d.velop AG
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Leonard Pliete seit 11.1.2021 | Geschäftsführer |
Dirk Flögel seit 11.1.2021 | Geschäftsführer |
Christoph Dipl.-Ingenieur Pliete seit 6.3.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
d.velop holding GmbHGescherKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht1. Grundlagen des Konzerns Der d.velop-Konzern entwickelt und vermarktet Software zur durchgängigen Digitalisierung und Automatisierung von dokumentenbezogenen Geschäftsprozessen und branchenspezifischen Fachverfahren. Mit seinen insgesamt etwa 1.000 Mitarbeitenden in der Gruppe erzielt d.velop eine führende Positionierung als Anbieter im Markt für Content Services bzw. Enterprise Content Management (ECM). Neben einem etablierten Portfolio an Content-Services-Produkten, welche die Digitalisierung von Dokumenteneingangskanälen, das Informations- und Dokumentenmanagement, die Möglichkeit zur Compliance kompatiblen Aufbewahrung sowie die Automatisierung von Vorgängen und Office Prozessen abbilden, bietet d.velop zusätzlich Produkte für die digitale Zustellung von Dokumenten, die elektronische Unterschrift, die Eingangsrechnungsverarbeitung, digitales Vertragsmanagement sowie die Einbeziehung von Mitarbeiter:innen in Geschäftsprozesse über Mitarbeitenden-Apps an. So hilft d.velop Unternehmen und Organisationen dabei, ihr ganzes Potenzial zu entfalten, indem sie digitale Dienste bereitstellt, die Menschen miteinander verbinden sowie Abläufe und Vorgänge umfassend vereinfachen und neugestalten. Ein starkes, international agierendes Netzwerk aus rund 400 spezialisierten Partnern macht d.velop Content Services weltweit verfügbar. d.velop-Produkte sind branchenübergreifend bei mehr als 13.750 Kunden mit ca. 3,25 Millionen Usern im Einsatz. Die Bereitstellung bzw. Auslieferung der d.velop-Produkte erfolgt dabei in zunehmendem Maße als Software-as-a-Service (SaaS) über Cloud-Dienste, bzw. auch als sogenannte "Managed Services", d. h. in Betriebsmodellen, bei denen d.velop in Teilbereichen oder komplett den Betrieb vorhandener Infrastrukturen bei Kunden übernimmt. Dabei sind aufgrund eines ausgereiften Compliance Managements über alle Bereitstellungsformen insbesondere die Rechtssicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleistet. Kernelement der Unternehmensstrategie ist die Bereitstellung einfach zu beziehender Produkte über die "d.velop platform". Dabei fokussiert sich der Konzern in seinem Kompetenzbereich auf den konsequenten Auf- und Ausbau einer Plattform für Dokumentenmanagement und Office Automation. Mit der gleichzeitigen Etablierung eines App Builder-Programms im Jahre 2019 wurde ein sich selbst verstärkender Kreislauf initiiert. 1.1. Marketing-Strategie (Marktbereiche) Aufgrund heterogener Bedürfnisse und Wettbewerbssituationen, z. B. in den unterschiedlichen Branchen oder auch einzelner Fachbereiche der Kunden, sind die Anforderungen der Kunden für den Konzern ein entscheidendes Kriterium im Rahmen der Kundensegmentierung des Content-Services-Marktes. Darüber hinaus bilden die eingesetzten Technologien der Kunden ein weiteres entscheidendes Kriterium im Rahmen der Kundensegmentierung. Die d.velop-Gruppe forciert daher einen Marketing-Mix je Kundensegment und optimiert kontinuierlich die branchen- sowie fachbereichsspezifischen Ausprägungen der Preis-, Produkt-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Die Marke "d.velop" erstreckt sich auf sämtliche Bezeichnungen der Leistungen und Produkte des Unternehmens, die zur klareren Unterscheidung im Markt mit Deskriptoren ausgestattet ebenfalls die Marke "d.velop" im Namen tragen. Vor dem Hintergrund der Aufstellung der d.velop als Konzern entstehen so Synergien zwischen den Konzern- und den Unternehmens- sowie Produktmarken mit dem Ziel, durch die Verbindung zur Konzernmarke Unternehmens- und Produktmarken risikoresistenter zu machen. Zudem wird das Markenverständnis für Interessenten vereinfacht und so langfristig die Marke "d.velop" über alle Distributionskanäle gestärkt. Im Rahmen der Distributionspolitik setzt d.velop neben dem direkten Distributionskanal auf einen signifikanten Ausbau des indirekten Distributionskanals sowie auf strategische Unternehmensbeteiligungen. Der direkte Distributionskanal von d.velop adressiert den gehobenen Mittelstand sowie Großkunden oder im Hinblick auf die Größe vergleichbare Organisation, wie z. B. Krankenhäuser oder Organisationen im öffentlichen Sektor. Die Marktbearbeitung erfolgt durch Marktteams sowie online auf Basis der d.velop Plattform. Die d.velop investiert seit Jahren erfolgreich in den Ausbau des indirekten Distributionskanals und setzt damit im Rahmen der Marketing-Strategie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung eines erfolgreichen Wertschöpfungsnetzwerkes im Markt für ECM-Software (d.velop competence network). In das Wertschöpfungsnetzwerk von d.velop sind rund 400 Partnerunternehmen eingebunden, die auf Basis entsprechender Partnerverträge Produkte und Leistungen der d.velop vermarkten. Darüber hinaus wird das Wertschöpfungsnetzwerk von d.velop im Zuge der d.velop-Plattformstrategie um Partner der Ausprägung "App Builder" erweitert. Auf einer Seite bietet die d.velop Unternehmen damit die Möglichkeit, als d.velop "App Builder" eine zusätzliche Monetarisierung über die d.velop platform zu realisieren. Auf der anderen Seite wird die Anzahl der über die d.velop Plattform beziehbaren Leistungsangebote für Endkunden ausgebaut. Die Kundensegmentierung des Content Services-Marktes der d.velop-Gruppe sichert eine nachhaltige, kundenorientierte Ausgestaltung der Softwarelösungen der d.velop. Die Zielsetzung, digitale Geschäftsprozesse in den jeweiligen Unternehmen und Organisation zu realisieren, erfordert in hohem Maße Branchen-, Fachbereichs- und Technologiekompetenz. Diese Anforderung wird mit entsprechender Fokussierung auf die individuellen Bedürfnisse in den jeweiligen Kundensegmenten erfolgreich umgesetzt. 1.2. Branchenübergreifende Marktentwicklungen Im Rahmen der zunehmenden gesellschaftlichen Digitalisierung und vor dem Hintergrund sich dadurch permanent ändernder Anforderungen an Serviceumfang und Bereitstellungsformen digitaler Dienste, zeigen sich auch zunehmend tiefgreifende Auswirkungen auf den Markt der Content Services bzw. des Marktes für ECM. Diese äußern sich u.a. in Form verstärkter Nutzung entsprechender cloudbasierter Serviceleistungen. Dabei äußern sich diese Änderungen horizontal über alle Branchen hinweg, ohne eine spezifische Fokussierung auf einen speziellen Markt zu besitzen. Hybride Arbeitsmodelle von Unternehmen und Organisationen haben sich im Jahr 2023 branchenübergreifend etabliert. Infolgedessen ist der Trend hin zu Lösungen im Cloud-Umfeld ungebrochen, auch wenn konstatiert werden kann, dass stark regulierte Branchen und zu einem gewissen Grad auch öffentliche Einrichtungen, Kommunen und Städte etwas zurückhaltender auf den generellen Trend "SaaS aus der Public Cloud" reagieren. Für diese Marktsegmente gibt es jedoch europäische Alternativen und hybride Ansätze. Laut der Statista "Prognose zum Umsatz mit Software-as-a-Service weltweit" hat sich bis 2023 ein Potenzial von SaaS-Umsatz von mehr als 205,22 Milliarden US-Dollar ergeben. Im Jahr 2023 veröffentlichte d.velop erneut die wichtigsten Trends, die aus Sicht des Unternehmens die IT-Branche und hier insbesondere den Markt für Business-Software zukünftig maßgeblich prägen werden. Die Erstellung der Trend-Prognose erfolgte auf der Grundlage von Erfahrungswerten und Einschätzungen der d.velop-Marktexperten sowie von Mitgliedern im weltweiten d.velop Kunden- und Partnernetzwerk. Aktuell wurden folgende fünf Schwerpunkte ermittelt: Generative KI / Prozessdigitalisierung / Cloud und Nachhaltigkeit / Digitaler Arbeitsplatz / Cyber Security. Eine Fokussierung auf diese Herausforderungen empfiehlt sich für Unternehmen und Organisationen, die vor dem Hintergrund der sich rasant wandelnden Märkte weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen. Diese Themen adressiert d.velop im Rahmen seiner Strategie explizit. Grundsätzlich unterliegt der Software-Markt also (auch geopolitisch geprägten) erheblichen und permanenten Veränderungen, die d.velop aktiv mit den folgenden Fokusbereichen adressiert, welche sowohl in der Entwicklungs- als auch in der Go-to-Market Strategie verankert sind. Diese sind: • Software-as-a-Service (SaaS) / d.velop platform: Kunden erhalten durch d.velop eine große Flexibilität, ob sie klassisch mit im Unternehmen implementierten Systemen arbeiten, ihre Installation in die Cloud heben, gezielt gekapselte Services als SaaS-Lösung über die d.velop platform beziehen oder einen hybriden Betrieb präferieren. Zudem werden dedizierte Integrationen, beispielsweise in die Cloudlösungen von Sage, Haufe und Salesforce weiterentwickelt. Hier können große Kundenzahlen mit geringerem Aufwand auf das d.velop-Angebot umgestellt und betrieben werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Cloud-Migration - ein Bereich, in dem die d.velop neben der technologischen Kompetenz über große Expertise aus zahlreichen Projekten verfügt. So wird eine freie Wählbarkeit der Bereitstellungsform gewährleistet. • Compliance und Rechtssicherheit: Vor dem Hintergrund des Umgangs mit sensiblen Kundendokumenten versteht sich d.velop als Vertrauensdiensteanbieter und ist bestrebt, unter anderem durch die künftige Fokussierung auf europäische Datenhoheit, entsprechende Cloud-Anbieter zu nutzen, um auch stark regulierten Märkten sichere Optionen anzubieten. • Digital Workplace: Zum Digital Workplace gehören Kollaborationsfunktionen, die kontext-sensitive proaktive Bereitstellung von Informationen sowie mobile Apps zur Mitarbeitenden-Kommunikation und Cloud-Lösungen. Diesem Trend wird d.velop mit Lösungen gerecht, die den notwendigen Usability- und Funktionalitätsinnovationen der IT-Arbeitsplätze in einer digitalisierten Welt entsprechen. Ein wichtiges Element stellt dabei die bidirektionale Übermittlung dokumentenbasierter Informationen auch über Unternehmensgrenzen hinaus dar. 1.3. Organisationsentwicklung Vor dem Hintergrund des sich weiter entwickelnden digitalen Wandels und den sich daraus ergebenden geschäftlichen Chancen, strebt die d.velop die europäische Marktführerschaft im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Content Services an. Diese strategische Zielsetzung entspricht im Wesentlichen auch der Quintessenz von Gartner im Magic Quadranten 2021 für Content Services Platforms. Um dies erreichen zu können, bedarf es in den kommenden Jahren eines kontinuierlichen (nationalen wie internationalen, organischen wie anorganischen) Wachstums. Das im Herbst 2022 initiierte Organisationsveränderungsprojekt #growtogether stand im Geschäftsjahr 2023 im Vordergrund und hatte zum Ziel eine (Konzern-)Struktur zu entwickeln und zu implementieren, welche die weitere Skalierung des Konzerns beliebig flexibel und resilient ermöglichen soll. Dieses organisationsweite interne Projekt wurde innerhalb eines Kalenderjahres und innerhalb der zeitlichen Planung erfolgreich umgesetzt und auf alle Unternehmensbereiche etabliert. Im Zuge des Projektes wurde die Organisationsform weiterentwickelt und auf eine Business Division Struktur umgestellt, um wachstumsfördernde Strukturen mit stringenteren und somit schnelleren Kommunikations- und Entscheidungsprozessen zu etablieren. Die divisionale Struktur mit den marktorientierten Business Divisions "Public Sector", "Health & Care", "Private Economy", "Financial und Professional Services" sowie "Partner Management & Platform Economy" zielen auf eine starke Kundenorientierung auf Basis einer klaren Branchen- und Standardproduktstrategie ab. Daneben ist die Produktentwicklung seit diesem Geschäftsjahr in der Business Division "Product & Platform Development" gebündelt. Vervollständigt wird die Organisationsanpassung mit der Business Division "Shared Services", welche unternehmens-übergreifende Prozesse gestaltet und administriert und so ein nachhaltiges und skalierbares Wachstum der d.velop sicherstellen soll. Zusätzlich zu den organisatorischen Anpassungen der Strukturen wurden auch die Arbeitsweisen und Zusammensetzungen der Teams sowie konzernweite Prozesse an die neue Organisation angepasst. Dies alles haben die Mitarbeiter:innen der d.velop mit viel Engagement und Einsatz bewerkstelligt, sodass d.velop fortan mit der Neuausrichtung schneller und zielgerichteter den Anforderungen der Umwelt und der Märkte herantreten und somit fokussierter die Digitalisierungsstrategien mit den Kunden umsetzen kann. 1.4. Aktionärsstruktur Mit der Einbringung der Aktienmehrheit der d.velop AG in die d.velop holding GmbH wurden zum Jahresende 2015 und im Jahr 2016 wesentliche strategische Weichenstellungen vorgenommen. Zudem wurde Anfang 2016 zwischen der d.velop holding GmbH und der d.velop AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. In der Folge hat die d.velop holding GmbH Aktien an der d.velop AG an Altaktionäre und neue Aktionäre veräußert. Auf dieser Basis wurden seither Mitarbeiter:innen wie auch Externe in den Kreis der Aktionäre der d.velop AG aufgenommen. Zum 31.12.2023 hält die d.velop holding GmbH 74,5% der d.velop-Aktien und sichert damit eine verlässliche Grundlage für eine Positionierung der d.velop AG in sich inhaltlich und technologisch stark verändernden Märkten. Derzeit sind 226 Mitarbeiter:innen der d.velop-Gruppe als Aktionäre an der d.velop AG beteiligt und repräsentieren ein Aktienvolumen von 7,9%. 1.5. Beteiligungen Die d.velop holding GmbH ist eine Holding, die mehrheitlich an der d.velop AG beteiligt ist. Unter dem Dach der d.velop AG werden zum Stichtag 31.12.2023 weitere sieben Tochtergesellschaften und drei assoziierte Unternehmen vereint. Sie bilden zusammen mit der d.velop AG als größte operative Einheit und deren Muttergesellschaft den "Teilkonzern d.velop AG". Neben der d.velop AG hat die d.velop holding GmbH im Juli 2023 zwei Immobiliengesellschaften (d.velop campus immobilien GmbH und d.velop campus quartier GmbH) gegründet, an denen sie zu 100% direkt beteiligt ist. Sie stehen als Schwestergesellschaften neben der d.velop AG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die d.velop AG und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen einer Neuorganisation auch gesellschaftsrechtlich zukunftsfähig ausgerichtet. Die d.velop AG hat die Beteiligungen an den Gesellschaften d.velop public sector GmbH, Meppen und d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach auf 100% erhöht und zusammen mit der d.velop digital solutions GmbH, Kiel auf die Muttergesellschaft d.velop AG verschmolzen. Dadurch spricht die d.velop fortan einheitlich die verschiedenen Märkte mit den Softwareprodukten der d.velop an und kann zusätzlich von Synergieeffekten profitieren. Neben der gesellschaftsrechtlichen Straffung wurde im Projekt #growtogether auch die Organisation auf eine divisionale Struktur umgestellt, um die verschiedenen Märkte individuell bedienen zu können und so die Kundenorientierung hervorzuheben. Des Weiteren hat die d.velop AG zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 die Beteiligung an der opwoco GmbH, Schöppingen, in Höhe von 74,9% erworben, die sich als Spezialist für Mobile Apps auszeichnet und das Portfolio der d.velop strategisch erweitern soll. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hat die d.velop AG die ausstehenden Anteile an der d.velop classification consulting GmbH, Bocholt übernommen, sodass zum 31. Dezember 2023 die Beteiligung 100% umfasst. Ziel ist es, die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls auf die d.velop AG zu verschmelzen und in die neue Organisationsstruktur zu integrieren. Mit der InnoPier Verwaltungs GmbH und der InnoPier GmbH & Co. KG in Kiel hat die d.velop AG im Berichtszeitraum im Zuge der Verschmelzung der d.velop digital solutions GmbH auf die d.velop AG die Beteiligungen übernommen. InnoPier verfolgt das Ziel, eine Plattform für Start-Ups und Innovationstreibende in Form von Veranstaltungs- und Austauschräumlichkeiten zu bieten, um den Ideen-Transfer und die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Entrepreneurship, Erfahrung, Netzwerk und Kreativität zu ermöglichen. Die signifikanten Ländermärkte für d.velop bildeten im Geschäftsjahr 2023 Deutschland, Österreich, Schweiz (Kernregion D-A-CH) und in geringerem Maße angrenzende EU-Länder. Dabei wurden verstärkt Aktivitäten im Vereinigten Königreich (UK) aufgenommen, um mit strategischen Partnerschaften und der Wahrnehmung vor Ort die Marktpräsenz zu stärken. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit der Umsetzung erster Projekte gerechnet. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der konsolidierte Konzernumsatz 114 Mio. EUR (Vorjahr 101 Mio. EUR), sodass auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine signifikante Umsatzsteigerung, analog zu den Vorjahren, verzeichnet werden konnte. Auch für die Folgejahre werden weitere Steigerungen des Konzernumsatzes erwartet, da die Marktpotenziale insgesamt noch bedeutsam ausbaubar sind. 1.6. d.velop competence network Neben den Unternehmen der d.velop-Gruppe, gibt es rund 400 Partnerunternehmen, die das so genannte "d.velop competence network" vervollständigen. Zu diesen Partnern gehören • Sales- und Consultingpartner, die Produkte und Leistungen der d.velop gemäß einer Standardpartnerprogrammatik eigenständig vermarkten, • Independent Software Vendor- bzw. ISV-Partner, die die Content Services der d.velop in ihre eigenen Produkte nahtlos integrieren und skalierend ihren Kunden anbieten, • App Builder, die das Produktportfolio der d.velop platform bzw. ganz konkret im d.velop store erweitern und • Technology Partner, die auf Basis der d.velop-Schnittstellentechnologien Verbindungen in Richtung von Drittsystemen entwickeln. Einen weiteren Fokus legte die d.velop auf folgende Partnergattungen, die nun fortlaufend auch weiteren positiven Einfluss auf die Skalierung über Partner haben werden: • Project Delivery Partner, die vor allem die Vermarktung eigener Dienstleistungskapazitäten und damit verbunden Projektleitungs-, Consulting-, Managed Services und sonstige Beratungsleistungen in den Vordergrund stellen. Diese Partner helfen uns dabei die individuellen Anforderungen unserer Kunden bedienen zu können. • Strategische Allianzen, zu denen u.a. sehr große System- und Beratungshäuser gehören, die uns vor allem weitere Kundenzugänge verschaffen und im d.velop Plattformproduktportfolio geeinigte Erweiterungen in ihrem eigenen Leistungsangebot gegenüber ihren Kunden sehen. In 2023 konnte insbesondere über die klassischen Sales- und Consultingpartner der indirekte Vertriebskanal mit entsprechenden Umsätzen zum Gesamtwachstum der d.velop-Gruppe beitragen. Auch für das Geschäftsjahr 2024 werden zweistellige Zuwachsraten im indirekten Vertrieb erwartet, sodass dieser Bereich von strategischer Relevanz für die Entwicklung der d.velop bleibt. Vor allem der Anteil an Subskriptions-Erlösen hat den Anteil der Software-Lizenzerlöse an den Gesamterlösen aus diesem Bereich deutlich überholt. d.velop plant in 2024 den Anteil an den wiederkehrenden Erlösen weiter zu steigern. Im Bereich der App Builder konnte d.velop in 2023 mehr als 15 neue Unternehmen davon überzeugen, die bereitgestellte Plattform mit eigenen für alle d.velop-Kunden buchbaren Apps in Form von kleinen Funktionalitäten bis hin zu vollumfänglichen Fachlösungen zu bereichern. Wir sprechen mittlerweile von über 400 Kunden, die mittlerweile min. eine App von einem externen App Buildern produktiv im Einsatz haben. Grundsätzlich adressiert d.velop über strategische Partnerschaften geschaffene branchen- und produktspezifische, als auch regionale Marktsegmente. Die strategische Zielsetzung, über ein Netzwerk entsprechende Kompetenzspektren zu stärken als auch die regionale Nähe zum Kunden weiter aufrecht zu erhalten, hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr positiv dargestellt. Die Marktakzeptanz als auch die Potenziale hinsichtlich Kompetenz- und Ressourcensharing prädestinieren dieses Netzwerkmodell als ein ausbaufähiges und tragfähiges Modell für ein weiteres Unternehmenswachstum in der Kernregion als auch in weiteren Märkten im internationalen Bereich. Das d.velop competence network soll auch in 2024 konsequent weiterentwickelt und den sich stetig verändernden Markt- und Technologiebedingungen angepasst werden. 1.7. Forschungs- und Entwicklungsbericht Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren ca. 240 Mitarbeiter:innen im Bereich der Entwicklung beschäftigt. Als Softwarehersteller besteht in der d.velop Gruppe dieser Unternehmensbereich aus Personen, die Software konzipieren, entwickeln, testautomatisieren, automatisiert bereitstellen, betreiben und überwachen sowie dokumentieren und E-Learnings anbieten. Eingerahmt ist dies in einen "Human Centered Design- and Engineering"-Prozess, der aus einem messenden und Feedback erhebenden Produktmanagement (orientiert an "Design-Thinking"), Entwürfen und Prototypen und anschließender iterativer Umsetzung besteht. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden auf diesem Ansatz basierend umfangreiche (Weiter-) Entwicklungen mit Bezug zu allen Facetten des "d.velop Ökosystems" vorgenommen, so u. a.: • Der d.velop pilot stellt eine innovative Erweiterung für das bereits etablierte d.velop documents dar, indem er Nutzern die Möglichkeit bietet, Dokumente auf intelligente Weise zu importieren und mit diesen zu interagieren. Kernstück dieser Erweiterung ist der Einsatz fortschrittlicher Technologien der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der Einsatz von Large Language Models (LLM). Diese ermöglichen es, Eingaben in natürlicher Sprache zu verstehen und entsprechende Aktionen auszuführen. Durch diese intuitive Form der Interaktion mit dem System können Anwender ihre Arbeitsprozesse vereinfachen und effizienter gestalten. • Das d.velop process studio bietet eine Entlastung für IT-Fachkräfte, indem es einen No-Code-Ansatz zur Prozessautomatisierung verfolgt. Traditionell leiden vor allem Mitarbeiter in Fachabteilungen unter dem Fehlen von Automatisierung, da sie ihre Prozesse oft nur mit erheblichem Aufwand über die IT-Abteilung automatisieren können. Das d.velop process studio ermöglicht es nun diesen Fachabteilungen, Prozessautomatisierung eigenständig in die Hand zu nehmen. Sie können ihre Geschäftsprozesse direkt im Tool modellieren und automatisieren, indem sie den Prozess skizzieren und festlegen, welche Informationen an welcher Stelle benötigt werden. Die IT-Administration unterstützt anschließend bei der Integration der erforderlichen Daten aus Drittsystemen. Diese innovative Herangehensweise reduziert die Abhängigkeit von der IT-Abteilung und beschleunigt den Prozess der Automatisierung, wodurch Unternehmen agiler und effizienter werden. • Mit d.velop trust spaces bieten wir eine Plattform, die speziell darauf ausgerichtet ist, die Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens sowie mit externen Organisationen und Geschäftspartnern zu managen. Diese Plattform steht nicht nur für die Einhaltung diverser Branchenstandards in puncto Sicherheit und Datenschutz, sondern optimiert zudem interne Prozesse und erleichtert die sichere Zusammenarbeit. Ein Merkmal von d.velop trust spaces ist die intuitive Benutzerführung, die es ermöglicht, ohne umfangreiche Schulungen, Projekte oder zusätzliche Softwareverbindungen zu anderen Organisationen herzustellen. Dabei legen wir großen Wert auf Sicherheit und Datenschutz, um den höchsten europäischen Standards gerecht zu werden und das Vertrauen unserer Nutzer zu gewährleisten. • Die innovative App d.velop connect fungiert als zentrales Dashboard, das nicht nur die interne Kommunikation durch einen integrierten Newsfeed, spezielle Kommunikationskanäle und eine umfassende Wissensdatenbank vereinfacht, sondern auch Mehrwert für die Belegschaft bietet. Von Social News über Events bis hin zu Employee-Self-Services - d.velop connect schafft einen umfassenden Digital Workplace, der für jeden Mitarbeiter zugänglich ist, unabhängig davon, ob dieser über einen festen PC-Arbeitsplatz verfügt oder nicht. Ein besonderes Merkmal ist der standortunabhängige Zugriff auf relevante Informationen und Dokumente ohne die Notwendigkeit einer VPN-Verbindung, was die Flexibilität und digitale Mobilität der Mitarbeiter erheblich steigert. Durch den Einsatz von d.velop connect werden somit nicht nur die internen Kommunikationswege im Unternehmen optimiert, sondern auch die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag durch intelligent konzipierte Self-Services signifikant entlastet. • Mit der Verfügbarkeit von d.velop sign auf der Open Telekom Cloud (OTC) setzen wir einen Standard in der digitalen Signaturbranche, indem wir den Fokus auf Datenschutz und europäische Datensouveränität legen. Das persönliche Gut einer digitalen Unterschrift - sei es von Mitarbeitenden, Geschäftspartnern oder Kunden - verdient eine besonders sorgfältige Behandlung und Schutz. Durch die Entscheidung für einen europäischen Cloud-Partner wie die OTC unterstreichen wir unser Engagement für die Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen und Compliance-Anforderungen, insbesondere für regulierte Branchen. Diese Partnerschaft ermöglicht nicht nur Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit unserer Lösung, sondern trägt auch zu einer stetigen Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsstandards bei. Kunden von d.velop sign profitieren somit von einer sicheren, complianten und zukunftsfähigen Lösung für digitale Unterschriften, die auf den Grundwerten europäischer Datensouveränität aufbaut. • Im Zuge unseres kontinuierlichen Bestrebens, den digitalen Wandel für unsere Kunden so reibungslos und effizient wie möglich zu gestalten, haben wir unseren Migrationsservice weiter ausgebaut. Dieser Ausbau zielt darauf ab, sowohl bestehenden als auch neuen Kunden den Wechsel zwischen den verschiedenen Bereitstellungsformen - sei es von On-Premise zu Cloud, eine Hybridlösung oder der Umstieg von einem Legacy-Drittsystem auf unsere d.velop Plattform - zu vereinfachen. Besonders im Fokus steht dabei die Automatisierung des Migrationsprozesses, um eine nahtlose und schnelle Überführung zu gewährleisten. Durch diesen strategischen Schritt ermöglichen wir es unseren Kunden, die Vorteile der Cloud-Technologie voll auszuschöpfen, ohne dabei auf Komplexität und Zeitaufwand zu stoßen, die oftmals mit solchen Übergängen verbunden sind. Unser erweitertes Angebot unterstreicht das Engagement von d.velop, Technologien und Serviceleistungen bereitzustellen, die den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden und sie in ihrer digitalen Transformation unterstützen. • Unsere fortlaufende Konzentration auf die d.velop platform und das Angebot gezielter Unterstützungsleistungen für eine breite Palette von Entwicklern - von kleinen App Buildern bis hin zu großen Independent Software Vendors (ISVs) - hat zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl an branchenspezifischen sowie branchenübergreifenden Fachanwendungen geführt. Diese Strategie unterstreicht unser Engagement, eine vielseitige und umfassende Plattform zu schaffen, die nicht nur die Entwicklung und Integration diversifizierter Anwendungen erleichtert, sondern auch eine breite Palette von Geschäftsbedürfnissen abdeckt. Durch die Erweiterung unseres Ökosystems um spezialisierte und vielfältige Fachlichkeit bieten wir unseren Kunden und Partnern einen Mehrwert und fördern die digitale Transformation in verschiedenen Branchen. Diese Entwicklung ist ein Beleg für unseren Ansatz, durch kontinuierliche Innovation und enge Zusammenarbeit mit Entwicklern aller Größen einen nachhaltigen Einfluss auf die digitale Landschaft zu nehmen. • Die jüngste Erweiterung unseres Cloud-Angebotes auf die Open Telekom Cloud (OTC) markiert einen entscheidenden Schritt in unserem Bestreben, den spezifischen Anforderungen an Geheimhaltungspflichten, insbesondere für Berufsgeheimnisträger in regulierten Märkten sowie der Öffentlichen Verwaltung, gerecht zu werden. Diese strategische Erweiterung zielt darauf ab, eine sichere und vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur bereitzustellen, die die strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen dieser speziellen Kundengruppen erfüllt. Durch die Nutzung der OTC, die für ihre Standards in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit bekannt ist, stärken wir unser Leistungsangebot und bieten unseren Kunden eine robuste Lösung, die nicht nur die Einhaltung ihrer Geheimhaltungspflichten sicherstellt, sondern auch ihre digitale Transformation auf eine sichere und zuverlässige Weise unterstützt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Im Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrates protokollieren die Experten, dass die Krisen der vergangenen Jahre (Corona-Pandemie und Energiekrise) sich weiter massiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung auswirken. Das Leistungsniveau sei vergleichbar mit dem zu Beginn der Corona-Pandemie. Während die Corona-Pandemie die Wirtschaftsleistung milde beeinträchtigte, ließ die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands aufgrund der Energiekrise nach. Der hohe Anteil an energie-intensiven Industriezweigen in Deutschland wurde durch die steigenden Energiepreise geschwächt. Zusätzlich stellen die demografische Alterung und die damit einhergehende Abnahme des inländischen Arbeitsvolumens sowie das rückläufige Produktivitätswachstum deutliche Wachstumshemmnisse für die deutsche Wirtschaft dar. Im Vergleich zu den anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland weiter ab. Während im Ausland die allgemeine wirtschaftliche Stimmung besser und die Unsicherheiten geringer sind, stagniert die Wirtschaftsleistung in Deutschland in 2023. Im Schlussquartal 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sogar um 0,3% zurück, beschreibt das ifo-Institut in seiner Konjunkturprognose Frühjahr 2024. In seiner Prognose für das Kalenderjahr 2024 deuten die Frühindikatoren indes auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Insgesamt ist eine allgemeine Verschlechterung der Auftragslage, ein geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand und andauernde Streiks wahrnehmbar. Weiter geht das ifo-Institut in der Frühjahrsprognose 2024 erst von einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2024 aus. Für das Gesamtjahr wird nur noch von einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,2% ausgegangen. Im Winter 2023 lag dieser Wert noch bei 0,7 Prozentpunkte. Bei der Entwicklung der Inflationsrate ist eine Erholung zu verzeichnen. Während in 2023 diese noch bei durchschnittlich 5,9% lag, wird für 2024 ein Rückgang auf 2,3% erwartet. Maßgeblich wird die Entwicklung durch die günstigeren Gas- und Strompreise getrieben, während die Kerninflationsrate (Verbraucherpreise ohne Energie) sich langsamer erholen wird. 2.2. Branchensituation Der "Content Services Platforms Market Size, Share & Trends Analysis Report" der Marktforscher von Grand View Research (GVR) prognostiziert für den weltweiten Markt der Content Services Platforms eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von durchschnittlich 17,3% von 2023 bis 2030. Das Umsatzpotenzial für das Jahr 2030 sieht das Unternehmen bei 190,59 Milliarden US-Dollar. Bezogen auf die einzelnen Komponenten entfiel laut GVR auf das Lösungssegment mit 60,2% der größte Umsatzanteil im Jahr 2022 und es wird erwartet, dass dieses Segment den Markt während des Prognosezeitraums weiterhin dominieren wird. Allied Market Research zeichnet in seinem Bericht "Content Services Platform Market Research, 2031" ebenfalls ein optimistisches Bild. Den Analysten zufolge erwirtschaftete der globale Markt für Content-Services-Platforms im Jahr 2021 45,08 Milliarden US-Dollar und wird bis 2031 voraussichtlich 202,52 Milliarden US-Dollar erreichen, mit einer CAGR von 16,4% für den Zeitraum von 2022 bis 2031. Bezogen auf das Bereitstellungsmodell dominierte bislang laut Allied Market Research das On-Premise-Segment den Marktanteil der Content-Services-Platforms im Jahr 2021 und es wird erwartet, dass diese Dominanz in den kommenden Jahren beibehalten wird. Allerdings wird erwartet, dass die Cloud die höchste Wachstumsrate während des Forecast-Zeitraums aufweisen wird. Hiervon ausgehend erwartet d.velop auch für die kommenden Geschäftsjahre ein signifikantes Markt- und Unternehmenswachstum, welches sich allerdings durch die weitere Entwicklung der Marktanforderungen hin zu flexibleren Bereitstellungsformen im Bereich Cloud- und Hybridbetrieb als Ergänzung zur klassischen On-Premise-Nutzung auszeichnen wird. 2.3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnte der d.velop-Konzern seine Marktposition trotz der herausfordernden geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Lage wiederum ausbauen. Der Umsatz stieg um rund 13% auf 114 Mio. EUR an. Vor allem im strategisch fokussierten Bereich der Subskriptionserlöse konnte der Umsatz um weitere rund 23% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Insgesamt zeigten die konsequent umgesetzten strategischen Maßnahmen zur Markterschließung, wie insbesondere der weitere Ausbau des Marketings und des direkten wie auch indirekten Vertriebs (Partnernetzwerk - d.velop competence network), sowie der weiter ausgebaute konsequente Branchenfokus mit dedizierten Kompetenz-Teams weitere nachhaltige Wirkung. Der positive Geschäftsverlauf unterstreicht die Richtigkeit, der bereits vor einigen Jahren in die Wege geleiteten, konsequenten Ausrichtung des Konzerns hin zu SaaS- und Cloud-Angeboten sowie fach- und branchenspezifischen ECM-Lösungen als Ergänzung zum klassischen On-Premises-Portfolio. Eine wichtige Rolle spielte hierbei auch die stark wachsende d.velop platform, die einen einfachen Zugang zu den vielfältigen, cloudbasierten Apps von d.velop-Entwicklern, Partnerunternehmen und bestimmten App Buildern möglich macht. Insgesamt konnten im gesamten d.velop-Netzwerk die Anzahl der Kundeninstallationen im Jahresverlauf erhöht werden. Ein nicht unwesentlicher Anteil der Neukunden wurde in diesem Zusammenhang (wie auch in den Vorjahren) vor allem im mittelständischen Unternehmensumfeld durch d.velop-Partner akquiriert. Neben dem Kernprodukt d.velop documents konnten in 2023 auch die Positionen weiterer d.velop-Produkte wie insbesondere d.velop invoices, d.velop sign sowie verschiedene Produkte rund um die Anbindung und Integration in SAP und Salesforce deutlich ausgebaut werden. Hinzukommt, die Markteinführung des d.velop process studio, mit dem Fachabteilungen in die Lage versetzt werden, selbst ihre Prozesse abzubilden und zu automatisieren. Mit d.velop sign ist die Erstellung einer gesetzeskonformen elektronischen Signatur einfach und intuitiv möglich. Somit können Verträge, Rechnungen und Dokumente direkt in der Cloud unterzeichnet werden. Mit d.velop invoices wird der gesamte Rechnungsworkflow digitalisiert und optimiert. Die Langfristigkeit der Systemanwendungen, die erheblichen Vermarktungspotenziale im Bestandskundenumfeld, sowie innovative neue Funktionen für die Lösungen und Produkte auch und gerade in sich schnell wandelnden Märkten sichern aus heutiger Sicht die Nachhaltigkeit eines strategischen Unternehmenswachstums. 2.4. Lage des Konzerns 2.4.1. Ertragslage Der d.velop-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2023 den Wachstumskurs erfolgreich fortführen und verzeichnete ein Umsatzplus von 12,8% auf 114,0 Mio. EUR (Vorjahr 101,1 Mio. EUR). Bis auf die Software-Lizenzen und Handelswaren haben alle Erlöskategorien zum Umsatzanstieg beigetragen. Aus dieser Entwicklung ist weiterhin der Trend ersichtlich, dass eine Verschiebung der Nachfrage von Lizenz- zu Subskriptionsmodellen zu erkennen ist. Die wiederkehrenden Erlöse im Bereich Cloud/SaaS sind von 9,5 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR um 57,1% angestiegen, die Software-Pflege verzeichnete einen Anstieg um 12,9% auf 36,8 Mio. EUR, die Software-Miete wuchs mit 19,2% auf ein Umsatzvolumen von 4,1 Mio. EUR und die Erlöskategorie Managed Services konnte mit 37,0% einen Sprung auf 4,5 Mio. EUR verzeichnen. Aufgrund des Anstiegs bei den wiederkehrenden Erlösarten verzeichneten die Software-Lizenzen einen Rückgang von 20,1 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR um -5,5%. Auch die Handelswaren gingen in der Folge von 4,1 Mio. EUR in 2022 auf 2,5 Mio. EUR zurück. Darüber hinaus konnten im Geschäftsjahr 2023 die Dienstleistungsumsätze mit 13,9% um 3,8 Mio. EUR auf 30,9 Mio. EUR gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR). Darin sind Erlöse aus dem Verkauf von Aktien der d.velop AG in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) enthalten. Zudem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr einen außergewöhnlichen Ertrag über 3,7 Mio. EUR aus einer erhaltenen Entschädigungszahlung realisiert. Wesentlicher Aufwandstreiber stellten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Personalaufwendungen dar. Wie in den Vorjahren erhöhte sich die Anzahl der für die d.velop tätigen Mitarbeiter:innen. Durch den Anstieg und aufgrund vorgenommener Gehaltsanpassungen stiegen die Personalaufwendungen von 65,0 Mio. EUR auf 75,6 Mio. EUR an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,1 Mio. EUR (+17,2%) auf 20,9 Mio. EUR angestiegen und betreffen u.a. große Kostenpositionen für Fuhrpark, Betrieb der IT-Infrastruktur, Marketingaufwendungen und Gebäudemieten. Das Betriebsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2023 um 3,5 Mio. EUR (+44,6%) auf 11,4 Mio. EUR (Vorjahr 7,9 Mio. EUR) verbessert werden. Das Finanzergebnis beträgt -0,8 Mio. EUR (Vorjahr -1,0 Mio. EUR) und setzt sich zusammen aus Zinserträgen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR), Zinsaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) und Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre der d.velop AG in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR). Im Berichtsjahr 2023 konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 10,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,9 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr 2023 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile verbleibt insgesamt ein Konzerngewinn in Höhe von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,8 Mio. EUR). Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie d.velop holding GmbH weist für das Jahr 2023 nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Jahresüberschuss in Höhe von 8.804.231,19 EUR aus. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 2.4.2. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme des d.velop-Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2023 54,4 Mio. EUR und liegt damit 11,2 Mio. EUR bzw. 25,8% über dem Vorjahreswert (43,2 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite primär aus der Zunahme des Anlagevermögens. Der Anstieg auf der Passivseite betrifft das Eigenkapital, die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten. Das Anlagevermögen in Höhe von 23,4 Mio. EUR liegt zum Bilanzstichtag 16,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultiert zum einen aus höheren immateriellen Vermögensgegenständen, die um 5,0 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR angestiegen sind - im Wesentlichen aus entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerten im Rahmen der Übernahme von Geschäftsanteilen vollkonsolidierter Gesellschaften des d.velop-Konzerns. Zum andern haben sich die Sachanlagen um 8,9 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR durch den Erwerb von Immobilien gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Erwerb wurde durch die beiden in 2023 dafür neu gegründeten Immobiliengesellschaften vollzogen. Die Finanzanlagen sind zum Bilanzstichtag um 2,2 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR angestiegen im Wesentlichen aufgrund von Ausleihungen der Muttergesellschaft. Das Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 28,6 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. EUR zurückgegangen. Innerhalb dieser Position haben sich die Vorräte von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,3 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der unfertigen Leistungen resultiert. Während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,9 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR und die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen um 2,2 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR reduziert haben, verzeichnen die sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag einen Anstieg von 0,5 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Im Rahmen der Beendigung der Leasingverträge und der Liquidation der Beteiligung Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG durch die d.velop AG haben sich die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen reduziert. Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Bilanzstichtag 2,4 Mio. EUR und liegt damit 0,1 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres. Das Konzern-Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 13,1 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR) und die Eigenkapitalquote 24,1% (Vorjahr 21,1%). Das gezeichnete Kapital in Höhe von 26.000 EUR und die Kapitalrücklage in Höhe von 17,5 Mio. EUR sind zum Vorjahr unverändert. Auch die Gewinnrücklagen liegen nahezu unverändert bei 1,1 Mio. EUR. Aufgrund des positiven Konzernergebnisses hat sich der Konzernbilanzverlust von -11,7 Mio. EUR im Vorjahr auf -6,9 Mio. EUR verbessert. Der Ausgleichsposten anderer Gesellschafter ist auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) gesunken. Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr um 3,5 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR angestiegen. Innerhalb dieser Position haben sich die Steuerrückstellungen um 2,9 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR die sonstigen Rückstellungen um 0,6 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR angestiegen. Innerhalb dieser Position haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3,2 Mio. EUR auf 14,2 Mio. EUR erhöht. Neben den Tilgungen wurden zur Finanzierung der Geschäftsaktivitäten neue Darlehen über 5,8 Mio. EUR aufgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 0,7 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR reduziert und die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 1,9 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR angestiegen (im Wesentlichen für Steuern und eine ausstehende Tilgungszahlung). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich zum Bilanzstichtag um 0,7 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR reduziert. Die Abgrenzung beinhaltet von Kunden bereits vereinnahmte Zahlungen für zu erbringende Software-Pflege und Cloud-Leistungen im Geschäftsjahr 2024. 2.4.3. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,5 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR verringert. Bestehende Kontokorrentlinien (in Summe 8,1 Mio. EUR) sind zum 31. Dezember 2023 mit 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) in Anspruch genommen worden. Der Finanzmittelfonds betrug somit per 31. Dezember 2023 9,0 Mio. EUR nach 11,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit gesichert. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug für das Berichtsjahr 2023 12,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR). Neben den Zahlungsmittelzu- und -abflüssen aus dem operativen Geschäft resultieren maßgebliche Effekte aus Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR) und Veränderungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind über 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: -5,3 Mio. EUR) sowie aus Erträgen aus außerordentlichen Posten in Höhe von 3,7 Mio. EUR. Darüber hinaus sind aus außerordentlichen Positionen Zahlungsmittelzuflüsse über 1,1 Mio. EUR verzeichnet worden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt im Berichtszeitraum bei -16,7 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Die Ein- und Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen betrugen -10,7 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Für neue und zusätzlich zu bestehenden erworbenen Anteilen an Tochterunternehmen sind im Geschäftsjahr 2023 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) Zahlungsmittel abgeflossen. Des Weiteren sind erhaltene Zinsen über 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) vereinnahmt worden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: -3,8 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2023, was primär aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) resultiert, denen Rückzahlung von Krediten in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und sowie geleistete Zinsen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) entgegenstehen. An Gesellschafter des Mutterunternehmens wurden Auszahlungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR) gezahlt. 2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmenssteuerung wurden im Geschäftsjahr 2023 insbesondere folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen: • Umsatzentwicklung • Annual Recurring Revenue • Personalaufwandsquote • EBITDA Wie bereits beschrieben, konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr noch einmal um rd. 13% gesteigert werden auf 114 Mio. EUR, lag damit aber unterhalb der im Vorjahr aufgestellten Umsatzprognose mit einem Anstieg von mehr als 20%. Das erklärte Ziel für 2023, dass erstmals aufgrund der Verlagerung von (Lizenz-)Investitionsvorhaben in Richtung von Subskriptionsmodellen der Umsatzanteil im Bereich Cloud/SaaS und Software-Miete größer der klassischen Lizenzerlöse ausfällt, konnte für das Berichtsjahr knapp erreicht werden. Die aus Investorensicht besonders relevanten so genannten "wiederkehrenden Erlöse" ("Annual Recurring Revenue" bzw. ARR) - bestehend aus den Erlöskategorien "Cloud/SaaS und Software-Miete" sowie den (lizenzbezogenen) Erlösen aus "Softwarepflege" - erreichten in diesem Kontext einen Umsatzanteil von 49% und lagen damit erneut über dem Vorjahreswert von 45%. Trotz der positiven Umsatzentwicklung bei gleichzeitiger Erhöhung von Personalbestand und Personalaufwendungen erreichte die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von 65,9% und lag damit über dem Vorjahreswert von 64,4%. Als Ergebniskennzahl wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) genutzt. Vor Gewinnanteilen der ehemaligen stillen Gesellschafter der d.velop holding GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA in Höhe von 13,9 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR) erwirtschaftet, das jedoch einen außergewöhnlichen Ertrag in Höhe von 3,7 Mio. EUR sowie Erträge aus Aktienverkäufen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) enthält. 2.5.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter:innen Um die vorhandenen Marktpotenziale erschließen sowie den strategischen Ausbau der Geschäftstätigkeiten innerhalb der verschiedenen Business Division konsequent ausbauen zu können, ist die d.velop sowohl auf die Gewinnung neuer Talente wie auch die strukturierte Weiterqualifizierung der vorhandenen Mitarbeiter:innen angewiesen. Daher stellt die Entwicklung des Mitarbeiterbestands der d.velop einen wesentlichen Baustein der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar. Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein neues Team für die Personal- und Organisationsentwicklung etabliert wurde, waren die Themenschwerpunkte 2023 maßgeblich durch den strukturellen Veränderungsprozess der d.velop-Gruppe geprägt. Im Sinne der Organisationsentwicklung ist das Team bis zum erfolgreichen Abschluss der Verschmelzungsaktivitäten maßgeblich in den Change Prozess bei der Steuerung von Teilprojekten, des Coachings von neu etablierten Teams inkl. Teambuildingmaßnahmen, der Moderation von Workshopformaten, die Kommunikation des Change-Fortschritts und insbesondere der Bereitstellung eines Führungskräfteentwicklungsprogramms involviert gewesen. Daneben lag der Fokus übergreifend auf der Personalentwicklung. Sei es im Hinblick auf die Ableitung eines standortübergreifenden Karrieremodells oder der Einführung des 360 Grad-Feedback als Ausgangspunkt für entsprechende Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Begleitet werden diese Aktivitäten von einem Inhouse-Coachingangebot, welches jede:r Mitarbeiter:in in Anspruch nehmen kann. Wesentlich für den Erfolg des Konzerns ist die Mitarbeiterzufriedenheit als Basis für eine langfristige Bindung der Mitarbeiter:innen an das Unternehmen. Daher hat sich die d.velop dazu entschlossen, einen neuen Ansatz der Zufriedenheitsumfrage zu etablieren und setzt seit Beginn des Jahres 2023 auf das sogenannten Agile Transition Radar, um quartalsweise detailliertere Ergebnisse zur Zufriedenheit zu erheben und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Unverändert setzt die d.velop selbstverständlich auch auf das Recruiting neuer Mitarbeiter:innen, um den Bedarf der Teams decken zu können. Um die Arbeit weiter zu professionalisieren, mehr Daten erheben und in die Recruitingarbeit einfließen zu lassen sowie schneller in der Besetzung offener Vakanzen zu sein, ist im Jahr 2023 mit Personio eine neue Personalsoftware eingeführt worden. Zum 31. Dezember 2023 waren im d.velop-Konzern insgesamt 1.018 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Im Benchmark kann die d.velop dabei weiterhin auf eine niedrige Mitarbeiterfluktuation verweisen, wenngleich der allgemeine Trend am Arbeitsmarkt zur Wechselbereitschaft in 2023 auch bei der d.velop spürbar gewesen ist. Neben dem Einsatz des eigenen Personals konnte ein erhöhter Ressourcenbedarf in Spitzenzeiten durch Einbindung von Entwicklungs- und Projektressourcen des d.velop competence networks sowie externer Dienstleister abgedeckt werden. Im vergangenen Jahr ist die d.velop ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit der sog. "Inflationsausgleichsprämie" nachgekommen, um für ihre Mitarbeiter:innen die Belastungen aus den gestiegenen Energie- und Verbraucherpreisen abfedern zu können. Nachhaltigkeit Ökologische, soziale und unternehmerische Nachhaltigkeit gewinnen gesellschaftlich und regulatorisch massiv an Bedeutung. Kunden, Lieferanten und der Kapitalmarkt haben hier konkrete Erwartungen an ihre Partner. Ein entsprechendes Bewusstsein für belastbare Zahlen, Daten, Fakten, aber auch kontinuierliche (Verbesserungs-)Maßnahmen in den Bereichen Environmental, Social and Governance (ESG) werden damit immer wichtiger und idealerweise Bestandteil der Unternehmenskultur. Vor diesem Hintergrund hat sich die d.velop entschlossen, ihre Aktivitäten im Bereich des ESG-Management zu professionalisieren und kontinuierlich auszubauen und hat hierfür nunmehr einen eigenen Bereich mit diesem Aufgabengebiet betraut. Das ESG-Management zielt darauf ab, langfristige Werte für das Unternehmen zu schaffen, indem es die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert, soziale Verantwortung übernimmt, eine gute Unternehmensführung sicherstellt und den erreichten Status sowie Fortschritte transparent an alle relevanten Stakeholder kommuniziert. Konkrete Themenstellungen und Handlungsfelder sind dabei bspw. die Emissionsreduzierung und das Ressourcenmanagement, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Vielfalt und Inklusion sowie die Einhaltung von Ethik- und Integritätsstandards. So hat d.velop beispielsweise für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Kindertagesstätte am Campus in Gescher errichtet und baut Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements für die Mitarbeiter:innen kontinuierlich aus. Der d.velop weite Fuhrpark wird bereits sukzessive zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf Elektromobilität umgestellt, sodass bereits ab 2026 nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge beschafft werden sollen. Im vierten Quartal 2023 hat sich d.velop in diesem Kontext dem EcoVadis Sustainability Rating unterzogen, bei welchem es sich um eines der weltweit führenden Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen (aktuell bereits mehr als 100.000 bewertete Unternehmen) handelt und konnte sich erneut die Bronze-Medaille sichern. Die d.velop möchte sich selbst und auch auf Anforderung der Kunden mit den höchsten Standards messen und stellt sich so regelmäßig in Audits der Prüfung. Dadurch ist d.velop als Unternehmen als auch auf Produktebene nach verschiedenen Standards wie DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO/IEC 27001:2017, DIN EN ISO 50001:2018 oder DIN EN 14001:2015 zertifiziert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Konjunkturausblick Für das Jahr 2024 sind die Aussichten der deutschen Wirtschaft insgesamt unverändert, sogar leicht pessimistischer als noch zum Ende des abgelaufenen Kalenderjahres 2023. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest, entsprechend ist der ifo Geschäftsklimaindex im Januar 2024 wieder leicht gesunken. Dies spiegelt die Stimmung unter den Unternehmen und die Erwartungen wider. Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes für 2024 von -0,5%, womit Deutschland im Vergleich zu den übrigen Industriestaaten deutlich abgehängt wird, so berichtet die tagesschau. Während der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland im Januar bei -11,2 liegt, liegt der Bitkom-ifo-Digitalindex weiterhin deutlich über dem Deutschlandtrend bei +9,8. Nach der Einschätzung vom Bitkom Verband hellt sich die Stimmung in der IT-Branche weiter auf. Dies zeigt, dass die Digitalwirtschaft gegenüber den anderen Wirtschaftsbereichen in Deutschland deutlich positivere Aussichten und Erwartungen an das laufende Jahr 2024 knüpft. Bitkom geht für 2024 im ITK-Sektor von einem Umsatzwachstum zum Vorjahr in Höhe von 4,4% aus, nach 2,0% für 2023. Insbesondere für die Softwareindustrie wird mit einem Umsatzwachstum von 9,4% gegenüber 2023 ausgegangen. Der d.velop-Konzern teilt die Erwartungen und Aussichten der Branche und sieht eine weiterhin positive Entwicklung des Marktes für digitale Prozesslösungen. Die Unternehmen und Organisationen forcieren trotz der konjunkturellen Aussichten und der wirtschaftlichen Lage digitale Lösungen für ihre Prozesse, um sich für die Zukunft zu wappnen und auch dem Fachkräftemangel durch die Steigerung der Produktivität zu begegnen. Insgesamt blickt d.velop somit unverändert positiv in die Zukunft und fokussiert die Strategie weiterhin auf Cloud und Software-as-a-Service (SaaS) Produkte und die Ausrichtung auf Subskriptionsmodelle in Form von wiederkehrenden Erlösen. Beeinflusst wird der wirtschaftliche Erfolg und die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unverändert von diversen externen Einflüssen, welche die Unternehmen und somit auch d.velop nicht selbst beeinflussen können. Die vielen verschiedenen Krisenherde wie der weiterhin fortdauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine oder der Gaza-Konflikt mit Israel versprechen eine weiterhin andauernde Nervosität der Märkte. Zusätzlich verschärfen politische Anspannungen in Deutschland selbst wie der Haushaltskonflikt und wegbrechende staatliche Leistungen die Situation. Daher gestaltet sich eine genaue Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung für d.velop mit großen Unsicherheiten und kann daher im Laufe des Jahres durch die externen Einflüsse signifikant beeinträchtigt werden. Geschäftsstrategie und Marktchancen Die d.velop fokussiert sich in den kommenden Jahren weiterhin insbesondere auf die zuvor benannten branchenübergreifenden Trendthemen (Software-as-a-Service, Compliance und Rechtssicherheit, Digital Workplace), die signifikante Geschäftschancen eröffnen. Überschrieben wird dies mit der Gesamtstrategie "Built on Trust", die es zum Ziel hat, als Anbieter der vertrauenswürdigsten Content Services in Europa dokumentenbezogene Geschäftsprozesse in Organisationen und institutionenübergreifend zu digitalisieren, optimieren und automatisieren, um einen wirksamen Beitrag zum Schonen der ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen und zur Weiterentwicklung der Gesellschaft zu bewirken. Hiermit verbindet d.velop die eigene Ambition, mittelfristig zu Europas Nummer 1 im Markt für Content Services zu werden. Die Strategie basiert dabei auf sechs Säulen: • Customer focused: Die Bedürfnisse der Kunden stehen im Mittelpunkt der technologischen Weiterentwicklungen, • Profitable Growth: Erweiterung des unternehmerischen Gestaltungsspielraums durch profitables Wachstum, • International Expansion: Vergrößerung der Kundenbasis in Europa durch internationale Expansion und technologische Erneuerung, • EU-based Trust: Denken und Handeln im Sinne eines Anbieters für Vertrauensdienste, • Value and Sustainability oriented: Basierend des Handelns auf der Kultur und den Werten von d.velop sowie kontinuierliche Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen, • Business to Consumer: Steigerung der Relevanz von d.velop, indem die Plattformprodukte eine Schlüsselrolle in der "Direct-to-Consumer"-Strategie der Kunden von d.velop spielen. Dabei gilt es nach wie vor, die sich sowohl aktuell als auch in den kommenden Jahren bietenden konkreten Vermarktungspotentiale zu erkennen und vorhandene bzw. neue innovative Produkte in stark wachsenden und sich schnell verändernden Märkten zu platzieren. Auch wenn d.velop in vielen der vorstehenden Bereiche bereits gut aufgestellt ist, sind dennoch erhebliche Investitionen sowie ein effektives und effizientes Innovationsmanagement notwendig, um auch langfristig Wachstum und Profitabilität zu sichern. Prognose der relevanten finanziellen Leistungsindikatoren Basierend auf dem aktuell weiterhin positiven Marktumfeld und der ungebrochen hohen Relevanz von Digitalisierungslösungen über alle Branchen, wird mittelfristig eine weitere kontinuierliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit erwartet. Die Verlagerung größerer (Lizenz-)Investitionsvorhaben in Richtung von Subskriptionsmodellen kann zwar vorübergehend dämpfende Effekte auf Umsatzsteigerungsraten haben. Subskriptionsmodelle bieten dafür aber langfristig höhere Potenziale für einen stetigeren Verlauf und eine exponentielle Umsatzentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2024 geht der d.velop-Konzern von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum von etwa 20% aus. Dabei tragen alle marktseitigen Business Divisions gleichermaßen zum Umsatzanstieg bei und auch aus dem Aufbau der Aktivitäten im Vereinigten Königreich (UK) werden erstmals relevante Umsatzerlöse im Rahmen der Internationalisierung erwartet. Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs bei den Erlösen aus Subskriptionsmodellen, da sich hier der anhaltende Trend zu dieser Nutzungsform der Softwareprodukte und die Ausrichtung der d.velop darauf, im Zahlenwerk niederschlagen wird. Der Umsatzbereich der Softwarelizenzen wird hingegen leicht rückläufig erwartet zugunsten der zuvor erwähnten Verlagerung auf Subskriptionen. Die übrigen Erlösarten werden gleichauf dem allgemeinen Umsatzanstieg ansteigen. d.velop erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg der "wiederkehrenden Erlöse" ("Annual Recurring Revenue") - bestehend aus den Erlöskategorien "Cloud/SaaS und Software-Miete" sowie den (lizenzbezogenen) Erlösen aus "Softwarepflege" im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 in Höhe eines mittleren einstelligen Prozentpunktebereiches. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses soll in den kommenden Jahren - auf Basis der skizzierten Umsatzentwicklung und flankiert durch Maßnahmen zur Etablierung und Sicherung einer "Kostenexzellenz" in allen wesentlichen Kostenarten - weiter deutlich gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird vor diesem Hintergrund von einem EBITDA in Höhe von mehr als 11 Mio. EUR ausgegangen. Die größte Kostenposition bildet nach wie vor der Personalaufwand, welche repräsentiert durch die Mitarbeiter:innen der d.velop die wichtigste Ressource im Unternehmen darstellen. In diesem Bereich wird auch für 2024 ein Zuwachs an neuen Mitarbeiter:innen geplant, wobei der Fokus auf gezielte Verstärkungen für benötigte Ressourcen im Zuge der Realisierung der Unternehmensziele liegen wird. Die steuerungsrelevante Kennzahl Personalaufwandsquote wird für das Geschäftsjahr 2024 leicht unter dem Vorjahr mit etwa 63% erwartet. Die d.velop betreibt eine engmaschige und vorausschauende Liquiditätssteuerung und geht während des gesamten Geschäftsjahres von einer ausreichenden Liquidität aus, wobei zur Verfügung stehende Kreditlinien als Sicherheitsreserven dienen, welche jedoch erfahrungsgemäß nur sehr selten in Anspruch genommen werden müssen. 3.2. Chancen- und Risikobericht Risikobezogene Lage Das bisherige Wachstum des d.velop-Konzerns, die erheblichen Marktpotenziale auf Grund günstiger technologischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, sowie das aktuelle Markt- und Wettbewerbsumfeld stellen neben den Chancen auch entsprechend zu bewertende und berücksichtigende Risiken dar. Die Chancen und Risiken unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene sowie die zunehmende Agilität der weiter an Komplexität gewinnenden Märkte lassen sich momentan nicht zu einer eindeutigen Gesamtsicht verdichten. Auch wenn die konjunkturellen Aussichten national wie international derzeit (vor allem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen der kriegs- und pandemiebedingten Störung der globalen Lieferketten) stark belastet sind, eröffnet die zunehmende Digitalisierung dem Content Services- bzw. ECM-Markt im deutschsprachigen Raum gleichzeitig erhebliche Marktpotentiale heute und in der mittelfristigen Zukunft. Die internationalen Märkte hingegen sind sehr individuell bezogen auf ihre Anforderungen an Lösungen und Compliance-Bedingungen, so dass eine sichere Prognose hinsichtlich der Vermarktung entsprechender Technologien in verschiedenen internationalen Märkten nur schwer möglich ist. Als Anbieter von digitalen Lösungen innerhalb der Geschäftsprozesse unserer Kunden ist d.velop in besonderem Maße auch den allgemeinen IT-Sicherheitsrisiken ausgesetzt, da insbesondere Cyberangriffe bzw. die Verfügbarkeit der angebotenen Dienste jederzeit sichergestellt sein muss. Auch wenn d.velop alles unternimmt, die IT-Sicherheit der Services zu gewährleisten sowie externe Bedrohungen auf die IT-Infrastruktur abzuwenden, kann in Anbetracht der schnellen Veränderungsgeschwindigkeit und stetig neuer Methoden bei Cyberattacken nicht vollends ausgeschlossen werden, dass Auswirkungen auf das operative Geschäft bestehen. Der allgemeine Fachkräftemangel beschäftigt auch die d.velop als Arbeitgeber. Insbesondere für die Bereiche der Softwareentwicklung und im Consulting sowie dem Vertrieb sind jederzeit ausreichende personelle Ressourcen notwendig, um die Aufträge und Projekte zur vollsten Zufriedenheit der Kunden zu erledigen. Durch die hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt nach Fachkräften bestehen daher Risiken, diesen Bedarf nicht gedeckt zu bekommen. Auch der Know-How Abfluss durch den Abgang von Wissensträgern bildet ein latentes Unternehmensrisiko. Die d.velop hat bereits seit Jahren vielfältige Maßnahmen ergriffen und baut diese immer weiter aus, um die geeigneten Mitarbeiter:innen für die Sicherstellung der Unternehmensziele an das Unternehmen zu binden und zu gewinnen. Mit dem digitalen Wandel findet derzeit eine umwälzende gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation statt. Hier liegen große Chancen für die d.velop, mit ihren Lösungen und der langjährigen Digitalisierungskompetenz die zwangsläufig erforderliche digitale Transformation der Unternehmen entscheidend zu unterstützen. Ein erhebliches Potential gilt es hier zu heben, vor allem, wenn ganzheitlich an B2B2C-Prozesse gedacht wird. Aber es zeichnen sich in diesem fast schon sprunghaft verändernden Umfeld auch Risiken ab, die vor allem darin bestehen, dass Wettbewerber bestimmte Innovationen für den digitalen Wandel schneller vermarkten, oder die Veränderungskraft - die Geschwindigkeit der digitalen Transformation bei d.velop selbst - nicht ausreicht. Während Subskriptionsmodelle langfristig Potenziale für einen stetigeren Verlauf und eine steigende Umsatzentwicklung bieten, kann die Verlagerung größerer (Lizenz-)Investitionsvorhaben in Richtung von Subskriptionsmodellen in Bezug auf die Erlösgruppe Software-Lizenzen dämpfende Effekte auf die Steigerungsraten innerhalb kurzer Berichtszeiträume haben. Letztlich kann dies zu vorübergehend sinkenden Betriebsergebnissen bzw. EBITDA-Werten führen. Die Liquidität ist aufgrund vorliegender Informationen und durchgeführter Simulationen jederzeit gewährleistet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mögliche Umsatz- und Ergebnisrisiken trotz breiter Marktpositionierung und umfassender Controlling-Mechanismen nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Jedoch sieht die d.velop sich hier gut aufgestellt, um diesen Risiken frühzeitig mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu begegnen und wesentliche Effekte auf die Ertrags- und Umsatzlage abzufedern. Aufbau und Status des Risikomanagements Durch die Realisierung eines umfassenden Risikomanagements sollen mögliche Risiken wie Produkt-, Markt-, Finanz,- Personal- und Wettbewerbsrisiken sowie gesamtwirtschaftliche und rechtliche Risiken frühzeitig erkannt und minimiert werden. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Strukturen und Mechanismen mit der Zielsetzung eingeführt, ein effektives Risikomanagement zur Identifikation und Beurteilung etwaiger Unternehmensrisiken basierend auf Produkt-, Markt-, Projekt-, Umsatz-, Ergebnisrisiko oder auch Beteiligungsrisiken zu etablieren. Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen ist bereits weit vorangeschritten und bietet bereits heute ein umfassendes System zur schnellen und nachhaltigen Identifikation eventueller Gefährdungen, welches nicht nur externe, sondern ebenso interne Risiken einbezieht. Das System orientiert sich dabei am so genannten "Three Lines of Defense"-Modell. Hierbei handelt es sich um ein anerkanntes Konzept für Risikomanagement und Kontrollprozesse in Unternehmen und Organisationen. Es teilt die Verantwortlichkeiten für Risikomanagement und Kontrollaktivitäten zwischen verschiedenen Ebenen im Unternehmen auf. Die erste Verteidigungslinie umfasst die operativen Bereiche, die für die Umsetzung der Kontrollen verantwortlich sind, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Die zweite Verteidigungslinie umfasst die Risikomanagement- und Compliance-Funktionen, die unabhängig von der operativen Ebene arbeiten und Überwachungs- und Beratungsdienstleistungen anbieten, um sicherzustellen, dass Risiken angemessen identifiziert und kontrolliert werden. Die dritte Verteidigungslinie umfasst die Interne Revision, die unabhängig von der ersten und zweiten Linie agiert und Überprüfungen und Prüfungen durchführt, um sicherzustellen, dass die Kontrollen effektiv sind und den Anforderungen entsprechen. Alle drei "Verteidigungslinien" sind bei d.velop mittlerweile fester Bestandteil der Strukturen. So sind sämtliche Unternehmensbereiche in ein System regelmäßiger und ggf. fallweiser Risikoberichterstattung eingebunden, dessen Erkenntnisse konzernweit durch einen so genannten "Governance Ausschuss" konsolidiert, analysiert und in konkrete (Gegen- bzw. Überwachungs-)Maßnahmen überführt werden. Zudem wurde eine Interne Revision als Stabsstelle eingerichtet. Abgerundet wird das Governance-System durch den Vorstand der d.velop AG sowie einen jüngst gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex konstituierten Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat der d.velop AG. Die Ausrichtung an den strategischen und budgetmäßigen Vorgaben wird ferner durch die jeweilige Bereichsleitung in Verbindung mit zentralen und bereichsbezogenen bzw. divisionalen Controlling-Instanzen permanent verifiziert. Die Erarbeitung und Prüfung von Kennzahlen, die Analyse von Abweichungen und Definition von Korrekturmaßnahmen sind mittlerweile feste Bestandteile des etablierten Controlling-Systems. Darüber hinaus bedient sich der Konzern bei besonderen Themenstellungen auch weiterhin sowohl eigener als auch externer Experten, um auf der Basis entsprechender Erkenntnisse Risiken herausragender Themenstellungen umfassend zu begegnen. In diesem Kontext hat der Konzern u. a. auch ein so genanntes "Informationssicherheits Management System" (ISMS) aufgebaut und dieses nach TISAX ("Trusted Information Security Assessment Exchange", Prüf- und Austauschmechanismus von Prüfergebnissen nach dem branchenspezifischen Standard VDA-ISA, der durch den Verband der Automobilindustrie veröffentlicht wird) prüfen lassen. Darüber hinaus konnten wir uns im Jahr 2023 erfolgreich nach der internationalen Norm ISO 27001 ("Information technology - Security techniques - Information security management systems - Requirements) zertifizieren. Die (im Vergleich zur TISAX-Zertifizierung generische) ISO 27001 Zertifizierung spezifiziert in diesem Zusammenhang die Anforderungen für die Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines dokumentierten ISMS unter Berücksichtigung des Kontexts einer Organisation. Dank der bereits erfolgten Maßnahmen konnte eine Vielzahl möglicher Risiken bereits deutlich reduziert werden. Chancenbericht Allgemein kann festgehalten werden, dass verschiedene Risiken, die in der Rubrik "Risikobericht" beschrieben sind, dem Konzern durchaus auch Chancen bieten. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in: • der außerordentlich guten Geschäftsdynamik, die von der digitalen Transformation der Kunden ausgeht • dem Ausbau der d.velop-Netzwerkstruktur und damit einhergehend einer höheren Marktdurchdringung • einer stabilen finanziellen Situation • Entwicklung bzw. Weiterentwicklung innovativer Produktlinien Die finanzielle Strategie des Konzerns bleibt (trotz der vielfältigen Chancen) unverändert auf Stabilität ausgerichtet, um die operative und strategische Flexibilität von d.velop zu wahren. 4. Sonstige Angaben Bericht über bestehende Zweigniederlassungen Der d.velop-Konzern zeichnet sich per 31. Dezember 2023 neben ihrem Hauptsitz in Gescher und ihren Tochtergesellschaften (Bocholt, Schöppingen sowie Baar in der Schweiz und Wien in Österreich) durch weitere Niederlassungen in Meppen und Kiel aus. In separaten Coworking Spaces können Mitarbeitende und Kunden in Münster, Osnabrück, Paderborn und Salem gemeinsam an Fragen der Digitalisierung arbeiten.
Gescher, 20. November 2024 gez. Christoph Pliete, Geschäftsführer gez. Leonard Pliete, Geschäftsführer gez. Dirk Flögel, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut RegistergerichtDie d.velop holding GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
2. GeschäftszweigGegenstand des Mutterunternehmens ist die Anlage eigenen Vermögens. Die Tätigkeit des Unternehmens umfasst insbesondere den Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen, deren Leitung sowie deren Unterstützung und Beratung einschließlich der Übernahme von Dienstleistungen für diese Unternehmen. 3. Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der d.velop holding GmbH wurde gemäß §§ 290 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die allgemeinen Ansatzvorschriften der §§ 246 ff. HGB und die Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB sowie die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie die Regelungen der §§ 290 ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung. Alle Betragsangaben erfolgen in Euro bzw. TEuro. Die Umrechnung von Bilanzposten von ausländischen Gesellschaften erfolgt zu den entsprechenden Mittelkursen am Bilanzstichtag. Positionen des Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. B. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz1. Angaben zum KonsolidierungskreisDie d.velop holding GmbH hält per 31. Dezember 2023 74,5 % der Geschäftsanteile an der d.velop AG. Zudem wurden im Berichtsjahr die d.velop campus immobilien GmbH und die d.velop campus quartier GmbH gegründet. An diesen Gesellschaften hält die d.velop holding GmbH per 31. Dezember 2023 jeweils 100,0 % der Geschäftsanteile. Aufgrund der Überschreitung der Größenkriterien nach § 293 Abs. 1 HGB ist die d.velop holding GmbH verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen. Über die d.velop AG werden zahlreiche Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen gehalten. Aufgrund der vorstehenden Tatsache sowie vertraglicher Regelungen stellt die d.velop AG freiwillig einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. In den Konzernabschluss der d.velop holding GmbH werden direkt bzw. über die d.velop AG folgende Unternehmen einbezogen: a) Tochterunternehmen b) Assoziierte Unternehmen Neben den Tochterunternehmen werden per 31. Dezember 2023 auch die assoziierten Unternehmen die Halvar Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, die InnoPier GmbH & Co. KG sowie die InnoPier Verwaltungs GmbH in den Konzernabschluss der d.velop holding GmbH aufgenommen. Der Beteiligungsbuchwert wird durch anteilige Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Die Vorschriften des § 265 Abs. 2 HGB zur Angabe von Vorjahreszahlen gelten gemäß § 298 Abs. 1 HGB grundsätzlich auch für den Konzernabschluss. Bei einer wesentlichen Änderung des Konsolidierungskreises ist es nach § 294 Abs. 2 HGB erforderlich, durch geeignete Angaben im Konzernanhang einen sinnvollen Vergleich des Konzernabschlusses mit dem Konzernabschluss des Vorjahres zu ermöglichen. Der Konsolidierungskreis hat sich zum Vorjahr verändert: a) Verschmelzungen von Gesellschaften auf die d.velop AG Die d.velop AG hat in Vorbereitung der Verschmelzungen der Gesellschaften d.velop solutions for documents GmbH (Sulzbach), d.velop public sector GmbH (Meppen) und d.velop digital solutions GmbH (Kiel) im Januar 2023 die vollständigen Anteile der beiden d.velop Gesellschaften d.velop solutions for documents GmbH (Sulzbach) von 51% auf 100% sowie d.velop public sector GmbH (Meppen) von 77,56% auf 100% erworben. Am 12. Mai 2023 wurden Verschmelzungsverträge zwischen der d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach, d.velop digital solutions GmbH, Kiel, d.velop public sector GmbH, Meppen als übertragende Gesellschaften und der d.velop AG als übernehmende Gesellschaft geschlossen. Die d.velop AG hat das Vermögen der übertragenden Gesellschaften im Innenverhältnis mit Wirkung vom 1. Januar 2023 übernommen. b) Erwerb weiterer Anteile an der d.velop classification consulting GmbH Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hat die d.velop AG die ausstehenden Anteile an der d.velop classification consulting GmbH, Bocholt übernommen, sodass zum 31. Dezember 2023 die Beteiligung 100% umfasst. c) Erstkonsolidierung opwoco GmbH Die opwoco GmbH ist seit Januar 2023 Teil der d.velop Gruppe. Die d.velop AG ist seitdem mit 74,9 % an der opwoco GmbH beteiligt und verstärkt die d.velop strategisch mit ihrer Fachexpertise rund um mobile Apps. Der Vertrag wurde im Jahr 2022, mit einer aufschiebenden Bedingung für den dinglichen Übergang geschlossen. Der Übergang der Anteile ist mit der Kaufpreiszahlung im Januar 2023 erfolgt und fortan ist die Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konsolidierungskreis enthalten. d) Neugründung d.velop campus immobilien GmbH Die d.velop campus immobilien GmbH wurde am 13. Juli 2023 gegründet. Die d.velop holding GmbH hält 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft. Folglich ist die Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konsolidierungskreis enthalten. e) Neugründung d.velop campus quartier GmbH Die d.velop campus quartier GmbH wurde am 13. Juli 2023 gegründet. Die d.velop holding GmbH hält 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft. Folglich ist die Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konsolidierungskreis enthalten. f) Liquidation der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG (Assoziiertes Unternehmen) Die Beteiligung an der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG wurde in Folge der Liquidation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 aufgegeben. Gegenstand der Gesellschaft war die Anschaffung von beweglichen und unbeweglichen Anlagen, Errichtung von Immobilien durch Dritte, Finanzierung eigenen Anlagevermögens, die langfristige Vermietung von Geschäftsbauten sowie von beweglichen und unbeweglichen Anlagen aller Art und die Durchführung aller für die Erreichung dieses Zwecks erforderlichen Geschäfte und Maßnahmen. Durch die Beendigung der Leasingverträge zwischen der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und der d.velop AG im Geschäftsjahr 2023 und die Veräußerung der Vermögenswerte an die d.velop campus immobilien GmbH, Gescher, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der d.velop holding GmbH, Gescher, war der Geschäftszweck entfallen. 2. Angaben zu im Konzernanteilsbesitz stehenden UnternehmenIn dem Konzernabschluss der d.velop holding GmbH (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse enthalten:
a) Angabe der Stimmrechte in ( ) falls diese abweichend zu den Beteiligungsverhältnissen sind b) vorläufiger Abschluss 2023. Finale Zahlen stehen erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung c) Abschluss 2023 lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs noch nicht vor, daher Angabe von Vorjahreswerten per 31. Dezember 2022 Einbezug als Tochterunternehmen: Gegenstand der d.velop campus immobilien GmbH ist der Erwerb, die Errichtung und die Vermietung sowie die Verwaltung von Immobilien als Maßnahme der Verwaltung eigenen Vermögens. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu deinen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. Gegenstand der d.velop campus quartier GmbH ist der Erwerb, die Errichtung und die Vermietung sowie die Verwaltung von Immobilien als Maßnahme der Verwaltung eigenen Vermögens. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu deinen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. Gegenstand der d.velop AG ist die Erbringung von EDV-Dienstleistungen, Hard- und Software-Entwicklungen, die Bereitstellung von Hard- und Softwareressourcen, der Betrieb von EDV-Systemen, die Organisations- und EDV-Beratung, der Hard- und Softwarevertrieb sowie Schulung und Qualifizierung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen und nicht einer besonderen gesetzlichen Erlaubnis bedürfen. Sie kann zu diesem Zweck im In- und Ausland andere Unternehmen errichten, erwerben und sich an ihnen beteiligen und mit anderen Unternehmen Interessengemeinschafts- und Unternehmensverträge abschließen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Gegenstand der d.velop (Schweiz) AG, Zürich/Schweiz ist der Vertrieb von Software zur Dokumentenverwaltung und Beratung beim Einsatz der Software sowie damit verbundene Leistungen inkl. Handel mit Hardware, vor allem in der Schweiz, BeNeLux und Großbritannien. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten, sich an anderen Unternehmungen beteiligen oder sich mit diesen zusammenschließen sowie Grundeigentum erwerben, veräußern, belasten und vermieten sowie alle Geschäfte tätigen, die mit dem Zweck der Gesellschaft zusammenhängen oder diesem zu fördern geeignet sind. Gegenstand der d.velop GmbH, Wien/Österreich ist die Erbringung von EDV-Dienstleistungen, Hard- und Software-Entwicklung, die Bereitstellung von Hard- und Softwareressourcen, der Betrieb von EDV-Systemen, die Organisations- und EDV-Beratung, der Hard- und Softwarevertrieb sowie Schulung und Qualifizierung. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben. Sie kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten und alle Geschäfte vornehmen, die geeignet sind, den beschriebenen Gesellschaftszweck zu erreichen oder ihn zu fördern. Gegenstand der d.velop campus Verwaltungs GmbH ist die Verwaltung eigenen Vermögens und die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen Unternehmen, insbesondere bei Kommanditgesellschaften. Gegenstand der d.velop campus GmbH & Co. KG ist die Bewirtschaftung, die Verwaltung und die Verwertung eigenen Vermögens, insbesondere die Bebauung, Vermietung und sonstige Verwertung eigenen Grundbesitzes sowie der An- und Verkauf von Immobilien. Gegenstand der Legal Analytics GmbH ist die Entwicklung, die Vermarktung und der Vertrieb von Software insbesondere im Bereich Legal Tech, sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Beratungs- Werk- und Dienstleistungen. Die Gesellschaft darf im Rahmen ihres Unternehmensgegenstands Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten, sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland unmittelbar oder mittelbar beteiligen, ihre Beteiligungen halten und verwalten sowie die Leitung ihrer Beteiligungsgesellschaften übernehmen und den Geschäftsbetrieb auf verwandte Zweige aller Art ausdehnen. Gegenstand der d.velop classification consulting GmbH ist die Beratung, Planung und Durchführung von Softwareprojekten im Bereich der Klassifizierung und Recherche sowie die Forschung, Entwicklung und der Vertrieb von Software. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich an ihnen beteiligen und ihre Geschäfte führen. Die Gesellschaft darf ferner Zweigniederlassungen errichten. Gegenstand der opwoco GmbH ist die Erbringung von EDV-Dienstleistungen, Bereitstellung von Hard- und Softwareressourcen, Organisations- und EDV-Beratung, Hard- und Softwarevertrieb, Hard- und Softwareentwicklung sowie Qualifizierung. Gesellschaftszweck ist weiter die Errichtung und der Erwerb von Unternehmen dieser Art oder Beteiligung an solchen Unternehmen sowie die Errichtung von Zweigniederlassungen. Einbezug als assoziierte Unternehmen: Gegenstand der Halvar Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG ist die Anschaffung von beweglichen und unbeweglichen Anlagen, Errichtung von Immobilien durch Dritte, Finanzierung eigenen Anlagevermögens, die langfristige Vermietung von Geschäftsbauten sowie von beweglichen und unbeweglichen Anlagen aller Art und die Durchführung aller für die Erreichung dieses Zwecks erforderlichen Geschäfte und Maßnahmen. Gegenstand der InnoPier GmbH & Co. KG ist die Bewirtschaftung, die Verwaltung und die Verwertung eigenen Vermögens, insbesondere die Bebauung, Vermietung und sonstige Verwertung eigenen Grundbesitzes sowie der An- und Verkauf von Immobilien. Gegenstand der InnoPier Verwaltungs GmbH ist die Verwaltung eigenen Vermögens und die Beteiligungan anderen Unternehmen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen Unternehmen, insbesondere bei Kommanditgesellschaften. Einbezug als Beteiligung: Gegenstand der OHA Osnabrück Healthcare Beteiligungs GmbH ist die Förderung von Gründern und Start-Up-Unternehmen im Bereich des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft sowie die Unterstützung der OHA Osnabrück Healthcare Accelerator GmbH, Osnabrück im Rahmen des von dieser betriebenen Start-Up Accelerators. 3. Unternehmen, bei denen das Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen unbeschränkt haftender Gesellschafter istDie d.velop holding GmbH ist zu 74,50 % an der d.velop AG beteiligt. Die d.velop AG ist ihrerseits alleiniger Gesellschafter der d.velop campus Verwaltungs GmbH, Gescher. Diese wiederum ist persönlich haftender Gesellschafter der d.velop campus GmbH & Co. KG mit Sitz in Gescher. Zudem ist die d.velop AG Gesellschafterin der Innopier Verwaltungs GmbH, Kiel. Diese wiederum ist persönlich haftende Gesellschafterin der InnoPier GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel. C. Konsolidierungsmethoden (einschließlich Equity-Methode)1. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen UnternehmenDer Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der d.velop holding GmbH und der einbezogenen Tochterunternehmen sowie der assoziierten Unternehmen. Die Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember 2023 erstellt. 2. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Länge der Abschreibungsdauer ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen. Bei der Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen sowie bei Kapitalmaßnahmen des Tochterunternehmens ohne Statuswechsel werden solche Transaktionen als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang abgebildet. Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. 3. SchuldenkonsolidierungDie Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen, geleistete Anzahlungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit es sich um eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Berichtsjahr waren keine wesentlichen Aufrechnungsdifferenzen zu verzeichnen. 4. Behandlung von ZwischenergebnissenDie Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgt gem. § 304 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, mit einem Betrag anzusetzen, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden. Die Berichtigung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um die positiven bzw. negativen Erfolgsbeiträge aus konzerninternen Transaktionen erfolgt gem. § 305 HGB im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Berichtsjahr waren im Gegensatz zum Vorjahr keine wesentlichen Zwischengewinne zu verzeichnen, sodass eine Eliminierung nicht relevant war. 5. Aufwands- und ErtragskonsolidierungDie Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außerhalb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die Konsolidierungsmaßnahmen umfassen im Regelfall erfolgsneutrale Eliminierungen. 6. Equity-Bewertung von assoziierten UnternehmenDie Bewertung nach der Equity-Methode ist vorzunehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterunternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei den vorstehend unter B.2 ausgewiesenen Beteiligungen ein solcher maßgeblicher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung "at Equity" durchzuführen. Auf eine Equity Bewertung wurde für das Berichtsjahr aufgrund unwesentlicher Eigenkapitalveränderungen verzichtet. D. Angabe zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung)1. BilanzierungsmethodenDie Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens (d.velop holding GmbH), der Tochterunternehmen sowie der assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf Basis bestehender Kundenbeziehungen und der damit einhergehenden Kundentreue zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung begründet, was auf die Laufzeiten der Verträge und der daraus resultierenden Umsatzströme schließen lässt. Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG), des Aktiengesetzes (AktG) sowie der ergänzenden Regelungen der Gesellschaftsverträge bzw. der Satzungen aufgestellt. 2. Immaterielle VermögensgegenständeDas Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB wird nicht ausgeübt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und Lizenzen an solchen Rechten bewegen sich die Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen. In den immateriellen Vermögensgegenständen sind Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 6.256 TEuro (Vorjahr 1.190 TEuro) aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 5 Jahre festgelegt. Die Abschreibungen im Berichtsjahr betragen 1.850 TEuro. Im Geschäftsjahr 2023 sind Zugänge in Höhe von 5.083 TEuro durch den Erwerb der restlichen Anteile an der d.velop public sector GmbH, Meppen sowie 371 TEuro durch den Erwerb der restlichen Anteile an der d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach aktiviert worden. Durch den erstmaligen Erwerb von Anteilen an der opwoco GmbH, Schöppingen ist zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 994 TEuro zugegangen. Weiterhin konnte im Zuge der Übernahme der ausstehenden Anteile an der d.velop classification consulting GmbH, Bocholt ein Wert von 99 TEuro als Zugang gebucht werden. Schließlich war durch den Erwerb weiterer Anteile an der d.velop AG, Gescher ein zusätzlicher Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 369 TEuro zu aktivieren. 3. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear durchgeführt. Die Abschreibungsdauer wird hierbei grundsätzlich nach den amtlichen Abschreibungstabellen bemessen. Die Abschreibungsdauern bewegen sich für Grundstücke und Bauten bei einer Nutzungsdauer von 13 bis 19 Jahren. Bei technischen Anlagen und Maschinen und anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer zwischen 2 und 30 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen. Sind die Gründe für vorgenommene Wertminderungen in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zum Buchwert. Gebildete Festwerte für Kleinmaterialien werden als Sachanlagevermögen regelmäßig alle 5 Jahre auf ihre Höhe durch eine körperliche Bestandsaufnahme überprüft. Liegt der tatsächliche Bestand zum Zeitpunkt der körperlichen Bestandsaufnahme um über 10% über dem gebildeten Festwert, wird auf den höheren Wert aufgestockt. Wenn der tatsächliche Wert unterhalb des Festwerts liegt, wird auf den niedrigeren Wert abgewertet. Ansonsten bleibt der Festwert unverändert in der Bilanz bestehen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. 4. FinanzanlagenDie Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 HGB nach der Equity Methode bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Anschaffungswert und dem anteiligen bilanziellen Eigenkapital (§ 312 Abs. 1 Satz 2 HGB) dieser assoziierten Unternehmen beträgt insgesamt 72.423,31 EUR (Vorjahr 64.239,21 EUR). Ausleihungen an assoziierte Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Finanzanlagevermögens voraussichtlich dauerhaft unter dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr vorliegen, ist gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB eine Zuschreibung vorzunehmen. 5. VorräteDie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen für noch nicht schlussgerechnete Projekte erfolgte mit den Herstellungskosten retrograd und entsprechend dem Fertigstellungsgrad der Projekte oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Durchschnittsverfahren als Berechnungsmethode angewandt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Soweit erhaltene Anzahlungen den Wert der unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht übersteigen, werden sie mit den unfertigen Leistungen in Höhe des Erfüllungsbetrages verrechnet. 6. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird durch die Bildung angemessener Pauschal- und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wurde das Pauschalwertmodell der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angepasst von einem pauschalen Prozentsatz von 2% zu einem Ansatz, welcher die historische Ausfallentwicklung der d.velop berücksichtigt (0,8%). 7. WertpapiereDie sonstigen Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 8. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDer Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. 9. RechnungsabgrenzungspostenAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 10. EigenkapitalDas Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. 11. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern für den Veranlagungszeiträume 2022 und 2023. 12. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen und erkennbare Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt. 13. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 14. WährungsumrechnungDer Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt soweit die Forderungen oder Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausweisen. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger bleibt es gemäß § 256a HGB bei der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit den historischen Umrechnungskursen angesetzt, die Bilanz mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem arithmetischen Mittel eines Geschäftsjahres. Differenzen aus dieser Umrechnung sind erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. 15. Latente SteuernPassive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 1 HGB für Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften wurden mangels unterschiedlicher Wertansätze nicht gebildet. Aktive latente Steuern auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften wurden auf Grund des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht gebildet. Latente Steuern nach § 306 HGB sind ebenfalls nicht gebildet worden. Steuerliche Verlustvorträge, die wahrscheinlich zukünftig genutzt werden können, existieren nicht oder sind ohne wertmäßige Relevanz. Diese Vorgehensweise weicht vom DRSC Standard (DRS 18) ab, entspricht jedoch den handelsrechtlichen Vorschriften und ist insoweit nicht zu beanstanden. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz1. MitzugehörigkeitsvermerkeEinzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: - Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in der Bilanz mit 836 TEuro (Vorjahr: 3.032 TEuro). Es handelt sich hierbei um sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 836 TEuro (Vorjahr: 3.032 TEuro). - Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in der Bilanz mit 59 TEuro (Vorjahr: 39 TEuro). Es handelt sich hierbei um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27 TEuro (Vorjahr: 32 TEuro) und um sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 32 TEuro (Vorjahr: 7 TEuro). 2. AnlagevermögenHinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzernanlagenspiegel (Anlage A zum Anhang). Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. 3. FinanzanlagenDas Finanzanlagevermögen beinhaltet neben den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (123 TEuro, Vorjahr: 145 TEuro), Beteiligungen (79 TEuro, Vorjahr: 0 TEuro) und Ausleihungen an assoziierte Unternehmen (679 TEuro, Vorjahr: 624 TEuro) auch sonstige Ausleihungen (2.218 TEuro, Vorjahr: 140 TEuro). Der Ansatz der "at Equity" bewerteten Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen erfolgt neben dem Buchwert mit den anteiligen Jahresergebnissen der jeweiligen assoziierten Unternehmen. Der aus der Equity-Bilanzierung resultierende Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und dem Bilanzansatz beträgt 72 TEuro (Vorjahr: 64 TEuro). Im Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund unwesentlicher Eigenkapitalveränderungen keine Effekte aus der "at Equity" Bewertung berücksichtigt. 4. Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)Die Ausleihungen gegenüber den Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag 800 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro). Der Ausweis erfolgt unter dem Bilanzposten sonstige Ausleihungen. 5. VorratsvermögenDas Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.347 TEuro (Vorjahr: 230 TEuro). Es beinhaltet unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen (1.881 TEuro, Vorjahr: 975 TEuro), fertige Erzeugnisse und Waren (58 TEuro, Vorjahr: 49 TEuro) sowie geleistete Anzahlungen (288 TEuro, Vorjahr: 117 TEuro). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von -880 TEuro (Vorjahr: -911 TEuro) wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. 6. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAuf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 302 TEuro (Vorjahr: 268 TEuro) gebildet. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beläuft sich auf 53 TEuro (Vorjahr: 244 TEuro). Es handelt sich hierbei um: - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 TEuro (Vorjahr: 229 TEuro) - Sonstige Vermögensgegenstände 53 TEuro (Vorjahr: 15 TEuro) Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.202 TEuro (Vorjahr: 1.082 TEuro). Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. 7. Angaben zu Forderungen gegen Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag 0 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro). 8. KonzerneigenkapitalHinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Berichtsjahr verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel. Zum Ende des Berichtsjahres beträgt das gezeichnete Kapital 26 TEuro. Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Stichtag auf 17.541 TEuro. Sie hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Die Gewinnrücklagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.077 TEuro. Ihre Entwicklung stellt sich im Geschäftsjahr wir folgt dar:
Im Berichtsjahr steht den Gesellschaftern der d.velop holding GmbH im Einzelabschluss aufgrund des erwirtschafteten Bilanzgewinns ein Betrag von 27.765 TEuro für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. Der vorstehende Bilanzgewinn der d.velop holding GmbH enthält im Berichtsjahr einen Gewinnvortrag in Höhe von 18.961 TEuro. 9. Sonstige RückstellungenDie Zusammensetzung zum Bilanzstichtag und die Entwicklung im Berichtsjahr der sonstigen Rückstellungen ist dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zurückgestellte Positionen für den Erwerb von ausstehenden Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Schadenersatzleistungen. 10. Angaben Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag 0 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro). 11. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Negativerklärungen bzgl. Schutz-, Patent-, Lizenz- und Markenrechte, Grundschuldeintragungen, Sicherungsübereignungen oder Verpflichtungen zur Einhaltung von Financial Covenant Vereinbarungen abgesichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber assoziierten Unternehmen sind durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von 3.960 TEuro (Vorjahr: 3.100 TEuro) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie in Höhe von 67 TEuro (Vorjahr: 31 TEuro) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 12. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGBNeben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den ausgewiesenen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 13. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen VerpflichtungenNeben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 18.616 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Davon bestehen gegenüber assoziierten Unternehmen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 229 TEuro. F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. 2. Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:
a) Im Vorjahr wurde die Erlösart Managed Services unter Software-Pflege zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2023 wird Managed Services separat ausgewiesen, daher wurde zu Vergleichszwecken die Vorjahresangabe angepasst. Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:
3. Sonstige betriebliche ErträgeIm Berichtsjahr sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 98 TEuro (Vorjahr: 27 TEuro) enthalten. 4. PersonalaufwandIn den Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.822 TEuro (Vorjahr: 1.568 TEuro) enthalten. 5. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher BedeutungErträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Berichtsjahr in Höhe von 5.804 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) zu verzeichnen. Im Rahmen der Beendigung der Leasingverträge über Vermögenswerte mit der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und dem Verkauf der Vermögenswerte an die d.velop campus immobilien GmbH stand der d.velop AG eine Entschädigungsleistung in Höhe von 3.678 TEuro zu. Die d.velop holding GmbH veräußerte im laufenden Geschäftsjahr Aktien der d.velop AG mit einem Buchgewinn auf Konzernebene von 2.126 TEuro. Der Ausweis dieser Erträge erfolgt jeweils unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Die Ergebnisse aus der sonstigen Änderung des Equity-Wertes assoziierter Unternehmen enthalten weder betragsmäßig noch nach deren Art Ergebnisanteile von außergewöhnlicher Größenordnung oder von außergewöhnlicher Bedeutung. 6. Periodenfremde Erträge / AufwendungenNeben den sonstigen periodenfremden Erträgen in Höhe von 105 TEuro (Vorjahr: 29 TEuro) liegen auch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 16 TEuro (Vorjahr: 230 TEuro) sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 92 TEuro (Vorjahr: 96 TEuro) vor. Der Ausweis erfolgt jeweils in den sonstigen betrieblichen Erträgen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 476 TEuro (Vorjahr: 134 TEuro) enthalten. Diese resultieren aus Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 179 TEuro (Vorjahr: 103 TEuro) sowie übrigen Aufwendungen 297 TEuro (Vorjahr: 31 TEuro). 7. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 50 TEuro (Vorjahr: 13 TEuro) enthalten. 8. Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensIn den Erträgen sind Erträge aus Ausleihungen an assoziierte Unternehmen in Höhe von 14 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) enthalten. 9. Steuern vom Einkommen und vom ErtragMangels temporärer Differenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz waren keine Aufwendungen und Erträge aus Steuerlatenzen zu erfassen. Eine Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2023 war erforderlich (vgl. hierzu C. 4). Dementsprechend waren auch hier keine latenten Steuern zu berücksichtigen. 10. Angaben zur Mindestbesteuerung nach § 314 Abs. 1 Nr. 22a HGBDer tatsächliche Steueraufwand/-ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf Euro 0,00. 11. Nicht beherrschende AnteileDie in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten 17. "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesenen Gewinnanteile, setzen sich wie folgt zusammen:
G. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung1. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird nach DRS 21 aufgestellt. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds in Höhe von 9.005 TEuro (Vorjahr: 11.432 TEuro) umfasst ausschließlich liquide Mittel und Bankguthaben in Höhe von 9.676 TEuro (Vorjahr: 12.127 TEuro) abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von 671 TEuro (Vorjahr: 695 TEuro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 12.434 TEuro (Vorjahr: 8.143 TEuro). Er beinhaltet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen sowie die Veränderungen der Rückstellungen und des Working Capital. Des Weiteren umfasst der Cashflow verschiedene Aufwendungen / Erträge sowie Auszahlungen / Einzahlungen verschiedener Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die hier im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus außerordentlichen Posten in Höhe von 3.678 TEuro sowie die Einzahlungen aus außerordentlichen Posten in Höhe von 1.087 TEuro hängen mit einer Entschädigungsleistung an die d.velop AG im Rahmen der Beendigung der Leasingverträge über Vermögenswerte mit der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und dem Verkauf der Vermögenswerte an die d.velop campus immobilien GmbH zusammen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -16.746 TEuro (Vorjahr: -1.879 TEuro). Er beinhaltet die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von -12.610 TEuro (Vorjahr: -2.467 TEuro) sowie Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 1.947 TEuro (Vorjahr: 560 TEuro). Des Weiteren werden Erhaltene Zinsen sowie Einzahlungen und Auszahlungen auf Grund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition ausgewiesen. Aufgrund der Veränderungen im Konsolidierungskreis im Berichtsjahr sind hier enbenfalls Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von 6.492 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 1.675 TEuro (Vorjahr: -3.792 TEuro). Neben den Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 5.770 TEuro (Vorjahr: 27 TEuro) sind die Auszahlungen für die Tilgung von Krediten in Höhe von -2.141 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) sowie die gezahlten Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens in Höhe von -1.700 TEuro (Vorjahr: -3.500 TEuro) wesentliche Posten. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds ergeben sich im Berichtsjahr in Höhe von 208 TEuro. H. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten MitarbeiterDie durchschnittliche Anzahl der im Unternehmen tätigen Mitarbeiter:innen, ohne Geschäftsführung und Praktikant:innen, belief sich im Geschäftsjahr auf 995 Personen (Vorjahr: 935a)):
a) Vorjahresangabe angepasst, da ab diesem Jahr die Auszubildenden einberechnet werden 2. GeschäftsführungWährend des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
3. Vergütungen der Mitglieder der GeschäftsführungHinsichtlich der Angabe der Vergütung der Geschäftsführung (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabea und Buchstabeb HGB) verweisen wir auf die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB. 4. Gewährte Vorschüsse und Kredite an GeschäftsführerZu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
5. ErgebnisverwendungIm Einzelabschluss der d.velop holding GmbH ergibt sich zum Bilanzstichtag folgende Ergebnisverwendung: Aus dem Gewinnvortrag wurden im Geschäftsjahr 2023 1.700.000,00 Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der ausgewiesene Jahresüberschuss der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt 8.804.231,19 Euro. Der Jahresüberschuss in Höhe von 8.804.231,19 Euro sowie der verbleibende Gewinnvortrag in Höhe von 18.960.512,62 Euro werden auf neue Rechnung vorgetragen. 6. AbschlussprüferhonorarDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar beträgt insgesamt 25 TEuro. Das Honorar beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 Buchstabea HGB). 7. Vorgänge von besonderer BedeutungNach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Im Januar 2024 hat der Verwaltungsrat der d.velop (Schweiz) AG beschlossen, dass die Gesellschaft einen unwiderruflichen Kapitalzuschuss durch Abtretung der Darlehensforderung in Höhe von 477.275 CHF bzw. EUR 500.000 EUR erhält. Die d.velop AG als Aktionärin der d.velop (Schweiz) AG tritt in diesem Zuge die Darlehensforderung an die Gesellschaft ab, wodurch eine Rückzahlungsverpflichtung der Darlehensforderung erlischt. Zum 1. April 2024 wurde die strategische Ausrichtung der opwoco GmbH geschärft, sodass nun sämtliche Aktivitäten rund um mobile Services in dieser Tochtergesellschaft gebündelt werden. Damit einher ging eine Integration der bestehenden Teams der d.velop AG in die opwoco GmbH und umfasste damit auch einen Übergang der Mitarbeiter:innen. Um die enge Bindung und Zusammenarbeit mit der d.velop AG zu unterstreichen, wird die opwoco GmbH fortan unter der Firmierung d.velop mobile services GmbH geführt. Die d.velop AG verspricht sich durch die Zusammenführung der Kompetenzen und des Wissens eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit der Teams und schafft zudem Synergien für den d.velop Konzern. Nach der Übernahme der übrigen Gesellschaftsanteile an der d.velop classification consulting GmbH im Geschäftsjahr 2023 wurde im Mai 2024 der Hinweis auf die bevorstehende Verschmelzung der Gesellschaft auf die d.velop AG im Unternehmensregister eingetragen sowie der Entwurf des Verschmelzungsvertrages eingereicht. Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 1. Januar 2024 erfolgen, sodass zu diesem Zeitpunkt sämtliche Vermögenswerte als auch Rechte und Pflichten auf die d.velop AG übergehen. Damit werden im Laufe des Geschäftsjahres 2024 die gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen, nach den bereits im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Verschmelzungen auf die d.velop AG, abgeschlossen. Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. 8. Unterschrift der GeschäftsführungDie Geschäftsführung hat gemäß § 245 HGB den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der d.velop holding GmbH zu unterzeichnen.
Gescher, 20. November 2024 gez. Christoph Pliete, Geschäftsführer gez. Leonard Pliete, Geschäftsführer gez. Dirk Flögel, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die d.velop holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der d.velop holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der d.velop holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ahaus, 16. Dezember 2024 KRP
audit GmbH
gez. Dipl.-Betriebswirt (FH) Jörg Brands, Wirtschaftsprüfer gez. Bachelor of Laws (LL. B.) Thomas Terhaar, Wirtschaftsprüfer |
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