3A Composites GmbH
Kiefernweg 10, 49090 Osnabrück, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Robert Burkhard seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Thorsten Füßinger seit 20.8.2020 | Prokura |
Michael Dorweg seit 9.8.2013 | Prokura |
Alexander Ernst Lohse seit 16.11.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
3A Composites Holding AG | 90.00% |
Schweiter Technologies AG | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
3A Composites GmbHOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023ALLGEMEINE ANGABEN Die Firma 3A Composites GmbH hat ihren Sitz in Osnabrück und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Osnabrück (HRB-Nr. 15742). Die 3A Composites GmbH besteht aus den Betriebsstätten Osnabrück und Singen. Am Standort Singen werden Aluminiumverbundplatten hergestellt und in Osnabrück Leichtstoffplatten. ANWENDUNG GESETZLICHER VORSCHRIFTEN Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN Allgemein Die Bewertungsgrundsätze sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2014 erworbene Technologie wird über ihre geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer betragen:
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwand erfasst. Ab dem 1. Januar 2018 angeschaffte bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst, der im Jahr der Bildung sowie den vier folgenden Jahren mit je einem Fünftel abgeschrieben wird. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen auf Basis der Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Anschaffungsnebenkosten. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten Materialeinzel-, Fertigungseinzel- und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene und durch die Fertigung verursachte Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Des Weiteren werden angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit- Credit-Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G der HEUBECK AG bewertet. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % p. a. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,50 % bis 2,50 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % unterstellt. Wertpapiergebundene Pensionsrückstellungen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bestimmt, sind mit dem höheren beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere angesetzt. Bei den Pensionsverpflichtungen wurden gedeckte Pensionsverpflichtungen von TEUR 1.577 mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens von TEUR 1.577 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand des Marktwertes der Wertpapiere ermittelt. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betrugen TEUR 1.244. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betrugen jeweils TEUR 132. Die Zweitbewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre basiert auf einem Rechnungszins von 1,76 % p. a., der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 298. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,76 % p. a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018G der HEUBECK AG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Es wurden jährliche Gehaltsanpassungen von 1,25 % unterstellt. Bei der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die verpfändeten und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogenen Wertguthaben (Deckungsvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 770 (Anschaffungskosten: TEUR 770) mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Der Verpflichtungsüberhang von TEUR 458 wird in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Es ergeben sich keine zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge. Der Gesamtbetrag der abführungsgesperrten Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 333, er resultiert ausschließlich aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert. Die Jubiläumsrückstellungen berücksichtigen 10-, 25-, 40- und 50-jährige Dienstjubiläen. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,76 % p. a. zum Bilanzstichtag. Es wurden jährliche Gehaltsanpassungen von 2,50 % unterstellt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind entsprechend den am Bilanzstichtag tatsächlich bestehenden Verhältnissen dargestellt. Latente Steuern werden ab dem 1. Januar 2010 für temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen unter Einbeziehung von steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Da es sich bei der Gesellschaft um eine Organgesellschaft handelt, sind die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger berücksichtigt worden. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.937 (Vorjahr: TEUR 2.696) beinhalten wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.680 (Vorjahr: TEUR 7.345) beinhalten insbesondere Forderungen gegen Versicherungen und Finanzbehörden. (3) Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt TEUR 4.245 (Vorjahr TEUR 26.374). Das gezeichnete Kapital beträgt DM 5.000.000,00 (EUR 2.556.459,41). Es besteht eine Abführungssperre von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 336) aufgrund der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 298. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. (4) Steuerrückstellungen Aufgrund der steuerlichen Organschaft werden Steuerrückstellungen bei der 3A Composites Germany GmbH, Singen, (Organträgerin) bilanziert. (5) Sonstige Rückstellungen
(6) Verbindlichkeiten
*) RLZ = Restlaufzeit am Bilanzstichtag
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 56.986 (Vorjahr: TEUR 34.395) beinhalten mit TEUR 5.226 (Vorjahr: TEUR 13.511) Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung, mit TEUR 27.000 Darlehensverbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 17.000), mit TEUR 22.129 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Reduzierung der Kapitalrücklage und mit TEUR 2.631 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 3.884). Sie beinhalten mit TEUR 27.356 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: TEUR 13.511). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (7) Umsatzerlöse
(8) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 1.467 (Vorjahr: TEUR 541), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, und Erträge aus Fremdwährungsumrechnung von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 196). (9) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Frachtkosten von TEUR 7.515 (Vorjahr: TEUR 7.950), Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen TEUR 1.503 (Vorjahr: TEUR 1.424) und Gebühren und sonstige Dienstleistungen/Rechts- und Beratungsaufwendungen von TEUR 2.386 (Vorjahr: TEUR 2.183). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 106) und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 418). (10) Zinsaufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 571). (11) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Aufgrund des im Januar 2010 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird, wie im Vorjahr, der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 5.226 (Vorjahr: TEUR 13.511) an die Gesellschafterin 3A Composites Holding Germany GmbH abgeführt. SONSTIGE ANGABEN Gesellschafter und Konzernverhältnisse Mit Gesellschafterbeschluss vom 12./19. Januar 2010 der 3A Composites GmbH sowie mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2010 der 3A Composites Holding Germany GmbH wurde ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der 3A Composites Holding Germany GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2010 vereinbart. Zwischen der 3A Composites GmbH und der 3A Composites Holding Germany GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr 2010 eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft ist die 3A Composites Holding Germany GmbH, Singen. Oberstes Mutterunternehmen ist die Schweiter Technologies AG, mit Sitz in 6312 Steinhausen, Schweiz. Die Schweiter Technologies AG, Steinhausen, Schweiz, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der aufgestellte und offengelegte Konzernabschluss 2023 ist erhältlich bei Schweiter Technologies AG, Hinterbergstraße 20, CH-6312 Steinhausen, oder im Internet unter: http://www.schweiter.ch/s1a 200/investors/financial-reports-presentations.html. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war bestellt:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen unterbleibt unter Inanspruchnahme der Vorschrift von § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiterentwicklung
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stammen neben dem Erbbaurecht aus Miet- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben und verteilen sich wie folgt:
Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating Lease-Verträgen für Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss der Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Es existieren keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt TEUR 84; davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 80). Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die 3A Composites Holding Germany GmbH, Singen, abgeführt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet
Osnabrück, den 18. Juni 2024 3A Composites GmbH Die Geschäftsführung Dr. Joachim Werner Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN 1. Rahmenbedingungen Die 3A Composites GmbH entwickelt, produziert und vermarktet innovative Verbundmaterialien, welche primär im Bereich Architektur/Fassade sowie im Bereich Display (Schilder/Print/Shopfront/CID) und im Segment Transport/Industrie Anwendung finden. Das Unternehmen hält eine führende Position in seinen Kernmärkten, welche auf einem umfassenden Produktsortiment, stetiger Innovation und konsequenter Kundenorientierung basiert. Die Marken ALUCOBOND®, DIBOND®, ALUCORE®, KAPA®, FOREX® sind als Synonym für ganze Produktkategorien im Bereich der Fassaden- und Display-Materialien weltweit bekannt. Die 3A Composites GmbH gehört zur börsennotierten Schweiter Technologies AG-Gruppe, Steinhausen/Schweiz. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites Holding Germany GmbH, Singen. 2. Wirtschaftliches Umfeld Eine konjunkturelle Erholung in Europa hat sich im Verlauf des Jahres nicht eingestellt. Der Energiepreisschock, eine hohe Inflation und ein deutlicher Rückgang der allgemeinen Konsumnachfrage wirkte sich auch im Jahr 2023 belastend aus. Die geopolitischen Unwägbarkeiten haben zugenommen und die wirtschaftlichen Herausforderungen waren anhaltend hoch. Eine für das zweite Halbjahr erhoffte Erholung der Konjunktur hat sich trotz einer gewissen Abschwächung einiger Einflussfaktoren nicht eingestellt. Geschäftsbereich Architektur-/Fassadenmarkt: Das europäische Baugewerbe verzeichnete im Geschäftsjahr einen weiteren spürbaren Nachfragerückgang. Überproportional stark war der Marktrückgang im Bereich privater Wohnungsbau. Im für uns relevanteren Bereich des Industrie- und Wirtschaftsbau waren die Projektanfragen hingegen etwas weniger rückläufig. In dem wachsenden Bereich Gebäuderenovierung sowie energetische Sanierung ist weiterhin ein hoher Bedarf vorhanden, nur etwas gebremst durch die allgemein gestiegenen Baukosten und die erhöhten Zinsen. Gestiegene Energiekosten und höhere Anforderung an die Energie-Effizienz sowie Umweltauflagen fließen stärker bei Investitionsentscheidungen der Bauherren mit ein. Geschäftsbereich Display (Schilder/Print/Shopfront/Shopfitting/CID - Corporate Identity): Unser Display Geschäft folgt in gewisser Analogie der allgemeinen Konjunkturentwicklung der Länder, und hier noch mehr dem privaten Konsum. Das europäische Displaygeschäft war im gesamten Geschäftsjahr geprägt von einer anhaltend schwachen Konsumnachfrage. Das Geschäftsjahr war bestimmt durch einen sehr intensiven Wettbewerb, welcher speziell im Händlergeschäft sehr ausgeprägt war. In unseren Kernmärkten war besonders der Bereich Ladenbau von der anhaltenden Marktschwäche betroffen, während der Rückgang im Bereich Print und Signage geringer ausfiel. Ein reduzierter Marktbedarf war in allen Regionen spürbar. Erfreulich entwickelte sich die Nachfrage nach papierbasierten Substraten. Geschäftsentwicklung Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 betrug Mio. EUR 191,8 (Vorjahr: Mio. EUR 212,8). Die ALUCOBOND® Umsätze im Geschäftsbereich Architektur-/Fassadenmarkt lagen gesamthaft spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. Im schwachen Marktumfeld war der Wettbewerb um die vorhandenen Projekte und Auftragsvolumen hoch, mit entsprechendem Druck auf die Verkaufspreise und Margen. Ein Rückgang der Volumen war in allen Regionen zu verzeichnen. Mit dem neuen patentierten Verlegesystemen ALUCOBOND® easy fiX für eine effizientere Montage unserer Platten auf der Baustelle konnten diverse Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Mit easy fix® kit, das speziell auf sehr kleine Bauvorhaben ausgerichtet ist, konnten wir erste Umsätze in diesem für uns neuen Marktsegment generieren. Die Umsätze im Geschäftsbereich Display lagen im Geschäftsjahr unter dem Vorjahr. Die Abweichung resultierte vorrangig aus tieferen Umsätzen der Handelswaren (FOREX®, SMART-X®, GA- TORFOAM®). Die Umsätze der Eigenprodukte (DIBOND®, DILITE®, HYLITE®, KAPA®, DISPA®) lagen hingegen nur geringfügig unter dem Vorjahr. In Frankreich, Italien und der Schweiz konnten wir eine erfreuliche Umsatzsteigerung erzielen. In Deutschland, UK und Benelux lagen die Umsätze unter dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr war geprägt durch eine anhaltende Zurückhaltung der Marktteilnehmer. Speziell das Händlergeschäft war bestimmt durch eine abwartende und kurzfristige Auftragsvergabe bei hoher Preissensitivität. Mittels einer flexiblen Produktionsplanung und hoher Verfügbarkeit unserer Produkte konnten wir gut am Markt partizipieren. Trotz der schwachen allgemeinen Konjunktur lagen die Marktbedarfe im Geschäftsbereich für Transport- und Industrieanwendungen (ALUCORE®) annähernd auf demselben Niveau. Im Bereich Automobilindustrie konnte der Umsatz KAPA DVD trotz schwächeren Marktbedingungen sogar gesteigert werden. Hierbei profitieren wir von unserer patentierten Produkttechnologie. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl inklusive Geschäftsführer betrug 444 (Vorjahr: 457), bei reduzierter Kapazitätsauslastung. Beschaffungs- und Absatzmarkt Unsere Haupteinsatzkomponenten (verschiedene Kunststoffe und Aluminium) sind Marktpreisschwankungen unterworfen. Die Notierungen für Aluminium waren im zweiten Halbjahr etwas rückläufig. Im historischen Vergleich lagen die Preise jedoch weiterhin auf erhöhtem Niveau. Im Bereich der Kunststoffe sowie Kernmaterialen kam es im zweiten Halbjahr zu deutlichen Reduktionen der Preise. Deutliche Mehrbelastungen ergaben sich aus den gestiegenen Energiekosten. Produktion und Investition Im Geschäftsjahr 2023 wurden Mio. EUR 5,5 (Vorjahr: Mio. EUR 15,1) an den beiden Standorten Osnabrück und Singen investiert. Am Standort in Singen läuft die Inbetriebnahme einer neuen Anlage, welche neben Effizienz- und Qualitätsverbesserung auf eine Erweiterung unserer Produktprogramms ausgerichtet ist. Umweltschutz Zur Wahrung der Umweltschutzaufgaben sind an beiden Standorten Beauftragte bestellt. Als Teil des Umweltmanagementsystems wird ein jährlicher Umweltschutzbericht erstellt. Alle gesetzlichen Anforderungen im Bereich Umwelt- und Arbeitsschutz wurden eingehalten. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine umweltrelevanten Ereignisse bei der 3A Composites GmbH aufgetreten. Die Standorte Osnabrück und Singen sind nach DIN ISO 9001:2015, DIN ISO 45001:2018, DIN ISO 14001:2015 und 50001:2018 zertifiziert. Das Automobilgeschäft am Standort Osnabrück ist zusätzlich nach IATF 16949:2016 zertifiziert. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag neben prozessorientierten Entwicklungen auf der zielgerichteten Erweiterung des Produktprogramms. An den Standorten Osnabrück und Singen waren insgesamt 16 (Vorjahr: 18) Mitarbeiter in der Entwicklung beschäftigt. Der lokale F&E-Aufwand der beiden Standorte belief sich auf Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,9). II. ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 1. Ertragslage Die Gesellschaft berichtet als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse/Gesamtleistung sowie das Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung. Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio. EUR 191,8 unter dem Vorjahr (Mio. EUR 212,8). Tiefere Verkaufspreise in Folge gesunkener Rohmaterialpreise wirkten sich zusätzlich negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Aktivierte Eigenleistung und Bestandsveränderung) reduzierte sich um 8,2 % auf Mio. EUR 190,2 (Vorjahr: Mio. EUR 207,2). Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 63,1 % (Vorjahr: 61,7 %). Der Personalaufwand reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Mio. EUR 38,4 (Vorjahr: Mio. EUR 38,7). Dies beinhaltete eine Anpassung der Mitarbeiterzahl sowie die Ausschöpfung flexibler Maßnahmen und Kurzarbeit. Gegenläufig wirken sich relevante Tarifsteigerungen negativ auf den Personalkostenaufwand aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf Mio. EUR 1,9 (Vorjahr: Mio. EUR 2,0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen Mio. EUR 24,5 nach Mio. EUR 25,1 im Vorjahr. Deutlich belastend wirken sich die erhöhten Energiekosten aus, welche durch Kosteneinsparungsmaßnahmen ausgeglichen werden konnten. Das Zinsergebnis betrug Mio. EUR -0,7 (Vorjahr: Mio. EUR -0,6). Das Zinsergebnis enthält primär den Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung belief sich für das Geschäftsjahr auf Mio. EUR 5,2 (Vorjahr: Mio. EUR 13,5). Prognoseabweichung: Der erzielte Umsatz lag unter der letztjährigen Prognose. Das Ergebnis lag aufgrund des schwächeren Umsatzes spürbar unter der letztjährigen Prognose.. 2. Finanzlage Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr Mio. EUR 104,7 und reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig (Vorjahr: Mio. EUR 108,4). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich infolge einer Reduktion der Kapitalrücklage um Mio. EUR 22,1 auf 4,1% (Vorjahr 24,3%). Das Fremdkapital der Gesellschaft betrug Mio. EUR 100,5 (Vorjahr: Mio. EUR 82,0). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag enthält. Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum Jahresende auf Mio. EUR 5,0 (Vorjahr: Mio. EUR 6,0). 3. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf Mio. EUR 104,7 (Vorjahr: Mio. EUR 108,4). Das Anlagevermögen betrug Mio. EUR 38,2 (Vorjahr: Mio. EUR 35,9). Am Standort Singen befinden sich alle Produktionsanlagen sowie die wesentlichen Grundstücke und Gebäude im Besitz der 3A Composites GmbH. Einige weitere Gebäude sind zum Teil langfristig gemietet. Weiterhin befindet sich in Singen ein direkt anschließendes und ausreichendes Erweiterungsgelände im eigenen Besitz. Am Standort Osnabrück befinden sich alle Maschinen, Grundstücke und Gebäude im eigenen Besitz. Das Umlaufvermögen von Mio. EUR 66,1 (Vorjahr: Mio. EUR 72,3) bestand zu 49,4 % (Vorjahr: 53,4 %) aus Vorräten und zu 31,4 % (Vorjahr: 28,2 %) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Forderungen gegen verbundene Unternehmen). Das Umlaufvermögen wird beeinflusst durch schwankende Rohmaterialnotierungen. Die Vorratswerte reduzierten sich zum Stichtag auf Mio. EUR 32,7 (Vorjahr Mio. EUR 38,6). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf insgesamt Mio. EUR 28,4 (Vorjahr: Mio. EUR 27,7). Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage ist aufgrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes mit einer Umsatzrentabilität von 2,7% beeinträchtigt und liegt unter den Erwartungen. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen eingeleitet, um die mittelfristige Ergebnislage nachhaltig zu verbessern. III. RISIKOBERICHT Die Zunahme weltweiter Krisen und eine einhergehende hohe Unsicherheit wirken sich weiterhin spürbar negativ auf die europäische Wirtschaftsentwicklung aus. In diesem Umfeld sich verstärkender Krisen sind die Risiken weiterhin stärker ausgeprägt als in den Jahren zuvor. Die Gesellschaft verfügt über ein detailliertes monatliches Berichtswesen entsprechend der Konzernrichtlinien und führt im Rahmen dieser Berichterstattung monatliche Analysen unter Einbeziehung der Konzernobergesellschaft durch. In der Organisation bestehen Verfahrensanweisungen und Richtlinien einschließlich eines internen Informations- und Kontrollsystems, um Risiken im Unternehmen systematisch zu erkennen und ihnen angemessen begegnen zu können. Sammelklagen Australien und Neuseeland Im Februar 2019 wurde in Australien eine Sammelklage wegen der Verwendung von PE-Aluminium-Verbundplatten gegen die 3A Composites GmbH sowie andere unabhängige Parteien eingereicht. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Klage inhaltlich nicht gerechtfertigt ist. Die Gesellschaft verfügt über den Schweiter Konzern über eine internationale Haftpflichtversicherung, die die Verteidigungskosten sowie die Auswirkungen einer möglichen nachteiligen Gerichtsentscheidung bis zur Höhe der Versicherungssumme abdeckt. Eine Schätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen ist nicht möglich, da derzeit weder bekannt ist, ob das Gericht der Argumentation der Kläger folgt und die Forderungen zugelassen werden, noch wie hoch die geforderte Schadensumme ist. Im Juni 2021 wurde in Neuseeland eine Sammelklage wegen der Verwendung von PE- und Plus Aluminium-Verbundplatten gegen die 3A Composites GmbH sowie andere unabhängige Parteien eingereicht. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Klage inhaltlich nicht gerechtfertigt ist. Die Gesellschaft verfügt über den Schweiter Konzern über eine internationale Haftpflichtversicherung, die die Verteidigungskosten sowie die Auswirkungen einer möglichen nachteiligen Gerichtsentscheidung bis zur Höhe der Versicherungssumme abdeckt. Eine Schätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen ist nicht möglich, da (i) die Zuständigkeit der neuseeländischen Gerichte bestritten wird, (ii) noch nicht feststeht, ob ein zuständiges Gericht den Argumenten der Kläger folgen wird, und (iii) die Höhe des geforderten Betrags unbekannt ist. Absatz- und Beschaffungsrisiken Die Haupteinsatzkomponenten für unsere Produkte (verschiedene Kunststoffe und Aluminium) sind bedeutsamen Marktpreisschwankungen unterworfen. Kostensteigerungen können bedingt und mit zeitlicher Verzögerung an den Markt weitergegeben werden. Im Berichtszeitraum wurden keine Rohstoffabsicherungsgeschäfte getätigt. Das Unternehmen verfolgt ein konsequentes Lieferantenmanagement zur Sicherstellung der Versorgungslage sowie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Bei versorgungskritischen Rohmaterialien bestehen langjährige Lieferantenbeziehungen. Neben spürbaren Kostensteigerungen gerät die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Betriebsmaterialien und Dienstleistungen zu einem kritischen Faktor. Das Absatz- und Beschaffungsrisiko wird im derzeitigen europäischen Wirtschaftsumfeld als bedeutsamste Risiko erachtet. Liquiditätsrisiken Das Forderungsausfallrisiko hat sich durch den andauernden Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen längerfristigen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft erhöht. Das Delkredererisiko wird gesteuert durch ein aktives Debitorenmanagement sowie den Einsatz einer Kreditversicherung. Die Kreditversicherer sind bei der Deckungsvergabe weiterhin zurückhaltend. Kursschwankungen werden lokal absorbiert und keine weiteren Kurssicherungsgeschäfte getätigt. Der Anteil des Umsatzes in Fremdwährung beträgt 6,2 % (Britisches Pfund, US-Dollar). Im Berichtszeitraum wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt, Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen bestehen nicht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem erwirtschafteten Cash-Flow. Darüber hinaus besteht eine externe Kreditlinie. Sonstige Risiken Zur Abdeckung von Elementarschäden verfügt die Gesellschaft über eine betriebliche Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung. Unser Fassadenmaterial ALUCOBOND® steht für höchste Qualität und Langlebigkeit. Längerfristige Gewährleistungen gemäß Produktspezifikation und Anwendungsgebiet werden abgegeben. Die Reklamationsquote befand sich weiterhin auf einem normalen Niveau. Für etwaige Schadensfälle wurden Rückstellungen gebildet. Chancen Das Unternehmen ist in unterschiedlichen Marktsegmenten tätig und profitiert von seiner regional und kundenseitig starken Marktstellung. Die konsequente Ausrichtung auf einen innovativen Produktmix ermöglicht auch zukünftig Chancen für profitables Wachstum in allen unseren Kernmärkten. IV. PROGNOSEBERICHT Der Konjunkturausblick in Europa bleibt weiterhin angespannt. Trotz einer leichten Stabilisierung einiger Konjunkturfaktoren, ist eine Konjunkturbelebung frühestens im zweiten Halbjahr 2024 erwartbar. Geschäftsbereich Architektur- / Fassadenmarkt: Die Bauinvestitionen in Europa werden in 2024 noch einmal zurückgehen, insbesondere in unserem Kernmarkt in Deutschland. Eine Stabilisierung ist erst ab dem zweiten Halbjahr zu erwarten. Die verbesserte Anlagenaufstellung, die optimierten Kosten und ein besonderer Fokus auf die Vertriebseffizienz werden uns aber helfen, unsere Marktanteile zu halten oder sogar wieder auszubauen. Daneben können wir im Bereich der kleinen Bauvorhaben noch in einen bisher nicht bedienten Marktbereich vorstoßen. Insgesamt gehen wir trotz des schwachen Umfeldes von einem gleichbleibenden Umsatz für 2024 beim Architekturgeschäft in Europa aus. Im Bereich der Premium Produkte und des Serviceangebotes sehen wir uns trotz des schwierigen Marktumfeldes weiterhin gut positioniert. Nachhaltiges Bauen bleibt ein vorrangiges Thema. Fassadenlösungen mit ALUCOBOND® zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer bei geringen Instandhaltungskosten aus. Eine ALUCOBOND® Fassade ist am Ende der Lebensdauer rückbaufähig, mit Rückführung in den Wertstoffkreislauf. Geschäftsbereich Display (Schilder/Print/Shopfront/Shopfitting/CID (corporate identity): Die Nachfrage im ersten Quartal des neuen Jahres entwickelte weiterhin verhalten. Das Wettbewerbsumfeld bleibt sehr intensiv und die Kunden, speziell im Händlergeschäft, agieren weiterhin zurückhaltend und mit hoher Preissensitivität. Aufgrund ihres guten Nachhaltigkeitsprofils gehen wir von einem weiteren Bedarfszuwachs bei unseren papierbasierten Substraten aus. Die Gesellschaft plant als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren einen Umsatz von Mio. EUR 190-200 sowie einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung moderat über dem Niveau von 2023. Die Notwendigkeit zur Reduktion von Kosten ist weiterhin gegeben.
Osnabrück, den 18. Juni 2024 3A Composites GmbH Die Geschäftsführung Dr. Joachim Werner Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 3A Composites GmbH, Osnabrück Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 3A Composites GmbH, Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 3A Composites GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Gegen die Gesellschaft wurde in Australien im Geschäftsjahr 2019 eine Sammelklage eingereicht, die in 2020 durch das zuständige Gericht zugelassen wurde. Für potenzielle Risiken wurde eine sonstige Rückstellung nach § 249 Abs. 1. Satz 1 HGB in Höhe des von der Versicherung nicht zu übernehmenden Selbstbehalts von TEUR 100 angesetzt. Die Bewertung dieser sonstigen Rückstellung kann von uns nicht abschließend beurteilt werden. Es ist nicht bekannt, auf welchen Betrag sich der geltend gemachte Schaden insgesamt beläuft, sodass nicht eingeschätzt werden kann, ob der potenzielle Schaden die Versicherungssumme übersteigen wird. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der sonstigen Rückstellungen und des aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführten Jahresüberschusses hätten vorgenommen werden müssen. Im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit in Australien sind Rechtsanwaltskosten angefallen. Hierfür hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen und für diese Kosten eine Forderung in Höhe von TEUR 6.348 bilanziert. Der Betrag ist ausgewiesen unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Da noch keine Deckungszusage einer Versicherung vorliegt, kann nicht eingeschätzt werden, ob die Durchsetzbarkeit dieses Anspruchs vollständig gewährleistet ist. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis dieser Forderung und des aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführten Jahresüberschusses hätten vorgenommen werden müssen. Diese Sachverhalte beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht des vorhergehenden Geschäftsjahres waren entsprechend modifiziert. • Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg im Breisgau, den 18. Juni 2024 KPMG
AG
Mathias Laubert, Wirtschaftsprüfer Peer Schlitzer, Wirtschaftsprüfer |
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