Hubert Hülshorst Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Hülshorst seit 2.10.2012 | Geschäftsführer |
Christoph Hülshorst seit 2.10.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hülshorst GmbHHarsewinkelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1) Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Unser Unternehmen ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Harsewinkel in Ostwestfalen mit einer mehr als 30-jährigen Tradition. Wir produzieren Komponenten für die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie sowie Fleisch - Convenience für Großverbraucher, die hauptsächlich über den Zustellgroßhandel vertrieben werden. Die Zerlegung von Schweinehälften und der Handel mit Frischfleisch ist ein weiterer Bestandteil unsere Produktpalette. Wir wissen: Nahrungsmittel sind Vertrauenssache. Darum arbeiten wir entsprechend gewissenhaft und verhalten uns pflichtbewusst im Umgang mit unseren Kunden, Mitarbeitern und der gesamten Region. Den Anforderungen unserer Kunden nach Nachhaltigkeit, Regionalität und Tierwohl fühlen wir uns verpflichtet. Um das erworbene Vertrauen der Kunden in unsere Produkte weiterhin zu stärken wird der absolut transparente Umgang mit der Fleischherkunft noch weiter verstärkt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2015 die Initiative Tierwohl gegründet, die sich für artgerechte Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz einsetzt. Wir sind stolz darauf ein Sortiment an Tierwohl-Produkten ständig auf Lager zu haben. Alle unsere Lieferanten werden von uns nach den Kriterien der Initiative Tierwohl bewertet. Darüber hinaus setzten wir bei dem Einsatz von Rohstoffen auf Regionalität. 85% Prozent unsere verarbeiteten Lebensmittel beziehen wir aus einem Umkreis von 150 km. Fleischlieferanten werden regelmäßig von uns persönlich besucht und kontrolliert. Zusätzlich haben wir erneut erfolgreich die Bio- Zertifizierung durchlaufen. Darüber hinaus unternehmen wir alles, um einer der verlässlichsten Anbieter in diesem Bereich zu bleiben. Der eingeschlagene Weg, keine in der negativen Diskussion stehenden Zusatzstoffe zu verwenden, wurde durch die stetige Überarbeitung und Verbesserung des Sortiments weiter vorangetrieben. Unsere wesentlichen Absatzmärkte sind Deutschland und Europa. Um unsere Produktpalette wettbewerbsfähig zu halten wird diese ständig den Anforderungen unserer Kunden angepasst bzw. weiterentwickelt. Weiterhin entwickeln wir neue Convenience-Produkte, die durch unsere Verwenderberater den Endabnehmern vorgestellt und zur Probe überlassen werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr haben wir uns mit 35 neuen Entwicklungen beschäftigt, von denen 14 Neuentwicklungen in das laufende Sortiment aufgenommen wurden. Das entspricht einer Quote von 40%. 2) Wirtschaftsbericht a) Marktumfeld Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2023 geprägt von einer weiterhin hohen Inflation sowie einer schwachen wirtschaftlichen Lage. Die Inflation sank zwar im Vergleich zu 2022, blieb aber mit 5,9% auf einem weiterhin hohen Niveau. Preistreiber waren insbesondere die Nahrungsmittel mit einem Anstieg von 12,4% und der Energiesektor mit einem Anstieg von 5,3%. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gegenüber 2022. Ursächlich hierfür war eine schwächelnde Nachfrage nach deutschen Produkten im In- und Ausland. Darüber hinaus haben die Finanzierungsbedingen für Unternehmen und Konsumenten infolge des stark gestiegenen Zinsniveaus die Situation verstärkt. b) Marktverhältnisse der Fleischbranche Die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung trifft gleichermaßen auch die deutsche Fleischbranche, die sich seit 2016 in einem rückläufigen Trend befindet. Die produzierte Fleischmenge sank in 2023 im Vergleich zu 2022 um 585.000 to. Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch fiel in 2023 um 5% auf 50,6 kg. 2016 hatte er noch 61 kg betragen. Die Fleischwarenindustrie insgesamt befindet sich in einer schwierigen Position zwischen wenigen großen Fleischlieferanten mit zunehmenden Verarbeitungskapazitäten und den großen Unternehmen des Einzelhandels mit zum Teil eigenen Fleischwerk. Die Konzentration innerhalb der Branche nimmt weiterhin zu. In 2023 gab es insgesamt 352 fleischverarbeitende Betriebe. Im Vorjahr waren es noch 359. In den 352 Betrieben waren knapp 73.500 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr zuvor waren es knapp 74.059 Mitarbeiter. Auf dem Rohstoffmarkt stellt sich die Entwicklung differenziert dar. Die weltweite Fleischerzeugung ist im Jahr 2023 um 0,8% auf 365,2 Mio. Tonnen gestiegen. Hierbei war der Anstieg im Bereich Geflügelfleisch mit 1,0% am größten. Die größten Mengen waren wie in den Vorjahren im Bereich Geflügelfleisch (142,5 Mio. Tonnen) und Schweinefleisch (123,1 Mio. Tonnen). Demgegenüber ist die Fleischerzeugung in der EU wie in den Vorjahren weiter rückläufig. Nach Angaben der Europäischen Kommission sank die Erzeugungsmenge um 3% auf 41,7 Mio. Tonnen. Mit Ausnahmen des Geflügelsektors sind alle Fleischsorten rückläufig. Bei Schweinefleisch war der Rückgang mit 7% am größten. Die EU bleibt aber der weltweit drittgrößte Fleischerzeuger. Deutschland folgt dem Trend in der EU. Die produzierte Fleischmenge ist zwischen 2012 und 2022 um 12% gesunken und beläuft sich im Jahre 2023 auf 7,1 Mio. Tonnen. Innerhalb der Fleischsorten haben sich die Marktanteile im Zeitverlauf weg von Schweinefleisch hin zu Geflügelfleisch verschoben. Der Marktanteil von Geflügelfleisch hat sich um 8% auf insgesamt 23 % erhöht, während Schweinfleisch im gleichen Zeitraum um knapp 24% verloren hat. Der Marktanteil ist mir 53,8% aber immer noch am größten. Die globalen Rohstoffpreise haben sich in 2023 stabilisiert. Im Zeitraum Februar bis Juni haben sich die Preise deutlich erholt. Der globale Preisindex stieg in diesem Zeitraum von 111 auf 119 Punkte. Ab Mitte des Jahres gerieten die Preise allerdings im Zuge von Angebotsausweitungen wieder unter Druck. Auf EU-Ebene zeigt sich eine differenzierte Entwicklung innerhalb der Fleischsorten. Die Preise für Rind lagen fast das gesamte Jahr 2023 unter dem von 2022. So lag der Preis für deutsche R3- Jungbullen nach Schätzungen des AMI bei 4,75 €/kg und damit 0,34 €/kg bzw. 7% unterhalb des Vorjahrespreises. Bei Schlachtkühen sank der Preis von 3,95 €/kg auf 3,60 €/kg. Demgegenüber sind die Preise für deutsche Schlachtschweine gegenüber dem Vorjahr von 1,90 €/kg auf 2,16 €/kg im November angestiegen. Die Preise für Hähnchenfleisch sind gegenüber 2022 deutlicher gefallen. Kostete ein Masthähnchen Ende 2022 noch 1,40 €/St. Waren es im Oktober 2023 nach Angaben des AMI 1,21 €/St. Preisbestimmend sind hier insbesondere die Futtermittelpreise. c) Geschäftsverlauf 2023 der Gesellschaft Im Dezember wurde der im Vorjahr von unserer Schwestergesellschaft gestartete Erweiterungsbau zum größten Teil abgeschlossen und von uns - auf der Grundlage des abgeschlossenen Mietvertrages - in Betrieb genommen. Im Zuge dessen wurden auf einer Fläche von 1.660 qm folgende Bauten errichtet: • Fleischversand mit einer Fläche von 257 qm • Fleischversandkühlhaus mit einer Fläche von 275 qm • Tiefkühlhaus mit 1.600 Stellplätzen und einer Fläche von 665 qm • Verpackungslager mit 576 Stellplätze auf einer Fläche von 317 qm und 144 qm Logistikfläche Mit diesem Bauabschnitt haben wir den Grundstein für die künftige Leistungsfähigkeit des gesamten Betriebes gelegt. Die Erweiterung des Frischfleischbereiches um ein neues Versandkühlhaus und sowie einen neuen Versandbereich mit 4 Laderampen optimiert die Prozesse in der Zerlegung und stellt die Ressourcen für das erwartete Wachstum in diesem Bereich. Daneben werden alte Kühl-Räume, die bisher von der Convenience-Produktion mitgenutzt wurden entlastet. Zusätzlich haben wir für den Bereich Convenience unsere Lagerkapazität um 1.600 Plätze erweitert. Dies ist notwendig, da unsere bis 2019 geschaffenen Tiefkühlkapazitäten ausgeschöpft sind und auf dem externen Lagermarkt praktisch keine Kapazitäten mehr vorhanden sind. Das neue Verpackungslager versetzt uns in die Möglichkeit Verpackungen in ausreichendem Maße selbst zur Verfügung zu halten was mit den bisherigen Kapazitäten nicht möglich war. Aus wirtschaftlicher Perspektive haben wir das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn vor Steuern von 1,2 Mio. € abgeschlossen. Damit haben wir unser Ziel aus dem Vorjahr um 0,6 Mio. € verfehlt. Unseren Umsatz konnten wir um knapp 10 % auf 81,8 Mio. € steigern. Die Absatzmenge im Bereich von Fleisch-Convenience für den Großverbraucherbereich stieg im Jahr 2023 um 7,3 %. Das breite und tiefe Sortiment in diesem Bereich erreicht über den Zustellgroßhandel bundesweit Großverbraucher in der Sozialverpflegung wie Schulen, Mensen, Krankenhäuser und Altenheime sowie Betriebsverpflegung bis hin zum klassischen Restaurant. Der Umsatz stieg gegenüber 2022 um 6,8 Mio. € auf insgesamt 46,8 Mio. €. Fleisch-Convenience-Komponenten für die weiterverarbeitende Industrie werden mit den Kunden individuell abgestimmt und auftragsbezogen produziert. Wesentliche Teile dieses Sortiments sind Komponenten aus gegartem Rindfleisch und Geflügelfleisch. In diesem Bereich ist der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 19,7% gesunken. Der Umsatz war mit einem Minus von 3,4 Mio. € ebenfalls rückläufig. Der Bereich Frischfleisch hat sich im laufenden Jahr positiv entwickelt. Der Absatz gemessen in Tonnen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1%. Die korrespondierenden Umsätze stiegen um 4,4 Mio. € bzw. 23,2 %. Auf der Beschaffungsseite hat sich die Lage wieder entspannt. Die in 2022 als Folge des Ukrainekrieges aufgetreten Lieferengpässe insbesondere in den Bereichen Verpackungen und Zutäte wie Rapsöl und Senf haben sich aufgelöst. Unsere Qualitätsanforderungen an unsere Lieferanten wurden erfüllt. Die Anzahl an Einkaufsreklamationen (0,6%) ist auf einem niedrigen Niveau geblieben. d) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um 2.321 T€ auf 13.591 T€ erhöht. Das Anlagevermögen ist mit 2.646 T€ nahezu auf Vorjahresniveau. Der Lagerbestand hat sich um 529 T€ auf 3.527 T€ verringert. Dies resultiert aus einem geringeren Vorratsbestand an Convenience-Produkten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 2.336 T€ um 183 T€ auf 2.153 T€ gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 3.430 T€ auf 4.281 T€ erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Gewährung eines kurzfristigen Darlehens an die Hubert Hülshorst Fleisch GmbH & Co. KG. Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag um 840 T€ auf 5.045 T€ gestiegen. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 37,1 %. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorbilanzstichtag um 1.011 T€ auf 3.522 T€ erhöht. Hier werden insbesondere Kosten für Personal, Gewährleistungen, Jahresrückvergütungen & Werbekostenzuschüsse für Kunden und Instandhaltungen ausgewiesen. Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse wurde die Gewährleistungsrückstellung angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um die planmäßige Tilgung in Höhe von 375 T€ und belaufen sich auf 563 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 969 T€ auf 3.734 T€ gestiegen. Hier schlägt sich insbesondere der erhöhte Rohstoffeinkauf zum Jahresende nieder. Die sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich mit 712 T€ annähernd auf Vorjahresniveau. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 10,2 % auf 81.832 T€ gestiegen. Der Anstieg resultiert zum einen aus der Weiterleitung von gestiegenen Rohstoffpreisen an unsere Kunden. Das organische Wachstum hat sich im Berichtsjahr etwas verlangsamt. Die Absatzmenge konnte um 2,1% auf 18.161 to. gesteigert werden. Hier hat sich insbesondere der Rückgang des Geschäftes mit weiterverarbeitenden Kunden um 19,7% negativ auf die Entwicklung ausgewirkt. Von den Erlösen entfielen 13,5 % auf Abnehmer in der europäischen Union (Vorjahr 11,0 %) und 2,5% auf Abnehmer aus Drittländern (Vorjahr 1,3%). Der Materialaufwand ist um 5.272 T€ bzw. 10,3 % auf 56.426 T€ gestiegen. Die Materialaufwandsquote liegt bei 69,5 % gegenüber 68,4% im Vorjahr. Die Personalkosten haben sich im Vergleich zu 2022 um 842 T€ bzw. 12,6 % erhöht. Der Wettbewerb um Mitarbeiter war auch in 2023 sehr hoch. Wir haben mit frühzeitigen aktiven Lohn- und Gehaltsanpassungen darauf reagiert. So konnten wir die Fluktuation in unserem Unternehmen auf einem normalen Niveau halten. Auf den Schlüsselstellen hat es keine Wechsel gegeben. Im Jahresdurchschnitt waren bei uns 151 Mitarbeiter/- innen beschäftigt. Damit liegen wir auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber 2022 um 1.740 T€ bzw. 11,8 % gestiegen. Die wichtigsten Positionen werden im Folgenden erläutert. Die Raumkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 996 T€ bzw. 22,4 % bzw. gesunken. Ursächlich hierfür ist die Entspannung bei den Energiekosten. Die Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen sind um 497 T€ auf 2.426 T€ gestiegen. Der Anstieg resultiert aus Modernisierungskosten für die Kühltechnik, das alte WIP-Lager sowie unseren Mitarbeiterparkplatz. Die Werbe- und Reisekosten haben sich um 607 T€ bzw. 71,7 % erhöht. Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen in gestiegenen Werbekostenzuschüssen für unsere Kunden von 411 T€ sowie gestiegenen Messekosten von 152 T€. Im Berichtsjahr haben wir unsere Messepräsenzen deutlich ausgeweitet. Die sonstigen verschiedenen Kosten belaufen sich auf 5.092 T€. Das bedeutet einen Anstieg von 1.703 T€ bzw. 50,3%. Im Berichtsjahr sind insbesondere die Mieten für unsere technischen Anlagen und Maschinen um 1.188 T€ gestiegen. Das Ergebnis vor Steuer hat sich von 2.508 T€ in 2022 auf 1.253 T€ in 2023 reduziert. Der Steueraufwand sank infolge des Ergebnisrückgangs um 343 T€. Der Jahresüberschuss nach Steuern für das Geschäftsjahr beträgt 841 T€ nach 1.753 T€ in 2022 Finanzlage Das Nettoumlaufvermögen ist zum Abschlussstichtag um 1.185 T€ auf 6.006 T€ gestiegen. Hier haben sich insbesondere die Forderungen gegenüber der Hubert Hülshorst Fleisch GmbH & Co. KG um 3.243 T€ erhöht, während sich unsere Vorräte um 529 T€ reduziert haben. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Abschlussstichtag um 375 T€ auf 877 T€ gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um die planmäßigen Tilgungen von 374 T€ auf 563 T€ gesunken. e) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Im Vordergrund stehen hier die Umsatzrentabilität sowie der vereinfachte Cash-Flow. Weiterhin stehen die Personalkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung, die Materialaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung und der Eigenkapitalanteil im Fokus.
Die Umsatzrendite ist auf 1,03% gesunken. Der laufende Cashflow hat sich um 869 T€ auf 936 T€ reduziert. Die Personalaufwandsquote ist im Berichtsjahr auf 9,24% gestiegen. Der verstärkte Wettbewerb um gute Mitarbeiter hat einen erhöhten Lohndruck zur Folge, der nicht vollständig über die Verkaufspreise weitergegeben werden kann. Die Materialaufwandsquote ist im Berichtsjahr auf 69,46 % gestiegen. Ursächlich hierfür ist der gestiegene Anteil von Produkten mit einer geringen Fertigungstiefe. Der Unternehmenssteuerung dienen auch nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Reklamationsquoten, gesperrte Bestände, Hygienekontrollen und Produktionsstillstandzeiten werden quartalsweise ausgewertet. Die Auswertung der Kundenzufriedenheit und die Lieferantenbewertung erfolgen jährlich. 3) Chancen-, Risiken- und Prognosebericht a) Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Auch im Jahr 2024 sehen wir uns mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, die aber aus unserer Sicht auch Chancen eröffnen. Die Lage der deutschen Wirtschaft stellt sich zu Beginn des Jahres 2024 laut Aussagen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sehr schwach dar. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes zum Ende das Jahres 2023 weiter gesunken. Für das Jahr 2024 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um nur 0,2%. Die Einschätzung der Industrie geht sogar von einer Schrumpfung aus. So lag der Einkaufsmanagerindex im März 2024 bei 41,6 Punkten. Alles unter 50 Punkten bedeutet eine rückläufige Industrieproduktion. Viele große deutsche Unternehmen reagieren hierauf zunehmend mit Stellenstreichungen, so z.B. SAP, die Deutsche Bank, Miele, um nur ein paar zu nennen. Ganz besonderes schlecht sind laut Aussagen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) die Aussichten für die deutsche Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Hier nimmt die Zahl der Insolvenzen zu. Zuletzt traf es einen mittelständischen Betrieb in Baden-Württemberg mit knapp 5.000 Mitarbeitern weltweit. Diese Entwicklung kann mittelfristig auch Auswirkungen auf uns haben, da unsere Produkte u.a. in der Betriebsverpflegung zum Einsatz kommen. In unserem Kundenbereich hat es im letzten Jahr keine Insolvenz unter unseren Großkunden gegeben. Trotzdem besteht das Risiko weiterhin fort und könnte sich aus den vorgenannten Gründen vergrößern. Deswegen setzt Hülshorst auf eine breite Vertriebsstruktur. Mit den drei größten Kunden wird ein Umsatzanteil von 17,4 % erzielt, wobei der jeweilige Umsatz pro Kunde unter 7% liegt. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellt absatzseitig zwar potentiell ein Risiko dar bietet aus unserer Sicht aber auch Chancen auf der Beschäftigungsseite. Während es in den letzten Jahren aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage schwer war sich im Kampf um gute Arbeitskräfte gegen die Konkurrenz aus anderen Branchen zu behaupten können wir als Unternehmen der Nahrungsmittelerzeugungsbranche einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Denn gegessen wird immer! Wir sehen daher Chancen in 2024 unser Stammpersonal zu halten und gut ausgebildete Arbeitskräfte für unser Unternehmen gewinnen zu können. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren erfolgreiche Maßnahmen ergriffen um qualifizierte Mitarbeiter/-innen in unserem Unternehmen zu halten. So bieten wir unseren Mitarbeitern leistungsbezogene Vergütungssysteme, individuelle Coachings und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen an. Darüber hinaus arbeiten wir, dort wo es möglich ist, mit flexiblen Arbeitsmodellen insbesondere die Möglichkeit der Heimarbeit. Denn Motivation, Engagement und Qualifikation unserer Mitarbeiter sind die Grundvoraussetzungen für unseren Erfolg. Positive Signale kommen von der Entwicklung des allgemeinen Preisniveaus. Laut Schätzungen des ifo- Institutes wird die Inflation infolge der Preisrückgänge bei Strom und Gas von 5,9% in 2023 auf 2,3% in 2024 und 1,6% in 2025 sinken. Dies wird zu einer Entlastung der Verbraucher führen. Dadurch wird sich auch der Lohndruck der letzten beiden Jahre abbauen. Als weitere große Herausforderung sehen wir in den nächsten Jahren die Klima- und Energiepolitik der EU und der Bundesregierung. Diese liegen zum einen in der Energiewende, zum anderen in dem Ziel der Klimaneutralität. Die Beschleunigung der Energiewende weg von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas und Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien wird die deutsche Wirtschaft und auch die Privathaushalte vor große finanzielle Herausforderungen stellen. Führende Umweltökonomen des Wirtschaftsinstitutes Essen schätzen den finanziellen Aufwand auf bis zu 1.000 Mrd. €. Dies kann sich dauerhaft negativ auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken. Mit ihrem Programm "Fit für 55" verfolgt die EU das Ziel, die Netto- Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber 1990 zu senken. Bis 2050 soll Europa dann treibhausgasneutral werden. Dieses Ziel soll unter anderem über eine deutliche Verschärfung der Energieeffizienz für Gebäude erreicht werden. Für den Privatsektor hat das EU-Parlament am bereits eine deutliche Verschärfung der Energieeffizienz von alten Wohngebäuden beschlossen. Diese sollen ab dem Jahr 2030 verpflichtend umgesetzt werden. Für Unternehmen liegt aktuell noch kein vergleichbares Vorhaben vor. Allerdings ist auch hier damit zu rechnen, dass es in naher Zukunft auch für Unternehmen strengere Regeln hinsichtlich des CO 2 - Ausstoßes bei Betriebsgebäuden und Abgasen geben wird. Das wird insbesondere für ältere Produktionsanlagen und Betriebsstätten einen hohen Instandhaltungsaufwand bedeuten. Wir als Produktionsbetrieb sind uns unserer Verantwortung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bewusst. Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen in der Klimapolitik haben wir uns bereits im Rahmen des großen Erweiterungsbaus in den Jahren 2017-2019 auf den Einsatz neuster Gebäudetechnik zur Reduzierung des Primär- und CO 2 - Verbrauches konzentriert. Unsere Kälteanlagen, elektrischen Pumpen und Lüftungsanlagen sind hocheffizient und auf dem neusten Stand der Technik. Bedingt durch unsere Produktionsprozesse haben wir mit sehr heißen und sehr kalten Temperaturen zu tun. Das bietet große Einsparpotentiale durch etwa die Nutzung der Abwärme der Kälteanlagen für die Warmwasseraufbereitung oder Wärmerückgewinnung durch unsere Lüftungsanlagen. Im Zuge des neuen Erweiterungsbaus wurden die neuen Gebäude wieder nach den KFW 55 Standards errichtet. Im Frischfleischbereich wurden die alten Kühlanlagen durch modernste, energieeffiziente Kühlmaschinen ersetzt. Zudem werden wir auf den Dächern der neuen Gebäude eine PV-Anlage zur Erzeugung von Eigenstrom installieren. Wir gehen davon aus, dass unser Produktionsstandort den künftigen Energieeffizienzstandards voll entsprechen wird bzw. mit einem überschaubaren Kostenaufwand dahingehend ausgerichtet werden kann. Das wird uns in Zukunft einen großen Kostenvorteil gegenüber Mitbewerbern verschaffen und uns helfen unseren Marktanteil weiter auszubauen. Hülshorst blickt auf eine über dreißigjährige Tradition in der Verarbeitung von Fleischprodukten zurück. Wir werden uns auch zukünftig auf unsere Kernkompetenz konzentrieren und unseren Kunden die unterschiedlichsten Lösungen auf Basis von Fleischprodukten anbieten. Die Diskussion um eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und artgerechte Tierhaltung hat sich weiter verschärft. Forderung nach Transparenz und Nachverfolgbarkeit sind aktueller denn je. Wir beantworten diese Forderung mit Transparenz und Rückverfolgbarkeit unserer Produkte und schaffen damit Vertrauen. Eine klare Zutatenliste und eine deutliche Absage an unnötigen Zusatzstoffen und fragwürdigen Zutaten sorgen für Transparenz bei unseren Kunden. Durch die Einhaltung und stetige Verbesserung unserer internen Qualitätsstandards sehen wir für uns erheblich Chancen für die Zukunft. Bei unseren Produkten setzten wir auf Regionalität, deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und bei den Verbrauchern eine immer höhere Aufmerksamkeit erfährt. Darüber hinaus unterstützen wir regionale Projekte, so zum Beispiel durch unsere Mitgliedschaft beim "100 - Kantinen - Programm - NRW _ISST GUT". Auf diese Weise planen wir in einem schrumpfenden Marktumfeld unsere Position auszubauen und uns über Qualität und Lösungsorientiertheit von unseren Konkurrenten abzusetzen. Der Trend hin zu neuen Ernährungskonzepten und Veränderung der Essgewohnheiten stellt für uns nicht nur ein Risiko dar, sondern bietet auch große Chancen. Die demografische Entwicklung, der Trend zu Ganztagsschulen und Ein-Personen-Haushalten aber auch der starke Fachkräftemangel in den Großküchen lassen den Bedarf an Lebensmitteln mit einer geringen Zubereitungstiefe weiter steigen. Hier ersetzten Convenience - Produkte zunehmend die klassischen Fleischprodukte. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) rechnet für 2023 mit einem Absatzplus für Tiefkühlprodukten im Gastronomiesegment von 7%, im Umsatzbereich sogar mit einem Plus von 14,5%. Hier sehen wir für uns weitere Wachstumspotentiale. Denn wir bieten nicht nur leckere Produkte, sondern Lösungen. Die erneute Zertifizierung des Unternehmens nach IFS Rev. 7 zeigt deutlich auf, dass das Qualitätsmanagement und damit die Qualitätsfähigkeit höchsten Ansprüchen genügen. b) Prognosen Die im Lagebericht 2022 für das Jahr 2023 gesetzten Ziele haben wir im Berichtsjahr nicht erreichen können. Für das Jahr 2023 hatten wir mit einem Jahresüberschuss von ca. 1.305 T€ gerechnet. Erzielt haben wir einen Jahresüberschuss von 841 T€. Zwar konnten wir unseren Umsatzprognose von 80.000 T€ übertreffen, höhere Miet- und Werbekosten haben aber zu einem Rückgang des Ergebnisses geführt. Der Materialaufwand lag mit einer Quote von 69,5% leicht unter unseren Schätzungen. Wie bereits im Chancen- und Risikobericht geschildert sehen wir für 2024 insbesondere Risiken durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Trotzdem schauen wir optimistisch auf das Geschäftsjahr 2024. Für Fleischconvenience hat sich die Hülshorst Feinkost GmbH in den letzten Jahren einen guten und zuverlässigen Namen gemacht. Bei den Themen Regionalität, Nachhaltigkeit und Tierwohl sind wir im Convenience-Bereich Vorreiter. Trotz des seit Jahren rückläufigen Pro-Kopf-Verzehrs von Fleisch in Deutschland führen Ganztagsschulen, die demographische Entwicklung, der Trend zu Ein-Personen-Haushalten und der zunehmende Fachkräfte Mangel in den Großküchen dazu, dass der Bedarf an einfach einzusetzenden guten sicheren Convenience noch weiter steigen wird. Genau hier setzen wir an und bieten kundenorientierte Lösungen auf Basis von hochwertigen Fleischprodukten an. Tierwohl, Nachhaltigkeit und Regionalität zeichnet unsere Produkte aus und werden den steigenden Anforderungen der Kunden vollumfänglich gerecht. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Absatzsteigerung von 10%. Für den Bereich Convenience erwarten wir eine Steigerung von 10%, im Bereich Frischfleisch von 5%. Der Bereich Weiterverarbeiter soll nach einem deutlichen Rückgang in 2023 in 2024 um knapp 25% wachsen. Beim Umsatz rechnen wir mit einer Steigerung von knapp 11,0 % auf ca. 90,0 Mio. €. Dabei rechnen wir für den Bereich Convenience mit einem Umsatz von ca. 48,8 Mio. € was einem Anteil von knapp 54% entspricht. Bei Frischfleisch wird der Umsatz geschätzt ca. 22,9 Mio. € betragen. Die Materialeinsatzquote wird nach unserer Prognose auf 70% ansteigen. Grund hierfür ist das Wachstum des Industriekundenbereiches indem wir einen geringeren Deckungsbeitrag erzielen. Die Personalaufwandsquote erwarten wir für 2024 leicht rückläufig bei 8,6%. Der Lohndruck wird in 2024 infolge der rückläufigen Inflationsraten nachlassen. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einen Jahresüberschuss von ca. 1,5 Mio.€ und einen positiven Cashflow von 1.6 Mio. €. Die Geschäftsentwicklung der ersten beiden Monate spiegelt die positive Entwicklung wider.
Harsewinkel, den 26. März 2024 Christoph Hülshorst Philipp Hülshorst BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Harsewinkel und ist unter o. angeführter Firma registriert im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer B 3743. Die Firmierung der Hülshorst Feinkost GmbH wurde mit Eintrag im Handelsregister in Hülshorst GmbH geändert. Der Jahresabschluss der Hülshorst GmbH wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 € werden sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden fünf Jahre im Anlagespiegel ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Ausleihungen zum Nennwert - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten
Innerhalb der Vorräte wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Diese beinhalten neben den Einzelkosten auch Gemeinkosten. Die Bewertung erfolgt nach dem Fifo-Verfahren. Sofern die beizulegenden Werte am Abschlussstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden zum Nennwert des Anspruchs, jedoch unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für geleistete Auszahlungen, die Aufwendungen für das folgende Wirtschaftsjahr darstellen, gebildet. Die Kapitalrücklage wurde im Jahr 2007 in Höhe von 15.250,00 € im Rahmen einer Kapitalerhöhung über den Nennbetrag eingezahlt. Zusätzlich wurde im Jahr 2015 durch Bareinzahlungen der Gesellschafter die Kapitalrücklage um 400.000,00 € erhöht. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten:
Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen zusammen aus den Rückstellungen für Gewährleistungen (1.100 T€) und den Rückstellungen für Instandhaltungen (600 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Bankverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungs- und Leasinggesellschaften. Die Verbindlichkeiten sind besichert durch Sicherungsübereignung von Warenbeständen und durch Abtretung von Außenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:
Angaben zur GuV Die Umsatzerlöse werden aus dem Verkauf von Frischfleisch und Convenience Goods sowie Produkten zur Weiterverarbeitung der Industrie erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem die Sachbezüge (117.638,72 €) und periodenfremde Erträge (142.282,98 €) aus der Bereinigung verjährter Forderungen. Der Materialaufwand beinhaltete im Wesentlichen den Einkauf von Frischfleisch, Gewürzen und Stickstoff. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für durchschnittlich 154 Mitarbeiter und 1 Geschäftsführer enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:
Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Durch Haftungsvertrag zwischen den Kreditinstituten und unserer Unternehmensgruppe (berichtende Gesellschaft, Schwester-KG und geschäftsführende GmbH) haben wir die gegenseitige Mithaft für die im Wesentlichen von der Schwestergesellschaft abgeschlossenen Darlehnsverträge mit einem Gesamtvolumen von 11.850 T€ übernommen. Zum 31.12.2023 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei unserer Schwestergesellschaft auf rd. 7,4 Mio. €. Im Zusammenhang mit der Darlehensgewährung haben wir auch umfangreiche Sicherheiten gewährt (Sicherungsübereignung des Warenlagers, Globalzession). Die Möglichkeiten der Verwertung sind in einem Sicherheitenpoolvertrag geregelt. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, weil die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Vertragsverhältnisse ordnungsgemäß abgewickelt wurden. Finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Ab dem 01.01.2016 wurden sämtliche Leasing- und Mietverträge der Hubert Hülshorst Fleisch GmbH & Co. KG übernommen. Außerdem werden diverse Wirtschaftsgüter geleast oder gemietet. Der Aufwand im folgenden Wirtschaftsjahr beträgt 426.613,36 € und bis zum Ablauf der Verträge 899.825,58 €. Es besteht eine Verpflichtung bis 12/2024 zur Zahlung von Gebäudepacht in Höhe von jährlich 1.848.000,00 € sowie an Miete für die genutzten Maschinen und Anlagen in Höhe von jährlich 3.514.000,00 € an die Hubert Hülshorst Fleisch GmbH & Co. KG. Wir haben einen Factoringvertrag abgeschlossen. Hierdurch sind wir in die Lage versetzt, aus unseren Forderungen kurzfristig Liquidität zu generieren. Der Abschluss von Leasing- oder Mietkaufverträgen basiert im Wesentlichen auf der Überlegung, die Einkaufsstärke der Vertragspartner zu nutzen sowie die eigene Liquidität zu schonen. Die meisten Leasinggegenstände werden von uns nach Vertragszeit übernommen, so dass wir aus diesen Geschäften keine Risiken erkennen können, wenn wir die vertraglichen Raten zahlen. Gewinnvortrag Der ausgewiesene Jahresüberschuss des Vorjahres wurde auf neue Rechnung vorgetragen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der ausgewiesene Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Namen der Geschäftsführer Die Herren Christoph und Philipp Hülshorst waren im Geschäftsjahr als Geschäftsführer bestellt. Beide sind einzelvertretungsberechtigt und befreit von den Beschränkungen des § 181 BGB. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Wirtschaftsjahr wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 151 Arbeitnehmer beschäftigt. Im Vorjahr betrug die Anzahl der Arbeitnehmer durchschnittlich 142. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Unterschrift der Geschäftsführung
Harsewinkel, den 15. März 2024 Christoph Hülshorst Philipp Hülshorst sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hülshorst GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hülshorst GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 16.04.2024 Arcotas
GmbH
Welge, Wirtschaftsprüfer Nisser, Wirtschaftsprüferin |
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