Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 10948
Vorher
Blitz 07-714 GmbH
Eingetragen
11.10.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwalten sowie Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen, die im Bereich der Herstellung und des Handels mit Lagerund Transportgeräten, sowie von Produkten für die Kommunikationstechnik tätig sind sowie das Erbringen der damit im Zusammenhang stehenden Service-, Beratungs- und Managementleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

LKE Holding GmbH

Marl

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Im März 2020 wurde die LKE Gruppe rückwirkend zum Stichtag 31. Dezember 2019 durch die PEP NewCo IV GmbH übernommen. Hierbei handelt sich um ein Akquisitionsvehikel, das mehrheitlich von der PREMIUM Mittelstand Fund II GmbH & Co. KG gehalten wird, einem Beteiligungsfonds, der durch die PREMIUM Equity Partners GmbH, Frankfurt, beraten wird. Mit der neuen Eigentümerstruktur soll der eingeschlagene Weg der Industrialisierung der LKE-Gruppe fortgesetzt und wesentliche strategische Entwicklungsprojekte umgesetzt werden. An dem Ziel, die LKE Gruppe zum europäischen Marktführer für Logistiktransportgeräte zu entwickeln, wird festgehalten.

Auch im Jahr 2019 war die LKE Gruppe weiterhin maßgeblich in den deutschsprachigen Märkten der DACH Region unterwegs. Die Produktpalette umfasst logistische Betriebsmittel aus Stahl, Aluminium und Edelstahl und bietet nachhaltige Effizienzsteigerungen für Kunden in der Distributions-, Intra- und Werkslogistik an. Die Herstellung der Produkte erfolgt an den drei Standorten Marl, Großenhain und Freiburg.

In der operativen Marktansprache wird die Gesellschaft über fünf Marktsegmente gesteuert:

Global Mail

Branchenlösungen

Intralogistik

Aviation

Hygienics

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die LKE Gruppe hat für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatz von € 33,1 Mio. die Prognose aus dem letzten Jahr (Lagebericht 2018) um ca. 22 % verfehlt. Die Materialeffizienz gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich um 6,2 %-Punkte, lag jedoch um einen %-Punkt schlechter als geplant. Da die Aufwandstätigkeit im Berichtsjahr nicht zurückgefahren wurde, ging das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 62 % auf € 1,9 Mio. zurück und verfehlte das geplante operative EBITDA um € 2,4 Mio. Das Erreichen von € 1,9 Mio. als EBITDA Wert liegt daher im Wesentlichen an den verfehlten Umsatzwerten sowie der daraus fehlenden Deckung. Das Geschäftsjahr 2019 ist damit zusammenfassend eher ungünstig verlaufen.

Die einzelnen Marktsegmente haben sich dabei im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 unterschiedlich entwickelt.

Das größte Marktsegment der LKE Gruppe "Global Mail" konnte den budgetierten Umsatzwert um 1 % übertreffen. Wegen wesentlich veränderten Beschaffungsvolumina bei den großen Volumendienstleistern im Marktumfeld Kurier, Express & Paket (KEP) wurden gegenüber dem Vorjahr jedoch ca. € 8 Mio. weniger umgesetzt. Da dies jedoch die gesamte Wettbewerbslandschaft betraf, konnte LKE seinen Marktanteil in diesem Segment sichern und leicht ausbauen.

Die beiden Marktsegment "Intralogistik" und "Aviation" konnten die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Beide Marktsegmente verzeichnen die größte Abweichung gegenüber den jeweiligen geplanten Budgetwerten. Einen gut wahrnehmbaren Einfluss auf die Investitionstätigkeiten der Kunden in den Marktsegmenten zeigte sich durch die Ökologisierung vieler Kundenmärkte und der damit einhergehenden Planungsunsicherheit bei vielen Investitionsvorhaben.

Die beiden kleineren Marktsegmente "Branchenlösungen" und "Hygiene" konnten umsatzseitig gegenüber dem Vorjahr in Summe um 2,6 % besser abschneiden und lagen jedoch gegenüber dem geplanten Budgetwert um ca. 15 % zurück. Dies ist im Wesentlichen auf eine unzureichenden Marktbearbeitung zurückzuführen, welche ab 2020 über eine Neuausrichtung im Vertrieb abgestellt werden soll.

3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

3.1 ERTRAGSLAGE

Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr negativ entwickelt und fiel um ca. 25 % zum Vorjahr. Durch Verschiebungen zwischen den Marktsegmenten ist der Rohertrag jedoch nur um 13,8 % gesunken. Im EBITDA Ergebnis kommen nur 1.871 T€ an, was einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 3.058 T€ entspricht.

Der Auftragseingang lag im Jahr 2019 bei 31.888 T€ und damit um 5.420 T€ unter dem Vorjahreswert von 37.308 T€. Der Auftragsbestand im Dezember 2019 war mit 2.301 T€ um 1.170 T€ niedriger als im Dezember 2018 mit 3.471 T€.

Der absolute Rohertrag im Konzern hat sich um 2.496 T€ gegenüber Vorjahr verschlechtert, jedoch relativ um 6,2 %-Punkte verbessert.

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr im Wesentlichen auf Grund der Einstellung von qualifizierteren Fach- und Führungspersonal um 766 T€ gestiegen. Die Personalkostenquote ist im Geschäftsjahr von 18,7 % auf 27,2 % angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5.435 T€ sind im Vergleich zum Vorjahr um 777 T€ gesunken. Die wesentlichen Einsparungen rekrutieren sich dabei aus den Aufwandsbereichen:

Aufwendungen für Kosten der Warenabgabe (absatzabhängig),

Aufwendungen für verschiedene betriebliche Kosten (im Wesentlichen Rechs- & Beratungskosten) sowie

Aufwendungen Fremdarbeit (auslastungsabhängig).

Der Ertragssteueraufwand korrespondiert nicht mit dem Ergebnis vor Steuern (EBT), da die Abschreibungen auf stille Reserven für Lizenzen, Gebäude und Sachanlagevermögen sowie die handelsrechtlich berücksichtigten Aufwendungen für Jubiläen und Drohverlusten nicht zu einer steuerlichen Entlastung führen.

Insgesamt ergibt sich eine Ergebnisverschlechterung zum Vorjahr um 1.137 T€.

3.2 FINANZLAGE

2019 2018
T€ T€
Jahresergebnis 161 1.298
nicht zahlungswirksame Ergebnisse 423 1.106
Brutto-Cashflow 584 2.404
Veränderung Nettoumlaufvermögen 863 1.796
1. Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit 1.447 4.200
Investitionen in Finanzanlagen, Sachanlagen und EDV-Software (netto) -183 -195
2. Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit -183 -195
Zinszahlungen -1.105 -429
Ausschüttungen 0 -893
3. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -1.105 -1.322
Veränderung des Finanzmittelfonds 159 2.683
Veränderung flüssiger Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen 25 22
Finanzmittelfonds am 01.01. 5.046 2.341
Finanzmittelfonds am 31.12. 5.230 5.046

Die Erhöhung der Zinszahlung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus der höheren Zinsverbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern zum Stichtag 31.12.2018/31.12.2017.

3.3 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 hat sich, im Vergleich zum Jahresende 2018, um 2.239 T€ verringert. Dies geht auf der Aktivseite in erster Linie auf die Reduzierung des Umlaufvermögens, insbesondere auf Grund der um 2.163 T€ reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zurück.

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die Rückstellungen um 644 T€, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 861 T€ sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um 810 T€ reduziert. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag (4.410 T€) ist insbesondere durch die in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibung der im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven sowie des Geschäfts- oder Firmenwertes bedingt. Für Steuerungszwecke definieren wir das Eigenkapital unter Einbeziehung des Gesellschafterdarlehens von 17.810 T€ sowie nach Abzug des nicht durch Eigenkapitals gedeckten Fehlbetrags von 4.410 T€. Demnach wuchs das wirtschaftliche Eigenkapital um 189 T€ auf 13.400 T€.

III. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die LKE-Gruppe verfügt über ein nachhaltiges Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches kontinuierlich abgeglichen und weiterentwickelt wird. In monatlichen Sitzungen kommt die Geschäftsleitung mit dem Kreis der Gesellschafter zusammen und berät über die aktuelle Lage und die aus diesen Einschätzungen abzuleitenden Maßnahmen im Geschäftsverlauf. Dies ist letztlich ein kontinuierlicher unternehmerischer Prozess, der dafür sorgt, dass die Unternehmensgruppe frühzeitig auf sich ändernde Rahmenbedingungen entsprechend reagieren kann. Im aktuellen Umfeld, welches durch die Corona-Pandemie geprägt ist, wird eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung äußert schwierig. Die LKE Gruppe bewertet in dem Umfeld alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge in einem bewussten Entscheidungsprozess und wählt die für das Unternehmen passenden Handlungsalternativen aus, um bestmöglich Schaden von der LKE Gruppe fern zu halten.

Nach einem intensiven Prozess zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftsverlaufes geht die LKE Geschäftsführung in einem für sehr wahrscheinlich gehaltenen Szenario-Verlauf davon aus, dass am Ende des Jahres im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzwachstum von 2,1 % entstehen wird. Dies bedeutet jedoch gegenüber dem budgetierten Umsatzwert eine negative Abweichung von 11,6 %.

Durch die fünf Marktsegmente wird die LKE Gruppe hier unterschiedlich durch die COVID-19 Entwicklung getroffen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der wirtschaftliche Effekt auf das Unternehmen in einem U-Szenario enden wird und bezieht sich dabei auf das Szenario 3 des Sachverständigenrats (siehe Abbildung 1). In der Konsequenz bedeutet dies, dass die LKE-Gruppe in Summe voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2022 in einen "status quo ante" zurückfinden wird können.

Weiterhin gilt, dass die Chancen und Risiken der Logistikbranche eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verbunden sind. Wesentliche Einflussgrößen hier sind aktuell die unterschiedlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die verschiedenen Wirtschaftszweige. Ein Indikator für die Entwicklungen ergibt sich durch die Betrachtung der Einflussfaktoren auf den weltweiten Güterhandel, wie es die "World Trade Organisation" in ihrem "Goods Trade Barometer" vom 20. Mai 2020 vorgenommen hat.

Der weltweite Handel hatte sich schon vor dem Corona Ausbruch verlangsamt. Dies führte dazu, dass sich der weltweite Warenhandel bereits im Jahr 2019 das erste Mal seit 10 Jahren leicht verminderte. In 2020 zeigen nun alle Bestandteile des Indikators (siehe Abbildung 2), dass sie gut hinter ihrem jeweiligen Trendverlauf liegen. "Automotive products" mit einem Indexwert von 79,7 zeigten den schwächsten Wert. Hier liegt auch eine wesentliche Erklärung für die Entwicklung des LKE Marktsegmentes "Intralogistik" im Berichtsjahr, welches gut die Hälfte des Segmentabsatzes in der Automobilindustrie erwirtschaftet.

Bis auf den Bestandteil "Raw materials" liegen auch alle anderen wesentlichen Komponenten des Indikators hinter dem Februarwert des Jahres 2019. In diesem Umfeld zeigt sich trotz dieser weltwirtschaftlichen Entwicklung, dass die Logistikbranche im ersten Quartal 2020 ihre Stärke ausspielen kann, denn zum ersten Mal im Vergleich zu den zurückliegenden 2 Jahren zeigt der Indikator eine positive Grundstimmung (siehe Abbildung 3).

In Summe ist jedoch auch für die Industrien, in denen die LKE mit Ihren Marktsegmenten unterwegs ist, zu erwarten, dass die Märkte nicht kurzfristig in einen Status Quo Ante Corona zurückfallen, sondern, dass auch die Marktentwicklungen in den für das zukünftige Wachstum der LKE Gruppe relevanten Marktsegmenten in ihren jeweiligen Markterholungen einem U-Verlauf folgen werden. Dabei werden für die unterschiedlichen Marktsegmente jeweils individuelle Verläufe erwartet.

Im Marktsegment "Global Mail" zeigen sich aktuell deutlich positive Effekte aus den "lock-down" - Maßnahmen. Das Paketvolumen der Deutschen Post hat deutlich zugenommen. Auch andere KEP-Dienstleister melden erhöhte Bedarfe, so dass wir hier nahezu von einem Vorjahresumsatzwert für das Unternehmen ausgehen.

Im Marktsegment "Intralogistik" wurde die wichtigste Messeveranstaltung für die LKE Gruppe, die LogiMAT in Stuttgart, für 2020 abgesagt und die LKE Gruppe konzentriert sich darauf, ihre Marktansprache digitaler und lokaler aufzustellen. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt auf, dass insbesondere im automobilen Marktumfeld wieder größere Beschaffungsprojekte diskutiert werden. Weiterhin wird die wirtschaftliche Beeinflussung durch das Corona-Virus dazu führen, dass viele Unternehmen in weiterführende Effizienzprojekte investieren werden. Für die LKE drückt sich dies in einem kaum veränderten Pipelinevolumen aus. Jedoch zeigt sich deutlich, dass die Vergabeaktivität aus der Pipeline sich wesentlich verzögert hat, bis die wirtschaftliche Entwicklung wieder höhere Planungssicherheit verspricht.

Im Beschaffungsbereich bestehen insbesondere Preisrisiken auf den Stahlmärkten sowie Währungsrisiken EUR/US$. Um sich von dem letzteren Risiko zu befreien hat der LKE-Einkauf mit den wesentlichen chinesischen Lieferanten eine Umstellung auf EUR-Rechnungen zu einem Festkurs verhandelt und damit das US$-Währungsrisiko gegenüber den Kalkulationsvorgaben eliminiert.

In Bezug auf die Einschätzungen zum Stahlmarkt profitiert die LKE Gruppe von der Entwicklung Ende des Kalenderjahres 2019, in dem der heftige Nachfrageeinbruch zu einem deutlichen Preisverfall geführt hat. Da davon auszugehen ist, dass der Weltmarkt-Wettbewerb intensiv bleiben wird, geht die LKE Unternehmensleitung aktuell nicht davon aus, dass vom Stahlmarkt ergebnisrelevante Risiken zu erwarten sind.

Um bei den Standardprodukten den Risiken aus der Materialbeschaffung zu begegnen, geht die LKE-Gruppe mit seinen Lieferanten in langfristige Vereinbarungen. In den Bereichen, in denen sich Materialeinstandspreiserhöhungen nicht vermeiden lassen, wird die Preiserhöhung nach Möglichkeit im Rahmen der Projekt- und Produktkalkulation auf der Marktseite angepasst und an die Kunden weitergegeben. In kundenspezifischen Projektentwicklungen wird Kostenrisiken mit einer Verkaufspreisermittlung vom Materialeinstand kommend entgegengewirkt, so dass in diesen Fällen immer projektspezifisch angeboten wird.

Auf der Liquiditätsseite betreibt die LKE-Gruppe seit Jahren erfolgreich das Instrument des Forderungsverkaufs, so dass keine Engpässe durch verspätete Zahlungsverhalten der Kunden entstehen können. Zusätzlich ist die LKE Gruppe über eine Kontokorrent-Linie und dem eigenen Cash-Flow mit ausreichend Liquidität für das Geschäftsjahr 2020 versorgt und erkennt zum Berichtszeitpunkt auch keine negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation begründet durch die Corona-Situation.

Der Abhängigkeit der erfolgreichen Entwicklung unserer Gesellschaft von einzelnen Risiken tragen wir durch Risikobetrachtung vor Entscheidungsfindung, zeitnahes Controlling und Diversifizierung Rechnung. Nach unserer heutigen Einschätzung stellt sich die Risikosituation, auch unter Einfluss der Corona-Pandemie, nachfolgend aufgeführter, für uns wesentlichen Risikokategorien kurz- bis mittelfristig wie folgt dar:

Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit1 Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens 1
Preisverfall auf den Absatzmärkten möglich unwahrscheinlich
Verlust von Marktanteilen möglich unwahrscheinlich
Konjunkturentwicklung sehr wahrscheinlich unwahrscheinlich
regulatorische Eingriffe möglich unwahrscheinlich
Personal möglich unwahrscheinlich
Finanzsituation möglich unwahrscheinlich
technische Entwicklung unwahrscheinlich unwahrscheinlich
Bestandsprodukte unwahrscheinlich unwahrscheinlich
Produktentwicklung möglich unwahrscheinlich
Beschaffungsengpässe möglich unwahrscheinlich

1 Mögliche Werte: unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich

Die Betrachtung der kurz- und mittelfristigen Chancen für unser Unternehmen aus heutiger Sicht in für uns wesentlichen, nachfolgend aufgeführten Kategorien führt zu folgendem Ergebnis:

Chancenkategorie Eintrittswahrscheinlichkeit 2 positive Auswirkung auf den Fortbestand des Unternehmens 3
Margenverbesserung durch Kostensenkung wahrscheinlich wesentlich
Zugewinn von Marktanteilen möglich wesentlich
Konjunkturentwicklung sehr wahrscheinlich moderat
regulatorische Eingriffe wahrscheinlich moderat
Personal wahrscheinlich wesentlich
Finanzsituation wahrscheinlich gering
technische Entwicklung wahrscheinlich moderat
Bestandsprodukte möglich wesentlich
Produktentwicklung höchstwahrscheinlich wesentlich

Die Diversifizierung der LKE-Gruppe in fünf Marktsegmente zeigt gerade in der Krise seine Stärke.

In der Gesamtschau aller zum Erstellungszeitpunkt bekannten Risiken und Chancen, auch im Licht der sich weiter entwickelnden Corona-Situation, plant die Geschäftsleitung der LKE Gruppe für das Finanzjahr 2020 mit einem leichten Umsatzwachstum von 2,1 % zum Vorjahr. Der aktuelle Umsatz-Forecast für die Unternehmensgruppe liegt über alle Marktsegmente bei € 33,8 Mio. Die Verschiebung der Umsatzanteile Richtung wesentlich rohmargenstärkeren Marktsegmenten trägt im Forecast ebenfalls zu einem leicht gesteigerten EBITDA-Ergebnis bei.

Zur Liquiditätssicherung wurde in den Monaten Mai und Juni 2020 in Abhängigkeit des Auslastungsgrads der Geschäftsbereiche das Instrument der Kurzarbeit (zwischen 10% - 30%) an den deutschen Standorten eingesetzt.

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn die genannten oder anderen Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Die zusätzlich durch die Corona-Pandemie ausgelösten Unsicherheiten sind aus Sicht der LKE-Gruppe, auch mit dem Blick auf eine mögliche zweite Corona-Welle und einem daraus abgeleiteten erneuten "lock-down" nur äußerst schwer abzuschätzen.

 

Marl, den 30. Juni 2020

LKE Holding GmbH

Die Geschäftsführung

2 Mögliche Werte: unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich
3 Mögliche Werte: unwesentlich, gering, moderat, wesentlich, groß

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2018
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 236 264
236 264
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.813 4.962
2. Technische Anlagen und Maschinen 78 100
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405 472
4. Geleistete Anzahlungen 9 0
5.305 5.534
5.541 5.798
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 227 205
2. Unfertige Erzeugnisse 446 445
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.004 3.096
49 58
3.726 3.804
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.065 3.228
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.503 2.235
3.568 5.463
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.230 5.046
12.524 14.313
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129 133
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.410 4.599
22.604 24.843

Passiva

Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2018
TEUR TEUR
A. Eigen kapital
I. Gezeichnetes Kapital 100 100
II. Kapitalrücklage 411 411
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 29 1
IV. Verlustvortrag -5.111 -6.409
V. Jahresüberschuss 161 1.298
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.410 4.599
0 0
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0 298
2. Sonstige Rückstellungen 842 1.188
842 1.486
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77 34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 825 1.686
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 18.950 18.879
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.041 1.851
20.893 22.450
D. Passive latente Steuern 869 907
22.604 24.843

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

2019 2018
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 33.058 43.957
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 46 96
3. Sonstige betriebliche Erträge 441 1.014
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.524 -23.605
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.723 -2.095
-17.247 -25.700
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.444 -6.846
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.548 -1.380
-8.992 -8.226
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -437 -477
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.435 -6.212
8. Zinsen und ähnliche Erträge 45 30
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.150 -1.261
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -138 -1.893
11. Ergebnis nach Steuern 191 1.328
12. Sonstige Steuern -30 -30
13. Jahresüberschuss 161 1.298

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Vorbemerkungen

Der Konzernabschluss der LKE Holding GmbH, Marl, eingetragen beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter HRB 10948, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde in T€ aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Sämtliche Abschluss-Vermerke wurden zur besseren Übersichtlichkeit im Anhang gemacht.

II. Angaben zur Konsolidierung

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Obergesellschaft die folgenden zum 31.12.2019 bestehenden Tochtergesellschaften einbezogen (Anteil der LKE Holding GmbH):

LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH, Marl (100%)

LKE Schneider Leichtbau GmbH, Freiburg (100%)

LKE Production GmbH, Großenhain (100%)

LKE Polska Sp.z.o.o., Poznań/Polen (100%)

LKE (UK) Ltd, Shelfied Alcester/Großbritannien (100%)

Im Geschäftsjahr 2019 haben sich keine Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Vorjahr ergeben.

Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses stimmt mit den Abschlussstichtagen der Einzelabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen (31.12.) überein.

2. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen die nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode auf den Erwerbsstichtag. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals der Tochterunternehmen im Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Sich danach ergebende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge haben sich nicht ergeben. Im Rahmen der Neubewertung des Vermögens der einbezogenen Tochtergesellschaften wurden passive latente Steuern berücksichtigt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung und Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften eliminiert.

3. Währungsumrechnung

Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften in Polen und Großbritannien wurden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode zum 31.12.2019 umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen wurden entsprechend erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Aktiva und Passiva erfolgen einheitlich nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen des Vermögens der am 31.12.2010 erworbenen Tochtergesellschaften erfolgten ab dem 01.01.2011. Im Einzelnen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3-5 Jahre
Patente 2-15 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 7 Jahre

Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung und wurde wegen der vorhandenen Kundenbeziehungen sowie der Organisationsstruktur der erworbenen Gesellschaften über einen Zeitraum von 7 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände:

Jahre
Gebäude 25-33 Jahre
Maschinen 3-10 Jahre
Hardware 3-5 Jahre
Fahrzeuge 5-7 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Zugänge werden p.r.t. abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände wurden von 2011 bis 2017 bis zu einem Wert von € 410 und ab 2018 bis zu einem Wert von € 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 150 und € 1.000 wurde in den Vorjahren ein Sammelposten gebildet und jährlich mit 20 % aufgelöst.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Sofern notwendig, wurden Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für das latente Ausfallrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für sich insgesamt ergebende konsolidierungsbedingte Steuerbe- oder -entlastungen aus zeitlichen Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, werden aktive oder passive latente Steuern angesetzt. Die

Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem am Stichtag geltenden Steuersatz. Ein Überhang aktiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist wegen der Abschreibungen der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und des Geschäfts- und Firmenwerts bilanzieller Natur.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen und Personalverpflichtungen.

5. Verbindlichkeiten

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von
T€ 31.12.2018 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre unbegrenzt
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77 77 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 825 825 0 0
gegenüber Gesellschaftern 18.950 1.140 17.810
Sonstige 1.041 1.041 0 0
insgesamt 20.893 3.083 0 17.810
31.12.2018 22.450 4.640 17.810

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten im Wesentlichen (T€ 17.810) Darlehen mit einer unbegrenzten Laufzeit, die nach dem Erwerb der LKE-Gruppe durch die Stella Verwaltungs GmbH gewährt wurden. Die Darlehen sollen in 2020 beibehalten und in 2021 durch den neuen Gesellschafter, die PEP NewCo IV GmbH, Frankfurt am Main, übernommen werden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 855 (Vj.: T€ 1.494) sowie gegenüber Sozialversicherungsträgern in Höhe von T€ 31 (Vj.: T€ 25) enthalten.

6. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Kapitalkonsolidierung (Abschnitt 11.2.) und haben sich wie folgt entwickelt:

T€ Buchwerte 31.12.2019 Steuersatz latente
Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz Steuern
Patente 216 0 216
Grundstücke und Gebäude 2.517 0 2517
Maschinen, BGA 19 0 19
Passivlatenzen 31.12.2019 2.752 0 2.752 31,575% 869
T€ Buchwerte 31.12.2018
Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz
Patente 259 0 259
Grundstücke und Gebäude 2.584 0 2.584
Maschinen, BGA 29 0 29
Passivlatenzen 31.12.2018 2.872 0 2.872 31,575% 907
T€ Veränderung
Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz
Patente -43 0 -43
Grundstücke und Gebäude -67 0 -67
Maschinen, BGA -10 0 -10
Veränderung Passivlatenzen -120 0 -120 31,575% -38

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

a) Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten:

2019 2018
T€ T€
Inland 20.787 31.009
Ausland 12.271 12.948
Total 33.058 43.957

Die Auslandsumsätze werden im Wesentlichen in Westeuropa erzielt.

b) Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2019 2018
T€ T€
Global Mail 18.060 25.995
Intralogistik 7.542 10.931
Aviation 2.825 2.547
Branchenlösungen 2.619 2.400
Hygienics 2.012 2.086
nicht zugeordnete Erlösschmälerung 0 -2
Total 33.058 43.957

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 34 (Vj.: T€ 53) sowie periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösung in Höhe von T€ 152 (Vj: T€ 741) enthalten.

3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 191 (Vj.: T€ 119)

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 47 (Vj.: T€ 73).

VI. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Miet- und Leasinggeschäfte ermöglichen die liquiditätsschonende Nutzung von Wirtschaftsgütern für das Unternehmen. Die Risiken dieses Geschäfts bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen.

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf insgesamt T€ 598 (Vj.: T€ 819). Von diesen Verpflichtungen sind T€ 319 innerhalb eines Jahres fällig.

Zum 31. Dezember 2019 hat die LKE Marl Forderungen im Nennwert von € 2,6 Mio. (Vj.: € 4,3 Mio.) im Rahmen eines Factoringvertrags abgetreten.

Die Vorteile aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Der Factor hat sich verpflichtet, Forderungen bis zu einem Höchstbetrag von € 7,0 Mio. anzukaufen. LKE Marl haftet für den Bestand der Forderungen; das Delkredererisiko trägt der Factor.

2. Konzernabschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 49 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

3. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2019 hat der Konzern durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2019 2018
Gewerbliche Mitarbeiter 75 78
Angestellte 101 91
Insgesamt 176 169

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Björn Riechers, Bad Bentheim, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Herr Michael Hummler, Pfullendorf, Dipl. Ing. FH Maschinenbau

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird nach § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Befreiungswahlrecht nach § 264 Abs. 3 HGB

Die LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH, Marl, macht für das Geschäftsjahr 2019 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und ist demgemäß von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

6. Angaben zu Mutterunternehmen

Die Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG, Frankfurt am Main, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, denen die LKE Holding GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Im März 2020 wurde die Unternehmensgruppe rückwirkend zum Stichtag 31. Dezember 2019 durch die PEP NewCo IV GmbH, Frankfurt am Main, übernommen. Hierbei handelt es sich um ein Akquisitionsvehikel, das mehrheitlich von der PREMIUM Mittelstand Fund II GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, gehalten wird, einem Beteiligungsfonds, der durch die PREMIUM Equity Partners GmbH, Frankfurt am Main, beraten wird.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Folgen der Corona-Krise werden in den fünf Marktsegmenten voraussichtlich zu unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht".

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marl, den 30. Juni 2020

LKE Holding GmbH

Geschäftsführung

Björn Riechers

Michael Hummler

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 8.166 25 0 8.191
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.753 0 0 8.753
16.919 25 0 16.944
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.525 16 0 6.541
2. Technische Anlagen und Maschinen 650 0 0 650
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.959 134 13 3.080
4. Geleistete Anzahlungen 0 9 0 9
10.134 159 13 10.280
27.053 184 13 27.224
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
7.902 53 0 7.955 236 264
8.753 0 0 8.753 0 0
16.655 53 0 16.708 236 264
1.563 165 0 1.728 4.813 4.962
550 22 0 572 78 100
2.487 197 9 2.675 405 472
0 0 0 0 9 0
4.600 384 9 4.975 5.305 5.534
21.255 437 9 21.683 5.541 5.798

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019 2018
TEUR TEUR
Jahresergebnis 161 1.298
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 437 477
Zunahme/Abnahme der Vorräte 78 1.730
Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.163 -1.952
Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen und aktiven RAP 595 2.967
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -346 -563
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der erhaltenen Anzahlungen -818 -1.427
Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -809 1.041
Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögen 6 -2
Zinsaufwendungen 1.105 1.231
Ertragsteueraufwand / -ertrag 138 1.893
Ertragsteuerzahlungen / -erstattungen -1.263 -2.493
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.447 4.200
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -24 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -159 -195
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -183 -195
Zinszahlungen -1.105 -429
Ausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -893
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.105 -1.322
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 159 2.683
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 25 22
Finanzmittelfonds am 1. Januar 5.046 2.341
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 5.230 5.046
Flüssige Mittel 5.230 5.046
Kontokorrentverbindlichkeiten 0 0
5.230 5.046

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Verlustvortrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2017 100 411 -19 -6.278
Währungsumrechnung 0 0 20 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 761
Ausschüttung 0 0 0 -892
Stand 31.12.2018 100 411 1 -6.409
Währungsumrechnung 0 0 28 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 1.298
Stand am 31.12.2019 100 411 29 -5.111
Konzernjahresüberschuss Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2017 761 5.025 0 0
Währungsumrechnung 0 -20 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 537 -1.298 0 0
Ausschüttung 0 892 0 0
Stand 31.12.2018 1.298 4.599 0 0
Währungsumrechnung 0 -28 0 0
Konzernjahresüberschuss -1.137 -161 0 0
Stand am 31.12.2019 161 4.410 0 0

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LKE Holding GmbH, Marl

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der LKE Holding GmbH, Marl, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LKE Holding GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Die Gesellschaft weist in ihrer Bilanz zum 31. Dezember 2019 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 4,4 Mio. aus, welcher im Wesentlichen auf die in der Vergangenheit vorgenommenen hohen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert zurückzuführen ist. Wir verweisen hierzu auf die Darstellung der Vermögenslage in Abschnitt 3.3 des Konzernlageberichts. Trotz der bilanziellen Überschuldung ist auf Grund des positiven Jahresergebnisses 2019 sowie der von der Geschäftsführung prognostizierten positiven Geschäftsentwicklung derzeit nicht von einer Bestandsgefährdung der LKE-Gruppe auszugehen.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschluss und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 30. Juni 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer

Valerie Wachter, Wirtschaftsprüferin

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