Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 709661
Vorher
Trend Beverages Vertriebs GmbH
Eingetragen
5.7.2010
Branche
Großhandel mit GetränkenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Der Einkauf und Vertrieb von Getränken. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die geeignet sind, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu fördern. Sie kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen, sowie solche Unternehmen erwerben oder gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicole Becker
seit 4.12.2018
Prokura
Heiko Mink
seit 4.7.2018
Prokura
René Püchner
seit 10.12.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Capri Sun AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Capri Sun AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Capri Sun Vertriebs GmbH

Eppelheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der Capri Sun Vertriebs GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformationen

Sitz der Capri Sun Vertriebs GmbH ist Eppelheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 709661 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Angaben zu angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungszeitpunkt ab 1. Januar 2018 und mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % bei den Entgelten und von 2,10 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Der Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen den Gesellschafter entstanden wie im Vorjahr aus dem Cash Pooling heraus. Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen ist wie im Vorjahr geringer als ein Jahr.

Latente Steuern

Der Steuersatz für die Berechnung latenter Steuern beträgt 29,83 %. Im Wesentlichen resultieren im Saldo aktive latente Steuern aus Differenzen handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Wertansätze für Rückstellungen. Der Ansatz unterbleibt in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts.

Rückstellungen

Die auf Direktzusagen der Gesellschaft begründeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 4.075. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 81.

Die Steuerrückstellungen sind vollumfänglich kurzfristiger Art.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Erlösminderungen und Werbekostenzuschüssen an Kunden (TEUR 5.900), Rückstellungen für erwartete Ansprüche der Mitarbeiter aus einem Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 1.309, wovon TEUR 799 langfristig sind, Rückstellungen für Pfand (TEUR 433), Mitarbeiterboni (TEUR 384), ausstehende Rechnungen (TEUR 331), sowie Urlaubs- und Gleitzeitverpflichtungen (TEUR 53).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 26.610 haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von ihnen bestehen TEUR 206 gegenüber verbundenen Unternehmen und TEUR 21.595 gegenüber dem Gesellschafter. Diese resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Haftungsverhältnisse bestehen keine.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betragen TEUR 307 (Vj. TEUR 323). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet-/Leasingverträgen.

Diese Verträge betreffen: Grundstücke TEUR 114
Fahrzeuge TEUR 193

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffend Grundstücke bestehen in Höhe von TEUR 114 gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt ein Jahr. Die Vertragslaufzeiten betreffend Fahrzeuge betragen zwischen ein bis drei Jahre.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse
- Erlöse für Handelswaren 209.464 182.827
- Sonstige Erlöse 769 1.347
Bruttoerlöse 210.233 184.174
Erlösschmälerungen -25.277 -22.226
Nettoerlöse 184.956 161.948

Im Geschäftsjahr 2023 entfielen bei der Capri Sun Vertriebs GmbH 66,0 % der Umsatzerlöse auf den Verkauf von Fertigprodukten der Marke Capri-Sun und 34,0 % auf den Verkauf von Private-Label-Produkten. 85,0 % des Umsatzes mit Fertigprodukten resultierten aus dem Verkauf von 200ml Trinkpacks, 12,9 % aus 330ml Trinkpacks, 0,7 % aus 330ml Dosen (Bubbles), 1,3 % aus 600ml PET-Flaschen (Sirup) und 0,1 % aus dem Verkauf von 250ml Dosen der Marke AIN, sowie sonstigen Dienstleistungen.

Der Umsatz wurde überwiegend in Deutschland erzielt. Im Berichtsjahr entfielen 82,8 % des Nettoumsatzes auf Deutschland (TEUR 153.135), 5,5 % auf Österreich (TEUR 10.081), 2,3 % auf Frankreich (TEUR 4.236), 2,1 % auf Italien (TEUR 3.795) und 1,8 % auf die Schweiz (TEUR 3.375). Die restlichen Umsätze wurden in anderen europäischen Ländern erzielt.

Periodenfremder Ertrag nach § 285 Nr. 32 HGB

In den sonstigen betrieblichen Erträgen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 516 enthalten.

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2023 2022
Vertrieb 52 54
Administration 2 2
54 56

Angaben der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Geschäftsführer ist: René Püchner, Diplom Kaufmann

Unterlassen von Angaben gemäß § 286 HGB

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mutterunternehmen bei Konzernzugehörigkeit gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Capri Sun Group Holding AG, Baar/Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 28 für die Abschlussprüfungsleistungen. Darüber hinaus haben die Abschlussprüfer die Vollständigkeitserklärung gemäß § 11 VerpackG für 2023 geprüft und hierfür TEUR 8 Honorar in Rechnung gestellt. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

Angabe zu mittelbaren Verpflichtungen gemäß Artikel 28 EGHGB

Es bestehen keine mittelbaren Verpflichtungen.

Ergebnisverwendung gemäß § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 3.894 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Eppelheim, den 26. Juni 2024

Capri Sun Vertriebs GmbH

René Püchner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
Vortrag zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.060,89 3.384,64 0,00 14.445,53
11.060,89 3.384,64 0,00 14.445,53
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.001,89 1.972,64 0,00 8.974,53
7.001,89 1.972,64 0,00 8.974,53
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.471,00 4.059,00
5.471,00 4.059,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 5.471,00 4.059,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 308.116,35 725.951,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.104.185,33 25.515.217,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.713,40 43.588,42
3. Forderungen gegen Gesellschafter 35.032.544,14 25.199.703,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.825.247,24 643.607,63
60.007.690,11 51.402.116,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
60.315.806,46 52.128.068,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 270.957,95
60.321.277,46 52.403.085,71

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 16.434.343,90 13.738.753,47
III. Jahresüberschuss 3.893.980,20 2.695.590,43
20.353.324,10 16.459.343,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.074.558,00 4.004.967,00
2. Steuerrückstellungen 373.212,65 683.702,53
3. Sonstige Rückstellungen 8.909.728,60 11.064.739,09
13.357.499,25 15.753.408,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.597.318,02 4.973.133,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206.201,90 345.731,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 21.594.826,46 14.712.779,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten 212.107,73 158.688,92
davon aus Steuern EUR 55.124,58 (Vj. EUR 56.884,59)
26.610.454,11 20.190.333,19
D. Passive latente Steuern 0,00 0,00
60.321.277,46 52.403.085,71

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 184.956.286,95 161.947.937,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 802.706,59 455.034,39
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 358,04 (Vj. EUR 488,02)
185.758.993,54 162.402.971,98
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 151.190.088,17 126.239.610,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.256.395,71 4.441.905,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 830.647,20 1.297.511,06
davon für Altersversorgung EUR 62.354,88 (Vj. EUR 540.535,32)
5.087.042,91 5.739.416,17
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.972,64 3.536,05
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.855.982,42 26.371.710,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 934,68 (Vj. EUR 562,30)
7. Zinsen und ähnliche Erträge 1.087.958,56 123.391,52
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.087.958,56 (Vj. EUR 122.310,52)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99.759,52 84.679,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
davon Aufzinsung Rückstellungen EUR 89.632,00 (Vj. EUR 84.665,00)
988.199,04 38.712,52
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.704.552,15 1.369.928,09
10. Ergebnis nach Steuern 3.907.554,29 2.717.483,00
11. Sonstige Steuern 13.574,09 21.892,57
12. Jahresüberschuss 3.893.980,20 2.695.590,43

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell, Ziele und Strategien der Gesellschaft

Die Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim (im Folgenden kurz: "CSV" oder "Gesellschaft"), vertreibt fruchthaltige Getränke in flexiblen Kleinverpackungen und hat seit dem 1. August 2018 die Vertriebsfunktion im Rahmen eines sogenannten Prinzipalmodells in der Capri Sun Gruppe für die Märkte Deutschland, Österreich und teilweise Schweiz übernommen, das einen Anpassungsmechanismus im Hinblick auf das operative Ergebnis vorsieht, der ein Margenniveau vergleichbarer, nicht kontrollierter Unternehmen gewährleistet.

Seit Einführung des Prinzipalmodells stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Geschäftsführung dar.

Ein Großteil der Produkte, die im Wesentlichen von der Capri Sun AG, Baar/Schweiz, bezogen werden, vermarktet die Gesellschaft unter dem Namen Capri-Sun. Die Unternehmensgruppe ist mit der Marke Capri-Sun seit vielen Jahren in vielen Ländern, wie Deutschland, Belgien, Österreich, Tschechien und Dänemark, Marktführer im Bereich der flexiblen Kleinverpackungen. Ziel der Capri Sun Unternehmensgruppe ist, das nachhaltigste und am besten schmeckende Kindergetränk der Welt zu sein. Im Zuge einer einheitlichen Kommunikationsstrategie und der Internationalisierung wurde Anfang 2017 Capri-Sonne im deutschsprachigen Raum in Capri-Sun umbenannt. International war die Marke Capri-Sun bereits zuvor bekannt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war vor allem von der weiter stark steigenden Inflation entscheidend geprägt. Die Konsumenten wechseln immer mehr zum Discount und zu Angebotskäufern.

Gemäß Nielsen Market Track1 war 2023 der Absatz in Litern alkoholfreier Getränke ("AFG") in Deutschland, einem der wichtigsten indirekten Absatzmärkte der Gesellschaft, erneut rückläufig und mit -1,8% geringfügig stärker als im Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung waren ähnlich wie im Vorjahr die Segmente Wasser (-4,4%), Fruchtsäfte (-7,7%) und Fruchtnektare (-9,2%). Aber auch Eistee und Smoothies lagen merklich unter Vorjahr. Ein Grund für diese Entwicklung wird auch in den inflationsbedingt höheren Preisen gesehen. Wachstumssegmente waren erneut Energy-Drinks (13,0%), aromatisiertes Wasser (4,9%), Colagetränke (2,9%) sowie flüssige Sportgetränke (16,9%). 1

Der Umsatz alkoholfreier Getränke in Deutschland lag dagegen mit 8,6% deutlich über Vorjahr. In sämtlichen Segmenten wurden merkliche bis starke Umsatzzuwächse trotz teils geringeren Absätzen realisiert, allen voran flüssige Sportgetränke (39,3%), Energydrinks (12,0%), Fruchtsaftgetränke ohne CO 2 (16,8%) und Colagetränke (9,9%), aber auch Limonaden und fruchtsafthaltige Getränke konnten um 8,8% zulegen. 1

Das Segment der Capri Sun, fruchthaltige Getränke <=500ml, ist im Berichtsjahr in Deutschland um 1,0% in der Menge in Litern und im Umsatz um 15,7% gestiegen und entwickelte sich damit deutlich besser als der AFG-Durchschnitt. 1

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Nettoumsatz der CSV im Wesentlichen verkaufspreisbedingt um insgesamt 14,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der bedeutendste Absatzmarkt war dabei weiterhin Deutschland mit den 200 ml-Trinkpacks.

1 Unternehmensspezifische Marktstudie erstellt durch NielsenIQ (Germany) GmbH, Frankfurt am Main, Stand: Dezember 2023.

Die Bruttomarge, berechnet als Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen lag im Berichtsjahr mit 18,3% um 3,8%-Punkte unter Vorjahr.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigten Arbeitnehmer hat sich um zwei auf 54 vermindert. Der Personalaufwand insgesamt hat sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen für Altersversorgung merklich vermindert.

Die CSV arbeitete auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent nach den Umweltrichtlinien der Capri Sun Gruppe, welche vor allem die Vermeidung von Umweltbelastungen durch Abfälle, Emissionen und Abwässer vorsehen, soweit es die Tätigkeiten einer Vertriebsgesellschaft betrifft. Die umweltschonende Entsorgung von entstandenen Abfällen ist für die Capri Sun Gruppe ein wichtiges Thema, ebenso wie die permanente Anpassung und Optimierung der Vorgaben aus der ISO-Zertifizierung des Herstellers der vertriebenen Handelswaren. Der Hersteller der Handelswaren, welche die Gesellschaft vertreibt, verbessert und sichert den vorhandenen Qualitätsstandard ab, um Produktrisiken weitestgehend ausschließen zu können.

3. Ertragslage, Finanzlage und Vermögenslage

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen verkaufspreisbedingt um 23,0 Mio. EUR auf 185,0 Mio. EUR gewachsen. Die Umsatzwachstumsprognose aus dem Vorjahr, die eine merkliche Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich vorsah, konnte somit deutlich übertroffen werden.

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR). Damit konnte das prognostizierte merkliche absolute EBIT-Wachstum erzielt werden.

Da die Gesellschaft eine Vertriebsfunktion wahrnimmt, existiert nur ein sehr geringes Anlagevermögen.

Die in den Vorräten ausgewiesenen Waren in Höhe von 0,3 Mio. EUR resultieren aus der Abgrenzung unterwegs befindlicher Waren zum Abschlussstichtag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 3,4 Mio. EUR vermindert. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind durch das Cash Pooling um 9,8 Mio. EUR auf 35,0 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund von 2,2 Mio. EUR höherer Forderungen aus Umsatzsteuer auf 2,8 Mio. EUR gestiegen.

Der Bestand an liquiden Mitteln blieb stichtagsbezogen und aufgrund des Cash Pooling mit 0,0 Mio. EUR unverändert.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital auf 20,4 Mio. EUR durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 3,9 Mio. EUR.

Die Rückstellungen verminderten sich um 2,4 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund der Rückstellungen für Rückvergütungen an die Kunden sowie der Rückstellungen für Erlösminderungen und für Ertragsteuern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben sich im Wesentlichen aufgrund von deutlich geringeren internen Verrechnungen zum Stichtag um 6,9 Mio. EUR erhöht. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten um 6,4 Mio. EUR gestiegen.

Die Bilanzsumme ist im Ergebnis um 15,1% auf 60,3 Mio. EUR angewachsen.

Der aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow betrug im Berichtsjahr 8,7 Mio. EUR. Der Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem Cash Pooling belief sich ebenfalls auf 8,7 Mio. EUR. Aus dem Cash Pooling heraus bestanden Forderungen an die Muttergesellschaft von 35,0 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten war unwesentlich. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Insgesamt gesehen ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend zu bewerten.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die stabile Entwicklung des Getränkemarkts wird sich voraussichtlich fortsetzen. Es wird aber eine große Verschiebung zu Private Label und Aktionskäufen im Discount geben. In beiden Kanälen ist Capri Sun sehr präsent und wird das Markengeschäft im Discount ausbauen.

Auf Basis der Wachstumsprognose der Capri Sun Gruppe erwartet die Gesellschaft nach der signifikanten Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2023 für das Geschäftsjahr 2024 eine deutliche Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich. Aufgrund des sogenannten Prinzipalmodells wird damit auch ein entsprechend deutlich höheres absolutes EBIT prognostiziert.

2. Risiken

Die nachfolgend aufgeführten Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Im Jahr 2024 werden weiterhin insbesondere die Rohstoff- und Energiemärkte, die wesentlich die Verfügbarkeit und damit auch die Kosten von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien beeinflussen, aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und vor allem aufgrund der allgemein hohen Inflation, kritisch bleiben. Aufgrund des Funktionsprofils der Gesellschaft als Auftragsvertriebspartner wird das Unternehmen aus eventuell steigenden Einstandskosten lokal keine finanzielle Belastung zu tragen haben.

Die Gesellschaft kommt nicht umhin, die allgemein stark gestiegenen Kosten in ihren Verkaufspreisen zumindest teilweise zu reflektieren. Dies könnte zu einem Rückgang des Konsums der Produkte führen und eine Stärkung des Hard-Discounts (Lidl und Aldi) mit sich ziehen.

Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Gesellschaft laufend überwacht.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegenden Fakturierung in Euro nicht.

Etwaigen Ausfallrisiken, die bei Kundenforderungen bestehen könnten, wird durch eine laufende Überwachung der Bonität begegnet, darüber hinaus werden drohende Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt.

Gegen Liquiditätsrisiken und Zahlungsstromschwankungen ist die CSV durch die Finanzierung innerhalb der Capri Sun Gruppe gesichert.

Zusätzlich zu den üblichen geschäftsbezogenen Risikofaktoren achten wir auch auf andere bedeutende Risiken, denen wir möglicherweise ausgesetzt sind, wie z. B. Nachhaltigkeits-, politische, Reputations-, Regulierungs-, IT- und Compliance-Risiken.

Aufgrund des oben beschriebenen Prinzipalmodells werden die möglichen Auswirkungen der Risiken auf die Gesellschaft insgesamt als eher gering erachtet.

Unter Berücksichtigung aller oben genannten Tatsachen sehen die Geschäftsführung und der Konzern die Unternehmensfortführung nicht gefährdet und die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, einschließlich wesentlicher Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, bleibt unverändert.

3. Chancen

Die nachfolgend aufgeführten Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Das Erfolgsrezept der Gesellschaft ist, ein permanent qualitativ hochwertiges Produkt anzubieten, das die sich stetig ändernden Erfordernisse des Marktes erfüllt. Mit dem bereits erfolgreich eingeführten Trinkhalm aus Papier und weiterer anstehender innovativer Produktänderungen, wie dem leicht recycelfähigen Beutel, sowie Portfolioerweiterungen, wie dem Capri-Sun Sirup, dem Capri-Sun Bubbles und weiteren Geschmacksrichtungen, werden deutliche Impulse auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft erwartet.

Um die Produkte in gleichbleibend hoher Qualität herzustellen, sind eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe aus kontrolliertem und integriertem Anbau und eine durchgehende Qualitätssicherung notwendig. Hierfür verlässt sich die Gesellschaft weiterhin auf die gruppeninterne Qualitätssicherung, welche durch die Zertifizierung des Qualitäts- und Umweltmanagements gesichert wird. Dies ist oberste Prämisse des Unternehmens als Ganzes, um auch weiterhin im Markt erfolgreich zu sein.

Der hohe Wiedererkennungswert des Capri-Sun Standbodenbeutels ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Erfolgs der Marke und der Gesellschaft. Trotz der Position als Marktführer im Bereich der Beutelherstellung, entwickeln die konzerninternen Gesellschaften permanent die Qualität des Beutels weiter, um unsere Position zu behaupten. Durch entsprechende Marketingaktivitäten soll die Marke Capri-Sun weiterhin gestärkt werden.

 

Eppelheim, den 26. Juni 2024

Capri Sun Vertriebs GmbH

René Püchner, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Capri Sun Vertriebs GmbH, Eppelheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capri Sun Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 26. Juni 2024

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