Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Prosino GmbH
Schillerplatz 8, 71638 Ludwigsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Markus Hey seit 28.3.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prosino GmbHLudwigsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Prosino GmbH1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Prosino GmbH Geschäftsmodell Die Prosino GmbH ist eines der führenden Unternehmen für den Import von qualitativ hochwertigen und innovativen Handelswaren aus dem asiatischen Raum. Die Prosino GmbH verkauft Produkte in verschiedenen Kategorien: o Arbeitsschutzprodukte: Berufsbekleidung, Persönliche Schutzausrüstung o Betriebsbedarf: PE Knotenbeutel, Werbeartikel, Taschen o Hygienebedarf: Mund- und Nasenschutz, Handschuhe Die Produkte werden nicht selbst von der Prosino GmbH gefertigt, sondern von nahestehenden Partnerunternehmen. Durch die enge Kooperation mit den langjährigen Produktpartnern können die Produktlösungen sehr individuell entwickelt und qualitativ hochwertig produziert werden. Der Verkauf erfolgt ohne Zwischenhandel an gewerbliche Kunden. Diese Unternehmenskunden sind in verschiedenen Wirtschaftszweigen beheimatet. Durch die Spezialisierung auf individualisierte Non-Food-Ware mit exklusiven Beziehungen zu Lieferanten in Asien, insbesondere in der Volksrepublik China, ermöglicht Prosino die Lieferung von komplexeren Produktlösungen und grenzt sich hierdurch von den Mitbewerbern ab. Am 31. Dezember 2023 beschäftigt das Unternehmen inklusive Geschäftsführer 3 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 2 Mitarbeiter/innen), die jeweils vollzeitbeschäftigt sind. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023 Die Weltwirtschaft expandierte 2023 nur moderat. Die Weltwirtschaft legte im Jahr 2023 nur in sehr verhaltenem Tempo zu. Eine rezessive Entwicklung, die aufgrund der deutlich restriktiven Geldpolitik der Notenbanken insbesondere für die Industrieländer befürchtet werden konnte, hat sich auf globaler Ebene nicht eingestellt. Die weltweite Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr 2023 um rd. 3,0 % gewachsen. Im Jahr 2022 hatte das Wachstum noch 3,5% betragen. Im Euroraum ist der Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Berichtsjahr bei einem Plus von 0,5 % schwach ausgefallen. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 geschrumpft - hier wurde ein BIP-Rückgang um 0,3 % ausgewiesen. Besser entwickelte sich die US-Wirtschaft. Dort lag der Zuwachs des BIP im Jahr 2023 bei 2,5 %. Inflationsraten sind nach deutlichen Zinserhöhungsschritten auf dem Rückzug, das Niveau aber noch relativ hoch Die Inflationsraten zeigten sich zuletzt vor allem auf Grund der niedrigen Rohstoffpreise und der expansiveren Geldpolitik der Notenbanken im Trend spürbar rückläufig. Somit dürfte die geldpolitische Straffung in den USA, im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ihren Höhepunkt weitgehend erreicht haben. Gleichwohl wird die Teuerung voraussichtlich erst mittelfristig wieder nachrangig in die Nähe der Zielmarken der Zentralbanken sinken. Die globale Inflationsrate lag 2023 bei 6,9 %. Für die Industriestaaten lag die Teuerungsrate für das Jahr 2023 bei 4,7 %. Für Deutschland hat das statistische Bundesamt eine Preissteigerungsrate von 5,9 % für das vergangene Jahr berichtet. 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Der Markt von Verbrauchsartikeln im gewerblichen Bereich war in Deutschland immer noch durch die auslaufenden Coronafolgen sowie die Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt. Die Nachfrage insgesamt verlief verhalten. Die Nachfrage nach Non-Food-Waren in den Segmenten Betriebsbedarf und Hygienebedarf war dagegen ungebrochen. Trotz Störungen im Welthandel und in den internationalen Lieferketten boomte die Einfuhr von preissensitiven Fertigprodukten vorwiegend aus der Volksrepublik China und sonstigen asiatischen Produktionsstandorten. 2.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von den Nachfrageentwicklungen nach der Corona-Pandemie sowie den Entwicklungen der Inflation und der Eintrübung der Konjunktur. Wir prognostizierten für das Jahr 2023 rückläufige Umsatzerlöse im zweistelligen Prozentbereich verglichen mit dem Jahr 2022 sowie ein deutlich niedrigeres, aber dennoch positives Ergebnis. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang der Umsatzerlöse von rd. 69 % und lag damit im Rahmen der zuletzt im 2. Quartal 2023 angepassten Prognosespanne. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 war noch eine volatile Nachfrage nach Covid-19-Produkten zu verzeichnen. Die rückläufige Nachfrage nach diesen Produkten führte in 2023 zu einem erwarteten deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse. Die Nachfrage nach Betriebs- und Hygienebedarf sowie die Weiterentwicklung des Produktbereichs Arbeitsschutzprodukte trug weiterhin zu einer guten und stabilen Entwicklung im ganzen Geschäftsjahr bei. Die Nachfrage nach Werbemittel war sehr verhalten und zeigte keine positive Entwicklung im Jahresverlauf 2023 für das Unternehmen. Die Nachfrage nach individuell und preissensitiv gefertigten Arbeitsschutzprodukten zeigt eine sehr positive Entwicklung. Von der Verknappung der Rohstoffe bei den Produktionspartnern war nichts zu spüren und die Rohstoffe waren immer ausreichend zur Produktion der Handelsware verfügbar. Auch von der globalen Störung der Logistikketten war die Prosino GmbH nicht betroffen. Negativ wirkten sich jedoch die weiterhin auftretenden Preisschwankungen in der Logistikbranche aus. Preissteigerungen konnten größtenteils an den Markt weitergegeben werden und belasteten das Ergebnis der Prosino nicht wesentlich. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Das Gesamtvermögen lag zum Abschlussstichtag bei 17,0 Mio. EUR, im Vorjahr bei 14,8 Mio. EUR. Die langfristigen Vermögenswerte im Anlagevermögen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert insgesamt um rund 1,0 Mio. EUR erhöht. Ausschlaggebend hierfür ist der Zugang einer im Betriebsvermögen befindlichen Immobilie, die im Geschäftsjahr 2023 fertiggestellt wurde. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind im Vorjahresvergleich um 0,3 TEUR zurückgegangen. Die Lieferforderungen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 0,7 TEUR. Die Leistungsforderungen sind insbesondere durch die Forderungen gegen Gesellschafter um 0,9 Mio. EUR gestiegen. Bei den Verbindlichkeiten haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,1 Mio. EUR erhöht. Dagegen sind die Lieferverbindlichkeiten und die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,3 Mio. EUR sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 0,9 Mio. EUR angestiegen. Die Sachanlagenintensität lag bei rund 26 % (Vorjahr: rund 24 %). Das Verhältnis von langfristigem Kapital zu langfristigen Vermögenswerten betrug zum Bilanzstichtag 1,9 (Vorjahr: 2,3). 3.2 Finanzlage Kapitalstruktur Auf der Passivseite lag das Eigenkapital mit 8,8 Mio. EUR über dem Niveau zu Beginn des Geschäftsjahres von 8,1 Mio. EUR, was insbesondere aus dem positiven Geschäftsjahresergebnis resultiert. Die Eigenkapitalquote verminderte sich leicht von rund 55 % auf rund 52 %. Investitionen Insgesamt lagen die Investitionen in das Sachanlagevermögen bei 1,1 Mio. EUR gegenüber 3,4 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtsjahr verteilte sich das Gesamtvolumen der Anlagenzugänge auf kleinere und mittlere Ersatzbeschaffungen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr eine in 2023 fertiggestellte Immobilie aktiviert, für die Anzahlungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR geleistet wurden. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielles Anlagevermögen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 140 TEUR (Vorjahr: 57 TEUR). Liquidität und Nettoverschuldung Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag mit 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresstichtagswert von 0,4 Mio. EUR. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich in Summe um 1,1 Mio. EUR auf 4,65 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Der Fremdfinanzierungsanteil der Gesellschaft liegt per Geschäftsjahresende bei rund 27 % gegenüber rund 24 % im Vorjahr. Die Zahlung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt in der Regel unter Ausnutzung von Skontofristen bzw. zum vereinbarten Zahlungsziel. Die Nettoverschuldung hat sich von 6,3 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR erhöht. Der EBITDA lag bei rund 1,0 Mio. EUR. 3.3 Ertragslage Für die Prosino GmbH sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 um rund 69 % auf rund 8,7 Mio. EUR. Aufgrund der Marktdynamik in der abschwächenden Coronavirus-Pandemie ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf eine schwächere Nachfrage nach Covid-19-Produkten sowie Werbemitteln zurückzuführen. Die Bruttomarge lag im Geschäftsjahr 2023 mit 32,4 % etwas über dem Vorjahr (2022: 31,0 %). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem im Vergleich zum Vorjahr veränderten Produktmix sowie veränderten Ein- und Verkaufspreisen und damit einhergehender sinkender Materialaufwandsquote. Bedingt durch den deutlichen Umsatzrückgang verminderte sich das operative Ergebnis EBIT im Geschäftsjahr 2023 deutlich auf rund 0,8 Mio. EUR (2022: 7,2 Mio. EUR). Infolgedessen ging auch die EBIT-Marge spürbar zurück und lag mit 9,8 % unter der des Vorjahres (2022: 25,8 %). Die Abschreibungen lagen mit 140 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (2022: 57 TEUR). Die Nettoerträge (Finanzergebnis) lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 130 TEUR nahezu auf Vorjahresniveau (2022: 141 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2023 folglich auf 683 TEUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (2022: 5.183 TEUR). 3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung und Vergleich mit der Prognose der Vorperiode Aus Sicht der Geschäftsleitung stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz deutlicher Umsatzrückgänge zufriedenstellend dar. Durch eine Anpassung des Produktmixes und eine leichte Verbesserung der Materialaufwandsquote ist es gelungen, ein zufriedenstellendes Jahresergebnis 2023 zu erzielen. 4. Prognosebericht Die Aussichten für das Jahr 2024 sind weiterhin von gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Die Unternehmensplanung lässt erwarten, dass sich die tatsächliche Lage positiver darstellen wird, als teilweise noch Anfang 2023 erwartet. Viele Konjunkturindikatoren senden allerdings noch widersprüchliche Signale und die Liste der Risikofaktoren für die Konjunktur bleibt lang. Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzung der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr. Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Prosino GmbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Prosino GmbH positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Die angebotene Produktpalette wurde erfolgreich um die Segmente für Arbeitsschutz und Berufsbekleidung erstmals mit Eigenentwicklungen beginnend im Jahr 2023 erweitert, um diesen neuen Markt zu beliefern. Mit einer langen Anlaufphase im Vertrieb ist weiterhin zu rechnen, bedingt durch Fertigungsstufe und Bemusterungsprüfung, um die Kunden von den eigenen Produkten zu überzeugen. Die Segmente werden gemäß der Planung zur Belebung beim Umsatz- und Ertragswachstum beitragen. Abgeleitet aus der Kundenauftragsentwicklung des Jahres 2023 rechnen wir mit einem starken Anstieg der Umsätze in 2024 im zweistelligen Prozentbereich, bedingt durch die neuen Produktlösungen und neu akquirierte Kunden. Für 2024 gehen wir durch ansteigendes Auftragsvolumen von einem insgesamt deutlich höheren positiven Ergebnis aus. Bei der Bilanzsumme erwarten wir das Vorjahresniveau. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft, ggf. unter Aufnahme von Fremdkapital für die Investitionen, gewährleistet ist. Für das Jahr 2024 ist die Aufnahme neuer Finanzierungen geplant, um das geplante Unternehmenswachstum auch mit der benötigten Liquidität sicher zu stellen. Insbesondere bei einer konjunkturellen Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung durch ausbleibende Auftragseingänge ergeben. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, ist es möglich, dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Gesamtaussage Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 lässt erkennen, dass hinsichtlich der Wettbewerbssituation weiter eine positive Abgrenzung erfolgt. Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert. Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigten Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung dieser Rahmenbedingungen als günstig. Die geopolitischen Auswirkungen und der Russland-Ukraine-Krieg können die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der getroffenen Prognosen negativ beeinflussen. 5. Wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 5.1 Chancenbericht Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur sowie dem erfolgreichen Ausbau neuer Vertriebsstrukturen, die zu steigendem Absatz der angebotenen Produkte führt. Große Chancen erwarten wir aus dem zukunftsweisenden Marktsegment Arbeitsschutz und Berufskleidung. Darüber hinaus sehen wir durch die Konzentration der Vertriebstätigkeit mit dem Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen und Erweiterung der Produktsegmente eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Kunden die Möglichkeit, dem Wettbewerbsdruck zu begegnen. 5.2 Darstellung der wesentlichen Risiken Die Branchenrisiken sind als gering zu bewerten, da Mitbewerber diesen Qualitätsproduktmix mit Produktionssteuerung in Fernost und die Menge dieser Segmente nicht analog bieten. Finanzwirtschaftliche Auswirkungen durch Wechselkursschwankungen ergeben sich überwiegend aus den Bezugsproduktpreisen, die in den meisten Fällen an die Kunden weitergereicht werden können. Die Risiken von schwankenden Produktpreisen, Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken auf dem Beschaffungsmarkt dar. Mit Anpassungen an Preisschwankungen in einem festgelegten Zielkorridor wird dem veränderten Preisrahmen gegenüber den Kunden begegnet. Unsere Kunden haben durchweg eine gute Bonität, so dass das Forderungsausfallrisiko als niedrig zu bewerten ist bzw. als nicht gegeben angesehen werden kann. Die Auswirkungen beim Eintritt eines Forderungsausfalles wären jedoch wesentlich, so dass wir mittels eines Kundenmanagementsystems u.a. Zahlungseingänge zeitnah und engmaschig überwachen. Das Liquiditätsrisiko setzt sich allgemein aus dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko zusammen. Durch die auftragsbezogene Herstellung der Produkte wird diesem Risiko größtenteils begegnet, da ein intensiver Lagerbestand entfällt. Ausreichende Finanzierungszusagen von Bankpartnern sind entsprechend der Unternehmensplanung vom Unternehmen zu managen. Um dem genannten Risiko entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft einen Risikomanagementprozess entwickelt, der folgende wesentliche Elemente umfasst: o Liquiditätsübersicht auf Basis einer unternehmensinternen Liquiditätsplanung o Tägliche Disposition der laufenden Konten o Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans In 2023 bewegten sich das Liquiditätsrisiko jederzeit innerhalb des von der Geschäftsführung vorgegebenen Gesamtlimits im Rahmen des Risikomanagementprozesses. Bestandsgefährdenden Risiken ist die Gesellschaft derzeit nicht ausgesetzt. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, sind nicht bekannt. 7. Bericht über Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen.
Ludwigsburg, im Juni 2025 gezeichnet Stephan Hey, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Prosino GmbH, LudwigsburgA. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge Der Jahresabschluss der Prosino GmbH mit Sitz in Ludwigsburg (Amtsgericht Stuttgart, HRB 748423) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf, da sie nicht an zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren die Schwellenwerte für kleine Kapitalgesellschaften unterschritten hat. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Angabenerleichterungen in Anspruch. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und 50 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind mit den Nennwerten bilanziert; erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 44), für Garantien (TEUR 43), für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 40) und für diverse sonstige Rückstellungen (TEUR 26). Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. C. Weitere Angaben zur Bilanz 1. Angaben zum Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der als letzte Seite des Anhangs dargestellt ist. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung an der Prosino Logistics B.V., Rotterdam / Niederlande, mit einer Beteiligungsquote von 60 %. Die Anschaffungskosten betrugen TEUR 45. Die Beteiligung verfügt über ein Stammkapital von TEUR 50 (Jahresgewinn 2023: TEUR 56). 2. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten 8.890 TEUR Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Eigenkapital Der Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag zzgl. des Jahresergebnisses und beträgt zum Geschäftsjahresende 8.769 TEUR. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i. H. von 8.769 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i. H. von 2.849 TEUR durch Abtretung von Bausparguthaben, durch Grundpfandrechte sowie eine Bürgschaft des Gesellschafters besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. 5. Passive latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
D. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind: Stephan Hey, Dipl. Betriebswirt, Ludwigsburg, Geschäftsführer Von der Schutzklausel gem. § 284 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Dem Mitglied der Geschäftsführung wurde im Vorjahr und im Geschäftsjahr Darlehen i. H. von 8.890 TEUR mit einer Verzinsung von 3 % und 5 % und einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren gewährt. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Rückzahlung. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen mit einem Jahreswert von TEUR 159 und Laufzeiten bis längstens 2026. Bei der Kreissparkasse Göppingen besteht ein Avalkreditrahmen über TEUR 110. Die Gesellschaft stuft das Risiko einer Inanspruchnahme zurzeit als gering ein. 4. Sonstiges Von der Schutzklausel gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen getätigt. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung eingetreten.
Ludwigsburg, 24. Juni 2025 Geschäftsführung sonstige Berichtsbestandteile
Ludwigsburg, 22.7.2025 gezeichnet Stephan Hey, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2025 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Prosino GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Prosino GmbH, Ludwigsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prosino GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 25. Juni 2025 Schäfer & Partner GmbH Prof. Dr. Marcus Scholz, Wirtschaftsprüfer Nicole Ehrhardt, Wirtschaftsprüferin |
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Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
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