Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH

Schaartor 1, 20459 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 52097
Vorher
Grabarz & Partner GmbH
Eingetragen
29.1.1993
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Wirtschaftsberatung, insbesondere auf dem Gebiet der Kommunikation, einschließlich der Gestaltung, Umsetzung und Verbreitung von Werbung, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bastian Goldschmidt
seit 7.9.2022
Geschäftsführer
Julica Carolin Hauke
seit 22.2.2021
Geschäftsführer
Daniel Dolezyk
seit 1.8.2016
Geschäftsführer
Andreas Grabarz
seit 5.11.2012
Geschäftsführer
Reinhard Patzschke
seit 10.2.2010
Geschäftsführer
Ralf Heuel
seit 3.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
95.00%
BBDO EMEA LimitedGBR
5.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Grabarz Finanz & Service Holding GmbH & Co. KG
Germany
25.650 €
95.00%
Omnicom Holding Germany GmbH
Germany
1.350 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

1. Geschäftsmodell der Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH

Die Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH (nachfolgend auch "Grabarz & Partner" oder "Agentur" genannt) ist eine unabhängige und inhabergeführte Werbeagentur. Die Agentur bietet ganzheitliche, markenstrategische Kommunikationsberatung und erarbeitet integrierte Kommunikationskonzepte über alle Disziplinen. Neben klassischer Werbung (Print, TV und Funk) werden Kampagnen im Bereich der Digital-, Dialog/CRM-, Social-Media-Kommunikation sowie Literatur-, Design- und BTL-Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Dazu gehört auch die Realisierung der entwickelten Maßnahmen im Bereich der Druck-, Druckvorstufe, Development und Programmierung.

Dabei konzentriert sich die Arbeit von Grabarz & Partner nicht nur auf den deutschen und europäischen Markt. Ganz selbstverständlich werden die geschaffenen Kommunikationsauftritte weltweit adaptiert oder für internationale Länder spezifische Kampagnen entwickelt und umgesetzt.

Die Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH ist seit Ende 2007 ein eigenständiges Unternehmen der Grabarz Gruppe, einem Verbund von Agenturen, die unter dem Dach der Grabarz Finanz & Service Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst wurden.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Management des Unternehmens steuert, sind die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis (EBIT).

3. Das wirtschaftliche Umfeld

Trotz des Krieges in der Ukraine, ist die deutsche Wirtschaft 2022 im dritten Jahr der Corona-Pandemie um 1,9% gestiegen. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft nach der Erholung in 2021, auch in 2022 weiter "erholen". Der Rückgang des Bruttoinlandproduktes in 2020 von 3,7% wurde damit überkompensiert. Im Vergleich zu 2020 liegt die deutsche Wirtschaft damit rund 4,5% über dem Lockdown-Niveau und begibt sich damit sogar 0,7% über dem Vor-Pandemie-Niveau (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13. Januar 2023).

Die Wirtschaftsleistung hat sich in 2022 in den Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich entwickelt. Einige Dienstleister konnten nach der Aufhebung fast aller Corona Schutzmaßnahmen stark von Nachholeffekten profitieren. Besonders positiv konnten auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zulegen. Damit stieg die Wirtschaftsleitung der "Sonstigen Dienstleister" im Vergleich zum Vorjahr um +6,3%. Ebenfalls zulegen konnten Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +4%, sowie Information und Kommunikation um +3,6%. Das Baugewerbe, welches gut durch die Pandemie gekommen war, zählte zum großen Verlierer in 2022. Die Reduktion der Wirtschaftsleistung in diesem Segment betrug -2,3%. Durch den Krieg verursachte globale Lieferengpässe, steigende Energie- und Materialkosten, sowie steigende Leitzinsen aufgrund der besorgniserregenden Inflationsentwicklung, führten in Summe zu einem für das Baugewerbe extrem herausforderndem Umfeld.

Die volkswirtschaftlichen Preissteigerungen konnten mit Hilfe der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung, wie z.B. dem 9-Euro- Ticket, Tankrabatt, Wegfall der EEG-Umlage, Senkung der Umsatzsteuer für Gas und Fernwärme etwas abgefedert werden. Im Jahresdurchschnitt betrug die Inflation (Veränderung des Verbraucherpreisindexes im Vergleich zum Vorjahr) 7,9% und damit zweieinhalbmal mehr als in 2021 (+3,1%) (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 17. Januar 2023). Dieser historische Wert wird vor allem auf die extreme Energiepreis- sowie Nahrungsmittelpreisseigerung durch den Ukraine Krieg zurückgeführt.

Die Anzahl der Erwerbstätigen mit 45,6 Millionen erreichte in 2022 einen neuen historischen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Stand der Beschäftigung um +589.000 Personen bzw. um +1,3%. Der ehemalige Rekordwert aus dem Vor-Pandemiejahr 2019 mit 45,3 Millionen Erwerbstätigen wurde damit übertroffen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 2. Januar 2023).

Der staatliche Haushalt beendet das Jahr mit einem Defizit von 101,6 Milliarden Euro. Das Haushaltsdefizit ist somit 33 Milliarden Euro niedriger als im Jahr 2021. Die Defizitquote betrug 2,6%, deutlich weniger als in den beiden Vorjahren (4,3%, 3,7%). Der europäische Referenzwert des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3% wurde erfüllt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24. Februar 2023). Dieser wurde allerdings aufgrund der Pandemie bis einschließlich 2023 aufgehoben.

Die Bruttowerbeausgaben im deutschen Markt erreichten laut Nielsen (Nielsen Holdings pls. NYSE: NLSN) eine Höhe von 36,7 Milliarden Euro in 2022. Die "Werbespendings" reduzierten sich somit um 3,4%, nachdem im Vorjahr rund 38 Milliarden Euro ausgegeben wurden.

In 2022 waren vor allem die gewichtungsstarken Mediengattungen von den Folgen der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg sowie der heftigen Inflationssteigerung betroffen. Der größte Verlierer ist die TV-Gattung mit einem Rückgang von 5,5% auf 17,1 Milliarden Euro. Mit einem Rückgang von rund 4% wurden ebenfalls in den Bereichen Print und Online deutlich weniger Werbeausgaben generiert. Die Bereiche Out-of-Home und Werbesendungen konnten mit Zunahmen in Höhe von 2,1% und 3,4% zulegen. Die Kino-Gattung erzielte einen außergewöhnlich starken Zuwachs von rund 119%, was aufgrund der pandemiebedingten extrem niedrigen Vorjahreswerte als positiv jedoch "relativ" im Verhältnis zu den Gesamtausgaben zu sehen ist. Das Leitmedium TV verzeichnete mit rund 17 Milliarden Euro weiterhin mit deutlichem Abstand die Spitze der Werbegattungen mit einem Marktanteil von 47%, gefolgt von Print mit rund 8 Milliarden Euro und 14% Marktanteil und Online mit 4,5 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 12%. Das Schlusslicht der Werbe-Gattungen ist weiterhin Kino mit rund 100 Millionen Euro in 2022 und einem Marktanteil von 0,3%.

Die Abnahme der Werbespendings, gesamtheitlich betrachtet, bewegt sich nicht in Korrelation mit dem Gesamtzuwachs der deutschen Wirtschaftsleistung, wohlbemerkt, dass es zwischen den Gattungen wie Radio und Kino weiterhin erhebliche Unterschiede in der Verteilung der Spendings gegeben hat.

Im Gegensatz zum Rückgang der Werbespendings sieht der GWA bzw. die im GWA organisierten Agenturen in 2022 leichte Zuwächse, etwas unter dem Zuwachs des BIPs.

Für 2022 wird eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich +1,2% gegenüber 2021 gemeldet, bei einer auffälligen Renditereduktion von 10% auf 8%. Rund 65% der Agenturen vermeldeten Umsatzsteigerungen, was in etwa der Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht. In 2021 vermeldeten rund 68% der Agenturen eine Umsatzsteigerung. Etwa die Hälfte der Agenturen meldeten dabei Umsatzsteigerungen von 500.000 Euro bis 3.000.000 Euro.

Für den Großteil der Agenturen ist der Bereich "Online Kommunikation" der wichtigste Arbeitsbereich. Nahrungs- und Genussmittel sowie Finanz-, Automotive und Pharmaunternehmen sind auch in 2022 weiterhin die dominierenden Umsatzbringer der Agenturen. Die Automobil-Branche gehört wieder zu den Top-5 Auftraggebern. Diese Erkenntnis hängt sicherlich auch mit der oben beschriebenen Steigerung der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorkrisenniveau zusammen.

Trotz anhaltender Ausgaben für freie Mitarbeitende (55% der Agenturen haben auf Vorjahresniveau investiert, 23% der Agenturen mussten diese sogar noch erhöhen) haben 56% der am GWA Frühjahrsmonitor 2022 teilnehmenden Agenturen die Anzahl der festangestellten Mitarbeitenden im Jahr 2022 erhöht.

4. Geschäftsentwicklung

4.1. Ertragslage

Die Agentur konnte in 2022 einen Rohertrag in Höhe von 20.502 TEUR verzeichnen, eine Reduzierung i.H.v. 1.332 TEUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 (21.834 TEUR). Pro Mitarbeitenden einschließlich Geschäftsführer entspricht dies einem Agenturhonorar von 122,0 TEUR (Vorjahr 112,6 TEUR).

Dem Trend der GWA-Agenturen, die eine leichte Umsatzsteigerung von +1% für 2022 meldeten, konnte Grabarz & Partner im Geschäftsjahr 2022 nicht folgen. Grabarz & Partner vermeldet für 2022 eine Stagnation der Umsatzlage (Umsatzerlöse 2022: 34.598 TEUR vs. 2021: 34.533 TEUR).

Die Honorar-Reduzierung i.H.v. 1.432 TEUR auf 20.122 TEUR in 2022 (Vorjahr 21.554 TEUR), ist in erster Linie durch das Outfading einer großen und überaus erfolgreichen Zusammenarbeit eines unserer auftragsstärksten Kunden der Vergangenheit aus dem Automotive-Bereich zu erklären, sowie der unterjährigen Planungsunsicherheit und den damit verbundenen Projekt-Pausen unserer Kunden aufgrund des Ukraine-Kriegs.

Der Auftragsrückgang wurde allerdings durch in 2022 unterjährig gewonnene Neugeschäfte stark abgefedert. Die Agentur konnte auch in 2022 viele Gewinne im Neugeschäft verzeichnen. Hierzu zählen u.a. die Marken/Unternehmen "LIDL", "Liebherr", "Erdinger" und "Share".

Auf den restlichen Etats sind unter dem Strich marktübliche Bewegungen zu verbuchen, wie im Rahmen der GWA Erhebung für 2022 bereits identifiziert und weiter oben erläutert.

Unser, für die deutsche Werbebranche übliches Wachstum der letzten Jahre konnte nach dem "Stopp" im Pandemiejahr 2020 in 2021 und 2022 wieder fortgeführt werden. Das Management bewertet ihre Schrumpfung in 2022, primär geprägt durch die Verabschiedung eines Key-Acconts, sowie dem Ukraine-Krieg, als einen negativen Doppel-Effekt, den sie in 2023 kompensieren wird.

Das Betriebsergebnis (EBIT), d.h. Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern, lag 2022 bei 374 TEUR (Vorjahr 606 TEUR). Grabarz & Partner verzeichnete in 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 182 TEUR (Vorjahr 379 TEUR).

Das positive Betriebsergebnis ist von Jahresanfang an bewusst eingeplant gewesen und entspricht somit der Erwartung des Managements. Die Ergebnisreduktion hängt unmittelbar zum einen mit der oben beschriebenen Ertragsveränderung und zum anderen mit den Projektpausen, verursacht durch den Ukraine-Krieg, zusammen. Im Gegensatz zur werbebranche-üblichen Rendite für 2022 hat die Agentur weiterhin gezielt in Menschen und Technologie investiert. Diese Investitionen der letzten Jahre werden sich in naher Zukunft bereits auszahlen. Unverändert bleibt dabei immer die Zielsetzung das Jahr weiterhin positiv abzuschließen, was in 2022 gelungen ist.

Aus diesem Grund ist das Ergebnis erneut als "gezielt gesteuert" zu bewerten.

4.2. Vermögens- und Finanzlage

Bei einer Bilanzsumme von 9.077 TEUR liegt die Eigenkapitalquote von Grabarz & Partner weiterhin auf einem guten Niveau. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 liegt die Eigenkapitalquote bei rund 63,2% (Vorjahr 57,2%). Dies entspricht 5.734 TEUR (Vorjahr 6.502 TEUR). Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken (von 5.484 TEUR zum 31.12.2021 auf 4.688 TEUR zum 31.12.2022). Hierbei handelt es sich insbesondere um einen Stichtagseffekt.

Die Finanzlage ist als "robust" zu bezeichnen. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2022 3.588 TEUR und befindet sich somit auf einem angemessenen Niveau (Vorjahr 4.719 TEUR). Neben dem Bestand an liquiden Mitteln verfügt das Unternehmen über Rahmenkreditlinien von insgesamt 2.000 T EUR.

4.3. Personalpolitik und Investitionen

Die Mitarbeitendenzahl inklusive Geschäftsführer und Auszubildende betrug im Jahresdurchschnitt 168 Mitarbeitende, d.h. 26 Mitarbeitende weniger als im Vorjahr. Die Reduktion der Mitarbeiterzahl geht einher mit der Reduktion auf der Honorar-Ebene und der unterjährigen Planungsunsicherheit, welche kurzfristig durch Freelancer kompensiert werden musste.

Wie im Vorjahr auch, ist die Suche nach geeigneten Mitarbeitenden und Nachwuchs eines der intensivsten und schwierigsten Themen. Der Markt ist höchst kompetitiv, nicht nur zwischen den Unternehmen der Branche, sondern auch mit/gegenüber der "freien" Tätigkeit. Bedauerlicherweise ziehen immer mehr hochqualifizierte Mitarbeitende eine freie Tätigkeit einer Festanstellung vor. Allem voran werden Flexibilität und Selbstbestimmtheit, neben überdurchschnittlicher Vergütung, als Gründe für diesen Wechsel angegeben. Grabarz & Partner beobachtet diesen Trend besorgt und entwickelt Maßnahmen und Möglichkeiten, den Bedürfnissen seiner Mitarbeitenden zu entsprechen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Hierfür sind gezielt im Bereich Personalleitung und Hochschulmarketing sehr erfahrene Mitarbeitende eingestellt worden. Außerdem hat Grabarz & Partner seinen Mitarbeitenden in 2020 das grundsätzliche Recht auf mobiles Arbeiten ermöglicht, sodass Mitarbeitende von nun an selbst entscheiden können, ob sie Ihre Arbeit von zu Hause oder von den Büroflächen der Agentur verrichten, je nach individueller Wunschweise des Mitarbeitenden. Mit Grabarz JMP haben wir unser innovations-Angebot und den Standort Berlin inhaltlich weiter ausgebaut, mit dessen Hilfe wir unser Produktportfolio um Innovationen für Produkte, Services und Marken erweitert und bereits erfolgreich für erste Kunden umgesetzt haben.

2022 wurden Investitionen weiterhin auf dem notwendigen Niveau auch im Bereich der IT-Infrastruktur und - Sicherheit getätigt. In 2022 wurden die Voraussetzungen geschaffen, die Agentur in die hochmoderne ERP-Landschaft von Microsoft Dynamics zu integrieren. Die Digitalisierung wichtiger Arbeitsprozesse nimmt weiter seinen Lauf und erhöht ressourcenschonend unsere Geschwindigkeit und Genauigkeit in vielen administrativen Aufgaben, auch im Sinne unseres ökologischen Fußabdrucks. Mit Grabarz & Planet haben unsere Mitarbeitenden aus einer eigenen Vision heraus eine Arbeitsgruppe geformt, die der Agentur und seinen Mitarbeitenden weiterhin dabei hilft, nachhaltige und somit umweltfreundliche Entscheidungen in unseren Arbeitsalltag zu integrieren.

5. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die folgende Zusammenfassung der Chancen und Risiken bezieht sich in der Regel auf einen Zeitraum von einem Jahr:

Operative Risiken und Umsatzrisiken

Als Risiken der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung sind die allgemeinen Risiken der Werbebranche zu nennen. Hierzu zählen wachsendes, kurzfristiges Projektgeschäft, der Verlust von Kunden, die Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunktur oder auch die Gefahr weiterer Restriktionen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen. So bestehen bereits umfassende Werbeverbote für die Lebensmittelbranche, Automobilindustrie und Versicherungen hinsichtlich der Art von Kommunikation, kommunikativer Inhalte und komplexer Hinweispflichten.

Außerdem können sich weiterhin Umsatzrisiken aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine ergeben.Eine quantitative Einschätzung des Risikos ist jedoch aufgrund der weiterhin anhaltenden dynamischen Entwicklung nicht möglich.

Digitalisierung

Die fortwährende Digitalisierung der Marketingdienstleistungen ist ein wesentlicher Treiber sowohl agentur- als auch kundenseitig für anhaltende Investitionen in neue, andere Medien, Kanäle oder Techniken. Bei gleichzeitiger Kostensensibilität der Unternehmen führt das zwangsläufig zu einem fast unmöglichen Spagat der bisherigen Budgets. Der Druck auf Marketingabteilungen und Agenturen wächst also mit bestehenden Mitteln ein maximales Ergebnis zu generieren und die Einbindung neuer, digitaler Kanäle und Techniken nicht außer Acht zu lassen.

Personalressourcen

Die Bindung von guten, hoch qualifizierten Mitarbeitenden an Grabarz & Partner stellt eine ernste Herausforderung dar. Die sich verändernden Anforderungen an die Agentur als Arbeitgeber wie flexible Arbeitszeitmodelle, regelmäßige Auszeiten oder eine räumlich-mobile Arbeitsweise bleiben ein bestimmendes Thema.

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung davon aus, dass Chancen und Risiken sich gleichwertig gegenüberstehen. Den identifizierten Risiken wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

6. Ausblick

Grabarz & Partner erwartet in 2023 ein stärkeres Betriebsergebnis, nachdem in 2022 ein knappes positives Ergebnis erreicht wurde. Nach dem leichten Honorarrückgang im einstelligen Prozentbereich in 2022, ist für 2023 ein deutlicher Anstieg des Umsatzes zu erwarten. Grund hierfür sind in erster Linie die starken Kundengewinne aus dem Vorjahr. Prognosen des Werbemarktes für 2023 vom ZAW gehen davon aus, dass die Bruttowerbeausgaben im ersten Halbjahr gekürzt werden könnten, primär aufgrund der angespannten konjunkturellen Lage, rezessiver Konjunkturindikation, anhaltender Inflation und sinkender Konsumlaune. Das sind keine wünschenswerten Bedingungen für unseren Markt. Sollten sich die geopolitische und konjunkturelle Lage unterjährig entspannen, könnte das zweite Halbjahr unter dem Vorzeichen eines konjunkturellen Aufwinds stehen. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Die in 2022 akquirierten Kunden werden erstmalig volle zwölf Monate von der Agentur betreut werden und auch bei einigen Bestandskunden rechnet die Agentur mit stabilen bis wachsenden Umsätzen, trotz der anhaltend komplexen volkswirtschaftlichen Situation. Diese Faktoren spielen für den Aufschwung in 2023 die Hauptrolle.

Im Vorjahr wurden die Investitionen in Mitarbeitende, Neu-Kunden, Technologien und Systemlandschaft wieder hochgefahren, um alle Bereiche und Prozesse so aufzustellen, dass in 2023 die gewohnt starke Schubkraft abgerufen werden kann, um auf "Vor-Pandemie-Niveau" wieder richtig durchzustarten. Aktuell gehen wir davon aus, dass sich diese geplante Schubkraft in diesem Jahr frei entfalten wird.

Das Planergebnis 2023 ist unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren als wirtschaftlich strategisch-bewusst zu bewerten, insbesondere mit Hinblick auf den ifo-Geschäftsklimaindex. Demnach steigt die Stimmung in den Industrien im Februar 2023 und zeigt sich ähnlich optimistisch wie im Frühling des Vorjahres.

Gemäß des Vier-Quadranten-Schema der ifo Konjunkturuhr befinden wir uns im Februar 2023 im Bereich der Krise, aufgrund der unterdurchschnittlichen Erwartungsindikation, welche aufgrund der noch immer anhaltenden Unsicherheiten durch den Krieg und der Bekämpfung der Inflation vorliegen. Dem Bewegungsverlauf aus 2022 folgend, sind wir in Richtung einer möglichen Erholung aufgebrochen, die in der Regel auf eine Krise folgen kann. Das Streuungsmaß liegt bei einer Skala von 0 bis 100 bei ca. 65. Je höher die Streuung desto größer ist die Firmenunsicherheit. Der Rückgang von 70 auf 65 deutet auf eine reduzierte Unsicherheit der Unternehmen hin.

Für 2023 plant Grabarz & Partner weiterhin im Bereich der digitalen und technologischen Kommunikation, insbesondere Data, UX & Contentproduktion zu wachsen.

Die Kriegslage aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine bildet ein für alle Menschen und Unternehmen unkalkulierbares Risiko der Lebens- und Wirtschaftslage, sodass unternehmerische Prognosen zu diesem Zeitpunkt mit höchster Vorsicht zu interpretieren sind. Neben dem unerträglichen menschlichen Leid kühlt die deutsche Wirtschaftsprognose durch volkswirtschaftliche Zusammenhänge deutlich ab, was sich auch bei den Kunden von Grabarz & Partner bemerkbar macht, sodass es sehr kurzfristig zu einer größeren Verschiebung der Ertragslage kommen kann. Die sich aus diesem Umstand ableitenden Folgen für die Gesellschaft werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 eingeplant.

 

Hamburg, 25. Mai 2023

Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH

Daniel Dolezyk

Julica Hauke

Felix Fenz

Ralf Heuel

Reinhard Patzschke

Bastian Goldschmidt

Anna-Lena Pittelkow

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.723,61 241,61
II. Sachanlagen 348.190,35 416.137,98
III. Finanzanlagen 49.456,72 49.456,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 11.080,48 106.840,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.772.285,57 5.755.785,69
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.588.263,22 4.718.944,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 297.746,27 328.238,62
9.076.746,22 11.375.645,75

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Kapitalrücklage 80.421,38 80.421,38
III. Gewinnrücklage
andere Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
IV. Bilanzgewinn 5.126.576,14 5.894.957,67
5.733.997,52 6.502.379,05
B. Rückstellungen 1.480.007,00 1.653.348,19
C. Verbindlichkeiten 1.862.741,70 3.219.918,51
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 388.299,43 (Vorjahr: EUR 127.243,78)
9.076.746,22 11.375.645,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 34.598.278,41 34.533.176,89
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -95.760,38 95.618,93
3. sonstige betriebliche Erträge 633.387,20 433.031,72
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 708,26 (Vorjahr: EUR 0,00)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.000.768,89 -12.794.856,58
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.774.390,94 -12.031.962,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.953.367,24 -2.082.219,82
-12.727.758,18 -14.114.181,90
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -213.077,59 -200.901,53
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.814.233,20 -7.343.450,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 3.139,99
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53,02 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.475,63 -5.788,37
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -161.424,70 -220.996,03
12. Ergebnis nach Steuern 212.220,06 384.793,12
13. sonstige Steuern -30.601,59 -5.544,72
14. Jahresüberschuss 181.618,47 379.248,40
15. Gewinnvortrag 5.894.957,67 5.515.709,27
16. Ausschüttungen -950.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 5.126.576,14 5.894.957,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der HRB 52097.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs-, Bewertungs- und sonstigen Angabevorschriften gemäß §§ 238 - 288 HGB sowie der rechtsformspezifischen Vorschriften gemäß § 42 GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden, soweit nicht im Folgenden dargestellt, gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 netto werden aus Vereinfachungsgründen im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Jahr der Anschaffung im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte enthalten noch nicht abgerechnete Leistungen, die zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt werden. Die Herstellungskosten umfassen die zurechenbaren variablen Kosten und Teile der zurechenbaren Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Es werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage I.

Eigenkapital

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge aus den Pensionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt € 95.

Rückstellungen

In der Bilanz wird zum 31. Dezember 2022 der Erfüllungsbetrag für die Pensionsverpflichtungen (T€ 14) ausgewiesen. Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich aus der Zinskomponente (€ 296), die unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand (T€ -4), der unter dem Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt € 95.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, Urlaub, sowie sonstige Personalkosten (T€ 752), ausstehende Rechnungen (T€ 151) und Abschluss- und Prüfkosten sowie Kosten für die Erstellung der Steuererklärungen (T€ 69) und die Schwerbehindertenausgleichsabgabe (T€ 33).

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten unter 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
TEUR TEUR TEUR
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
-2.504,43 0 -2.504,43
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 424.083,24 0 424.083,24
-2.219.945,71 0 -2.219.945,71
gegenüber verbundenen Unternehmen 467.258,64 0 467.258,64
-127.243,78 0 -127.243,78
sonstige 971.399,82 0 971.399,82
-870.224,59 0 -870.224,59
Gesamt 1.862.741,70 0 1.862.741,70
-3.219.918,51 0 -3.219.918,51

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: T€ 3).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen insgesamt T€ 2.143 und entfallen in Höhe von T€ 1.031 auf das Geschäftsjahr 2023 und in Höhe von T€ 1.112 auf die Jahre 2024 und 2025.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 211 (Vorjahr: T€ 77) ausgewiesen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 296 (Vorjahr: € 436) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer

 

Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation

 

Reinhard Patzschke, Geschäftsführer Beratung

 

Daniel Dolezyk, Geschäftsführer Finanzen

 

Dirk Lanio, Geschäftsführer Beratung Digital (bis zum 30. September 2022)

 

Felix Fenz, Geschäftsführer Kreation

 

Julica Hauke, Geschäftsführerin Beratung

 

Bastian Goldschmidt, Geschäftsführer Strategie (seit dem 1. September 2022)

 

Anna-Lena Pittelkow, Geschäftsführerin Kreative Transformation (seit dem 1. März 2023)

Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 1.505.

Mitarbeiteranzahl

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 154 (Vj.: 173) Angestellte beschäftigt.

VI. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022 sind keine Ereignisse eingetreten, die nicht bereits im Ausblick für 2023 im Lagebericht dargelegt wurden, die für Grabarz & Partner von entscheiden-der Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 25. April 2023

Ralf Heuel

Julica Hauke

Daniel Dolezyk

Felix Fenz

Reinhard Patzschke

Bastian Goldschmidt

Anna-Lena Pittelkow

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 514.225,65 9.990,00 380.768,41 143.447,24
II. Sachanlagen 2.066.286,15 215.810,46 301.310,98 1.980.785,63
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 49.456,72 0,00 0,00 49.456,72
2.629.968,52 225.800,46 682.079,39 2.173.689,59
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 513.984,04 278,00 380.538,41 133.723,63
II. Sachanlagen 1650148,17 213.077,59 230629,48 1.632.596,28
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
2.164.132,21 213.355,59 611.167,89 1.766.319,91
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.723,61 241,61
II. Sachanlagen 348.189,35 416.137,98
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 49.456,72 49.456,72
407.369,68 465.836,31

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §§ 276, 288, 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagerbericht wurde der folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 27. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andre Kaszas, Wirtschaftsprüfer"

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 02.08.2023 festgestellt.

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