ImmoWerk Invest 3 GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Daniel Heininger seit 2.4.2007 | Geschäftsführer |
Peter Voit seit 2.4.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hotel Property Investments (B.V.I.) Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HPI Germany Hotelbesitz GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. ALLGEMEINESDie HPI Germany Hotelbesitz GmbH (HPI GmbH) betrieb im Geschäftsjahre 2022 nur noch ein Hotel in Deutschland. Die Gesellschaft konzentriert sich weiterhin darauf in Zusammenarbeit mit der Penta Hotels Worldwide GmbH, Frankfurt am Main, (Penta), das letzte Hotel im Portfolio bis zur Rückgabe erfolgreich zu betreiben. Bei dem letzten Hotel, dass zum 31. Dezember 2022 noch in der Gesellschaft gehalten wurde, handelt es sich um das Pentahotel Berlin-Köpenick. Nach Ablauf des Pachtvertrags findet die Rückgabe an den Eigentümer zum 31. Juli 2023 statt. Ziel der Gesellschaft ist die nachhaltige Entwicklung und Sicherung ihres (Netto-) Vermögens bzw. des Eigenkapitals. Die Steuerungsgröße sind das Ergebnis nach Steuern und Cashflow (Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit). Alle anderen branchenüblichen wirtschaftlichen Steuerungsgrößen wie Belegungsraten, durchschnittliche Zimmerraten und Hotelbetriebsergebnisse, sind dem nachgelagert. Zudem verfolgt die Gesellschaft auch das Ziel, Renditen für die Gesellschafterin zu generieren, ausreichende finanzielle Ressourcen für Investitionen bereitzustellen und eine optimale Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten. Außerdem sollen die Verfügbarkeit liquider Mittel und das Liquiditätsmanagement sichergestellt werden. Die Überwachung der Nettoverschuldung und der Liquidität erfolgt kurz- und mittelfristig durch regelmäßige Cashflow-Prognosen und Finanzberichte (Treasury Reports). 2. ALLGEMEINE ENTWICKLUNGEN IN DER HOTELBRANCHEDer deutsche Hotelmarkt hat sich im Jahr 2022 etwas erholen können, wie auch das allgemeine Wirtschaftswachstum in Deutschland und Europa. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 war nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 1,9% höher als im Vorjahr. 1 Gemäß dem Branchenverband DEHOGA ist das Geschäftsjahr 2022 verglichen mit dem Vorkrisenjahr 2019 nur noch mit Umsatzeinbußen i.H.v. -12,5% ausgefallen. Laut der DEHOGA zeugt dieser Trend davon, dass sich der Umsatz, nach den historischen Verlusten in den Corona Jahren, wieder langsam dem Vorkrisenniveau nähert. 2 Bezogen auf den stark von Geschäfts- und Privatreisen abhängigen Hotelmarkt ist kurz- bis mittelfristig daher weiterhin von einer tendenziell eher leichten Erholung auszugehen. 3. Geschäftsverlauf UND DARSTELLUNG DER LAGE DES GESCHÄFTSJAHRES 2022Nachfolgend werden wesentliche Kennzahlen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 und das Vorjahr dargestellt:
Die HPI GmbH schloss das Geschäftsjahr 2022 mit Umsatzerlösen von € 7,8 Mio. (Vorjahr € 4,4 Mio.) ab. Die Umsatzerlöse haben sich um € 3,4 Mio. zum Vorjahr erhöht, insbesondere aufgrund der in 2022 wieder gestiegenen Nachfrage der Gäste im Geschäfts- und Privatreisesektor. Das negative Hotelergebnis 2022 (Ergebnis ohne Aufwendungen und Erträge, die der Verwaltungszentrale zugerechnet werden) betrug nur noch € -0,3 Mio. (Vorjahr € -1,4 Mio.) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,1 Mio. verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die gesteigerte Gästenachfrage zurückzuführen, welche sich, gemessen an der durchschnittlichen Belegungsrate, im Vergleich zum Vorjahr um 23% gesteigert hat, auf nunmehr 74%. Zudem erhöhte sich der durchschnittliche Zimmerpreis von € 81,4 auf € 98,8. Aufgrund der tendenziell nur leichten Besserung des wirtschaftlichen Klimas in Deutschland, konnten im Hotelgewerbe auch weiterhin Kapazitäten im Konferenz- und Beherbergungsbereich von den Großkunden und Individualgästen nicht im üblichen Umfang, wie in den Vorkrisenjahren, in Anspruch genommen werden. Es war der Gesellschaft im Jahr 2022 nicht möglich, die weiterhin bestehenden erheblichen Fixkosten, im Wesentlichen die Pachtaufwendungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr noch € 2,2 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.) betrugen, zu kompensieren. Darüber hinaus haben sich die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr um € 2,4 Mio. auf € 4,9 Mio. erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Sonderzahlungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren des Weiteren im Wesentlichen geprägt durch Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (€ 21,8 Mio., im Vorjahr € 6,5 Mio.) die dem umfangreichen Restrukturierungsprozesses der in USD gegebenen Intercompany Darlehen geschuldet waren. Bereinigt um die Aufwendungen aus Währungsumrechnung, haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um ca. € 0,6 Mio. auf € 4,5 Mio. erhöht. Im Wesentlichen beeinflusst durch gestiegene umsatzbezogene Managementgebühren und die Aufwendungen für Energiemittel wie Strom und Gas. Das Ergebnis der Verwaltungszentrale hat sich in 2022 um € -11,1 Mio. auf € -10,5 Mio. verschlechtert (Vorjahr € 0,6 Mio.). Die deutliche Verschlechterung ist im Wesentlichen auf die erheblichen Aufwendungen aus Währungsumrechnung (€ 21,8 Mio.) zurückzuführen, die nur bedingt mit Erträgen aus Währungsumrechnung (€ 11,6 Mio.) kompensiert werden konnten. Die um € 0,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Zinseinnahmen aus kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen wirken diesem Effekt entgegen. Des Weiteren sind im Ergebnis der Verwaltungszentrale die Kosten der zentralen Verwaltung und der Geschäftsführung enthalten. Das positive Finanzergebnis wirkt sich weiterhin, wie im Vorjahr auch, erheblich auf das Ergebnis der zentralen Verwaltung aus (€ 3,3 Mio., Vorjahr € 1,9 Mio.). Das Finanzergebnis besteht aus dem Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen. Dabei haben sich insbesondere die gesunkenen Zinsaufwendungen aus Intercompany Darlehen ausgewirkt und sind von € 3,5 Mio., um € 1,0 Mio., auf € 2,5 Mio. gesunken. Insgesamt ergibt sich damit ein Jahresfehlbetrag in Höhe von € -10,8 Mio. (Vorjahr: € -0,8 Mio.). Der Jahresfehlbetrag ist, verglichen zur Prognose des Vorjahres, erheblich höher ausgefallen, aufgrund des Restrukturierungsprozesses der Intercompany Darlehen und dem sich daraus ergebenden Saldo von Währungserträgen und -aufwendungen i.H.v. € -10,2 Mio, die zum Zeitpunkt der Prognoseaufstellung, aufgrund der hohen Volatilität des EUR Kurses zum USD, nicht bestimmbar waren und mit € 11,6 Mio bzw. € 21,8 Mio unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst sind. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um € 195,8 Mio. auf € 143,5 Mio. verringert. Das Anlagevermögen ist auf unter 17% der Bilanzsumme gesunken (Vorjahr 49%), aufgrund der Intercompany Restrukturierung und der damit verbundenen Anzahlung von Eigenkapital des Tochterunternehmens CTF Coöperatief U.A. i.H.v. € 141,5 Mio. Somit verbleiben noch Anteile am verbundenen Unternehmen von € 24,2 Mio. (Vorjahr € 165,7 Mio.). Des Weiteren wurden ebenfalls im Zuge der Intercompany Restrukturierung die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 52,2 Mio reduziert. Trotz der erwähnten Reduzierung bleiben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weiterhin ein wesentlicher Posten auf der Aktivseite. Zum Bilanzstichtag betragen sie nunmehr 80% (Vorjahr 49%) der Bilanzsumme. Die prozentuale Erhöhung des Anteils der Forderungen gegen verbundene Unternehmen an der Bilanzsumme ist hierbei auf die insgesamt geringere Bilanzsumme zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden aufgrund der zahlungsunwirksamen Intercompany Restrukturierung um € 135,7 Mio reduziert und betragen zum Bilanzstichtag unter 1% (Vorjahr 40%) der Bilanzsumme. Auf der Passivseite resultiert die Verringerung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus den um € 135,7 Mio. reduzierten Intercompany Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin. Insgesamt sind die sonstigen Rückstellungen nur moderat um € 0,1 Mio. auf € 1,5 Mio. gesunken, was im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen aus dem operativen Geschäft zurückzuführen ist. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 1% (Vorjahr 0,5%). Im Zuge der bereits erwähnten Intercompany Restrukturierung hat die Gesellschafterin mit Beschluss vom Dezember 2022 € 50,4 Mio. aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft entnommen. Dieser Anspruch wurde im Zuge Aufrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beglichen. Diese beträgt zum Stichtag nunmehr € 254,6 Mio (Vorjahr € 305 Mio). Aufgrund der insgesamt geringeren Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote nunmehr 97% (Vorjahr: 59%). Im Geschäftsjahr 2022 war ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr Mittelabfluss € 1,1 Mio.) zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf das negative Hotelergebnis von € -0,3 Mio zurückzuführen ist. Der Netto-Mittelabfluss aus dem Investitionsbereich beträgt T€ 47,6 (Vorjahr T€ 22,8) und besteht aus den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Netto-Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr € 0,6 Mio. (Vorjahr Mittelzufluss € 1,6 Mio.) und besteht aus der Rückzahlung kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Per Saldo ist der Finanzmittelbestand der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 um € 2,0 Mio. auf € 3,4 Mio. gesunken. Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres zeigt sich, dass die Erwartungen in Bezug auf das operative Hotelergebnis übertroffen wurden und das Hotel ein besseres Ergebnis erwirtschaftet hat. Die Prognose des Ergebnisses nach Steuern, ein negativer einstelliger Millionenbetrag, wurde durch die genannten Währungseffekte aus der Restrukturierung nicht erreicht. Die Gesellschaft erwartet erneut einen negativen Cashflow (Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit) für das nächste Geschäftsjahr, was bedeutet, dass die Ausgaben weiterhin die Einnahmen überwiegen werden. 4. INVESTITIONENIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden T€ 47,6 (Vorjahr T€ 22,8) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert. Investitionen in Finanzanlagen wurden in 2022 keine getätigt (Vorjahr € 0 Mio.). 5. MITARBEITERIm Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 43 Vollzeit (Vorjahr 48) und 16 Teilzeitmitarbeiter (Vorjahr 7) beschäftigt. Darüber hinaus bestanden durchschnittlich 6 Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr 7). Die Anzahl der Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr weitestgehend konstant geblieben. 6. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGIn den vergangenen 3 Jahren bestand ein erhöhtes Risiko durch die Covid-19 Pandemie, da die Pandemie weltweit zu umfassenden Lockdowns, Reisebeschränkungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten führte. Unternehmen waren mit der Schließung von Geschäften, Stornierungen von Veranstaltungen und einem allgemeinen Rückgang der Nachfrage konfrontiert. Dies führte zu finanziellen Einbußen und Liquiditätsengpässen, da die Einnahmen drastisch sanken und Betriebskosten weiterhin anfielen. Die Unsicherheit über die Dauer der Pandemie und ihre Auswirkungen machte es damals schwierig, die genaue finanzielle Belastung abzuschätzen. In Bezug auf die USD-Darlehen, die die Gesellschaft in den letzten Jahren in der Bilanz führte und die im laufenden Geschäftsjahr entfallen sind, hat sich das Risiko ebenfalls verändert. In den Vorjahren bestand ein erhöhtes Risiko in Bezug auf die Währungsschwankungen dieser Darlehen, da die Gesellschaft die Kursrisiken nicht separat abgesichert hatte. Diese Risiken haben sich jedoch erheblich verringert, bzw. sind im Falle der USD Darlehen komplett weggefallen, aufgrund der ausgeführten Intercompany Restrukturierungsmaßnahmen. Die Einführung von Impfprogrammen und Lockerungsmaßnahmen hat dazu beigetragen, dass die Risiken in Verbindung mit der Covid-19 Pandemie ebenfalls erheblich reduziert wurden und die allgemeine wirtschaftliche Aktivität wieder an Fahrt gewonnen hat. Ein weiterer wesentlicher Grund für die Verringerung der Risiken ist, dass aufgrund der Rückgabe des Hotels in Berlin Köpenick die unmittelbaren Risiken aus dem Hotelbetrieb nach dem 31. Juli 2023 entfallen. Das Risikomanagement bei der HPI GmbH erfolgt weiterhin insbesondere im Rahmen des monatlichen Reportings, da in diesem Zusammenhang auch potenzielle Risiken überwacht werden. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Überwachung von Forderungsausfallrisiken. Die dargestellten Risiken stellen die Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Finanzwirtschaftliche Risiken Für die am 29. Dezember 2017 vom Gesellschafter eingebrachte Beteiligung an der CTF Coöperatief U.A. wurde zum damaligen Zeitpunkt ein Verkehrswert ermittelt, dem Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften zugrunde lagen. Die tatsächliche weitere Entwicklung in der Zukunft im Verhältnis zu den getroffenen Annahmen kann zu wesentlichen Risiken oder Chancen für die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften der CTF Coöperatief U.A. sind weiterhin auf verschiedene Regionen und Aktivitäten gestreut, so dass im Portfolio eine Minderung des Gesamtrisikos einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den verbliebenen Buchwert der Beteiligung durch einen Ausgleich von Risiken und Chancen innerhalb der Gruppe erfolgt. Des Weiteren bestehen auch weiterhin (Kosten-)Risiken verbunden mit der Instandhaltung vom verbliebenen Pachtobjekt Pentahotel Berlin Köpenick bis zum Zeitpunkt der Rückgabe im Juli 2023. Branchen- und gesamtwirtschaftliche Risiken Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat und auch aktuell zu beobachten ist, können Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Naturkatastrophen, Kriegs- und andere Ereignisse, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen, sich auch direkt oder indirekt nachteilig auf das Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit auswirken. Die aktuelle Situation erfordert weiterhin eine kontinuierliche Bewertung des Status und der Entwicklung der bestehenden Maßnahmen, sowie der möglichen weiteren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten und anderen Faktoren. Der von Russland im Februar 2022 mit der Ukraine begonnene militärische Konflikt hat auch weiterhin globale Auswirkungen, einschließlich Störungen und Volatilität der Finanz- und Energiemärkte. Bisher konnte das Unternehmen jedoch keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf sein operatives Geschäft feststellen. Die Geschäftsleitung beobachtet zusammen mit dem Eigentümer weiterhin die aktuelle Situation sehr genau und auch die damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe, sowie auf die Kostenstruktur aufgrund der allgemeinen Teuerungsrate. Das Ausmaß von möglichen Krisen und des andauernden militärischen Konflikts in der Ukraine auf unsere operative und finanzielle Leistung hängt weiterhin von bestimmten Entwicklungen ab, einschließlich der weiteren Dauer und Ausbreitung dieser Krisen und deren weiteren Auswirkungen auf unsere Lieferanten, Mitarbeiter und Gäste, die alle nicht vorhergesagt und quantifiziert werden können. Insgesamt sehen wir weiterhin ein hohes Niveau der Inflation. Dies ist weiterhin mit dem Risiko verbunden, dass Kostensteigerungen nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden können und damit das operative Ergebnis belasten. Wir beobachten auch weiterhin sehr genau die sich entwickelnde Situation und deren Auswirkungen auf unser Geschäft und die Hotel- und Restaurationsbranche insgesamt. Liquiditätsrisiken Die gegenwärtige und künftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird auch weiterhin dadurch gewährleistet, dass auf Anforderung der Geschäftsführung erforderliche Mittel durch den Gesellschafter als Darlehen gewährt werden, bzw. in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt werden. Hierzu hat die CTF Holdings Ltd. (BVI) gegenüber der HPI GmbH einen Letter of Support gegeben. Damit verpflichtet sich die indirekte Muttergesellschaft der HPI GmbH, diese solvent zu halten. Der Letter of Support ist nächstmalig mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 kündbar. Die CTF Holdings Ltd. (BVI) ist mit ihren Tochtergesellschaften ebenfalls von Krisen, die wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation haben können, z.B. dem militärischen Konflikt in der Ukraine, betroffen. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko, dass die CTF Holdings Ltd. (BVI) den Verpflichtungen aus dem Letter of Support nicht nachkommen kann, weshalb für die HPI GmbH eine Bestandsgefährdung bestehen könnte. Wir gehen jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin davon aus, die erforderlichen Unterstützungsleistungen zu erhalten. Des Weiteren wird auch auf den Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko)" im Anhang verwiesen. 7. PROGNOSEBERICHTDie Geschäftsprognosen für das Geschäftsjahr 2023 war im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind auch weiterhin eher zurückhaltend und die Erwartungen in Bezug auf Umsatz und Rentabilität werden fortlaufend sorgfältig bewertet. Bezogen auf den stark von Geschäfts- und Privatreisen abhängigen Hotelmarkt war daher kurz- bis mittelfristig nur von einer eher leichten Erholung auszugehen. Operative Betriebsprognosen, die von einer moderaten Belegung ausgehen, wurden erstellt und wurden regelmäßig monatlich aktualisiert, passend zum Geschäftsverlauf. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts haben sich diese Erwartungen erfüllt. Die Gesellschaft erwartet für das nächste Geschäftsjahr ein positives Ergebnis nach Steuern im mittleren, einstelligen Millionenbereich und einen negativen Cashflow im niedrigen, einstelligen Millionenbereich. Während die Ausgaben im operativen Hotelbereich weiterhin die Einnahmen überstiegen haben, insbesondere bedingt durch die Tatsache, dass per 31. Juli 2023 das operative Hotelgeschäft weggefallen ist, kommen wesentliche positive (nicht zahlungswirksame) Effekte aus Zinserträgen im Zusammenhang mit Intercompany Darlehen hinzu.
Frankfurt am Main, den 25. Oktober 2023 Karl Daniel Heininger Peter Voit 1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html (Abruf Mai 2023) 2 https://www.dehoga-bundesverband.de/presse-events/pressemitteilungen/detail/news/jahresbilanz-2022 -drittes-verlustjahr-in-folge-gastgewerbe-zwischen-hoffnung-und-skepsis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_ news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ba13b030242cc17a3a8ad27a4ceac086 (Abruf Mai 2023) 3 Prognosebericht Frühjahr 2023: https://www.ifo.de/prognosen/ifo-konjunkturprognose (Abruf Juni 2023) Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. AllgemeinesDie HPI Germany Hotelbesitz GmbH (nachfolgend Gesellschaft oder HPI GmbH) wurde durch Gesellschaftsvertrag vom 18. November 1980 (grundlegende Neufassung durch Gesellschafterbeschluss vom 11. Januar 2011 und 13. Februar 2018) gegründet und wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 79568 geführt. Alleinige Muttergesellschaft ist die Hotel Property Investments (B.V.I.) Ltd., British Virgin Islands. Oberste Konzerngesellschaften sind Cheng Yu Tung Family (Holdings) Ltd., Hongkong und Cheng Yu Tung Family (Holdings II) Ltd., Hongkong. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis, in den die HPI GmbH einbezogen wird, wird von der Chow Tai Fook Enterprise Ltd. mit Sitz in Hong Kong aufgestellt. Der Konzernabschluss mit dem kleinsten Konsolidierungskreis, in den die HPI GmbH einbezogen wird, wird von CTF Holdings Ltd mit Sitz auf den britischen Jungferninseln aufgestellt und kann über die dortige Vertretung (Citco Ltd, Citco Building Wickhams Bay, P.O. Box 662, Road Town, Tortola, British Virgin Islands) angefordert werden. II. Gliederung, Bilanzierungs- und BewertungsmethodenGliederung und Ausweis Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Ansatz und Bewertung Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. III. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden sowie zur BilanzDie einzelnen Vermögens- und Schuldposten wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbene Software wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Lieferantenskonti oder zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zwölf Jahren. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Bei den Zugängen zum Sachanlagevermögen (T€ 48, Vorjahr: T€ 23) handelt es sich um regelmäßige Investitionen in die Weiterentwicklung der Hotelstandards. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 und bis zu € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten weniger als € 250,00 netto betragen, werden im Zugangszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. Finanzanlagen Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten. Sofern erforderlich, werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um den Buchwert der Beteiligung an folgender Gesellschaft:
Im Rahmen einer Restrukturierung der Intercompany Darlehen wurden per Beschlussfassung vom 18. Juli 2022 Eigenkapitalbestandteile in Höhe von T€ 141.529 von der CTF Coöperatief U.A. an die HPI Germany zurückgeführt. Die weitere Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Speisen und Getränke sowie Gästezimmerutensilien. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Fifo-Methode. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (T€ 422, Vorjahr T€ 372). Langfristige Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 114.944, Vorjahr T€ 167.111) bestehen aus Forderungen aus laufender Verrechnung (T€ 23, Vorjahr T€ 22) und Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 114.921, Vorjahr T€ 167.089). Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht mehr und wurden im Rahmen einer Restrukturierung der Intercompany Darlehen mit Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin verrechnet (Vorjahr T€ 53.356). Alle derzeitigen Forderungen aus laufender Verrechnung haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, sind jedoch mit einer Frist von 30 Tagen von beiden Parteien jederzeit kündbar und sind daher kurzfristig. Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (T€ 224, Vorjahr T€ 297). Flüssige Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen sind kurzfristig und wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die aktivierten Vorauszahlungen für Versicherungen, Wartungen und Beiträge wurden pro rata temporis abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 5.676 und wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Im Rahmen einer von der Gesellschafterin beschlossenen Kapitalrückzahlung von T€ 50.382 verringerte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr auf T€ 254.568. Sonstige Rückstellungen Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen (T€ 1.538, Vorjahr T€ 1.565) ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für vertragliche Verpflichtungen aus der Instandhaltung von Hotelstandorten für Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen und personalbezogene Rückstellungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenkassakurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Vorauszahlungen von Hotelgästen. Sonstige Verbindlichkeiten (T€ 2.709, Vorjahr T€ 1.567) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen aus dem Verkauf der Beteiligungen und Hotelbetriebe in 2019 und Lohnsteuerverbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aufgrund einer im Juli 2022 ausgeführten Restrukturierung der Intercompany Darlehen zum Stichtag nicht mehr (Vorjahr T€ 135.738). Es verbleiben nur noch Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung (T€ 235, Vorjahr T€ 243) gegenüber verbundenen Unternehmen. Des Weiteren bestehen gegenüber der Gesellschafterin keine Verbindlichkeiten mehr zum Stichtag (Vorjahr T€ 53.092), da diese ebenfalls im Rahmen einer im Dezember 2022 ausgeführten Restrukturierungsmaßnahme der Intercompany Darlehen mit Intercompany Darlehensforderungen verrechnet wurden. Sämtliche Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Latente Steuern Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergeben sich im Berichtsjahr für die HPI GmbH Beträge, die potentiell als aktive latenten Steuern angesetzt werden könnten. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der handelsrechtlichen Berücksichtigung von unrealisierten Kursverlusten entstandenen Differenzen aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ferner bestehen steuerliche Verlustvorträge. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz i.H.v. 30,94%. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz unterbleibt. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sämtliche Umsätze wurden im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€11.787, Vorjahr T€ 7.033) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 11.620, Vorjahr T€ 6.462). Die außerordentliche Höhe der Erträge aus Währungsumrechnung ergibt sich aus den ausgeführten Intercompany Restrukturierungsmaßnahmen und den damit verbundenen Realisierungen von Kursgewinnen, da die meisten der Intercompany Darlehen auf USD ausgestellt waren. Diese stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB dar. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge aperiodische Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (T€ 10, Vorjahr T€ 165) und sonstige Erträge (T€ 108, Vorjahr T€ 161). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€26.345, Vorjahr T€ 10.322) enthalten Aufwendungen für Hotelpachten (T€ 2.182, Vorjahr T€ 2.114), Rechts- und Beratungskosten (T€ 483, Vorjahr T€ 421), Managementgebühren der Penta Hotels Worldwide GmbH (T€ 362, Vorjahr T€ 189), sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 21.834, Vorjahr T€ 6.452), diese sind ebenfalls außerordentlich in der Höhe und ebenfalls bedingt durch die ausgeführten Intercompany Restrukturierungsmaßnahmen und den damit verbundenen Realisierungen von Kursverlusten der auf USD lautenden Intercompany Darlehensverträge, für die die Gesellschaft keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen hatte. Diese stellen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB dar. Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge (T€ 5.752, Vorjahr T€ 5.365) enthalten im Wesentlichen Erträge in Höhe von T€ 5.732 (Vorjahr T€ 5.358) aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von T€ 26 (Vorjahr T€ 13), die aus der Negativverzinsung von Guthabenständen auf den Bankkonten, sowie aus Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen (T€ 2.435, Vorjahr T€ 3.488) resultieren. Sonstige AngabenDurchschnittliche Beschäftigtenzahl Im Jahresdurchschnitt wurden 59 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 43 Vollzeitmitarbeiter und 16 Teilzeitmitarbeiter. Zusätzlich bestanden durchschnittlich 6 Ausbildungsverhältnisse. Die Gesellschaft beschäftigt drei Angestellte und ansonsten nur gewerbliche Arbeitnehmer. Die Ermittlung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl erfolgte auf Basis der quartalsweisen Berechnung. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligung i.H.v. 100% an der CTF Coöperatief U.A, Amsterdam / Niederlande wurde am 29. Dezember 2017 von der Muttergesellschaft Hotel Property Investments (B.V.I.) Ltd., British Virgin Islands, zum beizulegenden Zeitwert eingebracht. Das Eigenkapital der CTF Coöperatief U.A. zum 31. Dezember 2022 beträgt TUSD 113.929 (1 USD = 0,94 €), der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2022 beträgt TUSD -4.501. Die CTF Coöperatief U.A. hält zum 31. Dezember 2022 folgenden mittelbaren und unmittelbaren Anteilsbesitz:
1) Das Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde per Gesellschafterbeschluss auf den Zeitraum 01.04. - 31.03.eines Jahres gelegt und erfolgte erstmalig mit Abschluss zum 31.03.2022. Der aktuelle Berichtszeitraum beträgt 12 Monate. 2) Die Anteile von 50% wurden im März 2022 von der CTF Tuscany CdB B.V. veräußert. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 43. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Als Betreibergesellschaft von Hotels schloss die HPI GmbH mit den Eigentümern der Hotels langfristige Pachtverträge ab. Aufgrund der Betriebspflicht über die Laufzeit der unkündbaren Pachtverträge bergen diese Standortrisiken, verbessern im Vergleich zum Erwerb der Immobilien jedoch die Liquiditätssituation und erleichtern strategische Standortentscheidungen. Das Pentahotel Berlin-Köpenick ist das letzte Hotel im Portfolio der Gesellschaft und wird nach Ablauf des Pachtvertrags zum 31. Juli 2023 an den Eigentümer zurückgegeben, siehe Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Aus dem Pachtvertrag für das Hotel in Köpenick und sonstigen Pachtverträgen erwachsen der Gesellschaft in den kommenden Jahren die folgenden Zahlungsverpflichtungen:
Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, bei denen es sich um sogenannte Operating Leasing Verträge handelt, die zu keiner Bilanzierung der Leasingobjekte führen. Aus diesen Verträgen resultieren die folgenden finanziellen Verpflichtungen:
Der Vorteil dieser Pacht- und Operating Leasing Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit jedoch keine Anhaltspunkte gibt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 die Herren:
Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko) Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat und auch aktuell zu beobachten ist, können Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Naturkatastrophen, Kriegs- und andere Ereignisse, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen, sich auch direkt oder indirekt nachteilig auf das Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit auswirken. Die HPI Germany Hotelbesitz GmbH erhält auch weiterhin die volle Unterstützung durch die indirekte Muttergesellschaft CTF Holding Ltd., Tortola, British Virgin Islands, die auch einen Letter of Support gegeben hat, der frühestens mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt werden kann. Die zukünftige Leistungsfähigkeit der Gesellschaft, insbesondere hinsichtlich der Erzielung operativer Cashflows und Umsätze, bleibt voraussichtlich weiterhin von der Unterstützung durch Konzernunternehmen abhängig. Die Gewährleistung dieser Unterstützung seitens der Konzerngesellschaften hängt wiederum maßgeblich von der Dauer und dem Ausmaß der oben erwähnten Krisen in den einzelnen Ländern ab, sowie von der Geschwindigkeit, mit der sich der Hotelsektor nach der Corona-Pandemie und den Folgen des Krieges erholen kann. Dementsprechend ist diese Unterstützung durch die Konzerngesellschaften abhängig davon, dass diese einen Umsatzanstieg und positiven operativen Cashflow erreichen können. Aufgrund dieser Tatsachen erfolgt die Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Going Concern Prämisse, auch wenn die oben beschriebenen Umstände zu Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung und auch bezüglich der Unternehmensfortführung führen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Pachtvertrag für das Pentahotel Koepenick endete zum 31. Juli 2023 und wurde nicht verlängert. Die Geschäftsführung hat den Pachtgegenstand ordnungsgemäß dem Eigentümer übergeben. Des Weiteren gibt es keine anderen wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten, die Einfluss auf den Jahresabschluss der Gesellschaft haben könnten.
Frankfurt am Main, den 25. Oktober 2023 Die Geschäftsführung Karl Daniel Heininger Peter Voit Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HPI Germany Hotelbesitz GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HPI Germany Hotelbesitz GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HPI Germany Hotelbesitz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko)" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "6. Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren Unterstützung durch das Mutterunternehmen abhängig ist. Die Unterstützung durch das Mutterunternehmen wiederum ist auch unter Berücksichtigung der weiterhin bestehenden Unsicherheiten aufgrund andauernder internationaler Krisen und Herausforderungen unter anderem vom Ausmaß, in dem die Umsatzerlöse für die Gruppe erhöht bzw. von dem Ausmaß, in dem die operativen Cashflows erzielt werden können, abhängig. Wie in Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko)" sowie im Abschnitt "6. Risiken der künftigen Entwicklung" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25. Oktober 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 06.11.2023 festgestellt. |
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