Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 29178
Eingetragen
6.1.2017
Branche
Großhandel mit GetränkenGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Gegenstand
Im- und Export mit Verbrauchsgütern aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nagibollah Seddiqi
seit 6.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
40.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Zeljko Skolar
Mülheim an der Ruhr
50.00%
Nagibollah Seddiqi
Mülheim an der Ruhr
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Miva Distribution GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

I. Grundlagen und Geschäftsmodell

Miva Distribution GmbH ist ein Handelsunternehmen mit internationaler Ausrichtung. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2016 gegründet. Ihr Sitz befindet sich in Mülheim an der Ruhr in einem angemieteten Bürogebäude mit über 300 qm Nutzfläche einschließlich eigener Lagerfläche.

Die Gesellschaft ist ein international agierender Großhändler mit der Kernkompetenz im Bereich der weltweiten Distribution von Telekommunikationselektronik. Die Tätigkeit weist auch Aspekte eines B2B-Brokers auf, da häufig am selben Tag die Kundenbestellung und die Lieferantenbestellung bedarfsgerecht ausgeführt werden. Sie beliefert Wiederverkäufer im In- und Ausland mit Mobiltelefonen, Smartphones und Bluetooth-Headsets. Das angebotene Warensortiment umfasst alle namhaften Hersteller und wird ständig um aktuelle Trends und Modelle erweitert. Durch die konstante und erfolgreiche Zusammenarbeit mit zahlreichen Geschäftskunden, Logistik-Partnern, Zulieferern und Resellern konnte die MIVA Distribution GmbH ungeachtet des zeitweisen weltweiten Abschwungs auch weiterhin wachsende Umsätze verzeichnen.

Nach dem Wachstumseinbruch der Weltwirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2020 im Zusammenhang mit der Ausbreitung des neuartigen COVID-19 Virus und der damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen, wurde von der Geschäftsführung die strategische Entscheidung getroffen, angesichts einer großen Nachfrage, die Geschäftsaktivitäten auf den Großhandel mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) auszuweiten. Es ist der Gesellschaft gelungen ihre Netzwerke im Großhandel und Kontakte in der Logistik zu nutzen, um in kürzester Zeit große Mengen von Schutzgütern zu beschaffen und diese im Rahmen umfangreicher Verträge zu liefern. Darüber hinaus gelang es MIVA Distribution GmbH im vierten Quartal 2020 einen Zuschlag in einer der größten öffentlichen Ausschreibungen Deutschlands zur Beschaffung von PSA zu erhalten.

Durch die Steigerung der Umsätze im Bereich der Telekommunikationselektronik und den Einstieg in das neue Geschäftsfeld des Handels mit PSA, konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 ihren Umsatz um 12,5 % erhöhen.

Kundenzufriedenheit und Qualität sind zentrale Aspekte bei der Abwicklung von Aufträgen. Dies spiegelt sich in allen Abwicklungsschritten von einer unkomplizierten Auftragsannahme bis hin zu einer termingerechten und einwandfreien Lieferung wider. Eine auf die individuellen Anforderungen der Kunden abgestimmte und optimierte Logistikabwicklung sichert jederzeit die punktgenaue Einhaltung von Lieferterminen. Als zukunftssicheres Unternehmen mit bester Bonität ist MIVA Distribution GmbH ein zuverlässiger Partner für ihre Kunden und Lieferanten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Ausbreitung des neuartigen COVID-19 Virus und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen waren das bestimmende Thema und einer der wesentlichen Faktoren für die globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2020. Laut dem Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Wirtschaftslage 2020 folgte dem massiven Einbruch des Bruttoinlandsprodukts weltweit (-4,4%) und insbesondere im Euroraum (-11,6%) im zweiten Quartal 2020 eine deutliche Erholung des BIP im Euroraum bereits im dritten Quartal (+12,5%), sodass negative Effekte der Covid-19 Pandemie zunächst abgefedert werden konnten. Dabei konnte die einsetzende Erholung allerdings nicht überall das Vorkrisenniveau erreichen und wurde vom Einsetzen der zweiten Infektionswelle gebremst. Zum Ende des Jahres 2020 gibt Eurostat den Rückgang des BIP in der Eurozone mit 6,6% im Vergleich zum Vorjahr an.

Nach Informationen des Portals statista.com ging der Verkauf von Smartphones weltweit im Jahr 2020 mit 1,28 Milliarden Stück um 6,7% gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Rückgang wird hauptsächlich auf Verhaltensänderungen bei Verbrauchern im Zusammenhang mit zeitweisen Ladenschließungen im Rahmen der Lockdown-Maßnahmen sowie auf allgemeine Konsum-Zurückhaltung zurückgeführt. Für die kommenden Jahre sehen jedoch Experten der International Data Corporation (IDC) einen stetigen Anstieg der Verkaufszahlen von Smartphones um durchschnittlich 3,7% pro Jahr bis 2025 voraus. Dies hängt mit der weiteren Durchsetzung der 5G-Technologie und ihrer steigenden Verfügbarkeit in allen Preissegmenten zusammen. Zudem befeuert die schnell voranschreitende Implementierung weiterer neuer Technologien die Nachfrage.

2. Geschäftsverlauf

Entgegen der allgemeinen Branchensituation konnte MIVA Distribution GmbH ihren Marktanteil am herstellerunabhängigen Handel mit Smartphones (sog. "Open Market") durch eine weitere Optimierung der Vertriebsstrategie unter anderem im Zusammenhang mit der Modernisierung der Internetpräsenz und zusätzliche Erhöhung der logistischen Effizienz ausbauen. Zudem hat sich der Einstieg in den PSA-Markt positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 12,9 % angestiegen. Angesicht der Herausforderungen der Corona-Pandemie lag diese Steigerung leicht über den Erwartungen der Geschäftsführung.

Jedoch spiegelt sich die Umsatzausweitung und die Verbesserung des Rohertrags nicht im Jahresergebnis wider. Grund dafür ist insbesondere die Bildung umfangreicher Wertberichtigungen gegenüber größeren Kunden, die Schutzmasken abgenommen haben. Durch deren Teilnahme am "open house-Verfahren" und die damit verbundene Unsicherheit, ob diese ihre Lieferungen vergütet bekommen, schlägt sich dieser auch auf die Werthaltigkeit der Forderungen der Miva Distribution GmbH nieder. Aus Gründen der Vorsicht erfolgte daher die Bildung einer Wertberichtigung in Höhe von ca. 5,6 Mio €.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich, wobei diese unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgte:

2020
T€
2019
T€
Veränderung
T€
Rohertrag 13.604 6.784 + 6.820
Sonstige Erträge 2 2 0
Personalaufwand 342 351 - 9
Abschreibungen 6.164 7 + 6.157
Sonstige Aufwendungen 5.629 2.830 + 2.799
Betriebsergebnis 1.471 3.598 - 2.127
Finanzergebnis - 95 - 81 - 14
Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit 1.376 3.517 - 2.141
Neutrales Ergebnis - 87 - 94 - 7
Ertragsteuern - 469 - 1.203 - 734
Jahresüberschuss 820 2.220 - 1.400

Der Rohertrag hat sich bedingt durch ein Umsatzzuwachs (+ 12,5 %) in Verbindung mit einer Verbesserung der Materialaufwandsquote (+ 2 ,0 %) gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht (+ 100,5 %). Der Hintergrund sind verbesserte Einkaufspreise infolge gestiegener Abnahmemengen im originären Geschäftsfeld. Des Weiteren wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie das Geschäftsfeld um Verkäufe von Schutzmasken erweitert, was ebenfalls zur Verbesserung der Rohgewinnmarge beigetragen hat. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus Provisionsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Schutzmasken (+ 2.045 T€). Belastet ist das Betriebsergebnis insbesondere durch Wertberichtigungen auf Forderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Schutzmasken, die wegen der ungewöhnlichen Höhe als Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens ausgewiesen werden und in der Positionen Abschreibungen enthalten sind. Das Finanzergebnis resultiert, wie auch im Vorjahr, primär aus der Darlehensgewährung eines privaten Investors.

2. Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2020
T€
2019
T€
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit + 2.417 + 2.342
Mittelzufluss (2019: Mittelabfluss) aus der Investitionstätigkeit + 37 - 189
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit - 1.385 - 121
Mittelzufluss + 1.069 + 2.032
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode + 3.036 + 1.004
Finanzierungsmittelbestand am Ende der Periode 4.105 3.036

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 75 T€ erhöht und resultiert insbesondere aus dem Abbau des Warenbestands gegenüber dem Vorjahr.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet ausschließlich Tilgungen für ein Darlehen.

Der Finanzmittelfonds enthält auch Guthaben bei einer Währungshandelsplattform (2.579 T€), die jederzeit liquidierbar sind.

Die Gesellschaft verfügt somit über genügend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen fälligkeitsgerecht nachzukommen.

3. Vermögenslage

31.12.2020 31.12.2019
T€ % T€ %
Anlagevermögen 7 0,1 8 0,1
Umlaufvermögen 9.137 99,7 9.664 99,8
Rechnungsabgrenzung 20 0,2 13 0,1
Aktiva 9.164 100,0 9.685 100,0
Eigenkapital 5.135 56,0 4.315 44,6
Langfristiges Fremdkapital 0 0,0 0 0,0
Kurz- und mittelfr. Fremdkapital 4.029 44,0 5.370 55,4
Passiva 9.164 100,0 9.685 100,0

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 521 T€ (= 5,4 %) leicht verringert. Die Bilanzsummenveränderung ist das Ergebnis gegenläufiger Effekte. So haben sich auf der einen Seite die Vorräte gegenüber dem Vorjahr verringert (- 3.179 T€) und die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (+ 465 T€) erhöht sowie die liquiden Mittel inklusive eines jederzeit liquidierbaren Fremdwährungsbestands bei einer Währungshandelsplattform (+ 1.069 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere bedingt durch eine kurzfristige Darlehensgewährung und debitorische Kreditoren angestiegen (+ 859 T€).

Auf der Passivseite liegen ebenfalls gegenläufige Effekte vor. So hat sich das Eigenkapital bedingt durch den Jahresüberschuss um 820 T€ auf 5.135 T€ erhöht. Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital hat sich insbesondere durch eine Darlehensrückzahlung in 2020 verringert (1.385 T€).

Das Working Capital (Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) beträgt 1.308 T€. Daraus resultiert ein working capital ratio von 155,3 %.

Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert und die Gesellschaft konnte, wie auch in der Vergangenheit, im Geschäftsjahr 2020 stets ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachkommen.

Die Eigenkapitalquote hat sich, bedingt durch den Jahresüberschuss 2020 bei gleichzeitiger Verminderung der Bilanzsumme, um 11,4 % auf 56,0 % weiter verbessert.

Gewinnausschüttungen wurden von der Gesellschaft bisher nicht vorgenommen.

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung steuert die Gesellschaft über die erwirtschafteten Umsatzerlöse und den Rohgewinn als wichtigste Leistungsindikatoren. Beide Indikatoren haben im Geschäftsjahr 2020 die Erwartungen der Geschäftsleitung übertroffen.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren liegen zum einen in den guten Beziehungen zu den Kunden, bei denen die Gesellschaft wegen Termin- und Liefertreue als äußerst verlässlicher Vertragspartner angesehen wird. Des Weiteren ist das eingespielte Personal zu nennen, das aufgrund von Automatismen für einen reibungslosen Geschäftsablauf sorgt.

III. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen operativen Risiken gehen für die Miva Distribution GmbH von der hohen Volatilität der Preise und Mengen in Beschaffung und Vertrieb und potenziellen Forderungsausfällen.

Die im Zusammenhang mit dem sprunghaften Anstieg der wirtschaftlichen Aktivitäten stehende Störung der Lieferketten sowie der weltweite Halbleiter-Mangel wirken sich zwar mittelfristig negativ auf die Beschaffung im Bereich der Smartphones aus, werden andererseits aber zumindest teilweise durch den Anstieg der Verkaufspreise aufgrund der Verknappung ausgeglichen.

Die Geschäftsführung versucht, das Risikopotenzial durch die weitere Verbreiterung der Beschaffungs- und Vertriebsbasis auf nationaler und internationaler Ebene zu begrenzen. Beschaffungs- und absatzbezogenen Dispositionsrisiken werden durch eine fortlaufende Bestandsanalyse und die tägliche Anpassung der Einkaufs- und Verkaufskonditionen begegnet.

Das kundenseitige Kreditrisiko wird durch die Anforderung von Kundenvorauszahlungen begrenzt.

Währungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang, da in der Regel in Euro fakturiert wird.

Chancen sieht die Geschäftsführung in der Ausweitung der Tätigkeit um den Handel mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA).

IV. Prognosebericht

Aufgrund prognostizierter steigender Nachfrage für Smartphones für die kommenden Jahre geht die Geschäftsführung angesichts der aktuellen Störung der Lieferketten mittelfristig zwar von einer stabilen bis leicht abwärts gerichteten Entwicklung der Verkaufszahlen aus, langfristig wird jedoch von einer weiteren Stärkung der Position des Unternehmens in diesem Markt ausgegangen. Eine realistische Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung deutet auf Umsatzeinbußen im einstelligen Prozentbereich.

Im zusätzlichen Bereich des Handels mit persönlicher Schutzausrüstung sieht die Geschäftsführung eine positive Entwicklung. Durch die erfolgreiche Teilnahme an einer umfangreichen öffentlichen Ausschreibung zur Beschaffung von PSA kann von einem signifikanten Anstieg der Verkaufszahlen im Rahmen von mittelfristigen Lieferverträgen ausgegangen werden. Nach anfänglich großen Preisschwankungen durch eine pandemiebedingt hohe Nachfrage hat sich der Markt für PSA weitgehend stabilisiert, sodass alle Lieferzusagen eingehalten werden können. Darüber hinaus bietet dieser Markt nach aktuellen Einschätzungen weiteres Wachstumspotenzial für die Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Corona-Virus voraussichtlich auch in den kommenden Jahren erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft haben wird.

Andererseits ist dieser Bereich naturgemäß anfällig für Diskussionen mit Kunden hinsichtlich der Erfüllung von Qualitätsanforderungen, sodass es, anders als im bisherigen Kerngeschäft, durchaus zu längeren Zahlungszielen und im schlimmsten Fall zu Wertberichtigungen kommen kann, wobei grundsätzlich Rückgriffsansprüche gegenüber Lieferanten bestehen. Die sehr gute Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft versetzt diese allerdings in die Lage, mögliche Ausfallrisiken auffangen zu können.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das erwartete Jahresergebnis für 2021 mindestens dem Niveau des Geschäftsjahres 2020 entspricht, sehr wahrscheinlich aber besser ausfallen wird.

 

Mülheim, den 16. November 2021

Zeljko Skolar, Geschäftsführer

Nagibollah Seddiqi, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 6.780,00 8.342,00
I. Sachanlagen 6.730,00 8.292,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.730,00 8.292,00
II. Finanzanlagen 50,00 50,00
1. sonstige Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 9.137.169,67 9.663.985,66
I. Vorräte 905.021,00 4.083.610,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.705.893,66 2.544.153,78
1. sonstige Vermögensgegenstände 6.705.893,66 2.544.153,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.526.255,01 3.036.221,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.904,02 12.854,35
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.163.853,69 9.685.182,01

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 5.134.695,33 4.314.752,99
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.289.752,99 2.069.678,53
III. Jahresüberschuss 819.942,34 2.220.074,46
B. Rückstellungen 1.562.698,07 1.459.604,12
C. Verbindlichkeiten 2.466.460,29 3.910.824,90
1. sonstige Verbindlichkeiten 2.466.460,29 3.910.824,90
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.163.853,69 9.685.182,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 13.875.503,50 6.841.401,36
2. Personalaufwand 398.439,93 405.891,77
a) Löhne und Gehälter 362.645,60 364.661,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 35.794,33 41.230,76
3. Abschreibungen 6.163.966,72 7.361,71
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.476,01 7.361,71
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 6.160.490,71 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.928.762,18 2.924.024,61
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 75.731,61 0,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1,10 1,10
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.444,15 6.327,41
davon aus Abzinsung 0,00 1.354,64
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 103.683,20 87.375,66
davon aus Abzinsung 55,34 681,15
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 469.154,38 1.203.001,66
9. Ergebnis nach Steuern 819.942,34 2.220.074,46
10. Jahresüberschuss 819.942,34 2.220.074,46

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie damit gegebenenfalls verbundenen Anhangsanhaben erfolgen in der entsprechenden Reihenfolge der Postengliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Miva Distribution GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Mülheim an der Ruhr

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Duisburg

Register-Nr.: 29178

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte bzw. der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einem Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 18.766,84 EUR

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 22.242,85 EUR

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.058,84 1.914,01 0,00 0,00 0,00 28.972,85
Summe Sachanlagen 27.058,84 1.914,01 0,00 0,00 0,00 28.972,85
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Anlagevermögen 27.108,84 1.914,01 0,00 0,00 0,00 29.022,85
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.766,84 3.476,01 0,00 0,00 0,00 22.242,85
Summe Sachanlagen 18.766,84 3.476,01 0,00 0,00 0,00 22.242,85
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 18.766,84 3.476,01 0,00 0,00 0,00 22.242,85
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.730,00 8.292,00
Summe Sachanlagen 0,00 6.730,00 8.292,00
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 0,00 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.780,00 8.342,00

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen am Bilanzstichtag nicht vor.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 5.440,48 EUR (Vorjahr: 8.909,08 EUR).

Angaben zu sonstige Vermögensgegenstände

Die Position enthält Steuerforderungen in Höhe von 104.863,20 EUR, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Ferner enthält die Position Forderungen gegenüber einer Währungshandelsplattform in Höhe von 2.578.590,63 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen enthält als wesentliche Rückstellung eine Rückstellung für eine mögliche Inanspruchnahme durch die ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielungsrechte) mit Gebühren für importierte und in Deutschland veräußerte Mobilfunkgeräte.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.466.460,29 EUR (Vorjahr: 3.910.824,90 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Position "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Vorräte sowie Abschreibungen auf Forderungen im Rahmen einer Bildung von Einzelwertberichtigungen infolge eines Rechtsstreits.

Gleichzeitig handelt es sich dabei auch um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung.

IV. Sonstige Angaben

Gewährte Kredite an Geschäftsleitung

Die Gesellschaft hat ihren beiden Geschäftsführern im Geschäftsjahr 2020 kurzfristige Kredite in Höhe von jeweils 500 T€ gewährt, die in 2020 auch wieder vollständig zurückgeführt wurden. Die Verzinsung erfolgte mit 1 %. Sicherheiten wurden wegen der kurzfristigen Laufzeit nicht gestellt.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden, betreffen ausschließlich Mietverträge.

Daraus ergibt sich für einen Mietvertrag mit einer festen Laufzeit eine Verpflichtung in Höhe von 83 TEUR und bei den Mietverträgen mit einer unbestimmten Laufzeit eine jährliche Verpflichtung in Höhe von 50 TEUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 4,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 6,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Zeljko Skolar ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Nagibollah Seddiqi ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Gesellschaft unterlässt die Angabe der Geschäftsführervergütung gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 5.109.695,33 EUR eine Gewinnausschüttung in Höhe von 2.000.000,00 EUR vorzunehmen und den verbleibenden Bilanzgewinn von 3.109.695,33 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Bezüglich der Auswirkungen der anhaltenden Covid-19 Pandemie verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mülheim a. d. Ruhr, 28. September 2021

Zeljko Skolar

Nagibollah Seddiqi

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.11.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maße zum Zwecke der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Miva Distribution GmbH, Mühlheim an der Ruhr

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Miva Distribution GmbH, Mühlheim an der Ruhr - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Miva Distribution GmbH, Mühlheim an der Ruhr für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hanroth, den 30. November 2021

gez. Jörg Hammen, Wirtschaftsprüfer

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