ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH

Bebelstraße 11A, 79108 Freiburg im Breisgau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 4058
Vorher
ZAHORANSKY Formenbau GmbH
Eingetragen
19.9.1991
Branche
Herstellung von Kunststoffen in PrimärformenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Spritzgießformen, Beratung in der Spritzgießtechnologie, Herstellung von Plastikteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ric Nachtmann
seit 26.2.2026
Geschäftsführer
Frank Henninger
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Prokura
Marcel Daniel
seit 14.8.2025
Prokura
Stefan Müller
seit 22.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ZAHORANSKY AG
Germany
511.292 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH (ZAM) ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ZAHORANSKY AG (ZAG) in Todtnau. Sie wurde 1991 gegründet und übernahm zum 1. Januar 1992 von ihrer Gesellschafterin die Betriebsabteilung Formenbau. Im Jahr 2020 hat die Gesellschaft außerdem den Geschäftsbereich Industrieautomation und Medizintechnik von ihrer Muttergesellschaft übernommen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Spritzgießformen, die Beratung in der Spritzgießtechnologie und die Herstellung von Kunststoffteilen, wobei wir uns für die Herstellung der Spritzgießformen unter anderem auch unserer Tochtergesellschaft, der ZAHORANSKY GmbH Formen- und Werkzeugbau in Steinberg (ZRO), bedienen. Diese Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2024 mit Wirkung zum 01.01.2024 im Rahmen eines Management-Buy-Outs verkauft.

Wir sind spezialisiert auf automatische Spritzgießformen für Zahnbürsten, Rasierer, Schreibgeräte, Verschlüsse, insbesondere im Mehrkomponentenbereich. Dazu stellen wir auch Spritzgießwerkzeuge für medizintechnische Produkte wie Laborverbrauchsartikel und Drug Delivery Systems her.

Weiter liefern wir Anlagen im Medizintechnikbereich, insbesondere für das Umspritzen von Einlegeteilen (wie z.B. Nadeln) mit anschließender Qualitätskontrolle, Anlagen zur Herstellung von Dialysefiltern sowie generell Automatisierungslösungen vor und nach der Spritzgießmaschine (teilweise zusammen mit unserer Muttergesellschaft, der ZAHORANSKY AG). Der Vertrieb unserer Produkte wird über den Zentralvertrieb der ZAHORANSKY Gruppe gesteuert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Generell werden Simulationen und virtuelle Inbetriebnahmen sowohl im Maschinenbau als auch im Formenbau für uns immer wichtiger, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und technische Risiken zu minimieren. Dies ist inzwischen bei ZAHORANSKY ein fest etablierter Prozess, den wir für alle neuen Projekte nutzen und systematisch weiterentwickeln. Eine weitere Anwendung in diesem Bereich war eine Kundenschulung, die erfolgreich an einem digitalen Zwilling der Maschine durchgeführt wurde.

In der ZAHORANSKY Gruppe haben wir gemeinsam eine Monomaterialzahnbürste entwickelt, die komplett recyclebar ist. Dabei wird für den Zahnbürstenkörper, die Filamente und die Anker zur Befestigung der Filamente jeweils das gleiche Material verwendet (=Monomaterialzahnbürste). Damit ist diese Zahnbürste problemlos recyclebar. Dabei testen wir auch biobasierte Materialien. Diese Entwicklung beweist das Umweltengagement der ZAHORANSKY Gruppe.

Im Bereich Spritzen (pre-filled syringes), wurde die Nadelvereinzelung NFS durch Neukonstruktion der NFS verbessert, um so das Abteilen und Vereinzeln der Nadeln noch zuverlässiger zu machen.

Auf der Kunststoffmesse K2022 in Düsseldorf und den Arburg-Technologie-Tagen im März 2023 haben wir zum ersten Mal eine Anlage ausgestellt bei der Vials (Impfstofffläschchen) durch Spritz-Streckblasen produziert werden können. Inzwischen konnten wir hier die erste Anlage an einen Kunden verkaufen.

Das grundsätzliche Layout unserer Module im Medizintechnikbereich wurde überarbeitet, um die Kundenanforderungen (z.B. Clean Design) noch besser umzusetzen. Mit dem Medtech-Design verfügen wir jetzt für Anlagen aus dem Medizintechnikbereich über eine universelle Grundkonstruktion, die viele medizintechnische Anforderungen bestens erfüllt. Die ersten Anlagen mit dem neuen Medtech-Design werden gerade montiert.

Im Bereich Medizintechnik gab es aber noch weitere Entwicklungsaktivitäten zu verzeichnen. Bei den Pipettenspitzen haben wir unsere Kompetenzen (u.a. mit einem neuen Heißkanal) erweitert und die Ebenheit unseres Pilotwerkzeugs für Petrischalen verbessert.

Bei den Spritzen aus COC / COP wurde die Entformbarkeit verbessert, womit die Stillstandszeiten (weniger Wartung!) dieser Werkzeuge verbessert werden. Zum ersten Mal konnten wir 2023 ein Spritzenwerkzeug mit einem Luer-Lock-Anschluss ausliefern. Dazu haben wir im Kundenauftrag eine komplette Montagemaschine für eine Luer-Lock-Spritze konstruiert. Ein weiteres Projekt war eine automatische Anlage zum Umspritzen einer Trachealkanüle, sowie eine Anlage zur Produktion einer Aspirationskanüle.

Im Rahmen der Kooperation mit unserem Partner, der M10 Industries AG, hat die ZAHORANSKY Gruppe das im Jahr 2021 gegründete gemeinsame Joint Venture M10 Solar Equipment GmbH bei der Entwicklung einer Anlage zur Herstellung von Schindel-Matrix-Solarzellen im industriellen Maßstab unterstützt, den Prototyp der SURFACE gefertigt, montiert und in Betrieb genommen. Inzwischen ist die Entwicklung einer weiteren Maschine zur Querverschaltung (SURF X) der Schindel-Matrix-Solarzellen in der Entwicklung. In beiden Fällen kamen unsere Kenntnisse und Kompetenzen im Maschinenbau, Industrieautomation und Simulation von komplexen Projekten voll zum Einsatz.

Die SURFACE wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs im November 2021 mit dem Umwelttechnikpreis in der Kategorie Energieeffizienz (zweiter Platz) ausgezeichnet. Sie wurde gleich zweimal prämiert, nämlich mit dem Intersolar Award 2022 und dem German Innovation Award 2022. In einem schwierigen Marktumfeld konnte im ersten Quartal 2024 die erste SURFACE an einen deutschen Produzenten verkauft werden. In der Zukunft erhoffen wir uns weitere Aufträge zur Fertigung von Teilen und Montagen aus dem innovativen und zukunftsträchtigen Solarenergiebereich.

Mit unseren Neuentwicklungen sind wir optimistisch, unsere gute Position im Markt behaupten und unseren Geschäftsbereich Medizintechnik weiter ausbauen zu können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach 3,5 % Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9 %. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich.

Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum.

Angesichts der Knappheit auf den Güter-, Energie- und Arbeitsmärkten einerseits und der staatlichen Konjunkturpakete andererseits, wurde das Inflationsziel der EZB von 2 % erneut verfehlt. Durch die Anhebung des Leitzinses auf 4,5 % konnte jedoch eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone erreicht werden. Auch in Nordamerika, Großbritannien und Australien kam es durch eine restriktivere Geldpolitik zur Trendwende bei den Preissteigerungen. Wobei sich die Inflationsraten dennoch weiter auf einem im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau höheren Stand bewegen. Die geschätzte globale Inflationsrate ging nach 8,8 % im Vorjahr auf 6,9 % im Jahr 2023 zurück. In China zeigen sich dagegen deflationäre Tendenzen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %, wobei die Energieversorgung besonders betroffen war. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %.

Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Hohe Kosten verursachten der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie und Strom in Deutschland jedoch teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum. Dies spiegelt auch der saisonbereinigte Produktionsindex, der weiter auf einem im Vergleich zum Vorpandemieniveau niedrigeren Wert stagniert.

Entwicklung Maschinenbaubranche 2023

Die Konjunkturumfrage des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.) ergab für das Gesamtjahr 2023 eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 6,7 % innerhalb der Maschinenbaubranche. 61 % der befragten Unternehmen meldeten einen gestiegenen, nominalen Umsatz. 31 % berichteten von einer positiven Entwicklung beim Ertrag, während 47 % gleichbleibende und 22% sinkende Erträge rückmeldeten. 52 % der Maschinenbauer beklagten eine verschlechterte Auslastung.

Die Maschinenbaubranche blickt auf ein Jahr 2024 mit gemischten Aussichten. Nach einem robusten Jahr 2023, gekennzeichnet durch die Entspannung der Lieferketten und eine gute Füllung der Auftragsbücher, dämpfen sich die Erwartungen für das nächste Jahr. Der VDMA prognostiziert einen spürbaren Rückgang neuer Aufträge, der bereits im Jahr 2023 mit einem preisbereinigten Minus von 13 % und im ersten Quartal 2024 noch deutlicher mit einem Minus von 33 % zu erkennen war. Dies deutet darauf hin, dass die Bestandsaufträge in den Büchern für 2024 wahrscheinlich geringer ausfallen und somit weniger Umsatz generieren werden.

Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben die langfristigen Aussichten der Branche optimistisch. Der VDMA-Präsident hebt die Bedeutung von Digitalisierung, Dekarbonisierung und dem Aufbau resilienter Lieferketten als potenzielle Wachstumsbereiche hervor. Die Maschinenbaubranche sieht sich somit sowohl kurzfristigen Herausforderungen als auch langfristigen Chancen gegenüber. Die aktuellen Auftragseinbrüche und die globale Konjunkturabschwächung dämpfen die kurzfristigen Erwartungen. Langfristig jedoch bietet die fortschreitende Digitalisierung, zusammen mit der Notwendigkeit zur Dekarbonisierung und der Stärkung des europäischen Binnenmarktes, bedeutende Chancen für Wachstum und Innovation.

Entwicklung Medizintechnikbranche 2023

Die Konjunkturumfrage des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.) ergab für das Gesamtjahr 2023 eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 3,9 % innerhalb der Medizintechnikbranche. 59 % der befragten Unternehmen meldeten einen gestiegenen, nominalen Umsatz. 38 % berichteten von einer positiven Entwicklung beim Ertrag, während 48 % gleichbleibende und 15 % sinkende Erträge rückmeldeten. 50 % der Medizintechniker beklagten eine verschlechterte Auslastung.

Trotz eines erwarteten Umsatzwachstums leidet der Sektor unter hohem Kostendruck, angetrieben durch globale, branchenspezifische und nationale Faktoren wie steigende Energiepreise, strenge Regulierungen und hohe Steuern. Als Reaktion darauf setzen Unternehmen auf Auslagerung von Entwicklung, Produktion und Supply Chain, um Flexibilität und Effizienz zu erhöhen. Diese Maßnahmen sind besonders für KMUs entscheidend, bergen jedoch Herausforderungen bezüglich Qualitätsstandards und Datensicherheit.

Unser Unternehmen ist seit Januar 2013 Mitglied im Arbeitgeberverband Südwestmetall. Die Entlohnung richtet sich nach den zwischen dem Verband der Metall- und Elektroindustrie (Südwestmetall), Tarifgebiet Südbaden, und der Industriegewerkschaft Metall abgeschlossenen Tarifverträgen; darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang 2023 lag mit 48,0 Millionen Euro um 52,8 % über dem Vorjahr (31,4 Millionen Euro) und damit über unseren Erwartungen von 35 Millionen Euro. Mit diesem hohen durch Großaufträge getriebenen Zuwachs liegen wir beim Auftragseingang besser als die Maschinenbaubranche, die beim Auftragseingang 2023 ein Minus von 12 % zu verzeichnen hatte. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt mit 44,4 Millionen Euro um 45 % über dem Vorjahr (30,6 Millionen Euro).

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 lag mit 33,0 Millionen Euro um 41,6 % über dem Vorjahr (23,3 Millionen Euro), und etwas über unseren Erwartungen von 32 Millionen Euro: damit lagen wir aber über dem Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus von -0,5 %.

2.3.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung ist im Berichtsjahr, trotz höherer Kurzarbeitsquote, gestiegen und liegt mit 35,7 Millionen Euro um 19,9 % über dem Vorjahr (29,8 Millionen Euro). Die Kurzarbeitsquote 2023 betrug 13 %. (Vorjahr 11 %).

Dabei ist die Materialquote mit 48,8 % (Vorjahr 50,2 %) etwas niedriger, während die Lohnquote auf 40,7 % (Vorjahr 47,3 %) stark gefallen ist. Die Abschreibungen sind mit 4.346 TEUR niedriger als im Vorjahr mit 5.668 TEUR, ebenso ist der Anteil an der Leistung mit 12,2 % niedriger (Vorjahr 19,1 %). Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 1.637 TEUR auf Einzelwertberichtung auf Forderungen (Vorjahr 3.668 TEUR) sowie in Höhe von 836 TEUR auf außerplanmäßige Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund einer Provisionszahlung für die Vermittlung eines Großauftrags und höherer Management Fees (Restrukturierungskosten) auf 7.072 TEUR gestiegen (Vorjahr 5.254 TEUR). Gemessen an der Leistung sind sie von 17,4 % auf 19,8 % gestiegen. Die aufgrund der Auflösung von in Vorjahren gebildeter Wertberichtigungen um 3.723 TEUR gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge tragen in Höhe von 4.641 TEUR positiv zum Jahresergebnis bei.

Entsprechend der höheren Gesamtleistung und aufgrund außerordentlicher sonstiger betrieblicher Erträge konnte das Ergebnis vor Steuern verbessert werden, und zwar auf -3.579 TEUR (Vorjahr -9.463 TEUR). Damit liegen wir auch besser als unsere Erwartungen von -4,3 Millionen Euro.

Das Finanzergebnis weist einen Zinssaldo von -548 TEUR aus (Vorjahr -186 TEUR).

Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei -4.107 TEUR (Vorjahr -7.612 TEUR).

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Durch den hohen Verlust hat sich das Eigenkapital auf 672 TEUR reduziert (Vorjahr 4.884 TEUR). Die Eigenkapitalquote ist dadurch auf 2,7 % gefallen (Vorjahr 17,8 %). Die Bankverbindlichkeiten wurden komplett zurückgeführt, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf 20,3 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr 18,9 Millionen Euro). Ein Grund für die weitere Ausweitung der Konzernfinanzierung ist, dass Anzahlungen für gemeinsame Aufträge mit der ZAHORANSKY AG aus Vereinfachungsgründen nicht an die Gesellschaft weitergereicht wurden. Die Vorräte sind um 0,6 Millionen Euro gefallen, die erhaltenen Anzahlungen sind um rund 3,8 Millionen Euro höher als im Vorjahr.

Wegen des negativen Jahresergebnisses hat sich die Vermögens- und Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag verschlechtert. Die Finanzlage ist aber noch zufriedenstellend.

2.3.2.2 Investitionen

Im Geschäftsjahr wurde für 84 TEUR investiert (Vorjahr 260 TEUR). Die größte Investition war die Erweiterung einer Anlage für Prozesskühlwasser.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit 2.709 TEUR aufgrund außerplanmäßiger Abschreibung von 836 TEUR über dem Vorjahresniveau (2.000 TEUR). Weitere Abschreibungen betreffen in Höhe von 1.637 TEUR (Vorjahr 3.668 TEUR) das Umlaufvermögen. Wesentliche Abgänge waren nicht zu verzeichnen.

2.3.2.3 Liquidität

Der Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen sowie Veränderung längerfristiger Rückstellungen) ist auf 237 TEUR gestiegen (Vorjahr -1.944 TEUR, jeweils ohne Berücksichtigung möglicher Gewinnausschüttungen der Tochter). Die Finanzierung des weiterhin relativ hohen Bestands des Working Capitals erfolgte wie im Vorjahr im Rahmen der Konzernfinanzierung, welche im Wesentlichen die Muttergesellschaft bereitstellt.

Aufgrund der schwierigen Geschäftslage und den größeren Ausschlägen beim Auftragseingang durch das Projektgeschäft wurde die Konzernfinanzierung im Geschäftsjahr ausgeweitet. Zudem konnten durch die aufgenommenen Konzernmittel die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt werden.

Die angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - in der Regel unter Abzug von Skonti - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Gesellschaft partizipiert an der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Sicherheitenpoolvereinbarung, im Rahmen derer die finanzierenden Kreditinstitute der Muttergesellschaft und der ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH u. a. zusagten, die von diesen zum Teil wechselseitig ausnutzbaren Kredit- und Avallinien bis zum 31. Dezember 2025 offenzuhalten. Am Bilanzstichtag bestehen bei der Gesellschaft freie Kreditlinien in Höhe von 0,8 Millionen Euro sowie in Anspruch genommene Avallinien in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 mussten teilweise unsere Kreditlinien in Anspruch genommen werden. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betrugen 524 TEUR.

2.3.3 Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 43,0 % (Vorjahr 48,4 %). Durch den erneuten Verlust ist es nur noch zu 6,3 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr 36,8 %). Der Anteil des Vorratsvermögens (vor Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen) an der Bilanzsumme ist gestiegen und beträgt 72,4 % (Vorjahr 53,2 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, ebenso wie die erhaltenen Anzahlungen gestiegen.

2.4 Mitarbeiter- und Umweltbelange

Die Mitarbeiterzahl ist 2023 im Jahresdurchschnitt (Zwölfmonatsdurchschnitt Vollzeitäquivalente) um 2,7 % auf 179 gesunken. In der Produktion waren durchschnittlich 154 und in der Verwaltung 33 Mitarbeiter beschäftigt (dazu 18 Auszubildende). Zum 31. Dezember 2023 beschäftigten wir nach Köpfen 179 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) und 14 Auszubildende.

Unsere hohe Ausbildungsquote von 7,8 % (bezogen auf die Anzahl der Mitarbeiter) beweist unser großes Engagement für die qualifizierte Ausbildung junger Mitarbeiter. Wir präsentieren uns in Schulen und auf Ausbildungsmessen. In der eigenen Ausbildung von Facharbeitern sehen wir einen wichtigen Beitrag, um unsere Leistungsfähigkeit in der Zukunft zu sichern.

Wir legen großen Wert auf die Ausbildung im Bereich Elektrik, Elektronik und Software, da diese Bereiche einen immer größeren Stellenwert im Maschinenbau bekommen. Dies gilt auch für die Studierenden der Dualen Hochschulen.

Für alle Mitarbeiter haben wir die ZAHORANSKY Akademie ins Leben gerufen. Im lebenslangen Lernen aller Mitarbeiter sehen wir die einzige Chance, den weltweiten Veränderungen gerecht zu werden und die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen. Insbesondere im Bereich IT-Sicherheit wurden unsere Mitarbeiter - auch durch E-Learning ausführlich geschult.

Während der Coronavirus-Pandemie mussten leider alle sportlichen und gesundheitsfördernden Maßnahmen für unsere Mitarbeiter eingestellt werden. Anfang 2023 wurden diese Aktivitäten mit dem Freiburg Marathon sowie dem B2Run Freiburg und dem Ultrabike in Kirchzarten wieder aufgenommen und 2024 fortgeführt.

Im Dezember 2020 haben wir bei ZAHORANSKY die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die es schon vor mehr als zwanzig Jahren gab, wieder eingeführt. Fast 70 % der Mitarbeiter sind zwischenzeitlich zu stillen Gesellschaftern der ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH geworden. Das Mitarbeiterkapital beläuft sich inzwischen auf 708 TEUR. Mit der Mitarbeiterkapitalbeteiligung wollen wir die Mitarbeiterbindung stärken, unternehmerisches Denken und Handeln fördern und die Vermögensbildung der Mitarbeiter unterstützen.

Die ZAHORANSKY Gruppe ist sich der Verantwortung für den Schutz von Umwelt und Klima bewusst. Deshalb streben wir nach einer ressourcenschonenden Produktion und nach Umwelteffizienz unserer Produkte. "Nachhaltigkeit bestimmt unseren Umgang mit den Ressourcen an allen Standorten. Umweltverträglichkeit und sparsamer Energieverbrauch sind Leitprinzipien unserer Produktentwicklung sowie Produktions- und Logistikprozesse" (Auszug aus: ZAHORANSKY Vision/Leitsätze). Auch bei der Anschaffung von neuen (Produktions-) Anlagen ist die Energieeffizienz für uns ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium.

Mit dem Energie Monitoringsystem ECON überwachen wir regelmäßig unsere Verbräuche von Strom, Gas, Wasser und Druckluft und reagieren schnell auf erkennbare Abweichungen. So wurden auch die Stromverbräuche über die Weihnachtspause kontrolliert und die Wirksamkeit der Abschaltmaßnahmen überprüft.

Als Folge unseres Engagements für die Umwelt bezieht die ZAHORANSKY Gruppe in Europa zu 100 % Strom, der aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Der bezogene Strom im Jahr 2023 ist mit 1.440 MWh gegenüber dem Vorjahr (1.424 MWh) geringfügig gestiegen. Auf den Dächern unserer beiden Werkshallen betreiben wir PV-Anlagen mit 330 KWp. Damit konnten 320 MWh Strom erzeugt werden, was einer CO 2 -Einsparung von 139 Tonnen entspricht.

Die ZAHORANSKY Gruppe hat im Jahr 2023 mit dem Standort Todtnau (sowie Mitarbeitern der ZAM) erfolgreich am Förderprogramm KLIMAfit des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg teilgenommen. KLIMAfit ist ein Förderprogramm, das Unternehmen jeder Branche und Größe in Baden-Württemberg einen niederschwelligen und strukturierten Einstieg in das Thema Klimaschutz und Energieeinsparung bietet. In den Workshops wurde eine erste Treibhausgasbilanz für den Standort Todtnau erstellt. Dabei wurden die Emissionen für Scope 1 und 2 ermittelt und für den Scope 3 die bedeutendsten Emissionsquellen herausgearbeitet.

Es ist geplant dieses Wissen jetzt schnell für die ZAM zu nutzen und auch hier bis Juni ebenfalls eine Treibhausgasbilanz zu erstellen. Die Teilnahme an KLIMAfit zeigt das besondere Engagement der ZAHORANSKY Gruppe für den betrieblichen Klimaschutz.

An allen deutschen Standorten haben wir im ersten Halbjahr 2023 die Handysammelaktion des NABU unterstützt. Es konnten insgesamt 250 Handys eingesammelt und an die Sammelstelle geschickt werden.

Mit unserem Umweltengagement verfolgen wir zudem das Ziel, alle Mitarbeiter unseres Unternehmens zu motivieren, sich mit dem Thema Umwelt und Klimaschutz zu beschäftigen, was zu weiteren Verbesserungsvorschlägen für den Umweltbereich führen soll.

Im Juni 2023 wurde in allen europäischen Werken der ZAHORANSKY Gruppe unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015, unser Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001:2015 und unser Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001:2018 durch Überwachungsaudits bestätigt.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Mit -3.6 Mio. Euro liegt das Ergebnis vor Steuern besser als das prognostizierte Ergebnis von -4,3 Mio. Euro und ist damit leicht besser als unsere Erwartung.

Momentan arbeiten wir zur Verbesserung der Ertragslage mit einer Unternehmensberatung zusammen, die Mitte April 2023 ihre Arbeit bei uns aufgenommen hat. Mit dieser Unternehmensberatung arbeiten wir zusammen an der Umsetzung eines umfangreichen Maßnahmenprogramms zur Restrukturierung und Überwindung der Ertragsschwäche. Seit Anfang September 2023 wird die Umsetzung bei der Muttergesellschaft und auch bei ZAM zusätzlich durch einen CRO verstärkt.

Der Maschinenbau in Deutschland blickt 2024 auf ein Jahr mit gemischten Aussichten. Der VDMA prognostiziert einen spürbaren Rückgang neuer Aufträge, der bereits im Jahr 2023 mit einem preisbereinigten Minus von 13 % und im ersten Quartal 2024 noch deutlicher mit einem Minus von 33 % zu erkennen war. Auch in der Medizintechnik ist die Entwicklung schwieriger, dieser Bereich leidet unter einem hohen Kostendruck (siehe Wirtschaftsbericht).

Die Aussichten 2024 sind also eher von Skepsis und großen Unsicherheiten gekennzeichnet. Zwar liegt der Auftragseingang per Ende März fast auf Vorjahresniveau, trotzdem rechnen wir aber für 2024 mit nur einem Auftragseingang von 21 Mio. Euro, also weit unter Vorjahr.

Aufgrund des niedrigen Auftragseingangs (aber dem noch hohen Auftragsbestand) erwarten wir für 2024 einen Umsatz von 34 Millionen Euro. Gemäß unserer aktualisierten Planung, die auch Aufwendungen für die angestoßenen Restrukturierungsmaßnahmen berücksichtigt, rechnen wir für das Jahr 2024 nochmals mit einem Verlust vor Steuern in Höhe von -3,9 Mio. EUR, bevor wir ab dem Geschäftsjahr 2025 wieder mit zumindest leicht positiven Ergebnissen (EBT) planen. Trotz des für 2024 prognostizierten negativen Ergebnisses ergibt sich nach dieser Planung aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen eine ab 2025 bessere Ertragslage sowie eine solidere Vermögens- und Finanzlage.

3.2 Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf Chancen und wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Als Mitglied einer international tätigen Unternehmensgruppe sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unser Ziel ist es, Risiken zu minimieren bzw. nur einzugehen, um damit verbundene Chancen zu nutzen.

3.2.1 Risikomanagementsystem

Die ZAHORANSKY Gruppe hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist in unserem Risikohandbuch festgelegt und somit Aufgabe aller Mitarbeiter, insbesondere der Führungskräfte.

Konsequenterweise hat die ZAHORANSKY Gruppe ein Business Continuity Management. Dabei wurden Strategien zur Wiederherstellung der Lieferfähigkeit in Katastrophenfällen ausgearbeitet und schriftlich festgehalten. Damit verfügen wir für wichtige existenzbedrohende Szenarien über Notfall- und Krisenpläne. In Todtnau und Freiburg wurden Krisenräume eingerichtet.

Angesichts der beängstigend zunehmenden Cyber-Angriffe wurden alle Krisenübungen der Jahre 2022 und 2023 im Bereich IT-Sicherheit durchgeführt. In verschiedenen Schritten wurde die Wiederherstellung unserer Server aus der Jahressicherung getestet, ein Sicherheitsaudit bei unserem E-Mail-Provider abgehalten und ein Sicherheitsaudit in Todtnau mit verschiedenen Angriffen (u.a. "friendly attack") durchgeführt.

3.2.2 Risiken

In unserem RMS wurden folgende Risiken mit der Relevanz 4 eingeordnet, d.h. sie könnten eine Auswirkung auf unser Ergebnis von mehr als 5 Mio. Euro haben. Im Gegensatz zum Vorjahr ergibt sich damit eine neue Gliederung:

Geringe Ertragskraft der deutschen Werke

Beschäftigungsrisiko

Marktorientiertes Innovationsmanagement

Risiken Auftragseingang

Risiken aus Großprojekten

Risiken IT-Sicherheit

Weitere Risiken

Die Ertragskraft der deutschen Werke zu verbessern ist Ziel der eingeleiteten Restrukturierung mit SMP und unserem CRO, der am 18.03.2024 zum Geschäftsführer bestellt wurde. Im Rahmen der Restrukturierung wurde anhand eines definierten Leitbilds ein Bündel von Maßnahmen verabschiedet, welche in den Fokusbereichen Umsatz, Kosten und Prozesse die notwendigen Verbesserungen zur Steigerung der Ertragskraft sicherstellen sollen.

Für die Gesellschaft mit ihrer recht hohen Fertigungstiefe und Kostenstruktur bleibt es auch im Geschäftsjahr 2024 eine Herausforderung eine ausreichende Auslastung sicherzustellen und das Beschäftigungsrisiko zu minimieren. Zwar konnte das Instrument der Kurzarbeit seit Sommer 2020 bis 2024 genutzt werden und so im Jahr 2021 0,3 Mio. Euro, sowie 2022 und 2023 jeweils 1,2 Mio. Euro an Kosten eingespart werden. Dennoch war die Personalaufwandsquote in den deutschen Standorten der ZAHROANSKY Gruppe trotz der Kurzarbeit auch in 2022 und 2023 sehr hoch und lag weit über dem VDMA-Durchschnitt.

Durch den Verkauf von ZRO und der Reduzierung der Mitarbeiter in ZAM und ZAG hauptsächlich durch natürliche Fluktuation, konnte die Mitarbeiterzahl in den deutschen Werken bereits um ca. 110 reduziert werden und damit auch das Beschäftigungsrisiko verringert werden. Dies sollte sich künftig auch positiv in der Lohnquote niederschlagen.

Von großer Bedeutung ist es für uns aber weiterhin durch marktgerechte Innovationen den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und so dem Wettbewerb in unserer Branche zu begegnen. Laut Risikoinventur sollten wir uns hier verbessern. Deswegen wollen wir unser Innovationsmanagement marktorientierter ausrichten. Ab April hat ein neu eingestellter Mitarbeiter die systematische Entwicklung marktgerechter Produkte übernommen. Er soll auch die Innovationen im Medizintechnikbereich vorantreiben.

Generell sind Plastikdiskussion, Verpackungsdiskussion, die konjunkturelle Lage, insbesondere im Maschinenbau, der für uns immer noch schwierige Marktzugang im Bereich Medizintechnik, fehlende Innovationen und große Unsicherheiten sowie Kriege Gründe für den niedrigen prognostizierten Auftragseingang.

Die in der Öffentlichkeit geführte Plastikdiskussion hat auch 2023 unser traditionelles Geschäft mit Zahnbürstenformen negativ beeinflusst. Die Unsicherheit und die Suche nach Alternativen halten unsere Großkunden weiter ab, neue Initiativen zu starten. Es bleibt abzuwarten, wann der Markt (und unsere Kunden) wieder in neue Produkte und Initiativen investieren werden.

In den asiatischen Märkten ist insbesondere bei einfachen Zahnbürstenformen der Wettbewerb sehr groß. Diese Konkurrenten fertigen auch automatische Zweifarbenwerkzeuge. Mit unserem Basic-Line-Werkzeugkonzept, der Plattformtechnologie, sowie weiteren vorteilhaften Konstruktionen für zwei- oder drei-Komponenten-Werkzeugen bieten wir unseren Kunden entscheidende Vorteile bei Zuverlässigkeit, Zykluszeit, Lieferzeit und Preis, um so auch gegen diesen starken asiatischen Wettbewerb zu bestehen. Darüber hinaus bietet die enge Zusammenarbeit mit der ZAHORANSKY-Schwestergesellschaft in Indien (ZCO) weitere Möglichkeiten dem asiatischen Wettbewerb Paroli bieten zu können.

Die einfachen automatischen Zweifarbenwerkzeuge (Basic Line) werden aus Kostengründen inzwischen fast nur noch bei ZCO produziert. Damit reduziert sich unsere Beschäftigung und wir müssen nach neuen Aufträgen Ausschau halten. Auf der anderen Seite erreichen wir so neue Kunden (insbesondere in Asien), womit sich die Marktposition der ZAHORANSKY Gruppe verbessert.

Die Akquise von Aufträgen für unsere neuen Geschäftsbereiche Industrieautomation und Medizintechnik ist weiterhin nicht einfach. In den letzten Jahren konnten wir jedoch in den Bereichen Industrieautomation, Medizintechnik und bei großen, verketteten Zahnbürstenanlagen sehr erfolgreich verkaufen.

Zur Sicherstellung der Auslastung sind wir auch weiterhin auf kundenspezifische Projektaufträge und Großprojekte mit höheren Auftragsvolumina angewiesen, bei denen insbesondere unsere hohe Kompetenz im Bereich Industrieautomatisierung und dem Bau komplexer Formen voll zu Geltung kommen kann. Neben dem höheren Risiko von Forderungsausfällen oder Produkthaftungsrisiken tragen diese großen Projekte allerdings auch ein großes technisches Risiko, falls diese nicht wie geplant abgewickelt werden können. Dies versuchen wir durch Simulation und vorgeschaltete Tests ("Proofs of Principle") zu minimieren.

Dennoch können bei der Inbetriebnahme dieser Großanlagen oft unvorhersehbare Probleme auftreten, die uns vor große Herausforderungen stellen und erhebliche Kostensteigerung nach sich ziehen können. Spezifische Risikobewältigungsmaßnahmen bei Großprojekten sind das Optimieren des Projektmanagements und des Projektcontrollings. So wurde im Geschäftsjahr 2023 unser Projektabwicklungsplan komplett überarbeitet um die Abgrenzung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie die Risikoabschätzung zu verbessern. Zudem arbeitet die ZAHORANSKY Gruppe daran, diesen Bereich durch einen Leiter Projektmanagement zu verstärken (Suche läuft). Durch eine Insolvenzversicherung haben wir das Risiko von Kundeninsolvenzen bei Großprojekten reduziert.

Die Steuerung eines international operierenden Unternehmens ist nur mit Hilfe leistungsfähiger IT-Systeme möglich, die IT-Sicherheit bekommt damit einen immer größeren Stellenwert. So hängt z.B. die permanente Lieferbereitschaft von der ständigen Verfügbarkeit der IT-Systeme und ihrer Daten ab. Gravierende Störungen wie Systemausfälle oder Datenverluste könnten die Lieferbereitschaft (auch für längere Zeit) gefährden. Konsequenterweise wurde deshalb die Sicherstellung der Ersatzteilversorgung aus unserem Zentrallager in Todtnau in einer Krisenübung getestet.

Sicherheitseinrichtungen (Virenschutz, Firewall, UPS, Daten-Sicherung etc.) sind vorhanden und werden stetig an die steigenden Anforderungen angepasst. Wir haben eine Cyberversicherung, allerdings wird es immer schwieriger die Deckung zu behalten, da die Versicherungen ihre Anforderungen stark erhöht haben. Bei allen Umstrukturierungen und Neuinvestitionen (Hard- und Software) werden BCM- und Sicherheitsaspekte mitberücksichtigt.

Zum 01.10.2023 wurde die Funktion des IT-Sicherheitsbeauftragten der ZAHORANSKY Gruppe mit einem erfahrenen Experten neu besetzt. Durch die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten auf dem Gebiet Cyber-Angriffe und IT-Sicherheit haben wir die Cyber-Sicherheit unserer Systeme stark verbessert und haben unsere IT-Sicherheit auf dem neuesten Stand.

Folgende Maßnahmen sind umgesetzt bzw. in Arbeit, um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern:

Mitarbeitersensibilisierung und Aufklärung zu möglichem Schadensumfang,

Schutz kritischer Daten ("Kronjuwelen"),

Endpoint-Security (Zscaler) und

Netzwerksegmentierung.

Beim Datenschutz arbeiten wir mit der Beiten, Burkhardt Services GmbH seit 01.10.2023 zusammen, die zum externen Datenschutzbeauftragten ernannt wurde.

Neben diesen Risiken mit Relevanz 4, die wir oben behandelt haben, sehen wir insbesondere noch folgende weitere Risiken als wichtig an:

Durch Schulung und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter, unser Qualitätsmanagementsystem und Konstruktionsrichtlinien versuchen wir, das Risiko der Produkthaftung gering zu halten und achten sehr auf die Sicherheit unserer Maschinen und Anlagen. Aus den Exportgeschäften resultierende Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung, da wir auf Berechnung in Euro bestehen.

Es bleibt weiterhin schwierig, Stellen mit qualifizierten Ingenieuren und insbesondere Programmierern zu besetzen. Diese Entwicklung betrachten wir mit Sorge; sie könnte in der Zukunft unser Wachstum entscheidend einschränken. Aus diesem Grund unterstützen wir junge Mitarbeiter, die studieren wollen, und arbeiten mit Dualen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten zusammen.

Zur Minimierung des Forderungsausfallrisikos vereinbaren wir (ergänzend zu unserem systematischen Forderungsmanagement) grundsätzlich einen Eigentumsvorbehalt und bestehen auf sichere Zahlungsbedingungen. Die Liquiditätsrisiken werden durch die Strukturen innerhalb der ZAHORANSKY Gruppe reduziert. Dennoch ergeben sich durch die zunehmende Abwicklung von komplexeren Projekten mit hohen Umsatzvolumina entsprechende Auswirkungen auf unsere Risikostruktur.

Unsere Liquidität hat sich aber im Laufe des Jahres 2023 stabilisiert. Die zugesagten Kreditlinien mussten in den letzten Monaten nur wenig in Anspruch genommen werden.

Der Kapitalbedarf in Zusammenhang mit der Abwicklung eines Großauftrages sowie die weitere Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde im Geschäftsjahr durch Ausweitung der Konzernfinanzierung seitens der Muttergesellschaft finanziert. Es ist geplant diese Konzernfinanzierung in 2024 teilweise zurückzuführen. Dennoch ist die Gesellschaft im Prognosezeitraum auf die Aufrechterhaltung der in Anspruch genommenen Konzernfinanzierung und Kreditlinien angewiesen. Durch ungeplante zukünftige Einflüsse können sich weitere Liquiditätsbedarfe ergeben, welche durch die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals gedeckt werden müssten. Insoweit ergeben sich im Prognosezeitraum Ertrags- und Liquiditätsrisiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten.

Wir rechnen nicht mit gravierenden Auswirkungen der sich abzeichnenden Klimaänderung auf unsere Werke.

Andere bestandsgefährdende Risiken, die sich aus Umwelteinflüssen oder anderen externen Einflüssen ergeben, sind uns nicht bekannt.

3.3 Chancenbericht

Generell sind die Aussichten für 2024 schwierig einzuschätzen und eher von großer Skepsis geprägt. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Chance, aufgrund der mit Unterstützung einer externen Unternehmensberatung die 2023 eingeleiteten Maßnahmen zur Ertragsteigerung und Optimierung unserer Kostenstruktur ab 2025 wieder positive Renditen zu erwirtschaften.

Mit unseren hohen Qualitätsstandards, unseren motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern, unserer hohen technischen Kompetenz und Innovationsfähigkeit, insbesondere bei automatischen Mehr-Komponenten-Werkzeugen, bei Spritzgießwerkzeugen mit hoher Kavitätenzahl, bei Projekten mit spritzgießnaher Automatisierung, der für uns neuen Technologie Spritzblasen und bei Produktionsanlagen zur Herstellung von Spritzen sowie weiteren Produkten für den Medizintechnikbereich, (Pipettenspitzen, Blutentnahmeröhrchen, Laborplatten) haben wir die Chance, in den kommenden Monaten wieder mehr Aufträge zu bekommen, um wieder eine bessere Beschäftigung zu erreichen.

Mit dem Aufbau eines Zentralvertriebs, der alle Produkte der ZAHORANSKY Gruppe koordiniert vertreiben soll, haben wir die Chance, unsere Produkte noch mehr über die ZAHORANSKY Vertriebstöchter zu verkaufen und können so auch neue Kundengruppen in Ländern, die bisher nicht so intensiv bearbeitet wurden, besser erreichen.

Weitere Chancen ergeben sich für uns so einerseits in der engen Zusammenarbeit mit der ZAHORANSKY AG in unserem traditionellen Geschäftsbereich (Formen- und Maschinenbau für die Herstellung von Bürsten), aber anderseits auch in der weiteren Diversifizierung der Anwendungsbereiche für unsere Automatisierungslösungen. So sehen wir nach wie vor in den Geschäftsbereichen Industrieautomation und Medizintechnik ein Zukunftspotential, da hier die besonderen Stärken und Erfahrungen der ganzen ZAHORANSKY Gruppe aus dem Formenbau (mit speziellen Kenntnissen bei Mehr-Komponenten-Werkzeugen) und dem Maschinenbau (mit umfangreichen Kenntnissen in CNC-Anwendungen und schnellen Bewegungen, großer Erfahrung in der Automatisierung, im Projektmanagement sowie der SPS-Programmierung auch komplexer Systeme) voll zur Geltung gebracht werden können. Somit sind wir in der Lage, unseren Kunden auch komplexeste Anlagen aus einer Hand anzubieten (One Stop Shopping).

Im Bereich der Solarenergie (Maschinen zur Herstellung von Schindel-Matrix-Solarzellen) haben wir die Chance weitere Aufträge von der M10SE zu bekommen.

Mit der Entscheidung mit Hilfe einer externen Unternehmensberatung eine Restrukturierung durchzuführen, sind wir der Überzeugung, dass wir ab 2025 wieder ein leicht positives Ergebnis vor Steuern erreichen können.

4. Nachtragsbericht

Hinsichtlich des Nachtragsberichts verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

 

Freiburg., 17. Mai 2024

ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH

gez. Winfried Ebner

gez. Stefan Müller

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER ZAHORANSKY AUTOMATION & MOLDS GMBH, FREIBURG IM BREISGAU

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 10.588.870,04 13.272
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.049.630,09 2.881
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.034.992,49 1.537
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 14.637,60 1.344
II. Sachanlagen 8.181.709,99 9.033
1. Grundstücke und Bauten 5.818.070,56 6.095
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.894.408,44 2.327
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 469.230,99 611
III. Finanzanlagen 1.357.529,96 1.358
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.357.529,96 1.358
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.910.792,79 13.528
I. Vorräte 7.889.853,87 8.453
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.497.100,71 3.510
1. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.497.100,71 3.497
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 13
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 523.838,21 1.565
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 105.362,31 78
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 529
24.605.025,14 27.407

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 671.998,19 4.884
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapital der stillen Gesellschafter 708.364,80 814
III. Kapitalrücklage 4.821.353,45 4.821
IV. Gewinnrücklagen 430.813,66 431
V. Verlust-/Gewinnvortrag -2.181.368,99 5.430
VI. Jahresfehlbetrag -4.107.164,73 -7.612
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.950.418,00 1.993
C. VERBINDLICHKEITEN 21.982.608,95 20.530
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 341
2. übrige Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 1.657.657,95 1.278
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.324.951,00 18.911
- davon aus Steuern: EUR 145.311,65 (Vorjahr: TEUR 180)
24.605.025,14 27.407

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

DER ZAHORANSKY AUTOMATION & MOLDS GMBH, FREIBURG IM BREISGAU

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 22.921.817,11 15.740
2. Personalaufwand 14.533.797,27 14.095
a) Löhne und Gehälter 11.938.342,94 11.557
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.595.454,33 2.538
- davon für Altersversorgung: EUR 5.906,56 (Vorjahr: TEUR 11)
3. Abschreibungen 4.346.464,34 5.668
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.709.412,86 2.000
- davon außerplanmäßige Abschreibungen: EUR 835.514,00 (Vorjahr: TEUR 0)
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.637.051,48 3.668
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.072.150,29 5.254
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.311,79 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 594.225,73 186
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 581.825,47 (Vorjahr: TEUR 126)
-547.913,94 -186
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 528.656,00 -1.851
- davon aus latenten Steuern: EUR 528.656,00 (Vorjahr: TEUR 612)
8. Ergebnis nach Steuern -4.107.164,73 -7.612
9. Jahresfehlbetrag -4.107.164,73 -7.612

ANHANG FÜR 2023

ZAHORANSKY AUTOMATION & MOLDS GMBH, FREIBURG IM BREISGAU

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 4058 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir gegebenenfalls einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Für die in der Fertigung eingesetzten Werkzeuge ist ein Festwert von TEUR 234 (Vj TEUR 292) gebildet.

Im Rahmen einer Sicherheiten-Poolvereinbarung wurden alle Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens den finanzierenden Banken sicherungsübereignet.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Sie beinhalten grundsätzlich alle gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Im Geschäftsjahr 2022 wurde zur Berechnung der Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse erstmalig das Wahlrecht zur Aktivierung von angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung ausgeübt, soweit diese auf unfertigen Maschinen und Formen im Bau entfallen.

In allen Fällen wurde grundsätzlich verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind in Anwendung des Ausweiswahlrechts nach § 268 Abs. 5 HGB von den Vorräten offen abgesetzt worden. Die offene Absetzung der erhaltenen Anzahlungen ist auf die Gesamtsumme der Vorräte beschränkt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sind in der Sicherheiten-Poolvereinbarung an die finanzierenden Banken abgetreten.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % (Vj 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwertes mit 2,0 % p. a. (Vj 2,0 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) des Anlagevermögens wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 1.035 aktiviert.

3.2 Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 mit 100 % am Stammkapital von TEUR 102 der ZAHORANSKY GmbH Formen- und Werkzeugbau, Steinberg (Sachsen), beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.479. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf TEUR 356.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 38 (Vj TEUR 38) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Im Geschäftsjahr bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wären vorbehaltlich des gesonderten Ausweises in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 13) als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen.

3.4 Rechnungsabgrenzungsposten

Die mit einem Erbbaurechtsvertrag für ein Grundstück in Freiburg-Hochdorf in Verbindung stehenden einmaligen Kosten in Höhe von ursprünglich TEUR 72 wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und werden über die Restlaufzeit des Vertrages aufgelöst.

3.5 Stammkapital

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Stammkapital durch Bar- und Sacheinlagen, Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils sowie aus Gesellschaftsmitteln von EUR 511.291,88 auf EUR 1.000.000,00 erhöht.

3.6 Kapitalrücklage

Zum 1. Januar 2020 wurde das Freiburger Werk der ZAHORANSKY AG (ZFR) im Zuge einer Kapitalerhöhung in die ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH eingebracht. Dabei wurde der neue Geschäftsanteil mit einem Agio ausgegeben und EUR 1.283.514,58 in die Kapitalrücklage eingestellt. Im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in 2020 verringerte sich die Kapitalrücklage um EUR 487.708,00 und beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 4.821.353,45.

3.7 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 0,4 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen ist diese allerdings nicht einschlägig.

3.8 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
von 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlicheiten 21.983 21.983 0 0
Vorjahr (20.531) (20.531) (0) (0)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Für die Einräumung von Kontokorrent- und Avallinien ist mit den kreditgewährenden Banken ein Sicherheiten-Poolvertrag geschlossen worden. Als Sicherheiten wurden alle Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens sicherungsübereignet und die Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen abgetreten. Weiterhin wurden Grundschulden in Höhe von 4 Mio. € auf den Grundstücken in Freiburg-Hochdorf bestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 8.387 (Vj TEUR 18.756) Verrechnungskonten, über die der gegenseitige Lieferungs- und Leistungsverkehr abgewickelt wird. Vorbehaltlich eines gesonderten Ausweises wären TEUR 11.356 als erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen auszuweisen. Die weiteren Verbindlichkeiten betreffen überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3.9 Latente Steuern

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung:

01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 641 -321 320
Passive latente Steuern 112 208 320

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die Position enthält Erträge aus dem Verbrauch von Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 75 (Vj TEUR 452).

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen in außergewöhnlicher Größenordnung von TEUR 4.288 auf Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtungen.

4.2 Personalaufwand

An Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 6 (Vj TEUR 11) angefallen.

4.3 Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in außergewöhnlicher Höhe von TEUR 836 (Vj TEUR 0).

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen Steuern mit TEUR 68 (Vj TEUR 21) werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Davon entfallen TEUR 35 auf Vorjahre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerordentliche Aufwendungen für Provisionen mit TEUR 920 und für Restrukturierungsmaßnahmen mit TEUR 738. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 6 (Vj TEUR 1) enthalten.

4.5 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 9 (Vj TEUR 5) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

4.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für Vorjahre mit TEUR 0 (Vj TEUR 1.063) enthalten.

5 Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Die Miet- und Leasingverträge stellen hierbei die größte Position dar. Diese Verträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Bei den gemieteten bzw. geleasten Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Immobilien. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (in TEUR, p.a.) 2024 2025 2026 2027
Miet- und Leasingverträge 378 50 20 5
(Wartungs- bzw.) Serviceverpflichtungen für technische Anlagen und Gebäude 47 26 26 23
Wartungsverträge für IT und Telefone 124 121 117 117

Daneben bestehen Zahlungsverpflichtungen aus drei Erbbaurechtsverträgen. Diese Verträge haben jeweils eine Gesamtlaufzeit von 99 Jahren. Der jährlich zu zahlende Erbbauzins beträgt TEUR 25.

Aus einem Teil-Gewinnabführungsvertrag mit der ZAHORANSKY AG, Todtnau, ist die Gesellschaft verpflichtet, ihren Gewinn abzuführen, wenn und soweit der Bilanzgewinn der ZAHORANSKY AG - ohne Ausschüttung von Gewinnen der Gesellschaft - nicht ausreichen würde, um an die Gesellschafter der ZAHORANSKY AG die gemäß Umwandlungsbeschluss vorgesehene Dividende ausschütten zu können.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

Im Geschäftsjahr wurde zusammen mit der Muttergesellschaft, der ZAHORANSKY AG, ein Sicherheiten-Poolvertrag mit allen finanzierenden Banken abgeschlossen. Die Gesellschaften verpflichten sich für die jeweils von der anderen Gesellschaft in Anspruch genommene Verbindlichkeiten gesamtschuldnerisch zu haften. Am Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft für Kredite der Muttergesellschaft von TEUR 10.821 (Vorjahr TEUR 1.000) und für Avale der Muttergesellschaft von TEUR 446 (Vorjahr TEUR 10). Neben der gesamtschuldnerischen Haftung bestehen Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignungen des beweglichen Anlagevermögens, Forderungsabtretungen sowie Grundschulden. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus diesen Verbindlichkeiten ist gering.

Weitere Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

5.2 Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 6.288.533,72, der sich aus dem Verlustvortrag von EUR 2.181.368,99 und dem Jahresfehlbetrag von EUR 4.107.164,73 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

5.3 Geschäftsführung

Zu gesamtvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Winfried Ebner, Mechaniker, Emmendingen

Geschäftsführer Technik

Herr Robert Dieter Walter Dous, Diplom-Ingenieur (FH), Lörrach

Geschäftsführer Vertrieb und Verwaltung (bis 17.03.2024)

Herr Stefan Müller, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Immenstadt

Geschäftsführer Operations (ab 18.03.2024)

5.4 Gesamtbezüge Geschäftsführung

Aufgrund § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

5.5 Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung betrugen die Bezüge aus Ruhegeldern TEUR 9.

Die Pensionsrückstellung für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung ist in voller Höhe gebildet und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 78 (Vj TEUR 80).

5.6 Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten stellt sich wie folgt dar:

Anzahl
Mitarbeiter Produktion 154
Mitarbeiter Verwaltung 33
Beschäftigte gemäß § 267 Abs. 5 HGB 187
Auszubildende 14
Mitarbeiter 201

5.7 Konzernverhältnisse

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ZAHORANSKY AG, Todtnau, einbezogen. Diese erstellt einen Konzernabschluss für den größten wie auch kleinsten Kreis von Unternehmen, der im elektronischen Unternehmensregister offengelegt wird.

5.8 Ausschüttungssperren

Es bestehen Ausschüttungssperren nach § 268 Abs. 8 HGB aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich der hierauf entfallenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 715 sowie dem Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern über die danach verbleibenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 320. Außerdem ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 0,4.

5.9 Prüfungs- und Beratungshonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der ZAHORANSKY AG, Todtnau, einbezogen wird.

5.10 Nachtragsbericht

Mit dem notariellen Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 18.01.2024 wurden zum Stichtag 01.01.2024 sämtliche Geschäftsanteile an der MTS - Molding Tec Steinberg GmbH (vormals: ZAHORANSKY GmbH Formen- und Werkzeugbau), Steinberg an die MT Management GmbH verkauft.

Darüber hinaus lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, welche nach dem Stichtag eingetreten sind und nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden.

 

Freiburg i. Br., 17. Mai 2024

ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH

gez. Winfried Ebner

gez. Stefan Müller

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.011.076,49 0,00 0,00 2.011.076,49
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 4.112.691,42 1.706,60 0,00 4.114.398,02
6.123.767,91 1.706,60 0,00 6.125.474,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.625.677,30 47.292,04 0,00 14.672.969,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.910.021,68 13.985,15 0,00 11.924.006,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.486.641,23 21.128,13 58.007,99 3.449.761,37
30.022.340,21 82.405,32 58.007,99 30.046.737,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.357.529,96 0,00 0,00 1.357.529,96
1.357.529,96 0,00 0,00 1.357.529,96
37.503.638,08 84.111,92 58.007,99 37.529.742,01
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 473.659,00 502.425,00 0,00 976.084,00
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 2.768.248,61 1.331.511,81 0,00 4.099.760,42
3.241.907,61 1.833.936,81 0,00 5.075.844,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.531.119,62 323.779,16 0,00 8.854.898,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.582.717,92 446.880,47 0,00 10.029.598,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.875.713,96 104.816,42 0,00 2.980.530,38
20.989.551,50 875.476,05 0,00 21.865.027,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
24.231.459,11 2.709.412,86 0,00 26.940.871,97
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.034.992,49 1.537.417,49
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 14.637,60 1.344.442,81
1.049.630,09 2.881.860,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.818.070,56 6.094.557,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.894.408,44 2.327.303,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 469.230,99 610.927,27
8.181.709,99 9.032.788,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.357.529,96 1.357.529,96
1.357.529,96 1.357.529,96
10.588.870,04 13.272.178,97

In dem vorstehenden verkürzten Jahresabschluss haben wir die größenabhängigen Erleichterungen bei der Offenlegung nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat unser Abschlussprüfer den nachfolgend wiedergebenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH, Freiburg im Breisgau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZAHORANSKY Automation & Molds GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 17. Mai 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Schell, Wirtschaftsprüfer

gez. Schlißke, Wirtschaftsprüfer

ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSS

In der Gesellschafterversammlung vom 23.08.2024 wurde beschlossen, den Bilanzverlust von Euro 6.288.533,72 auf neue Rechnung vorzutragen.

ANGABEN ZUR FESTSTELLUNG

Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt.

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