Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 2647 PI
Eingetragen
31.5.2006
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von medizinischen Geräten. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Rossmann
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Florian Neumann
seit 18.2.2020
Prokura

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Holger Söring Beteiligungs-KG
Germany
500000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Söring GmbH

Quickborn/Krs. Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Söring GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Söring GmbH vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden, sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Freiburg, den 28. März 2024

Dehmer audit & tax GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer

Felix Steinmetz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Söring GmbH, Quickborn

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.126,00 17.099,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.919.524,55 4.010.551,55
2. technische Anlagen und Maschinen 1.260,00 1.198,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.139,43 95.820,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.686,00 207.969,76
4.254.609,98 4.315.539,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 150,00 150,00
2. Beteiligungen 1.010.000,00 1.010.000,00
1.010.150,00 1.010.150,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.846.750,11 1.368.174,81
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 211.942,63 245.798,26
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.164.419,23 1.123.188,48
3.223.111,97 2.737.161,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.980.284,14 2.856.081,07
2. sonstige Vermögensgegenstände 114.731,27 10.918,85
3.095.015,41 2.866.999,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.201,59 7.694,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.308,15 12.664,99
11.640.523,10 10.967.309,21

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 256.000,00 256.000,00
II. Gewinnvortrag 5.085.041,26 4.082.925,49
III. Jahresüberschuss 1.580.153,48 1.002.115,77
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 78.084,00 80.541,00
2. sonstige Rückstellungen 1.260.182,73 1.450.975,00
C. Verbindlichkeiten 1.338.266,73 1.531.516,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.282.288,87 1.285.924,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 421.918,03 232.274,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 710.407,72 1.644.801,94
4. sonstige Verbindlichkeiten 966.447,01 931.751,38
3.381.061,63 4.094.751,95
- davon aus Steuern Euro 53.159,67 (Euro 63.391,70)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.989,03 (Euro 1.528,17)
11.640.523,10 10.967.309,21

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Söring GmbH, Quickborn

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 9.456.252,90 8.527.007,67
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.335.677,67 4.220.913,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 809.523,24 765.595,00
5.145.200,91 4.986.508,87
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 189.835,79 165.810,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.299.925,53 2.361.636,98
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 155.423,64
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.142,99 14.377,40
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 7.142,99 (Euro 6.977,40)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 144.897,79 160.653,91
- davon an verbundene Unternehmen Euro 25.312,50 (Euro 22.812,50)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.683.535,87 1.022.198,16
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87.323,18 3.500,00
10. sonstige Steuern 16.059,21 16.582,39
103.382,39 20.082,39
11. Jahresüberschuss 1.580.153,48 1.002.115,77

Anhang 2023

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IV. Erläuterungen zur Bilanz

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

VI. Sonstige Angaben

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Söring GmbH hat ihren Sitz in Quickborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter HRB 2647 PI eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands angesetzt.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der linearen Abschreibung bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens), sofern nicht nach § 253 Abs. IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufspreise anzusetzen sind. Im Geschäftsjahr wurde ein Festwert in Höhe von TEUR 71 gebildet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben bzw. - verbindlichkeiten werden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Mittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Einstandskurs oder zum niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Angaben zum Anteilsbesitz:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
%
TRUB TRUB
Söring PM OOO Moskau 100 149.081 13.559
Russland (2022) (2022)
ForSurg MedTech Ltd. Chengdu 10 TCNY TCNY
VR China -1.288 -269
(2022) (2022)

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

der Söring GmbH

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle I. Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie 1 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 673.166,26 17.970,00 - - 691.136,26
Summe 673.166,26 17.970,00 - - 691.136,26
II Sachanlagen
Grundstücke, 1 grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 5.794.982,86 - - - 5.794.982,86
2 technische Anlagen und Maschinen 122.152,55 999,00 - - 123.151,55
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 1.955.289,88 114.974,46 187.283,76 -10.057,96 2.247.490,14
4 geleistete Anzahlungen und . Anlagen im Bau 207.969,76 - -187.283,76 - 20.686,00
Summe 8.080.395,05 115.973,46 - -10.057,96 8.186.310,55
II. Finanzanlagen
I.
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 39.118,97 - - - 39.118,97
2 Beteiligungen 1.010.000,00 - - - 1.010.000,00
Summe 1.049.118,97 - - 1.049.118,97
Summe Anlagevermögen 9.802.680,28 133.943,46 - -10.057,96 9.926.565,78
Abschreibungen (kumuliert)
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle I. Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie 1 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 656.067,26 12.943,00 - - 669.010,26
Summe 656.067,26 12.943,00 - - 669.010,26
II Sachanlagen
Grundstücke, 1 grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.784.431,31 91.027,00 - - 1.875.458,31
2 technische Anlagen und Maschinen 120.954,55 937,00 - - 121.891,55
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 1.859.469,88 84.928,79 - -10.047,96 1.934.350,71
4 geleistete Anzahlungen und . Anlagen im Bau - - - - -
Summe 3.764.855,74 176.892,79 - -10.047,96 3.931.700,57
II. Finanzanlagen
I.
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 38.968,97 - - - 38.968,97
2 Beteiligungen - - - - -
Summe 38.968,97 - - - 38.968,97
Summe Anlagevermögen 4.459.891,97 189.835,79 - -10.047,96 4.639.679,80
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023
Euro Euro
Immaterielle I. Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie 1 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.126,00 17.099,00
Summe 22.126,00 17.099,00
II Sachanlagen
Grundstücke, 1 grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 3.919.524,55 4.010.551,55
2 technische Anlagen und Maschinen 1.260,00 1.198,00
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 313.139,43 95.820,00
4 geleistete Anzahlungen und . Anlagen im Bau 20.686,00 207.969,76
Summe 4.254.609,98 4.315.539,31
II. Finanzanlagen
I.
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 150,00 150,00
2 Beteiligungen 1.010.000,00 1.010.000,00
Summe 1.010.150,00 1.010.150,00
Summe Anlagevermögen 5.286.885,98 5.342.788,31

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 369 TEUR (i.Vj. 369 TEUR). Alle restlichen Forderungen und alle sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen :

TEUR
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (Vj. 256) 271
Ausstehende Rechnungen (Vj. 552) 432
Gewährleistungsverpflichtungen (Vj. 202) 202
Ausstehende Händlerprovisionen (Vj. 369) 308
Übrige Rückstellungen (Vj. 72) 47
(Vj. 1.451) 1.260

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Summe bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten 1.282 1.282 0 0
gegenüber Kreditinstituten (i.Vj. 1.286) (i.Vj. 1.286) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0)
Verbindlichkeiten aus 422 422 0 0
Lieferungen und Leistungen (i.Vj. 232) (i.Vj. 232) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0)
Verbindlichkeiten 710 110 0 600
gegenüber verbundenen Unternehmen (i.Vj. 1.645) (i.Vj. 145) (i.Vj. 0) (i.Vj. 1.500)
Sonstige 967 367 0 600
Verbindlichkeiten (i.Vj. 932) (i.Vj. 332) (i.Vj. 0) (i.Vj. 600)
- davon aus Steuern 53 53 0 0
(i.Vj. 63) (i.Vj. 63) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0)
Gesamt 3.381 2.181 0 1.200
(i.Vj. 4.095) (i.Vj. 1.995) (i.Vj. 0) (i.Vj. 2.100)

Es bestehen Grundschulden als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7.724 TEUR (i.Vj. 6.462 TEUR).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 12 TEUR (i.Vj. 205 TEUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursschwankungen in Höhe von 3 TEUR (i.Vj. 151 TEUR) enthalten.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Grund von voraussichtlich dauernden Wertminderungen waren weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr erforderlich.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:

Gehaltsempfänger (i.Vj. 86) 84
Summe (i.Vj.86) 84

Geschäftsführung:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung von nachfolgender Geschäftsführerin wahrgenommen:

Frau Anna Katharina Söring-Neumann, Hamburg

Der Beruf ist mit der Stellung als Geschäftsführerin identisch.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Außerbilanzielle Geschäfte:

Unser Fuhrpark wird über Leasingverträge finanziert. Durch das Leasingverhältnis verbessern sich die Eigenkapitalquote und die Kapitalbindung, wir haben jedoch die vertraglich fixierten Leasingzahlungen bis zum Ende der Laufzeit zu leisten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

für 2024 170 TEUR
für 2025 98 TEUR
für 2026 38 TEUR
Gesamt 306 TEUR (i.Vj. 315 TEUR)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres mit maßgeblicher Bedeutung für den Jahresabschluss sowie die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten.

 

Quickborn, den 23. Februar 2024

Anna Katharina Söring-Neumann, CEO

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschaftsversammlung am 23. Oktober 2023 festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Personal

b) Qualitätsmanagement

c) Betriebssicherheit und Umweltschutz

d) Vertrieb und Marketing

5. Gesamtsituation

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

b) Ertragsorientierte Risiken

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

d) Rechtliche Risiken

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften

I. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt medizintechnische Geräte und Instrumente für den Chirurgiebedarf. Das mittelständische Unternehmen wurde 1985 durch den Unternehmer Holger Söring in Quickborn gegründet. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt im Bereich der Ultraschallchirurgie. Das Produktangebot umfasst Ultraschallgeneratoren für die invasive Chirurgie und die dazugehörigen hochentwickelten Instrumente für den Einsatz in nahezu allen Bereichen der Chirurgie. Die Produktion des Unternehmens erfolgt ausschließlich am Sitz der Gesellschaft in Quickborn.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Als innovativer Medizinproduktehersteller verfügt das Unternehmen über eine mit hochqualifizierten Ingenieuren unterschiedlicher Fachbereiche besetzte Entwicklungsabteilung.

Zur Abdeckung der branchentypisch sehr hohen und ständig wachsenden regulatorischen Anforderungen kommt den Abteilungen "Regulatory Affairs" und "Verification and Validation" besondere Bedeutung zu.

Ein leistungsfähiges und im Markt gut vernetztes Produktmarketing unterstützt die weltweiten Vertriebsaktivitäten. Der Vertrieb erfolgt in den meisten Ländern der Welt über ein stabiles und langjähriges Händlernetz. In Deutschland und einigen angrenzenden Ländern erfolgt der Vertrieb über einen eigenen Vertriebs- und Service-Außendienst.

2. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsabteilung arbeitete in 2023 schwerpunktmäßig an den aktuell und in den nächsten Jahren anstehenden neuen Produkteinführungen. Nach Abschluss der Arbeiten in der Entwicklungsabteilung werden diese neuen Produkte in die Serienfertigung überführt.

Das Unternehmen ist ein aktiver und kompetenter Kooperationspartner bei Forschungsprojekten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Es arbeitet eng mit namhaften Universitäten in Schleswig-Holstein und Hamburg zusammen. Im Rahmen der KI-Initiative der Bundesregierung nimmt die Söring GmbH an dem Konsortialprojekt KI-SIGS teil.

Das Unternehmen ist Mitgesellschafter der UniTransferKlinik Lübeck GmbH, deren Aufgabe insbesondere der Wissenstransfer zwischen dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und den mittelständischen Unternehmen ist. So werden u.a. geeignete Fördercluster ausgewählt und mit dem Projektträger vorprojektiert. Die Ergebnisse derartiger Projekte finden ihren Einfluss in verschiedene Entwicklungsprojekte des Unternehmens.

Das Unternehmen strebt auch in Zukunft weiter an, sich gemeinsam mit universitären Partnern für Forschungsprojekte zu bewerben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach vorläufigen Daten des Branchenverbandes Spectaris wuchs der Umsatz der deutschen Medizintechnikindustrie in 2023 gegenüber dem Vorjahresumsatz um 6,2% auf 40,8 Mrd. EUR. Hierbei stieg der Exportumsatz erneut stärker als der Inlandsumsatz. Die Exportquote stieg daher auf 68,3%.

Trotz der Umsatzsteigerung wird die Ertragslage vieler Medizintechnikunternehmen durch gestiegene Kosten in allen Bereichen belastet. Ein besonderer Fokus in der Branche liegt daher auf der Reduzierung der Einkaufskosten.

Gemäß Spectaris lag die Mitarbeiterzahl in den Unternehmen der deutschen Medizintechnik in 2023 bei rund 163.000 Mitarbeitern und ist gemäß den vorläufigen Daten in 2023 um 2,2% gestiegen.

Die Branche ist stark mittelständisch geprägt und wies Ende 2023 insgesamt 1.512 Unternehmen auf.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz im Berichtsjahr entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Bei einer detaillierten Betrachtung der einzelnen Verkaufsregionen zeigen sich jedoch regional stark unterschiedliche Entwicklungen.

3. Lage

Wie im Vorjahr konnte auch im Berichtsjahr erneut ein Jahresüberschuss erzielt werden, der sich in 2023 auf 1,6 MEUR beläuft.

Der Umsatz 2024 liegt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts über dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen geht daher davon aus, dass es seine Ziele auch in 2024 erreichen wird.

a) Ertragslage

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr überproportional zum Umsatz entwickelt und liegt im Berichtsjahr bei 9,4 MEUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,2%. Ursachen hierfür sind ein moderater Personalaufbau und vorgenommene Vergütungsanpassungen. Nähere Einzelheiten sind unter dem Punkt "Personal" ausgeführt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 0,1 MEUR vorgenommen. Hierbei handelt es sich insbesondere um IT-Hardware, Software und Werkzeuge für die Produktion der neuen Produkte.

Die Abschreibungen in Höhe von 0,2 MEUR lagen in 2023 geringfügig über dem Niveau des Vorjahres.

Das Anlagevermögen verminderte sich im Berichtsjahr somit um 0,1 MEUR auf 5,3 MEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,3 MEUR konnten im Geschäftsjahr 2023 um 0,1 MEUR gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die größten Einzelpositionen sind Forschungs- und Entwicklungskosten (hier ohne Personalkosten) sowie Zulassungs- und Prüfungskosten. Diese Kostenpositionen werden stark von den neuen Produkteinführungen bestimmt.

Weiterhin unterliegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einem strikten Kostenmanagement.

Im Berichtsjahr wurde auf Gewinnausschüttungen unserer Tochtergesellschaften verzichtet. Im Vorjahr konnten Beteiligungserträge in Höhe von 0,2 MEUR verbucht werden

Das Finanzergebnis als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen ist mit -0,1 MEUR gegenüber dem Vorjahr um 5,8% gesunken.

Durch die erläuterten Umstände ergibt sich im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von 1,6 MEUR. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Ergebnisverbesserung um 0,6 MEUR dar.

b) Finanzlage

Die Bilanzsumme von 11,6 MEUR zum 31.12.2023 ist seit dem letzten Bilanzstichtag um 0,6 MEUR gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an einem höheren Bestand an Vorräten bedingt durch neue Produkteinführungen.

Zum Bilanzstichtag 2023 liegt der Buchwert der Sachanlagen um knapp 0,1 MEUR unter dem Vorjahreswert.

Die Finanzanlagen sind zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahreswert unverändert und liegen bei 1,0 MEUR.

Der Restbuchwert des Anlagevermögens zum 31.12.2023 in Höhe von 5,3 MEUR liegt durch die bereits beschriebenen Effekte um 0,1 MEUR unter dem Vorjahreswert.

Im Umlaufvermögen wurden die Vorratsbestände um 0,5 MEUR aufgebaut. Von den Vorratsbeständen entfallen 36% auf Fertigerzeugnisse.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahresniveau um 0,2 MEUR gestiegen.

Die Forderungen und Zahlungseingänge unserer Kunden werden intensiv überwacht. Es sind auch im internationalen Geschäft nur äußerst geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Das Umlaufvermögen liegt in Summe mit 6,3 MEUR um 0,7 MEUR über dem Niveau des Vorjahres.

Rückstellungen wurden im erforderlichen Umfang gebildet und decken erkennbare Risiken des Unternehmens vollständig und umfassend ab. Bei den sonstigen Rückstellungen sind im laufenden Geschäftsjahr insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Händlerprovisionen zu nennen, die mit 0,4 MEUR und 0,3 MEUR zusammen bereits rd. 55% der Rückstellungen ausmachen. Rückstellungen von weiteren 0,3 MEUR (20%) wurden für Personalkosten gebildet. Sonstige wesentliche Rückstellungen bestehen für Gewährleistungsverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen weitgehend unverändert bei 1,3 MEUR. Im Berichtsjahr erfolgte eine Teilrückzahlung eines Gesellschafterdarlehens. Daher reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,9 MEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Bilanzstichtag bei 0,4 MEUR sind damit gegenüber dem Vorjahreswert leicht gestiegen (+0,2 MEUR). Sämtliche Lieferantenrechnungen werden vom Unternehmen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und fast immer unter maximaler Ausnutzung von Skonto fristgemäß bezahlt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,0 MEUR erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 MEUR.

Die Liquidität war durch die bestehenden Kontokorrentlinien im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben. Nach unserer Planung für die nächsten Jahre werden die Kontokorrentlinien ausreichen, die künftige benötigte Liquidität sicherzustellen.

c) Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 2023 konnte die Eigenkapitalquote des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden und liegt nun bei 59,5%. Diese Verbesserung konnte trotz einer Erhöhung der Bilanzsumme durch den in 2023 erzielten Jahresüberschuss erreicht werden. Die Bilanzsumme liegt zum Ende des Berichtsjahres mit 11,6 MEUR um 0,6 MEUR über dem Vorjahreswert. Aufgrund der bestehenden Fremdfinanzierungskreditlinien ist das Unternehmen jederzeit in der Lage, seinen kurzfristigen und langfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Personal

Überblick

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte das Unternehmen 85 Mitarbeiter gegenüber 84 Mitarbeitern zum Vorjahresstichtag. Die Belegschaft besteht zu 54 % aus männlichen und zu 46 % aus weiblichen Mitarbeitern. Der Krankenstand im Unternehmen ist im Berichtsjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 3,7 % gesunken. Bei der Ermittlung des Krankenstandes werden Kurzerkrankungen ohne Attest, Krankenzeiten mit Entgeltfortzahlung sowie Ausfallzeiten durch Arbeits- und Wegunfälle sowie Kuren berücksichtigt.

Ausbildung

Die Ausbildung ist im Unternehmen seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der zukunftsorientierten und nachhaltigen Personalpolitik. Um dem Nachwuchskräftebedarf nachzukommen, betreut das Unternehmen in allen Bereichen Praktikanten, Master- und Bacheloranden gemäß den Ausbildungsplänen der Hochschulen im Praktikum sowie bei den Abschlussarbeiten.

2023 war 1 Student beschäftigt, der gemäß den Ausbildungsplänen der Hochschule bei der Bachelor-Abschlussarbeit betreut wurde (Vorjahr 3).

Personalentwicklung

Grundlagen für die Personalentwicklung bieten spezielle Produktschulungen, Fachtrainings in besonderen Methodenkompetenzen und Workshops, bei denen Kommunikationsstrukturen, Projektmanagement und Führungskompetenz im Vordergrund stehen.

b) Qualitätsmanagement

Das Unternehmen verfügt als Medizinproduktehersteller über ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem für die Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service von Medizinprodukten. Dieses wird regelmäßig von der "benannten Stelle" hinsichtlich der Konformität zu den Anforderungen der EN ISO 13485 sowie Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte und Anhang IX der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte bewertet. In 2023 wurde das geplante Rezertifizierungsaudit nach EN ISO 13485, Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG und Anhang IX der Verordnung (EU) 2017/745 erfolgreich durchgeführt.

Der Aufbau des Qualitätsmanagementsystems ist in einem Qualitätsmanagementhandbuch beschrieben und wird den Mitarbeitern in Form von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen vermittelt. Das Unternehmen hat zur Sicherstellung der wirksamen Umsetzung einen Qualitätsmanagementbeauftragten und eine verantwortliche Person zur Einhaltung der Regulierungsvorschriften gemäß Artikel 15 der Verordnung (EU) 2017/745 benannt.

Das Unternehmen legt großen Wert auf die Erfüllung von Kundenanforderungen und hat hierfür geeignete Maßnahmen eingeführt. Kundenanfragen werden von den zuständigen Fachabteilungen zeitnah beantwortet.

Das Unternehmen verfügt über einen Lieferantenstamm, der für Qualität und Liefertreue steht. Wareneingänge werden nahezu lückenlos geprüft, Reklamationen werden umgehend und zielführend mit den Lieferanten geklärt. Lieferantenaudits sichern zusätzlich die anforderungskonforme Belieferung mit extern gefertigten Zulieferteilen und -komponenten ab.

c) Betriebssicherheit und Umweltschutz

Für die Arbeitssicherheit sind ein Sicherheitsbeauftragter und eine Fachkraft für Arbeitsschutz im Unternehmen benannt. Im Unternehmen etablierte Anweisungen zur Arbeitssicherheit bilden den Rahmen des Arbeitsschutzkonzeptes. Durch regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter wird eine wirksame Umsetzung im Unternehmen sichergestellt.

Für die Umsetzung der berufsgenossenschaftlichen und behördlichen Vorschriften aus arbeitsmedizinischer und sicherheitstechnischer Sicht arbeitet das Unternehmen eng mit einem Dienstleister zusammen. Erforderliche ergänzende Arbeitsschutzmaßnahmen werden zügig umgesetzt. Das Unternehmen verfügt über eine genügende Zahl von Ersthelfern.

Es gab in 2023 keine schwerwiegenden Arbeitsunfälle. Mit 9 kleineren Arbeitsunfällen gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Arbeitsunfälle. Es handelte sich überwiegend um kleine und leichte Schnittverletzungen.

Die Produkte des Unternehmens werden gemäß der Europäischen Richtlinie 2011/65/EU zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten RoHS-konform (engl.: Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances) hergestellt.

Bereits seit vielen Jahren beschäftigt sich das Unternehmen auch mit den ökologischen Aspekten seiner Tätigkeit. Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und möglichen Energieeinsparungen werden regelmäßig geprüft und wo sinnvoll umgesetzt.

d) Vertrieb und Marketing

Die globale Präsenz des Unternehmens umfasst neben seinen Tochtergesellschaften, weiteren verbundenen Unternehmen und seiner Repräsentanz mehr als 60 Vertriebspartner weltweit. Die Exportquote des Unternehmens reduzierte sich im Berichtsjahr leicht und lag im Jahr 2023 bei 73,4%.

In 2023 war gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen. Hierbei gab es in den einzelnen Verkaufsregionen jedoch unterschiedliche Entwicklungen.

Breitgefächerte Marketingmaßnahmen unterstützen die Vertriebspartner über verschiedene Kanäle sowohl bei deren Kommunikation auf Veranstaltungen als auch im direkten Kundenkontakt. Ebenfalls war die konsequente Digitalisierung verschiedener Vertriebstools ein wichtiger Faktor zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und des Kundensupports. Hier wurde unter anderem das Vertriebspartnerportal ausgebaut sowie ein Ticket-System im Bereich Produktsupport für Endkunden und Vertriebspartner aufgebaut. Weiterhin liegt ein Augenmerk auf der qualifizierten Ausbildung unserer Vertriebspartner in Bezug auf die Produkte, Anwendungen und Services.

Im Jahr 2023 wurden die Marketingaktivitäten des Unternehmens weiter fokussiert und die Kommunikationskanäle in Richtung Kunden und Vertriebspartner kontinuierlich weiter gestärkt. So wurde die Onlinepräsenz weiter gesteigert und die einzelnen Plattformen wie Firmenwebseite, Produkt-Landingpages, Social Media und Veranstaltungen stark miteinander verzahnt. Das dient dem Ziel einer höheren Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit für die Marke Söring sowie für die einzelnen Produktlinien und einem schnellen und unkomplizierten Kundenservice.

Ein besonderer Fokus lag auch im Jahr 2023 auf den LEVICS Ultraschall-Instrumenten für die Neurochirurgie. Mit LEVICS bietet Söring "Das einzige umfassende Produktsortiment für die führende Neurochirurgie" im Bereich der Ultraschall-Tumoraspiration:

LEVICS Ultraschall-Aspirator: Exzellentes Instrumentendesign für präzises Arbeiten

Endoskopisches Micro-Instrument ENP: Fortschrittliche Neuroendoskopie mit Ultraschall-Aspiration

LEVICS Ultraschall-Aspiration vereint mit Intraoperativem Neuromonitoring (IONM): Klinisches Ergebnis maximiert. Sicherheit optimiert.

Ein weiterer Fokus lag auch im Jahr 2023 auf den HEPACCS Ultraschall-Instrumenten für die Leberchirurgie. Unter dem Slogan "HEPACCS Cutting-Edge Dissection Experience" bietet HEPACCS neueste Technologie, exzellentes Design und eine Vielzahl von Produktoptionen für die offene und laparoskopische Leberchirurgie:

Optimierte Gewebeeffekte - chirurgische Präzision für die Leberresektion

Einfaches und komfortables Arbeiten - entwickelt für die Hand des Chirurgen

Umfassendes zukunftsorientiertes Sortiment - für die führende laparoskopische Chirurgie

Neben den erwähnten Aktivitäten waren auch in 2023 die Bereiche "medizinische Ausbildung" und "medizinische Evidenz" wichtige Bausteine im Marketing. Verschiedene nationale und internationale Ausbildungsworkshops wurden unterstützt. Ein Beispiel ist hier der "3rd Medical Student Neurosurgery Congress", bei dem Studenten mit LEVICS die Ultraschall-Tumoraspiration an speziellen Tumormodellen erlernen konnten.

5. Gesamtsituation

Aus Sicht der Geschäftsführung verlief das Berichtsjahr in Anbetracht der herausfordernden Gesamtsituation zufriedenstellend. Wie im Lagebericht 2022 für 2023 prognostiziert, wurde die Erwartung eines leicht gestiegenen Umsatzes für 2023 erfüllt. Der Jahresüberschuss konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht verbessert werden.

III. Prognosebericht

Gemäß dem Branchenverband Spectaris werden die Wachstumsperspektiven des Medizintechnik-Weltmarkts weiterhin positiv eingeschätzt. Hierbei fließen die weltweit alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Erkrankungen sowie der medizinische und technische Fortschritt positiv ein.

Für die Medizintechnikbranche rechnet der Branchenverband Spectaris zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts erneut mit einem Umsatzwachstum in 2024. Nach unserer Einschätzung wird die Entwicklung der Branche durch den Krieg in der Ukraine und die angespannte Lage in Nahost, andauernde Störungen der internationalen Lieferketten, steigende Material- und Energiekosten sowie den stetig zunehmenden Zulassungs- und Bürokratieaufwand durch die neue europäische Medizinprodukteverordnung MDR belastet.

Für unser Unternehmen planen wir in 2024 gegenüber dem Vorjahr eine leichte Umsatzsteigerung.

Ein besonderer Fokus liegt auch in 2024 auf dem Absatz der neuen Produkte.

Unsere Mitarbeiterzahl werden wir in 2024 stabil halten.

In 2024 erwarten wir trotz einer weiterhin strikten Kostendisziplin moderate Kostensteigerungen. Wir haben daher in unserer Planung einen entsprechenden Anstieg der Kosten berücksichtigt.

Wir gehen in unserer Planung für 2024 von einem Jahresüberschuss aus. Die Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bestätigt, dass diese Planung für die ersten Monate des Jahres 2024 realistisch war.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts scheint die COVID-19-Pandemie global beherrscht zu sein. Ein Ende des andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine ist noch nicht absehbar. Insbesondere durch diesen Effekt bleibt bei der Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin eine deutlich größere Unsicherheit als in der Vergangenheit.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Durch das Risikomanagementsystem des Unternehmens werden die bestehenden Risiken laufend überwacht und durch angemessene Maßnahmen minimiert.

a) Branchenspezifische Risiken

Absatzrisiken

Die sehr kostenintensiven Investitionen im Bereich Medizintechnik werden in vielen Staaten von staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen getätigt. Daher kann neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auch die Haushaltslage von Staaten und Gebiets-körperschaften erhebliche Auswirkungen auf den Absatz unserer Produkte haben. Es besteht das Risiko, dass in einigen Ländern Investitionen im Gesundheitsmarkt zurückgestellt oder gestoppt werden. Weiterhin kann es zu einer Neuallokation der begrenzten Gesamtausgaben führen, an denen das Unternehmen mit seinem Produktportfolio eventuell nicht teilhaben kann.

In einigen Absatzmärkten wird dieses Risiko noch durch die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen, der Entwicklung auf den Devisenmärkten und von politischen Sanktionen verstärkt.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben das Jahr 2023 weltweit beherrscht. Ab Oktober kam dann zusätzlich die angespannte Lage in Nahost hinzu. Weiterhin bestehen in vielen Staaten innenpolitische Krisen und Bürgerkriege. Besonders für diese Länder können belastbare Prognosen über Investitionen im Gesundheitswesen erst nach einer nachhaltigen Stabilisierung der politischen Lage getroffen werden.

Es kann nicht als gesichert angesehen werden, dass bestehende Absatzrisiken in Krisenregionen durch Absatzsteigerungen in anderen Ländern der Welt vollständig kompensiert werden können.

Verschärfte oder gestiegene Zulassungsanforderungen sind mittlerweile in fast allen Ländern die Regel. Die Aufwendungen für die spezifischen Genehmigungs- und Registrierungsprozeduren unserer Produkte in diesen Ländern können zu Verzögerungen von Markteintritten und zu höheren Zulassungskosten führen.

Produktrisiken

Die Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte sind in der EN ISO 13485 sowie im Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte und Anhang IX der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte beschrieben. Mit der Umsetzung eines solchen, risikobasierten Qualitätsmanagementsystems werden Risiken für den Anwender und den Patienten minimiert. Die Eignung und Wirksamkeit des im Unternehmen eingeführten Qualitätsmanagementsystems wird durch eine jährliche Beurteilung unserer "benannten Stelle" überwacht. Durch gesetzliche Regelungen erfolgt diese Überwachung auch in Form von unangekündigten Audits.

Auch ein aktiv gelebtes Qualitätssicherungssystem kann Fehler nicht generell ausschließen, sondern nur die Eintrittswahrscheinlichkeit weitestgehend minimieren. Es verbleibt damit jedoch ein sehr geringes Restrisiko, dass Patienten oder Anwender geschädigt werden. Dies ist insbesondere dann nicht auszuschließen, wenn ein Produkt entgegen den Vorgaben der Gebrauchsanleitung nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird.

Bei derartigen Vorfällen handelt es sich fast immer um beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) meldepflichtige Vorgänge. Im schlimmsten Fall können hieraus Regressansprüche oder kostspielige Rückrufaktionen resultieren.

Personalrisiken

Der allgemeine Fachkräftemangel in Deutschland betrifft auch das Unternehmen. Schlüsselpositionen in verschiedenen Bereichen und Projekten können daher häufig nicht oder nur verzögert besetzt werden. Hierdurch kommt es zu zeitlichen Verschiebungen in der Entwicklung und der Markteinführung neuer Produkte. Dies kann sich negativ auf den geplanten Umsatz auswirken.

Beschaffungsrisiken

Das Unternehmen steht seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit einem Kreis von Zulieferanten, die die hohen Qualitätsansprüche gut abdecken können. Es besteht hier das Risiko, dass diese Lieferanten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, die im schlimmsten Fall zu einem Ausfall von einzelnen Lieferanten führen können. Das Unternehmen verfügt daher über ein System der Lieferantenbewertung und verfolgt regelmäßig die Liefertreue und finanzielle Situation seiner wichtigsten Lieferanten. Sämtliche strategisch wichtigen Lieferanten haben ihren Sitz in politisch stabilen Regionen, insbesondere Deutschland und Westeuropa.

Die erheblichen Störungen der internationalen Lieferketten haben sich dank entsprechender Bevorratung auf das Unternehmen bisher nur eingeschränkt ausgewirkt. Bemerkbar machen sich jedoch nun erhebliche Preissteigerungen.

b) Ertragsorientierte Risiken

Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass aufgrund der Wettbewerbssituation im Markt Verkaufspreiszugeständnisse erwartet werden. Dieses Risiko besteht insbesondere auf Absatzmärkten, bei denen das Unternehmen mit lokalen Konkurrenten im Wettbewerb steht. Eine Abwertung der lokalen Währung gegenüber dem EUR kann zu einem Kostenvorteil der lokalen Konkurrenz führen, der das Unternehmen einem erhöhten Preisdruck aussetzen kann. Aufgrund der starken Wettbewerbsposition des Unternehmens ist dieses Risiko jedoch begrenzt. Die Hauswährung der wesentlichen Konkurrenten des Unternehmens ist der US-Dollar.

Weiterhin besteht ein Ausfallrisiko aus uneinbringlichen Kundenforderungen. Durch ein regelmäßiges Mahnwesen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Rechnungswesen wird dieses Risiko im Unternehmen erheblich reduziert. Vor der Auslieferung an Neukunden erfolgen regelmäßig Bonitätsabfragen. Wenn es erforderlich ist, werden geeignete Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der verfügbaren Kreditlinien sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Da das Unternehmen seine Lieferungen und Leistungen fast ausschließlich in EUR fakturiert und auch die Beschaffung fast vollständig in EUR erfolgt, sind Währungsrisiken aus Wechselkursschwankungen minimal. Kurssicherungsgeschäfte werden vom Unternehmen daher nicht vorgenommen.

Ein Zinsrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit von Zinssteigerungen, die sich auf die Finanzierungskosten und Ergebnis des Unternehmens auswirken können. Im Rahmen der Risikominimierung überwacht das Unternehmen das Zinsrisiko kontinuierlich. Wenn erforderlich werden entsprechende Maßnahmen zur Absicherung getroffen, um die Auswirkungen auf das Unternehmen zu begrenzen.

d) Rechtliche Risiken

Die Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte wurde Anfang 2017 durch das EU-Parlament verabschiedet und wird nach einer Übergangsphase seit Mai 2021 verbindlich umgesetzt.

Durch die Neuregelung sind zusätzliche regulatorische Anforderungen geschaffen worden, die für das Unternehmen zu einem zusätzlichen organisatorischen und/oder finanziellen Aufwand führen. Dies kann zu zeitlichen Verzögerungen von internen Prozessen führen. Hierunter fallen auch die bereits erwähnten unangemeldeten Audits, die nach aktueller Rechtslage durchgeführt werden können und im Unternehmen bzw. bei Vorlieferanten auch bereits erfolgt sind.

2. Chancenbericht

Das Unternehmen verfügt über eine gute Marktposition. Die Fokussierung auf die Ultraschallprodukte erlaubt dem Unternehmen eine effiziente Nutzung von Ressourcen. Bekannte Potentiale werden systematisch ausgeschöpft. Es kommen sowohl bewährte als auch neue Produkte zum Einsatz. Weitere Produkte werden die Marktreife zeitnah erlangen und die Produktpalette auf diese Weise sukzessive erweitern.

Der selektive Ausbau des Vertriebspartnernetzwerkes und die noch präzisere Positionierung und Differenzierung der Produkte werden den eingeschlagenen Weg erleichtern und die Akzeptanz der Produkte bei wichtigen Kunden in den Zielgruppen weiter steigern. Die strukturierte und durchdachte Zuteilung von jeglicher Ressource auf die im Rahmen der Unternehmensstrategie als wichtig erachteten Märkte, Produkte und Segmente erlaubt den optimalen und zielgerichteten Einsatz aller betrieblichen Mittel zur Realisierung der Unternehmensvision.

Das Unternehmen verfügt über ein Planungssystem, welches Auftragseingang, Umsatz, Rentabilitäts- und Ertragszahlen umfasst. Hierzu gehören auch die wesentlichen Kapitalbindungsgrößen, insbesondere Forderungen und Vorratsbestände, sowie Liquiditätskennzahlen und Investitionen.

Dieses Planungssystem ist nach Monaten und Quartalen unterteilt. Sämtliche dieser Werte werden laufend im Soll/Ist-Vergleich überwacht. Ebenso werden regelmäßig Forecasts erstellt. Auftretende Abweichungen werden analysiert. Die Abweichungsanalysen werden in der Geschäftsleitung diskutiert und bilden die Basis für die nötigen Korrekturmaßnahmen.

Die obigen Punkte sowie die fundierte Erfahrung der Mitarbeiter stellen eine exzellente Ausgangssituation für die weitere Unternehmensentwicklung dar.

3. Gesamtaussage

Dem Unternehmen stehen Kreditlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Das Unternehmen kann seinen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen. Die bestehenden Risiken werden laufend überwacht und durch angemessene Maßnahmen minimiert. Risiken, die allein oder in Kombination den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Das Unternehmen ist daher gut gerüstet, den Anforderungen des Marktes auch in der Zukunft zu begegnen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Beim Management dieser Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Forderungsausfälle sind durch ein regelmäßiges Mahnwesen und eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Rechnungswesen auf ein Minimum reduziert. Mit dem Großteil der Kunden steht das Unternehmen in einer langjährigen Geschäftsbeziehung. Vor der Auslieferung an Neukunden erfolgen regelmäßig Bonitätsabfragen. Dem individuellen Risiko eines Kunden wird durch die Wahl geeigneter Zahlungsbedingungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des Restrisikos werden bei Bedarf Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten bestehen in täglich verfügbaren risikolosen Anlageformen bei namhaften Geschäftsbanken und Sparkassen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden vom Unternehmen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und wo möglich unter maximaler Ausnutzung von Skonto fristgemäß bezahlt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen Kreditlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Deren Inanspruchnahme erfolgt über kurzfristige Dispositionskredite.

Weiterhin bestehen zum Jahresabschluss Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften

Die Söring GmbH ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:

 

OOO Söring PM: Moskau/Russland, Beteiligung 100%

 

ForSurg (Chengdu) MedTech Limited, Chengdu/VR China, Beteiligung 10%

Darüber hinaus besteht auch eine Repräsentanz in Moskau/Russland.

 

Quickborn, den 23. Februar 2024

Anna Katharina Söring-Neumann, CEO

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