Hatlapa Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Kraft seit 5.5.2020 | Geschäftsführer |
Klaus Walter Dorn seit 28.8.2019 | Prokura |
Uwe Pietryga seit 28.8.2019 | Prokura |
Wilfried Röhrs seit 9.8.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kalmar Solutions AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kalmar Germany GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kalmar Germany GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Kalmar Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kalmar Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; -beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 17. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Nasirifar, Wirtschaftsprüfer Remmers, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine HinweiseDie Kalmar Germany GmbH, Hamburg, ist beim Registergericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB-Nr. 142527 gemeldet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Positionen und davon-Vermerken teilweise an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Gesellschaft vereinbart als Pensionsgeberin regelmäßig eine Übertragung von vermieteten Maschinen gegen Zahlung eines Kaufpreises. Gleichzeitig wird im Zeitpunkt der Veräußerung vereinbart, dass die Kalmar nach Ablauf der Mietzeit die Maschinen zum vertraglich fixierten Restwert zurückerwerben muss. Im Ergebnis steht damit bereits im Zeitpunkt der Übertragung der Maschine die Rückübertragung dieser zu einem festgelegten Zeitpunkt sowie zu einem festgelegten Rückkaufpreis fest. Es handelt sich daher um echte Pensionsgeschäfte nach § 340b Abs. 2 HGB. Mit den Pensionsnehmern werden darüber hinaus auch solche Vereinbarungen über eine Übertragung von vermieteten Maschinen getroffen, die keinen Rückerwerb der Maschinen zu einem vertraglich fixierten Rückkaufpreis vorsehen. Die Vorschriften zur Bilanzierung von echten Pensionsgeschäften gemäß § 340b Abs. 2 HGB kommen hier nicht zur Anwendung. Die Gesellschaft hat mit den Pensionsnehmern in diesen Fällen eine Rückerwerbsoption zu ihren Gunsten vereinbart. Von der Wahrnehmung dieses Rückerwerbsrechts ist unter Würdigung aller Umstände aufgrund des entsprechend niedrigen Rückerwerbspreises sowie der Art der betroffenen Maschinen auszugehen; in der Vergangenheit ist eine Ausübung der Rückerwerbsoption deshalb regelmäßig erfolgt. Die übertragenden Maschinen sind deshalb weiterhin in der Bilanz der Kalmar auszuweisen. Die Gesellschaft hat korrespondierend in Höhe des für die Übertragung erhaltenen Betrags eine Verbindlichkeit gegenüber dem Pensionsnehmer auszuweisen. Der Buchwert der hiervon erfassten und unter dem Posten "Vermietete Geräte" auszuweisenden Maschinen zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 51.518 (Vorjahr: T€ 45.536). Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Pensionsnehmern zum 31. Dezember 2023 betragen T€ 53.477 (Vorjahr: T€ 46.750). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Einschluss von angefallenen Nebenkosten, abzüglich Anschaffungskostenminderungen und planmäßiger, linearer Abschreibung, aktiviert. Die Nutzungsdauern des Anlagevermögens lauten wie folgt:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Wertminderungen durch eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die unter den Waren ausgewiesenen Vermögensgegenstände gehen teilweise sowohl als Rohstoffe in die ausgewiesenen Erzeugnisse ein, werden aber auch ohne Be- oder Verarbeitung verkauft (Waren). Da eine Trennung insgesamt nur willkürlich möglich wäre, erfolgt insgesamt eine Zusammenfassung unter dem Posten Waren. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nach § 253 Abs. 2 HGB der Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre verwendet, welcher für 2023 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) beträgt. Der Rechnungszins auf Basis der letzten 7 Jahre hat sich von 1,44 % in 2022 auf 1,74 % in 2023 erhöht. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von T€ 3 (Vorjahr: T€ 33) ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen sowie jährliche Rentensteigerungen i. H. v. 1,0 % zugrunde gelegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren wie im Vorjahr nicht zu berücksichtigen. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen i.S.d. § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB), verrechnet. Gemäß dem IDW Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 vom 30. April 2021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen zum 31.Dezember 2023, sind die auf gleichlaufenden Zahlungsströmen basierenden Teile der Pensionszusage des Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung grundsätzlich in gleicher Höhe zu bewerten. Alle Zahlungsströme der hier zu berücksichtigenden Rückdeckungsversicherungen sind jeweils gleichlaufend mit lediglich einem Teil der Pensionszusage. Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde nach der Höhe des Erfüllungsbetrags der gesamten Zahlungsströme der Rückdeckungsversicherung ermittelt. Dadurch wurde das "Primat der Passivseite" gewählt, da der Zeitwert des Deckungsvermögens mit dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen übereinstimmt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Das für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehende Wahlrecht wird dahingehend ausgeübt, dass keine Bilanzierung latenter Steuern erfolgt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz1. AktivaDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Am Bilanzstichtag waren unter den vermieteten Geräten Maschinen in Höhe von T€ 51.518 (Vorjahr: T€ 45.536) im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegeben. Der Anstieg ist unter anderem auf die hohe Auslastung des Kundengeschäfts zurückzuführen, wodurch bestehende Verträge ersetzt wurden. Dieser Effekt tritt in regelmäßigen Abständen ein, was auf eine geschäftsbedingte Schwankung zurückzuführen ist. Weiterhin wurden zusätzliche Maschinen aktiviert und an Endkunden zur Nutzung vermietet, welches die Erhöhung ebenfalls begründet. Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 456 auf T€ 16.122 gestiegen (Vorjahr: T€ 15.666). Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie im Vorjahr geringer als ein Jahr. Hier ist ein Rückgang von T€ 418 gegenüber dem Vorjahreswert auf T€ 11.816 (Vorjahr: T€ 12.234) zu verzeichnen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche in Höhe von T€ 51.703 (Vorjahr: T€ 43.880) aus Cash Pooling resultieren, und in Höhe von T€ 7.027 (Vorjahr: T€ 690) aus Lieferungen und Leistungen bestanden, sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 14.226 auf T€ 58.796 (Vorjahr: T€ 44.570) gestiegen. Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr um T€ 1.048 auf T€ 176 (Vorjahr: T€ 1.224) gesunken. Der Posten beinhaltet hauptsächlich Kautionen von T€ 70 (Vorjahr: T€ 210) und Kreditorische Debitoren in Höhe T€ 52 (Vorjahr: T€ 128). Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. Bei der Ermittlung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Das für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehende Wahlrecht wurde dahingehend ausgeübt, dass keine Bilanzierung latenter Steuern erfolgt. Der Berechnung wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 31,49 % zugrunde gelegt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe von T€ 432 (Vorjahr: T€ 613) Vorauszahlungen für Verkaufskommissionen sowie Kosten für Versicherungen zeitlich abgegrenzt. 2. PassivaDie Kapitalrücklage i. H. v. T€ 48.352 (Vorjahr: T€ 48.352) resultiert aus Einlagen des Gesellschafters in Vorjahren. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.165 (Vorjahr: T€ 1.220). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 625 (Vorjahr: T€ 720) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden die zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Die Verzinsung der Pensionsrückstellung (T€ -3, Vorjahr: T€ 8) wurde mit der Verzinsung des Deckungsvermögens (T€ -2, Vorjahr: T€ -14) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ -2 (Vorjahr: T€ 23) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellung für nachlaufende Kosten (T€ 1.981; Vorjahr: T€ 820), Boni (T€ 465; Vorjahr: T€ 435), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (T€ 253; Vorjahr: T€ 240), Mehrarbeitsvergütungen (T€ 139; Vorjahr: T€ 123), Provisionen (T€ 122; Vorjahr: T€ 139), Garantierückstellungen (T€ 97; Vorjahr: T€ 227), Restrukturierungskosten (T€ 89; Vorjahr: T€ 447) und Urlaubsabgeltung (T€ 71; Vorjahr: T€ 70). Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (T€ 3.467; Vorjahr: T€ 219) enthalten im Wesentlichen Anzahlungen auf Kalmar-Maschinen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 344 auf T€ 2.674 (Vorjahr: T€ 2.330) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um T€ 6.283 auf T€ 7.749 (Vorjahr: T€ 14.032) gesunken. Hierin enthalten sind Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 7.579 (Vorjahr: T€ 14.032). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um T€ 8.001 auf T€ 56.765 (Vorjahr: T€ 48.764) gestiegen. Im Wesentlichen beinhaltet der Betrag Verbindlichkeiten im Rahmen von Pensionsgeschäften (T€ 53.477; Vorjahr: T€ 46.750), Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuervoranmeldungen (T€ 2.719; Vorjahr: T€ 1.560), kreditorische Debitoren (T€ 381; Vorjahr: T€ 235) und Lohnverbindlichkeiten (T€ 183; Vorjahr: T€ 201). Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel, wobei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren nicht vorhanden sind:
* Davon gesichert durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen: T€ 28.660 (Vorjahr: T€ 23.879) IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:
MaterialaufwandDer Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % auf T€ 95.258 (Vorjahr: T€ 98.456) reduziert, die Materialkostenquote ist auf 66,4 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 71,6%) gesunken. PersonalaufwandDie Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter der Gesellschaft in Höhe von T€ 14.035 (Vorjahr: T€ 13.055). Sonstige betriebliche AufwendungenInnerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden u.a. Konzernumlagen, die zu marktüblichen Bedingungen erfolgen, ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Angabe zur effektiven Steuerlast erfolgt erstmalig für das Geschäftsjahr 2023 gem. § 285 Nr. 30a HGB i.V.m. Art. 91 (1) HGBEG. Hierbei handelt es sich um die Steuerlast, die nach dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen anfallen würde, wenn die Steuerquote aus den Ertragssteuern geringer als 15 % ist. Auf Basis der Steuerberechnung für das Geschäftsjahr 2023 würde auf der Ebene der Gesellschaft eine effektive Steuerlast i.H.v. 1.692 T€ nach dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen anfallen. Sonstige SteuernInnerhalb der sonstigen Steuern werden KFZ-Steuern in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 28) ausgewiesen. V. Sonstige Angaben1. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der Kalmar Germany GmbH auf neue Rechnung vorzutragen. 2. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt 73 Angestellte, 115 gewerbliche Arbeitnehmer und 2 leitende Angestellte (Vorjahr: 68 Angestellte, 112 gewerbliche Arbeitnehmer 2 leitende Angestellte). 3. GeschäftsführungGeschäftsführer war im Berichtsjahr: Harald Kraft, Gesamtgeschäftsführer, Hamburg Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigen Verpflichtungen aus Mietverträgen von Gebäuden am Standort Hamburg und einer Lagerfläche im Hamburger Hafen. Außerdem bestehen Leasingverpflichtungen für PKWs aus verschiedenen Kfz-Verträgen. Diese Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Angaben zum MutterunternehmenAlle Anteile an der Gesellschaft werden von der Cargotec Holding Sweden AB, Stockholm, Schweden, gehalten, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird (kleinster Konsolidierungskreis). Konzernobergesellschaft ist die Cargotec Oyj mit Sitz in Helsinki, Finnland. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in englischer Sprache (größter Konsolidierungskreis) beim Unternehmensregisteramt in Helsinki, Finnland erhältlich. 6. Honorar des AbschlussprüfersDas für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf 68 T€. 7.Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene GeschäfteGeschäfte zu marktunüblichen Bedingungen sind nicht vorhanden. 8. NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, liegen nicht vor.
Hamburg, den 25. April 2024 Kalmar Germany GmbH gez. Harald Kraft Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Cargotec Sweden AB, Stockholm/ Schweden. Oberstes Mutterunternehmen ist die Cargotec Oyj, Helsinki/ Finnland. Die Cargotec-Gruppe ist ein Anbieter von Lösungen für den Güterumschlag. Die wichtigsten Marken der Cargotec-Gruppe sind Hiab (Lkw-Aufbauten und Ladekräne), Multilift (Container-Wechselsysteme), Moffet (Mitnahmestapler), Loglift Jonsered (Ladekräne für die Forstwirtschaft), Kalmar (Port Cranes, Containerhandlinggeräte und Gabelstapler) und Bromma (Spreader) sowie MacGregor (Containerbefestigungselemente, Lukendeckel, Bordkräne und RoRo-Ausrüstungen). Die Gesellschaft war deshalb im Geschäftsjahr 2023 in den folgenden Bereichen tätig: - Port Cranes, Containerhandlinggeräte und Gabelstapler (Kalmar) - Service Solution (Kalmar) Das Vertriebsgebiet der Gesellschaft umfasst die Bundesrepublik Deutschland. Der Bereich Service Solution umfasst Aktivitäten im Kundendienst, der Ersatzteilversorgung, in der Gebrauchtgerätevermarktung sowie Kurzzeitgerätevermietung. Neben der klassischen Reparatur- und Ersatzteilversorgung werden in diesem Bereich weltweit unsere Gebrauchtgeräte vermarktet. Das Servicevertragsangebot umfasst Contract Maintenance, ebenso wie das Geschäft mit komplexen Anbaugeräten bis zur Generalüberholung und Modifizierung von Großmaschinen und Ladekranen. Der Bereich Port Cranes (Kalmar) umfasst Straddle Carrier, Rubber Tyred Gantrys, automatische Stapelkrane und Ship to Shore Krane. Der Vertrieb für diese Produkte erfolgt direkt durch eigenes Vertriebspersonal aus Finnland, der Service wird durch lokales Servicepersonal in Deutschland ausgeführt. Die Produktgruppe bedient See- und Binnenhäfen, Containerterminals, Güterverteilzentren sowie Distributionszentren für den Umschlag von Voll- und Leercontainern, LKW-Trailern aber auch schwerem Stückgut, wie es unter anderem im RoRo Verkehr vorkommt. Der Bereich Containerhandlinggeräte und Gabelstapler (Kalmar), umfasst Containerhandlinggeräte, wie Reachstacker und Containergabelstapler, ebenso Gegengewichts-Frontgabelstapler mit Hubleistungen von 5-70 t. Der Vertrieb und Service dieser Produkte erfolgt einerseits direkt durch eigenes Vertriebs- und Servicepersonal, andererseits durch ausgesuchte Vertragshändler in Deutschland. Diese Produktgruppe bedient vorwiegend die Industriebereiche Holz, Stahl, Papier, Beton, Getränke und Baustoffhandel. Auch finden unsere Heavy Duty Stapler Anwendung in der Automobil- und Chemieindustrie sowie in Distributionsbetrieben. 2. Forschung und EntwicklungDie Kalmar Germany GmbH ist im Geschäftsbereich Kalmar ausschließlich mit dem Vertrieb und Service betraut, alle Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden in den einzelnen Produktlinien / Produktionsstätten der verbundenen Unternehmen ausgeführt. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist für Deutschland im Jahr 2023 rückläufig mit einer Reduzierung um 0,3 %. Dieser Rückgang ist zum einen auf die anhaltenden Kaufkraftverluste, die Kaufzurückhaltung und die erhöhte Unsicherheit durch geopolitische Konflikte zurückzuführen. Dabei ist der private Konsum im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,8 % gesunken und blieb dabei weiter unter dem Niveau des Jahres 2019 vor der Corona-Pandemie. Auch die Konsumausgaben des Staates sind um 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 1 Die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), entwickelte sich im Berichtsjahr von 8,7 % im Januar 2023 auf 3,7 % im Dezember 2023. Der Trend der rückläufigen Inflation ist auf das Gesamtjahr 2023 übertragbar und beträgt durchschnittlich 5,9 % im Vergleich zu 2022 (Vorjahr: 6,9 % im Vergleich zu 2021). 2 Trotz der konjunkturellen Schwächephase entwickelte sich der Arbeitsmarkt positiv. Im Laufe des Jahres nahm die Erwerbstätigkeit weiter um 0,7 % zu und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Menschen. Ebenso hat sich das verfügbare Einkommen privater Haushalte positiv um 5,9 % verbessern können. Sowohl die Entgelte für Arbeitnehmer als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind deutlich um 6,7 % und 6,5 % gestiegen. 3 1 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html; Stand: 27.03.2024 2 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html; Stand: 27.03.2024 3 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html; Stand: 27.03.2024 2. GeschäftsverlaufDie Gesellschaft steuert sich im Wesentlichen nach dem finanziellen Leistungsindikator Umsatz. Die Umsatzerlöse entwickelten sich in den einzelnen Bereichen wie folgt:
Der Umsatz der Kalmar Germany GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Mio. € bzw. 4,0 % auf 141,9 Mio. € (Vorjahr: 136,4 Mio. €) gestiegen und liegt somit auch über der Vorjahresprognose von 127,5 Mio. €. Während der Verkauf von Gabelstaplern stark gestiegen ist, war im Bereich Port Cranes ein Rückgang zu verzeichnen. 3. Lage der Gesellschafta. ErtragslageDie Gesamtleistung, bestehend aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen, ist um 5,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies ist vor allem auf die Erhöhung der Umsatzerlöse (5,5 Mio. €) und den Rückgang der Bestandsverminderung (0,6 Mio. €) zurückzuführen. Das Wachstum der Umsatzerlöse ist auf die gestiegenen Eingangsbestellungen Mitte 2022 zurückzuführen, die im Wirtschaftsjahr 2023 realisiert wurden. Der Materialaufwand hat sich um 3,2 % auf 95,3 Mio. € (Vorjahr: 98,5 Mio. €) reduziert, die Materialkostenquote ist auf 66,4 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 71,6 %) gesunken. Diese Entwicklung ist unter anderem auf Transfer-Pricing-Gutschriften zurückzuführen, die den Materialaufwand reduziert haben. Der Rohertrag hat sich um 9,0 Mio. € bzw. 23,0 % auf 48,1 Mio. € (Vorjahr: 39,1 Mio. €) erhöht. Der Personalaufwand beläuft sich auf 16,5 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €). Die Personalkostenquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist auf 11,5 % (Vorjahr: 11,3 %) leicht gestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 9,4 Mio. € unter dem Vorjahr (9,7 Mio. €). Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durchgeführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,3 Mio. € auf 10,8 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Erhöhung der Konzernumlagen zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich 2023 auf 12,9 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €). Nach Abzug von Einkommen-, Ertragsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) hat die Kalmar Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 11,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) erwirtschaftet. b. FinanzlageDie finanziellen Anforderungen an die Kalmar Germany GmbH sind durch die für den Handel mit hochwertigen Investitionsgütern erforderlichen Vorräte und Forderungen, die einen vergleichsweise schnellen Umschlagprozess aufweisen, geprägt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pooling-System der Cargotec Oyj eingebunden, sodass die Finanzlage der Gesellschaft als stabil angesehen wird. Der Finanzüberschuss im Geschäftsjahr 2023 ist in der folgenden Tabelle in M€ dargestellt:
Insgesamt ist der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 12.550,0 T€ auf 23.148,5 T€ gestiegen. Es ist weiterhin ein Zahlungsmittelüberschuss zur Selbstfinanzierung von Investitionen gegeben. c. VermögenslageDie Bilanzsumme der Kalmar Germany GmbH hat sich 2023 um 19,3 Mio. € auf 139,8 Mio. € (Vorjahr: 120,5 Mio. €) erhöht. Die Aktivseite ist neben den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (58,8 Mio. €) insbesondere durch den Posten "Vermietete Geräte" geprägt (51,5 Mio. €). Die Passivseite weist im Wesentlichen einen hohen Anteil an Eigenkapital (63,1 Mio. €; Vorjahr: 51,7 Mio. €) auf, was zu einer Eigenkapitalquote in Höhe von 45,1 % führt. Daneben zeigen sich hier insbesondere hohe sonstige Verbindlichkeiten (56,8 Mio. €), welche im Wesentlichen aus Finanzverbindlichkeiten im Rahmen von Pensionsgeschäften bzw. Umsatzsteuerverbindlichkeiten resultieren. d. Zusammengefasste Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufDie Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 der Kalmar Germany GmbH insgesamt als sehr zufriedenstellend. Chancen- und Risikobericht1. RisikomanagementMithilfe des Cargotec Risikomanagementsystems, das einer permanenten Weiterentwicklung unterliegt, werden die wesentlichen Risiken abgedeckt und die Kalmar Germany GmbH begegnet damit den jeweils aktuellen betrieblichen, marktbezogenen sowie gesetzlichen Anforderungen. Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Es dient zum einen der frühzeitigen Identifikation, Quantifizierung und Berichterstattung von Risiken und soll zum anderen Risiken durch geeignete Maßnahmen begrenzen und bestandsgefährdende Risiken verhindern. Kern des Risikomanagements ist ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen, um die ganzheitliche Erfassung von Risiken sicherzustellen. Hierdurch wird erreicht, dass alle Verantwortungsträger in die Analyse und Beurteilung der Risiken sowie die Erarbeitung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen eingebunden sind. Das konzerninterne Risikoberichtswesen wurde weiter optimiert und ist Basis für ein effizientes Risikomanagement. 2. ComplianceGrundlage für Compliance bei der Kalmar Germany GmbH ist die Überzeugung, dass nur soziales Verantwortungsbewusstsein, Rechtstreue und ethisches Verhalten den Unternehmenserfolg nachhaltig sichern können. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Auflagen und unternehmensinternen Richtlinien ist wesentlicher Bestandteil der Führungs- und Unternehmenskultur bei Kalmar Germany GmbH. Der Verhaltenskodex der Kalmar Germany GmbH bildet die Basis des Compliance-Programms. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich über die Cargotec Homepage an die interne Compliance-Organisation zu wenden. Die regelmäßigen Compliance-Schulungen werden jährlich durch ein E-Learning Tool sichergestellt. 3. RisikenMit der Marke Kalmar sieht sich die Gesellschaft einem wachsenden Wettbewerbsdruck aufgrund zunehmender Konkurrenz aus Asien ausgesetzt. Dieser hat in der Vergangenheit bereits zu einem Verlust von Marktanteilen geführt. Die Anforderungen an Kalmar Germany GmbH als attraktive Arbeitgeberin standen auch im Geschäftsjahr 2023 im Fokus, um dem Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu begegnen. Die demografische Entwicklung macht es erforderlich, besondere Maßnahmen zur Gewinnung und langfristigen Bindung von Mitarbeitern zu ergreifen. Der Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften ist deutlich bei der erschwerten Rekrutierung von Auszubildenden erkennbar. Diesem Risiko begegnet die Kalmar Germany GmbH mit einer verstärkten Präsenz auf Rekrutierungsmessen, im Geschäftsjahr wurde die aktuelle Hochschulkooperation fortgesetzt. Insgesamt ist festzustellen, dass keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind. 4. ChancenFür das Geschäftsjahr 2024 ist geplant, den Geschäftsbereich Kalmar weiter zu stärken. Die Reorganisation erfolgt dabei mit dem Ziel, eine gesellschaftsrechtliche Struktur zu schaffen, die eine konsequente Ausrichtung auf die gegenwärtigen Markterfordernisse unterstützt. Dies wird besonders den Bereich der Krananlagen betreffen. Bei den Gabelstaplern sind neue technische Konzepte aus jahrelanger Erfahrung in die Produkte eingeflossen, um die Ergonomie und Sicherheit für den Fahrer zu verbessern. Ferner hat die Kalmar Germany GmbH das Ziel, bis 2024 alle Geräte auch als Elektrogeräte anzubieten. Im Bereich Port Cranes und Automation sind wir breiter aufgestellt und können den Kunden in allen Bereichen der Terminal Operation Systeme unterstützen. Im Bereich fahrerlose Systeme wird die Kalmar Germany GmbH ein großes Projekt in einem deutschen Hafen abschließen. Zusätzlich wächst sukzessive die Größe der Schiffe, wodurch entsprechend die Kräne der Häfen ebenfalls wachsen und weiterentwickelt werden müssen. 4 Diese Dynamik nutzt die Gesellschaft als Chance, um dort Verbesserungen durchzuführen. 4 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154596/umfrage/kapazitaeten-der-containerschiffe-im-weltseehandel/; Stand:15.04.2024 III. PrognoseberichtFür die kommenden Jahre wird ein positives BIP-Wachstum für Deutschland prognostiziert. In 2024 soll das BIP mit einem Wachstum von 0,2 % steigen und im Jahr 2025 um 1,5 %. Es wird dabei prognostiziert, dass sich das BIP in der zweiten Jahreshälfte 2024 erholt und sich dieser Trend fortführt. Vor allem die Erholung der Industrie setzt voraussichtlich später als erwartet ein. 5 Im internationalen Wettbewerb wird prognostiziert, dass das globale BIP im Geschäftsjahr 2024 um 2,7 % zum Vorjahr wachsen wird. BIP starke Volkswirtschaften, wie bspw. China und die USA, sind langsamer als in den Vorjahren gewachsen, was unter anderem auf die gestiegenen Leitzinsen der Notenbanken zurückzuführen ist. 6 Der Auftragseingang in 2024 wird sich abschwächen und somit zu geringeren Umsätzen in 2025 führen. Die Planungsszenarien für 2024 enthalten angemessene Risikoaspekte.
Hamburg, den 25. April 2024 Kalmar Germany GmbH gez. Harald Kraft 5 Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt Stand: 27.03.2024 6 Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Kurzfassung.pdf Stand: 27.03.2024 FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023 wurde am 29.05.2024 festgestellt. |
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