SN Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

20539 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 52235
Vorher
Stoltzenberg Nuss GmbH
Eingetragen
16.2.1993
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Im- und Export, Groß- und Einzelhandel sowie Vertrieb und Be- Verarbeitung von frischen und getrockneten Früchten, insbesondere Nüssen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Wolf-Ulrich StoltzenbergUlrich Stoltzenberg Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stoltzenberg Holding GmbH i.Gr.
Germany
200.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stoltzenberg Nuss GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014

I. Überblick

Die Stoltzenberg Nuss GmbH ist ein Handelsunternehmen mit über 50 Jahren Tradition. Nüsse, Nusskerne und Trockenfrüchte, in den verschiedensten Variationen auf höchstem Niveau, werden in der eigenen Rösterei und Packstation veredelt und verarbeitet. Stoltzenberg Nuss ist IFS zertifiziert und arbeitet mit modernster Technik unter Beachtung von Lebensmittelkontrollsystemen wie das HACCP-Konzept. Basis unseres hohen Standards ist die Qualitätskontrolle jedes einzelnen Produktes vom Anbau, über die Veredelung bis hin zur Auslieferung. Dabei überlassen wir nichts dem Zufall, sondern kontrollieren permanent nach strengen Kriterien und erfüllen so höchste Ansprüche.

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Markt

Nach einem jährlichen pro Kopf Verbrauch von Trockenfrüchten von 1,9 Kg pro Person in den Jahren bis 1960, verringerte sich der pro Kopf Verbrauch in Deutschland auf 1,2 kg in den Jahren bis 1990. Seit 1970 ist der pro Kopf Verbrauch nahezu konstant und pendelte sich in den letzten Jahren bei 1,4 kg ein.

Marktimpulse versprechen sich verschiedene Hersteller durch neue Geschmacksvarianten, wie Physalis, neue Mischungen und eine verbreiterte Distribution speziell bei den Discountern. Zusätzlich können deutsche Hersteller durch die Internationalisierung deutscher Lebensmittelhändler von einer sich vergrößernden Reichweite der in Deutschland hergestellten bzw. verarbeiten Produkte profitieren.

Die Häufigkeit des Konsums von Nüssen hat sich in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2013 nicht verändert.

In den letzten Jahren hat sich die Anbieterseite von Nüssen und Trockenfrüchten konsolidiert. Eine nur noch geringe Anzahl namhafter deutscher Anbieter beliefert den deutschen Handel (und deren Auslandstöchter), zusätzlich sind einige ausländische Anbieter im deutschen Markt aktiv.

Weitere wesentliche Einflüsse auf unser Ergebnis ergeben sich durch die immer steigenden Qualitätsvorgaben der Kunden. Wir haben darauf mit einer Verstärkung der Rohstoffanalysen und ansteigenden Qualitätskontrollen reagiert.

Auftragslage und Umsatz

Die Auftragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde mit Umsatzerlösen von 31,5 Mio. EUR der beste Wert in der Geschichte des Unternehmens erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Verbesserung um 4,5 Mio. EUR, bzw. 17% zu verzeichnen. Der Anstieg ist insbesondere im zweiten Halbjahr zu verzeichnen gewesen, im Vergleich zum Vorjahr wurden in diesem Zeitraum die Erlöse mehr als verdoppelt, sie betrugen 5,7 Mio. EUR (im Vorjahreszeitraum 2,7 Mio. EUR). Es manifestiert sich hierbei die Strategie der Abkehr von dem reinen Saisongeschäft hin zu einer besseren Auslastung auch in den sonst umsatzschwachen Monaten durch Ausweitung des Geschäftsvolumens in der Nebensaison

Ergebnis

Das Rohergebnis beträgt durch geringere Produktmarge 5.213 TEUR, im Vorjahr 5.080 TEUR. Im Geschäftsjahr 2013/2014 musste Ware, die zur Lieferung an wesentliche Kunden vereinbart war und die trotz Vereinbarung durch einzelne Lieferanten nicht oder nur in geringerer Menge geliefert werden konnte, zu höheren Kosten bei anderen Stellen bezogen werden. Dieser Umstand wirkte sich neben Skaleneffekten durch die größeren Mengen negativ auf den Rohertrag aus.

Die Prognose aus dem Vorjahr ging für das Geschäftsjahr 2013/2014 von einem Überschuss vor Ergebnisabführung 682 TEUR aus. Entgegen dieser Prognose ist im abgelaufenen Geschäftsjahr vor Ergebnisabführung ein Fehlbetrag von 627 TEUR zu verzeichnen. Der Ergebnisrückgang ist neben dem geringen Rohergebnis im Wesentlichen auf aufgrund der Umsatzsteigerung um rund 320 TEUR gestiegene Fracht- und Verpackungsaufwendungen sowie um 196 TEUR höhere Finanzierungsaufwendungen zurückzuführen. Darüber hinaus wurden Wertberichtigungen und Risikoabschläge auf Vorräte in Höhe von insgesamt 575 TEUR vorgenommen.

Mit dem seit langem Zeitraum erstmalig negativen Ergebnis und den damit einhergehenden Effekten auf die Unternehmenslage ist das Management vor eine herausfordernde Situation gestellt worden. Als Konsequenz daraus wurden spezialisierte Unternehmensberater zur Unterstützung im operativen und finanziellen Steuerungsbereich hinzugezogen. Aus der Zusammenarbeit realisieren sich erste positive Erfolge in konkreten Maßnahmenumsetzungen zur Verbesserung der Lage des Unternehmens.

Vermögenslage

Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,66%, es beträgt mit 10,02 Mio. EUR 89,99% der Bilanzsumme. Die Veränderung ist im Wesentlichen durch eine Steigerung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedingt. Hier macht sich zum Stichtag die Anhebung des Umsatzes in den in den Vorjahren schwachen Monaten des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres bemerkbar.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages blieb das Eigenkapital betragsseitig unverändert. Zum Stichtag 30. Juni 2014 wird eine Eigenkapitalquote von 7,59% (im Vorjahr 8,25%) gezeigt.

Liquidität / Finanzausstattung

Die Flüssigen Mittel liegen mit rund 3% der Bilanzsumme auf dem Vorjahresniveau. Zum Stichtag betrugen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen rund 90,4% der Bilanzsumme. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit -1,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013/2014 negativ, es wirkten sich dabei insbesondere die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Die Finanzierung der Ausweitung des Geschäftes in die Nebensaison erfolgte über eine Anhebung der kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Diese steigen um 1,9 Mio. TEUR 236.

In Zusammenarbeit mit den hinzugezogenen Unternehmensberatern wird die Umsetzung von erforderlichen Maßnahmen für die weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit den finanzierenden Kreditinstituten und die Aufrechterhaltung der bestehenden Kreditfaszilitäten sichergestellt.

Das Management geht davon aus, dass die vorhandenen Bankguthaben und die bestehenden laufenden Kontokorrent- und Saisonlinien eine ausreichende Basis für die zukünftigen Geschäftsaktivitäten darstellen.

Sachinvestitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen Investitionen in den Umbau des gemieteten Baus Brandshofer Deich sowie die Einrichtung vorgenommen. Darüber hinaus sind weitere Investitionen in Verpackungsmaschinen und Arbeitstische vorgenommen worden.

Personal

Unser Unternehmen arbeitet aufgrund der saisonalen Schwankungen in der Auslastung der gewerblichen Mitarbeiter überwiegend mit Zeitarbeitsfirmen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen die entsprechenden Aufwendungen 1,89 Mio. EUR nach im Vorjahr 1,1 Mio. EUR.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren 39 Mitarbeiter fest angestellt, davon sind 29 gewerbliche Mitarbeiter und 10 Angestellte.

Wie in den Vorjahren konnten wir wieder Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen durchführen. Im Mittelpunkt standen dabei Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung und Arbeitsschutz.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird hauptsächlich in den Bereichen Marktanalyse und Studien sowie Befragungen an Schulen, Unternehmen und Universitäten selbstständig durchgeführt und ausgewertet.

III. Chancen und Risiken

Aufgrund der derzeitigen Marktprognosen für die Gesamtwirtschaft als auch für die Lebensmittelindustrie sehen wir moderate Wachstumschancen für das Geschäftsjahr 2014/2015 für die Gesellschaft.

Da sich die bisherige Geschäftsstrategie als in ersten Schritten erfolgreich erwiesen hat, werden wir uns unter anderem weiterhin konsequent auf die Ausschöpfung folgender langfristiger Wachstumspotenziale konzentrieren:

Eröffnung neuer Märkte und Vertriebsstrukturen.

Umstellung der Unternehmensstrukturen vom traditionellen Saisonhandel zu neuen Produkten mit entsprechender Umstellung auch der Unternehmens- und Führungsstruktur.

Verbreiterung der Kundenbasis und Ausweitung des Geschäftsvolumens in der Nebensaison.

Kontinuierliche Beobachtung der Märkte.

Flexibilität bei der Reaktion auf Veränderungen des Marktes und geänderten Kundenanforderungen durch eine schlanke Unternehmensstruktur.

Die finanzierenden Banken haben der Stoltzenberg Nuss GmbH laufende Kontokorrent sowie Saisonlinien bis Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 zur Verfügung gestellt. Aufgrund der sich abzeichnenden Verbesserung in der Ergebnissituation im Zusammenhang mit der laufenden Begleitung durch externe Dritte geht das Management davon aus, dass die erforderlichen Kreditmittel auch weiterhin zur Verfügung gestellt werden.

Markt / Nachfragesituation

Risiken bestehen auf der Nachfrageseite in einer Verschiebung von den traditionellen Nüssen und Trockenfrüchten zu neuen Geschmacksvarianten und Mischprodukten. Wir begegnen diesem Risiko durch die laufende Marktbeobachtung sowie die Einführung neuer Produktlinien und Mischungen.

Dem Risiko der Abhängigkeit von wenigen Großkunden aus dem organisierten Lebensmitteleinzelhandel wird durch die bewusste Ansprache von Kunden mit kleinerem Umsatzpotenzial über neuartige Produkte und Mischungen entgegengetreten.

Ernterisiko

Der Handel mit Naturprodukten ist abhängig von den klimatischen Bedingungen, bzw. den daraus folgenden Qualitäten und Quantitäten der Ernten. Ernteausfälle oder schlechte Qualitäten bringen das Risiko von steigenden Einkaufspreisen für die durch unsere Kunden erwarteten hohen Qualitäten mit sich. Wir begegnen diesem Risiko hauptsächlich durch weltweite Streuung der Bezugsquellen, was uns die Möglichkeit gibt, Ernteausfälle einer Region durch Einkäufe aus anderen Gebieten zu substituieren.

Wechselkursrisiko

Üblicherweise wird rund die Hälfte der Wareneinkäufe in USD abgeschlossen. Der Verkauf wird grundsätzlich in Euro fakturiert. Den Auswirkungen kurz- und mittelfristiger Wechselkursschwankungen wird durch Kurssicherungsmaßnahmen begegnet. Hierfür werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die den Großteil des Warenbezugs in fremder Währung absichern.

Existenzgefährdende Risiken der künftigen Entwicklung sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

IV. Ausblick / Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Mitentscheidend für die zukünftige Geschäftsentwicklung werden neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung die zukünftige Aufstellung des Unternehmens und die erfolgreiche Umsetzung der eingeschlagenen Maßnahmen sein.

Unter den derzeitigen konjunkturellen Gegebenheiten erwartet das Management für das laufende Geschäftsjahr 2014/2015 Umsatzerlöse in etwa auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis könnte u.a. aufgrund der Verbesserung der Roherträge durch Verbesserung der Prozesse im Einkaufs- und Produktionsbereich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der aktuelle Forecast zeigt für das Geschäftsjahr noch einen Fehlbetrag vor Ergebnisabführung von rund 200 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 gehen wir von einer stabilen Geschäftsentwicklung mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus.

Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben können, bestehen nicht.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Hamburg, 28. November 2014

Wolf Ulrich Stoltzenberg

Bilanz

Aktiva

  30.6.2014
EUR
30.6.2013
EUR
A. Anlagevermögen 780.789,25 753.076,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.197,25 8.609,75
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.196,75 8.609,25
II. Sachanlagen 777.492,00 743.366,27
1. technische Anlagen und Maschinen 93.120,00 114.783,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 669.872,00 342.397,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.500,00 286.186,27
III. Finanzanlagen 1.100,00 1.100,00
1. sonstige Finanzanlagen 1.100,00 1.100,00
B. Umlaufvermögen 10.025.611,74 9.059.265,73
I. Vorräte 5.230.531,55 5.539.314,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.405.649,09 3.240.345,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.781.968,98 1.299.153,08
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.623.680,11 1.941.192,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 389.431,10 279.604,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 333.992,53 438.747,93
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.140.393,52 10.251.089,68

Passiva

   
  30.6.2014
EUR
30.6.2013
EUR
A. Eigenkapital 846.121,83 846.121,83
I. gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 333.718,10 333.718,10
III. Gewinnvortrag 312.403,73 312.403,73
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 454.479,24 401.101,21
C. Verbindlichkeiten 9.839.792,45 9.003.866,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.846.961,68 5.845.531,06
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.992.830,77 3.158.335,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.140.393,52 10.251.089,68

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.7.2013 - 30.6.2014
EUR
1.7.2012 - 30.6.2013
EUR
1. Rohergebnis 5.213.163,11 5.080.078,19
2. Personalaufwand 1.424.050,97 1.349.537,74
a) Löhne und Gehälter 1.081.981,84 1.056.188,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 342.069,13 293.349,56
davon für Altersversorgung 90.429,40 54.931,65
3. Abschreibungen 746.868,79 116.875,06
a) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 575.000,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.271.779,60 3.122.757,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.743,94 37.429,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 427.354,03 230.955,67
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -619.146,34 297.381,39
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.833,37 0,00
9. sonstige Steuern 2.687,00 2.946,00
10. Erträge aus Verlustübernahme 626.666,71 0,00
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 294.435,39
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang zum 30.06.2014

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss weist gegenüber dem Vorjahr die gleiche Form der Darstellung auf. Geschäftszweigtypische Ergänzungen in der Gliederung sind nicht vorzunehmen.

Angaben bzw. Erläuterungen zu nicht vergleichbaren oder angepassten Vorjahreszahlen sind nicht notwendig.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren, unter der Inanspruchnahme der Größenabhängigen Erleichterungen gem. § 276 Satz 1 HGB gewählt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Es wurden insbesondere die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB berücksichtigt:

a) Bilanzidentität

b) Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going concern)

c) Einzelbewertung

d) Vorsichtsprinzip

e) Periodenabgrenzung (Realisationsprinzip)

f) Bewertungsstetigkeit.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden anhand der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von ein bis 18 Jahren geschätzt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Es erfolgte eine körperliche Bestandaufnahme. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten definiert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% (i.Vj. 2%) Rechnung getragen.

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sind bei der Bemessung der Rückstellung berücksichtigt worden.

Das in der Handelsbilanz gem. § 253 Abs.2 HGB bestehende Abzinsungsgebot für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr wurde beachtet. Die Abzinsung wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten (durchschnittlichen) Marktzins vorgenommen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten gem. § 253 Abs. 1 zugrunde. Die Berechnung nach der Barwertmethode basiert auf den Richttafeln 2005 von Dr. Klaus Heubeck und der Anwendung eines Zinsfußes von 4,76%; Gehalts- und Rententrends wurden nicht in die Berechnung einbezogen. Die Pensionsrückstellung beträgt unsaldiert Euro 469.551. Diese wird mit der Rückdeckungsversicherung (Zeitwert Euro 356.295,79) saldiert und mit dem Betrag von 113.255,21 Euro ausgewiesen. Auf die Angabe der zugehörigen Verrechnung der Aufwendungen und Erträge wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die handelsrechtliche Verpflichtung der Saldierung mit Planvermögen wurde beachtet (Verrechnungsgebot; § 246 Abs. 2 S.2 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellung für unterwegs befindliche Waren. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr Euro 168.829,39).

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von Euro 1.781.968,38 (Vorjahr Euro 1.299.153,08). Davon betreffen TEuro 744 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEuro 436 (Vorjahr TEuro 208) Darlehensforderungen sowie TEuro 601 (Vorjahr Euro 804 Teuro) Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag nach unterjährig geleisteten Abschlagszahlungen gegenüber der Gesellschafterin.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber Geschäftsführer Euro 346.917,14 (Vorjahr Euro 325.737,68), gewährte Darlehen an Dritte Euro 0,00 (Vorjahr Euro 288.000), Forderungen gegenüber Personal Euro 51.664,29 (Vorjahr Euro 60.029,38) sowie der Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung bereits ausgeschiedener Gesellschafter Euro 41.386,27 (Vorjahr Euro 39.783,18) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge von Euro 439.967,10 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr Euro 713.550,24).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten. Rückstellungen für Personal Euro 24.190,00 (Vorjahr Euro 27.780,00), Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung Euro 53.000,00 (Vorjahr Euro 51.642,50), Rückstellung für Aufbewahrungspflicht Euro 25.379,50 (Vorjahr Euro 25.055,21), Rückstellungen für Unterwegsware 91.171,00 (Vorjahr Euro 0,00)Rückstellung für Prozesskosten Euro 7.657,23 (Vorjahr 61.889,13) und ausstehende Rechnungen Euro 139.826,30 (Vorjahr Euro 85.953,50).

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEuro 9.731,7 (Vorjahr: TEuro 9.002,1).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis fünf Jahren beträgt TEuro 108 (Vorjahr: TEuro 0,00).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Daneben exestieren im Rahmen eines Sicherheiten-Poolvertrages mit der Deutschen Bank und der Commerzbank Raum-Sicherungsübereignungen, eine Globalzession sowie die Abtretung von Ansprüchen aus der Warenkreditversicherung.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

Weder in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen noch in den Verbindlichkeiten sind Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind keine weiteren Geschäfte aufzuzeigen.

Aufwendungen und Erträge

Im Rohergebnis sind periodenfremde Erträge i.H.v. Euro 8.663,09 (Vorjahr Euro 67.376,69) sowie Erträge aus Währungsgewinnen von Euro 325.986,98 (Vorjahr Euro 195.508,26) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen i.H.v. Euro 117.660,45 (Vorjahr Euro 127.099,78). Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung sind, soweit sie den Wareneinkauf betreffen, in Höhe von EUR -226.833,62 (Vorjahr Euro -13.028,93) saldiert im Rohergebnis ausgewiesen.

Sonstige Pflichtangaben

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Wolf Ulrich Stoltzenberg ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer sowie ausgeschiedener Organmitglieder

Wir nehmen die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand 1. Juli 2013 325.737,68
Auszahlungen im Berichtsjahr 7.993,35
Verzinsung 13.186,11
Stand 30. Juni 2014 346.917,14

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Mit der alleinigen Gesellschafterin, Ulrich Stoltzenberg Holding GmbH, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen folgende Forderungen:

Sachverhalte Betrag
Euro
Forderungen aus EAV 601.222,90

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden fünf über ein Kreditinstitut abgeschlossene Devisentermingeschäfte über ein Gesamtbetrag von EUR 2.930.402,95. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgte zu Marktpreisen.

Die Devisentermin- und Optionsgeschäfte dienen der bereits kontrahierten zukünftigen Anschaffung von Rohwaren in Fremdwährungen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Akt. GJ Vorjahr
Arbeiter 29 29
Angestellte 10 10
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 39 39

 

Hamburg, 28.11.2014

Wolf Ulrich Stolzenberg

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hamburg, 20.02.2015

Wolf Ulrich Stoltzenberg als Geschäftsführer der Stoltzenberg Nuss GmbH

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 20.02.2015 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stoltzenberg Nuss GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben den Jahresabschluss nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabsshlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichende sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Freiburg in Breisgau, den 09. Januar 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Göttgens, Wirtschaftsprüfer

Wagner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

27 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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