Emil Müller GmbH Metallwerk
An der Autobahn 1, 51580 Reichshof, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Joachim Müller seit 24.3.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Müller seit 18.2.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Emil Müller GmbH MetallwerkReichshof-HespertJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Emil Müller GmbH Metallwerk, ReichshofGeschäft und Umfeld Geschäftstätigkeit und Organisation Die Firma Emil Müller GmbH Metallwerk in Reichshof-Hespert beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Rohren aus Kupfer, Messing, Neusilber, Kupfer-Nickel und vielen weiteren Kupferlegierungen. Aus mehr als 30 verschiedenen Kupferlegierungen werden auftragsbezogen Rund- und Profilrohre für den Einsatz in nahezu allen Industriemärkten weltweit produziert. Die nahtlosen Rohre für die unterschiedlichsten Anforderungen und Einsätze finden z.B. Anwendung in der Schweißindustrie, Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Maschinen und Anlagenbau, Automobilindustrie und Elektrotechnik. Individuelle Lösungen in Querschnitt und Ausführung, bei Fixlängen, Anarbeitung und Logistik sowie den produktbegleitenden Dienstleistungen sind dabei die Schwerpunkte, mit denen sich das Unternehmen von Großanbietern der Branche abgrenzen kann. Rahmenbedingungen 2023 entwickelte sich die Weltwirtschaft sektoral und regional sehr unterschiedlich. So wuchs der Dienstleistungssektor viel stärker als die Industrie. Zumal der Welthandel mit Gütern sogar deutlich sank. Gleichzeitig zeigte sich die US-Wirtschaft vergleichsweise dynamisch, wohingegen die Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union und in Großbritannien kaum zunahm und in Deutschland sogar leicht rückläufig war. Während China unter einer Immobilienkrise litt, blieb die Dynamik der indischen Wirtschaft hoch. Im zweiten Halbjahr 2023 verharrten die Zinsen auf hohem Niveau. Gleichzeitig sank die Inflation vielerorts schneller als angenommen. Viele Länder Europas haben ihre Energieversorgung aufgrund des Wegfalls von russischem Erdgas neu ausgerichtet. Dies brachte erhebliche Kosten mit sich, die insbesondere deren Unternehmen durch eine Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu spüren bekamen. Der Ausblick auf 2024 und 2025 ist weiterhin stark von geopolitischen Risiken, wie dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt, belastet. Eine weitere Eskalation dort droht neuerliche Energiekrisen und Fluchtwellen auszulösen. Die Europäische Union blieb 2023 die bedeutendste Absatzregion für in Deutschland hergestelltes Rohmetall und Halbzeug. 88 Prozent des Branchenumsatzes, rund 57 Milliarden Euro, wurden im europäischen Binnenmarkt (einschließlich Deutschlands) erzielt. Von den Exporten der deutschen NE-Metallindustrie wurden 74 Prozent in EU-Partnerländer geliefert. In der Europäischen Union verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum 2023 auf 0,6 Prozent. Für das laufende Jahr wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent gerechnet. 2025 dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent wachsen. Der Leitzins für das Hauptrefinanzierungsgeschäft verharrte seit 2016 auf dem seit Einführung des Euro historisch niedrigsten Zinsniveau von 0,00 Prozent, bis die EZB 2022 eine Zinswende einläutete. Danach wurde dieser Leitzins schrittweise bis auf 4,5 Prozent im September 2023 erhöht. Seit einer erneuten Zinswende im Juni 2024 bewegt sich der Leitzins wieder nach unten auf zuletzt 3,65 Prozent im September 2024. Der Euro gewann im Jahresverlauf 2023 gegenüber dem US-Dollar gut drei Prozent an Wert und lag zum Jahresende bei knapp 1,11 US-Dollar je Euro. Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie beschäftigte 2023 mehr als 107.000 Arbeitskräfte in etwa 630 Unternehmen. Das waren im Jahresdurchschnitt 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, obwohl die Produktion um zehn Prozent abnahm. Im Laufe des Jahres 2023 nahm die Kurzarbeit in der Branche deutlich zu. Im Dezember waren 26 Prozent der Unternehmen in Kurzarbeit und weitere 41 Prozent planten diese innerhalb von drei Monaten. Gleichzeitig beklagten Ende 2023 nur noch 13 Prozent der befragten Unternehmer aus der NE-Metallindustrie eine Beeinträchtigung ihrer Produktion durch Engpässe beim Personal - ein Jahr zuvor waren es noch 37 Prozent. Im internationalen Vergleich sehr hohe Preise für Strom und Erdgas haben in energieintensiven Teilbranchen wie der Metallerzeugung zu erheblichen Produktionsdrosselungen und zu -stilllegungen am Standort Deutschland geführt. Die deutsche Kupferindustrie als der Teil der NE-Metallindustrie, dem unser Unternehmen zuzurechnen ist, beschäftigte 2023 über 15.000 Mitarbeitende in etwa 60 Unternehmen und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 18 Milliarden Euro, davon acht Milliarden Euro im Ausland. Die Branche verzeichnete 2023 einen Produktionsrückgang um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Millionen Tonnen. Im ersten Halbjahr 2024 wurde die Produktion flächendeckend durch Auftragsmangel beeinträchtigt. Zudem klagten einzelne Firmen über Materialknappheit in Folge von Logistikproblemen, über zu hohe Stromnetzkosten, über Kaufzurückhaltung wegen exorbitant hoher Rohstoffbörsennotierungen, aber auch über lähmende Bürokratie. Kurzarbeit lag in 17 Prozent der Unternehmen vor und acht Prozent planten diese in den nächsten drei Monaten. Beurteilung der Abnehmerindustrien Die Firma Emil Müller ist ein Teil dieser Nichteisen-(NE-)Metallindustrie. Als innovative Grundstoffindustrie beliefert diese alle Schlüsselindustrien der Energie- und Mobilitätswende mit recyclebaren Vorprodukten und bildet somit die Basis resilienter Wertschöpfungsketten in einer Kreislaufgesellschaft. Insbesondere Kupfer und seine Legierungen sind für den Industriestandort Deutschland für eine erfolgreiche Transformation zur Klimaneutralität unverzichtbar. Unsere Branche steht am Anfang der Wertschöpfungskette und ist somit unmittelbar von der konjunkturellen Entwicklung ihrer Abnehmerindustrien abhängig. Die Lage der Abnehmerindustrien muss differenziert betrachtet werden: Die Automobilindustrie ist eine unserer wichtigsten Abnehmerbranchen. Der Anteil von Kupfererzeugnissen, die in der Automobilindustrie verwendet werden, liegt bei neun Prozent. Neben dem konventionell angetriebenen Pkw, der mit etwa 25 Kilogramm Kupfer auskommt, weisen reine Elektroautomobile einen Kupferbedarf von etwa 70 Kilogramm aus. Während die Inlandsproduktion von Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen sich 2023 weiter seitwärts bewegt auf 310.000 Einheiten, wurde gleichzeitig die Produktion von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen hochgefahren auf 960.000 Einheiten. Damit lag der Anteil von Elektro-Pkw im weiteren Sinne (Batterie-, Plug-in-Hybrid- und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge) an der gesamten Produktion in Deutschland bei 31 Prozent. Auf der anderen Seite brach die Nachfrage von Elektrofahrzeugen insgesamt um 16 Prozent auf 700.000 Fahrzeuge ein. Maßgeblich hierfür war eine Beendigung der Förderung von Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen zu Beginn letzten Jahres. Damit sank der Elektroanteil an den Pkw-Gesamtneuzulassungen in Deutschland auf 25 Prozent. Für 2024 erwartet der Verband der Automobilindustrie eine PKW-Inlandsproduktion auf Vorjahresniveau. Kupfer und Kupferlegierungen sind seit vielen Jahrhunderten bewährte Werkstoffe im Bauwesen. Der bedeutendste Verwendungsbereich ist die Sanitär- und Installationstechnik: Kupferinstallationsrohre, Messingarmaturen und -zubehörteile spielen eine gewichtige Rolle. Gestalterische Elemente aus Messing werden auch aus hygienischen Gründen immer beliebter, z. B. Türgriffe, Handläufe, Beschläge. Hierbei kann man die antibakterielle Wirkung von Kupferoberflächen nutzbringend einsetzen. In 2023, dem dritten Jahr der baukonjunkturellen Schwäche in Folge, verzeichnete das deutsche Bauhauptgewerbe einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 5,2 Prozent. Das Jahr wurde bestimmt von einer drastischen Schwäche im Wohnungsneubau mit einem realen Umsatzeinbruch von 11,5 Prozent im Vorjahresvergleich. 2021 setzte die Bundesregierung sich das Ziel, jährlich 400.000 neue Wohnungen fertig zu stellen. Dieses wurde 2023 mit 294.000 Wohnungen wie auch schon 2022 deutlich verfehlt. Maßgeblich hierfür waren unter anderem ein hoher Zinssatz für Hypothekarkredite von über vier Prozent Ende 2023, weiter sich verschärfende Bauvorschriften, hohe Baukosten sowie die wachsende Regulierung des Mietwohnungsmarktes. Auch eine Verschärfung der energetischen Standards zum 1. Januar 2023 bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung trieben die ohnehin hohen Neubaukosten zunächst weiter in die Höhe. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das Jahr 2024 ein weiteres preisbereinigtes Umsatzminus von insgesamt vier Prozent gegenüber dem Vorjahr Mehr als 50 Prozent aller Produkte aus Kupfer und Kupferlegierungen gehen in die Elektro- und Digitalindustrie, einschließlich der Kabelindustrie sowie der Informationstechnologie und Telekommunikation. In den letzten Jahren kamen neue Anwendungen durch die Digitalisierung als Wachstumstreiber hinzu. Die fortschreitende Elektrifizierung der Fahrzeuge bis hin zum batterieelektrischen Antrieb sowie der Aufbau der hierfür notwendigen Ladeinfrastruktur sind weitere Faktoren, die zukünftig eine Zunahme an Kupferprodukten erwarten lassen. 2023 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie eine preisbereinigte Produktion auf dem Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent). Der Auftragseingang ging im vergangenen Jahr insgesamt um 1,7 Prozent zurück. Aufträge aus dem Inland zeigten sich mit einem Plus von 3,3 Prozent vergleichsweise dynamisch. Zum Jahresende 2023 sank die Kapazitätsauslastung spürbar auf 81,8 Prozent. Die Produktion wurde zunehmend durch Auftragsmangel (46 Prozent der Befragten aus der Branche) beeinträchtigt. Für 2024 rechnet der ZVEI mit einem Rückgang der preisbereinigten Produktion von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rohre aus Kupfer und Kupferlegierungen spielen für die Herstellung von Wärme- und Kühlanlagen eine wichtige Rolle. Bei der Herstellung von Armaturen werden erhebliche Mengen von Kupferlegierungen, z. B. Messing, benötigt. Kraftwerke, der Apparatebau in der chemischen Industrie sowie Meerwasserentsalzungsanlagen sind ohne die speziellen Eigenschaften von Erzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen nicht denkbar. Korrosionsbeständige Kupfer-Nickel-Legierungen spielen im Schiffsbau eine ebenso bedeutsame Rolle wie in zukunftsorientierten Hightech-Industriezweigen. 2023 wurden weltweit Maschinen und Anlagen für geschätzt 3,3 Billionen Euro hergestellt, so der VDMA, 1,5 Prozent weniger als 2022. Auf das größte Herstellerland China allein entfielen davon 1,1 Billionen Euro Umsatz. Nach den zweitplatzierten Vereinigten Staaten folgte Deutschland mit etwa 383 Milliarden Euro auf Platz drei. Im Inland sank die preisbereinigte Produktion des Maschinen- und Anlagenbaus 2023 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der preisbereinigte Auftragseingang zeigte im Vorjahresvergleich bereits ein Minus von zwölf Prozent. Weniger Bestellungen gingen beispielsweise für Armaturen und Gießereimaschinen (jeweils minus zehn Prozent) sowie Baumaschinen / Baustoffanlagen (minus 24 Prozent) ein. Ende des vorigen Jahres ging die Kapazitätsauslastung der Maschinen- und Anlagenbauer auf 85,9 Prozent zurück. Sorgen bereiteten den Herstellern in zunehmendem Maße fehlende Aufträge (34 Prozent der Befragten aus der Branche). Bis zuletzt (Juli 2024) hat sich der Auftragsmangel weiter zugespitzt auf 47 Prozent. Für 2024 und 2025 rechnet der VDMA mit preisbereinigten Produktionsrückgängen um acht Prozent beziehungsweise zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Klimawandel stellt weiterhin ein bedeutendes Thema in Politik und Wirtschaft dar, das 2-Grad-Ziel führt zu neuen Denk- und Strategieansätzen im Klimaschutz. Das 21. Jahrhundert steht im Zeichen effizienter Ressourcenverwendung. Die NE-Metallindustrie trägt insbesondere durch das Recycling und das Heben von Recyclingpotenzialen wesentlich zur Ressourceneffizienz und Rohstoffsicherheit bei. Für das Erreichen der Klimaziele ist ein verstärkter Einsatz von NE-Metallen unverzichtbar. Die Werkstoffeigenschaften von Aluminium und Kupfer ermöglichen CO 2 -freie E-Mobilität. Auch hier zeigt sich wieder, dass NE-Metalle modernes Leben ermöglichen, denn ohne unsere Werkstoffe fährt kein E-Mobil, klingelt kein Handy, fliegt kein Flugzeug, wirkt keine Solarzelle und dreht sich kein Windrad. Situation an den Rohstoffmärkten NE-Rohmetalle werden weltweit an Warenterminbörsen gehandelt. Nach vier Jahren in Folge mit rückläufigem mengenmäßigem Umsatz der Industriemetalle an der London Metal Exchange (LME) erhöhte sich das Handelsvolumen 2023 erstmals wieder. Damit verbesserte sich die Liquidität insgesamt. Insgesamt wurde jede produzierte Tonne Kupfer mindestens 34 mal an der Börse umgesetzt. Das hohe Volumen der Finanzgeschäfte im Vergleich zum physischen Handel ist für alle Marktteilnehmer von Vorteil. Denn nur ein liquider Markt bietet Produzenten, Verarbeitern und Händlern von Metall die Möglichkeit, das Metallpreisrisiko über Handelsinstrumente an der Metallbörse abzusichern (Hedging). 2023 tendierten die Metallnotierungen an der Londoner Metallbörse im Jahresdurchschnitt insgesamt deutlich nach unten. Nach historischen Höchstständen auf Euro-Basis im März 2022 - zugespitzt durch Unsicherheiten bezüglich der Rohstoffversorgung, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine - bremsten Energiekrise, Inflation und steigende Zinsen die Konjunktur daraufhin in vielen Regionen, vor allem in Europa, aus. Damit einhergehend verloren die Metallnotierungen zunächst bis Frühjahr 2024 einen Großteil ihres zweijährigen Zuwachses bevor sie dann nach einer erneuten Rallye im Sommer die Höchststände von 2022 sogar noch übertrafen. Bis zum aktuellen Tag hat sich das Klima wieder etwas beruhig und der Kupferpreis ist auf ähnlichem Niveau wie vor 6 Monaten. Wirtschaftliche Lage Gesamtaussage der Geschäftsführung Vor dem geschilderten Hintergrund ist die Absatzsituation und Ertragslage der Emil Müller GmbH Metallwerk im Geschäftsjahr 2023 als noch zufriedenstellend und wahrscheinlich sogar etwas besser als der Branchenschnitt zu bezeichnen. Der Gesamtumsatz konnte im Vergleich zu 2022 trotz gesunkener Metallpreise nahezu exakt gehalten werden. Der wertmäßige Umsatz (ohne Metall) stieg dabei um 5%. Damit ist die prognostizierte leichte Steigerung im Metallwert-bereinigten Umsatz eingetreten. Allerdings zeichnete sich die Eintrübung der Auftragslage bereits durch einen Rückgang der Tonnage um 6% ab. Der Materialaufwand zeigt eine zur Gesamtleistung (Umsatz und Bestandsveränderung) proportionale Entwicklung und ist insgesamt bei leicht gestiegenen Einkaufspreisen und leicht gesunkener Einkaufsmenge geringfügig gestiegen. Sowohl die proportionale Entwicklung zum Umsatz als auch die leichte Steigerung des Materialaufwands entspricht der Prognose des Vorjahres. Der Personalaufwand hat sich aufgrund zeitweiliger Unterbesetzungen sogar im Vergleich zum Vorjahr um 3,7% reduziert. Dieser Effekt ist allerdings als einmalig anzusehen, da die offenen Stellen mittlerweile besetzt wurden. Diese Gesamtentwicklung hat sich erwartungsgemäß in einem Jahresergebnis in Höhe von 509 T€ niedergeschlagen, das wie prognostiziert leicht unter dem Vorjahr liegt. Die Ertragslage der Gesellschaft wird als gut bezeichnet. Ertragslage
Finanzlage Trotz der Erhöhung des Vorratsbestands, wodurch die Liquidität um 325 T€ belastet wurde, konnte ein positiver Cashflow aus der laufenden Tätigkeit in Höhe von 156 T€ erzielt werden. Während der Cashflow aus der Investitionstätigkeit aufgrund von Zinserträgen auf 51 T€ gestiegen ist, beträgt der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -157 T€. Dieser Saldo resultiert aus planmäßiger Darlehenstilgung und gezahlten Zinsen. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr erwartungsgemäß jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Sofern mit den Zahlungsbedingungen des jeweiligen Lieferanten vereinbar, sind wir grundsätzlich Skontozahler. Neues Fremdkapital war nicht notwendig. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Die Finanzlage wird als zufriedenstellend angesehen. Auch im Geschäftsjahr 2024 wird sich hier keine wesentliche Veränderung ergeben.
Vermögenslage Die Erhöhung der Bilanzsumme um 401 T€ entfällt auf der Aktivseite hauptsächlich auf die Vorräte (+325 T€), die mit 81,9 % wie im Vorjahr (82,0 %) weiterhin den mit Abstand größten Posten darstellen. Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresüberschusses um 509 T€ gestiegen. Unter Einrechnung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in das (erweiterte) Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote damit 56,6 %. Das ist trotz der gestiegenen Bilanzsumme eine Erhöhung von 1,6 Prozentpunkten. Die Steigerung der Rückstellungen um insgesamt 190 T€ entfällt im Wesentlichen auf Ertragsteuern. Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage zum Bilanzstichtag als gut. Der Investitionsbereich liegt im Wesentlichen in der Besitzgesellschaft Emil Müller GmbH & Co. KG bzw. der MTH GbR und ist demnach nicht Gegenstand dieses Lageberichts.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Die Personalstruktur im Berichtsjahr 2023 entsprach im Wesentlichen der Struktur des Vorjahres, allerdings kam es zu mehreren alters- und gesundheitsbedingten Wechseln, insbesondere auf Ebene der Meister und Teamleiter. Die zeitweise unbesetzten Stellen sind mittlerweile wieder besetzt. Der Personalwechsel wurde auch genutzt, um Umstrukturierungen in den Verantwortungsbereichen durchzuführen. In 2024 wird dieser Personalstand im Wesentlichen gehalten. Eine Mitarbeiterin hat im Berichtsjahr erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Auch im Sommer 2024 beendete ein Mitarbeiter erfolgreich seine Ausbildung in unserem Unternehmen. Ein Auszubildender hat im Herbst 2023 und zwei weitere Auszubildende im Sommer 2024 ihre Ausbildung begonnen. Wir sehen die Gewinnung und Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal als eine zentrale Aufgabe unserer Personalarbeit und verstärken z.B. durch die Teilnahme an Ausbildungsmessen unsere Recruiting-Aktivitäten. Kapazitätsspitzen sollen weiterhin mit Leiharbeitern ausgeglichen werden. Zur Vorbeugung von Knowhow-Verlusten betreiben wir intensiven Wissenstransfer durch interne Schulungen und Job-Rotation. Geschäftsführung In der Geschäftsführung hat es keine Veränderungen gegeben. Hans-Joachim Müller und Thomas Müller vertreten die Gesellschaft weiterhin als Geschäftsführer. Qualitätsmanagement Im Oktober 2023 wurde unser Unternehmen durch die Zertifizierungsstelle der TÜV SÜD Management Service GmbH dem Re-Zertifizierungsaudit gemäß EN ISO 9001 (Management) sowie ISO 14001 (Umwelt) unterzogen. Die Prüfungen wurden erfolgreich bestanden und die Zertifikate um drei Jahre bis November 2026 verlängert. Die erste jährliche Betreuungsüberprüfung während der Zertifikatslaufzeit findet aktuell (November 2024) statt. Die Prüfungsgesellschaft TÜV-Rheinland bestätigte ebenfalls die W0-Zulassung und unsere Zulassung gemäß Druckgeräterichtlinie. Unsere Rohre für die Herstellung von Kondensatoren und Wärmetauschern sind unverändert zugelassen von der Prüfungsgesellschaft Bureau Veritas Marine. Risiken und Chancen Risiken Bei allen unternehmerischen Entscheidungen wägen wir Chancen und Risiken sorgfältig ab. Risiken auf dem Absatzmarkt Risiken auf dem Absatzmarkt hinsichtlich Wechselkursschwankungen oder wirtschaftlicher Probleme unserer strategischen Kunden sehen wir derzeit ausschließlich im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Es gibt keinen Anlass, bei unseren Kunden im Vergleich zu anderen Industriebranchen erhöhte oder verminderte Konjunkturaussichten zu vermuten. Die Gesamtaussichten sind aktuell allerdings massiv eingetrübt. Die Konjunkturprognosen, insbesondere für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland, sehen aktuell nicht besonders gut aus. Auch wir müssen seit dem zweiten Halbjahr 2023 einen deutlichen Einbruch der Auftragseingänge attestieren. Wir gehen davon aus, dass bis in das erste Halbjahr 2023 hinein etliche Abnehmer aus Sorge vor Materialmangel deutlich über Bedarf bestellt haben. Daher trifft seit Mitte 2023 die flaue Konjunktur auf volle Kundenläger. Bis weit ins laufende Jahr hinein verhinderte die fehlende Nachfrage eine spürbare Erholung unserer Produktion. Trotzdem hat die aktuelle Konjunkturschwäche in unserem Kundenkreis bisher kaum zu Ausfällen oder Insolvenzen geführt. Wir sehen unsere Kundschaft deshalb auch für neue, eventuell vor uns liegende Rezessionen recht stabil aufgestellt. Auch auf die angespannte Situation seit Beginn des Ukraine-Krieges reagiert unser Kundenkreis weiterhin einigermaßen gefestigt. Die seit Juni 2007 bestehende Warenkreditversicherung bei der Versicherungsgesellschaft Atradius erweist sich gleichfalls als positiv, wenn auch die strengen Limit-Überprüfungen mit Akzeptanzproblemen in unserer Kundschaft einhergehen. Grundsätzlich verfehlten diese Überprüfungen ihre Wirkung jedoch nicht. Weiterhin werden die meisten Geschäfte nur mit Versicherungsdeckung getätigt. Sollte die Deckung nicht vorliegen, bestehen wir auf Vorkasse, dies ist leider immer häufiger notwendig. Hier haben wir es mit teilweise sehr soliden Kunden zu tun, die allein aufgrund ihrer Länder- oder Branchenzugehörigkeit Limit-Probleme bekommen. Die länderbezogene Umsatzanalyse zeigt im Berichtsjahr keine Besonderheiten, auch im bisherigen Verlauf von 2024 beziehen sich die geschilderten Entwicklungen gleichermaßen auf alle wesentlichen Absatzländer. Risiken auf dem Beschaffungsmarkt Die in den Vorjahren begonnene und im Berichtsjahr konsequent fortgeführte Beschaffungsstrategie, keine Abhängigkeiten von einzelnen Vormateriallieferanten zuzulassen, sondern die Beschaffung auf eine breite Basis zu stellen, wurde weiter gefestigt. Seit Beginn des Berichtsjahrs 2023 ist die Lage auf dem Beschaffungsmarkt von deutlich gesunkenen Lieferzeiten der Hauptlieferanten geprägt. Unsere eher konservative und vorausschauende Vormaterialplanung hatte zuvor dafür gesorgt, dass unsere grundsätzliche Lieferfähigkeit zu keiner Zeit durch Vormaterialengpässe gefährdet war. Wir nehmen deshalb auch jetzt, wo die Lieferzeiten kurzfristig gesunken sind, keinen Strategiewechsel vor. Die vielseitig guten Lieferantenkontakte garantieren auch für die Zukunft die Unabhängigkeit unseres Beschaffungsprozesses. Wir sehen zurzeit noch keine besonderen wirtschaftlichen Probleme unserer Hauptlieferanten. Dennoch spricht zum jetzigen Zeitpunkt kein Lieferwerk von ausgeschöpften Kapazitäten, einige Lieferanten melden Kurzarbeit, sodass weiterhin von recht kurzen Lieferzeiten ausgegangen werden kann. Wettbewerbsrisiken Wir sehen derzeit keine außergewöhnlichen Wettbewerbsrisiken. Fusionen zwischen Wettbewerbern sind nicht abzusehen. Überlegene Produkte, die unsere Marktstellung oder Absatzchancen dramatisch verändern würden, sind uns nicht bekannt. Dennoch muss realitätsnah festgestellt werden, dass Anwendungen für Rohre aus Kupfer- und Kupferlegierungen weiterhin einem Substitutionsdruck unterliegen, welcher u.a. durch den hohen Kupfer-Rohstoffpreis gestützt wird. Zum einen kommt dies in einem andauernden Trend zur Miniaturisierung zum Ausdruck (gleiche technische Lösung mit deutlich dünneren Rohren = weniger Kupfer = günstiger). Zum anderen haben sich in bestimmten Produktbereichen auch technisch minderwertigere Lösungen aus z.B. Kunststoff oder C-Stahl etablieren können, die erheblich geringere Rohstoffkosten beinhalten. Rechtliche Risiken Wir sind zum Berichtszeitpunkt keinen Rechtsstreitigkeiten jedweder Art ausgesetzt. Gesamtaussage zur Risikosituation Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Das Gesamtrisikopotential wird als niedrig eingestuft. Eine quantitative Bewertung dieser allgemeinen unternehmerischen Risiken erscheint vor diesem Hintergrund entbehrlich. Chancen Wesentliche Chancen sehen wir in der weiteren Entwicklung und Behauptung unserer Marktposition. Zudem verbessern wir unsere Kostenstrukturen und Abläufe im Unternehmen permanent. Ausblick und Prognose Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Der allgemeinen Konjunkturentwicklung und dem Branchentrend im speziellen Segment Rohre aus Kupfer und Kupferlegierungen folgend, werden wir im Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Rückgang in Tonnage, Gesamtumsatz und Metallwert-bereinigtem Umsatz verbuchen müssen. Spätestens seit der zweiten Hälfte des Jahres 2023 bewegen wir uns im Branchentrend, der bisher keine erholsame Prognose für Q1 2025 erkennen lässt. Wir hoffen auf eine Erholung der Auftragslage im zweiten oder dritten Quartal 2025. Beim Wareneingang wird sich in 2024 ein Rückgang der Tonnage ergeben. Preissteigerungen im Vormaterial werden sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren nicht mehr so deutlich zeigen, so dass insgesamt eine proportionale Entwicklung zum Umsatz eintreten wird. Der Personalaufwand wird sich wegen deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen allerdings erhöhen. Insgesamt werden sich die Aufwendungen trotz Sparmaßnahmen nicht im gleichen Maße reduzieren lassen, wie der Umsatz in 2024 zurückgehen wird. Der Jahresüberschuss wird somit deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr. Wir rechnen nur noch mit einem leicht positiven Jahresergebnis. Grundsätzlich sehen wir für die Kunden und Absatzmärkte der Firma Emil Müller GmbH Metallwerk im Jahr 2024 und darüber hinaus die größten Herausforderungen in den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratiehemmnisse sowie deutsche, europäische und weltpolitische Konstellationen werden bestimmend für die nächsten Jahre sein. Die derzeitigen Prognoseindikatoren sind deshalb kurzfristig weiterhin eher schwach als optimistisch. Nach unserer Einschätzung durch intensive Analyse der Kundengespräche, der aktuellen wissenschaftlich-technischen Veröffentlichungen und den offiziellen Marktdaten zu den Abnehmerbranchen sind keine technologischen Umwälzungen zu erwarten, die die derzeitige Verwendung unserer Produkte weder im positiven noch im negativen deutlich verändern würden. D.h. die Entwicklung der Ertragslage wird sich also maßgeblich an der grundsätzlichen konjunkturellen Entwicklung auf den Absatzmärkten unserer Kunden orientieren.
Reichshof, den 13. Dezember 2024 Emil Müller GmbH Metallwerk Geschäftsführung gez. Thomas Müller gez. Hans-Joachim Müller HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Emil Müller GmbH Metallwerk, Reichshof-HespertFür die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anpruch genommen. I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Emil Müller GmbH Metallwerk für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft". Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Siegburg unter der Registernummer HRB 7532 geführt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar: Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von 250,00 € bis 1.000,00 € werden als Sammelposten aktiviert und analog gem. § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben. Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 waren bei den Vorräten zum Bilanzstichtag auf Grund gesunkener Marktpreise Abschreibungen in Höhe von 70.694,90 € gem. § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird die Lifo-Methode als Verbrauchsfolgeverfahren angewendet, die zu einem Unterschiedsbetrag von 3.434.779 € gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB führt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Einzelwertberichtigungen wegen spezieller Kreditrisiken wurden im Berichtsjahr nicht gebildet. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit Hilfe eines anerkannten versicherungsmathematischen Verfahrens (Teilwertverfahren) bewertet. Die Bewertung und Berücksichtigung von Rückdeckungsversicherungen erfolgt unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 und unter Anwendung des DAV/IVS Ergebnisberichtes des Fachausschusses Altersversorgung vom 26.4.2022. Eine vollständig versicherungsgebundene Altersversorgungszusage wird bilanziell wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt (Aktivprimat). Für die nicht-versicherungsgebundenen rückgedeckten Altersversorgungszusagen erfolgt eine inkongruente Bewertung. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 545.416,00 € und verpfändeten Wertpapieranleihen, Rentenpapieren und Ansparkonten von insgesamt 590.150,98 €, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Pensionsrückstellungen betragen 587.128,00 €. Der Ausweis der Pensionsrückstellung in Höhe von 52.990,17 € resultiert aus Pensionsverpflichtungen von 587.128,00 €, die mit verpfändeten Rückdeckungsversicherungen, Wertpapieranleihen, Rentenpapieren und Ansparkonten von insgesamt 534.137,83 €, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), verrechnet wurden. Der Rechnungszins ergibt sich, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden und hieraus der Durchschnitt der letzten zehn Geschäftsjahre ermittelt wird. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck zugrunde gelegt. Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) berücksichtigt. Die Auswirkungen der Veränderung des Diskontierungszinssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 5.885,00 €. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögensgegenständen wurden folgende Werte ermittelt:
Im Zeitwert der verpfändeten Vermögensgegenstände ist ein Betrag aus Rückdeckungsversicherungsansprüchen in Höhe von 224.752,00 € enthalten, der das so genannte geschäftsplanmäßige Deckungskapital eines Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung) betrifft. Im Übrigen sind hierin enthalten die als Deckungsvermögen verpfändeten Wertpapier- und Rentenanleihen in Höhe von 877.701,97 € (Kurswert zum Bilanzstichtag) sowie der Zeitwert der verpfändeten Ansparkonten und anteiligen Zinsansprüche aus Wertpapier- und Rentenanleihen im Nennwert von 20.013,40 € bzw. 1.821,44 €. Ein die Anschaffungskosten übersteigende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände besteht nicht, weshalb keine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB vorliegt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Tantieme, Urlaub und Gewährleistungen.
Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1.150.000,00 € sind durch eine Sicherungsübereignung des Warenlagers und Inventars besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten. Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus dem Pachtvertrag für die Produktionshalle und das Verwaltungsgebäude, und damit gegenüber den verbundenen Unternehmen Emil Müller GmbH & Co. KG und der MTH GbR in Höhe von insgesamt 485.631,70 € pro Jahr. Zusätzlich bestehen geschäftsübliche Miet- und Leasingverträge von ca. 29,7 T€. IV. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 betrug 65 (Vorjahr: 64). Davon entfallen auf Arbeiter 52, Angestellte 11 und geringfügig Beschäftigte 2. 2. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Ende des Geschäftsjahres nicht ereignet. 3. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023: - Herr Thomas Müller (Verkauf, Materialeinkauf, Finanzen) - Herr Hans-Joachim Müller (technischer Einkauf, Produktion, IT) Sie sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Reichshof-Hespert, den 13. Dezember 2024 gez. Thomas Müller gez. Hans-Joachim Müller ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Emil Müller GmbH Metallwerk, Reichshof-Hespert
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Emil Müller GmbH Metallwerk, Reichshof-Hespert: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Emil Müller GmbH Metallwerk, Reichshof-Hespert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Emil Müller GmbH Metallwerk für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 13. Dezember 2024 dhpg
Audit GmbH
Lange, Wirtschaftsprüfer Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer |
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