Paneele Halle GmbHLiquidiert

06108 Halle (Saale), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 18395
Vorher
ISOPAN Deutschland GmbH
Eingetragen
29.2.2012
Branche
Herstellung von Ausbauelementen aus MetallHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten
Gegenstand
Die Produktion, die Vermarktung und der Verkauf von Metallisolierplatten für Wände und Abdeckungen sowie von Strukturelementen im Roh- oder Fertigzustand aus Metall und/ oder in Verbindung mit anderen Materialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudio Martini
seit 8.7.2024
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Manni Group S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Manni Group S.p.A.
Italy
8.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paneele Halle GmbH (vormals: ISOPAN Deutschland GmbH)

Halle (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die ISOPAN Deutschland GmbH i.L. wurde 2012 in Plötz, unweit von Halle (Saale), gegründet. Im Sommer 2021 erfolgte die Verlegung der Produktionsstätte in das Industriegebiet Starpark Halle (Saale), wodurch die Kapazitäten gesteigert und die Präsenz im mitteleuropäischen Markt gestärkt werden sollten. Gegenstand der Gesellschaft ist die Produktion, die Vermarktung und der Verkauf von Metallisolierpaneelen für Wände und Abdeckungen sowie von Strukturelementen im Roh- und Fertigzustand aus Metall und/oder in Verbindung mit anderen Materialien.

Die permanente Entwicklung von innovativen Produkten bei hohem Qualitätsbewusstsein zeichnet uns nach unserem Verständnis aus. In unseren Märkten verfügen wir als ein Unternehmen der MANNI Gruppe über zuverlässige internationale Netzwerke mit starken Partnern.

Als gewinnorientiertes Unternehmen steuern wir uns im Wesentlichen nach den Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis.

Die Gesellschafterversammlung hat am 5. Juni 2024 die sofortige Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Die Liquidation wurde am 2. Juli 2024 im Unternehmensregister veröffentlicht. Eine Anpassung des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 auf die Prämisse der Abkehr von der Unternehmensfortführung ist nicht erfolgt.

B. Wirtschaftsbericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich durch eine generelle Rezession der Weltwirtschaft und in der Folge insbesondere der Baubranche aus. Dabei gelang es ISOPAN jedoch durch eine komplette Neuausrichtung des Vertriebs im 4. Quartal 2023 die Weichen für eine Verbesserung und Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen zu stellen; mit einem Vertriebsmitarbeiter nur für den Kühlhausbau sollen zusätzlich neue Marktsegmente erschlossen werden. Allgemein ist die PaneeIbranche von Überkapazitäten und zunehmender Belastung der Handelskonditionen trotz moderater Preisschwankungen der Rohstoffpreise geprägt, was in unserem schwierigen Marktumfeld zu erheblich sinkenden Deckungsbeiträgen führt.

ISOPAN ist nach unserer Einschätzung heute bereits durch die hohe Qualität und Vielfalt der Produkte breit aufgestellt. Die Produkte entwickelten sich in den einzelnen Segmenten sehr differenziert. Wir konnten uns als mittelständisches Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld weiterhin behaupten und entsprechend der Unternehmensplanung ein stabiles Niveau erreichen. Im Geschäftsjahr 2021 konnte nach den coronabedingten Bauverzögerungen der neue Produktionsstandort im Starpark Halle (Saale) fertiggestellt und bezogen werden. Vor allem für die Produktion und Logistik bedeutete der Firmenumzug im Sommer 2021 eine große Entwicklung. Das gesamte Firmengelände umfasst eine Fläche von 60.000 m 2 und ist damit vier Mal größer als der ehemalige Standort. Auch die Produktions- und Lagerhalle bietet mit einer Größe von 18.000 m 2 viel Platz für die Herstellung und Lagerung der Sandwichpaneele und der für die Produktion benötigten Materialien.

Personal

ISOPAN beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach der Inbetriebnahme der neuen Betriebsstätte im Sommer 2021 konnte noch nicht die ausreichende Anzahl neuer Mitarbeiter gewonnen werden. Die Anwerbung neuer Mitarbeiter wird weiter fortgesetzt, um die Kapazitäten des neuen Standorts auszunutzen und weiter auszubauen. Es besteht weiter ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Vorrangig wird auf die Qualität des neueingestellten Personals geachtet. Gleichzeitig wird auch im Jahr 2024 eine Reihe unserer Mitarbeiter aller Abteilungen aus- und weitergebildet.

Ertragslage

Gegenüber 38.783 TEUR im Jahr 2022 wurden im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 28.831 TEUR erzielt. Der Planansatz von 53.204 TEUR für das Geschäftsjahr konnte aufgrund der Marktsituation sowie ausbleibender Umsätze aus dem Vertrieb von Konzernerzeugnissen nicht erreicht werden. Der Personalaufwand liegt mit 3.624 TEUR um 147 TEUR über dem Vorjahreswert.

Nach der Aufbauphase konnte sich die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 weiter am Markt etablieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist dennoch für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 7.693 TEUR (Vorjahr 4.884 TEUR) bei einem geplanten Jahresergebnis von 384 TEUR aus. Ursächlich waren vor allem starke Preiserhöhungen beim Stahl und bei chemischen Rohstoffen, die im Geschäftsjahr nur anteilig über höhere Verkaufspreise gedeckt werden konnten. Daneben ergab sich ein finanzieller und logistischer Mehraufwand durch die Einschränkungen im Produktionsablauf auf Grund teilweiser krisenbedingter Rohstoffknappheit. Zusätzlich haben die Auflösungen der aktiven latenten Steuern mit 1.868 TEUR das Ergebnis erheblich belastet.

Weitere Belastungen resultieren aus Anlaufkosten der neuen Produktionsanlage am Standort Starpark Halle (Saale). Hierfür sind Gewährleistungsaufwendungen in Folge noch starker Qualitätsschwankungen in der Produktion durch nicht aufeinander abgestimmter Anlagenkomponenten als auch Qualitätsmängel in den bezogenen chemischen Rohstoffen von 439 TEUR (Vorjahr 518 TEUR) entstanden. Die im Jahr 2023 entstandenen Beratungskosten zur SAP-Implementierung sowie Zinsbelastungen hatten ebenfalls einen negativen Ergebniseffekt.

Finanzlage

Durch Beschluss der Gesellschafterin wurde das Stammkapital der Gesellschaft durch Barkapitalerhöhung von 1.030 TEUR um 6.970 TEUR auf 8.000 TEUR erhöht. Das Eigenkapital inklusive Jahresfehlbetrag beträgt zum Bilanzstichtag 3.515 TEUR nach 7.693 TEUR zum Vorjahresbilanzstichtag.

Zur Investitionsfinanzierung wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere Darlehen über insgesamt 1.500 TEUR ausschließlich durch die unmittelbare Gesellschafterin gewährt. Teilweise wurden Gesellschafterdarlehen auch zurückgeführt. Zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen stehen Kontokorrentlinien über insgesamt 8.000 TEUR, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 3.024 TEUR in Anspruch genommen wurden, zur Verfügung.

Für die zukünftigen Jahre werden ein schrittweiser Ausbau der Marktstellung und eine Verbesserung der Ertragslage erwartet, so dass es zu einer Stabilisierung der Liquidität kommt und die Gesellschaft in die Lage versetzt wird, ihren Zahlungsverpflichtungen selbständig nachzukommen. Zunächst ist ISOPAN jedoch auf die weitere finanzielle Unterstützung im Konzernverbund angewiesen. Auf Konzernebene wird in diesem Zusammenhang auch die Einrichtung eines Cash-Pools diskutiert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ISOPAN Deutschland GmbH beträgt 30.270 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 18,4 % gesunken. Die Verkürzung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen auf der Aktivseite aus der Abnahme des Vorratsvermögens, des Sachanlagevermögens sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der aktiven latenten Steuern und auf der Passivseite aus dem verlustbedingten Rückgang des Eigenkapitals sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Investitionsfinanzierung.

Investitions- und Finanzierungsbericht

Die hohen Investitionen in den vergangenen Jahren, insbesondere in den Aufbau der zukunftsweisenden Produktionsanlagen am neuen Standort auf den höchsten technischen Stand, ermöglichen schon heute eine umweltfreundliche Produktion. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 254 TEUR investiert.

C. Forschung und Entwicklung

Eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat die ISOPAN Deutschland GmbH nicht. Wir führen kontinuierlich Tests in der Produktionslinie und im Labor durch, die die hohe Qualität unserer Produkte garantieren. Die MANNI Gruppe entwickelt gemeinsam mit den Polyurethanherstellern neue Rezepturen der Polyurethane, um die Anwendungsbereiche von Sandwichpaneelen zu erweitern. Mit LEAF hat die Isopan- Gruppe eine neue Technologie für ihre eigenen Produkte entwickelt und eingeführt, die mehr Nachhaltigkeit, mehr Sicherheit und mehr Dämmung bietet. Die Produktentwicklung wird in Zusammenarbeit mit ausgewählten Prüfinstituten und Lieferanten, die in unseren Geschäftsfeldern über hohe Kompetenzen verfügen, betrieben.

Mit Sorgfalt wird das Qualitätsmanagement in allen Bereichen des Unternehmens vertieft. Die ISOPAN ist nach ISO 9001 zertifiziert. Die Produkte sind jeweils nach den im Bezugsmarkt geforderten Standards zertifiziert. Von Bedeutung ist auch die Zertifizierung zum Brandverhalten entsprechend DIN EN 14509 und EN 13501 sowie die EPD-Zertifikate, die umweltbezogene Daten über den Lebenszyklus von Produkten gemäß der internationalen Norm DIN EN ISO 14025 bereitstellt.

D. Prognosebericht

Für ISOPAN startet das dritte volle Kalenderjahr am neuen Produktionsstandort im Industriegebiet Starpark Halle (Saale). Ziel ist es, das volle Potential des neuen Standorts auszuschöpfen, um als ein Teil der Manni Gruppe die Zukunft durch drei wesentliche Treiber mitzugestalten: Innovation, Internationalisierung und Nachhaltigkeit. Insbesondere die Feinabstimmung der Anlagenkomponenten und Neueinstellung von Mitarbeitern im Produktionsbereich stehen hierbei im Focus. Durch die Investitionen in den neuen Standort, die uns nach unserer Einschätzung für die Zukunft einen klaren Innovationsvorsprung garantieren werden, werden ab März die Produktionskapazitäten um eine dritte Schicht erweitert, um noch besser auf Kundenwünsche reagieren zu können und eine größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Es ist perspektivisch geplant, eine zweite Produktionslinie zu ergänzen, um eine noch größere Vielfalt innovativer ISOPAN-Lösungen am Standort in Deutschland produzieren zu können. Am neuen Standort sind auch die räumlichen Kapazitäten für eine umfassende Lagerhaltung sowohl der Rohstoffe als auch der Fertigprodukte gegeben, die uns logistisch unabhängiger macht und uns somit ein flexibleres Reagieren auf äußere Einflüsse ermöglicht. Fachkräfte werden durch gezielte betriebliche Berufsaus- und Fortbildung ausgebildet, die langfristig den Arbeitskräftebedarf abdecken. Wir setzten weiterhin auf Qualität und Innovation, um unsere Marktposition noch zu verbessern. Die ISOPAN investiert weiter in den Ausbau der Kundenkontakte, beispielsweise durch die Teilnahme an Messen sowie verstärkt digitales Marketing.

Zum Anfang des Jahres 2024 haben wir eine Planrechnung aufgestellt, in der wir mit einer Gesamtleistung in Höhe von 36.475 TEUR und mit einem Jahresfehlbetrag von 5.689 TEUR für das Geschäftsjahr 2024 planen. Mittelfristig wird sich die Ertragslage nach unserer Einschätzung mit zunehmender Auslastung der neuen Produktionsstätte positiv entwickeln.

E. Chancen- und Risikobericht zur künftigen Entwicklung

Die ISOPAN Deutschland GmbH ist ein rohstoffintensives verarbeitendes Unternehmen mit sehr hohem Qualitätsanspruch. Wir müssen in einem stark umkämpften Markt unseren Materialeinsatz bei stark schwankenden Einkaufspreisen optimieren. Dies wird strategisch über zentrale Einkaufsvereinbarungen der Unternehmen der MANNI Gruppe durchgeführt. Die Stahllagerung wurde vor Ort etabliert. Die Marktrisiken sind aus unserer Sicht kalkulierbar.

Die MANNI Gruppe fördert einen einheitlichen und bereichsübergreifenden Nachhaltigkeitsansatz, der jeden Aspekt des Geschäfts durchdringt und strebt bei ihren Tätigkeiten ein faires und nachhaltiges Wachstum an, auch dank der Investitionen in die Entwicklung von Produkt- und Verfahrensinnovationen. Wir haben besonders innovative Produkte entwickelt, die uns nach unserer Einschätzung künftig eine führende Position im Markt ermöglichen. Die Produktionsabläufe unterliegen einem stetigen Optimierungsprozess. Um Risiken aus Gewährleistungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden umfassende Qualitätsprüfungen in der Produktion eingesetzt. Zur Erkennung von kurzfristigen Risiken werden der Geschäftsführung geeignete Auswertungen zur Verfügung gestellt, die dem kontinuierlichen Wachstum der Gesellschaft entsprechend angepasst werden.

Wesentliche, den Bestand des Unternehmens gefährdende, Risiken sind der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Energiepreisentwicklung sowie die aufgrund weltweit zunehmender bewaffneter Konflikte deutlich unsicherer gewordener Transportwege, führen neben einer erheblichen allgemeinen inflationären Entwicklung auch zu Preisschwankungen für bestimmte branchenbezogene Materialien. Dies wird im Laufe des Jahres 2024 auch zunehmend eine Herausforderung für die Geschäftstätigkeit darstellen. Mit dem Bestand an Rohstoffen und noch laufenden Energielieferverträgen ist ISOPAN in den ersten Monaten des Geschäftsjahres aus unserer Sicht diesbezüglich gut aufgestellt.

F. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschafter. Bezüglich der Finanzinstrumente wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Dem Risiko etwaiger Forderungsausfälle wird durch ein adäquates und effizientes Forderungsmanagement sowie eine Warenkreditversicherung begegnet.

 

Halle (Saale), 4. November 2024

Claudio Martini, Liquidator

Kay Knerr, Liquidator

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.593,00 10.851,00
2. Geleistete Anzahlungen 52.208,83 0,00
57.801,83 10.851,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.740.925,24 15.198.680,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.572.934,00 8.359.680,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.964,00 334.897,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.095,00
22.739.823,24 23.907.352,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 101,50 101,50
22.797.726,57 23.918.304,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.592.107,65 7.242.543,25
2. Fertige Erzeugnisse 254.580,90 1.108.584,02
3. Geleistete Anzahlungen 65.950,39 0,00
4.912.638,94 8.351.127,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.573.286,56 2.544.471,20
2. Forderungen gegen Gesellschafter 166.309,76 124.950,06
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 182.966,58 44.081,27
4. Sonstige Vermögensgegenstände 548.858,34 138.792,92
2.471.421,24 2.852.295,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.248,33 1.705,84
7.385.308,51 11.205.128,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.170,55 96.601,59
D. Aktive latente Steuern 0,00 1.867.919,98
30.270.205,63 37.087.954,87

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.000.000,00 1.030.000,00
II. Kapitalrücklage 12.000.000,00 12.000.000,00
III. Verlustvortrag 8.791.579,54 3.907.580,49
IV. Jahresfehlbetrag -7.693.186,83 -4.883.999,05
3.515.233,63 4.238.420,46
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 2.320.851,00 2.390.613,17
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.354.349,46 1.187.518,86
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.024.210,56 3.524.656,75
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 583.064,73 102.650,98
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.671.068,16 3.091.497,30
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 17.143.510,96 21.856.207,89
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 488.572,19 123.575,11
6. Sonstige Verbindlichkeiten 169.344,94 572.814,35
(davon aus Steuern € 34.174,94; 31.12.2022 € 300.756,75)
23.079.771,54 29.271.402,38
30.270.205,63 37.087.954,87

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 28.831.330,82 38.783.246,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -854.003,12 328.767,00
3. Andere akivierte Eigenleistungen 0,00 822,75
4. Sonstige betriebliche Erträge 560.860,09 986.809,55
28.538.187,79 40.099.646,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.510.396,40 33.034.325,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 405.283,39 519.251,75
23.915.679,79 33.553.576,77
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.969.622,46 2.875.022,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 654.732,92 602.410,41
(davon aus Altersversorgung € 1.439,98; Vorjahr € 1.469,53)
3.624.355,38 3.477.432,63
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.360.559,80 1.372.315,64
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.295.185,06 6.197.977,03
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.139.866,51 429.186,99
(davon an verbundene Unternehmen € 988.771,69; Vorjahr € 378.811,85)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.867.919,98 -74.826,65
(davon aus der Veränderung latenter Steuern € 1.867.919,98; Vorjahr € -74.826,65)
11. Ergebnis nach Steuern -7.665.378,73 -4.856.016,15
12. Sonstige Steuern 27.808,10 27.982,90
13. Jahresfehlbetrag -7.693.186,83 -4.883.999,05

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ISOPAN Deutschland GmbH i.L. wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" erweitert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zu den Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen rechnen zugleich Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) Gesellschafter, die in der Bilanz nach Maßgabe der Vorgaben des § 42 Abs. 3 GmbHG gesondert ausgewiesen wurden.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk weitestgehend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Gemäß den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Wenngleich die Gesellschafterversammlung vom 5. Juni 2024 die Liquidation der Gesellschaft beschlossen hat.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

 

Firmenname laut Registergericht: ISOPAN Deutschland GmbH i.L.

 

Firmensitz laut Registergericht: Halle (Saale)

 

Registereintrag: Handelsregister

 

Registergericht: Stendal

 

Register-Nr.: 18395

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis 33 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand nicht mehr als € 250 betragen haben, wurden diese unmittelbar auf die Aufwandskonten gebucht. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wurde bis 31. Dezember 2022 ein jährlicher Sammelposten gebildet und über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Ab dem Geschäftsjahr 2023 wird die Sammelpostenmethode nicht mehr angewandt. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf dem Jahresabschluss.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei dauerhaften Wertminderungen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Eine verlustfreie Bewertung erfolgt durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurde bis zum 31. Dezember 2022 vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die aktiven latenten Steuern aufgelöst.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die in bar erbrachten Kapitalrücklagen wurden zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Investitionszuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zu den Nutzungsdauern der entsprechenden Vermögensgegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter in Höhe von T€ 349 (31. Dezember 2022 T€ 169) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständehaben haben, wie zum Vorjahresbilanzstichtag, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Abgrenzungen von Aufwendungen im Wesentlichen für Werbekosten (T€ 12) und Versicherungsprämien (T€ 49).

Zum 31. Dezember 2023 wurden aktive latente Steuern von T€ 0 (31. Dezember 2022 T€ 1.868) ermittelt. Abweichend zum Vorjahr wird nicht mehr davon ausgegangen, dass die steuerlichen Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahren verrechenbar sind. Der Ausweis der latenten Steuern wurde entsprechend angepasst. Der sich hieraus ergebende Aufwand wird unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 8.000. Die Gesellschafterversammlung vom 28. Juni 2023 hat die Erhöhung des Stammkapitals um T€ 6.970 auf TEUR 8.000 beschlossen.

Die Kapitalrücklage weist die von der Gesellschafterin i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleisteten Zuzahlungen in das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von T€ 12.000 aus.

Die Auflösung des Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erfolgt korrespondierend zu den bilanziellen Abschreibungen der betreffenden Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 115.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen (T€ 174), Personalkosten (T€ 250), Reklamationen (T€ 820), Rückbauverpflichtungen (T€ 40), Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (T€ 48) sowie Kosten der Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (T€ 22) gebildet.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

gesamt Restlaufzeiten
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
d avon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.024.210,56 1.213.415,66 1.810.794,90 0,00
(3.524.656,75) (2.620.565,21) (904.091,54) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 583.064,73 583.064,73 0,00 0,00
(102.650,98) (102.650,98) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.671.068,16 1.671.068,16 0,00 0,00
(3.091.497,30) (3.091.497,30) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.143.510,96 17.143.510,96 0,00 0,00
(21.856.207,89) (20.251.403,35) (1.604.804,54) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 488.572,19 488.572,19 0,00 0,00
(123.575,11) (123.575,11) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 169.344,94 169.344,94 0,00 0,00
(572.814,35) (572.814,35) (0,00) (0,00)
23.079.771,54 21.268.976,64 1.810.794,90 0,00
(31. Dezember 2022) (29.271.402,40) (26.762.506,30) (2.508.896,08) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 1.811 durch Kreditbesicherungsgarantien gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren aus Darlehen in Höhe von T€ 16.650 (31. Dezember 2022 T€ 21.155) sowie aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass diese bei Bedarf prolongiert werden können.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 216 (Vorjahr T€ 51), darunter Schadenersatzleistungen in Höhe von T€ 182 in Folge eines Vergleichs mit einem Rohstofflieferanten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 38 (Vorjahr T€ 238) sowie Einführungsaufwendungen SAP in Höhe von T€ 91.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.868 (im Vorjahr Ertrag T€ 75).

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 38
Angestellte 31
leitende Angestellte 1
70

Geschäftsführer/Liquidatoren

Herr Claudio Martini, President ISOPAN SpA

Herr Kay Knerr, Liquidator der Gesellschaft

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die ISOPAN Deutschland GmbH i.L. wird in den Konzernabschluss der Manni Group S.p.A. (Rechtsnachfolgerin der Isopan S.p.A.), Verona (Italien), (kleinster Konsolidierungskreis) sowie der Panfin S.p.A., Verona (Italien), (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im Handelsregister Verona (REA) veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 7.693.186,83 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Die Gesellschafterversammlung hat am 5. Juni 2024 die sofortige Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Die Liquidation wurde am 2. Juli 2024 im Unternehmensregister veröffentlicht. Eine Anpassung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 auf die Prämisse der Abkehr von der Unternehmensfortführung ist nicht erfolgt.

 

Halle (Saale), 4. November 2024

Claudio Martini, Liquidator

Kay Knerr, Liquidator

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.995,50 0,00 0,00 93.995,50
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 52.208,83 0,00 52.208,83
93.995,50 52.208,83 0,00 146.204,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.830.832,28 0,00 0,00 15.830.832,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.378.493,98 26.740,37 0,00 9.405.234,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 842.158,80 175.127,43 153.754,98 863.531,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.095,00 0,00 14.095,00 0,00
26.065.580,06 201.867,80 167.849,98 26.099.597,88
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 101,50 0,00 0,00 101,50
26.159.677,06 254.076,63 167.849,98 26.245.903,71
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.144,50 5.258,00 0,00 88.402,50
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
83.144,50 5.258,00 0,00 88.402,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 632.152,04 457.755,00 0,00 1.089.907,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.018.813,98 813.486,37 0,00 1.832.300,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 507.261,80 84.060,43 153.754,98 437.567,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.158.227,82 1.355.301,80 153.754,98 3.359.774,64
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.241.372,32 1.360.559,80 153.754,98 3.448.177,14
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.593,00 10.851,00
2. Geleistete Anzahlungen 52.208,83 0,00
57.801,83 10.851,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.740.925,24 15.198.680,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.572.934,00 8.359.680,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.964,00 334.897,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.095,00
22.739.823,24 23.907.352,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 101,50 101,50
22.797.726,57 23.918.304,74

VERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISOPAN Deutschland GmbH i.L., Halle (Saale)

Versagte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISOPAN Deutschland GmbH i.L., Halle (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISOPAN Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss wegen der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die versagten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts nicht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht wegen der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die versagten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt kein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft, steht nicht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht nicht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung nicht zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu den genannten Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat, und versagen daher den Bestätigungsvermerk.

Grundlage für die versagten Prüfungsurteile

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, obwohl in Folge des Gesellschafterbeschlusses zur Liquidation der Gesellschaft zum 5. Juni 2024 die Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht angemessen ist.

Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die im Lagebericht erfolgte Darstellung der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Versagungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere versagten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 15. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 19. November 2024 wurde folgender Beschluss über die Ergebnisverwendung gefasst:

"Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen."

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19. November 2024 festgestellt.

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