Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 715864
Eingetragen
24.1.2017
Branche
Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenErbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Reiseveranstalter
Gegenstand
Das Erbringen von Dienstleistungen für Unternehmen in der Reise- /Tourismusbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin John Meux
seit 12.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
holidays.ch AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
holidays.ch AG
Switzerland
625.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

holidays.ch GmbH

Büsingen am Hochrhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

der holidays.ch GmbH

1. Geschäftsmodell und Unternehmensstrategie

Die holidays.ch GmbH mit Sitz in Büsingen am Hochrhein ist ein Reiseveranstalter, der sich auf dynamisch paketierte Pauschalreisen spezialisiert hat. Das Unternehmen kombiniert Flüge von verschiedenen Airlines mit einer Auswahl von über 75.000 Hotels und Transferleistungen in mehr als 60 Reisezielen. Die Technologie des Softwareherstellers "Peakwork" ermöglicht es, diese einzelnen Reiseleistungen zu attraktiven Pauschalangeboten zu bündeln.

Die dynamisch paketierten Pauschalreisen werden über die fünf eigenen Vertriebsmarken Lufthansa Holidays, SWISS Holidays, HLX, Eurowings Holidays und Condor Holidays vertrieben. Darüber hinaus produziert holidays.ch exklusive Produkte für verschiedene Vertriebspartner wie Travelzoo, Iberostar oder Urlaubsplus. Diese exklusiven Produkte werden über eine eigens entwickelte "White-Label-Lösung" zur Verfügung gestellt. Zudem können die Pauschalreisen der holidays.ch über Reisebüros und Onlinevergleichsportale wie Check24 gebucht werden.

Ein wesentlicher Alleinstellungsmerkmal (USP) von holidays.ch liegt in der engen Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften. Kunden, die nach einem Flug mit einer bestimmten Airline suchen, wird ein maßgeschneidertes Pauschalreiseprodukt angeboten. Diese Kooperation schafft Synergien, von denen sowohl holidays.ch als auch die Partner-Airline profitieren.

Durch die Kombination verschiedener Leistungen, die Nutzung fortschrittlicher Technologien und die strategische Partnerschaft mit Fluggesellschaften hat holidays.ch eine starke Position im Markt für Pauschalreisen etabliert. Das Unternehmen strebt an, seinen Kunden ein breites Angebot an hochwertigen Reisepaketen anzubieten und gleichzeitig seine Geschäftsbeziehungen mit Partner-Airlines und Vertriebspartnern kontinuierlich auszubauen. Diese strategischen Schwerpunkte bilden die Grundlage für das Wachstum und den Erfolg von holidays.ch.

2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der holidays.ch GmbH

Nach einem erfreulichen Jahr 2022, blicken wir auch dieses Jahr auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr 2023 zurück.

Die Anzahl der Urlaubsreisenden in der deutschsprachigen Bevölkerung 14+ Jahre ist im vergangenen Jahr, wie auch in den Vorjahren, weiter gestiegen und liegt mit 54,6 Millionen Reisenden nur noch knapp unter dem Vor-Pandemie Niveau von 55,3 Millionen Urlaubern. Obwohl die Anzahl an getätigten Reisen pro Jahr mit 65 Millionen leicht zurück ging und weiterhin unter dem Niveau von 2019 liegt, sind die Ausgaben bei Urlaubsreisen weiter gestiegen und erreichen 2023 mit 86,9 Milliarden Euro erneut einen Rekordwert.

Im Jahr 2023 haben 77%, also mehr als drei Viertel der deutschen Bevölkerung, mindestens eine Urlaubsreise ab 5 Tagen Dauer unternommen. Der Anteil der Reisenden ist im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte gestiegen und liegt knapp unter dem Wert von 2019 (78%).

Auch der für die holidays.ch wichtige Markt der Kurzurlaubsreisen, mit einer Dauer von 2-4 Tagen, hat sich weiter positiv entwickelt. Zwar ist auch hier ein leichter Rückgang sowohl bei den Kurzurlaubsreisenden von 31,4 Mio im Jahr 2022 auf 30,9 Mio Reisenden in 2023, als auch bei der Anzahl der Kurzurlaubsreisen von 76,8 Millionen 2022 auf 74,1 Millionen festzustellen, die Ausgaben entwickeln sich jedoch auch im Bereich der Kurzurlaubsreisen positiv. So gab die deutsche Bevölkerung von 14-75 Jahre 2023 27,2 Milliarden Euro für Kurzurlaubsreisen aus.

Abschließend ist festzuhalten, dass obwohl die Gesamtanzahl der durchgeführten Urlaubs- und Kurzurlaubsreisen rückläufig ist, die Ausgaben insgesamt jedoch steigen. (Quelle: VIR Daten und Fakten zum Online Reisemarkt).

Die Bereitschaft Geld für Urlaubsreisen auszugeben, scheint nach wie vor ungebrochen, lediglich die Anzahl der zusätzlichen Urlaubsreisen ist rückläufig. Dies spiegelt sich laut Reiseanalyse der FUR auch in den Konsumprioritäten von Reisenden der deutschsprachigen Wohnbevölkerung 14-75 Jahre wider: Bei den Reisenden stehen Urlaubsreisen im Ranking der Konsumprioritäten nach Lebensmitteln auf Platz 2 und sind damit eines der wichtigsten Konsumgüter. Urlaubsreisen genießen unter den Konsumenten also einen sehr hohen Stellenwert. (Quelle: Reiseanalyse online 2024, FUR).

Wie in den Vergangenen Jahren setzt sich der Trend zur Online-Buchung von Urlaubsreisen weiter fort; laut Reiseanalyse 2024 wurden 2023 bereits 51% der Urlaubsreisen ab 5 Tagen über Onlinekanäle gebucht; hinzukommen 14% über den Buchungsweg-E-Mail. Es werden jedoch weiterhin 37% der Urlaubsreisen vorab im persönlichen Gespräch gebucht und somit auch hier ein leichter Zugewinn gegenüber 2021 (36%). Die Ausrichtung der holidays.ch GmbH sich weiterhin auf den Buchungsweg der Online-Buchung zu fokussieren, jedoch gelichzeitig den Anteil an im persönlichen Gespräch gebuchten Reise zu steigern, scheint an dieser Stelle sinnvoll.

Die positive Branchenkonjunktur macht sich auch bei der holidays.ch bemerkbar. Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 179 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 49% entspricht.

Das zu Beginn des Jahres formulierte buchungsbezogene Umsatzziel wurde übertroffen. Diese Zahlen geben Anlass für einen positiven Ausblick auf das Jahr 2023.

Im Jahr 2023 gab es endgültig keine Pandemie bedingten Einschränkungen und das Geschäftsjahr startet verheißungsvoll. In den ersten 3 Monaten des Jahres 2023 konnten bereits Umsätze in Höhe von fast 45 Millionen Euro verbucht werden. Dies bedeutete nicht nur einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem von der Covid-19-Pandemie geprägt Jahresbeginn 2022, sondern auch ein Zugewinn an Marktanteilen im Bereich der "Frühbucher-Periode". Beflügelt wurde dieses Wachstum durch die Freischaltung der Condor Holidays im Vertrieb, eine Maßnahme, die sich auch im weiteren Verlauf des Jahres als sehr positiv herausstellen sollte. Insgesamt verreisten 2023 26.714 Kunden mit der Vertriebsmarke Condor Holidays, was einem abgereisten Umsatz 2023 in Höhe von 23 Millionen Euro gleichzusetzen ist und einem Wachstum von 22 Mio. Euro gegenüber 2022 bedeutet. Motiviert vom Jahresbeginn, setzte das Team alles daran, unseren Kunden auch in den Folgemonaten, der Last Minute Saison, die bestmöglichen Reiseangebote und Service anzubieten.

April und Mai verliefen wie erwartet buchungsstark, wobei der Mai im Vorjahresvergleich mit dem enormen Nachholungseffekt des Mai 22 zu kämpfen hatte. Ebenso positiv entwickelten sich die Buchungen in den Sommermonaten mit kurzfristigem Reisebeginn. Das Ziel gemeinsam mit der Eurowings insbesondere in der Kurzfristigkeit attraktive Reisepakete zu schnüren und Kunden über alle Vertriebskanäle zu erreichen ging auf und Juni - August waren mit jeweils <10% der Jahresbuchungen die stärksten Buchungsmonate. Abreise bezogen wurden vor allem die Monate Juli-Oktober stark nachgefragt; in jedem dieser Monate reisten jeweils mehr als 30.000 Gäste mit der holidays.ch - besonders erfreulich entwickelten sich die Herbstferien.

Saisonbedingt flachten die Buchungen im vierten Quartal deutlich ab, wobei der Oktober als der zweitstärkste Monat für Abreisen hervorstach. In den Monaten November und Dezember war die Nachfrage nach warmen Winterzielen im Monatsvergleich gering, jedoch deutlich über dem Vorjahr.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt der Reiseziele erneut bei 37% der PAX auf Mallorca, gefolgt von der Türkei (AYT) mit 6% der PAX und Kreta (HER) ebenfalls mit 6% der PAX. Besonders hervorzuheben ist der weitere Ausbau der Marktanteile im Reiseziel Mallorca, welches gleichzeitig das mit Abstand wichtigste Reiseziel der holidays.ch bedingt durch ein großes Flugangebot der EW darstellt.

Im Jahr 2023 konnten wir die Zusammenarbeit mit unseren Kernvertriebspartnern Check24, HolidayCheck und Invia weiter ausbauen. Dadurch konnten wir Marktanteile bei den Online-Reisebüros (OTAs) gewinnen und vom allgemeinen Wachstum in diesem Bereich profitieren. Erneut wurden zwei von drei Tickets im Jahr 2023 über eines der drei großen OTAs gebucht. Auch der stationäre Vertrieb und der WLS-Bereich verzeichneten deutliches Wachstum. Die Kooperation mit ltur im stationären Vertrieb sowie weitere Kooperationen im WLS-Bereich und eine Umsatzsteigerung beim Partner Travelzoo haben sich positiv ausgewirkt.

Der Vertrieb über unsere eigenen Websites profitierte insbesondere von einem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der Eurowings. Neben gemeinsamen Projekten zur Förderung des Kanals "Eigenvertrieb" wurde der Bereich "Pauschalreisen" stärker auf der ew.com eingebunden, was in einer weiteren Traffic-Steigerung von Eurowings (EW.com) resultierte. Weiteren Zuwachs im Bereich des "Eigenvertriebs" konnte durch eine Aufnahme der Eurowings Holidays beim Marktführer für Mitarbeiterangebote Corporate Benefits erzielt werden.

Wie im gesamten Markt verzeichnete auch die holidays.ch einen Anstieg des Umsatzes pro PAX im Vergleich zu 2022 um 8%, der ursächlich durch teurere Einkaufspreise zu begründen ist.

Trotz gestiegener Passagierzahlen konnte die Kundenzufriedenheit auf dem bereits 2022 positiven Niveau sogar leicht verbessert werden und liegt mit 4,7 von 5 Sternen bei TrustPilot und 4,2 von 5 Sternen bei Google deutlich vor einem Großteil unserer Wettbewerber.

Mit Beginn des Kalenderjahres zeichnet sich die holidays.ch GmbH auch für den Paketeinkauf verantwortlich. Dieser lag zuvor bei der Muttergesellschaft der holidays.ch AG, die ab 2023 als Dienstleister fungiert.

Weder der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine noch der weiterhin anhaltende Inflationsdruck auf die Verbrauchernachfrage hatten im vergangenen Jahr nachweisbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der holidays.ch GmbH.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die holidays.ch GmbH eine solide finanzielle Performance verzeichnen. Der Umsatzerlös stieg im Vergleich zum Vorjahr um 48,7% auf insgesamt 179,4 Millionen Euro. Das Rohergebnis erhöhte sich um 87,79% auf 40.124,8 TEuro. Dadurch ergab sich ein Jahresüberschuss von 131.236,54 Euro und eine Umsatzrendite von 0,07%, im Vergleich zu einer Umsatzrendite von 1,05% im Vorjahr. Das Umsatzziel wurde mit einer wettbewerbsorientierten Marge erzielt. Hieraus lässt sich klar die Investitionsstrategie des vergangenen Jahres erkennen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr von 628,9 TEuro in 2022 auf 760,1 TEuro in 2023 an. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 3,71% des Gesamtkapitals, verglichen mit 5,8% im Vorjahr.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um TEuro 157,2 erheblich erhöht, wobei die Steuerrückstellungen einen Anstieg um Teuro 17,9 verzeichneten, während die sonstigen Rückstellungen um TEuro 139,2 angestiegen sind.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um TEuro 8.886,3 angestiegen, wobei jedoch die sonstigen Verbindlichkeiten um TEuro 295,5 gesunken sind.

Darüber hinaus hat die holidays.ch GmbH weiterhin ein solides Liquiditätsniveau aufrechterhalten. Unsere Cashflow-Generierung war ausreichend, um weitere Investitionen in Technologie und das operative Wachstum zu finanzieren. Die Umstellung des Einkaufsprozesses hatte durch den Jahreswechsel einen Einfluss auf die Kapitalstruktur; die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 21,0%.

Basierend auf der starken finanziellen Lage und den vielversprechenden Wachstumsaussichten plant die holidays.ch GmbH, auch im nächsten Geschäftsjahr weiterhin in die technische Entwicklung, die Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie Partnerschaften zu investieren. Dies soll dazu dienen, die Wettbewerbsposition zu stärken und den Kunden ein herausragendes Reiseerlebnis zu bieten.

4. Ausblick, Chancen- und Risikobericht

Wenn auch weiterhin auf hohem Niveau ist der Touristische Vertriebsklima-Index, der monatlich von der Beratungsgesellschaft Dr. Fried und Partner erhoben wird und Reisebüros zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt, leicht rückläufig. Waren die Deutschen 2022 noch bereit fast 8% ihres Haushaltsnettoeinkommens für Reisen auszugeben, was gleichzeitig den Höchstwert darstellt, waren es 2023 nur noch 7,1% (Basis: Urlaubsreisende der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 14 Jahre Quelle: RA 2013 - 2024, FUR). Diese Normalisierung der Reiseausgaben, nach einem "Nachholeffekt" im Anschluss an die Corona Pandemie lässt sich auch 2024 feststellen.

Dennoch begann das Jahr 2024 sehr erfreulich und es konnten sowohl im Januar als auch im Februar Rekordergebnisse erzielt werden und die bereits guten Buchungen des Vorjahres erneut übertreffen. Die Gesamtbuchungen liegen im ersten Quartal 42% über dem ersten Quartal des Vorjahres und haben das vor Corona-Niveau von 2019 um 160% deutlich übertroffen.

Mit dem Ziel Synergien im Marketing zu schaffen, zeichnet sich die Eurowings zum 01.01.2024 verantwortlich für die Marketing-Aktivitäten der Vertriebsmarke Eurowings Holidays. Erste positive Ergebnisse sind feststellbar. So hat sich die Brand-Awareness der EWH von ca. 17% Anfang 2023 auf 24% im April 2024 erhöht. Auch konnte eine neue Einigung mit Corporate Benefits erzielt werden. Der Eigenvertrieb der EWH entwickelt sich zum Jahresbeginn erfreulich; die weitere Intensivierung der Partnerschaft mit Eurowings zeigt positive Ergebnisse und ermöglicht einen äußerst positiven Ausblick.

Neben den weiter bestehenden White-Lable Partnerschaften (WLS) wie Travelzoo oder Iberostar kamen in den vergangenen Monaten weitere Partnerschaften mit Urlaubsplus hinzu. Hier werden gemeinsam mit dem Partner verschiedenen Banken und Finanzdienstleistern gebrandete Reiseseiten zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Prominenz sowie der Reichweite der Partner Banken und Finanzdienstleistern bestehen große Chancen in diesem Bereich.

Stand 15.05.2024 verzeichnen wir bereits einen gebuchten Umsatz von 92,5 Mio. Euro und somit bereits 48% des Gesamtumsatzes des Vorjahres. Es ist zu erwarten, dass der prognostizierte Umsatz von 220 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024 erreicht wird. Die Umsatzrendite soll im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 geringfügig steigen. Die Margenentwicklung der ersten Monate im Jahr 2024 bekräftigen diese Annahme.

Durch eine Verlängerung der flexiblen Stornomöglichkeit seitens der Eurowings und Condor bis mindestens Oktober 2024, können wir unseren Kunden auch Jahr 2024 ein sorgenfreies Buchen ermöglichen. Aufgrund des Flugplans der Eurowings und einem guten Hoteleinkauf wird auch 2024 der Hauptfokus auf Mallorca liegen. Aktuell erfolgen wöchentlich ca. 600 Eurowings Flüge von Deutschland nach Europa, was für Pauschalreisepakete mit Eurowings Flügen eine enorme Chance bedeutet. Darüber hinaus werden wir das Potential für City Trips in Angriff nehmen; günstige Flugpreise für Städte Reisen in Kombination mit einem nahezu exklusiven No-Bag Produkt geben bereits Grund für Optimismus. Gleichzeitig sind Vorbereitungen für den Winter 2024 zu treffen, um auch in den buchungs- und abreiseschwachen Monaten Marktanteile zu gewinnen.

Im weiteren Verlauf des Jahres liegt der Schwerpunkt auf der Diversifizierung der Sondererlöse, wobei Touren und Aktivitäten vor Ort einen wichtigen Bereich darstellen. holidays.ch strebt an, das Angebot an lokalen Erlebnissen zu erweitern, um zusätzliche Einnahmequellen zu generieren und das Gesamterlebnis für die Kunden zu verbessern. Darüber hinaus werden weitere Maßnahmen ergriffen, um den Verkauf von Zusatzleistungen wie Mietwagen und Versicherungen und anderen Zusatzleistungen zu fördern.

Im weiteren Verlauf des Jahres liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau des Eigenvertriebs, insbesondere bei der Eurowings Holidays, wodurch eine höherer Deckungsbetrag pro Buchung erzielt werden soll. Darüber hinaus sind verschiedene Marketingmaßnahmen im Rahmen der Partnerschaft mit der Eurowings geplant, die weiteren Traffic von der Webseite der Fluggesellschaft auf die Webseite der Eurowings Holidays bringen soll. Neben geringfügigen Investitionen in die IT-Infrastruktur sind keine weiteren Investitionen oder ein größerer Personalzuwachs geplant, weshalb die Kostenstruktur planmäßig nur leicht über dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Es ist daher weiter von einer schlanken Infrastruktur auszugehen, demgegenüber steigende Umsätze stehen.

Die Einführung von "Holly", einem KI-gestützten Reiseberater auf der Webseite der Vertriebsmarke Eurowings Holidays, bietet holidays.ch die Chance, das Kundenerlebnis zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Durch die Personalisierung von Reiseideen und die sofortige Buchung von Pauschalreisen können Kunden effizienter bedient werden. Dies ermöglicht es holidays.ch zusammen mit ihren Partnern, sich als Innovator in der Branche zu positionieren und die digitale Transformation aktiv mitzugestalten. Jedoch müssen mögliche Risiken wie Datenschutzbedenken und technische Herausforderungen berücksichtigt werden. Dennoch überwiegen die Chancen einer erfolgreichen Implementierung von KI-Technologien im Bereich der Reisesuche und Reisebuchung.

Um Preisänderungsrisiken zu minimieren, hat die holidays.ch GmbH Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern neu verhandelt und langfristige Vereinbarungen mit Preisfixierung bzw. -stabilisierung getroffen. Dadurch wird eine gewisse Planungssicherheit geschaffen und mögliche Preisschwankungen minimiert. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu reduzieren, überprüfen wir regelmäßig unsere Kundenbasis und segmentieren sie entsprechend. Wir beziehen Auskünfte und Ratings von der Creditreform ein und nutzen interne Überwachungsroutinen, um offene und fällige Zahlungen unserer Debitoren zu überwachen. Durch diese Maßnahmen können wir frühzeitig potenzielle Ausfallrisiken identifizieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Um uns gegen Zahlungsstromrisiken abzusichern, ergreifen wir verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise das Einkaufen von Fremdwährungen. Dies ermöglicht uns, Währungsschwankungen entgegenzuwirken und Zahlungsströme effektiv zu managen. Gleichzeitig wird ein effektives Cash-Management System betrieben, um Zahlungsströme zu optimieren und Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Aktuelle Entwicklungen wie die Proteste gegen Massentourismus auf den Kanarischen Inseln und das neue Gesetz gegen Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit auf Mallorca stellen potenzielle Risiken für Reiseveranstalter dar. Die mediale Berichterstattung über steigende Mieten, Umweltverschmutzung und strenge Vorschriften kann das Image dieser Reiseziele negativ beeinflussen und potenzielle Touristen abschrecken. Reiseveranstalter müssen diese Darstellungen genau verfolgen und proaktive Kommunikationsstrategien entwickeln, um das Vertrauen der Reisenden zu erhalten.

Die jüngste Erhöhung der Luftverkehrssteuer in Deutschland, die seit dem 1. Mai 2024 gilt, könnte Kunden verunsichern. Obwohl die tatsächliche Erhöhung gering ist, könnten reißerische Schlagzeilen wie "Unser Urlaub kostet immer mehr!" (Bildzeitung) den Eindruck erwecken, dass Flugreisen erheblich teurer geworden sind. Diese mediale Darstellung könnte die Nachfrage nach Flugreisen verringern.

 

Büsingen, den 31.05.2024

gez. Martin John Meux

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 44.299,71 43.370,02
I. Finanzanlagen 44.299,71 43.370,02
B. Umlaufvermögen 15.642.610,74 6.859.587,06
I. Vorräte 2.392.592,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.316.697,82 3.495.315,64
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.010,96
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.316.697,82 3.450.304,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.933.320,29 3.364.271,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.815.582,74 3.997.062,25
Summe Aktiva 20.502.493,19 10.900.019,33

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 760.139,46 628.902,92
I. Gezeichnetes Kapital 625.000,00 625.000,00
II. Gewinnvortrag 3.902,92
III. Jahresüberschuss 131.236,54
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 3.902,92
davon Gewinn-/Verlustvortrag -324.402,93
B. Rückstellungen 516.953,20 359.752,70
C. Verbindlichkeiten 18.511.658,00 9.625.324,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 249,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 249,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.769.101,25 1.462.525,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.769.101,25 1.462.525,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 16.742.307,25 8.162.798,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 16.742.307,25 8.162.798,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 713.742,53 286.039,61
Summe Passiva 20.502.493,19 10.900.019,33

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 33.646.650,33 18.581.978,10
2. Personalaufwand 124.089,24 127.499,43
a) Löhne und Gehälter 97.166,09 101.994,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 26.923,15 25.504,94
3. Abschreibungen 1.250,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.250,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 33.436.977,20 16.841.829,90
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 148.612,73 7.235,82
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.691,89 14,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.639,22
davon an verbundene Unternehmen 14.135,04
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 46.039,24 327.467,70
8. Ergebnis nach Steuern 131.236,54 1.268.305,85
9. Jahresüberschuss 131.236,54 1.268.305,85
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 324.402,93
11. Ausschüttung 940.000,00
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 3.902,92

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: holidays.ch GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Büsingen am Hochrhein
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 715864

Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der holidays.ch GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Einstufung

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB, modifiziert durch die Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268 - 274a HGB) wurden beachtet.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten (d. h. dem Nennbetrag) bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und das Eigenkapital wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzung wurden grundsätzlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen und die Beträge nicht geringfügig sind.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind so bemessen, dass sie dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag entsprechen. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem Bilanzstichtag eingegangene Einzahlungen auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs (Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinn und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften wurden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang).

Angaben zu Forderungen gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Der Wert der Forderungen beläuft sich auf Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 45.010,96).

Angaben zu Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden

Bankkonten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Aufgliederung der Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Sicherung Betrag
Euro
Vermerk
erhaltene Anzahlungen 12.684.466,75 1
aus Lieferungen und Leistungen 3.579.733,00 1
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.769.101,25 1
sonstige Verbindlichkeiten 478.107,50 1

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = keine Sicherheiten

Angaben zu Verbindlichkeiten gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Der Wert der Verbindlichkeiten beläuft sich auf Euro 1.769.101,25 (Vorjahr: Euro 1.462.525,48). Hiervon entfallen Euro 1.769.101,25 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin holidays.ch AG.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Euro 4.500,00 aus Mietverpflichtungen für das folgende Geschäftsjahr zur Vermeidung von Kapitalbindung.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug drei.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Martin Meux ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat beschlossen, keine Angaben gem. § 285 Nr. 9 a) HGB zu machen. Sie macht dabei von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Büsingen, den 31.05.2024

gez. Martin John Meux

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die holidays.ch GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der holidays.ch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der holidays.ch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aschaffenburg, 31. Mai 2024

herrmann + emrich GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sebastian Herrmann, Wirtschaftsprüfter

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