Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 4216
Eingetragen
24.8.1992
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Metallen sowie Schrott aller Art. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen. Sie ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Werner Winter
seit 25.5.2020
Geschäftsführer
Christian Winter
seit 25.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erbengemeinschaft Thomas Werner Winter, Verena Schürmann, Christian Winter
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rheine
200000
50.00%
Erbengemeinschaft Thomas Werner Winter, Verena Schürmann, Christian Winter
Germany
200000
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werner Winter GmbH

Rheine

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Werner Winter GmbH ist seit mehr als 40 Jahren auf dem Gebiet des Recyclings sowie des Groß- und Einzelhandels von Schrott und Metallen jeglicher Art tätig. Die Gesellschaft beschäftigt an ihrem (einzigen) Standort in Rheine durchschnittlich 60 Mitarbeiter. Der Großteil des Umsatzes wird im Inland erwirtschaftet.

Bei der Steuerung des Unternehmens orientiert sich die Geschäftsführung insbesondere am Umsatz und am Jahresüberschuss. Darüber hinaus wird die jeweils aktuelle Auftragslage als Prädiktor künftiger Umsätze herangezogen.

Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen und werden voraussichtlich im derzeitigen Wirtschaftsjahr nicht anfallen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß "Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)" stieg die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,9 Prozent an. Eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland hat im vergangenen Jahr die deutsche Wirtschaft ausgebremst und lastet weiterhin auf ihr. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 drei Quartale stagnierte, ging sie im Schlussquartal um 0,3 Prozent zum Vorquartal zurück. Obwohl die Verbraucherpreise seit Anfang 2023 insbesondere wegen rückläufiger Energiepreise fast durchgehend weniger zulegten, lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt noch bei 5,9 Prozent. (Quellen: Statistisches Bundesamt; DIW-Konjukturprognose Frühjahr 2024)

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands sank gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 Prozent. Die Erwerbslosenquote sank um 0,1 Prozent auf 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Angaben des Fachmediums EUWID recycling und Entsorgung (EUWID Europäischer Wirtschaftsdienst GmbH, in Gernsbach) betrug die Weltrohstahlerzeugung im Jahr 2023 wie auch schon im Vorjahr 1,89 Milliarden Tonnen. Deutschland bleibt mit einer Produktion von rund 35,4 Millionen Tonnen (im Vergleich zum Vorjahr: 36,8 Millionen Tonnen) der größte Rohstahlproduzent innerhalb der EU. (Quellen: World Stainless Association)

Gemäß den Informationen von EUWID recycling und Entsorgung ist die globale Herstellung von rostfreiem Stahl im Jahr 2023 mit einer Produktionsmenge von 58,3 Millionen Tonnen auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Europa und die USA verzeichneten dabei Produktionsrückgänge von 6,2 bzw. 9,6 Prozent, während China einen Zuwachs von 12,6 Prozent verzeichnete. (Quelle: World Stainless Association)

Der Preisindex für Schrott aus Eisen und Stahl lag zum Ende des Jahres unter dem Preisniveau des Monats Januar 2023 (Dezember 2023: 151,1.; Januar 2023: 166,2), während er im April 2023 den Höchststand mit 179,6 erreichte. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Vermögenslage

Wie bereits im Vorjahr, sind die Vermögensverhältnisse der Werner Winter GmbH auch zum Bilanzstichtag 31.12.2023 geordnet. Die Bilanzsumme steigt im Vergleich zum Vorjahr um T€ 378 auf T€ 24.306, was einer Erhöhung von rund 2 % entspricht. Dieser Anstieg der Bilanzsumme ist überwiegend auf die Erhöhung der liquiden Mittel auf der Aktivseite der Bilanz zurückzuführen.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von rund T€ 459 vorgenommen, die insbesondere auf Baumaßnahmen am Geschäftsgebäude sowie Maschinen und Kraftfahrzeuge entfallen. Darüber hinaus wurden Investitionen in Betriebsvorrichtungen und Geschäftsausstattung getätigt.

Die Summe des Umlaufvermögens erhöht sich insbesondere durch die Anwachsung der liquiden Mittel um T€ 412 auf T€ 21.169 und der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 438 auf T€ 1.616.

Die liquiden Mittel steigen um T€ 560.

Auf der Passivseite steigt das Eigenkapital um T€ 1.061, die Rückstellungen erhöhen sich um T€ 13 (entspricht einer Erhöhung von rund 2 %) und die Verbindlichkeiten verringern sich um T€ 697.

Von der gesamten Bilanzsumme in Höhe von T€ 24.306 entfällt T€ 3.125 auf das Anlagevermögen, was rund 13% entspricht. Die restlichen Aktiva des Umlaufvermögens entfallen zu rund 43 % auf Vorräte, zu 28 % auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie zu 16 % auf den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Anteil von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beträgt weniger als 1 % der Bilanzsumme.

Finanzlage

Die Kapitalstruktur zum 31.12.2023 ist weiterhin durch einen hohen Eigenkapitalanteil gekennzeichnet. Das Eigenkapital steigt im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.061 an (entspricht Anstieg um 5 %). Damit entfallen 90 % der Bilanzsumme auf das Eigenkapital (Vorjahr 87 %). Das Eigenkapital beinhaltet neben dem gezeichneten Kapital auch den Gewinnvortrag in Höhe von T€ 20.703, sowie den Jahresüberschuss von T€ 1.061.

Auf Rückstellungen entfallen 2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 2 %), auf die Verbindlichkeiten entfallen 7 % (Vorjahr 10 %). Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 betragen in der Summe T€ 1.801.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Berichtsjahr zufriedenstellend. Es wird auch künftig damit gerechnet, dass alle finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden können.

Ertragslage

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres beträgt T€ 59.694, was einem Rückgang von T€ 9.489 oder rund 14 % entspricht. Ursächlich für diese Entwicklung sind insbesondere die sinkenden Erlöse beim Verkauf von Schrott und Metallen infolge negativer Preisentwicklungen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 aus dem Vorjahresbericht, der einen Umsatzrückgang bis zu 20 % für möglich hielt, wurde bestätigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 653 (Vorjahr T€ 283), was im Verhältnis zu den gesamten Erlösen rund 1% entspricht. Der Grund für den Anstieg liegt in gestiegenen Erträgen aus Termingeschäften.

Der Materialaufwand sinkt korrespondierend zu den gesunkenen Umsatzerlösen um T€ 8.494. Dies entspricht einem Rückgang von rund 14%. Der Personalaufwand erhöht sich um T€ 35 auf T€ 3.482. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 335 auf T€ 3.391, was einer Minderung von 9% entspricht. Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sanken um T€ 91 auf T€ 495. Dies entspricht einem Rückgang um rund 15%.

Der Jahresüberschuss nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um T€ 141 auf T€ 1.061 an, was einem Rückgang um 2 % entspricht. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 aus dem Vorjahresbericht, der einen Ergebnisrückgang von bis zu 20 % für möglich hielt, wurde übertroffen. Der Grund hierfür liegt in den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund geringerer Betriebskosten.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Werner Winter GmbH auch im Jahr 2023, das gesamtwirtschaftlich weiterhin durch die Folgen des Ukraine-Konflikts geprägt war, zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaftet hat.

Chance- und Risikobericht

Risiken

Risiken sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung absteigend für die Werner Winter GmbH dargestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Risikostruktur der der Gesellschaft ergeben.

Allgemein: Die Werner Winter GmbH ist von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine insbesondere in Bezug auf Einkaufs- und Absatzpreise von Stahlschrott betroffen.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Markt- und Preisrisiken: Die Werner Winter GmbH ist Risiken aufgrund von Schwankungen der Metallpreise sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Sofern sich die Gesamtwirtschaft wieder positiv entwickelt, werden sich voraussichtlich auch die für die Stahl- und Recyclingbranche wichtigen Absatzbereiche der Automobil- und Baubranche wieder beruhigend entwickeln, was eine unmittelbar positive Auswirkung auf die Absatzmenge hätte.

Abwertungsrisiken: Sollten die Schrottpreise zukünftig sinken, besteht grundsätzlich die Gefahr von Abwertungsrisiken in den Beständen. Diesem Risiko wird durch einen möglichst geringen durchschnittlichen Lagerbestand begegnet, der fortlaufend überwacht wird.

Liquiditätsrisiken werden aufgrund der Kapitalstruktur (hohe Eigenkapitalquote) nicht gesehen.

Chancen

Chancen sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung absteigend für die Werner Winter GmbH dargestellt. Wesentliche Veränderungen in Bezug auf die Chancenstruktur haben sich bei der Werner Winter GmbH im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Preisentwicklung: Darüber hinaus werden Chancen in einem Anstieg der Schrott- und Metallpreise gesehen, was entsprechend positive Effekte auf in den Vorräten vorhandenen stille Reserven hätte.

Prognosebericht

Infolge des Ukraine-Konflikts ist die wirtschaftliche Lage durch massive Unsicherheiten geprägt. Diese spiegeln sich insbesondere wider in stark volatilen Beschaffungs- und Absatzmärkten, sowohl in Bezug auf die Menge als auch auf die Preise. Da Lieferketten branchenübergreifend unterbrochen werden, kann es zu Produktionsausfällen kommen, da die benötigten Liefermengen nicht innerhalb der benötigten Zeit verfügbar sind. Ebenfalls schwer kalkulierbar sind derzeit die Preisentwicklungen für Stahlschrott auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten. Während der Preis für Stahlschrott im Zeitraum von Januar 2024 bis Februar 2024 zunächst den Trend des Vorjahres fortsetzte und rund 5 % anstieg, kam es von März bis Mai 2024 zu einem leichten Preisverfall gegenüber dem Januar-Wert um rund 2 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Basierend auf der bisherigen Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 ist es wahrscheinlich, dass das Geschäftsjahr 2024 trotz des Einflusses von externen Faktoren wie dem Ukraine-Krieg, der Energiekrise und weiteren geopolitischen Instabilitäten erfolgreich abgeschlossen wird.

Es wird erwartet, dass die Umsätze für das Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr auf dem gleichen Niveau verbleiben. Daraus folgend wird ein Jahresüberschuss wie im Jahr 2023 erwartet.

Eine genaue Prognose für das Jahr 2024 ist nur bedingt möglich. Es ist davon auszugehen, dass das wirtschaftliche Geschehen weiterhin stark durch den Ukraine-Konflikt bestimmt und beeinträchtigt wird. Auf der Beschaffungsseite sind als mögliche Risiken insbesondere steigende Rohstoffpreise und unterbrochene Lieferketten zu nennen. Auf der Absatzseite ist fraglich, inwieweit die Nachfrage stabil bleibt und ob die gestiegenen Rohstoffpreise eins zu eins an den Kunden weitergegeben werden können oder ob es zu einem Absinken der Gewinnmargen kommt. Da die Werner Winter GmbH jedoch bereits der Corona-Krise, zu deren Beginn die wirtschaftliche Verunsicherung weltweit sehr groß war, unbeeindruckt getrotzt hat, gehen wir davon aus, dass auch im Jahr 2025 mit stabilen Umsätzen auf dem Niveau des Jahres 2024 zu rechnen ist. In Bezug auf den Jahresüberschuss gehen wir von einer Stabilisierung aus. Zudem ist anzumerken, dass die Werner Winter GmbH aufgrund Ihrer sehr guten Eigenkapitalquote von über 90% in der Lage ist, auch schwierige Wirtschaftsjahre mit Verlusten zu kompensieren.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.538.751,71 1.549.355,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 624.023,00 838.968,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 912.792,00 750.471,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.044,00 18.166,00
3.121.610,71 3.156.960,00
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.067,75 3.067,75
3.124.678,46 3.160.027,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.730,00 45.714,00
2. Handelswaren 10.025.545,00 10.682.482,00
3. geleistete Anzahlungen 428.749,99 0,00
10.481.024,99 10.728.196,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.094.495,03 5.431.225,58
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.500,47
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 1.500,47)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.616.132,76 1.178.181,01
6.710.627,79 6.610.907,06
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.977.817,95 3.418.040,25
21.169.470,73 20.757.143,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.820,00 11.257,00
24.305.969,19 23.928.428,06

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Bilanzgewinn 21.764.456,70 20.703.168,38
21.968.973,45 20.907.685,13
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 171.125,00 168.452,00
2. Sonstige Rückstellungen 364.932,00 354.845,00
536.057,00 523.297,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.344.328,78; Vorjahr € 2.050.111,30) 1.344.328,78 2.050.111,30
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 424.186,55 418.475,85
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 424.186,55; Vorjahr € 418.475,85)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 32.423,41 28.858,78
(davon aus Steuern € 26.539,21; Vorjahr € 27.932,40)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 970,08; Vorjahr € 926,38)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 32.423,41; Vorjahr € 28.858,78)
1.800.938,74 2.497.445,93
24.305.969,19 23.928.428,06

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 59.693.915,57 69.183.492,06
2. Sonstige betriebliche Erträge 653.461,70 276.683,12
(davon aus Währungsumrechungen € 0,00; Vorjahr € 49.819,11)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 51.365.815,64 59.808.363,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 73.052,46 124.213,51
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.414.033,24 2.368.571,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.067.939,16 1.078.182,52
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 494.543,28 585.486,63
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.390.990,40 3.726.196,59
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.918,89 6.000,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.566,70 16.419,47
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 472.680,97 522.356,25
10. Ergebnis nach Steuern 1.084.674,31 1.236.385,25
11. Sonstige Steuern 23.385,99 34.520,77
12. Jahresüberschuss 1.061.288,32 1.201.864,48
13. Gewinnvortrag 20.703.168,38 20.251.303,90
14. Ausschüttung Ausschüttung 0,00 750.000,00
15. Bilanzgewinn 21.764.456,70 20.703.168,38

Anhang zur Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Werner Winter GmbH, Rheine

I. Abschnitt

Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

a) Darstellungsform

Bei der Erstellung der Bilanz wurde die Vereinfachung nach § 266 Abs. 1 Handelsgesetzbuch in Anspruch genommen. Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

b) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Werner Winter GmbH, die beim Registergericht Steinfurt unter der Nummer HRB 4216 geführt wird, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Wesentlichen wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an den handelsrechtlichen Vorschriften ausgerichtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen der Vorjahre. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. 267 Abs. 3 HGB.

c) Angaben zu den Positionen der Aktivseite der Bilanz

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 € wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich durch überdurchschnittliche Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

d) Angaben zu den Positionen der Passivseite der Bilanz

Das zum Nennwert angesetzte Stammkapital der Gesellschaft beträgt 204.517 € und ist voll eingezahlt.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen zum Erfüllungsbetrag.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von T€ 313 (Vorjahr T€ 303) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 45 (Vorjahr T€ 45).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projekte Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 1.

Der Ansatz der übrigen Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

e) Angaben zu Gewinn und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 27), Erträge aus Termingeschäften in Höhe von T€ 459 (Vorjahr T€ 46), sonstige Erträge in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 29), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 0) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen T€ 2 (Vorjahr T€ 79).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 3).

f) Angaben zum Jahresergebnis

Vorschlag zur Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.061.288,32 €. Mit dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren ergibt sich ein Bilanzgewinn von 21.764.456,70 €.

Es wird vorgeschlagen, diesen Betrag vorzutragen.

g) Sonstige Angaben

Anzahl der Beschäftigten

2023 waren bei der Firma Werner Winter GmbH durchschnittlich 60 Mitarbeiter (davon 6 Angestellte und 54 Lohnempfänger) beschäftigt.

Im Geschäftsjahr betrug das Honorar des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung TEUR 16.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft bestehen in Höhe von T€ 2.000. Mit einer Inanspruchnahme der Bürgschaft wird nicht gerechnet, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen existieren zum Stichtag nicht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Der Gesellschaft wurden von den Gesellschaftern Kredite in Höhe von T€ 424 (Vorjahr T€ 418) eingeräumt. Die Kredite werden jährlich mit 2% verzinst.

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

II. Abschnitt

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Geschäfte der Werner Winter GmbH wurden durch die Geschäftsführer Thomas Winter, Kaufmann, und Christian Winter, Kaufmann, geführt. Bezüglich der Angaben der Organbezüge im Geschäftsjahr 2023 wird die Schutzklausel des §286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

III. Abschnitt

Nachtragsbericht

Es gab keine Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und die, wenn sie vorher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

 

Rheine, den 12. November 2024

Thomas Winter

Christian Winter

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugang
Abgang
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.440.403,20 33.840,12 0,00 2.474.243,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.259.149,46 7.048,00 0,00 4.266.197,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.670.582,04 390.428,87 90.000,00 2.971.010,91
4. Anlagen in Bau 18.166,00 27.878,00 0,00 46.044,00
9.388.300,70 459.194,99 90.000,00 9.757.495,69
II Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.067,75 0,00 0,00 3.067,75
9.391.368,45 459.194,99 90.000,00 9.760.563,44
Abschreibungen
01.01.2023
Zugang
Abgang
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 891.048,20 44.443,41 0,00 935.491,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.420.181,46 221.993,00 0,00 3.642.174,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.920.111,04 228.106,87 89.999,00 2.058.218,91
4. Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.231.340,70 494.543,28 89.999,00 6.635.884,98
II Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.231.340,70 494.543,28 89.999,00 6.635.884,98
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.538.751,71 1.549.355,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 624.023,00 838.968,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 912.792,00 750.471,00
4. Anlagen in Bau 46.044,00 18.166,00
3.121.610,71 3.156.960,00
II Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.067,75 3.067,75
3.124.678,46 3.160.027,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Werner Winter GmbH, Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Werner Winter GmbH, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werner Winter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 30. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Hölscher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marc Neppert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. November 2024 festgestellt.

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