Beck Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moshir Karimi seit 30.1.2019 | Geschäftsführer |
Dominik Beck seit 4.1.2012 | Geschäftsführer |
Petra, geb. Gugel Beck seit 15.10.2002 | Geschäftsführer |
Siegfried Beck seit 15.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Der Beck GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Erlangen, 12. Mai 2016 Der Beck GmbH gez. Siegfried, Petra, Dominik und Alexander Beck
Gewinn- und Verlustrechnung 2015der Firma Der Beck GmbH, Erlangen
AnhangDer Beck GmbH, ErlangenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften zugrunde. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und degressiv abgeschrieben. Geringwertige abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten, bzw. dem niedrigeren Tageswert am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen sind in ausreichender Höhe vorgenommen worden, um latente Einzelrisiken zu kompensieren. Das allgemeine Kreditrisiko wurde in Form einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Flüssige Mittel wurden mit dem Nominalwert bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor den Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesen Tagen darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Die Rückstellungen wurden nach üblicher kaufmännischer Schätzung einzeln ermittelt, mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und entsprechen in ihrem Wertansatz den jeweils erwarteten Ausgaben. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände zeigt nachstehender Anlagenspiegel: Muss frei bleiben für den Anlagespiegel!!! 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben - ebenso wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, mit EUR 163.738,86 (Vj.EUR 199.628,95) enthalten. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag in Höhe von EUR 3.892,90 (Vj.EUR 7.582,85) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein Disagio in Höhe von EUR 12.820,50 (V.EUR 15.262,50). Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der Laufzeit des Darlehensbetrages. 4. Genussrechtskapital In der Position ist das Mezzaninekapital der Bayern LB mit insgesamt EUR 3,0 Mio. ausgewiesen. Die Verzinsung erfolgt zu einem Basiszinssatz zuzüglich variabler Verzinsung. Das Mezzaninekapital ist spätestens am 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2018 fällig. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Vorsorgen für Personalaufwendungen, ausstehende Rechnungen, Instandhaltungen, Schadensansprüche, Abschluss- und Prüfungskosten und Aufbewahrungsverpflichtungen. 6. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von TEUR 4.553 (Vj.TEUR 4.706) grundpfandrechtlich gesichert. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsätze in Höhe von TEUR 78.148 (Vj.TEUR 74.610) wurden ausschließlich im Inland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein periodenfremder Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 6 (Vj.TEUR 135) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen für Genussrechte in Höhe von EUR 244 (Vj.TEUR 244) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten, Zuführungen zur Einzelwertberichtigung und dem Verlust aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 11 (Vj.TEUR 0) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und betreffen eine Gewerbesteuerumlage. V. Sonstige Angaben 1. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält an folgendem Unternehmen Anteile:
Für das Geschäftsjahr 2015 wird bei der Mr. Bleck Coffeeshop GmbH ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11 ausgewiesen; das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nach den vorliegenden vorläufigen Zahlen zum 31.12.2015 TEUR -646. Die Überschuldung wurde beseitigt. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 1.369 (V. 1.347) Arbeitnehmer beschäftigt; davon 204 (V. 220) Angestellte und 1.165 (V. 1.127) gewerbliche Arbeitnehmer. 3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus den bestehenden Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.639,3 (Vj.TEUR 4.750,1). Das Obligo aus bestehenden Mietverträgen beträgt TEUR 38.875,9 (Vj.TEUR 39.806,2); davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 11.321,0 (Vj.TEUR 12.943,7). Der beizulegende Zeitwert der bestehenden Zinsswap-Vereinbarungen beläuft sich auf TEUR 0,1 (Vj.TEUR -3); die Bewertung erfolgte nach der Market to Market-Methode. Der Zinswap dient der Absicherung eines Darlehens und bildet mit diesem eine Bewertungseinheit. Haftungsverhältnisse Zum Abschlusszeitpunkt bestanden Avalverpflichtungen in Höhe von TEUR 526 (Vj. TEUR 428) und Bürgschaften für die Beck GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 4.850. Die Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. 4. Honorare des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen der Kanzlei Steinacker Müller Dehner, Erlangen, wurde für die Abschlussprüfung ein Honorar in Höhe von TEUR 29,4 (Vj.TEUR 29,2) und für Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 3,3 (Vj.TEUR 5,1) als Aufwand erfasst. 5. Gesellschaftsorgane Im Berichtsjahr 2015 erfolgte die Geschäftsführung der Firma Der Beck GmbH durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer:
Die den Geschäftsführern im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge beliefen sich auf TEUR 1.015,9 (Vj.TEUR 936,7). VI. Datum Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde am 25. Mai 2016 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Firma Der Beck GmbH, Erlangen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei unserer Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erlangen, 12. Mai 2016 Steinacker
Müller Dehner Partnerschaft mbB
Markus Müller, Wirtschaftsprüfer LageberichtDer Beck GmbH1. Grundlagen der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von Back- und Konditoreiwaren samt den dazugehörigen Artikeln sowie der Betrieb von Caes. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit 12.155 Meisterbetrieben, einem Gesamtumsatz von 13,99 Mrd. Euro und 275.200 Mitarbeitern zählt das deutsche Bäckerhandwerk zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands. Etwas weniger als 10% der Beschäftigten, also 18.811 Lehrlinge absolvieren derzeit ihre Ausbildung zur/m Bäcker/in oder Bäckereifachverkäufer/in. Bei einem Konsum von knapp 62,4 kg Brot und Backwaren pro Haushalt in Deutschland stieg der Jahresumsatz im Bäckerhandwerk im Jahr 2015 auf 13,99 Mrd. Euro -das entspricht ca. 1.151.000 Euro pro Betrieb. Allerdings sank die Zahl der Handwerksbäckereien in den letzten 60 Jahren von rund 55.000 im alten Bundesgebiet auf 12.155 Betriebe mit rund 35.000 Filialen (rund 47.000 Verkaufsstellen) im heutigen Deutschland (Stand: 31.12.2015). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt mittlerweile bei 22,6. Auffällig ist der hohe Organisationsgrad der deutschen Bäcker: Etwa 7.500, ca. 61%, sind Mitglied in ihrer lokalen Bäckerinnung. Zusätzlich zur eigenen Wertschöpfung tragen die Bäcker auch durch ihre Investitionen zum Wirtschaftsstandort Deutschland bei: Jedes Jahr investieren die Betriebe rund 500 Mio. Euro in Maschinen, Fuhrpark und Einrichtung. Die Anzahl der in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe ist weiter rückläufig. Sie fiel um 3,6% von 12.611 im Jahre 2014 auf 12.155 im Jahre 2015. Bei sinkender Zahl der Betriebe und nahezu unveränderter Zahl der Verkaufsstellen erhöhte sich die Zahl der Filialen pro Betrieb. Konsequenterweise stieg dadurch die Betriebsgröße. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl liegt mittlerweile bei 22,6. Alljährlich ermittelt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Marktdaten für den Brotmarkt. 2015 kauften die privaten Haushalte in Deutschland danach rund 1.834.000 Tonnen Brot. Dies entspricht einer Abnahme von 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Der erneute Rückgang des Brotverkaufs lässt sich zum Teil mit der demografische Entwicklung in Deutschland erklären. Wenn die Zahl der Konsumenten abnimmt, sinkt in der Regel auch die abgesetzte Menge. Ein weiterer Grund ist der Wandel der Gesellschaft. Wurden früher drei Hauptmahlzeiten am heimischen Tisch eingenommen und Abends vor allem Brot konsumiert, so werden heute viele Snacks zwischendurch zu sich genommen und Abends ersetzt eine warme Mahlzeit das traditionelle Abendbrot. Die Käuferreichweite für Brot lag bei 98,9%, das heißt von 1.000 Haushalten in Deutschland kauften 989 im Jahr 2015 mindestens einmal Brot. Dieser Wert ist seit Jahren stabil. Die durchschnittliche Einkaufsmenge von Brot je Käuferhaushalt lag im Jahre 2015 bei 47,2 kg (2014: 48,3 kg). Es gibt tendenziell weniger Familien, aber auch dort verliert die gemeinsame Mahlzeit an Bedeutung. Folge: Es wird immer häufiger außer Haus gegessen; dabei zeigen sich Veränderungen im Status des Außer-Haus-Verzehrs und dort gewinnt die Convenience-Gastronomie stetig an Bedeutung. Beim Einkauf der Zubereitung und beim Verzehr soll der Aufwand möglichst gering gehalten werden, deshalb greifen viele Konsumenten statt zu drei großen Mahlzeiten pro Tag zu kleineren Snacks wie belegten Brötchen, Bagels oder Wraps. Da Brot und Backwaren eine gute Basis für kleinere Zwischenmahlzeiten darstellen, haben sich nahezu alle Bäcker auf das Snackangebot eingestellt und profitieren davon. Während das Standardsortiment rückläufige Umsätze verzeichnet, kann das Snacksortiment seit einigen Jahren zulegen. Solche Erfolge könnten künftig vor allem dann ausgebaut werden, wenn verstärkt auf die Bedürfnisse der finanzstarken Generation 50+ eingegangen werden kann. Im Jahr 2015 konnte sich das Bäckerhandwerk insgesamt trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen behaupten. Der Jahresumsatz stieg sogar auf 13,99 Mrd. Eu-ro, der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb erhöhte sich von 1.072.000 auf 1.151.000 Euro. Allerdings mussten vor allem kleine Bäckereien im harten Wettbewerb Umsatzeinbußen hinnehmen. Den unvermindert hohen Wettbewerbsdruck versuchen viele Bäckereien mit der Verbesserung der internen Abläufe zu kompensieren. Ebenfalls erfolgreich ist die Premium-Strategie, da Kunden durchaus bereit sind, für Premium-Produkte entsprechende Preise zu zahlen. Dadurch entziehen sich diese Bäckereien dem Preiswettbewerb mit den Discountern. Auch das Snack-Segment hat sich 2015 wieder als Wachstumsfeld erwiesen, in dem die Betriebe des Bäckerhandwerks ihre Marktanteile nicht nur erhalten, sondern oft auch weit überdurchschnittlich vergrößern konnten. Unter dem Strich bleibt das Marktumfeld aufgrund der starken Wettbewerbssituation schwierig. 2.2 Geschäftsverlauf 1. Geschäftsjahr 2015 Im Geschäftsjahr 2015 wurden EUR 78,2 Mio. (Vj. 74,6 Mio.) Umsatz erzielt. Auf bestehenden Flächen wurde der Umsatz gehalten; der Mehrumsatz wurde in neuen Filialen und durch veränderte Konzepte erzielt. Der Jahresüberschuss - vor Gewinnabführung - hat sich trotz gestiegener Abschreibungen und sonstiger betrieblicher Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.051 (Vj. TEUR 989) erhöht. 2. Investitionen Im Berichtsjahr wurden schwerpunktmäßig Investitionen in neue und den Umbau und die Renovierung bestehender Filialen, sowie den Einsatz energieeffizienter Maschinen und Beleuchtungssysteme getätigt. Im Produktionsbereich wurden Investitionen in EDV-Ausstattung, Kältetechnik und für die Qualitäts- und Produktionssteigerung vorgenommen. Die modernen Produktionsanlagen tragen zu einer wesentlichen Steigerung der Produktivität und gleichzeitig weiter verbesserter Qualität unserer Produkte bei. 3. Filialen "Der Beck" Im Jahre 2015 wurden fünf Filialen eröffnet und vier geschlossen. Im Rahmen dieser Expansion konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,74 % gesteigert werden. Wie schon in den Vorjahren wurden einige unserer Filialen renoviert und teilweise auch konzeptionell umgestellt. Der Trend zum "Außer-Haus Verzehr" wie auch zur gesundheitsbewussten Ernährung geht unvermindert weiter. So wurden bereits 43 % unserer Umsatzerlöse im gastronomischen Bereich (Imbiss und Getränke) erzielt. Diese Entwicklung begünstigt den Absatz von hochwertigen Backwaren auf Vollkorn- und Biobasis. Als wir im Jahr 2008 unsere Bio- und Steinofenbäckerei in Betrieb nahmen, haben wir bereits auf diese Entwicklung abgezielt. 4. Voraussichtliche Entwicklung Für das Jahr 2016 ist weiterhin unsere wichtigste strategische Zielsetzung die Positionierung als einer der führenden Backwarenanbieter und der Ausbau der Marke "Der Beck" in der Region. Das bedeutet für uns, ständig die Arbeitsprozesse zu optimieren und noch kundenfreundlicher zu agieren und damit dem veränderten Einkaufsverhalten unserer Kunden gerecht zu werden. Nicht nur weiteres Wachstum, auch verbesserte Effizienz bei den Kosten sowie den Produktionsabläufen und damit auch ein höherer Qualitätsstandard wird hierdurch ermöglicht. Für das Jahr 2016 sind Investitionen in sechs neue Filialen geplant, weiterhin ist die Renovierung von 11 Filialen vorgesehen. Durch Marketingmaßnahmen, Neugestaltung des Internetauftritts und Nutzung der neuen Web-Medien wie Facebook etc. sollen Sonderaktionen zur Verbesserung der Kapazitätsauslastung der Produktionen unterstützt werden. Der Planumsatz 2016 wird mit EUR 81 Mio. angestrebt; diese Prognose erscheint nach der Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2016 als berechtigte Annahme. Bei dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 ebenfalls eine leichte Steigerung. Den Mitarbeitern und der Geschäftsführung ist bewusst, dass weiterhin nur durch gute Arbeitsleistung und Kundenorientierung die gesetzten Ziele erreichbar sind. 5. Tochtergesellschaft Mr. Bleck Coffeeshop GmbH Der Haupteinzugsbereich der Mr. Bleck Coffeeshop GmbH bleibt unverändert der Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 1.946 Umsatz erzielt; damit erhöhte sich der Umsatz um ca. TEUR 227 gegenüber dem Jahr 2014. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 11,5. 2.3 Ertragslage Das Unternehmen konnte den Umsatz um ca. 4,74 % auf TEUR 78.147 steigern. Die Gesamtleistung um TEUR 3.546 auf TEUR 79.254. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR 1.391 um TEUR 83 über dem Wert des Vergleichszeitraumes des Vorjahres. Der Jahresüberschuss - vor Gewinnabführung - beläuft sich auf TEUR 1.051 (Vj. TEUR 989). 2.4 Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 4.344. Nach Berücksichtigung des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.344, dem Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 3.502, sowie dem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1.026 verminderten sich die liquiden Mittel um TEUR 184. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 186 auf TEUR 10.064 vermindert. 2.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 419 auf TEUR 22.468 (VJ. TEUR 22.887). Der Buchwert des Anlagevermögens ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 100 auf TEUR 17.474 gesunken. Das Umlaufvermögen verminderte sich um TEUR 695 auf TEUR 4.220. Der Wert der Vorräte erhöhte sich auf TEUR 1.088 (VJ. TEUR 946). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 1.397 (VJ. TEUR 1.287). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich auf TEUR 624 (VJ. TEUR 680). Die flüssigen Mittel betragen mit TEUR 100 (Vj. TEUR 85) 0,44 % des Gesamtvermögens. Der Eigenkapitalquote liegt bei 17,4 % (VJ. 17,0 %); unter Berücksichtigung des erhaltenen Genussrechtskapitals beträgt der Anteil 30,7 % (Vj. 30,1 %). Mit Wirkung zum 1.1.2012 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Beck GmbH & Co. KG abgeschlossen. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 387; dies entspricht einer stichtagsbedingten Steigerung von 6,1 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.474 und liegen damit um TEUR 769 unter Vorjahresniveau. Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.640 sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.077) um TEUR 562 gestiegen. 2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das EBITDA der Gesellschaft (ohne außerordentlichem Ergebnis) beläuft sich auf TEUR 5.343. Der Cashflow - berechnet nach DRS 21 - aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4.344. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognose- und Chancenbericht Als Chancen für die künftige Entwicklung sehen wir die erfolgreiche Erschließung neuer Regionen, wie z.B. Regensburg. Somit erhöhen wir unseren Bekanntheitsgrad über die regionalen Grenzen der Metropolregion Nürnberg hinaus. Darüber hinaus stellen wir immer weiter unsere Kompetenz bei Backwarenspezialitäten und Snacks - wie belegten Brötchen, Bagels oder Wraps - heraus, die uns vom Backwarenmarkt im Lebensmitteleinzelhandel deutlich abhebt. In der Produktion wird verstärkt an den Prozessen gearbeitet, um weiterhin kostengünstig und effizient zu produzieren und um den Verbrauch von natürlichen Ressourcen soweit als möglich zu verringern. Mit der Erweiterung der Produktionsfläche ist uns hier bereits ein großer Schritt gelungen. Chancen könnten ebenfalls aus dem Trend zu einer gesunden Ernährung erwachsen. Ein handwerklich hergestelltes Brot ist in den Augen vieler Verbraucher gesünder als das industriell gefertigte Brot. Wer zusätzlich auf Vollkorn und Bio setzt, kommt diesem Trend entgegen und kann den gesundheitsbewussten Konsumenten eher zum Kauf bewegen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend - gerade in der wachsenden älteren Generation, aber auch bei gesundheitsbewussten jungen Menschen - anhalten wird. Darüber hinaus entstehen für spezialisierte Marktteilnehmer Chancen, auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit sog. "Intoleranz-Artikeln" zu reagieren und es könnte sich lohnen, z.B. glutenfreie Produkte anzubieten. Bis zur Bilanzerstellung haben sich die geschäftlichen Aktivitäten im Wesentlichen entsprechend den Planungen entwickelt. 4.2 Risikobericht Risiken, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, bestehen im Rahmen der allgemeinen, nach heutigen Erkenntnissen noch nicht vorhersehbaren, branchenbezogenen bzw. konjunkturellen Entwicklung. In den letzten Jahren hat sich das Problem des Nachwuchsmangels bedenklich ausgeweitet, was sich auch an der Entwicklung der Azubi-Zahlen in den letzten Jahren widerspiegelt. Hier wirkt sich einerseits aus, dass die Anzahl der Schulabgänger aus demografischen Gründen gesunken ist und in den nächsten Jahren auch noch sinken wird. Darüber hinaus hat das Lebensmittelhandwerk für junge Menschen nicht den besten Ruf, was sich gerade im Bäcker- und Konditorenhandwerk - insbesondere auch angesichts unattraktiver Arbeitszeiten - auf die Bewerberzahlen auswirkt. Es ist daher vor allem die Aufgabe unserer Verbände im Bäckerhandwerk und im Konditorengewerbe, auch auf die Vorteile von Ausbildung und Arbeit in den relevanten Berufen frühzeitig und zielgruppengerecht hinzuweisen. Auch die Preisentwicklung auf den Einkaufsmärkten bleibt für unsere Branche problematisch, obwohl zurzeit eine eher moderate Entwicklung teilweise mit Preisrückgängen zu verzeichnen ist; dies liegt noch an den guten Erntejahren von 2013 und 2014. Einbußen bei der Ernte in Deutschland werden immer wieder auf die Landwirtschaft zukommen und für Preiserhöhungen sorgen. Zudem kann es aufgrund der steigenden internationalen Nachfrage nach Lebensmitteln auch in Zukunft recht kurzfristig dazu kommen, dass die Getreidepreise weltweit wieder ansteigen. Darüber hinaus hat aufgrund der internationalen Verflechtungen auch das Wetter auf anderen Kontinenten, wo Dürreperioden oder Überschwemmungen häufiger vorkommen als in Europa, Einfluss auf die Preise hierzulande. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen. |
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