Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gizeh Technologies GmbH
Grubenstraße 42, 01968 Senftenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Kriener seit 27.6.2014 | Prokura |
Andreas Oldenburg seit 27.6.2014 | Prokura |
Ralf Jung seit 20.8.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbHBergneustadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021I. Grundlagen des Unternehmens Die GIZEH-Gruppe produziert und vertreibt Kunststoffbehälter (Becher, Schalen, Dosen, Flaschen) insbesondere für die Lebensmittel und die Kosmetikindustrie. Zu unseren Kunden zählen Marktführer aus den Bereichen Milchwirtschaft + Streichfette, Feinkost + Wurstwaren, Fertiggerichte + Soßen, Süßwaren + Eiskrem sowie Body Care. Die JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH ist die Muttergesellschaft der GIZEH-Gruppe, deren Gruppengesellschaften in Deutschland, Frankreich, Polen sowie in Kanada über 700 Mitarbeiter beschäftigen. II. Wirtschaftsbericht II.1 Weltwirtschaftliches Umfeld Nachdem die Weltwirtschaft in 2020 durch den Beginn der Corona-Pandemie in die größte Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg rutschte, erholte sich die globale Wirtschaft in 2021 allmählich. Dennoch war das Jahr 2021 noch mit starken Einschränkungen in allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen gekennzeichnet. Die Weltwirtschaft nahm somit nur langsam wieder Fahrt auf. Das erste Quartal war noch stark von den Restriktionen durch die Pandemie geprägt. Im zweiten Quartal, u.a. mit den voranschreitenden Impfungen und den aufkommenden Lockerungen stieg auch die Wirtschaftsleistung wieder an. Im dritten und vierten Quartal geriet der Motor wieder ins Stocken, da viele Lieferketten beeinträchtigt waren. Es gab vor allem Engpässe bei Rohstoffen, Schiffsfrachten oder auch Mikrochips. Über das Jahr gesehen, stieg die globale Weltwirtschaft um 6,1 %, in Europa und in der EURO-Zone um jeweils 5,4 %. Deutschland verzeichnete lediglich ein Wachstum von 2,7 %. Dies ist vergleichsweise wenig bezogen auf den EURO-Raum, beruht aber auf der Tatsache, dass die Rezession in 2020 im Vergleich zu den anderen EURO-Ländern andererseits auch milder ablief. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte, inmitten der wirtschaftlichen Erholung, folgten dann die Schwierigkeiten hinsichtlich des Auftretens von Lieferengpässen, Rohstoffmangel und der allmähliche Anstieg der Inflation. Während die Inflation im Jahr 2020 in Deutschland noch bei +0,5 % gegenüber dem Vorjahr lag, erreichte sie Ende 2021 mit 3,1 % einen vorläufigen Höhepunkt. In Deutschland betrug die Arbeitslosenquote in 2021 5,7 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas erholt. Das Staatsdefizit blieb unverändert aufgrund der hohen Schuldenaufnahme für die Bewältigung der Corona Krise bei -4,4 %. Der private Konsum lag auch in 2021 mit 5 % unter dem Niveau von 2019. Die Summe der Erwerbstätigen beträgt im Jahr 2021 ca. 44,9 Mio. Beschäftigte, etwas oberhalb des Vorjahres (44,8 Mio.). II.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld in der Kunststoff verarbeitenden Industrie Die Kunststoffindustrie erholte sich analog zu der Gesamtwirtschaft in 2021 ebenfalls von den Auswirkungen der Pandemie. Der Umsatz der Branche erhöhte sich von 61,64 Mio. EUR auf 69,40 Mio. EUR (+12,6 %). Ursächlich hierfür waren zum einen die höhere Verarbeitungsmenge, die auf 15,0 Mio. t (+5,6 %) angestiegen ist. Zum anderen waren jedoch auch das gestiegene Preisniveau der verarbeitenden Rohstoffgranulate Ursache für den Umsatzanstieg. Die Beschäftigtenzahl blieb mit 321.500 Mitarbeiter nahezu auf Vorjahrsniveau (ca. 322.000 Mitarbeiter). Aufgrund des vorherrschenden Kostendrucks (Energie, generelle Inflation), den zahlreichen Lieferverzögerungen oder Lieferausfällen steht die kunststoffverarbeitende Industrie, insbesondere die Automobilzulieferindustrie, unter einem starken Ergebnisdruck. Auch das Segment Verpackungen konnte ein signifikantes Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und stieg um 0,3 Mio. t auf 4,7 Mio. t (+6,8 %). Der Umsatz bei den Verpackungen erhöhte sich von 14,40 Mrd. EUR auf 16,28 Mrd. EUR (+13,1 %). Auch hier hatte der hohe Rohstoffpreis seinen Anteil am Umsatzwachstum. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt ca. 110 Mitarbeiter und zeigt weiterhin deutlich die mittelständisch geprägte Branchenstruktur. Die GIZEH-Gruppe gehört mit insgesamt über 700 Beschäftigten somit zu den größeren Unternehmen der Branche. II.3 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Auch im Kalenderjahr 2021 verfolgt die GIZEH-Gruppe die Strategie der Herstellung anspruchsvoller und innovativer formgebundener Kunststoffverpackungen. Das Portfolio wird stetig durch zukunftsweisende neue Produkte und Geometrien ergänzt. Bei den Commodity Produkten sind schwerpunktmäßig solche Neuprojekte akquiriert worden, die größtenteils auf den bestehenden Maschinen produziert wurden. Neben den herkömmlichen Dekorationsverfahren nimmt der Digitaldruckbereich immer mehr an Bedeutung zu. Aus diesem Grund wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2018 der Bereich Digitaldruck in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die sich überwiegend um den Vertrieb von Mehrwegbecher im Eventbecherbereich kümmert. In 2019 wurde bereits ein positives Ergebnis vor Steuern erzielt. Aufgrund der Corona Krise und der damit verbundenen fehlenden Umsätze im Eventbereich, erzielte die Sparte 2020 und 2021 ein negatives Jahresergebnis. Der Kosmetik- und Hygienebereich - vertreten überwiegend durch die PET GmbH - verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 aufgrund von Umsatzrückgängen einen Verlust. Der Werkzeugbau am Standort Tarnowo Podgórne in Polen ist technologisch und weiterhin sehr gut aufgestellt. Neben dem Werkzeugbau konnten auch einige Automatisierungsprojekte für den Eigenbedarf erfolgreich umgesetzt werden. Der Standort in Kanada konnte den Verlust aus 2020 im Folgejahr mehr als überkompensieren und erzielte mit einem EBT von 2,7 Mio. CAD sein mit Abstand bestes Geschäftsjahr. Auch die weiteren ausländischen Standorte in Frankreich und Polen erzielten in 2021 Ergebnisse, die deutlich oberhalb des Vorjahres lagen. Nachdem im ersten Corona-Jahr 2020 die Rohstoffpreise stark gefallen waren, erholten sich diese erst wieder zum Ende des Q4 2020. In 2021 sind die Preise dann schlagartig angestiegen und verzeichneten zum Jahresende einen Anstieg von ca. 60 % im Vorjahresvergleich. In diesem Zuge wurden unterjährig sowohl ergebnisbelastende als auch ergebnistreibende Schwankungen verzeichnet. a) Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres zeigt einen Umsatzanstieg um 17,9 Mio. EUR (+15,9 %) auf 130,0 Mio. EUR (Vorjahr: 112,1 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren höhere Absatzmengen in nahezu allen Werken. Darüber hinaus stiegen die Umsätze aufgrund höherer Rohstoffpreise, die aufgrund von Preisgleitklauseln etwas zeitverzögert in der Regel an die Kunden weiterbelastet werden können. Der Materialaufwand ist im Vorjahresvergleich von 50,5 Mio. EUR auf 64,0 Mio. EUR angestiegen. Dies liegt sowohl an der gestiegenen Absatzmenge als auch an den hohen Materialpreisen. Die Gruppengesellschaften Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG, GIZEH Verpackungen Werk Elsterwerda GmbH und Gizeh PET GmbH haben die Entlastung für stromintensive produzierende Unternehmen (EEG-Umlage) in Anspruch genommen. Dadurch, dass der Anstieg der Umsatzerlöse nur zum Teil durch höheren Materialaufwand aufgezehrt wurde, ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Anstieg des Rohertrags um 7,8 Mio. EUR auf 68,6 Mio. EUR. (+12,9 %). Die Personalkosten haben sich aufgrund von Neueinstellungen und Lohnsteigerungen, bedingt durch die gute Geschäftslage, um 5,3 % erhöht. Die Abschreibungen und Aufwendungen für Maschinenleasing liegen mit 11,9 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (12,0 Mio. EUR). Trotz der deutlich gestiegenen Geschäftstätigkeit konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 16,2 Mio. EUR zum Vorjahr gehalten werden. Das Finanzergebnis (ohne Abzinsung der Pensionsrückstellungen) reduzierte sich unter anderem aufgrund von Aufwendungen für Sicherungsgeschäfte von -2,0 Mio. EUR auf -2,1 Mio. EUR. Das neutrale Ergebnis erhöhte sich insbesondere wegen positiver Währungskurseffekte von -0,5 Mio. EUR auf +0,4 Mio. EUR. Im Ergebnis wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) erzielt. b) Vermögenslage Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr hat sich das langfristig gebundene Vermögen nach Saldierung mit dem Sonderposten für Investitionszuschüsse im Geschäftsjahr 2021 um +0,5 Mio. EUR (+1,0 %) auf 54,5 Mio. EUR erhöht. Den Investitionen im Berichtsjahr von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR) standen Abschreibungen von 8,9 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) gegenüber. Die Währungsumrechnung hatte einen positiven Effekt auf das Anlagevermögen von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -2,0 Mio. EUR). Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens von 60,8 % an der Bilanzsumme spiegelt die Anlagenintensität der Branche wider. Das Vorratsvermögen wurde im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR erheblich aufgebaut. Ursächlich hierfür waren einerseits die zunehmende Bevorratung, um das Risiko von Lieferausfällen zu reduzieren. Auf der anderen Seite liegen die für die GIZEH-Gruppe relevanten Rohstoffpreise per Geschäftsjahresende verglichen zum Vorjahr um ca. 60 % höher. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit sowie den gestiegenen Rohstoffpreisen um 2,4 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, bedingt durch den Abbau von Steuerforderungen, im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR gesunken. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist positiv durch die teilweise Thesaurierung des Vorjahresergebnisses sowie den Konzern-Jahresüberschuss 2021 (+7,7 Mio. EUR) beeinflusst. Die Verminderung des negativen Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung von -2,5 Mio. EUR auf -2,0 Mio. EUR hat sich ebenfalls positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Die Gründe lagen insbesondere an dem starken kanadischen Dollar am Bilanzstichtag. Insgesamt hat sich das Konzerneigenkapital um 7,7 Mio. EUR auf 28,6 Mio. EUR erhöht. Bei einer um 7,8 Mio. EUR höheren (wirtschaftlichen) Bilanzsumme von insgesamt 89,7 Mio. EUR ergibt sich ein Anstieg der Eigenkapitalquote von 25,7 % auf 32,0 %. Die im Zusammenhang mit den getätigten Investitionen stehende Neuaufnahme von langfristigen Krediten in Höhe von 5,5 Mio. EUR stehen Tilgungen von 6,6 Mio. EUR gegenüber. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sind um 7,0 Mio. EUR gesunken. In Summe konnten die Bankverbindlichkeiten deutlich um 6,1 Mio. EUR auf insgesamt 37,9 Mio. EUR reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der gestiegenen Bevorratung und hoher Rohstoffpreise analog zu den Vorräten ebenfalls nennenswert angestiegen (+5,0 Mio. EUR). Die langfristigen und kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten haben sich vor allem wegen der planmäßigen Rückführung der bei den polnischen Gesellschaften ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen um 0,2 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR ebenfalls verringert. c) Finanzlage Im Berichtsjahr hat sich insbesondere durch das positive Jahresergebnis und die Abschreibungen ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 15,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) ergeben. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit, im Wesentlichen bedingt durch Investitionen in Sachanlagevermögen (9,4 Mio. EUR) und Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen (1,2 Mio. EUR), beträgt -8,3 Mio. EUR (Vorjahr: -6,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -3,3 Mio. EUR (Vorjahr: -6,7 Mio. EUR) und ist vor allem durch die hohe Tilgung bei gleichzeitiger moderater Neuaufnahme von Bankverbindlichkeiten geprägt. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds in Höhe von -8,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-11,8 Mio. EUR) deutlich verbessert. d) Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Trotz der Schwierigkeiten der immer noch vorherrschenden Corona-Pandemie mit vielen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten konnten wir im Geschäftsjahr 2021 ein Rekordergebnis erzielen. Im Rahmen der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2020 hatten wir vor dem Hintergrund der Pandemie und den notwendigen Restriktionen für das Geschäftsjahr 2021 einen ähnlichen Umsatz wie im Jahr 2020 erwartet. Mit einem tatsächlich erzielten Umsatz von 130,0 Mio. EUR wurde der Plan deutlich überschritten. Dies liegt zum einen an den höheren Rohstoffpreisen. Zum anderen fiel die Absatzmenge in der Gruppe deutlich höher aus als erwartet. Der Mehrabsatz entfiel auf nahezu alle Standorten. Nach der Zurückhaltung in 2020 konnten im Folgejahr wieder vermehrt Kundenprojekte gewonnen werden, die zum Absatzwachstum beitrugen. Auf der Kostenseite gab es zwar angesichts der gestiegenen Geschäftstätigkeit und der Inflation Steigerungen. Im Ergebnis wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) erwirtschaftet und lag damit deutlich über der ursprünglichen Prognose (2,8 Mio. EUR). Hieraus ergibt sich nach Abzug der Steuern ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die GIZEH-Gruppe steht als ein europäisch agierender Konzern vielfältigen Chancen und Risiken gegenüber. Diese werden in einem kontinuierlichen Prozess gegeneinander abgewogen und bewertet. Erst wenn Risiken und die damit zugrundeliegenden Chancen eine adäquate Wertsteigerung für die Gruppe beinhalten, werden diese eingegangen. Im Rahmen eines integrierten Chancen und Risikokontrollsystems des GIZEH-Konzerns erfolgt eine regelmäßige Analyse der Umfeld- und Unternehmenschancen sowie der -risiken, um diese frühzeitig zu erkennen und ihnen durch entsprechende Maßnahmen zu begegnen. Die eingerichteten Risikokontrollen teilen die Risiken in konzernübergreifende und unternehmensspezifische Risiken auf. Die konzernübergreifenden Risiken werden zentral vom Konzernmanagement kontrolliert. Die unternehmensspezifischen Risiken werden in der Regel dezentral von der einzelnen Einheit überwacht. Die zentralen Risiken setzen sich im Wesentlichen zusammen aus dem Beschaffungsmarktrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Zahlungsstromschwankungsrisiko, dem Fremdwährungsrisiko und dem IT-Risiko. Aus der volatilen Entwicklung der Rohstoffpreise resultiert ein Beschaffungsmarktrisiko, dass nicht die benötigten Mengen bereitgestellt werden können oder dass Preissteigerungen belastend einwirken, wenn diese nicht durch Effizienzsteigerungen kompensiert oder an die Kunden weitergegeben werden können. Zwar werden die Preisveränderungen auf dem Beschaffungsmarkt kontinuierlich beobachtet und analysiert, aufgrund des in der Vergangenheit eingesetzten Konsolidierungsprozesses bei den Herstellern bestehen aber nur geringe Chancen, durch einen Lieferantenwechsel die Beschaffungspreise zu beeinflussen. Daher wird im Wesentlichen durch optimale Bestellmengen, die permanente Verbesserung der Produktionsabläufe sowie der Sortimentsstruktur versucht, die Materialeinsatzquote zu verringern und die Wertschöpfung zu erhöhen. Da mit den meisten Kunden sogenannte Rohwarenpreisgleitklauseln bestehen, können veränderte Beschaffungspreise mit einer Zeitverzögerung an die Kunden in der Regel zu einem wesentlichen Teil weitergereicht werden. Die Liquidität des Konzerns wird ständig überwacht und durch die Verteilung des Kreditengagements auf mehrere Kreditinstitute sichergestellt, so dass saisonale und unerwartete Liquiditätsschwankungen abgedeckt werden. Neben der Sicherstellung des Grundbedarfs an Liquidität mit ausreichenden Kreditlinien wird durch regelmäßige Kommunikation mit den kreditgebenden Banken, insbesondere für langfristige Investitionen, der mehrjährige Finanzbedarf abgestimmt. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Überwachung der Wechselkurse und deren Einflüsse auf die Zahlungsströme der Gesellschaft statt. Durch die stetige Zunahme der Vernetzung der IT-Systeme und der Notwendigkeit der ständigen Verfügbarkeit von Informationen können durch einen Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken IT-Risiken entstehen, die zu erheblichen Störungen des Betriebsablaufs führen. Durch das Vorhalten einer qualifizierten IT-Abteilung und des Einsatzes von externem Fachpersonal wird diesen Risiken begegnet und sichergestellt, dass die Systeme vor unberechtigtem Datenzugriff und Datenmissbrauch geschützt sind. Die unternehmensspezifischen Risiken umfassen im Wesentlichen das Forderungsrisiko, das Betriebsunterbrechungsrisiko sowie das Kundenabhängigkeits- und Lagerbestandsrisiko. Zum Schutz vor Forderungsrisiken werden die Kunden strengen Bonitätsprüfungen unterzogen. Die zunehmende Internationalisierung der Kundenstruktur und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise führten zu einer Zunahme bei der Kontrolle und Überwachung der Kundenstruktur. Durch die Gewährleistung eines angemessenen Versicherungsschutzes sichern wir uns vor den Risiken einer Betriebsunterbrechung oder vor Schadensersatzansprüchen ab. Unseres Erachtens nach wird die Konzentration auf den Absatzmärkten und damit der Umsatzanteil mit einigen Großkunden weiter zunehmen, was zu einem erhöhten Risiko bei der Kundenabhängigkeit führt. Im Rahmen von Key Account Managern besteht ein regelmäßiger Austausch mit den Kunden, um so die Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und die Kundenbeziehungen zu festigen. Unterstützt wird dies durch die Überwachung der termingerechten Auslieferung, der Auftragsbestände und durch regelmäßige Qualitätsaudits. Die Gewährleistung der Lieferfähigkeit einerseits und die Minimierung des Lagerbestandes andererseits stellen die wichtigsten Aufgaben für die Beherrschung des Lagerbestandsrisikos dar. Für die Bereitschaft der Lieferfähigkeit sind die Bedarfsplanung und der kontinuierliche Austausch mit dem Kunden die zentralen Steuerungsinstrumente. Durch regelmäßige Bestandskontrollen werden die Lagerbestände überwacht und grundsätzlich so klein wie möglich gehalten. Die Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG und die GIZEH Verpackungen Werk Elsterwerda GmbH haben zwischen 2012 bis 2020 die Entlastung für stromintensive produzierende Unternehmen von der EEG-Umlage in Anspruch genommen. Für 2021 und 2022 liegen der Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG, der GIZEH Verpackungen Werk Elsterwerda GmbH sowie der GIZEH PET GmbH, die Entlastung von der EEG-Umlage betreffend, jeweils positive Bescheide des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vor. Als Kostenentlastung für Unternehmen und Verbraucher wird die EEG-Umlage ab Mitte des Jahres 2022 eingestellt. Dies hat für die deutschen Standorte jedoch keine wesentlichen Auswirkungen, da diese ohnehin von der Umlage in weiten Teilen befreit sind. Für die Jahre 2023 ff. ist aufgrund des Wegfalls der EEG-Umlage demnach kein Entlastungsantrag mehr nötig. Lediglich für sonstige Netznutzungsumlagen (z.B. KWKG, Offshoreumlage etc.) wurde eine Entlastung für das Jahr 2023 beantragt. Wir gehen von einem positiven Bescheid aus. Die derzeitige öffentliche Debatte über das Konsumverhalten bei Kunststoffverpackungen und Kunststoffabfällen in der Umwelt (insbesondere den Meeren und Flüssen) nehmen wir sehr ernst und verfolgen wir mit großem Interesse. In diesem Zusammenhang wird es von Bedeutung sein, dass sich die gesamte Kunststoffbranche sowohl inhaltlich als auch in der in der Außendarstellung kritisch aber auch selbstbewusst mit dem Thema auseinandersetzt. Die GIZEH-Gruppe verfolgt bereits seit Jahren eine nachhaltige Umweltpolitik und den damit verbundenen schonenden Umgang mit den Ressourcen. Unsere Produktentwicklung setzt sich stets das Ziel, leichtere Produktverpackungen zu gestalten und die Recycelbarkeit der Verpackungen zu erhöhen. Wir betrachten uns als sehr innovatives Unternehmen und betrachten aus diesen Gründen die Kunststoff-Debatte - neben den Risiken - vor allem als große Chance, unsere Marktposition weiter zu verbessern. Das Umsatzvolumen sowie die Betriebsleistung werden voraussichtlich auch in 2022 weiter steigen. Die in 2021 neu auf den Weg gebrachten Projekte werden sich in 2022 ganzjährig auswirken. Darüber hinaus erwarten wir auch in 2022 den Start von weiteren Neuprojekten. Insbesondere in unserem kanadischen Werk gehen wir von einem bedeutsamen Wachstum aus. Neben den Risiken aus dem erhöhten Wettbewerbsdruck sehen wir vor allem aber auch die Chance, neue Kunden und Absatzbereiche für die Jahre 2022 ff. hinzuzugewinnen, da sich die GIZEH-Gruppe aufgrund des bestehenden Know-Hows im Markt als Hersteller von qualitativ hochwertigen und technisch anspruchsvollen Verpackungslösungen etabliert hat. Auf der Kostenseite erwarten wir viele Herausforderungen. Wir gehen davon aus, dass die Inflation in 2022 über das ganze Jahr hinweg deutlich ansteigen wird. Insbesondere die ohnehin schon steigenden Energiepreise (Strom und Gas) sind als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine schlagartig in die Höhe geschossen. Wir schätzen, dass sich die Rohstoffpreise wellenförmigen über das Jahr 2022 hinweg entwickeln werden. Die Herausforderung besteht hierbei in dem Spagat zwischen der Sicherstellung der Lieferfähigkeit und den damit verbundenen hohen Lagerbeständen und dem Risiko von Windfall-losses aufgrund möglicher Rohstoffpreissenkungen auf der anderen Seite. Die Finanzlage des Konzerns ist solide und die wesentlichen für 2022 anstehenden Investitionsprojekte wurden langfristig auf niedrigem Zinsniveau finanziert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird weiter stabil sein. Es ist geplant, die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen sowie Leasing) einem normalen Niveau zu halten. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir, wie bereits erwähnt, von einem höheren Umsatz aus. Gleichzeitig erwarten wir auf der Kostenseite einen deutlichen Anstieg. Vor diesem Hintergrund planen wir ein Konzern-Jahresergebnis deutlich unter dem Rekordjahr 2021, welches mit 5,7 Mio. EUR dennoch sehr gut ausfallen würde. Die Mittelfristplanung ist vor dem Hintergrund vieler Faktoren (Ukrainekrieg, Inflation, Energiekrise) äußerst schwer einzuschätzen. Wir planen derzeit für die Jahre 2023 und 2024 einen konstanten Umsatz ein. Hier bleibt abzuwarten, inwiefern sich das Konsumverhalten (konfrontiert mit der hohen Inflation) möglicherweise negativ auf den Absatz der Verpackungen auswirken wird. Wir gehen davon aus, dass die neu gewonnenen Projekte jedoch einen Teil davon kompensieren würden. Der Kostendruck wird unserer Meinung nach auch in 2023 gegenüber dem Vorjahr noch einmal steigen. Der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2022 liegt oberhalb der beschriebenen Erwartungen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine - beginnend am 24.02.2022 - und die damit verbundenen globalen wirtschaftlichen Auswirkungen und Risiken u.a. auf Lieferketten, Preiserhöhungen und Energieversorgungssicherheit stellen für die GIZEH Gruppe nach derzeitigem Stand keine wesentlichen negativen Beeinträchtigungen der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2022 dar. Die mit Gas betriebenen Geschäftsprozesse sind von unwesentlicher Bedeutung und werden bis zum Ende des 3. Quartals 2022 auf alternative Energiequellen umgerüstet. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir jedoch aufgrund allgemeiner Zurückhaltung des Privatkonsums einen gemäßigten Verlauf, sodass wir nach jetzigem Stand unsere Planung für 2022 weiterhin als realistisch betrachten. Von dem gegenwärtigen Standpunkt aus lassen sich somit keine Risiken erkennen, die alleine oder im Zusammenhang mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden oder eine signifikante Veränderung der Risikostruktur in der Zukunft erwarten lassen. Wir weisen darauf hin, dass bei allen zukunftsbezogenen Aussagen grundsätzlich das Risiko besteht, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen der voraussichtlichen Entwicklung abweichen können, sollten die in den Aussagen getroffenen Annahmen sich als unzutreffend erweisen oder die genannten Unsicherheiten eintreten.
Bergneustadt, den 29. Juli 2022 gez. Die Geschäftsführung Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2021 von EUR 23.736.562,55 steht den Gesellschaftern der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH grundsätzlich der zum 31. Dezember 2021 im Einzelabschluss der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 397.269,69 zur Ausschüttung zur Verfügung.
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen sowie zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Die JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH, Bergneustadt, ist das Mutterunternehmen der GIZEH-Gruppe. Die JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH hat ihren Sitz in Bergneustadt und ist beim Amtsgericht Köln im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer HRB 39392 registriert. Der Konzernabschluss der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der vom Bundesministerium der Justiz bekanntgemachten Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V., Berlin, (DRSC) aufgestellt, soweit diese im Einklang mit dem HGB stehen. Der Jahresabschluss der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen nach einheitlichen für den JKB-Konzern geltenden Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze ausländischer Tochtergesellschaften wurden insoweit beibehalten, als ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss unwesentlich sind. Die Form der Darstellung im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. II. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sind neben der JKB-Kunststoff-Beteiligungs-GmbH als Muttergesellschaft, die Gesellschaften einbezogen worden, an denen ihr die Mehrheit der Stimmrechte unmittelbar oder mittelbar zuzurechnen ist:
* Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB (Befreiung von der Anwendung der Vorschriften der §§ 325 ff. HGB) ** Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB (Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 sowie von der Anwendung der Vorschriften der §§ 325 ff. HGB) Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Gründung der OOO GIZEH Upakovki, Minsk/Belarus, seitens der GIZEH Dispoform Sp. z o.o., Polen. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf die Einbeziehung dieser neugegründeten Gesellschaft verzichtet. Darüber hinaus folgte im Geschäftsjahr 2021 die Gründung der Cupstorys ES BY GIZEH, Calvià/Mallorca, Spanien, seitens der Cupstorys GmbH, Bergneustadt, Deutschland. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf die Einbeziehung dieser neugegründeten Gesellschaft verzichtet. Die JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG, Bergneustadt. An der Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG ist mit einem Anteil von DM 300,00 (= EUR 153,39) bzw. 0,01 % ein Minderheitsgesellschafter beteiligt. Gleiches gilt betreffend die GIZEH TECHNOLOGIES Sp. z o.o. in Höhe von EUR 1.145,84 bzw. 9,18 %. Die Nominalanteile werden in der Konzernbilanz als "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen, im übrigen jedoch im Rahmen der Konsolidierung unter Bezug auf den Wesentlichkeitsgrundsatz vernachlässigt. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB durch Verrechnung des Buchwertes der Beteiligungen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des jeweiligen Erwerbs bzw. der Gründung. Die aus der Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung zum 18. Oktober 1998 der Gizeh Verpackungen GmbH & Co. KG (TEUR 1.155) und der GIZEH Dispoform Sp. z o.o. (TEUR 560) wurden als Firmenwert qualifiziert und sofort gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die ebenfalls auf den 18. Oktober 1998 vorzunehmende Kapitalkonsolidierung der ehemaligen Konzerngesellschaft WEMABAG AG führte zu einem technischen, passivischen Unterschiedsbetrag (TEUR 2.901), der als "Gewinnrücklage" qualifiziert wurde. Die Gesellschaft wurde 2019 liquidiert und endkonsolidiert. Die GIZEH PET GmbH wurde zum 13. Dezember 2002 und die GIZEH Verpackungen Werk Elsterwerda GmbH am 20. Februar 2004 gegründet, so dass bei deren Kapitalkonsolidierung keine Unterschiedsbeträge entstanden sind. Die GIZEH Emballages Angers S.A.S., die mit Wirkung zum 1. Juli 2005 die Coembal France SA erworben hat, wurde im Geschäftsjahr 2005 auf die GIZEH Emballages Angers S.A.S verschmolzen und erstmalig zum 1. Juli 2005 konsolidiert. Der sich nach Aufdeckung der vorhandenen stillen Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen und im Sachanlagevermögen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB ergebende passivische Unterschiedsbetrag (TEUR 295) ist als "badwill" qualifiziert worden und wurde in den Folgejahren nach § 309 Abs. 2 Nr. 1 HGB in dem Ausmaß ergebniswirksam aufgelöst, wie die erwarteten Verluste eingetreten sind. Am 17. Juli 2009 wurde die Herko Verpackungen GmbH erworben. Der Unterschiedsbetrag, der im Wesentlichen die Gründungskosten betraf, ist erfolgswirksam abgeschrieben worden. Die in 2013 vorgenommenen Erstkonsolidierungen der GIZEH TECHNOLOGIES Sp. z o.o., der GIZEH Packaging NA Inc. und der Gizeh Technologies GmbH sowie die im Vorjahr vorgenommene Erstkonsolidierung der Cupstorys GmbH erfolgten nach der Neubewertungsmethode. Die GIZEH TECHNOLOGIES Sp. z o.o., die GIZEH Packaging NA Inc. und die Cupstorys GmbH wurden durch Konzerngesellschaften gegründet, so dass in diesen Fällen keine Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Der sich aus dem Erwerb der Anteile an der Gizeh Technologies GmbH ergebende aktivische Unterschiedsbetrag von TEUR 3 wurde im Geschäftsjahr 2013 unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten in voller Höhe aufwandswirksam eliminiert. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital verbundener Unternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteile" gesondert dargestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der Unternehmen des Konsolidierungskreises entsprechend § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Ergebniswirksame Währungskursgewinne bzw. -verluste aus den Einzelabschlüssen werden im Konzernabschluss grundsätzlich nicht ergebniswirksam eliminiert. Es erfolgt damit eine ergebniswirksame Behandlung dieser Währungskursdifferenzen im Konzernabschluss. Bis zum Geschäftsjahr 2020 wurden als Ausnahme von diesem Grundsatz bei Darlehen, die aus Sicht des Mutterunternehmens beteiligungsähnlichen bzw. aus Sicht des Tochterunternehmens eigenkapitalersetzenden Charakter hatten, Währungskursdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden bei der Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB neutralisiert. Aufwendungen und Erträge aus dem Geschäftsverkehr zwischen den Gesellschaften des Konsolidierungskreises wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB eliminiert. Währungsumrechnung Nach § 308a HGB wurde im Rahmen der Währungsumrechnung das Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode zugrunde gelegt. Dabei wurde im Rahmen der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen in die Berichtswährung das Eigenkapital der ausländischen Tochtergesellschaften mit den jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der übrigen Bilanzpositionen erfolgt mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung werden erfolgsneutral unter der Position "Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach den handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen bewertet. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde für Zwecke der Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr angepasst, indem die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um EUR 106.885,19 auf EUR 45.345.620,08 erhöht und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechend auf EUR 22.101.431,65 vermindert wurden. Darüber hinaus wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen oder bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 50 Jahren vorgenommen. Sogenannte "geringwertige Wirtschaftsgüter" mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den darauf folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder - bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung - zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert durch Vornahme von individuellen Abschlägen aufgrund eingeschränkter Verkehrsfähigkeit und zur Berücksichtigung von Lagerrisiken. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch die betrieblichen Gemeinkosten enthalten. Fremdkapitalzinsen werden in den Herstellungskosten nicht aktiviert. Die Obergrenze der Bewertung bilden die Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert bewertet. Ausfall- und sonstigen Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der niedrigeren Kurswerte zum Bilanzstichtag bilanziert. Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind mit dem Nominalwert bewertet. In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind bis zum 31. Dezember 2021 angefallene Auszahlungen ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ist für von der öffentlichen Hand gewährte Investitionszuschüsse gebildet worden und wird in Höhe der anteiligen auf die geförderten Vermögensgegenstände entfallenden Abschreibungen erfolgswirksam aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung zum 31. Dezember 2021 wurde der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren bekanntgegebene durchschnittliche Marktzinssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) p.a. verwendet. Unverändert zum Vorjahr wurden ein Rententrend von 1,75 % p.a. und ein Gehaltstrend hinsichtlich der Einzelzusagen von 2,5 % p.a. zu Grunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und decken die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Betrages ab. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, aufgrund steuerlicher Verlustvorträge oder aufgrund von ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet, soweit es die gleiche Finanzbehörde betrifft. IV. Erläuterungen zu den Posten der Konzern-Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Abschreibungssätze für die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind aus dem folgenden Forderungsspiegel ersichtlich:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuern von insgesamt TEUR 876 (Vorjahr: TEUR 1.694) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten. Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.652) und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 4.005) hatten jeweils in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive latente Steuern Der Posten umfasst aktive latente Steuern auf ertragsteuerliche Verlustvorträge (TEUR 1.370) sowie aus handels-/steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden insbesondere bei den Pensionsrückstellungen (TEUR 366). Die aktiven latenten Steuern sind mit unternehmensindividuellen Ertragsteuerbelastungen zwischen 15,4 % und 26,5 % bewertet. Eigenkapital Das Stammkapital der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 von DM 250.000,00 (= EUR 127.822,96) auf EUR umgestellt und durch Kapitalerhöhung gegen Bareinlage um EUR 22.177,04 auf EUR 150.000,00 erhöht. Es ist voll eingezahlt. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergab sich im Rahmen des Übergangs von dem bis zum 31. Dezember 2009 verwendeten Teilwertverfahren nach § 6a EStG auf das zum 1. Januar 2010 verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren, unter Berücksichtigung eines Marktzinssatzes sowie der o.g. Lohn- und Rententrends, ein Unterschiedsbetrag von TEUR 768. Auf den Unterschiedsbetrag wurde das Verteilungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB angewendet. Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuführung in Höhe von TEUR 51 zu den Pensionsrückstellungen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 135. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB (= Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,87 % p.a.) im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 % p.a.) beträgt TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 352). Die sonstigen Rückstellungen bestehen für Verpflichtungen des Personalbereiches (TEUR 827), des Verwaltungsbereiches (TEUR 573) und des Vertriebsbereiches (TEUR 176). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 18.997 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie mit TEUR 3.490 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten hatten mit TEUR 2.245 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Ansonsten waren die Verbindlichkeiten innerhalb von einem Jahr fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 37.948 sind durch Grundschulden auf Betriebsimmobilien sowie die Sicherungsübereignung der gegenwärtigen und künftigen Maschinen sowie maschinellen Anlagen und des Warenlagers besichert. Weiterhin sind als Sicherheit die Forderungen aus Warenlieferungen abgetreten worden. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern wurden mit einem unternehmensindividuellen Ertragsteuersatz von 35,50 % auf aufgedeckte stille Reserven im Rahmen von Erstkonsolidierungsmaßnahmen gebildet. Angaben zu latente Steuern
V. Erläuterungen zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 26) aus der abschreibungskonformen Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Des Weiteren enthält der Posten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.210 (Vorjahr: TEUR 507), Erträge aus Anlagenabgängen von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 282), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Rückstellungen von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 209). Die im Personalaufwand ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen mit TEUR -89 (Vorjahr: TEUR 129) die Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen In dem Posten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 708), Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 286) sowie periodenfremde Aufwendungen aus der Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Forderungsverlusten von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 170). Das Vorjahr beinhaltet zudem periodenfremde Verluste aus Investitionszulagen von TEUR 73. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 51 unverändert zum Vorjahr Aufwendungen aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Folge der Bewertung nach BilMoG (= Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 283) erfasst. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens umfassen außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf Beteiligungen (TEUR 11) und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 195). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 435) enthalten. VI. Sonstige Angaben Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung umfasst den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.680 (Vorjahr: TEUR 14.709). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen wesentliche mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Der Gesamtbetrag aus diesen Verträgen bis zum jeweiligen Vertragsende setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Zur Beschaffung liquider Mittel wird das Factoring bezüglich der Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen des Konzerns durchgeführt. Der Vorteil des Factoring liegt im schnelleren zeitlichen Zufluss liquider Mittel, dem aufwandsseitig planbare Factoringgebühren und Factoringzinsen gegenüberstehen. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Abschlussprüferhonorar
Bezüge der Geschäftsführung und Vorschüsse / Kredite an die Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Geschäftsführung wurden Vorschüsse/Kredite in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) mit einem Zinssatz von 4,0 % p.a. und einer Laufzeit bis zu einem Jahr gewährt. Geschäftsführung der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH Dipl.-Ing. Ralf Jung, Gesamt-Geschäftsführer der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH, Dipl.-Kfm. Herbert Schlereth, technischer Geschäftsführer der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH.
Bergneustadt, 29. Juli 2022 gez. Ralf Jung gez. Herbert Schlereth Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH, Bergneustadt PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH, Bergneustadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der JKB Kunststoff-Beteiligungs-GmbH, Bergneustadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 29. Juli 2022 HSMV
- Hansen Schotenroehr Müller Voets
gez. Martin Rohkämper, Wirtschaftsprüfer gez. Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 30. August 2022. |
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