CNS GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christiane Gabriela Schwarz seit 8.6.2022 | Geschäftsführer |
Nikolas Schwarz seit 8.6.2022 | Geschäftsführer |
Daniela, geb. Slamanig Dr. Schwarz seit 3.11.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.67% | |
| 26.67% | |
| 26.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 63.91% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NCS GmbHRoßtalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Registerinformationen: Firma: NCS GmbH Sitz: Roßtal Registergericht: Amtsgericht Fürth, HRB 16442 Konzernabschlussstichtag und Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang, anstatt in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wird Gebrauch gemacht. Die Geschäftszahlen wurden unter Anwendung steter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abgebildet. Im Berichtsjahr waren folgende Zugänge zum Konsolidierungskreis zu verzeichnen:
Folgende Gesellschaften sind im Berichtsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
Aufgrund der Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften werden auf Ebene des Konzernabschlusses Entkonsolidierungsbuchungen in Höhe von 1.664 TEuro (Ertrag) erfasst. Unter Berücksichtigung der Buchungen der Einzelabschlüsse ergibt sich im Konzernabschluss ein saldierter Ertragseffekt in Höhe von 812 TEuro. II. Konsolidierungskreis sowie Beteiligungsunternehmen Der beherrschende Einfluss der NCS begründet sich erst im Geschäftsjahr 2023, so dass der NCS-Konzern auch erst im Jahr 2023 entstanden ist. Unter Inanspruchnahme von Erleichterungen des HGB sowie des DRS 23 wurde der 01.01.2023 als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt, sodass Vorjahresvergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorhanden sind. In der Bilanz werden den Positionen zum Stichtag 31.12.2023 die entsprechenden Positionen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2023 gegenübergestellt. II.1 Angaben zu vollkonsolidierten Unternehmen In den Konzernabschluss wurden neben der NCS GmbH (im Folgenden kurz: NCS) als Mutterunternehmen die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung (§§ 300 HGB ff.) aufgrund der Stimmrechtsmehrheit einbezogen. NCS ist an den nachfolgenden Gesellschaften - sofern nicht abweichend vermerkt - zu 100,00 % unmittelbar oder mittelbar beteiligt:
II.1 Angaben zu endkonsolidierten Unternehmen Im Konzernabschluss wurden die folgenden Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 entkonsolidiert, da sie aus dem Konzernkreis ausgeschieden sind:
II.2 Angaben zu nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen Auf die Einbeziehung folgenden Tochterunternehmens wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung der Gesellschaft für den Konzern gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet:
II.3 Angaben zu assoziierten Unternehmen Auf die Anwendung von § 312 HGB wurde für folgende Unternehmen aufgrund mangelnder Beteiligung von NCS an Entscheidungen zur Geschäfts- und Finanzpolitik verzichtet (DRS 26 Textziffer 19b). Die Unternehmen sind zudem gemäß § 312 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung für den Konzern:
An der GbR Privates Präventiv-Medizinisches Zentrum Emmendingen besteht ein unbeschränkt haftendes Beteiligungsverhältnis. III. Konsolidierungsmethoden Der Konzernabschluss ist entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses der NCS zum 31. Dezember 2023 aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden ebenfalls zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgt gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Erwerbsmethode. Dabei erfolgt eine Neubewertung der Bilanzposten (Aufdeckung stiller Reserven / stiller Lasten). Für alle Tochterunternehmen, die bereits vor dem 1. Januar 2020 Tochterunternehmen waren, erfolgte die Erstkonsolidierung auf dem 1. Januar 2020. Für Gesellschaften, die nach dem 1. Januar 2020 Tochterunternehmen wurden, erfolgte die Erstkonsolidierung zum Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft Tochterunternehmen geworden ist. Aus der Erstkonsolidierung der Lungenklinik Breisgau GmbH, Waldkirch entstand, bedingt durch die Verluste aus der Vergangenheit, ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.035,1 TEuro, der gemäß DRS 23 Textziffer 113 dem Konzernverlustvortrag hinzugerechnet wurde. Der aus der Aufstockung der Anteile an der Lungenklinik Breisgau GmbH entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.588,6 TEuro wurde als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und über eine Nutzungsdauer von zwei Jahren planmäßig abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung auf den 1. Januar 2020 der MVZ Augenzentrum Wangen GmbH (358,5 TEuro) und Viselle Augenzentrum Erlangen GmbH (147,4 TEuro) resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge in Höhe von 505,9 TEuro wurden gemäß DRS 23 Textziffer 113 dem Konzernverlustvortrag hinzugerechnet. Aus der Erstkonsolidierung auf den 21. Oktober 2020 der Viselle Augenzentrum Neumarkt GmbH ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Die aus der Erstkonsolidierung auf den 1. April 2021 der Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Schramberg GmbH (6.009,6 TEuro), Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Donaueschingen GmbH (2.935,8 TEuro), Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Emmendingen GmbH (3.005,2 TEuro), Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Villingen GmbH (2.869,9 TEuro), Medizinisches Versorgungszentrum Schwarzwaldaugenklinik Freudenstadt Augenärzte Dr. Binder & Dr. Meyner GmbH (0,7 TEuro), Schwarzwald-Augenlaser GmbH (616,5 TEuro) und Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Schwarzwaldaugenklinik GbR (23,9 TEuro) resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge in Höhe von 15.465,6 TEuro wurden in Höhe von 15.464,7 TEuro als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung der Augenzentrum Haslbeck & Kollegen GmbH auf den 1. Januar 2022, der Viselle Augenzentrum Dr. Wobbe, Dr. Pogorelov & Kollegen GmbH auf den 24. Februar 2022 und der Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Lahr GmbH auf den 16. März 2022 ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Der aus der Kapitalaufstockung in Folge der Ausübung einer Put-Option bei der Viselle Augenzentrum Erlangen GmbH entstandene Unterschiedsbetrag (2.394,7) wurde in Übereinstimmung mit DRS 23 Textziffer 172 als weiterer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die rechnerische Kaufpreisverbindlichkeit bei Ausübung der Option ist in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Aus der Erstkonsolidierung der neu gegründeten Viselle Dr. Wehner & Kollegen GmbH zum 26. Mai 2023 und der Viselle Holding GmbH zum 3. August 2023 ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Der aus der Erstkonsolidierung auf den 22. Dezember 2023 der Maximilians-Augenklinik GmbH resultierende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.793,5 TEuro wurde gemäß DRS 23 als passivischer Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände (23 Jahre) aufgelöst (2023: 3,2 TEuro). Der aus der Erstkonsolidierung auf den 22. Dezember 2023 der Maximilians-MVZ Betriebs GmbH resultierende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von 350,1 TEuro wurde gemäß DRS 23 als passivischer Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände (13 Jahre) aufgelöst (2023: 0,0 TEuro). Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebniseliminierungen nach § 304 Abs. 1 HGB wurden im Berichtszeitraum vorgenommen. Umsätze sowie andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB verrechnet. Der Grundsatz der Wesentlichkeit gemäß § 305 Abs. 2 HGB wurde angewandt. Eine Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen gemäß § 312 HGB wurde nicht vorgenommen. Der Grundsatz der Wesentlichkeit gemäß § 311 Abs. 2 HGB wurde angewandt. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse wurden einheitlich nach den Vorschriften des HGB unter Berücksichtigung des GmbHG sowie ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Sie folgen in Bilanzierung und Bewertung, unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Besonderheiten, den vom Mutterunternehmen angewandten Methoden. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwei bis zehn Jahre) angesetzt. Die in den Einzelabschlüssen bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte (Praxiswerte) wurden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden derivativen Geschäfts- und Firmenwerte (Praxiswerte) wurden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Praxiswerte wurde einzelfallbezogen in Abhängigkeit der erwarteten Verbleibedauer übernommener Mitarbeiter sowie bestehender Patientenbeziehungen festgelegt. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Anwendung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Sachanlagen unterliegen einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zwei bis 50 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter, mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis 800,00 Euro, werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Daneben werden auch Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten 250,00 Euro, aber nicht 1.000,00 Euro übersteigen. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindert aufgelöst. Sachanlagen, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 250,00 Euro betragen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Für Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wird das allgemeine Kreditrisiko durch pauschale Abschläge berücksichtigt, soweit dies erforderlich ist. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausgewiesen für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich bekannt gemacht werden. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden jeweils gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Aktive und passive latente Steuern wurden aufgrund zeitlicher Differenzen zwischen handelsrechtlichen Werten und steuerlichen Werten abgegrenzt. Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, wird dafür aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. V. Angaben zur Bilanz V.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:
Im Posten Geschäfts- oder Firmenwerten sind Buchwerte zum 31.12.2023 in Höhe von 20.409,6 TEuro (1.1.2023: 23.696,3 TEuro) enthalten, die in den Jahresabschlüssen von einbezogenen Tochterunternehmen bilanziert sind. V.2 Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr in Höhe von 96,5 TEuro (Eröffnungsbilanz: 75,3 TEuro) enthalten. V.3 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit ausstehenden Urlaubs- und Überstundenansprüchen. Zudem bestehen Rückstellungen für Risiken aus Lohnsteuerprüfungen und erhaltenen Fördermitten, ausstehende Rechnungen sowie Jahresabschlusskosten. V.4 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Schwarzwaldaugenklinik GbR in Höhe von 9.646,5 TEuro sind durch Abtretung von Forderungen (Globalabtretung) der Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Schwarzwaldaugenklinik GbR, Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Schramberg GmbH, Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungzentrum Emmendingen GmbH, Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungzentrum Donaueschingen GmbH, Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungzentrum Villingen GmbH, Medizinisches Versorgungzentrum Schwarzwaldaugenklinik Freudenstadt Augenärzte Dr. Binder & Dr. Meyner GmbH und Schwarzwald-Augenlaser GmbH besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Schwarzwaldaugenklinik Medizinisches Versorgungszentrum Lahr GmbH in Höhe von 2.769,0 TEuro sind durch Globalzession der Forderungen besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Viselle Augenzentrum Dr. Wehner & Kollegen GmbH in Höhe von 1.000,0 TEuro sind durch Forderungsabtretungen gegenüber Krankenkassen besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des MVZ Augenzentrum Wangen GmbH in Höhe von 476,0 TEuro sind durch Forderungsabtretung gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung besichert. Die Viselle Augenzentrum Dr. Wobbe, Dr. Pogorelov & Kollegen GmbH hat zur Besicherung bestehender Darlehen gegenüber Kreditinstituten Forderungsabtretungen erklärt. Die Darlehen valutieren zum Stichtag mit 5.140,0 TEuro. Die Viselle Augenzentrum Erlangen GmbH hat zur Besicherung bestehender Darlehen gegenüber Kreditinstituten Forderungsabtretungen erklärt. Die Darlehen valutieren zum Stichtag mit 2.451,5 TEuro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen nur sonstige Verbindlichkeiten, wobei diese nahezu vollständig aus Darlehen und darauf entfallende abgegrenzte Zinsen bestehen. V.5 Aktive und Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus den Einzelabschlüssen und die aktiven latenten Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung. Sie wurden jeweils mit dem individuellen Steuersatz ermittelt. Die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung VI.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse beinhalten periodenfremde sowie außergewöhnliche Erträge in Höhe von 2.264,0 TEuro. Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Erlösausgleichen des Klinikbetriebs. VI.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 2.048,1 TEuro. Darin enthalten sind außergewöhnliche Erträge aus einem Forderungsverzicht in Höhe von 1.792,9 TEuro. VI.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.101,6 TEuro. Diese resultieren aus außergewöhnlichen Aufwendungen für Rückstellungen aufgrund von Fördermittelrückzahlung in Höhe von 787,0 TEuro sowie im Übrigen im Wesentlichen aus der Abweichung der Abrechnungen der Krankenkassen für das vierte Quartal 2022 von dem im Vorjahresabschluss verwendeten Schätzwert. VII. Ergänzende Angaben VII.1 Sonstige Angaben Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 519 Mitarbeiter angestellt. Auf den Klinikbetrieb entfallen 101 Mitarbeiter, auf die übrigen Konzernbereiche 418 Mitarbeiter. Als Geschäftsführer des Mutterunternehmens NCS GmbH waren im Berichtsjahr Frau Dr. Daniela Schwarz (Geschäftsführerin), Herr Nikolas Schwarz (Geschäftsführer) und Frau Christiane Gabriela Schwarz (Geschäftsführerin) tätig. Für die Angabe der Bezüge für die Tätigkeit als Geschäftsführer wird das Wahlrecht gem. § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b, Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. VII.2 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 32,0 TEuro und betrifft in Höhe von 30,0 TEuro Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von 2,0 TEuro andere Bestätigungsleistungen. VII.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 7.441,0 TEuro. VII.4 Bewertungseinheiten Im Rahmen der Steuerung von Zinsrisiken setzt die Gesellschaft Zinssicherungsgeschäfte ein. Diese dienen dazu, die begebenen Finanzschulden gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis beziehungsweise festgelegte Zins-Benchmarks im Rahmen des Zinsrisikomanagements zu optimieren. Folgende Finanztermingeschäfte wurde abgeschlossen:
Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:
VII.5 Gewinnverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Jahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. VII.6 Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.
Roßtal, den 21. Juni 2024 NCS GmbH, Roßtal gez. Dr. Daniela Schwarz, Geschäftsführerin gez. Nikolas Schwarz, Geschäftsführer gez. Christiane Gabriela Schwarz, Geschäftsführerin Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Allgemeine Vorbemerkungen Die NCS GmbH (nachstehend "NCS") hält als nicht-operative Beteiligungs-Holding über ihre beherrschende Beteiligung an der Viselle Holding GmbH, Erlangen (nachstehend "VH"), die Mehrheit an den operativ tätigen Tochterunternehmen der VH (nachstehend "NCS-Konzern"). Weitere wesentliche Beteiligungen bestehen bei der NCS nicht. Da der beherrschende Einfluss erst im Geschäftsjahr 2023 begründet und dadurch der NCS-Konzern entstanden ist, sind aussagefähige Vorjahresvergleichszahlen nur eingeschränkt vorhanden. Unter Inanspruchnahme von Erleichterungen des HGB sowie des DRS 23 wurde der 01.01.2023 als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt, sodass Vorjahresvergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorhanden sind. In der Bilanz werden den Positionen zum Stichtag 31.12.2023 die entsprechenden Positionen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2023 gegenübergestellt. 1.2 Geschäftsfelder Im Geschäftsjahr wurden zwei voneinander unabhängige Geschäftsfelder betrieben: a) der von den MVZ-Sparten unabhängige Hauptbetrieb einer Lungenfachklinik sowie einer Fachklinik für Augenheilkunde ("Klinikbetrieb"); b) Betrieb von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im Bereich der Augenheilkunde ("Augenheilkunde"). Zum NCS Konzern gehören zum Bilanzstichtag 19 vollkonsolidierte inländische Tochterunternehmen, wobei die operativen Tochterunternehmen als MVZ oder Klinikbetriebe medizinische Dienstleistungen anbieten. Die NCS-Gruppe ist durch die zuvor beschriebenen Geschäftssparten über die MVZs deutschlandweit tätig. 1.2.1 Klinikbetrieb (Hauptbetrieb) Die Lungenfachklinik Breisgau (folgend: "LKB") befindet sich seit dem Umzug Anfang 2021 von St. Blasien nach Waldkirch im Gebäude (hier: 2. Etage) der BDH-Klinik Waldkirch gGmbH, Waldkirch (im Folgenden: BDH-Klinik), mit der eine Kooperationsvereinbarung besteht und zur Nutzung gemeinsamer Wirtschaftlichkeitspotenziale eine "Klinik in der Klinik"-Konzeption verfolgt wird. In den neu gestalteten Räumlichkeiten ist die Betreuung von Patienten mit internistischen und komplexen pneumologischen Erkrankungen möglich. Die LKB ist im Krankenhausplan des Landes Baden-Württemberg als Plankrankenhaus im Regierungsbezirk Freiburg / Landkreis Waldshut mit vollstationären internistischen Betten gelistet. Die Standortverlagerung von St. Blasien nach Waldkirch wurde in der Sitzung des Krankenhausauschusses vom 15. Juli 2020 positiv beschieden und ein Änderungsfeststellungsbescheid wurde am 3. September 2021 erteilt. Es handelt sich bei der LKB um eine Klinik nach § 108 SGB V. Damit ist die Eigenschaft für die Gründung und den Betrieb von medizinischen Versorgungszentren (kurz MVZ) nach § 95 Abs. 1 SGB V gegeben. Der Klinikbetrieb der Lungenfachklinik wurde zum 31.12.2023 vorläufig eingestellt. Im Dezember 2023 wurden Mehrheitsanteile an der Maximilians-Augenklinik GmbH erworben. Die Klinik ist spezialisiert auf Behandlungen im Bereich Augenheilkunde und soll zukünftig unabhängig von der LKB als Träger der MVZ agieren. 1.2.2 Betrieb MVZ Augenheilkunde Neben der konservativen Augenheilkunde wird in unseren Zentren die operierende Augenheilkunde, insbesondere Katarakt- (Grauer Star), Glaucom- (Grüner Star) und Hornhaut-Chirurgie sowie die Makuladengenerationsbehandlung, durchgeführt. Die Erstattung der Operationen erfolgt von den gesetzlichen sowie privaten Krankenkassen als auch privat von Patienten. Die NCS entwickelt den Bereich Augenheilkunde neben dem organischen Wachstum in bestehenden MVZ auch anorganisch durch den Erwerb weiterer Augenarztpraxen. Bei diesen Erwerben entstehen bilanziell Geschäfts- oder Firmenwerte, welche zumeist über einen kurzen Zeitraum abgeschrieben werden. Diesen Abschreibungen stehen - anders als bei Abschreibungen auf Sachanlagen - keine zukünftigen Neu-/Ersatzinvestitionen gegenüber. Erträge bis zur Höhe dieser Abschreibungen lösen darüber hinaus keine Steuerbelastung aus. 1.3 Forschung und Entwicklung Innerhalb des NCS-Konzerns wird keine Forschung und Entwicklung betrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 leicht zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %. Hauptgründe für diese Entwicklung waren die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Diese gingen einher mit einer schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Der Gesundheitsmarkt in Deutschland wächst nachhaltig und ist weiterhin stark von gesetzlichen Vorgaben getrieben. Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 22. Juni 2023 sind allein im Jahr 2021 im Bereich der Gesundheitsausgaben die staatlichen Transfers und Zuschüsse um 18,8 % (entspricht 12,9 Mrd. Euro) gestiegen. Die demografische Entwicklung in Deutschland, der medizinisch-technische Fortschritt und das wachsende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung führen laut Bundesgesundheitsministerium zu einer zusätzlichen Nachfrage an herkömmlichen professionellen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Betreuung, aber auch an Produkten und Dienstleistungen des zweiten Gesundheitsmarktes. Die Gesundheitswirtschaft bietet somit jetzt und für die Zukunft vielfältige Chancen für Wachstum und Beschäftigung sowie für Innovationen. Die demografische Entwicklung wirkt aber nicht nur auf der Nachfrageseite, sondern stellt auch ein Risiko für die Gesundheitswirtschaft in Form eines drohenden Fachkräftemangels dar. Dem steigenden Bedarf steht damit ein immer geringeres Angebot an jungen Arbeitskräften gegenüber. Wie in allen Wirtschaftsbereichen werden die Belegschaften älter und der Nachwuchs wird knapp. Das Jahr 2023 hat die Krankenhäuser vor immense Herausforderungen gestellt. Die unzureichende Refinanzierung der inflationsbedingten Kostensteigerungen bewirkte, dass die Krankenhäuser in ihrer Gesamtheit jeden Monat ein Defizit von rund 500 Millionen Euro erwirtschafteten. Zahlreiche Kliniken mussten zudem ein Insolvenzverfahren einleiten. Mit 79 Prozent erreichte der Anteil der Krankenhäuser, die für das Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag erwarteten, einen historischen Höchstwert. In der ambulanten Versorgung gab es 2022 einen Vorstoß von Gesundheitsminister Lauterbauch den Zugang von privaten Investoren zu reglementieren. Dabei wurden verschiedene Maßnahmen diskutiert, die den Zugang von privaten Investoren zum ambulanten Gesundheitsmarkt begrenzen sollten. Diese Bestrebungen nahmen in 2023 deutlich ab. Aktuell ist nicht erkennbar, ob die ursprünglich geplanten, regulatorischen Maßnahmen noch verfolgt werden. Bestandsschutz ist auf jeden Fall gewährleistet. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Geschäftsverlauf Klinikbetrieb Die Gesellschaft hat nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit der BDH-Klinik den Klinikstandort ab 2021 von Sankt Blasien nach Waldkirch verlegt. Im Mai 2021 wurde der erste Patient am neuen Standort behandelt und die Patientenversorgung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021 ratierlich ausgeweitet. Im Jahresverlauf 2022 konnte durch die weitere Neubesetzung von Fachkräften das Leistungsvolumen gesteigert werden. Der bestehende Kooperationsvertrag wurde sowohl von den BDH-Kliniken als auch von der LKB mit Wirkung zum 31.12.2023 gekündigt. Aus diesem Grund wurde die Einstellung des Klinikbetriebs eingeleitet. Der gesamte Personalstamm wurde gekündigt. Am 07.12.2023 wurde der letzte Patient aus der LKB entlassen. Die LKB steht mit den BDH-Kliniken weiterhin in Gesprächen hinsichtlich der Fortführungsalternativen der Lungenklinik bzw. der pneumologischen Abteilung. Beim für die Planung zuständigen Regierungspräsidium wurde eine vorübergehende Schließung des Klinikbetriebs angezeigt. Bei einer nachhaltigen Schließung der LKB würde auch die Trägereigenschaft für die MVZ's im Bereich der Augenheilkunde (Tochtergesellschaften der Lungenklinik Breisgau) entfallen. Durch die Übernahme der Anteilsmehrheit an der Maximilians-Augenklinik GmbH, Nürnberg, steht eine Klinik zur Verfügung, die künftig die Trägerschaft für die MVZ's übernehmen wird. Unter diesen Bedingungen konnten wir im Geschäftsjahr 2023 im Klinikbetrieb Umsatzerlöse in Höhe von 4.757 TEuro erwirtschaften. 2.2.2 Geschäftsverlauf MVZ Der Fokus bei den Tochtergesellschaften liegt bei uns im Betrieb der MVZ im Bereich Augenheilkunde. Vor diesem Hintergrund wurden im Geschäftsjahr 2023 signifikante Investitionen getätigt. Diese betreffen die Viselle Augenzentrum Dr. Wehner und Kollegen GmbH (01.10.2023) und die Augendoctor Wessely und Kollegen GmbH (01.01.2023). Die Augenheilkunde, hierbei insbesondere die eingriffsbezogene Patientenversorgung, bietet durch die demografische Entwicklung der Bevölkerung ein wachsendes Segment der ambulanten Patientenversorgung. Die Umsatzerlöse der augenheilkundlichen MVZ sind aufgrund der umfassenden strukturellen Veränderungen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar, da Umsätze in Höhe von 863 TEuro auf die erworbenen Gesellschaften zurückzuführen sind. Zudem erzielten die im Gj. 2023 entkonsolidierten Gesellschaften Viselle Augenzentren Mitteldeutschland und Viselle Rhein-Ruhr im Jahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 7.268 TEuro. 2.3 Lagebeurteilung 2.3.1 Ertragslage Der Konzernumsatz ist maßgeblich von den Umsätzen der operativ tätigen MVZ-Gesellschaften geprägt. Diese betragen 39.486 TEuro. Die aus dem Konzernabschluss zum 1.1.2023 entkonsolidierten Gesellschaften haben im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 7.268 TEuro erwirtschaftet. Die im Geschäftsjahr 2023 neu hinzugekommenen Gesellschaften haben insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 864 TEuro erzielt. Die Umsatzerlöse des Klinikbetriebs betragen 4.757 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.334 TEuro betreffen im Wesentlichen den Klinikbetrieb, wobei 1.793 TEuro aus einem Forderungsverzicht eines Gesellschafters resultieren. Im Materialaufwand (7.367 TEuro) sind insbesondere Aufwendungen für medizinisches Verbrauchsmaterial und OP-Bedarf sowie Vergütungen externer Pflegekräfte des Klinikbetriebs enthalten. Der Personalaufwand beträgt 21.785 TEuro und entspricht einer Personalaufwandsquote von 49,5 %. Die Abschreibungen in Höhe von 7.677 TEuro resultieren zum größten Teil aus Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten (6.072 TEuro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8.500 TEuro beinhalten im Wesentlichen Raumkosten sowie Rechts- und Beratungskosten. Der Zinsaufwand (2.252 TEuro) beinhaltet primär Darlehenszinsen für Bank-, Fremd- und Gesellschafterdarlehen, die aufgrund der Refinanzierung der Erwerbe der MVZ-Gesellschaften sowie der operativen Verluste einzelner MVZ und des Klinikbetriebs angestiegen sind. Ein Teil des Anstiegs ist auch auf die gestiegenen Marktkonditionen zurückzuführen. Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 428 TEuro, wobei hiervon 216 TEuro auf nicht beherrschende Gesellschafter entfällt. 2.3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich aufgrund der positiven operativen Entwicklung im Klinikbereich sowie in den Augenheilkunde-MVZ auf 9.823 TEuro. Hervorzuheben sind die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen in Höhe von 7.677 TEUR. Der Zahlungsmittelabfluss für Investitionstätigkeit beträgt 7.466 TEuro und steht insbesondere im Zusammenhang mit der Aufstockung der Anteile an der LKB sowie mit Auszahlungen für den Erwerb von Augenarztpraxen. Diese wurden im Geschäftsjahr 2023 primär über Asset Deals erworben. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -3.045 TEuro war durch die Tilgung von Bank- und Fremddarlehen geprägt (-8.582 TEUR) sowie Zinszahlungen (-2.252 TEUR) geprägt. Gegenläufig wirkte sich die Aufnahme von Fremddarlehen (2.804 TEuro) sowie Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter durch Eigenkapitalzuführungen und Gesellschafterdarlehen aus. In Folge hat sich der Finanzmittelfonds um 688 TEuro reduziert. Unter Berücksichtigung der konsolidierungskreisbedingten Änderung des Finanzmittelfonds (Endkonsolidierung von zwei MVZ-Gesellschaften sowie Erstkonsolidierungen) in Höhe von 1.181 TEuro beläuft sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2023 auf 3.035 TEuro. Der Finanzmittelfonds beinhaltet zum Abschlussstichtag ausschließlich Bankguthaben und Kassenbestand. Der NCS-Konzern war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage die fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Eröffnungsbilanzwert um 10 TEuro auf 62.513 TEuro erhöht. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um 4.516 TEuro auf 45.822 TEuro gesunken. Wesentlicher Treiber war die Entkonsolidierung von zwei MVZ-Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis. Das Umlaufvermögen ist insbesondere auf Grund der deutlich höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+4.272 TEuro) von 10.995 TEuro auf 16.310 TEuro gestiegen. Der zum 1.1.2023 bestehende "nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" in Höhe von 638 TEuro hat sich zum 31.12.2023 zu einem positiven Eigenkapital in Höhe von 597 TEuro verbessert. Der passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.140 TEuro betrifft die Maximilians-Augenklinik GmbH, Nürnberg, und die Maximilians MVZ Betriebs GmbH, Nürnberg. Der Sonderposten in Höhe von 1.576 TEuro betrifft die Maximilians-Augenklinik GmbH, Nürnberg, im Zusammenhang mit Investitionsförderungen nach dem Landesrecht. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 1.959 TEuro betrifft im Wesentlichen die LKB und ist auf die Erhöhung der Risikovorsorge für rückforderbare Fördermittel (+747 TEuro) sowie auf höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+463 TEuro) im Vergleich zum 1.1.2023 zurückzuführen. Weiterhin konnten auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nennenswert von 34.572 TEuro auf 25.294 TEuro abgebaut werden. Davon entfallen 4.958 TEuro auf den Wegfall der Bankverbindlichkeiten der zwei endkonsolidierten Gesellschaften. Als Gesellschafterdarlehen (1.710 TEuro) werden nur Darlehen von Gesellschaftern der NCS ausgewiesen. Darlehen, die von Minderheitsgesellschaftern einzelner MVZ gewährt wurden, sind in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, da sie aus Konzernsicht Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten darstellen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des NCS-Konzerns sind die Umsatzerlöse sowie das EBITDA. Das EBITDA ist als maßgeblichster Leistungsindikator hervorzuheben, da die wesentlichen Abschreibungen des Konzerns aus Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren (6.072 TEuro), denen keine turnusgemäßen Nach- bzw. Reinvestitionen folgen. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 44.243 TEuro, das EBITDA betrug 9.881 TEuro. 2.5 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr 2023 fand ein weiterer Ausbau des Klinikbetriebs statt. Dies ging mit einer deutlichen Umsatzausweitung einher. Die Entwicklung des strategisch bedeutsamen Geschäftsbereichs der augenheilkundlichen MVZ war im Jahr 2023 durch Umstrukturierungsmaßnahmen und operative Zukäufe und Abgänge beeinflusst. Unter Berücksichtigung dieser Herausforderungen darf der operative Geschäftsverlauf des Jahres 2023 als zufriedenstellend bezeichnet werden. 3. Prognosebericht Der Gesundheitsmarkt steht vor großen Herausforderungen. Dazu zählt vor allem der demographische Wandel, der von der Angebots- als auch von der Nachfrageseite zu einem enormen Fachkräftemangel führt. Über den Fachkräftemangel - aber nicht nur - kommt es auch zu einer Kostenexplosion. Dieser Kostenanstieg gefährdet eine medizinische Versorgung auf einem hohen Niveau für alle Menschen. Hierauf muss die Gesundheitswirtschaft reagieren. Es wird jedoch auch eine politische Unterstützung bedürfen, um dieses Problem langfristig in den Griff zu bekommen. Eine weitere Herausforderung im Gesundheitswesen ist der Sprung in eine digitale Ära. Viele Gesundheitsunternehmen schenken diesem Thema wenig Beachtung und riskieren damit einen schleichenden Qualitätsverlust. Die Unzufriedenheit über die medizinische Versorgung in der Bevölkerung steigt stetig. Lange Wartezeiten auf Arzttermine bei kürzeren, und aus Sicht der Patienten zu kurzen, Behandlungszeiten werden scharf kritisiert. Zur Verbesserung der Versorgungssituation sind grundlegende Reformen erforderlich, um die flächendeckende Versorgung auf sehr hohem Niveau, wie sie in Deutschland vorhanden ist, aufrecht zu erhalten. Gelingt dies nicht, droht ein Abstieg in eine 2-Klassen-Medizin, wie sie in vielen Ländern bereits gegeben ist. 3.1 Klinikbetrieb Der Klinikbetrieb der LKB wurde zum 31.12.2023 - zumindest vorläufig - eingestellt. Da nicht alle Anstellungsverhältnisse zum 31.12.2023 gekündigt werden konnten, fallen im Jahr 2024 weiterhin Personalkosten in Höhe von ca. 240 TEuro an. Zusätzlich fallen noch Ausgaben für Mitarbeiterwohnungen in Höhe von ca. 30 TEuro an. Beratungs- und Geschäftsführungskosten im Zusammenhang mit der Zukunftsentwicklung können schlecht abgeschätzt werden. Diese werden jedoch bei mindestens 100 TEuro liegen. Der angestellte Geschäftsführer ist hauptsächlich für die augenärztlichen MVZ's verantwortlich, sodass dessen Vergütung ohnehin den augenärztlichen MVZ's zuzuordnen ist. Den anfallenden Ausgaben im Jahr 2024 sind Einnahmen aus Budget- und Coronaausgleiche 2021-2023 entgegenzusetzen. Im Jahr 2024 sowie Folgejahren werden hieraus 2.284 TEuro erwartet. Die erwarteten Einnahmen wurden zum 31.12.2023 bilanziell berücksichtigt. Eine Fortführung der Lungenklinik Breisgau in Kooperation mit der BDH-Klinik wird geprüft. Mit einer nachhaltigen Einstellung des Klinikbetriebs oder bei einer neuen Kooperationsvereinbarung mit der BDH-Klinik wird mit einer Reduzierung der negativen Ergebnisbeiträge gerechnet. 3.2 MVZ Augenheilkunde Im Bereich der Augenheilkunde ist aufgrund von Optimierungen in den einzelnen Einheiten und aufgrund von weiteren Zukäufen von MVZ-Gesellschaften von einer Festigung sowie konstanten Ausweitung des Leistungsgeschehens bei gleichzeitiger Realisierung von Skalierungseffekten im Bereich der medizinischen Sachkosten auszugehen. Zudem sind derzeit Abrechnungs- und Selektivverträge in einigen Clustern in der Optimierungs- bzw. Umsetzungsphase. Im Jahr 2024 und 2025 rechnen wir durch die Vereinheitlichung von Einkaufs- und Behandlungskonzepten zudem mit weiteren wirtschaftlichen Synergiepotentialen. Positive Ergebnisbeiträge werden zudem durch den ganzjährigen Einbezug der im Geschäftsjahr 2023 erstkonsolidierten Viselle Augenzentrum Dr. Wehner & Kollegen GmbH sowie der Maximilians-Augenklinik GmbH erwartet. 3.3 Gesamtprognose Wir erwarten für den NCS-Konzern für das Geschäftsjahr 2024 basierend auf den angestrebten Änderungen hinsichtlich der Trägerkliniken und der Weiterentwicklung der Augenheilkunde-MVZ leicht steigende Umsatzerlöse sowie einen leichten Anstieg des EBITDA. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht 4.1.1 Finanzierungsrisiko Das negative Konzernergebnis in Höhe von 212 TEuro ist insbesondere auf die in der Anlaufphase mehrheitlich negativen Ergebnisbeiträge der MVZs zurückzuführen. Ursache dafür sind überwiegend kurzfristige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der erworbenen Praxen. Diesen Abschreibungen stehen - anders als bei Abschreibungen auf Sachanlagen - keine zukünftigen Neu-/Ersatzinvestitionen gegenüber. Zudem belasten die Abschreibungen nicht die Liquidität des Konzerns. Erträge bis zur Höhe dieser Abschreibungen lösen darüber hinaus keine Steuerbelastung aus. Die Gesellschaft finanziert sich derzeit insbesondere über Gesellschafterdarlehen (1.710 TEuro) sowie Bankdarlehen (25.294 TEuro). Bei Gesellschafterdarlehen in Gesellschaften mit bilanziell nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbeträgen wurden Rangrücktrittsvereinbarungen geschlossen bzw. wurden die Darlehen langfristig vergeben. Wir begegnen dem Risiko der fristgerechten Darlehenstilgung und zukünftigen Betriebsmittelfinanzierung (Finanzierungsrisiko) durch ein laufendes Controlling der Geschäftsentwicklung und der Kennzahlen, eine revolvierende Liquiditätsplanung sowie regelmäßige Berichterstattungen der Geschäftsführung an die Gesellschafter. Basierend auf der Fälligkeitsstruktur der Darlehensverbindlichkeiten besteht derzeit auf Basis unserer Planungsrechnung kein bedeutsames Finanzierungsrisiko. Wir schätzen das Finanzierungsrisiko, insbesondere aufgrund des potenziellen Schadens, als mittel ein. 4.1.2 Regulatorische Risiken Der Gesundheitsmarkt ist hoch reguliert, daher besteht eine große Abhängigkeit von politischen bzw. berufspolitischen Entscheidungen. Dies trifft insbesondere auch auf die Preisbildung im regulierten Erlösbereich zu. Derzeit sind aus unserer Sicht aber keine Tendenzen erkennbar, dass sich die Regularien kurzfristig verschlechtern. Wir schätzen das regulatorische Risiko - insbesondere durch die pandemiebedingte gestiegene Aufmerksamkeit für Kliniken als Teil der öffentlichen Daseins- und Gesundheitsfürsorge - daher als gering ein. Im augenheilkundlichen Bereich bestehen regulatorische Risiken insbesondere in Bezug auf das Betreiben des Bundesgesundheitsministeriums das Investorenmodell bei Arztpraxen zu verändern. Die Aktivität diesbezüglich hat allerdings im Jahr 2023 seitens des Bundesgesundheitsministeriums merklich abgenommen, sodass wir das Risiko als gering einschätzen. Der Verlust potenzieller Geldgeber wäre für die ambulante Medizin ein erheblicher Rückschlag. Möglicherweise kann dadurch die Versorgung der Patienten nicht mehr sichergestellt werden, da das Interesse bei jungen Ärzten sich selbständig zu machen, aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Work Life Balance und der zunehmenden bürokratischen Anforderungen, von Jahr zu Jahr abnimmt. 4.1.3 Operatives Risiko / Ertragsrisiko Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir in allen Geschäftsfeldern dem Risiko schwankender Patientenzahlen ausgesetzt. Neben einer unzureichenden Patientenauslastung bestehen zudem Ertragsrisiken in Abhängigkeit des Umfangs des kostenintensiven Einsatzes von Honorarärzten /-pflegekräften. Das Risiko weiterer potenzieller Zinsanstiege sehen wir inzwischen als gering an. Weitere große Kostensteigerungen bei Sach- und Personalkosten erwarten wir nicht. Allerdings ist das Kostenniveau durch die hohe Inflation in den vergangenen Jahren inzwischen sehr hoch. Insgesamt stellt die Kostensituation ein Ertragsrisiken dar. Die Bewertungen/Preise für die zu erbringenden ärztlichen Leistungen sind durch Gebührenordnungen vorgegeben. Die Möglichkeit zu Preisanpassungen ist daher nur in sehr begrenztem Ausmaß gegeben. Des Weiteren ist die Profitabilität der augenheilkundlichen MVZ bedeutend durch den zeitnahen Abschluss der Integrationsmaßnahmen sowie die Nutzung von Synergieeffekten im Bereich Einkauf sowie im administrativen Bereich bestimmt. Der Umfang der Synergienutzung ist auch von den lokalen Gegebenheiten und handelnden Personen in den einzelnen MVZ abhängig. Diesbezüglich besteht ein Risiko, die geplante Verbesserung der Kostenstrukturen nicht in der gewünschten Geschwindigkeit zu erreichen. Trotz der vorgenannten Risiken erwarten wir eine positive Entwicklung der Profitabilität aller MVZ. Es kann allerdings auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Umsatzsteigerungen und Synergiepotenziale nicht in notwendigem Umfang bzw. nicht kurzfristig realisiert werden können. Wir begegnen dem Ertragsrisiko mit einem unternehmensindividuellen Risikomanagement. Wichtige Bestandteile unseres Risikomanagementsystems stellen unser internes Kontrollsystem, ein rollierender Planungsprozess sowie unser Medizin-Controlling dar. Dies versetzt uns in die Lage, Ertragsrisiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Insgesamt schätzen wir das operative Risiko sowie die Ertragsrisiken als gering ein. 4.1.4 Mitarbeiter Der Erfolg ist entscheidend von motivierten und leistungsfähigen Ärzten bzw. medizinischem Personal abhängig. Die Nachwuchskräfte müssen selbst ausgebildet bzw. gefunden werden. Hier stehen wir in Konkurrenz zum europäischen Ausland. Der Fachkräftemangel und die Gewinnung von neuen Mitarbeitern stellen eine besondere Herausforderung dar. Unser Anliegen ist es, unseren Mitarbeitern ein modernes Arbeitsumfeld und gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um als Arbeitgeber möglichst attraktiv zu sein. Hierfür haben wir uns im Hinblick auf die Vergütungen den üblichen (tariflichen) Regelungen angepasst und agieren mit ergänzenden Zulagen und Zuwendungen. Im Jahr 2023 wurden ein strukturiertes Personalmanagement und Recruiting-System aufgebaut. Dies soll im Jahr 2024 weiterentwickelt werden. Künftig soll ein verstärkter Fokus auf die Entwicklung und Ausbildung von Mitarbeitern in der eigenen Unternehmensgruppe gelegt werden. Dies betrifft sowohl das ärztliche Personal (Weiterbildung zu Fachärzten, OP-Ausbildungen bei Fachärzten) als auch das nicht-ärztliche Personal (MFA-Ausbildungen, OP-Fachkräfte). Insgesamt schätzen wir die Risiken im Personalbereich als gering ein. 4.1.5 Gesamtaussage Zum jetzigen Zeitpunkt sind für den Klinikbetrieb und die MVZs keine weiteren wesentlichen Risiken erkennbar, über die zu berichten wäre. Insgesamt schätzen wir die Risiken des NCS-Konzerns als beherrschbar ein, da die grundsätzliche Notwendigkeit der flächendeckenden, reibungslosen, optimalen Patientenversorgung im Gesundheitsmarkt auch künftig Bestand haben wird. Bestandsgefährdenden Risiken sind nicht ersichtlich. 4.2 Chancenbericht 4.2.1 Klinikbetrieb Der Klinikbetrieb der LKB wurde zum 31.12.2023 vorläufig eingestellt. Als Träger für die augenärztlichen MVZ's kann zukünftig die Maximilians-Augenklinik GmbH genutzt werden. Aus diesem Grund ist der Fortbestand der LKB als Träger der augenärztlichen MVZ's nicht mehr zwingend erforderlich. Der Weiterbetrieb der LKB kann demnach isoliert von den augenärztlichen MVZ's rein nach wirtschaftlichen Grundzügen entschieden werden. Die bisher angefallenen negativen Ergebnisbeiträge der LKB können auf diesem Weg perspektivisch reduziert werden. 4.2.2 MVZ Augenheilkunde In diesem Geschäftsfeld bestehen marktseitig umfangreiche Wachstumsperspektiven, insbesondere getrieben durch die demografische Entwicklung, den medizinischen Fortschritt sowie die allgemein gestiegene Lebenserwartung. Das Augenlicht ist das wichtigste Sinnesorgan, daher besteht eine hohe Bereitschaft der Kostenträger, ambulante Operationen durchführen zu lassen, da die Opportunitätskosten deutlich höher wären. Unsere Augenheilkunde-MVZ sind nach unserer Einschätzung durch die bestehende ärztliche Mitarbeiterstruktur gut aufgestellt, um die Wachstumsperspektiven nutzen zu können. 4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben, Derivate in Form von Zinsswaps und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Kreditgebern. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Es wird eine konservative Risikopolitik verfolgt und keine komplexen Finanzinstrumente verwendet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Der NCS-Konzern verfügt über einen aus unserer Sicht solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle stellen die Ausnahme dar, da größtenteils direkt gegenüber den Kostenträgern/Krankenkassen abgerechnet wird. Liquiditätsrisiken werden durch eine Liquiditätsvorschau überwacht. Durch den Einsatz von Zinsderivaten werden variabel zu verzinsende Darlehen abgesichert. Die Effektivitätsmessung erfolgt mittels Critical-Terms-Match. Es ergibt sich daraus kein Zinsanstiegsrisiko, da die Grundgeschäfte und die Zinsderivate hinsichtlich der Laufzeit, dem Risiko und dem Betrag übereinstimmen. 4.4 Gesamtaussage Aus Sicht der Geschäftsführung besteht ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Risiken des Konzerns als beherrschbar ein. Für das Wirtschaftsjahr 2024 bestehen ausreichende Chancen zur nachhaltigen Entwicklung der Unternehmensgruppe, da die grundsätzliche Notwendigkeit der flächendeckenden, reibungslosen, optimalen Patientenversorgung im Gesundheitsmarkt auch künftig Bestand haben sollte.
Roßtal, den 21. Juni 2024 gez. Dr. Daniela Schwarz, Geschäftsführerin gez. Nikolas Schwarz, Geschäftsführer gez. Christiane Gabriela Schwarz, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NCS GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NCS GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NCS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landau, den 21. Juni 2024 PALATAX
GmbH
gez. Arnold, Wirtschaftsprüfer gez. Konrath, Wirtschaftsprüfer |
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