yellowborate GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Klütsch seit 3.11.2016 | Geschäftsführer |
Daniel Flüshöh seit 3.11.2016 | Geschäftsführer |
Volker Dr. Hahn seit 8.1.2008 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IVG Asset Management GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Gegenstand der Gesellschaft Die Gesellschaft ist erheblich von der operativen Restrukturierung des IVG Konzerns im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens betroffen. Bis zum 31.12.2014 hat die Gesellschaft die umfassende Verwaltung von Immobilien (Asset Management) wahrgenommen. Hierzu zählten insbesondere alle wertverbessernden und werterhaltenden Maßnahmen wie die Suche nach neuen Mietern und die Sicherung des Mieterbestandes, die Objekt- und Mietverwaltung durch Auswahl und Kontrolle geeigneter Unternehmen, die Festlegung und Kontrolle von Einnahmen und Ausgaben der Immobilienverwaltung sowie das technische Gebäudemanagement. Das Geschäftsjahr 2015 - vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 - ist das erste ein volles Kalenderjahr umfassende Geschäftsjahr der IVG Asset Management GmbH, seitdem am 15.09.2014 das Insolvenzverfahren der IVG Immobilien AG aufgehoben wurde. Detaillierte Informationen zur Chronologie des Insolvenzverfahrens sowie zum Inhalt des Insolvenzplans können den Einzel- und Konzernabschlüssen sowie den entsprechenden Lageberichten der IVG Immobilien AG zu den Stichtagen 31.10.2013, 15.09.2014 und 31.12.2014 entnommen werden. Ab dem 01.01.2015 übernimmt die Gesellschaft folgende Aktivitäten im IVG-Konzern:
1.2. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält zum Stichtag keine Zweigniederlassungen mehr. 1.3. Forschung und Entwicklung Aufwand für Forschung und Entwicklung fällt aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft nicht an. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Konjunktur war im Jahresverlauf 2015 trotz Ölpreisschocks, Euro-Wechselkursabwertung, "Dieselgate" bis hin zur Flüchtlingskrise äußerst stabil. Gestützt auf ein 15-Jahreshoch beim privaten Konsumwachstum, legte die Wirtschaftsleistung auf Jahressicht - wie bereits im Jahr 2014 - um gut 1,5 % zu. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in jedem Quartal des Jahres 2015 mit 0,3 bis 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen, was auf das Jahr hochgerechnet einem leicht über dem Trend liegenden Wachstum von rund 1,5 % entspricht. Damit stellten die letzten zwei bis drei Jahre eine lange Periode mit stabilem Wachstum dar. Ungebrochen stark ist auch der Arbeitsmarkt. Entsprechend den Daten des Statischen Bundesamts ist die Arbeitslosenquote in Deutschland zwischen Dezember 2014 und Dezember 2015 von 6,7 % auf 6,4 % gefallen. Die Lohnrunde 2015 wurde mit einem robusten Plus von durchschnittlich knapp 2,5 % abgeschlossen. Bezogen auf die wirtschaftliche Entwicklung Europas im Jahr 2015 lässt sich ein positives Fazit ziehen. Das reale BIP stieg um 1,8 % wobei der private Konsum maßgeblicher Wachstumstreiber war. Zudem halfen der Staatengemeinschaft der niedrige Eurokurs und Ölpreis einen Schritt weiter auf dem langen Weg aus der Finanzkrise. Der europäische Binnenkonsum lag durch den positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt ebenfalls deutlich im Plus. Die Arbeitslosigkeit sank im November auf 9,1 %, dem niedrigsten Stand seit 2009. Problematisch bleibt die hohe Jugendarbeitslosigkeit vieler Staaten. Die Gesamtinflation in der Eurozone hat sich bis Ende 2015 entgegen der Erwartungen kaum von der Nulllinie entfernt, da wiederholte Rückgänge des Ölpreises dämpfend wirkten. Dagegen zeigte die Kerninflation, bei der volatile Energie- und Nahrungsmittelpreise außen vor bleiben, moderate Aufwärtstendenzen. Die niedrigen Inflationserwartungen sowie die unverändert hohe Nachfrage nach sicheren Anlagemöglichkeiten spiegeln sich in den Renditen für zehnjährige Bundesanleihen wider. Mit 0,37 % erreichten diese im Januar 2016 einen historischen Tiefstand. Immobilien-Vermietungsmarkt Die guten Unternehmens- und Arbeitsmarktdaten sind gleichfalls die Treiber für die deutschen Büromärkte. In einem solchen Umfeld werden mögliche Umzugs- und Expansionsentscheidungen deutlich leichter getroffen und letztendlich auch realisiert. Dies hat im 4. Quartal 2015 nochmals zu einem kräftigen Anstieg der Umsätze geführt, vor allem einige großvolumige Vermietungen konnten noch abgeschlossen werden. Mit ca. 3,6 Mio. m 2 liegt das Umsatzvolumen zum Jahresende 2015 um 21 % über dem Vorjahresergebnis und hat den bisherigen Rekord des Jahres 2011 um 7 % übertroffen. Das Umsatzwachstum konzentriert sich nicht nur auf die Top-Lagen. Vor allem Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche, dem EDV-Sektor und der Industrie fokussieren sich aufgrund der geringeren Mietpreise verstärkt auf Zweitlagen - ohne allerdings Abstriche hinsichtlich der Flächen und Ausstattungsqualität zu akzeptieren - und sorgen so für flächendeckende Zuwächse. Die geografische Differenzierung wichtiger Immobilienstandorte zeigt 2015 im Jahresvergleich ein deutliches Umsatzwachstum in Düsseldorf (+46 %) und Berlin (+43 %). Die Hauptstadt wurde vor München mit knapp 880.000 m 2 zum Spitzenreiter. Ebenfalls zweistellige Zuwachsraten konnten in München und Köln registriert werden. Die anderen drei wichtigen Immobilienstandorte Hamburg, Stuttgart und Frankfurt haben das Jahr mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen. Der kumulierte Leerstand liegt Ende des Berichtsjahres 2015 bei 5,69 Mio. m 2 und damit erstmals seit 2002 unter der 6-Mio. m 2-Grenze und 16 % unter dem Vorjahresstand. Die Spitzenmieten sind im Verlauf des Jahres in allen Städten außer Köln und Düsseldorf gestiegen. Der Spitzenmietpreisindex ist deutschlandweit um 3 % gestiegen. Zusammen mit 2012 ist das der stärkste Anstieg seit 2007. Da die Mieten auch in B-Lagen angezogen haben, stiegen 2015 auch die Durchschnittsmieten insgesamt und mit einem Plus von 4 % stärker als die Spitzenmieten. Auch die europäischen Vermietungsmärkte erholten sich. Der Büroflächenumsatz ist 2015 gegenüber dem Vorjahr um 13 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die stärksten Zuwächse außerhalb Deutschlands waren in Barcelona (+46 %) und Warschau (+36 %) zu beobachten. Der deutliche Anstieg der Nachfrage in Verbindung mit geringer Bautätigkeit hat zu einem Rückgang der aggregierten Leerstandsquote von 9,1 % auf 8,0 % geführt. In Berlin, München und London liegen die Leerstände sogar unter 5,0 %. Infolge der zunehmenden Flächenknappheit sind die Spitzenmieten 2015 im Durchschnitt um 3,0 % gestiegen. Dass auch Flächen außerhalb des Topsegments gefragt sind, zeigt der Anstieg der Durchschnittsmieten um 5,8 %. Immobilien-Investmentmarkt Sehr niedrige Zinsen, ein positiver Ausblick für viele Vermietungsmärkte und die anhaltende Unsicherheit gegenüber anderen Assetklassen haben 2015 zu einem Anstieg des Investmentvolumens um 20 % auf 255 Mrd. Euro in Europa geführt. In Deutschland wuchs das Transaktionsvolumen am stärksten (+32 %). Von der positiven Entwicklung profitieren in Deutschland alle Marktsegmente. Auf Core- und Core-Plus-Produkte entfielen wie im Vorjahr jeweils rund 40 % der Transaktionen. Rund 65 % des gewerblichen Transaktionsvolumens entfallen 2015 auf Einzeltransaktionen. Das Plus bei Einzeltransaktionen gegenüber dem Vorjahr liegt bei 30 % und damit leicht unter dem Zuwachs des Gesamtmarktes. Demgegenüber stieg das Transaktionsvolumen bei Portfoliotransaktionen um fast 60 % auf 19,2 Mrd. Euro überproportional. Vor dem Hintergrund des hohen Preisniveaus für Spitzenobjekte in Großstädten ist auch ein Ausweichen der Investoren auf alternative Marktsegmente erkennbar. Beispielsweise fiel der Anstieg des Transaktionsvolumens in 2015 in den Städten außerhalb der großen Bürozentren im Vergleich zum Vorjahr überproportional aus. In Großbritannien (+17 %) und Frankreich (+9 %) hat das hohe Preisniveau die Zuwächse der Transaktionsvolumina gebremst. Der Rückgang der Spitzenrenditen hat jedoch noch kein Ende gefunden. Im 4. Quartal 2015 war über alle Zentren insgesamt ein Rückgang um 15 Bp. auf 4,25 % zu beobachten. Im Jahresverlauf sind die Spitzenrenditen am stärksten in Barcelona (-115 Bp.) und Madrid (-90 Bp.) gefallen. Im letzten Quartal des Jahres hat sich das Renditebild in Deutschland nicht geändert. In nahezu allen Segmenten wird ein weiterer - wenngleich moderater - Renditerückgang beobachtet. Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien in 1A-Lagen (Aggregierte Nettoanfangsrendite in den Big 7 Städten in %) sind in 2015 von 4,37 % auf 4,15 % leicht gefallen. 2.2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Im Rahmen des zum 15.09.2014 durch das Amtsgericht Bonn aufgehobenen Insolvenzplanverfahrens wurde neben der finanziellen Restrukturierung der Gesellschafterin IVG Immobilien AG in 2014 auch eine Restrukturierung des operativen Geschäftes des IVG-Konzerns durchgeführt. Das Geschäftsmodell der integrierten Investmentplattform wurde nicht weiter fortgeführt. Seit dem 01.07.2014 sind die Segmente Real Estate, Caverns und Institutional Funds als eigenständige Geschäftsbereiche organisiert, die jeweils eigenständig am Markt auftreten. Die IVG Asset Management GmbH hat daher ihre Stellung als der für das wertorientierte Immobilienmanagement zuständige, konzerninterne Dienstleister bis zum 31.12.2014 vollständig verloren. Die bisher von der Gesellschaft erbrachten Leistungen wurden ab dem 01.12.2014 im Rahmen der Umsetzung der operativen Restrukturierung sukzessive und bedarfsgerecht in die drei eigenständigen Gesellschaften integriert. Bezüglich der Geschäftstätigkeit ab dem 01.01.2015 verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 1.1. Im Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 1.233 Tsd. Euro aus, da über eine Generalunternehmertätigkeit für Bauleistungen hinaus keine weiteren operativen, ertragswirksamen Leistungen erbracht werden. Die Muttergesellschaft IVG Immobilien AG hat mit Beschluss vom 24.07.2015 3.850 Tsd. Euro in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt. Vor diesem Hintergrund wurde der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag im Vergleich zum 31.12.2014 um 2.617 Tsd. Euro vermindert und beträgt zum Bilanzstichtag 3.806 Tsd. Euro. Zur Sicherstellung der Liquidität hatte die Muttergesellschaft IVG Immobilien AG am 25.09.2014 eine auf 3,0 Mio. € begrenzte Patronatserklärung abgegeben. Abschließend wird in diesem Zusammenhang auf die im Nachtragsbericht dargestellte und nach dem Bilanzstichtag beschlossene Erhöhung der Patronatserklärung verwiesen. 2.3. Unternehmenssteuerung Zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung sind eine klare strategische Ausrichtung sowie die Führung der Gesellschaft über die für die Realisierung der Strategie geeigneten und definierten Messgrößen. Das Management konzentriert sich dabei auf den finanziellen Leistungsindikator Ergebnis vor Steuern. 2.4. Prognose/Ist-Vergleich Insbesondere aufgrund erhöhter Personal- und Zinsaufwendungen wurde der für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte Jahresfehlbetrag von 643 Tsd. Euro verfehlt. Tatsächlich wurde ein Jahresfehlbetrag von 1.233 Tsd. Euro erzielt. 2.5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 ist weiterhin durch die Beendigung des Asset Managements zum 31.12.2014 geprägt. Die Bilanzsumme (unter Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages) verringerte sich von 11.655 Tsd. Euro auf 9.609 Tsd. Euro zum 31.12.2015. Auf der Aktivseite ist der Rückgang insbesondere auf die zum 31.07.2015 eingezahlte Bareinlage der IVG Immobilien AG zurückzuführen. Folge der Bareinlage war ein Abbau des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages. Auf der Passivseite verminderten sich aufgrund der Begleichung konzerninterner Verbindlichkeiten insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 3.325 Tsd. Euro auf 1.614 Tsd. Euro. Bezüglich der Finanz- und Ertragslage ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Vorjahreszeitraum um das dreieinhalbmonatige Rumpfgeschäftsjahr vom 16.09.2014 bis 31.12.2014 handelt und aus diesem Grund die Vergleichbarkeit mit dem zwölfmonatigen Berichtszeitraum eingeschränkt ist. Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch folgende Kapitalflussrechnung verdeutlicht:
Im Geschäftsjahr wurde ein Mittelabfluss aus der operativen Tätigkeit von -854 Tsd. Euro erzielt. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert daraus, dass die Einzahlung der IVG Immobilien AG aus der Einlage in die Kapitalrücklage von 3.850 Tsd. Euro die Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung konzerninterner Darlehen überstieg. Insgesamt führte dies zu einer Reduzierung des Finanzmittelbestandes (Guthaben bei Kreditinstituten) um 142 Tsd. Euro auf 1.097 Tsd. Euro. Die Ertragslage der Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass die im Wesentlichen aus dem Bauprojekt Grifols erzielten Erlöse von 7.063 Tsd. Euro sowie sonstige betriebliche Erträge von 1.078 Tsd. Euro die operativen Aufwendungen nicht decken konnten. So führte dies zu einem negativem EBIT von -741 Tsd. Euro. Das Finanzergebnis verschlechterte sich insbesondere aufgrund von Effekten aus der Änderung des Rechnungszinses für Pensionsrückstellungen auf -650 Tsd. Euro. Insgesamt ergibt sich ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1.390 Tsd. Euro. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 158 Tsd. Euro ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 1.233 Tsd. Euro. 3. MitarbeiterIm Durchschnitt des Berichtsjahres 2015 waren 4 (Rumpfgeschäftsjahr zum 31.12.2014: 34) Mitarbeiter beschäftigt. 4. Chancen- und Risikobericht4.1. Risikomanagement Die Gesellschaft ist als Tochterunternehmen der IVG Immobilien AG, Bonn, in deren Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Die IVG Immobilien AG hat ein strukturiertes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Dazu gehören neben einer strukturierten Chancen- und Risikoberichterstattung ein konzerninternes Kontrollsystem sowie ein an den Risiken des Geschäfts ausgerichtetes Compliance-System. Die Geschäftsführung nutzt das konzernweite Chancen- und Risikomanagement, dessen Ziel es ist, die relevanten Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, um hinsichtlich ihrer Auswirkungen adäquat zu reagieren und an die zuständigen Entscheidungsträger zu kommunizieren. Das Chancen- und Risikomanagement soll sicherstellen, dass die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um Chancen erfolgreich zu nutzen und Risiken effektiv zu steuern und diese damit weitestgehend zu minimieren. Potenzielle Schäden oder die Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens sollen dadurch verhindert werden. Die Kontrolle hinsichtlich der Einhaltung von genehmigten Budgets erfolgt über die Kostenverfolgung durch die Gesellschaft und die zur Verfügung stehenden EDV-Instrumente SAP und Bison XP. Bewertung von Chancen und Risiken Chancen und Risiken werden als signifikante positive bzw. negative Abweichungen von den angestrebten Unternehmenszielen gemäß aktueller Planung definiert. Der Eintritt von Chancen und Risiken lässt sich mit spezifischen Wahrscheinlichkeiten versehen. Grundsatz bei der Planung und Risikoberichterstattung ist, dass die wahrscheinlichste Entwicklung (Eintrittswahrscheinlichkeit > 50 %) immer in der Planung verarbeitet werden muss und das mögliche Abweichungen von dieser wahrscheinlichsten Entwicklung im Rahmen einer zweitwahrscheinlichsten Entwicklungsvariante (Eintrittswahrscheinlichkeit 25 - 50 %) und ab einer Höhe von 1 Mio. Euro in der Chancen- und Risikoberichterstattung zu erfassen sind. Ereignisse mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von unter 25 % sind nur insoweit berichtspflichtig, wie sie systemischer Natur sein können und von Bedeutung für den Fortbestand der Unternehmung sind. Die Chancen- bzw. Risikohöhe ist grundsätzlich zu quantifizieren. Sollte eine Quantifizierung nicht oder nur schwer möglich sein, ist die Höhe einer der vier Risikoklassen im Wege einer groben Schätzung zuzuordnen. Risikoklassen
4.2. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Gesamteinschätzung der Risiken Die Gesellschaft übernimmt zukünftig im IVG-Konzern die Personalgestellung für einen Teil der Immobiliengesellschaften sowie konzerninterne Generalunternehmertätigkeiten für Bauleistungen. Somit ist die Gesellschaft von der wirtschaftlichen Entwicklung der Immobiliengesellschaften abhängig und mittelbar den Chancen und Risiken dieser Gesellschaften ausgesetzt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet und auf die finanzielle Unterstützung der IVG Immobilien AG angewiesen. Bezüglich der zukünftigen Entwicklung wird auf die Angaben im Prognosebericht verwiesen. Da das Planinsolvenzverfahren der IVG Immobilien AG am 15.9.2014 erfolgreich abgeschlossen wurde, besteht nicht mehr das Risiko, dass die von der Gesellschafterin zugesagte finanzielle Unterstützung ausfällt. Wir verweisen hierzu auf die Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt daher unter Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere den nachfolgenden Einzelrisiken ausgesetzt. 4.3. Diskussion der Einzelchancen und -risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet und daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin IVG Immobilien AG angewiesen. Die finanzielle Ausstattung wurde durch eine von der IVG Immobilien AG am 16.12.2009 abgegebene, unbefristete und unbegrenzte Patronatserklärung sowie eine Rangrücktrittserklärung sichergestellt. Diese Patronatserklärung wurde durch eine neue, am 25.09.2014 abgegebene und auf 3,0 Mio. € begrenzte Patronatserklärung abgelöst. Diese wurde durch die IVG Immobilien AG mit Beschluss vom 21.01.2016 auf 5,0 Mio. € erhöht. Gemäß der weiterhin unverändert bestehenden Rangrücktrittserklärung tritt die Gesellschafterin mit ihrem Rückzahlungsanspruch sowie mit ihrem Zinsanspruch im Range hinter alle anderen derzeitigen und künftigen Gläubiger zurück. Zudem wurden im Berichtsjahr gemäß Beschluss vom 24.07.2015 durch die Muttergesellschaft IVG Immobilien AG 3,85 Mio. € in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt. Ausfallrisiken Ausfallrisiken bestehen darin, dass Vertragspartner bzw. Kunden ihren Verpflichtungen aus einem Geschäft nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste verursacht werden. Diesem Adressausfallrisiko begegnet das Unternehmen mit einem stringenten Debitoren-Risiko-Management-System. Da die Gesellschaft ihre Dienstleistungen überwiegend gegenüber Unternehmen des IVG-Konzerns erbringt, ist dieses Risiko als gering einzustufen, da der IVG-Konzern wieder eine gute Bonität aufweist. Rechtliche Risiken Bei der Gesellschaft sind keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig. 5. Ausblick5.1. Nachtragsbericht Mit Beschluss vom 21.01.2016 wurde die bestehende, betragsmäßig auf 3,0 Mio. € begrenzte Patronatserklärung der IVG Immobilien AG auf 5,0 Mio. € erhöht. 5.2. Prognosebericht Der Prognosebericht umfasst das Kalenderjahr 2016. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Trend zu reduziertem Leerstand und steigenden Mietpreisen sollte sich in Deutschland weiter fortsetzen. In Westeuropa dürfte die Mobilität der Mieter zum mietpreisbedingten Wechsel des Standortes ansteigen und damit die Nachfrage nach B-Standorten beleben. Sofern das niedrige Zinsniveau bestehen bleibt, sollte die Nachfrage nach Immobilien auch außerhalb des Core-Segments weiterhin anhalten. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die IVG Asset Management GmbH tritt seit dem Geschäftsjahr 2015 als Generalunternehmerin für Bauleistungen im IVG-Konzern auf. Daneben übernimmt die Gesellschaft die Personalgestellung für einen Teil der Immobiliengesellschaften sowie die Betreuung der bestehenden Pensionsverpflichtungen im IVG-Konzern. Vor dem Hintergrund dieser operativen Neuausrichtung der Gesellschaft und der kontrahierten Aufträge wird für das Geschäftsjahr 2016 ein Jahresfehlbetrag von 844 Tsd. Euro erwartet. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der IVG Asset Management. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der Gesellschaft wesentlich von diesen Aussagen abweichen. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
Bonn, den 01.08.2016 IVG Asset Management GmbH Wolfgang Winkler-Sümnick David Canals Imohr Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015I. Allgemeine AngabenAm 25.11.2014 wurde mit notarieller Urkunde der Notarin Dr. Thekla Schleifenbaum (UR-Nr. 1054/2014) die Änderung des Geschäftsjahres der IVG Asset Management GmbH, Bonn, beschlossen und der Gesellschaftsvertrag in § 4 Abs. 2 geändert. Nach der Änderung entspricht das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr. Der Zeitraum vom 16.09.2014 bis 31.12.2014 gilt nach dieser Beurkundung als weiteres Rumpfgeschäftsjahr. Aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit des zwölfmonatigen Berichtszeitraums mit dem dreieinhalbmonatigen Vorjahreszeitraum eingeschränkt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß den Vorschriften in § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Zu den Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Gesellschaft wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wird insoweit Gebrauch gemacht, als bestimmte Anhangangaben ganz- bzw. teilweise unterbleiben. Eine Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt aufgrund der befreienden Angaben im Konzernanhang der IVG Immobilien AG gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2015 bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen einer tatsächlichen Überschuldung im Sinne der InsO hat die alleinige Gesellschafterin IVG Immobilien AG eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, wonach die Gläubigerin mit ihren Forderungen gegen die IVG Asset Management im Range dergestalt zurücktritt, dass sie mit ihrem Rückzahlungsanspruch sowie mit ihrem Zinsanspruch im Range hinter allen anderen derzeitigen und künftigen Gläubigern steht. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft zur Sicherstellung der Liquidität der IVG Asset Management am 25.09.2014 eine unbefristete und betragsmäßig auf 3,0 Mio. Euro begrenzte Patronatserklärung abgegeben, die die bestehende Patronatserklärung abgelöst hat. Mit Beschluss vom 21.01.2016 wurde die Patronatserklärung auf 5,0 Mio. Euro erhöht. Es wird auf die Ausführungen im Nachtragsbericht verwiesen. Gemäß Beschluss vom 24.07.2015 hat die Muttergesellschaft IVG Immobilien AG im Geschäftsjahr 3.850 Tsd. Euro in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingebracht. In Folge der o.g. Ereignisse bzw. Umstände erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes umgerechnet, soweit nicht ein gesunkener oder gestiegener Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Vermögensgegenstände oder Aufwertung der Verbindlichkeiten erforderlich gemacht hat. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung der Forderung aus dem Zeitkontenrückdeckungsvertrag mit der Allianz Lebensversicherungs AG und den nach dem versicherungsmathematischen Gutachten von AON Hewitt ermittelten Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungsverfahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,89 % (31.12.2014: 4,53 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (31.12.2014: 2,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % (31.12.2014: 1,75 %) bzw. 1,00 % (31.12.2014: 1,00 %) für Zusagen mit Anpassungsgarantie gem. § 16 Abs. 3 Ziff. 1 BetrAVG zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von jährlich 2,24 % (31.12.2014: 2,51 %) bzw. 1,06 % (31.12.2014: 1,00 %) für Zusagen an leitende Angestellte unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, welcher den Anschaffungskosten entspricht. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen ist mit dem versicherungsmathematischen Barwert (Abzinsungsfaktor 2,34 %; 31.12.2014: 3,07 %) vorgenommen worden. Die Berechnungen gehen von einer Einkommensdynamik von 2,25% (31.12.2014: 2,25%) und einer BBG-Dynamik (angenommene Gehaltssteigerungen) von 2,25% (31.12.2014: 2,25%) aus. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von drei Jahren ergibt. Der Erfüllungsrückstand für Lohn/Gehalt wurde mit dem Lohn-/Gehaltsanspruch ab Beginn der Freistellungsphase in Ansatz gebracht. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, welcher den Anschaffungskosten entspricht. Steuerrückstellungen enthalten Steuerverpflichtungen aus Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung in notwendigem Umfang alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Dabei wird die Bruttodarstellung (unsaldierte Darstellung des Aufwands der Gesamtverpflichtung und der Erträge aus der Aufzinsung) angewendet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten berechnet. Latente Steuern sind aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB (Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern) nicht enthalten. III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 58 Tsd. Euro betreffen Dritten in Rechnung gestellte Versicherungsentgelte. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.446 Tsd. Euro betreffen mit 2.227 Tsd. Euro Forderungen gegen die IVG 0477 Frankfurt Colmarer Str. GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um in Rechnung gestellte Kosten aus dem Generalübernehmervertrag für das Bauprojekt Grifols. Des Weiteren bestehen Forderungen von 219 Tsd. Euro gegen verbundene IVG Konzerngesellschaften, die aus der Weiterberechnung von Personalkosten sowie Fees resultieren. Zum 31.12.2015 bestehen Forderungen in Höhe von 12 Tsd. Euro gegen ein Unternehmen aus einem Beteiligungsverhältnis. Es handelt sich hierbei um Forderungen aus der Weiterberechnung von Versicherungsentgelten. Die sonstigen Vermögensgegenstände von 171 Tsd. Euro beinhalten hauptsächlich debitorische Kreditoren und vorausgezahlte Ertragsteuern. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Gesellschaft hatte eine von der IVG Finance B.V., Amsterdam, begebene Wandelanleihe mit einem Nominalwert von 2.000 Tsd. Euro erworben. Die Wandelanleihe war Teil des im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens der Gesellschafterin IVG Immobilien AG auf Basis des Insolvenzplans durchgeführten Debt-to-Equity Swaps. Als Gegenleistung erhielt die Gesellschaft die von einer luxemburgischen Holdinggesellschaft des IVG Konzerns ausgegebenen und unter den Wertpapieren ausgewiesenen Tracking Prefered Equity Certificates (TPEC). Diese werden zum Bilanzstichtag zu den Anschaffungskosten von 1.387 Tsd. Euro bilanziert. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 leistete die IVG Immobilien AG eine Bareinlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 3.850 Tsd. Euro. Aufgrund des erzielten Jahresfehlbetrages von 1.233 Tsd. Euro und der getätigten Bareinlage reduzierte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft auf 3.806 Tsd. Euro. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Nach Verrechnung des Erfüllungsbetrags der Verpflichtung in Höhe von 4.398 Tsd. Euro mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 32 Tsd. Euro werden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 4.366 Tsd. Euro ausgewiesen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sowie aus der Änderung des Rechnungszinses in Höhe von insgesamt 692 Tsd. Euro wurden innerhalb des Postens Zinsen und ähnliche Aufwendungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 1 Tsd. Euro verrechnet. 5. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Gewerbesteuer (346 Tsd. Euro) und Körperschaftsteuer (293 Tsd. Euro) für das Rumpfgeschäftsjahr 2014. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen aus dem Bauprojekt Grifols in Höhe von 1.926 Tsd. Euro sowie Personalsachverhalte wie z.B. Tantiemen (289 Tsd. Euro; Vorjahr: 367 Tsd. Euro). Zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Mitarbeiter verpfändet wurden. Da die Ansprüche aus diesen Versicherungen dem Zugriff der Gläubiger der Gesellschaft entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen, wurden die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen als Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Rückstellungen für Erfüllungsrückstände verrechnet. Dabei ergab sich ein Aktivüberhang, der im Berichtsjahr als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird. Als beizulegender Zeitwert wurde der von der Versicherungsgesellschaft berechnete Aktivwert angesetzt, der den Anschaffungskosten entspricht. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen sowie aus der Änderung des Rechnungszinses in Höhe von insgesamt 26 Tsd. Euro wurden innerhalb des Postens Zinsen und ähnliche Aufwendungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 25 Tsd. Euro verrechnet.
7. Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.611 Tsd. Euro gegenüber der Gesellschafterin IVG Immobilien AG. Diese umfassen Verbindlichkeiten aus interner Leistungsverrechnung von 959 Tsd. Euro, aus der Übertragung von Pensionsverpflichtungen von 367 Tsd. Euro, aus kurzfristiger Darlehensgewährung von 177 Tsd. Euro sowie aus Mieten von 108 Tsd. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 463 Tsd. Euro beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, kreditorische Debitoren sowie Steuerverbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge.
Zum 31.12.2015 bestehen keine Haftungsverhältnisse. 9. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von 7.063 Tsd. Euro resultieren insbesondere aus dem Generalübernehmervertrag für das Bauprojekt Grifols. Die Umsatzerlöse des Vorjahres von 3.526 Tsd. Euro resultierten insbesondere aus erbrachten Asset Management Leistungen. 10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.078 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.137 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der internen Leistungsverrechnung in Höhe von 198 Tsd. Euro sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 247 Tsd. Euro und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 542 Tsd. Euro. Des Weiteren bestehen sonstige Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 3 Tsd. Euro. 11. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von 6.902 Tsd. Euro (Vorjahr: 45 Tsd. Euro) betreffen im Wesentlichen mit 6.848 Tsd. Euro Kosten, die innerhalb des IVG-Konzerns weiterberechnet wurden. Des Weiteren enthält der Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 7 Tsd. Euro (Vorjahr: 9 Tsd. Euro). 12. Personalaufwand Im Personalaufwand von 1.495 Tsd. Euro (Vorjahr: 708 Tsd. Euro) sind neben Löhnen und Gehältern soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung erfasst. 13. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 477 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.829 Tsd. Euro) sind im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen von 307 Tsd. Euro sowie Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungsleistungen von 109 Tsd. Euro enthalten. 14. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 158 Tsd. Euro, dieser resultiert aus der ertragsteuerlichen Verrechnung des Verlustes des Geschäftsjahres. 15. Jahresergebnis Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 1.233 Tsd. Euro. IV. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 4 Mitarbeiter (Vorjahr: 34). Es handelt sich hierbei um 4 (Vorjahr: 34) Angestellte. Gewerbliche Mitarbeiter waren nicht beschäftigt (Vorjahr: 0). 2. Mitglieder der Geschäftsführung und Bezüge
An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge gezahlt. Für diese Personengruppe bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften von 1.060 Tsd. Euro. Im Berichtsjahr wurden keine Vorschüsse oder Kredite an aktive oder ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gewährt. 3. Konzernzugehörigkeit Die IVG Asset Management GmbH befindet sich zu 100% im Eigentum der IVG Immobilien AG, Bonn. Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der IVG Immobilien AG einbezogen. Es handelt sich bei der IVG Immobilien AG um das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der IVG Immobilien AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die IVG Immobilien AG befand sich zum 31.12.2015 zu 79,96% im Eigentum der Concrete Holding I GmbH, Frankfurt am Main, (HRB 98834 Amtsgericht Frankfurt am Main) und zu 19,89% im Eigentum der Concrete Holding II GmbH, Frankfurt am Main, (HRB 98835 Amtsgericht Frankfurt am Main) sowie zu 0,15% im Besitz verschiedener weiterer Aktionäre. Die Concrete Holding I GmbH wird zu 100% von der Concrete Investment I S.C.A., 52-54 avenue du X Septembre, L-2550 Luxembourg gehalten. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses ist bislang nicht erfolgt.
Bonn, den 01.08.2016 IVG Asset Management GmbH Wolfgang Winkler-Sümnick David Canals Imohr Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IVG Asset Management GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 1. August 2016 PricewaterhouseCoopers
Uwe Rittmann, Wirtschaftsprüfer i.V. Oliver Nölke, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 12.10.2016 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
24 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Gasthöfe
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen