Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 79237
Eingetragen
19.2.2007
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der Vertrieb, das Marketing, die Wartung und Reparatur von Videoüberwachungs-, Einbruchsmelde- und Zutrittskontrollsystemen sowie damit verbundener Software und Netzwerkinfrastruktur und Datenübertragungs- und kommunikationsanlagen und damit zusammenhängende Schulungen, das Halten und Verwalten von Beteiligungen, sowie alle mit dem Unternehmensgegenstand in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen und ähnlichen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schaller
seit 7.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Germany
30.000 €
75.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xortec GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Xortec GmbH - im Folgenden auch "Xortec" oder "Gesellschaft" genannt - ist in Deutschland eines der führenden Distributionsunternehmen im Bereich Sicherheits- und Netzwerktechnik, insbesondere im Bereich Videoüberwachungsanlagen.

Wir bieten eine breite Palette professioneller Sicherheitstechniklösungen renommierter Hersteller an. Unser Produktsortiment enthält ca. 10.000 Produkte inklusive das jeweils passende Zubehör.

Die Kunden der Xortec sind ausschließlich Kunden aus dem B2B-Bereich. Dazu zählen im Wesentlichen Facherrichter für Sicherheitstechnik, Sub-Distributoren, regionale Händler, Elektrounternehmen sowie Wiederverkäufer.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 von verschiedenen Ereignissen beeinflusst. Als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung kann der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland herangezogen werden.

Nach einem deutlichen Einbruch des Index im Jahr 2022 zeichnete sich in den ersten Monaten des Jahres 2023 eine leichte Entspannung ab. Der Höhepunkt dieser Erholung wurde im April 2023 erreicht, in der Folge verlor der Geschäftsklimaindex deutlich um 6,7 Punkte auf 86,4 Punkte. Betrachtet man speziell den Handel, beurteilen die Unternehmen die aktuelle Lage deutlich schlechter als zuvor.

Die Branchenentwicklung ist von der grundsätzlichen wirtschaftlichen Entwicklung nicht abgekoppelt. So hat der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. in seiner Herbst-Konjunktur-Umfrage ein zwiespältiges Lagebild im Sicherheitsmarkt festgestellt.

Der Umfrage zufolge verzeichnet der private Sektor mit der Note 3,05 (Frühjahr 2023: 2,92) und der gewerbliche Sektor mit der Note 2,14 (Frühjahr 2023: 2,07) das viertschlechteste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2010. Selbst bei öffentlichen Auftraggebern ist die Geschäftslage wieder etwas rückläufig (2,51 zu 2,47).

Erneut zeigt sich, dass sich die tatsächliche Lage, im Unterschied zu den oben genannten Umfragewerten, im Bereich Videosicherheit einigermaßen stabil gezeigt hat und insgesamt nur mit leichten Verlusten zu kämpfen hatte. Dagegen verzeichnet der Bereich Zutritt einen leichten Aufschwung.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz, der der bedeutsamste Leistungsindikator der Gesellschaft ist, lag im Berichtsjahr bei TEUR 19.306 und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 21.113. Während die Niederlassung Berlin (Plan TEUR 1,9, Ist TEUR 2,2) die Planwerte überschreiten konnte, konnten Regensburg/München (Plan TEUR 4,7, Ist: TEUR 3,7) und Frankfurt (Plan TEUR 16, Ist TEUR 11,8) die Planwerte sehr deutlich nicht einstellen. Hamburg hat den Plan knapp verfehlt (Plan TEUR 1,65, Ist TEUR 1,57). Aufgrund der sich in Bayern abzeichnenden Entwicklung wurden die Vertriebskapazitäten Ende 2023 deutlich aufgestockt.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 2.258 über dem Vorjahreswert von TEUR 1.993. Hintergrund sind im Jahr 2023 erstmals besetze Stellen. Die Mitarbeiteranzahl beträgt 35 (inkl. Geschäftsführer und Auszubildende) und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahreswerts.

Das operative Ergebnis (EBITDA) lag mit TEUR 1.749 deutlich unter dem vorangegangenen Berichtsjahr (TEUR 2.526). Hauptursache dafür ist der im Vergleich zum Vorjahr fehlende Umsatz bei vergleichbarer Kostenstruktur.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 592 nach Steuern (Vorjahr TEUR 446) ab.

Die geplanten Umsatzziele für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 24.261 konnten mit dem erzielten Umsatz von TEUR 19.306 deutlich nicht realisiert werden. Die Ursachen liegen neben dem sich schwach entwickelnden Marktumfeld in der weiterhin aktiven Umstrukturierung und im Ausbau des Vertriebs, der aufgrund des schwierigen Umfelds (Fachkräftemangel), auch im Jahr 2023 nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. In der zweiten Jahreshälfte 2023 konnte ein Gesamtvertriebsleiter für das Unternehmen gewonnen werden. Mit ihm zusammen erfolgte der weitere Umbau der Vertriebsmannschaft zu einem offensiver aufgestellten Vertriebsteam. Das noch im letzten Prognosebericht avisierte Vorsteuerergebnis (ohne Zinsaufwendungen) von TEUR 2.005 konnte mit TEUR 1.394 nicht erreicht werden. Wesentliche Einflussgröße ist hier ebenfalls der sich nicht wie vorhergesehen abzeichnende Umsatz, gerade im Dezember war der Ergebnisbeitrag deutlich schwächer als erwartet.

Im Jahr 2023 haben wir verstärkt Wettbewerbsaktivitäten wahrgenommen, die mittels leichtem Drehen an der Preisschraube versuchten, Marktanteile hinzuzugewinnen. Gleichzeitig nehmen wir herstellerseitig wahr, dass es eine gewisse Margenverschiebung hin zum Hersteller gibt, was unsere Rohertragsmarge etwas unter Druck geraten lässt.

Auch wenn wir die gesteckten Umsatz- und Ergebnisziele aufgrund der Marktgegebenheiten und der oben dargestellten Personalsituation nicht erreichen konnten, ist das Jahr 2023 trotz eines unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes für die Gesellschaft dennoch stabil und positiv verlaufen.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Xortec GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,6% von TEUR 21.113 auf TEUR 19.306 gefallen. Das Betriebsergebnis vor Steuern reduzierte sich von TEUR 2.095 um TEUR 1.158 auf TEUR 937. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine Fremdfinanzierung der Gesellschaft (Zinszahlungen) und die im Vergleich zum Vorjahr und Plan nicht realisierten Umsätze bei einer ähnlichen Kostenstruktur.

Betrachtet man den Materialaufwand, stellt man fest, dass dieser im Vergleich zum Vorjahr nur um 5 % gesunken ist, die Umsatzerlöse aber um 8,6%. Bei einem ähnlichen Lagerbestandsvolumen hat das Unternehmen etwas an Rohmarge einbüßen müssen.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 2.258 über dem Vorjahreswert von TEUR 1.993. Hintergrund sind einerseits im Jahr 2023 besetze Stellen andererseits wurden frei werdende Positionen durch marktgetrieben teurere Mitarbeiter ersetzt.

Die Ertragslage des Unternehmens wird im Wesentlichen durch den im Vergleich zum Plan fehlenden Umsatz belastet. Hinzu kommen eine etwas geringere Rohmarge und gestiegene Kosten (Personal, Miete, Fahrzeuge).

Zum Ende des Geschäftsjahres betrug der Auftragsbestand TEUR 1.400, Mit diesem Wert liegt die Gesellschaft minimal unter dem Jahresdurchschnitt.

Bedeutsame, negative Einflüsse aus der auslaufenden Covid-19-Pandemie und des Russland-Ukrainekrieges auf Umsatz und Ergebnis haben sich im Geschäftsjahr nicht gezeigt, lediglich die allgemeine Stimmung und der Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung tragen negativ bei.

Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Veränderung
EUR
in %
1. Umsatzerlöse 19.305.511,89 21.113.268,22 -1.807.756,33 -8,6%
2. sonstige betriebliche Erträge 118.359,66 258.088,20 -139.728,54 -54,1%
3. Material- und Personalaufwand 16.426.715,58 16.901.972,05 -475.256,47 -2,8%
4. Abschreibungen 368.310,08 372.233,61 -3.923,53 -1,1%
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.248.119,45 1.943.085,76 -694.966,31 -35,8%
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.000,00 3.363,88 76.636,12 >100%
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 524.134,49 62.918,28 461.216,21 >100%
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 344.122,27 1.647.550,50 -1.303.428,23 -79,1%
9. Ergebnis nach Steuern 592.469,68 446.960,10 145.509,58 32,6%
10. sonstige Steuern 2.121,60 1.441,12 680,48 47,2%
11. Jahresüberschuss 590.348,08 445.518,98 144.829,10 32,5%

2.3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Anlagevermögen 2.774 2.926 -152 -5,2%
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.654 2.813 -159 -5,7%
Sach- und Finanzanlagen 120 113 7 6,2%
Umlaufvermögen 8.704 9.074 -370 -4,1%
Bilanzsumme 11.570 11.999 -429 -3,6%

Im Jahr 2023 fanden nur geringfügige Veränderungen der Vermögenslage statt. Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 liegt mit TEUR 11.570 leicht unter dem Vorjahresniveau (TEUR 11.999).

Das geringere Anlagevermögen resultiert aus einer Abschreibung des Firmenwerts in den immateriellen Vermögensgegenständen.

Im Umlaufvermögens zeigt sich ein nahezu gleichbleibender Lagerbestand mit TEUR 2.195 (Vorjahr TEUR 2.244). Die Forderungen aus Lieferung und Leistung fallen mit TEUR 1.788 deutlich geringer als im Vorjahr (TEUR 2.828) aus. Dafür steigt der Kassenbestand auf TEUR 1.357 (Vorjahr TEUR 851), welcher durch ein verbessertes offene Posten-Management erzielt werden konnte.

Darlehensforderung gegen die Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 2.696 (Vorjahreswert: TEUR 2.616). Die Steigerung um TEUR 80 resultiert aus der nachschüssigen Zinszahlung des Gesellschafters

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Eigenkapital 630 40 590 >100%
Rückstellungen 740 853 -113 -13,2%
Verbindlichkeiten 9.430 10.240 -810 -7,9%
Passive latente Steuern 770 866 -96 -11,1%
Bilanzsumme 11.570 11.999 -429 -3,6%

Das Eigenkapital steigt durch den Gewinnvortrag aus 2022 um TEUR 590. Bei den Rückstellungen gab es eine Reduktion von TEUR 408 auf TEUR 295. (Im Wesentlichen wurden die sonstige Rückstellungen um TEUR 77 reduziert, was an der Auflösung der Rückstellungen für die Abwicklung der Verträge mit den ehemaligen Handelsvertretern lag. Die Rückstellungen für Abschlusskosten wurden um TEUR 35 reduziert.

Die Verbindlichkeiten sinken um TEUR 810 auf TEUR 9.430. Hintergrund ist die teilweise Rückführung des Darlehens.

Die Vermögenslage ist geordnet, die Vermögens- und Kapitalstruktur ist so aufgebaut, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen zu jeder Zeit nachkommen kann.

2.3.3 Finanzlage

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Xortec im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ausreichend eigene finanzielle Mittel und ein eingeräumter Kontokorrentkredit mit 750.000 € zur Verfügung. Die eingeräumte Linie wurde zu keiner Zeit vollständig ausgeschöpft. Zum 31.12.2024 war die Kreditlinie nicht gezogen. Weitere Kreditlinien bestehen nicht.

Kapitalflussrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 (Indirekte Methode) 2023 Vorjahr
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 590.348,08 445.518,98
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 368.310,08 372.233,61
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen - 113.191,16 - 302,34
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge - 24.161,41 668.428,14
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 952.611,97 - 3.159.576,59
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 146.940,47 715.488,49
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - - 17.038,67
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 444.134,49 59.554,40
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 344.122,27 1.647.550,50
-/+ Ertragsteuerzahlungen - 525.192,78 - 879.579,21
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.890.041,07 - 147.722,69
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 164.364,09 - 18.617,00
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 51.680,67
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 52.777,08 - 69.237,52
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 715.000,00
- Auszahlung aus der Begebung von Darlehen an Gesellschafter - 2.000.000,00
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 217.141,17 - 2.751.173,85
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens - 700.000,00
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 8.000.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten - 1.043.480,00 - 34.441,15
- Gezahlte Zinsen - 122.887,34 - 42.100,00
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter - 4.000.000,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 1.166.367,34 3.223.458,85
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 506.532,56 324.562,31
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 850.748,02 526.185,71
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.357.280,58 850.748,02

Die Xortec war im Berichtsjahr jederzeit mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet, die zur Gewährleistung eines reibungslosen Geschäftsbetriebs notwendig ist.

3. Risiko- und Chancenbericht

Nach der Verschmelzung der einzelnen Gesellschaften zur Xortec GmbH wurden Strukturen aufgebaut und Prozesse etabliert, die bisher in diesem Umfang nicht vorhanden waren. Hierbei laufen ständige Anpassungen und Optimierungen. Zielstellung ist, auch die Bereiche internes Kontrollsystem entsprechend der Unternehmensentwicklung anzupassen bzw. aufzubauen. Beide Themen werden aktuell durch den Kaufmännischen Leiter und die Geschäftsführung wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Position Gesamtvertriebsleiter neu besetzt. Mit dieser Besetzung wurde eine Neustrukturierung des Vertriebs eingeläutet und dieser verstärkt auf den Vertriebsaußendienst ausgerichtet. Zusätzlich werden 2 Technikerstellen im Frühjahr 2024 geschaffen.

Strategische Entscheidungen werden regelmäßig mit dem Gesellschafterkreis besprochen und abgestimmt. Unterstützung kommt von dort darüber hinaus im kaufmännischen Bereich bei der Analyse des monatlichen Berichtswesens und der daraus abzuleitenden Maßnahmen.

Dank der regelmäßigen Abstimmung zwischen Geschäftsführung und Standortleitung wird zeitnah auf aktuelle Entwicklungen reagiert und der Ausbau von Wettbewerbsvorteilen abgesichert.

Mögliche Risiken aus dem Geschäftsbetrieb sind im nachfolgenden Abschnitt aufgeführt. Nach unserer Einschätzung sind die Risiken derzeit beherrschbar.

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

Der mögliche Ausfall der eigenen IT-Systeme stellt für die Gesellschaft ein grundsätzliches Risiko dar. Dieses Risiko haben wir durch die Einbindung eines externen IT-Dienstleisters erfolgreich reduzieren können. So wurden die Server und Endgeräte mit neuen Schutzmechanismen ausgestattet. Neben internen Datensicherungsmaßnahmen erfolgt eine externe Sicherung der Daten. Grundsätzlich kann der Betrieb bei Ausfall der Unternehmensinfrastruktur über die externen Strukturen weiterbetrieben werden, bis die internen Strukturen wiederhergestellt sind.

Mit der Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten wurden die bisherigen technischen und organisatorischen Maßnahmen überprüft und teilweise angepasst. Etwaige Datenschutzrisiken werden so professionell bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Datenschutz-Grundverordnung wird dabei selbstverständlich als Grundlage angewendet. Der Datenschutzbeauftragte erstattet regelmäßig Bericht an die Geschäftsführung hinsichtlich der vorhandene Datenschutzkonformität der Gesellschaft.

Eine ständige Marktbeobachtung des gesamten Vertriebsteams und der Geschäftsführung helfen, Risiken aufgrund veränderter Wettbewerbssituation, Änderungen der Kundennachfrage oder beispielsweise durch technologischen Wandel frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf reagieren zu können.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu reduzieren, haben wir unser Markenportfolio erweitert und sind heute breiter aufgestellt als zuvor. Dabei setzen wird auf Hersteller, mit denen wir langfristig und vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Veränderung bei der Preisgestaltung, Qualität der Waren und Verfügbarkeit der Waren werden fortlaufend überwacht und bei Bedarf mit den Lieferanten regelmäßig besprochen. Der Herstellermix setzt sich derzeit geografisch aus Asien, Deutschland (Europa) und Nordamerika zusammen.

Spätestens die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben gezeigt, dass weltweite Lieferketten erheblich störanfällig sein können und die gewohnte Bauteilverfügbarkeit nicht mehr gegeben sein muss. Vor diesem Hintergrund hatten wir die Beschaffungswege analysiert und Risiken abgewogen, insbesondere dort, wo wir Lieferverpflichtungen eingegangen sind. Ein verändertes Bestellverhalten und eine deutlich höhere Bevorratung von Waren sind die direkt abgeleiteten Maßnahmen, die auch in der Bilanz sichtbar sind.

Geopolitische Risiken haben durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eine bisher nicht gekannte Bedeutung eingenommen. Mögliche mittel- und langfristige Risiken für die Geschäftstätigkeit der Xortec sind derzeit nicht abschätzbar, auch wenn keine direkten Lieferanten- und Kundenbeziehungen in beide Länder bestehen.

Gerade vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben wir unser Forderungsmanagement überprüft. Die obligatorische Prüfung bei Neukunden sowie die Prüfung der eingeräumten Limits bei Bestandskunden führen dazu, dass wir nur kleinere Einzelfälle mit Zahlungsausfällen zu verzeichnen haben. Sollen Limits überschritten werden, ist die Einzelfallgenehmigung der Geschäftsführung hierzu erforderlich. Dies in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung (Atradius) bei größeren Aufträgen und einem funktionierenden Mahnwesen führt dazu, dass die Risiken aus einem möglichen Zahlungsausfall bei Kunden beherrschbar bleiben. Die Kundenstruktur mit wenigen Großkunden und vielen kleineren Kunden reduziert den möglichen Schaden bei einem potenziellen Zahlungsausfall. Eine Konzentration von Ausfallrisiken durch größere Außenstände bei einzelnen Kunden lag zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die Risiken, die aus dem Geschäftsbetrieb entstehen, werden durch die Kompetenz der Geschäftsführung und der einzelnen Mitarbeiter zuverlässig und sicher beherrscht. Neben den oben dargestellten Risiken sind derzeit keine weiteren Risiken mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Die Xortec hält eine regionale Struktur mit Standorten in Kundennähe sowie technisch versierte Vertriebsmitarbeiter vor Ort vor. Sicherlich verursacht die Aufrechterhaltung dieser Struktur Kosten, die man einsparen könnte, wir sind aber der Überzeugung, dass diese Kosten sehr gut investiert sind, um weitere Kunden zu gewinnen und den Umsatz mit Bestandskunden auszubauen.

Unser Produktportfolio wird den Markterfordernissen angepasst. Auch künftige Entwicklungen und Kundenbedarfe werden bei der Auswahl neuer Hersteller und Produkte einbezogen. Sicherlich sind die klassischen Sicherheitstechnik-Bereiche (Video, Einbruch, Zutrittskontrolle etc.) primär im Fokus, aber auch artverwandte Bereich im Elektronik-Umfeld werden von uns permanent beobachtet und überprüft, ob sich eine Ausweitung des Geschäftsfeldes anbietet.

Bisher erst teilweise genutzte Chancen durch die Optimierung der internen Organisation werden in den kommenden Geschäftsjahren sukzessive genutzt werden, sodass viele Synergien durch eine einheitliche Struktur gehoben werden können (Logistik, Vertrieb, Marketing, Personal etc.). Investitionen in Personal sind geplant, vorwiegend in den Bereichen technischer Support und Vertrieb. Insgesamt steht das Investitionsprogramm unter dem Stichwort Professionalisierung, sowohl personell als auch was Systeme, Shop, Vertriebsinformationssystem etc. betrifft.

Neben organischem Wachstum setzt die Xortec weiter auf passende Zukäufe in Deutschland bzw. ggf. im europäischen Ausland. Mittelfristige Zielstellung ist, ein europäischer Distributor zu werden, der im jeweiligen Markt zu den führenden Unternehmen zählt.

4. Prognosebericht

Das erste Quartal 2024 lief im Umsatz mit TEUR 5.200 über Vorjahr (TEUR 4.879) und im Plan (TEUR 5.256). Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird als sehr positiv bewertet, es ist davon auszugehen, dass Umsatz- und Ergebnisplanung für 2024 erreicht werden können. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Umsatz von TEUR 24.261 geplant. Als Ergebnis vor Steuern, Firmenwertabschreibungen und Zinsen sind TEUR 2.360 geplant, inklusive dieser Kosten ist ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 851 geplant.

 

Frankfurt am Main 13. Mai 2024

Michael Schaller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.774.419,09 2.925.588,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.654.359,09 2.812.524,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.454.053,00 2.760.811,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 200.306,09 51.713,00
II. Sachanlagen 120.060,00 113.064,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.060,00 113.064,00
B. Umlaufvermögen 8.704.305,51 9.073.780,73
I. Vorräte 2.195.095,00 2.244.127,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.151.929,93 5.978.905,16
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.695.881,11 2.615.881,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.003.333,34
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.456.048,82 3.363.024,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.357.280,58 850.748,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.548,79 0,00
Aktiva 11.570.273,39 11.999.368,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 630.348,08 40.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40.000,00
II. Jahresüberschuss 590.348,08
B. Rückstellungen 739.587,12 852.778,28
C. Verbindlichkeiten 9.430.256,36 10.240.247,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.357.767,15 8.020.818,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.357.767,15 8.020.818,28
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.072.489,21 2.219.429,68
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.072.489,21 2.219.429,68
D. Passive latente Steuern 770.081,83 866.342,49
Passiva 11.570.273,39 11.999.368,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.255.576,42 6.462.460,84
2. Personalaufwand 2.258.420,45 1.993.076,47
a) Löhne und Gehälter 1.858.229,04 1.655.690,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 400.191,41 337.385,80
davon für Altersversorgung 19.168,48 10.617,91
3. Abschreibungen 368.310,08 372.233,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 368.310,08 372.233,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.248.119,45 1.943.085,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 8.544,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.000,00 3.363,88
davon aus verbundenen Unternehmen 80.000,00 3.333,34
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 524.134,49 62.918,28
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 344.122,27 1.647.550,50
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 96.260,66
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 866.342,49
8. Ergebnis nach Steuern 592.469,68 446.960,10
9. sonstige Steuern 2.121,60 1.441,12
10. Jahresüberschuss 590.348,08 445.518,98
11. Ausschüttung 445.518,98
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Xortec GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: HR B 79237

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände haben eine Nutzungsdauer von 2 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mit dem aktivischen Unterschiedsbetrag aus der Verschmelzung angesetzt und um die planmäßige Abschreibung vermindert. Es wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angenommen und linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und gegeben falls außerplanmäßig abgeschrieben. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Nutzungsdauer der diversen Anlagegüter reicht von 3 bis 25 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Als Verbrauchsfolgeverfahren, zur Ermittlung der Anschaffungskosten der Waren, wird das Durchschnittswertverfahren angewendet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind jeweils zu Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als Erfüllungsbetrag ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Angaben zu Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.

Der im Rahmen der Verschmelzungen aufgedeckte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt insgesamt EUR 3.067.570,09 und ihm wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren wird angenommen, da die Xortec GmbH Vorteile aus den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen der ehemaligen Tochtergesellschaften zieht und die Geschäfte diesem Rahmen fortführen kann. Die Abnutzung erfolgt linear und beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr EUR 306.758,00.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.788 (Vj.: TEUR 2.828), die Forderungen gegenüber Gesellschafter bestehen aus einem Darlehen TEUR 2.083 (Vj.: TEUR 2.003) mit einer Restlaufzeit weniger als 5 Jahre und einer Rückforderung aus einer Vorabausschüttung in Höhe von TEUR 613 (Vj.: TEUR 613). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 668 (Vj.: TEUR 535) bestehen im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 596 (Vj.: TEUR 509) für das Vorjahr und das aktuelle betreffende Geschäftsjahr.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die für das Vorjahr noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 133 (Vj.: TEUR 125), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 5 (Vj.: TEUR 82) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 93 (Vj.: TEUR 101).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon Beträge mit einer Restlaufzeit von
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
I. Gegenüber Kreditinstituten 7.357.767,15 1.304.350,00 1.913.040,00 4.140.377,15
II. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.092,44 31.092,44
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.838.370,27 1.838.370,27
III. sonstige Verbindlichkeiten 203.026,50 203.026,50
Summe 9.430.256,36 3.376.839,21 1.913.040,00 4.140.377,15

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 7.357.767,15 EUR (Vorjahr: 8.020.818,28 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Sicherungsgeber Sicherheit
Xortec GmbH • Verpfändung aller gegenwärtigen und zukünftigen Kontoguthaben auf deutschen Bankkonten
• Sicherungsabtretung aller Forderungen gegen Gruppengesellschaften aus gruppeninternen Darlehen; Kunden aus Lieferungen und Leistungen und gegen Versicherungsunternehmen aus Versicherungen
• Sicherungsübereignung des beweglichen Anlage- und Umlaufvermögens
BCP Security Holding GmbH; Herrn Hubert Irka; Herrn Markus Busemann Verpfändung aller gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsanteile an der Xortec GmbH und der mit diesem zusammenhängenden Rechten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 203 (Vj: TEUR 1.276) haben eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 159 (Vj: TEUR 326).

Die passiven latenten Steuern 770TEUR (Vj: 866TEUR) betreffen ausschließlich temporäre Differenzen und resultieren aus der Aktivierung des Geschäfts- und Firmenwertes aufgrund der Verschmelzung der 3 Beteiligungsgesellschaften auf die Xortec GmbH zum 01.01.2022. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 31,38 % angesetzt und nicht abgezinst. Es entstanden durch die Auflösung latenter Steuern Erträge in Höhe von TEUR 96.

IV. Erläuterungen zur GuV

Umsatzerlöse

Die Umsätze werden ausschließlich mit Kunden aus dem B2B-Bereich erzielt. Dazu zählen im Wesentlichen Facherrichter für Sicherheitstechnik, Sub-Distributoren, regionale Händler, Elektrounternehmen sowie Wiederverkäufer.

Der Gesamtumsatz in EURO, der überwiegend aus dem Vertrieb von Überwachungssystemen und deren Software besteht, teilt sich wie folgt geographisch auf:

2023 2022
DE 18.837.728,31 20.724.574,52
Drittland 128.126,26 84.205,57
EU 339.657,32 304.488,13
Gesamt 19.305.511,89 21.113.268,22

Die Aufteilung nach Brachen lässt sich wie folgt vornehmen:

2023 2022
Endkunde 406.378,97 227.860,20
Errichter 1.546.3629,51 17.446.204,26
Großhändler 9.637.44,11 963.834,46
Industrie 34.666,36 40.150,74
Mobile 572.102,30 633.042,78
Onliner 1.864.990,64 1.802.175,78
Gesamt 19.305.511,89 21.113.268,22

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (Vj.: TEUR 1), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 33 (Vj.: TEUR 121), Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 7 (Vj.: TEUR 5), Gewinn aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 25) sowie aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge Kfz/Firmenfahrräder in Höhe von TEUR 57 (Vj.: TEUR 41).

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Waren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 9), , Aufwendungen für Raummieten in Höhe von TEUR 334 (Vj.: TEUR 233), Fahrzeugaufwendungen in Höhe von TEUR 102 (Vj.: 77) , Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 79 (Vj.: TEUR 63) , Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEUR 203 (Vj.: TEUR 660), Instandhaltungs- und Wartungskosten in Höhe von TEUR 225 (Vj.: TEURT 192), Rechts - und Beratungskosten in Höhe von TEUR 31 Vj.: TEUR 189), Buchführungskosten incl. Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 73 (Vj.: TEUR 128), Nebenkosten des Geldverkehres in Höhe von TEUR 21 (Vj.: TEUR 230) sowie sonstige Kosten in Höhe von TEUR 109 (Vj.: TEUR 100).

Die Xortec GmbH hat im Mai 2023 ein neues größeres Lager bezogen, wodurch die Kosten für Mieten und Nebenkosten auch 2023 weiter stark angestiegen sind. Durch den Ausbau des Vertriebsnetzes über Außendienstmitarbeiter wurden weitere Fahrzeuge geleast und führten zu einem erhöhten Aufwand bei den KfZ-Kosten.

Zinserträge und ähnliche Erträge

Die Zinserträge und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen den Zinsertrag für die Forderung gegen Gesellschafter TEUR 80 (Vj: TEUR 3).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Beschaffung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 42) sowie die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 524 (Vj. TEUR 21).

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf die normale Geschäftstätigkeit.

Passive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB angesetzt und resultieren aus dem Geschäfts- und Firmenwert. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 31,05 % berücksichtigt.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Organen

Geschäftsführung:

Herrn Michael Schaller, Frankfurt am Main

Der Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführer beruft sich die Gesellschaft auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 32 (Vj: 32) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon sind 24 männlich und 8 weiblich. Die 2 Auszubildenden und der Geschäftsführer sind in der angegebenen Zahl nicht berücksichtigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen künftige Aufwendungen für Betriebspacht-, Miet- und Leasingverträge noch nicht erfüllten Beschaffungsverträgen. Der Gesamtbetrag der daraus resultierenden künftigen Zahlungsverpflichtungen gliedert sich wie folgt:

Gesamtbetrag davon zu leisten innerhalb 1 Jahres > 1 bis 5 Jahre
Geschäftsraum-Mietverträge 1.367.661,35 273.532,27 1.094.129,08 €
Mobilien-Leasingverträge 90.615,02 41.843,76 48.771,26 €
Gesamt 1.458.276,37 315.376,03 1.142.900,34 €

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft schlägt vor den Gewinn in Höhe von 590.348,08 EUR an die Gesellschafter auszuschütten.

 

Frankfurt am Main, den 13. Mai 2024

gez. Michael Schaller, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.338,26 3.369,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.067.570,09
3. geleistete Anzahlungen 0 160.995,09
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.181.908,35 164.364,09
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.749,20 52.777,08 4.053,00
Summe Sachanlagen 194.749,20 52.777,08 4.053,00
Summe Anlagevermögen 3.376.657,55 217.141,17 4.053,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.707,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.067.570,09
3. geleistete Anzahlungen 160.995,09
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.346.272,44
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.473,28
Summe Sachanlagen 243.473,28
Summe Anlagevermögen 0 3.589.745,72
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.625,26 15.771,00 78.396,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 306.759,09 306.758,00 613.517,09
3. geleistete Anzahlungen 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 369.384,35 322.529,00 691.913,35
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.632,20 45.781,08 123.413,28
Summe Sachanlagen 77.632,20 45.781,08 0 0 123.413,28
Summe Anlagevermögen 447.016,55 368.310,08 0 0 815.326,63
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.311,00 51.713,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.454.053,00 2.760.811,00
3. geleistete Anzahlungen 160.995,09 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.654.359,09 2.812.524,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.060,00 113.064,00
Summe Sachanlagen 0 120.060,00 113.064,00
Summe Anlagevermögen 0 2.774.419,09 2.925.588,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurde die größenabhängige Erleichterung nach § 276 S. 1 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xortec GmbH, Frankfurt am Main

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Xortec GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xortec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 13. Mai 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faßhauer, Wirtschaftsprüfer

Mielchen, Wirtschaftsprüfer

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