Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 2766
Eingetragen
27.6.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Veredelung und der Vertrieb von Holz-, Lack- und Metallprodukten. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisse zu bearbeiten, zu erwerben und zu vertreiben. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar dem vorstehenden Zweck zu dienen geeignet scheinen. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen oder übernehmen, sie kann auch Zweigniederlassungen errichten. Der Gesellschaft ist es auch gestattet, ihren Betrieb oder die ihm dienenden Wirtschaftsgüter zu verpachten.

Historie

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Management

NameRolle
Franz-Josef Nitsche
seit 8.3.2007
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

halco gmbh

Coesfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

halco GmbH

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   1.885,00 4.883,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.934,00   64.236,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.311.923,00   856.679,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.238.271,00   1.477.706,00
    2.606.128,00 2.398.621,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   7.511.391,83 6.167.048,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   3.115.777,61 615.701,01
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 2.654.317,61 (€ 339.040,83)      
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   10.534,98 12,13
    13.245.717,42 9.186.266,10

PASSIVA

     
    Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage   5.400.000,00 5.400.000,00
III. Verlustvortrag   -5.385.439,80 -5.378.954,81
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   13.488,36 -6.484,99
B. Rückstellungen   1.379.384,00 1.312.288,53
C. Verbindlichkeiten   11.813.284,86 7.834.417,37
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 10.011.754,51 (€ 6.459.675,56)      
    13.245.717,42 9.186.266,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

halco gmbh

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Rohergebnis 17.246.841,65 16.042.262,99
2. Personalaufwand 11.850.560,76 11.465.838,16
3. Abschreibungen 1.012.772,59 934.793,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.013.956,19 3.298.804,98
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.668,08 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 361.298,06 328.878,05
7. Ergebnis nach Steuern 33.922,13 13.948,76
8. Sonstige Steuern 20.433,77 20.433,75
9. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 13.488,36 -6.484,99

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Firma halco gmbh mit Sitz in Coesfeld, Millenkamp 9, eingetragen beim Amtsgericht Coesfeld unter der Handelsregisternummer HRB 2766 ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss entsprechend den Vorschriften des HGB aufgestellt. Er schließt an den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 an.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es schließt an die Bilanz zum 31.Dezember 2015 an.

Das Gliederungsschema ist im Vergleich zum Vorjahr durch die erstmalige Anwendung der durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB in folgenden Punkten neu: Streichung der bisherigen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis", Einfügung des Postens "Ergebnis nach Steuern" zwischen den Posten " Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und "sonstige Steuern". Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die im Vorjahr ausgewiesenen Beträge wie folgt umgegliedert:

- Umgliederung der "außerordentlichen Erträge" in Höhe von T€ 450 aus Forderungsverzicht in den Posten " sonstige betriebliche Erträge"

- Umgliederung von "sonstigen betrieblichen Erträgen" in Höhe von 74 TEUR in den Posten "Umsatzerlöse"

Infolge erstmaliger Anwendung der durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 nicht mit denen im Geschäftsjahr 2015 vergleichbar. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 25.283 ausgewiesen. Unter Anwendung der nach § 277 Abs. 1 HGB n. F. neu gefassten Definition wären im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 25.344 ausgewiesen worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 267 Abs. 2 HGB). Die Regelungen des Gesellschaftsvertrages und des GmbHG wurden berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Sämtliche Erleichterungsvorschriften bei der Aufstellung und Offenlegung des Anhangs werden in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist vor Gewinnverwendung aufgestellt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag ermittelt. Sie werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Das Niederstwertprinzip fand Beachtung.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag aktiviert. Für Skonti und Boni wurde ein Abschlag vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Rohstoffkosten zuzüglich angefallener Verarbeitungskosten, entsprechend der zum Bilanzstichtag erreichten Fertigungsstufe, angesetzt. Gemeinkosten wurden durch die Verwendung von angemessenen Zuschlägen berücksichtigt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwandt. Folgende Annahmen lagen der Bewertung zugrunde:

31.12.2016
Rechnungszinssatz p.a.: 4,01 %
Anwartschaftstrend p.a.: 0,00 %
BBG-Trend p.a.: 0,00 %
Rententrend p.a.: 1,75 %
Fluktuation p.a.: 3,00 %

Aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellung ab dem Kalenderjahr 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre statt den letzten sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 (6) HGB in Höhe von € 101.873,00.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Umrechnungen von Fremdwährungen in EURO wurden zum Devisenmittelkurs vorgenommen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagengitter zu entnehmen:

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchung (U)
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.290,51 684,00 0,00 56.974,51
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 143.020,20 0,00 0,00 143.020,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.481.579,12 1.085.081,79 268.251,33 8.298.409,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.537.211,99 149.885,80 59.116,44 3.627.981,35
  11.161.811,31 1.234.967,59 327.367,77 12.069.411,13
  11.218.101,82 1.235.651,59 327.367,77 12.126.385,64
Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.407,51 3.682,00 0,00 55.089,51
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 78.784,20 8.302,00 0,00 87.086,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.624.900,12 629.837,79 268.251,33 6.986.486,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.059.505,99 370.950,80 40.746,44 2.389.710,35
  8.763.190,31 1.009.090,59 308.997,77 9.463.283,13
  8.814.597,82 1.012.772,59 308.997,77 9.518.372,64
Nettobuchwerte
31.12.2016 31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.885,00 4.883,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 55.934,00 64.236,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.311.923,00 856.679,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.238.271,00 1.477.706,00
  2.606.128,00 2.398.621,00
  2.608.013,00 2.403.504,00

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:

Bezeichnung Stand Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
31.12.2016 bis 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 215.606,11 215.606,11 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 505.820,54 505.820,54 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 10.011.754,51 10.011.754,51 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.080.103,70 1.080.103,70 0,00 0,00
  11.813.284,86 11.813.284,86 0,00 0,00

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten:

Berichtsjahr Vorjahr
- gegenüber Gesellschaftern T€ 140 119
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:      
- aus Steuern T€ 565 410
- im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0 8

Für die bestehenden Verbindlichkeiten wurden keine pfandrechtlichen Sicherheiten gestellt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 4).

Im Personalaufwand sind Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 23) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von € 0. (Vorjahr: T€ 2 ).

Unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen wird gem. § 277 Abs. 5 HGB der Aufwand aus der Abzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes zur Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 21 (Vorjahr: T€ 20) ausgewiesen. Des Weiteren enthält die Position Zinsaufwendungen für Kredite von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 329 (Vorjahr: T€ 300).

V. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Gesamtfinanzierung der Hüls-Unternehmensgruppe als Drittsicherungsgeber nicht akzessorische Sicherheiten gestellt. Es wurde das Warenlager am Standort Coesfeld sicherungsübereignet und die Ansprüche aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich zukünftig folgende jährliche finanzielle Verpflichtungen:

innerhalb 1 Jahr fällig innerhalb weiterer 4 Jahre fällig nach 5 Jahren fällig p.a.
T€ T€ T€
- aus Immobilienverträgen mit Dritten 82 0 0
- aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen 6 0 0
- aus Mietverträgen mit Unternehmen der Hüls-Unternehmensgruppe 325 1.300 325

Mitarbeiterzahl

31.12.2016 31.12.2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 206 210
Angestellte 17 19
  223 229

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2016 und ist derzeit

Herr Franz Nitsche, Kaufmann, Legden

Angaben über die Höhe der Gesamtbezüge werden mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht vorgenommen.

Konzernzugehörigkeit

Die halco gmbh wird in den Konzernabschluss der Hüls AG & Co. KG, Stadtlohn einbezogen.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen

 

Coesfeld, den 15. März 2017

gez. Franz Nitsche

Lagebericht zum 31. Dezember 2016

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die halco GmbH ist als Unternehmen der Hüls-Unternehmensgruppe auf dem Gebiet der Veredelung von Holz-, Lack- und Metallprodukten tätig. Gegründet wurde das Unternehmen im Mai 2002; eingetragen beim Amtsgericht Coesfeld unter HRB 2766. Produziert wird an zwei Standorten in Coesfeld und in Stadtlohn. Die Produktionshallen sind jeweils gemietet. Die Produktionsstätte in Coesfeld befindet sich im Eigentum der benze GmbH & Co KG, ebenfalls ein Unternehmen der Hüls-Unternehmensgruppe. Während sich der Betrieb in Stadtlohn auf die Veredelung von Metallprodukten (Aluminium) konzentriert, werden im Coesfelder Betrieb vorwiegend Holz- bzw. Lackprodukte veredelt.

Die Kernkompetenz des Unternehmens halco liegt in der Herstellung von qualitativ hochwertigen Form-, Lack- und Alubauteilen. Die Produkte differenzieren sich am Markt durch innovative Merkmale, welche permanent weiterentwickelt werden und höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Ziel des Unternehmens halco ist es, seinen Kunden eine ständige Lieferbereitschaft, kleinste Losgrößen, hohe Qualität und Unabhängigkeit von Drittlieferanten zu garantieren. Inzwischen werden auch Fremdkunden mit dieser Produktrange versorgt. Für die produktionstechnische Abwicklung stehen hoch spezialisierte Fertigungslinien zur Verfügung.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Vermögen der halco GmbH beträgt per 31.12.2016 rd. 13,2 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €) und ist im Wesentlichen durch Darlehen verbundener Gruppenunternehmen, Lieferantenkredite und Rückstellungen finanziert. Bei den Lieferantenkrediten handelt es sich zu rd. 95 % um Kredite von Unternehmen der Hüls Unternehmensgruppe. Diese Mittel und die Darlehen der Holding stehen langfristig zur Verfügung und werden sukzessive aus dem Cash-Flow zurückgeführt.

Das Working Capital wurde gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio € auf rd. 9 Mio € gesteigert. Gründe dafür sind der Aufbau von Vorräten und ein erhöhter Forderungsbestand.

Im Geschäftsjahr 2016 hat halco rd. 1,2 Mio € in Sachanlagen investiert. Der Großteil der Summe wurde in Werkzeuge und Bohrzentren investiert. Die Investitionen lagen leicht über dem AfA-Volumen.

2. Finanzlage

Die Investitionen in Höhe von rd. 1,2 Mio € wurden vollständig durch Darlehen verbundener Gruppenunternehmen finanziert. Langfristige Bankverbindlichkeiten existieren nicht. Die ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Zahlungsausgänge, die dem Bankkonto zum Abschlussstichtag noch nicht belastet waren. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt des Jahres in ausreichendem Maße gegeben.

3. Ertragslage

Im Jahr 2016 wurde ein Umsatz in Höhe von rd. 28,1 Mio. € erzielt. Das entspricht einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Dieser Umsatz wurde zu rd. 78 % (Vorjahr 79 %) mit Gruppenunternehmen der Hüls Unternehmensgruppe getätigt. Der Umsatz mit Drittkunden konnte wie bereits in den Vorjahren ausgebaut werden. So wurde in 2016 im Drittkundengeschäft 6,1 Mio. € erlöst (Wachstum 15 % gegenüber 2015).

Für das Jahr 2016 wird ein positives Jahresergebnis in Höhe von rd. 13 T€ erzielt. Das Jahresergebnis verbesserte sich damit um 20 T€ im Vergleich zum Jahr 2015. Vor allem die Umsatzsteigerung im Zusammenspiel mit den Rationalisierungsmaßnahmen sorgen für dieses Resultat. Durch interne Prozessoptimierungen, Investitionen in Automatisierung und konsequent durchgeführter Wertanalyse konnte die Ertragslage wesentlich zum Vorjahr verbessert werden.

Der Cash-Flow im Berichtszeitraum beträgt rd. 1.045 T€. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um 769 T€.

4. Personalbereich

Der Personalbestand wurde entgegen der Umsatzausweitung und analog zu den technischen Modernisierungen in der Produktion reduziert. Trotz einer erhöhten Komplexität und Forcierung des Drittkundengeschäfts konnte dies durch entsprechende Rationalisierungsmaßnahmen erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2016 werden 223 Mitarbeiter (Vorjahr: 229) beschäftigt, davon 206 im gewerblichen und 17 im Verwaltungsbereich.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 289 Abs.2 Nr. 1 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

6. Risikobericht

Halco bestrebt den Ausbau der Unabhängigkeit gegenüber der Hüls-Unternehmensgruppe, da einige Unternehmen dieser Gruppe sich in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Alleine mit dem verbundenen Unternehmen hülsta-werke Hüls GmbH & Co. KG wurde weit mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes erzielt. Insgesamt wurden im Jahr 2016 77,9% (Vorjahr 79,0%) der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen erzielt. Seit Jahren baut halco deshalb kontinuierlich das Drittkundengeschäft aus. Zuletzt wurden im Jahr 2016 beinahe ein Viertel (21,8%) des Umsatzes in diesem Segment erreicht (im Vorjahr waren es 21,0%).

Trotz des steigenden Anteils im Drittkundengeschäft, muss davon ausgegangen werden, dass ein Ausfall der verbundenen Unternehmen als Auftraggeber kurzfristig nicht durch das Geschäft mit den externen Kunden kompensiert werden kann. Die bestandsgefährdende Situation einiger Unternehmen der Hüls-Unternehmensgruppe schlägt damit auch auf das Unternehmen halco über.

Der Verkauf der Gruppenunternehmen Parador und Ruf zum 30.09.2016 durch die Hüls-Unternehmensgruppe hat keine Auswirkungen auf das Geschäft von halco, da zu diesen Unternehmen keine Geschäftsbeziehung besteht.

Bei der Finanzierung muss darauf hingewiesen werden, dass diese im Rahmen der Gesamtfinanzierung der Hüls Unternehmensgruppe erfolgt. Es werden somit notwendige finanzielle Mittel von verbundenen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Daher hat der Erfolg des eingeleiteten Restrukturierungsprozesses in einigen Unternehmen der Hüls-Unternehmensgruppe auch Bedeutung für Halco, damit die bestandsgefährdende Situation abgewendet werden kann.

Im Beschaffungsmarkt arbeitet das Unternehmen mit vielen Partnern zusammen, um nachteiligen Entwicklungen der Rohstoffpreise und der Verfügbarkeit der Produkte begegnen zu können. Durch die Bündelung der Einkaufsaktivitäten im Verbund der Hüls Unternehmensgruppe wird das Preis- und damit Kostenrisiko minimiert.

Um möglichen Risiken aus steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen begegnen zu können, werden Entscheidungen sowie die Gestaltung der Geschäftsprozesse, auf rechtliche Beratung sowohl durch unsere eigenen Mitarbeiter als auch durch externe Berater gestützt.

Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich mögliche Folgen eintretender Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Deren Umfang wird laufend geprüft und bei Bedarf angepasst.

Alle Produkte werden einer ständigen Qualitäts- und Schadstoffprüfung unterzogen.

7. Chancen / Prognose und Ausblick

Die Entwicklung des Unternehmens halco ist abhängig vom Erfolg der Restrukturierungsmaßnahmen bei betreffenden Gruppenunternehmen. Weiterhin soll die Unabhängigkeit durch den selektiven Ausbau der Geschäftsbeziehung und der Akquisition von externen Kunden weiter voranschreiten.

Aufgrund der Einzelplanungen der Gruppenunternehmen gepaart mit den Geschäftserwartungen an den Bereich der externen Kunden ist für 2017 eine positive Entwicklung zu erwarten. Sowohl der Umsatz als auch das Jahresergebnis sollen in 2017 über das Niveau des Vorjahres liegen. Die in 2016 eingeleiteten Maßnahmen (interne Prozessoptimierungen, Investitionen in Automatisierung, konsequente Wertanalyse) sollten ihre volle Ergebniswirkung in 2017 entfalten. Die Ergebnisverbesserung soll u.a. durch eine Steigerung des Rohertrags (weitere Reduzierung der Ausfallquote) und weitere Rationalisierungen realisiert werden.

Die geplanten Investitionen (i.W. Rationalisierungsinvestitionen) in Höhe von 800 T€ werden aus dem Cash Flow finanziert.

Alle getroffenen und entschiedenen Maßnahmen sind vorrangig ausgerichtet auf die Stabilisierung einer positiven Umsatzrendite und jederzeitige Sicherung der Liquidität.

 

Coesfeld, 18. Mai 2017

halco GmbH

Für die Geschäftsführung

gez. Franz Nitsche

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung erteile ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der halco gmbh, Coesfeld, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der halco gmbh für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und die wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich darauf hin, dass unverändert zum Vorjahr der Bestand der Gesellschaft gefährdet ist. Die Bestandsgefährdung resultiert aus der Abhängigkeit von den Unternehmen der Hüls Unternehmensgruppe als Auftraggeber. Für den Fortbestand der Gesellschaft ist der weitere Verlauf der Restrukturierung der Hüls Unternehmensgruppe von Bedeutung. Auch hinsichtlich der Finanzierung ist die Gesellschaft abhängig vom Fortbestand der Hüls Unternehmensgruppe. Ich weise darauf hin, dass die Gesellschaft im Rahmen der Finanzierung der Hüls Unternehmensgruppe als Drittsicherungsgeber Sicherheiten gestellt hat zugunsten verbundener Unternehmen.

 

Beckum, den 18. Mai 2017

gez. Dipl.-Kfm. Peter Frölich, Wirtschaftsprüfer

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