Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 12718
Eingetragen
3.12.2010
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Vertrieb von Kraftfahrzeugen, Kfz-Teilen, Zubehör und Karosserien, die Vermietung von Kraftfahrzeugen, Abschleppen von Kraftfahrzeugen sowie die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Markus Kugler
seit 22.9.2017
Geschäftsführer
Heiko Woitzel
seit 18.2.2014
Prokura
Wilhelm jun. Graf
seit 3.12.2010
Geschäftsführer
Klaus Biemann
seit 3.12.2010
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH

Nürnberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernlagebericht 2019

der Firma Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH

Nürnberg

I. Grundlagen des Konzerns

Die Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH stellt eine geschäftsleitende Holding für den Kfz-Handel, -Service und -Vermittlung insbesondere der Marken AUDI, Volkswagen PKW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Lamborghini, Skoda, Seat, Porsche sowie Jaguar, Land Rover und Renault dar, die für die strategische Ausrichtung und Planung sowie das Controlling im Unternehmensverbund verantwortlich ist.

Diese Bereiche werden von den Geschäftsführern der Holding gesteuert und verantwortet.

Durch Abschluss von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen erhält die Holding die Gewinne der Tochtergesellschaften, im Verlustfall ist sie zum Ausgleich verpflichtet. Dies gilt für alle Konzernunternehmen mit Ausnahme der Autohaus Marienbergstraße Verwaltungs-GmbH, Nürnberg, deren Funktion sich auf vermögensverwaltende Tätigkeiten beschränkt, der Feser-Biemann Forchheim GmbH, Forchheim, und der Feser-Biemann Herzogenaurach GmbH, Herzogenaurach, als Tochtergesellschaften der Feser-Biemann GmbH, Erlangen, der Kießling Lackier- und Karosseriezentrum Fürth GmbH, Fürth, als Tochtergesellschaft der Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH, Nürnberg, der beiden Tochtergesellschaften Feser und Wittig GmbH, Bernburg, und Autohaus-Feser-Wittig GmbH, Bernburg, der Tochtergesellschaft Beteiligungs-GdbR Feser Scharf GmbH, Schwabach, und deren Tochtergesellschaft Feser Scharf GmbH, Schwabach, sowie der Tochtergesellschaft FahrzeugPool 24 GmbH.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2019 gekennzeichnet durch ein gegenüber dem Jahr 2018 geringeres Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen, auch wenn sich das Wachstum deutlich verlangsamt hat. Gestützt wurde das Wachstum im Jahr 2019 vor allem vom Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,6 % höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates stiegen um 2,5 %. Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2018.

Der Automobilmarkt verbesserte sich im Jahr 2019 nochmals ausgehend von seinem hohen Vorjahresniveau. Die PKW-Neuzulassungen in Deutschland sind mit 3,61 Mio. Zulassungen um 5,0% gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Bei den von uns vertriebenen Marken zeigte sich beim Absatz von neuen PKW folgende Entwicklung:

Neuzulassungen 2019 Veränd. in % ggü. 2018
Audi 267.195 + 4,7
Skoda 208.171 + 5,7
VW 667.518 + 3,7
Seat 138.670 + 13,9
Jaguar 8.703 - 8,4
Renault 131.138 + 0,1
Land Rover 17.348 -4,4
Porsche 31.433 + 9,5

Die Besitzumschreibungen bei Gebrauchtwagen PKW sind um 0,04% auf 7,20 Mio. Einheiten minimal gestiegen.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2019 brachte trotz den Nachwirkungen der "Diesel-Krise", die sich neben der Marke VW insbesondere auf die Konzernmarke AUDI auswirkte, vertriebsseitig einen besseren Geschäftsverlauf gegenüber 2018 und den Vorjahren mit sich. Wie bereits 2018 machten sich auch 2019 gesamtwirtschaftliche Einflüsse, ansteigende Energiekosten sowie weiterhin der starke Wettbewerb im Automobilgeschäft, insbesondere im Großabnehmergeschäft, negativ bemerkbar. Hinzu kam weiterhin der Kostendruck im Zusammenhang mit Neuinvestitionen nach den Anforderungen der Hersteller.

Entsprechend unserer Prognose konnte für das Geschäftsjahr 2019 ein weiterhin deutlich positives Betriebsergebnis erreicht werden. Das erreichte Ergebnis fiel mit 15,9 Mio. € höher als geplant aus, da im Berichtsjahr ein höherer Gewinnaufschlag bei den Fahrzeugverkäufen erzielt werden konnte.

Aufgrund des gesteigerten Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist die Performance der Unternehmensgruppe in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen, branchenwirtschaftlichen und insbesondere vertriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die von uns vertretenen Marken im Branchen- und Wettbewerbervergleich als positiv zu bewerten.

2.1. Ertragslage

Unser Unternehmen erwirtschaftete mit 30.162 verkauften bzw. vermittelten Neufahrzeugen (Vorjahr 24.785), 30.027 verkauften Gebrauchtwagen und Vorführwagen (Vorjahr 23.689) sowie rd. 470.000 verkauften Stunden im Kundendienst (Vorjahr 454.000) einen Umsatz von T€ 1.083.480 (Vorjahr T€ 930.911). Dabei verteilten sich die einzelnen Marken im Neufahrzeugbereich wie folgt:

Auslieferungen 2019
AUDI 6.575
VW einschl. Nutzfahrzeuge 12.724
SEAT 6.510
Skoda 3.956
Lamborghini 66
Jaguar 45
Land Rover 71
Renault 215

Die Bruttogewinne für Neufahrzeuge gingen von 16,9 % im Vorjahr auf 2,5 % im Geschäftsjahr 2019 zurück. Die Bruttogewinne für Gebraucht- und Vorführfahrzeuge erhöhten sich stark von 5,3 % im Geschäftsjahr 2018 auf 18,1 % im Berichtsjahr. Im Bereich der Ersatzteile/Zubehör war ein Anstieg der Margen auf 24,1 % (Vj.: 22,7 %) zu verzeichnen. Die Bruttogewinne aus den operativen Tätigkeiten bewegen sich mit T€ 202.242 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (T€ 178.597).

Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage wie nachfolgend dargestellt dar:

1. Umsatzentwicklung

Das Geschäftsjahr 2019 brachte im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatz-Steigerung von T€ * 152.569 = 16,4 %.

Es betrugen: T€
der Umsatz 2019 ** 1.083.480
der Umsatz 2018 ** 930.911
der Umsatzanstieg 152.569

Bezogen auf das Jahr 1999 als Ausgangsbasis ergibt sich damit folgende Umsatzentwicklung:

T€
Gesamtumsatz 1999 *** 197.975 100,0%
2000 246.781 124,7%
2001 301.780 152,4%
2002 330.672 167,0%
2003 332.609 168,0%
2004 329.356 166,4%
2005 438.730 221,6%
2006 478.320 241,6%
2007 475.970 240,4%
2008 528.463 266,9%
2009 697.681 352,4%
2010 661.370 334,1%
2011 768.818 388,3%
2012 769.202 388,5%
2013 702.223 354,7%
2014 762.176 385,0%
2015 857.813 433,3%
2016 918.319 463,9%
2017 952.826 481,3%
2018 930.911 470,2%
2019 1.083.480 547,3%

Die Umsatzentwicklung war in 2019 steigend.

* Nachfolgende Angaben in Tausend Euro.
** Sämtliche Zahlen und Werte wurden den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2018 entnommen.
*** Sämtliche Zahlen und Werte für das Geschäftsjahr 1999 wurden den Einzelabschlüssen der vier im Konzernverbund stehenden Autohäuser bzw. ihrer Rechtsvorgänger entnommen. Konsolidierungen wurden dabei nicht vorgenommen.

Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

Umsatzart

Umsatz 2019 Umsatz 2018 Umsatzsteigerung + Umsatzminderung -
T€ T€ T€
A. Verkaufserlöse
Neufahrzeuge 437.445 360.493 76.952
Gebraucht- und Vorführfahrzeuge 474.838 414.867 59.971
Ersatzteile und Zubehör 56.659 51.685 4.974
968.942 827.045 141.897
B. Leistungserlöse
Werkstatterlöse 50.801 48.447 2.354
Fremdleistungen/Provisionen 46.460 36.831 9.629
Mietwagenerlöse/Abschleppdienst 17.277 18.588 -1.311
114.538 103.866 10.672
C. Gesamtumsatz 1.083.480 930.911 152.569

Die Bruttogewinne 2019 aus dem Verkauf von Handelswaren und den Leistungserlösen weisen folgende Ziffern aus:

Wareneinsatz 2019 Erlöse 2019 Bruttogewinn 2019
T€ T€ T€ % Vj.%
Neufahrzeuge 426.360 437.445 11.085 2,5% 16,9%
Gebraucht- und Vorführwagen 388.984 474.838 85.854 18,1% 5,3%
Ersatzteile und Zubehör 43.017 56.659 13.642 24,1% 22,7%
858.361 968.942 110.581 11,4% 11,4%
Fremdleistungen/Provisionen 6.170 46.460 40.290
Mietwagen/Abschleppdienst 13.783 17.277 3.494
19.953 63.737 43.784
878.314 1.032.679 154.365 14,9% 15,1%
Werkstatt 2.924 50.801 47.877
881.238 1.083.480 202.242

2. Betriebsvergleich

Der Vergleich des Ergebnisses 2019 mit dem Ergebnis des Vorjahres weist folgende Ziffern aus:

Zeile 2019 2018
T€ % T€ %
Bruttogewinn Verkaufserlöse 1 110.581 53,5% 94.537 51,0%
Bruttogewinn Leistungserlöse 2 91.661 44,3% 84.060 45,3%
Einnahmen und Erträge (einschließlich Zins- und Beteiligungserträge) 3 4.653 2,2% 6.836 3,7%
4 206.895 100,0% 185.433 100,0%
Gemeinkosten Personalausgaben 5 99.280 48,0% 89.470 48,2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 64.577 31,2% 55.205 29,8%
Abschreibungen 7 17.868 8,6% 16.484 8,9%
Summe der Gemeinkosten 8 181.725 87,8% 161.159 86,9%
Betriebsgewinn (Zeile 4 ./. Zeile 8) 25.170 12,2% 24.274 13,1%
Neutrale Aufwendungen (einschl. Zinsaufwendungen) -1.314 -857
Gewinn vor Steuern 23.856 23.417
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.397 8.057
Sonstige Steuern 509 353
Gewinn nach Steuern 15.950 15.007

Die im Berichtszeitraum ausgewiesene Erhöhung des Konzernjahresüberschusses von

T€
Konzernjahresüberschuss (Geschäftsjahr 2019) 15.950
./. Konzernjahresüberschuss (Geschäftsjahr 2018) 15.007
= Erhöhung 943
setzt sich wie folgt zusammen:
Erhöhung der Bruttogewinne und Einnahmen 21.462
./. Erhöhung der Gemeinkosten 20.566
= Unterschied Betriebsgewinn 896
./. Erhöhung der neutralen Aufwendungen -457
= Zwischensumme 439
+ Minderung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 660
./. Erhöhung der sonstigen Steuern 156
= Erhöhung des Konzernjahresüberschusses 943

Vermögens- und Finanzlage

3. Liquiditätsübersicht

Für die folgende Liquiditätsübersicht werden sowohl die Besitzposten, als auch die Schuldposten in die Liquiditätsstufen

I = kurzfristige Besitzposten und kurzfristige Verbindlichkeiten

II = mittelfristige Besitzposten und mittelfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit 3 - 12 Monate)

III = langfristige Besitzposten und langfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit über 12 Monate)

eingeteilt.

Zum 31. Dezember 2019 ergibt sich folgende Liquiditätsübersicht:

Liquiditätsstufe
I II III
T€ T€ T€
A. Besitzposten
Immaterielle Anlagegüter 777
Immobilien 16.912
Bewegliches Anlagevermögen 89.471
Beteiligungen/Ausleihungen 1.416
Flüssige Mittel
Bankguthaben 899
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.365
Sonstige Forderungen 33.593 353 29.697
Vorräte 167.755
Posten der Rechnungsabgrenzung 753
243.365 353 138.273
Bilanzsumme: 381.991
B. Schuldposten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.074 184
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102.228
Sonstige Verbindlichkeiten 14.712 6.614
Rückstellungen 4.611 12.714 8.862
Posten der Rechnungsabgrenzung 301
221.625 13.015 15.660
C. Überdeckung
Summe der Besitzposten 243.365 353 138.273
Summe der Schuldposten 221.625 13.015 15.660
21.740 -12.662 122.613
D. Abdeckung
Überdeckung in Liquiditätsstufe I € 21.740
Überdeckung in Liquiditätsstufe II € -12.662
Überdeckung in Liquiditätsstufe III € 122.613
Bilanzmäßig ausgewiesenes Eigenkapital € 131.691

Kennzahlen

Aus dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 lassen sich folgende finanzwirtschaftliche Kennzahlen ableiten:

I. Rentabilität

a) Rentabilität des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital)

= Konzernjahresüberschuss x 100 / Gezeichnetes Kapital

T€ 15.950 x 100 / T€ 200 = 7.975 % (Vj. 7.504 %)

b) Rentabilität des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital und Rücklagen)

= Konzernjahresüberschuss x 100 / Gezeichnetes Kapital + Rücklagen

T€ 15.950 x 100 / T€ 200 + T€ 111.780 = 14,2 % (Vj. 14,6 %)

c) Rentabilität des Gesamtkapitals

= (Konzernjahresübersch. + Fremdkapitalzinsen) x 100 / Gesamtkapital

(T€ 15.950 + T€ 1.314) x 100 / T€ 381.991 = 4,5% (Vj. 4,5%)

II. Unternehmensaufbau

a) Eigenkapitalquote

= Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital

T€ 131.690 x 100 / T€ 381.991 = 34,5 % (Vj. 34,9 %)

b) Anlagenabdeckung

= langfristiges Kapital x 100 / Anlagevermögen

T€ 147.727 x 100 / T€ 106.383 = 138,9 % (Vj. 148,1 %)

c) Verschuldungsfaktor

= Gesamtverschuldung * / Konzernjahresüberschuss + Abschreibungen

T€ 241.596 / T€ 15.950 + T€ 17.868 = 7,1 (Vj. 7,0) *abgesetzt wurden die Verbindlichkeiten und Darlehen gegenüber Gesellschaftern und Besitzunternehmen

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich bei einem leichten Anstieg des Periodenergebnisses, der Abschreibungen und der Rückstellungen aufgrund der deutlich gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, stark vermindert. Gegenläufige Liquiditätseffekte aus einer geringeren Nettozunahme an Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, konnten dies nicht kompensieren.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit stellt sich demgegenüber negativ dar, da in hohem Maße Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen, hier vorwiegend in den Bestand an Vorführfahrzeugen, zu tätigen waren.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund stark gesunkener Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten deutlich angestiegen. Die nur leicht gesunkenen Nettokreditaufnahmen, insbesondere zur Finanzierung der Bestände an Vorführfahrzeugen, konnten dies ausgleichen.

Infolge der vorstehend genannten Liquiditätseffekte hat sich der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode insgesamt vermindert.

2.3. Personal- und Sachinvestitionen

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 waren in der gesamten Feser-Graf Gruppe 2.193 Arbeitnehmer/innen beschäftigt (Vorjahr 2.106), davon 1.081 Angestellte, 743 gewerbliche Arbeitnehmer und 369 Auszubildende. Die Personalkosten betrugen im Berichtszeitraum T€ 99.280 (Vorjahr T€ 89.470).

Zur Erhaltung eines gleich bleibend hohen Niveaus bei Service und Qualität der angebotenen Dienstleistungen wurden auch im Jahre 2019 erhebliche Mittel i. H. v. T€ 921 (Vj. T€ 740) für die Mitarbeiterschulung und -weiterbildung investiert. Des Weiteren wurden im Berichtszeitraum die After-Sales Prozesse in nahezu allen Standorten unter Zuhilfenahme einer Unternehmensberatung weiter restrukturiert.

Im Berichtszeitraum wurden auch größere Investitionen im Bereich der gesamten Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich technischer Anlagen und Maschinen, Vorführwägen sowie Grundstückseinrichtungen und an Software-Lizenzen (insgesamt T€ 115.895 Vj. T€ 117.883) getätigt. Im Bereich der immateriellen Vermögengegenstände wurden aufgrund umfangreicher Programmumstellungen insgesamt 323 T€ investiert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen T€ 115.572 und gliedern sich in unbewegliches Anlagevermögen (einschl. Anlagen in Bau) i. H. v. T€ 2.197, hier handelt es sich im Wesentlichen um Erweiterungen an bestehenden Liegenschaften, technische Anlagen und Maschinen T€ 1.293, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschl. Cl-Maßnahmen sowie neuer Hardware T€ 3.036 und Vorführ- und Mietfahrzeuge T€ 108.967,

2.4. Rechtliche Verhältnisse

In den Händlerverträgen sind die notwendigen Standards für das Verkaufsgeschäft und das Servicegeschäft festgelegt. Aus der Erfüllung der Standards ergibt sich die Höhe der Händlermargen.

In allen Betrieben der Feser-Graf-Gruppe werden nach wie vor die geforderten Standards erfüllt, in vielen Bereichen übererfüllt, was sich positiv auf die gewährten Händlermargen und Boni auswirkt.

Mit Wirkung zum 31. März 2020 bzw. 30. September 2020 wurden die Verträge der Marken Volkswagen PKW, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge von Seiten der Hersteller gekündigt. Die Feser-Graf-Gruppe hat für alle bestehenden Standorte Absichtserklärungen (sog. Letter of Intent) von den Herstellern über den Abschluss eines neuen und unbefristeten Vertrags erhalten, somit bleiben die Händlerverträge in den heutigen Standorten bestehen. Diese werden im Rahmen der Elektrifizierungs- und Digitalisierungsstrategie angepasst.

Auch im Jahre 2019 konnten gute Ergebnisse in der Kundenzufriedenheit erzielt werden. Dies ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, welches sich im betriebswirtschaftlichen Ergebnis positiv niederschlägt.

Großkundengeschäft

Alle Feser-Graf-Betriebe sind markenübergreifende Großkundenleistungszentren und erhalten daher zur Provisionszahlung gemäß Agenturvertrag eine Zusatzprovision.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken

Die Geschäftsleitung sieht die wesentlichen Chancen der künftigen Entwicklung in der Gruppe in der Festigung und Konsolidierung der erarbeiteten Marktposition sowie der weiteren Optimierung der Struktur der Unternehmensgruppe, was deren operative Kerntätigkeiten anbelangt. Sinnvolle Ergänzungen der bisherigen Geschäftstätigkeit durch neue Geschäftsbereiche werden dabei nicht ausgeschlossen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Auf derivative Finanzinstrumente wird generell verzichtet. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen im branchenüblichen Umfang und können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zudem verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Mit den Hausbanken der Unternehmensgruppe wurden Verträge hinsichtlich der Kreditlinien für die Fahrzeugeinkaufsfinanzierung abgeschlossen. Auf Maßnahmen zur Zinssicherung wurde in Anbetracht der im Jahr 2019 nicht zu erwartenden Zinssteigerungen verzichtet.

Flottengeschäfte sind entweder in entsprechenden Restwertversicherungsmodellen der Hersteller / Leasinggesellschaften abgesichert oder durch neue revolvierende Verträge gesichert. In diesem Fall werden die Geschäfte erst dann abgeschlossen, wenn der entsprechende Wiederverkauf der zurückzunehmenden Fahrzeuge durch Verträge mit Gebrauchtwagenhändlern gesichert ist.

Zur besseren Risikoabsicherung ist die Anzahl der Geschäftspartner (Gebrauchtwagenhändler) groß und die Zahl der abzunehmenden Fahrzeuge pro Händler in einem überschaubaren Rahmen, so dass bei Wegfall oder Ausfall eines Händlers für die Unternehmensgruppe keine größeren Absatzrisiken zu erwarten sind.

Die Standtage der Gebrauchtwagen liegen je nach Betrieb und Marke im Durchschnitt zwischen 50 und 70 Tagen.

Voraussichtliche Entwicklung der Unternehmensgruppe

Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2020 wird maßgeblich von den Entwicklungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen abhängen.

Die einschlägigen Wirtschaftsforschungsinstitute, die Bundesbank und die Bundesregierung erwarten derzeit unter den Bedingungen der Corona-Krise für das Jahr 2020 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Größenordnung zwischen 6% und 7% gegenüber dem Vorjahr. Für das I. Quartal 2020 war ein Rückgang von 2,2% und für das II. Quartal 2020 ein Rückgang von 10% gegenüber dem Vorjahr zu konstatieren.

Gleichlautend geht die OECD weltweit von ähnlichen Größenordnungen zu erwartender rezessiver Entwicklungen aus und dies auf eine prognostizierte Dauer von 2 Jahren.

Beurteilung der Folgen aus der Covid-19 Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie werden einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmensziele und Erfolge der Gesellschaft haben und stellen folglich eine große unternehmerische Herausforderung dar. Die Dienstleistungen, Umsätze und Ergebnisse der Gesellschaft sind maßgeblich von den verordneten Kontaktverboten als auch temporären und sektoralen Schließungen von Verkaufsräumen sowie Werkstätten betroffen. Die Konsequenzen betreffen alle Dienstleistungen in unterschiedlichen Dimensionen.

Die folgenden Fehlentwicklungen in 2020 werden zu negativen Abweichungen von bisherigen Prognosen oder Zielen des Unternehmens führen und sind nur marginal durch das Management oder die Unternehmung steuerbar. Hierfür verantwortlich sind wesentliche rechtliche Einzelrisiken:

Kurzarbeiterregelungen und damit die Einsparung von Personalkosten sind auf einen Teil der Beschäftigten, welche als geringfügig Beschäftigte angestellt sind, nicht anwendbar. Diese Einschränkung gilt ebenfalls für Auszubildende.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liegt bei 36,08 Jahren und segmentiert sich in die bekannten Risikogruppen.

Es bestehen jeweils vertragliche Vereinbarungen, welche das Vorhalten bzw. die ständige Leistungsbereitschaft der Dienstleistungen regeln.

Der Wegfall bzw. die Einschränkung der Geschäftsgrundlage erfolgt ausschließlich durch Anordnung seitens der Landesregierung.

Eine Prognose zur uneingeschränkten Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit kann nicht gegeben werden.

Unabhängig von der Produktionshöhe bestehen vertragliche Verpflichtungen und ff. Kostenfaktoren im Innenverhältnis (z.B. Fuhrparküberlassung, Disposition, Verwaltung-Overhead usw.) wie auch im Außenverhältnis (z.B. Miete, Grundstück, Leasing des Fuhrparks, technische Betriebsmittel, Software usw.).

Derzeit ist eine Schätzung des Ausmaßes nicht möglich. Inzwischen ist die Wahrscheinlichkeit gesunken, dass die Pandemie zeitnah überwunden wird. Aufgrund des noch nicht vollständig geklärten öffentlich-rechtlichen Refinanzierungsbeitrags (z.B. Neufahrzeugprämien) gehen wir aktuell von einer Umsatzkorrektur in Höhe von -20% aus. Diese Prognosen als auch die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung erfolgen auf Basis der laufenden revolvierenden Einschätzung der Geschäftsführung.

Die besonderen Umstände sowie Auswirkungen beeinflussen die Prognosefähigkeit, den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens. Die zu erwartenden Umsatzerlöse und Deckungsbeiträge auf die Personal- und Sachkosten hängen umfänglich von der vollständigen Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes ab. Die Ergebnisplanung und Liquiditätsplanung werden weitestgehend von der Umsatzhöhe durch die private und öffentliche Nachfrage bestimmt. Beide Faktoren sind durch die Gesellschaft nicht zu beeinflussen und stellen eine große Herausforderung in der Prognosegenauigkeit dar.

Es ist gegenwärtig spekulativ und kann durch keine nachweisbaren Pläne, Aussagen oder Verlautbarungen belegt werden, wann die Einschränkungen der unternehmerischen Tätigkeit vollumfänglich aufgehoben werden und alle Kapazitäten wieder planbar in Betrieb gehen können.

Durch die nicht beeinflussbaren Indikatoren wie die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit und Refinanzierungsmechanismen liegt der Schwerpunkt der Gesellschaften auf den Kosteneinsparungen. Hierzu wurden folgende Maßnahmen veranlasst:

Kurzarbeit bei fiktiv nach VZÄ gerechnet 260 von insgesamt 2.062 Beschäftigten, das entspricht in etwa in Relation zu der Anzahl an SV-pflichtig Beschäftigten (1.700) 15,3%,

Reduktion der Mieten für Geschäftsräume um ca. 16% für das Jahr 2020,

Reduktion der Kfz-Betriebskosten durch Stilllegung des nicht benötigten Fuhrparks,

Reduktion der Kosten für Energie und Reinigung (durch Home-Office und Kurzarbeit),

Reduktion der Zinsaufwendungen durch Fokus auf Liquidität in der Bestandsplanung

In der Prognosebeurteilung gehen wir von einem gleichbleibenden Trend über das gesamte Jahr 2020 aus und erwarten einen steigenden Trend im Jahr 2021. Wesentliche Risiken bestehen in krisenbedingten Nachfrage- und hiermit zusammenhängenden Umsatzausfällen. Es werden sich keine vollständigen bzw. zeitnahen Nachholeffekte aus dem Einbruch der Dienstleistungen und den Folgen von der Covid-19 Krise ergeben.

Ebenso sind keine Chancen für die Unternehmung aus der Covid-19 Krise zu erwarten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass unter Zugrundelegung der derzeitigen Informationen und Annahmen, die Gesellschaft aufgrund

der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen,

der zu erwartenden Ertragslage,

der bestehenden Vertragsbeziehungen mit Dritten und

der Ausstattung der Liquidität

bis zum 31. Dezember 2021 abgesichert ist. Begünstigend besteht eine Absicherung durch die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft.

Trotz des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und des nicht allzu positiven Ausblicks in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten die Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, Herr Uwe Feser, Herr Wilhelm Graf, Herr Till Heinrich und Herr Markus Kugler, für das Jahr 2020 ein weiterhin positives Betriebsergebnis. Für das Jahr 2021 wird erwartet, dass das geplante Ergebnis nach Steuern unter normalen Bedingungen eine leichte Steigerung des Konzernergebnisses von 2020 sein wird. Der bisherige Geschäftsverlauf bestätigt die für 2020 geplante Unternehmensentwicklung.

Es sind folgende Stück- bzw. Umsatzzahlen für die Feser-Graf Unternehmensgruppe geplant (Umsätze vor Konzernkonsolidierung):

2020 2021
Gesamtumsatz: 990 Mio. € 1.000 Mio. €
Ersatzteilumsatz: 65 Mio. € 67,5 Mio. €
Werkstattumsatz: 65 Mio. € 67,5 Mio. €
2020 2021
Neuwagen:
Autohaus Feser GmbH (VW) 2.000 Stück 2.000 Stück
Feser GmbH (Audi) 1.000 Stück 1.050 Stück
Autohaus Wilhelm Graf (VW) 1.700 Stück 1.750 Stück
Autozentrum Fürth-Graf (Audi) 1.200 Stück 1.220 Stück
Auto Zentrum Nürnberg-Feser 6.800 Stück 7.200 Stück
VW Zentrum Nürnberg-Marienberg 2.400 Stück 2.400 Stück
Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg 2.000 Stück 2.000 Stück
Feser-Joachim Automobil GmbH 800 Stück 800 Stück
Feser-Joachim VW GmbH 2.000 Stück 2.000 Stück
Feser Lauf GmbH 500 Stück 550 Stück
Feser-Biemann GmbH 4.000 Stück 4.000 Stück
Feser-Magdeburg GmbH 700 Stück 700 Stück
Feser-Breitschwert GmbH 720 Stück 800 Stück
Feser-Scharf GmbH 280 Stück 300 Stück
Feser-Graf Gruppe Gesamt 26.100 Stück 26.770 Stück
Gebrauchtwagen:
Autohaus Feser GmbH (VW) 3.000 Stück 3.000 Stück
Feser GmbH (Audi) 1.600 Stück 2.000 Stück
Autohaus Wilhelm Graf (VW) 1.900 Stück 2.000 Stück
Autozentrum Fürth-Graf (Audi) 1.200 Stück 1.300 Stück
Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH 4.000 Stück 4.800 Stück
VW Zentrum Nürnberg-Marienberg 2.100 Stück 2.250 Stück
Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg 1.900 Stück 2.250 Stück
Feser-Joachim Automobil GmbH 1.000 Stück 1.200 Stück
Feser-Joachim GmbH 1.100 Stück 1.200 Stück
Feser-Lauf GmbH 1.200 Stück 1.200 Stück
Feser-Biemann Gruppe 4.800 Stück 5.000 Stück
Feser-Magdeburg GmbH 1.700 Stück 1.800 Stück
Feser-Breitschwert GmbH 1.200 Stück 1.500 Stück
Feser-Scharf GmbH 600 Stück 750 Stück
Feser und Wittig GmbH 900 Stück 1.000 Stück
Autohaus Feser-Wittig GmbH 600 Stück 600 Stück
Feser-Graf Gruppe Gesamt 28.800 Stück 31.850 Stück
Fahrzeugverkäufe gesamt: 54.900 Stück 58.620 Stück
verkaufte Werkstattstunden: 500.000 510.000

Geplante Investitionen und Aufwendungen im Jahre 2020 und 2021:

Autohaus Feser GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 30.000 €;

Feser GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Autohaus Wilhelm Graf GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Auto Zentrum Fürth Graf GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 50.000 €;

Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH:

Allgemeine Instandhaltung und Sanierung Fahrbahn in Höhe von ca. 800.000 €;

VW Zentrum Nürnberg-Marienberg:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Feser-Joachim Automobil GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 30.000 €;

Feser-Joachim GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Feser-Lauf GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Feser-Biemann GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 100.000 €;

Herzogenaurach: ca. 20.000 €

Forchheim: ca. 30.000 €

Auto Service Feser GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 20.000 €;

Feser-Magdeburg GmbH:

Allgemeine Instandhaltungen in Höhe von ca. 50.000 €;

Feser-Breitschwert GmbH;

Allgemeine Instandhaltungen in Höhe von ca. 35.000 €;

Feser und Wittig GmbH:

Allgemeine Instandhaltungen in Höhe von ca. 20.000 €;

Autohaus-Feser-Wittig GmbH:

Allgemeine Instandhaltung in Höhe von ca. 20.000 €;

Feser-Scharf GmH:

Allgemeine Instandhaltungen in Höhe von ca. 20.000 €.

Insbesondere die geplanten Umbau- und Erweiterungsinvestitionen werden in noch zu vereinbarendem Umfang von den Grundstücksgesellschaften als Verpächter und den Autohäusern als Pächter gemeinsam getragen.

Regelmäßig von den Geschäftsführern mit ihren leitenden Angestellten durchgeführte Analysen, unterstützt von Deckungsbeitrags- und Ergebnisrechnungen sowie Kennzahlen des Controllings, die weitere Optimierung von Arbeitsabläufen sowie die Nutzung von Synergieeffekten innerhalb der Unternehmensgruppe führen zu einer kontinuierlichen Überprüfung der Zielvorgaben der Konzernleitung.

Die Holding-Geschäftsleitung erwartet daher, dass die Unternehmensgruppe Feser-Graf auch in Zukunft eine der erfolgreichsten Automobil-Handelsgruppen (der Marken VW, Audi, Lamborghini, Skoda, Seat, Porsche, Jaguar und Land Rover sowie Renault) in der Bundesrepublik Deutschland sein wird.

IV. Risikomanagement und Risikokategorien der Finanzinstrumente

In unserem Unternehmen setzen wir folgende Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssysteme ein:

Planungsrechnung, Abweichungsanalysen, Deckungsbeitragsrechnung nach Sparten, Forderungsmanagement sowie Zielvereinbarungen mit den Herstellern. Wirtschaftliche Fehlentwicklungen sowie etwaige Risiken können durch die eingesetzten Systeme frühzeitig erkannt werden.

Durch konsequentes Forderungsmanagement wird versucht, Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Finanzinstrumente setzen wir nicht ein.

IV. Angaben zur Unternehmensführung nach § 289f HGB (analog § 315d HGB)

Die Gesellschafterversammlung hat festgelegt, dass die aktuelle Zusammensetzung der Geschäftsführung mit Blick auf den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2021 nicht unterschritten werden soll.

Die Geschäftsführung der Feser, Graf und Co. Automobil Holding GmbH hat Zielgrößen für den Frauenanteil an den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Zum damaligen Zeitpunkt waren 16% Mitarbeiter der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung weiblich. Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung betrug der Frauenanteil 10 %. Die Geschäftsführung hat in ihrer Entscheidung als Zielgröße für den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2021 den jeweils aktuellen Stand, also Beibehaltung des Status Quo, für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung festgelegt.

 

Nürnberg, den 13. November 2020

Die Geschäftsleitung

Uwe Feser

Wilhelm Graf

Till Heinrich

Markus Kugler

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVSEITE

31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.980,00 186.597,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 470.980,00 489.138.00
776.960,00 675.735,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.912.434,37 16.575.165,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.767.004,13 5.689.330,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.626.200,65 73.344.980,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.742,99 0,00
106.383.382,14 95.609.477,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 415.723,61 415.723,61
2. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000.000,00
1.415.723,61 1.415.723,61
108.576.065,75 97.700.935,75
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.918,97 65.773,76
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 592.227,28 387.356,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 167.002.576,92 155.016.745,39
4. Geleistete Anzahlungen 107.750,00 107.750,00
167.754.473,17 155.577.626,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.365.200,71 31.902.867,13
2. Forderungen gegen Gesellschafter 22.037.085,67 19.919.657,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 41.606.340,62 37.962.327,65
104.008.627,00 89.784.851,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 899.211,74 5.502.006,27
272.662.311,91 250.864.484,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 752.633,67 811.158,35
381.991.011,33 349.376.578,28

PASSIVSEITE

31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 4.251.174,07 4.251.174,07
III. Gewinnrücklagen 107.529.132,16 98.442.933,22
IV. Konzerngewinn 14.041.638,97 13.426.117,67
V. Nicht beherrschende Anteile 5.668.711.24 5.642.225,45
131.690.656,44 121.962.450,41
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 0,00 138.687,74
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 178.614,00 149.030,00
2. Steuerrückstellungen 9.832.153,58 7.250.111,13
3. Sonstige Rückstellungen 16.175.818,61 13.021.726,60
26.186.586,19 20.420.867,73
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.257.845,34 75.465.998,66
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.727.148,46 4.022.684,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.500.928,30 112.689.999,07
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.704.457,08 7.603.650,32
5. Sonstige Verbindlichkeiten 12.622.048,31 6.730.141,72
- davon aus Steuern: EUR 6.281.628,60 (Vj.: EUR 4.077.657,55)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 17.740,57 (Vj.: EUR 13.983,16)
223.812.427,49 206.512.474,01
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 301.341,21 342.098,39
381.991.011,33 349.376.578,28

Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.083.480.274,83 930.911.402,57
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 18.739,44 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.614.383,87 5.757.331,86
1.087.113.398,14 936.668.734,43
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (877.781.501,52) (749.180.564,72)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (3.456.311.63) (3.133.883,56)
(881.237.813,15) (752.314.448,28)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (83.516.018,23) (75.079.486,72)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (15.763.927,97) (14.390.233.04)
(99.279.946,20) (89.469.719,76)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (17.861.361,62) (16.483.786,20)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (64.583.657,71) (55.204.635,28)
(1.062.962.778,68) (913.472.589,52)
24.150.619,46 23.196.144,91
8. Erträge aus Beteiligungen 316,80 315,18
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.019.318,02 1.078.214,94
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 29.225,19 (Vj.: EUR 44.458,35)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (1.314.332,33) (857.328,94)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 20.841,92 (Vj.: EUR 26.577,71)
(294.697,51) 221.201,18
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7.396.568,41) (8.057.295.12)
12. Konzernergebnis nach Steuern 16.459.353,54 15.360.050,97
13. Sonstige Steuern (509.146,58) (353.490,88)
14. Konzernjahresüberschuss 15.950.206,96 15.006.560,09
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (1.908.567,99) (1.580.442.42)
16. Konzerngewinn 14.041.638,97 13.426.117,67

KONZERNANHANG 2019 für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Für den Konzernabschluss der Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH, Nürnberg (Amtsgericht Nürnberg, HR-Nummer HRB 16705) finden die deutschen handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungsvorschriften, insbesondere die §§ 290 ff. HGB, Anwendung. Der Konzernabschluss erfolgt im Berichtsjahr in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Konzernabschlussstichtag ist der 31.12.2019. Der Konzernabschlussstichtag weicht nicht vom Abschlussstichtag des Mutterunternehmens und von den Abschlussstichtagen der Tochterunternehmen ab.

Die meisten Tochterunternehmen sind von der Anwendung der Vorschriften der §§ 264 - 289, 316 - 329 HGB befreit, da alle Voraussetzungen des § 264 III HGB, insbesondere die Zustimmung der Gesellschafter der Tochterunternehmen zur Befreiung, die Verpflichtung des Mutterunternehmens zur Verlustübernahme gem. § 302 AktG, die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens, sowie die Einreichung und Offenlegung der zur Befreiung notwendigen Angaben und Unterlagen, vorliegen. Die Befreiung wird für die im folgend dargestellten Konsolidierungskreis markierten Tochterunternehmen (*) in Anspruch genommen.

B. Angaben zu den Eigentumsverhältnissen und zum Konsolidierungskreis

Eigentumsverhältnisse

Gesellschafter der Muttergesellschaft Feser, Graf &. Co. Automobil Holding GmbH sind bis zum 31.12.2019:

Beteiligungsquote
Zembsch GmbH, Aue 15,45 %
Herr Uwe Feser, Schwabach 69,30 %
Herr Udo Feser, Schwabach 0,25 %
WG Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, Fürth 15,00 %
100,00 %

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind neben dem Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen gemäß § 290 II Nr. 1 HGB einzubeziehen:

Tochtergesellschaft Beteiligungsbuchwert Anteil
Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH, Nürnberg (*) € 1.124.850,04 100 %
Autohaus Feser GmbH, Schwabach (*) € 4.247.558,78 100 %
Feser GmbH, Schwabach (*) € 102.260,01 100 %
Autohaus Wilhelm Graf GmbH, Fürth (*) € 460.488,00 100 %
Autohaus Marienbergstraße Verwaltungs GmbH, Nürnberg € 25.000,00 100 %
Volkswagen Zentrum Nürnberg-Marienberg GmbH, Nürnberg (*) € 27.914,79 100 %
AUDI Zentrum Nürnberg-Marienberg GmbH, Nürnberg (*) € 28.151,92 100 %
Feser Lauf GmbH, Lauf/Peg. (*) € 60.000,00 60 %
Feser-Joachim Automobil GmbH, Roth (*) € 775.500,00 70,5 %
Feser-Joachim GmbH, Roth (*) € 1.480.500,00 70,5 %
Feser-Biemann GmbH, Erlangen (*) € 6.086.332,27 60 %
Auto Service Feser GmbH, Nürnberg (*) € 25.000,00 100 %
Autozentrum Fürth Graf GmbH, Fürth (*) € 96.722,00 100 %
Feser Magdeburg GmbH, Magdeburg (*) € 100.000,00 100 %
Feser Forchheim GmbH, Forchheim € 20.000,00 80 %
Feser Breitschwert GmbH, Burgoberbach (*) € 60.000,00 60 %
Feser-Biemann Herzogenaurach GmbH, Herzogenaurach € 15.000,00 60 %
Kießling Lackier- und Karrosseriezentrum Fürth GmbH, Fürth € 201.000,00 67 %
Feser und Wittig GmbH, Bernburg € 1.365.000,00 70 %
Autohaus Feser-Wittig GmbH, Bernburg € 1.365.000,00 70 %
Beteiligungs GdbR Feser-Scharf GmbH, Schwabach € 65.000,00 65 %
Feser Scharf GmbH, Schwabach € 100.000,00 100 %
Feser Wagner GmbH, Lauf a.d. Pegnitz (*) € 260.111,15 100%
Fahrzeugpool 24 GmbH, Nürnberg € 60.000,00 60 %

Die Anteile an der Feser-Biemann Forchheim GmbH, Forchheim, und an der Feser-Biemann Herzogenaurach GmbH, Herzogenaurach, werden von der Feser-Biemann GmbH, Erlangen, gehalten. Die Anteile an der Kießling Lackier- und Karosseriezentrum Fürth GmbH, Fürth, werden von der Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH, Nürnberg, gehalten. Die Anteile an der Feser Scharf GmbH, Schwabach, werden von der Beteiligungs GdbR Feser Scharf GmbH, Schwabach, gehalten.

Durch die Erstkonsolidierung der Feser Wagner GmbH sowie der FahrzeugPool 24 GmbH ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr nicht beeinträchtigt.

Nicht konsolidierungspflichtige Beteiligungen

Bei den übrigen gehaltenen Beteiligungen handelt es sich um Minderheitsbeteiligungen, mit denen keinerlei Konsolidierungspflichten einhergehen:

AM Automobilmarketing GmbH

VAGAS - Volkswagen und Audi Gebrauchtwagenabsatz und Beteiligungsgesellschaft mbH

VAPS GmbH

WAS Servicezentrum GmbH

Beteiligungs GdbR Metropol Automobil GmbH

Assoziierte Unternehmen

Lackierzentrum Kießling Autolack und Karosserie GmbH, Roth

Anteil am Eigenkapital 50%

Es wird gem. §311 Abs. 2 HGB wegen der untergeordneten Bedeutung der assoziierten Unternehmen für den Konzern als Ganzes auf die Anwendung des §311 Abs. 1 und §312 HGB verzichtet.

C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Kapitalkonsolidierung

Verbundene Unternehmen

Die Vollkonsolidierung nach § 301 HGB erfolgte bis zum 31.12.2009 nach der Buchwertmethode. Seit BilMoG erfolgte die Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 I Nr.1 HGB). Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist einheitlich der 01.01.2000, bei der in 2001 neuerrichteten Tochtergesellschaft Autohaus Marienbergstraße Verwaltungs GmbH, Nürnberg, der 15.11.2001, bei den in 2002 erworbenen Beteiligungen der 28.11.2002, bei der in 2004 errichteten Feser Rechter Automobil GmbH der 29.10.2004, bei der in 2008 errichteten Feser-Joachim Automobil GmbH der 18.06.2008, bei der in 2009 errichteten Feser-Joachim GmbH der 28.05.2009, bei der in 2010 errichteten Feser-Biemann GmbH der 24.09.2010, bei der in 2012 errichteten Auto Service Feser GmbH der 16.04.2012, bei der in 2013 errichteten Autozentrum Fürth Graf GmbH der 18.10.2013, bei der in 2014 errichteten Feser Magdeburg GmbH der 25.09.2014, bei der am 05.12.2014 errichteten Feser-Biemann Forchheim GmbH bei Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes in 2015, bei der in 2015 errichteten Feser-Breitschwert GmbH der 19.06.2015, bei der am 03.05.2013 errichteten Feser-Biemann Herzogenaurach GmbH bei Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes in 2016 und bei der am 21.04.2015 errichteten Kießling Lackier- und Karosseriezentrum Fürth GmbH bei Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes in 2016 und bei der in 2017 errichteten Feser-Wittig GmbH sowie der Autohaus Feser-Wittig GmbH der 22.08.2017. Die im Geschäftsjahr 2018 gegründeten Gesellschaften Beteiligungs GdbR Feser Scharf GmbH und Feser Scharf GmbH wurden zum 05.04.2018 erstkonsolidiert. Die mit notariellem Vertrag vom 28.12.2018 erworbene Feser Wagner GmbH, Lauf a.d. Pegnitz, wurde mit wirtschaftlichem Übergang am 02.01.2019 erstkonsolidiert. Die FahrzeugPool 24 GmbH, Nürnberg, wurde mit ihrer Errichtung am 11.03.2019 erstkonsolidiert.

Bei den Tochterunternehmen Feser-Joachim GmbH und der Feser-Joachim Automobil GmbH bestehen Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 29,5 % sowie bei der Feser Lauf GmbH, bei der Feser-Biemann GmbH in Höhe von 40 %, an der Feser-Forchheim GmbH in Höhe von 20 %, an der Feser-Breitschwert GmbH sowie der Feser-Biemann Herzogenaurach GmbH i. H. v. 40 % und der an Kießling Lackier- und Karrosseriezentrum Fürth GmbH i. H. v. 33 %, der Feser-Wittig Gmbh und Autohaus-Feser-Wittig GmbH von je 30 % sowie an der Beteiligungs GdbR Feser Scharf Gmbh i. H. v. 35 % am gezeichneten Kapital, Kapitalrücklage und dem Konzernergebnis.

Bei der Erstkonsolidierung der beiden Tochterunternehmen Feser und Wittig GmbH sowie Autohaus Feser-Wittig GmbH ergab sich jeweils ein Firmenwert. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Autohaus Feser-Wittig GmbH wird über einen Zeitraum von 5 Jahren linear planmäßig abgeschrieben, da ihm eine durchschnittliche Kundenbindungsdauer für ein gekauftes Kraftfahrzeug von 5 Jahren zugrunde liegt. Der aus der Errichtung der Feser und Wittig GmbH unter dem Eigenkapital ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Entstehung neuer stiller Reserven und stiller Lasten in den Vermögensgegenständen sowie Schulden des Tochterunternehmens innerhalb des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss, die per Saldo zu einer Erhöhung des neubewerteten zu konsolidierenden Eigenkapitals führten. Der im Geschäftsjahr 2017 gebildete passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von € 351.339,23 wurde im Geschäftsjahr 2018 in Höhe des im Geschäftsjahr 2018 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags der Feser und Wittig GmbH von € 212.714,61 erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2019 wird der verbleibende passive Unterschiedsbetrags aufgrund des Jahresfehlbetrags der Feser und Wittig GmbH in Höhe von € 195.577,77 vollständig aufgelöst.

Bei der Erstkonsolidierung der Feser-Wagner GmbH ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird über einen Zeitraum von 5 Jahren linear planmäßig abgeschrieben, da ihm eine durchschnittliche Kundenbindungsdauer für ein gekauftes Kraftfahrzeug von 5 Jahren zugrunde liegt.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen.

Aufwands-und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB, sofern § 305 Abs. 2 HGB nicht anwendbar ist.

Zwischenergebniseliminierung

Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen war nicht notwendig, da diese in einer Höhe angefallen sind, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung gewesen wären (§ 304 Abs. 2 HGB).

D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wird aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften entwickelt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt bei allen Konzernunternehmen nach den Vorschriften des HGB sowie ergänzend nach den Bestimmungen des GmbHG.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft hat darüber hinaus für das Geschäftsjahr 2019 einheitliche Richtlinien zur Umsetzung des Grundsatzes der konzerneinheitlichen Bewertung und Bilanzierung festgelegt.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, berechnet nach der linearen oder degressiven Methode, angesetzt.

Miet- und Vorführfahrzeuge werden trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Anlagevermögen der Gesellschaft ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Außerdem werden die unterjährigen Veräußerungserlöse bei den Umsätzen, die unterjährigen Restbuchwerte im Wareneinsatz ausgewiesen.

Soweit zulässig, erfolgen Abschreibungen in Anlehnung an steuerliche Vorschriften. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an steuerrechtliche Vorschriften voll abgeschrieben oder über die sog. Poolabschreibung berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Gebrauchtfahrzeugen erfolgte die Bewertung im Wege der Einzelbewertung retrograd unter Ansatz des niedrigeren beizulegenden Werts unter Annahme von Verkaufskosten in Höhe von 15% der angesetzten Verkaufspreise bzw. 10% der tatsächlich erzielten Verkaufspreise.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine auf Erfahrungswerte gestützte Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet,

Die Darstellung des Eigenkapitals des Konzerns wurde entsprechend der Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften angepasst und berichtigt. Die wieder eingelegten abgeführten Gewinne bzw. geleisteten Ausgleichszahlungen der nicht beherrschenden Anteile der Feser-Biemann GmbH wurden in der Vergangenheit im Konzern-Eigenkapitalspiegel in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt nun analog zum Einzelabschluss in der Kapitalrücklage. Des Weiteren wurde den Gewinnrücklagen der nicht beherrschenden Anteile im Geschäftsjahr 2017 das von der Muttergesellschaft zu übernehmende negative Jahresergebnis der Feser-Biemann GmbH zugeführt. Der Ausweis der Umgliederungen erfolgt unter den sonstigen Änderungen im Eigenkapitalspiegel.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert unter Anwendung der RückAbzinsV bilanziert.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Abschreibungen, Wertberichtigungen oder Einstellungen in den Sonderposten mit Rücklageanteil, die sich allein aus steuerrechtlichen Vorschriften ergeben, wurden nicht vorgenommen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem vereinnahmten Betrag angesetzt.

Auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz werden latente Steuern gebildet. Saldiert ergeben sich aktive latente Steuern, bei welchen das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht in Anspruch genommen wird. Die Bewertung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen.

E. Angaben zur Konzernbilanz

AKTIVA

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB).

Im Anlagenspiegel wurden die Vortragswerte sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den Abschreibungen angepasst. Die Vortragswerte erhöhten sich bei den anderen Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung jeweils um EUR 270.957,75.

Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende Firmenwert der Autohaus-Feser-Wittig GmbH sowie der Feser Wagner GmbH wird jeweils linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

Art der Forderung Gesamtbetrag davon Restlaufzeit bis ein Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.365.200,71 40.365.200,71
Forderungen gegen Gesellschafter 22.037.085,67 489.799,85
Sonst. Vermögensgegenstände 41.606.340,62 33.456.516,21
104.008.627,00 74.311.516,77

Forderungen des Vorjahres:

mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 89.784.851,80

davon gegen Gesellschafter: € 19.919.657,02

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind zugleich sonstige Forderungen.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital der Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH beträgt € 200.000,00.

Der ausgewiesene Gesamtbetrag der Kapitalrücklage entfällt auf die Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH i. H. v. € 4.251.174,07.

Der in der Bilanz ausgewiesene Konzernbilanzgewinn besteht ausschließlich aus dem noch nicht verwendeten Gewinn des Geschäftsjahres. Der Gewinnvortrag des Vorjahres wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Im Berichtszeitraum erfolgten Ausschüttungen an Minderheitengesellschafter.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsdeckungsverfahren angewendet. Der versicherungsmathematischen Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G nach Heubeck zugrunde.

Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 2,71 %
Rentendynamik: 1,5 %

Bei der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 31.221,00.

Eine Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen wird als saldierungspflichtiger Vermögensgegenstand gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung zum 31. Dezember 2019 betrug € 245.933,00. Zum Stichtag lag der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände bei € 67.319,00. Die Pensionsrückstellung wird zum 31. Dezember 2019 mit € 178.614,00 ausgewiesen.

Der Zinsanteil betrug zum Bilanzstichtag € 6.489.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

Rückstellungen für 31.12.2019 Vorjahr
Berufsgenossenschafts- und IHK-Beiträge und Schwerbehindertenabgabe 41.033,19 66.718,46
Gewährleistungsansprüche 836.720,00 798.090,00
Drohende Bürgschaftsinanspruchnahme 0,00 18.100,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 244.700,00 220.500,00
Raumkosten wegen der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht 197.216,00 187.616,00
Restwertstützung/Rücknahmeverpflichtung Leasingfahrzeuge 10.390.173,09 8.757.097,01
Sonstige Verpflichtungen 8.000,00 0,00
Instandhaltung 25.950,00 0,00
nicht genommener Jahresurlaub, Überstunden/Mehrarbeit, Tantieme und ausstehende Verkäuferprovisionen 4.432.026,33 2.973.605,13
16.175.818,61 13.021.726,60

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Konzerns gliedern sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

Gläubiger bzw. Art der Schuld Gesamtbetrag davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.257.845,34 100.073.545,34
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.727.148,46 3.727.148,46
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.500.928,30 98.500.928,30
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.704.457,08 2.240.400,71
Sonstige Verbindlichkeiten 12.622.048,31 12.471.946,70
223.812.427,49 217.013.969,51

Verbindlichkeiten in Höhe von € 5.896.858,88 haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Verbindlichkeiten des Vorjahres:

mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 198.732.526,30

davon gegenüber Gesellschaftern: € 249.912,14

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich sonstige Verbindlichkeiten.

An den Vorräten bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Sonstige Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Konzernunternehmen für Finanzierungslinien bei verschiedenen Kreditinstituten bis maximal 117 Mio. EUR.

Die Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH ist aus einer Patronatserklärung gegenüber der Feser-Graf Dienstleistungsgesellschaft mbH, Nürnberg, zum Ausgleich eventueller Unterdeckungen des gezeichneten Kapitals verpflichtet. Zum 31. Dezember 2019 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von T€ 83 aus (Vj.: T€ 59).

Sämtliche verbundene Unternehmen betreiben ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten/gepachteten Immobilien. Die finanziellen Verpflichtungen hieraus bewegen sich in einer Größenordnung von derzeit jährlich T€ 12.307 sowie aus Avalbürgschaften T€ 100.

Aus selbstschuldnerischen Bürgschaften gegenüber den Hersteller-Leasing- und Finanzierungsgesellschaften zugunsten von Leasing-/ Darlehensnehmern aus Fahrzeugfinanzierungen/Leasingverträgen besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo von T€ 9.

Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund von Bonitätsbeurteilungen sowie aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit als gering zu beurteilen. Es wurden hierfür Rückstellungen von T€ 14 gebildet.

Nicht aus der Bilanz ersichtliche Verbindlichkeiten aus der Begebung von Wechseln, aus Bürgschaften oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung liegen im Übrigen nicht vor.

Es bestehen keine derivativen Finanzinstrumente.

F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahres wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Umsatzerlöse

Hierunter sind erfasst:

2019 Vorjahr
T€ T€
Verkaufserlöse 968.942 827.045
Leistungserlöse 114.538 103.866
1.083.480 930.911

G. Sonstige Angaben

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit dar, welche die Veränderung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode im Vergleich zum Anfang beschreibt.

Der Finanzmittelfonds besteht dabei aus den Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und Kontokorrentverbindlichkeiten. Die Ermittlung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt dabei nach der indirekten Methode.

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt gesondert unter den Anlagen.

Eigenkapitalspiegel gem. § 297 Abs. 1 Satz 1 HGB

Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels erfolgt gesondert unter den Anlagen.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Muttergesellschaft im Berichtszeitraum sind Herr Uwe Feser, Schwabach, Kaufmann, Herr Wilhelm Graf, Zirndorf, Kaufmann, Herr Markus Kugler, Nürnberg, Kaufmann und Herr Till Heinrich, Nürnberg, Kaufmann.

Die Geschäftsführergesamtbezüge der Unternehmensgruppe betrugen im Berichtszeitraum T€ 3.452.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt Höhe und wesentliche Bedingungen der gegenüber den Geschäftsführern bestehenden Forderungen (im Wesentlichen aus Verrechnungskonten):

Art der Forderung 31.12.2019 Laufzeit > 5 Jahre Zinssatz Sicherung
T€ T€
-Darl. Geschäftsführer 221 187 SRF + 2 % bzw. 1% -

Arbeitnehmer

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtszeitraum:

2019 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 754 766
Angestellte 1.058 989
Auszubildende 338 336
GESAMT 2.150 2.091

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von € 13.785.867,17 wie folgt zu verwenden:

Der Jahresüberschuss 2019 in Höhe von € 13.785.867,17 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Planungen für die weitere Zentralisierung der Verwaltung weiter vorangetrieben. Mit dem Bau eines zentralen Verwaltungsgebäudes am Standort Nürnberg wurde begonnen und dessen Bezugsfertigkeit wird voraussichtlich Ende 2020 sein. Es wurde das Markenportfolio durch die Aufnahme der Automarke Renault am Standort Lauf ergänzt. Ferner wurde durch Aufnahme der FahrzeugPool 24 GmbH in den Konzern sowie der Gründung der FG-Automobilvermittlungsgesellschaft mbH die Fahrzeugvermittlung die Internet Präsenz weiter erhöht. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Es bestehen große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf ausfallen werden. Auch unser Unternehmen wird von diesen Entwicklungen beim Umsatz, Jahresergebnis und der Liquidität negativ betroffen sein, in Abhängigkeit davon, wie lange die Maßnahmen andauern. Die genauen Auswirkungen sind aktuell nicht konkret abzuschätzen. Im Automobilhandel gingen die Experten schon bisher davon aus, dass die Neuzulassungen bei PKW gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig sein werden. Ebenso ist im Gebrauchtwagenmarkt mit einer rückläufigen Entwicklung zu rechnen. Diese Prognosen sind jedoch durch die schnelle Ausbreitung des Coronavirus auf die gesamte Welt und vor allem auch auf die europäischen Länder überholt. Am 16. März 2020 wurde in Bayern der Katastrophenalarm sowie eine weitreichende Ausgangsbeschränkung erlassen mit erheblichen Folgen für die Bevölkerung sowie die Unternehmen.

In den anderen Bundesländern galten ähnliche Beschränkungen. Ganze Wirtschaftszweige wie der Einzelhandel, die Gastronomie sowie diverse Dienstleistungsunternehmen mussten ihre Betriebe bis auf Weiteres schließen. Der Shutdown kostet nach ersten Berechnungen von Experten zwischen 0,7% bis 1,6% Wirtschaftswachstum je Woche. Die Bundesregierung geht derzeit für das Jahr 2020 von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von ca. 6% aus. Einige Wirtschaftswissenschaftler gehen von erheblich höheren Rückgängen aus, in Abhängigkeit wie lange die Pandemie anhalten wird.

Dieser Shutdown wird sich auch bei uns auf Umsatz, Ertrag und Liquidität negativ auswirken. Die negativen Auswirkungen hängen jedoch entscheidend davon ab, wie lange die Wirtschaft praktisch stillstehen bzw. eingeschränkt sein wird. Am 28. Oktober 2020 haben Bund und Länder neue Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Am 2. November 2020 ist ein neuer Teil-Lockdown in Kraft getreten. Dieser gilt zunächst bis Ende November 2020. Aktuell sind hierzu noch keine Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung absehbar. Für weitere Ausführungen hierzu verweisen wir auf unseren Lagebericht.

Mit Wirkung zum 31. März 2020 bzw. 30. September 2020 wurden die Verträge der Marken Volkswagen PKW, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge von Seiten der Hersteller gekündigt. Die Feser-Graf-Gruppe hat für alle bestehenden Standorte Absichtserklärungen (sog. Letter of Intent) von den Herstellern über den Abschluss eines neuen und unbefristeten Vertrags erhalten, somit bleiben die Händlerverträge in den heutigen Standorten bestehen. Diese werden im Rahmen der Elektrifizierungs- und Digitalisierungsstrategie angepasst.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen betragen für den Konzernabschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgeselfschaft, Nürnberg, T€ 45. Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Dienstleistungen durch die Abschlussprüfer erbracht.

 

Nürnberg, den 13. November 2020

Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH

Uwe Feser

Wilhelm Graf

Till Heinrich

Markus Kugler

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2019

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019 Zugänge Abgänge
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen EDV-Software,Kundenstamm und ähnliche Werte 3.663.864,51 € 322.911,55 € 24.660,64 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.531.654,77 € - € - €
5.195.519,28 € 322.911,55 € 24.660,64 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.706.011,95 € 2.196.857,92 € 205.799,27 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.222.690,79 € 1.293.498,02 € 224.014,77 €
3. Betriebs und Geschäftsausstattung 23.614.692,48 € 3.036.367,02 € 655.572,20 €
4. Vorführ- und Mietfahrzeuge 70.738.865,21 € 108.967.484,22 € 98.433.112,88 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € 77.742,99 € - €
132.282.260,43 € 115.571.950,17 € 99.518.499,12 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen - € - € - €
2. Beteiligungen 415.723,61 € - € - €
3. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 € - € - €
1.415.723,61 € - € - €
138.893,503,32 € 115.894.661,72 € 99.543.159,76 €
Umbuchungen Konzernkreis Veränderungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen EDV-Software,Kundenstamm und ähnliche Werte - € 16.433,92 € 3.978.649,34 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert - € 185.111,15 € 1.716.765,92 €
- € 201.545,07 € 5.695.315,26 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - € - € 26.697.070,60 €
2. Technische Anlagen und Maschinen - € 40.191,98 € 14.332.366,00 €
3. Betriebs und Geschäftsausstattung - € 132.521,10 € 26.128.008,40 €
4. Vorführ- und Mietfahrzeuge - € 276.793,21 € 81.550.029,76 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € 77.742.99 €
- € 449.506,27 € 148.785.217,75 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen - € - € - €
2. Beteiligungen - € - € 415.723,61 €
3. Sonstige Ausleihungen - € - € 1.000.000,00 €
- € - € 1.415.723,61 €
- € 651.051,34 € 155.896.256,62 €
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2019 Zugänge Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen EDV-Software,Kundenstamm und ähnliche Werte 3.477.267,51 € 207.413,55 € 24.008,64 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.042.516,77 € 203.269,15 € - €
4.519.784,28 € 410.662,70 € 24.008,64 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.130.846,01 € 1.765.918,49 € 112.128,27 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.533.360,47 € 1.072.516,71 € 72.791,27 €
3. Betriebs und Geschäftsausstattung 13.821.388,48 € 2.713.967,81 € 595.825,95 €
4. Vorführ- und Mietfahrzeuge 7.187.188,33 € 11.898.275,91 € 11.095.344,88 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € - €
36.672.783,29 € 17.450.678,92 € 11.876.090,37 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen - € - € - €
2. Beteiligungen - € - € - €
3. Sonstige Ausleihungen - € - € - €
- € - € - €
41.192.667,67 € 17.861.361,62 € 11.900.099,01 €
Umbuchungen Konzernkreisveränderungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen EDV-Software,Kundenstamm und ähnliche Werte - € 11.896,92 € 3.672.569,34 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert - € 1.245.785,92 €
- € 11.896,92 € 4.918.355,26 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - € - € 9.784.636,23 €
2. Technische Anlagen und Maschinen - € 32.275,96 € 8.565.361,87 €
3. Betriebs und Geschäftsausstattung - € 92.616,60 € 16.032.146,94 €
4. Vorführ- und Mietfahrzeuge - € 29.571,21 € 8.019.690,57 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € - €
- € 154.463,77 € 42.401.835,61 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen - € - € - €
2. Beteiligungen - € - € - €
3. Sonstige Ausleihungen - € - € - €
- € - € - €
- € 166.360,69 € 47.320.190,87 €
Buchwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen EDV-Software,Kundenstamm und ähnliche Werte 305.980,00 € 186.597,00 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert 470.980,00 € 489.138,00
776.960,00 € 676.735,00 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.912.434,37 € 16.676.166,94 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.767.004,13 € 5.689.330,32 €
3. Betriebs und Geschäftsausstattung 10.095.861,46 € 9.793.304,00 €
4. Vorführ- und Mietfahrzeuge 73.530.339,19 € 63.651.676,88 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.742,99 € - €
106.383.382,14 € 95.609.477,14 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen - € - €
2. Beteiligungen 415.723,61 € 415.723,61 €
3. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 € 1.000.000,00 €
1.415.723,61 € 1.415.723,61 €
108.576.065,75 € 97.700.935,75 €

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2019

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Summe
Stand 01.01.2018 200.000,00 € 4.251.174,07 € 89.894.053,22 € 4.967.258,56 € 109.312.485,85 €
Zuführung Gewinnrücklagen 5.548.880,00 € -4.967.258,56 € 581.621,44 €
Jahresergebnis 13.426.117,67 € 13.426.117,67 €
Gewinnausschüttung -7.000.000,00 € -7.000.000,00 €
Änderung des Konsolidierungskreise: 0,00 €
Stand 31.12.2018 200.000,00 € 4.251.174,07 € 98.442.933,22 € 13.426.117,67 € 116.320.224,96 €
Stand 01.01.2019 200.000,00 € 4.251.174,07 € 98.442.933,22 € 13.426.117,67 € 116.320.224,96 €
Zuführung Gewinnrücklagen 13.426.117,67 € - 13.426.117,67 € 0,00 €
Jahresergebnis 14.041.638,97 14.041.638,97 €
Gewinnausschüttung -4.216.999,13 € -4.216.999,13€
Sonstige Veränderungen -122.919,60 € -122.919,60 €
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 €
Stand 31.12.2019 200.000,00 € 4.251.174,07 € 107.529.132,16 € 14.041.636,97 € 126.021.945,20 €
Nicht beherrschende Anteile
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Anteil nicht beherrschender Anteile am Ergebnis Summe
Stand 01.01.2018 361.964,79 € 1.048.594,75 € 3.601.849,73 € 62.306,05 € 5.074.715,32 €
Zuführung Gewinnrücklagen 0,00 €
Jahresergebnis 1.560.442,42 € 1.580.442,42 €
Gewinnausschüttung -1.047.932,29 € -1.047.932,29 €
Änderung des Konsolidierungskreise: 35.000,00 € 35.000,00 €
Stand 31.12.2018 396.964,79 € 1.048.594,75 € 3.601.849,73 € 594.816,18 € 5.642.225,45 €
Stand 01.01.2019 396.964,79 € 1.048.594,75 € 3.601.849,73 594.816,18 € 5.642.225,45 €
Zuführung Gewinnrücklagen 250.373,14 € -250.373,14 € 0,00 €
Jahresergebnis 1.908.567,99 € 1.908.567,99 €
Gewinnausschüttung -2.045.001,80 € -2.045.001,80 €
Sonstige Veränderungen 3.014.192,52 € -2.891.152,89 € -120,03 € 122.919,60 €
Änderung des Konsolidierungskreises 40.000,00 € 40.000,00 €
Stand 31.12.2019 436.964,79 € 4.313.160,41 € 710.596,84 € 207.889,20 € 5.668.711,24 €
Konzern Eigenkapital
Stand 01.01.2018 114.387.201,17 €
Zuführung Gewinnrücklagen 581.621,44 €
Jahresergebnis 15.006.560,09 €
Gewinnausschüttung -8.047.932,29 €
Änderung des Konsolidierungskreise: 35.000,00 €
Stand 31.12.2018 121.962.450,41 €
Stand 01.01.2019 121.962.450,41 €
Zuführung Gewinnrücklagen 0,00 €
Jahresergebnis 15.950.206,96 €
Gewinnausschüttung -6.262.000,93 €
Sonstige Veränderungen 0,00 €
Änderung des Konsolidierungskreises 40.000,00 €
Stand 31.12.2019 131.690.656,44 €

Kapitalflussrechnung 2019

2019
Tausend €
Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 15.950
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 17.861
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 5.766
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.341
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.390
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 295
- sonstige Beteiligungserträge -1
+ Ertragsteueraufwand 7.397
- Ertragsteuerzahlungen -680
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit 5.857
Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -323
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 87.643
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -115.572
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -484
+ Erhaltene Zinsen 1.019
+ Erhaltene Dividenden 1
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -27.716
Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 40
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 24,584
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -472
- Gezahlte Zinsen -1.314
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.217
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -2.045
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.576
Finanzmittelfonds
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5.283
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.502
= Finanzmiltelfonds am Ende der Periode 219

6.1.7 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Feser, Graf & Co. Automobil Holding GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die Erklärung zur Unternehmensführung.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 13. November 2020

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

Leupold, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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