Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gerg GmbH
Im Grund 3, 83104 Tuntenhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Redweik seit 22.1.2025 | Geschäftsführer |
Blasius Gerg seit 4.4.2023 | Geschäftsführer |
Maria Gerg seit 20.3.2002 | Geschäftsführer |
Blasius Gerg seit 25.4.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 11.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbHTuntenhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für 2021Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH Die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH ist ein Produktionsunternehmen im Modell- und Formenbau. Das Unternehmen betreibt vorwiegend den Bau von Spezialanfertigungen im Sonderteilebau. Der Absatzmarkt ist von der technischen Umsetzbarkeit zwar nicht begrenzt, konzentriert sich aber zum großen Teil auf die Automobilindustrie mit Nebenschwerpunkt auf den Kleinstserienbau für Rennsportabteilungen, auf Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der Telekommunikationsindustrie. Die Umsätze werden überwiegend im Inland getätigt. 1.2. Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung Die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH entwickelt laufend innovative Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren. Das dabei erworbene Know-How ist Grundlage für die Akquisition komplexer Kundenaufträge und für eine nachhaltige Sicherung der Reputation eines kompetenten Ansprechpartners für schwierige und anspruchsvolle Aufgaben der Kleinstserien und Modellbautechnik. Gerade darin besteht die Chance, unsere Marktposition zu halten, zu sichern und ggf. auszubauen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 trotz der andauernden Corona Pandemie und Lieferengpässen erholt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im zweiten Coronajahr um 2,7 Prozent höher als im Vorjahr. Das reichte jedoch nicht, um den starken Rückgang im ersten Coronajahr aufzuholen: Im Vergleich zum Jahr 2019 war das BIP noch um 2,0 Prozent niedriger. Der konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Coronainfektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. In jeweiligen Preisen gerechnet, lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 mit 3.564 Milliarden Euro um 5,8 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent und betrug im Jahr 2021 durchschnittlich knapp 42.900 Euro. Im Vergleich zum Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt war, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion zog sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe deutlich an. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+3,0 Prozent) waren es vor allem der Verkehr und das Gastgewerbe, die zulegten, allerdings ausgehend vom sehr niedrigen Niveau des Jahres 2020. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Handel nahm gegenüber 2020 nur leicht zu. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 kaum Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 leicht zurück (-0,4 Prozent). Auf der Nachfrageseite waren im zweiten Corona-Jahr erneut die privaten Haushalte besonders von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Nachdem im Jahr 2020 aufgrund der temporär gesenkten Mehrwertsteuersätze im 2. Halbjahr noch besonders viele langlebige Konsumgüter nachgefragt wurden, gab es 2021 eine starke Gegenbewegung. Grund hierfür waren unter anderem Sättigungseffekte: Käufe langlebiger Gebrauchsgüter wie Möbel oder Haushaltsgeräte wurden vorgezogen und fehlten im Jahr 2021. Kurzlebige Konsumgüter, wie beispielsweise Bekleidung und Schuhe, wurden hingegen wieder etwas mehr nachgefragt als im Vorjahr. Auch für Reisen gaben die Menschen wieder mehr Geld aus. Eine weitere Veränderung im Konsumverhalten war die merkliche Zunahme des Online-Handels seit Beginn der Corona-Krise. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen im zweiten Jahr der Corona-Pandemie, ausgehend von dem bereits hohen Vorjahresniveau, preisbereinigt um weitere 3,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. 2.2. Branchenentwicklung Die Branche des Spezialteilebaus ist geprägt durch einen weiterhin sehr harten Konkurrenzkampf mit Unternehmen aus dem In- und Ausland. Wir versuchen, den damit verbundenen Preisdruck durch technische Innovationen, einen modernen Maschinenpark und ausgesprochen flexible und schnelle Auftragsabwicklung entgegen zu wirken. Weiterhin liegt es uns fern, Kundenaufträge bzw. Umsätze über den Preis zu gewinnen. 2.3. Geschäftsverlauf Rohergebnis und Betriebsergebnis werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens verwendet. In dem herausfordernden Branchenumfeld ist es der Gesellschaft in 2021 nicht gelungen eine positive Geschäftsentwicklung zu erreichen. Vor allem der schwierige Markt der Automobilindustrie hat zu Umsatzeinbußen geführt. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. 2.4. Ertragslage 2.4.1. Ertragslage der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH
2.4.2. Rohergebnis Es gelang uns in 2021 das Rohergebnis des Vorjahres in Höhe von TEUR 18.388 um TEUR 6.729 auf TEUR 25.117 zu steigern. Das Rohergebnis ermittelt sich aus Umsatzerlösen TEUR 28.167 (Vorj. TEUR 23.734), Minderung/Erhöhung Bestand fertige und unfertige Erzeugnisse TEUR 393 (Vorj. TEUR 1.044) Sonstige betriebliche Erträge TEUR 3.147 (Vorj. TEUR 470) und Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen TEUR 5.804 (Vorj. TEUR 6.860). 2.4.3. Betriebsergebnis Aufgrund der Steigerung des Rohertrages erhöhte sich das Betriebsergebnis trotz Erhöhungen der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Steigerung des Rohertrages wurde auch durch einen hohen Einsatz der Mitarbeiter sowie Einmaleffekte aus dem Verkauf von Anlagevermögen erreicht. Dies spiegelt sich in gestiegenen Personalaufwendungen wieder, welche um TEUR 1.600 stiegen. Prozentual zum Rohertrag ergab sich aber ein Rückgang von 7,8 % auf 48,1 %. Die Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen sind um TEUR 2.084v on TEUR 4 auf TEUR 2.088 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen bedingt durch die höhere Betriebsleistungan. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis aufgrund des gestiegenen Rohertrages um TEUR 4.368 auf TEUR 4.779 gesteigert werden. 2.5. Vermögens- und Finanzlage
Die Anlagenintensität mit dem Verhältnis von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen zum Gesamtvermögen ist von 63,3 Prozent auf 59,8 Prozent trotz gestiegener Bilanzsumme an. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen die hohen Investitionen in den Produktionsstandort. Das Umlaufvermögen stieg von TEUR 12.827 im Jahr 2020 auf TEUR 17.254 im Jahr 2021. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.352 auf TEUR 3.959 gesunken, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.296 auf TEUR 6.166 sowie liquide Mittel von TEUR 4.463 auf TEUR 4.923 gestiegen. Den Zahlungsverpflichtungen konnte zu jederzeit nachgekommen werden. Die Eigenkapitalquote beträgt per 31.12.2021 66,6% der Bilanzsumme. Kredite für Maschineninvestitionen werden in der Regel mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Kredite für Immobilienerweiterungen werden mit einer Zinsfestbindung von 10 Jahren abgeschlossen. Positiv hervorzuheben ist, dass das gesamte Sachanlagevermögen durch das Eigenkapital gedeckt ist. Lieferantenkredite werden nur für laufende Ausgaben (z.B. Wareneinkauf) innerhalb der Vereinbarungen in Anspruch genommen. Rückstellungen werden in erforderlicher Höhe gebildet. 2.5.1 Investitionen und Finanzierung Investitionen werden grundsätzlich mit einem erheblichen Einsatz eigener Mittel finanziert. Die Investitionssumme in immaterielle Vermögensgegenstände in 2021 betrug TEUR 12. Die Investitionssumme des Sachanlagevermögens in 2021 betrug TEUR 4.089. In 2021 wurden ein Grundstück gekauft, eine neue Fertigungshalle sowie drei neue Maschinen in Betrieb genommen. Der Eigenmitteleinsatz beträgt pro Finanzierung zwischen 50% und maximal 62% der Investitionssumme. Finanziert werden neben Immobilieninvestitionen nur größere technische Anlagen und Maschinen, d.h. Hochgeschwindigkeitsfräszentren, Bearbeitungszentren oder Messeinrichtungen. Alle anderen Investitionen werden aus dem laufenden Cash-Flow bezahlt. 2.6. Liquidität
Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2021 betrug TEUR 3.337. Zum 31.12.2020 betrug der Finanzmittelfonds TEUR 2.381. Im Wesentlichen wird die Liquidität für Investitionen in Finanz- und Sachanlagen verwendet. 2.7. Personalaufwand und Mitarbeiter Nur durch hohen Einsatz der Mitarbeiter war es uns jederzeit möglich, Termine pünktlich einzuhalten und dabei unsere Qualitätsstandards einzuhalten. Die Bereitschaft der Mitarbeiter auch über die Regelarbeitszeit hinaus zu arbeiten ist vorhanden und hilft dem Unternehmen, den Wettbewerbsvorsprung zu halten bzw. auszubauen. Geprägt wird das Team durch den Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens. 3. Prognosebericht Der Krieg in der Ukraine wird das Geschäftsjahr 2022 negativ beeinflussen. Aufgrund fehlender aussagekräftiger konjunktureller Daten ist eine belastbare Aussage hierzu nicht möglich. Wir rechnen für 2022 mit einem schwierigen Marktumfeld innerhalb der für uns bedeutenden Automobilindustrie sowie unter Berücksichtigung der Kriegssituation. Dies wird auf unsere Auftragslage nicht ohne Auswirkung bleiben. Deshalb gehen wir von gleichbleibenden Roherträgen bei gleichzeitig steigenden Personal- und Energiekosten sowie allgemeiner Kostensteigerungen und Belastungen aus der hohen Investitionstätigkeit aus. Dementsprechend rechnen wir mit einem sinkenden Betriebsergebnis. 4. Chancen- und Risikobericht Grundsätzlich ist auch die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH in ihrer Tätigkeit den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind jedoch jedem unternehmerischen Handeln immanent und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Wir stützen uns bei der laufenden Steuerung der operativen Risiken auf ein zeitnahes Informationssystem. Dadurch wird das Management über die Auftragsbearbeitung und deren Kostenentwicklung informiert. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolges ist die Firmenkultur, welche durch kurze Wege und flache Hierarchien gekennzeichnet ist. Mit diesen Instrumenten können wir entstehende Risiken frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten. der Krieg in der Ukraine und das Coronavirus setzt der deutschen Wirtschaft zu. Wie stark und wie lange ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar sind. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung muss durchaus mit relevanten wirtschaftlichen Auswirkungen gerechnet werden. 4.1. Marktrisiken Das Unternehmen erzielt branchentypisch einen großen Anteil ihres Umsatzes mit der Automobilindustrie. Diese Abhängigkeit birgt nach wie vor das Risiko, dass eine Eintrübung der Automobilindustrie auch auf die Gesellschaft durchschlägt. Wir versuchen dieses Risiko dadurch zu minimieren, indem wir mit unterschiedlichen Automobilfirmen in verschiedenen Teilbereichen wie beispielsweise Formenbau und Kleinstserien zusammenarbeiten. Gleichzeitig versuchen wir permanent neue Absatzmärkte in anderen Bereichen oder Abnehmerkreisen zu erschließen. Dadurch ergeben sich für uns neben der Sicherung der bestehenden Umsätze auch Chancen zur Erschließung neuer Märkte und Umsätze. Insbesondere die Luft- und Raumfahrt sowie Telekommunikation sehen wir als Zukunftsbranche, welche wir weiter ausbauen wollen. 4.2. Finanzrisiken Die Finanzpolitik ist nach wie vor auf die Sicherstellung der Firmenfinanzierung bei gleichzeitiger Minimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Dabei gilt es Risiken, die nicht aus der Geschäftstätigkeit resultieren, weitestgehend auszuschließen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit und in einem ausreichenden Maße gegeben. Aufgrund des im Wesentlichen im Inland oder EURO-Markt befindlichen Absatz- und Beschaffungsmarktes ergeben sich keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken. Das Risiko von Forderungsausfällen ist aufgrund des bonitätsstarken Kundenkreises vernachlässigbar. Die Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen ist durch den Cash-Flow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb jederzeit gegeben. Der hohe Anteil an liquiden Mitteln hilft der Gesellschaft, unabhängig und schnell auf Investitionsanforderungen oder Zahlungsverschiebungen zu reagieren. Liquiditätsengpässe sind zu keinem Zeitpunkt aufgetreten. Die Finanzierungen stehen unter keinem Vorbehalt bestimmter Rendite- oder Kapitalkennziffern. 4.3. Personalrisiken Die Gesellschaft ist auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter in den Bereichen Frästechnik und Modellbau angewiesen. Durch ein attraktives Arbeitsumfeld mit modernster Technik sowie eigenverantwortlichem Arbeiten an anspruchsvollen Projekten ist es bisher gelungen, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist zwischen den Jahren 2020 und 2021 von 198 Mitarbeitern auf 203 Mitarbeiter gestiegen. Gleichzeitig ist bei Gesellschaften der bestehenden Größenordnung immer eine gewisse Abhängigkeit von Schlüsselpersonen gegeben. Sollte eine solche Person langfristig ausfallen, kann dies negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben. Als mögliches Risiko für zukünftiges Wachstum kann auch der sehr enge Arbeitsmarkt für qualifizierte Beschäftigte im Bereich der Frästechnik gelten. Die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH sieht ihr Geschäftsmodell und das Angebot von anspruchsvollen Arbeitsinhalten bei modernster Arbeitsplatzgestaltung auch als Chance, hochqualifizierte Mitarbeiter am Markt zu gewinnen. Die Geschäftsführung hat sich zum Ziel gesetzt, einen hohen Grad an Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit in der Ausübung der Tätigkeit zu geben. 4.4. Entwicklungsrisiken Die Gesellschaft versucht durch die Entwicklung von innovativen Fertigungsmethoden den gewonnenen Know-How-Vorsprung am Markt zu halten. Dabei entsteht generell das Risiko, dass Fehlentwicklungen sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Gleichzeitig ergeben sich durch diese Entwicklungen die Chance auf neue Absatzmärkte und Wettbewerbsvorteile. 5. Gesamteinschätzung Für die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder sein könnten.
Hohenthann, 03. Oktober 2022 gez. Blasius Gerg und Maria Gerg Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für 2021Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbHAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH Firmensitz laut Registergericht: Tuntenhausen Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Traunstein Register-Nr.: 13207 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum beträgt 1 bis 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgt eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern pro Anlageklasse gliedern sich wie folgt:
Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Soweit der nach den dargelegten Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögensgegenständen oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang wegen technischer Alterung und geringer Umschlaghäufigkeit bzw. niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden zu angemessenen Anteilen aktiviert. Fremdkapitalkosten wurden nicht mit einbezogen. Wertberichtigungen für notwendige Verlustantizipationen werden in angemessener Höhe vorgenommen. Zudem erfolgt eine notwendige Verlustantizipation für zum Stichtag abgeschlossene und produzierte Aufträge (retrograde Ermittlung). Es werden erstmalig fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der entsprechende Vorjahresbetrag ebenfalls angepasst. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nennwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen nach dem Stichtag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Die Darstellung und Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Pensionsrückstellung wird unter Zugrundelegung einer Gehaltsentwicklung von 0 %, einer Rentendynamik von 2 %, eines Rechnungszinses in Höhe von 1,87 % sowie biometrischer Annahmen - Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - nach der sog. PUC-Methode berechnet. Ein versicherungsmathematisches Gutachten liegt vor. Der Wert entspricht dem Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB. Das bestehende Deckungsvermögen wurde aufgrund der Pfandrechte der Pensionsberechtigten in Verbindung mit den Pensionszusagen gem. den Bilanzierungsvorschriften des § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im lfd. Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 95,3 (Vorjahr TEUR 121,7) welcher nach § 253 Abs. HGB ausschüttungsgesperrt ist. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögen nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagenspiegel auf der nachfolgenden Seite des Anhangs dargestellt.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Ausgleichsposten für latente Steuern Aufgrund eines passiven Überhangs wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 79 (Vorj. TEUR 108) gebildet, die auf folgende Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz zurückzuführen sind.
Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 26,3 %. 4. Rückstellungen In die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Beträge für Urlaubs- und Überstundenguthaben, Tantiemeverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses eingestellt. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft weisen zum Stichtag folgende Fälligkeitsstruktur auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 506,8 (Vorj. TEUR 657,4) - davon gegenüber Gesellschafter TEUR 484,5 (Vorj. TEUR 102,7). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden besichert. Die Lieferungen und Leistungen sind, abgesehen von den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht weiter besichert. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige Erträge In den sonstigen Erträgen sind die Buchgewinne aus Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2,1 (Vorj. TEUR 3,9) sowie Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 545,4 (Vorj. TEUR 7,5) enthalten. Zudem enthalten die sonstigen Erträge periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 90,3 (Vorj. TEUR 70,2), die aus nachträglichen Gutschriften und Rechnungsstornierungen resultieren. 2. Personalaufwand In dieser Position sind im Geschäftsjahr 2021 auch geringfügige Ersttungen von Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit aufwandsmindernd enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 15,2 (Vorj. TEUR 11,7) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Nebenkostennachzahlungen TEUR 11,4, und Rechts- und Beratungskosten TEUR 3,7 für vorangegangene Wirtschaftsjahre. 4. Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 28,0 (Vorj. TEUR 29,6) enthalten. Sonstige Pflichtangaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren keine Haftungen zu vermerken. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Zu dem bestehen Bestellobligo im üblichen Rahmen. Die Verpflichtungen aus Pachtverträgen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen und stellen gleichzeitig solche gegenüber Gesellschaftern dar. 2. Durchschnittliche Zahl des Geschäftsjahres beschäftigte Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 203 (Vorj. 198).
3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Blasius Gerg und Frau Maria Gerg geführt. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Die Angaben zu den Gesamtbezügen entfallen nach § 286 Abs. 4 HGB. 4. Angaben zum Honorar der Abschlussprüfer Die Angaben hierzu entfallen nach § 288 Abs. 2 S. 3 HGB. 5. Nachtragsbericht Aufgrund der Auswirkungen durch die geopolitischen Anspannungen und der anhaltenden Coronakrise rechnen wir weiterhin mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darüberhinaus wird auf den Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts verwiesen. 6. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.419.165,34 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hohenthann. den 08. November 2022 Blasius Gerg und Maria Gerg Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2022 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH, Hohenthann Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH, Hohenthann, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 8. November 2022 BANSBACH
GmbH
gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer gez. Christian König, Wirtschaftsprüfer |
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