Saalfelder Hebezeugbau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Grünhage seit 6.5.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Franz Antonius Auf der Landwehr seit 27.12.2024 | Prokura |
Thomas Scheffer seit 16.3.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thomas SchefferThomas Scheffer Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SHB Hebezeugbau GmbHSaalfeld/SaaleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SHB HEBEZEUGBAU GMBH, SAALFELDAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023SHB Hebezeugbau GmbH, SaalfeldI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages erstellt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gem. § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten ist mit der des Vorjahres identisch. Die Firma der Gesellschaft lautet SHB Hebezeugbau GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 514419 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Saalfeld/Saale. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 II Nr. 1 HGB) Die im Rahmen der Übernahme eines Geschäftsbetriebes im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Vermögensgegenstände wurden mittels einer Kaufpreisallokation aufgeteilt. Das übernommene Anlagevermögen wurde über einen Zeitraum von 3 Jahren linear abgeschrieben. Die weiteren erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das übrige erworbene Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen wurden linear vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen wurden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Handels- und Steuerbilanz enthalten identische Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll im Aufwand verbucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Zusammensetzung und Entwicklung der Sachanlagen (Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB) wird in den Anlagen dargestellt. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich beispielsweise aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Grundlage der Material- und Fertigungseinzelkosten, der notwendigen Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten sowie der notwendigen Verwaltungsgemeinkosten. Die Fremdleistungen und die Sondereinzelkosten wurden ebenfalls berücksichtigt. Es gilt das Prinzip der verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennbetrag angesetzt und offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Wertberichtigungen wurden aktivisch abgesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert aktiviert. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus der Gewerbesteuer aus Vorjahren. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden - unter Beachtung des Imparitätsprinzips - mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Alleingesellschafterin Thomas Scheffer Holding GmbH, Sassenberg, einbezogen werden. 2. Angaben zur Mitzugehörigkeitsvermerken (§ 265 II HGB und § 42 III GmbHG) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren vollständig aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 112 T€ aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie entfallen in Höhe von 21 T€ auf die Gesellschafterin. In Höhe von 3.270 T€ besteht eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin. 3. Erläuterung der "sonstigen Rückstellungen" (§ 285 Nr. 12 HGB) Die "sonstigen Rückstellungen" enthalten folgende Posten:
4. Angaben zur Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten (§ 285 Nr.1 und Nr.2 HGB)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen einer Vereinbarung über eine Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über eine Sicherungsübereignung des Anlagevermögens und des Warenlagers sowie über eine vollstreckbare Buchgrundschuld und einen Miet- und Pachtzinsanspruch der Vermieterin SHB Immobilien GmbH & Co. KG besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert. 5. Angaben zur Forderungen, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen (§ 268 Abs. 4 HGB) Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen in Höhe von 16 T€ Ansprüche der Gesellschaft auf die Erstattung von Ertragsteuern. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 70 T€ sowie Erträge aus der Minderung von Wertberichtigungen in Höhe von 27 T€ enthalten. IV. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten 1. Angabe zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von 306 T€ und langfristigen Leasingverträgen in Höhe von 116 T€. Davon sind 221 T€ bzw. 66 T€ innerhalb eines Jahres fällig. 2. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Zur Erlangung eines höheren Avalrahmens bei einer Versicherung wurde ein Termingeldkonto bei einer Bank in Höhe von 450 T€ verpfändet. 3. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren insgesamt 114 Mitarbeiter und 9 Auszubildende beschäftigt. 4. Angabe des Anlagenspiegels (§ 284 III HGB) Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens wird seperat in den Anlagen in Form eines Anlagenspiegels dargestellt. 5. Angaben zu den Haftungsverhältnissen (§ 251 HGB) Die Gesellschaft hat sich als Gesamtschuldner mit der SHB Immobilien GmbH & Co. KG als Vermieterin verpflichtet, einen Investitionszuschuss den die Vermieterin erhalten hat mit maximaler Höhe von 350 T€ zurückzuzahlen, sofern der beabsichtigte Zuwendungszweck, der Neubau einer Produktionshalle, oder Vorgaben hinsichtlich der Arbeitsplatzerhaltung nicht eingehalten werden. Die Auszahlung des Zuwendungsbetrags an die SHB Immobilien GmbH & Co. KG erfolgte im Jahr 2021. Mit einer Inanspruchnahme ist aktuell nicht zu rechnen, da die Bedingungen an die Zuwendung voraussichtlich erfüllt werden können. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 6. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a, 9b HGB) Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. 7. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
8. Angaben zur Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB) Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Thomas Scheffer Holding GmbH, Sassenberg einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. 9. Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 103 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Saalfeld, den 5. Juni 2024 SHB Hebezeugbau GmbH gez. Thomas Scheffer gez. Jörg Koglin
LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2023SHB Hebezeugbau GmbH, SaalfeldI. Grundlagen des Unternehmens Die SHB Hebezeugbau GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Thomas Scheffer Holding GmbH und somit Teil der Scheffer Unternehmensgruppe, die im Wesentlichen in den Geschäftsfeldern Kransysteme und Komponenten für die Bahn- und Fördertechnik tätig ist. Die Produktbereiche der SHB Hebezeugbau GmbH sind der Kranbau schwerpunktmäßig für die Stahlindustrie, die Aluminiumindustrie und Gießereibetriebe sowie der Kranservice. Ergänzt werden diese Produktbereiche durch das Komponentengeschäft für die Kran- und Fördertechnik und die Bahnindustrie. Der Leistungsumfang erstreckt sich von der Planung und Konstruktion über die Herstellung, Montage und Inbetriebnahme inklusive der Anwendungsschulungen für die Kunden sowie einem umfassenden After-Sales-Service. II. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenerwartungen Die deutsche Wirtschaft ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Laut des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 um 0,3 % gesunken. Gesamtwirtschaftlich erwartet das IFO-Institut für 2024, dass das preisbereinigte BIP nur um 0,2 % steigen und im kommenden Jahr (2025) in etwa um 1,5 % zulegen wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Branche der Maschinen- und Anlagenbauer einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die exportorientierte Branche bekam 2023 die schwächelnde Weltkonjunktur zu spüren, Kunden hielten sich mit Aufträgen zurück. Der Auftragseingang sank bereinigt um Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr um 12 %. So erwartet der Branchenverband deutscher Maschinen- und Anlagenbauer VDMA in seiner letzten Prognose für das Geschäftsjahr 2024 einen Produktionsrückgang von 4 %. III. Geschäftsverlauf des Unternehmens Das Geschäftsjahr der SHB Hebezeugbau GmbH verlief positiv. Die Gesamtleistung konnte gesteigert werden. Dieses wirkte sich positiv auf das Rohergebnis aus, welches im Vergleich zum Vorjahr um 27 % gesteigert werden konnte. Dies trifft sowohl auf den Geschäftsbereich Komponenten, als auch auf den Bereich Kranbau zu. Verschiebungen von Fertigstellungen von Aufträgen im Kranbereich haben sich insofern bemerkbar gemacht, dass der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um 80 % gestiegen ist. Das führte aber zu einer deutlich höheren Vorfinanzierung und entsprechend höherem Zinsaufwand. Die SHB Hebezeugbau GmbH konnte das Jahr 2023, bereinigt um Zinsen, besser als geplant abschließen. Der Jahresüberschuss des Unternehmens beträgt 103 T€ und vor Zinsen 628 T€ (Vorjahr: -654 T€). Danken möchten wir an dieser Stelle unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Flexibilität in diesem Jahr. IV. Lage a) Ertragslage des Unternehmens Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um 28 % gestiegen. Gleichzeitig stieg auch der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr um 27 % auf 9.005 T€. Die Umsatzerlöse entfallen zu 57 % auf inländische Aufträge, zu 35 % auf europäische Projekte und zu 8 % auf Drittlandsgeschäfte. Ein Auftrag musste in Höhe von 88 T€ bestandsmindernd abgewertet werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2.240 T€ auf 2.679 T€ gestiegen und beinhalten Betriebsaufwand, Vertriebsaufwand, Verwaltungsaufwand und sonstigen übrigen Aufwand. Die Erhöhung resultiert zum größten Teil aus Verkaufsprovisionen, Leasingaufwand und Instandhaltungsaufwand. Durch den Anstieg der Vorräte, der korrespondierenden Darlehensaufnahmen und den gestiegenen Zinssätzen ist der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr von 268 T€ auf 525 T€ gestiegen. b) Finanzlage des Unternehmens Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin zufriedenstellend und im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt - 1.707 T€. Die liquiden Mittel betrugen am Abschlussstichtag 452 T€. Bestehende Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3.900 T€ wurden zum Abschlussstichtag in Höhe von 3.139 T€ (VJ: 3.013 T€) in Anspruch genommen. In das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 295 T€ investiert. Diese Investitionen betreffen viele kleinere Wirtschaftsgüter mit Einzelwerten von 1 - 25 T€. Seitens der Gesellschafterin wurde zur weiteren Finanzierung das Darlehen um rd. € 1,8 Mio. erhöht. Zudem wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 120 T€ von der Gesellschaft aufgenommen. c) Vermögenslage des Unternehmens Die Vermögenslage des Unternehmens kann als solide angesehen werden. Das Gesamtvermögen beträgt 10.229 T€ und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.082 T€ erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Vorräte (2.580 T€) und der gegenläufigen Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (507 T€). Der Anstieg der Verbindlichkeiten von 1.921 T€ ist im Wesentlichen durch die Darlehensaufnahmen begründet. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt 8.239 T€ (VJ: 5.985 T€) und ist ausreichend durch das Umlaufvermögen gedeckt. Die Reduzierung des langfristigen Fremdkapitals in Höhe von 332 T€ resultiert aus der Tilgung von Darlehen. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Primäre Ziele der Gesellschaft sind die Bestätigung der Marktposition und ein nachhaltiges Wachstum. Aus diesem Grund erfolgt die Steuerung des Unternehmens im Wesentlichen auf Basis der folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:
Für die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Verhältnisse werden diese Kennzahlen regelmäßig ermittelt und analysiert. e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die Geschäftsführung blickt auf ein im Vergleich zu den Vorjahren positives Geschäftsjahr zurück. Das EBIT hat sich im Vergleich zur Planung 2023 positiver entwickelt und die SHB kann mit einem Jahresüberschuss von 103 T€ (Vorjahr: -922 T€) das Geschäftsjahr abschließen. Einzig der durch den Aufbau der Vorräte entstandene hohe Zinsaufwand trübt das Geschäftsjahr. Durch Fertigstellung von größeren Projekten in 2024 sollten sich die Bestände abbauen. Durch einen guten Auftragsbestand und weitere eingeleitete Maßnahmen zur Optimierung der Produktionsabläufe sind wir nun für die Zukunft zuversichtlich aufgestellt und sicher, dass wir die gesteckten Ziele für 2024 erreichen und zufrieden stellende Ergebnisse erzielen werden. V. Risikobericht Es werden unternehmenseigene Kontroll- und Überwachungsmechanismen eingesetzt, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Geschäftsleitung werden regelmäßig Informationen in Form von Kennzahlen und Reportings zur Verfügung gestellt, die der Einschätzung, Abwendung und Intervention von Risiken dienen. Neben allgemeinen konjunkturellen Risiken sind grundsätzliche Risiken bei der Kapitalbeschaffung unserer Kunden zur Finanzierung unserer Anlagen zu nennen. Im Komponentengeschäft wirken wir diesem Risiko durch die Zusammenarbeit mit einem Kreditversicherer entgegen. Zudem ist die Gesellschaft zur Zwischenfinanzierung von Fertigungsaufträgen von der Gesellschafterin und finanzierenden Banken abhängig. Durch den Ukraine-Krieg und weitere Krisenherde wird die Weltwirtschaft weiterhin stark beeinflusst. Die weitere Entwicklung des derzeit guten Auftragsbestandes sowie der Auftragseingänge muss beobachtet werden. Durch zeitliche Verschiebungen bei der Fertigstellung von Aufträgen kann es zu Verschiebungen der Schlussrechnungsstellung in das Jahr 2025 kommen. Beschaffungsseitig bergen insbesondere durch die Inflation bedingte Preiserhöhungen für Waren und Dienstleistungen und stockende Lieferketten Risiken für das Unternehmen. VI. Chancenbericht Die SHB Hebezeugbau GmbH kann als Anbieter von komplexen Kran-Komplettlösungen und Komponenten für die Bahn- und Fördertechnik weiterhin auf die Erfahrung und das über mehrere Jahrzehnte aufgebaute Know-How sowie die exzellent ausgebildete Belegschaft zurückgreifen. Mit unserer breiten Produktpalette sind die Chancen gegeben, den Wünschen unserer nationalen und internationalen Kunden gerecht zu werden und nachhaltige Lösungen kundenindividuell anzubieten. Durch weitere personelle Verstärkungen und Optimierungen der Abläufe sind wir in beiden Unternehmensbereichen gut aufgestellt und stellen aktuell eine hohe Nachfrage nach unseren Produkten fest. Wir sehen weiterhin ein erhebliches Wachstumspotenzial für unser Unternehmen, da alle von uns am Markt angebotenen Produkte und Dienstleistungen kundenindividuell, technologisch modern, ausgereift und nachhaltig sind. Diese Stärken werden uns, auch in der gegenwärtig weiterhin herausfordernden Situation, positiv begleiten und weitere Marktchancen bieten. VII. Prognosebericht Unsere Kunden sind aktuell sehr rege in der Anfrage. Diese ist sowohl national als auch international weiterhin als sehr gut zu bewerten. Insbesondere erfreulich sind die aktuellen Auftragseingänge aus EU-Ländern, in denen in den vergangenen Jahren eine Investitionszurückhaltung zu spüren war. In den ersten vier Monaten konnten weitere Auftragseingänge in Höhe von € 8 Mio. verzeichnet werden. Daher sehen wir für das Jahr 2024 und die Folgejahre grundsätzlich weiteres Wachstumspotenzial. Für 2024 planen wir mit einer Rohertragsquote, die um ca. 2 % höher als der im Jahr 2023 liegen wird. Aufgrund der eingeleiteten strategischen Maßnahmen und der guten Auslastung gehen wir derzeit für das Jahr 2024 von einem positiven Ergebnis (Jahresüberschuss) aus, welches sich leicht über dem des Jahres 2023 belaufen wird. Die Auswirkungen der konjunkturellen Entwicklung und des weiteren Verlaufs des Ukrainekriegs auf unsere Kunden können derzeit nicht abgeschätzt werden. Somit sind auch bereits erteilte Aufträge für das Jahr 2024/2025 grundsätzlich mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Bisher entwickeln sich die bestehenden Aufträge jedoch wie geplant. Sollte es widererwartend zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage kommen, wird die Gesellschafterin weiterhin zur Verfügung stehen. Aufgrund der aktuell guten Auftragseingänge gehen wir jedoch davon aus, unsere Ziele, unter Berücksichtigung gewisser Unwägbarkeiten, erreichen zu können und sehen derzeit keine bestandsgefährdenden Tatsachen für das Unternehmen.
Saalfeld, den 5. Juni 2024 SHB Hebezeugbau GmbH gez. Thomas Scheffer gez. Jörg Koglin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SHB Hebezeugbau GmbH, Saalfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SHB Hebezeugbau GmbH, Saalfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SHB Hebezeugbau GmbH, Saalfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 26. Juni 2024 HLB
SCHUMACHER GMBH
Heiner Röttger, Wirtschaftsprüfer Fabian Burbach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 27. Juni 2024 festgestellt. |
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