SURTECO GmbH
Am Brühl 6, 86647 Buttenwiesen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antonio Jorge Morais Ribeiro Cardona seit 25.11.2024 | Geschäftsführer |
Bettina Bäumer seit 8.9.2023 | Prokura |
Daniel Möller seit 8.9.2023 | Prokura |
Robert Vancko seit 9.5.2023 | Geschäftsführer |
Paulo Manuel Mesquita Soares Moutinho seit 21.3.2023 | Prokura |
Wolfgang Gorißen seit 21.3.2023 | Prokura |
Gunnar Rahn seit 21.3.2023 | Prokura |
Stefan Dr. Golla seit 21.3.2023 | Prokura |
João Miguel Dos Santos Nogueira seit 21.3.2023 | Prokura |
Florian Dungs seit 21.3.2023 | Prokura |
João-Pedro Rocha Cunha seit 21.3.2023 | Prokura |
Christoph Dr. Kremer seit 14.7.2022 | Prokura |
Benjamin Mareiser seit 29.1.2021 | Prokura |
Martin Dr. Staiger seit 15.1.2020 | Prokura |
Adrienne Oster seit 30.7.2018 | Prokura |
Alfred Achner seit 30.7.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SURTECO GROUP SE (vormals firmierend als: SURTECO SE) | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SURTECO GROUP SEButtenwiesenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Jahresbericht 2019Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Maßnahmen überwacht. Dabei waren wir in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand informierte uns mit schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, umfassend und zeitnah über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung und bedeutende Geschäftsvorfälle. Ebenso gründlich wurden wir über die aktuelle Ertragssituation, die Planung sowie über die Risiken und das Risikomanagement unterrichtet. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Bereiche und der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sowie das wirtschaftliche Umfeld wurden im Aufsichtsrat sorgfältig erörtert. Soweit nach Gesetz oder Satzung erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2019 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben an den Sitzungen des Aufsichtsrates sowie an den Sitzungen seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2019 wie folgt teilgenommen:
Das Präsidium des Aufsichtsrates brauchte im Geschäftsjahr 2019 nicht zusammenzutreten. Auch außerhalb der Sitzungen bestand ein regelmäßiger Kontakt zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand. BeratungsschwerpunkteIm Geschäftsjahr 2019 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Berichterstattung des Vorstands befasst und aufgrund der fortgeschriebenen Unternehmenszahlen die Lage des Unternehmens und die Geschäftsstrategie diskutiert. Die jeweils aktuellen Kennzahlen des SURTECO-Konzerns sowie der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wurden vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen vorgestellt, analysiert und mit den Planzahlen verglichen. Intensiv besprochen wurde das wirtschaftliche Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist. Dies betraf die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie die Wechselkurse. Erörtert wurden außerdem die Situation der wichtigsten Kunden, die Geschäftsbereiche der Auslandsgesellschaften sowie das Verhalten der wesentlichen Wettbewerber im Markt und die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich in mehreren Sitzungen eingehend mit dem Projekt "Alpha" befasst und den jeweiligen Umsetzungsmaßnahmen, soweit erforderlich, zugestimmt. Über den Fortgang des Projekts und der Umsetzungsmaßnahmen wurde dem Aufsichtsrat laufend in jeder Sitzung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich 2019 eingehend in mehreren Sitzungen mit dem Verkauf des Standortes East Longmeadow (Massachusetts, USA) der Süddekor LLC befasst und dem Verkauf zugestimmt. Der Verkauf konnte noch in 2019 vollzogen werden. In seiner Sitzung vom 19. Dezember 2019 hat sich der Aufsichtsrat mit umfassenden Strukturanpassungen befasst. Kern dieses Projektes ist die Restrukturierung der SURTECO GmbH als der größten inländischen operativen Tochtergesellschaft an ihren Standorten Sassenberg, Gladbeck, Laichingen und Buttenwiesen mit entsprechenden Anpassungen des Personalbestands um 175 Mitarbeiter/ -innen und weiteren Struktur- und Kostenanpassungen zur Steigerung der Effizienz, Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Der Aufsichtsrat hat dem vorgestellten Restrukturierungskonzept mit einem Restrukturierungsbedarf von bis zu 19 Mio. € zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat zudem dem damit verbundenen künftigen Personalkonzept für die Geschäftsführung der SURTECO GmbH und der übrigen Konzerngesellschaften sowie der Übernahme von Geschäftsführungsfunktionen durch die Mitglieder des Vorstands der SURTECO GROUP SE bei der SURTECO GmbH zugestimmt. In seiner Sitzung vom 19. Dezember 2019 hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Ausübung der Erwerbsoption für die noch bestehenden Fremdanteile an der britischen Nenplas-Gruppe, deren Mehrheitsanteile bereits 2016 erworben wurden, zuzustimmen. Die Option wurde zwischenzeitlich ausgeübt. Weitere Akquisitionsprojekte wurden im Aufsichtsrat in 2019 vom Vorstand vorgestellt und besprochen, jedoch bisher nicht weiterverfolgt bzw. nicht abgeschlossen. Der Erweiterung der Produktionsflächen der Döllken Profiles GmbH am Standort Bönen (Zentrallager, Erweiterung der Produktionsflächen) mit einem Volumen von rund EUR 10,6 Mio., dem Umbau einer Imprägnierungsanlage der SURTECO GmbH am Standort Sassenberg mit einem Volumen von rund EUR 3,8 Mio. sowie weiteren Investitionen am Standort Gladbeck in Höhe von rund EUR 1,5 Mio. wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates am 28. Oktober 2019 zugestimmt. In seinen Sitzungen am 28. Oktober 2019 und am 19. Dezember 2019 hat der Aufsichtsrat sich mit möglichen Schadensersatzforderungen gegen ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied gemäß § 93 AktG befasst. Die nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs erforderlichen Beschlüsse wurden gefasst und Schritte zur Geltendmachung der daraus folgenden Ansprüche eingeleitet. Die vom Vorstand vorgelegte Planung (Budget und Investitionsplan) für das Geschäftsjahr 2020 wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 19. Dezember 2019 diskutiert, und die vom Vorstand beantragten Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 32,3 Mio. genehmigt. In seiner Sitzung vom 29. April 2019 hat der Aufsichtsrat die Vorschläge für die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2019 verabschiedet. In der Sitzung am 27. Juni 2019 hat der Aufsichtsrat die Fassung der Satzung der Gesellschaft in § 3 (Grundkapital) angepasst, nachdem das Genehmigte Kapital I und II zuvor ausgelaufen war und die entsprechenden Satzungsbestimmungen obsolet geworden waren. VorstandsvergütungDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 29. April 2019 die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschlossen. Aufgrund seines Ausscheidens aus dem Vorstand zum 30. September 2019 und der mit Herrn Dr. Müller dazu getroffenen Vereinbarung wurde die variable Vergütung für Herrn Dr. Müller für das erste Halbjahr 2019 in der Sitzung des Aufsichtsrates am 28. Oktober 2019 festgesetzt. Personalentscheidungen des AufsichtsratsBereits Ende 2018 hatte sich der Aufsichtsrat mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Dr.-Ing. Herbert Müller, darauf verständigt, seinen bis zum 30. Juni 2021 laufenden Dienstvertrag im Lauf des Jahres 2019 vorzeitig zu beenden, und den wesentlichen Eckpunkten einer solchen Beendigung zugestimmt. Mit Herrn Dr. Müller wurde demgemäß am 7. März 2019 eine Aufhebungsvereinbarung geschlossen, der der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren zugestimmt hat. Aufgrund dieser Vereinbarung hat Herr Dr. Müller sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2019 niedergelegt und ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hatte außerdem in der Sitzung am 19. Dezember 2018 dem Abschluss eines Vorstands-Dienstvertrages mit Herrn Wolfgang Moyses zugestimmt. In seiner Sitzung vom 27. September 2019 hat der Aufsichtsrat demgemäß Herrn Moyses mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2019 für eine Amtszeit von fünf Jahren zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands der SURTECO GROUP SE bestellt. In seiner Sitzung am 19. Dezember 2019 hat der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Vorstands-Dienstvertrages mit Herrn Dr. Manfred Bracher zugestimmt, der als Chief Operating Officer (COO) der Gesellschaft tätig werden soll. Die Bestellung von Herrn Dr. Bracher zum Mitglied des Vorstands erfolgte im Januar 2020 im schriftlichen Verfahren für eine Amtszeit von drei Jahren. Herr Dr. Bracher hat sein Amt am 1. Februar 2020 angetreten. In der Sitzung am 19. Dezember 2019 bat Herr Andreas Riedl den Aufsichtsrat, seinen am 30. Juni 2020 auslaufenden Vorstandsvertrag nicht zu verlängern. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Riedl für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit in der SURTECO-Gruppe und bedauert die Entscheidung von Herrn Riedl. Festsetzung der Vergütung des PrüfungsausschussesIn seiner Sitzung vom 19. Dezember 2019 hat der Aufsichtsrat die Vergütung für die Mitglieder seines Prüfungsausschusses gemäß § 12 Absatz 3 der Satzung mit einem die Obergrenze von € 40.000,00 nicht ausschöpfenden Gesamtbetrag von € 39.500,00 zuzüglich Umsatzsteuer festgesetzt und diesen auf die einzelnen Mitglieder des Prüfungsausschusses entsprechend ihrem zeitlichen Aufwand aufgeteilt. Personelle Veränderungen im AufsichtsratDie Amtszeit des Aufsichtsratsmitglieds Herrn Björn Ahrenkiel, erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2019. Herr Dr. Markus Miele, ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrates und zweiter stellvertretender Vorsitzender, hatte sein Amt mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 27. Juni 2019 niedergelegt. Die Hauptversammlung 2019 hat anstelle von Herrn Björn Ahrenkiel Herrn Jörg Wissemann, Diplom-Betriebswirt, wohnhaft in Schlossborn, in den Aufsichtsrat gewählt, und anstelle von Herrn Dr. Markus Miele Herrn Tobias Pott, Betriebswirt (BA), wohnhaft in Gütersloh. Herr Wolfgang Moyses hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates vor Beginn seiner Amtszeit als Vorsitzender des Vorstands mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2019 niedergelegt. Auf Antrag des Vorstands und mit Zustimmung des Aufsichtsrates hat das Amtsgericht Augsburg durch Beschluss vom 14. Oktober 2019 Herrn Tim Fiedler, Volkswirt, wohnhaft in Düsseldorf, gemäß § 104 Abs. 2 Satz 1 und 2 AktG zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Das Amt des Aufsichtsratsmitglieds Herrn Udo Sadlowski als Arbeitnehmervertreter endete mit Ablauf des 21. Januar 2019. Mit Wirkung vom 5. Februar 2019 wurde anstelle von Herrn Sadlowski Herr Heinz-Dieter Stöckler als Arbeitnehmervertreter gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung vom 13. Februar 2007 über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der SURTECO GROUP SE zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Um den Wechseln im Aufsichtsrat bei den Aufsichtsratsausschüssen Rechnung zu tragen, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. Juni 2019 die Herren Andreas Engelhardt und Tobias Pott zu Mitgliedern des Präsidiums des Aufsichtsrates und zu Mitgliedern des Personalausschusses gewählt. Der Aufsichtsrat hat ferner die Herren Andreas Engelhardt, Tobias Pott und Jörg Wissemann zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses, und Herrn Engelhardt zugleich zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. Schließlich hat der Aufsichtsrat in der vorgenannten Sitzung Herrn Dr. Christoph Amberger zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herrn Andreas Engelhardt zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Weitere personelle Veränderungen im Aufsichtsrat haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Arbeit der AusschüsseDer Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss gebildet, deren Mitglieder im Anhang des Geschäftsberichts aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Außerdem besteht nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ein Aufsichtsratspräsidium. Das Präsidium des Aufsichtsrats bereitet die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor, soweit es sich um Maßnahmen handelt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. In dringenden Fällen kann das Präsidium nach näherer Maßgabe der Geschäftsordnung anstelle des Aufsichtsrats die Zustimmung zu bestimmten zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäften erteilen. Das Präsidium brauchte im Berichtszeitraum keine Entscheidungen zu treffen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasste sich mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, dem Jahresabschluss und den Quartalszahlen, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sowie der Honorarvereinbarung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und von Fall zu Fall seine übrigen Mitglieder standen in regelmäßigem Austausch mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern, und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat die übrigen Mitglieder des Prüfungsausschusses jeweils schriftlich unterrichtet. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr siebenmal und hielt dabei eine Sitzung ab, bei der die den Konzernabschluss testierenden Wirtschaftsprüfer anwesend waren und über das Ergebnis ihrer Prüfung berichtet haben. Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum dreimal. Dabei behandelte er insbesondere den Vorschlag für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 (und im Fall von Herrn Dr. Müller auch 2019), den Vorschlag einer Vereinbarung über die vorzeitige Beendigung des Dienstvertrages von Herrn Dr. Müller sowie eine Ergänzung des Dienstvertrages mit Herrn Wolfgang Moyses, die im Aufsichtsrat am 27. September 2019 verabschiedet wurde. Der Personalausschuss bereitete jeweils die entsprechenden Beschlussvorlagen vor, über die in den Sitzungen des Aufsichtsrats vom Aufsichtsratsplenum beschlossen wurde. Soweit Sitzungen der Ausschüsse stattfanden, ist darüber im Plenum des Aufsichtsrats berichtet worden. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat sich auch 2019 mit den Corporate-Governance-Grundsätzen im Unternehmen beschäftigt und die Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 7. Februar 2017 berücksichtigt. Der Aufsichtsrat hat ferner die Änderungen der Neufassung des Corporate Governance Kodex zur Kenntnis genommen und den Prüfungsausschuss gebeten, entsprechende Vorschläge für die Zukunft nach Inkrafttreten des ARUG II zu unterbreiten. Ein Vergütungssystem soll der ordentlichen Hauptversammlung 2021 vorgelegt werden. Parallel dazu soll die Geschäftsordnung für den Vorstand angepasst werden, um den Vorgaben des ARUG II zu entsprechen. Im Rahmen der Effizienzprüfung führt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Selbstevaluierung seiner Mitglieder durch und erörtert die Ergebnisse im Plenum. Angesichts der nur geringen Abweichungen der einzelnen Selbstevaluierungen in den Vorjahren wird die Selbstevaluierung in einem zweijährigen Turnus durchgeführt, zuletzt im Dezember 2019 für die Geschäftsjahre 2018 und 2019. Die Ergebnisse dieser Selbstevaluierung wurden in der ersten Aufsichtsratssitzung in 2020 vorgestellt und erörtert. Am 19. Dezember 2019 ist seitens des Vorstands und des Aufsichtsrats eine neue Entsprechenserklärung abgegeben worden, die in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB aufgenommen wurde und auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss bzw. den Konzernabschluss und den Lagebericht bzw. den Konzernlagebericht sowie den Nachhaltigkeitsbericht zusammen mit seinem an die Hauptversammlung zu richtenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vorgelegt. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Konzernabschluss ebenso wie den Jahresabschluss der SURTECO GROUP SE, den Lagebericht und den Konzernlagebericht und den Nachhaltigkeitsbericht geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der Nachhaltigkeitsbericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden im Prüfungsausschuss und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28. April 2020 in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers gemäß § 171 Abs. 1 Sätze 2 und 3 AktG ausführlich besprochen. Die vorgelegten Unterlagen haben wir geprüft. Von dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir Kenntnis genommen. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens und dem Nachhaltigkeitsbericht sind wir einverstanden. Dem Vorschlag des Vorstands, aufgrund der aktuellen Corona-Situation über die Verwendung des Bilanzgewinns zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden, schließen wir uns an. Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 unterbreitet, dem sich der Aufsichtsrat ebenfalls angeschlossen hat. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den weiteren Geschäftsführungen, den Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die von ihnen geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2019.
Buttenwiesen, im April 2020. Der Aufsichtsrat Dr.-Ing. Jürgen Großmann, Vorsitzender ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019SURTECO KONZERN UND SURTECO GROUP SE, BUTTENWIESENGrundlagen des KonzernsÜberblickDer SURTECO Konzern - oder SURTECO Gruppe - ist eine global agierende Gruppe sich ergänzender Unternehmen, die sich vor allem auf die Herstellung dekorativer Oberflächenbeschichtungen für Möbel, Fußböden oder für den Innenausbau spezialisiert haben. Die SURTECO GROUP SE dient dabei als steuernde Holdinggesellschaft. Die Erzeugnisse des SURTECO Konzerns werden überwiegend von der internationalen Fußboden-, Holzwerkstoff-, Caravan- und Möbelindustrie sowie von Schreinern und Handwerksbetrieben verarbeitet. Dabei werden in der Regel Holzwerkstoffe wie Span- oder Faserplatten beschichtet, die erst dadurch ihre finale Oberfläche mit entsprechenden optischen und haptischen Eigenschaften erhalten. Diese beschichteten Holzwerkstoffe dienen als Ausgangsmaterial bei der Herstellung von Möbeln, Türen, Laminatfußböden oder weiteren Erzeugnissen rund um die Inneneinrichtung. Mit Sockelleisten für den gewerblichen Bodenverleger sowie für Handel und Industrie des Innenausbaugewerbes bietet der Konzern zudem eine schlüssige Ergänzung für den Fußbodenbereich an. Auch technische Profile aus Kunststoff für alle Industriebereiche und Möbelrollladensysteme zählen zum Produktsortiment. Die umsatzstärkste Produktgruppe des SURTECO Konzerns setzt sich aus papier- und kunststoffbasierten Kantenbändern zusammen. Diese Erzeugnisse dienen der Veredelung der Schmalseiten bzw. der Schnittkanten von Holzwerkstoffplatten. Das Angebot reicht von Papierkantenbändern - auch Melaminkantenbänder genannt - in verschiedenen Varianten bis hin zu thermoplastischen Kantenbändern, die je nach Einsatzbereich aus unterschiedlichen Kunststoffen gefertigt werden. Die Finishfolien von SURTECO werden für die großflächige Beschichtung der Holzwerkstoffe verwendet und beeinflussen dadurch die optische und haptische Beurteilung der fertigen Werkstücke wie Möbel oder Paneele. Ebenso wie bei den Kantenbändern werden die Finishfolien sowohl auf Basis von technischen Spezialpapieren als auch auf der Basis von Kunststoffen produziert. Der SURTECO Konzern ist ebenfalls Produzent für Dekorpapiere (dekorative Drucke). Diese mit Holz-, Stein- oder Fantasiedekoren bedruckten Spezialpapiere dienen als dekorgebendes Material und werden für die konzerninterne Herstellung von Finishfolien und Imprägnaten verwendet sowie direkt an Kunden aus der Fußboden-, Möbel- oder Holzwerkstoffindustrie geliefert. Die Dekorentwicklung findet im konzerninternen Designstudio statt, das auch die zur Produktion benötigten Druckzylinder herstellt. Ebenso wie Finishfolien dienen die Imprägnate von SURTECO der großflächigen Veredelung der Holzwerkstoffe. Als Basis dient bedrucktes oder einfarbiges Dekorpapier, Overlay- oder Gegenzugpapier, das imprägniert, getrocknet und in Formate aufgeschnitten wird. Der Einsatzbereich liegt überwiegend bei besonders beanspruchten Oberflächen, wie zum Beispiel bei Laminatfußböden oder Arbeitsplatten. Die Sockelleisten des SURTECO Konzerns sind entweder durchgängig aus Kunststoff gefertigt oder mit einem Holzfaserkern in einem speziellen Dreifachextrusionsverfahren ummantelt und werden vorwiegend von gewerblichen Bodenverlegern verarbeitet. Speziell für Handel und Industrie des Innenausbaugewerbes werden zudem Kunststoffsockelleisten produziert, die zusammen mit Handelswaren als Komplettsortiment angeboten werden. Darüber hinaus hat der Konzern langjährige Erfahrung mit der Herstellung verschiedenster Extrusionsprodukte für den Innenausbau, für Möbelrollladensysteme und für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Mit der umfangreichen Produktpalette hält der Konzern nach eigener Einschätzung ein Alleinstellungsmerkmal im Markt. Die Produkte gelangen entweder per Direktvertrieb oder über konzerneigene Vertriebsstandorte sowie über Händler und Handelsvertreter auf allen Kontinenten zu den Kunden. Auch nutzt der Konzern vermehrt E-Commerce als Absatzkanal. Zu den bedeutendsten Absatzmärkten des Konzerns zählen Deutschland, Europa sowie Nord- und Südamerika. Produktions- und Vertriebsgesellschaften in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Asien sorgen für eine schnelle und auf den Zielmarkt abgestimmte Lieferung. Unternehmensinternes SteuerungssystemDie zentrale Steuerung des Konzerns erfolgt durch die Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE mit Sitz in Buttenwiesen, Bayern. Dabei werden die strategische Planung und Kontrolle, das konzernweite Finanz-, Investitions- und Risikomanagement, die Personalstrategie, das Konzernrechnungswesen, die IT-Steuerung sowie die Investor-Relations-Aktivitäten von der Holdinggesellschaft abgedeckt. Die einzelnen Tochtergesellschaften des Konzerns führen ihre Geschäfte anhand konzernweiter Vorgaben. Entsprechend ihres verwendeten Basismaterials waren bis zum Geschäftsjahr 2018 die Tochtergesellschaften den strategischen Geschäftseinheiten (SGE) Papier und Kunststoff zugeordnet. Aufgrund der Umgestaltung des Konzerns von einer Produkt- zu einer Branchenorientierung erfolgt die Steuerung des Unternehmens und damit auch die Segmentberichterstattung ab dem 1. Januar 2019 über die neuen Segmente (auch Business Units genannt) Decoratives, Profiles und Technicals, die die bisherigen Geschäftseinheiten Papier und Kunststoff ersetzen. Im Segment Decoratives ist die SURTECO GmbH inklusive ihrer Tochterunternehmen enthalten und bedient überwiegend die Holzwerkstoff-, Fußboden-, Türen- und Möbelindustrie sowie die Caravanindustrie. Das Segment Profiles besteht aus der Döllken Profiles GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften und versorgt gewerbliche Bodenverleger sowie die Industrie des Innenausbaugewerbes. Zusätzlich werden in diesem Segment durch dieselbe Art der Produktionsprozesse technische Profile für vielfältige industrielle Anwendungen wie beispielsweise für Reisemobile oder Nutzfahrzeuge hergestellt. Die Aktivitäten als Spezialhersteller in Nischenmärkten der Gesellschaften Kröning GmbH, Dakor Melamin Imprägnierungen GmbH und Gislaved Folie AB sowie bis zum 19. Juli 2019 das nordamerikanische Imprägniergeschäft sind im Segment Technicals gebündelt. Als bedeutsamste finanzielle Steuerungsgrößen verwendet der SURTECO Konzern Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT). Zudem gelangt eine zusammengefasste Betrachtung einiger Kennzahlen, die "Covenants", als bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen zum Einsatz. Hierbei werden die Kennzahlen Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Zinsdeckungsfaktor berücksichtigt. Dabei werden Schwellenwerte definiert, die nicht über- oder unterschritten werden sollen. Die Einhaltung oder Nichteinhaltung dieser "Covenants" wird überwacht und darüber berichtet. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen gelangen weder auf Konzernebene noch bei der Holdinggesellschaft als bedeutsame Steuerungsgrößen zur Anwendung. Für die SURTECO GROUP SE als Einzelgesellschaft spielen finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und somit auch deren Prognose eine untergeordnete Rolle. Die Einhaltung der gesellschaftsrechtlichen Anforderungen bleibt dabei jedoch unberührt. Segment DecorativesDecoratives umfasst die SURTECO GmbH einschließlich ihrer Tochterunternehmen * . An ihrem Firmensitz in Buttenwiesen hat sich die SURTECO GmbH auf die Herstellung von Dekorpapieren und Finishfolien fokussiert. Am Produktionsstandort in Sassenberg produziert die SURTECO GmbH Papierkantenbänder und Finishfolien und am Produktionsstandort in Laichingen Finishfolien. Am Produktionsstandort in Gladbeck werden Kunststoffkantenbänder hergestellt. In den USA produziert und vertreibt die Tochtergesellschaft BauschLinnemann North America, Inc., Myrtle Beach, SC, ihre speziell auf den nordamerikanischen Markt abgestimmten Finishfolien, während SÜDDEKOR LLC, Agawam, Dekorpapiere für die USA fertigt. An die Vertriebsgesellschaften in Großbritannien (SURTECO UK Ltd., Burnley) und in Italien (SURTECO Italia s.r.l., Martellago) und Russland (SURTECO OOO, Moskau) werden Halbfertigerzeugnisse geliefert, die auftragsbezogen konfektioniert und ausgeliefert werden. Die Herstellung von Kunststoffkantenbändern im Ausland findet in den USA (SURTECO USA Inc., Greensboro, NC), in Kanada (SURTECO Canada Ltd., Brampton, Ontario), in Australien (SURTECO Australia Pty Limited, Sydney) und Indonesien (PT Doellken Bintan Edgings & Profiles, Batam) statt. Die Probos-Gruppe produziert Kunststoffkantenbänder an ihrem Hauptsitz in Portugal (Probos - Plásticos, S. A., Mindelo) und in Brasilien (Proadec Brasil Ltda., São José dos Pinhais). Vertriebsgesellschaften der Probos-Gruppe befinden sich in Deutschland (Proadec Deutschland GmbH, Bad Oeynhausen), in Großbritannien (Proadec UK Ltd., Greenhithe) und in Mexiko (Chapacinta, S. A. de C. V., Tultitlán). Ein Vertriebsstandort der SURTECO Canada Ltd. in Mexiko (Canplast Mexico S.A. de C.V., Chihuahua) betreut als Joint Venture zusätzlich den Markt in Mexiko. Zudem sorgen die Tochtergesellschaften der SURTECO GmbH als Vertriebsgesellschaften in Singapur (SURTECO PTE Ltd.), Frankreich (SURTECO France S.A.S., Beaucouzé), Spanien (SURTECO Iberia S.L., Madrid) und der Türkei (SURTECO DEKOR A. §., Istanbul) für eine weltweite Belieferung. Zuständig für die Entwicklung neuer Dekore und für die Gravur neuer Druckzylinder ist die SURTECO art GmbH in Willich. Segment ProfilesFür gewerbliche Bodenverleger sowie für Handel und Industrie des Innenausbaugewerbes fertigt die Döllken Profiles GmbH an ihrem Stammsitz in Bönen * und ihrer Niederlassung in Nohra Boden- und Sockelleisten sowie Wandabschlusssysteme. Das zum Verlegen der Produkte benötigte Zubehör sowie weitere Produkte rund um den Fußboden werden als Handelswaren zusätzlich angeboten. Die Gesellschaft unterhält Vertriebsstandorte in Polen (Döllken Sp. z o.o., Sosnowiec) und Tschechien (Döllken CZ s.r.o., Prag) und einen Produktionsbetrieb für technische Profile in Dunningen. Die Nenplas Ltd. inklusive ihrer Tochtergesellschaft Polyplas Extrusions Ltd., beide Ashbourne, UK, (Nenplas-Gruppe) stellt ebenfalls technische Profile für vielfältige industrielle Anwendungen her. Segment TechnicalsDie Herstellung und der Vertrieb von Imprägnaten in Deutschland erfolgt über die Dakor Melamin Imprägnierungen GmbH in Heroldstatt * . Der Produktionsstandort für Imprägnate der SÜDDEKOR LLC, USA, in East Longmeadow wurde ebenfalls der Business Unit Technicals zugeordnet, jedoch zum 19. Juli 2019 veräußert. Die Produktion von Finishfolien auf Kunststoffbasis sowie von technischen Kunststofffolien zur Weiterverarbeitung zu Teppichen und für weitere Industriebereiche übernimmt die Gislaved Folie AB in Gislaved, Schweden. Die Kröning GmbH in Hüllhorst ist ein Spezialanbieter für Oberflächenbeschichtungen mit individuellen kundenspezifischen Anforderungen. Das Produktportfolio umfasst Kantenbänder, Finishfolien und mehrlagige Hybridfolien aus Echtmetall, Papier und Kunststoff. Leitung und KontrolleGemäß den für eine Societas Europaea (SE) gültigen Regeln findet die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft in den ersten sechs Monaten nach Ende eines Geschäftsjahres statt. Änderungen der Satzung können nur durch Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung und mit der darauffolgenden Eintragung in das Handelsregister rechtskräftig erfolgen. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er besteht aus neun Mitgliedern. Sechs Mitglieder werden von der Hauptversammlung als Vertreter der Aktionäre gewählt. Drei Mitglieder werden von den Betriebsräten der drei mitarbeiterstärksten inländischen Betriebe als Vertreter der Arbeitnehmer entsandt. Das Management des SURTECO Konzerns arbeitet nach dem dualen Führungs- und Kontrollsystem, demzufolge die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden und die Geschäfte der Gesellschaft nach den Gesetzen, der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat führen. Vorstand und Aufsichtsrat richten ihr Handeln und ihre Entscheidungen am Unternehmensinteresse aus. Sie verpflichten sich dem Ziel, im Einklang mit den Interessen der Aktionäre, der Geschäftspartner, der Mitarbeiter und des Gemeinwesens, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDa sich das Wirtschaftswachstum auf die Anschaffungs- und Investitionsneigung der Verbraucher und somit auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungsangeboten auswirkt, ist die generelle Konjunkturentwicklung länderübergreifend ein guter Indikator für die operative Geschäftstätigkeit des SURTECO Konzerns. Der überwiegende Teil des Konzernumsatzes wird in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Australien generiert. Bezogen auf die Kundenindustrien dominiert wie schon in den Vorjahren die Nachfrage aus den Möbel-, Fußboden-, Türen- und Holzwerkstoffindustrien; zudem bedient der Konzern Kunden im Innenausbaugewerbe, der Caravan-Industrie und als Zulieferer von Kreuzfahrtschiffen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im "World Economic Outlook" vom April 2020 expandierte die Weltwirtschaft 2019 um 2,9 % (2018: +3,6 %). Zu Beginn des Berichtsjahres hatten sich die Experten des IWF mit plus 3,5 % für 2019 optimistischer gezeigt. Belastungen des Handelsstreits zwischen China und den USA, Unsicherheiten aufgrund der Brexit-Diskussionen sowie eine Verlangsamung des Wachstums in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern hatten im Jahresfortgang zu mehreren Revisionen der Prognosen nach unten geführt. Im Zwölfmonatsrückblick wiesen die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,7 % (2018: +2,2 %) aus, die der Schwellen- und Entwicklungsländer von 3,7 % (2018: +4,5 %). Die US-Wirtschaft verzeichnete nur ein eher moderates Plus von 2,3 % (2018: +2,9 %). In der Eurozone fiel dieses mit 1,2 % (2018; +1,9) deutlich schwächer aus. Insbesondere das Wachstum in Deutschland (+ 0,6 % nach +1,5 % in 2018) blieb unter den Werten des Vorjahres, wie auch in Frankreich (+1,3 % nach +1,7 %), Italien (+0,3 % nach +0,8 %) und Spanien (+2,0 % nach +2,4 %). Großbritannien erzielte angesichts der Brexit-Problematik dagegen ein vergleichsweise stabiles Wachstum von 1,4 % (2018: +1,3 %). Der Aufschwung in Zentral- und Osteuropa 2 lag mit +2,1 % deutlich unter dem Vorjahreswert von +3,2 %. Die Wachstumsdynamik in China als treibende Kraft Asiens nahm weiter ab und ging im Jahresvergleich um 60 Basispunkte auf +6,1 % nach unten. Unterhalb der ursprünglichen Erwartungen entwickelten sich auch die Ökonomien der anderen BRIC-Staaten Brasilien (+1,1 % nach +1,3 % in 2018), Russland (+1,3 % nach +2,5 %) und Indien +4,2 % (2018: 6,1 %). 1
1 Quelle: Internationaler Währungsfonds
(IWF), World Economic Outlook, April 2020. Die
Vorjahreswerte können sich aufgrund aktualisierter
Daten gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht des
Vorjahres geändert haben.
Wirtschaftswachstum 2019 in % 1 :
Geschäftsverlauf KonzernAuch nach dem Verkauf des nordamerikanischen Imprägniergeschäfts im Juli 2019 lag der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2019 mit Mio. € 675,3 (Vorjahr: Mio. € 699,0) innerhalb der im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahrs kommunizierten Umsatzprognose von Mio. € 670 bis Mio. € 700. Unter Berücksichtigung, dass das veräußerte Geschäft noch mit ca. Mio. € 33 für das ganze Jahr in der Prognose berücksichtigt wurde, erreichte der Konzern, bereinigt um das veräußerte Geschäft, das obere Ende der Spanne. Die Geschäftsentwicklung im Segment Decoratives lag erwartungsgemäß leicht unter Vorjahr, während die Umsatzentwicklung des Segments Technicals veräußerungsbedingt, aber auch operativ deutlicher nachgab als prognostiziert. Dafür konnte aufgrund der breiten Branchendifferenzierung das Segment Profiles die Erwartungen nach einer leichten Umsatzsteigerung sogar übertreffen. Konzernweit gaben die Umsätze im Binnenmarkt um 1 % und im übrigen Europa um 3 % nach. Der Rückgang in Nord- und Südamerika von 6 % ist nahezu ausschließlich dem Wegfall des veräußerten Imprägniergeschäfts geschuldet. In Asien machte sich die sinkende Wirtschaftsdynamik sowie gestiegener Preisdruck mit einem Rückgang der Umsätze um 16 % bemerkbar, wohingegen in Australien das Geschäft um 2 % gesteigert werden konnte. Der Auslandsumsatzanteil lag im Geschäftsjahr 2019 bei 75 % nach 76 % im Vorjahr. SURTECO KONZERN Umsatzerlöse in Mio. €
DecorativesDie Produkte des Segments Decoratives werden hauptsächlich von der Holzwerkstoffbranche, der Wohn-, Büro- und Küchenmöbelindustrie sowie der Türen-, Fußboden- und Caravanindustrie weiterverarbeitet. Laut Bundesamt für Statistik gaben in Deutschland die Umsätze der Holzwerkstoffhersteller in 2019 um rund 4 % gegenüber dem Vorjahr nach, während die Hersteller für Büro-, Laden-, Küchen- und sonstige Möbel in diesem Zeitraum einen leichten Umsatzrückgang verzeichneten. Dies korreliert mit der globalen Abschwächung des Wirtschaftswachstums, da nach Erfahrung der Gesellschaft die Anschaffungsneigung für langlebige Produkte wie Möbel mit nachlassender Wirtschaftsleistung abnimmt. Zudem stand die Absatzmenge für Laminatfußboden in 2019 erneut unter Druck. So haben laut Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF) die Mitglieder des Verbands in 2019 weltweit 1,5 % weniger Menge abgesetzt als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund gaben die Außenumsätze (um Konzerninnenumsätze bereinigtes Geschäft) des Segments Decoratives in 2019 wie im letzten Jahresfinanzbericht erwartet leicht nach und erreichten Mio. € 495,9 nach Mio. € 502,6 in 2018 (die Pro-Forma Umsätze 2018 im letzten Jahresfinanzbericht von Mio. € 519,1 waren inklusive Konzerninnenumsätze gerechnet). Am deutlichsten zeigte sich der Rückgang bei Finishfolien (-5 %) und bei Kantenbändern (-3 %). Die Umsätze mit dekorativen Drucken blieben auf dem Vorjahresniveau. Mit sonstigen Produkten und Handelswaren wurde eine Umsatzsteigerung von 13 % erzielt. ProfilesDas Segment Profiles bedient mit Sockelleisten für den gewerblichen Bodenverleger und für Bau- und Heimwerkermärkte den Fußbodenmarkt mit den Belägen Laminat, Parkett, Teppich und elastische Bodenbeläge. Zudem beliefert das Segment mit technischen Kunststoffprofilen nahezu alle industriellen Branchen sowie den Bausektor. Insofern verfügt Profiles insbesondere bei den technischen Profilen über eine breitere Branchendiversifizierung als die anderen Segmente. Durch Fokussierung auf individuelle Wachstumsbereiche der jeweiligen Absatzregionen gelang im Geschäftsjahr 2019 eine weitere Durchdringung der Märkte im Sockelleistenbereich. So stiegen durch verstärkte Vertriebsaktivitäten die Umsätze mit Sockelleisten um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäfte mit Handelswaren, die ergänzend zu den Sockelleisten angeboten werden, erhöhten sich im Geschäftsjahr 2019 um 7 % gegenüber 2018. Eine rückläufige Nachfrage nach technischen Profilen, insbesondere in der britischen Caravan- und Bauindustrie, konnte durch Neukundengewinnung in anderen Branchen kompensiert werden. So stiegen insgesamt die Umsätze mit technischen Profilen um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete Profiles im Geschäftsjahr 2019 Außenumsätze in Höhe von Mio. € 92,7 nach Mio. € 86,3 im Vorjahr. Die Prognose aus dem Vorjahr nach leicht steigenden Umsatzerlösen wurde somit übertroffen. TechnicalsDie Umsatzerlöse des Segments Technicals im Geschäftsjahr 2019 wurden im Wesentlichen durch den Verkauf des nordamerikanischen Imprägniergeschäfts im Juli 2019 und durch die anhaltend rückläufige Nachfrage bei Laminatfußböden beeinflusst. Das veräußerte nordamerikanische Imprägniergeschäft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 bis zum Verkauf im Juli Umsätze in Höhe von Mio. € 16,9. Der Verkauf erfolgte vor dem Hintergrund einer geplanten Verschlankung der Konzernstrukturen. Das Segment produziert weiterhin Imprägnate in Deutschland, die im Geschäftsjahr 2019 jedoch weiterhin unter der rückläufigen Nachfrage im Laminatfußbodenmarkt litten. So gaben die Umsätze mit Imprägnaten um 33 %, und bereinigt um das veräußerte Geschäft um 23 % gegenüber dem Vorjahr nach. Die Geschäfte mit Finishfolien lagen im Geschäftsjahr 2019 um 7 % unter dem Vorjahr. Das Kantengeschäft des Segments für Nischenmärkte in der Möbelindustrie stieg in 2019 um 8 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt gab somit der Außenumsatz des Segments Technicals um 21 % auf Mio. € 86,7 (Vorjahr: Mio. € 110,1) nach. Bezogen auf die fortgeführten Geschäftsbereiche lag der Umsatz immer noch deutlich unter dem Vorjahr und somit unter der Prognose aus dem zusammengefassten Lagebericht des Vorjahrs (leichter Umsatzrückgang). SEGMENTE
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| 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 60,7 | 84,0 |
| Erwerb von Sachanlagevermögen | -45,0 | -33,6 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -2,5 | -2,8 |
| Erlöse/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | -2,5 | -0,4 |
| Ausschüttung von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 0,5 | 0,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -49,5 | -36,1 |
| Free Cashflow | 11,2 | 47,9 |
Bilanzstruktur des SURTECO Konzerns
Aktiva
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31.12.2018
Mio. € |
Anteil an Bilanzsumme
in % |
31.12.2019
Mio. € |
Anteil an Bilanzsumme
in % |
|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 343,7 | 40,7 | 281,8 | 36,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 500,8 | 59,3 | 498,5 | 63,9 |
| Bilanzsumme | 844,5 | 100,0 | 780,3 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Kurzfristige Schulden | 177,9 | 21,1 | 123,4 | 15,8 |
| Langfristige Schulden | 313,4 | 37,1 | 302,3 | 38,8 |
| Eigenkapital | 353,2 | 41,8 | 354,6 | 45,4 |
| Bilanzsumme | 844,5 | 100,0 | 780,3 | 100,0 |
Bilanzkennzahlen des SURTECO Konzerns
| 2018 | 2019 | |
| Eigenkapitalquote in % | 41,8 | 45,4 |
| Verschuldungsgrad in % | 56 | 51 |
| Working Capital in Mio. € | 119,4 | 112,8 |
| Zinsdeckungsfaktor | 12,0 | 9,6 |
| Operative Schuldendeckung in % | 30,0 | 30,4 |
Bilanzentwicklung
Zum 31. Dezember 2019 verkürzte sich die Bilanzsumme des Konzerns um 8 % auf Mio. € 780,3 (31. Dezember 2018: Mio. € 844,5). Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen die avisierte Rückführung der letzten Tranche eines US-Private-Placements (USPP) im August 2019 mit einem Volumen von Mio. € 60. Hieraus resultierend verringerten sich auf der Aktivseite der Bilanz die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Mio. € 83,6 nach Mio. € 120,9 zum Bilanzstichtag 2018. Aufgrund des vollzogenen Verkaufs des nordamerikanischen Imprägniergeschäfts wurden die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte ausgebucht. Somit sanken die kurzfristigen Vermögenswerte von Mio. € 343,7 zum Vorjahresstichtag auf Mio. € 281,8 zum 31. Dezember 2019. Die Minderung der langfristigen Vermögenswerte von Mio. € 500,8 auf Mio. € 498,5 lässt sich überwiegend auf ein geringeres Sachanlagevermögen von Mio. € 236,9 (Vorjahr: Mio. € 255,8) im Vorjahr sowie aktive latente Steuern von Mio. € 8,8 (Vorjahr: Mio. € 18,3) zurückführen.
Auf der Passivseite minderten sich aufgrund der Rückführung des USPP die kurzfristigen Finanzschulden von Mio. € 65,9 auf Mio. € 8,9 zum Bilanzstichtag 2019. Die Restrukturierungsaufwendungen für den geplanten Abbau von ca. 175 Arbeitsplätzen führten zur Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen von Mio. € 11,6 auf Mio. € 20,0. Kumuliert sanken die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag 2019 auf Mio. € 123,4 (2018: Mio. € 177,9). Die langfristigen Schulden lagen mit Mio. € 302,3 unter dem Vorjahreswert von Mio. € 313,4.
Das Eigenkapital stieg von Mio. € 353,2 zum Jahresende 2018 auf Mio. € 354,6 zum 31. Dezember 2019. In Verbindung mit der verkürzten Bilanzsumme erhöhte sich somit die Eigenkapitalquote von 41,8 % auf nunmehr 45,4 %. Die Nettofinanzverschuldung gab deutlich nach und lag zum Jahresende 2019 bei Mio. € 179,9 nach Mio. € 197,5 im Vorjahr. Auch das Working Capital verbesserte sich von Mio. € 119,4 im Vorjahr auf Mio. € 112,8 zum Bilanzstichtag 2019. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Covenants (-> unternehmensinternes Steuerungssystem) eingehalten. Zum 31. Dezember 2019 verfügte der Konzern über externe Kreditlinien von Mio. € 34,5. Davon waren zu diesem Zeitpunkt Mio. € 0,6 in Anspruch genommen.
Aufwandspositionen
Für alle Segmente des Konzerns stellen aufgrund der materialintensiven Produktion die Materialaufwendungen die bedeutendste Aufwandsposition dar. Dabei verarbeiten die Segmente Decoratives und Technicals überwiegend technische Rohpapiere, verschiedene Kunststoffe sowie chemische Zusatzstoffe. Profiles verbraucht überwiegend Kunststoffe. Im Geschäftsjahr 2019 gaben die Kunststoff-Einkaufspreise des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr teils deutlich nach. Bei den technischen Rohpapieren war zwar eine Entspannung bei der Beschaffung zu spüren, aufgrund des sogenannten Tankereffekts, der aus den Produktions- und Lieferzeiten der Papiere entsteht, schlagen sich die nachlassenden Preise jedoch nur mit Verzögerung auf die Materialaufwendungen durch. Dadurch verharrten die durchschnittlichen Papierpreise in 2019 auf dem hohen Vorjahresniveau. Die Einkaufspreise für chemische Zusatzstoffe gestalteten sich uneinheitlich. Während Tränkharze unter den Vorjahrespreisen notierten, stiegen die Kosten für Lacke und Lackrohstoffe leicht an. Zudem erhöhten sich die Energiekosten deutlich gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere in den deutschen Produktionswerken stiegen trotz geringerem Verbrauch die Aufwendungen für Strom und Gas. Dennoch gab die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) im Konzern gegenüber dem Vorjahr nach und sank von 49,5 % im Vorjahr auf 48,2 % im Geschäftsjahr 2019. Unter Berücksichtigung des veräußerten Imprägniergeschäfts sanken die Materialaufwendungen des Konzerns von Mio. € 349,6 im Vorjahr deutlich auf Mio. € 326,5 im Geschäftsjahr 2019.
Der Hauptgrund für die Erhöhung der Personalaufwendungen von Mio. € 185,3 im Vorjahr auf Mio. € 186,2 liegt in den Rückstellungen für einen geplanten Abbau von ca. 175 Arbeitsplätzen. Während die Rückstellungen im Wesentlichen das Segment Decoratives betrafen, lagen bei Profiles die Personalaufwendungen aufgrund gesteigerter Gesamtleistung über dem Vorjahr. Bei Technicals schlug sich der Verkauf des nordamerikanischen Imprägniergeschäfts positiv in den Kosten nieder. Bereinigt um die Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Personalmaßnahmen (Mio. € 12,6 für das Geschäftsjahr 2019 und Mio. € 6,1 für 2018) gaben die Personalaufwendungen des Konzerns aufgrund der gesunkenen Personalstärke leicht nach. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Geschäftsjahr 2019 von einmaligen Rückstellungen für Bereinigungen in der Gesellschaftsstruktur belastet, sanken wegen einer strikten Kostendisziplin jedoch von Mio. € 103,5 im Vorjahr auf Mio. € 102,7 in 2019. Im Verhältnis zur Gesamtleistung lag die entsprechende Quote mit 15,2 % dennoch leicht über dem Vorjahresniveau (14,7 %).
Investitionen
Der Konzern investierte im Geschäftsjahr 2019 insgesamt Mio. € 36,4 (Vorjahr: Mio. € 47,5) in das Anlagevermögen. Auf das Sachanlagevermögen entfiel dabei ein Zugang von Mio. € 33,6 (Vorjahr: Mio. € 45,0) und auf die immateriellen Vermögenswerte ein Zugang von Mio. € 2,7 (Vorjahr: Mio. € 2,5). Im Segment Decoratives betrugen die Zugänge des Anlagevermögens Mio. € 24,3 nach Mio. € 36,8 im Vorjahr. Neben Ersatzinvestitionen flossen die größten Zahlungen und Anzahlungen in die Anschaffung von Druckzylindern, neuen Produktionsanlagen sowie in technische Erweiterungen bestehender Anlagen.
Die Zugänge im Segment Profiles wurden im Wesentlichen für den Ausbau eines Zentrallagers mit einer Erweiterung der Produktionsfläche sowie Erweiterungsinvestitionen in Produktionsanlagen verwendet und betrugen Mio. € 9,0 (Vorjahr: Mio. € 7,0). Auf das Segment Technicals entfielen Mio. € 3,0 nach Mio. € 3,6 in 2018, überwiegend für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie für Investitionen in Gebäudetechnik.
Ergebnis Konzern
Vor dem Hintergrund der veräußerten Imprägnierungsaktivitäten im Juli 2019, einer leicht rückläufigen operativen Geschäftsentwicklung sowie einmaliger Bestandsabwertungen sank die Gesamtleistung des Konzerns von Mio. € 706,5 im Vorjahr auf Mio. € 676,8 im Geschäftsjahr 2019. Veräußerungsbedingt fielen trotz Restrukturierungsaufwendungen für Personalanpassungen die Aufwandspositionen insgesamt auf Mio. € 615,4 nach Mio. € 638,4 im Vorjahr. Unter Hinzurechnung von sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von Mio. € 4,8 (Vorjahr: Mio. € 4,3) ergibt sich ein Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) von Mio. € 66,3 (Vorjahr: Mio. € 72,8). Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von Mio. € 45,2 (Vorjahr: Mio. € 40,6) wurden getrieben von höheren Investitionen in den Vorjahren, negativen Auswirkungen in Höhe von Mio. € 3,6 der neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschrift IFRS 16 sowie von außerplanmäßigen Abschreibungen von Produktionsanlagen. Insofern sank das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) auf Mio. € 21,1 nach Mio. € 32,2 im Vorjahr. Bereinigt um die einmalige Restrukturierungsrückstellung sowie sonstige einmalige Sondereffekte in Höhe von insgesamt Mio. € 19,4 wurde ein EBIT von Mio. € 40,5 und somit die Ergebnisprognose aus dem Vorjahr erreicht. Das Finanzergebnis in Höhe von Mio. € -4,9 (Vorjahr: Mio. € -5,1) war von der Rückführung der letzten Tranche aus dem USPP im August 2019 sowie von Währungskurseffekten und einmaligen Aufwendungen für die Bereinigung der Unternehmensstruktur beeinflusst. Somit lag das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Geschäftsjahr 2019 bei Mio. € 16,2 nach Mio. € 27,1 im Vorjahr. Abzüglich der Ertragsteuern in Höhe von Mio. € 6,5 (2018: Mio. € 8,2) und unter Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteilseigener (Mio. € 0,3 in 2018 und 2019) wurde ein Konzerngewinn von Mio. € 9,4 (Vorjahr: Mio. € 18,6) erreicht. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien blieb konstant bei 15,5 Mio. Stück. Insofern betrug das Ergebnis je Aktie € 0,61 nach € 1,20 im Vorjahr.
Ergebnis der Segmente
Die beschriebenen Restrukturierungs- und Sonderaufwendungen im Geschäftsjahr 2019 betreffen überwiegend das Segment Decoratives. Insofern sank das EBIT des Segments von Mio. € 25,5 im Vorjahr auf Mio. € 14,3 im Geschäftsjahr 2019. Bereinigt um die einmaligen Belastungen in Höhe von Mio. € 19,0 erreichte das Segment die Vorjahresprognose.
Aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung in den fortgeführten Geschäftsbereichen des Segments Technicals gab das Ergebnis entgegen den Erwartungen aus dem Vorjahr deutlich nach und lag bei Mio. € 2,3 im Geschäftsjahr 2019 (2018: Mio. € 3,9). Das EBIT des Segment Profiles lag mit Mio. € 9,5 wie prognostiziert leicht über dem Vorjahreswert von Mio. € 9,3.
Jahresabschluss SURTECO GROUP SE
Der Abschluss der Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE wurde unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Bilanzsumme der SURTECO GROUP SE minderte sich von Mio. € 647,0 im Vorjahr auf Mio. € 575,0 zum 31. Dezember 2019. Auf der Aktivseite der Bilanz blieb das Anlagevermögen mit Mio. € 314,3 etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (Mio. € 314,7). Die Rückführung der letzten Tranche aus dem USPP führte zur Abnahme des Kassenbestands von Mio. € 102,1 im Vorjahr auf Mio. € 59,8. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen minderten sich von Mio. € 221,4 zum Vorjahresstichtag auf Mio. € 191,7. Insofern sank das Umlaufvermögen von Mio. € 331,6 im Vorjahr auf Mio. € 260,0 zum 31. Dezember 2019. Auf der Passivseite lagen überwiegend aufgrund der Rückführung der Tranche aus dem USPP die Verbindlichkeiten mit Mio. € 279,5 unter dem Vorjahreswert von Mio. € 343,3. Das Eigenkapital sank auf Mio. € 293,5 nach Mio. € 297,6 zum Jahresende 2018. In Verbindung mit der gesunkenen Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 51,0 % nach 46,0 % im Vorjahr.
In den Umsatzerlösen der SURTECO GROUP SE von Mio. € 1,6 (Vorjahr: Mio. € 2,2) spiegeln sich ausschließlich Konzernumlagen wider. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sanken von Mio. € 14,7 im Vorjahr auf Mio. € 13,8 im Geschäftsjahr 2019. Der Personalaufwand im Vorjahr von Mio. € 6,6 war von Rückstellungen für den Wechsel im Vorstand belastet. Insofern gab der Personalaufwand der SURTECO GROUP SE im Geschäftsjahr 2019 auf Mio. € 3,9 nach. Das Zinsergebnis verbesserte sich aufgrund der Rückführung der Tranche aus dem USPP von Mio. € -5,2 in 2018 auf Mio. € -4,1 im Berichtszeitraum. Nach Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € -0,3 (Vorjahr: Mio. € -1,6) verblieb ein Jahresüberschuss von Mio. € 4,4 nach Mio. € 0,8 im Vorjahr.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die operative Entwicklung des SURTECO Konzerns war im Geschäftsjahr 2019 von der weiterhin rückläufigen Nachfrage in der Laminatfußbodenindustrie sowie von einem generell gesättigten Markt in der europäischen Möbelbranche geprägt. Gestiegene Geschäfte im Segment Profiles konnten diese Entwicklung nicht kompensieren, sodass, auch um alle Sondereffekte bereinigt, der Umsatz unter dem Vorjahr blieb. Vor diesem Hintergrund wurden Rückstellungen für Personalanpassungen gebildet, die das Ergebnis in 2019 um Mio. € 12,6 belasteten. Einhergehend mit einer Fokussierung auf Wachstumsbereiche und entsprechenden Investitionen soll mit der Restrukturierung einer schleichenden Erosion der Gewinne vorgebeugt werden. Zudem fielen im Geschäftsjahr 2019 noch einmalige Abwertungen von Beständen und Sonderabschreibungen auf Anlagen in Höhe von insgesamt Mio. € 6,8 an. Aufgrund der weiterhin soliden Bilanzkennzahlen und der positiven Kapitalflüsse sieht sich die Gesellschaft dennoch gut aufgestellt.
SURTECO
KONZERN EBITDA
in Mio. €
SURTECO
KONZERN EBIT
in Mio. €
SURTECO
KONZERN EBT
in Mio. €
Forschung und Entwicklung
Das umfangreiche Produktsortiment des SURTECO Konzerns erfordert Fertigungskonzepte mit entsprechenden Kompetenzzentren. Dementsprechend ist jeder Produktionsstandort auf die Fertigung eines bestimmten Produkts oder einer Produktgruppe spezialisiert. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E) arbeiten deshalb dezentral, um auf die speziellen Erfordernisse für jede Anwendung gezielt eingehen zu können. Die Hauptaufgaben der F&E-Abteilungen liegen in der Weiterentwicklung der technischen Eigenschaften der Produkte, wie ein weiterer Fortschritt bei Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit, neuen Oberflächenvarianten mit optischen und haptischen Effekten oder einer weiteren Verbesserung der Verarbeitbarkeit.
Aufgrund der Neustrukturierung der Segmente wurde die Zuordnung der F&E-Mitarbeiter/-innen angepasst. Die Mitarbeiter/ -innen der Qualitätskontrolle sind seit dem Geschäftsjahr 2019 der Produktion zugeordnet. So waren in 2019 durchschnittlich 168 Mitarbeiter/ -innen (Vorjahr: 212) in den F&E-Abteilungen beschäftigt. Die Personal- und Sachaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen Mio. € 3,6 nach Mio. € 4,7 im Vorjahr. Die Personalkosten der F&E-Mitarbeiter/-innen sind in den Personalaufwendungen des Konzerns enthalten.
Mitarbeiter und Ausbildung
Mitarbeiter nach Regionen
| Standort | Mitarbeiter 31.12.2018 | Mitarbeiter 31.12.2019 | Veränderung |
| Deutschland | 1.847 | 1.782 | -65 |
| Portugal | 268 | 253 | -15 |
| Brasilien | 154 | 183 | +29 |
| Großbritannien | 178 | 173 | -5 |
| USA | 247 | 161 | -86 |
| Kanada | 130 | 126 | -4 |
| Schweden | 108 | 120 | +12 |
| Asien | 115 | 113 | -2 |
| Australien | 99 | 102 | +3 |
| Polen | 41 | 42 | + 1 |
| Mexiko | 32 | 35 | +3 |
| Italien | 28 | 26 | -2 |
| Frankreich | 24 | 22 | -2 |
| Russland | 13 | 13 | - |
| Tschechien | 9 | 13 | +4 |
| Türkei | 11 | 10 | -1 |
| 3.304 | 3.174 | -130 |
Die Anzahl der Mitarbeiter/ -innen sank von 3.304 zum Jahresende 2018 auf 3.174 zum 31. Dezember 2019. Dies ist im Wesentlichen auf ein Optimierungsprogramm zur Anpassung der Prozesse und Strukturen an die veränderten Marktbedingungen sowie auf die Veräußerung des nordamerikanischen Imprägniergeschäfts im Juli 2019 zurückzuführen. So gab in der Jahresdurchschnittsbetrachtung die Zahl der Beschäftigten von 3.329 in 2018 auf 3.217 in 2019 nach. Da das Optimierungsprogramm überwiegend im Segment Decoratives angesiedelt war, sank die Anzahl der Mitarbeiter/ -innen hier auf 2.408 nach 2.563 im Vorjahr. Im Segment Technicals gab die Anzahl der Beschäftigten, bereinigt um das veräußerte Imprägniergeschäft, von durchschnittlich 277 im Vorjahr auf 271 nach. Im Segment Profiles stieg hingegen die Anzahl der Mitarbeiter/ -innen von 468 in 2018 auf 491 im Jahr 2019. In der Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE waren in 2019 durchschnittlich 19 Mitarbeiter/ -innen beschäftigt nach 20 im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr sank sowohl das Durchschnittsalter der Beschäftigten auf 41,9 Jahre (Vorjahr: 42,5) als auch die mittlere Betriebszugehörigkeit auf 12,3 Jahre (Vorjahr: 12,7). Einhergehend mit der gesunkenen Mitarbeiterzahl in Deutschland sank auch die Zahl der Auszubildenden von 124 im Vorjahr auf durchschnittlich 103 im Geschäftsjahr 2019. Die Ausbildungsquote, errechnet aus dem Verhältnis der Auszubildenden und der Anzahl der Beschäftigten in Deutschland, sank von 6,7 % im Vorjahr auf 5,8 % im Berichtszeitraum.
Risiko- und Chancenbericht
Risikomanagement-System
Der SURTECO Konzern mit seinen Tochtergesellschaften ist aufgrund der globalen Aktivitäten und des intensiven Wettbewerbs einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei jedes Ereignis, das für den SURTECO Konzern gegenwärtig und/oder zukünftig zu einer negativen Abweichung der geplanten Unternehmensziele führen kann. Der Konzern geht bewusst Risiken ein, damit das nachhaltige Wachstum sichergestellt und der Unternehmenswert gesteigert werden kann, vermeidet aber unangemessene Risiken. Die verbleibenden Risiken werden durch adäquate Maßnahmen verringert und gesteuert. Vorhersehbare Risiken werden grundsätzlich durch Versicherungen und derivative Finanzinstrumente abgedeckt, falls dies zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen möglich ist. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Versicherungsschutz bzw. die Absicherung mit Finanzinstrumenten in Einzelfällen nicht ausreicht oder dass für bestimmte Risiken ein adäquater Schutz nicht erhältlich ist.
Das Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil des konzerneinheitlichen Strategie- und Planungsprozesses. Es besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen, die in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation integriert sind. Im SURTECO Konzern ist der Vorstand für die Risikopolitik und das interne Management- und Kontrollsystem verantwortlich. Die Risikoidentifikation erfolgt vom Vorstand zusammen mit dem Management der Tochtergesellschaften. Das Management der Tochtergesellschaften übernimmt die Vorgaben des Vorstands und ist in diesem Rahmen für die Risiken, die es bei seinen Geschäften eingeht, eigenverantwortlich. Im Rahmen der Führungsaufgaben bindet das Management die Mitarbeiter in das Risikomanagement ein. Im konzernweit gültigen Risikomanagement-Handbuch sind verbindliche Regelungen des Risikomanagement-Prozesses festgelegt. So werden die erfassten Einzelrisiken aufgrund ihrer erwarteten finanziellen Bruttobelastung auf das EBT für das laufende und die folgenden Jahre anhand der nachfolgenden Tabellen in Schadens- und Wahrscheinlichkeitsklassen zugeordnet, wobei Einzelrisiken bis Mio. € 1,0 von den Einzelgesellschaften grundsätzlich eigenverantwortlich zu bewältigen sind.
| Schadensklasse | Qualitativ | Quantitativ |
| 1 | Spürbar | > Mio. € 1,0 - Mio. € 2,0 |
| 2 | Bedeutsam | > Mio. € 2,0 - Mio. € 3,0 |
| 3 | Erheblich | > Mio. € 3,0 - Mio. € 4,5 |
| 4 | Bestandsgefährdend | > Mio. € 4,5 |
| Wahrscheinlichkeitsklasse | Qualitativ | Quantitativ |
| 1 | Gering | 0 % - 24 % |
| 2 | Mittel | 25 % - 49 % |
| 3 | Hoch | 50 % - 74 % |
| 4 | Sehr hoch | 75 % - 100 % |
Die identifizierten Einzelrisiken werden zudem Risikokategorien zugeordnet, denen der SURTECO Konzern grundsätzlich ausgesetzt ist. Der nachfolgende Risiko- und Chancenbericht erläutert diese Risikokategorien allgemein und gibt Auskunft über die erfassten Einzelrisiken in jeder Kategorie.
Zur Risikosteuerung und -bewältigung werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken mit möglichst geringen Kosten definiert und umgesetzt. Dazu kann etwa auf die Mittel der Risikovermeidung, Risikobegrenzung, Risikoübertragung und der Schaffung ausreichender Deckungspotenziale zurückgegriffen werden. Da sich die Risiken im Zeitverlauf ständig verändern, ist im Risikomanagement-System eine kontinuierliche Überwachung, Dokumentation und Berichterstattung der Risiken implementiert. Neben der Regelberichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat besteht eine zeitnahe Berichterstattungspflicht für unerwartet auftretende Risiken. Die Zweckmäßigkeit und Effizienz des Risikomanagements und der Kontrollsysteme wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand und dem Management der Tochtergesellschaften geprüft. Der Konzern entwickelt kontinuierlich Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikoreduzierung und Risikoabsicherung unter Berücksichtigung sich bietender Geschäftsgelegenheiten.
Chancen ergeben sich im Wesentlichen aufgrund positiver Entwicklungen von äußeren Einflüssen, wie sie in den Risikokategorien beschrieben sind. Identifizierte Chancen werden ebenfalls erfasst und dokumentiert, allerdings keinen Klassen zugeordnet.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) - Bericht gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB
Das IKS umfasst die rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen, die für den Konzernabschluss wesentlich sind. Der SURTECO Konzern orientiert sich bei der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems an den entsprechenden Veröffentlichungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW). Zwischen dem Bilanzstichtag und der Lageberichterstattung gab es keine maßgeblichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS.
Die Buchhaltungs- und Abschlusserstellung erfolgt überwiegend dezentral nach lokalen Standards. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Grundlage hierfür sind ein einheitlicher Konzern-Kontenrahmen sowie der Einsatz von Bilanzierungsrichtlinien. Die Konzernholding unterstützt die Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung und steuert den Konzernrechnungslegungsprozess.
Die Tochtergesellschaften werden mittels eines teilweise integrierten Buchhaltungs- und Konsolidierungssystems und anhand von Reporting Packages in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konsolidierung erfolgt als mehrstufiger Prozess zunächst auf der Ebene der Tochtergesellschaften, dann auf der Ebene der Segmente und zuletzt auf Konzernebene. Die Erstellung des Konzernabschlusses basiert auf einem permanenten, strukturierten Prozess, dem ein Abschlusskalender zugrunde liegt.
Die Plausibilität der Zahlen wird auf jeder Ebene durch manuelle und systemtechnische Kontrollen sichergestellt. Eindeutige Verantwortlichkeiten und Zugriffsregelungen bei den abschlussrelevanten IT-Systemen sind dabei wesentliche Elemente. Grundsätzlich werden im Jahresabschluss und Konzernabschluss die Kontrollgrundsätze Funktionstrennung, Vieraugenprinzip sowie Genehmigungs- und Freigabeverfahren angewandt. Informationen externer Dienstleister werden auf ihre Plausibilität geprüft.
Die im Folgenden dargestellten Risiken und Chancen gelten für die SURTECO GROUP SE und den SURTECO Konzern gleichermaßen.
Unternehmensstrategische Risiken und Chancen
Gesamtwirtschaftliche Risiken, Marktrisiken und -Chancen
Die Geschäftsentwicklung des SURTECO Konzerns hängt aufgrund der weltweiten Tätigkeit und des hohen Auslandsumsatzanteils stark von den gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Gegebenheiten ab. Deswegen wird die wirtschaftliche Entwicklung der Länder als Indikator für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft analysiert, da die Erzeugnisse überwiegend in langlebigen Wirtschaftsgütern wie Möbel und Fußböden verarbeitet werden, deren Anschaffungsneigung erfahrungsgemäß mit der wirtschaftlichen Entwicklung korreliert. Zudem ist insbesondere die Entwicklung der Fußboden-, Möbel- und Holzwerkstoffindustrie in den jeweils relevanten Ländern und Märkten für die Geschäftsentwicklung des Konzerns von Bedeutung.
Der Konzern kann mit seinen Produktions- und zusätzlichen Vertriebsstandorten auf vier Kontinenten die Kunden weltweit schnell beliefern und Trends in regionalen Märkten frühzeitig erkennen. Daraus ergibt sich die Chance, an Trends bereits von Beginn an zu partizipieren. Die quantitativen und qualitativen Erkenntnisse aus den Märkten und den Tochtergesellschaften werden in einem differenzierten, internen Berichtswesen erfasst und ausgewertet. Hierbei werden Abweichungen von Budgets, die Erfüllbarkeit von Planungen und das Auftreten neuer monetärer und nicht-monetärer Risiken aufgezeigt und untersucht. Die Geschäftssteuerung erfolgt dann auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse. Die relevantesten geografischen Märkte befinden sich in Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien. Für den Konzern bietet sich die Chance, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung in einzelnen Märkten die Nachfrage nach Möbeln belebt, wovon auch indirekt die Gesellschaften als Zulieferer teilhaben könnten. Andererseits könnte eine globale oder lokale Rezession dazu führen, dass die Verbraucher von Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter wie Möbel absehen, was auch zu Auftragsrückgängen im SURTECO Konzern führen könnte.
Ebenso wie die Entwicklung der geografischen Märkte wird auch die Dynamik der relevanten Branchen beobachtet. Dabei liegt der Fokus im Wesentlichen auf der Fußboden-, Möbel- und Holzwerkstoffindustrie. Auch in der Branchenentwicklung kann der Konzern ebenso von einem Aufschwung profitieren, wie auch von einer rückläufigen Entwicklung betroffen sein.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Wettbewerbsrisiken und -Chancen
Seit einigen Jahren lässt sich eine erhöhte Fertigungstiefe im Markt beobachten, was zu Überkapazitäten und einer Verschärfung des Wettbewerbs führen kann. Zudem können, insbesondere im Kunststoffbereich, jederzeit neue lokale Wettbewerber in den Markt eintreten. Die Eintrittsbarrieren im Papiersegment sind hingegen aufgrund der benötigten Investitionssummen relativ hoch. Der Konzern begegnet dem hohen Wettbewerbsdruck durch den Ausbau und die Verstärkung des bestehenden Geschäfts, innovative Produkte und nicht zuletzt eine weitere Steigerung der Effizienz und Produktivität.
Da der SURTECO Konzern mit seinen Vertriebsgesellschaften weltweit vertreten ist und bereits eine starke Marktposition in seinen wichtigsten Geschäftsbereichen hält, besteht die Chance einer weiteren Marktdurchdringung, beispielsweise anhand der Verzahnung von Vertriebs- und Marketingaktivitäten der einzelnen Tochtergesellschaften. Zudem besteht die Chance, auch zukünftig die Konsolidierung der Branche aktiv mitzugestalten.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Operative Risiken
Beschaffungsrisiken und -Chancen
Bei der Beschaffung von Vorprodukten und Dienstleistungen ist der Konzern auf Lieferanten und Partner angewiesen. Die Einbeziehung Dritter schafft Risiken, zum Beispiel unerwartete Lieferschwierigkeiten oder unvorhergesehene Preiserhöhungen infolge von Marktkonsolidierungen, Marktengpässen oder Währungseinflüssen, die die Ergebnisse beeinträchtigen können. Der Konzern begegnet lieferantenbezogenen Risiken durch ein kontinuierliches Material- und Lieferantenrisikomanagement. Im Einzelnen erfolgt eine intensive Marktbeobachtung, gründliche Qualitätsprüfung anhand gemeinsam vereinbarter Spezifikationen, das Eingehen von Lieferverträgen sowie intensive Forschung nach alternativen Rohstoffen.
In dieser Risikoklasse wurden ein Einzelrisiko (Beschaffung von Vorprodukten) der Schadensklasse 1 und der Eintrittswahrscheinlichkeitsklasse 3 im Segment Decoratives identifiziert.
Chancen bieten sich den Unternehmen bei einer unerwarteten Preissenkung bei den Rohstoffen, die sich deutlich positiv auf die Ergebnissituation auswirken würde. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen arbeiten kontinuierlich an der Erforschung alternativer Roh- und Zusatzstoffe, sodass sich die Möglichkeit ergibt, günstigere oder hochwertigere Ersatzprodukte zu finden.
Risiken durch Informationstechnologien
Die Gewährleistung einer sicheren Abwicklung von Geschäftsprozessen erfordert die ständige Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten Informationstechnologien. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Risikopotenzials aufgrund der zunehmenden Integration von computergestützten Geschäftsprozessen in der Kommunikation zwischen den Konzernunternehmen sowie mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern, kommt der Weiterentwicklung der ergriffenen Maßnahmen zur Informationssicherheit ein hoher Stellenwert zu. Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Informationstechnologiesysteme werden durch zielgerichtete Investitionen und gegebenenfalls durch Beauftragung von spezialisierten Unternehmen begrenzt. Im Rahmen eines umfassenden Sicherheitsmanagements reagiert der Konzern dabei gezielt auf die steigenden Anforderungen an die Sicherheit der Anlagen.
Hierzu zählt etwa die Investition in aktuelle Firewall-, Antivirus- und Hochverfügbarkeitssysteme. Auch die Implementierung einheitlicher Softwaresysteme, in denen sämtliche produktionsbezogenen und betriebswirtschaftlichen Aspekte integriert und effizient bearbeitet werden, dient zur Verminderung des Risikopotenzials.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Personalrisiken
Der Unternehmenserfolg ist eng an die Ausstattung mit qualifiziertem Personal auf allen Ebenen gebunden. Kürzere Innovationszyklen und zunehmende internationale Verknüpfungen stellen immer höhere Anforderungen an die Fähigkeiten von Fach- und Führungskräften. Um in den jeweiligen Funktionen und Ländern die geforderten Qualifikationen sicherzustellen, werden die Mitarbeiter regelmäßig intern und extern aus- und fortgebildet.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Produktionsrisiken / Technologiechancen
Ein reibungsloser Produktionsablauf ist Voraussetzung für die Lieferfähigkeit der Gesellschaften. Dabei besteht das Risiko, dass Maschinen oder Anlagen ausfallen können oder der Produktionsablauf anderweitig gestört wird. Die Gesellschaften des Konzerns sind in gewissem Umfang in der Lage, die Produktion auf mehrere Standorte zu verteilen, um so das Ausfallrisiko zu minimieren. Nicht oder nicht einfach zu verteilende Produktionsprozesse werden mit gängigen Maßnahmen wie beispielsweise die Unterteilung in unterschiedliche Brandabschnitte gegen Produktionsausfall abgesichert. Zudem werden die Produktionsverfahren, Herstellungstechniken, die eingesetzten Maschinen sowie die Abläufe permanent weiterentwickelt und optimiert, die Anlagen sorgfältig gewartet und die Mitarbeiter intensiv geschult. Bei Reklamationen erfolgt eine sorgfältige Ursachenforschung, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass Reklamationen auch auf Vorprodukte zurückgeführt werden können und Regressansprüche nicht immer durchsetzbar sind. Die Umweltsicherheit der Produkte und der Produktion wird durch definierte Standards und Regelungen sichergestellt, die von Umweltbeauftragten überwacht werden.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Der Fertigungsbereich bietet auch Chancen. Zur Aufdeckung und stetigen Realisierung von Effizienzsteigerungspotenzialen wurde ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess implementiert. Zudem ergibt sich durch die Entwicklung neuer Produktionstechniken und Verbesserung der bestehenden Prozesse die Chance, die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen weiter zu verbessern. So investiert der Konzern beispielsweise in eine Digitaldruckanlage für Dekorpapiere in Vollbreite, die noch im Jahr 2020 den Betrieb aufnehmen soll. Mit dieser Drucktechnik bietet sich die Chance, die konventionelle Drucktechnik um neue Dekorvarianten sowie wirtschaftliche Kleinmengenproduktion zu ergänzen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zinsänderungs- und Währungsrisiken, Währungschancen
Aus der globalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten des SURTECO Konzerns resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Aus der Umrechnung der Geschäftszahlen und Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften in Euro können sich Währungsrisiken ergeben (Translationsrisiken). So erlöst die Probos-Gruppe etwa ein Drittel ihrer Umsatzerlöse in Brasilien mit der historisch volatilen Währung Brasilianischer Real. Den größten Umsatzanteil einer Fremdwährung innerhalb des SURTECO Konzerns hält jedoch der US-Dollar mit ca. 14 % in 2019. Eine Absicherung des Translationsrisikos erfolgt nicht, da die Einflüsse nicht zahlungswirksam sind. Hingegen entstehen Transaktionsrisiken durch Beschaffung oder Verkauf von Waren in unterschiedlichen Währungen sowie aus Fremdwährungsdarlehen, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden.
Zinsrisiken bestehen hauptsächlich für kurzfristige Finanzschulden. Der überwiegende Teil der langfristigen Finanzschulden ist mit Festzinssätzen ausgestattet. Den verbleibenden Zinsänderungs- und Währungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch die Absicherung mit derivativen Finanzinstrumenten sowie mit regelmäßiger und intensiver Beobachtung unterschiedlicher Frühwarnindikatoren.
Die Absicherung der Risiken wird im Einzelfall von der zentralen Treasury-Abteilung mit dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsführern diskutiert und entschieden.
Wo möglich, werden Währungsschwankungen durch natürliches Hedging ausgeglichen.
Chancen sind bei entsprechend positiven Entwicklungen der Währungen möglich.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Liquiditätsrisiken
Die Überwachung und Steuerung der Liquidität des Konzerns und der wesentlichen Tochtergesellschaften übernimmt die Abteilung Corporate Treasury in der Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE. Hierdurch ergibt sich jederzeit ein aktuelles Bild über die Liquiditätsentwicklung. Aufgrund des hohen operativen Cashflows und der kurzen Zahlungsziele sind die Gesellschaften ständig mit ausreichend flüssigen Mitteln ausgestattet. Darüber hinaus kann auf umfangreiche freie Kreditlinien sowie auf Factoring-Vereinbarungen zurückgegriffen werden.
Dennoch besteht das Risiko, dass Ergebnis und Liquidität durch den Ausfall von Kundenforderungen und die Nichteinhaltung von Zahlungszielen belastet werden. Dem begegnet der Konzern durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und eine sorgfältige Überwachung säumiger Kunden. Grundsätzlich ist das Debitoren-Kreditrisiko wegen der breiten Kundenstruktur und Absicherung über Kreditversicherungen gering.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Finanzierungsrisiken/-Chancen
Die Refinanzierung des Konzerns und der Tochtergesellschaften erfolgt in der Regel zentral durch die SURTECO GROUP SE. Der Großteil der Finanzschulden des Konzerns hat Restlaufzeiten von bis zu fünf Jahren (-> Fristigkeitsstruktur im Konzernanhang Nr. 34.3) und ist überwiegend mit fixen Zinssätzen ausgestattet. Der Konzern arbeitet mit einer breiten Fremdkapitalgeberbasis, bestehend aus Versicherungen und Banken, zusammen. In den Kreditverträgen wurden mit den Fremdkapitalgebern marktübliche Finanzkennzahlen wie beispielsweise das Verhältnis von EBITDA zum Zinsergebnis vereinbart, die einzuhalten sind. Diese Kennzahlen werden vom Vorstand und Aufsichtsrat laufend überwacht. Gegebenenfalls wird bei einer drohenden Verletzung über individuelle Maßnahmen beraten. Sollten die Kennzahlen verletzt werden, haben die Fremdkapitalgeber das Recht, die Kreditverträge zu kündigen. Die Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2019 eingehalten. Aus heutiger Sicht können die Finanzkennzahlen auch im Geschäftsjahr 2020 eingehalten werden.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Wertschwankungen bei Beteiligungen
Der SURTECO Konzern weist in der Bilanz Geschäfts- oder Firmenwerte aus. Im Rahmen des Impairmenttests für das Geschäftsjahr 2019 wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns höher eingeschätzt als die Nettovermögenswerte. Folglich wurden keine Wertminderungen berücksichtigt. Auch bei den Beteiligungen der SURTECO GROUP SE bestand kein Anpassungsbedarf. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Planungen in Zukunft nicht erreicht werden und dadurch ein Wertberichtigungsbedarf entsteht.
In dieser Risikoklasse wurden keine Einzelrisiken über der Schwelle von Mio. € 1,0 im Konzern identifiziert.
Rechtliche und regulatorische Risiken / Chancen
Änderungen von regulatorischen Anforderungen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse sowie denkbare Preis- oder Devisenbeschränkungen könnten die Umsätze und die Profitabilität beeinträchtigen.
Zur Absicherung von Gewährleistungsansprüchen haben die Unternehmen des Konzerns ausreichend Rückstellungen gebildet. Ein Teil der Gewährleistungsrisiken ist durch entsprechende Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Die hohe Produktionssicherheit und der ausgezeichnete Qualitätsstandard der Produkte wirken sich risikomindernd aus.
Risiken können sich auch aus Compliance-Verstößen ergeben. Hierzu hat der Vorstand ein Compliance Management System implementiert, dessen Grundlage der Verhaltenskodex der Gesellschaft bildet. Die Einhaltung des Kodex wird von der internen Revision überwacht. Dennoch kann eine Verwicklung in Gerichts- oder Schiedsverfahren nicht ausgeschlossen werden.
Bei Geschäftsaktivitäten in Drittländern und ausländischen Standorten des Konzerns bestehen Risiken in sozialen Unruhen oder wirtschaftlicher und politischer Instabilität, bei der auch Verstaatlichungen von Privatvermögen möglich sein könnten. Zudem besteht das generelle Risiko, dass aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns und der zahlreichen Tochtergesellschaften unerwartet steuerliche Risiken auftreten können.
In dieser Risikoklasse wurden ein rechtliches Einzelrisiko der Schadensklasse 2 und der Eintrittswahrscheinlichkeitsklasse 1 identifiziert.
Risiken aus der Corona-Pandemie
Nach dem Bilanzstichtag hat sich das neuartige Coronavirus, durch das die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, mit einer signifikanten Anzahl von Infektionen auf der ganzen Welt rasch verbreitet. Es besteht das generelle Risiko, dass die Corona-Pandemie die Lieferketten, Absatzmärkte oder Produktionsabläufe spürbar beeinträchtigen kann. So kann die Warenbeschaffung grundsätzlich beeinträchtigt werden. Vor diesem Hintergrund prüft das Unternehmen Optionen, durch den Warenbezug bei weiteren Zulieferern gegebenenfalls gegensteuern zu können. Ähnlich zeigt sich das aktuelle Bild auch bezüglich der Absatzmärkte des SURTECO Konzerns, wobei zu ergänzen ist, dass in wichtigen Märkten bereits das öffentliche Leben inklusive Möbelverkauf und -produktion eingeschränkt ist, was sich sicherlich in der Absatzsituation bemerkbar machen wird. Der Konzern begegnet Produktionsausfällen in den deutschen Werken mit Kurzarbeit und nimmt gegebenenfalls in den ausländischen Standorten Hilfen des jeweiligen Landes in Anspruch. Eine rückläufige Geschäftstätigkeit oder Forderungsausfälle können sich negativ auf die Liquidität des Konzerns auswirken. Zur Sicherung der Liquidität hat der Konzern bereits verfügbare Kreditlinien in Anspruch genommen und überprüft regelmäßig den Liquiditätsstatus. Investitionen werden überprüft und gegebenenfalls verschoben. Bei deutlich niedrigeren Umsätzen und Ergebnissen besteht auch die Gefahr, dass die Covenants negativ beeinflusst werden.
Zur Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe hat der Konzern Maßnahmen erlassen wie etwa Home-Office Arbeitsplätze, Abstandsregelungen und eine regelmäßige Information der Belegschaft durch den gebildeten Krisenstab.
Gesamtrisikoeinschätzung
Der Konzern überwacht regelmäßig die Erreichung der Geschäftsziele sowie die Risiken und die Risikobegrenzungsmaßnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat werden frühzeitig über Risiken informiert. Es bestehen keine Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie sind künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar.
Die Analyse aller Risiken und Chancen führt zu dem Schluss, dass die wesentlichen Einflussfaktoren für die Geschäftstätigkeit des SURTECO Konzerns aus den Beschaffungsmärkten sowie aus den Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft und der relevanten Branchen stammen. Demzufolge besteht das wesentlichste Risikopotenzial in einer unerwarteten Preissteigerung oder Verknappung der Rohstoffe sowie in einer Rezession der Weltwirtschaft oder in einzelnen, für den Konzern relevanten Märkten und Branchen. Umgekehrt bieten ein wirtschaftlicher Aufschwung oder günstigere Einkaufskonditionen auch die größten Möglichkeiten zu einer positiveren Geschäftsentwicklung.
Die beschriebenen Chancen und Risiken können sich erheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Zum Jahresbeginn 2020 ging der IWF trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und der weiter schwelenden Sorgen um die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China einerseits sowie der Eurozone andererseits von einer leichten Belebung der Weltkonjunktur um 40 Basispunkte auf 3,3 % im Jahr 2020 aus. In Anbetracht der Corona-Pandemie reduzierte der IWF im April 2020 jedoch die Prognose drastisch. So erwartet der IWF nun für die Weltwirtschaft einen Abschwung von 3,0 %. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird mit einem Rückgang von 6,1 % gerechnet, wobei in den USA ein Abschwung von 5,9 % und in der Eurozone von 7,5 % erwartet wird. In Zentral- und Osteuropa 2 prognostiziert der IWF einen Rückgang von 5,2 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern von 1,0 % wohingegen China ein leichtes Wachstum von 1,2 % zugesprochen wird. 1
1 Quelle: Internationaler Währungsfonds
(IWF), World Economic Outlook, April 2020. Die
Vorjahreswerte können sich aufgrund aktualisierter
Daten gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht des
Vorjahres geändert haben.
2 Im World Economic Outlook: "Emerging and
Developing Europe"
Rahmenbedingungen SURTECO Konzern
Selbst vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie rechnete der Verband der deutschen Möbelindustrie e.V. (VDM) für die deutsche Möbelindustrie in 2020 nur mit einem leichten Plus von etwa einem Prozent und aus dem Laminatfußbodenmarkt wurden von SURTECO keine wesentlichen Impulse für die Nachfrage erwartet. Der Konzern bewegt sich jedoch beispielsweise mit der Caravanindustrie oder dem Schiffsinnenausbau in Branchen mit mehr Wachstumspotential als im Möbelsektor und beliefert mit technischen Profilen nahezu alle industriellen Bereiche.
Ein wesentlicher Faktor für die Gewinnmargen liegt in der Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten. Nachdem die Einkaufspreise für die wichtigsten Kunststoffe im Geschäftsjahr 2019 nachgegeben haben, ist die weitere Entwicklung derzeit noch von vielen Unsicherheitsfaktoren beeinflusst. Die gesunkenen Papierpreise in 2019 sollten sich zumindest auf den Jahresbeginn 2020 positiv auswirken.
Die nachfolgenden Umsatz- und Ergebnisprognosen berücksichtigen Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren. Insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den SURTECO Konzern lassen sich aufgrund der damit verbundenen außergewöhnlich hohen Unsicherheit derzeit nicht quantifizieren. Insofern wird die Prognose abgegeben, wie sie ohne Auswirkungen der Pandemie geplant war, ergänzt um die erwartete qualitative Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Prognosezeitraum ist das Geschäftsjahr 2020.
Umsatzprognose Konzern und Segmente
Für das Segment Decoratives rechnet die Gesellschaft ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um die wegfallenden Umsätze aus dem veräußerten Imprägniergeschäft sollen die Umsätze des Segments Technicals ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch leicht über dem Wert von 2019 liegen. Im Segment Profiles geht das Management ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie von einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. So erwartet die Gesellschaft auf Konzernebene trotz des Wegfalls des veräußerten nordamerikanischen Imprägniergeschäfts (in 2019 für sieben Monate enthalten) Umsätze ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Bereich zwischen Mio. € 675 und Mio. € 700.
Ergebnisprognose Konzern und Segmente
Die Gesellschaft prognostiziert ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie gegenüber 2019 eine erhebliche Steigerung des EBIT im Segment Decoratives. Aber auch in den Segmenten Technicals und Profiles wird ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit einer deutlichen Steigerung des EBIT gerechnet. Das Konzern-EBIT soll ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Mio. € 40 bis Mio. € 45 steigen.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind derzeit aufgrund der damit verbundenen außergewöhnlich hohen Unsicherheit nicht abschätzbar. Aufgrund der weitreichenden staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie muss von einer globalen Rezession und somit mit Umsätzen gerechnet werden, die erheblich unter der Prognose von Mio. € 675 bis Mio. € 700 liegen werden. Auch mit einem erheblich sinkenden Konzernergebnis unter die Prognose von Mio. € 40 bis Mio. € 45 muss gerechnet werden. Bei deutlich niedrigeren Umsätzen und Ergebnissen besteht auch die Gefahr, dass die Covenants negativ beeinflusst werden.
Vergütungsbericht
Dieser Bericht beschreibt das Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat und erläutert die Struktur und die Höhe der Vergütung der einzelnen Organmitglieder im Geschäftsjahr 2019. Er berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung veröffentlichten Abweichungen und trägt den anwendbaren Anforderungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie des Aktiengesetzes Rechnung.
Vergütung des Vorstands
Festlegung und Überprüfung der Vergütungsstruktur
Die Vergütungsstruktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das bestehende Vergütungssystem gewährleistet eine der Tätigkeit und Verantwortung angemessene Vergütung der Vorstandsmitglieder. Neben den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds und der persönlichen Leistung werden dabei auch die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die innerhalb des SURTECO Konzerns gilt, berücksichtigt.
Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem unter Hinzuziehung externer Fachberater überprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es den geltenden gesetzlichen Grundlagen und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung veröffentlichten Abweichungen entspricht.
Im Folgenden wird das für das Berichtsjahr geltende Vergütungssystem beschrieben.
Vergütungsbestandteile
Die Gesamtbarvergütung setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen fixen Vergütung (Grundgehalt) und einer erfolgsbezogenen variablen Komponente (Tantieme) zusammen. Darüber hinaus enthält die Vergütung der Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge.
Grundgehalt
Das jeweilige Grundgehalt der Mitglieder des Vorstands wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. Es beläuft sich für die Vorstandsmitglieder Herrn Wolfgang Moyses (Vorsitzender des Vorstands ab 1. Oktober 2019) auf € 550.000 p.a. und für Herrn Andreas Riedl auf € 360.000 p.a. (Vorjahr: € 280.000 p.a.). Für Herrn Dr.-Ing. Herbert Müller (Vorsitzender des Vorstands bis 30. September 2019) belief sich das jährliche Grundgehalt auf € 360.000 p.a.
Keines der Vorstandsmitglieder hat gesondert vergütete Organfunktionen bei konsolidierten Tochtergesellschaften übernommen.
Tantieme
Das geltende Vergütungssystem sieht eine variable Vergütung (Tantieme) vor, die der Aufsichtsrat auf der Grundlage des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) - bereinigt um gegebenenfalls vorzunehmende Hinzurechnungen/Kürzungen - nach IFRS unter Berücksichtigung der Umsatzrendite nach billigem Ermessen festsetzt. Die Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sowie eine mehrjährige Bemessungsgrundlage im Sinne von § 87 Abs. 1 Sätze 2 und 3 AktG werden dadurch gewährleistet, dass 75 % der Tantieme des betreffenden Geschäftsjahres im Folgejahr gezahlt und 25 % unverzinslich einbehalten werden. Die einbehaltenen 25 % werden erst nach drei Jahren gezahlt, und zwar prozentual gekürzt oder erhöht, wenn die durchschnittliche Tantieme der letzten drei Geschäftsjahre die Tantieme des drittletzten Geschäftsjahres unter- bzw. überschreitet. Der Einbehalt kann nicht negativ werden. Soweit ein Verlust im Vorjahr bereits die Bemessungsgrundlage der Tantieme gemindert hat, findet kein Einbehalt statt. Die maximale Tantieme des Vorstandsvorsitzenden Herrn Wolfgang Moyses liegt bei insgesamt € 1.500.000 p.a. Der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds Herrn Andreas Riedl sieht keine Obergrenze für die Tantieme vor. Bei einem Ausscheiden aus dem Amt sehen die Dienstverträge vor, dass das Vorstandsmitglied entweder (i) die reguläre Abrechnung des Einbehalts nach Ablauf der Referenzperiode abwarten oder (ii) sich den Einbehalt mit einem pauschalen Abzug von 10 % auszahlen lassen kann. Letzteres mit der Maßgabe, dass der Auszahlungsbetrag nicht höher sein darf als der Betrag, der sich für den letzten Referenzzeitraum ergab. Für die ehemaligen Vorstandsmitglieder Herrn Dr.-Ing. Herbert Müller (bis 30. September 2019) und Herrn Dr.-Ing. Gereon Schäfer (bis 31. März 2018) werden die einbehaltenen 25 % über die reguläre Abrechnung des Einbehalts nach Ablauf der Referenzperiode ausbezahlt.
Sach- und sonstige Bezüge
Die Vorstandsmitglieder erhalten Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten für die Dienstwagennutzung und diversen Versicherungsprämien bestehen. Herr Wolfgang Moyses erhält darüber hinaus einen zeitlich begrenzten Zuschuss für eine Unterkunft in Buttenwiesen und eine Zuwendung in Höhe von T€ 300 p.a. für seine Altersversorgung.
Karenzentschädigung für nachvertragliches Wettbewerbsverbot
Das ehemalige Vorstandsmitglied Herr Dr.-Ing. Gereon Schäfer, dessen Bestellung und Dienstvertrag am 31. März 2018 endete, erhält für 24 Monate nach Beendigung seines Dienstverhältnisses für sein nachvertragliches Wettbewerbsverbot jährlich die Hälfte des in 2017 bezogenen Fixgehalts sowie die Hälfte der in den letzten zwölf Monaten vor Beendigung seines Dienstvertrages erhaltenen variablen Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die Karenzentschädigung insgesamt T€ 600.
Vorzeitige Beendigung des Dienstvertrages mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. Herbert Müller
Die Gesellschaft und Herr Dr.-Ing. Herbert Müller haben im März 2019 eine Vereinbarung geschlossen, mit der der Dienstvertrag von Herrn Dr. Müller als Vorsitzender des Vorstands mit Wirkung zum 30. September 2019 beendet wurde. Die Vereinbarung sieht vor, das Festgehalt von Herrn Dr. Müller (T€ 360 p.a. brutto) wie zuvor in monatlichen Raten bis zur Vertragsbeendigung fortzuzahlen. Eine Tantieme für 2018 wurde ebenfalls nach den bisher geltenden Grundsätzen festgelegt und mit den vorgesehenen Einbehalten zur Sicherung einer nachhaltigen Unternehmensführung ausgezahlt. Für die Einbehalte der Vorjahre gelten unverändert die Bestimmungen des Dienstvertrages; von der Möglichkeit, die Einbehalte mit einem pauschalen Abzug von 10 % vorzeitig auszuzahlen, wurde kein Gebrauch gemacht. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde eine Tantieme abweichend davon auf der Grundlage des Halbjahresabschlusses für das erste Halbjahr 2019 in Höhe von € 520.000,00 brutto festgelegt und vereinbart, dass Einbehalte zur Sicherung der Nachhaltigkeit darauf nicht erfolgen. Dieser Betrag wurde bisher nicht an Herrn Dr. Müller ausgezahlt. Herr Dr. Müller erhielt ferner als Abgeltung für die Restlaufzeit seines Dienstvertrages eine einmalige Zahlung von Mio. € 2,45 brutto, die noch in 2019 gezahlt wurde. Mit der Zahlung und den übrigen Leistungen aus der Vereinbarung ist zugleich eine Karenzentschädigung für das nachvertragliche Wettbewerbsverbot von Herrn Dr. Müller, das bis zum 30. Juni 2021 gilt, abgegolten. Die übrigen vertraglichen Nebenleistungen (Versicherungen, Auslagenersatz, Zuschüsse zur privaten Altersversorgung usw.) endeten mit Beendigung des Dienstverhältnisses mit Ausnahme der Überlassung des Firmenwagens, den Herr Dr. Müller bis zum regulären Ende seiner Bestellung am 30. Juni 2021 nutzen kann.
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Vorstands besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung"). Der Selbstbehalt beträgt entsprechend den Anforderungen nach § 93 Absatz 2 Satz 3 AktG 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung.
Leistungen Dritter
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten (einschließlich Unternehmen, zu denen der SURTECO Konzern geschäftliche Beziehungen unterhält) in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Die folgenden Tabellen stellen die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 dar:
| Gewährte Zuwendungen | Dr.-Ing. Herbert Müller Vorsitzender des Vorstands bis 30. September 2019 | Wolfgang Moyses Vorsitzender des Vorstands ab. 1. Oktober 2019 | ||||
| T € | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 |
| Festvergütung | 360 | 270 | 270 | 270 | - | 137 |
| Nebenleistungen | 48 | 32 | 0 | 1 | - | 7 |
| Summe | 408 | 302 | 270 | 1 | - | 144 |
| Einjährige variable Vergütung | 220 | 520 | 0 | 1 | - | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 74 | 0 | 0 | 1 | - | 0 |
| (Zielerreichung abhängig von der durchschnittlichen Tantieme der vergangenen drei Jahre) | ||||||
| Summe | 702 | 822 | 270 | 1 | - | 144 |
| Versorgungsaufwand | 100 | 75 | 100 | 100 | - | 75 |
| Gesamtvergütung | 802 | 897 | 370 | 1 | - | 219 |
| Gewährte Zuwendungen | Wolfgang Moyses Vorsitzender des Vorstands ab. 1. Oktober 2019 | Andreas Riedl Mitglied des Vorstands | ||||
| T € | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) |
| Festvergütung | 137 | 137 | 280 | 360 | 360 | 360 |
| Nebenleistungen | 0 | 2 | 39 | 40 | 0 | 1 |
| Summe | 137 | 2 | 319 | 400 | 360 | 1 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 1.125 | 158 | 0 | 0 | 1 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 375 | 53 | 0 | 0 | 1 |
| (Zielerreichung abhängig von der durchschnittlichen Tantieme der vergangenen drei Jahre) | ||||||
| Summe | 0 | 1.500 | 530 | 400 | 360 | 1 |
| Versorgungsaufwand | 75 | 75 | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 212 | 2 | 530 | 400 | 360 | 1 |
1 Die Nebenleistungen sowie die einjährige
und mehrjährige variable Vergütung und damit die
Gesamtvergütung weisen keine betragsmäßige
Höchstgrenze auf.
2 Die Nebenleistungen und damit die
Gesamtvergütung weisen keine betragsmäßige
Höchstgrenze auf.
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss (Auszahlungsbetrag) für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand aus.
| Zufluss | Dr.-Ing. Herbert Müller Vorsitzender des Vorstands bis 30. September 2019 | Wolfgang Moyses Vorsitzender des Vorstands ab 1. Oktober 2019 | Andreas Riedl Mitglied des Vorstands | |||
| T € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Festvergütung | 270 | 360 | 137 | - | 360 | 280 |
| Nebenleistungen | 32 | 48 | 7 | - | 40 | 39 |
| Summe | 302 | 408 | 144 | - | 400 | 319 |
| Einjährige variable Vergütung | 220 | 679 | 0 | - | 158 | 222 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 187 | 192 | 1 | - | 1 | 1 |
| (Zielerreichung abhängig von der durchschnittlichen Tantieme der vergangenen drei Jahre) | ||||||
| Sonstiges | 2.450 2 | - | - | - | - | - |
| Summe | 3.159 | 1.279 | 144 | - | 558 | 541 |
| Versorgungsaufwand | 75 | 100 | 75 | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 3.234 | 1.379 | 219 | - | 558 | 541 |
1 Nach dem seit 2015 gültigen
Vergütungssystem wird die mehrjährige
Vergütung erstmals nach drei Jahren ausbezahlt. Vgl.
dazu das Kapitel "Tantieme" in diesem
Vergütungsbericht.
2 Mit Herrn Dr.-Ing. Herbert Müller wurde
eine Vereinbarung mit einer einmaligen Zahlung von T€
2.450 geschlossen (siehe Kapitel "Vorzeitige Beendigung des
Dienstvertrages mit dem Vorstandsvorsitzenden Herrn
Dr.-Ing. Herbert Müller" in diesem Bericht).
Darlehen an Vorstandsmitglieder
Im Berichtszeitraum wurden keine Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der SURTECO GROUP SE gewährt.
Leistungen im Fall einer vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enden automatisch mit Ablauf der Bestellungsperiode des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Wird die Bestellung eines Vorstandsmitglieds während der Laufzeit seines Dienstvertrags widerrufen, kann das betreffende Vorstandsmitglied unter Fortzahlung der Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrags beurlaubt werden. Die Dienstverträge können jeweils von beiden Seiten bei Vorliegen eines wichtigen Grunds gekündigt werden. Im Fall einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds wird dessen Grundgehalt im Fall von Herrn Wolfgang Moyses für die Dauer von bis zu zwölf Monaten und im Fall von Herrn Andreas Riedl bis zu sechs Monaten fortgezahlt. Im Falle des Todes während der Dauer des Anstellungsverhältnisses haben die Erben des betreffenden Vorstandsmitglieds Anspruch auf Fortzahlung des Grundgehalts für den Sterbemonat und bis zu sechs weiteren Monaten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung infolge eines Kontrollwechsels (keine Change of Control Klausel).
Vergütung des Aufsichtsrats
Vergütungsbestandteile
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten demnach neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine nach Ablauf eines Geschäftsjahres und nach dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung zahlbare Vergütung. Die Vergütung beträgt pro Eurocent Dividende pro Aktie für das Jahr, für das die Vergütung gezahlt wird, € 400,00, mindestens aber € 18.000,00. Übersteigt die Dividende 90 Eurocent pro Aktie, so beträgt die Vergütung pro Eurocent für den Teil der Dividende, der 90 Eurocent übersteigt, nur noch € 200,00. Die Vergütung erhöht sich für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf das Doppelte und für jeden Stellvertreter auf das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten darüber hinaus eine weitere Vergütung in Höhe von insgesamt bis zu € 40.000,00 jährlich. Über die Höhe und Aufteilung dieser weiteren Vergütung entscheidet der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der jeweils mit der Tätigkeit der Mitglieder des Prüfungsausschusses verbundenen zeitlichen Inanspruchnahme.
D&O-Versicherung
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung"). Der Selbstbehalt beträgt je Versicherungsfall und -jahr € 50.000.
Sonstige Leistungen
Aufsichtsratsmitglieder haben über die oben dargestellte Vergütung hinaus keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats 2019:
| in € | Gesamt | Grundvergütung | Vergütung für Prüfungsausschusstätigkeit | |
| 2018 | 2019 | |||
| Dr.-Ing. Jürgen Großmann Vorsitzender | 52.000 | 45.000 | 36.000 | 9.000 |
| Björn Ahrenkiel bis 27. Juni 2019 | 49.000 | 19.700 | 13.200 | 6.500 |
| Dr. Markus Miele bis 27. Juni 2019 | 33.000 | 13.200 | 13.200 | - |
| Dr. Christoph Amberger 1. stellvertr. Vorsitzender | 22.000 | 27.000 | 27.000 | - |
| Andreas Engelhardt 2. stellvertr. Vorsitzender ab 28. Juni 2018 | 11.200 | 34.000 | 27.000 | 7.000 |
| Tim Fiedler ab 14. Oktober 2019 | - | 3.900 | 3.900 | - |
| Jens Krazeisen | 22.000 | 18.000 | 18.000 | - |
| Wolfgang Moyses bis 30. September 2019 | 31.000 | 17.500 | 13.500 | 4.000 |
| Tobias Pott ab 27. Juni 2019 | - | 15.700 | 9.200 | 6.500 |
| Udo Sadlowski bis 21. Januar 2019 | 22.000 | 1.000 | 1.000 | - |
| Dr.-Ing. Walter Schlebusch bis 28. Juni 2018 | 15.300 | - | - | - |
| Thomas Stockhausen | 22.000 | 18.000 | 18.000 | - |
| Heinz-Dieter Stöckler ab 5. Februar 2019 | - | 16.300 | 16.300 | - |
| Jörg Wissemann ab 27. Juni 2019 | - | 15.700 | 9.200 | 6.500 |
| Summe | 279.500 | 245.000 | 205.500 | 39.500 |
Darlehen an Aufsichtsratsmitglieder
Im Berichtszeitraum wurden keine Vorschüsse oder Darlehen an Aufsichtsratsmitglieder der SURTECO GROUP SE gewährt.
Angaben nach § 289a und § 315a HGB
Grundkapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der SURTECO GROUP SE beträgt € 15.505.731,00 und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 15.505.731 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) entsprechend einer Beteiligung am Grundkapital von jeweils € 1,00. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts bestehen außer den gesetzlichen Beschränkungen in bestimmten Fällen nicht. Es gibt keine unterschiedlichen Stimmrechte.
Beschränkungen bezüglich Stimmrechten und Übertragungen von Aktien
Dem Vorstand ist bekannt, dass Aktionäre der SURTECO GROUP SE sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit der Bezeichnung "Aktienpool SURTECO SE" zusammengeschlossen haben. Gegenstand dieses Pools ist die gemeinschaftliche Ausübung des Stimmrechts aus 5.406.475 Stück Aktien der SURTECO GROUP SE (Stand 31. Dezember 2019). Verfügungen über poolgebundene Aktien der SURTECO GROUP SE sind nur nach den Bestimmungen des Poolvertrags bzw. mit Zustimmung der übrigen Poolmitglieder möglich.
Direkte oder indirekte Beteiligungen größer 10 % der Stimmrechte
Folgende Aktionäre haben der Gesellschaft das Bestehen einer direkten oder indirekten Beteiligung größer 10 % der Stimmrechte angezeigt:
| Name, Ort |
Stimmrechte
in % |
| Klöpfer & Königer Verwaltungs-GmbH, Garching, Deutschland | 15,00 |
| ECCM Bank plc, Malta | 12,28 |
Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84 ff. AktG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG.
Gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht
Der nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2019 gemäß § 315b HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.surteco-group.com veröffentlicht.
Nachtragsbericht
Zum Nachtragsbericht verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Abschnitten "Risiken aus der Corona-Pandemie" und "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung" in diesem Bericht sowie auf den Anhang.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d HGB mit dem Corporate-Governance-Bericht inklusive der Angaben zur Festlegung der Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG, der Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung des vertretungsberechtigten Organs und des Aufsichtsrats, der Entsprechenserklärung mit Begründung und Archiv, den Angaben zu Praktiken der Unternehmensführung, der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat einschließlich seiner Ausschüsse, der Satzung sowie den Abschlussprüfer für 2019 entnehmen Sie bitte der Homepage des Unternehmens unter www.surteco-group.com unter dem Menüpunkt "Corporate Governance".
Verwendung des Bilanzgewinns
Der Vorstand wird in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der SURTECO GROUP SE aufgrund der derzeit unübersichtlichen Lage bezüglich der Corona-Pandemie zu einem späteren Zeitpunkt einen Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der SURTECO GROUP SE in Höhe von Mio. € 6,2 vorlegen.
Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten.
Ermittlung der Kennzahlen:
| EBIT-Marge in % | EBIT/Umsatz |
| EBITDA-Marge in % | EBITDA/Umsatz |
| Eigenkapitalquote in % | Eigenkapital/Gesamtkapital (= Bilanzsumme) |
| Ergebnis je Aktie in € | Konzerngewinn/Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien |
| Free Cashflow in € | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -(Erwerb von Sachanlagevermögen + Erwerb von immateriellen Vermögenswerten + Erwerb von Unternehmen + Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagevermögen + Erhaltene Dividenden) |
| Materialaufwandsquote in % | Materialkosten/Gesamtleistung |
| Nettofinanzverschuldung in € | Kurzfristige Finanzschulden + Langfristige Finanzschulden - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
| Operative Schuldendeckung in % | (Konzerngewinn + Abschreibungen)/ Nettofinanzschulden |
| Personalaufwandsquote in % | Personalkosten/Gesamtleistung |
| Verschuldungsgrad in % | Nettofinanzschulden/Eigenkapital |
| Working Capital in € | (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte) - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| Zinsdeckungsfaktor | EBITDA/Zinsergebnis |
Konzernabschluss 2019
Gewinn- und Verlustrechnung
SURTECO Konzern
| Anhang |
1.1.-31.12.2018
T€ |
1.1.-31.12.2019
T€ |
|
| Umsatzerlöse | (1) | 698.977 | 675.272 |
| Bestandsveränderungen | (2) | 2.347 | -3.713 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (3) | 5.162 | 5.194 |
| Gesamtleistung | 706.486 | 676.753 | |
| Materialaufwand | (4) | -349.622 | -326.492 |
| Personalaufwand | (5) | -185.347 | -186.186 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6) | -103.506 | -102.718 |
| Wertminderungsaufwendungen / Wertaufholungserträge gemäß IFRS 9 | (7) | 508 | 186 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (9) | 4.260 | 4.751 |
| EBITDA | 72.779 | 66.294 | |
| Abschreibungen | (19) | -40.577 | -45.175 |
| EBIT | 32.202 | 21.119 | |
| Zinserträge | 1.432 | 459 | |
| Zinsaufwendungen | -7.490 | -7.345 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | 1.019 | 1.711 | |
| Wertminderungsaufwendungen / Wertaufholungserträge gemäß IFRS 9 | -570 | -414 | |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 540 | 688 | |
| Finanzergebnis | (10) | -5.069 | -4.901 |
| EBT | 27.133 | 16.218 | |
| Ertragsteuern | (11) | -8.204 | -6.463 |
| Jahresüberschuss | 18.929 | 9.755 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzerngewinn) | 18.630 | 9.428 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 299 | 327 | |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (€) | (12) | 1,20 | 0,61 |
| Anzahl Aktien zum 31.12 | 15.505.731 | 15.505.731 |
Gesamtergebnisrechnung
SURTECO Konzern
| T€ | 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2019 | ||||
| Jahresüberschuss | 18.929 | 9.755 | ||||
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||||||
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung | -168 | -969 | ||||
| darauf entfallene latente Ertragsteuer | -57 | 333 | ||||
| -225 | -636 | |||||
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die gegebenenfalls zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||||||
| Nettogewinne / Verluste aus der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | -712 | -305 | ||||
| darauf entfallene latente Ertragsteuer | 214 | 92 | ||||
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | -408 | 1.050 | ||||
| -906 | 837 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -1.131 | 201 | ||||
| Gesamtergebnis | 17.798 | 9.956 | ||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzerngewinn) | 17.499 | 9.629 | ||||
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 299 | 327 | ||||
Bilanz
SURTECO Konzern
Aktiva
| Anhang |
31.12.2018
T€ |
31.12.2019
T€ |
|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (13) | 120.954 | 83.579 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (14) | 57.519 | 52.630 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 676 | 172 | |
| Vorräte | (15) | 126.969 | 123.060 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | (16) | 5.442 | 5.187 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | (17) | 7.690 | 8.281 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (17) | 7.378 | 8.871 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | (18) | 17.124 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 343.752 | 281.780 | |
| Sachanlagevermögen | (20) | 255.751 | 236.875 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 59.329 | 53.767 |
| Nutzungsrechte | (22) | 0 | 31.473 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (23) | 162.864 | 162.844 |
| At Equity bewertete Anteile | (24) | 2.378 | 2.516 |
| Finanzanlagen | (24) | 30 | 30 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 54 | 81 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.098 | 2.188 | |
| Aktive latente Ertragsteuern | (11) | 18.285 | 8.771 |
| Langfristige Vermögenswerte | 500.789 | 498.545 | |
| 844.541 | 780.325 | ||
|
PASSIVA |
|||
| Anhang |
31.12.2018
T€ |
31.12.2019
T€ |
|
| Kurzfristige Finanzschulden | (28) | 65.905 | 8.928 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 65.078 | 62.905 | |
| Vertragsverbindlichkeiten gem. IFRS 15 | 165 | 4 | |
| Ertragsteuerschulden | (25) | 3.096 | 1.593 |
| Kurzfristige Rückstellungen | (26) | 11.598 | 20.023 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | (27) | 2.468 | 2.410 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (27) | 29.578 | 27.505 |
| Kurzfristige Schulden | 177.888 | 123.368 | |
| Langfristige Finanzschulden | (28) | 252.584 | 254.535 |
| Pensionen und weitere Personalverpflichtungen | (29) | 12.828 | 13.765 |
| Rückstellungen (langfristig) | 5 | 126 | |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 18 | 113 | |
| Passive latente Ertragsteuern | (11) | 48.013 | 33.785 |
| Langfristige Schulden | 313.448 | 302.324 | |
| Grundkapital | 15.506 | 15.506 | |
| Kapitalrücklage | 122.755 | 122.755 | |
| Gewinnrücklagen | 193.093 | 203.396 | |
| Konzerngewinn | 18.630 | 9.428 | |
| Auf Eigentümer des Mutterunternehmens entfallendes Kapital | 349.984 | 351.085 | |
| Nicht beherrschende Anteilseigner | 3.221 | 3.548 | |
| Gesamtes Eigenkapital | (30) | 353.205 | 354.633 |
| 844.541 | 780.325 |
Kapitalflussrechnung
SURTECO Konzern
| Anhang |
1.1.-31.12.2018
T€ |
1.1.-31.12.2019
T€ |
|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 27.133 | 16.218 | |
| Zahlungen für Ertragsteuern | -14.753 | -12.085 | |
| Überleitungen zum Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: | |||
| - Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (19) | 40.577 | 45.175 |
| - Zins- und Beteiligungsergebnis | (10) | 5.518 | 6.198 |
| - Erträge/Verluste aus Anlagenabgängen | 3.027 | 234 | |
| - Veränderung langfristiger Verpflichtungen | 19 | 1.058 | |
| - sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -3.733 | -1.205 | |
| Innenfinanzierung | 57.788 | 55.593 | |
| Zunahme/Abnahme der | |||
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (14) | 362 | 5.392 |
| - übrigen Aktiva | 3.078 | 14.925 | |
| - Vorräte | (15) | -7.237 | 3.908 |
| - Rückstellungen | 7.632 | 8.425 | |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.901 | -2.172 | |
| - übrigen Verbindlichkeiten | -2.825 | -2.035 | |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 2.911 | 28.443 | |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | (35) | 60.699 | 84.036 |
| Erwerb von Sachanlagevermögen | (20) | -45.017 | -33.619 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | (21) | -2.520 | -2.747 |
| Erlöse / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | -2.463 | -442 | |
| Ausschüttung von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 540 | 688 | |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | (35) | -49.460 | -36.120 |
| Dividende an Anteilseigner | (30) | -12.405 | -8.528 |
| Aufnahme langfristiger Finanzschulden | (34) | 897 | 109 |
| Tilgung Leasingverpflichtungen | -1.919 | -5.461 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden | (34) | -3.806 | -63.943 |
| Erhaltene Zinsen | (10) | 539 | 460 |
| Gezahlte Zinsen | (10) | -7.490 | -7.345 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | (35) | -24.184 | -84.708 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -12.945 | -36.792 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||
| Stand am 1. Januar | 133.373 | 120.954 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 526 | -583 | |
| Stand am 31. Dezember | (13) | 120.954 | 83.579 |
Entwicklung des Eigenkapitals
SURTECO Konzern
| T€ | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | |
| Other comprehensive income/ Sonstiges Ergebnis | Währungsumrechungsdifferenzen | |||
| 1. Januar 2018 | 15.506 | 122.755 | -1.923 | -8.768 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -225 | -906 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | -225 | -906 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderungen aufgrund von Rechnungslegungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | 15.506 | 122.755 | -2.148 | -9.674 |
| 1. Januar 2019 | 15.506 | 122.755 | -2.148 | -9.674 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -636 | 837 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | -636 | 837 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 15.506 | 122.755 | -2.784 | -8.837 |
| T€ | Gewinnrücklagen | Konzerngewinn |
| Andere Gewinn-Rücklagen | ||
| 1. Januar 2018 | 192.552 | 26.192 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 18.630 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 18.630 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | -12.405 | 0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 26.192 | -26.192 |
| Veränderungen aufgrund von Rechnungslegungsänderungen | -1.424 | 0 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 12.363 | -26.192 |
| 31. Dezember 2018 | 204.915 | 18.630 |
| 1. Januar 2019 | 204.915 | 18.630 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 9.428 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 9.428 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | -8.528 | 0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 18.630 | -18.630 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 10.102 | -18.630 |
| 31. Dezember 2019 | 215.017 | 9.428 |
| T€ | Nicht beherrschende Anteilseigener | Summe |
| 1. Januar 2018 | 2.922 | 349.236 |
| Konzernjahresüberschuss | 299 | 18.929 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | -1.131 |
| Konzerngesamtergebnis | 299 | 17.798 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | 0 | -12.405 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 |
| Veränderungen aufgrund von Rechnungslegungsänderungen | 0 | -1.424 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 0 | -13.829 |
| 31. Dezember 2018 | 3.221 | 353.205 |
| 1. Januar 2019 | 3.221 | 353.205 |
| Konzernjahresüberschuss | 327 | 9.755 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 201 |
| Konzerngesamtergebnis | 327 | 9.956 |
| Dividendenzahlung SURTECO GROUP SE | 0 | -8.528 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 |
| Gesamte erfasste Kapitaländerungen | 0 | -8.528 |
| 31. Dezember 2019 | 3.548 | 354.633 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019
I. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE
Die SURTECO GROUP SE ist eine börsennotierte Gesellschaft nach europäischem Recht und hat ihren Sitz in Buttenwiesen, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 23000 eingetragen. Der Unternehmensgegenstand der Unternehmen der SURTECO Gruppe ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von beschichteten Oberflächenmaterialien auf Papier- und Kunststoffbasis.
Der Konzernabschluss der SURTECO GROUP SE und ihrer Tochtergesellschaften wird für das Geschäftsjahr 2019 nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie von der EU übernommen wurden, unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs.1 HGB anzuwendenden Vorschriften aufgestellt. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden nach der Übernahme von der EU ab dem erstmalig verpflichtenden Zeitpunkt angewendet. Anwendung und Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden erforderlichenfalls im Anhang bei den entsprechenden Positionen erläutert.
Der Konzernabschluss steht entsprechend § 315e HGB im Einklang mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Board (IASB) und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.
Der Konzernabschluss ist in der Berichtswährung Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.
Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.
Abschlussstichtag der SURTECO GROUP SE sowie der einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2019.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2019 werden im Bundesanzeiger offengelegt.
Um die Klarheit und Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses zu verbessern, sind einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Die Abschlussprüfer der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bzw. andere beauftragte Prüfungsgesellschaften haben die Abschlüsse bzw. die Teilkonzerne, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, im Wesentlichen geprüft.
Der Konzernabschluss der SURTECO GROUP SE für das Geschäftsjahr 2019 wurde am 15. April 2020 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die Billigung des Konzernabschlusses soll in der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2020 erfolgen, anschließend ist die Freigabe des Vorstandes zur Veröffentlichung vorgesehen.
II. RECHNUNGSLEGUNG NACH DEN INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS
Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Mit Ausnahme der unten dargestellten Änderungen entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Vorjahr angewandten Methoden.
Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen
Im Geschäftsjahr waren überarbeitete Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden, aus denen sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Einzelne Standards änderten sich im Rahmen der jährlichen Verbesserungsverfahren (AIP 20152017).
| Standard/Interpretation | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend am bzw. ab | Übernahme durch EU-Kommission | Erwartete Auswirkungen bei SURTECO |
| IFRS 16: Leasing | 01.01.2019 | ja | ja |
| IAS 19 (A): | 01.01.2019 | ja | keine |
| Änderungen an Leistungen an Arbeitnehmer bei Anpassung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans | |||
| IAS 28 (A): | 01.01.2019 | ja | keine |
| Änderungen bzgl. langfristigen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | |||
| IFRIC 23: Klarstellung zu Unsicherheiten bei Bilanzierung von ertragsteuerlichen Positionen | 01.01.2019 | ja | keine |
| IFRS 9 (A): | 01.01.2019 | ja | keine |
| Vorfälligkeitsregelung bei negativen Ausgleichszahlungen | |||
| IFRS 3 (A) & IFRS 11 | 01.01.2019 | ja | keine |
| (A): Änderungen zur Neubewertung zuvor gehaltener Anteile | |||
| IAS 12 (A): | 01.01.2019 | ja | keine |
| Änderungen zu den steuerlichen Auswirkungen für Auszahlungen aus | |||
| eigenkapitalähnlichen Finanzinstrumenten | |||
| IAS 23 (A): Änderungen zu aktivierungsfähigen Fremdkapitalkosten | 01.01.2019 | ja | keine |
Die vom IASB veröffentlichte Rechnungslegungsvereinbarung IFRS 16 Leasing wird von der SURTECO Gruppe ab dem 01.Januar 2019 erstmalig angewendet.
Erstanwendung IFRS 16
Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 IFRS 16 Leasingverhältnisse. IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasing-Verhältnisse ab. IFRS 16 führt ein einheitliches Leasingnehmer-Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte (für das Nutzungsrecht) und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse bilanziell zu erfassen sind.
IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt nicht.
Die SURTECO Gruppe hat bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 folgende Erleichterungen in Anspruch genommen:
| ― |
Anwendung eines laufzeitspezifischen Zinssatzes. Auf eine länderspezifische Unterscheidung des Zinssatzes wurde verzichtet, da die gesamte Finanzierung der SURTECO Gruppe über die SURTECO Group SE getätigt wird. |
| ― |
Anwendung eines einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge |
| ― |
Bilanzierung von Leasingverträgen, die zum 1. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten aufweisen, werden als kurzfristige Leasingverhältnisse dargestellt. |
| ― |
Leasingverhältnisse für sogenannte "small-tickets" als auch "short term"-Leasingverhältnisse werden nicht bilanziert. |
| ― |
Nichtberücksichtigung anfänglicher Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. |
| ― |
Die rückwirkende Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen bei Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. |
Die SURTECO Gruppe hat sich dazu entschlossen, für Leasingverhältnisse, die vor dem Übergangszeitpunkt abgeschlossen wurden, nicht neu zu prüfen, ob ein Vertrag zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, sondern die bisherige unter IAS 17 und IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen beizubehalten.
Die SURTECO Gruppe erfasst Vermögenswerte für Nutzungsrechte sowie entsprechende Verbindlichkeiten, sofern im Einzelfall nicht die Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder geringwertige Vermögenswerte greifen, wie folgt:
| ― |
Das Nutzungsrecht ist als Teil des Anlagevermögens auszuweisen und linear über die Laufzeit des Vertrags abzuschreiben. |
| ― |
Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen passiviert und nach der Effektivzinsmethode fortgeführt (siehe Erläuterungen unten). Die Verbindlichkeiten für IFRS 16 Zwecke werden entsprechend ihrer Fristigkeit unter den Finanzschulden ausgewiesen. |
Bei Finanzierungsleasingverhältnissen mit der SURTECO Gruppe als Leasingnehmer werden bereits gemäß IAS 17 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert. Für diese Fälle sowie für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Die Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar stellt sich wie folgt dar:
| [Beträge in T€] | 2019 |
| Zum 31. Dezember 2018 angegebene Verpflichtungen aus Operate-Leasingverhältnissen: | 4.870 |
| abzgl. kurzfristige Leasingverhältnisse, die linear als Aufwand erfasst werden | -100 |
| abzgl. Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert, die linear als Aufwand erfasst werden | - |
| abzgl. Verträge, die als Leasingverträge neu eingeschätzt wurden | - |
| zzgl. Anpassungen aufgrund von Zahlungen aus Servicekomponenten | 1.252 |
| zzgl./abzgl. Anpassungen aufgrund unterschiedlicher Einschätzungen von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen | |
| zzgl./abzgl. Anpassungen aufgrund von Änderungen von Indices oder (Zins-) Sätzen, die sich auf variable Zahlungen auswirken | 5.776 |
| Ausstehende Bruttozahlungen für zukünftig nach IFRS 16 zu bilanzierende Leasingverhältnisse | 11.798 |
| Mit dem Grenzkapitalzinssatz des Leasinggebers zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 abgezinst | -633 |
| am 1. Januar 2019 bilanzierte Leasingverbindlichkeiten | 11.165 |
| hiervon sind: | |
| kurzfristige Leasingverbindlichkeit | 3.697 |
| langfristige Leasingverbindlichkeit | 7.468 |
Zum 1. Januar 2019 wurde ein gewichteter durchschnittlicher Grenzfremdkapitalzins in Höhe von 1,1051% den Berechnungen zugrunde gelegt.
In der Bilanz werden nachfolgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:
| [Beträge in T€] | 31.12.2018 | 01.01.2019 | ||
| Sachanlagevermögen | ||||
| Grundstücke und Gebäude Finance Lease | 21.566 | 0 | ||
| Geschäftsausstattung | 498 | |||
| 22.064 | 0 | |||
| Nutzungsrechte | ||||
| Grundstücke und Gebäude (ehemaliges Finance Lease) | 21.566 | |||
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 9.202 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 216 | ||
| Geschäftsausstattung | 0 | 227 | ||
| Geschäftsausstattung (ehemals Finance Lease) | 498 | |||
| Fahrzeuge | 0 | 1.310 | ||
| IT und Kommunikation | 0 | 210 | ||
| 0 | 33.230 | |||
| Saldierte Passive Latente Steuern | 7 | |||
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen
Folgende neue und überarbeitete Standards und Interpretationen, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren oder noch nicht von der Europäischen Union übernommen wurden, werden nicht vorzeitig angewandt.
| Standard/Interpretation | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend am bzw. ab | Übernahme durch EU- Kommission | Erwartete Auswirkungen bei SURTECO | |
| IAS 1 / IAS 8 (A) | Definition von Wesentlichkeit | 01.01.2020 | * ja | nein |
| IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 (A) | Auswirkungen der IBOR-Reform | 01.01.2020 | * ja | Nein |
| Conceptual Framework (A) | Änderungen des Rahmenkonzeptes | 01.01.2020 | * nein | in Analyse |
| IFRS 3 (A) | Klarstellung zur Definition eines Geschäftsmodells bei Unternehmenszusammenschlüssen | 01.01.2020 | * nein | nein |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 01.01.2021 | * nein | in Analyse |
| (A) | Amended | Erweitert |
| (R) | Revised | Geändert |
III. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sind die SURTECO GROUP SE sowie alle wesentlichen Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften), die die SURTECO GROUP SE beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht, wenn die SURTECO GROUP SE variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einem Unternehmen ausgesetzt ist und die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn Rechte bestehen, die der SURTECO GROUP SE die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens zu lenken, um die variablen Rückflüsse wesentlich zu beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschung dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Bei strukturierten Unternehmen basiert die Beherrschung im Normalfall auf vertraglichen Vereinbarungen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Nach der Equity-Methode werden Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen die SURTECO Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes von 20 % bis 50 %), und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen bewertet.
Zum Bilanzstichtag werden 2 Unternehmen (Vorjahr: 2 Unternehmen) in den Konzernabschluss nicht einbezogen, da sie im Geschäftsjahr nur geringe aktive Geschäftstätigkeit aufweisen und der Einfluss insgesamt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
Neben der SURTECO GROUP SE werden folgende Gesellschaften in den Konzern einbezogen:
| Stand 31.12.2018 | Veränderung aufgrund IFRS Vorschriften | Zugänge | Abgänge konzerninterne Umstrukturierung | Abgänge Verkauf / Liquidation | Stand 31.12.2019 | |
| Konsolidierte Tochterunternehmen | ||||||
| - davon Inland * | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| - davon Ausland | 28 | 0 | 0 | 0 | -3 | 25 |
| Zu Anschaffungskosten geführte Tochterunternehmen | ||||||
| - davon Inland | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Ausland | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | ||||||
| - davon Inland | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Ausland | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| 40 | 0 | 0 | 0 | -3 | 37 |
Die in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 einbezogenen Unternehmen sowie die Angaben zu den unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und Beteiligungen der SURTECO GROUP SE sind in der Aufstellung "Beteiligungsbesitz" aufgeführt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der SURTECO GROUP SE für das Geschäftsjahr 2019 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und dort bekanntgemacht.
Im Geschäftsjahr 2019 waren folgende strukturelle Veränderungen bei der SURTECO Gruppe zu verzeichnen:
| ― |
Umstrukturierungen innerhalb der Nenplas-Gruppe: Liquidation der Delta Plastics Ltd., (Wolverhampton), der Nenplas Properties Ltd., (Ashbourne) und der Nenplas Properties Holdings Ltd. (Ashbourne) |
IV. INANSPRUCHNAHME VON § 264 ABS. 3 HGB
Für die Aufstellung des Lageberichts und Anhangs sowie die Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
| Name | Sitz |
| SURTECO GmbH | Buttenwiesen |
| SURTECO art GmbH | Willich |
| Dakor Melamin Imprägnierungen GmbH | Heroldstatt |
| Kröning GmbH | Hüllhorst |
| Döllken Profiles GmbH | Nohra |
| SURTECO Beteiligungen GmbH | Buttenwiesen |
V. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach den für die SURTECO Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten werden, aufgestellt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bzw. Marktwert bewertet werden.
Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften stimmt der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2019) überein.
Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen beziehungsweise übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange). Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung des Kaufpreises mit den identifizierten Vermögenswerten und Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens oder Geschäftsbereiches resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteilseigner" ausgewiesen. Gegenwärtig vorhandene nicht beherrschende Anteile wurden auf der Grundlage des anteiligen Nettovermögens bewertet.
Gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich, sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung, einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.
Die SURTECO Gruppe ist an einem Unternehmen in Form von gemeinschaftlich geführten Vereinbarungen beteiligt. Gemäß IFRS 11 gibt es, je nach Ausgestaltung der vertraglichen Rechte und Verpflichtungen der jeweiligen Investoren, zwei Formen von gemeinsamen Vereinbarungen: Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen.
Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit handelt es sich um eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, Rechte und Pflichten an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Schulden haben. Die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen werden anteilig erfasst.
Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der den Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Netto-Reinvermögen eingeräumt werden. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
In der SURTECO Gruppe bestehen ausschließlich gemeinsame Vereinbarungen in Form von Gemeinschaftsunternehmen.
Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen mit ihren Anschaffungskosten zu bilanzieren und werden jährlich um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Liegen Wertminderungen vor, die den Wert der jeweiligen Beteiligung übersteigen, werden vorhandene langfristige Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit der Beteiligung stehen, abgeschrieben. Werden der Buchwert der Beteiligung und derartige Vermögenswerte auf null reduziert, werden zusätzliche Verluste in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen ist bzw. Zahlungen an Stelle des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens leistet.
Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen wesentliche Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.
Soweit erforderlich, werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.
Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Ausleihungen zwischen den Konzerngesellschaften werden aufgerechnet.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert, soweit sie für die Darstellung des Bildes der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind.
Latente Ertragsteuern aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen werden abgegrenzt.
Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen erfolgen sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen, die auf der Grundlage des Dealing-at-arm´slength-Grundsatzes ermittelt wurden.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten Gegenleistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
VI. WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis (aus nicht operativen Sachverhalten) bzw. in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen (aus operativen Sachverhalten) ausgewiesen.
Die Ergebnisse und die Bilanzposten der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, die eine andere funktionale Währung als Euro haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt zum Stichtagskurs, die des Eigenkapitals dagegen mit historischen Kursen. Die Aufwendungen und Erträge und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis wird zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen (Währungsdifferenzen) ausgewiesen. Da sämtliche einbezogene Unternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung die funktionale Währung.
Die Währungsumrechnung wurde mit folgenden Wechselkursen vorgenommen:
|
Wechselkurse zum
Euro |
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | 2018 | 2019 | ||
| US-Dollar | USD | 0,8733 | 0,8907 | 0,8472 | 0,8932 |
| Kanadischer Dollar | CAD | 0,6412 | 0,6840 | 0,6537 | 0,6732 |
| Australischer Dollar | AUD | 0,6164 | 0,6247 | 0,6331 | 0,6209 |
| Singapur-Dollar | SGD | 0,6414 | 0,6620 | 0,6279 | 0,6547 |
| Schwedische Krone | SEK | 0,0975 | 0,0957 | 0,0975 | 0,0945 |
| Britisches Pfund | GBP | 1,1151 | 1,1766 | 1,1303 | 1,1403 |
| Türkische Lira | TRY | 0,1651 | 0,1497 | 0,1795 | 0,1574 |
| Polnische Zloty | PLN | 0,2327 | 0,2348 | 0,2347 | 0,2327 |
| Russischer Rubel | RUB | 0,0125 | 0,0143 | 0,0135 | 0,0138 |
| Tschechische Krone | CZK | 0,0389 | 0,0394 | 0,0390 | 0,0390 |
| Mexikanischer Peso | MXN | 0,0444 | 0,0471 | 0,0440 | 0,0464 |
| Brasilianischer Real | BRL | 0,2251 | 0,2218 | 0,2319 | 0,2270 |
VII. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen aufgestellt.
Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden, soweit im Folgenden nicht anders erläutert, gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Gliederung der Bilanz
Vermögenswerte und Schulden werden in der Bilanz als langfristig ausgewiesen, wenn deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt oder die Realisierung innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird. Schulden gelten als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, die Erfüllung der Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte oder Schulden. Die Pensionsrückstellungen und weitere Personalverpflichtungen sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden als langfristige Vermögenswerte oder Schulden gezeigt.
Erlös- und Aufwandsrealisierung
IFRS 15 regelt die Grundsätze, nach denen Informationen über Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden darzustellen sind. Das Kernprinzip besteht darin, dass ein Unternehmen die Erlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, die es im Austausch für Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird.
Erlöse sind zu erfassen, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wird. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt.
Erlöse sind zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden können. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet.
Umsätze aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― |
Der Konzern hat die Verfügungsgewalt aus dem Eigentum der Güter auf den Käufer übertragen. |
| ― |
Die Höhe der Umsatzerlöse kann verlässlich bestimmt werden. |
| ― |
Es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließen wird. |
| ― |
Die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden. |
Sämtliche Erlöse werden zeitpunktbezogen in der SURTECO Gruppe realisiert.
Als Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe ausgewiesen. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und abzüglich Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte erfasst. Rückstellungen für Kundennachlässe und -rabatte sowie Retouren, sonstige Berichtigungen und Gewährleistungen werden zum gleichen Zeitpunkt wie die Verbuchung der Umsätze berücksichtigt.
Für den Verkauf der Produkte werden z.T. retrospektiv wirkende Volumenrabatte vereinbart, die auf dem Gesamtumsatz eines 12-Monats-Zeitraums basieren. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises, abzüglich des geschätzten Volumenrabattes, erfasst.
Die Schätzung der Rückstellung basiert auf Erfahrungswerten. Umsatzerlöse werden nur in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig wird, sofern die damit verbundene Unsicherheit nicht mehr besteht.
Eine Forderung wird bei Versand der Güter ausgewiesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt ist, d.h. dass die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt.
Dividendenerträge aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch der SURTECO als Anteilseigner auf Zahlung entstanden ist.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst, soweit sie in das Berichtsjahr fallen.
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden zeitanteilig berücksichtigt. Erträge aus Finanzanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.
EBITDA
Das EBITDA ist das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen.
EBIT
Das EBIT ist das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
EBT
Das EBT ist das Ergebnis vor Steuern.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der SURTECO GROUP SE entfallenden Anteils am Konzerngewinn durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
Gemäß IFRS 13 wird der beizulegende Zeitwert als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.
Bei der Anwendung von Bewertungsverfahren zur Fair Value-Ermittlung müssen möglichst viele (relevante) beobachtbare Inputfaktoren und möglichst wenige nicht beobachtbare Inputfaktoren verwendet werden.
Es ist eine dreistufige Fair Value-Hierarchie anzuwenden. Dazu werden die Inputfaktoren der Bewertungsverfahren wie folgt kategorisiert:
Stufe 1 - Nicht angepasste quotierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei der Bilanzierende am Bewertungsstichtag Zugang zu diesen aktiven Märkten haben muss.
Stufe 2 - Direkte oder indirekte beobachtbare Inputfaktoren, die nicht Stufe 1 zuzuordnen sind.
Stufe 3 - Nicht beobachtbare Inputfaktoren.
Der Anwendungsbereich von IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl nicht finanzielle Vermögenswerte als auch Schulden- und Eigenkapitalinstrumente. IFRS 13 gelangt immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist gemäß IAS 32 ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die Finanzinstrumente umfassen originäre Finanzinstrumente wie Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.
Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang der Finanzinstrumente erfolgen zum Erfüllungstag. Bei der erstmaligen Erfassung bewertet die SURTECO Gruppe einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich die direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten, sofern der Vermögenswert anschließend nicht zum Fair Value bilanziert wird. Für solche Instrumente sind die Transaktionskosten sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Von dieser Regelung besteht folgende Ausnahme für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die erstmalig mit ihrem Transaktionspreis nach IFRS 15 bewertet werden. Die Ausbuchung der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt, wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten übertragen hat und im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden oder andernfalls, wenn die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen wurde. Sollten die Voraussetzungen für die Ausbuchung der Forderungen nicht erfüllt sein, erfolgt keine Ausbuchung der Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der Rechtsanspruch auf Saldierung darf nicht von einem künftigen Ereignis abhängen und muss sowohl im normalen Geschäftsverlauf als auch im Falle eines Ausfalls, einer Insolvenz oder eines Konkurses durchsetzbar sein.
Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bewertete Verbindlichkeit angesetzt werden. SURTECO bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die weder aus Finanzschulden noch derivativen finanziellen Verpflichtungen an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird dann ausgebucht, wenn diese getilgt, d.h. die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt oder aufgehoben sind oder auslaufen.
Klassifizierung & Bewertung
Gemäß IFRS 9 gelten grundsatzbasierte Vorschriften für die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte. Es werden die nachstehenden Bewertungskriterien unterschieden.
Schuldinstrumente
Die Bewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell der SURTECO Gruppe zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. Die SURTECO Gruppe stuft ihre Schuldinstrumente wie folgt ein:
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinssatzmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Wertminderungsaufwendungen werden unter den Wertminderungsaufwendungen bzw. Wertaufholungserträgen gemäß IFRS 9 ausgewiesen. |
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Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden, und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge/-aufwendungen, Zinserträge und Fremdwährungsverluste/-gewinne. Wertminderungen führen nicht zu Veränderungen des Buchwerts, sondern werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der zuvor im sonstigen Ergebnis angesetzte kumulierte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im Ergebnis aus Finanzderivaten ausgewiesen. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne/-verluste werden als Kurseffekte des Finanzergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. |
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Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert: Schuldinstrumente, die weder zu fortgeführten Anschaffungskosten noch zu erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste werden saldiert unter den sonstigen Gewinnen/Verlusten in der jeweiligen Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. |
Diese Vorschriften sind auf einen finanziellen Vermögenswert als Ganzes anzuwenden, selbst wenn dieser ein eingebettetes Derivat enthält. Die Fair Value Option wird in der SURTECO-Gruppe nicht angewandt.
In der SURTECO Gruppe werden die Finanzinstrumente in die folgenden Kategorien eingestuft:
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zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige Vermögenswerte (Ausleihungen etc.) |
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erfolgswirksam zum Fair Value bewertet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des Factoring-Programms abgetreten werden |
Die SURTECO Gruppe gliedert Schuldinstrumente nur dann um, wenn sich das Geschäftsmodell zur Steuerung solcher Vermögenswerte ändert.
Eigenkapitalinstrumente
Eigenkapitalinstrumente werden in der Regel erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Von der Fair Value-OCI-Option wird in der SURTECO Gruppe kein Gebrauch gemacht.
Derivative Instrumente
Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zins-Währungsswaps ein, um Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung bestehender oder gehaltener Grundgeschäfte eingesetzt. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erstmalig in der Bilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Folge zu ihrem Marktwert am Bilanzstichtag neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft als auch die Risikomanagementziele und Konzernstrategie im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt.
Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:
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als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Schuld oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung (außer Währungsrisiko) handelt, |
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als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann, oder |
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als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. |
In der SURTECO Gruppe werden zu Absicherungszwecken ausschließlich Cashflow-Hedges verwendet. Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten wird in der Rücklage für Cashflow-Hedges als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der den unwirksamen Teil betrifft, wird unmittelbar erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Verlusten erfasst.
Im Eigenkapital erfasste kumulierte Beträge werden in den Perioden umgegliedert, in denen das gesicherte Grundgeschäft Auswirkungen auf den Gewinn oder Verlust hat und zwar wie folgt:
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Führt das gesicherte Grundgeschäft zur Erfassung eines nicht finanziellen Vermögenswerts, werden die abgegrenzten Sicherungsgewinne und -verluste in die ursprünglichen Anschaffungskosten des Vermögenswerts einbezogen. Die abgegrenzten Beträge werden letztlich im Ergebnis aus Finanzderivaten erfasst, wenn sich das gesicherte Grundgeschäft auf den Gewinn/Verlust auswirkt. |
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Der Gewinn oder Verlust aus dem wirksamen Teil des Zinsswaps, der variablel verzinsliche Fremdkapitalaufnahmen absichert, wird im Posten Finanzaufwendungen im Gewinn oder Verlust in der Periode ausgewiesen, in der der Zinsaufwand für die gesicherten Fremdkapitalaufnahmen anfällt. |
Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft oder beendet wird oder die Sicherungsbeziehung nicht länger die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleiben etwaige zu diesem Zeitpunkt kumulierte abgegrenzte Sicherungsgewinne/-verluste und die abgegrenzten Sicherungskosten im Eigenkapital, bis die erwarte Transaktion eintritt und zur Erfassung eines nicht finanziellen Vermögenswerts führt. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr erwartet wird, werden die kumulierten Sicherungsgewinne und -verluste sowie die abgegrenzten Sicherungskosten in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Wertberichtigung
IFRS 9 stellt bei der Erfassung auf erwartete Verluste ab. In den Anwendungsbereich fallen alle Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden sowie Vertrags- und Leasingvermögenswerte. Hier wird das allgemeine und vereinfachte Modell zur Bestimmung von Wertminderungen unterschieden.
Allgemeines Wertminderungsmodell
Die Höhe der Wertminderung hängt dabei von der Zuordnung des Finanzinstruments in einer der folgenden Stufen ab:
1. Stufe: alle Finanzinstrumente werden bei der Ersterfassung dieser Stufe zugeordnet. Der erwartete Verlust entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag entstehen kann. Ein erwarteter Verlust wird bereits beim Einbuchen erfasst. Bei Finanzinstrumenten, deren Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird, d.h. 12-Monats-ECL. Darunter ist der Barwert der Zahlungsausfälle zu verstehen, der sich aus möglichen Ausfallereignissen in den nächsten 12 Monaten nach dem Stichtag ergibt.
2. Stufe: wenn seit der Ersterfassung eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos der Gegenpartei verzeichnet wurde, so ist das Finanzinstrument in die 2. Stufe zu transferieren. Der Wertminderungsaufwand entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallergebnissen während der Restlaufzeit des Instruments entstehen kann.
3. Stufe: Liegt ein objektiver Hinweis vor, dass eine Wertminderung vorliegt, so ist das Finanzaktivum in diese Stufe zu transferieren. Die Ermittlung der zu erfassenden Risikoversorge ist dabei unverändert wie auf der Stufe 2 vorzunehmen. Die Vereinnahmung von Zinserträgen im Rahmen der Effektivzinsmethode darf für diese Finanzinstrumente jedoch nur noch auf Basis des (wertgeminderten) Nettobuchwerts erfolgen.
Erwartete Verluste stellen eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung von Verlusten dar. Hierfür werden Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt, die mit dem Forderungsnominal multipliziert werden.
Vereinfachtes Wertminderungsmodell
Der vereinfachte Ansatz unterscheidet sich dadurch, dass es keine Unterschiede des Kreditrisikos gibt und grundsätzlich die erwarteten Kreditverluste ab der erstmaligen Erfassung erfasst werden. Stattdessen hat es sowohl beim erstmaligen als auch beim zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe der Gesamtlaufzeit-ECL zu erfassen. Der vereinfachte Ansatz ist pflichtgemäß für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für Vertragsvermögenswerte sowie für Leasingwerte anzuwenden.
Bei der SURTECO Gruppe liegen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor. Die Berechnung der erwarteten Kreditverluste erfolgt mittels einer Wertberichtigungsmatrix in Abhängigkeit der Über-Fälligkeiten der einzelnen Forderungen. Die zugrunde liegenden Ausfallquoten wurden basierend auf historischen Erfahrungswerten und aktuellen Erwartungen aufgestellt und werden zu jedem Stichtag aktualisiert. Zusätzlich werden zukunftsorientierte Informationen (zum Beispiel Prognosen über ökonomische Leistungskennzahlen) berücksichtigt, falls diese basierend auf den historischen Daten auf einen Zusammenhang mit erwarteten Kreditausfällen schließen lassen. Je nach Diversität des Kundenstamms können entsprechende Gruppierungen (zum Beispiel nach geographischem Gebiet, Produktart etc.) verwendet werden, wenn bisherige Erfahrungen mit Kreditverlusten signifikant voneinander abweichende Ausfallmuster bei verschiedenen Kundensegmenten zeigen. Die Kunden der SURTECO Gruppe werden in ein homogenes Portfolio eingeteilt, da hier keine Besonderheiten bspw. hinsichtlich des Herkunftslandes des Kunden identifiziert wurden.
Forderungen mit signifikanten Überfälligkeiten, die aufgrund der Kundenstruktur oder solche, über deren Schuldner ein Insolvenz- oder vergleichbares Verfahren eröffnet wurde, werden weiterhin einzeln auf eine Wertminderung geprüft. Sofern mit hoher Sicherheit kein Eingang weiterer Cashflows zu erwarten ist, werden die Instrumente abgeschrieben.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Für die Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 werden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Schuldinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) klassifiziert.
Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und der im Rahmen des Factoring-Programms abgetretenen Forderung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanziert. Wertberichtigungen werden entsprechend der in Einzelfällen erwarteten Ausfallrisiken vorgenommen. Wertberichtigungen werden über ein Wertberichtigungskonto vorgenommen. Eine endgültige Ausbuchung erfolgt, wenn die Forderung uneinbringlich ist. Die Ermittlung des Bedarfs der Einzelwertberichtigungen erfolgt in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderung sowie den Erkenntnissen über das kundenspezifische Kredit- und Ausfallrisiko. Als objektive Hinweise für ein erhöhtes Ausfallrisiko einer Forderung gelten bspw. eine anstehende Insolvenz, eine Zwangsvollstreckung des Kunden, eine/mehrere Reklamationen sowie säumige Zahlungen durch den Kunden, eine eidesstaatliche Versicherung des Kunden, ein Vergleich oder eine Klage im Zusammenhang mit dem Kunden. Die Zahlungsziele der Kunden werden individuell mit dem Kunden vereinbart. In der SURTECO Gruppe gelten keine vordefinierten kritischen Überfälligkeiten. Kritische Forderungen werden anhand der vorliegenden objektiven Hinweise bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit marktüblichen Zahlungszielen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Boni, Skonti und Wertberichtigungen angesetzt. Der Konzern verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen. Diese Forderungen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zahlungseingang aus dem Forderungsverkauf wird unter den Zahlungsmitteln ausgewiesen. In gleicher Höhe erfolgt der Ausweis einer kurzfristigen Finanzschuld bei den kurzfristigen Schulden.
Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen, bezogene Waren sowie unfertige und fertige Erzeugnisse. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert der herzustellenden Erzeugnisse bewertet. Der Ermittlung der Wertansätze liegt grundsätzlich das gewogene Durchschnittsverfahren zugrunde. Zur Berücksichtigung von Wertminderungen aufgrund Überalterung und technisch nur eingeschränkter Verwendbarkeit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereichs. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Bei den Vorräten werden Abwertungen auf den Nettoveräußerungserlös vorgenommen, wenn am Bilanzstichtag die Buchwerte der Vorräte aufgrund von niedrigeren Börsen- oder Marktwerten zu hoch sind.
Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den direkt zurechenbaren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, sofern nachfolgende Kriterien erfüllt sind:
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Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts kann technisch soweit realisiert werden, dass es genutzt werden kann. |
| ― |
Das Management hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. |
| ― |
Es besteht die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. |
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Es ist nachweisbar, auf welche Art und Weise der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. |
| ― |
Adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen sind verfügbar, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. |
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Die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben können verlässlich bewertet werden. |
Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Bereits als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden in den Folgeperioden nicht nachträglich aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und, sofern erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.
Finanzierungskosten werden nicht als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, da über einen längeren Zeitraum keine Herstellungsprozesse vorliegen. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode erfasst.
In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen.
Haben wesentliche Teile eines langfristigen Vermögenswerts unterschiedliche Nutzungsdauern, werden sie als separate langfristige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens bilanziert und planmäßig abgeschrieben (Komponentenansatz).
Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei Durchführung einer Großinspektion werden die Kosten im Buchwert der Sachanlage als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.
Leasingaktivitäten
Bis einschließlich 2018 wurden Leasingverhältnisse über Sachanlagen entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Seit dem 1. Januar 2019 werden Leasingverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der SURTECO Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Das Nutzungsrecht ist als Teil des Anlagevermögens auszuweisen und linear über die Laufzeit des Leasing-/Mietvertrags abzuschreiben. Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen passiviert und nach der Effektivzinsmethode fortgeführt.
Die SURTECO Gruppe nutzt die folgenden Erleichterungen:
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Anwendung eines laufzeitspezifischen Zinssatzes |
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Anwendung eines einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge |
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Leasingverhältnisse für sogenannte "small-tickets" als auch "short term"-Leasingverhältnisse werden nicht bilanziert |
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Nichtberücksichtigung anfänglicher Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung |
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Die rückwirkende Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen bei Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. |
Zugangs- und Folgebewertung
Ausgangspunkt ist der Barwert der Verpflichtungen zur Zahlung künftiger Leasingraten. Zum 01. Januar 2019 (bzw. zum Zeitpunkt der Aufnahme eines neuen Leasing-/Mietverhältnisses) entspricht die Höhe des Nutzungsrechts der Höhe der Leasingverbindlichkeit.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
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Feste Zahlungen (inkl. de facto fester Zahlungen), abzgl. etwaiger zu erhaltener Leasinganreize |
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Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-) Satz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zins zum Bereitstellungsdatum |
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Erwartete Zahlungen aus der Inanspruchnahme aus Restwertgarantien |
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Der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch die SURTECO Gruppe hinreichend sicher ist |
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Strafzahlungen i.Z.m. der Kündigung eines Leasingverhältnisses, sofern in der Laufzeit berücksichtig ist, dass die SURTECO Gruppe die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird |
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen zu berücksichtigen.
Die den Leasingzahlungen zugrunde liegenden Zinssätze werden laufzeitspezifisch durch die SURTECO Gruppe ermittelt und jährlich angepasst. Auf eine länderspezifische Unterscheidung des Zinssatzes wurde verzichtet, da die wesentliche Finanzierung der SURTECO Gruppe über die SURTECO GROUP SE getätigt wird.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
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Der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit |
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Sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzgl. aller etwaig erhaltenen Leasinganreize |
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Alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und |
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Geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage/Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswertes, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes, in den der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. |
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der SURTECO Gruppe hinreichend sicher ist, erfolgt eine Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts. Während die SURTECO Gruppe für ihre in den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude das Anschaffungskostenmodell des IAS 16 anwendet, hat sie für Nutzungsrechte auf Gebäude entschieden, dies nicht zu tun.
Aufgrund der unterschiedlichen Vorgaben zur (planmäßigen) Folgebewertung - das Nutzungsrecht vorrangig "at cost" (IFRS 16.29/30: nach Leasingbeginn bewertet der Leasingnehmer das Nutzungsrecht anhand eines Kostenmodells, d.h. Anschaffungskosten abzüglich akkumulierter Abschreibungen und akkumulierter Wertminderungen, und die Verbindlichkeit nach der "Effektivzinsmethode"), entsprechen sich die Ansätze über die Laufzeit der Vereinbarungen nicht mehr.
In der SURTECO Gruppe werden die folgenden Nutzungsrechte kategorisiert:
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Nutzungsrechte für Grundstücke und Gebäude |
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Nutzungsrechte für technische Anlagen und Maschinen |
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Nutzungsrechte für Geschäftsausstattung |
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Nutzungsrechte für Fahrzeuge |
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Nutzungsrechte für IT und Kommunikation |
Die SURTECO Gruppe mietet Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Geschäftsausstattungen, Fahrzeuge sowie IT- und Kommunikationstechnik. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 6 Monaten bis 8 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen. Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen und werden auch nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die planmäßige Abschreibung der Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgt nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden jedes Jahr überprüft und entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Den Abschreibungen liegen konzerneinheitlich im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
| Jahre | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3-10 |
| Gebäude | 40-50 |
| Grundstückseinrichtungen und Einbauten | 10-15 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3-30 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6-13 |
Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da beizulegende Werte nicht verfügbar sind und auch andere Bewertungsverfahren nicht zu zuverlässigen Ergebnissen führen. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Liegen Anzeichen für Wertminderungen von assoziierten Unternehmen vor, so wird der Buchwert der betroffenen Beteiligung einem Wertminderungstest unterzogen.
Der Konzern überprüft an jedem Bilanzstichtag die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der der Vermögenswert zugeordnet ist, bestimmt. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten wird mittels anerkannter Bewertungsverfahren bestimmt. Dabei werden extern verfügbare Marktdaten zu aktuellen Transaktionen und Bewertungen Dritter berücksichtigt.
Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird im Periodenergebnis erfasst.
Aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter Anhang Nr. 23 verwiesen.
Gemäß IFRS 3 (Business combinations) und IAS 36 (Impairment of assets) werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft (Impairmenttest) und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.
Sind einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert oder immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Nettovermögenswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert, verglichen. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuellen Mittelfristplanungen von SURTECO.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns werden in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung des Managements unter Berücksichtigung kundenorientierter Zuordnungen nach strategischen Geschäftseinheiten identifiziert. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bei den SGE's sind die operativen Geschäftsbereiche unterhalb der berichtspflichtigen Segmente. Die berichtspflichtigen Segmente sind ,Decoratives', ,Profiles' und ,Technicals'. Der Bereich ,Technicals' besteht aus mehreren unwesentlichen Einzelsegmenten, die der Klarheit halber zusammengefasst werden.
In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigung wird im ersten Schritt der Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen strategischen Geschäftseinheit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Eine erforderlichenfalls vorgenommene Wertberichtigung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen. Eine spätere Zuschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes infolge des Wegfalls der Gründe ist nicht zulässig.
Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen und -schulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die landesspezifischen Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Die tatsächlichen Ertragsteuerschulden umfassen sowohl das jeweilige Geschäftsjahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Den Bewertungen liegt die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und herrschender Fachmeinung zugrunde.
Bei der bilanziellen Abbildung von ertragsteuerlichen Unsicherheiten wird im Regelfall auf die einzelne ertragsteuerliche Behandlung abgestellt. Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass eine ertragsteuerliche Behandlung von den lokalen Steuerbehörden akzeptiert werden wird, verwendet die SURTECO Gruppe den Betrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei der Bestimmung des zu versteuernden Gewinns beziehungsweise der steuerlichen Basis.
Latente Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitenmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet.
Aktive latente Steuern werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von
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abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
Passive latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von
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temporären Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und |
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temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. |
Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und erforderlichenfalls in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die aktiven latenten Steuern zumindest teilweise verwendet werden können. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der aktiven latenten Steuern ermöglicht. Aktive und passive latente Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten bzw. verabschiedet sind. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Erträge und Aufwendungen aus tatsächlichen und latenten Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls direkt im Eigenkapital bzw. im sonstigen Ergebnis erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Gemäß IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristig ausgewiesen.
Kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.
Vertragsverbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung, Waren auf einen Kunden zu übertragen, für die die SURTECO Gruppe bereits eine Gegenleistung erhalten hat.
Die Rückstellungen für Pensionen und weitere Personalverpflichtungen umfassen Verpflichtungen aus Regelungen der betrieblichen Altersversorgung, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder.
Bei den Verpflichtungen aus Regelungen der betrieblichen Altersversorgung handelt es sich um leistungsorientierte Versorgungszusagen (Defined Benefit Plans), die im Wesentlichen auf in Deutschland beschäftigte Leistungsempfänger entfallen. Die Ausgestaltung ist dabei abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen und basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeiter. Bei den auf vertraglichen Regelungen basierenden Versorgungsverpflichtungen in Deutschland handelt es sich zum größten Teil um lebenslange Rentenleistungen, die im Fall der Invalidität, des Todes und bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden.
Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen. Neu eintretenden Mitarbeitern wird eine betriebliche Altersversorgung über eine externe Unterstützungskasse und Pensionskasse angeboten. Sie erhalten keine Direktzusagen der Gesellschaft.
Da über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen oder Risiken für die Gesellschaft bestehen, wurden diese als beitragsorientierte Pläne klassifiziert und somit nicht bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen von SURTECO sind verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt. Die Risiken beziehen sich hierbei im Wesentlichen auf Änderungen in den Marktzinsen, der Inflation, die sich auf die Höhe der Rentenanpassungen auswirkt, der Langlebigkeit sowie auf allgemeine Marktschwankungen.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) gemäß IAS 19. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Verpflichtung wird unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsannahmen versicherungsmathematisch ermittelt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen einschließlich des darin enthaltenen Zinsanteils wird im Personalaufwand ausgewiesen. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) aus leistungsorientierten Plänen werden erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis) erfasst. Die typisierte Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Diese Erträge sind mit den Aufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen auf Basis dieser typisierten Verzinsung saldiert auszuweisen. Differenzen zwischen dem anhand der typisierten Verzinsung des Planvermögens erwarteten Ertrag und dem tatsächlichen Ertrag sind erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis) zu erfassen. Des Weiteren ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zum Zeitpunkt des Entstehens sofort vollständig ergebniswirksam zu erfassen.
Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden nach versicherungsmathematischen Methoden ermittelt. Die Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitverpflichtungen werden ratierlich bis zum Ende der Aktivphase zugeführt.
Die im Wesentlichen in Deutschland bestehenden Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden unter Berücksichtigung folgender versicherungsmathematischer Annahmen ermittelt:
| 2018 | 2019 | |
| Diskontierungssatz | 1,87% | 0,82% |
| Gehaltssteigerungen | 2,0% | 2,0% |
| Rentenerhöhungen | 2,0% | 2,0% |
| Fluktuationsrate | 0,0% | 0,0% |
| Biometrie | Heubeck 2018G | Heubeck 2018G |
Der Diskontierungssatz der Pensionsverpflichtung beträgt einheitlich 0,82% (Vorjahr: 1,87 %). Für weitere Personalverpflichtungen mit kürzerer Laufzeit wurden gegebenenfalls abweichende Diskontierungszinssätze verwendet.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit gegenüber Dritten entsteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht - wie im Falle der gesetzlichen Gewährleistung - wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthaltene Verpflichtung geringer ist. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und übrige Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald der Konzern einen detaillierten und formalen Restrukturierungsplan genehmigt hat und die Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen oder öffentlich angekündigt wurden. Bei der Bewertung einer Restrukturierungsrückstellung finden nur die direkten Aufwendungen für die Restrukturierung Eingang. Es handelt sich somit nur um die Beträge, welche durch die Restrukturierung verursacht wurden und nicht im Zusammenhang mit den fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Konzerns stehen.
In der Entwicklung des Eigenkapitals werden auch die erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, die nicht auf Kapitaltransaktionen der Anteilseigner beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten.
Eventualschulden stellen mögliche Verpflichtungen dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten einer oder mehrerer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle der SURTECO Gruppe stehen, erst noch bestätigt werden müssen. Des Weiteren entstehen Eventualschulden aus gegenwärtigen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die jedoch nicht bilanziert werden, weil der Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich ist bzw. die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.
Segmentberichterstattung
Die Darstellung der Geschäftssegmente stimmt mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger überein. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der SURTECO bestimmt.
Ermessensentscheidungen und Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert bis zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Eventualforderungen und -schulden auswirken. Die wesentlichen Sachverhalte, die von solchen Ermessensentscheidungen und Schätzungen betroffen sind, beziehen sich auf die Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, die Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Kaufpreisallokationen und Werthaltigkeitstests, die Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die Bildung von Rückstellungen für Restrukturierung, für Rechtsverfahren, für Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechenden Abgaben, Steuern, Vorratsbewertungen, Preisnachlässe, Produkthaftung sowie Garantien.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere werden bezüglich der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenspezifischen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen, können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Weitere Erläuterungen sind bei den entsprechenden Positionen beschrieben.
Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie des Cashflows der SURTECO Gruppe maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind, sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die veröffentlichten Bilanzierungsgrundsätze, im Rahmen derer Schätzungen angewendet werden müssen, haben nicht notwendigerweise wesentliche Auswirkungen auf die Berichterstattung. Es besteht lediglich die Möglichkeit wesentlicher Auswirkungen. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Anhang des Konzernabschlusses beschrieben.
VIII. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| nach Produkten [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Kantensysteme | 258.535 | 250.714 |
| Folien | 135.842 | 128.033 |
| Druck | 91.002 | 91.056 |
| Imprägnate / Trennpapiere | 97.977 | 77.879 |
| Sockelleisten und verwandte Produkte | 48.793 | 53.397 |
| Technische Profile | 36.141 | 36.315 |
| Übrige | 30.687 | 37.878 |
| 698.977 | 675.272 |
Die Umsatzerlöse entfallen auf die einzelnen Segmente wie folgt:
| 2019 | ||||
| [Beträge in T€] | Decoratives | Profiles | Technicals | Gesamt |
| Kantensysteme | 239.748 | 571 | 10.395 | 250.714 |
| Folien | 99.073 | 0 | 28.960 | 128.033 |
| Druck | 91.056 | 0 | 0 | 91.056 |
| Imprägnate / Trennpapiere | 31.709 | 0 | 46.170 | 77.879 |
| Sockelleisten und verwandte Produkte | 1.601 | 51.796 | 0 | 53.397 |
| Technische Profile | 3.501 | 32.814 | 0 | 36.315 |
| Übrige | 29.160 | 7.495 | 1.223 | 37.878 |
| 495.848 | 92.676 | 86.748 | 675.272 | |
| 2018 1 | ||||
| [Beträge in T€] | Decoratives | Profiles | Technicals | Gesamt |
| Kantensysteme | 248.423 | 454 | 9.658 | 258.535 |
| Folien | 104.817 | 0 | 31.025 | 135.842 |
| Druck | 91.002 | 0 | 0 | 91.002 |
| Imprägnate / Trennpapiere | 29.399 | 0 | 68.578 | 97.977 |
| Sockelleisten und verwandte Produkte | 2.074 | 46.719 | 0 | 48.793 |
| Technische Profile | 4.124 | 32.017 | 0 | 36.141 |
| Übrige | 22.768 | 7.118 | 801 | 30.687 |
| 502.607 | 86.308 | 110.062 | 698.977 | |
1 hierbei handelt es sich um pro-forma Werte,
die zur besseren Vergleichbarkeit herangezogen werden
(2) Bestandsveränderungen
Die Bestandsveränderungen betreffen unfertige Erzeugnisse in Höhe von T€ +724 (Vorjahr: T€ -270) sowie fertige Erzeugnisse in Höhe von T€ -4.437 (Vorjahr: T€ 2.617).
(3) Andere aktivierte Eigenleistungen
Bei den anderen aktivierten Eigenleistungen handelt es sich im Wesentlichen um selbst erstellte Werkzeuge und Druckzylinder.
(4) Materialaufwand
Der Materialaufwand im Konzern gliedert sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 344.853 | 325.035 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.769 | 1.457 |
| 349.622 | 326.492 |
(5) Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Lohn- und Gehaltsaufwendungen | 155.665 | 156.539 |
| Soziale Abgaben | 19.425 | 19.627 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 10.257 | 10.020 |
| 185.347 | 186.186 |
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Zudem werden Beiträge an Unterstützungs- und Pensionskassen in Höhe von T€ 316 (Vorjahr: T€ 331) gezahlt. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind T€ 8.071 (Vorjahr: T€ 8.061) für Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger enthalten. Mit diesen Zahlungen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Im Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus dem Nettozinsaufwand/-ertrag und dem laufenden Dienstzeitaufwand für die Pensionsverpflichtungen ergeben.
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt 3.218 (Vorjahr: 3.329).
Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
| 2018 | 2019 | |||||
| Gewerbliche | Angestellte | Summe | Gewerbliche | Angestellte | Summe | |
| Produktion | 1.707 | 206 | 1.913 | 1.625 | 222 | 1.846 |
| Vertrieb | 57 | 390 | 447 | 52 | 389 | 441 |
| Technik | 136 | 49 | 185 | 135 | 40 | 175 |
| Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung | 94 | 118 | 212 | 65 | 103 | 168 |
| Verwaltung, Materialwirtschaft | 166 | 406 | 572 | 187 | 401 | 588 |
| 2.160 | 1.169 | 3.329 | 2.064 | 1.155 | 3.218 | |
Die Mitarbeiterzahl verteilt sich wie folgt auf die Regionen:
| 2018 | 2019 | |
| Deutschland | 1.866 | 1.792 |
| Europäische Union | 659 | 636 |
| Übriges Europa | 31 | 35 |
| Asien/Australien | 204 | 213 |
| Amerika | 569 | 542 |
| 3.329 | 3.218 |
(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen folgende Struktur auf:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Betriebsaufwendungen | 27.305 | 26.602 |
| Vertriebsaufwendungen | 49.883 | 48.790 |
| Verwaltungsaufwendungen | 24.050 | 24.574 |
| Aufwendungen aus der Beendigung von Rechtsstreitigkeiten | 1.535 | 73 |
| Aufwendungen aus Wertminderung auf Forderungen | 733 | 2.679 |
| 103.506 | 102.718 |
Die nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten (Personal- und Sachaufwendungen) im Konzern belaufen sich auf T€ 3.584 (Vorjahr: T€ 4.721).
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen erfolgswirksamen Auswirkungen von Wechselkursänderungen betragen im Geschäftsjahr 2019 T€ 150 (Vorjahr: T€ 274).
Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 werden Miet- und Leasingaufwendungen nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in den Abschnitten (II), (VII), (8) und (22).
(7) Wertminderungsaufwendungen / Wertaufholungserträge gemäß IFRS 9
Es werden im Geschäftsjahr 2019 Wertaufholungserträge erfasst.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2019 Wertaufholungserträge in Höhe von T€ 185 (Vorjahr: T€ 1.078) erfasst, die anhand des vereinfachten Wertminderungsmodells (Provision Matrix) bestimmt wurden.
Die folgenden Finanzinstrumente unterliegen dem allgemeinen Wertminderungsansatz gemäß IFRS 9:
| Kreditrisiko | Wertminderungsansatz | |
| Guthaben bei Kreditinstituten | Gering | 12- M- Expected Credit Loss |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | Hoch | 12- M- Expected Credit Loss |
Aufgrund des geringen Ausfallrisikos bei Guthaben bei Kreditinstituten ist aus Wesentlichkeitsgründen keine Wertberichtigung vorzunehmen.
Die Forderungen an verbundenen Unternehmen beinhalten operative Forderungen sowie ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von T€ 828. Diese wurden im Geschäftsjahr in voller Höhe wertberichtigt. Der Wertminderungsaufwand entfällt mit T€ 414 auf operative Forderungen (Betriebsergebnis) und mit T€ 414 auf das ausgereichte Darlehen (Finanzergebnis).
(8) Leasingverhältnisse
Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| Abschreibungen Finance Lease gem. IAS 17 | ||||
| Grundstücke und Gebäude | -1.061 | 0 | ||
| Geschäftsausstattung | -190 | 0 | ||
| -1.251 | 0 | |||
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | ||||
| Grundstücke und Gebäude | - | -2.642 | ||
| Grundstücke und Gebäude (ehemals Finance Lease) | -1.061 | |||
| Technische Anlagen und Maschinen | - | -63 | ||
| Geschäftsausstattung | - | -196 | ||
| Geschäftsausstattung (ehemals Finance Lease) | -139 | |||
| Fahrzeuge | - | -666 | ||
| IT und Kommunikation | - | -71 | ||
| 0 | -4.838 | |||
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die folgenden Aufwendungen aus Miet-/Leasingverhältnissen enthalten:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| IFRS 16: Aufwendungen im sonstigen betrieblichen Aufwand: | ||||
| Aufwendungen i.Z.m. kurzfristigen Leasingverhältnissen | - | -1.296 | ||
| Aufwendungen i.Z.m. Leasingverhältnissen über Vermögenswerte mit geringem Wert | - | -10 | ||
| Aufwendungen i.Z.m. variablen Leasingzahlungen, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind | - | -20 | ||
| Aufwendungen i.Z.m. geleisteten Anzahlungen und sonstigen Aufwendungen, die nicht in der Leasingverbindlichkeit enthalten sind | - | -433 | ||
| - | -1.759 | |||
Die Zahlungen für Leasingverpflichtungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 T€ 6.047 (Vorjahr: T€ 2.474; Finance Lease gem. IAS 17).
Gemäß IFRS 16 ist ein Zinsaufwand in Höhe von T€ 586 (Vorjahr: T€ 390, Zinsanteil des Finance Lease gemäß IAS 17) im Zinsaufwand ausgewiesen.
(9) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Erträge aus Erstattung sonstiger Steuern (Ausland) | 938 | 1.123 |
| Mieterträge | 771 | 699 |
| Schadensersatz | 537 | 453 |
| Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen | 288 | 558 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 198 | 141 |
| Erträge aus Weiterbelastungen | 67 | 296 |
| Übrige betriebliche Erträge | 1.461 | 1.481 |
| 4.260 | 4.751 |
(10) Finanzergebnis
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.432 | 460 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -7.490 | -7.345 |
| Zinsergebnis | -6.058 | -6.885 |
| Währungsgewinne/-verluste, netto | 1.725 | 1.886 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -706 | -175 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | 1.019 | 1.711 |
| Wertminderungsaufwendungen gemäß IFRS 9 | -570 | -414 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 540 | 688 |
| Finanzergebnis | -5.069 | -4.901 |
Im Finanzergebnis sind Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 24) enthalten.
Für Erläuterungen zu den Wertminderungsaufwendungen bzw. -erträge gemäß IFRS 9 verweisen wir auf Abschnitt 7.
(11) Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||||
| - Deutschland | 1.477 | 456 | ||
| - international | 9.181 | 10.380 | ||
| Latente Ertragsteuern | 10.658 | 10.836 | ||
| - aus zeitlichen Unterschieden | -1.736 | -9.353 | ||
| - auf Verlustvorträge | -718 | 4.979 | ||
| -2.454 | -4.374 | |||
| 8.204 | 6.462 | |||
Für die deutschen Gesellschaften ergibt sich eine durchschnittliche Gesamtsteuerbelastung von 30,00 % (Vorjahr: 28,57 %). Der Steuersatz berücksichtigt die Gewerbesteuer (14,17 %; Vorjahr: 12,75 %), die Körperschaftsteuer (15,0 % unverändert gegenüber Vorjahr) und den Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer, unverändert gegenüber Vorjahr). Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für die ausländischen Gesellschaften variieren zwischen 18 % und 34 % (Vorjahr: 17% - 34%).
Eine Aktivierung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen erfolgt im Konzernabschluss auf Basis einer 5-jährigen Projektion des Ergebnisses vor Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften. Unsicherheiten bezüglich der verschiedenen Planprämissen und Rahmenbedingungen werden berücksichtigt.
Auf Verlustvorträge ausländischer Konzernunternehmen in Höhe von T€ 5.559 (Vorjahr: T€ 5.423) wurden aufgrund eingeschränkter Nutzbarkeit keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Verlustvorträge in Höhe von T€ 4.894 verfallen innerhalb von 10 Jahren und T€ 559 sind unbegrenzt vortragsfähig.
Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 4.447 (Vorjahr: T€ 19.405) wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
| [Beträge in T€] | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||||
| 2018 Veränderung | 2019 | 2018 Veränderung | 2019 | |||
| Vorräte | 1.207 | 785 | 1.992 | 1.018 | 25 | 1.043 |
| Forderungen und übrige Vermögenswerte | 1.556 | -331 | 1.225 | 6.826 | -4.231 | 2.595 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 768 | 4.211 | 4.979 | 0 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 3.216 | 603 | 3.819 |
| Sachanlagevermögen | 2.260 | -1.008 | 1.252 | 20.622 | 4.767 | 25.389 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 45 | 1 | 46 | 11.421 | -260 | 11.161 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 13 | -13 | 0 |
| Andere langfristige Vermögenswerte | 508 | -62 | 446 | 1.111 | -1.111 | 0 |
| Finanzschulden | 21.770 | -14.759 | 7.011 | 18.439 | -18.247 | 192 |
| Pensionen und weitere Personalverpflichtungen | 1.464 | 388 | 1.852 | 647 | 162 | 809 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.158 | 63 | 1.221 | 661 | 699 | 1.360 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.230 | -1.298 | 3.932 | 1.720 | 884 | 2.604 |
| 35.966 | -12.009 | 23.957 | 65.694 | -16.723 | 48.971 | |
| Saldierung | -17.681 | -15.186 | -17.681 | -15.186 | ||
| 18.285 | -12.009 | 8.771 | 48.013 | -16.723 | 33.785 | |
Langfristige latente Steuern sind in den aktiven latenten Steuern mit T€ 15.209 (Vorjahr: T€ 9.124), in den passiven latenten Steuern mit T€ 42.680 (Vorjahr: T€ 56.879) enthalten.
Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ergibt sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 27.133 | 16.218 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 7.752 | 4.865 |
| Überleitung: | ||
| Steuersatzänderungen | -1.503 | 20 |
| Abweichungen Steuersätze | -716 | -1.383 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -131 | -389 |
| Nutzung Verlustvorträge ohne aktivierte latente Steuern | 905 | -458 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.308 | 4.351 |
| Steuerfreie Erträge | -855 | -1.337 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | -445 | 130 |
| Periodenfremder Ertragsteueraufwand/-ertrag | 959 | 844 |
| Permanente Differenzen | 802 | -415 |
| Sonstige Effekte | 128 | 235 |
| Ertragsteuern | 8.204 | 6.462 |
Der durchschnittliche erwartete Steuersatz beträgt 30,0% (Vorjahr: 28,57 %).
Die Anwendung von IFRIC 23 führt zu keinen Änderungen bei der Bilanzierung, da bereits in der Vergangenheit sämtliche Steuerpositionen in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 12 angesetzt wurden.
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern
Ertragsteuern, die direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurden, setzen sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -57 | 333 |
| Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 214 | 92 |
| 157 | 425 |
(12) Ergebnis je Aktie
| 2018 | 2019 | |
| Konzerngewinn in T€ | 18.630 | 9.428 |
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien in Stück | 15.505.731 | 15.505.731 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert und verwässert in € | 1,20 | 0,61 |
Das Ergebnis je Aktie wird aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der SURTECO GROUP SE durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien ermittelt.
IX. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(13) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Kasse und Bankguthaben | 67.954 | 70.490 |
| Festgelder | 53.000 | 13.089 |
| 120.954 | 83.579 |
(14) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61.008 | 56.152 | ||
| Abzüglich Wertberichtigungen | -3.489 | -3.522 | ||
| Buchwert | 57.519 | 52.630 | ||
Die Wertberichtigungen umfassen die Einzelwertberichtigungen sowie pauschalierte Einzelwertberichtigungen. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung erfolgt in Abhängigkeit von der Altersstruktur sowie aufgrund von Erkenntnissen über das kundenspezifische Kredit- und Ausfallrisiko.
Die Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| EWB | WB gem. IFRS 9 | EWB | WB gem. IFRS 9 | |
| Stand 1.1. | 4.426 | - | 2.574 | 915 |
| Erstanwendung IFRS 9 | - | 1.994 | - | - |
| Inanspruchnahme | -179 | - | -278 | - |
| Auflösung | -2.198 | -1.078 | -120 | -185 |
| Zuführung | 430 | - | 583 | - |
| Wechselkursdifferenzen | 95 | - | 33 | - |
| Stand 31.12. | 2.574 | 915 | 2.792 | 730 |
Eine wesentliche Risikokonzentration bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht wegen der diversifizierten Kundenstruktur der SURTECO Gruppe nicht. Die Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen sowie die gemäß IFRS 9 anfallenden Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| [Beträge in T€] | Gesamt | nicht überfällige Forderungen | bis zu 3 Monaten überfällige Forderungen | 3-6 Monate überfällige Forderungen | 6-12 Monate überfällige Forderungen | über 12 Monate überfällige Forderungen |
| 31.12.2019 | 1% | 3% | 21% | 25% | 29% | |
| Buchwert Forderungen LuL | 38.175 | 33.325 | 4.462 | 231 | 97 | 59 |
| Wertberichtigung IFRS 9 Wertberichtigung IFRS 9 für Factoring-Forderungen | 403 416 | 181 | 133 | 48 | 24 | 17 |
| abzgl. Pauschalwertberichtigungen | -89 | |||||
| Wertberichtigung IFRS 9 zum 31.12.2019 | 730 | |||||
| 31.12.2018 | ||||||
| 1% | 4% | 29% | 35% | 40% | ||
| Buchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61.339 | 51.037 | 9.365 | 330 | 169 | 439 |
| Wertberichtigung IFRS 9 | 1.036 | 351 | 353 | 96 | 59 | 178 |
| abzgl. Pauschalwertberichtigungen | -121 | |||||
| Wertberichtigung IFRS 9 zum 31.12.2018 | 915 |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum Stichtag keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden.
Der maximal ausfallgefährdete Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 4.381 (Vorjahr: T€ 4.122). Die Forderungen der einzelnen Gesellschaften werden in Abhängigkeit der Größe der Gesellschaft, der Forderungsstruktur sowie des Risikoprofils der Forderung versichert.
Der Nominalbetrag aller abgeschriebenen Vermögenswerte, für die aktuell ein Insolvenzverfahren o.ä. läuft, beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 704 (Vorjahr: T€ 279).
(15) Vorräte
Die Vorräte des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 43.491 | 37.067 |
| Unfertige Erzeugnisse | 12.502 | 11.778 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 70.976 | 74.211 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 0 | 5 |
| 126.969 | 123.061 |
Auf die Vorräte wurden Wertminderungen von T€ 4.296 (Vorjahr: T€ 3.195) vorgenommen.
Von den Vorräten waren T€ 22.281 (Vorjahr: T€ 54.905) zum Nettoveräußerungswert aktiviert.
(16) Kurzfristige Ertragsteuerforderungen
In den kurzfristigen Steuerforderungen werden Ansprüche aus Ertragsteuern ausgewiesen, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt.
(17) Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Steuerforderungen (Umsatz-, Lohnsteuer) | 4.482 | 4.873 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.735 | 2.521 | ||
| Übrige | 473 | 887 | ||
| 7.690 | 8.281 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Kaufoption | 4.300 | 4.300 | ||
| Forderung Factoring | 799 | 2.218 | ||
| Boni Forderungen | 696 | 1.067 | ||
| Kautionen | 151 | 117 | ||
| Debitorische Kreditoren | 204 | 208 | ||
| Forderungen aus Arbeitsverhältnissen | 99 | 319 | ||
| Andere Ausleihungen | 200 | 0 | ||
| Übrige | 929 | 642 | ||
| 7.378 | 8.871 | |||
| 15.068 | 17.152 | |||
Auf die ausgewiesenen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte wurden keine wesentlichen Wertberichtigungen vorgenommen.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Für Erläuterungen zur Kaufoption verweisen wir auf Abschnitt 34.
Die ausgewiesenen Forderungen aus dem Factoring resultieren aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der SURTECO GROUP SE an einen Factor. Diese Forderungsverkäufe führten zu einem Continuing Involvement. Aus den verkauften Verträgen verbleibt das Spätzahlungsrisiko bei SURTECO. Neben dem Continuing Involvement beinhalten die Forderungen den Sperrbetrag des Factors für Rechnungsabzüge der Kunden. Zu einem Teilabgang führten Verkäufe von Forderungen mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€ 10.187 (Vorjahr: T€ 7.731). Hierfür wurde ein Continuing Involvement Asset in Höhe von T€ 129 (Vorjahr: T€ 112) unter den Forderungen aus Factoring bilanziert. Die damit verbundene Verbindlichkeit in Höhe von T€ 129 (Vorjahr: T€ 112) wurde bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bilanziert. Der Maximalbetrag der veräußerten Forderungen beträgt im Geschäftsjahr T€ 19.825 (Vorjahr: T€ 19.915; Buchwert T€ 21.412).
Bei den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zusätzlich Verpflichtungen von T€ 5.454 (Vorjahr: T€ 3.818) gegenüber dem Factor für bis zum Bilanzstichtag beglichene Forderungen ausgewiesen.
(18) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Zum Bilanzstichtag bestehen in der SURTECO Gruppe keine zur Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte. Die im Vorjahr erfassten zur Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2019 veräußert.
(19) Anlagevermögen
Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | Sachanlagevermögen | Immaterielle Vermögenswerte | Geschäfts- oder Firmenwerte | Nutzungsrechte | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1.1.2018 | 664.166 | 118.966 | 208.073 | 0 | 991.205 |
| Währungsanpassung | 1.042 | -266 | -238 | 0 | 538 |
| Zugänge | 45.017 | 2.520 | 0 | 0 | 47.537 |
| Abgänge | -7.546 | -26 | 0 | 0 | -7.572 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -25.794 | -206 | 0 | 0 | -26.000 |
| Umbuchungen | -304 | 304 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2018 | 676.581 | 121.292 | 207.835 | 0 | 1.005.708 |
| Stand 1.1.2019 1 | 684.860 | 120.942 | 182.357 | 0 | 988.159 |
| Währungsanpassung | 2.238 | 759 | 162 | 106 | 3.266 |
| Zugänge | 33.619 | 2.747 | 0 | 15.248 | 51.614 |
| Abgänge | -15.771 | -201 | -32 | -1.534 | -17.538 |
| Umbuchungen | -1.634 | 1.634 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung wg. IFRS 16 | -28.316 | 0 | 0 | 28.316 | 0 |
| Stand 31.12.2019 | 674.996 | 125.881 | 182.487 | 42.136 | 1.025.501 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2018 | 405.958 | 52.290 | 44.770 | 0 | 503.018 |
| Währungsanpassung | 341 | -80 | 201 | 0 | 462 |
| Zugänge | 30.618 | 9.958 | 0 | 0 | 40.576 |
| Abgänge | -6.996 | -12 | 0 | 0 | -7.008 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -9.091 | -193 | 0 | 0 | -9.284 |
| Stand 31.12.2018 | 420.830 | 61.963 | 44.971 | 0 | 527.764 |
| Stand 1.1.2019 2 | 428.679 | 61.611 | 19.493 | 0 | 509.783 |
| Währungsanpassung | 1.033 | 577 | 182 | 19 | 1.811 |
| Zugänge | 31.600 | 8.737 | 0 | 4.838 | 45.175 |
| Abgänge | -15.617 | -130 | -32 | -448 | -16.227 |
| Umbuchungen | -1.319 | 1.319 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungen wg. IFRS 16 | -6.254 | 0 | 0 | 6.254 | 0 |
| Stand 31.12.2019 | 438.122 | 72.114 | 19.643 | 10.663 | 540.542 |
| Restbuchwert zum 31.12.2019 | 236.874 | 53.767 | 162.844 | 31.473 | 484.959 |
| Restbuchwert zum 31.12.2018 | 255.751 | 59.329 | 162.864 | 0 | 477.944 |
1 Die Vortragswerte der Anschaffungskosten
wurden aufgrund von Berichtigungen in den Nebenbüchern
bei den Sachanlagen in Höhe von T€ 8.279, bei den
immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€
-350 und bei den Geschäfts- oder Firmenwerten in
Höhe von T€ 25.478 angepasst.
2 Die Vortragswerte der kumulierten
Abschreibungen wurden aufgrund von Berichtigungen in den
Nebenbüchern bei den Sachanlagen in Höhe von
T€ -7.849 bei den immateriellen Vermögenswerten
in Höhe von T€ 352 und bei den Geschäfts-
oder Firmenwerten in Höhe von T€ -25.478
angepasst.
(20) Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | Grundstücke und Bauten | Finanzierungsleasing für Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1.1.2018 | 143.176 | 26.622 | 391.720 | 89.005 | 13.643 | 664.166 |
| Währungsanpassung | 5 | 1 | 1.336 | -320 | 20 | 1.042 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -6.112 | 0 | -18.935 | -747 | 0 | -25.794 |
| Zugänge | 4.684 | 0 | 19.487 | 8.189 | 12.657 | 45.017 |
| Abgänge | -358 | 0 | -4.833 | -2.310 | -45 | -7.546 |
| Umbuchungen | 1.572 | -278 | 4.208 | 1.039 | -6.845 | -304 |
| Stand 31.12.2018 | 142.967 | 26.345 | 392.983 | 94.856 | 19.430 | 676.581 |
| Stand 1.1.2019 3 | 143.127 | 27.067 | 399.624 | 95.613 | 19.430 | 684.860 |
| Währungsanpassung | 620 | 0 | 1.494 | 109 | 15 | 2.238 |
| Zugänge | 1.669 | 0 | 12.830 | 4.639 | 14.482 | 33.619 |
| Abgänge | -1.104 | 0 | -10.894 | -3.772 | -1 | -15.770 |
| Umbuchungen | 941 | 0 | 13.242 | 225 | -16.042 | -1.634 |
| Umgliederungen wg. IFRS 16 | 0 | -27.067 | 0 | -1.250 | 0 | -28.316 |
| Stand 31.12.2019 | 145.252 | 0 | 416.296 | 95.565 | 17.884 | 674.997 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand 1.1.2018 | 58.202 | 4.220 | 280.606 | 62.925 | 5 | 405.958 |
| Währungsanpassung | -2 | 1 | 454 | -112 | 0 | 341 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -423 | 0 | -8.333 | -335 | 0 | -9.091 |
| Zugänge | 3.775 | 810 | 19.364 | 6.669 | 0 | 30.618 |
| Abgänge | -347 | 0 | -4.529 | -2.120 | 0 | -6.996 |
| Umbuchungen | 252 | -252 | 11 | -11 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2018 | 61.457 | 4.779 | 287.573 | 67.016 | 5 | 420.830 |
| Stand 1.1.2019 4 | 61.616 | 5.501 | 293.799 | 67.758 | 5 | 428.679 |
| Währungsanpassung | 181 | 0 | 796 | 56 | 0 | 1.033 |
| Zugänge | 3.413 | 1.061 | 21.708 | 6.617 | 0 | 32.800 |
| Abgänge | -1.510 | 0 | -10.585 | -3.522 | 0 | -15.617 |
| Umbuchungen | -1.888 | 0 | -1.448 | 114 | 1.903 | -1.319 |
| Umgliederungen wg. IFRS 16 | 0 | -6.562 | 0 | -892 | 0 | -7.454 |
| Zuschreibung | -526 | 0 | 526 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2019 | 61.286 | 0 | 304.796 | 70.131 | 1.908 | 438.122 |
| Restbuchwert zum | ||||||
| 31.12.2019 | 83.966 | 0 | 111.500 | 25.434 | 15.976 | 236.875 |
| Restbuchwert zum | ||||||
| 31.12.2018 | 81.510 | 21.566 | 105.410 | 27.840 | 19.425 | 255.751 |
Zum 31. Dezember 2019 sind Sachanlagen mit einem Buchwert von T€ 471 (Vorjahr: T€ 1.221) als Sicherheit für bestehende Verbindlichkeiten verpfändet.
3 Die Vortragswerte der Anschaffungskosten
wurden analog bei den Grundstücken und Bauten um
T€ 160, beim Finanzierungsleasing für
Grundstücke und Bauten um T€ 722, bei den
technischen Anlagen und Maschinen um T€ 6.641, bei den
anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um
T€ 757 angepasst.
4 Die Vortragswerte der kumulierten
Abschreibungen wurden analog bei den Grundstücken und
Bauten um T€ -159, beim Finanzierungsleasing für
Grundstücke und Bauten um T€ -722, bei den
technischen Anlagen und Maschinen um T€ -6.226, bei
den anderen Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung um T€ -742 angepasst.
Im Geschäftsjahr 2019 sind Wertminderungen in Höhe von T€ 1.330 auf technische Anlagen vorgenommen worden.
(21) Immaterielle Vermögenswerte
Das immaterielle Vermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | Konzessionen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | Kundenbeziehungen, Marke, Technologie und ähnliche Werte | Entwicklungsausgaben | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1.1.2018 | 34.058 | 76.241 | 8.507 | 160 | 118.966 |
| Währungsanpassung | -153 | 78 | -191 | 0 | -266 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände | -206 | 0 | 0 | 0 | -206 |
| Zugänge | 2.128 | 0 | 304 | 88 | 2.520 |
| Abgänge | -26 | 0 | 0 | 0 | -26 |
| Umbuchungen | 402 | 0 | 49 | -147 | 304 |
| Stand 31.12.2018 | 36.203 | 76.319 | 8.669 | 101 | 121.292 |
| Stand 1.1.2019 5 | 36.157 | 77.318 | 7.366 | 101 | 120.942 |
| Währungsanpassung | 5 | 811 | -57 | 0 | 759 |
| Zugänge | 1.335 | 0 | 632 | 780 | 2.747 |
| Abgänge | -161 | 0 | 0 | -41 | -201 |
| Umbuchungen | -3.073 | 3.308 | 1.532 | -133 | 1.634 |
| Stand 31.12.2019 | 34.264 | 81.437 | 9.473 | 708 | 125.881 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2018 | 24.437 | 23.797 | 4.056 | 0 | 52.290 |
| Währungsanpassung | -115 | 142 | -107 | 0 | -80 |
| Zugänge | 4.075 | 5.624 | 259 | 0 | 9.958 |
| Abgänge | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögensgenstände | -193 | 0 | 0 | 0 | -193 |
| Stand 31.12.2018 | 28.192 | 29.563 | 4.208 | 0 | 61.963 |
| Stand 1.1.2019 6 | 30.771 | 26.868 | 3.972 | 0 | 61.611 |
| Währungsanpassung | -35 | 642 | -30 | 0 | 577 |
| Zugänge | 1.826 | 6.010 | 901 | 0 | 8.737 |
| Abgänge | -130 | 0 | 0 | 0 | -130 |
| Umbuchungen | -2.573 | 3.308 | 583 | 0 | 1.319 |
| Stand 31.12.2019 | 29.860 | 36.828 | 5.426 | 0 | 72.114 |
| Restbuchwert zum | |||||
| 31.12.2019 | 4.404 | 44.609 | 4.047 | 708 | 53.768 |
| Restbuchwert zum | |||||
| 31.12.2018 | 8.011 | 46.756 | 4.461 | 101 | 59.329 |
5 Die Vortragswerte der Anschaffungskosten
wurden analog bei Konzessionen, Patente, Lizenzen,
Technologie und ähnlichen Rechte um T€ -52, bei
Kundenbeziehungen, Marke und ähnlichen Rechte um
T€ 999 und bei Entwicklungsausgaben um T€ -1.303
angepasst.
6 Die Vortragswerte der kumulierten
Abschreibungen wurden analog bei Konzessionen, Patente,
Lizenzen und ähnlichen Rechte um T€ 2.575, bei
Kundenbeziehungen, Marke, Technologie und ähnlichen
Rechte um T€ -2.695 und bei Entwicklungsausgaben um
T€ 236 angepasst.
(22) Nutzungsrechte
In der SURTECO Gruppe werden die folgenden Nutzungsrechte mit den dargestellten Buchwerten unterschieden:
| [Beträge in T€] | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||
| Sachanlagevermögen | ||||
| Grundstücke und Gebäude Finance Lease | 21.566 | |||
| Geschäftsausstattung | 498 | |||
| 22.064 | 0 | |||
| Nutzungsrechte | ||||
| Grundstücke und Gebäude (ehemaliges Finance Lease) | 20.504 | |||
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 9.009 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 94 | ||
| Geschäftsausstattung | 0 | 66 | ||
| Geschäftsausstattung (ehemals Finance Lease) | 358 | |||
| Fahrzeuge | 0 | 1.080 | ||
| IT und Kommunikation | 0 | 362 | ||
| 0 | 31.473 | |||
Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2019 betrugen 15.248 T€ .
(23) Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten Beträge aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben sowie aus der Kapitalkonsolidierung.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Stand 1.1. | 163.303 | 162.864 |
| Währungsanpassung | -439 | -20 |
| Stand 31.12. | 162.864 | 162.844 |
Zur Durchführung von jährlichen bzw. anlassbezogenen ("Triggering events") Werthaltigkeitstests (Impairmenttests) sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU-Ebene) zugeordnet. Diese entsprechen in den Geschäftssegmenten ,Decoratives', ,Profiles', ,Technical Foils', Dakor' und ,Kröning' den operativen Geschäftsbereichen.
Die Werthaltigkeit der wesentlichen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr war auch bei einer Variation des Diskontierungssatzes sowie der Wachstumsrate um +/- 0,5 % gegeben.
Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:
| [Beträge in T€] | 2018 Überleitung | 2019 | ||
| CGU Kantenbänder | 111.652 | -111.652 | 0 | |
| CGU Sockelleisten | 36.281 | -36.281 | 0 | |
| CGU Technische Folien | 7.939 | -7.939 | 0 | |
| Strategische Geschäftseinheit Kunststoff | 155.873 | -155.873 | 0 | |
| Strategische Geschäftseinheit Papier | 6.991 | -6.991 | 0 | |
| 162.864 | -162.864 | 0 | ||
| CGU Decoratives | 117.289 | 117.289 | ||
| CGU Profiles | 36.281 | 36.281 | ||
| CGU Technical Foils | 7.793 | 7.793 | ||
| CGU DAKOR | 498 | 498 | ||
| CGU Kröning | 982 | 982 | ||
| 162.864 | -20 | 162.844 | ||
Der zur Durchführung des Werthaltigkeitstests zu ermittelnde Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Berechnung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von fünf Jahren basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die Wachstumsraten werden für jede Tochtergesellschaft individuell auf der Basis von volkswirtschaftlichen Rahmendaten des regionalen Marktes, der Marktchancen und der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt. Die dem Werthaltigkeitstest zu Grunde liegenden Wachstumsraten bezogen auf die Mittelfristplanung für eine Periode von 5 Jahren betragen durchschnittlich 3,6 % beim Umsatz und 11,7 % beim EBITDA. Für den Zeitraum nach dem fünften Jahr wurde eine Wachstumsrate beim Umsatz und beim EBITDA von 0,5 % verwendet, da der Nutzungswert hauptsächlich durch den Endwert (Terminal Value) bestimmt wird und dieser besonders sensitiv auf Veränderungen in den Annahmen bezüglich seiner Wachstumsrate und seines Abzinsungsfaktors reagiert.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Dabei werden, soweit möglich, externe Informationen der Vergleichsgruppe bzw. vorhandene Marktdaten verwendet. Die Eigenkapitalkosten entsprechen der Rendite, die Anleger in einer Investition in Aktien erwarten. Ein erhöhtes Marktrisiko wurde mit einem gegenüber dem Vorjahr um 0,5 %-Punkte höherem "Additional Risk" berücksichtigt. Bei den Fremdkapitalkosten werden Marktkonditionen für Kredite berücksichtigt. Hieraus ergab sich im Dezember 2019 ein Abzinsungssatz von 7,3% (Vorjahr: 7,9 %) vor Steuern.
Auf Basis des Werthaltigkeitstests im Geschäftsjahr 2019 wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten höher eingeschätzt als die Netto-Vermögenswerte. Folglich wurden keine Wertminderungen berücksichtigt.
(24) At Equity bewertete Anteile und Finanzanlagen
| [Beträge in T€] | Anteile an Gemeinschaftsunternehmen |
| Anschaffungskosten Stand 1.1.2018 | 1.988 |
| Währungsanpassung | 61 |
| Anteiliges Ergebnis | 541 |
| Ausschüttung | -212 |
| Stand 31.12.2018 | 2.378 |
| Währungsanpassung | 169 |
| Anteiliges Ergebnis | 688 |
| Ausschüttung | -719 |
| Stand 31.12.2019 | 2.516 |
Bei den Anteilen an at Equity bilanzierten Unternehmen handelt es sich im Geschäftsjahr 2019 um ein Gemeinschaftsunternehmen.
| Name | Sitzland | Beteiligungsquote | Art der Geschäftstätigkeit | Art der Beteiligung |
| Canplast Mexico S.A. de C.V. | Mexiko | 50% | Vertrieb von Kantenbändern | Gemeinschaftsunternehmen |
Das nach at Equity bilanzierte Unternehmen Canplast Mexiko ist nicht notiert, so dass kein Marktpreis für diesen Anteil verfügbar ist. Das Gemeinschaftsunternehmen hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SURTECO Gruppe.
Die nachfolgenden Informationen stellen die im Abschluss des at Equity bilanzierten Unternehmen dargestellten Beträge und nicht die entsprechenden Anteile der SURTECO GROUP SE daran dar. Anpassungen aufgrund von Unterschieden zwischen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei dem zu at Equity bilanzierten Unternehmen wurden im Konzern aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen.
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Gemeinschaftsunternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.143 | 5.206 |
| Langfristige Vermögenswerte | 745 | 810 |
| Kurzfristige Schulden | -1.045 | -1.714 |
| Langfristige Schulden | -23 | -368 |
| Nettovermögen (100%) | 3.820 | 3.934 |
| Anteil des Konzerns am Nettovermögen (50 %) | 1.910 | 1.967 |
| Buchwert des Anteils | 2.378 | 2.516 |
| Umsatzerlöse | 7.890 | 9.427 |
| EBT | 1.509 | 2.294 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 1.082 | 1.376 |
| Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis | 541 | 688 |
| Von Gemeinschaftsunternehmen erhaltene Ausschüttung | 212 | 719 |
Die Finanzanlagen entwickelten sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Stand 1.1. | 831 | 31 |
| Beteiligungen | 0 | -1 |
| Ausleihungen | -800 | 0 |
| Stand 31.12. | 31 | 30 |
(25) Ertragsteuerschulden
Die Steuerschulden enthalten die für das Geschäftsjahr 2019 oder frühere Geschäftsjahre anfallenden und noch nicht gezahlten Ertragsteuern sowie erwartete Steuerzahlungen für Vorjahre.
(26) Kurzfristige Rückstellungen
| [Beträge in T€] | 1.1.2019 | Währungsanpassung | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2019 |
| Gewährleistung | 1.389 | 1 | -741 | -410 | 1.322 | 1.561 |
| Rechtsstreitigkeiten | 2.287 | -4 | -13 | 0 | 1.340 | 3.610 |
| Restrukturierung | 6.308 | -19 | -4.120 | -1.562 | 12.651 | 13.258 |
| Drohende Verluste | 214 | 0 | -171 | 0 | 131 | 174 |
| Übrige | 1.400 | -3 | -179 | -241 | 444 | 1.421 |
| 11.598 | -25 | -5.224 | -2.213 | 15.887 | 20.023 |
Die Gewährleistungsrückstellung wurde für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Produkten gebildet. Die Bewertung wird auf der Basis von Erfahrungswerten vorgenommen.
Die Rechtsstreitigkeiten betreffen im Wesentlichen eine Schutzrechtvereinbarung und Garantiesachverhalte.
Die Restrukturierungsrückstellung beinhaltet Aufwendungen für ein Optimierungsprogramm zur Anpassung der Prozesse und Strukturen an die veränderten Marktbedingungen.
Die Rückstellung für drohende Verluste wurde im Wesentlichen für Risiken aus schwebenden Absatzgeschäften gebildet. Es ist wahrscheinlich, dass der Absatz der Produkte unterhalb der Herstellungskosten liegen wird. Mit Erfüllung der schwebenden Geschäfte wird der Zeitpunkt des erwarteten Abflusses bestimmt.
(27) Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Steuerverbindlichkeiten (Umsatzsteuer) | 1.247 | 1.200 | ||
| Berufsgenossenschaft | 816 | 791 | ||
| Aufsichtsratsvergütungen | 304 | 246 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 13 | 119 | ||
| Übrige | 88 | 54 | ||
| 2.468 | 2.410 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen * | 16.637 | 13.462 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeit Factoring | 3.818 | 5.454 | ||
| Verkaufsoption | 3.407 | 3.834 | ||
| Boni und Werbekostenzuschüsse | 1.642 | 1.287 | ||
| Kreditorische Debitoren | 2.095 | 2.118 | ||
| Provisionen | 547 | 261 | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 492 | 808 | ||
| Übrige | 940 | 281 | ||
| 29.578 | 27.505 | |||
| 32.046 | 29.915 | |||
| * Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit. | 611 | 830 | ||
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen beinhalten neben zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlten Lohn- und Gehaltszahlungen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen sowie Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben.
Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Factoring werden Verpflichtungen gegenüber dem Factor für bis zum Bilanzstichtag beglichene Forderungen ausgewiesen. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Ausführungen zu Forderungen aus dem Factoring unter Anhang Nr. 17 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte verwiesen.
Für Erläuterungen zur Verkaufsoption verweisen wir auf Abschnitt 34.
(28) Finanzschulden
Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Lfr. Finanzschulden ggü. Finanzinstituten | 241.522 | 237.609 |
| Lfr. Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 11.062 | 16.926 |
| Lfr. Finanzschulden | 252.584 | 254.535 |
| Kfr. Finanzschulden ggü. Finanzinstituten | 64.057 | 4.137 |
| Kfr. Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 1.848 | 4.791 |
| Kfr. Finanzschulden | 65.905 | 8.928 |
| Finanzschulden | 318.489 | 263.463 |
Die langfristigen Finanzschulden beinhalten im Wesentlichen das im Geschäftsjahr 2017 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von T€ 200.000. Dieses ist in vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren aufgeteilt. Für die übrigen langfristigen Bankverbindlichkeiten sind im Wesentlichen Festzinsvereinbarungen vereinbart worden, deren Zinssätze in einer Bandbreite von 1,055 % bis 2,92 % liegen.
Für Besicherungen für Finanzschulden verweisen wir auf Abschnitt 20.
Die Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst und sind zum Stichtag wie folgt fällig:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen | ||
| innerhalb eines Jahres | 2.181 | 5.215 |
| zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 11.440 | 16.046 |
| nach mehr als fünf Jahren | 17 | 1.327 |
| Zinsanteil | ||
| innerhalb eines Jahres | -334 | -420 |
| zwischen einem Jahr und fünf Jahren | -395 | -398 |
| nach mehr als fünf Jahren | 0 | -52 |
| Barwert | ||
| innerhalb eines Jahres | 1.848 | 4.795 |
| zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 11.045 | 15.647 |
| nach mehr als fünf Jahren | 17 | 1.275 |
| 12.910 | 21.717 |
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen ist auf die Erstanwendung des IFRS 16 zurückzuführen.
(29) Pensionen und weitere Personalverpflichtungen
Für einzelne Mitarbeiter der SURTECO Gruppe wurden betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Die leistungsorientierten Zusagen wurden einzelvertraglich sowie kollektivrechtlich geschlossen. Sie sehen im Wesentlichen Rentenleistungen bei Eintritt in den Ruhestand, bei Invalidität und/oder im Todesfall vor. Die Höhe der Versorgungszahlungen ergibt sich sowohl in Abhängigkeit des zuletzt erreichten Entgelts unter Berücksichtigung der Dienstzugehörigkeit als auch aus fixen Rentenbausteinen pro Dienstjahr. Die Pensionszusagen in Deutschland unterliegen dem Betriebsrentengesetz.
Die Finanzierung von Anwartschaftsbarwerten aus Pensionsverpflichtungen erfolgt in Höhe von T€ 11.800 (im Vorjahr: T€ 10.997) intern über die Bildung einer Pensionsrückstellung und in Höhe von T€ 212 (im Vorjahr: T€ 232) über verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die die Verpflichtungen teilweise oder vollkongruent absichern.
Die Pensionsverpflichtungen, das Planvermögen sowie die Rückstellung entwickelten sich wie folgt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 | ||||
| Barwert der Verpflichtung | Zeitwert des Planvermögens | Rückstellung | Barwert der Verpflichtung | Zeitwert des Planvermögens | Rückstellung | |
| Stand 01.01. | 11.032 | -228 | 10.804 | 10.996 | -231 | 10.765 |
| Geleistete Pensionszahlungen | -503 | 0 | -503 | -228 | 0 | -228 |
| Zahlungen aus Planabgeltungen | 0 | 7 | 7 | 0 | 7 | 7 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 65 | 0 | 65 | 56 | 0 | 56 |
| Zinsertrag | 0 | -6 | -6 | 0 | 17 | 17 |
| Zinsaufwand | 234 | -4 | 230 | 0 | -4 | -4 |
| Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematische | ||||||
| Gewinne / Verluste | ||||||
| aus Änderungen demografischer Parameter | 156 | 0 | 156 | -5 | 0 | -5 |
| aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 124 | 0 | 124 | -342 | 0 | -342 |
| aus Änderungen finanzieller | ||||||
| Parameter | -112 | 0 | -112 | 1.316 | 0 | 1.316 |
| 168 | 0 | 168 | 969 | 0 | 969 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 | 7 | 0 | 7 |
| Stand 31.12. | 10.996 | -231 | 10.765 | 11.800 | -212 | 11.588 |
Für das Planvermögen besteht keine aktive Marktpreisnotierung.
Der Konzern erfasst Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis). Für 2019 beläuft sich der vor latenten Steuern verrechnete Betrag auf T€ 969 (Vorjahr: T€ 168). Insgesamt wurden bisher im Eigenkapital T€ 3.973 (im Vorjahr: T€ 3.006) erfasst.
Die jährlichen Arbeitgeberzahlungen (erwartete Rentenzahlungen) liegen im nächsten Geschäftsjahr voraussichtlich bei T€ 480.
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Änderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst (Sensitivitätsanalyse):
| [Beträge in T€] | Veränderung des Barwerts der Pensionsverpflichtung | |||
| 2018 | 2019 | |||
| Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | |
| Erhöhung des Diskontierungssatzes um 0,25% | 305 | 368 | ||
| Verringerung des Diskontierungssatzes um 0,25% | 321 | 349 | ||
| Erhöhung der zukünftigen Renten -steigerung um 0,25% | 256 | 305 | ||
| Verringerung der zukünftigen Rentensteigerung um 0,25% | 288 | 319 | ||
Bei der Ermittlung der Sensitivitäten wurde analog zur Ermittlung des Verpflichtungsumfangs vorgegangen. Die übrigen Bewertungsannahmen wurden unverändert angesetzt. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die Gesamtwirkung nicht notwendigerweise der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderungen der Annahmen entsprechen. Zudem sind die Effekte nicht linear.
Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2019 11,3 Jahre.
Die weiteren Personalverpflichtungen enthalten Altersteilzeit- sowie Jubiläumsvereinbarungen. Die Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 259 (Vorjahr: T€ 322), wobei diesen Verpflichtungen Planvermögen in Höhe von T€ 170 (Vorjahr: T€ 237) aufgrund der gesetzlich geforderten Insolvenzsicherung gegenübersteht. Die Jubiläumsverpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 2.088 (Vorjahr: T€ 1.979).
Von den langfristigen Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen sind T€ 30 (Vorjahr: T€ 80) in 2020 fällig.
(30) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der SURTECO GROUP SE beträgt € 15.505.731,00 und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 15.505.731 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) entsprechend einer Beteiligung am Grundkapital von jeweils € 1,00.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage der SURTECO GROUP SE enthält die Beträge, um die die Einbringungswerte der im Rahmen der Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen eingebrachten Anteile an verbundenen Unternehmen die auf die dafür gewährten SURTECO Aktien entfallenden Beträge des Grundkapitals übersteigen.
Im Konzernabschluss wurden aktive Aufrechnungsdifferenzen aus Kapitalkonsolidierung aufgrund der Pooling-of-Interest-Methode im Jahr der Erstkonsolidierung gegen die Kapitalrücklage der SURTECO GROUP SE aufgerechnet.
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 122.755.
Gewinnrücklagen
In den Gewinnrücklagen sind Einstellungen aus dem Konzerngewinn sowie das kumulierte sonstige Ergebnis resultierend aus folgenden Sachverhalten enthalten:
| ― |
Erfolgsneutrale Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten |
| ― |
Unterschiede aus erfolgsneutralen Umrechnungen von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen |
| ― |
Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Fremdwährungsdarlehen an Tochtergesellschaften, die die Voraussetzung einer Nettoinvestition erfüllt haben |
Überleitung der durch das sonstige Ergebnis betroffenen Eigenkapitalbestandteile:
| 31.12.2018 | |||
|
[Beträge
in T€] |
Marktbewertung von Pensionsrückstellungen | Währungsdifferenzen | Summe sonstiges Ergebnis |
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung | -225 | ||
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die gegebenfalls zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Nettogewinne / Verluste aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | -498 | ||
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | -408 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -225 | -906 | -1.131 |
| 31.12.2019 | |||
|
[Beträge
in T€] |
Marktbewertung von Pensionsrückstellungen | Währungsdifferenzen | Summe sonstiges Ergebnis |
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung | 636 | ||
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die gegebenfalls zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Nettogewinne / Verluste aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 213 | ||
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 1.050 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 636 | 1.263 | 1.899 |
Dividendenvorschlag
Die Dividendenausschüttung der SURTECO GROUP SE richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der SURTECO GROUP SE ausgewiesenen Bilanzgewinn. Nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der SURTECO GROUP SE ist ein Bilanzgewinn von T€ 6.202 (Vorjahr: T€ 8.528) ausgewiesen. Der Vorstand wird in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der SURTECO GROUP SE aufgrund der derzeit unübersichtlichen Lage bezüglich der Corona-Pandemie zu einem späteren Zeitpunkt einen Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der SURTECO GROUP SE vorlegen.
(31) Nicht beherrschende Anteile
Eine Übersicht der Finanzinformationen für Gesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen, die wesentlich für die SURTECO Gruppe sind, erfolgt in nachstehender Tabelle.
Hier sind die Bilanzwerte zum 31. Dezember 2019 für die Gesellschaften der Nenplas Gruppe vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen und ohne Effekt aus der Kaufpreisallokation dargestellt:
| T € | Nenplas Holding Ltd. 31.12.2019 | Nenplas Ltd. 31.12.2019 | Polyplas Extrusion 31.12.2019 |
| AKTIVA | 5.571 | 17.464 | 7.642 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 6.740 | 4.842 |
| Langfristige Vermögenswerte | 5.571 | 10.724 | 2.800 |
| PASSIVA | 5.571 | 17.464 | 7.642 |
| Kurzfristige Schulden | 3.511 | 1.381 | 880 |
| Langfristige Schulden | 0 | 979 | 1.436 |
| Eigenkapital | 2.060 | 15.104 | 5.326 |
Auf die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital der Nenplas Gesellschaften entfallen zum 31. Dezember 2019 T€ 3.548 (im Vorjahr: T€ 3.221).
(32) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 28) und betreffen eine Zweckgesellschaft. Erkennbare Anhaltspunkte dafür, dass die dem Investitionszuschuss zugrunde liegenden Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind, liegen keine vor. Ferner wurden für nicht konsolidierte Gesellschaften Garantien gewährt (siehe Abschnitt 37).
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den Angaben zum IFRS 16 (siehe Abschnitt 28) erläutert.
Aus bereits erteilten Aufträgen für begonnene oder geplante Investitionsvorhaben im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (Bestellobligo) bestehen Verpflichtungen in Höhe von T€ 11.799 (Vorjahr: T€ 0).
(33) Kapitalmanagement
Die Ziele des Kapitalmanagements leiten sich aus der Finanzstrategie ab. Hierzu gehören die Sicherstellung der Liquidität und die Gewährleistung des Zugangs zum Kapitalmarkt. Als Kapital ist das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital und die Nettofinanzverschuldung definiert.
Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Kapitalmanagements sind die Optimierung der Kapitalstruktur, Eigenkapitalmaßnahmen, Einhaltung der Covenants, Akquisitionen und Desinvestition sowie die Reduzierung der Nettofinanzschulden. Der Konzern unterliegt dabei keinen gesetzlich auferlegten Kapitalanforderungen.
Die Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2019 betrug T€ 8.528.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung orientiert sich an den in der Finanzstrategie festgelegten Kennzahlen. Der Zinsdeckungsfaktor lag 2019 bei 9,6 (Vorjahr: 12,0). Die operative Schuldendeckung lag 2019 bei 30,4% (Vorjahr: 30,0%). Die Nettofinanzverschuldung betrug zum 31.12.2019 T€ 179.884 (Vorjahr: T€ 197.535) und die Eigenkapitalquote 45,4% (Vorjahr: 41,8 %).
Die Ermittlung der Kennzahlen ist im Lagebericht dargestellt.
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns sind je nach Region unterschiedliche rechtliche und regulatorische Vorschriften zu beachten. Stand und Weiterentwicklung dieser Vorschriften werden lokal und zentral verfolgt und Veränderungen im Rahmen des Kapitalmanagements berücksichtigt.
(34) Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement
Nachfolgend sind die wesentlichen Finanzrisiken des Konzerns beschrieben. Ausführlichere Beschreibungen zu den Risiken erfolgen im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts.
1. Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Durch die internationalen Aktivitäten der SURTECO Gruppe wirken sich Änderungen der Zinsen und der Währungskurse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SURTECO Gruppe aus. Die Risiken resultieren aus Fremdwährungstransaktionen im Rahmen des operativen Geschäfts, aus der Finanzierung sowie aus der Geldanlage.
Die Abteilung Corporate Treasury der Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE steuert zentral das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns und entsprechend die wesentlichen Geschäftsvorgänge mit Finanzderivaten und sonstigen Finanzinstrumenten. In Einzelfällen werden Währungsabsicherungsgeschäfte in den ausländischen Tochtergesellschaften in enger Abstimmung mit dem zentralen Treasury abgeschlossen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten und -derivaten erfolgt ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Dabei kommen nur marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität zum Einsatz. Derivative Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden zum 31. Dezember 2019 nicht gehalten. Risikoeinschätzungen und Kontrollen werden laufend durchgeführt.
Im Rahmen eines konzernweiten Berichtswesens melden die Tochtergesellschaften ihre wesentlichen Währungs- und Zinsrisiken, aufgrund derer eine Analyse und Bewertung der Risikopositionen nach der erwarteten finanziellen Bruttobelastung auf das EBT und der Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen wird.
2. Finanzierungsrisiken
Die Refinanzierung des Konzerns und der Tochtergesellschaften erfolgt in der Regel zentral durch die SURTECO GROUP SE. Der Großteil der Finanzschulden des Konzerns hat Restlaufzeiten von bis zu sieben Jahren und ist mit fixen Zinssätzen ausgestattet (siehe Fristigkeitsstruktur in Anhang Nr. 28). Der Konzern arbeitet mit einer breiten Fremdkapitalgeberbasis, bestehend aus Versicherungen und Banken, zusammen. In den Kreditverträgen wurden mit den Fremdkapitalgebern marktübliche Finanzkennzahlen wie beispielsweise das Verhältnis von EBITDA zum Zinsergebnis (Zinsdeckungsfaktor, siehe Anhang Nr. 31) vereinbart, die von der SURTECO Gruppe einzuhalten sind. Diese Kennzahlen werden vom Vorstand und Aufsichtsrat laufend überwacht. Gegebenenfalls wird bei einer drohenden Verletzung über individuelle Maßnahmen beraten. Sollten die Kennzahlen verletzt werden, haben die Fremdkapitalgeber das Recht, die Kreditverträge zu kündigen. Die Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2019 eingehalten.
Bei Finanzierungsrisiken wurden keine Risikokonzentration festgestellt.
3. Liquiditäts- und Kreditrisiko
Die Abteilung Corporate Treasury in der Holdinggesellschaft SURTECO GROUP SE überwacht und steuert die Entwicklung der Liquidität für die wesentlichen Tochtergesellschaften. Hierdurch ergibt sich jederzeit ein aktuelles Bild über die Liquiditätsentwicklung. Aufgrund des hohen Free Cashflow und der kurzen Zahlungsziele ist die SURTECO Gruppe ständig mit ausreichend flüssigen Mitteln ausgestattet. Darüber hinaus kann auf umfangreiche freie Kreditlinien sowie auf Factoring-Vereinbarungen zurückgegriffen werden.
Dennoch besteht das Risiko, dass Ergebnis und Liquidität durch den Ausfall von Kundenforderungen und die Nichteinhaltung von Zahlungszielen belastet werden. Dem begegnet der Konzern durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und eine sorgfältige Überwachung säumiger Kunden. Grundsätzlich ist das Debitoren-Kreditrisiko wegen der breiten Kundenstruktur und Absicherung über Kreditversicherungen gering.
Die folgende Übersicht zeigt die undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse und -zuflüsse aus originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie derivativen Finanzinstrumenten mit Bruttoerfüllung. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen.
| 2019 | ||||||
| 2020 | 2021- 2024 | 2025 ff. | ||||
| [Beträge in T€] | Buchwert 31.12.2019 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | 241.747 | 3.679 | 4.138 | 11.046 | 178.672 | 3.770 |
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | 21.717 | 420 | 4.795 | 398 | 15.647 | 52 |
| Finanzschulden | 263.464 | 4.099 | 8.933 | 11.444 | 194.319 | 3.822 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62.906 | - | 62.906 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 27.505 | - | 27.505 | - | - | - |
| 2019 | |
| 2025 ff. | |
| [Beträge in T€] | Tilgung |
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | 59.569 |
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | 1.275 |
| Finanzschulden | 60.844 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
| 2018 | ||||||
| 2019 | 2020- 2023 | 2024 ff. | ||||
| [Beträge in T€] | Buchwert 31.12.2018 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | 305.580 | 5.880 | 63.756 | 12.652 | 129.957 | 5.844 |
| Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 12.910 | 334 | 1.848 | 395 | 11.045 | 0 |
| Finanzschulden | 318.489 | 6.214 | 65.604 | 13.047 | 141.002 | 5.844 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 65.078 | - | 65.078 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 29.578 | - | 29.578 | - | - | - |
| 2018 2024 ff. | |
| [Beträge in T€] | Tilgung |
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | 112.380 |
| Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 17 |
| Finanzschulden | 112.397 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
4. Zinsänderungs- und Währungsrisiken
Aus der globalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten der SURTECO Gruppe resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Aus der Umrechnung der Geschäftszahlen und Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften in Euro können sich Risiken ergeben, die nur bedingt gesichert werden können.
Zinsrisiken bestehen hauptsächlich für die kurzfristigen Finanzschulden. Der überwiegende Teil der langfristigen Finanzschulden ist mit Festzinssätzen ausgestattet. Den verbleibenden Zinsänderungs- und Währungsrisiken begegnet die SURTECO GROUP SE im Geschäftsjahr 2019 durch die Absicherung mit derivativen Finanzinstrumenten sowie mit regelmäßiger und intensiver Beobachtung unterschiedlicher Frühwarnindikatoren. Zum Bilanzstichtag stehen keine derivativen Finanzinstrumente aus. Die Absicherung der Risiken wird im Einzelfall von dem zentralen Treasury mit dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsführern diskutiert und entschieden.
Die folgende Tabelle zeigt zum Bilanzstichtag die Sensitivität der in der SURTECO Gruppe vorhandenen derivativen und variablel verzinslichen originären Finanzinstrumente auf den Anstieg bzw. den Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte (bp):
| [Beträge in T€] | Gewinn- und Verlustrechnung | Eigenkapital / Sonstiges Ergebnis | ||
| 31.12.2019 | 100 bp Anstieg | 100 bp Rückgang | 100 bp Anstieg | 100 bp Rückgang |
| variablel verzinsliche Instrumente | 423 | -727 | 423 | -727 |
| 423 | -727 | 423 | -727 | |
| 31.12.2018 | ||||
| variablel verzinsliche Instrumente | 416 | -759 | 416 | -759 |
| 416 | -759 | 416 | -759 | |
Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben.
Der Konzern ist in mehreren Währungsgebieten tätig. Auswirkungen ergeben sich hierbei insbesondere aus der Entwicklung des US-Dollarkurses.
Ein Anstieg der wesentlichen Fremdwährungen im Konzern gegenüber dem Euro hätte im Konzern folgende Auswirkungen:
| Gewinn- und Verlustrechnung | Eigenkapital / Sonstiges Ergebnis | |||
| [Beträge in T€] 31.12.2019 | 10% Anstieg | 10% Rückgang | 10% Anstieg | 10% Rückgang |
| Originäre Finanzinstrumente | ||||
| in US-Dollar | 1.453 | -1.189 | 0 | 0 |
| in sonstigen Währungen | 353 | -289 | 1.802 | -1.475 |
| 1.806 | -1.478 | 1.802 | -1.475 | |
| 31.12.2018 | ||||
| Originäre Finanzinstrumente | ||||
| in US-Dollar | 1.523 | -1.246 | 0 | 0 |
| in sonstigen Währungen | 331 | -271 | 1.836 | -1.502 |
| 1.854 | -1.517 | 1.836 | -1.502 | |
Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Zinssätze, unverändert bleiben.
Bei Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden keine Risikokonzentration festgestellt.
5. Wertangaben zu Finanzinstrumenten
Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1 - Nicht angepasste quotierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei der Bilanzierende am Bewertungsstichtag Zugang zu diesen aktiven Märkten haben muss.
Stufe 2 - Direkte oder indirekte beobachtbare Inputfaktoren, die nicht Stufe 1 zuzuordnen sind.
Stufe 3 - Nicht beobachtbare Inputfaktoren.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie.
Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29 keine Fair Value Angabe.
| [Beträge in T€] | 31.12.2019 | |||||
| Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert | (fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Wertansatz nach IAS 17 | ||
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 83.579 | 83.579 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 52.630 | 52.630 | |||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | AC | 172 | 172 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Continuing Involvement | n.a. | 129 | ||||
| Forderung aus ausgereichtem Darlehen | AC | 0 | - | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | AC | 7.174 | 7.174 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | 2.305 | - | |||
| Kaufoption | FVPL | 4.300 | - | 4.300 | ||
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | FVPL | 20 | 20 | |||
| Beteiligungen | FVPL | 10 | 10 | |||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 2.188 | 2.188 | |||
| Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | n.a. | 4.791 | 4.791 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 4.137 | 4.137 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 62.906 | 62.906 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Continuing Involvement | n.a. | 129 | ||||
| Vertragsverbindlichkeiten | n.a. | 4 | ||||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | AC | 17.935 | 17.935 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | 5.607 | - | |||
| Verkaufsoption | FVPL | 3.834 | 3.834 | |||
| Langfristige Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | n.a. | 16.926 | 16.926 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 237.610 | 237.610 | |||
| Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 | ||||||
| Amortised Costs (Assets) | AC | 145.743 | 145.743 | |||
| Fair Value through P&L (Asset) | FVPL | 4.330 | 4.330 | |||
| Amortised Costs (Liabilities) | AC | 322.588 | 322.588 | |||
| Fair Value through P&L (Liabilities) | FVPL | 3.834 | 3.834 | |||
| [Beträge in T€] | 31.12.2019 | |
| Zeitwert Fair Value (IFRS 13) | Level | |
| Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | n.a. | n.a. |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | n.a. | n.a. |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Continuing Involvement | n.a. | n.a. |
| Forderung aus ausgereichtem Darlehen | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | ||
| Kaufoption | 4.300 | 2 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 20 | 3 |
| Beteiligungen | 10 | 3 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | n.a. | n.a. |
| Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | n.a. | n.a. |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | n.a. | n.a. |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | n.a. | n.a. |
| Continuing Involvement | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | ||
| Verkaufsoption | 3.834 | 3 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Finanzschulden aus Leasingverpflichtungen | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 255.213 | |
| Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 | ||
| Amortised Costs (Assets) | ||
| Fair Value through P&L (Asset) | ||
| Amortised Costs (Liabilities) | ||
| Fair Value through P&L (Liabilities) | ||
| [Beträge in T€] | 31.12.2018 | |||||
| Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert | (fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Wertansatz nach IAS 17 | ||
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 120.954 | 120.954 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 57.519 | 57.519 | |||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | AC | 676 | 676 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Continuing Involvement | n.a. | 112 | ||||
| Forderung aus ausgereichtem Darlehen | AC | 200 | 200 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | AC | 1.512 | 1.512 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | 1.254 | - | |||
| Kaufoption | FVPL | 4.300 | - | 4.300 | ||
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | FVPL | 20 | 20 | |||
| Beteiligungen | FVPL | 10 | 10 | |||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 2.098 | 2.098 | |||
| Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden aus Finance Lease | n.a. | 1.848 | 1.848 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 64.057 | 64.057 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 65.078 | 65.078 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Continuing Involvement | n.a. | 112 | ||||
| Vertragsverbindlichkeiten | n.a. | 165 | ||||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | AC | 5.434 | 5.434 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | 20.624 | - | |||
| Verkaufsoption | FVPL | 3.407 | 3.407 | |||
| Langfristige Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden aus Finance Lease | n.a. | 11.062 | 11.062 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 241.522 | 241.522 | |||
| Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 | ||||||
| Amortised Costs (Assets) | AC | 182.959 | 182.959 | |||
| Fair Value through P&L (Asset) | FVPL | 4.330 | 4.330 | |||
| Amortised Costs (Liabilities) | AC | 376.091 | 376.091 | |||
| Fair Value through P&L (Liabilities) | FVPL | 3.407 | 3.407 | |||
| [Beträge in T€] | 31.12.2018 | |
| Zeitwert Fair Value (IFRS 13) | Level | |
| Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | n.a. | n.a. |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | n.a. | n.a. |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Continuing Involvement | n.a. | n.a. |
| Forderung aus ausgereichtem Darlehen | 207 | 2 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | - | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | ||
| Kaufoption | 4.300 | 3 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 20 | 3 |
| Beteiligungen | 10 | 3 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | n.a. | n.a. |
| Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Finanzschulden aus Finance Lease | n.a. | n.a. |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | n.a. | n.a. |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | n.a. | n.a. |
| Continuing Involvement | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (im Anwendungsbereich von IFRS 7) | n.a. | n.a. |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) | ||
| Verkaufsoption | 3.407 | 3 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Finanzschulden aus Finance Lease | 11.213 | 2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 249.729 | 2 |
| Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 | ||
| Amortised Costs (Assets) | ||
| Fair Value through P&L (Asset) | ||
| Amortised Costs (Liabilities) | ||
| Fair Value through P&L (Liabilities) | ||
Erläuterungen der Abkürzungen
| IFRS 9: | ||
| AC | Amortised Cost | Zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasste Vermögenswerte / Verbindlichkeiten |
| FVPL | At Fair Value through Profit & Loss | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste Vermögenswerte / Verbindlichkeiten |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne diejenigen Forderungen, die im Rahmen eines Factoring-Programms abgetreten werden), Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Bestandteile der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sowie kurzfristige Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Verbindlichkeiten, die überwiegend kurze Restlaufzeiten aufweisen, werden "zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)" angesetzt. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des Factoring-Programms abgetreten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfassten kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte bzw. die darin enthaltene Nenplas-Kaufoption entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Kaufoption für den Erwerb der verbleibenden 15 % der Anteile an der Nenplas Gruppe in Höhe von T€ 4.300 (Vorjahr: T€ 4.300). Korrespondierend wurde die dem Verkäufer gewährte Verkaufsoption für die 15% der Nenplas Anteile in Höhe des beizulegenden Zeitwerts von T€ 3.834 (im Vorjahr: T€ 3.407) als kurzfristige finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Die Bewertung der Option stellt auf das laufende sowie erwartete EBITA ab. Die Kauf- als auch Verkaufsoption wurde zum 31. Dezember 2019 ausgeübt und wird im Geschäftsjahr 2020 vollzogen.
Der beizulegende Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird als Barwert der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve ermittelt.
Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr gab es keine Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien oder Umgliederungen innerhalb der Fair Value-Hierarchie. Die SURTECO Gruppe entscheidet erforderlichenfalls mit Datum des Ereignisses oder der Veränderung der Umstände, die die Umgruppierung verursacht hat, ob eine Umgliederung vorzunehmen ist.
Die Nettogewinne und -verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung aus Finanzinstrumenten sind in folgender Tabelle dargestellt:
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Gewinne aus Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden | 1704 | 1.538 |
| Verluste aus Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden | -1.007 | -2.829 |
| ewinne/Verluste aus Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden | 697 | -1.291 |
| Gewinne aus Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden | 2.493 | 1.149 |
| Verluste aus Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden | -8.559 | -6.688 |
| Gewinne/Verluste aus Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungsksoten erfasst werden | -6.066 | -5.539 |
| Gewinne aus Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Marktwert erfasst werden | 893 | - |
| Verluste aus Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Marktwert erfasst werden | - | -390 |
| Gewinne/Verluste aus Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Marktwert erfasst werden | 893 | -390 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste für zu Anschaffungskosten erfasste Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Veränderungen in den Wertberichtigungen sowie Währungsumrechnungen, Wertaufholungen und Zinserträge. Die Nettogewinne bzw. -verluste für zu Anschaffungskosten erfasste Verbindlichkeiten resultieren aus Währungsumrechnung sowie aus Zinsaufwendungen. Die Nettogewinne bzw. -verluste für erfolgswirksam zum Marktwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten die Wertentwicklung der Put-Call-Option.
Zum Stichtag gibt es keine derivativen Finanzinstrumente.
In den Nettogewinnen bzw. -Verlusten sind Zinserträge auf Finanzinstrumente in Höhe von T€ 449 bzw. Zinsaufwendungen in Höhe von T€ -6.013 enthalten.
6. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Bilanzielle Saldierungen treten bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf, bei denen Gutschriften gewährt bzw. erhalten wurden.
a. Finanzielle Vermögenswerte
| [Beträge in T€] | Dazugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||||
| 31.12.2019 | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 54.013 | -1.383 | 52.630 | - | - | 52.630 |
| 31.12.2018 | 54.013 | -1.383 | 52.630 | 0 | - | 52.630 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 58.633 | -1.115 | 57.518 | - | - | 57.826 |
| 58.633 | -1.115 | 57.518 | 0 | - | 57.826 | |
b. Finanzielle Verbindlichkeiten
| [Beträge in T€] | Dazugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||||
| 31.12.2019 | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | gestellte Barsicherheiten | Nettobetrag |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 64.289 | -1.383 | 62.906 | - | - | 62.906 |
| 64.289 | -1.383 | 62.906 | 0 | - | 62.906 | |
| 31.12.2018 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.193 | -1.115 | 65.078 | - | - | 63.174 |
| 66.193 | -1.115 | 65.078 | 0 | - | 63.174 | |
Die Beträge der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben, unterliegen Globalnettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen, bei denen eine Saldierung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist (z.B. Insolvenz).
X. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
(35) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 erstellt. Sie ist nach den Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.
Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der SURTECO Gruppe. In der SURTECO Gruppe beruht die Steuerung der Finanzlage dagegen auf dem Finanzsaldo, zu dem neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auch die Finanzschulden gehören.
Im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Abgängen des Anlagevermögens eliminiert.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich aus Dividendenzahlungen, den Aufnahmen und Tilgungen von Finanzschulden und Leasingverpflichtungen als auch Zinszahlungen aus Darlehen und Finanzschulden zusammen.
(36) Segmentberichterstattung
Im Rahmen der Berichterstattung werden die Aktivitäten der SURTECO Gruppe gemäß IFRS 8 nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung. Sie berücksichtigt die kundenorientierte Ausrichtung von SURTECO in den strategischen Geschäftseinheiten (SGE) Decoratives, Profiles und Technicals. Die Zuordnung der jeweiligen Gesellschaften in die entsprechenden Segmente entspricht im Wesentlichen der Aufstellung "Beteiligungsbesitz".
| ― |
Das Segment Decoratives bedient überwiegend die Holzwerkstoff-, Fußboden-, Türen- und Möbelindustrie sowie die Caravanindustrie. |
| ― |
Das Segment Profiles versorgt gewerbliche Bodenverleger sowie die Industrie des Innenausbaugewerbes. |
| ― |
Das Segment Technicals beliefert als Spezialanbieter Nischenmärkte in der Wohnmöbel-, Fußboden- und Caravanindustrie sowie im Schiffsinnenausbau. |
Den Segmentinformationen liegen die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Forderungen und Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Konsolidierungen eliminiert. Konzerninterne Umsätze erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Das Segment Working Capital beschreibt die Differenz aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das Umlaufvermögen beinhaltet kurzfristige Forderungen sowie Vorräte.
Entscheidungsträger im Hinblick auf die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der berichtspflichtigen Segmente ist der Vorstand. In den jeweiligen Geschäftssegmenten werden hierzu einheitliche Erfolgs- und Vermögensgrößen herangezogen.
Die Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlagen berechnet.
| SEGMENTINFORMATIONEN [Beträge in T€] 2019 | SGE Decoratives | SGE Profiles | SGE Technicals | Überleitung | SURTECO Konzern |
| Außenumsatz | 495.848 | 92.676 | 86.748 | 0 | 675.272 |
| Konzerninnenumsatz | 15.583 | 1.256 | 3.318 | -20.157 | 0 |
| Gesamtumsatz | 511.431 | 93.932 | 90.066 | -20.157 | 675.272 |
| Abschreibungen | -32.926 | -7.416 | -5.001 | 167 | -45.175 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 14.266 | 9.476 | 2.272 | -4.894 | 21.119 |
| Zinserträge | 575 | 131 | 161 | -407 | 460 |
| Zinsaufwendungen | -2.421 | -1.250 | -553 | -3.122 | -7.345 |
| Wertminderungsaufwendungen /-erträge IFRS 9 | 0 | 0 | 0 | -414 | -414 |
| Segmentergebnis (EBT) | 14.607 | 8.347 | 2.051 | -8.788 | 16.218 |
| Wesentliche Ertags/Aufwandspositionen | -19.156 | 0 | -348 | 0 | -19.504 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 688 | 0 | 0 | 0 | 688 |
| Segment Working Capital | 98.836 | 22.896 | 10.601 | -3.065 | 129.268 |
| Freiwillige Angaben: | |||||
| Ertragsteuern | -7.805 | -407 | -422 | 2.172 | -6.462 |
| Investitionen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) | 24.313 | 8.960 | 3.024 | 70 | 36.367 |
| Mitarbeiter | 2.407 | 491 | 300 | 19 | 3.217 |
| SEGMENTINFORMATIONEN [Beträge in T€] 2018 * | SGE Decoratives | SGE Profiles | SGE Technicals | Überleitung | SURTECO Konzern |
| Außenumsatz | 502.607 | 86.308 | 110.062 | 0 | 698.977 |
| Konzerninnenumsatz | 16.526 | 1.277 | 3.742 | -21.545 | 0 |
| Gesamtumsatz | 519.133 | 87.585 | 113.804 | -21.545 | 698.977 |
| Abschreibungen | -29.586 | -5.940 | -4.877 | -173 | -40.576 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 25.543 | 9.345 | 3.897 | -6.582 | 32.203 |
| Zinserträge | 465 | 1.113 | 144 | -290 | 1.432 |
| Zinsaufwendungen | -2.223 | -429 | -572 | -4.267 | -7.491 |
| Wertminderungsaufwendungen /-erträge IFRS 9 | 0 | 0 | 0 | -570 | -570 |
| Segmentergebnis (EBT) | 24.406 | 9.947 | 3.650 | -10.869 | 27.134 |
| Wesentliche Ertags/Aufwandspositionen | -5.400 | -700 | 0 | -6.100 | |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 541 | 0 | 0 | 0 | 541 |
| Segment Working Capital | 107.601 | 19.933 | 11.984 | -3.386 | 136.132 |
| Freiwillige Angaben: | |||||
| Ertragsteuern | -6.807 | -909 | -303 | -185 | -8.204 |
| Investitionen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) | 36.820 | 7.021 | 3.576 | 119 | 47.536 |
| Mitarbeiter | 2.563 | 468 | 277 | 21 | 3.329 |
* hierbei handelt es sich um pro-forma Werte,
die zur besseren Vergleichbarkeit herangezogen werden.
SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONALEN MÄRKTEN
| 2018 | 2019 | |||
| [Beträge in T€] | UMSATZERLÖSE | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | INVESTITIONEN | UMSATZERLÖSE |
| - Deutschland | 169.990 | 233.139 | 30.877 | 168.181 |
| - Restliches Europa | 325.193 | 166.542 | 6.928 | 315.573 |
| - Amerika | 141.648 | 47.869 | 7.932 | 133.757 |
| - Asien/Australien | 54.984 | 30.394 | 1.800 | 51.774 |
| - Übrige | 7.162 | 0 | 0 | 5.987 |
| 698.977 | 477.944 | 47.537 | 675.272 | |
| 2019 | ||
| [Beträge in T€] | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | INVESTITIONEN |
| - Deutschland | 239.825 | 26.967 |
| - Restliches Europa | 163.125 | 5.332 |
| - Amerika | 50.414 | 3.223 |
| - Asien/Australien | 31.595 | 844 |
| - Übrige | ||
| 484.959 | 36.366 |
Die Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgte nach dem Bestimmungsort der Warenlieferung. Die langfristigen Vermögenswerte werden entsprechend dem Standort des jeweiligen Vermögenswerts angegeben.
Die langfristigen Vermögenswerte umfassen das Sachanlagevermögen, die immateriellen Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte.
Den langfristigen Vermögenswerten wurde der Goodwill nach Regionen zugeordnet.
ÜBERLEITUNG VON DEN BILANZWERTEN ZUM NETTOSEGMENTVERMÖGEN
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Bilanzsumme | 844.541 | 780.325 |
| abzüglich finanzielle Vermögenswerte | ||
| - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 120.954 | 83.579 |
| - Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 2.462 | 2.627 |
| - Steuerforderungen/latente Steuern | 23.727 | 13.958 |
| Segmentvermögen | 697.398 | 680.161 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 491.336 | 425.692 |
| abzüglich finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| - kurz- und langfristige Finanzschulden | 318.489 | 263.463 |
| - Steuerschulden/latente Steuern | 51.109 | 35.378 |
| - Pensionen und weitere Personalverpflichtungen | 12.828 | 13.765 |
| Segmentschulden | 108.910 | 113.086 |
| Nettosegmentvermögen | 588.488 | 567.075 |
(37) Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern sowie nahestehenden Unternehmen und Personen
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Umfang der Beziehungen der SURTECO Gruppe mit der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaft.
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Erbrachte Leistungen (Ertrag) | 1.132 | 1.905 |
| Erhaltene Leistungen (Aufwand) | 0 | 0 |
| Forderungen (31.12.) | 139 | 149 |
| Verbindlichkeiten (31.12.) | 0 | 0 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Umfang der Beziehungen von der SURTECO Gruppe mit den nicht konsolidierten Gesellschaften.
| [Beträge in T€] | 2018 | 2019 |
| Erbrachte Leistungen (Ertrag) | 805 | 747 |
| Erhaltene Leistungen (Aufwand) | 0 | 324 |
| Forderungen (31.12.) | 537 | 23 |
| Verbindlichkeiten (31.12.) | 0 | 0 |
Offene Posten gegenüber diesen Gesellschaften sind nicht besichert.
Der Leistungsaustausch umfasst im Wesentlichen die Lieferung von Vorräten zu Marktkonditionen.
Die SURTECO Gruppe hat zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€ 106 (Vorjahr: T€ 106) Garantien gegenüber einem nicht konsolidierten Unternehmen für die Erfüllung einzelner Verträge ausgegeben. Es wird davon ausgegangen, dass hieraus keine Verpflichtungen entstehen.
(38) Bezüge der Organmitglieder und früheren Organmitglieder
Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 betrugen T€ 245 (Vorjahr: T€ 280). Sie beinhalten eine Grundvergütung von T€ 206 (Vorjahr: T€ 242) und Vergütungen für Prüfungsausschusstätigkeiten von T€ 39 (Vorjahr: T€ 38).
Vorstand
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist überwiegend erfolgsabhängig. Sie umfasst einen fixen und einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil ist eine erfolgsabhängige Tantieme und wird auf der Grundlage des Ergebnisses vor Steuern (EBT) des Konzerns nach IFRS unter Berücksichtigung der Umsatzrendite ermittelt. Er enthält ferner eine mehrjährige Bemessungsgrundlage. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die gewährte Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands T€ 1.516 (Vorjahr: T€ 1.728). Davon entfielen T€ 767 (Vorjahr: T€ 730) auf die erfolgsunabhängige Vergütung, T€ 520 (Vorjahr: T€ 784) auf die erfolgsabhängige Vergütung, T€ 79 (Vorjahr: T€ 114) auf Nebenleistungen und T€ 150 (Vorjahr: T€ 100) auf Versorgungsaufwendungen. Von der Gesamtvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder sind T€ 0 (Vorjahr: T€ 127) langfristig, T€ 520 (Vorjahr: T€ 1.501) kurzfristig und T€ 150 (Vorjahr: T€ 100) Vorsorgeaufwendungen. Das ehemalige Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Gereon Schäfer erhält für 2019 eine Karenzentschädigung von insgesamt T€ 600 (Vorjahr (April bis Dezember): T€ 450).
Die individualisierten Angaben sowie die Angaben nach IAS 24 befinden sich im Vergütungsbericht des Lageberichts der SURTECO Gruppe und der SURTECO GROUP SE.
(39) Abschlussprüferhonorar
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juni 2019 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer sowie Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2019 gewählt.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 778 (Vorjahr: T€ 873). Davon entfielen T€ 528 (Vorjahr: T€ 661) auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 0 (Vorjahr: T€ 3) auf andere Bestätigungsleistungen, T€ 249 (Vorjahr: T€ 134) auf Steuerberatungsleistungen und T€ 1 (Vorjahr: T€ 75) auf sonstige Leistungen. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Prüfung des Konzernabschlusses sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der SURTECO GROUP SE und der inländischen Tochtergesellschaften. Andere Bestätigungsleistungen im Vorjahr haben freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen beinhaltet. Die Steuerberatungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Beratungsleistungen für die Erstellung von Steuererklärungen. Die sonstigen Leistungen beinhalten projektbezogene Beratungsleistungen.
(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Das neuartige Coronavirus, durch das die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hat sich im Jahr 2020 mit einer signifikanten Anzahl von Infektionen auf der ganzen Welt rasch verbreitet. Die zur Eindämmung des Virus getroffenen staatlichen Maßnahmen haben Auswirkungen auf wirtschaftliche Aktivitäten von Unternehmen und damit auch auf deren Finanzberichterstattung. Es ist mit erheblichen negativen Effekten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SURTECO Gruppe zu rechnen.
Bis zum 15. April 2020 ergaben sich keine weiteren Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte oder Schulden zum 31. Dezember 2019 führen könnten.
XI. Organe der Gesellschaft
Vorstand
(im Geschäftsjahr 2019)
| Name | Haupttätigkeit | Aufsichtsratsmandate und sonstige Mandate |
| Wolfgang Moyses Diplom-Betriebswirt, München (ab 1. Oktober 2019) | Vorsitzender des Vorstands | ■ Beiratsmitglied Brabender Inc., South Hackensack, USA |
| ■ Kunden-Beiratsmitglied Landesbank Rheinland-Pfalz, Mainz | ||
| ■ Beiratsmitglied Simona America | ||
| ■ Beiratsmitglied Simona Asien | ||
| Dr.-Ing. Herbert Müller Diplom-Ingenieur, Heiligenhaus (bis 30. September 2019) | Vorsitzender des Vorstands, Konzernstrategie | ■ Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ewald Dörken AG, Herdecke |
| Andreas Riedl Diplom-Kaufmann, Donauwörth | Vorstand CFO |
Mitglieder des Aufsichtsrats
(im Geschäftsjahr 2019)
| Name | Haupttätigkeit | Aufsichtsratsmandate und sonstige Mandate |
| Dr.-Ing. Jürgen Großmann Diplom-Ingenieur, Hamburg (Vorsitzender) | Gesellschafter der GMH-Gruppe, Georgsmarienhütte | ■ Member of the Board, Hanover Acceptances Limited, London |
| ■ Vorsitzender des Kuratoriums der RAG Stiftung, Essen | ||
| Björn Ahrenkiel Rechtsanwalt, Hürtgenwald (bis 27. Juni 2019) | Rechtsanwalt | |
| Dr. Markus Miele Diplom-Wirtschaftsingenieur, Gütersloh (bis 27. Juni 2019) | Geschäftsführender Gesellschafter der Miele & Cie. KG, Gütersloh | ■ Mitglied des Aufsichtsrats der ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf |
| ■ Vorsitzender des Beirats der Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG, Bielefeld | ||
| Dr. Christoph Amberger Selbständiger Unternehmer, Utting am Ammersee (1. Stellvertretender Vorsitzender) | Selbständiger Unternehmer | ■ Mitglied des Beirats der Frischpack GmbH, Mailling |
| ■ Mitglied des Beirats der Detia Degesch Gruppe, Laudenbach | ||
| ■ Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Klöpfer & Königer GmbH und Co. KG, Garching | ||
| ■ Mitglied des Aufsichtsrats der Erber AG, Getzersdorf, Österreich | ||
| Andreas Engelhardt Persönlich haftender Gesellschafter, Bielefeld (2. Stellvertretender Vorsitzender) | Persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, Bielefeld | ■ Mitglied Aufsichtsrat SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG, Ludwigshafen |
| ■ Mitglied Aufsichtsrat BDO AG WPG, Hamburg | ||
| Tim Fiedler Volkswirt, Düsseldorf (ab 14. Oktober 2019) | Geschäftsführender Gesellschafter der G. Schürfeld + Co. (GmbH & Co.) KG, Hamburg | ■ Mitglied des Beirats der Smart Coloring GmbH, Aachen |
| ■ Mitglied des Beirats der Drewsen Spezialpapier GmbH & Co. KG, Lachendorf | ||
| ■ Mitglied des Kuratoriums der Gustav & Catharina Schürfeld-Stiftung, Lachendorf | ||
| Jens Krazeisen * Verfahrensmechaniker, Buttenwiesen | Betriebsratsvorsitzender der SURTECO GmbH, Buttenwiesen | - |
| Tobias Pott Betriebswirt, Gütersloh (ab 27. Juni 2019) | Geschäftsführender Gesellschafter Reifen Pott Autoservice GmbH, Gütersloh | |
| Wolfgang Moyses Diplom-Betriebswirt, München (bis 30. September 2019) | Vorstandsvorsitzender der SIMONA AG, Kirn (bis 15. August 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats der Brabender Inc., South Hackensack |
| ■ Kundenbeirat der Landesbank Rheinland-Pfalz, Mainz | ||
| Udo Sadlowski * Ausbildungsleiter, Essen (bis 21. Januar 2019) | Betriebsratsvorsitzender der SURTECO GmbH, Gladbeck (bis 21. Januar 2019) | |
| Heinz Dieter Stöckler * Betriebsratsvorsitzender, Essen (ab 5. Februar 2019) | Betriebsratsvorsitzender der SURTECO GmbH, Gladbeck | |
| Thomas Stockhausen * Beauftragter des Arbeitsschutzmanagement-Systems, Sassenberg | Betriebsratsvorsitzender der SURTECO GmbH, Sassenberg | |
| Jörg Wissemann Diplom-Betriebswirt, Schlossborn (ab 27. Juni 2019) | Geschäftsführer der MSU Consulting GmbH, Bad Homburg |
Ausschüsse des Aufsichtsrats
(zum 31. Dezember 2019)
Aufsichtsratspräsidium
Dr.-Ing. Jürgen Großmann (Vorsitzender)
Dr. Christoph Amberger
Andreas Engelhardt
Tobias Pott
Personalausschuss
Dr.-Ing. Jürgen Großmann (Vorsitzender)
Andreas Engelhardt
Dr. Christoph Amberger
Tobias Pott
Prüfungsausschuss
Andreas Engelhardt (Vorsitzender)
Dr.-Ing. Jürgen Großmann
Jörg Wissemann
Tobias Pott
XII. ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄß § 161 SATZ 1 AKTG
Vorstand und Aufsichtsrat der SURTECO GROUP SE haben gemäß § 161 Satz 1 AktG am 19. Dezember 2019 eine Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter: www.surteco-group.com zugänglich gemacht.
Beteiligungsbesitz (zum 31.12.2019)
| OBERGESELLSCHAFT Beteiligung | Ort | Land | Konsolidiert | Beteilig. quote | ||
| 100 | SURTECO GROUP SE | Buttenwiesen | Deutschland | |||
| BUSINESS UNIT DECORATIVES | ||||||
| 401 | SURTECO GmbH | Buttenwiesen/ | Deutschland | V | 100,00 | 100 |
| 321 | SURTECO art GmbH | Gladbeck/Sassenberg Willich | Deutschland | V | 100,00 | 401 |
| 341 | SÜDDEKOR LLC | Agawam | USA | V | 100,00 | 401 |
| 405 | SURTECO UK Ltd. | Burnley | Großbritannien | V | 100,00 | 401 |
| 441 | BauschLinnemann North America Inc. | Myrtle Beach | USA | V | 100,00 | 401 |
| 443 | SURTECO North America Inc. | Myrtle Beach | USA | NK | 100,00 | 401 |
| 470 | SURTECO Italia s.r.l. | Martellago | Italien | V | 100,00 | 401 |
| 501 | Global Abbasi, S. L. | Madrid | Spanien | V | 100,00 | 401 |
| 502 | Probos - Plásticos, S. A. | Mindelo | Portugal | V | 100,00 | 501 |
| 503 | Proadec Brasil Ltda. | Sao José dos Pinhais | Brasilien | V | 100,00 | 502 |
| 504 | Chapacinta, S. A. de C. V. | Tultitlán | Mexiko | V | 99,99 | 502 |
| 505 | Proadec UK Ltd. | Greenhithe (Kent) | Großbritannien | V | 0,01 100,00 | 501 502 |
| 506 | Proadec Deutschland GmbH | Bad Oeynhausen | Deutschland | V | 100,00 | 502 |
| 512 | SURTECO Australia Pty Limited | Sydney | Australien | V | 100,00 | 401 |
| 513 | SURTECO PTE Ltd. | Singapur | Singapur | V | 100,00 | 401 |
| 514 | PT Doellken Bintan Edgings & Profiles | Batam | Indonesien | V | 99,00 1,00 | 401 513 |
| 516 | SURTECO France S.A.S. | Beaucouzé | Frankreich | V | 100,00 | 401 |
| 517 | SURTECO DEKOR Ürünleri Sanayi ve Ticaret A.Ş. | Istanbul | Türkei | V | 99,75 0,25 | 401 520 |
| 518 | SURTECO OOO | Moskau | Russland | V | 100,00 | 401 |
| 519 | SURTECO Iberia S.L. | Madrid | Spanien | NK | 100,00 | 401 |
| 550 | SURTECO USA Inc. | Greensboro | USA | V | 100,00 | 401 |
| 560 | SURTECO Canada Ltd | Brampton | Kanada | V | 100,00 | 401 |
| 561 | Doellken-Canada Ltd. | Brampton | Kanada | V | 100,00 | 560 |
| 572 | Canplast Mexico S.A. de C.V. | Chihuahua | Mexiko | E | 50,00 | 561 |
| BUSINESS UNIT TECHNICALS | ||||||
| 200 | Surteco Beteiligungen GmbH | Buttenwiesen-Pfaffenhofen | Deutschland | V | 100,00 | 100 |
| 410 | Kröning GmbH DAKOR Melamin Imprägnierungen | Hüllhorst Heroldstatt | Deutschland Deutschland | V V | 100,00 100,00 | 200 200 |
| 330 | GmbH | |||||
| 610 | SURTECO Svenska AB | Gislaved | Schweden | V | 100,00 | 100 |
| 611 | Gislaved Folie AB | Gislaved | Schweden | V | 100,00 | 610 |
| BUSINESS UNIT PROFILES | ||||||
| 520 | Döllken Profiles GmbH (ehemals: Döllken Weimar GmbH) | Nohra | Deutschland | V | 100,00 | 100 |
| 531 | Döllken Sp.z o.o. | Kattowitz | Polen | V | 100,00 | 520 |
| 532 | Döllken CZ s.r.o. | Prag | Tschechien | V | 100,00 | 520 |
| 540 | Nenplas Holdings Ltd. | Ashbourne | Großbritannien | V | 85,00 | 520 |
| 541 | Nenplas Ltd. | Ashbourne | Großbritannien | V | 100,00 | 540 |
| 542 | Polyplas Extrusions Ltd. | Stourport-on-Severn | Großbritannien | V | 100,00 | 541 |
| JORNA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Grünwald | Deutschland | V | 520 | ||
| SANDIX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weimar KG | Düsseldorf | Deutschland | V | 520 |
| V | Vollkonsolidierung |
| E | Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen |
| NK | Nicht konsolidiert |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die SURTECO GROUP SE, Buttenwiesen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der SURTECO GROUP SE, Buttenwiesen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SURTECO GROUP SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU- APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
(1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 162,8 Mio. (20,9 % der Bilanzsumme bzw. 45,9 % des Eigenkapitals) unter dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwerte" ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zum 1. Januar 2019 erfolgte aufgrund einer Änderung der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns eine Neuabgrenzung der Geschäftssegmente, sowie eine Anpassung der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Weiterhin haben wir die zum 1. Januar 2019 erfolgte Neuabgrenzung der Geschäftssegmente anhand der internen Berichterstattung an den Vorstand gewürdigt und uns durch Einsicht in Protokolle der Vorstandsbesprechungen davon überzeugt, dass die neue Segmentstruktur der internen, regelmäßigen Berichterstattung entspricht. In diesem Zusammenhang haben wir auch die daraus resultierende Anpassung der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt IX (23) des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| ― |
die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| ― |
den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Oktober 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der SURTECO GROUP SE, Buttenwiesen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.
München, den 15. April 2020
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Bernhard Obermayr, Wirtschaftsprüfer
BILANZEID - VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Buttenwiesen, 15. April 2020
Der Vorstand
Wolfgang Moyses
Andreas Riedl
Manfred Bracher
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