Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 110744
Vorher
H e m o p h a r m GmbH Pharmazeutisches Unternehmen
Eingetragen
23.7.2003
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Herstellung, der Im- und Export sowie der Vertrieb und Handel mit chemischpharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Geräten, Gegenständen für den Krankenhausbedarf, Ausrüstungen für die pharmazeutische Industrie einschließlich der weltweiten Vermarktung der Produkte der Fa. Hemofarm D.D.

Historie

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Management

NameRolle
Anne Charlotte Matt
seit 27.4.2026
Prokura
Ruben Lopez Bouza
seit 13.10.2025
Prokura
Frank Eugen Seiler
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
Ioanna Sotirakou
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
Jörg Puhlmann
seit 29.2.2024
Prokura
Sabine Ryll
seit 2.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH
Germany
3.000.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen

Bad Vilbel (vormals: Bad Homburg v. d .Höhe)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 857.270,93   958.239,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.774,76   141.900,07
    974.045,69 1.100.139,82
II. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00 19.000,00
    974.045,69 1.119.139,82
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.140,43   11.498,62
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.244.939,12   4.125.962,99
3. geleistete Anzahlungen 91.393,87   136.970,84
    4.339.473,42 4.274.432,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.457.181,91   6.773.850,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 73.992,43   245.698,15
3. sonstige Vermögensgegenstände 515.195,34   12.424,36
    7.046.369,68 7.031.973,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.375.136,88 1.903.515,78
    12.760.979,98 13.209.921,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten   3.015,84 4.219,64
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 31.282,65
    13.738.041,51 14.364.563,55

PASSIVA

     
      Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.533.875,64   1.533.875,64
II. Verlustvortrag -1.565.158,29   -1.261.594,58
III. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 747.960,08   -303.563,71
- davon nicht gedeckt 0,00   31.282,65
    716.677,43 0,00
B. Rückstellungen      
sonstige Rückstellungen   1.568.936,84 1.576.364,80
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 479.301,64   331.406,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 479.301,64 (Vorjahr: EUR 331.406,66)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.541.312,25   12.046.590,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 9.541.312,25 (Vorjahr: EUR 12.046.590,09)      
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.431.813,35   410.202,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.431.813,35 (Vorjahr: EUR 410.202,00)   11.452.427,24 12.788.198,75
- davon aus Steuern EUR 17.621,50 (Vorjahr: EUR 34.575,80)      
    13.738.041,51 14.364.563,55

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2016 bis 31.12.2016

Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg v. d. Höhe

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   25.974.810,27 28.866.216,44
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen   0,00 11.498,62
3. sonstige betriebliche Erträge   1.116.297,45 809.216,28
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 255.577,45)      
4. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   -8.638.388,42 -11.821.497,11
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -1.158.861,27   -1.355.884,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -138.040,46   -129.111,74
    -1.296.901,73 -1.484.996,04
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -132.188,94 -135.034,82
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   -16.111.920,46 -16.239.664,92
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 237.094,12 (Vorjahr: EUR 163.215,20)      
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   522,22 11.621,48
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 72,22 (Vorjahr: EUR 3.197,48)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -162.287,28 -319.118,06
- davon an verbundene Unternehmen EUR 161.989,41 (Vorjahr: EUR 319.118,06)      
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.009,00 2.057,49
11. Ergebnis nach Steuern   751.952,11 -299.700,64
12. sonstige Steuern   -3.992,03 -3.863,07
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag   747.960,08 -303.563,71

Anhang 2016

der HEMOPHARM GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg v.d. Höhe

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hemopharm GmbH, Bad Homburg (Amtsgericht Bad Homburg, HRB 6022), ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

1. Gliederung des Jahresabschlusses

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs erstellt. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie des Sachanlagenvermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung, wobei die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt wurden.

Nutzungsdauer Sachanlagen Erwartete Abschreibungsdauer
Geschäftsbauten 25 - 38 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände bis EUR 150 werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Abnutzbare, selbständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände ab EUR 150 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt, der über 5 Jahre aufgelöst wird. Zum Zeitpunkt der vollständigen Abschreibung werden diese Vermögensgegenstände im Anlagengitter als Abgang dargestellt. Aus Vereinfachungsgründen wird das steuerliche Sammelpostenverfahren auch in der Handelsbilanz angewendet.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen auf Anlagevermögen sowie anteilige Verwaltungskosten einbezogen worden. In die Herstellungskosten sind keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen worden. Zum Abschlussstichtag werden die Vorräte abgewertet, sofern der Marktwert niedriger ist. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum höheren Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. dem Erfüllungsbetrag zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

II. Spezielle Ausführungen

1. Ausführungen zur Bilanz

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in Form eines Anlagenspiegels dargestellt, der diesem Anhang als Seite 9 beigefügt ist.

B. Umlaufvermögen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 73.992,43 resultiert wie im Vorjahr ausschließlich aus Warenlieferungen.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände enthält Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 26.707,29 aus Dienstleistungen (Vorjahr EUR 0,00).

PASSIVA

A. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene Kapital beträgt unverändert DM 3.000.000,00. Es wurde unter Berücksichtigung von Art. 42 Abs. 3 S. 1 und 3 EGHGB auf EUR 1.533.875,64 umgerechnet.

Bedingt durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres resultierte zum Bilanzstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 716.677,43.

B. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich insbesondere aus Verpflichtungen für den Personalbereich (TEUR 206), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.264) sowie Gewährleistungen (TEUR 87) zusammen.

C. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen EUR 479.301,64 und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr existieren wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (EUR 741.312,25; Vorjahr EUR 7.046.590,09) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 6 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 29. November 2017 und 2,8 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 23. März 2017 (Vorjahr 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 23. September 2016).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.029.539,65 (Vorjahr EUR 0,00) aus sonstigen Dienstleistungen vorhanden.

2. Ausführungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse 2016 der Hemopharm GmbH in Höhe von TEUR 25.975 wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Infolge der Änderung von § 277 Abs. 1 HGB wurden in 2016 erstmalig Erlöse aus für die Gesellschaft nicht typischen Lieferungen und Leistungen unter den Umsatzerlösen erfasst.

Nach § 277 Abs. 1 HGB neue Fassung betrugen die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode TEUR 29.172.

Die Umsatzerlöse der Hemopharm GmbH im Geschäftsjahr 2016 enthalten einen Auslandsanteil von TEUR 24.372, davon entfallen TEUR 24.212 auf Europa. Der inländische Umsatz von TEUR 1.603 betrifft größtenteils Waren, die durch den Kunden exportiert werden.

Sonstige betriebliche Erträge

In dieser Position sind periodenfremde Erträge für strategische Leistungen durch die STADA Arzneimittel AG und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 976) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind periodenfremde Aufwendungen für strategische Leistungen durch die STADA Arzneimittel AG (TEUR 58) enthalten.

3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Unter die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte fallen ausschließlich abgeschlossene Leasingverträge für Kraftfahrzeuge des Fuhrparks der Hemopharm GmbH. Diese Leasingverhältnisse sind gleichwohl übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB. Vorteile diesbezüglich bestehen in dem Wegfall der Vorfinanzierung von Vermögensgegenständen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln. Diese übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 45.242.

Die Fälligkeiten dieser übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

(in EUR)
2017 30.028
2018 14.759
2019 455

4. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 747.960,08 mit dem Verlustvortrag aus den Vorjahren von EUR -1.565.158,29 zu verrechnen.

III. Sonstige Ausführungen

1. Angaben zu Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer unserer Gesellschaft waren im Berichtsjahr bzw. sind:

 

Herr Dr. Ronald Seeliger (seit dem 01.08.2016)

 

Frau Sabine Ryll (seit dem 14.07.2017)

 

Herr Aleksandar Aleksic (bis zum 28.03.2017)

 

Herr Steffen Retzlaff (bis zum 31.07.2016)

2. Angaben zu Konzernverhältnissen

Unmittelbare Muttergesellschaft der Hemopharm GmbH ist die Hemofarm A.D., Vrsac, Serbien, die 100 % der Anteile der Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss wird von der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, aufgestellt. Dieser Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3. Angaben zu den Arbeitnehmern

Neben den Geschäftsführern wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 10 Arbeitnehmer (Vorjahr 13) in der Verwaltung beschäftigt, davon zwei Angestellte in leitender Position.

4. Prüfungshonorare

Die Angabe der Prüfungshonorare erfolgt in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG.

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sowie Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht eingetreten.

 

Bad Homburg, den 15. August 2017

Hemopharm GmbH
Pharmazeutisches Unternehmen

Dr. Ronald Seeliger, Geschäftsführer

Sabine Ryll, Geschäftsführerin

ANLAGENSPIEGEL

Hemopharm GmbH

Anschaffungskosten
Stand am
1.1.2016
Zugang
2016
Abgang A
Umbuchung U
2016
Stand am
31.12.2016
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.359,60 0,00 0,00 71.359,60
  71.359,60 0,00 0,00 71.359,60
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.856.825,00 0,00 0,00 2.856.825,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 546.130,42 6.100,36 -4.915,54 A 547.315,24
  3.402.955,42 6.100,36 -4.915,54 3.404.140,24
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.000,00 0,00 -19.000,00 A 0,00
  19.000,00 0,00 -19.000,00 0,00
  3.493.315,02 6.100,36 -23.915,54 A 3.475.499,84
Kumulierte Abschreibung
Stand am
1.1.2016
Zuschreibung ZS
Zuführung Z
2016
Abgang A
Umbuchung U
2016
Stand am
31.12.2016
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.359,60 0,00 0,00 71.359,60
  71.359,60 0,00 0,00 71.359,60
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.898.585,25 100.968,82 Z 0,00 1.999.554,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.230,35 31.220,12 Z -4.909,99 A 430.540,48
  2.302.815,60 132.188,94 -4.909,99 2.430.094,55
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.374.175,20 132.188,94 Z -4.909,99 A 2.501.454,15
Restbuchwert
31.12.2016
Restbuchwert
31.12.2015
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
  0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 857.270,93 958.239,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.774,76 141.900,07
  974.045,69 1.100.139,82
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 19.000,00
  0,00 19.000,00
  974.045,69 1.119.139,82

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Hemopharm GmbH

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher und branchenspezifischer Entwicklungen

Im Jahr 2016 haben ein stagnierender Welthandel und geringe Investitionen die Weltwirtschaft geprägt. Auch politische Ungewissheit, insbesondere in Bezug auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, den Ausgang der US-Wahlen, sowie die Neuorientierung der chinesischen Regierung, weg von Exporten, hin zur Stärkung des inländischen Konsums, trug laut Internationalem Währungsfonds (IWF) zu einem moderaten Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung um 3,1% 1 bei.

Dabei betrugen die Wachstumsraten der Advanced Economies 1,6% und der Emerging Market and Developing Economies 4,1% 1. Die Wachstumsrate der Euro-Staaten sank leicht, von 2% im Vorjahr, auf 1,7%. 1 Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte sein Wachstum von 1,5% auf 1,7% 1 erhöhen, die Region Emerging and Developing Europe, die die für die Hemopharm GmbH maßgeblich relevanten Länder Bulgarien, Kroatien und Ungarn beinhaltet, verzeichnete allerdings einen Rückgang im Wachstum von 3,7% auf 2,9%. 1

Der Gesundheits- und Pharmamarkt profitierte allgemein vom weltweiten Anstieg der Bevölkerung, der demographischen Entwicklung hin zu einer Überalterung der Gesellschaft und vom medizinischen Fortschritt. So stieg der Umsatz des weltweiten Generika-Markts um 7,8% auf 185,3 Mrd. € 2. Der Marktanteil der Generika am weltweiten Pharmamarkt betrug 15,2% 2.

1 Quelle: International Moneta ry Fund: World Economic Outlook January 2017
2 Quelle: QuintilesIMS Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2017

Zu den Treibern, aus denen der Sektor sein Wachstum bezieht, gehören u.a. kontinuierlich ablaufende Patentrechte. Zusätzlich ist die Generika-Penetration in manchen Ländern Europas, in denen STADA aktiv ist, noch relativ niedrig und steigt voraussichtlich vor dem Hintergrund der Sparzwänge im Rahmen der Euro-Staatsschuldenkrise an. Allerdings werden diese Volumengewinne in einigen Märkten durch staatliche Eingriffe in das Preisgefüge wieder zunichtegemacht.

Der Umsatz des weltweiten OTC-Markts stieg im Vergleich zum Vorjahr zweistellig um 11,7% auf 79,4 Mrd. € 3. Der Marktanteil von OTC-Produkten betrug damit ca. 7,7% 3. Der Markenproduktbereich ist kaum von staatlicher Preisregulation betroffen und wesentlich von Nachfrage und Kaufkraft so genannter "Selbstzahler" sowie der eingesetzten Marketinginstrumente abhängig. Das Segment kann allgemein von einer relativ freien Preisgestaltung profitieren.

3 Quelle: QuintilesIMS MIDAS 2016

Generell ist die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten relativ konjunkturunabhängig und das wirtschaftliche Umfeld hat in der Regel wenig direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Dennoch gibt es Umstände, wie beispielsweise die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten, die durchaus einen Einfluss nehmen können. So hat, wie in den Jahren zuvor, die Euro-Staatsschuldenkrise in 2016 konkret den Geschäftsverlauf der Hemopharm GmbH mitgestaltet. Kürzungen in den Gesundheitsausgaben, und somit den Erstattungsbudgets, der im Verantwortungsbereich liegenden Länder Bulgarien, Ungarn, Kroatien und Slowenien, führten zu Preisdruck in den Märkten, dem strategisch durch eine erhöhte Zahl von Neuprodukteinführungen, auch im OTC Markensegment oder in Nischenbereichen, entgegengewirkt werden soll.

Die Hemopharm GmbH ist voll in den STADA Konzern eingegliedert und erhält ihre jährlichen Zielvorgaben von der Konzernleitung. Die operative Steuerung des Geschäftes erfolgt mittels der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und operatives Ergebnis.

Ein Vergleich der Nettoumsatzentwicklung von 2015 zu 2016 zeigt, dass in allen Ländern, die im Buchungskreis der Hemopharm GmbH abgebildet werden, außer in Ungarn, eine Umsatzsteigerung erreicht werden konnte. In Bulgarien um 14,4% auf 11,7 Mio. €, in Kroatien um 8,5% auf 4,1 Mio. € und in Slowenien um 21,8% auf 2,6 Mio. €. In Bulgarien wurde das Wachstum hauptsächlich durch wesentliche Absatzsteigerungen bei den Profit Centern Lercanidipin, Candesartan HCT, Gliclazid, Metoprolol HCT und Candesartan erreicht, sowie durch einen erfolgreichen Launch des Wirkstoffes Moxifloxacin. Hauptgründe für das Wachstum in Kroatien waren Absatzsteigerungen bei den Profit Centern Zaldiar und Versatis, aber auch die Launches der Wirkstoffe Valganciclovir und Tapentadol, das unter der Marke Palexia auf den Markt gebracht wurde. Slowenien konnte seinen Umsatz im Wesentlichen durch Absatzsteigerungen bei den Profit Centern Metamizol und Palexia ausbauen. In Ungarn nahmen die Nettoumsätze um 3,2% ab auf 5,3 Mio. €, primär durch rückläufige Absätze bei stabil gebliebenen Preisen im Profit Center Tramal, also bei den Präparaten mit Wirkstoff Tramadol, die sowohl als Halbfertigerzeugnis in Blistern, als auch in 50 kg Wirkstoffgebinden verkauft werden.

Die einzelnen Geschäftssegmente, aufgeteilt in Generika und Marken, entwickelten sich alle positiv.

Vor allem das auf den Wirkstoff Tramadol basierende Analgetika musste in 2015 in allen betroffenen Ländern, Ungarn, Kroatien und Slowenien, einen starken Umsatzrückgang aufgrund von Preiskürzungen verzeichnen, konnte sich in 2016 jedoch wieder erholen. Gründe hierfür waren hauptsächlich die bereits erwähnten Absatzsteigerungen bei den Profit Centern Zaldiar und Versatis in Kroatien und eine signifikante Umsatzsteigerung im Profit Center Palexia in Slowenien, dessen Nettoumsätze im Vorjahr noch durch erhebliche Bestandsvernichtungen durch Großhändler aufgrund von zu geringer Resthaltbarkeit belastet wurden. Die Umsätze stiegen insgesamt um 7,03% auf 7,74 Mio. €, in Slowenien signifikant im zweistelligen Bereich um 20,04% auf 2,09 Mio. €, in Kroatien um 6,92% auf 3,71 Mio. €, in Ungarn sanken die Umsätze dagegen stark um 21,33% auf 1,74 Mio. €, unter anderem durch den bereits erläuterten Mengeneffekt im Profit Center Tramal. Das bulgarische Portfolio enthält keine Produkte aus diesem Segment.

In allen drei Ländern haben die von Grünenthal akquirierten Produkte einen hohen Anteil am Gesamtportfolio, und aufgrund ihrer Anfälligkeit für Preisverfälle, hat man damit begonnen ihren prozentualen Anteil zu senken, zugunsten der bestehenden Segmente, Generika und Markenprodukte. Dies ist durch gezielte Launches, bei Generika vorzugsweise in konkurrenzschwächeren Nischenbereichen, von 2014 auf 2015 bereits erfolgreich geschehen und in 2016 weitergeführt worden. Kroatien senkte den Anteil am gesamten Portfolio um 1,3%, Slowenien um 1,2% und Ungarn um 7,6%.

Das Generika Segment verzeichnete ein Wachstum von insgesamt 10,09% auf 13,93 Mio. €. In Kroatien konnte sich der Umsatz, nach einer Steigerung um das 6,3-fache in 2015, auch dieses Jahr nahezu verdreifachen, auf einen Wert von 165,5 T€. In Slowenien wurde mit 32,01% ebenfalls ein signifikantes Wachstum erreicht, hin zu einem Umsatz von 395,7 T€. Bulgarien und Ungarn steigerten ihr Generika Geschäft jeweils mit Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich von 8,9% auf 10,77 Mio. € und 7,89% auf 2,6 Mio. €. In Bulgarien wurde dies im Wesentlichen durch die bereits erwähnten Absatzsteigerungen bei den Profit Centern Lercanidipin, Candesartan HCT, Gliclazid, Metoprolol HCT und Candesartan erreicht, sowie durch den Launch des Wirkstoffes Moxifloxacin. Ungarn konnte die Generika Umsätze zu einem Großteil durch gesteigerte Absätze bei den Profit Centern Aciclovir und Moxonidin erreichen.

Im Markensegment, auf dem der strategische Fokus im gesamten Konzern liegt, konnte ein hohes zweistelliges Umsatzwachstum von 17,42% erzielt werden, auf insgesamt 2 Mio. €. In Bulgarien wuchs der Umsatz um 36,84% auf 754,8 T€, in Ungarn um 13,03% auf 922,4 T€ und in Slowenien um 23,07% auf 88,8 T€. Lediglich in Kroatien fielen die Marken Umsätze um 11,32% auf 232,7 T€, im Wesentlichen durch Absatzeinbrüche in den Profit Centern Grippostad C, Grippostad Heissgetränk und EUNOVA. Für alle drei Marken gab es kaum Folgebestellungen aus dem Großhandel, bereits bestellte Mengen wurden teilweise wegen zu geringer Resthaltbarkeit der Lagerbestände der Kunden wieder gutgeschrieben oder als Muster verwendet.

Der Anteil der Markenprodukte am Gesamtportfolio konnte in Bulgarien um 1,06% auf 6,44% und Ungarn um 2,52% auf 17,52% jeweils leicht gesteigert werden. In Kroatien ist der Anteil um 1,26% auf 5,66% zurückgegangen. In Slowenien stagnierte er nahezu bei 3,45%.

Aufgrund der erfreulichen Erfolge in den Vertriebsländern in allen Segmenten, konnten die erheblich gesunkenen Umsätze im Exportgeschäft teilweise kompensiert werden. Beim Verkauf von generischen Produkten in deutscher Aufmachung in die Arabische und Afrikanische Region, konnte das Umsatzniveau mit langjährigen Bestandskunden nicht mehr gehalten werden. Es sank von 2015 auf 2016 um 72,13% auf 1,75 Mio. €, da Ware in deutscher Aufmachung, die für Exportaufträge vorgesehen ist, seit dem 1. Quartal 2015 grundsätzlich mit spezieller Kennzeichnung auf den Faltschachteln zu versehen ist und erst einer Umpackung unterzogen werden muss. Dies dient der Reimportprävention. Des Weiteren ergab sich eine wesentlich unflexiblere Beschaffungssituation, zum einen durch ein durch Portfoliobereinigungen eingeschränktes Produktsortiment beim Mutterkonzern, aufgrund der geänderten strategischen Ausrichtung eines verbundenen Unternehmens und zum anderen durch konzernweit strengere Exportbestimmungen und verringerte Produktfreigaben für Exporte.

Der Nettoumsatzrückgang der Hemopharm GmbH betrug insgesamt 11%, was 3,2 Mio. € entspricht. Die Gründe der Abnahme wurden bereits im letzten Berichtszeitraum antizipiert und dämpften die getroffenen Prognosen zur operativen Geschäftsentwicklung für 2016. Das über Erwartung verlaufene Geschäft in den Vertriebsländern führte somit zu einer Übererfüllung der Annahmen aus 2015. Anstelle der erwarteten Nettoumsatzerlöse von 25,2 Mio. € wurden 25,97 Mio. € erreicht und das operative Ergebnis, mit 2,9 Mio. €. prognostiziert, betrug 2016 5,56 Mio. €vor Abzug der Performance Fee.

B. Darstellung der Vermögenslage

Die zusammengefassten Zahlen der Bilanz stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 0 0,0 0 0
Sachanlagen 974 7,1 1.100 7,7 -126 -11,5
Finanzanlagen 0 0,0 19 0,1 -19 -100
Anlagevermögen 974 7,1 1.119 7,8 -145 -13
Vorräte Forderungen und 4.340 31,6 4.274 29,8 66 1,5
sonstige Vermögensgegenstände 7.046 51,3 7.032 49,1 14 0,2
Liquide Mittel 1.375 10,0 1.904 13,3 -529 -27,8
Rechnungsabgrenzungsposten 3 0,0 4 0,0 -1 -25
Umlaufvermögen/ RAP 12.764 92,9 13.214 92,2 -450 -3,4
Gesamtvermögen 13.738 100,0 14.333 100,0 -595 -4,2
Gezeichnetes Kapital 1.534 11,2 1.534 10,7 0 0
Verlustvortrag -1.565 -11,4 -1.261 -8,8 -304 -24,1
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 748 5,4 -304 -2,1 1.052 346,1
Eigenkapital 717 5,2 -31 -0,2 748 -2.413
Rückstellungen 1.569 11,4 1.576 11,0 -7 -0,4
Verbindlichkeiten 11.452 83,4 12.788 89,2 -1.336 -10,4
Fremdkapital 13.021 94,8 14.364 100,2 -1.343 -9,3
Gesamtkapital 13.738 100,0 14.333 100,0 -595 -4,2

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr moderat um 4,2% auf 13.738 T€ (VJ 14.333 T€) reduziert. Dies geht im Wesentlichen auf eine Abnahme der liquiden Mittel um 529 T€ auf 1.375 T€ (VJ 1.904 T€) zurück.

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr durch planmäßige Abschreibung um 126 T€ auf 974 T€ gesunken und trug damit 7,1% zur Bilanzsumme bei.

Die Position Vorräte hielt sich bei lediglich 1,5% Anstieg auf 4.340 T€ (VJ 4.274 T€) trotz Rückgang des Exportgeschäftes etwa auf Vorjahresniveau, da auch in 2015 bereits größtenteils mit abgeschriebener Ware gearbeitet wurde. So ergaben sich durch den Rückgang kaum Bestandsveränderungen. Neubeschaffungen sowohl in 2015 als auch 2016 fanden im Wesentlichen nach dem make-to-order Prinzip statt. Auch die Forderungen nahmen nach dem Einbruch des Exportgeschäftes nicht proportional zum Umsatz ab, da die vorherrschende Zahlungsbedingung bei den Exportkunden Vorauskasse war. Die Forderungen stiegen von 2015 auf 2016 minimal um 0,2% auf 7.046 T€ (VJ 7.032 T€). Das Umlaufvermögen hielt einen Anteil von 92,9% am Gesamtvermögen.

Das Eigenkapital ist im Jahr 2016 durch den Jahresüberschuss von 748 T€ auf einen Betrag von 717 T€ gestiegen, die Eigenkapitalquote betrug damit 5,2% (VJ -0,2%). Diese Entwicklung ist die Folge der positiven Geschäftsentwicklung in 2016, auf die in der Darstellung der Ertragslage näher eingegangen wird. Die Unternehmensfortführung ist demnach gesichert.

Die Verbindlichkeiten konnten im Laufe des Jahres 2016 um 10,4% auf 11.452 T€ (VJ 12.788 T€) durch eine Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen auf Verrechnungskonten reduziert werden.

C. Darstellung der Ertragslage

Bei der Darstellung der Ertragslage wurden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Vorjahreszahlen sind zur besseren Vergleichbarkeit inklusive BilRUG-Anpassungen dargestellt.

2016 2015 Veränd.
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 25.975 100,0% 29.172 100,0% -3.197 -11,0%
Bestandsveränderung 0 0,0% 11 0,0% -11 -100,0%
Gesamtleistung 25.975 100,0% 29.183 100,0% -3.186 -11,0%
Materialaufwand 8.638 33,3% 11.821 40,9% -3.183 -26,9%
Rohertrag 17.337 66,7% 17.362 59,5% -25 -0,1%
Sonst. betr. Erträge 1.116 4,3% 503 2,8% 613 121,9%
Personalaufwand 1.297 5,0% 1.485 5,1% -188 -12,7%
Abschreibungen 132 0,5% 135 0,5% -3 -2,2%
Sonst. betr. Aufwendungen 16.112 62,0% 16.240 55,7% -128 -0,8%
Zinserträge 0 0,0% 12 0,0% -12 -100,0%
Zinsaufwand 162 0,6% 319 1,1% -157 -49,2%
Ertragssteuer -2 0,0% -2 0,0% 0 0,0%
Ergebnis nach Steuern 752 2,9% -300 1,0% 1.052 350,7 %
Sonstige Steuern 4 0,0% 4 0,0% 0 0,0%
Jahresüberschuss/- fehlbetrag 748 2,9% -304 -1,1% 1.052 346,1%

Im Geschäftsjahr 2016 ist der Umsatz um 3.197 T€ auf 25.975 T€ gesunken (VJ 29.172 T€), hauptsächlich als Folge des Rückgangs der Exporte von deutscher Ware. Dies konnte zum Teil durch die erhöhten Nettoumsatzerlöse in den Ländern innerhalb der Vertriebsverantwortlichkeit der Hemopharm GmbH kompensiert werden.

Weiter aufgeschlüsselt, setzte sich der Nettoumsatz wie folgt zusammen: Der Bereich Export generierte 6,8%, der Vertrieb in Bulgarien 45,45%, Ungarn 20,42%, Kroatien 15,95%, Slowenien 9,98% und in Deutschland 1,07%. Der in 2016 erstmals vom Export Geschäft abgekoppelte und separat ausgewiesene Umsatz in Israel trug 0,52% bei.

In Summe wurden 93,3% der Umsatzerlöse mit direkt ins Ausland verbrachter Ware generiert, 6,7% entstehen innerhalb von Deutschland, größtenteils mit Waren, die anschließend von Kunden außer Landes gebracht werden. Insgesamt ergibt sich aus den Nettoumsatzerlösen, abzüglich des deutschen Apotheken- und Großhandelsgeschäfts, eine Exportquote von 98,93%. Dies resultiert aus der strategischen Konzentration der Hemopharm GmbH auf das Auslandsgeschäft.

Die drei Haupt-Umsatztreiber der Ländergesellschaften waren jeweils für Bulgarien die Profit Center Lercanidipin, Lisinopril und Metoprolol HCT mit insgesamt 29,58% des Gesamtumsatzes (VJ: Lisinopril, Lercanidipin und Piracetam mit 30,84%), für Ungarn Zaldiar, Tramal und Propafenon mit insgesamt 55,46% (VJ 55,49%), für Kroatien Zaldiar, Tramal und Transtec mit insgesamt 81,41% (VJ 84,53%) und in Slowenien Zaldiar, Palexia und Tramal, mit insgesamt 67,33% Anteil am Gesamtumsatz (VJ Zaldiar, Tramal und Versatis mit 68,86%). In allen vier Ländern ist die Abhängigkeit von den wichtigsten drei Profit Centern weitestgehend konstant geblieben. In Bulgarien wurde der in 2015 noch umsatzstärkste Wirkstoff Lisinopril durch Lercanidipin ersetzt und Piracetam durch Metoprolol HCT. In Slowenien gewann in 2016 das opioide Schmerzmittel Palexia an Bedeutung, dessen Umsätzen in 2015 noch hohe Gutschriften an Großhändler, wegen Verfall der Bestandsware, entgegenstanden. Weiterhin sind alle drei Haupt-Profit Center in Slowenien und Kroatien dem Indikationsbereich Schmerz zuzuordnen. Ebenfalls die zwei wichtigsten Umsatztreiber in Ungarn. Lediglich die Vertriebsorganisation in Bulgarien arbeitet hauptsächlich mit STADA und Aliud Dossiers und ist daher vom Preisverfall im Schmerz-Sortiment nicht betroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere infolge einer erhöhten Performance Fee durch die STADA AG um 121,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der Materialaufwand hat sich im Jahr 2016 um 3.183 T€ (26,9%) auf 8.638 T€ reduziert, zum Teil aufgrund von Zuschreibungen aus in 2015 abgeschriebenen, aber in 2016 doch abverkauften Beständen, aus dem eingebrochenen Export Geschäft mit deutscher Ware. Der Rohertrag veränderte sich nur marginal im Vergleich zum Vorjahr und betrug 17.337 T€ (VJ 17.362 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Jahr 2015 um 128 T€ auf 16.112 T€ verringert. Das entspricht einem Rückgang um 0,8%.

Der Personalaufwand hat sich um 188 T€ auf eine Gesamtsumme von 1.297 T€ reduziert (VJ 1.485 T€), was einer Kostensenkung um 12,7% entspricht und im Wesentlichen eine Folge des Austrittes einer der Geschäftsführer der Hemopharm GmbH ist.

Die Position Abschreibungen blieb mit einer unwesentlichen Senkung um 2,2% auf einen Betrag von 132 T€ (VJ 135 T€) auf einem konstanten Niveau.

Insgesamt konnte die Hemopharm GmbH einen Jahresüberschuss von 748 T€ erzielen (VJ Jahresfehlbetrag von 304 T€).

D. Darstellung der Finanzlage

Die folgende Kapitalflussrechnung gibt Aufschluss über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung:

2016 2015
Jahresergebnis 748 -304
Abschreibung Anlagevermögen 132 135
Zunahme / Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen -7 18
Gewinn (-) / Verlust aus Anlagenabgang 0 0
Zunahme (-) / Abnahme der Vorräte -65 2.301
Zunahme (-) / Abnahme der Forderungen -14 2.470
Zunahme / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten -5.136 -3.801
Cashflow aus laufender Tätigkeit -4.342 819
Ausz. Inv. Sachanlagen -6 -83
Ausz. Inv. IVG 0 0
Einzahlungen IVG 19 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 13 -83
Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten 3.800  
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten   -3.000
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.800 -3.000
zahlungswirksame Veränd. Finanzmittelfonds -529 -2.264
Finanzmittelfonds 1.1 1.904 4.168
Finanzmittelfonds 31.12. 1.375 1.904

In 2016 wurde ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.342 T€ erzielt. Dem Jahresüberschuss von 748 T€ stand dabei vor allem eine Abnahme der Verbindlichkeiten in Höhe von 5.136 T€ gegenüber.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit 13 T€ leicht positiv (VJ: 83 T€ negativ), weil den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (6 T€) Einzahlungen aus Abgängen (19 T€) gegenüberstanden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug zum Stichtag 3.800 T€, da ein Darlehen bei einem verbundenen Unternehmen aufgenommen wurde.

Das Nettogeldvermögen und das Umlaufvermögen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
T€ T€ T€
Finanzmittelfonds 1.375 1.904 -529
Kurzfristige Forderungen 7.046 7.032 14
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -13.021 -14.364 1.343
Liquidität 1. Grades -4.600 -5.428 828
Vorräte 4.339 4.274 65
Liquidität 2. Grades -261 -1.154 893

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 1.375 T€. Zum Bilanzstichtag waren die kurzfristigen Schulden zu 54% durch kurzfristige Forderungen gedeckt. Da es sich bei einem erheblichen Teil der Verbindlichkeiten um ein Darlehen in Höhe von 8.800 T€ handelt, das von einem verbundenen Unternehmen zur Verfügung gestellt wurde, war die Zahlungsfähigkeit der Hemopharm GmbH zu keinem Zeitpunkt gefährdet. In 2016 wurden 5.000 T€ zur Rückführung dieses Darlehens aufgewendet, 8.800 T€ wurden neu aufgenommen im Rahmen des Austritts der Hemopharm GmbH aus der Organschaft der STADA Arzneimittel AG. Die Darlehenssumme betrug zum Bilanzstichtag 2016 noch 8.800 T€. Der Cashflow ist durch die Konzernfinanzierung gesichert, Bankkredite mussten nicht in Anspruch genommen werden. Zudem wurde die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsziele gegenüber den Lieferanten durch konstante Zahlungseingänge bei den Forderungen gesichert.

E. Chancen, Risiken und Prognose der künftigen Entwicklung

Die Euro-Staatsschuldenkrise hat in den letzten Jahren die Hemopharm GmbH durch Kürzungen in den Gesundheitsausgaben und den Erstattungsbudgets der im Verantwortungsbereich liegenden Länder beeinträchtigt. Sie führten zu einer Erhöhung des Preisdrucks in den Märkten und somit zu einem verstärkten Konkurrenzkampf unter den Anbietern. Strategisch wird darauf mit einer erhöhten Anzahl von Neuprodukteinführungen reagiert, die gute Umsatzsteigerungspotentiale für das laufende und die folgenden Geschäftsjahre enthalten. Das betrifft vor allem die Marke Palexia, ein Betäubungsmittel das in Slowenien bereits eingeführt wurde, auch in Kroatien seit Januar 2016 auf dem Markt erhältlich ist und in weiteren Darreichungsformen und Wirkstärken noch gelauncht werden soll. Auch Zalviso ® birgt noch weiteres Potential, ein innovatives System, mithilfe dessen der Patient selber bei postoperativen Schmerzen während des Krankenhausaufenthaltes das opioide Analgetikum Sufentanil sublingual anwenden kann.

Zukünftig wird sich zudem strategisch weiterhin stärker im OTC Markensegment positioniert werden. Vor allem in Ungarn, Bulgarien und Slowenien wurden bereits Neueinführungen vorgenommen, die sich in 2016 schon in dem erhöhten OTC-Umsatz gezeigt haben. Diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben werden. Beispielsweise sollen die Marken Snup in Ungarn, Kroatien und Slowenien und Ibufix und Ibudolor, beides Wirkstoffkombinationen mit Ibuprofen in Kroatien, sowie Flexistad Junior (ebenfalls Ibuprofen) in Bulgarien auf den Markt gebracht werden. Während Snup schon länger im STADA-Marken-Portfolio gehalten wird, und im Rahmen der konzernweiten Strategie weiter internationalisiert werden sollen, wurden weitere Produkte wie beispielsweise DAOSiN im Jahr 2015 im Rahmen des Unternehmenskaufes der SCIOTEC Diagnostic Technologies GmbH durch die STADA Arzneimittel AG akquiriert und werden nun zeitnah in Kroatien und Ungarn auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein rezeptfrei erhältliches, vielversprechendes Nischenprodukt, ein hypoallergenes diätetisches Lebensmittel für histaminbedingte Nahrungsmittelunverträglichkeit. Der OTC-Markt stellt nicht nur global einen Wachstumsmarkt dar, er bietet auch stärkere Unabhängigkeit von staatlicher Erstattungspolitik und Referenzpreissystemen, die die erzielbaren Preise für Generika an den Märkten sehr stark negativ beeinflussen.

Eine weiteres Segment, in dem der gesamte STADA Konzern, und auch die Hemopharm GmbH, zukünftige Wachstumspotentiale sieht, sind Biosimiliars. Sukzessive beginnend in 2018 werden in den vier Vertriebsländern die Wirkstoffe PEG-Filgrastim (Immunstimulanz), Rituximab (Krebsimmuntherapie), Teriparatide (Osteoporosetherapie), Adalimumab (Behandlung von Arthritis und Morbus Crohn) und Bevacizumab (Krebstherapie) eingeführt. Spätestens in 2019 sollen beträchtliche Profit- und Umsatzsteigerungen erreicht werden und ab 2020 soll der Profit die Millionen Marke überschreiten.

Generell soll ein Ausbau der Tendergeschäfte in den Ländern und gezielter Vertrieb von Nischenprodukten, wie beispielsweise DAOSiN, mit keinem oder wenig Wettbewerbern im Markt, und gesteigerten Chancen auf hohe Marktanteile, Umsatz- und Profitpotential generieren und Preisverfälle ausgleichen.

Durch Mengensteigerung, vor allem bei den diversen Produkteinführungen des vergangenen und kommenden Jahres, erwartet man positive Skaleneffekte, in Form von günstigeren Einkaufspreisen, erzielen zu können. Generell profitiert die Hemopharm GmbH bei der Beschaffung vom weltweiten Netzwerk von Rohstoff- und Fertigerzeugnisse-Lieferanten der Muttergesellschaft, zunehmend in Niedrigkostenländern, schwerpunktmäßig aus Asien. Angesichts der im Konzern fest etablierten kontinuierlichen Kostenoptimierung, stellen sowohl China als auch Indien wichtige Bezugsquellen für eine kostengünstige Beschaffung von Wirkstoffen dar. Zurzeit verfügt STADA über Beschaffungsbüros im chinesischen Schanghai und indischen Mumbai.

Während die Vertriebsfunktion in den Märkten angesetzt ist, werden zahlreiche Supply Chain und Verwaltungsaufgaben zentral von der Hemopharm GmbH in Bad Homburg ausgeführt, um die Berichtstrukturen zur obersten Muttergesellschaft kurz und weniger verzweigt zu halten. Zudem gewährleisten beispielsweise ein zentraler Einkauf und zentrale Auftragsabwicklung, dass kein entsprechender Headcount in den Ländergesellschaften unterhalten werden muss und dass die Mitarbeiter durch ihre Spezialisierung effizient arbeiten können. Geplante Kosteneinsparungsmaßnahmen in den Ländern sollen auch in 2017 umgesetzt werden, mit dem Ziel die Profitmargen der Länderorganisationen weiter zu optimieren. Diese Positionierung der Hemopharm GmbH als Service Gesellschaft zur Unterstützung des Vertriebs in Bulgarien, Ungarn, Kroatien und Slowenien, sowie das Vorantreiben der Kosteneinsparungsmaßnahmen, wird durch das neue Management unterstützt. Seit dem dritten Quartal 2016 ist das Unternehmen der regionalen Leitung der juristischen Muttergesellschaft Hemofarm AD in Belgrad, Serbien, unterstellt. Im Zuge dieses Managementwechsels fand auch zu Beginn 2017 ein Austausch der Geschäftsleitung statt. Kurzfristig umzusetzende Kosteneinsparungsmaßnahmen bei der Hemopharm GmbH werden u.a. voraussichtlich ein Umzug von Bad Homburg nach Bad Vilbel in die Räumlichkeiten der STADA AG sein, mit anschließendem Verkauf der Immobilie in Bad Homburg, sowie Personalkürzungen. Zudem ist es geplant, Funktionen wie unter anderem das Controlling zur Muttergesellschaft in Serbien zu verlagern, um die Kostenumlagen zu verringern.

Die Hemopharm GmbH ist als Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG in den konzernweiten Risikomanagement-Prozess integriert. Er umfasst die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoaggregation, Risiko-Monitoring und -Reporting. Alle signifikanten Risiken werden systematisch identifiziert, eventuelle Auswirkungen bewertet und Maßnahmen eruiert, damit diese im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Risiken und Maßnahmen werden in der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"

erfasst. Der Fachbereich Risk Management der STADA Arzneimittel AG unterstützt die Risikobeauftragten der Hemopharm GmbH und erstellt quartalsweise einen Risikobericht für den Geschäftsführer. Die relevantesten Risiken denen die Hemopharm GmbH als pharmazeutisches Unternehmen ausgesetzt ist, sind allgemeine Umfeld- und Branchenrisiken, sowie regulatorische, finanzielle, rechtliche und Personalrisiken.

Unvorhersehbaren allgemeinen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Störungen der Infrastruktur, Streik, Unfällen, Naturkatastrophen, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus und Kriegen, sowie politischen und konjunkturellen Risiken sind Exportgeschäfte grundsätzlich ausgesetzt. Die Pharmabranche birgt weitere typische Risiken, wie hohe Preissensibilität, Margendruck, intensiven Wettbewerb und sich stetig verändernde regulatorische Rahmenbedingungen. Insbesondere das Generikageschäft in Ungarn, Bulgarien, Slowenien und Kroatien unterliegt gegenwärtig einem hohen Preisdruck durch regional ansässige, große Konkurrenten, die aufgrund ihrer finanziellen oder organisatorischen Ressourcen, Produktionskapazitäten und Marktmacht die Bedingungen für die Hemopharm GmbH negativ beeinflussen. Dies kann dazu führen, dass in einzelnen nationalen Märkten entweder zu nicht kostendeckenden Preisen verkauft oder auf wesentliche Umsätze verzichtet werden muss. Der Stopp der Vermarktung eines Produktes kann zur Vernichtung von bestehenden Beständen und verschlechterten Konditionen im Wareneinkauf führen. In Ungarn besteht derzeit ein konkretes Risiko des Umsatzeinbruches durch den Patentauslauf des Produktes Zaldiar, einer Tramadol Paracetamol Kombination, dem umsatzstärksten Profit Center des Landes, im April 2017. Prinzipiell ist die Hemopharm GmbH bereit, Chancen zu nutzen und in Einzelfällen, zeitlich begrenzt, Verluste in Kauf zu nehmen, sollte es für den Ausbau der eigenen Marktposition strategisch notwendig sein. Aktive Risikominimierung wird betrieben, indem das Marktgeschehen umfassend beobachtet wird und gegebenenfalls Strategieanpassungen vorgenommen werden. Ein weiteres Risiko in den nationalen Generika Märkten sind hohe Volumenvolatilitäten, als Folge von Gewinn oder Verlust von Zuschlägen bei Ausschreibungen. Auch wenn die Hemopharm GmbH alle Anstrengungen unternimmt, um Lieferengpässe oder Überbestände zu vermeiden, können diese nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit der Hemopharm GmbH ergeben sich, hauptsächlich beim Ungarischen Forint und dem Kroatischen Kuna, Risiken aus Wechselkurschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Ein weiteres finanzielles Risiko sind mögliche Ausfälle aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, zu deren Prävention bestimmte Kreditmanagementprozesse angewendet werden. Geschäfte werden in der Regel nur mit Partnern einwandfreier Bonität abgeschlossen, geprüft durch die Corporate Treasury Abteilung der STADA Arzneimittel AG. Es ist dennoch nicht auszuschließen, dass es in signifikantem Umfang zum Ausfall von Debitoren kommen kann. Daher werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und die Risiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert.

Rechtliche Risiken für die Hemopharm GmbH können sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Sie werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Insbesondere im Kernsegment Generika besteht ein erhöhtes Risiko von Streitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und SPCs), sowie um die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen, die von Dritten gegenüber STADA oder umgekehrt eingeleitet werden könnten. Auch Exporte in Länder, die Embargobestimmungen unterliegen, bergen potentielle rechtliche Risiken. Die Vorabprüfung der Rechtslagen und aller eventueller Restriktionen werden sorgfältig, in Zusammenarbeit mit und nach Vorgaben der Rechts-, sowie Corporate Compliance Abteilung der STADA Arzneimittel AG, durchgeführt. Generell tendiert die konzernweite Export Strategie immer mehr zur Einstellung oder Einschränkung von Geschäften mit Partnern in Ländern, für die Ausfuhrbeschränkungen vonseiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bestehen.

Im Bereich der Personalrisiken, könnte der Ausfall von Beschäftigten in Schlüsselpositionen nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung der Hemopharm GmbH haben. Der weitere Erfolg ist außerdem davon abhängig, im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten zu können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Beschäftigte bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen fahrlässig oder vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen, was sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hemopharm GmbH auswirken kann. Im Rahmen des im STADA-Konzern eingerichteten Compliance-Managements werden dazu alle Beschäftigte regelmäßig unter Berücksichtigung ihres jeweiligen Verantwortungsbereiches geschult und unterwiesen.

Bezüglich der in Teil A erläuterten, wichtigen Leistungsindikatoren erwartet die Hemopharm GmbH in 2017 Nettoumsatzerlöse von 25,9 Mio. € und ein operatives Ergebnis von 3,7 Mio. €. Dies entspricht den budgetierten Zielvorgaben der Konzernleitung und ist ein vorsichtiger Ansatz in Folge des gegenwärtigen Risikos, dem der Export-Umsatz mit deutscher Ware ausgesetzt ist. Der Erfolg dieses Geschäftssegmentes, für das die Ware von den Beständen eines verbundenen Unternehmens abgezogen wird, ist stark an beschaffungsseitige Flexibilität gebunden. Die Auswirkungen des Austrittes der STADApharm GmbH aus dem deutschen Krankenkassentendergeschäft und die daraus resultierenden Portfoliobereinigungen, sowie neue Konzernvorgaben, dass Ware in deutscher Aufmachung, die ins Ausland verbracht werden soll, grundsätzlich mit spezieller Kennzeichnung auf den Faltschachteln zu versehen ist und einer Umpackung unterzogen werden muss, haben zu einem starken Umsatzeinbruch seit QI 2015 geführt und belasten seither die Ergebnisse und auch die Aussicht auf das kommende Jahr.

Die Erwartungen bezüglich des Nettoumsatzes und des operativen Ergebnisses für 2017 wurden gegenüber den in 2016 erzielten Summen (26,0 Mio. € und 5,6 Mio. € vor Abzug der Performance Fee), leicht im Umsatz und erheblich im Betriebsergebnis reduziert, da das hohe operative Ergebnis von 2016, das deutlich über dem budgetierten Wert von 3,4 Mio. € lag, teilweise durch Sondereffekte wie Bestandszuschreibungen beeinflusst wurde. Des Weiteren muss in den vier Vertriebsländern Bulgarien, Ungarn, Kroatien und Slowenien wieder ein deutlich erhöhter Lizenzaufwand eingeplant werden. Hier wird eine leichte Steigerung des Nettoumsatzes um 1,7% auf 24,08 Mio. € (in 2016 23,67 Mio. €), aber Reduzierung des operativen Ergebnisses um 36,6% auf 3,79 Mio. € (in 2016 5,98 Mio. €) erwartet.

Die gemachten Angaben können trotz bestem Wissen und Planung von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, da insbesondere zukünftige Marktentwicklungen und Entscheidungen des Gesellschafters bzw. des Mutterunternehmens wesentliche Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit haben und nicht durch die Geschäftsführung beeinflusst werden können.

 

Bad Homburg, den 15. August 2017

Hemopharm GmbH
Pharmazeutisches Unternehmen

Dr. Ronald Seeliger, Geschäftsführer

Sabine Ryll, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 15. August 2017

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