Berner Intertrade GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ian Kownatzki-Jessen seit 20.5.2026 | Prokura |
Andreas Lemke seit 5.7.2023 | Prokura |
Thomas Hinrichs seit 3.5.2011 | Geschäftsführer |
Malte Georg Kurt Schneider seit 3.5.2011 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Berner International GmbHElmshornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS Die Berner International GmbH steht seit 40 Jahren für hochwertige Schutzsysteme in pharmazeutischen und biotechnologischen Bereichen. Die im Management-Team erarbeitete und gelebte Mission lautet: "Berner setzt Maßstäbe für Sicherheit im Labor". Zu unserer Produktpalette gehören unter anderem Laborgeräte (LG) wie Sicherheitswerkbänke, Isolatoren, Abfalleinschweißgeräte, aber auch die komplexe persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzkleidung für Laborpersonal und Pandemie-Einsatzkräfte. Notfall-Sets und Hilfsmittel für das Labor, ein breites Serviceangebot für Laborgeräte und Reinräume sowie die fachspezifische Fortbildung von Personal runden unser Angebot ab. Im Inland beliefern wir die Kunden überwiegend direkt. Anders im Ausland: dort beliefern wir hauptsächlich die jeweils im Land ansässigen Händler, die dann wiederrum ihre Kunden bedienen. Organisatorische Struktur: Das Unternehmen gliedert sich in kaufmännische, technische und vertriebliche Organisationseinheiten, die in Elmshorn agieren. Zudem betreuen unsere kaufmännischen und technischen Außendienstmitarbeiter, vom Homeoffice aus startend, unsere Kunden. Rechtliche Struktur: Der Hauptsitz der Berner International GmbH ist in Elmshorn. Weitere Zweigniederlassungen bestehen nicht. Am gleichen Standort in Elmshorn ist auch die Muttergesellschaft Berner Intertrade GmbH ansässig. 2. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Ein wesentliches Ziel der Berner International GmbH ist es, ständig neue technische und innovative Lösungen zu erforschen und zu entwickeln, um bestenfalls auch Patente hierauf anmelden zu können. Dieses bezieht sich nicht nur auf die Sparte der Laborgeräte, sondern auch auf die der PSA. Häufig werden hierfür auch öffentliche Fördergelder (z.B. aus ZIM-Projekten) beantragt und eingenommen. Im Berichtsjahr haben wir jedoch keine Forschungserlöse aus öffentlichen Mitteln zu verzeichnen. Aus eigenen Mitteln haben wir aber im Geschäftsjahr T€ 707 (rd. 4,5% vom Umsatz) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Wir beschäftigen derzeit in der F&E drei feste Mitarbeiter - zusätzlich ergänzen projektbezogen auch weitere Mitarbeiter die Forschung & Entwicklung. Einen Großteil der projektbezogenen Entwicklungskosten ist in 2023 für die Entwicklung unserer neuen Sicherheitswerkbank claire®neo angefallen. Im Zuge des Neubaus im Jahr 2019 wurde ein hochmodernes Forschungslabor mit einer Investition von ca. T€ 200 realisiert. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 2. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Überblick Markt, Branche, Konjunktur: Wir agieren im Markt für Schutzsysteme in Laboren. Unsere Produkte kommen zum Einsatz, um den Menschen, die Umwelt und das Produkt vor toxischen (z.B. Zytostatika) oder infektiösen (z. B. Viren, Bakterien, Pilze etc.) Substanzen zu schützen. Typische Branchen, die wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen erreichen, sind: • Krankenhaus- und Offizin-Apotheken • Krankenhäuser • Großhändler und Vertriebspartner • Pharma- und Biotechnologieunternehmen • Forschungseinrichtungen • Sicherheits- und Hochsicherheitslaboratorien (S2 - S4) Im Gesamtjahr 2023 sank die Wirtschaftsleistung und somit die Konjunktur nur noch um 0,3%. Die gesamtwirtschafliche Lage bleibt auch in 2023 geprägt durch den Krieg in der Ukraine sowie durch den Anstieg der Verbraucherpreise um +5,9% gegenüber 2022 im Jahresdurchschnitt. Damit bleibt die Inflationsrate auf hohem Niveau. Erfahrungsgemäß sind unsere Märkte und Branchen weniger von der allgemeinen Entwicklung der Wirtschaft abhängig. D.h., dass mögliche Steigerungen oder Rückgänge in der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung, nicht unbedingt im selben Maße unsere Märkte und Branchen erreichen. Ein Schwerpunkt unseres Geschäfts ist der Handel mit hochwertiger persönlicher Schutzausrüstung. Hier ist der Umsatz im Vergleich zu 2022 stabil geblieben. Das Laborgerätegeschäft hat nach dem deutlichen Umsatzzuwachs in 2022 im Berichtsjahr 2023 einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Dies ist allerdings auch darauf zurückführen, dass vorliegende Aufträge auf Kundenwunsch erst in 2024 geliefert und/oder in Betrieb genommen werden können. In der Sparte der Seminare unserer Schulungsakademie konnten wir die Umsätze wiederum deutlich steigern (+37%) und haben damit auch das vor Coronaniveau übertroffen. Die Sparte Service wächst weiterhin konstant. Auf der Beschaffungsseite sind die vorjährigen Risiken der unterbrochenen Versorgungsketten nicht mehr offenkundig vorhanden. Der Druck auf die Rohstoffpreise bleibt aber weiterhin hoch, auch wegen des andauernden Ukraine-Krieges. Um unsere Materialversorgung und die unserer Kunden weitestgehend sicherzustellen, ist der Bestand bestimmter Produkte weiterhin auf einem stabilen, hohen Niveau. Geprägt war das 2. Halbjahr durch die Auslösung größerer Bestellungen für das ab März 2024 startende Kunden-Großprojekt. Dies hat per anno 31.12.2023 zu einem deutlichen Anstieg des Umlaufvermögens geführt. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen bewegen wir uns im "Premium-Segment". Passend zu unserer Mission, versuchen wir, Maßstäbe zu setzen, Innovationen zu entwickeln und eine sehr gute Qualität zu liefern. Das führt dazu, dass wir uns im hochpreisigen (und somit teurerem) Wettbewerbsvergleich positionieren. 3. GESCHÄFTSVERLAUF Der Einzug in die neu erbauten Büro-, Produktions- und Lagerflächen in 2019, schaffen die Basis für das zukünftige Wachstum. Dieses hat sich insbesondere in der Corona-Pandemie-Zeit als ein wichtiger Stützpfeiler in der Entwicklung erwiesen. Im Jahr 2023 sanken die Umsatzerlöse um ca. -4,5% zum Vorjahr (-0,7 Mio €). Wie bereits beschrieben, ist ein großer Effekt der Anteil an kundenseitigen Verschiebungen von Anträgen aus 2023 und 2024. Den überwiegenden Anteil des Umsatzes (ca. 69%) tätigt die Berner International GmbH nach wie vor im Inland. Im Ausland wurden hauptsächlich Geschäfte mit Händlern in EU-Ländern vollzogen. Sehr erfreulich ist, dass der größte Auftrag der Firmengeschichte in 2023 gewonnen werden konnte, der 2024 ausgeliefert wird und und ein Volumen von mehreren Millionen Euro umfasst. Die Vorbereitung zur Umsetzung dieses Groß-Auftrags hat im Vorwege - im Jahr 2023 - bereits verschiedene Kapazitäten gebunden. Positiv zu vermelden, insbesondere für die langfristige Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, sind die bestehenden Rahmenverträge und Liefervereinbarungen. Es wurde zudem intensiv die Optimierung und Weiterentwicklung der Lieferantenkette, der Produktionsprozesse und der Standardisierung von Teilen und Prozessen vorangetrieben. 3. VFE-LAGE: FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN A. ERTRAGSLAGE
Die Gesamtleistung der Berner International GmbH weist einen Anstieg bei der Gesamtleistung um 1,8 % aus. Die Umsatzerlöse sinken um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Da die Umsätze hauptsächlich in Euro erzielt werden, bestehen beim Absatz sehr geringe Wechselkurseinflüsse. Größere Wechselkurseinflüsse haben wir bei der Beschaffung, da die Einkäufe in Asien in US-Dollar bezahlt werden - die Effekte hielten sich aber aufgrund relativ stabiler Kurse in 2023 im Rahmen. Die Umsätze in der Sparte Schulungen sind deutlich um knapp 37% gestiegen, was primär an einer annähernden Vollauslastung der Seminare lag. In der Sparte Einmalartikel/PSA blieben die Umsätze stabil. Hier ist die erhoffte höhere Nachfrage nicht in dem Maße eingetreten, da einige Kunden auch in 2023 noch höhere Lagerbestände aus der Pandemiezeit vorrätig haben. Die Sparte Laborgeräte hat das sehr gute Ergebnis des Vorjahres um ca. 11% verfehlt - hier ist der genannte Effekt der kundenseitigen Verschiebungen von Aufträgen in das Folgejahr ursächlich. Dies betrifft sowohl den nationalen als auch den internationalen Markt. Erfreulich hat sich auch die Servicesparte entwickelt - die seit Jahren steigende Tendenz hat sich auch im Jahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von 10% fortgesetzt. Das Betriebsergebnis ist um 493 € niedriger als im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund ist hierbei der Effekt durch die o.g. kundenseitig verschobenen Projekte. Zusätzlich führen die fertig gebauten und gegliederten Sicherheitswerkbänke zu offenen Lieferscheinen i.H.v. ca. T€ 500 . Die Schlussrechnungen (und somit die Ergebniswirksamkeit) erfolgt jedoch erst im 1+2 . Quartal 2024. Umfangreiche Investitionen und Kosten in die Forschung & Entwicklung sowie für Wachstumsprojekte wirken sich im Jahresergebnis entsprechend aus. Dabei belasten insbesondere die Personalkosten (+11% im Vergleich zum Vorjahr) als auch Werbe- und Reiskosten (+79%) das Ergebnis. Die Kosten "Versicherungen/Beiträge" sowie "KFZ-Kosten" stiegen ebenfalls im Vorjahresvergleich an. Das Zinsergebnis liegt auf Vorjahresniveau. Das Jahresergebnis liegt mit T€ 4 deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Es wurde in 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Berner Intertrade GmbH geschlossen. B. FINANZLAGE Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr - T€ 11,2. Dazu kommen Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von - T€ 589,3. Aus der Finanzierungstätigkeit kommen Mittelzuflüsse von T€ 605,4. Zum Ende des Jahres beläuft sich der Bestand an Finanzmitteln auf T€ 582. Die Zahlungsfähigkeit ist gesichert. Der Kontokorrentrahmen wurde zeitweise beansprucht. C. VERMÖGENSLAGE Aktiva
Die Bilanzsumme steigt von T€ 14.743 in 2022 auf T€ 16.192.986,59 in 2023. Auf der Aktivseite bleibt das Anlagevermögen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund unserer erweiterten Bevorratungsstrategie zur Sicherung der Lieferfähigkeit mit Waren aus Asien sowie durch die Bevorratung mit Teilen für bestehende Laborgeräteaufträge, steigen u.a. die Vorräte um 20 % an. Die kurzfristigen Vermögenswerte entwickeln sich im Saldo mit + T€ 426; wesentlich sind hier der Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten. Die liquiden Mittel stiegen um + T€ 5. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 4.523. Somit wird eine EK-Quote von 28,0% (Vorjahr: 27,5%) erreicht. Die Verbindlichkeiten steigen um T€ 1.098 im Wesentlichen durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 4. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind: • Umsatzentwicklung 2023 zu 2022 = -4,5% • Umsatzrendite: 2023 = 0%; 2022 = 1,9% • Betriebsergebnis: 2023 = T€ 225; 2022 = T€ 718 • Jahresergebnis vor EAV: 2023 = T€ 4; 2022 = T€ 312 5. GESAMTAUSSAGE Das Jahresergebnis liegt unterhalb der Erwartungen, was insbesondere auf zwei Effekte zurückzuführen ist. Der erste große Effekt begründet sich durch kundenseitige Projektverschiebungen und der zweite Effekt ist mit dem Anstieg der Personalkosten (vor allem Neueinstellungen), Investition in FuE und allgemeinen Kostensteigerungen zu erklären. Das Finanzmanagement zielt darauf ab, die Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei Lieferverbindlichkeiten, durch kurzfristige Zahlungen, Skontoabzüge realisiert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. PROGNOSEBERICHT Die langjährige Erfahrung und Kompetenz der Berner International GmbH wird auch zukünftig dazu beitragen, dass wir als Spezialist in unserem Kerngeschäft wahrgenommen werden und dieses weiter ausbauen werden. Insofern wird weiter in Personal, Entwicklung, Infrastruktur und den Ausbau des Portfolios und der Märkte investiert. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Auftragslage insgesamt positiv entwickelt. Die Covid-19-Pandemie hatte in den Jahren zu einer außerordentlich hohen Nachfrage nach Einmalartikeln/PSA geführt, die durch das Abflauen der Pandemie wieder zurückgehen wird. Trotzdem wird erwartet, dass der positive Nachfragetrend weiter anhält. Die sehr positive Geschäftsentwicklung der Laborgerätesparte wird sich durch den erwarteten Launch der neuen Gerätegeneration weiter fortsetzen. Ebenfalls hat und wird sich weiter die Sparte der Schulungen positiv entwickeln. Der technische Service setzt seinen positiven Trend der letzten Jahre weiter fort, auch bedingt durch die Aufstockung der Belegschaft und der damit möglichen, engeren Kundenbeziehung. Der Ukraine-Krieg hatte noch im Jahr 2022 für die Berner International GmbH für Unsicherheiten bei den Lieferketten (Materialversorgung und Materialpreise) und der Energieversorgung /-kosten gesorgt. Auf der Beschaffungsseite gibt es Abhängigkeiten vom Krisengebiet und sanktionierten Ländern und Geschäftspartnern, da dort große und wichtige Produzenten von Stahl und Edelmetallen ansässig sind, die für die Produktion der Teile für die Laborgeräte wichtig sind. Darüber hinaus könnte z.B. die steigende Inflation, die allgemeine Kostenentwicklung oder mögliche Cyberangriffe das Unternehmen betreffen. Rückblickend auf das Jahr 2023 bestanden für Berner International keine gravierenden Probleme in Bezug auf die zuvor genannten Risiken. Eine vertriebliche Abhängigkeit von Märkten im Krisengebiet und den aktuell sanktionierten Ländern und Geschäftspartnern besteht nicht. Die Rohstoffpreise werden insgesamt auf einem etwas höheren Niveau als in den Vorjahren erwartet. Wesentlicher Treiber ist die vereinzelte Verknappung an Rohstoffen, die sehr hohe Nachfrage (bei zugleich wenig Anbietern) und die gestiegenen Lohn- und Energiekosten bei unseren Lieferanten. Wir setzen auch weiterhin auf die Forschung und Entwicklung von Innovationen, um die Erfolge der Zukunft zu sichern und auszubauen. Wir wurden jüngst mit dem Red Dot Design Award 2024 und TOP 100 Innovator 2023 ausgezeichnet. Seit 1993 vereinigt der Innovationswettbewerb TOP 100 die innovativsten Mittelständler Deutschlands aus allen Branchen und Wirtschaftszweigen. Die Top-Innovatoren werden durch ein unabhängiges, wissenschaftliches Benchmarking ermittelt. Zudem wurden wir aktuell als Top Company 2023 von der Online-Plattform kununu und dem Arbeitgeber der Zukunft ausgezeichnet. Dieses sind sehr wichtige Auszeichnungen für uns - insbesondere auch, um unsere Attraktivität bei unseren Kunden, Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern (aktuelle und neue Fachkräfte) zu stärken. Die Berner International GmbH ist insgesamt sehr gut aufgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen nutzen zu können. Daher streben wir eine positive Umsatzentwicklung an, wobei durch ein optimiertes Kostenmanagement ein überproportionales Geschäftsergebnis erwartet wird. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die Geschäftstätigkeit von Berner ist mit Chancen und Risiken verbunden. Berner gehört mit seinen Produkten und Dienstleistungen zu den leistungsfähigsten und innovativsten Systemanbietern im Labor, wenn es um den Produkt- und Arbeitsschutz geht. Die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte ist sehr hoch. Das Management ist bestrebt, die Chancen optimal zu nutzen und die Risiken, soweit wie möglich, zu begrenzen. Hierzu gehören im Wesentlichen: Markt-, Vertriebs-, Finanz- und Beschaffungsrisiken. Des Weiteren wird kategorisiert in Projekt-, Produktentwicklungs-, Qualitäts-, rechtliche und personalwirtschaftliche Risiken. Aktuell kommt noch das Risiko einer Pandemie und eines Krieges in Europa hinzu. Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Auf Basis der Berner-Strategie, mit innovativen Premiumprodukten, die Kunden immer wieder aufs Neue zu begeistern und zu überzeugen, sieht Berner sehr viele Chancen in der Zukunft. Durch den Bezug des Neubaus in 2019 ergeben sich sehr große Chancen für Berner: fortschrittliches und durchdachtes Büro-, Produktions- und Lagerkonzept; hoch-moderne Ausstattung; weitere Optimierung der Kernprozesse; Platz für zukünftiges Wachstum; Entfall der Miet- und Logistikkosten für externe Büro und Lagerflächen; sehr wichtiges Personalmarketing-Tool, etc.. Die durch und während der Covid-19-Pandemie aufgebauten neuen Kundenbeziehungen, werden uns neue Absatzchancen eröffnen. Mit gewohnter Verlässlichkeit und Vertrauen werden wir unsere Kunden bestmöglich bedienen. Es ist ein Trend in den Märkten zu erkennen, dass Kunden immer mehr auf sehr gute Qualität, verlässliche Beratung mit fundiertem know-how und auf vollständige und richtige Dokumentation/Prüfung/Zertifizierung setzen. Zuletzt waren insbesondere im Markt der Schutzmasken leider auch Unternehmen aktiv, die Kunden z.T. falsche Dokumente, schlechte Qualitäten oder gar nicht geliefert haben, was zu einer großen Verunsicherung unserer Kunden geführt hat. Die Chance der Berner International GmbH ist hier u.a., dass man seine Lieferanten kennt, sehr viel Wert auf eine korrekte, vollständige Dokumentation/Prüfung/Zertifizierung der Produkte legt und dieses, z.T. sogar durch Tests im eigenen Labor, laufend überwacht. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage: Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr, bis auf das Pandemie-Risiko und der Ukraine-Krise, nicht wesentlich verändert. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. Derzeit sind keine negativen Auswirkungen durch die Ukraine-Krise auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanz-Lage erkennbar. Dem hieraus resultierenden Risiko wird durch betriebliche Maßnahmen angemessen begegnet.
Elmshorn, den 8. Juli 2024 gez. T. Hinrichs, Dipl.-Ing. Thomas Hinrichs, Geschäftsführer gez. M. Schneider, Dipl.-Kfm. Malte Schneider, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. GRUNDLEGENDE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN UND ZUR BILANZIERUNG I. REGISTERDATEN ZUM UNTERNEHMEN, GLIEDERUNG, VORJAHRESBETRÄGE Der Jahresabschluss der Berner International GmbH, Elmshorn, (Amtsgericht Pinneberg, HR B 870 EL) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 I bis III HGB) bilanziert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei werden Einzelkosten und angemessene Entwicklungs- und Verwaltungskosten berücksichtigt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 33 1/3 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i.H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip sowie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Für die Bewertung des Vorratevermögens wurden erstmalig Verwaltungsgemeinkosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Für Ausgaben, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, werden gemäß § 250 HGB Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. B. WEITERE ANGABEN ZUR BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, welcher als Anlage beigefügt ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 234.441,47 (T€ 603,4). In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von € 72.108,67 (T€ 72,9) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 5.074.823,68 (T€ 3.517,1, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von € 1.820.428,35 (T€ 1.933,00) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren und in Höhe von € 4.465.796,46 (€ 4.813,2) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Verbindlichkeiten in Höhe von € 8.084.919,82 (€ 7.722,1) sind durch Grundpfandrechte, Globalzession und Sicherheitsübereingung besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. C. WEITERE ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von € 6.104,77 (Vj. T€ 5,3) enthalten. Die Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 24.920,42 (Vj. T€ 26,3) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Aufwendungen für Währungsumrechnung in Höhe von € 14.778,81 (Vj. T€ 23,2) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen für verbundene Unternehmen in Höhe von € 26.131,93 (Vj. T€ 47,4) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,00 (Vj. T€ 25) enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN II. ANZAHL DER MITARBEITER Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
III. ANGABEN ZU DEN MITGLIEDERN DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Mitglieder der Geschäftsführung sind: Thomas Hinrichs, Klein Offenseth-Sparrieshoop, hauptberuflicher Geschäftsführer Malte Schneider, Klein Offenseth-Sparrieshoop, hauptberuflicher Geschäftsführer Die Nutzung der benötigten sonstigen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt bis zu fünf Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von 239,1 T€ p. a., d. h. über die noch verbleibende Vertragslaufzeit insgesamt 578,7 T€. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betrugen 438.375 €. Die Corona Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben keinen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Elmshorn, den 08. Juli 2024 gez. T. Hinrichs, Dipl.-Ing. Thomas Hinrichs, Geschäftsführer gez. M. Schneider, Dipl.-Kfm. Malte Schneider, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgeänder Bestestägungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Berner International GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Berner International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berner International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Elmshorn, den 8. Juli 2024 EEP
GmbH
gez. Au, Wirtschaftsprüferin gez. Scheele, Wirtschaftsprüfer |
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