STAR Group Germany GmbH

Am Lichtbogen 29, 45141 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 32415
Vorher
STAR Oil Gas Power Nord GmbH
Eingetragen
28.10.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die Beratung und Projektunterstützung im weitesten Sinne auf den Gebieten Konstruktion, Entwicklung und Unterstützung von Prozessen bei allen mit Öl, Gas, Strom und sonstigen Energiefragen betroffenen Unternehmen, die Überlassung von Arbeitnehmern zu diesem Zwecke und die Erbringung von Personaldienstleistungen sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Bakker
seit 25.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
The Specialist Group International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
STAR Group Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STAR Group Germany GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

STAR Group Germany GmbH ist ein Workforce Solution Provider für die Prozess- und Versorgungsindustrie. Mit Niederlassungen in Essen und Mannheim ist STAR Group Germany GmbH in Deutschland ein führender spezialisierter Anbieter in den Bereichen Construction, Engineering, Project Management, Safety & Environmental sowie Marine & Offshore.

Als Workforce Solution Provider - ergänzt um eine starke Projektexpertise - bietet die STAR Group Germany GmbH den Kunden ein differenziertes Portfolio für höchste Ansprüche.

Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen insbesondere:

Contracting (Freelancer & Subcontractor): Rekrutierung und Betreuung freiberuflicher Experten auf Zeit sowie Übernahme von Projekten, die durch Subunternehmer erfüllt werden;

Services (Services- und Consulting-Geschäft): Verantwortliche Konzeption, Sourcing, Umsetzung und Betreuung von Projekten und Services;

Temp (Arbeitnehmerüberlassung): Überlassung von festangestellten Professionals, Experten und Führungskräften im Wege der Arbeitnehmerüberlassung.

1.2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2021. Gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug der Anstieg im Jahr 2021 6,0%. Die Entwicklung liegt damit um 9,3 Prozentpunkte über der Entwicklung von 2020. Grund hierfür war die Erholung von der weltweit grassierende Corona-Pandemie.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde durch die Abschwächung der Covid-19-Pandemie positiv beeinflusst und verzeichnete im Jahr 2021 eine Wachstumsrate von 2,7%. Das ist ein Anstieg von 7,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Rückgang von 4,9 % im letzten Jahr. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verringert sich die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2021 um schätzungsweise 300.000 Personen auf 41,4 Millionen Erwerbspersonen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei knapp über 3,0 %.

1.3. Geschäftsverlauf

Aufgrund der günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die STAR Group Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Lage, ihre wirtschaftliche Lage weiter zu konsolidieren und das in der Unternehmensplanung für 2021 angestrebte Ergebnisziel zu erreichen.

Dies ist auf die Vorteile des Restrukturierungsprogramms zurückzuführen, mit dem seit dem Jahr 2019 die Kosten deutlich gesenkt wurden. In den Vorjahren lag der Schwerpunkt auf der Steigerung des Umsatzes, doch mit dem zurzeit in der Umsetzung befindlichen Plan ist der erste Schritt für die STAR Group Germany GmbH die Rückkehr zur Profitabilität, bevor ein Wachstum eingeleitet wird. Teil der Restrukturierung ist die Verlegung des Hauptsitzes nach Essen und die Schließung des Hamburger Büros, die im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen werden konnten. Im Jahr 2021 konnte die STAR Group Germany GmbH - bei weiterhin moderaten Kostensteigerungen - die Umsätze um TEUR 4.666 (+54,9%) steigern und ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 266 erzielen.

1.4. Einkauf und Beschaffung

Die bereits im Geschäftsjahr 2020 eingeleitete Verlagerung des Schwerpunktes wurde im Jahr 2021 mit einer weiteren Fokussierung des Sourcings (Beschaffung von qualifiziertem Personal bzw. entsprechender Dienstleistungen) in anderen Regionen fortgeführt. Die Aktivitäten fanden unter anderem in den Niederlanden und mit Unterstützung der dort ansässigen Unternehmen der STAR Group statt. Obwohl die Arbeitslosigkeit auf einem Rekordtief ist und qualifizierte Fachkräfte immer schwieriger zu finden sind, ist der Markt für projektbezogene Fachkräfte noch immer nicht vollständig optimiert und es gibt für STAR Group Germany GmbH immer noch viele Möglichkeiten, Zugang zu diesen Arbeitskräften zu erhalten und in den nächsten Jahren zu wachsen.

1.5. Personal

Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 43 Mitarbeiter, darunter 8 kaufmännische und 35 technische Angestellte. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten damit um insgesamt 10 Personen. Gesundheits- und Arbeitsschutz sind organisatorisch fest in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Vorgesetzte und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und geprüft.

1.6. Qualitätsmanagement und Umweltschutz

Alle gesetzlichen Vorgaben zum Umweltschutz werden eingehalten.

1.7. Forschung und Entwicklung

Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die Gesellschaft keine Forschung und Entwicklung.

2. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2021 wies die Gesellschaft die folgende Vermögensstruktur auf:

31.12.2021 31.12.2020 Veränd.
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 210 3,7 -210
Sachanlagen 10 0,2 57 1,0 -47
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.393 89,0 3.672 64,4 1.721
Übrige Aktiva 655 10,8 1.764 30,9 -1.109
Gesamtvermögen 6.058 100,0 5.703 100,0 355

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Bewertungs- bzw. Abschreibungsvorschriften zutreffend dargestellt.

Im Zuge der Restrukturierung des Unternehmens erfolgte im Berichtsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung eines im Jahr 2018 aktivierten Firmenwerts, die das Jahresergebnis mit TEUR 193 belastete.

Für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft spielt das Sachanlagevermögen insgesamt nur eine sehr untergeordnete Rolle, daher waren im Geschäftsjahr 2021 mit TEUR 6 auch nur Investitionen in geringer Höhe zu verzeichnen. Für das Jahr 2022 rechnen wir ebenfalls mit nur geringen Investitionen, die dann aus dem laufenden Cashflow finanziert werden sollen.

3. Finanzlage

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der Liquiditätsbedarf konnte während des Geschäftsjahres 2021 durch Eigenmittel sowie durch kurzfristig zur Verfügung stehende Fremdmittel - insbesondere aus dem Verbundbereich bzw. von der Muttergesellschaft - stets gedeckt werden.

Die Gesellschaft wies danach zum Bilanzstichtag folgende Kapitalstruktur auf:

31.12.2021 31.12.2020 Veränd.
TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital -433 -7,1 -60 -1,1 -373
Rückstellungen 357 5,9 74 1,3 283
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 4.943 81,6 5.130 90,0 -187
Übrige Passiva 1.191 19,6 559 9,8 632
Gesamtkapital 6.058 100,0 5.703 100,0 355

Durch die Verluste der Vorjahre ist das Kapital der Gesellschaft nach wie vor vollständig aufgezehrt. Die Eigenkapitalquote beträgt -7,1%, unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten im Verbundbereich von TEUR 4.943 beträgt die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals 74,5%.

4. Ertragslage

Die Ergebnisstruktur der Gesellschaft stellte sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

2021 Vorjahr 2020 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR
Rohergebnis 5.160 100,0 3.544 100,0 1.616
Personalaufwand -3.573 -69,2 -2.639 -74,4 -934
Übrige betriebliche Aufwendungen -1.214 -23,5 -792 -22,3 -422
Zinssaldo -107 -2,1 -101 -2,8 -6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -639 -12,4 0 0,0 -639
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -373 -7,2 12 0,3 -385

Einem Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 4.666 (+54,9%) stand eine Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen um TEUR 3.045 (+61,0%) gegenüber, so dass sich das Rohergebnis um TEUR 1.616 (+45,6%) verbesserte. Die Personalkosten erhöhten sich um TEUR 934 (+35,4%) und die Übrigen betrieblichen Aufwendungen (einschließlich der außerplanmäßigen Abschreibungen von TEUR 193) stiegen um TEUR 422 (+53,3%).

Insgesamt konnte für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 266 (Vorjahr 2020: TEUR 12) erzielt werden. Aufgrund einer erforderlichen Anpassung der konzerninternen Verrechnungspreise seitens der Konzernmuttergesellschaft ergaben sich Steuerbelastungen von TEUR 639 (davon TEUR 406 für Vorjahre), so dass die Gesellschaft insgesamt einen Jahresfehlbetrag von TEUR -373 ausweist.

5. Prognosebericht

Die Covid-Pandemie wird sich auch 2022 noch auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken, allerdings in wesentlich geringerem Maße als in den beiden Vorjahren. Daher geht das Unternehmen davon aus, dass sie im Jahr 2022 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens mehr haben wird. Der Schwerpunkt für 2022 wird auf dem weiteren Wachstum des Unternehmens liegen. Mit einigen neuen Kundenverträgen wird für das Jahr 2022 ein weiterer Anstieg der Einnahmen und der Rentabilität erwartet. Um diesen Erfolg zu gewährleisten, wurde ein neuer Schwerpunkt auf den Ausbau des kaufmännischen Personals gelegt, und die Zusammenarbeit mit den niederländischen und belgischen Schwesterunternehmen war bisher erfolgreich. Der Schlüssel liegt darin, das Gleichgewicht zwischen Kosten und Rentabilität aufrechtzuerhalten, um zukünftiges Wachstum zu gewährleisten, aber auch um sicherzustellen, dass dieses Wachstum zum EBITDA des Unternehmens beiträgt. Auf der Grundlage der aktuellen Planung wird für 2022 daher ein Ergebnis vor Steuern erwartet, das über dem entsprechenden Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Aufgrund der auch in 2022 wieder erforderlichen Verrechnungspreisanpassungen und den sich daraus ergebenden Steuerbelastungen rechnen wir allerdings wiederum mit einem Jahresfehlbetrag in vergleichbarer Höhe wie im Berichtsjahr.

6. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Da es sich bei unseren Dienstleistungen um ein kurzfristiges Geschäft handelt, beschränkt sich der Chancen- und Risikobericht auf das Jahr 2022. Nachfolgend sind die Hauptrisiken und die daraus resultierenden Chancen der STAR Group Germany GmbH zusammengefasst:

6.1. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Generell ist in dem Markt, in dem die Gesellschaft tätig ist, die Nachfrage nach Fachkräften viel höher als das Angebot. Das STAR-Modell ist darauf optimiert, Fachkräfte zu finden, die knapp sind, und die Nachfrage unserer Kunden zu erfüllen. Das wollen wir nutzen, um die Umsatz- und Ergebniszahlen wieder deutlich zu verbessern. Dabei setzen wir vor allem auf unsere internationale Ausrichtung und die Einbindung in die STAR-Group.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird sich nach unseren Einschätzungen nicht negativ auf die STAR Group Germany GmbH auswirken. Das Gegenteil ist der Fall, da er den Bedarf an unabhängigen Strom- und Gaslieferungen noch erhöht hat. Dies bedeutet, dass der Bedarf an technischen Fachkräften in absehbarer Zukunft noch steigen wird. Hinzu kommt die Notwendigkeit, sauberer und nachhaltiger zu produzieren, was der STAR Group Germany GmbH eine Vielzahl von Wachstumschancen eröffnet. Selbst die Möglichkeit einer globalen und lokalen Rezession als Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen hat nur begrenzte negative Auswirkungen auf die Leistung und Rentabilität der STAR Group Germany GmbH.

Da sowohl die Covid-Pandemie als auch der Ukrainekrieg aktuell noch andauern, sind Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung jedoch mit großer Vorsicht zu genießen.

Allgemeine Risiken können sich aus einer von den Erwartungen abweichenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im In- und Ausland ergeben und durch besondere politische oder wirtschaftliche Ereignisse entstehen. Ebenso könnten erneute Turbulenzen, insbesondere an den internationalen Finanzmärkten, die Realwirtschaft im Jahr 2022 und darüber hinaus und damit auch unser Geschäft belasten oder beeinträchtigen.

6.2. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Die Zeitarbeit wird auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie vor als wichtiges strategisches Instrument zur Rekrutierung genutzt. Die positive Arbeitsmarktentwicklung hat den Preisdruck im Berichtsjahr nochmals erhöht. Die STAR Group Germany GmbH ist dabei, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Dies stellt eine wichtige Entwicklungschance für die kommenden Jahre dar.

Entwicklungshemmende Risiken ergeben sich insbesondere durch den stark regulierten Markt im Bereich der Zeitarbeit. Weitere gesetzliche Einschränkungen in Deutschland und Europa könnten dazu führen, dass Kunden den Einsatz von Mitarbeitern im Rahmen der Zeitarbeit reduzieren oder generell überdenken. Diesem Risiko wollen wir u. a. mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder - wie z. B. der Personalvermittlung - begegnen.

6.3. Chancen und Risiken der Bindung der Mitarbeiter

Wir sind darauf angewiesen, Projektmitarbeiter und Subunternehmer für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden, die den Anforderungen des Kunden entsprechen. Mit zunehmendem Fachkräftemangel in bestimmten Branchen und stärkerem Wettbewerb um die Fachkräfte ist es eine immer größere Herausforderung, passende qualifizierte Projektmitarbeiter anzubieten. Die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter, die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber und der Ausbau der Dienstleistungen sind daher die Voraussetzung, um am Markt bestehen zu können.

6.4. IT-Risiken

Zur Optimierung der Prozesse sowie zur Kostensenkung wurde die IT-Struktur der STAR Group Germany GmbH - mit Ausnahme eines begrenzten Bereichs für das deutsche Backoffice, der sich auf den Kontakt mit den Mitarbeitern konzentriert - bereits im Jahr 2020 zentralisiert und nahezu vollständig bei der niederländischen Muttergesellschaft angesiedelt. Hierdurch kommen für alle Unternehmen der Gruppe jeweils einheitliche Softwareprodukte für die Buchhaltung und das Auftragsmanagement zum Einsatz. Neben den sich hieraus ergebenden positiven Synergien bestehen gleichzeitig grundsätzliche Risiken der Abhängigkeit von einem Data Center.

6.5. Gesamtrisiko

Wie auch in den Vorjahren wurden alle bei Planerstellung erkennbaren Risiken in den Planungen der STAR Group Germany GmbH für das Jahr 2022 berücksichtigt und entsprechende gegensteuernde Maßnahmen eingeleitet bzw. fortgesetzt.

Die Gesellschaft hat zur Absicherung der betrieblichen Risiken entsprechende Versicherungen abgeschlossen bzw. entsprechende Rückstellungen im Jahresabschluss gebildet. Für die verbleibenden Risiken sind keine bilanziellen Vorsorgen notwendig.

Aus heutiger Sicht sind keine speziellen entwicklungs- oder bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.

 

Essen, den 30. Juni 2022

Die Geschäftsführung

Lars Bakker

Bilanz

AKTIVA

31. Dezember 2021 Vorjahr 31. Dezember 2020
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 0,00 210.205,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.198,21 56.670,40
10.198,21 266.875,40
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.393.188,69 3.672.166,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 143.248,48 188.872,34
3. Forderungen gegen Gesellschafter 4.409,02 846.179,99
4. Sonstige Vermögensgegenstände 229.584,93 5.770.431,12 527.594,15 5.234.812,60
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 13.862,00 (31.12.2020: EUR 4.800,00)
II. Guthaben bei Kreditinstituten 277.689,47 175.804,91
6.048.120,59 5.410.617,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 25.625,42
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 433.111,90 60.380,97
6.491.430,70 5.763.499,30

PASSIVA

31. Dezember 2021 Vorjahr 31. Dezember 2020
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Bilanzverlust -3.458.111,90 -3.085.380,97
- davon vorhandener Verlustvortrag aus dem Vorjahr EUR -3.085.380,97 (31.12. 2020: EUR -3.097.044,86)
-. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -433.111,90 -60.380,97
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 233.008,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 124.323,65 357.331,65 74.482,78 74.482,78
C. VERBINDLICHKEITEN
(mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 763.236,02 480.178,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.683.070,32 3.675.829,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 259.408,22 1.453.929,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 428.384,49 79.079,39
davon
- aus Steuern EUR 405.726,00 (31.12.2020: EUR 42.010,30)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 18.817,44 (31.12.2020: EUR 35.954,02) 6.134.099,05 5,.689.016,52
6.491.430,70 5.763.499,30

GuV

2021 Vorjahr 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.157.585,83 8.491.877,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 34.949,00 13.192.534,83 39.943,00 8.531.820,64
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.032.664,53 -4.987.445,27
5.159.870,30 3.544.375,37
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.110.429,35 2.298.343,81
b) Soziale Abgaben 462.103,57 340.403,41
3.572.532,92 2.638.747,22
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 217.280,87 32.834,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 996.824,38 -4.786.638,17 754.667,55 -3.426.248,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen EUR 107.229,06 (Vorjahr 2020: EUR 101.186,49) -107.229,06 -101.186,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -638.734,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -372.730,93 16.940,11
10. Sonstige Steuern 0,00 -5.276,22
11. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -372.730,93 11.663,89
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.085.380,97 -3.097.044,86
13. Bilanzverlust -3.458.111,90 -3.085.380,97

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 32415 in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen und hat ihren Sitz in Essen.

Am 1. Dezember 2019 hatte die Gesellschaft - unter Beibehaltung des satzungsmäßigen Sitzes in Hamburg - den Ort der Geschäftsleitung zunächst nach Gelsenkirchen verlegt. Im Frühjahr 2021 erfolgte die Verlegung des Sitzes und des Ortes der Geschäftsleitung nach Essen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 des Handelsgesetzbuches auf.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Gliederung entsprechen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Als Verbundene Unternehmen werden die Alleingesellschafterin STAR Group Holding GmbH, Essen, sowie die STAR Group B.V., Moerdijk (NL) als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB (Konzernobergesellschaft) und deren in- und ausländische Tochterunternehmen behandelt. Die STAR Group Germany GmbH wird in den nach niederländischen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Muttergesellschaft veröffentlicht.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden sofort abgeschrieben.

Der aus der Verschmelzung mit einer Tochtergesellschaft im Jahr 2018 entstandene Firmenwert von TEUR 273 wurde ursprünglich handels- und steuerrechtlich gleichlautend über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte aufgrund der teilweisen Umstrukturierung des Geschäftsmodells handelsrechtlich die vollständige außerplanmäßige Abschreibung des Restbuchwertes von TEUR 210.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nennwerten bilanziert.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2021 EUR 25.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es ist durch den ausgewiesenen Bilanzverlust jedoch verbraucht.

Die Sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages ab, der zu ihrer Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit den Erfüllungsbeträgen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sowie die Zusammensetzung und Entwicklung der darauf entfallenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2021 sind dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Bei den "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den "Forderungen gegen Gesellschafter" handelt es sich ausschließlich um sonstige Forderungen.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 433 aus. Da die Gesellschaft sich ganz überwiegend durch Liquiditätshilfen von Gesellschaftern bzw. verbundenen Unternehmen finanziert und aufgrund der mittelbaren Mithaftung aller Konzerngesellschaften für die im Jahresabschluss ausgewiesenen Verbindlichkeiten geht die Geschäftsführung davon aus, dass eine Überschuldung im wirtschaftlichen Sinne nicht vorliegt.

Die Sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 124 entfallen mit TEUR 20 auf Abschlusskosten und mit TEUR 104 auf Personalrückstellungen.

Die "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 953.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von den Umsatzerlösen entfallen rund 96,1 % (Vorjahr 2020: 96,0 %) auf das Inland und rund 3,9 % (Vorjahr 2020: 4,0 %) auf das überwiegend europäische Ausland.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR 0,00 (Vorjahr 2020: EUR 1.099,93).

V. Sonstige Angaben

Die sonstigen, nicht in der Bilanz erscheinenden finanziellen Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf die üblichen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing-, Wartungs- und Versicherungsverträge).

Die Gesamtsumme dieser Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 214 verteilt sich auf die nachfolgenden Geschäftsjahre wie folgt:

bis Ende 2022 TEUR 82 (38 %)
2023 bis 2026 TEUR 132 (62 %).

Der durchschnittliche Personalbestand der Gesellschaft entwickelte sich in den Jahren 2017 bis 2021 wie folgt:

2021 2020 2019 2018 2017
Technische Angestellte 31 12 12 10 11
Kaufmännische Angestellte 8 15 35 51 51
Sonstige/Auszubildende 4 4 - - -
43 31 47 61 62

Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2021 war

 

Herr Sil Hoeve, Kaufmann, Amsterdam (Niederlande)

Mit Wirkung vom 4. Januar 2022 wurde Herr Sil Hoeve als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Zum neuen Geschäftsführer wurde Herr Lars Bakker, Kaufmann, Enschede (Niederlande), bestellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, lagen bis zur Erstellung dieses Anhangs nicht vor.

Konzernobergesellschaft

(Mutterunternehmen gem. § 290 Abs. 1 HGB): STAR Group B.V.
Plaza 2, 4782 SK Moerdijk (NL)

 

Essen, den 30. Juni 2022

Der Geschäftsführer

Lars Bakker

Zusammensetzung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 263.387,96 0,00 0,00 0,00 263.387,96
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.898,54 6.223,70 63.818,80 0,00 49.303,44
370.286,50 6.223,70 63.818,80 0,00 312.691,40
Entwicklung der Abschreibungen
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 53.182,96 210.205,00 0,00 263.387,96
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.228,14 7.075,87 18.198,78 39.105,23
103.411,10 217.280,87 18.198,78 302.493,19
Bilanzwerte
Anlagebezeichnung Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 0,00 210.205,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.198,21 56.670,40
10.198,21 266.875,40

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STAR Group Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STAR Group Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STAR Group Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir ergänzend darauf hin, dass die Gesellschaft in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" von TEUR 433 ausweist. Unter Berücksichtigung der mittelbaren Mithaftung aller Konzerngesellschaften für die im Jahresabschluss ausgewiesenen Verbindlichkeiten geht die Geschäftsführung - nach unserer Ansicht plausibel - von einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose aus.

 

Hamburg, den 28. November 2022

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Wolfgang Idel, Wirtschaftsprüfer

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