Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 90104
Vorher
Q U I P U GmbH
Eingetragen
29.8.2006
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Datenverarbeitung, die Software-Entwicklung, die IT-System- und EDV-Beratung für Finanzinstitute und andere.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carlos Manuel
seit 28.4.2026
Geschäftsführer
Carmen-Isabela Rednic
seit 5.12.2025
Geschäftsführer
Constantin Mareş
seit 25.4.2025
Geschäftsführer
Diamant Ibrahimi
seit 18.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ProCredit Holding AG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QUIPU GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HR Frankfurt Sektion B Nr. 90104

Bilanz

in EUR (Anhang) 31.12.2023 31.12.2022
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (3) 990.607,00 1.329.733,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 40.950,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung (4) 4.733.607,00 5.499.153,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (5) 107.549,48 107.549,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 632.798,52 498.131,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 239,62 239,62
6.464.801,62 7.475.756,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen (6) 423.600,00 148.748,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7) 3.759.824,48 3.009.953,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (8) 6.870.159,46 485.166,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände (9) 1.329.340,35 1.303.658,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 79.222,28 53.590,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (10) 2.085.708,87 2.149.499,17
14.468.633,16 7.097.025,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten (11) 9.183.711,68 6.470.988,04
Summe Aktiva 30.117.146,46 21.043.769,74
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (12) 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
III. Jahresüberschuss (13) 0,00 0,00
1.000.000,00 1.000.000,00
B. Rückstellungen 1.396.267,69 872.634,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 24.000.000,00 17.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 24.000.000,00 12.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren 0,00 5.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16) 2.557.590,16 1.011.222,04
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1.805.761,66 1.011.222,04
davon mit einer Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren 751.828,50 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (17) 600.360,98 363.282,45
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 600.360,98 363.282,45
4. Sonstige Verbindlichkeiten (18) 212.327,27 166.086,23
davon aus Lohn- und Kirchensteuer 164.535,49 134.888,65
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 47.791,78 31.197,58
27.370.278,41 18.540.590,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten (19) 350.600,36 630.544,51
Summe Passiva 30.117.146,46 21.043.769,74

Gewinn- und Verlustrechnung

in EUR (Anhang) 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse (20) 42.332.241,67 37.819.326,86
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 260.152,00 60.870,00
3. Sonstige betriebliche Erträge (21) 213.421,74 509.302,71
davon Erträge aus Währungsumrechnungen 135.806,12 431.667,86
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren (22) 75.871,52 34.277,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (23) 6.599.191,25 4.389.775,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.813.649,21 12.282.744,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.834.254,95 2.674.388,01
davon für Altersversorgung 93.625,94 77.118,22
6. Abschreibungen (24)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.806.863,67 2.889.033,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (25) 22.332.305,92 15.674.170,81
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 199.848,27 297.772,47
Zwischenergebnis -4.656.321,11 445.110,22
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 350.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 350.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (26) 18.571,15 13.554,74
davon aus verbundenen Unternehmen 18.082,63 13.396,84
Erträge aus Finanzierungstätigkeit 18.571,15 363.554,74
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (27) 867.374,85 373.649,05
davon an verbundene Unternehmen 0,00 60.039,00
Aufwendungen aus Finanzierungstätigkeit 867.374,85 373.649,05
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (28) 6.648,31 1.654,50
12. Ergebnis nach Steuern -5.511.773,12 433.361,41
13. Sonstige Steuern (29) 326.895,52 388.459,53
14. Jahresfehlbetrag / -überschuss vor Ergebnisabführung -5.838.668,64 44.901,88
15. Aufwand aus Gewinnabführung 0,00 44.901,88
16. Ertrag aus Verlustübernahme 5.838.668,64 0,00
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

A. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

1. Konzernzugehörigkeit

2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3. Immaterielle Vermögensgegenstände

4. Sachanlagen

5. Finanzanlagen

6. Unfertige Leistungen

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

8. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

9. Sonstige Vermögensgegenstände

10. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

11. Aktivische Rechnungsabgrenzungsposten

12. Gezeichnetes Kapital

13. Jahresergebnis

14. Sonstige Rückstellungen

15. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

17. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

18. Sonstige Verbindlichkeiten

19. Passivische Rechnungsabgrenzungsposten

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

20. Umsatzerlöse

21. Sonstige betriebliche Erträge

22. Aufwendungen für bezogene Waren

23. Aufwendungen für bezogene Leistungen

24. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

25. Sonstige betriebliche Aufwendungen

26. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

27. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

28. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

29. Sonstige Steuern

D. ZUSÄTZLICHE ANGABEN

30. Personalaufwand

31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

32. Gesamthonorar für Abschlussprüfung

33. Geschäftsleitung

A. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

1. Konzernzugehörigkeit

Die Quipu GmbH, eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, ist ein verbundenes Unternehmen der ProCredit Holding AG Frankfurt am Main (ProCredit Holding) und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. ProCredit Holding stellt einen IFRS Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf, entsprechend den Regelungen des § 315e Abs. 1 HGB welcher im Unternehmensregister (§ 325 Abs. 1 HGB) veröffentlicht wird. Die ProCredit Holding ist beim Amtsgericht Frankfurt eingetragen unter HRB 132455. Die Quipu GmbH ist beim Amtsgericht Frankfurt eingetragen unter HRB 90104.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der ProCredit Holding wurde am 21. Juli 2011 in einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeändert. Aufgrund dessen wird das gesamte Jahresergebnis an diese abgeführt. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag bildet die Voraussetzung für die umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der ProCredit Holding.

2. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Der Jahresabschluss der Quipu GmbH (Quipu GmbH), Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen:

Immaterielle Vermögensgegenstände 5 Jahre
Büro- und Geschäftsausstattung 3 - 25 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern am Bilanzstichtag von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf die entsprechenden Vermögensgegenstände vorgenommen. Beim Wegfall der Gründe werden Finanzanlagen höchstens bis auf Anschaffungskosten zugeschrieben.

Bei den Vorräten handelt es sich um unfertige Leistungen. Vertraglich vereinbarte, aber bis zum Bilanzstichtag noch nicht berechnete Leistungen wurden bewertet nach gearbeiteten Personentagen x Tagespreis.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennbeträgen bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist Einnahmen aus für Erträge nach dem Bilanzstichtag.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten, die bezüglich ihrer Höhe oder ihres Zeitpunkts nach kaufmännischer Beurteilung unsicher sind. Rückstellungen werden in ihrer Höhe des nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Rückstellungen haben im Geschäftsjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und werden nicht abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von Softwareentwicklungskosten gem. § 248 Abs. 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

Alle Beträge werden in Euro dargestellt. Währungspositionen werden in der Bilanz der Quipu GmbH zum Devisenkassamittelkurs am Ende der Berichtsperiode bewertet (§ 256a HGB). Der Wechselkurs am 31. Dezember 2023 war EUR 1/USD 1,1050. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dieser Positionen fließen in die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen ein. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährungen werden zum Transaktionskurs umgerechnet.

Eine Angabe zu latenten Steuern erfolgt auf Ebene der ProCredit Holding, da diese mit der Quipu GmbH eine ertragsteuerliche Organschaft bildet.

Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sind nicht vorhanden.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

3. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen hauptsächlich aus erworbenen Software- Lizenzen. Eine detaillierte Übersicht über die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände wird im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

4. Sachanlagen

Die Sachanlagen umfassen technische Ausstattung und Server, Büroeinrichtung, Firmenwagen und Mietereinbauten. Zur Entwicklung der Sachanlagen verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

5. Finanzanlagen

Nachfolgende Tabelle zeigt von der Quipu GmbH gehaltene Anteile an verbundenen Unternehmen sowie gewährte Ausleihungen an verbundene Unternehmen:

Name der Tochtergesellschaft Adresse gezeichnetes Kapital inkl. Kapitalrücklage n (EUR) 31.12.2023 Gewinn- und andere Rücklagen (EUR) 31.12.2023 Jahresüberschuss/-verlust (EUR) 2023 Ausleihungen an verbundene Unternehmen (EUR) 31.12.2023
Quipu SH.P.K., Pristina, Kosovo Rexhep Mala 16 Prishtina, Kosovo 5.000,00 439.610,00 313.371,00 38.131,52
Quipu S.A., San Salvador, El Salvador Avenida La Revolución No. 178 Colonia San Benito, San Salvador, El Salvador. 92.927,80 131.735,34 31.799,56 0,00
Quipu DOOEL, Skopje, Mazedonien Ui. Chedomir Minderovikj No. 31 Skopje, Mazedonien 5.041,06 230.824,71 64.727,19 294.667,00
Limited Liability Company "Quipu GmbH" Kiev, Ukraine Holosiivskyi district, Krasylivska Str. 5 03040 Kiev, Ukraine 4.580,62 -233.372,50 -59.988,73 300.000,00

Quipu SH.P.K., Pristina, Kosovo ist im Bereich Personalisierung von Bankkarten für den osteuropäischen, lateinamerikanischen sowie afrikanischen Markt tätig. Die Gesellschaft in El Salvador erbringt Serviceleistungen für die ProCredit Bank in Ecuador und externe Kunden in Mittel- bzw. Südamerika. Quipu DOOEL, Skopje, Nordmazedonien ist für die Erbringung von Serviceleistungen für ProCredit Banken im europäischen Raum zuständig. Limited Liability Company "Quipu GmbH", Kiew, Ukraine wurde zur Errichtung und Betreibung eines Data Center in Kiew am 7. Oktober 2019 gegründet und ist außerdem zuständig für Service- und IT Dienstleistungen für ProCredit Banken in Osteuropa.

Beteiligungsspiegel

in EUR
Tochtergesellschaft Beteiligung zum 01.01.2023 Zugang in 2023 Abgang in 2023
Quipu Shpk, Pristina, Kosovo 5.000,00 0,00 0,00
Quipu S.A., San Salvador, El Salvador 92.927,80 0,00 0,00
Quipu Dooel, Skopje, Nordmazedonien 5.041,06 0,00 0,00
Limited Liability Company "Quipu GmbH" Kiev, Ukraine 4.580,62 0,00 0,00
Summe 107.549,48 0,00 0,00
in EUR Nettobuchwert
Tochtergesellschaft zum 31.12.2023 Anteil in % zum 31.12.2022 Anteil in %
Quipu Shpk, Pristina, Kosovo 5.000,00 100,0% 5.000,00 100,0%
Quipu S.A., San Salvador, El Salvador 92.927,80 99,4% 92.927,80 99,4%
Quipu Dooel, Skopje, Nordmazedonien 5.041,06 100,0% 5.041,06 100,0%
Limited Liability Company "Quipu GmbH" Kiev, Ukraine 4.580,62 100,0% 4.580,62 100,0%
Summe 107.549,48 107.549,48

UMLAUFVERMÖGEN

6. Unfertige Leistungen

Die unfertigen Leistungen umfassen bereits geleistete aber noch nicht berechnete Arbeiten für laufende Projekte, wofür die Berechnung vertragsgemäß erst nach Abschluss erfolgt.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vom Gesamtbetrag in Höhe von EUR 3.759.824,48 (Vorjahr: EUR 3.009.953,52) bestehen Forderungen in Höhe von EUR 2.585.160,23 (Vorjahr: EUR 1.679.333,92) gegenüber Schwesterunternehmen und EUR 1.174.664,25 gegenüber Dritten (Vorjahr: EUR 1.330.619,60). Zum Bilanzstichtag waren von den Gesamtforderungen EUR 2.135.874,81 (Vorjahr: EUR 1.870.984,87) nicht fällig, EUR 1.623.949,67 (Vorjahr: 1.138.968,65) waren fällig.

8. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Diese bestehen aus Forderungen gegen Tochterunternehmen und die Gesellschafterin.

Bei den Forderungen gegen die Gesellschafterin handelt es sich um Umsatzsteuerforderungen aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis (EUR 146.601,53; Vorjahr: EUR 155.932,17), IT- Serviceleistungen (EUR 645.952,56; Vorjahr: EUR 103.712,38) sowie den auszugleichenden Jahresfehlbetrag (EUR 5.838.668,64; Vorjahr EUR 0,00) gegen die ProCredit Holding.

Bei den Forderungen gegen die Tochterunternehmen (EUR 238.936,73; Vorjahr: EUR 225.521,64) handelt es sich im Wesentlichen um Leasingrechnungen und aufgelaufene Darlehenszinsen.

9. Sonstige Vermögensgegenstände

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Steuererstattungsansprüche 1.191.661,70 1.200.228,27
Kautionen 79.222,28 53.590,22
Sonstige 58.456,37 49.840,23
Summe 1.329.340,35 1.303.658,72

Bei den Steuererstattungsansprüchen handelt es sich um erstattungsberechtigte Forderungen gegen die Steuerbehörden in Rumänien (EUR 436.713,82) für Umsatzsteuer aus Geschäftstätigkeit in Rumänien und Ecuador (EUR 754.764,08) für Quellensteuer aus Rechnungen für Leistungen gegenüber ProCredit Bank Ecuador.

10. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Inländische Banken 1.892.876,17 1.963.156,87
Ausländische Banken 186.202,38 178.463,88
Kassenbestand 6.630,32 7.878,42
Summe 2.085.708,87 2.149.499,17

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

11. Aktivische Rechnungsabgrenzungsposten

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Miete 62.998,28 102.000,36
Versicherung 68.006,43 46.057,01
Beratungsleistungen 0,00 17.936,00
Wartung HW/SW 1.035.961,76 1.413.719,94
Lizenzgebühren 7.951.946,44 4.799.712,25
Sonstiges 64.798,77 91.562,48
Summe 9.183.711,68 6.470.988,04

EIGENKAPITAL

12. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum 31.12.2023 von der ProCredit Holding (100%) gehalten.

13. Jahresergebnis

Auf Grund eines am 21. Juli 2011 abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.838.668,64 (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 44.901,88) von der ProCredit Holding ausgeglichen.

RÜCKSTELLUNGEN

14. Sonstige Rückstellungen

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Urlaubsrückstellungen 536.658,79 406.734,21
Mietkosten und Rückbauverpflichtungen 14.068,90 30.952,30
Sonstige Rechnungen 365.500,00 129.500,00
Ausstehende Rechnungen Freiberufler 389.040,00 107.008,00
Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenausgleichsabgabe u. Auslands-KV 40.000,00 32.440,00
Personalkosten/ Abfindung - lfd. Gerichtsverfahren 0,00 115.000,00
Jahresabschlussprüfung / Steuerberatung 51.000,00 51.000,00
Summe 1.396.267,69 872.634,51

VERBINDLICHKEITEN

15. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Bis zu einem Jahr 24.000.000,00 12.000.000,00
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 0,00 5.000.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.000.000,00 17.000.000,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber der ProCredit Bank AG, Frankfurt am Main. Sie sind abgesichert durch eine harte Patronatserklärung der ProCredit Holding AG.

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Bis zu einem Jahr 1.805.761,66 1.011.222,04
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 751.828,50 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.557.590,16 1.011.222,04

Die Position bis zu einem Jahr beinhaltet EUR 6.174,82 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwesterunternehmen der ProCredit Gruppe (Vorjahr: EUR 794,35).

17. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Posten enthält Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Rechnungen für Serviceleistungen der Quipu DOEEL in Nordmazedonien, Quipu SH.P.K.. in Kosovo und LLC "Quipu GmbH" in Kiew in Höhe von EUR 594.748,22 (Vorjahr: EUR 308.168,97) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin EUR 5.612,76 (Vorjahr: EUR 55.113,48).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind aufgelaufene Bürgschaftsgebühren.

18. Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 164.535,49 beinhalteten ausschließlich die Verbindlichkeit aus Lohn- und Kirchensteuer zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: EUR 134.888,65).

Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 47.791,78 (Vorjahr: EUR 31.197,58).

19. Passivische Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position beinhaltet Einnahmen von der ProCredit Bank Kosovo in Höhe von EUR 321.373,00 und EUR 29.227,36 von Banco de Desarrollo Rural Honduras für Leistungen, die von der Quipu GmbH nach dem Bilanzstichtag zu erbringen sind.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

20. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen generiert durch die Erbringung von IT- Dienstleistungen an die ProCredit Gruppe. Die IT-Dienstleistungen umfassen die Bereitstellung der Bankensoftware für ProCredit Banken, die Software-Pflege sowie den Weiterverkauf von IT Hardware und Software.

in EUR 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Umsatzerlöse innerhalb der ProCredit Gruppe 37.325.328,93 32.677.045,78
Umsatzerlöse mit Dritten 5.006.912,74 5.142.281,08
Umsatzerlöse gesamt 42.332.241,67 37.819.326,86
in EUR 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Umsatzerlöse Deutschland 5.798.946,76 4.989.633,64
Umsatzerlöse Osteuropa 13.197.747,85 11.383.661,38
Umsatzerlöse Südosteuropa 15.862.331,56 13.394.625,48
Umsatzerlöse Afrika 2.006.716,37 2.555.040,61
Umsatzerlöse Mittel- und Südamerika 5.466.499,13 5.496.365,75
Umsatzerlöse gesamt 42.332.241,67 37.819.326,86

21. Sonstige betriebliche Erträge

in EUR 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Periodenfremde Erträge 1.735,26 6.436,24
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.582,80 20.447,75
Erträge aus Währungsumrechnung 135.806,12 431.667,86
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 0,00 365,00
Sonstige 71.297,56 50.385,86
Summe 213.421,74 509.302,71

Bei den Erträgen aus Währungsumrechnung handelt es sich ausschließlich um realisierte Erträge.

22. Aufwendungen für bezogene Waren

Der Posten Aufwendungen für bezogene Waren beinhaltet Aufwendungen für bezogene Hardware, die im Wesentlichen direkt an die ProCredit Gruppe weiterveräußert wurde.

23. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen auf Zahlungen für Serviceleistungen an Freiberufler und Personaldienstleister sowie auf bezogene Leistungen von Tochterunternehmen.

24. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Eine detaillierte Übersicht zu den Abschreibungen kann dem Anlagenspiegel entnommen werden (Anlage 1 zum Anhang).

25. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in EUR 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Lizenz- u. Wartungsaufwendungen, insbes. für Soft- und Hardware 12.204.537,09 8.638.932,46
Dienstleistungen ausl. Töchter (Kosovo, Lateinamerika, Mazedonien) 3.364.309,64 1.682.042,05
Mietaufwendungen 2.263.563,00 1.780.680,75
Reiseaufwendungen 1.029.598,07 610.646,10
Sonstige Personalaufwendungen 761.463,48 593.641,94
Rechts- und Beratungsaufwendungen 640.930,48 508.226,29
Kommunikation 635.090,43 616.526,86
Weiterzuberechnende Dienstleistungen 358.856,90 272.796,27
Sonstige Verwaltungsaufwendungen 286.043,70 258.787,86
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 199.848,27 297.772,47
Repräsentations- und Bewirtungskosten 143.882,48 112.018,37
Buchführungskosten 134.054,50 145.714,68
Versicherungen 119.856,28 75.405,99
EDV-Material 92.575,99 77.569,48
Verluste aus Forderungen und EWB auf Forderungen 76.210,61 980,24
Abgänge Sachanlagevermögen 21.485,00 2.429,00
Summe 22.332.305,92 15.674.170,81

Bei den Aufwendungen aus Währungsumrechnung handelt es sich ausschließlich um realisierte Aufwendungen.

26. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Vom Gesamtbetrag in Höhe von EUR 18.571,15 entfallen EUR 18.082,63 auf Zinserträge aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen.

27. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Gesamtbetrag in Höhe von EUR 867.374,85 entfällt auf von Kreditinstituten gewährte Darlehen.

28. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden entrichtet für ausländische Einkommenssteuern für das Regional Office in Accra, Ghana (EUR 84,72; Vorjahr: EUR 1.654,50) und als Nachzahlung für das geschlossene Regional Office in Kiew, Ukraine (EUR 6.563,59; Vorjahr: EUR 0,00).

29. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten Quellensteuer auf Umsätze, die im Kongo erzielt werden (EUR 148.579,12; Vorjahr: EUR 210.956,98) sowie lokale Abzug- und Umsatzsteuer gezahlt in Rumänien, Ghana und Nord Mazedonien (EUR 177.946,40; Vorjahr: EUR 177.132,55) und KFZ-Steuer (EUR 370,00; Vorjahr EUR 370,00).

D. ZUSÄTZLICHE ANGABEN

30. Personalaufwand

Während des Geschäftsjahres 2023 beträgt die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der Quipu GmbH 197 (2022: 222), davon waren 64 Beschäftigte weiblich und 133 männlich. Zum 31. Dezember 2023 ist die Gesamtanzahl der Beschäftigten der Quipu GmbH 193 (2021: 207), davon 65 weiblich und 128 männlich.

Die Quipu GmbH hat zum 31.12.2023 vier leitende Angestellte und 193 Angestellte.

31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Quipu GmbH hat Gesamtverpflichtungen in Höhe von EUR 2.783.097,88. Sie setzen sich zusammen aus zu marktüblichen Konditionen abgeschlossenen Miet- (EUR 2.172.459,54) und Leasingverträgen (EUR 16.744,20) sowie aus Zinsverpflichtungen aus zu marktüblichen Konditionen abgeschlossenen Kreditverträgen mit der ProCredit Bank (EUR 593.894,14).

32. Gesamthonorar für Abschlussprüfung

Vom Abschlussprüfer wird für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 33.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00) berechnet. Es wurden keine weiteren Leistungen von der Gesellschaft des Abschlussprüfers in Anspruch genommen.

33. Geschäftsleitung

Im Berichtszeitraum waren Frau Daniela Enache, Bukarest / Rumänien, Betriebswirtin, Geschäftsführerin sowie Herr Andrei Georgescu, Frankfurt am Main, Betriebswirt, Herr Petru Jucovshi, Frankfurt am Main, Diplom Informatiker und Herr Diamant Ibrahimi, Frankfurt am Main, Betriebswirt, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 610.093,24 (Vorjahr: EUR 334.245,73).

Die Gesellschaft wird vertreten durch zwei Geschäftsführer*innen.

 

Frankfurt am Main, den 20. Juni 2024

QUIPU GmbH

Die Geschäftsführung

Daniela Enache

Petru Jucovshi

Andrei Georgescu

Diamant Ibrahimi

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
in EUR Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.744.311,71 236.025,92 0,00 40.950,00 6.021.287,63
2. Geleistete Anzahlungen 40.950,00 0,00 0,00 -40.950,00 0,00
5.785.261,71 236.025,92 0,00 0,00 6.021.287,63
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.371.533,48 436.029,05 126.555,33 1.010.671,70 18.691.678,90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.010.671,70 0,00 -1.010.671,70 0,00
17.371.533,48 1.446.700,75 126.555,33 0,00 18.691.678,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 107.549,48 0,00 0,00 0,00 107.549,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 498.131,00 228.000,00 93.332,48 0,00 632.798,52
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 239,62 0,00 0,00 0,00 239,62
605.920,10 228.000,00 93.332,48 0,00 740.587,62
Summe Anlagevermögen 23.762.715,29 1.910.726,67 219.887,81 0,00 25.453.554,15
kumulierte Abschreibungen
in EUR Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.414.578,71 616.101,92 0,00 5.030.680,63
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.414.578,71 616.101,92 0,00 5.030.680,63
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.872.380,48 2.190.761,75 105.070,33 13.958.071,90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.872.380,48 2.190.761,75 105.070,33 13.958.071,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.286.959,19 2.806.863,67 105.070,33 18.988.752,53
Nettobuchwerte
in EUR Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 990.607,00 1.329.733,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 40.950,00
990.607,00 1.370.683,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.733.607,00 5.499.153,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
4.733.607,00 5.499.153,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 107.549,48 107.549,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 632.798,52 498.131,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 239,62 239,62
740.587,62 605.920,10
Summe Anlagevermögen 6.464.801,62 7.475.756,10

Lagebericht

1. Grundlegende Informationen zur Firma

1.1 Geschäftsmodell

Die Quipu GmbH (im Folgenden "Quipu") wurde 2004 gegründet und ist ein Unternehmen für Softwareentwicklung und die Integration von IT-Lösungen mit Sitz in Frankfurt am Main, das Unterstützungsdienste und maßgefertigte Lösungen für Banken und andere Finanzinstitute anbietet. Quipu ist auf die Entwicklung und Implementierung vollumfassender Softwarelösungen spezialisiert, die die Bedürfnisse volllizensierter Geschäftsbanken mit Schwerpunkt Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen abdecken; die Software unterstützt Aktivitäten in den Bereichen Treasury, Online-Banking, Kundenbetreuung, Data Warehouse und Datenanalyse, sowie Front - Office und Back Office. Quipu bietet als "Third Party Processor" (TPP) auch Transaktionsbearbeitungsdienstleistungen, die eine breite Palette von Kartenprodukten innerhalb der Zahlungssysteme VISA, MasterCard und UPI unterstützen. Zu den TPP-Dienstleistungen gehört auch ein Personalisierungszentrum für Kredit- und Debitkarten. Zudem unterhält Quipu eine private Cloud in Frankfurt, von wo aus sie Daten-Hosting und Software als Dienstleistungen für ihre Kunden anbietet. Während die ProCredit Holding AG (im Folgenden "ProCredit Holding") und deren Tochtergesellschaften, mehrheitlich Banken, die wichtigsten Auftraggeber darstellen, betreut Quipu außerdem noch Kunden - vor allem in Afrika, Mittelamerika und Zentralasien - die nicht zur ProCredit Gruppe gehören.

Quipu unterstützt seine Kunden dabei, die für ihr Geschäftsmodell geeignete IT (Informationstechnologie)-Lösungen zu entwerfen und zu entwickeln oder auszuwählen und diese Lösungen effizient und effektiv einzusetzen. Quipu bietet Support-Services für die eingesetzten IT-Lösungen, indem es Sicherheit, Zuverlässigkeit und einen kosteneffizienten Ansatz mit einer kohärenten und integrierten Benutzererfahrung kombiniert und die Banken dabei unterstützt, ihre IT-Lösungen und -Services durch den Einsatz von Selbstbedienungs- und Automatisierungsfunktionen umfassend zu nutzen. Quipu zielt darauf ab, Lösungen von Drittanbietern vollständig als SaaS (Software as a Service) anzubieten, die auf ihrer Plattform, der Hybrid-Cloud, gehostet wird, die in den letzten acht Jahren im Rahmen des Zentralisierungsprogramms aufgebaut wurde.

Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Frankfurt am Main. Quipu hat auch regionale Büros in Mittelamerika (eine Tochterfirma in San Salvador, El Salvador), Südost- und Osteuropa (Tochterfirmen in Skopje, Nordmazedonien, Kyiv, Ukraine) und Niederlassungen in Moskau, Russland und Bukarest, Rumänien, um eine optimale Betreuung seiner Kunden zu gewährleisten. Eine Tochterfirma in Pristina, Kosovo, bietet darüber hinaus Personalisierungsdienstleistungen für die von Banken ausgegebenen Geld- und Kreditkarten an. 2023 schloss Quipu seine Niederlassung in Afrika (Accra) und entschied sich dafür, die Geschäftstätigkeit in El Salvador und Russland 2024 einzustellen.

Quipu ist zu 100 % im Besitz der ProCredit Holding.

1.2 Entwicklung

Quipu entwickelt seine Produkte derzeit mit starkem Fokus auf die Entwicklungsziele der ProCredit Banken. Zum Kern der Quipu Banking Software Suite gehören die beiden Module CustomWare.NET (CW.Net) und BankWare. CustomWare.NET ist ein Tool zur Unterstützung der täglichen Bankgeschäfte mit den Kunden und zur Erfassung bzw. Verarbeitung der Daten für viele Geschäftsvorgänge. Die daraus resultierenden Buchungstransaktionen werden in BankWare erfasst und für die weitere Bearbeitung und Analyse zur Verfügung gestellt. Beide Systeme dienen als Datenquelle für InfoWare, ein Erweiterungsmodul, das die Business-Intelligence-Funktionen abdeckt, aber auch die Datenvereinheitlichung und die zentrale Berichterstattung an den Konzern ermöglicht. Die Anwendung BankWare.NET, die verbesserte Buchhaltungssoftware zur Unterstützung der IFRS-Rechnungslegung und des Berichtswesens, mit den Anforderungen an verbesserte Produktivität, Effizienz, reduzierte Wartungskosten, hohe Sicherheit und Skalierbarkeit wird derzeit in den ProCredit Banken eingeführt. Tägliche Treasury-Transaktionen und vollständige Ketteninformationen, die sich aus allen Treasury- oder Finanzierungstransaktionen jeder ProCredit Bank ergeben, werden durch das zusätzliche Softwaremodul DealWare umgesetzt. Das CRM-Modul (Customer Relationship Management) wurde für die Gruppe auf Basis des Microsoft Dynamics ® Frameworks angepasst und ist hauptsächlich ein Tool, das Geschäftsabteilungen hilft, ihre relativ komplexen Geschäftskunden in einer organisierten und systematischen Weise zu verwalten. Bankkunden können in der E-Banking- und Mobile-Banking-Anwendung, die für fast alle Kunden eingeführt wurde, auf ihre Konten zugreifen und Transaktionen durchführen.

Die folgende Übersicht zeigt die Produktpalette der Quipu Banking Suite

Die Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der einzelnen Produkte werden von dem Vorstand der ProCredit Holding in Absprache mit der Group IT Committee (",GITC") vorgegeben und in der jährlichen Group IT Strategy im Detail beschrieben. In diesem Dokument wird auch definiert, mit welcher Priorität oder in welcher Reihenfolge neue Software und Upgrades in den Banken der Gruppe implementiert werden. Zudem widmen sich IT- Arbeitsgruppen unter Vorsitz eines Vorstandsmitglieds einer der ProCredit Banken oder eines Prozesseigners von ProCredit Holding einer Schlüsselanwendung oder Schlüsseldienstleistungen, legen die Prioritäten der Entwicklung fest und überwachen den Entwicklungsfortschritt und die Umsetzungspläne.

Ab 2023 verfolgte Quipu einen produktorientierten Ansatz bei der Entwicklung elektronischer Kanäle (E-Banking und Mobile Banking) Es gibt auch zusätzliche Ressourcen für die Entwicklung der Front-Office-Anwendung, um auf die speziellen Bedürfnisse verschiedener Institute einzugehen, die den lokalen Marktanforderungen entsprechen.

Jedes Quartal verschafft sich die GITC unter Vorsitz eines Vertreters der Geschäftsleitung der ProCredit Holding einen Überblick über die Entwicklungsinitiativen und legt für jede IT- Arbeitsgruppe Gruppenprioritäten fest, und sämtliche strategischen Entscheidungen werden dem Vorstand der ProCredit Holding zur Genehmigung vorgelegt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im vergangenen Geschäftsjahr auf TEUR 3.219 (2022: TEUR 1.583) und können folgendermaßen aufgegliedert werden: CustomWare.NET TEUR 334 (2022: TEUR 114), DealWare TEUR 155 (2022: TEUR 96), InfoWare TEUR 243 (2022: TEUR 140), BankWare TEUR 238 (2022: TEUR 151), E- Banking/CRM TEUR 1.661 (2022: TEUR 879), BankWare.NET TEUR 131 (2022: TEUR 65) und Mobile-Banking-Anwendung TEUR 457 (2022: TEUR 138).

2. Bericht zur Finanzlage

2.1 Geschäftsverlauf

2.1.1 Gesamtgeschäftsumfeld

Quipu's Unternehmensentwicklung wird von makroökonomischen Entwicklungen und der Dynamik des IT-Banking-Sektors beeinflusst. Wirtschaftliche Faktoren wie globales Wirtschaftswachstum, Inflationsraten, Wechselkursschwankungen und geopolitische Spannungen nahmen Einfluss auf die Bankleistung. Der IWF geht davon aus, dass das globale Wachstum mit einer Wachstumsrate von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr für 2024 auf dem Niveau des Vorjahres bleiben wird.

2023 sah sich der IT-Bankensektor mit einem dynamischen gesamtwirtschaftlichen Umfeld konfrontiert, das von wesentlichen digitalen Transformationsinitiativen gekennzeichnet war. Remote-Arbeit und digitale Zusammenarbeit wurden, befeuert durch die anhaltende Auswirkung der COVID-19-Pandemie, zum Standard, was die Arbeitsweise und Interaktion der Banken mit Mitarbeitern und Kunden völlig veränderte. Banken investierten viel in Technologien, um ihre Abläufe zu optimieren und die Kundenerfahrung zu verbessern und gleichzeitig zu versuchen, mit den sich entwickelnden regulatorischen Anforderungen Schritt zu halten, insbesondere bezüglich Datenschutz und Cyber-Sicherheit. Cyber-Sicherheit hatte nach wie vor eine hohe Priorität und Banken implementierten effektive Maßnahmen, um Kundendaten vor anhaltenden Bedrohungen zu schützen. Die Wirtschaft Osteuropas wächst schnell und die digitale Wirtschaft sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Sektor in Mittel- und Osteuropa (MOE) haben in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen und Erweiterungen erfahren.

Der dynamische Wandel des Geschäftsumfelds hat das Entstehen neuer Trends beschleunigt, die die digitale Wirtschaft in der Zukunft beeinflussen werden, wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Cloud-Technologie. Der Cybersicherheitssektor könnte in der Region bald ein besonderes Wachstum erleben, aufgrund der gestiegenen Marktnachfrage infolge der hybriden Bedrohung aus Russland.

Unter Berücksichtigung all dieser Umstände hat Quipu seine Geschäftsstrategie gemäß der IT-Strategie der ProCredit Gruppe mit zwei Schwerpunkten weiter umgesetzt, - die Digitalisierung von Kundeninteraktionen und die Automatisierung von Back-Office-Prozessen. Die für das Jahr geplanten strategischen Ziele wurden erreicht und die meisten der geplanten Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen.

Alle Geschäftsbereiche trugen kontinuierlich zur Entwicklung des Unternehmens bei, da die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Quipu wie neue Funktionen für bestehende Produkte, digitale Lösungen für Customer Journey und Backoffice-Automatisierungen gestiegen ist. Insbesondere wurden erhebliche Ressourcen in die Umsetzung der Direktbankstrategie gesteckt, vor allem in die Digitalisierung von nicht-finanziellen Transaktionen, einschließlich der Implementierung von Technologien zur Fernidentifizierung, Lösungen für digitale Unterschriften und Verbesserungen der Frontline-Anwendungen für Kunden sowie die Implementierung der neuen Kreditrisikoanalyse in CRM.

Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2023 war die weitere Einführung von Lösungen, die die Digitalisierung des Back-Office und die Automatisierung von Prozessen im Konzern erleichtern, aber auch die Konsolidierung der IT-Infrastruktur und die Stärkung der Sicherheit von IT-Prozessen.

Im Einklang mit der organisatorischen Transformation, die 2023 begann, beinhalteten die Anforderungen nicht nur eine technologische Revision, sondern auch einen veränderten Ansatz des Unternehmens bei der Entwicklung von Technologien und der Implementierung bei Kunden, um zukünftig schlussendlich innovative Produkte und Dienstleistungen zu liefern und es soll für die Kunden attraktiver werden. So unternahm Quipu Schritte, das Unternehmen auf agile Softwareentwicklung auszurichten, aber auch das Kernbankensystem zu modernisieren, um Microservices und Modularisierung zusammen mit einem umfassenden API-Paket einzuführen.

Unter Berücksichtigung aller oben genannten Aspekte erwartet Quipu für 2024 ein negatives Finanzergebnis von TEUR 9.400 aufgrund der hohen Investitionen in den Kapazitätsaufbau, die technologische Modernisierung und die Entwicklung neuer Anwendungen. Quipu ist jedoch auch optimistisch, was die langfristigen Vorteile dieser strategischen Initiativen angeht, die seine Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Kundenzufriedenheit verbessern können. Quipu ist davon überzeugt, dass das Unternehmen durch Investitionen in seine Kernkompetenzen und die Einführung der neuesten Technologien in der Lage sein wird, mehr Wert für seine Kunden zu schaffen und in Zukunft nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

2.1.2 Upgrades und Implementierung von Produktversionen

2023 waren die Hauptziele - im Einklang mit den übergeordneten strategischen Zielen der Gruppe - nach wie vor die Verbesserung der Digitalisierung der Kundeninteraktionen (einschließlich Digitalisierung von nicht-finanziellen Transaktionen) und die Automatisierung von Back-Office-Prozessen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Technologien zur Fernidentifizierung durch Lösungen für digitale Unterschriften und Aktualisierung der Frontline- Anwendungen für Kunden. Quipu führte ab 2023 einen eskalierten Agile-Ansatz ein, um die Value Delivery des Unternehmens an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Diese Veränderung bedeutet die Abkehr von dem traditionellen Wasserfallmodell, das üblicherweise von segmentierten Funktionseinheiten genutzt wird. Um diese Vision zu erreichen, ist die Planung für 2024 wie folgt:

Einrichtung einer produktorientierten domainzentrierten Organisationsstruktur

Förderung des Einsatzes von agilen Methoden und Arbeitspraktiken: Dies beinhaltet Entwicklung und Durchführung eines umfassenden Schulungsprogramms für sämtliches Personal, um das Wissen über agile Methoden zu verbreiten.

Modernisierung des Technologie-Stack durch Umwandlung der intern entwickelten Kernplattform in eine Composable Architecture und Erweiterung der Basisplattform durch eine Reihe von APIs, sodass Produkte von Dritten bestehende Funktionen und Funktionalitäten ergänzen können.

Fertigstellung des Rahmenwerks zur Qualitätssicherung (ein Prozess, der auch im Jahr 2023 initiiert wurde), besonderes Augenmerk auf die Erweiterung von SQA- Ressourcen und -Fertigkeiten und Verbesserung der SQA-Verfahren für alle Produkte, insbesondere Testautomatisierung.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt der digitalen Strategie für mobiles Banking bei der Steigerung der Kundenzufriedenheit, der schnellen Bereitstellung neuer Funktionen, regelmäßigen Updates, Verbesserungen der Benutzeroberfläche und der Einbindung von Diensten Dritter.

Quipu legt den Schwerpunkt auf Einstellung und Umschulung und das Eingehen einer technologischen Modernisierungspartnerschaft mit externer Unterstützung (aktuell mit Musala Soft).

Zusammen mit Artkai initiierte Quipu die vollständige Entwicklung einer neuen mobilen Banking-Anwendung unter neuer Architektur und mit neuem Frontend-Entwurf, was eine wesentliche Anzahl von Funktionen, schnelleres Deployment und Skalierbarkeit ermöglicht. Die geschätzte Deadline zur Implementierung der neuen Anwendung beim ersten Kunden ist gemäß einem neunmonatigen Zeitplan, der im Dezember 2023 begann, der September 2024. Die geplante Einführung des neuen Produkts wird im dritten Quartal 2024 und im ersten Quartal 2025 kontinuierlich und zügig umgesetzt, wobei die Preise für Kunden bis 2026 unverändert bleiben.

Die Automatisierung des Kontoeröffnungsverfahrens ist ein weiterer Schlüsselbereich, ein umfassendes Programm, das für alle Banken gilt und Front-Office- (insbesondere die Mobile- Banking-Anwendung) und Back-Office-Systeme, einschließlich Kernbanken- und AML/KYC- Prozesse (z. B. Siron), abdeckt. Der Onboarding-Prozess jeder Bank wird unter Berücksichtigung lokaler Vorschriften evaluiert, und ihm wird ein Score von 0 bis 100 für das Automatisierungslevel zugewiesen. Ziel des Programms ist die vollständige Automatisierung (100 %), falls durch lokale Gesetze zulässig. Bis Ende 2023 lag die gesamte Automatisierung der Gruppe bei 51 %. Das Ziel für das Jahr 2024 liegt bei einer Automatisierung von 89 %. Das Automatisierungslevel unterliegt den durch lokale Gesetze auferlegten Beschränkungen.

Als einer der wichtigsten Kanäle für die digitale Betreuung der Bankkunden ist die E-Banking- Anwendung derzeit mit allen wichtigen Transaktionsfunktionen ausgestattet. In den letzten drei Jahren haben die verstärkten Upgrades der E-Banking-Anwendungen in allen Banken der Quipu-Plattform zu einem Anstieg der durchschnittlichen Anzahl von Funktionalitäten pro Bank geführt.

Der strategische Schwerpunkt wird in der kommenden Zeit auf der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und der weiteren Optimierung der bestehenden Funktionalitäten liegen, weswegen externe Partnerschaften mit Equilobe und Artkai begonnen haben.

2023 lag das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung von CustomWare.NET auf der Fortführung der architektonischen Überarbeitung der Anwendung und dem Refactoring. Die Fähigkeit zur einfachen Integration mit Tools und Anbietern von Drittanbietern spielt eine immer wichtigere Rolle. Um diesen Trend zu unterstützen, war der weitere Ausbau der REST-API geplant.

Die Planung der API-Entwicklung begann 2023, und es wurde klar, dass externe Unterstützung erforderlich war. Dies führte dazu, das externe Unternehmen Musala Soft wegen CW.NET client to Web, No-Code/Low-Code in den Prozess einzubringen. Für das Projekt der "Digital Journey" haben wir FintechOS kontaktiert und für die CW.NET SEE- Bereitstellungen hat Quipu begonnen, mit Equilobe zusammenzuarbeiten.

Das strategische Schlüsselprojekt im Bereich Rechnungswesen ist die BankWare.NET die BankWare ablösen soll, mit dem Ziel, die Integration mit den anderen Systemen der Quipu Banking Suite zu verbessern; die Anwendung ermöglicht eine automatisierte und detaillierte Buchhaltung nach IFRS und parallel dazu nach lokalen Vorschriften, bietet Kostenrechnungsfunktionalitäten und schafft die Basis für eine umfassende Finanzberichterstattung.

Ziel ist es, den Umsetzungsprozess in allen Banken fortzusetzen, um die entwickelten Funktionalitäten an eine reale Buchhaltungsumgebung anzupassen, um zu verifizieren, dass das Konzept alle Anforderungen des Finanzsektors im Allgemeinen erfüllt, und um Bereiche auszumachen, bei denen eine weitere Feinabstimmung oder Neuentwicklung erforderlich ist.

CRM ist das Haupttool, das Business Client Advisers (BCAs) und Client Advisers (Cas) nutzen, um die Interaktion der Bank mit Geschäfts- und Privatkunden auf ordnungsgemäße und methodische Weise zu verwalten. Dies ist auch für Leiter von Geschäftseinheiten ein wesentliches Tool zur Verwaltung von Geschäftskunden, Datenspeicherung zu Analysezwecken und der Überwachung der Arbeiten der BCAs und CAs.

2023 wurden Updates der aktuellen CRM-Versionen in den ProCredit Banken in Bulgarien, Bosnien und Herzegowina und Rumänien eingeführt, und die Migration auf cloud-basierte Lösungen war in Vorbereitung. Gemeinsam mit Mitarbeitern von Drittanbietern beabsichtigt die Gruppe, KI-unterstützte Anwendungen zu entwickeln, um die Vorteile der Technologie zu nutzen, beginnend mit der Integration eines neuen CRM-Systems für Omnichannel- und Vertriebsprozesse. Dieses System wird zusammen mit der Aleman Software Group (ASG), einem verbundenen Unternehmen von Microsoft, unter Einsatz von Microsoft Dynamics entwickelt. Die Implementierung wird sich auf die PCBs in Rumänien, Bulgarien, der Ukraine, dem Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Deutschland, Georgien, die Republik Moldau erstrecken, wobei die Quipu GmbH schon im Jahr 2023 mit dem gesamten Projekt begonnen hat.

Im Rahmen der IT-bezogenen Regulierung hat Digital Operational Resilience Act (DORA) für Quipu und seine EU-Kunden eine höhere Priorität. Mit dem Datum des Inkrafttretens im Januar 2025 und mit einem sehr detaillierten Projektplan, die die Einhaltung der Verordnung sicherstellt, wurde ein Projekt eingeleitet um durch eine detaillierte Lückenanalyse und eine konsistenten Interpretation und Einhaltung über verschiedene Einheiten und verwandte Setups sicherzustellen. Ziel des Projektes ist es, neue DORA-basierte Anforderungen zu analysieren und zu adressieren, die über den bestehenden regulatorischen Rahmen der Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) und der EBA-Richtlinien zur Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) hinausgehen.

2.1.3 Rechenzentrum

Das Rechenzentrum von Quipu (QPC) bietet für Mitglieder der ProCredit Gruppe eine umfangreiche Dienstleistungspalette im Kartengeschäft. Kartenbezogene Geschäfte sind im Einklang mit dem strategischen Schwerpunkt auf digitalisierte Transaktionen besonders wichtig für die Gruppe, mit dem Ziel, Effizienz, Komfort und Sicherheit von Zahlungen zu verbessern, Kundenloyalität zu fördern und Erträge durch Gebühren zu generieren.

Die Dienstleistungen des QPC sehen deutsche Sicherheitsstandards und den internationalen Payment Card Industry Data Security Standard vor, wie von MasterCard, Visa und anderen Kartenzahlungssystemen festgelegt.QPC ist mit fünf Zahlungssysteme verbunden: Visa, MasterCard, UPI (Union Pay International), Amex und DinaCard (lokales Zahlungssystem in Serbien). Elf Banken innerhalb des Konzerns und 23 Institutionen außerhalb des Konzerns sind derzeit an das Rechenzentrum angeschlossen.

Im Jahr 2023 war, unter Fortführung des Konzepts von 2022 und im Einklang mit den globalen Trends, ein deutlicher Anstieg der Akzeptanz bargeldloser Zahlungsformen, sowohl in den Geschäften als auch online, zu verzeichnen.

Im Bereich Sicherheit und Compliance werden die folgenden Audits regelmäßig durchgeführt: PCI DSS, PCI 3DS und 3DS 2.X Zertifizierung für Ausgabe und Erwerb von Diensten und PCI CPP für den Kartenpersonalisierungsdienst.

2.1.4 Cloud-Dienste von Quipu

Im Jahr 2015 startete die Gruppe ein Programm mit dem Ziel, die IT-Infrastruktur schrittweise zu zentralisieren, sobald es klar wurde, dass auf der Ebene der IT-Infrastruktur immer mehr Synergien und Skaleneffekte erreicht werden können..

In der Zwischenzeit hat Quipu den Umfang des Projekts über die Zentralisierung von Hardware, Daten und Software in unserer hybriden Public-Private-Cloud-Umgebung hinaus ausgeweitet, um eine vollständige Zentralisierung aller IT-Abläufe der ProCredit Gruppe zu erreichen. Der zusätzliche Umfang bedeutet eine erhebliche Umstrukturierung und eine Verlagerung von IT-Personal von den Banken zu Quipu.

Die Zentralisierung des IT-Betriebs durch die Konsolidierung von Komponenten maximiert das Leistungs-/Kostenverhältnis und beschleunigt die Produktübernahme und -innovation, indem sie die schnelle und erfolgreiche Wiederholung von Implementierungen von einer Bank zur anderen ermöglicht. Die weitere Verbesserung dieser Dienste hielt im Jahr 2023 an und es ist weiterhin geplant, Resilienz, Verfügbarkeit und Modernisierung zu verstärken und die Automatisierung der Prozesse zu steigern. 2023 wurden wesentliche Fortschritte gemacht, wie der Ausbau von lokalen hyperkonvergenten containerbasierten Lösungen, bereitgestellt von Nutanix, vereinfachte Datenbereitstellung mit Delphix und Einbindung einer Cloud-First- Strategie für hauseigene oder erworbene Lösungen.

Quipu erhielt die ISO 20000 Zertifizierung in IT Service Management, ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 27001 für Information Security Management, um die Qualität und Sicherheit der globalen IT-Operationen zu gewährleisten.

2.1.5 Personalentwicklung

Im September 2023 wurde die lokale Niederlassung in Accra, Ghana, geschlossen. Infolgedessen sank die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2023 auf insgesamt 193 (Vorjahr: 207). Zusätzlich zu den aktiven Mitarbeitern registrierte das Unternehmen auch einen Rückgang der Anzahl der in den Regionalbüros mit Freiberuflern abgeschlossenen Honorarverträge. Zum Jahresende 2023 beschäftigte Quipu insgesamt 227 Mitarbeiter und freie Mitarbeiter (Vorjahr: 246).

Allerdings wurde, im Einklang mit dem laufenden Transformationsprozess, zusätzlich zu Veränderungen bei den Vollzeitstellen, die Anzahl der Beschäftigten durch Personalaufstockung erhöht, entweder durch Outsourcing oder Outstaffing von Ressourcen, sodass Ende 2023 40 Personen hauptsächlich in der Softwareentwicklung und Qualitätssicherung beschäftigt waren.

Die Hauptbereiche für den Aufbau von Kapazitäten im Jahr 2024 und darüber hinaus werden mit der Entwicklung und Bereitstellung des Kernbankensystems zusammenhängen, was erfordert, dass Quipu die Palette der APIs erweitert und den Kern durch Hinzufügen von Microservices aktualisiert. Quipu beabsichtigt auch, eine neue Funktion der Software- Qualitätssicherung zu erstellen, um die Technologie verstärkt zu testen. So wird die Qualität verbessert und das Arbeitspensum für die Banken bei der Abnahme reduziert.

Die Anzahl der Teams, die zuvor in der Software-Implementierung involviert waren, wird sich während der Transformation ebenfalls erhöhen. Neue Rollen, wie Scrum-Master, Product Delivery Manager und weitere werden eingeführt, und die Personalzahlen werden bei bestehenden Rollen, die zur Umsetzung des Agile-Rahmenwerks und zur Beschleunigung der Markteinführung benötigt werden, steigen. Businessanalysen sind eine weitere wachsende Schlüsselfunktion zur Verbesserung der Qualität von Ergebnissen und Verkürzung der Markteinführung von Funktionen. Außerdem folgt die Modernisierung der mobilen Banking- Anwendung der Strategie, hauptsächlich externe Ressourcen mit einer geringen Zusammenstellung interner Ressourcen einzusetzen, mit dem Ziel, das Wissen innerhalb der Gruppe zu halten.

2.2 Lage

2.2.1 Ertragslage

Die Unternehmensentwicklung für 2023 war ähnlich den ursprünglichen Umsatzschätzungen des Managements, aber aufgrund höherer Umsatzerlöse, auch deutlicher Betriebskosten und Personalaufwendungen, war das Betriebsergebnis für 2023 viel geringer als ursprünglich geplant. Der Schwerpunkt auf der produktorientierten Organisationsstruktur noch nicht vollständig überprüft war, um in der Lage zu sein, alle Komponenten (hauptsächlich bei Personalaufwendungen) und deren Einfluss auf das Ergebnis von 2023 zu bestimmen. Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 mit 12% gestiegen gegenüber dem Vorjahr.

Folgende finanzielle Leistungsindikatoren werden zur internen Steuerung verwendet:

Umsatz

Jahresergebnis vor Gewinn-/Verlustabführung

Kapitalisierungsquote (das Verhältnis von Anlagevermögen zu Gesamtvermögen)

Jahr Umsatz Jahresergebnis vor Gewinn-/Verlustabführung, in EUR Kapitalisierungsquote
in EUR in %
2019 27.307.998 -282.382 44,5%
2020 32.528.253 402.551 50,4%
2021 34.990.450 853.928 37,6%
2022 37.819.326 44.901 35,5%
2023 42.332.242 -5.838.669 21,5%
Forecast 2023 Actual 2023
Umsatz in EUR 42.223.150 42.332.242
Jahresergebnis vor Gewinn- /Verlustabführung, in EUR 324 -5.838.669
Kapitalisierungsquote in % 27.7% 21,5 %

Wie aus vorstehender Tabelle ersichtlich, stieg der Umsatz im Jahr 2023 um 12 % oder TEUR 4.513, ein im Vergleich zum Vorjahr (8,1 %) wesentlich stärkerer Anstieg. Der Auslöser für die höheren Umsatzerlöse ist auf die gestiegenen Einnahmen aus den Dienstleistungen des Rechenzentrums (höhere Anzahl von Kartentransaktionen) und den Quipu Cloud Services (Anstieg der verbrauchsabhängigen Komponenten und neu angebotenen Dienstleistungen) zurückzuführen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einer weiteren Umsatzsteigerung um 15 % auf TEUR 48.795.

Wie im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit TEUR 2.743 unter Beibehaltung des gleichen Anteils von 6,5 % ein kleinerer Teil der gesamten Umsatzzahlen (2022: TEUR 2.465) in USD in Rechnung gestellt. Der Anstieg ist der Tatsache geschuldet, dass einer unserer externen Kunden nicht länger in der Lage ist, Zahlungen in EUR zu leisten und die Rechnungen deswegen ab März 2023 in USD ausgestellt werden mussten.

Im Jahr 2023 wurde ein höheres Umsatzwachstum von Kunden in beinahe allen Regionen verzeichnet. In Afrika sind die Auswirkungen der Einstellung der Geschäftstätigkeiten des Regionalbüros in Accra festzustellen.

in EUR 2023 2022
Umsätze Deutschland 5.798.946,76 4.989.633,64
Umsätze Osteuropa 13.197.747,85 11.383.661,38
Umsätze Südosteuropa 15.862.331,56 13.394.625,48
Umsätze Afrika 2.006.716,37 2.555.040,61
Umsätze Mittel- und Südamerika 5.466.499,13 5.496.365,75
Gesamtumsätze 42.332.241,67 37.819.326,86

Die unseren Kunden angebotenen Preise blieben im gesamten Jahr 2023 konstant.

Die Betriebskosten stiegen mit 25 % und damit deutlich stärker als das für 2023 prognostiziertes Wachstum von 18 %. Die Ursache dafür war das Wachstum des Materialaufwands und sonstige betriebliche Aufwendungen um 44% auf TEUR 8.909 Euro im Vergleich zu dem Vorjahr, hauptsächlich bedingt durch die allgemeine Inflation, die sich auf die Verwaltungskosten, wie Miete und Nebenkosten auswirkte. Diese Nebenkosten stiegen mit TEUR 370, aufgrund des technologischen Wandels, der sich in der Hardwarewartung und der Aufwendung für Lizenzen mit einem Anstieg von TEUR 3.562 niederschlug, während der Beitrag der Tochtergesellschaften zu den Gesamtressourcen zu zusätzlichen Kosten in Höhe von TEUR 1.682 führte. Die Kosten für Outstaffing (TEUR 722 EUR) und Auslagerung (von TEUR 42 auf TEUR 668), in Zusammenhang mit dem Transformationsprozess, die 2023 neue Posten waren, trugen mit 15 % zu dem Anstieg bei. Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 691 oder 5,1 %. Dieser Betrag beinhaltet die abgeführten Arbeitgeberbeiträge zur Altersversorgung bei der BVV in Höhe von TEUR 93 (2022: TEUR 77 ). Die Amortisationsaufwendungen sind leicht gesunken, und zwar um 3 % oder TEUR 82, nachdem im vorherigen Lagebericht aufgeführten Anstieg von 4,4 %. Dies war hauptsächlich einigen Investitionen von 2016 bis 2018 geschuldet, die ihre EOL-Phase erreichten.. Der mit ProCredit Holding abgeschlossene Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag deckt das Jahresergebnis vor Gewinn-/Verlustabführung von -TEUR 5.839 (2022: TEUR 45).

2.2.2 Finanzlage

Das gezeichnete Kapital blieb in Höhe von TEUR 1.000 unverändert.

Die von der Frankfurter Sparkasse gewährte Kreditlinie in Höhe von TEUR 250 wurde im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen.

2019 hat Quipu mit der ProCredit Bank Deutschland und der ProCredit Holding eine neue Finanzierungsstruktur vereinbart, die den dauerhaften Finanzierungsbedarf für das zentrale Rechenzentrum von ProCredit aufgrund geplanter zusätzlicher Investitionen decken soll Quipu erhielt im Oktober 2023 von ProCredit Bank Deutschland für ein Jahr eine Kreditlinie über TEUR 7.000 zur Unterstützung des komplexen laufenden Umstrukturierungs- und Transformationsprozesses. Der gesamte Darlehensbetrag belief sich Ende 2023 auf TEUR 24.000.

Der Saldo der Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 wächst um TEUR 524 auf TEUR 1.396 (2022: TEUR 873) aufgrund der ausstehenden Rechnungen freier Mitarbeiter / Outstaffing Services und anderen Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 1.546 (2022: TEUR 1.011), angetrieben durch jährliche Zahlungszyklen von Lieferanten zum Jahresende und Zahlungsbedingungen von mehr als 30 Tagen.

Die Liquidität der Gesellschaft war angemessen, um ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen.

2.2.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 wurde mit TEUR 6.465 bewertet, was geringer war als TEUR 7.476 im Jahr 2022. Dies bedeutete, dass die Kapitalisierungsquote bei 21,5 % in Bezug auf die Bilanzsumme lag, ein Wert, der unter dem im Lagebericht des letzten Jahres prognostizierten Wert lag. Der Grund für den Rückgang war, dass die 2018 gekauften Vermögenswerte des zentralen Rechenzentrums von ProCredit das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hatten und der Schwerpunkt auf einem Modernisierungsprogramm der technischen Architektur durch Implementierung einer hyperkonvergenten containerbasierten Plattform-Lösung lag.

Das Umlaufvermögen des Unternehmens, das Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet, stieg auf TEUR 7.372 (2022: TEUR 7.097) und auf TEUR 14.469. Der Hauptgrund für den Anstieg ist auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" verringerte sich auf TEUR 2.086 zum 31. Dezember 2023 (2022: TEUR 2.149).

Wir betrachten die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 als Reflektion der von Quipu in diesem Jahr getätigten Investitionen in den Kapazitätsaufbau und die Technologiemodernisierung, welche in den kommenden Jahren in hochwertigere Dienstleistungen für die Kunden resultieren werden und von der ProCredit Holding auf Grundlage einer Gewinn-/Verlustübertragungsvereinbarung vollständige Unterstütztung erhalten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Im Jahr 2023 ergab eine detaillierte Analyse, durchgeführt anhand der Ergebnisse der Kostenrechnung für 2023, bezüglich der Geschäftsbereiche Entwicklung und Wartung für jede Anwendung von Quipu wesentliche Abweichungen zwischen den berechneten Gebühren für den Jahresbeitrag und den tatsächlich für die Wartung und Weiterentwicklung entstandenen Kosten dieser Anwendung, was dazu führte, dass die Geschäftsführung entschied, die Gebühren für den Jahresbeitrag einiger Anwendungen, zu erhöhen.Die Gebühren für die anderen Anwendungen von Quipu blieben gleich, da sich diese Beträge als weiterhin marktrelevant erwiesen haben.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein Wachstum des Gesamtumsatzes von ungefähr 15 %, angetrieben durch geplante Implementierungs- und Zentralisierungsprojekte in Kombination mit der zuvor erwähnten Erhöhung des Jahresbeitrags. Dennoch wird prognostiziert, dass die Kosten im Vergleich zu den Vorjahren stärker steigen, was zu einem höheren Jahresverlust als 2023 führen wird. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die Betriebskosten gemäß dem Businessplan um 36% steigen. Ähnlich wie im Jahr 2023 prognostiziert die Geschäftsführung für 2024 ein negatives Ergebnis von TEUR 9.400, da die Effekte der Investitionen und Kosten in Zusammenhang mit den Initiativen zur Modernisierung, Automatisierung und organisatorischen Transformation erst dann auf der Einnahmenseite offenkundig werden, sobald damit zusammenhängende Projekte fertiggestellt sind.

Quipu fakturiert die Implementierungsgebühren für Software-Upgrades und andere damit verbundene Projekte auf der Grundlage von Zeit und Material (T&M). Nach den positiven Ergebnissen, die diese Methodik gebracht hat, hat Quipu die Anwendbarkeit auch auf die Bereiche Cloud Services und Rechenzentrum im Jahr 2023 ausgeweitet.

Die wichtigsten Ziele für das Jahr 2024 sind:

Vorantreiben digitaler Kundeninteraktionen (durch Initiativen wie mobiles Onboarding von Kunden mit Technologien zur Selbstidentifizierung, Modernisierung der Architektur und der Nutzererfahrung der mobilen Anwendungen, Implementierung von Kl-gesteuerten Contact Centern und Automatisierung von Marketingkampagnen)

Automatisierung von Back-Office-Prozessen (mit Schwerpunkt auf Kontoeröffnung für Einzelpersonen), Intensivierung der Robotic Process Automation (RPA) und No- Code/Low-Code Technologien mit UiPath und Microsoft Power Platform

Modernisierung der Kernbankensysteme durch Erweiterung der APIs zur flexibleren Integration mit externen Diensten

Fortführung des Ansatzes der Agile Methode, Weiterentwicklung hin zu einer produktorientierten Organisation, angetrieben durch Schulungsprogramme und Verbesserung der Praktiken zur Software-Qualitätssicherung

Nutzung des Potenzials der KI-Technologie, durch Einführung eines neuen CRM- Systems für Omnichannel- und Vertriebsprozesse der PCBs in Rumänien, Bulgarien, der Ukraine, dem Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Deutschland, Georgien der Republik Moldau, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Aleman Software Group (ASG) und der Quipu GmbH, basierend auf Microsoft Dynamics.

Im laufenden Jahr wird die Implementierung von Upgrades der Front-Office-Anwendung CustomWare.NET, der Buchhaltungsanwendung BankWare.NET, der Mobile-Banking and E- Banking-Anwendungen in den Banken fortgesetzt.

Im Bereich Zahlungen ist der strategische Schwerpunkt für 2024 die weitere Optimierung der Zahlungsplattform durch kontinuierliche Software-Updates, Sicherstellung von Stabilität und Skalierbarkeit, Steigerung der Automatisierung und Erweiterung der Überwachung damit zusammenhängender Systeme. Nach der Implementierung eines neuen Regel-Managers, der Smart Routing und Provisionsberechnung abdeckt, bleibt der Schwerpunkt für 2024 die weitere Optimierung von Zahlungsprozessen und die Einhaltung des neuen Formats ISO 20022 für Target2 (ESMIG) und SWIFT (CBPR+)-Zahlungen.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt der Gruppe mit Projekten in der Risikoklassifizierung, der Quantifizierung von Kreditrisiken (LLP-Tool), ESG-Risikomanagement und der Verbesserung von Kreditrisikoprozessen auf Darlehenstätigkeiten und Kreditrisiko. Über zehn Projekte wurden erfolgreich festgelegt, entwickelt und implementiert. Im Jahr 2024 verlagert sich der Schwerpunkt im Einklang mit der Digitalisierungsagenda und der Back-Office-Automatisierung auf die Verbesserung von Datenqualität und - Management durch geplante IT-Projekte.

In Zusammenhang mit den Chancen des Rechenzentrums von Quipu bedeutet die weltweite Verlagerung von Bargeld auf digitale Zahlungen auch eine gesteigerte Möglichkeit des Kartenbetrugs. Da Kunden verstärkt auf digitale Zahlungen angewiesen sind, ist es für sie wünschenswert, dass bei Bedarf jederzeit auf ihre Karten zugegriffen werden kann. Im Jahr 2024 liegt die Priorität bei der Risikokontrolle und der Bereitstellung herausragender Dienstleistungen für Karteninhaber. Dies beinhaltet die Verbesserung von Dienstleistungen bei der Ausstellung durch weniger Ablehnungen, das Angebot einer direkten Ausstellung von digitalen Karten und verbesserte Sicherheit. Der Erwerb von Dienstleistungen wird ebenfalls modernisiert mit innovativen Lösungen wie Technologien zum Abhören am Telefon und kontaktlosen Geldautomaten. Außerdem gibt es Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit bei Entwurf und Ausgabe von Karten.

Vor einigen Jahren initiierte die Gruppe ein Modernisierungsprogramm der technischen Architektur, das auf die folgenden fünf wichtigsten Säulen abzielt: Infrastruktur der Anwendung, Sicherheitsarchitektur, Softwareentwicklungsprozesse, Kopplungsarchitektur und Datenarchitektur. Es wurden wesentliche Fortschritte gemacht, darunter Einbindung einer Cloud-First-Strategie, Implementierung einer hyperkonvergenten containerbasierten Lösung und vereinfachte Datenbereitstellung. Im Jahr 2024 wird der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Sicherheitsarchitektur, besseren Softwareentwicklungsprozessen und dem Übergang auf modulare Anwendungsarchitektur auf Basis von Microservices liegen. Des Weiteren wird es eine Migration der Infrastruktur des Anwendungsservers zur Erweiterung des Container-Supports mit der Nutanix-Technologie geben.

Nach zwei schwerwiegenden IT-Vorfällen im Jahr 2023 bezüglich Datenspeicherung wurde die Hardwarearchitektur umstrukturiert, um die Auswirkungen auf Gruppenebene bei ähnlichen Vorfällen zu minimieren. Auch wenn monolithische Speichersysteme eine Reihe von Vorteilen in Bezug auf Skalierbarkeit, Wandlungsfähigkeit, Flexibilität und Kosteneffektivität bieten, machte Quipu die Erfahrung, dass sogar Systeme der Premiumklasse, die darauf ausgelegt sind, voll redundant und vor Ausfällen geschützt zu sein, nicht unfehlbar sind. Im Jahr 2023 baute das Unternehmen kleinere Hardwareinseln, wodurch die Infrastruktur in Bereiche mit kleineren Auswirkungen aufgesplittet wird, über die jeweils eine geringere Anzahl von Banken gehostet wird, was in Szenarien schwerwiegender Vorfälle den Schlag reduziert. Im Jahr 2024 werden die meisten Banken auf diese Inseln migriert.

Im Bereich der Cloud Services ist für 2024 geplant, schrittweise neue Komponenten der Shared-Services-Infrastruktur in den Banken einzuführen, um Synergien zu maximieren und Skaleneffekte bei IT-Services zu erzielen, die eine sehr geringe Varianz zwischen den Banken der Gruppe aufweisen. Besondere Maßnahmen beinhalten die Skalierung von hyperkonvergenter Technologie, Umgestaltung der Infrastruktur, um ein besseres Vorfallsmanagement zu erreichen, Modernisierung des Kernnetzwerks und der Back-up- Systeme, Bereitstellung der Implementierung von Cloud-native-Anwendungen aus der Ferne und Zero Trust Network Access unter Einsatz von SailPoint für Identitäts- und Zugangsverwaltung und die Einführung Kl-gestützter Supportleistungen.

Die Implementierung von Shared Services bei der ProCredit Bank Bosnien und Herzegowina ist aufgrund zusätzlicher aufsichtsrechtlicher Anforderungen und später aufgrund der Verlagerung des Schwerpunkts und der Ressourcen auf die Bewältigung der Folgen der russischen Invasion in der Ukraine ins Stocken geraten. Diese Implementierung sollte im Jahr 2023 abgeschlossen sein, wurde aber nach der vollständigen Zentralisierung und Migration der Kernbankensuite bei der ProCredit Bank Serbien, die auch für das Jahr 2024 geplant war, auf 2024 verschoben. Die Zentralisierung der Sparteninfrastruktur und des IT-Betriebs bei ProCredit Bank Bosnien und Herzegowina und ProCredit Bank Georgien soll im Jahr 2025 abgeschlossen sein.

Die ProCredit-Gruppe berücksichtigt die bevorstehende Verordnung Digital Operational Resilience Act (DORA) und die damit zusammenhängenden Standards als wesentlicher Bezugspunkt für IT-bezogene Regulierung. Die Verordnung, die im Januar 2025 in Kraft tritt, hat einen weiten Anwendungsbereich und ist sehr detailliert. Deswegen hat die Einhaltung für Quipu und die Banken Hauptpriorität.

Quipu hat mehrere Zertifizierungen erhalten wie die ISO 9001, ISO 20000 und die ISO 27001 sowie die PCI DSS, was die Qualität und Sicherheit ihrer Operationen zeigt. Um das Kundenvertrauen noch weiter zu stärken, die Verfahren zum Risikomanagement zu verbessern und die Affinität zu Datenschutz und Privatsphäre zu zeigen, hat Quipu ein Programm von 14 bis 18 Monaten ins Leben gerufen, um die SOC 2-Bestätigung bis Mitte des zweiten Quartals von 2025 zu erhalten.

Im Jahr 2024 haben die Ziele bezüglich Cybersicherheit ihren Schwerpunkt bei der Verbesserung von Datenschutz, Unternehmensführung und Risikomanagement in den Instituten der ProCredit Gruppe. Dies beinhaltet die weitere Verbesserung der Lösung zum Schutz des Verlusts von Endpunktdaten der Gruppe, die Erweiterung von Zscaler auf den LAN-Betrieb, die Evaluierung von Microsoft Purview zur Datengovernance, Fertigstellung der Implementierung der neuen Systeme zur Verwaltung von Identität und Zugang bei der ProCredit Holding, ProCredit Bank Deutschland und der ProCredit Bank Rumänien und die Implementierung einer neuen IT/IS-Risikomanagementlösung. Diese Bemühungen haben die Stärkung der Sicherheit, die Gewährleistung von Compliance und die Minderung von Risiken in der IT-Infrastruktur der Organisation zum Ziel.

Der ProCredit Gruppe ist die wachsende Nachfrage nach IT-Emergency-Response- und Wiederherstellungsverfahren zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bekannt. In dieser Hinsicht hat die Gruppe entschieden, in moderne Ressourcen zur Resilienz für ihre IT-Infrastruktur zu investieren, wobei Verfügbarkeit Skalierbarkeit und Sicherheit im Vordergrund stehen. Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs decken nun Szenarien wie Pandemien oder Cyberangriffe mit Abhängigkeiten von IT-Systemen und durch Analysen zu geschäftlichen Auswirkungen ermittelte Wiederherstellungsziele ab. Zur Verbesserung der Effizienz hat die Gruppe eine zentralisierte Business Continuity Management (BCM)-Plattform zur automatisierten Verwaltung von Programmen zur Notfallwiederherstellung und Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs eingeführt.

3.2. Risikobericht

Aufgrund der Anbindung der Gesellschaft an die ProCredit Gruppe sind die Geschäftsrisiken der Gesellschaft eng mit der weiteren Entwicklung der Gruppe verbunden. Die ProCredit Holding, die ProCredit Banken und Quipu sind gemeinsam an der Definition und Umsetzung der IT-Strategie auf Gruppenbasis beteiligt.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten ist Quipu verschiedenen Arten von Risiken ausgesetzt, wie z. B. operationellen, finanziellen, rechtlichen und Reputationsrisiken. Um sicherzustellen, dass diese Risiken identifiziert, bewertet, überwacht und gemindert werden, hat Quipu ein umfassendes Risikomanagementsystem etabliert, das vom Vorstand überwacht und von der Risikoabteilung sowie verschiedenen Ausschüssen unterstützt wird.

Die Risikobeurteilung ist Teil vom "Information, Risk and Compliance Department", welche direkt dem Vorstand unterstellt ist. Das Risikoteam ist verantwortlich für die Implementierung und Aufrechterhaltung des Risikomanagementsystems, welches folgende Aufgaben umfasst:

Entwicklung und Aktualisierung der Risikopolitiken, -prozesse und -richtlinien

Identifizierung und Bewertung der Risiken in Bezug auf das Unternehmen und seine Projekte, Produkte und Dienstleistungen

Überwachung und Berichterstattung der Risikoexponierungen und Vorfälle an den Vorstand und die relevanten Ausschüsse

Bereitstellung von Risikoberatung und -führung für die Geschäftseinheiten und Projektteams

Durchführung von Risikobewusstseins- und Schulungsprogrammen für die Mitarbeiter

Die folgenden Ausschüsse beraten und unterstützen insbesondere den Vorstand bei der Erfüllung der Risikomanagementaufgaben:

Risk Management Committee

Operational Risk Committee

Compliance Committee

Folgende Risikoarten lassen sich bei Quipu unterscheiden:

Fremdwährungsrisiken

Ausfallrisiken

Liquiditätsrisiken

Marktpreisrisiken

Operationelle Risiken

Absatzrisiken

Der folgende Abschnitt behandelt Risiken und Chancen.

Quipu nutzt ein IT Risk Management System für das Processing Centre. Quipu wendet die Risikopolitik der ProCredit Holding Gruppe an.

3.2.1 Fremdwährungsrisiken

Fremdwährungsrisiken ergeben sich aus dem Bedarf von US-Dollar in der Größenordnung von 3,4 Mio. USD pro Jahr, um die laufenden Betriebskosten der Quipu-Niederlassungen in Lateinamerika, Afrika (bis zur Schließung der Niederlassung) und auch der Out-Staffing- Aufwendungen in Zusammenhang mit den Aktualisierungen der E-Banking-Anwendungen decken zu können. Bislang wurde kein aktives Risikomanagement für offene Devisenpositionen in Form von Währungsabsicherungen für notwendig erachtet. Um Fremdwährungsrisiken zu begrenzen, bietet das derzeitige Preismodell den Banken die Möglichkeit, die jährlichen Gebühren für die Nutzung der Software wahlweise in USD oder in EUR in Rechnung zu stellen.

Dies schuf insofern eine Chance, als dass Quipu im Jahr 2023 keine zusätzlichen USD- Devisen erwarb. Es ist davon auszugehen, dass dies 2024 weiterhin der Fall sein wird. Gleichzeitig vermindert sich das Fremdwährungsrisiko bei den ProCredit Banken, die auf USD- Fakturierung umstellten, da sie in geringerem Umfang EUR kaufen müssen, um die Rechnungen der Quipu zu begleichen.

Folglich werden die Auswirkungen auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos als gering eingestuft.

3.2.2 Ausfallrisiken

Ausfallrisiken für die in Rechnung gestellten Leistungen sind sehr transparent und können nahezu ausgeschlossen werden, da die überwiegende Anzahl der Kunden aus der ProCredit Gruppe kommen. Für das Jahr 2024 identifiziert Quipu weiterhin Ausfallrisiken aufgrund des militärischen Konflikts in der Ukraine, wozu die soziale Unruhe und politische Turbulenzen, die in den USA, Europa und anderen Ländern aufgrund von Wahlen und fragilen parlamentarischen Koalitionen im Mittelpunkt stehen, noch weiterhin beitragen.

Die unbezahlten Rechnungen an externe Kunden beliefen sich zum 31. Dezember 2023 nur auf 1.272.000 EUR oder 2,8 % der Gesamteinnahmen und stellten somit ein geringes Risiko dar.

Die Auswirkungen auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos werden als hoch eingestuft.

3.2.3 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko wird durch Verträge für die Ausführung von projektbezogener Arbeit in dem Maße gesteuert, dass ausreichende Liquidität in Form von Abschlagszahlungen bei der Vollbringung der Arbeit oder zu festgelegten Intervallen vorhanden ist. Die aus dem Processing Centre und den Cloud-Diensten generierten Umsätze werden monatlich für den Vormonat abgerechnet. Dies ermöglicht ein zuverlässiges Planen und gewährleistet einen regelmäßigen Liquiditätsfluss.

Das bestehende Preissystem ermöglicht es, die Verträge so zu gestalten, dass die jährlichen Leasingraten für die Software zu Beginn des Jahres im Voraus zu zahlen sind, sofern die Bank nicht aufgrund gesetzlicher Vorschriften ausdrücklich eine andere Zahlungsweise verlangt.

Das Unternehmen vereinbarte mit ihren beiden Hausbanken, der Frankfurter Sparkasse und der ProCredit Bank Deutschland, eine Kreditlinie in Höhe von insgesamt TEUR 1.250 zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe im Jahr 2023.

Die Auswirkungen auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos werden als gering eingestuft.

3.2.4 Marktpreisrisiken

Das Preisrisiko wird durch eine flexible Vertragsgestaltung reduziert. Die Verträge zur Nutzung der Software wurden preislich so gestaltet, dass die Preise nach heutigem Kenntnisstand der Geschäftsplanung für das kommende Jahr unverändert bleiben können. Darüber hinaus kann die Gesellschaft die bestehenden Nutzungs- und Wartungsverträge jährlich auf Basis möglicher Kostensteigerungen anpassen.

Dies ermöglicht nun eine mittelfristige Planung für die Softwareentwicklung, da die avisierten Einnahmen bereits heute kalkulierbar sind. Die Auswirkungen auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos werden als gering eingestuft.

3.2.5 Operationelle Risiken

Unter operationellem Risiko versteht man das Risiko von Verlusten, das durch die Unzulänglichkeit oder das Versagen der internen Prozesse, Menschen und Systeme oder durch externe Ereignisse entstehen. Diese Definition enthält Betrugsrisiko, IT-Risiko, Rechtsrisiko, Reputation-Risiko und Outsourcing-Risiko. Quipu setzt um eine Reihe von Grundsätzen für das Betriebs- und Betrugsrisikomanagement im gesamten Institut durch spezifische Richtlinien und Grundsätze im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen.

Das Management von IT-Vorfällen und Problemen ist ein wiederkehrendes Thema des Operational Risk Management Committee, das als verantwortliches Gremium für die Überprüfung wesentlicher Risikoereignisse und die Empfehlung von Korrekturmaßnahmen zur Verhinderung von Wiederholungen wie Systemausfällen, Sicherheitsausfällen oder anderen Ereignissen, die Geschäftsprozesse unterbrechen.Das operationelle Risiko wurde im Bereich des Processing Centres durch die laufenden ISO und PCI DSS Zertifizierungen reduziert. In den anderen Geschäftsbereichen wird die Dokumentation von Verfahrensweisen und Standardisierung der Prozesse weiter fortgesetzt.

Durch die Migration zu einem professionellen Rechenzentrum wurde die Anfälligkeit der IT- Infrastruktur für operationelle Risiken weiter reduziert. Beim Projekt des zentralen Rechenzentrums von ProCredit wird besonders auf Verfahren und standardisierte Prozesse geachtet werden müssen, um operationelle Risiken zu vermeiden. Die Gesellschaft erhielt ISO 27001, 20000 und 9001 Zertifizierungen sowohl für QPC als auch für Cloud Services.

Zusätzliche operationelle Risiken könnten durch den Konflikt in der Ukraine entstehen. Angesichts der unmittelbaren Bedrohung der Stadt Kyiv in den ersten Monaten des Konflikts waren auch unser Büro und das lokale Rechenzentrum gefährdet. Im Jahr 2023 gab es keinen direkten Vorfall, der die Vermögenswerte von Quipu betraf. Um die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Bank zu gewährleisten, wurden die Daten der ProCredit Bank Ukraine erfolgreich in unser Rechenzentrum in Frankfurt migriert. Dies war möglich, weil die Nationalbank der Ukraine den Banken die Erlaubnis erteilt hat, Daten außerhalb des ukrainischen Territoriums zu exportieren. Daher wurden mit dieser Migration die Risiken eines Datenverlusts gemindert.

Quipu steht jedoch einem zusätzlichen Risiko gegenüber, wenn das Rechenzentrum direkt von militärischen Operationen betroffen würde, da in der Ukraine keine Hardware- Versicherung mehr angeboten wird. Zur Minimierung dieses Risikos ist die vollständige Schließung des Rechenzentrums und die Außerbetriebnahme der Anlage für 2024 geplant. Durch die Abwesenheit potenzieller Käufer wurde dieser Prozess auf Ende 2023 verschoben, sodass dies als Ziel für 2024 weiterhin besteht, mit der Alternative, die Hardware zu spenden, falls kein passender Käufer gefunden wird.

Die Auswirkung auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos wird als hoch eingestuft.

3.2.6 Absatzrisiken

Die Erträge aus Implementierungsleistungen stiegen im Jahr 2023 mit 19,4 % auf TEUR 1.954 (2022: TEUR 1.574 ) und übertrafen den prognostizierten Betrag von TEUR 1.700, wobei mit 36,5 % eine weitere Steigerung prognostiziert ist und Ende 2024 ein Gesamtbetrag von TEUR 3.077EUR erreicht werden soll. Dieser Anstieg hängt hauptsächlich mit den vermehrten Bereitstellungsressourcen zusammen und der hohen Nachfrage der Kunden nach IT- Projekten.

Die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios bietet den Vorteil, dass die Leistungen von Quipu auf Kundenseite zukünftig wesentlich transparenter sind, da Implementierungsprojekte detailliert dokumentiert werden.

Die Auswirkungen auf die Finanzlage bei Eintritt dieses Risikos werden als hoch eingestuft. Kurz gesagt haben die Einführung des Preismodells im Jahr 2014 und die damit verbundenen vertraglichen Regelungen die Risiken für das Unternehmen weiter reduziert.

Ein besonderes Umsatzrisiko besteht in der möglichen Auswirkung des Krieges in der Ukraine, da die von unserer Niederlassung in Kyiv erzielten Umsätze mit Implementierungsdienstleistungen 11 % des für 2024 prognostizierten Gesamtbetrags ausmachen, was keine wesentliche Änderung zu 2023 darstellt. Unsere Mitarbeiter in Kyiv sind jedoch nach wie vor sehr gut erreichbar und voll einsatzfähig. Quipu hat ab dem Jahr 2023 Schritte unternommen, um die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Unterstützung von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen durch Kollegen aus anderen Büros zu gewährleisten.

Quipu hat bereits sein Engagement und seine Flexibilität im Umgang mit der COVID-19- Pandemie unter Beweis gestellt, indem es neue Arbeitsweisen entwickelt hat, um voll funktionsfähig und ohne Beeinträchtigung der Leistung zu bleiben, indem es schnell auf wichtige Projekte reagierte und Kernbankensysteme unterstützt hat, um auf neue Entwicklungen zu reagieren und die Qualität und Sicherheit des Betriebs aufrechtzuerhalten.

Trotz der globalen Situation bleibt Quipu voll funktionsfähig und plant, mit allen Mitarbeitern in einer hybriden Arbeitsumgebung zu bleiben, Bedürfnisse der Kunden weiterhin zu unterstützen, insbesondere in Bereichen, in denen das operative Umfeld neue Herausforderungen mit sich bringt.

Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird von der Geschäftsführung positiv eingeschätzt. Mit der Übernahme durch die ProCredit Holding wurde die Rolle der Quipu als strategischer IT-Partner der ProCredit Gruppe unterstrichen und gestärkt. Hierdurch besteht für Quipu auch für die nächsten Jahre ein hohes Maß an Planungssicherheit.

 

Frankfurt am Main, 20.06.2024

Quipu GmbH

Geschäftsführung

Daniela Enache

Andrei Georgescu

Petru Jucovschi

Diamant Ibrahimi

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die QUIPU GmbH, Frankfurt am Main

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der QUIPU GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QUIPU GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 27. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Grunwald, Wirtschaftsprüfer

Gruchott, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschlüsse über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung der Geschäftsführer der Quipu GmbH, Frankfurt am Main, sowie die Bestellung der Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2024 vom 20. August 2024

Am 20. August 2024 gegen 14:30 Uhr fand in den Räumen der ProCredit Holding AG, Rohmerplatz 33 - 37, 60486 Frankfurt am Main, eine Gesellschafterversammlung der Quipu GmbH statt.

Es waren

1.

die alleinige Gesellschafterin ProCredit Holding AG, vertreten durch zwei Vorstandsmitglieder, Herrn Christian Dagrosa und Herrn Christoph Beeck, und

2.

Geschäftsführer Andrei Georgescu

anwesend.

Den Vorsitz in der Versammlung übernahm im allseitigen Einverständnis Herr Christian Dagrosa.

Die Tagesordnung umfasste folgende Punkte:

1.

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

2.

Entlastung der Geschäftsführer

3.

Bestellung der Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2024

Mit der alleinigen Gesellschafterin ProCredit Holding AG war 100 v. H. des Stammkapitals vertreten und die Gesellschafterversammlung war damit beschlussfähig.

Die Einberufung der Gesellschafterversammlung erfolgte kurzfristig, mittels mündlicher Terminabsprache mit allen Beteiligten. Für diese Art der Einberufung gaben alle Beteiligten ihre Zustimmung.

Die Gesellschafterversammlung beschloss wie folgt:

Zu Punkt 1 der Tagesordnung:

Die Geschäftsführer haben den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegt. Dieser wurde von der in der Gesellschafterversammlung vom 28. Juli 2023 gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der geprüfte Jahresabschluss wird somit festgestellt.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung:

Den Geschäftsführern

a.

Herrn Andrei Georgescu,

b.

Herrn Petru Jucovschi,

c.

Frau Daniela Enache und

d.

Herrn Diamant Ibrahimi

wird für das Jahr 2023 jeweils Entlastung erteilt.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wird mit der gesetzlich vorgesehenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024 beauftragt.

Da keine weiteren Anträge vorlagen, wurde die Versammlung gegen 15:00 Uhr geschlossen.

 

Christian Dagrosa, Vorsitzender

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