Rathsmann Baustoffe GmbHLiquidiert
27356 Rotenburg (Wümme), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rathsmann Baustoffe GmbHRotenburg / WümmeJahresabschluss zum 31. Dezember 2008Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008der Rathsmann Baustoffe GmbH1. Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Lage Die Bauwirtschaft konnte auch in 2008 eine Steigerung des baugewerblichen Umsatzes verzeichnen. Dieser, seit drei Jahren anhaltende, Aufwärtstrend wurde durch die im vierten Quartal 2008 eintretende Finanzmarktkrise zunehmend negativ beeinflusst. Im Berichtsjahr 2008 wurden Bauinvestitionen in Höhe von 219,3 Mrd. € getätigt. Dieses entspricht einer Steigerung von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung der Bauinvestitionen wirkten sich vor allem im Bereich Wirtschaftsbau (+ 7,5 %) und im Bereich öffentlicher Bau (+ 1,8 %) aus. Der Wohnungsbau stieg um marginale 0,8 %. Diese Entwicklung war alleine auf die Investitionen in Werterhöhende Maßnahmen im bestehenden Bestand zurückzuführen. Der private Wohnungsneubau sank im Vergleich zum Vorjahr um weitere 2,0 %. Die Baugenehmigungszahlen für Wohngebäude sind seit Jahren rückläufig. Die Genehmigungen für Wirtschaftsbauten stiegen im gleichen Zeitraum um fast 16,0 % an. Die Lage der Baubranche im Privatkundenbereich ist als äußerst angespannt anzusehen. Der private Wohnungsneubau sank in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um weitere 2%. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten sanken laut statistischem Bundesamt in 2008 um 4,4%. Lediglich der Wirtschaftsbau konnte in 2008 einen leichten Auftragszuwachs verbuchen. Zusätzlich wird die Situation vieler Unternehmen der Baubranche durch die zunehmend restriktive Kreditgewährung der Banken erschwert. In Folge dessen verlängert sich auch für den Baustoffhandel die Frist der Liquidierung der Ausgangsrechnungen. Die wirtschaftliche Situation des deutschen Baustoff- Fachhandels ist derzeit sehr unbefriedigend. 30 - 40 % der Betriebe schreiben rote Zahlen, 40 - 50 % der Betriebe erreichen ausgeglichene bis schwach positive Jahresergebnisse. Wirtschaftliches Umfeld der Rathsmann Baustoffe GmbH Der Verlauf des Geschäftsjahres 2008 ist für die Rathsmann Baustoffe GmbH trotz der gesamtwirtschaftlichen Lage als positiv zu bezeichnen. Die Gesellschaft konnte ihre Marktposition behaupten und weiter ausbauen. Der Umsatz erhöhte sich um 20,7 % und wurde ausschließlich mit Baustoffen generiert. Im gleichen Zeitraum konnten die BDB-Mitglieder im Durchschnitt nur einen Umsatzzuwachs von 1,5 % generieren. Im BDB-Verband sank die Beschäftigtenzahl um 0,25 % und die Forderungen erhöhten sich um 17,3 %. Der Geschäftsverlauf der eigenen Gesellschaft kann als zufrieden stellend bezeichnet werden. Es wurde eine Umsatzsteigerung erreicht und zusätzliches Personal eingestellt. Die Investitionstätigkeit hielt sich im Rahmen der Vorjahre. Das Jahresergebnis hat sich trotz weiter steigender Kosten und trotz des steigenden Wettbewerbsdrucks leicht verbessert. Investitionen Im Geschäftsjahr 2008 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 64,3 getätigt. Es wurden durchschnittlich 55 Mitarbeiter (2007: 53 Mitarbeiter) beschäftigt. 2. Lage der Gesellschaft Die in 2008 vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen haben sich positiv auf das Ergebnis der Gesellschaft ausgewirkt. Das Geschäftsjahr 2008 schließt die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss von T€ 3,6 ab. Damit liegt noch eine bilanzielle Überschuldung von T€ 190,6 vor. Die bilanzielle Überschuldung wird jedoch durch die stillen Reserven im Vorratsvermögen ausgeglichen. Die Kreditinstitute als vorrangige Gläubiger sind durch bestehende Bürgschaften abgesichert. Neben dem Eigenkapital haben der Gesellschaft jederzeit ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung gestanden. Langfristige Mittel stehen der Gesellschaft im wesentlichen in Form von Darlehen zur Verfügung. Das Anlagevermögen wird zu 313 % durch langfristige Mittel gedeckt. Die Gesellschaft hat Niederlassungen in Rotenburg / Wümme, Soltau und Verden. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben. 4. Voraussichtliche Entwicklung Chancen Im deutschen Baustoffhandel wird für 2009 eine Umsatzstabilisierung als eher unrealistisch angesehen. Die Stimmungsindikatoren gemäß ifo, ZEW, DIHK signalisieren aber, dass die Talsohle erreicht sein könnte. Die Hoffnung ist eine Wiederbelebung der Konjunktur in 2010 und 2011. Dennoch rechnet die Gesellschaft, aufgrund der guten Marktpositionierung, auch in 2009 mit Umsätzen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Wohnbaugenehmigungen verringerten sich in Niedersachsen von 2007 zu 2008 erneut. Dieser Trend wird sich im Geschäftsjahr 2009 fortsetzen. Mit einem kurzfristigen, nachhaltigen Aufschwung im Wohnungsbau ist nicht zu rechnen. Auch im Bereich Wirtschaftsbau wird eine kurzfristigen Wiederbelebung nicht zu erwarten sein. Zugleich sehen wir in der energetischen Modernisierung des Gebäudebestandes eine Chance für die Zukunft. Modernisierungen sind deutlich komplexer als Neubauten, hierzu bedarf es qualifizierter Mitarbeiter, die ganzheitlich beraten können. Die Bundesregierung hat in diesem Bereich umfangreiche konjunkturpolitischen Maßnahmen beschlossen. Zum Maßnahmenkatalog gehört die Ausweitung der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen bei Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Zudem wird die Förderung im CO2 - Gebäudesanierungsprogramm für private Haushalte um 450 Mio. € auf 1,5 Mrd. € angehoben. Diese Maßnahmen werden Impulse auf die Investitionen in den wachsenden Bereich Bauen im Bestand geben. Auch durch die KfW Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" wurden die von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen, positiv beeinflusst. Seit 2005 wurden durch diese Initiative schon ca. 2,33 Mio. Wohnungen saniert. Durch weitere Investitionen in den Bereichen Personal, Ausstellungen und Fuhrpark versuchen wir, uns über zusätzliche und verbesserte Dienstleistungs- und Serviceangebote vom unmittelbaren Wettbewerb abzusetzen. Die geplanten Investitionen beeinflussen zunächst die Liquidität. Eine hiermit einhergehende Ergebnisverbesserung wird jedoch angenommen. Langfristig werden die Ertragsperspektiven als gut eingeschätzt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist gesichert. Risiken der künftigen Entwicklung Die negative Wirkung der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft muss als wesentlichstes Risiko angesehen werden. Da die Kreditinstitute untereinander das Vertrauen verloren haben, könnte die allgemeine Kreditversorgung in der Realwirtschaft gefährdet werden. Vor allem im Bereich Wirtschaftsbau könnte die fehlende Liquidität zu einem Nachfragerückgang führen. Die derzeitige Wirtschaftslage sorgt für eine ständige Kaufkraftabnahme der Kunden. Die Liquidation der Ausgangsrechnungen wird aufgrund der allgemeinen Geldknappheit erschwert. Die Zahlungsmoral ist auch weiterhin schleppend. Diesem Risiko entgegnet die Gesellschaft mit einem straffen Forderungsmanagement. Preiserhöhungen des Wareneinkaufs sowie steigende Lohn- und Gehaltskosten können auch zukünftig nur schwerlich an den Kunden weitergegeben werden. Das Ergebnis könnte hierdurch negativ belastet werden. Ob durch die Wirtschafts- und Finanzkrise mit einer Attraktivitätssteigerung von Immobilien als Anlage- bzw. Altersversorgungsmöglichkeit zu rechnen ist, bleibt abzuwarten.
Rotenburg (Wümme), 22. Juli 2009 Thomas Miesner Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für das Geschäftsjahr 2008Rathsmann Baustoffe GmbH, Rotenburg (Wümme)A. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf. Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gem. § 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Diese Überschuldung wird durch bestehende stille Reserven des Vorratsvermögens, ausgeglichen. Zudem wurde auf die Bildung einer Bilanzierungshilfe für Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen verzichtet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der Rathsmann Baustoffe GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei kam bei allen Anlagegütern die lineare Methode zur Anwendung. Die Abschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter erfolgt nach steuerlichen Vorschriften. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen für Boni, Skonti und Rabatte angesetzt. Das Niederstwertprinzip ist beachtet worden. Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Aufwendungen für Folgejahre und sind zu deren Nennwerten bilanziert. Das gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00. Die Stammeinlage wird zu 100 % von Herrn Thomas Miesner, Scheeßel, gehalten. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips angesetzt. C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage 3a zum Anhang dargestellt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 25.830,88 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen betreffen zu T€ 18 Jahresabschlusskosten und zu T€ 12 Kosten für die Aufbewahrung von Unterlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von € 222.216,00 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Sie sind vollen Umfangs durch Sicherungsübereignung der Lagerbestände und die selbstschuldnerische Bürgschaft einer nahe stehenden Person gesichert. Haftungsverhältnisse bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus den Pachtverträgen über die Betriebsgrundstücke mit einer jährlichen Belastung von € 129.000,00. D. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden 55 Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftsführung wird von Herrn Diplom-Kaufmann Thomas Miesner, Scheeßel, ausgeübt.
Rotenburg (Wümme), 22. Juli 2009 Thomas Miesner Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für OffenlegungszweckeWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rathsmann Baustoffe GmbH, Rotenburg / Wümme für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages / der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, 23. Juli 2009 Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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