Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 13055
Eingetragen
19.5.2017
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und Expressdienstleistungen
Gegenstand
die Ausführung von Logistik-, Zustell- und Postdienstleistungen aller Art, insbesondere der Vertrieb von Presse- und Druckerzeugnissen, Werbeprospektem, personalisierten Sendungen und sonstigen Werbematerialien, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Nebentätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tilo Schelsky
seit 11.2.2021
Geschäftsführer
Jérôme Schwabe
seit 28.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LR Medienverlag GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZG Lausitz GmbH

Cottbus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ZG Lausitz GmbH mit Sitz in Cottbus im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus Abt. B, unter der Nummer 13055 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Die Bewertung erfolgte nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben keine nennenswerten Änderungen gegenüber denen des Vorjahres erfahren.

Im Vorjahr wurden bezogene Dienstleistungen in Höhe von TEUR 105 unter "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis von bezogenen Dienstleistungen unter "Aufwendungen für bezogene Leistungen" im Materialaufwand. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Insofern ist der Vorjahresvergleich erst mit den ergänzenden Angaben möglich.

Die Gesellschaft hat sich mit notariellem Gewinnabführungsvertrag vom 29. November 2021 verpflichtet, ihren Gewinn, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2021, an die Firma LR Medienverlag GmbH, Cottbus, abzuführen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in der Bilanz ausgewiesenen immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten in Ansatz gebracht und unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen fortgeführt. Zugänge wurden pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen ein und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das abnutzbare bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung auf die Zugänge erfolgt 'pro rata temporis'. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen ein und dreizehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und die Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind zu beiden Bilanzstichtagen keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.270,3 (Vorjahr TEUR 2.398,2) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 338,8 (Vorjahr TEUR 74,7) aus sonstigen Vermögensgegenständen sowie in Höhe von TEUR 207,9 (Vorjahr TEUR 448,2) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 786,9 (Vorjahr TEUR 1.543,8) Forderungen gegen die Gesellschafterin. In diesem Betrag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 994,8 (Vorjahr TEUR 1.992,0) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 207,9 (Vorjahr TEUR 448,2) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Berufsgenossenschaft TEUR 405 (Vorjahr TEUR 376), Urlaub TEUR 58 (Vorjahr TEUR 60), Prämien TEUR 44 (Vorjahr TEUR 41) und Abfindungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 54).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4,5 (Vorjahr TEUR 2,6) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 530,4) sonstige Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Angaben

Das Stammkapital beträgt TEUR 25 und ist voll einbezahlt. Es wird von der LR Medienverlag GmbH, Cottbus, gehalten.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Jérome Schwabe, Burg (Spreewald), ehemaliger Unternehmer

Herr Tilo Schelsky, Michendorf, Fachkaufmann

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Lohn- und Gehaltsempfänger 24 25
Zusteller 1.106 1.166
Summe 1.130 1.191

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende, aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:

Restlaufzeit fällig fällig Gesamt
2024 2025 - 2030
TEUR TEUR TEUR
Miet- u. Leasingverpflichtungen 21,4 18,0 39,4
21,4 18,0 39,4

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss zum 31.12.2023 für den größten und den kleinesten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Der Konzernabschluss wird elektronisch im Unternehmensregister veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Der Gewinn in Höhe von TEUR 208,2 wurde lt. Gewinnabführungsvertrag an die LR Medienverlag GmbH abgeführt.

 

Cottbus, 15. März 2024

Tilo Schelsky

Jérome Schwabe

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.445,24 1.000,00 0,00 0,00 2.445,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.468,91 72.175,50 0,00 32.352,10 77.292,31
38.914,15 73.175,50 0,00 32.352,10 79.737,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 870,24 290,00 0,00 1.160,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.933,91 10.390,50 4.045,10 35.279,31
29.804,15 10.680,50 4.045,10 36.439,55
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285,00 575,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.013,00 8.535,00
43.298,00 9.110,00

Bilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285,00 575,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.013,00 8.535,00
43.298,00 9.110,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114.343,05 153.132,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.401.207,67 2.024.721,73
3. Sonstige Vermögensgegenstände 26.544,58 1.542.095,30 130.437,45 2.308.291,49
1.542.095,30 2.308.291,49
1.585.393,30 2.317.401,49

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 83.171,78 83.171,78
108.171,78 108.171,78
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 521.225,10 543.593,95
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 239.381,18 442.430,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.531,63 533.024,89
3. Sonstige Verbindlichkeiten 712.083,61 690.180,72
- davon aus Steuern: EUR 47.175,69 (Vorjahr: EUR 0,00) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 15.201,10) -
955.996,42 1.665.635,76
1.585.393,30 2.317.401,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.251.220,61 17.163.749,05
2. Sonstige betriebliche Erträge 16.582,21 13.943,93
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.206.216,92 3.206.216,92 3.717.330,23 3.717.330,23
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.676.458,58 9.211.336,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.559.784,67 12.236.243,25 2.363.103,36 11.574.440,11
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.680,50 3.368,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.602.245,61 1.432.395,29
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.581,54 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.581,54 (Vorjahr: EUR 0,00) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.158,03 987,73
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 14.158,03 (Vorjahr: EUR 987,73) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 938,00
10. Ergebnis nach Steuern 208.840,05 448.233,23
11. Sonstige Steuern 653,00 0,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -208.187,05 -448.233,23
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZG Lausitz GmbH, Cottbus

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der ZG Lausitz GmbH, Cottbus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZG Lausitz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 15. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinze, Wirtschaftsprüfer

Menzer, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die ZG Lausitz GmbH ist als 100%igeTochtergesellschaft der LR Medienverlag GmbH in erster Linie mit der Zustellung der Tageszeitung LAUSITZER RUNDSCHAU im südlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen (Lausitz) betraut. Die Gesellschaft wickelt die komplette logistische Kette von der Abholung der Zeitung in der Druckerei bis hin zum Briefkasten des Abonnenten ab. Neben der Tageszeitung werden auch andere Verlagserzeugnisse des Medienhauses LAUSITZER RUNDSCHAU (Magazine, Mailings etc.) sowie Postsendungen der Schwestergesellschaft REGIO Print-Vertrieb GmbH zugestellt. Die Gesellschaft bedient sich hierzu verschiedener Speditionen und einem großen Pool an eigenen Zustellern, nutzt aber auch den Zustellapparat der Joint Venture Gesellschaft mit der Sächsischen Zeitung, der MV Hoyerswerda-Weißwasser Zustellservice GmbH.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 in der Branche und der deutschen Gesamtwirtschaft war zu Jahresbeginn noch stark geprägt durch die Auswirkungen unterbrochener Lieferketten, steigender Rohstoff- und Energiepreise aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und starken Erhöhungen der gesetzlichen Lohnuntergrenzen ab Oktober 2022. Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich zum Jahresende 2023 eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Monat Dezember 2023 auf 86,4 Punkte gesunken, nach 87,2 Punkten im November. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blicken sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. 1

1 Ifo Geschäftsklima Dezember 2023

Im Dienstleistungssektor hat sich der Geschäftsklimaindex leicht verbessert. Die Dienstleister bewerten zudem ihre aktuelle Lage besser. In der Gastronomie hat sich die Geschäftslage ebenfalls verbessert, die Erwartungen sind jedoch abgestürzt. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index merklich gefallen, die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter. Insbesondere energieintensive Branchen tun sich schwer. Im Bauhauptgewerbe wurde der niedrigste Indexwert seit September 2005 gemeldet. Zudem geht jedes zweite Unternehmen von einer weiteren Eintrübung der Geschäfte in den kommenden Monaten aus. 2

2 ebenda

Die Konsumstimmung in Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Der GfK- Konsumklima-Index lag im Januar 2024 bei einem Indexwert von -25,4 Punkten. Für den Februar 2024 prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen Wert von -29,7 Punkten. 3

3 GfK-Konsumklima-Index für Deutschland bis Februar 2024 vom 26.01.2024

Geopolitische Krisen und Kriege, stark steigende Lebensmittelpreise sowie die Diskussionen um die Aufstellung des Staatshaushaltes für das Jahr 2024 sorgen nach wie vor für Verunsicherung. Folglich ist auch das Konsumklima derzeit überaus niedrig. 4 Wesentliche Gründe für einen gestiegenen Einkommensoptimismus liegen sicherlich in den zu erwartenden deutlichen Zuwächsen bei der für die privaten Haushalte wichtigsten Einkommensquelle: den Löhnen und Gehältern bzw. den Renten. Im Sog verbesserter Einkommensaussichten legt die Anschaffungsneigung spürbar zu: Der Indikator gewinnt nach einer etwa eineinhalbjährigen Stagnationsphase 6,2 Punkte hinzu und weist damit -8,8 Punkte auf. Trotz der deutlichen Zuwächse liegt das Niveau der Anschaffungsneigung derzeit noch unter dem Niveau der beiden Lockdowns während der Corona-Pandemie 2020/2021. Auch dieser Fakt belegt die momentan stark ausgeprägte Verunsicherung der Verbraucher durch die multiplen Krisen. 5

4 GfK Konsumklima: Licht am Ende des Tunnels? vom 20.12.2023

5 ebenda

Der regionale Arbeitsmarkt im Süden des Landes Brandenburg zeigt sich per Januar 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert. So liegt die Arbeitslosenquote in Südbrandenburg zwischen 7,9 und 9,5 Prozent. Ausgenommen ist dabei der Landkreis Dahme-Spreewald mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent. 6

6 Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosenquoten nach Landkreisen, Januar 2024

Im Kammerbezirk Südbrandenburg wird sich bis zum Jahr 2030 die Bevölkerungszahl um 24.940 auf insgesamt 575.200 verringern (Basisjahr 2022). Die aktuelle Prognose verdeutlicht, dass sich schon in den nächsten 10 Jahren die Bevölkerung spürbar verändern wird. Der Anteil der Menschen von 65 Jahren und älter wird sich gegenüber 2022 um 11,4 Prozent erhöhen. 7 Auch das wird einen spürbaren Einfluss auf das Arbeitskräftereservoir der ZG Lausitz GmbH und Lohnforderungen haben.

7 Wirtschaftsentwicklung im Zahlenspiegel 2023/2024; S.7

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Zustellerlöse Tageszeitung erreichten preisbedingt im Geschäftsjahr insgesamt 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €). Die Umsätze aus der Zustellung der Anzeigenblätter LAUSITZER WOCHE und LR TIPPS erreichten ebenfalls preisbedingt im Geschäftsjahr 4,3 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Hierbei ist zu erwähnen, dass das Mittwochsanzeigenblatt LR Tipps zum 31.07.2023 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden ist.

Die Umsätze aus der Briefzustellung für die Schwestergesellschaft REGIO Print-Vertrieb GmbH erreichten aufgrund geringerer Mengen im eigenen Zustellgebiet 3,8 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Die Umsätze aus der Zustellung von Direktverteilaufträgen erreichten lediglich noch 6 Tsd. € nach 0,4 Mio. € im Vorjahr. Hierbei handelte es sich um Werbeprospekte, die von Kooperationspartnern außerhalb des Verbreitungsgebiets stammten und in Lausitzer Haushalte ohne Trägerprodukt zugestellt wurden. Durch den Kauf des Anzeigenblattes "Blickpunkt" durch die Konzernmutter Märkisches Medienhaus, Frankfurt/O., sind Einspeisungen dieses Partners obsolet geworden.

Aus der Zustellung von Fremdobjekten (verlagsfremde Zeitungsprodukte und Telefonbuchzustellung) wurden preisbedingt Umsätze in Höhe von 2,0 Mio. € erzielt (Vorjahr: 1,9 Mio. €). Hauptquelle der Umsätze ist die Zustellung des WOCHENKURIER, eines konzernfremden Anzeigenblattes am Mittwoch. Die Telefonbuchumsätze sind nach Einstellung des Geschäftes des Kunden Telemedia von 50,0 Tsd. € auf 5,9 Tsd. € gefallen.

Die sonstigen Umsätze, insbesondere aus der Weiterberechnung von allgemeinen Verwaltungs- und Strukturkosten sowie Logistikkosten der Gesellschaft belaufen sich auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Der Gesamtumsatz erreicht im Geschäftsjahr 2023 17,3 Mio. € und liegt damit 0,1 Mio. € über dem Vorjahr 2022, welches bei 17,2 Mio. € lag. Grund für den Anstieg sind gestiegene Kosten, insbesondere aus gestiegenen Mindestlöhnen, Transport- und Energiekosten der Gesellschaft, die an andere Unternahmen der LR-Gruppe und weitere Kunden weitergegeben werden. Der Umsatz ist eine wesentliche finanzielle Steuerungsgröße. Die Planung 2023, welche einen Gesamtumsatz von 19,0 Mio. € vorsah, wurde wegen der bereits erwähnten Einstellung eines Anzeigenblattes LR Tipps sowie den Entfall von Direktverteilumsätzen nach dem Kauf des "Blickpunktes" verfehlt. Diese geschäftspolitischen Entscheidungen waren in der Planung 2023 nicht enthalten.

b) Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Den gestiegenen Umsatzerlösen standen im Geschäftsjahr auch höhere betriebliche Aufwendungen gegenüber (+0,3 Mio. €). So sind die Personalaufwendungen von 11,6 Mio. € in 2022 auf 12,2 Mio. € in 2023 gestiegen. Die Vertriebskosten (Logistikkosten der Zustellung) sanken um -0,4 Mio. € auf 3,1 Mio. €. Gründe liegen in einer Bündelung der Transportunternehmen und dadurch verbesserten Konditionen. Die Personalkosten sind vorrangig auf höhere Trägerlöhne, bedingt durch höheren Mindestlohn zurückzuführen. Angestiegen sind auch Kosten für konzerninterne sonstige Dienstleistungen. Hier zeigen sich unter anderem höhere Kosten für die Zustellersuche (z.B. Kosten Callcenter, Personalabrechnung etc.). Stärker erhöht haben sich zudem gegenüber 2022 die Objektmieten (ca. +0,2 Mio. €). In diesen sind die Weiterberechnungen der Kfz-Nutzung durch die REGIO Print Vertrieb GmbH abgebildet. Ursache sind marktbedingt gestiegene Leasingraten für Neufahrzeuge (z.B. Zwang zu höherwertigen Ausstattungen, allgemeine Teuerung) und ein höherer Instandhaltungsbedarf bei Altfahrzeugen (Zeitverschleiß Bestand Kastenwagenflotte). Diese Kastenwagen konnten in der Corona-Zeit nicht wie vorgesehen ersetzt werden (Lieferengpässe).

Der Gewinn erreicht im Geschäftsjahr 2023 208 T€ und sinkt damit deutlich zum Vorjahr(-0,2 Mio. €). Das im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Ergebnis wurde somit, insbesondere wegen des Wegfalls der Zustellleistungen für den Blickpunkt, deutlich verfehlt. Aufgrund des ab 2021 wirksamen Gewinnabführungsvertrags mit der LR Medienverlag GmbH beträgt der Jahresüberschuss 2023 0 €. Der Gewinn vor Abführung stellt eine wesentliche finanzielle Steuerungsgröße dar.

Die Bilanzsumme liegt mit 1,6 Mio. € unter dem Vorjahr (2,3 Mio. €). Ausschlaggebend ist hierbei das geringere Umlaufvermögen (-0,8 Mio. €) und dabei insbesondere die Forderungen im Verbundbereich, die um -0,6 Mio. € gesunken sind. Daneben haben sich die Steuererstattungsansprüche um -0,1 Mio. € zum Vorjahr reduziert.

Passivseitig ist das Eigenkapital aufgrund des Gewinnabführungsvertrags konstant geblieben. Leicht geringere Rückstellungen (-22 T€) und geringere Verbindlichkeiten, vorrangig Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen (-0,5 Mio. €) sowie aus Lieferungen und Leistungen (-0,2 Mio. €) gleichen dies wieder aus.

Das benötigte Kapital wurde aus dem Cashflow realisiert. Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen nicht. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, einbezogen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der verringerten Bilanzsumme von 4,7 Prozent auf 6,8 Prozent verbessert. Bei einem Umsatz von 17,3 Mio. € wurde eine Umsatzrendite auf Basis des Gewinns vor Gewinnabführung von 1,2 Prozent (Vorjahr 2,6 Prozent) erreicht.

Somit war auch im Geschäftsjahr 2023 die Finanzierung der Gesellschaft aus eigener Kraft gesichert. Die wirtschaftliche Gesamtsituation der Gesellschaft ist stabil.

c) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden operative Investitionen getätigt. Es handelte sich im Wesentlichen um Dienstwagen der Betriebsleiter der ZG Lausitz GmbH sowie den Erwerb der Domain fruehaufsteher.de.

Die benötigte Ausstattung der ZG Lausitz GmbH befindet sich derzeit in technisch gutem Zustand. Größere Ersatzinvestitionen stehen derzeit nicht an.

d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Berichtsjahr zufriedenstellend war.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Innovationstätigkeit

Die Gesellschaft ist Zustelldienstleister für die Muttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften. Besondere Anstrengungen werden durch die Gesellschaft und ihr Mutterunternehmen im Bereich "Ausrichtung auf den laufend steigenden gesetzlichen Mindestlohn" unternommen. Weitere Anstrengungen werden auch in 2024 ff. im Teilkonzern LAUSITZER RUNDSCHAU hinsichtlich der Prozessoptimierung in der Zustellung unternommen.

b) Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die ZG Lausitz GmbH durchschnittlich 22 Gehaltsempfänger, 2 Aushilfen im Bereich Gehaltsempfänger sowie 1.106 Zusteller. Damit liegt die Zahl der insgesamt Beschäftigten etwas unter dem vorangegangenen Jahr. Das Unternehmen ist nicht tarifgebunden. Eine Arbeitnehmervertretung besteht nicht.

III. Prognosebericht

Der weitere Verlauf der geschäftlichen Entwicklung wird grundsätzlich weiter stark durch die Auflagenentwicklung der Tageszeitung LAUSITZER RUNDSCHAU, die Mengenentwicklung und Erscheinungsweise der Anzeigenblätter, die Mengenentwicklung im Briefgeschäft der Schwestergesellschaft REGIO Print-Vertrieb GmbH aber auch durch die weitere Lohnentwicklung im Zustellbereich und bei den Speditionen beeinflusst.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 geht von einer leichten Steigerung der Umsätze auf 17,8 Mio. € in 2024 bei der ZG Lausitz GmbH aus. Hintergrund sind hierbei die zum 01.01.2024 abermals angehobenen Lohnuntergrenzen.

Bei der LAUSITZER RUNDSCHAU wird für das Geschäftsjahr 2024, dem allgemeinen Trend folgend, weiter je nach Ausgabe mit höheren Auflagenrückgängen gerechnet (-7,5 bis -8,5%). Die dadurch niedrigere Anzahl der Zustellungen und der Zustellerlöse wird der Zustellgesellschaft im Wege einer Anpassung des Zustellpreises grundsätzlich ausgeglichen. Gleiches gilt für Kostensteigerungen. Dieser Effekt ist in den Planungen für die Folgejahre grundsätzlich berücksichtigt.

Die Mindestlohnkosten sind mit 12,41 EUR/h in den Zustellpreisen geplant. Die Zustellerlöse Tageszeitung wurden für 2024 auflagenbedingt mit 5,6 Mio. € (-0,2 Mio. €) geplant. Die Zustellerlöse mit konzerneigenen Anzeigenblättern für 2024 mit 4,8 Mio. € (+0,4 Mio. Mio. €).

Im Bereich Briefzustellung wird der Gesamtumsatz weiterhin von der REGIO Print-Vertrieb GmbH getragen, an der das Medienhaus LAUSITZER RUNDSCHAU am Bilanzstichtag 100 Prozent der Anteile hält. Der Umsatz der ZG Lausitz GmbH für die Zustellung dieser Briefsendungen im Eigengebiet sinkt gemäß der vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr 2024 auf 3,1 Mio. € (-0,7 Mio. €). Hauptgrund für den starken Rückgang der Briefzustellung ist die Verlagerung der Briefzustellung im Bundesland Sachsen an die gemeinsame Joint-Venture Gesellschaft mit der Sächsischen Zeitung MV Hoyerswerda-Weißwasser GmbH. Ziel für diese Maßnahme ist eine hybride Zustellung von Presseerzeugnissen beider Zeitungsverlage sowie von Briefsendungen der privaten Briefdienstleister Post Modern und REGIO Print-Vertrieb GmbH in einem Zustellgang.

Weitere Zustellumsätze werden durch die Zustellung von Fremdzeitungen, Telefonbüchern, fremden Anzeigenblättern und Direktverteilaufträgen (zusammen ca. 2,1 Mio. €) sowie aus der Weiterberechnung von Verwaltungs- und Strukturkosten der Zustellung (ca. 2,2 Mio. €) generiert.

Der Gesamtumsatz 2024 wurde mit 17,8 Mio. € geplant, das Ergebnis vor Gewinnabführung mit 1,0 Mio. € aufgrund gestiegener Verrechnungspreise deutlich über dem Vorjahr.

IV. Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Risiken, die zu einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der ZG Lausitz GmbH führen können, bestehen derzeit nicht.

Die Geschäftsführung erwartet dennoch folgende Risiken für 2024. Aktuell befinden sich die Energie- und Treibstoffkosten sowie die Inflation auf einem hohen Niveau. Dies ist so in den Planungen eingeflossen, jedoch besteht insbesondere im Bereich der Speditionskosten immer das Risiko höherer Marktpreise (u.a. aufgrund branchenbezogenem Personalmangel, CO 2 -Bepreisung, LKW-Maut, Konzentrationstendenzen etc.).

Des Weiteren wurden keine weiteren Steigerungen der gesetzlichen Mindestlöhne über die derzeit beschlossene Höhe von 12,41 Euro/Stunde eingepreist, jedoch könnten allgemein höhere Entgeltforderungen die Politik zu weiteren Anpassungen nach oben nötigen. Dies hat dann abermals deutliche Kostensteigerungen zur Folge, die sich in Teilen deutlich in das Ergebnis der Gesellschaft durchschlagen werden. Hier besteht auch das Risiko, dass verlagsseitig verstärkt über digitale Zeitungsangebote auf den Trend stetiger Verteuerung der Zustellung physischer Produkte reagiert wird und sich dadurch die Zustellauflagen weiter reduzieren.

Hierauf ist angemessen und zeitnah mit weiteren Kosten- und Personalmaßnahmen zu reagieren. Des Weiteren wurden diverse Projekte zur Reduzierung der Zustell- und Logistikkosten aufgelegt. Die erwarteten Einsparungen wurden zum Teil bereits in den Planungen 2024ff. berücksichtigt. Hier kommt es auf die Schnelligkeit der Umsetzung an, um die Einsparungen auch in der erforderlichen Höhe zu realisieren. Da es sich um sehr komplexe Themenfelder handelt, besteht immer ein Risiko von Verzögerungen.

Eine Chance besteht für die ZG Lausitz GmbH in der Akquisition eines weiteren Zustellauftrages für ein Anzeigenblatt eines regionalen Wettbewerbers. Dieses Zusatzgeschäft kann fehlende Umsätze ausgleichen und ggf. auch leicht überkompensieren.

Die ZG Lausitz GmbH verfügt im Rahmen ihres Risikomanagements über Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Ziel dieser Systeme ist es, mögliche Risiken aus operativen Geschäften frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

 

Cottbus, 15. März 2024

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