Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 11096
Eingetragen
16.2.1989
Branche
Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und NahrungsfettenGroßhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Groß- und Import- und Einzelhandel mit Eiern und Geflügel, sowie die Herstellung von gefärbten Eiern, sowie die Herstellung von und der Handel mit Eierprodukten aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Hennes
seit 26.2.2025
Geschäftsführer
Marco Hennes
seit 17.3.2020
Geschäftsführer
Hermann Josef Hennes
seit 23.1.2003
Geschäftsführer
Karl-Heinz Hennes
seit 23.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

90.00% identifiziert10.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LB Hennes GmbH & Co. KGEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hermann-Josef Hennes
Euskirchen
112.500 DM
45.00%
Karl Heinz Hennes
Euskirchen
225.000 DM
45.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eierhof Hennes GmbH

Euskirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

EIERHOF HENNES GMBH, EUSKIRCHEN

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.099.472,75 3.507.717,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 129.510,75 132.566,25
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.472,00 33.730,00
2. Geleistete Anzahlungen 86.038,75 98.836,25
II. Sachanlagen 4.969.462,00 3.374.650,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.018,00 28.306,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.188.722,00 1.497.218,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.126.722,00 1.388.352,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 630.000,00 460.774,30
III. Finanzanlagen 500,00 500,00
Sonstige Ausleihungen 500,00 500,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.108.106,58 24.228.933,04
I. Vorräte 4.285.351,60 5.099.292,77
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 977.184,44 1.031.639,76
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.308.167,16 4.067.653,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.784.078,01 16.134.181,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.585.874,08 14.855.235,35
2. Sonstige Vermögensgegenstände 198.203,93 1.278.945,87
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.038.676,97 2.995.459,05
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.291,89 33.326,60
28.231.871,22 27.769.976,69

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 12.954.413,99 9.911.446,47
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnrücklagen 3.449,00 3.449,00
Andere Gewinnrücklagen 3.449,00 3.449,00
III. Bilanzgewinn 12.695.319,05 9.652.351,53
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.138.811,40 1.813.274,57
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 976.016,09 962.936,80
2. Steuerrückstellungen 856.790,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.306.005,31 850.337,77
C. VERBINDLICHKEITEN 12.138.645,83 16.045.255,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.962.898,29 2.938.434,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.436.724,29 7.181.888,15
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.739.023,25 5.924.933,14
- davon aus Steuern: € 547.629,77 (Vorjahr: € 948.040,38)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 186.580,60 (Vorjahr: € 107.297,55)
28.231.871,22 27.769.976,69

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 170.461.052,15 159.518.358,72
2. Sonstige betriebliche Erträge 384.484,24 742.026,78
3. Materialaufwand 144.465.080,27 138.859.311,86
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 143.485.372,08 137.719.077,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 979.708,19 1.140.234,56
4. Rohergebnis 26.380.456,12 21.401.073,64
5. Personalaufwand 11.899.916,33 10.618.876,26
a) Löhne und Gehälter 10.052.344,68 8.844.182,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.847.571,65 1.774.693,51
- davon für Altersversorgung: € 18.212,16 (Vorjahr: € 43.820,82)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.043.746,35 893.705,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.383.741,24 9.527.422,76
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.320,55 15,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 129.038,43 64.535,63
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 857.665,80 365,50
11. Ergebnis nach Steuern 3.069.668,52 296.182,85
12. Sonstige Steuern 26.701,00 25.181,00
13. Jahresüberschuss 3.042.967,52 271.001,85
14. Gewinnvortrag 9.652.351,53 9.381.349,68
15. Bilanzgewinn 12.695.319,05 9.652.351,53

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

EIERHOF HENNES GMBH, EUSKIRCHEN

A. Allgemeine Angaben

Die Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter HRB 11096 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Eierhof Hennes GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 HGB als große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 1 Satz 1 und 2 sowie Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Soweit diese Vermögensgegenstände einer Abnutzung unterliegen, wird der Ansatz um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen, die entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfolgen, vermindert.

Für die im Berichtsjahr angeschafften geringwertigen Anlagegüter (Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 ohne Umsatzsteuer) wurde die Bewertungsvereinfachung nach § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen und die Anschaffungskosten im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird gemäß § 272 Abs. 1 Satz 2 HGB mit seinem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Basis von versicherungsmathematischen Berechnungen nach dem Teilwertverfahren angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet.

Bei der Bildung von sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Sämtliche Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich ebenfalls aus dieser Anlage.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung von T€ 69 (Vorjahr T€ 70) gebildet worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 14.586 (Vorjahr T€ 14.855) betreffen in Höhe von T€ 760 (Vorjahr T€ 1.961) Forderungen gegen nahestehende Unternehmen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen T€ 118 (Vorjahr T€ 0) auf nahestehende Unternehmen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn in Höhe von € 12.695.319,05 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 9.652.351,53 enthalten.

Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 1.975 (Vorjahr T€ 1.894) betrifft unverfallbare Ansprüche der Geschäftsführer. In Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die an die Geschäftsführer verpfändeten Rückdeckungsversicherungen mit einem Zeitwert in Höhe von T€ 999 mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet.

Den verrechneten Vermögensgegenständen und Erfüllungsbeträgen liegen folgende Aufwendungen und Erträge zugrunde:

Aufwendungen Pensionsverpflichtung 81.117,00
Erträge Rückdeckungsversicherung 68.037,71
Saldo 13.079,29

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,70 %) ermittelt sich wie folgt:

Erfüllungsbetrag auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittszeitraums 1.974.911,00
Erfüllungsbetrag auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszeitraums 1.984.685,00
Unterschiedsbetrag 9.774,00

In Höhe des Unterschiedsbetrages besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen, Abgrenzungen im Personalbereich, Zahlungsumlagen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Pfandrechte gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 50.000,00.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit T€ 60 (Vorjahr T€ 58) Erträge aus der Gewährung von Sachbezügen. Weiterhin sind neutrale Erträge in Höhe von insgesamt T€ 202 (Vorjahr T€ 170) enthalten. Diese enthalten insbesondere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens mit T€ 97 (Vorjahr T€ 54), Erträge aus Schadenersatz mit T€ 3 (Vorjahr T€ 21), Erträge aus Versicherungserstattungen mit T€ 64 (Vorjahr T€ 17) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 30 (Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen unter anderem Vertriebskosten mit T€ 5.051 (Vorjahr T€ 5.053), Pachtaufwendungen mit T€ 949 (Vorjahr T€ 859) und Fahrzeugkosten mit T€ 1.585 (Vorjahr T€ 1.645). Außerdem sind neutrale Aufwendungen in Höhe von T€ 37 (Vorjahr T€ 50) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen und Gebühren für Factoring in Höhe von T€ 56 (Vorjahr T€ 26), Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen und Aktivwerten in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 3) sowie Darlehenszinsen in Höhe von T€ 68 (Vorjahr T€ 36) enthalten. In den Darlehenszinsen sind Zinsen auf Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 10) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zwischen der Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen, und der Gebr. Hennes GmbH & Co. KG, Euskirchen, besteht ein Betriebspachtvertrag über das betriebliche Grundstück mit Inventar. Der Pachtvertrag ist mit einer Frist von zwei Jahren zum Ende eines Wirtschaftsjahres der Eierhof Hennes GmbH kündbar. Die aufgrund des Pachtvertrages an die Gebr. Hennes GmbH & Co. KG zu zahlende Pacht beträgt im Berichtsjahr T€ 949 (Vorjahr T€ 859).

Haftung für fremde Verbindlichkeiten

Es besteht ein Sicherheiten-Poolvertrag zwischen drei verschiedenen Kreditinstituten und verschiedenen nahe stehenden Unternehmen der Eierhof Hennes GmbH, in den die Eierhof Hennes GmbH als Drittsicherungsgeber einbezogen ist. Im Rahmen dieses Vertrages wurde die regenerative Verbrennungsanlage und die Eierkoch-Farbspritz-Maschinenanlage der Eierhof Hennes GmbH den beteiligten Kreditinstituten zur Sicherheit übereignet. Der Buchwert der zur Sicherheit übereigneten Anlagegüter zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 86. Außerdem besteht eine Mitschuldübernahme der Eierhof Hennes GmbH und anderer Unternehmen der Hennes-Gruppe sowie eine Verpfändung der jeweils auf einem Konto bei einer der einbezogenen Banken unterhaltenen, gegenwärtigen und zukünftigen Guthaben zugunsten der jeweils übrigen einbezogenen Banken. Die Höhe der sich hieraus ergebenden Haftung ist aufgrund der volatilen Kontostände nicht bezifferbar.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der in den Sicherheiten-Poolvertrag einbezogenen Gesellschaften und der Erfahrungen der Vergangenheit wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dem Sicherheiten-Poolvertrag als gering eingeschätzt.

Latente Steuern

Nach den Vorschriften des § 274 Abs. 1 HGB sind Rückstellungen für passive latente Steuern (Pflicht) und Forderungen aus latenten Steuern (Wahlrecht) in den Jahresabschluss einzustellen.

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich folgende Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz und daraus resultierende latente Steuern:

Unterschiedsbetrag aktiver (+)/passiver (-) handelsbilanzieller Überhang
aktive (+)/passive (-) latente Steuern
-276.334,00 89.698,02
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Passiver handelsbilanzieller Überhang/aktive latente Steuern -276.334,00 89.698,02

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,46 % zu Grunde gelegt.

Dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB folgend verzichtet die Gesellschaft auf die Aktivierung der aktiven Steuerlatenzen von € 89.698,02.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen, sind

Herr Hermann-Josef Hennes, Euskirchen,

Herr Karl-Heinz Hennes, Euskirchen,

Herr Marco Hennes, Euskirchen,

bestellt.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2023 2022
Kaufmännische Mitarbeiter 32 27
Gewerbliche Mitarbeiter 202 196
234 223

Honorar des Abschlussprüfers

- Abschlussprüfungsleistungen T€ 20
- andere Bestätigungsleistungen T€ 4
- Steuerberatungsleistungen T€ 2
- sonstige Leistungen T€ 0

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 12.695.319,05 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Euskirchen, den 28. Oktober 2024

Eierhof Hennes GmbH

Hermann-Josef Hennes, Geschäftsführer

Karl-Heinz Hennes, Geschäftsführer

Marco Hennes, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. November 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 415.848,19 52.735,06 25.516,25 20.358,70 473.740,80
2. Geleistete Anzahlungen 98.836,25 12.718,75 -25.516,25 0,00 86.038,75
514.684,44 65.453,81 0,00 20.358,70 559.779,55
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 220.917,59 0,00 0,00 9.674,11 211.243,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.438.464,55 417.711,69 594.124,30 56.910,51 4.393.390,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.622.160,46 1.395.558,05 0,00 527.581,00 6.490.137,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 460.774,30 763.350,00 -594.124,30 0,00 630.000,00
9.742.316,90 2.576.619,74 0,00 594.165,62 11.724.771,02
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
10.257.501,34 2.642.073,55 0,00 614.524,32 12.285.050,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.118,19 68.501,31 20.350,70 430.268,80
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
382.118,19 68.501,31 20.350,70 430.268,80
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 192.611,09 4.288,00 9.673,61 187.225,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.941.246,55 320.324,99 56.903,51 2.204.668,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.233.808,46 650.632,05 521.025,00 4.363.415,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.367.666,10 975.245,04 587.602,12 6.755.309,02
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
6.749.784,29 1.043.746,35 607.952,82 7.185.577,82
BUCHWERTE
31.12.2023
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.472,00 33.730,00
2. Geleistete Anzahlungen 86.038,75 98.836,25
129.510,75 132.566,25
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.018,00 28.306,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.188.722,00 1.497.218,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.126.722,00 1.388.352,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 630.000,00 460.774,30
4.969.462,00 3.374.650,80
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 500,00 500,00
500,00 500,00
5.099.472,75 3.507.717,05

Verbindlichkeitenspiegel

- -

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag
bis zu 1 Jahr
1 bis 5 Jahren
mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2023 2.962.898,29 289.844,85 2.673.053,44 0,00
(2022) (2.938.434,36) (302.536,07) (2.635.898,29) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2023 5.436.724,29 5.436.724,29 0,00 0,00
(2022) (7.181.888,15) (7.181.888,15) (0,00) (0,00)
- davon gegenüber nahestehenden Unternehmen 2023 678.010,36 678.010,36 0,00 0,00
- davon gegenüber nahestehenden Unternehmen (2022) (809.866,72) (809.866,72) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten
2023 3.739.023,25 3.739.023,25 0,00 0,00
(2022) (5.924.933,14) (5.924.933,14) (0,00) (0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern 2023 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00
- davon gegenüber Gesellschaftern (2022) (950.000,00) (950.000,00) (0,00) (0,00)
- davon gegenüber nahestehenden Unternehmen 2023 2.186.127,69 2.186.127,69 0,00 0,00
- davon gegenüber nahestehenden Unternehmen (2022) (3.304.893,45) (3.304.893,45) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern 2023 547.629,77 547.629,77 0,00 0,00
- davon aus Steuern (2022) (948.040,38) (948.040,38) (0,00) (0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2023 186.580,60 186.580,60 0,00 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (2022) (107.297,55) (107.297,55) (0,00) (0,00)
Gesamt
2023 12.138.645,83 9.465.592,39 2.673.053,44 0,00
(2022) (16.045.255,65) (13.409.357,36) (2.635.898,29) (0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen

Inhaltsverzeichnis des Lageberichts

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a) Auftragslage

b) Beschaffung

c) Absatz

d) Investitionen

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

d) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

b) Ertragsorientierte Risiken

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unternehmensgegenstand ist der Großhandel mit und die Veredelung von Eiern und Eiprodukten.

Als Familienbetrieb in zweiter Generation präsentiert sich unser Unternehmen, der 1954 in Euskirchen gegründete Eierhof Hennes, heute ebenso traditionsbewusst wie innovativ. Der Übergang auf die nächste Generation ist mit der Bestellung von Herrn Marco Hennes zu einem der Geschäftsführer und dem Eintritt von Herrn Marcel Hennes als kaufmännischer Leiter unserer Gesellschaft bereits eingeleitet.

Dank stetigem Wachstum gehören wir zu den modernsten Packstellen Deutschlands. Tag für Tag sammeln wir frisch gelegte Eier auf Hühnerfarmen, prüfen und sortieren sie nach Gewichtsklassen. Lückenlose Kontrollen von der Futterqualität bis hin zum frischen Ei sichern höchstmögliche Qualität.

Wir sind europaweit einer der größten Färbereibetriebe. Hier wie dort verstehen wir uns als leistungsfähiger und kompetenter Partner des Lebensmittelhandels und der verarbeitenden Industrie. Zu unseren Kunden zählen nahezu alle bedeutenden Einzelhandelsketten. Wir setzen uns aktiv mit unseren Kunden, Hochschulen und Lieferanten für mehr Tierwohl ein.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Geschäftsjahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen, u. a. des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Energiekostensteigerungen geprägt. Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2022 noch um 1,8 % anstieg, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) für 2023 einen Rückgang im preisbereinigten BIP von 0,3 %. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur, die sich auch im Jahr 2024 insgesamt weiterhin schwach entwickelt.

Auf der Absatzseite wird unser Geschäft stark vom immerwährenden Preiskampf der Discounter bei Lebensmitteln beeinflusst. Preisänderungen eines Discounters führen in der Regel zu gleichlaufenden Preisänderungen auf breiter Front und beeinflussen entsprechend die Verkaufspreise.

Auf der Beschaffungsseite ist die Nachfrage des Handels nach Eiern aus regionaler deutscher Erzeugung ungebrochen. Wir haben uns durch den Aufbau eines Netzes an eigenen Hühnerfarmen einen unmittelbaren Zugang zu deutschen Eiern gesichert. Hier ist in 2023 kein weiterer Ausbau der Kapazitäten erfolgt. In 2024 ist ein Zukauf von Kapazitäten bereits erfolgt und weitere Zukäufe sind beabsichtig.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war ein sehr gutes Jahr. Es konnte eine weitere Umsatzsteigerung verzeichnet werden und ein gegenüber dem Vorjahr erheblich besseres Ergebnis ausgewiesen werden.

a) Auftragslage

Die Auftragslage war sehr gut.

b) Beschaffung

Durch den gestiegenen Absatz auf der Seite des Einzelhandels und die reduzierte Anzahl an Landwirten, die ihre Eier unter den Kriterien der "KAT" erzeugen, ist der Stückpreis je Ei aufgrund der knappen Versorgungssituation überproportional zu den Erzeugerkosten gestiegen. Der Erzeugerpreisindex für Eier in Deutschland lag in 2023 bei 156,1. Damit waren die Erzeugerpreise für diese Kategorie um 56,1 Prozent höher als im Referenzjahr 2020.

Durch den hohen Anteil an Eiern aus eigener Erzeugung und durch frühzeitig abgeschlossene Kontrakte mit Fremdbetrieben zu Festpreisen konnte der teure Zukauf von Eiern, weit über dem Deckungswert der Verkaufspreise, kompensiert werden. Daher erfolgte der Wareneinkauf in der Mischkalkulation zu günstigen und kalkulierbaren Preisen, was wesentlich zu dem sehr guten Ergebnis in 2023 beigetragen hat.

c) Absatz

Die Verbrauchernachfrage nach Konsumeiern war in 2023 sehr hoch und der Pro-Kopf-Verbrauch stieg 2023 nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) auf 236 Eier und liegt damit in etwa auf dem Niveau von 2019.

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher, die in 2022 wegen deutlicher Preissteigerungen bei Eiern im Handel zu verzeichnen war, gab es in 2023 nicht mehr. Das Preisniveau im Handel ist seit Mitte 2022 nahezu stabil geblieben. Das preisstabile Ei ist in Zeiten anhaltender Inflation offensichtlich eine preisgünstige Alternative zu anderen teuren, tierischen Eiweißlieferanten (Fleisch- und Wurstwaren; Fisch).

Die bereits in 2022 erkennbare Verschiebung der Verbrauchernachfrage von hochpreisigen Bio-Eiern zu preisgünstigeren Bodenhaltungs- oder Freilandeiern hat sich in 2023 fortgesetzt, stabilisiert sich jedoch leicht zum Jahresende.

Aufgrund gestiegener Verkaufspreise und einer nochmaligen Steigerung der sortierten Mengen hat sich eine deutliche Umsatzsteigerung von rd. 6,9 % gegenüber dem Vorjahr ergeben.

d) Investitionen

Die Investitionen betragen im Jahr 2023 insgesamt TEUR 2.642 und haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.569) deutlich erhöht. Hiervon entfallen TEUR 65 auf die Anschaffung von und geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 1.181 auf die Anschaffung von und geleistete Anzahlungen auf Maschinen und Betriebsvorrichtungen, TEUR 1.194 auf die Anschaffung von Fahrzeugen, TEUR 147 auf die Anschaffung von sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung und TEUR 55 auf die Anschaffung von geringwertigen Anlagegütern mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 800.

3. Lage

Die Lage der Gesellschaft kann im Geschäftsjahr 2023 als sehr gut bezeichnet werden. Die eher vorsichtigen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung wurden deutlich übertroffen, was in erster Linie durch die Vorteile im Wareneinkauf begründet ist. Hinzu kam eine positive Entwicklung der Verkaufspreise und die Hinzu- und Wiedergewinnung von Kunden. Daher hat auch die Umsatzsteigerung zur Ergebnisverbesserung beigetragen.

a) Ertragslage

Die Ertragslage ist durch folgende Eckdaten geprägt:

Das Rohergebnis hat sich auf rd. EUR 26,38 Mio. gegenüber dem Vorjahr (rd. EUR 21,40 Mio.) deutlich verbessert (+ 23,3 %).

Die betrieblichen Kosten erhöhten sich in Summe gegenüber dem Vorjahr um rd. 6,2 % (Anstieg um EUR 1.303 Tsd.).

Dabei gab es eine Erhöhung der Personalkosten um rd. TEUR 1.281 und eine Erhöhung der Abschreibungen um rd. TEUR 150. Die Vertriebskosten verringerten sich um TEUR 2.

Bei den Betriebskosten gab es einen Rückgang um rd. TEUR 10. Dabei erhöhte sich die Betriebspacht um TEUR 90, während sich die Fahrzeugkosten um TEUR 60 und die übrigen Betriebskosten um TEUR 40 verringerten. Dabei verringerten sich die Grundstücks- und Raumkosten nochmal deutlich um TEUR 155, weil wieder weniger Lagerflächen angepachtet wurden. Im Gegenzug erhöhten sich die Instandhaltungs- und Wartungskosten um TEUR 78 und die Versicherungen, Beiträge und Abgaben um TEUR 37.

Die Verwaltungskosten reduzierten sich per Saldo um TEUR 118.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 390 auf TEUR 182 (-68,2 %).

Aufgrund des deutlich verbesserten Rohergebnisses erhöhte sich entsprechend auch das Betriebsergebnis auf TEUR 3.860 (Vorjahr: TEUR 216).

Das neutrale Ergebnis verbesserte sich um rd. TEUR 47, während sich das Finanzergebnis aufgrund des erhöhten Zinsaufwandes um TEUR 62 verschlechterte. Es ergibt sich danach ein gegenüber dem Vorjahr (TEUR 55) zwar verringerter, aber mit TEUR 40 immer noch positiver saldierter Ergebnisbeitrag.

Der Ertragsteueraufwand beträgt TEUR 857. Im Vorjahr fielen keine Ertragsteuern an.

Als Jahresergebnis konnte danach ein enorm gesteigerter Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.043 ausgewiesen werden, nach TEUR 271 im Vorjahr.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut.

Der Liquiditätsbestand beträgt TEUR 4.039 (Vorjahr TEUR 2.996) und erhöhte sich bei verbesserter Geschäftsentwicklung um TEUR 1.043 gegenüber dem Vorjahr. Der Debitorenbestand verringerte sich um TEUR 271 gegenüber dem Vorjahr.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss des Jahres 2023 um rd. TEUR 3.043 auf TEUR 12.954 erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich, nach dem Rückgang im Vorjahr, wieder auf 45,9 % gegenüber 35,7 % im Vorjahr.

d) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Herstellung und Verarbeitung von Eiern ist zwangsläufig mit Eingriffen in die Umwelt und Auswirkungen auf unser Umfeld verbunden. Unser Ziel ist es, diese Einflüsse möglichst gering zu halten. Der Umweltschutz nimmt deshalb als Unternehmensziel einen hohen Stellenwert ein. Wir arbeiten kontinuierlich an der Reduzierung von Luftverunreinigungen sowie von Lärm, der z. B. durch den Betrieb von Maschinen entsteht.

Als Lebensmittelunternehmen sind wir uns unserer besonderen ökologischen Verantwortung bewusst und setzen uns aktiv für den Umwelt- und Tierschutz ein.

Durch zielgerichtete Nachhaltigkeitsbemühungen, wie dem Ausbau unserer Eigenstromerzeugung (Photovoltaik), der Optimierung unserer Produktionsprozesse nach Ressourceneffizienz und der Erneuerung unseres Fuhrparks arbeiten wir an der Reduzierung unserer Energie- und Wasserverbräuche sowie der Emission von Treibhausgasen. Die seit 2022 jährlich durchgeführten externen Nachhaltigkeitsbewertungen (EcoVadis) dienen uns dabei als Fortschrittskontrolle unserer Bemühungen und zeigen uns gleichzeitig weitere Verbesserungspotentiale auf.

Im Hinblick auf die Verbesserung unserer Energieeffizienz stellt die für das erste Quartal 2025 vorgesehene Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 perspektivisch den nächsten großen Meilenstein dar.

Wir stellen sicher, dass die maßgeblichen Tierschutzgesetze eingehalten werden. Darüber hinaus setzen wir uns aktiv mit unseren Kunden, Hochschulen und Lieferanten für mehr Tierwohl ein und unternehmen Anstrengungen, um über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Standards zu erfüllen.

III. Prognosebericht

Der deutsche Eiermarkt befindet sich mit dem bevorstehenden Verbot der Käfighaltung und dem Verbot des Kükentötens in einer Umbruchphase.

Neben dem anhaltenden weltwirtschaftlichen Krisenszenario ist der Eiermarkt unverändert volatil mit Preisschwankungen, bedingt durch eine knappe Warenversorgung von packstellenfähigen Schaleneiern für den Einzelhandel. Gleichzeitig stagniert der deutsche Legehennenbestand da durch langwierige Genehmigungsverfahren mit geringer Erfolgsaussicht kaum noch neue Haltungsplätze für Legehennen hinzukommen. Diese enormen Unsicherheiten über die künftige Entwicklung erschweren die Erstellung verlässlicher Planungen.

Vor diesem Hintergrund lassen sich folgende Aussagen für das Jahr 2024 treffen:

Für das Jahr 2024 erwarten wir weiter steigende Absätze. Bedingt durch die Versorgungssituation sind in 2024 jedoch saisonbedingt durch Versorgungsengpässe zeitweilige Margenverluste zu erwarten, was sich im Gesamtergebnis über die zu erwartende Absatzsteigerung und hohe Eigenproduktion relativiert.

Die Nachfrage von Verbrauchern, Gastronomen und der Industrie war in 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 tendenziell hoch bei einem eher knappen Angebot. In Deutschland wird diese Knappheit verstärkt durch die Eigenverpflichtung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH), nur noch OKT-Eier (ohne Kükentöten) anzubieten. Eier sind für den Verbraucher aufgrund der guten Nährwerte und einem deutlich geringen Preis je Kilogramm im Vergleich zu anderen tierischen Produkten attraktiv. In den Vorjahren noch als teuer bezeichnet, wird das Ei bei weiterhin anhaltender Inflation immer preisattraktiver für den Verbraucher.

Auf der Beschaffungsseite haben sich einzelne Rahmenbedingungen der Erzeugung von Konsumeiern positiv entwickelt (sinkende Futtermittel- und Energiepreise). Der zunehmende Arbeitskräftemangel und die weiter fortschreitende Bürokratisierung des Produktionsgeschehens erschweren jedoch die Produktionsbedingungen. Das Angebot an Schaleneiern wird weiterhin knapp bleiben, wodurch der Eipreis weiterhin konstant auf einem hohen Niveau erwartet wird. Dies führt dazu, dass der Preis konstant deutlich über den Herstellungskosten von Schaleneiern liegt.

Aufgrund der hohen Eigenproduktion an Eiern in der Unternehmensgruppe und einer guten Vertragsstruktur mit den an uns angeschlossenen Legehennenhaltern, wird angesichts der beständig hohen Nachfrage auf dem Absatzmarkt auch in 2024 eine gute Ertragslage mit einem nochmals gegenüber 2023 deutlich verbesserten Ergebnis erwartet.

Aufgrund behördlicher Auflagen (TA-Luft), langer Lieferfristen bei der Materialbeschaffung und inflationärer Preisentwicklungen sind insbesondere bauliche Investitionen unverändert schwierig. Der Ausbau oder Neubau von Legehennenkapazitäten, selbst in strukturschwachen Gebieten, trifft immer wieder auf einen großen Widerstand in der lokalen Bevölkerung.

In 2021 ist die technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft, kurz TA-Luft, in novellierter Form in Kraft getreten. Mit neuen Anforderungen regelt sie seitdem die Ermittlung und Beurteilung von luftgetragenen Schadstoffimmissionen, die bei allen Bauvorhaben auch in der Tierhaltung zu berücksichtigen sind. Werden die in der TA-Luft festgelegten Reduktionswerte für Immissionen wie: Geruch, Ammoniak, Stickstoff und Staub nicht eingehalten, erteilen die Behörden keine Baugenehmigungen für Umbaumaßnahmen an Bestandanlagen. Da es für Legehennenställe noch keine zugelassenen Abluftreinigungsanlagen gibt, die nachweislich die Förderung der TA-Luft erfüllen, gestaltet sich eine Planung für Umbaumaßnahmen als auch Neubauten sehr schwierig.

Die Energiewende und die angestrebte Klimaneutralität stellen alle energieintensiven Unternehmen vor große Herausforderungen. Der Ausbau der Kapazitäten von Photovoltaikanlagen auf den Betriebsgebäuden hat zu einer gewissen Unabhängigkeit von den steigenden Energiekosten beigetragen.

Die Eierhof Hennes GmbH unternimmt weiterhin alle erforderlichen Anstrengungen, um auch zukünftig als innovativer und zuverlässiger Partner gegenüber allen Interessengruppen aufzutreten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir am Eiermarkt unverändert darin, die Kundenwünsche nach bestimmten Produktqualitäten und -mengen mit den Möglichkeiten der Eierlieferanten in Gleichklang zu halten. Unverändert zum Vorjahr, auch aufgrund der hohen Preise, zeigt sich eine Kauftendenz zum Preiseinstiegsprodukt der Bodenhaltungseier. Die Nachfrage nach Freilandeiern und insbesondere Bioeiern bleibt auf einem konstant geringerem Niveau als erwartet.

Die allgemein erwartete, deutlich negative Bestandsentwicklung bei den Legehennenbeständen aufgrund der stark gestiegenen Junghennenpreise hat sich auch bis Jahresbeginn 2024 noch nicht ergeben. Die Bestände lagen um 4 % höher als im Vorjahr. In den Monaten Januar bis März 2024 zeigte sich, wie im Vorjahr, weiterhin eine leicht steigende Tendenz im Einlagevolumen von Bruteiern. Somit stehen dem Markt mehr OKT-Küken (plus 6 % in den Monaten Januar bis März 2024) bzw. spätere OKT-Junghennen, welche die Produktionsbasis der Konsumeier für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Deutschland bilden, zur Verfügung. Der Anteil der Bruderhahnaufzucht zur Erfüllung von OKT ist deutlich rückläufig. In-Ovo-Verfahren finden vermehrt Anwendung. Ihr Anteil wird derzeit auf rund 70 % beziffert. Maßnahmen der Branche wie eine Kontraktfindung mit "ZKHL" (5D= Brut; Aufzucht; Haltung; Sortierung; Fütterung müssen in Deutschland erfolgen) könnten zu einer weiteren Verknappung der Aufzuchtkapazitäten führen.

Der Preisdruck auf der Absatzseite ist durch die konstant extreme Konkurrenzsituation auf dem Lebensmittelmarkt unverändert hoch.

Im Bereich der Qualitätssicherung haben wir alle möglichen Anstrengungen unternommen und diese werden diesbezüglich auch regelmäßig und nachhaltig überprüft. Die größeren Risiken bestehen aufgrund von äußeren Einwirkungen die wir nicht beeinflussen können, wie z. B. durch den Fipronil Skandal, eines Dioxinbefalls oder einer Pandemie. Der Ausbruch der Vogelgrippe in Legehennenställen hat sich zu einem nachhaltigen Problem entwickelt und wird besonders teuer bei Projekten mit Bruderhahnaufzucht.

b) Ertragsorientierte Risiken

Es besteht in der Branche weiterhin ein enormer Wettbewerbsdruck, der nur durch die Diversifizierung unseres Leistungsangebots aufgefangen werden kann.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der unverändert sehr guten Liquiditätslage und der hohen Eigenkapitalausstattung unseres Unternehmens ist kein Liquiditätsrisiko zu erkennen.

Die Liquiditätslage ist gut und wird sich auch bei unsicheren Ertragsaussichten voraussichtlich nicht wesentlich verschlechtern. Engpässe sind daher nicht zu erwarten.

2. Chancenbericht

Chancen ergeben sich insbesondere auch durch unsere weiter fortgesetzte Strategie der Stärkung der Unabhängigkeit von fremdbestimmten Lieferanten durch den Betrieb von eigenen Hühnerfarmen in nahestehenden Unternehmen und der Haltung von eigenen Hühnern in fremden Ställen. Dies schafft sowohl Flexibilität und vermindert die Risiken einer schwierigen Marktsituation.

Chancen ergeben sich auch durch das frühzeitige Erkennen der sich ändernden Marktbedingungen hinsichtlich der zunehmenden Tierwohlauflagen. Gute Perspektiven ergeben sich durch den auch in 2023 unverändert hohen und gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern sowie der Ausweitung des Angebots von Nischenprodukten in Bezug auf Tierwohl.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch starke Wettbewerber, nicht vorhersehbaren Entwicklungen bei den Energie- und Futterpreisen und dem immer noch unzureichenden Preisniveau auf der Absatzseite. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Ausstattung sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen überdurchschnittlich solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eine absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ausschließlich über Eigenmittel, Lieferantenkredite und Darlehen von nahestehenden Unternehmen und Personen. Bankkreditlinien werden hierzu nicht in Anspruch genommen.

Im langfristigen Bereich wurden mehrere Investitionskredite, insbesondere für Fahrzeuge, in Anspruch genommen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des potentiellen Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Euskirchen, den 28. Oktober 2024

Eierhof Hennes GmbH

Hermann-Josef Hennes, Geschäftsführer

Karl-Heinz Hennes, Geschäftsführer

Marco Hennes, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eierhof Hennes GmbH, Euskirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. Oktober 2024

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