Oppo Brothers GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Becker seit 4.12.2018 | Prokura |
Heiko Mink seit 4.7.2018 | Prokura |
René Püchner seit 10.12.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Capri Sun AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Capri Sun Vertriebs GmbHEppelheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der Capri Sun Vertriebs GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Sitz der Capri Sun Vertriebs GmbH ist Eppelheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 709661 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Angaben zu angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungszeitpunkt ab 1. Januar 2018 und mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % bei den Entgelten und von 2,10 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Der Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen den Gesellschafter entstanden wie im Vorjahr aus dem Cash Pooling heraus. Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen ist wie im Vorjahr geringer als ein Jahr. Latente Steuern Der Steuersatz für die Berechnung latenter Steuern beträgt 29,83 %. Im Wesentlichen resultieren im Saldo aktive latente Steuern aus Differenzen handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Wertansätze für Rückstellungen. Der Ansatz unterbleibt in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts. Rückstellungen Die auf Direktzusagen der Gesellschaft begründeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 4.075. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 81. Die Steuerrückstellungen sind vollumfänglich kurzfristiger Art. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Erlösminderungen und Werbekostenzuschüssen an Kunden (TEUR 5.900), Rückstellungen für erwartete Ansprüche der Mitarbeiter aus einem Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 1.309, wovon TEUR 799 langfristig sind, Rückstellungen für Pfand (TEUR 433), Mitarbeiterboni (TEUR 384), ausstehende Rechnungen (TEUR 331), sowie Urlaubs- und Gleitzeitverpflichtungen (TEUR 53). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 26.610 haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von ihnen bestehen TEUR 206 gegenüber verbundenen Unternehmen und TEUR 21.595 gegenüber dem Gesellschafter. Diese resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB Haftungsverhältnisse bestehen keine. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betragen TEUR 307 (Vj. TEUR 323). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet-/Leasingverträgen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffend Grundstücke bestehen in Höhe von TEUR 114 gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt ein Jahr. Die Vertragslaufzeiten betreffend Fahrzeuge betragen zwischen ein bis drei Jahre. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Im Geschäftsjahr 2023 entfielen bei der Capri Sun Vertriebs GmbH 66,0 % der Umsatzerlöse auf den Verkauf von Fertigprodukten der Marke Capri-Sun und 34,0 % auf den Verkauf von Private-Label-Produkten. 85,0 % des Umsatzes mit Fertigprodukten resultierten aus dem Verkauf von 200ml Trinkpacks, 12,9 % aus 330ml Trinkpacks, 0,7 % aus 330ml Dosen (Bubbles), 1,3 % aus 600ml PET-Flaschen (Sirup) und 0,1 % aus dem Verkauf von 250ml Dosen der Marke AIN, sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Umsatz wurde überwiegend in Deutschland erzielt. Im Berichtsjahr entfielen 82,8 % des Nettoumsatzes auf Deutschland (TEUR 153.135), 5,5 % auf Österreich (TEUR 10.081), 2,3 % auf Frankreich (TEUR 4.236), 2,1 % auf Italien (TEUR 3.795) und 1,8 % auf die Schweiz (TEUR 3.375). Die restlichen Umsätze wurden in anderen europäischen Ländern erzielt. Periodenfremder Ertrag nach § 285 Nr. 32 HGB In den sonstigen betrieblichen Erträgen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 516 enthalten. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Angaben der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 10 HGB Geschäftsführer ist: René Püchner, Diplom Kaufmann Unterlassen von Angaben gemäß § 286 HGB Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Mutterunternehmen bei Konzernzugehörigkeit gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Capri Sun Group Holding AG, Baar/Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 28 für die Abschlussprüfungsleistungen. Darüber hinaus haben die Abschlussprüfer die Vollständigkeitserklärung gemäß § 11 VerpackG für 2023 geprüft und hierfür TEUR 8 Honorar in Rechnung gestellt. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht. Angabe zu mittelbaren Verpflichtungen gemäß Artikel 28 EGHGB Es bestehen keine mittelbaren Verpflichtungen. Ergebnisverwendung gemäß § 285 Nr. 34 HGB Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 3.894 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Eppelheim, den 26. Juni 2024 Capri Sun Vertriebs GmbH René Püchner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell, Ziele und Strategien der Gesellschaft Die Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim (im Folgenden kurz: "CSV" oder "Gesellschaft"), vertreibt fruchthaltige Getränke in flexiblen Kleinverpackungen und hat seit dem 1. August 2018 die Vertriebsfunktion im Rahmen eines sogenannten Prinzipalmodells in der Capri Sun Gruppe für die Märkte Deutschland, Österreich und teilweise Schweiz übernommen, das einen Anpassungsmechanismus im Hinblick auf das operative Ergebnis vorsieht, der ein Margenniveau vergleichbarer, nicht kontrollierter Unternehmen gewährleistet. Seit Einführung des Prinzipalmodells stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Geschäftsführung dar. Ein Großteil der Produkte, die im Wesentlichen von der Capri Sun AG, Baar/Schweiz, bezogen werden, vermarktet die Gesellschaft unter dem Namen Capri-Sun. Die Unternehmensgruppe ist mit der Marke Capri-Sun seit vielen Jahren in vielen Ländern, wie Deutschland, Belgien, Österreich, Tschechien und Dänemark, Marktführer im Bereich der flexiblen Kleinverpackungen. Ziel der Capri Sun Unternehmensgruppe ist, das nachhaltigste und am besten schmeckende Kindergetränk der Welt zu sein. Im Zuge einer einheitlichen Kommunikationsstrategie und der Internationalisierung wurde Anfang 2017 Capri-Sonne im deutschsprachigen Raum in Capri-Sun umbenannt. International war die Marke Capri-Sun bereits zuvor bekannt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2023 war vor allem von der weiter stark steigenden Inflation entscheidend geprägt. Die Konsumenten wechseln immer mehr zum Discount und zu Angebotskäufern. Gemäß Nielsen Market Track1 war 2023 der Absatz in Litern alkoholfreier Getränke ("AFG") in Deutschland, einem der wichtigsten indirekten Absatzmärkte der Gesellschaft, erneut rückläufig und mit -1,8% geringfügig stärker als im Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung waren ähnlich wie im Vorjahr die Segmente Wasser (-4,4%), Fruchtsäfte (-7,7%) und Fruchtnektare (-9,2%). Aber auch Eistee und Smoothies lagen merklich unter Vorjahr. Ein Grund für diese Entwicklung wird auch in den inflationsbedingt höheren Preisen gesehen. Wachstumssegmente waren erneut Energy-Drinks (13,0%), aromatisiertes Wasser (4,9%), Colagetränke (2,9%) sowie flüssige Sportgetränke (16,9%). 1 Der Umsatz alkoholfreier Getränke in Deutschland lag dagegen mit 8,6% deutlich über Vorjahr. In sämtlichen Segmenten wurden merkliche bis starke Umsatzzuwächse trotz teils geringeren Absätzen realisiert, allen voran flüssige Sportgetränke (39,3%), Energydrinks (12,0%), Fruchtsaftgetränke ohne CO 2 (16,8%) und Colagetränke (9,9%), aber auch Limonaden und fruchtsafthaltige Getränke konnten um 8,8% zulegen. 1 Das Segment der Capri Sun, fruchthaltige Getränke <=500ml, ist im Berichtsjahr in Deutschland um 1,0% in der Menge in Litern und im Umsatz um 15,7% gestiegen und entwickelte sich damit deutlich besser als der AFG-Durchschnitt. 1 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 ist der Nettoumsatz der CSV im Wesentlichen verkaufspreisbedingt um insgesamt 14,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der bedeutendste Absatzmarkt war dabei weiterhin Deutschland mit den 200 ml-Trinkpacks. Die Bruttomarge, berechnet als Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen lag im Berichtsjahr mit 18,3% um 3,8%-Punkte unter Vorjahr. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigten Arbeitnehmer hat sich um zwei auf 54 vermindert. Der Personalaufwand insgesamt hat sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen für Altersversorgung merklich vermindert. Die CSV arbeitete auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent nach den Umweltrichtlinien der Capri Sun Gruppe, welche vor allem die Vermeidung von Umweltbelastungen durch Abfälle, Emissionen und Abwässer vorsehen, soweit es die Tätigkeiten einer Vertriebsgesellschaft betrifft. Die umweltschonende Entsorgung von entstandenen Abfällen ist für die Capri Sun Gruppe ein wichtiges Thema, ebenso wie die permanente Anpassung und Optimierung der Vorgaben aus der ISO-Zertifizierung des Herstellers der vertriebenen Handelswaren. Der Hersteller der Handelswaren, welche die Gesellschaft vertreibt, verbessert und sichert den vorhandenen Qualitätsstandard ab, um Produktrisiken weitestgehend ausschließen zu können. 3. Ertragslage, Finanzlage und Vermögenslage Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen verkaufspreisbedingt um 23,0 Mio. EUR auf 185,0 Mio. EUR gewachsen. Die Umsatzwachstumsprognose aus dem Vorjahr, die eine merkliche Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich vorsah, konnte somit deutlich übertroffen werden. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR). Damit konnte das prognostizierte merkliche absolute EBIT-Wachstum erzielt werden. Da die Gesellschaft eine Vertriebsfunktion wahrnimmt, existiert nur ein sehr geringes Anlagevermögen. Die in den Vorräten ausgewiesenen Waren in Höhe von 0,3 Mio. EUR resultieren aus der Abgrenzung unterwegs befindlicher Waren zum Abschlussstichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 3,4 Mio. EUR vermindert. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind durch das Cash Pooling um 9,8 Mio. EUR auf 35,0 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund von 2,2 Mio. EUR höherer Forderungen aus Umsatzsteuer auf 2,8 Mio. EUR gestiegen. Der Bestand an liquiden Mitteln blieb stichtagsbezogen und aufgrund des Cash Pooling mit 0,0 Mio. EUR unverändert. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital auf 20,4 Mio. EUR durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 3,9 Mio. EUR. Die Rückstellungen verminderten sich um 2,4 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund der Rückstellungen für Rückvergütungen an die Kunden sowie der Rückstellungen für Erlösminderungen und für Ertragsteuern. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben sich im Wesentlichen aufgrund von deutlich geringeren internen Verrechnungen zum Stichtag um 6,9 Mio. EUR erhöht. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten um 6,4 Mio. EUR gestiegen. Die Bilanzsumme ist im Ergebnis um 15,1% auf 60,3 Mio. EUR angewachsen. Der aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow betrug im Berichtsjahr 8,7 Mio. EUR. Der Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem Cash Pooling belief sich ebenfalls auf 8,7 Mio. EUR. Aus dem Cash Pooling heraus bestanden Forderungen an die Muttergesellschaft von 35,0 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten war unwesentlich. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Insgesamt gesehen ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend zu bewerten. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die stabile Entwicklung des Getränkemarkts wird sich voraussichtlich fortsetzen. Es wird aber eine große Verschiebung zu Private Label und Aktionskäufen im Discount geben. In beiden Kanälen ist Capri Sun sehr präsent und wird das Markengeschäft im Discount ausbauen. Auf Basis der Wachstumsprognose der Capri Sun Gruppe erwartet die Gesellschaft nach der signifikanten Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2023 für das Geschäftsjahr 2024 eine deutliche Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich. Aufgrund des sogenannten Prinzipalmodells wird damit auch ein entsprechend deutlich höheres absolutes EBIT prognostiziert. 2. Risiken Die nachfolgend aufgeführten Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Im Jahr 2024 werden weiterhin insbesondere die Rohstoff- und Energiemärkte, die wesentlich die Verfügbarkeit und damit auch die Kosten von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien beeinflussen, aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und vor allem aufgrund der allgemein hohen Inflation, kritisch bleiben. Aufgrund des Funktionsprofils der Gesellschaft als Auftragsvertriebspartner wird das Unternehmen aus eventuell steigenden Einstandskosten lokal keine finanzielle Belastung zu tragen haben. Die Gesellschaft kommt nicht umhin, die allgemein stark gestiegenen Kosten in ihren Verkaufspreisen zumindest teilweise zu reflektieren. Dies könnte zu einem Rückgang des Konsums der Produkte führen und eine Stärkung des Hard-Discounts (Lidl und Aldi) mit sich ziehen. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Gesellschaft laufend überwacht. Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegenden Fakturierung in Euro nicht. Etwaigen Ausfallrisiken, die bei Kundenforderungen bestehen könnten, wird durch eine laufende Überwachung der Bonität begegnet, darüber hinaus werden drohende Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Gegen Liquiditätsrisiken und Zahlungsstromschwankungen ist die CSV durch die Finanzierung innerhalb der Capri Sun Gruppe gesichert. Zusätzlich zu den üblichen geschäftsbezogenen Risikofaktoren achten wir auch auf andere bedeutende Risiken, denen wir möglicherweise ausgesetzt sind, wie z. B. Nachhaltigkeits-, politische, Reputations-, Regulierungs-, IT- und Compliance-Risiken. Aufgrund des oben beschriebenen Prinzipalmodells werden die möglichen Auswirkungen der Risiken auf die Gesellschaft insgesamt als eher gering erachtet. Unter Berücksichtigung aller oben genannten Tatsachen sehen die Geschäftsführung und der Konzern die Unternehmensfortführung nicht gefährdet und die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, einschließlich wesentlicher Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, bleibt unverändert. 3. Chancen Die nachfolgend aufgeführten Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Das Erfolgsrezept der Gesellschaft ist, ein permanent qualitativ hochwertiges Produkt anzubieten, das die sich stetig ändernden Erfordernisse des Marktes erfüllt. Mit dem bereits erfolgreich eingeführten Trinkhalm aus Papier und weiterer anstehender innovativer Produktänderungen, wie dem leicht recycelfähigen Beutel, sowie Portfolioerweiterungen, wie dem Capri-Sun Sirup, dem Capri-Sun Bubbles und weiteren Geschmacksrichtungen, werden deutliche Impulse auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft erwartet. Um die Produkte in gleichbleibend hoher Qualität herzustellen, sind eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe aus kontrolliertem und integriertem Anbau und eine durchgehende Qualitätssicherung notwendig. Hierfür verlässt sich die Gesellschaft weiterhin auf die gruppeninterne Qualitätssicherung, welche durch die Zertifizierung des Qualitäts- und Umweltmanagements gesichert wird. Dies ist oberste Prämisse des Unternehmens als Ganzes, um auch weiterhin im Markt erfolgreich zu sein. Der hohe Wiedererkennungswert des Capri-Sun Standbodenbeutels ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Erfolgs der Marke und der Gesellschaft. Trotz der Position als Marktführer im Bereich der Beutelherstellung, entwickeln die konzerninternen Gesellschaften permanent die Qualität des Beutels weiter, um unsere Position zu behaupten. Durch entsprechende Marketingaktivitäten soll die Marke Capri-Sun weiterhin gestärkt werden.
Eppelheim, den 26. Juni 2024 Capri Sun Vertriebs GmbH René Püchner, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capri Sun Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 26. Juni 2024 KPMG
AG
Bähr, Wirtschaftsprüfer Braun, Wirtschaftsprüfer |
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