OBERMEYER Digital Solution GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christopher Knabe seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Ioannis Kiru seit 22.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
OG-Privatstiftung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obermeyer Middle East GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Obermeyer Middle East GmbH hat Ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 114897 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Wir haben den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB haben wir in der Gewinn- und Verlustrechnung die Gesamtleistung als Zwischensumme unter den Bestandsveränderungen ergänzt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden gemäß § 246 Abs. 1 S. 4 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt und gemäß § 253 Abs. 3 S. 1, 2 HGB auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Die Abschreibung erfolgt linear. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden Nutzungsdauern ermittelt:
Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 werden voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zugang und als Abgang verzeichnet. Unfertige Leistungen werden mit bis zum Abschlussstichtag angefallenen Material- und Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeinen Verwaltungskosten und dem durch die Fertigung angefallenen Werteverzehr des Anlagevermögens aktiviert. Sie entsprechen den aktivierungspflichtigen und -fähigen Kostenbestandteilen gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Es finden die Grundsätze der verlustfreien Bewertung in der Form Anwendung, dass bei Anwendung des strengen Niederstwertprinzips der hiernach ermittelte niedrigere Wert anzusetzen ist. Der Wertaufholungsgrundsatz wird beachtet. Etwaige angefallene Zinsen für Fremdkapital zur Finanzierung der Herstellung werden nicht aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen (Einzelwertberichtigungen); uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag erfasst, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). IV. Angaben zur Bilanz Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Software sowie derivativ erworbene Geschäftswerte für die Niederlassungen Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, ausgewiesen. Das Anlagevermögen wird in nachstehendem Anlagenspiegel dargestellt: Anlagespiegel zum 31.12.2022der Obermeyer Middle East GmbHMünchen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 37 (Vj. TEUR 10) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.047 (VJ TEUR 385) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Fälligkeit von größer ein Jahr bestehen in Höhe von TEUR 1.072 (Vj. TEUR 430). Weitere Forderungen mit einer Fälligkeit von über einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag im Handelsregister. Sonstige Rückstellungen Unter dem Posten sonstige Rückstellungen sind ausgewiesen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.926 (VJ TEUR 2.999) enthalten. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 4.675 TEUR mit Fälligkeit über fünf Jahren sind Darlehensverbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 870 (VJ TEUR 1.270) enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Bürgschaften zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.770 (VJ TEUR 3.928). Hierbei handelt es sich um Vertragserfüllungsbürgschaften. Mit einer Inanspruchnahme ist bei normalem Vertragsverlauf nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Mit Datum vom 30.07.2019 hat die Gesellschaft mit der Schwestergesellschaft Obermeyer Planen + Beraten GmbH, München (OPB), eine Vereinbarung getroffen, in der unter anderem der Rangrücktritt der Ansprüche der OPB hinter der Befriedigung der Ansprüche sämtlicher anderer Gläubiger tritt. Die Vereinbarung wurde von den Rechtsnachfolgern der OPB nicht gekündigt, so dass unverändert von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann. Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht. V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Umsätze stammen im Wesentlichen aus Architektur- und Ingenieurleistungen im Planungsbereich und werden fast ausschließlich für Projekte in der Golfregion ausgeführt. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 11 TEUR (VJ TEUR 20) enthalten, die aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen resultieren. Währungsumrechnungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.670 (VJ TEUR 1.012), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.736 (VJ TEUR 952) enthalten. VI. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr 2022 durchschnittlich 122 Mitarbeiter (VJ 114 Mitarbeiter). Geschäftsführung Herr Dr. Ioannis Kiru (Ingenieur) seit 22.01.2018
Bezüglich § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mutterunternehmen Die Obermeyer Middle East GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Obermeyer Holding GmbH mit Sitz in Krailling. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.393 (VJ Jahresüberschuss TEUR 1.181) auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Seit dem 31.12.2022 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss haben.
München, den 25. März 2024 Obermeyer Middle East GmbH Die Geschäftsführung Dr. Ioannis Kiru, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodel des Unternehmens 1958 in München gegründet, gehört die heutige Unternehmensgruppe OBERMEYER zu den größten unabhängigen Planungsgesellschaften in Deutschland. Mit deutschlandweit über 900 und insgesamt mehr als 1.200 Mitarbeiter:innen ist OBERMEYER ein weltweit tätiger Konzern, der qualifizierte Fachplanung und integrierte Gesamtplanung mit fachübergreifendem Know-how bietet. In den Geschäftsfeldern Gebäude und Infrastruktur werden Planungs- und Beratungsleistungen in nahezu allen Fachbereichen des Bauwesens erbracht. Die Projektsteuerung sowie die Objektüberwachung und -betreuung runden das Leistungsspektrum ab. Mit Sachverstand und Weitblick geben wir Antworten und schaffen Lösungen für die Herausforderungen unserer sich wandelnden Gesellschaft, welche durch Digitalisierung, Urbanisierung und demographischen Wandel geprägt ist. Wir entwickeln Lösungen für den strategischen gesellschaftlichen Bedarf an Konnektivität, Mobilität, Sicherheit, Pflege und Gesundheit unter Einhaltung hoher Ansprüche an Ökologie und Nachhaltigkeit. Zu dem Mitarbeiterstamm gehören Experten aus den Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Verkehrsplanung, Tragwerksplanung, Versorgungstechnik, Elektro- und Informationstechnik, aus der Vermessung, den Naturwissenschaften, der EDV sowie der Betriebswirtschaft. Eine gruppenweite Qualitätssicherung, die Entwicklung zukunftsorientierter und individueller Lösungen sowie die Berücksichtigung nachhaltiger, ressourcenschonender und ökonomischer Grundsätze sind unsere Leitlinien für die kommenden Jahre. Seit 1997 ist das OBERMEYER-Qualitätsmanagement nach ISO 9001 zertifiziert, seit 2016 auch nach ISO 5001. Unter Beachtung humaner Maßstäbe und dem Verständnis für fremde Kulturen, ohne den Blick auf die wirtschaftliche und rechtliche Tragfähigkeit der Aufgabenstellungen zu verlieren, wollen wir planen und die Errichtung von Gebäuden und Anlagen weltweit ermöglichen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem Wachstum von 6,1 % in 2021, ist im dritten Corona-Jahr 2022 die Weltwirtschaft nur um 3,2 % gewachsen. Globaler Wachstumstreiber in 2022 war, nicht wie im Jahr zuvor China mit einer Steigerung von 8,6 %, sondern Indien mit 6,5 %. Die Prognosen für 2023 sehen nur noch ein weltweites Wachstum in Höhe von 2,2 %. Im Euroraum lag das Wachstum im Jahr 2021 noch bei guten 5,3 %, in 2022 wurden hier nur noch 3,5 % erreicht. Die Prognose für 2023 liegt bei einer Steigerung von 0,7 % zum Vorjahr. Die Länder des Gulf Cooperation Council gehören seit Jahren mit ihren stabilen Wachstumsraten und ihrem enorm hohen internationalen Anlagevermögen zu den wohlhabendsten Staaten und finanzkräftigsten Investoren weltweit. Im Mittleren Osten hat die Corona-Pandemie in 2022 keinen wesentlichen negativen Effekt mehr auf die wirtschaftliche Entwicklung gehabt. Für die Vereinigten Arabischen Emirate lag der das Bruttoinlandsproduktes 2022 bei 7,9 % (2021: 4,4 %). Die Inflationsrate lag 2022 bei 4,8 % (Vorjahr: -0,1 %). In 2023 wird mit einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes auf 3,4 % gerechnet (Quelle: GTAI - Germany Trage & Invest). 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 der Obermeyer Middle East GmbH kann als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. Der Jahresfehlbetrag beträgt im Berichtsjahr 1,39 MEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 1,18 MEUR), die Vorjahresprognose konnte damit nicht erreicht werden. Aufgrund des hohen Jahresfehlbetrages beträgt die bilanzielle Überschuldung zum Jahresende 9.952 TEUR. Im Berichtsjahr ist es gelungen die Gesamtleistung deutlich auf 15.390 TEUR zu erhöhen (Vorjahr: 14.314 TEUR). Auch im Jahr 2022 ist das im Jahr 2020 akquirierte Projekt über die Projektsteuerung des neuen Flughafens in Kuwait weiterhin ein entscheidendes Projekt für die OBEMREYER Middle East. Obermeyer wird bis 2024 zuständig für das komplette Leistungspaket als PMC (Project Management Consultant) für das gesamte Flughafen Areal sein. Der neue Flughafen soll ein Meilenstein für Kuwait werden und stellt aktuell das wichtigste Projekt im Land dar. Die OME konzentrierte sich auf verschiedene Projektansätze u.a. in der Projektentwicklung im Bereich Gebäudeplanung, im Gesundheitswesen, in der Luftfahrt und in der Industrie. Bedeutende Projekte waren hier:
Aufgrund der Projekte kann OME die Zukunft trotz der allgemein schwierigen Lage in Middle East zuversichtlich betrachten. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von 1.393 TEUR (Vorjahr: +1.180 TEUR) erwirtschaftet. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 11.301 TEUR (Vorjahr: 11.610 TEUR) erzielt. Unter Einbeziehung der Bestandsveränderung beläuft sich die Gesamtleistung auf 15.390 TEUR und damit deutlich über dem Vorjahr (Vorjahr: 14.314 TEUR). Der Aufwand für Subunternehmer ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beläuft sich auf 4.278 TEUR (Vorjahr: 3.021 TEUR), der Anteil von verbundenen Unternehmen an diesem Aufwand betrug im Geschäftsjahr 37 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR). Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr auf 10.029 TEUR gestiegen (Vorjahr: 8.070 TEUR). Die Abschreibungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 69 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR) unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.499 TEUR (Vorjahr 2.732 TEUR). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus nicht realisierten Währungskursdifferenzen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 649 TEUR auf 1.681 TEUR (Vorjahr: 1.032 TEUR) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Ertrag aus Wechselkursveränderungen. Die Ertragslage ist durch Wechselkursschwankungen beeinflusst, da Honorare überwiegend in Fremdwährungen vereinbart werden. Eine aktive Kurssicherung wird aufgrund von Ungewissheiten in den Zahlungsströmen und damit verbundener Aufwendungen nicht vorgenommen. Im Berichtsjahr betrug der negative Ergebnisbeitrag der Währungsumrechnungen saldiert 67 TEUR (Vorjahr: positiver Ergebnisbeitrag saldiert: 60 TEUR). 2.3.2. Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital der Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag vollständig aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag beträgt zum Stichtag 9.952 TEUR. Das Fremdkapital beträgt 42.487 TEUR und ist in Höhe von 33.172 TEUR als kurzfristig zu klassifizieren. Bankverbindlichkeiten bestehen nicht, die laufende Finanzierung erfolgt regelmäßig über leistungsbezogene Anzahlungen und über gruppeninterne Darlehen. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 wurden in Höhe von 14 TEUR im Wesentlichen in Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistet. Dem standen Abschreibungen von rund 69 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR) gegenüber. Liquidität Unter Einbeziehung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten belief sich die Liquidität zum Stichtag auf 3.325 TEUR (Vorjahr: 2.468 TEUR). Das operative Geschäft wird überwiegend über Anzahlungen und über Gruppendarlehen finanziert. Kreditverbindlichkeiten wurden - wie in den vergangenen Jahren - nicht aufgenommen. Die vereinfachte Cash-Flow Rechnung für 2022 stellt sich wie folgt dar:
Die Liquidität des Unternehmens war nur durch Stundungen von Konzernforderungen sowie durch Darlehensgewährung von Konzerngesellschaften gewährleistet. Die Liquiditätssituation hat sich im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert; ein weiterer positiver Faktor war hier das Großprojekt in Kuwait. 2.3.3. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beträgt 67 TEUR (Vorjahr 121 TEUR). Die unfertigen Leistungen sind mit 23.461 TEUR deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 19.372 TEUR). Die zur Finanzierung der Vorräte notwendigen erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich ebenfalls auf TEUR 22.990 (Vorjahr: 18.990 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.193 TEUR auf 3.042 TEUR (Vorjahr 4.235 TEUR) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 238 TEUR auf 2.006 TEUR (Vorjahr 1.768 TEUR). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 37 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 13.810 TEUR und liegen somit um 441 TEUR höher als im Vorjahr (Vorjahr 13.369 TEUR). Forderungen im Beteiligungsbereich (i.W. ARGEN) betragen 1.047 TEUR (Vorjahr: 385 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen erhöhen sich auf 2.049 TEUR (Vorjahr: 1.675 TEUR). In 2022 wurden Steuerrückstellung in Höhe von 466 TEUR gebildet (Vorjahr 21 TEUR). 2.3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden finanzielle Kenngrößen wie Auftragseingang und Rechnungsstellung, Auftragsbestand, Liquidität und Deckungsbeitrag pro Projekt herangezogen. Der Auftragseingang für 2022 lag bei 14,6 Mio. EUR und lag damit etwas besser als das Vorjahresniveau (Vorjahr: bei 13,6 Mio. EUR). Einschließlich der Bestandsprojekte aus den Vorjahren beträgt der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 43,5 Mio. EUR (Vorjahr: 48,2 Mio. EUR). Er liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres aber immer noch auf einem, für die Gesellschaft, hohen Niveau. Die Rechnungsstellung lag im Berichtsjahr mit 11,3 Mio. EUR (Vorjahr 11,6 Mio. Euro). 2.3.5. Gesamtaussage zur Lage Unsere wirtschaftliche Lage hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. 3. Bericht über Zweigniederlassungen Neben unserem Geschäftssitz in München betreiben wir eine Niederlassung in Abu Dhabi (VAE). Über diese Niederlassung werden das operative Geschäft und die örtliche Verwaltung der Gesellschaft abgewickelt. Zur Abwicklung eines Großprojektes, bestehen außerdem noch weitere Büroräume in Kuwait. 4. Prognosebericht Auch in 2023 bleibt das Marktumfeld in der Golf Region insbesondere für Planungsprojekte für die Obermeyer Middle East GmbH herausfordernd. Aufgrund der Energiekrise und des steigenden Ölpreises erwarten wir eine Konsolidierung und leichten Anstieg der Geschäftsmöglichkeiten in der Region. Wir sehen dies auch durch eine Zunahme von Angebotsanfragen. Begleitend wird auch in den folgenden Jahren das ambitionierte Kostensenkungsprogramm fortgesetzt, um die Gemeinkosten weiter zu senken und die Auslastung der Mitarbeiter zu erhöhen. Durch die Finanzierung der Obermeyer Gruppe, sowie einer Unterstützungserklärung der OBERMEYER Gebäudeplanung GmbH & Co. KG / Obermeyer Infrastruktur GmbH & Co. KG / OBERMEYER International GmbH, jeweils München, sieht die Geschäftsführung die Liquidität der Gesellschaft zum Stichtag, sowie in den kommenden 24 Monaten als gesichert an. Die Planungen für das Geschäftsjahr 2023 sehen eine gleichbleibende Gesamtleistung vor. 5. Risiko- und Chancenbericht 5.1. Risiken Zum Abschlussstichtag liegen bestandsgefährdende Risiken im nicht unerheblichen Ausmaß vor. Die Gesellschaft ist zum Stichtag bilanziell überschuldet. Jedoch kam eine durch die Gesellschaft durchgeführte Fortführungsprognose zu dem Ergebnis, dass die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist. Die Fortführungsprognose basiert naturgemäß auf Annahmen für die Zukunft. Sollten die nach bestem Wissen getätigten Annahmen fundamental von der zukünftigen Entwicklung abweichen, kann die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft als bestandsgefährdendes Risiko eintreten. Unser Projektgeschäft beinhaltet ein hohes Maß an Unsicherheit und Risiko über alle Projektphasen hinweg. Dies erfordert eine systematische Kontrolle durch alle Projektbeteiligten; die frühzeitige Risikoerkennung ist somit ausschlaggebend für den Projekterfolg. Darüber hinaus unterliegt unser Geschäft Marktrisiken, welchen wir nur bedingt entgegenwirken können. Dank der Erfahrungen der letzten Jahre und versierter Partner vor Ort, wird es uns gelingen, Risiken zu minimieren, mit denen vor allem im Auslandsgeschäft immer gerechnet werden muss. In den VAE sind hier insbesondere Unsicherheiten und Risiken in Zusammenhang mit möglichen Schwankungen des Ölpreises. Darüber hinaus bestehen Risiken, die sich aus der insgesamt unstabilen geopolitischen Lage der Region ergeben. Die Gesellschaft ist zurzeit jedoch nur in Projekten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Emirat Dubai und in Kuwait tätig, in diesen Ländern kann die politische Lage in der Vergangenheit durchaus als stabil bezeichnet werden. Auch schätzt die Geschäftsführung das Risiko der Ausbreitung des Konfliktes im Gaza-Streifen auf den gesamten arabischen Raum als möglich, aber unwahrscheinlich ein. Als ein weiteres Marktrisiko kann die bürokratische Abwicklung, insbesondere die Freigabe und Zahlung, unserer Ausgangsrechnungen bei unseren Kunden in der Region angesehen werden. In der Vergangenheit konnte dieses Risiko jedoch erfolgreich durch eine enge Abstimmung mit dem Kunden verringert werden. Ferner besteht ein Klumpenrisiko bei großvolumigen Projekten. Hier ist die Personal- und Kapitalbindung enorm hoch, so dass Leistungsstörungen empfindliche Auswirkungen auf Finanz- und Ertragslage haben können. Der Kapitalbindung wirken wir mittels Vereinbarung von fristgebundenen Anzahlungsketten entgegen. Die Personalintensität steuern wir durch Entsendungsaufträge. Bei vorgenannten Projekten arbeiten wir mit einem fokussierten internen Vertrags- und Projektcontrolling und einem strategischen internen Projektmanagement. Das installierte Berichtswesen, welches laufend verbessert wird, stellt im Wesentlichen sicher, dass sämtliche Entscheidungsträger über die laufende und künftige Geschäftsentwicklung informiert sind. Die Projektberichterstattung ermöglicht den Projektverantwortlichen neben der Information über die technische und terminliche Abwicklung die laufende Verfolgung des Planungsstandes und schärft den Blick auf die kaufmännischen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Ergebnisse der Projekte. Insbesondere muss inzwischen der Liquiditätsentwicklung in den einzelnen Projekten hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden und darauf aufbauend der Liquiditätsentwicklung und -steuerung im ganzen Unternehmen, was bei der Vielzahl der laufenden sowie zu- und abgehenden Projekte eine große Herausforderung darstellt. Die Übernahme von Risiken, wie überhöhte Vertragsstrafen oder Bürgschaften in unangemessenen Höhen und Laufzeiten werden durch interne Kontrollen ausgeschlossen bzw. sind diese unter einen Zustimmungsvorbehalt der Geschäftsführung gestellt. Gleiches gilt für übermäßige Vorfinanzierungen durch für uns nachteilige Zwischenzahlungsfristen. Solche Projekte werden nicht mehr angenommen. Gegen bestehende Haftungsrisiken in der Bauplanung und -überwachung sind wir ausreichend versichert. Insbesondere wegen der Spezifika in Verbindung mit dem für unser Leistungsangebot geltenden Werkvertragsrecht streben wir mehr und mehr den Abschluss separater Projektversicherungen an. 5.2. Risikomanagementsystem Wie schon beschrieben hat das Unternehmen nach wie vor einen konservativen, risikominimierenden Managementansatz, dem gerade in Hinblick auf die Finanzen ein sehr hoher Stellenwert beigemessen wird. Die Vermeidung finanzieller Risiken ist oberstes Gebot der Unternehmensführung. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Der Konzern verfügt über einen breitgefächerten Kundenstamm. Es ist weiterhin gelungen, langjährige Kundenbeziehungen mit privaten und öffentlichen Auftraggebern aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen, erfolgreich fortzusetzen. Große Infrastrukturprojekte bedingen eine über viele Jahre stabile und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bestandskunden. Neue Auftraggeber wurden und werden mit Bedacht gewählt. So stellt die Gesellschaft sicher, dass sich die Forderungsausfälle weiterhin in im branchenüblichen und verkraftbaren Rahmen bewegen. Erkennbare Ausfall- und Bonitätsrisiken werden wertberichtigt. Dem wird durch ein aktives und belastbares Debitorenmanagement entgegengewirkt. Fremdwährungsrisiken (gegenläufiger Effekte) und Preisänderungsrisiken (Vertragsgestaltung) sind für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung und müssen nicht als signifikantes Risiko betrachtet werden. 5.3. Chancenbericht Wir werden weiterhin den Gesamtplanungsansatz der OBERMEYER Gruppe verfolgen, ermöglicht er uns doch umfangreiche Aufgabenstellungen weitestgehend über alle Leistungsphasen hinweg wahrzunehmen - genau das, was in allen unseren Märkten zunehmend von Planern erwartet wird. Die gesamte Marktentwicklung geht in genau diese Richtung und wird uns aufgrund unseres breiten Angebots an Spezial Know-how in die Karten spielen. Insbesondere in dem in den Vorjahren akquirierten Projekt in Kuwait sieht die Geschäftsführung weiter gute Chancen die Ertrags- und Liquiditätslage weiter zu stabilisieren. Insgesamt sind in den VAE und in der gesamten GCC von den einzelnen Ländern umfangreiche staatliche Investitionen in Zukunftsprojekte und die Infrastruktur geplant. Unsere Etablierung und Sichtbarkeit auf dem arabischen Markt werden vorangetrieben. Aufgrund des Marktvolumens in GCC und VAE sehen wir gute Chancen, weiter organisch im Markt zu wachsen und unsere Marktpräsenz kontinuierlichen auszubauen, sowie unseren Markennamen Obermeyer Middle East weiter am Markt zu etablieren. 5.4. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage Wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung insbesondere in der die Fokussierung auf wenige Großprojekte und somit im Aufbau von Klumpenrisiken und Abhängigkeiten. Diese Abhängigkeit hat die Gesellschaft in den Vorjahren in eine bestandsgefährdende Situation gebracht aus der die Gesellschaft noch nicht herausgekommen ist. Daher wird der Fokus in Zukunft auf eine Ausweitung des Projektportfolios und auf die Reduzierung der Kostenbasis gelegt, um die Auswirkungen in Zukunft abzumildern. Große Wettbewerbsvorteile sehen wir weiterhin in unserem Gesamtplanungsansatz in Verbindung mit den vorhandenen Personalressourcen sowie der Möglichkeit, auf Ressourcen der OBERMEYER Gruppe zurückgreifen zu können.
München, den 25. März 2024 Obermeyer Middle East GmbH Dr. Ing. Ioannis Kiru, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Obermeyer Middle East GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Obermeyer Middle East GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Obermeyer Middle East GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Anhang sowie die Angaben im Rahmen der Risikoberichterstattung des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter auf die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag hinweisen. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft maßgeblich von der Aufrechterhaltung der Finanzierung der Obermeyer-Gruppe sowie der Unterstützungszusage der Schwestergesellschaften OBERMEYER Gebäudemanagement GmbH, OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. KG und OBERMEYER International GmbH bei gleichzeitiger Beibehaltung der Rangrücktrittserklärung hinsichtlich bestehender und künftiger Forderungen abhängt. Diese Ausführungen deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 II 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 5. Juni 2024 SW
Wirtschaftstreuhand GmbH
Reik Schwarzbach, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 05. Juni 2024 |
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