H & S Container Line GmbHLiquidiert

47119 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 18197
Eingetragen
27.12.2005
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtErbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
sind internationale Logistik, Schiffahrt, Terminal-Geschäfte, Spedition, Frachtführer, Versicherung sowie die Vornahme aller Geschäfte, die zur Einreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peter Stöttinger
seit 13.5.2013
Geschäftsführer
Carsten Berger
seit 23.12.2011
Prokura
Maik Bastian
seit 30.1.2009
Prokura
Claudia Hütwohl
seit 13.3.2006
Prokura
Heiko Brückner
seit 27.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Felbermayr Holding GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Felbermayr Holding GmbH
Austria
26.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

H&S Container Line GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

H&S Container Line GmbH

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Wirtschaftslage

Die deutsche Wirtschaft hat ihren moderaten Wachstumskurs auch zum Jahresende 2015 fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - war im vierten Quartal 2015 um 0,3 % höher als im Vorquartal.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war damit im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet (jeweils +0,3 % im dritten und vierten Quartal und +0,4 % in den ersten beiden Quartalen des Jahres). Für das gesamte Jahr 2015 ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Anstieg von +1,7 % (kalenderbereinigt +1,4 %).

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres weiter verschlechtert.

Im Jahr 2015 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr ab. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destaris) wurden 2015 insgesamt 221,4 Mio. t Güter auf deutschen Binnenwasserstraßen transportiert. Im Jahr davor waren es 228,5 Mio. t. Eine Ursache dieses Rückgangs dürfte in den zum Teil lang anhaltenden Niedrigwasserständen wichtiger Wasserstraßen (unter anderem des Rheins) liegen.

Der Containerverkehr in der Binnenschifffahrt wuchs 2015 gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,4 % auf 2,4 Mio. TEU (Twenty-foot-Equivalent-Unit) und entwickelte sich damit erneut besser als der Binnenschiffsverkehr insgesamt.

Im Seehafen Antwerpen liegt die umgeschlagene Menge 2015 bei 9,6 Mio. TEU und verzeichnet somit ein Plus von 7,1 %. Zum ersten Mal in der Geschichte wurden innerhalb eines Jahres deutlich mehr als 200 Mio. t Fracht im Hafen Antwerpen umgeschlagen. Rotterdam liegt mit einem Umschlag von 12,2 Mio. TEU fast auf Vorjahresniveau.

B. Darstellung der Lage

1. Umsatz- und Auftragsentwicklung und Ergebnissituation

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Insgesamt waren die Rheinwasserstände in 2015 nicht zufriedenstellend, wobei in den ersten sechs Monaten die Schiffslinien voll ausgelastet werden konnten.

Ab Mitte Juli bis Jahresende musste die längste Kleinwasserperiode seit dem Jahr 2003 verzeichnet werden. Die dadurch notwendigen Mehraufwendungen konnten nicht in allen Fällen weitergereicht werden.

Insgesamt konnten wir im Geschäftsjahr 2015 über 326.000 TEU transportieren und liegen damit 4,2 % unter Vorjahresniveau. Der Mengenrückgang machte sich vor allem im Importbereich bemerkbar.

Mit dem Alsace Rotterdam Express (ARE) haben wir am Standort Kehl ein neues Zugsystem im Markt positioniert.

Für den Alsace Flandern Express (AFE) wurde ein strategisches Hub-Konzept in Antwerpen Kai 913 erfolgreich umgesetzt.

Die Umsatzerlöse stiegen um 1,1 %, das Rohergebnis ist von T€ 7.062 im Vorjahr auf nunmehr T€ 6.232 um T€ 830 oder 11,8 % gesunken.

Unsere Gesellschaft hat ein annehmbares Ergebnis erwirtschaftet, insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 915 ab (T€ 1.370 im Vorjahr).

2. Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 7 betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsjahr wurde die H&S Container Line B.V., NL von der Schwestergesellschaft Haeger & Schmidt International zu einem Kaufpreis von T€ 54 erworben.

3. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt französische Zweigniederlassungen in Ottmarsheim und in Strasbourg.

4. Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte am 31. Dezember 2015 42 Mitarbeiter (im Vorjahr 41 Mitarbeiter).

Das Qualitätsmanagement bei H&S Container Line hat weiterhin hohe Priorität und wurde im Geschäftsjahr 2015 weiter optimiert, um die hohe Qualität unserer Dienstleistung auch in Zukunft zu gewährleisten. Dementsprechend wurde die Qualität des Personals auch in 2015 durch gezielte Fortbildungsmaßnahmen gefördert.

5. Ertragslage

Wie oben dargestellt, sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 767 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie konzerninterne Verrechnungen.

Durch die Kleinwasserphase in der zweiten Jahreshälfte führte der hohe Bedarf an Zusatzschiffsraum zu überdurchschnittlich hohen Kosten und damit zu einem spürbar rückläufigen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 2.011 auf nunmehr T€ 1.158. Daneben trugen Erträge aus Beteiligungen zur Ergebnisverbesserung bei.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz von T€ 78 auf T€ 91.

6. Vermögens- und Finanzlage

Das Verhältnis Anlagevermögen zum Gesamtvermögen beträgt 3,2 % (Vorjahr 3,0 %) und das Umlaufvermögen zum Gesamtvermögen analog zum Vorjahr 95,8 %.

Die Eigenkapital-Quote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt 49,0 % (Vorjahr 37,7 %).

Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital beträgt 43,0 % (Vorjahr 52,5 %).

Der kurzfristige Verschuldungsgrad in Höhe von 87,9 % (Vorjahr 138,9 %) errechnet sich aus dem Verhältnis des kurzfristigen Fremdkapitals zum Eigenkapital.

Die Anlagendeckung I (Eigenkapital/Anlagevermögen) liegt bei 1.550,2 % (Vorjahr 1.246,5 %), die Anlagendeckung II (Eigenkapital + langfristige Rückstellungen/Anlagevermögen) bei 1.802,9 % (Vorjahr 1.476,5 %).

Die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen/kurzfristiges Fremdkapital) beläuft sich auf 222,6 % (Vorjahr 182,9 %).

C. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es waren keine wesentlichen Ereignisse mit spürbarem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nach dem Bilanzstichtag zu verzeichnen.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die H&S Container Line hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 erneut weiter entwickelt. Im Hinblick auf eine immer stärkere Konzentration im Markt für Binnenschiff- und Containerverkehre ist die H&S Container Line ein unabhängiges Unternehmen mit einer klaren Schwerpunktlegung auf Binnenschifffahrt und Bahn.

Der weitere Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowie weitere Kostenoptimierungen und -senkungen stehen auch zukünftig im Fokus der Gesellschaft.

Nachfolgend gehen wir auf die konkreten Risiken und Chancen unserer künftigen Entwicklung ein.

Chancen

Die H&S Container Line entwickelt sich immer mehr zu einem unabhängigen Player für die Kundschaft und damit ergeben sich Möglichkeiten, weitere Marktanteile zu gewinnen.

Die bereits initiierten Verkaufsstrategien in Bezug auf die beiden bedeutsamen Seehäfen Rotterdam und Antwerpen werden jedes Jahr weiter ausgebaut. Zusätzlich haben wir unsere Verkaufsoffensive in der Region Norddeutschland weitergeführt.

Risiken

Als wesentliche Risiken bleiben die Volatilität in der Binnenschifffahrt und der damit verbundene Frachtverlauf. Die Konzentration in unserem Gewerbe erhöht den Wettbewerb um Marktanteile auf allen Fahrgebieten und dadurch wird der Preisdruck erhöht. Daneben stehen wir im Wettbewerb zu anderen Verkehrsträgern.

Darüber hinaus sind wir dem Risiko witterungsbedingter Niedrig- und Hochwasserstände sowie dem Risiko der Ölpreisentwicklung ausgesetzt. Des Weiteren sind wir den Auswirkungen einer Veränderung der Struktur im europäischen Stahlsektor ausgesetzt.

Das generelle Risiko aus einer vermehrten Insolvenz von Transportunternehmen aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise besteht für uns in eingeschränkter Form. Denn als Auftragnehmer werden überwiegend Unternehmen mittlerer Größe eingesetzt, deren Anteil an der gesamtlogistischen Leistung überschaubar ist.

Dem Ausfallrisiko von Forderungen begegnen wir intensiv durch ein zeitnahes Controlling und Monitoring. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements sind wir dazu übergegangen, die Bonität der Bestands- und Neukunden über eine Auskunftei zu überprüfen. Da wir im Wesentlichen im Euro-Raum tätig sind, sind wir nur in geringerem Maße dem Währungsrisiko ausgesetzt.

E. Voraussichtliche Entwicklung

Nach dem Jahr 2015 erwarten wir aufgrund der derzeitigen Prognosen eher eine Stagnation der Beförderungsmengen für 2016. Der allgemeine Wettbewerbsdruck im Markt und die zunehmenden konjunkturellen Probleme werden die Ergebnisse belasten, so dass für das Geschäftsjahr 2016 mit einem rückläufigen Geschäftsvolumen und Ergebnis zu rechnen ist.

Eine detaillierte Prognose für 2016 ist aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage jedoch schwierig abzugeben.

 

Duisburg, den 31. März 2016

H&S Container Line GmbH

Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2015

H&S Container Line GmbH, Duisburg

Aktiva

31.12.2015
31.12.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.468,57 149.024,46
II. Sachanlagen    
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.004,92 103.644,52
III. Finanzanlagen    
- Beteiligungen 78.808,52 25.000,00
  282.282,01 277.668,98
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 40.590,06 47.864,45
2. Unfertige Leistungen 4.502,19 2.964,48
  45.092,25 50.828,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.800.088,73 5.614.486,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 132.260,68 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 466.268,78 551.269,52
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.154.169,19 1.005.480,97
  6.552.787,38 7.171.236,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.927.047,06 1.566.876,99
  8.524.926,69 8.788.942,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.851,94 28.072,65
D. Aktive latente Steuern 90.877,00 78.338,00
  8.934.937,64 9.173.022,19

Passiva

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.851.076,40 1.851.076,40
III. Gewinnrücklage    
- andere Gewinnrücklagen 11.039,60 11.039,60
IV. Gewinnvortrag 1.573.153,18 203.421,93
V. Jahresüberschuss 914.640,44 1.369.731,25
  4.375.909,62 3.461.269,18
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 611.829,00 552.572,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 265.445,10
3. Sonstige Rückstellungen 1.688.604,42 1.347.700,30
  2.300.433,42 2.165.717,40
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.028.360,84 2.962.517,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 77.999,53 373.944,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 152.234,23 209.573,36
  2.258.594,60 3.546.035,61
  8.934.937,64 9.173.022,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

H&S Container Line GmbH, Duisburg

2015
2014
1. Rohergebnis 6.231.743,04 7.061.925,27
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.446.470,11 2.336.365,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 600.452,70 696.361,24
  3.046.922,81 3.032.726,78
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.086,08 86.391,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.054.538,61 1.935.693,83
5. Erträge aus Beteiligungen 100.000,00 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.987,60 25.096,78
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.525,00 21.605,00
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.157.658,14 2.010.605,17
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 222.836,60 597.766,06
10. Sonstige Steuern 20.181,10 43.107,86
11. Jahresüberschuss 914.640,44 1.369.731,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

H&S Container Line GmbH, Duisburg

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Abschluss des Geschäftsjahres

Die H&S Container Line GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276, 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert zwischen € 150 und € 1.000 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Ansätze werden gewählt, wenn besondere Umstände vorliegen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigen Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos erfolgt durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,75 % p.a. unterstellt. Bei dem zugrunde gelegten Zinssatz wurden von dem Wahlrecht des am 17. März 2016 in Kraft getretenen "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" Gebrauch gemacht. Demnach kann schon auf Geschäftsjahre mit Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 von der Verlängerung des Zeitraums zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtung von sieben auf zehn Jahre Gebrauch gemacht werden. Der sich dabei ergebene Zinssatz beträgt 4,30 %. Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts ergibt sich am 31. Dezember 2015 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 50.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 1. Januar 2010 wird in einer Erläuterung im Anhang separat ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 33,500 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 17,675 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 505,00 %.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Personal-, insbesondere den Pensionsrückstellungen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen eine 50-prozentige Beteiligung an ETK Euro Terminal Kehl GmbH, Kehl (ETK) sowie die 100-prozentige Beteiligung an der H&S Container Line B.V., Niederlande (H&S CL B.V.).

Das Eigenkapital der ETK beträgt zum 31. Dezember 2015 T€ 1.168; das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 beläuft sich auf T€ 310.

Das Eigenkapital der H&S CL B.V. beträgt zum 31. Dezember 2015 T€ 68; das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 beläuft sich auf T€ 15.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ein gewährtes Darlehen in Höhe von T€ 800 an die Schwestergesellschaft Haeger & Schmidt International GmbH, Duisburg. Die Forderungen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen (T€ 612) bestehen gegenüber Mitarbeitern, die im Zuge der Abspaltung von der Haeger & Schmidt International GmbH, Duisburg, auf unsere Gesellschaft übergegangen sind, sowie für die Mitarbeiter in den französischen Niederlassungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 1.275 (Vorjahr T€ 896), Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 86) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr T€ 19).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Berichtsjahr ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 78; Vorjahr T€ 374) zusammen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 112) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 2 (Vorjahr T€ 1).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und sind unbesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 352; Vorjahr T€ 384).

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 41 (Vorjahr T€ 183).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. Es sind Kursverluste von T€ 1 (Vorjahr T€ 1) enthalten.

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten T€ 23 (Vorjahr T€ 22) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren im Vorjahr Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von T€ 57 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein latenter Steuerertrag von T€ 13 enthalten (Vorjahr T€ 39).

V. Ergänzende Angaben

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführer während des Geschäftsjahres waren

Heiko Brückner (Vorsitzender, CEO), Rheurdt

Per Nyström (CFO), Mülheim

Peter Stöttinger (Ing. Mag.), Wels (Österreich)

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Angaben über den Beschäftigungsstand

Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich beschäftigt :

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir eine Bürgschaft für Moselabgaben gegenüber der VNF in Höhe von T€ 74 übernommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Charterverträge für Schiffe sowie Miet-, Pacht- und Leasingverträge für das Gebäude in Duisburg und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

In Höhe der aktiven latenten Steuern und des Unterschiedsbetrages bei der Berechnung der Pensionsrückstellung besteht eine Ausschüttungssperre.

Konzernzugehörigkeit

Die H&S Container Line GmbH wird in den Konzernabschluss der Felbermayr Holding GmbH, Wels (Österreich), einbezogen.

Darunter werden keine weiteren Konzernabschlüsse aufgestellt, in welche unsere Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Felbermayr Holding GmbH wird im Firmenbuchgericht Wels (Österreich) offengelegt.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Duisburg, den 31. März 2016

H&S Container Line GmbH

Die Geschäftsführung

Anlagenspiegel 2015

H&S Container Line GmbH, Duisburg

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2015
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 363.592,52 0,00 0,00 363.592,52
II. Sachanlagen        
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 325.759,00 6.890,59 0,00 332.649,59
III. Finanzanlagen        
- Beteiligungen 25.000,00 53.808,52 0,00 78.808,52
  714.351,52 60.699,11 0,00 775.050,63
Abschreibungen
1.1.2015
Zuführungen
Auflösungen
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.568,06 24.555,89 0,00 239.123,95
II. Sachanlagen        
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.114,48 31.530,19 0,00 253.644,67
III. Finanzanlagen        
- Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  436.682,54 56.086,08 0,00 492.768,62
Buchwerte
31.12.2015
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.468,57 149.024,46
II. Sachanlagen    
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.004,92 103.644,52
III. Finanzanlagen    
- Beteiligungen 78.808,52 25.000,00
  282.282,01 277.668,98

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

H&S Container Line GmbH, Duisburg

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der H&S Container Line GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 31. März 2016

Baker Tilly Roelfs AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
H&S Container Line GmbH, Duisburg

Rüdiger Reinke, Wirtschaftsprüfer

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2015

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