Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 3755
Eingetragen
15.12.1978
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenGewinnung von anderen Natursanden und Kies
Gegenstand
Produktion bzw. Gewinnung von und der Handel mit Baustoffen, Sand und Betonsteinen, insbesondere die Fortführung des Geschäftsbetriebs der bisherigen Einzelfirma M.Egner und Sohn in Neumarkt i.d.OPf..

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

80.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Peter GeigerBPJ Verwaltungs GmbH
80.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

M. Egner und Sohn GmbH

Neumarkt i.d.OPf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.164,04 6,00
II. Sachanlagen 5.226.753,03 5.286.047,82
III. Finanzanlagen 1.504.305,72 500.000,00
6.744.222,79 5.786.053,82
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.165.750,00 3.855.300,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.132.215,29 2.519.092,16
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 19.950,78 (Vorjahr: EUR 19.851,52)
III. Wertpapiere 1.637.107,15 1.365.137,93
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.769.100,21 8.118.151,51
13.704.172,65 15.857.681,60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 36.848,62 19.827,48
20.485.244,06 21.663.562,90

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 9.134.516,00 9.134.516,00
III. Bilanzgewinn 3.795.079,21 7.614.254,86
13.179.595,21 16.998.770,86
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.357.234,36 3.201.211,43
C. VERBINDLICHKEITEN 3.947.842,05 1.463.008,17
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 572,44 572,44
20.485.244,06 21.663.562,90

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Rohergebnis 15.506.615,80 16.495.822,75
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.480.907,49 -6.073.441,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.666.183,31 -1.448.153,29
-8.147.090,80 -7.521.595,22
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.224.157,14 -1.196.787,12
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.954.021,19 -4.656.759,71
5. Betriebsergebnis 1.181.346,67 3.120.680,70
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.634,78 6.261,29
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.346,68 148.746,60
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -42.924,38 -3.150,73
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -31.428,48 -58.804,87
10. Finanzergebnis -17.371,40 93.052,29
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -346.320,15 -1.125.055,66
12. Ergebnis nach Steuern 817.655,12 2.088.677,33
13. Sonstige Steuern -28.830,77 -62.326,54
14. Jahresüberschuss 788.824,35 2.026.350,79
15. Gewinnvortrag 7.614.254,86 5.587.904,07
16. Vorabausschüttung -4.608.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 3.795.079,21 7.614.254,86

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: M. Egner und Sohn GmbH
Sitz laut Registergericht: Neumarkt i.d. Oberpfalz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Nürnberg
Register-Nr.: HRB 3755

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handels-Gesetzbuches (§§ 238 ff.) - insbesondere den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnittes für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) - sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Von den größenabhängigen Erleichterungen wird im Rahmen der Aufstellung des Anhangs (§ 288 Abs. 2 HGB) Gebrauch gemacht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 beibehalten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibung erfolgt linear.

Die Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll als Aufwand behandelt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden als Sammelposten gebucht und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen bzw. Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Es wird das Bewertungsvereinfachungsverfahren nach der Durchschnitts-Methode angewendet (§ 256 HGB, § 240 Abs. 4 HGB).

Der Bestand der fertigen Erzeugnisse ermittelt sich aus den Verkaufspreisen abzüglich eines gewichteten Rabattes von 23,0 % und abzüglich eines Aufschlages für Verwaltungskosten, Boni, Skonti und Gewinn von 35,0 % sowie zuzüglich der erworbenen Handelswaren.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bildung erfolgt gem. § 250 Abs. 1 HBG.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden saldiert. Der sich ergebende Überhang an aktiven latenten Steuern wurde nicht bilanziert.

Als gezeichnetes Kapital wird das voll eingezahlte, satzungsgemäße Stammkapital der Gesellschaft gem. § 42 Abs. 1 GmbH-Gesetz mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Jahr 2021 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener Abzinsungssatz (10 Jahresdurchschnitt) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,87 % bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 1.882 (Vorjahr TEUR 1.850) gegen Gesellschafter.

Bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 49.437,00.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 J. über 1 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
Summe 3.948 3.455 493 0
Vorjahr: 1.463 1.298 165 0
davon gegenüber Kreditinstituten 493 0 493 0
Vorjahr: 273 108 165 0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 493 und betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

aus Pachtverträgen in Höhe von jährlich TEUR 228

aus unbefristeten Leasingverträgen in Höhe von jährlich TEUR 487

aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von insgesamt ca. TEUR 349 mit Restlaufzeiten von bis zu 58 Monaten

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft durchschnittlich 128 Beschäftigte, davon 32 Angestellte und 96 gewerbliche Arbeitnehmer.

Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:

Herrn Joachim Geiger, Geschäftsführer, Sengenthal

Von den Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Mit nahestehenden Unternehmen, zu denen die Gesellschaft mittel- oder unmittelbar in weniger als 100-prozentigem Anteilsbesitz steht, und nahestehenden Personen sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.795.079,21 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Neumarkt i.d. Oberpfalz, 11. September 2024

Joachim Geiger

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.195,70 15.852,76 0,00 0,00 63.048,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.101.298,39 49.670,92 0,00 56.455,84 2.207.425,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.656.264,00 704.407,53 0,00 0,00 14.360.671,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.059.828,99 340.532,68 84.310,34 0,00 4.316.051,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.107,11 123.763,42 0,00 -56.455,84 140.414,69
19.890.498,49 1.218.374,55 84.310,34 0,00 21.024.562,70
III. Finanzanlagen 500.000,00 1.015.753,88 0,00 0,00 1.515.753,88
20.437.694,19 2.249.981,19 84.310,34 0,00 22.603.365,04
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2021 Abschreibungen Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.189,70 2.694,72 0,00 49.884,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 399.822,33 31.215,03 0,00 431.037,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.258.943,50 785.434,00 0,00 12.044.377,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.945.684,84 404.813,39 28.103,42 3.322.394,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.604.450,67 1.221.462,42 28.103,42 15.797.809,67
III. Finanzanlagen 0,00 11.448,16 0,00 11.448,16
14.651.640,37 1.235.605,30 28.103,42 15.859.142,25
Restbuchwerte
31. Dez. 2021 31. Dez. 2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.164,04 6,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.776.387,79 1.701.476,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.316.294,03 2.397.320,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 993.656,52 1.114.144,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.414,69 73.107,11
5.226.753,03 5.286.047,82
III. Finanzanlagen 1.504.305,72 500.000,00
6.744.222,79 5.786.053,82

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

I. Grundlage der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft ist die Produktion bzw. Gewinnung von und der Handel mit Baustoffen, Sand und Betonsteinen. Die Produktpalette besteht aus Gestaltungs-, Öko- und Funktionspflaster. Darüber hinaus werden Produkte für die Gartengestaltung und den Tief- und Straßenbau produziert. 95 % des Umsatzes werden mit Betonsteinprodukten erzielt, die im Hauptwerk Neumarkt und im Zweigwerk Erasbach produziert werden; 5 % des Umsatzes werden mit Handelswaren erzielt.

Die Gesellschaft ist auf Grund des hohen Transportaufwands überwiegend regional tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war Anfang 2021 weiterhin durch die Unsicherheiten der noch andauernden Corona-Pandemie sowie die zum Jahresbeginn herrschenden Witterungsverhältnisse geprägt. Ebenfalls waren die Auswirkungen nach Ende der Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 16 % spürbar.

Im weiteren Jahresverlauf kam es jedoch trotz der andauernden Pandemiesituation und der zunehmenden Liefer- und Materialengpässe zu einer Stabilisierung der Gesamtwirtschaft. Die Konjunktur gewann wieder an Fahrt und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,7 %. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau war das Bruttoinlandsprodukt 2021 dennoch um zirka 2,0 % niedriger. Der Aufschwung war ebenfalls bei der Beschäftigung durch eine stark gesunkene Arbeitslosenquote spürbar. Zum Jahresende kam es aufgrund erneuten Corona-bedingten Einschränkungen wieder zu einer Abschwächung des Wachstums.

Der positive Effekt des Wirtschaftswachstums im Zusammenhang mit den pandemiebedingten Lieferengpässe und steigende Energiepreise machte sich im Euroraum gegenläufig durch eine gestiegene Inflation bemerkbar. Die jährliche Gesamtinflation lag 2021 im Durchschnitt bei 2,6 % (Vorjahr 0,3 %).

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bauwirtschaft

Für die weiterhin anhaltende hohe Nachfrage in der Bauindustrie und des Garten- und Landschaftsbaus war besonders die andauernde Niedrigzinsphase und die staatlichen Förderungen verantwortlich. Durch die hohe Liquidität der Bevölkerung aufgrund fehlender lukrativer Anlagemöglichkeiten setzte sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort.

Die hohe Nachfrage im Zusammenhang mit weiterhin vorherrschenden pandemiebedingten Einschränkungen führte zu Lieferengpässen bei den Vorlieferanten. Außerdem gab es einen deutlichen Anstieg bei den Logistik- und Rohstoffpreisen, welche an die Endverbraucher weitergegeben wurden. Aufgrund der aufgeführten Punkte und den teilweise ungewissen Lieferterminen kam es im Baugewerbe zu einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 um 0,4 %.

3. Geschäftsverlauf

Die vorherrschenden Gegebenheiten im Bauhaupt- und Nebengewerbe führten bei den Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um TEUR 614 auf TEUR 21.751.

Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.026) ebenfalls um TEUR 1.237 auf TEUR 789 gemindert.

Das operative Ergebnis der Gesellschaft vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ist im Vergleich zu 2020 ebenfalls rückläufig und beträgt im Jahr 2021:

2021 2020
TEUR TEUR
Jahresergebnis 789 2.026
+ Sonstige Steuern 29 62
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 346 1.125
+ Zins- und ähnlichen Aufwendungen 31 59
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 43 3
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36 149
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.224 1.197
= EBITDA 2.426 4.323

4. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die folgende Darstellung zeigt die Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens.

Vermögens- und Kapitalstruktur

2021 2020
TEUR TEUR
Anlagevermögen 6.744 5.786
Vorratsvermögen 4.166 3.855
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 5.132 2.519
Liquide Mittel, Wertpapiere und ARAP 4.443 9.503
20.485 21.663
2021 2020
TEUR TEUR
Eigenkapital 13.180 16.999
langfristiges Fremdkapital 1.029 1.017
mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 6.276 3.647
20.485 21.663

Der Anstieg des Anlagevermögens um TEUR 958 beruht auf der Saldierung der Neuinvestitionen abzüglich der Abschreibungen des Berichtjahres.

Die Erhöhung der Vorräte um TEUR 311 ergibt sich im Wesentlichen aus den Warenanschaffungen und des gestiegenen Preisniveaus des Berichtsjahres.

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 2.613 resultiert hauptsächlich aus dem Ausweis der Vorsteuer innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände.

Anlagendeckungsgrad:

Eigenkapital/Anlagevermögen = 13.180 TEUR/ 6.744 TEUR × 100 = 195,4 % (Vorjahr 293,8 %)

Der Anlagendeckungsgrad verringerte sich durch hohe Neuinvestitionen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 1.218 (Vorjahr TEUR 1.035) bei Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr TEUR 1.194). Es waren keine wesentlichen Anlagenabgänge zu verzeichnen. Es wurde unter anderem in einen neuen Prallbrecher, zwei neue Gabelstapler und eine gebrauchte Produktionsmaschine investiert. Diese Anschaffungen waren sowohl eigen- als auch fremdfinanziert.

Die Investitionsquote bei den Sachanlagen betrug 23,3 % und ermittelt sich wie folgt:

Investitionen /Sachanlagen = 1.218 TEUR/5.227 TEUR x 100 = 23,3 % (Vorjahr 19,58 %)

Anlagenintensität:

Anlagevermögen /Gesamtkapital = 6.744 TEUR/ 20.485 TEUR × 100 = 32,9 % (Vorjahr 26,7 %)

Langfrist-Deckung:

(EK + langfr. FK)/(AV + langfr. UV) = 14.209 TEUR/ 6.744 TEUR x 100 = 210,7 % (Vorjahr 311,4 %)

Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist ausschließlich durch das Eigenkapital abgedeckt.

Working capital:

2021 2020
TEUR TEUR
Vorräte 4.166 3.855
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.132 2.519
flüssige Mittel und Wertpapiere 4.406 9.483
13.704 15.857
abzgl. kurzfristige Verbindlichkeiten 3.455 1.190
= Working capital 10.249 14.667

Das Working capital zeigt die Höhe der Abdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch ebenfalls kurzfristiges Umlaufvermögen.

Finanzlage

Entwicklung der Kapitalstruktur

31.12.2021 31.12.2020
TEUR % TEUR %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 250 1,2 250 1,1
Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen 9.135 44,6 9.135 42,2
Gewinnvortrag 7.614 37,2 5.588 25,8
Vorabausschüttung -4.608 -22,6 0 0,0
Jahresüberschuss 789 3,9 2.026 9,4
13.180 64,3 16.999 78,5
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.029 5,0 1.017 4,7
Steuerrückstellungen 784 3,8 719 3,3
Sonstige Rückstellungen 1.544 7,5 1.466 6,8
3.357 16,4 3.201 14,8
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 493 2,4 273 1,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 330 1,6 339 1,6
Sonstige Verbindlichkeiten 3.125 19,3 852 3,9
3.948 19,8 1.463 6,8
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0,0 1 0,0
20.485 100,0 21.664 100,0
Veränderungen
TEUR %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 0 0,0
Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen 0 0,0
Gewinnvortrag 2.026 36,3
Vorabausschüttung -4.608 0,0
Jahresüberschuss -1.237 -61,1
-3.819 -22,5
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12 1,2
Steuerrückstellungen 65 9,0
Sonstige Rückstellungen 78 5,3
156 4,9
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 220 80,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -8 -2,4
Sonstige Verbindlichkeiten 2.273 266,8
2.485 169,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0
-1.179 -5,4

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist von TEUR 16.999 um TEUR 3.819 auf TEUR 13.180 gesunken, die Verminderung resultiert aus der Gewinnausschüttung vom Dezember 2021 und dem niedrigeren Jahresüberschuss.

Eigenkapitalquote:

Eigenkapital/Gesamtkapital = 13.180 TEUR/ 20.485 TEUR x 100 = 64,3 % (Vorjahr 78,5 %)

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme um TEUR 1.179 von TEUR 21.664 im Vorjahr auf TEUR 20.485 sowie des im Verhältnis stärker gesunkenen Eigenkapitals auf 64,3 % (Vorjahr 78,5 %) reduziert.

Ertragslage

Das Rohergebnis hat sich im Geschäftsjahr von TEUR 16.495 auf TEUR 15.507 gemindert. Ursächlich für den Rückgang waren vor allen die Lieferengpässe sowie das gestiegene Preisniveau bei den Rohstoffen, Energie und Logistik. Dies hat allgemein zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und einem um TEUR 483 gestiegenen Materialaufwand geführt.

Das Betriebsergebnis ist ebenfalls von TEUR 3.121 auf TEUR 1.181 gesunken. Das gesunkene Betriebsergebnis führt zu einer reduzierten Steuerbelastung in Höhe von TEUR 346 und einem niedrigeren Jahresergebnis in Höhe von TEUR 789 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird abschließend als gut beurteilt.

5. Abweichungserläuterung zu vorangegangener Prognose

Die Umsatzerlöse haben sich wie im Prognosebericht des Vorjahres angenommen entwickelt. Das Betriebsergebnis liegt deutlich über dem prognostizierten Wert des Vorjahres.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsleitung überwacht ständig alle geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens. Risiken werden nur eingegangen, wenn sie kalkulierbar sind und dies im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten zur Steigerung des Geschäftswerts führt.

Forderungsausfallrisiken wird durch ein effizientes Forderungsmanagement entgegengewirkt.

Finanzielle Risiken werden aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung als gering bewertet.

Im Bereich der Beschaffung, der maßgeblich den Einkauf von Rohstoffen (in erster Linie Zement, Sand und Splitt) umfasst, unterhält die Gesellschaft langjährige Geschäftsbeziehungen zu den Zulieferern dieser Produkte, wodurch die Beschaffungsrisiken reduziert werden können.

Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie werden weiter zu spüren sein, weshalb mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft zu rechnen ist. Es ergeben sich Risiken aus der Verzögerung der Planungs- und Genehmigungsverfahren aufgrund von Lieferverzögerungen und der Kostensteigerung beim Material (z. B. Sand und Zement) und bei den Energiekosten (z. B. Strom und Gas). Außerdem könnte es durch die wirtschaftliche Belastung der Kunden zur verspäteten Zahlung der geplanten Einnahmen kommen.

Nach Überzeugung der Geschäftsführung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Dennoch ist eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation aufgrund der genannten Risiken nicht auszuschließen.

2. Prognosebericht

Nachdem das Jahr 2021 für die M. Egner & Sohn GmbH ein erfolgreiches Jahr war, konnten wir recht optimistisch in die Zukunft schauen.

Wie aus nachfolgender Tabelle ersichtlich ist, entwickeln sich die Umsatzerlöse in den Jahren 2022 und 2023 allerdings leicht rückläufig im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021:

01.01.-31.12.2022 01.01. - 31.12.2023
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 21.244 19.401

Aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und infolge der welt- und geopolitischen Entwicklungen in 2022 und 2023 kam es zu Kostensteigerungen sowohl bei Material- als auch bei Energiekosten. Außerdem haben wir in die Erhaltung bzw. Erneuerung unserer maschinellen Anlagen und Formen investiert, wodurch die Betriebsergebnisse in 2022 und 2023 im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls leicht rückläufig sind.

Da der allgemeine Konjunkturabschwung uns zeitversetzt erreicht, erwarten wir insbesondere aufgrund der aktuellen Krise in der Baubranche für das laufende Geschäftsjahr 2024 nochmals sinkende Umsatzerlöse, die wir auf einem Niveau von rd. EUR 18 Mio. prognostizieren, mit einem entsprechend deutlichen Rückgang beim Betriebsergebnis.

Bestandgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand auch für den Prognosezeitraum sowie die überschaubare Zukunft nicht.

 

Neumarkt i.d. Oberpfalz, 11. September 2024

Joachim Geiger, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die M. Egner und Sohn GmbH, Neumarkt i.d. Oberpfalz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der M. Egner und Sohn GmbH, Neumarkt i.d. Oberpfalz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der M. Egner und Sohn GmbH, Neumarkt i.d. Oberpfalz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 16. September 2024

PSP Peters Schönberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Münz, Wirtschaftsprüfer

Justus Weyer, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 9.10.2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 mit einer Bilanzsumme von EUR 20.485.244,06 und einem Jahresüberschuss von EUR 788.824,35 wird festgestellt.

2.

Der verbleibende Bilanzgewinn zum 31.12.2021 in Höhe von EUR 3.795.079,21 (bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.614.254,86, abzüglich einer bereits erfolgten Vorabausschüttung in Höhe von EUR 4.608.000,00 und zuzüglich des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 788.824,35) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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