janolaw GmbH
62mTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adriano Vitor Mendes Caldas seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GUERBET SA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Guerbet GmbHSulzbach (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Guerbet GmbH, Sulzbach (Taunus) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Guerbet GmbH, Sulzbach (Taunus) bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Guerbet GmbH, Sulzbach (Taunus) für das Guerbet GmbH vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlich en unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 31. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer Hubertus Eichler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 109368 beim Amtsgericht Frankfurt am Main registriert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist gemäß § 264 Abs. 1 HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Alleinige Gesellschafterin der Guerbet GmbH ist die Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich. Zum 31. Dezember 2023 ist die Guerbet GmbH wie im Vorjahr eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Wahlrecht gemäß § 276 HGB zum Ausweis eines Rohergebnisses wird in Anspruch genommen. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden sind im Vergleich zum Vorjahr beibehalten worden. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:
Der Wertminderung bei nicht mehr oder nicht mehr voll verwendungsfähigen Anlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Der Geschäftswert resultierte aus der Übernahme des "Imaging-Geschäfts" von der Nicholas GmbH (Roche-Nicholas) im Jahr 1992. Die Abschreibung erfolgte planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Geschäftswertes über 15 Jahre. Die Finanzanlagen beinhalten Ansprüche aus nicht verpfändeten Rückdeckungslebensversicherungen, die mit dem Aktivwert angesetzt sind. Mangels Verpfändung sind die Ansprüche nicht als Deckungsvermögen zu qualifizieren und werden nicht mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden seit 2022 nach den Regelungen des IDW RH FAB 1.021 bewertet. Der Effekt aus der normalen Anpassung im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 767) wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten im Wege der Einzelfeststellung nach der FiFo-Methode bewertet. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert. 2. Passiva Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Die jährliche Anpassung bei den Gehältern beläuft sich wie im Vorjahr auf 2,3 %. Die Versorgungsordnungen der Gesellschaft sind für neu eintretende Mitarbeiter geschlossen. Im Übrigen werden je nach Alter und Geschlecht des Anwärters die Fluktuationswahrscheinlichkeiten unverändert zum Vorjahr zwischen 0,0 % und 6,0 % (bei Männern) bzw. 8,0 % (bei Frauen) zugrunde gelegt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,83 %; Vorjahr: 1,78 %) und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,76 %; Vorjahr: 1,44 %) beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 684). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden wie im Vorjahr mit 2,3 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) berücksichtigt. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt versicherungsmathematisch mittels der Projected-Unit-Credit-Methode. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,76 % (Vorjahr: 1,44 %) verwendet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sofern die Bildung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte, wurden diese abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten passiviert. 3. Gewinn- und Verlustrechnung Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Die Auswirkungen der Änderung des Rechnungszinssatzes bei den Rückstellungen für Pensionen und bei den Jubiläumsrückstellungen werden als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. 4. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Kassakurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" oder "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 28,425 % (Vorjahr: 28,425 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Die Differenz in der handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen beträgt zum Stichtag insgesamt TEUR 6.330 (Vorjahr: TEUR 6.281). Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr sind dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus einer Cash-Management-Vereinbarung in Höhe von TEUR 16.205 (Vorjahr: TEUR 12.106) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 946) und bestehen in vollem Umfang (Vorjahr: TEUR 13.052) gegen die Gesellschafterin, die Guerbet S.A. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rabatte und Kundenboni in Höhe von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 1.445), für Bonus/Provisionen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 234) sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 160). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 1.756) und bestehen in Höhe von TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 1.732) gegenüber der Gesellschafterin, der Guerbet S.A. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, aus der Vereinnahmung von verjährten Verbindlichkeiten und aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie die Erstattung von Kosten von Dritten. Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 5). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Arbeitnehmer Im Jahre 2023 waren im Durchschnitt 38 Mitarbeiter (Vorjahr: 40) sämtlich als Angestellte beschäftigt. Die Mitarbeitergruppen stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Achim Berlis bestellt. Herr Berlis ist hauptberuflich als Geschäftsführer für die Gesellschaft tätig. Angaben über die Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Pensionsrückstellungen enthalten zum 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 808) für die ehemaligen Geschäftsführer. Die Gesamtbezüge in 2023 beliefen sich wie im Vorjahr auf TEUR 46. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich, einbezogen, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist in französischer und in englischer Sprache am Sitz der Gesellschaft in Villepinte/Frankreich erhältlich. Darüber hinaus erfolgt eine Offenlegung bei der Finanzaufsichtsbehörde AMF Autorité des marchés financiers, Paris/Frankreich. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 45 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfung. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf die neue Rechnung vorzutragen.
Sulzbach (Taunus), den 31. Mai 2024 Guerbet GmbH Achim Berlis, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen der Gesellschaft Der wesentliche Tätigkeitsbereich der Guerbet GmbH liegt im Vertrieb von Kontrastmitteln und dazu notwendigem Zubehör. Hauptvertriebsgebiet ist das Inland; die wesentlichen Endkunden sind Krankenhäuser sowie niedergelassene Radiologen. Die Beschaffung erfolgt überwiegend von den konzerninternen Lieferanten. Die Gesellschaft ist Teil des Konzerns der Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich (nachfolgend auch kurz: Guerbet S.A.-Konzern), der im CAC Small an der Pariser Börse gelistet ist. Der Guerbet S.A.-Konzern ist spezialisiert auf Produkte für die bildgebenden Verfahren in der Medizin und einer der führenden Hersteller in diesem Bereich. Die Gesellschaft führt selbst keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen werden auf Ebene der obersten Konzerngesellschaft, der Guerbet S.A., koordiniert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung In der Herbstprognose des IfW Kiel wurde folgenden Aussage getroffen. Die Weltwirtschaft expandierte im bisherigen Verlauf des Jahres 2023 in sehr moderatem Tempo, die für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften angesichts der massiv gestrafften Geldpolitik vielfach befürchtete Rezession blieb aber aus. Insbesondere in den Vereinigten Staaten zeigt sich die Konjunktur überraschend robust. Hingegen blieb die wirtschaftliche Dynamik in China zuletzt hinter den Erwartungen zurück; sie dürfte auch im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme verhalten bleiben. Insgesamt rechnen wir für dieses Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 3,0 Prozent, im kommenden Jahr dürfte der Zuwachs mit 2,8 Prozent noch etwas niedriger ausfallen. Damit haben wir unsere Prognose für das Jahr 2023 gegenüber unserer Juniprognose um 0,2 Prozentpunkte nach oben, die für 2024 um ebenfalls 0,2 Prozentpunkte nach unten revidiert. Für das Jahr 2025 erwarten wir ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zuletzt vor allem dank der wieder niedrigeren Rohstoffpreise deutlich gesunken, der zugrunde liegende Preisauftrieb blieb zumeist noch hoch. Eine Entspannung dürfte in den kommenden Monaten aber auch hier zunehmend erkennbar werden. Gleichwohl werden die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein. Die Großhandelspreise in Deutschland für Gas und Strom sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken, auch wenn sie sich nach wie vor auf hohem Niveau befinden. Nachdem die Inflation zuletzt im Jahr 2023 über 5,9 % abzeichnete, wird die Teuerung im Jahr 2024 laut Frühjahresschätzung des IfW Kiel 2,3 % und im Jahr 2025 1,7 % betragen. Auch im Euroraum geht man von gedämpften Aussichten aus. Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro- Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 Prognose (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 Prozent und für 2024 auf 0,9 Prozent (von 1,3 Prozent) in der EU und 0,8 Prozent (von 1,2 Prozent) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 Prozent (EU) und 1,5 Prozent (Euro-Währungsgebiet) aus. Für Deutschland erwartet die Kommission für 2024 ein Wachstum von 0,3 Prozent. Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als im Herbst projiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von 6,3 Prozent im Jahr 2023 auf 3,0 Prozent im Jahr 2024 und 2,5 Prozent im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 und 2,2 Prozent im Jahr 2024 abschwächen. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der Pharmaindustrie und mit der bildgebenden Diagnostik im Nischenmarkt der Röntgenkontrastmittel und des Applikationszubehörs tätig. Es werden hauptsächlich die im Inland ansässigen Kliniken, niedergelassene Radiologen sowie Herzkatheterlabore beliefert. Die Lieferungen an die Endkunden erfolgen entweder direkt oder über Unternehmen, die eine Zulassung als pharmazeutische Großhändler haben. Die Pharmabranche ist ein Spiegel der deutschen Wirtschaftsstruktur. Ihre besondere Bedeutung für die deutsche Wirtschaft resultiert nicht nur aus den direkten, sondern auch aus den indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten. Die Pharmaindustrie ist für Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationseffekte in Deutschland von großer Bedeutung. Gemäß dem jährlich von dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. herausgegebenen Bericht "Pharma-Daten 2023" stellte die pharmazeutische Industrie in Deutschland 2023 pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von Mrd. EUR 36,98 her. Die Herausforderungen durch die nach wie vor andauernden Lieferengpässe, Rohstoffpreissprünge, den Fachkräftemangel und die Nachwirkungen der Pandemie haben für die pharmazeutische Industrie an Intensität und Dynamik gewonnen. Die Pandemie hat sich mittlerweile größtenteils aus der Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit verabschiedet. Jedoch sind die Auswirkungen noch spürbar. Das Jahr 2023 war neben den Energiepreiseentwicklungen aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine und der generischen Konkurrenz weiterhin gekennzeichnet von der Fortführung der deutlichen Marktveränderung zu Ungunsten der Kontrastmittel-Hersteller. Ausschreibungen sowie die sogenannten Open-House-Modelle für den Kontrastmittelbezug werden durch einzelne Krankenkassen durchgeführt. Dies führte zu weiteren Preissenkungen im Markt. Das Instrument der Ausschreibung ist allgemein akzeptiert, da es den Radiologen keine steuerlichen Risiken aufbürdet und bei den Beteiligten die notwendige Transparenz bezüglich der Vergabekriterien und -entscheidungen erzeugt. Insbesondere bei den jodhaltigen Kontrastmitteln ist ein enormer Druck auf der Beschaffungsseite entstanden, da die Preise des Rohstoffes Jod weiterhin auf einem hohen Niveau sind. Eine Entspannung dieser Situation ist auch mittelfristig nicht zu erwarten. 3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage Ertragslage Der Umsatz hat verglichen zum Vorjahr eine steigende Tendenz in Höhe von 3,7% (Vorjahr - 5,9 %). Der positive Trend der Durchschnittspreise hat ausgereicht, um den sinkenden Mengenzuwächse entgegenzuwirken. Ursächlich hierfür war insbesondere eine Strategie von Preiserhöhungen, um der zunehmenden Inflation Rechnung zu tragen. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwendungen) ist um 36,4 % gestiegen. Die Rohergebnisquote (Anteil des Rohergebnisses an den Umsatzerlösen) beträgt 40,8 % nach 31,0 % im Vorjahr. Ursächlich für diese steigende Entwicklung der Rohergebnisquote waren im Wesentlichen die gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreise. Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 316 resultiert im Wesentlichen aus einer Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 404. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.464 auf TEUR 4.308 erhöht. Dies ist im Wesentlichen begründet in gestiegenen Werbekosten um TEUR 34, höheren Kosten für Dienstleistungen um TEUR 1.357 sowie höheren Vermittlungsprovisionen um TEUR 55. Das im Vorjahresvergleich höhere Niveau der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert infolge der geplanten Einführung unseres neuen MR-Kontrastmittels. Der Rückgang der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um TEUR 167 hängt insbesondere mit Auflösungen von Rückstellung in Höhe von TEUR 427 für Vorjahre zusammen. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 3.216 auf TEUR 26.388 (Vorjahr: TEUR 23.172) erhöht. Die Finanzanlagen beinhalten mit TEUR 7.386 (Vorjahr: TEUR 7.367), den nicht insolvenzsicher angelegten Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen von Pensionsverpflichtungen. Die Vermögensseite der Bilanz ist durch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.220 (Vorjahr: TEUR 13.052) geprägt, die mit TEUR 16.205 (Vorjahr: TEUR 12.106) aus den Cash-Pool-Forderungen gegen die Guerbet S.A. resultieren. Die Erhöhung der Cash-Pool-Forderungen als Teil des Finanzmittelfonds wird in den nachstehenden Darstellungen zur Finanzlage erläutert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gab es eine stichtagsbedingte Absenkung um TEUR 267 auf TEUR 1.962 (Vorjahr: TEUR 2.229). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 85 auf TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 41) gestiegen. Im Wesentlichen ist die Steigerung auf eine Vorauszahlung an Lieferanten zurückzuführen. Auf der Passivseite der Bilanz senkt sich das Eigenkapital um die Auszahlung von Dividenden in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 8.891) und erhöht sich um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.853 (Vorjahr: TEUR 846) auf insgesamt TEUR 8.676 (Vorjahr: TEUR 6.923). Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 346) geht überwiegend auf die veränderten Bewertungsparameter zurück. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um insgesamt TEUR 303 entfällt auf eine Erhöhung der Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 404, denen eine Minderung der Rückstellung für Rückvergütungen in Höhe von TEUR 120 gegenübersteht. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gab es eine Erhöhung auf TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 1.756). Die Zunahme ergibt sich aus einem im Vorjahresvergleich späteren Ausgleich von Lieferantenrechnungen. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich über das konzerninterne Cash-Pooling-System, welches über die oberste Konzerngesellschaft, die Guerbet S.A., geführt wird. Durch die Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling-Management ist die Finanzierung der Gesellschaft jederzeit gewährleistet. Die Finanzlage der Guerbet GmbH lässt sich anhand einer Kapitalflussrechnung wie folgt darstellen:
Ursächlich für Steigerung des Finanzmittelfonds um TEUR 4.099 (Vorjahr: TEUR -10.964) auf TEUR 16.205 (Vorjahr TEUR 12.106) ist im Wesentlichen der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 5.035, gemindert um den Cashflow der Finanzierungstätigkeit, bestehend aus einer Dividende in Höhe von TEUR 1.100. III. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft zählen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT). Die im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse liegen unter dem im Vorjahr prognostizierten Planwert. Das EBIT, der zweite bedeutsame finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft, beträgt für das Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 2,9. Das EBIT liegt über dem für das Geschäftsjahr 2023 erwarteten Planwert von Mio. EUR 1,6. Grund für die Übererfüllung der Vorgabe für das EBIT ist im Wesentlichen das MR-Kontrastmittel (Dotarem), welches wir in 2023 im deutschen Markt erfolgreich vertrieben haben. IV. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 38 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 40). Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist für uns unabdingbare Voraussetzung zur Erreichung unserer Ziele. Im Berichtsjahr 2023 wurden alle Mitarbeiter in Pharmakovigilanz geschult. Des Weiteren wurde eine Excel-Schulung angeboten, die von vielen Mitarbeitern genutzt wurde. V. Compliance Die Grundlagen unserer Compliance-Maßstäbe bilden einerseits die gesetzlichen Regelungen der Pharmaindustrie und andererseits unsere freiwilligen Verpflichtungen innerhalb des Verbandskodex des AKG (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen). Wir sind bestrebt, die Compliance-Regeln zu jeder Zeit einzuhalten, um so die Grundlage des Unternehmens zu festigen und unsere Geschäftspartner und Mitarbeiter abzusichern. VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Chancen Chancen ergeben sich für die Gesellschaft in allen Geschäftsbereichen. Bei Kontrastmitteln sieht die Geschäftsführung durch die vorgefüllten Hochdruck-Spritzen weitere Chancen, sich gegen den Markttrend sinkender Preise zu stemmen und die derzeitigen Preise beizubehalten. Die Jahre 2024 und 2025 werden weiterhin im Wesentlichen geprägt sein durch eine weitere Marktkonsolidierung. Die weitergehende Absenkung der Vergütung für einige Leistungen der Kunden sowie Pauschalvergütungen der Krankenkassen bzw. Krankenkassenverbände erhöhen den starken wirtschaftlichen Druck auf unsere Kunden im niedergelassenen Segment (niedergelassene Radiologen), sodass auch hier weitere Konzentrationsprozesse zu erwarten sind. Eine weitere Fokussierung auf die Bedürfnisse der Kunden sowie auf die starke Kernmarke Dotarem sowie ein neues MR-Kontrastmittel, welches wir im April 2024 einführen werden, wird unabdingbar sein, um 2024 steigende Umsätze und EBITs erzielen zu können. Der Guerbet S.A.-Konzern arbeitet an der Zulassung einer künstlichen Intelligenz. Falls sich dieses Produkt zu Markteinführung entwickelt, kann die Gesellschaft dieses vertreiben. 2. Risiken 2.1 Risikomanagementsystem Die Gesellschaft ist in das monatliche Berichtswesen des Guerbet S.A.-Konzerns eingebunden. Im Zuge dessen werden die wesentlichen Soll-Ist-Abweichungen und Kennziffern zur Vermögens, Finanz- und Ertragslage regelmäßig analysiert, um Steuerungsmaßnahmen frühzeitig ergreifen zu können. 2.2 Medizinische Risiken Es sind keine spezifischen medizinischen Risiken zu den vertriebenen Produkten bekannt. Es besteht jedoch ein inhärentes Risiko, das auch durch umfassende Qualitätssicherung nicht ausgeschlossen werden kann. Im Jahr 2006 wurde für einige gadoliniumhaltige Kontrastmittel eine neue, schwerwiegende Nebenwirkung, die Nephrogene Systemische Fibrose (NSF), bekannt. Das gadoliniumhaltige Guerbet-Produkt Dotarem zeigt hier ein sehr günstiges Sicherheitsprofil im Vergleich mit den im Markt befindlichen Produkten der Mitbewerber. In jedem Fall hat sich aber gezeigt, dass die unsererseits vorgeschlagenen Maßnahmen zur Risikominimierung erfolgreich im Markt angenommen und inzwischen auch von den Überwachungsbehörden aufgegriffen wurden. Ein Referral der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat genau diese Einschätzungen bestätigt. Im Jahr 2014 wurden Studienergebnisse bekannt, die darauf hindeuten, dass es nach Gabe von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln möglicherweise zu Ablagerungen von Gadolinium im Gehirn kommen kann. In diesem Fall gibt es bisher nur positive Nachweise für Produkte der Mitbewerber. Aufgrund dessen wurden im Jahr 2018 die linearen gadoliniumhaltigen Kontrastmittel, die ein erhöhtes Risiko für Gadolinium-Ablagerungen haben, vom Markt suspendiert. Die makrozyklischen Produkte, zu denen auch die Guerbet-Produkte Dotarem und Artirem zählen, sind hiervon nicht betroffen. 2.3 Operative Risiken Ein Liquiditätsrisiko besteht angesichts unserer Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling nicht. Preisrisiken bestehen hinsichtlich möglicher Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen, insbesondere einer Regulierung von erstattungsfähigen Produkten und Erstattungsbeträgen sowie hinsichtlich zusätzlicher Wettbewerber und Einkaufsgemeinschaften. Für den Bereich Kontrastmittel sind dies insbesondere Festbeträge, Ausschreibungen der Krankenkassen und Tender seitens der Krankenkassen, aber auch Klinikverbänden. Ausfallrisiken beim Forderungsbestand sind aufgrund unserer Kundenstruktur minimiert und werden durch das in der Finanzbuchhaltung etablierte Debitorenmanagement kontrolliert. 2.4 Gesamtbeurteilung Die Gesamtrisikosituation wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements kontinuierlich analysiert und gesteuert. Wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. VII. Nachtragsbericht Zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu diesem Jahresabschluss. VIII. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung insgesamt für den Bereich Kontrastmittel und Injektoren und Verbrauchsgüter eine Umsatzsteigerung im zweistelligen %-Bereich sowie ein EBIT in Höhe von Mio. EUR 2,7 unter der Voraussetzung, dass wir im zweiten Quartal 2024 unser neues MR- Kontrastmittel im deutschen Markt einführen können und uns keine Naturkatastrophen oder sonstigen unvorhersehbaren Ereignisse ereilen. Aus der weiterhin andauernden Ukraine-Krise, die insbesondere nach dem Überall auf die Ukraine durch die Russische Föderation am 24. Februar 2022 zwischenzeitlich zu beispiellosen Energiepreiserhöhungen geführt hat, sowie dem israelisch-palästinensische Konflikt (Nahostkonflikt), erwartet die Geschäftsführung der Guerbet GmbH aus heutiger Sicht keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell.
Sulzbach (Taunus), den 31. Mai 2024 Achim Berlis, Geschäftsführer |
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