steuern wurden gebildet bei temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB. Die Wertdifferenz aus der handelsrechtlichen Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beträgt zum Abschlussstichtag Euro 2.312.207,62.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 2.672.551,62

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.312.207,62
Aktivierung latenter Steuern 360.344,00
Gesamtbetrag 2.672.551,62

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung 30.04.2023
Euro
30.04.2022
Euro
Gewährleistungen 236.000,00 168.600,00
Ungewisse Verbindlichkeiten 792.287,76 1.186.685,84
Urlaubsentgelt 391.685,00 452.810,24
Rückstellung für drohende Verluste 78.380,00 0,00
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 8.785,00 6.684,00
Summe 1.507.137,76 1.814.780,08

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
30.04.2023
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR T
Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48,2 48,2 0,0 0,0 104,1
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.532,9 1.532,9 0,0 0,0 3.137,8
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.153,0 1.153,0 0,0 0,0 1.993,4
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.172,4 0,0 7.172,4 0,0 5.599,2
5. Sonstige Verbindlichkeiten 112,1 112,1 0,0 0,0 119,8
10.018,6 2.846,2 7.172,4 0,0 10.954,3

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 48.155,62 (Vorjahr Euro 104.136,17).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

- Bürgschaften (Anzahlungsbürgschaften und Bürgschaftsurkunden) Euro 787.941,19 (Vorjahr Euro 923.307,50).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs gliedert sich wie folgt:

a) Löhne und Gehälter 7.691.267,66 Euro

b) soziale Abgaben und Aufwendungen

für die Altersversorgung und Unterstützung 1.384.981,49 Euro

davon für Altersversorgung -,-- Euro

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen den Aufwand aus der Anpassung aktiver latenter Steuern in Höhe von Euro 256.915,00.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 71
Angestellte 57
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 130
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 112
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 18

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Ivan Bjerg-Larsen ausgeübter Beruf: Kaufmann
Per Meincke Dipl.-Ökonom
Rolf Klaus Brunßen Dipl.-Ing. Produktionstechnik

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Tochterunternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB:

- Pedax Australasia PTY Ltd., mit Sitz in Robina/Australien, Beteiligung am Stammkapital 100 %, Eigenkapital zum 30.06.2022 ./. Euro 133.385,10

Konzernzugehörigkeit

Die Pedax GmbH wurde in den Konzernabschluss der IBL Group ApS, c/o I.B-L Holding A/S, Gersonsvej 7, DK-2900 Hellerup einbezogen. Die IBL Group ApS stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist auf dem Internet-Portal des dänischen Handelsregisters unter https://datacvr.virk.dk/data/ erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von 117.382,57 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bitburg, 30. Mai 2023

gez. Ivan Bjerg-Larsen

gez. Per Meincke

gez. Rolf Klaus Brunßen

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.10.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 30.04.2023 der Pedax GmbH entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den nachfolgenden uneingeschränkten Besätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pedax GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pedax GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.04.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pedax GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.04.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bitburg, den 7. September 2023

Barz, Willems & Co GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Barz, Wirtschaftsprüfer

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