QBUS Plan Geschäftsführungsgesellschaft mbH
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OBG Gruppe GmbHOttweilerKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Grundlagen des Konzerns Vorbemerkungen Die OBG Gruppe GmbH ist eine mittelständische Holding, die selbstständige Firmen mit Spezialisten für modernes Bauen und innovative Baudienstleistungen in einem regional führenden Unternehmensverbund vereint. Lösungsorientiert und kostenoptimiert werden individuelle Leistungspakete für private, gewerbliche und öffentliche Bauherren aus einer Hand entwickelt. Unser Portfolio umfasst Lösungen im Tiefbau, im Hochbau, im Schlüsselfertigbau und im Ingenieurbau. Ausgewiesene Expertise auf den Gebieten des Rohrleitungs- und Gasanlagenbaus sowie der Betonsanierung ergänzen unser Angebot bedarfsgerecht. Spezialisten für Projekt- und Quartiersentwicklung, Architekturlösungen, technische Gebäudeausstattung und Generalplanung runden unser breitgefächertes Gesamtspektrum ab. Die Strukturierung der Firmengruppe folgt den unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven und Beteiligungssituationen in ihren Tätigkeitsfeldern:
Die OBG Gruppe GmbH als Holdinggesellschaft erbringt für die einzelnen Firmen Dienstleistungen aus den Bereichen Personal- und Finanzmanagement, Rechts- und Versicherungsangelegenheiten, Rechnungswesen und Controlling, ebenso wie das Risiko- und Wertemanagement. Diese Aufgabenverteilung stärkt die operativen Unternehmen in den wettbewerbsentscheidenden Bereichen. Firmenübergreifend obliegt der OBG Gruppe GmbH die Verantwortung für die gruppenweite Beteiligungsstrategie und Unternehmensplanung, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, die Corporate Governance Regelwerke und auch die kontinuierliche Beobachtung des Marktes mit Blick auf zukünftige Firmenakquisitionen. Gemeinsam mit seiner Tochter Tina Seiwert begleitet Herr Jürgen Raber die OBG Gruppe GmbH als Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die OBG Gruppe blickt nunmehr auf 60 Jahre Erfahrung in der Bauwirtschaft zurück. Der Anspruch, heute schon an morgen zu denken, hat seit den Anfangsjahren Bestand. Neue Herausforderungen am Markt zu erkennen, die damit verbundenen Chancen zu ergreifen und Potenziale mit Engagement und Weitsicht zu entwickeln, zeichnen die OBG Gruppe von jeher aus. Infolgedessen hat sich die Unternehmensstruktur auf der Grundlage des OBG- Partnerschaftsmodells kontinuierlich weiterentwickelt. Die OBG Gruppe GmbH ist an folgenden Firmen beteiligt: OBG Kerngeschäft Im OBG Kerngeschäft wurde konsequent die strategische Zielsetzung verfolgt, die Gesellschaften als selbständige Einheiten mit klarem Markt- und Leistungsprofil sowie hoher Bonität durch kontinuierliche Stärkung des Eigenkapitals weiterzuentwickeln. Das OBG Kerngeschäft umfasste in 2022 die Firmen OBG Tiefbau GmbH & Co. KG, OBG Hochbau GmbH & Co. KG, OBG Rhein-Neckar GmbH & Co. KG, OBG Logistik GmbH & Co. KG, OBG Industriebau GmbH & Co. KG und OBG Lux S.A. Alle Gesellschaften konnten sich in ihren jeweiligen Märkten und definierten Sparten erfolgreich weiterentwickeln und realisierten gute Ergebnisse, wie bei OBG Lux S.A. sogar die besten Ergebnisse seit ihrem Bestehen. Mit der Gründung der Niederlassungen Mainz, Kaiserslautern und Trier durch OBG Hochbau GmbH & Co. KG wurden die Voraussetzungen geschaffen, prosperierende Wirtschaftsräume außerhalb des Saarlands erfolgreich zu bearbeiten. Zukünftige Niederlassungen, bspw. im Raum Rhein-Lahn, sehen ein weiteres Wachstum als projekterfahrener Spezialist insbesondere im Schlüsselfertigbau vor. Alle kaufmännischen, juristischen und IT-bezogenen Verantwortlichkeiten sind in der OBG Gruppe GmbH gebündelt. Zusätzlich wird der Bereich Kommunikation zentral organisiert, um den zielgerichteten Ausbau der Dachmarke "OBG" zu forcieren. OBG Beteiligungen QBUS QBUS GmbH & Co. KG bietet als Generaldienstleister für Neubauvorhaben und Sanierungsmaßnahmen ganzheitliche Lösungsansätze. Das eigens konzipierte 2-Phasen-Modell schafft Klarheit: Von der objektiven Bedarfsanalyse über die Ausarbeitung eines passgenauen Umsetzungskonzeptes bis hin zur professionellen Ausführung der Gesamtmaßnahme. IMMPRINZIP IMMPRINZIP GmbH & Co. KG plant und realisiert Projekte im Wesentlichen auf dem Gebiet des geförderten Wohnungsbaus. Im Rahmen einer gelebten Partnerschaft mit Kommunen und Investoren schafft das Unternehmen neuen, werthaltigen Wohnraum mit Kreativität und System bei hoher Qualität und Komfort. Gerade in angespannten Wohnungsmärkten werden so neue Perspektiven geschaffen. IMMPRINZIP GmbH & Co. KG als Mitglied von Europas größtem Netzwerk für nachhaltiges Bauen, dem DGNB e.V., setzt sich unter Berücksichtigung von ESG-Standards aktiv für einen bewussten Umgang und den Einsatz vorhandener Ressourcen, die Minimierung von Energieverbrauch und für ein Bewahren der Umwelt ein. ENROTEC Holding Die Gesellschaften der ENROTEC Holding GmbH & Co. KG konzentrieren ihr Angebot auf die Planung, Errichtung, Wartung und Instandhaltung von Rohrleitungssystemen sowie Fernwärmeleitungsnetzen (ENROTEC Versorgung GmbH & Co. KG) sowie auf Gasdruckregel- und Messanlagen für die öffentliche und industrielle Gasversorgung (ENROTEC Anlagenbau GmbH & Co. KG). aventas.holding In der aventas.holding, als Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft von aventas.bau, sind alle kaufmännischen und logistischen Aufgabenbereiche gebündelt, aventas.bau GmbH & Co. KG hat sich als anerkannter Partner in den Bereichen Betonsanierung, Brückeninstandsetzung und Brückenneubau etabliert. Auftraggeber sind Straßenbauverwaltungen, kommunale Gebietskörperschaften sowie namhafte Baufirmen. IRIDIOS IRIDIOS Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ist ein neutraler, unabhängiger saarländischer Versicherungsmakler mit dem Fokus auf Unternehmen des Bauhauptgewerbes und der Immobilienwirtschaft. Die Expertise basiert auf umfassenden Kenntnissen der Branche und ihren spezifischen Herausforderungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Situation 1,2,3,4,5 Die Prognosen für die Bauwirtschaft waren mit Beginn der Corona-Pandemie besorgniserregend, doch entgegen den Erwartungen entpuppte sich die Baukonjunktur in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 als Stütze für die deutsche Wirtschaft. 2022 erschüttern jedoch neue Krisen den Weltmarkt: Ukrainekrieg, Energiekrise, Baustoffmangel und eine rasante Preisentwicklung für Baumaterialien sind allgegenwärtig. Zusätzlich verstärkt die zu Beginn des Jahres mit sofortiger Wirkung eingestellte Förderung energieeffizienter Gebäude und den damit einhergehenden Auftragsrückgängen und teilweise sogar gänzlichen Stornierungen die Ungewissheit in der Bauwirtschaft. Entgegen diesen schwierigen Rahmenbedingungen zeigte sich die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr in Gänze stabil. Das Bruttoinlandsprodukt war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,8 % höher als in 2021, preis-, saison- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 sogar um rd. 0,6 % höher. Insgesamt verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona- Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Materialien bremsten auch die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter instabilen internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.
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https://blog.bluebeam.com/de/prognosis-construction-industry-in-2022/
Eine weitere Folge ist der Rückgang der Bauinvestitionen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 %. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Hochbau verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten statt. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2022 insbesondere wegen teurer Energie und Nahrungsmittel so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sie erhöhten sich um durchschnittlich 7,9 % gegenüber 2021. Gleichzeitig stieg auch die Inflationsrate. Für das laufende Jahr rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) wieder mit einem Rückgang auf 5,4 %. Baubranche 6,7,8,9,10 Die Baubranche ist eine der Schlüsselbranchen für Deutschland, ob bei der Schaffung von qualitativem und bezahlbarem Wohnraum oder Gewerbeflächen, dem Bau und Erhalt einer hochwertigen, leistungs- und funktionsfähigen Infrastruktur oder den Themen Klimaschutz, Klimaanpassung und Digitalisierung: Die Bauwirtschaft ist verlässlicher Partner von Politik sowie öffentlichen und privaten Auftraggebern. Gleichzeitig ist die Bauwirtschaft wichtiger Konjunkturmotor für unser Land: Bauinvestitionen i.H.v. 1,0 Mrd. Euro erzeugen laut RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung - gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro. Jeder in den Bau investierte Euro stärkt und stützt so die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Mit 927.000 Beschäftigten (+1,6 % zu 2021) ist das Bauhauptgewerbe zudem wichtiger Arbeitgeber. War die Branche noch mit gut gefüllten Auftragsbüchern und in der Hoffnung, trotz der andauernden Corona-Pandemie als Konjunkturtreiber weiterhin die Gesamtwirtschaft stützen zu können in das vergangene Jahr gestartet, hat sich die Baukonjunktur seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine spürbar abgekühlt. Durch den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine setzte eine wirtschaftliche Krise ein, die auch die Bauwirtschaft unmittelbar in Mitleidenschaft zog. Die Befürchtungen realisierten sich zum Jahresende mit einem Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von real 5,1 %. Der Anstieg der Baupreise um 16,7 % im Laufe des Jahres hatten zwar die Umsätze nominal auf 160 Mrd. Euro steigen lassen (+ 10,8 %), tatsächlich gebaut wurde aber deutlich weniger als im Vorjahr. Dabei ging der Wohnungsbau real um 4,5 % zurück, der Wirtschaftsbau um 4,4 % und der öffentliche Bau um 6,2 %. Preistreibend auf den Baustellen wirkten sich vor allem die gestiegenen Material- und Energiepreise aus. Diese sind auch jetzt noch auf einem historisch hohen Niveau im Vorjahresvergleich: Dämmvlies +45 %, Bitumen +38 %, Betonstahl +32 %, Asphaltmischgut +26 %, Zement +21 %, erdölbasierte Kunststoffe +15-30 %. Zudem trifft auch der Preisanstieg des Dieselkraftstoffs die Baubranche stark. Die Erzeugerpreise für Dieselkraftstoff steigen im Jahresdurchschnitt 2022 um +42 % gegenüber 2021. Weitere mineralische Baustoffe wie Kies und Sand folgten diesem Trend. Insgesamt blieb die Baustoffbeschaffung für alle produzierenden Unternehmen, zeitlich und finanziell, sehr aufwendig.
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https://www.ifo.de/DocDL/sd-2023-01-schmidt-etal-bauwirtschaft.pdf
In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Wohnungsbau Der Umsatz im Wohnungsbau erreichte 2022 gut 61 Mrd. Euro, was einem nominalen Zuwachs von +10,9 % entspricht, der preisgetrieben ist. Real bedeutet dies jedoch ein Rückgang von 4,5 %. Insgesamt wurden nur etwa 280.000 Wohneinheiten fertiggestellt, womit das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen an den Markt zu bringen, deutlich verfehlt wurde. Gerade der Wohnungsbau wird deutliche Einbußen verkraften müssen. Noch sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Aber die Genehmigungszahlen im Neubau weisen nach unten und fielen gegenüber dem Vorjahr um 32.500 auf 350.000 Wohneinheiten und damit um rd. 8,0 % geringer aus. Eine große Rolle spielt auch die Inflation und die dadurch gestiegenen Lebenshaltungskosten, die die Nachfrage der Verbraucher zusätzlich dämpfen. Der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung tut ein Übriges. Die Auftragseingänge sind im Laufe des Jahres 2022 dramatisch eingebrochen und lagen bei real -16,5 %. Wirtschaftsbau Im Wirtschaftsbau lag der Umsatz bei knapp 57 Mrd. Euro (nominal +11,7 %, real -4,4 %), davon im Hochbau rd. 32 Mrd. Euro (+11,2 %) und im Tiefbau rd. 25 Mrd. Euro (+12,5 %). Dabei bleibt die Nachfrage nach Lagergebäuden zur Abfederung der Materialengpässe aufwärts gerichtet (+26 % real nach umbauten Raum), bei Büro-, aber auch Fabrikgebäuden sinken dagegen die Genehmigungszahlen (-20 % bzw. -4 % umbauter Raum). Die Genehmigungen für Handelsgebäude halten ein Plus von 8 %. Zentral für Investitionsentscheidungen im Wirtschaftsbau sind die Konjunkturaussichten der dt. Volkswirtschaft, die durch die vorherrschende hohe Unsicherheit geprägt sind. Auch die Baukostenentwicklung wirkt bremsend auf die Nachfrage nach Gewerbebauten. Die sinkende Zahl der Auftragseingänge lässt in den nächsten Monaten eine rückläufige Umsatzentwicklung erwarten. Und so werden wohl die Umsätze im Wirtschaftsbau real um 5 % niedriger ausfallen als in 2021. Dabei ist der Wirtschaftshochbau von den sinkenden Auftragseingängen deutlich stärker betroffen als der Tiefbau. Während die Auftragseingänge im Hochbau Ende 2022 auch nominal nur noch ein knappes Plus aufwiesen, lagen sie im Tiefbau sogar real über der Nulllinie, wobei die Investitionen der Deutschen Bahn, aber auch der Breitbandausbau und der Umbau der energetischen Infrastruktur den gewerblichen Tiefbau antreiben. Öffentlicher Bau Der öffentliche Bau brach 2022 real um 6,2 % ein (nominal +9,3 %) und erreichte nur einen Umsatz von 42 Mrd. Euro. Dabei wurden im Tiefbau 33,7 Mrd. Euro (real -5,7 %) und im Hochbau 8,3 Mrd. Euro (real -7,9 %) umgesetzt. Ganz offensichtlich hat der Bund mit seinen Investitionen nicht die eigenen Zielvorgaben erreicht. Besonders deutlich wurde dies bei der Autobahn GmbH, die ihre Projekte 2022 nur schleppend ausschrieb und in die Umsetzung brachte. Saarland 11 Das saarländische Bauhauptgewerbe konnte das vergangene Jahr mit einem deutlich positiven Umsatzergebnis abschließen. Die Betriebe erzielten einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 1,0 Mrd. Euro. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Saarland entspricht dies einem nicht preisbereinigten nominalem Umsatzplus von 17,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklungen verliefen sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau erfreulich. Im Hochbau wurden Leistungen im Umfang von 469 Mio. Euro abgerechnet, was einer Zunahme um 20,0 % entspricht. Der Tiefbau setzte 569 Mio. Euro und damit 15,3 % mehr um als vor einem Jahr. Im gewerblichen Bau verbesserte sich das Ergebnis um 32,1 % auf 369 Mio. Euro. Dabei profitierte der gewerbliche Hochbau (+32,1 %) und der gewerbliche Tiefbau (+32,0 %) gleichermaßen. Als Jahresumsatz wurden 239 Mio. bzw.130 Mio. Euro verbucht. Der Wohnungsbau setzte 186 Mio. Euro im vergangenen Jahr um, was einer Zunahme um 10,8 % entspricht. Von erfreulichen Umsatzentwicklungen berichtete ebenfalls der "Öffentliche und Straßenbau". Mit 482 Mio. Euro wurde das Vorjahresergebnis um 10,5 % übertroffen. Hierbei wurden im Straßenbau bei einer Steigerung von 11,7 % 189 Mio. Euro abgerechnet. Der sonstige Tiefbau setzte 250 Mio. Euro um, was einer Zunahme um 10,7 % entspricht. Für die öffentliche Hand wurden 44 Mio. Euro abgerechnet, ein Plus von 4,0 %. Zum Jahresende 2022 belief sich, so das Statistische Landesamt, der Auftragsbestand bezüglich der Eigenleistung auf 427 Mio. Euro. Davon entfallen auf den Hochbau noch nicht abgewickelte Aufträge im Umfang von 181 Mio. Euro und auf den Tiefbau 245 Mio. Euro. Der Auftragsbestand hat sich in Gänze gegenüber dem Septemberwert 2022 um 22,5 Prozent verringert. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sehen wir die Gesamtleistung, den Rohertrag sowie das EBIT vor Beteiligungsergebnis an.
2.1. Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von 104,9 Mio. € werden auf der Aktivseite Gegenstände des Sachanlagevermögens von 16,6 Mio. € und immaterielle Vermögensgegenstände von 0,5 Mio. € ausgewiesen. Der Bestand der Finanzanlagen (3,5 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen Anteile an drei Gemeinschaftsunternehmen. Darüber hinaus sind als wesentliche Positionen das Vorratsvermögen mit 15,8 Mio. €, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Forderungen gegen Arbeits- und Bietergemeinschaften) in Höhe von 20,4 Mio. € sowie die sonstigen Vermögensgegenstände inkl. aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (4,1 Mio. €) und Forderungen im Verbund- und Beteiligungsbereich (2,1 Mio. €) aktiviert. Weiterhin weist die Aktivseite einen Finanzmittelbestand in Höhe von 41,9 Mio. € aus. Die Passivseite der Bilanz weist ein Eigenkapital in Höhe von 30,7 Mio. € aus. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 29,2 % nach 30,9 % zum Vorjahresende. Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich auf 12,1 Mio. €, die erhaltenen Anzahlungen auf 14,6 Mio. €, die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten inkl. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeits- und Bietergemeinschaften auf 15,6 Mio. €, die Verbindlichkeiten im Verbund- und Beteiligungsbereich auf 0,3 Mio. € sowie die sonstigen Verbindlichkeiten auf 10,2 Mio. €. Rückstellungen wurden in Höhe von 21,4 Mio. € passiviert. 2.2. Ertragslage Die Gesamtleistung des Konzerns (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) ist um 53,2 Mio. € auf 191,0 Mio. € (VJ: 137,8 Mio. €) gestiegen. Der Rohertrag (ohne Berücksichtigung sonstiger betrieblicher Erträge und aktivierter Eigenleistungen) beträgt im Geschäftsjahr 56,1 Mio. € (VJ: 54,6 Mio. €) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. € gestiegen. Es wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 7,5 Mio. € (VJ: 11,1 Mio. €) ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von 2,4 Mio. € (VJ: 3,2 Mio. €) ergibt sich ein Konzern- Jahresüberschuss von 5,1 Mio. € (VJ: 7,8 Mio. €). 2.3. Finanzlage Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2022. Der Zahlungsmittelbestand des OBG Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2022 rd. 41,9 Mio. €. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 10,2 Mio. € ausgewiesen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 2,1 Mio. €. Dabei wurde der Finanzbedarf für die Sachinvestitionen durch die Aufnahme von Darlehen sowie aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich beträgt per Saldo 7,9 Mio. € und beinhaltet einen Mittelabfluss aus einer Dividendenausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von 2,8 Mio. €. Die freie Kreditlinie des Konzerns beläuft sich am 31.12.2022 auf 10,5 Mio. €. 2.4. Investitionen und Finanzierung Die Konzernunternehmen haben im Jahr 2022 Investitionen im Gesamtwert von rd. 6,2 Mio. € getätigt. Der Großteil der Investitionen entfiel dabei im Wesentlichen auf die folgenden Positionen:
2.5. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Konzern der OBG Gruppe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022 im Marktumfeld gut behauptet und seine Marktposition gestärkt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet und solide. Insgesamt stellt sich die Lage des Konzerns auch perspektivisch positiv dar. Die Zahlungsfähigkeit ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Kreditlinien gewährleistet. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 1.1. Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Situation 12,13,14 Die konjunkturelle Ausgangslage stellt sich im ersten Quartal 2023 besser dar als noch zum Jahreswechsel angenommen: Der milde Winter und die hohen Gasspeicherstände haben zu einer ausreichenden Gasverfügbarkeit in Deutschland und Europa beigetragen, was sich auch in einem spürbaren Rückgang der Energiepreise niederschlägt. Die Weltmarktpreise für Gas befinden sich beispielsweise wieder auf dem Niveau vor dem Ukrainekrieg. Der Höhepunkt des Verbraucherpreisanstiegs scheint damit überschritten. Mit Stand Ende Mai 2023 ist die Inflationsrate i.H.v. 6,1 % auf dem niedrigsten Wert seit März 2022, und bleibt damit den dritten Monat in Folge rückläufig. Auch die Industrieproduktion hat sich infolge der weiteren Normalisierung der Lieferketten- und Materialengpässe sowie der moderaten globalen Erholung zuletzt spürbar belebt. Ebenfalls war die Produktion in den energieintensiven Branchen, die infolge der gestiegenen Gas- und Strompreise im zweiten Halbjahr 2022 deutlich zurückgefahren wurde, zuletzt wieder aufwärtsgerichtet. Der Bau konnte von der zumeist guten Witterungsbedingungen profitieren und bestehende Aufträge abarbeiten. Die jüngsten Konjunktur- und Frühindikatoren deuten damit auf einen leicht positiven BIP-Zuwachs im Jahr 2023 hin. Die Bundesregierung geht in ihrer Prognose von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Vorjahresvergleich von 0,4 % aus. Dennoch bestehen spürbare Belastungen und Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung, zum Beispiel die derzeit noch sehr schwache Entwicklung der privaten Konsumausgaben oder auch die geopolitischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
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https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230413-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2023.html
Baubranche 15,16,17 Die Aussichten der Baubranche sind weiterhin getrübt. Für 2023 rechnet das Baugewerbe mit einem Umsatzrückgang von bis zu 7,0 %. Erstmals seit 2009 soll auch die Anzahl der Beschäftigten sinken - um ca. 7.000 Mitarbeitende, trotz zahlreicher offener Stellen. Sorgen bereitet insbesondere die schleppende Lage im Wohnungsbau. Hier ist die Politik gefragt, erneut eine Neubauförderung bei Wohnungen zu initiieren, damit die ambitionierten Ziele fertiggestellter Wohnungseinheiten, auch unter Klimagesichtspunkten, erreicht werden können. Zudem scheint die ab Juni 2023 geltende Förderung der KfW für den Neubau eines klimafreundlichen Hauses für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen gut gemeint, birgt allerdings Herausforderungen. Die Förderung können nur Familien mit einem Kind und zu versteuerndem jährlichen Haushaltseinkommen von bis zu 60.000 Euro beantragen, für jedes weitere Kind erhöht sich die Grenze um 10.000 Euro. Und dies in Zeiten, in denen die Zielgruppe mit ihren knappen Ressourcen aktuell ohnehin schon mehr Kosten zu bewältigen hat, nämlich stark gestiegene Lebenshaltungskosten, Immobilienpreise sowie höhere Baukosten. Zudem sind die Anforderungen an klimafreundliche Wohngebäude mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Die Chance dieser Familien eine Immobilie zu bauen beziehungsweise maximal ein Jahr nach Fertigstellung zu erwerben, ist heute eher kleiner geworden als noch vor fünf Jahren. Neben dem Wohnungsbau braucht zusätzlich der Verkehrsbereich einen Investitionsschub, um die Mobilitäts- und Klimawende umzusetzen. Ersten Berechnungen zufolge sind jährlich 25 Mrd. Euro notwendig, um den Abbau des Sanierungsstaus, aber auch Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. Ein solches Investitionspaket wäre ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Unterdessen fordert die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB), dass die Kommunen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und warnt vor einem Stillstand bei kommunalen Baumaßnahmen. Denn für Städte und Gemeinden ist es derzeit besonders schwierig einen ausgeglichenen Jahreshaushalt vorzulegen, da die Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen sind. In der Folge sehen sich viele Kommunen gezwungen, Baumaßnahmen zu schieben oder gänzlich zu stornieren.
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https://bi-medien.de/fachzeitschriften/baumagazin/wirtschaft-politik/baukonjunktur-baugewerbe-erwartet-umsatz-minus-von-7-prozent-b15339
1.2. Wirtschaftliche Prognose des OBG Konzerns Die Bauwirtschaft in Deutschland hatte im Jahr 2022 mit großen Problemen zu kämpfen, die auch in 2023 noch merkliche Auswirkungen haben dürften. Entgegen dem allgemeinen Branchentrend verfügt die OBG Gruppe in den Gesellschaften des Kerngeschäftes sowie den Beteiligungen über einen mehr als zufriedenstellenden Auftragsbestand. Die Prognose des OBG Konzerns geht für 2023 von weiterhin zufriedenstellenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen aus. Ab 2024 gehen wir auf Grundlage unserer aktuellen Daten und Erkenntnisse von einer Steigerung der betriebswirtschaftlichen Gesamtleistung bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung aus. 2. Chancenbericht Die Chancen der zukünftigen Entwicklung sehen wir in unserer Holding- und Firmenstruktur, die uns in die Lage versetzt, fast alle Spezialleistungen der Baubranche wirtschaftlich anzubieten, wie auch anspruchsvolle und komplexe Großprojekte mit einer hohen Wertschöpfungstiefe umzusetzen. Unsere nachhaltig bewiesene Kompetenz bezüglich Preis- und Termingarantien hat zu einer hohen Kundenzufriedenheit geführt, die die beste Voraussetzung für zukünftige Aufträge ist. Die große Anzahl gut ausgebildeter und erfahrener Facharbeiter, Poliere, Ingenieure, Architekten und Kaufleute bildet dabei zusammen mit den an ihren jeweiligen Firmen beteiligten Geschäftsführern die Basis. Eine signifikante Wachstumschance sehen wir in der weiteren Forcierung unserer Schlüsselfertigbau-Aktivitäten. Dazu wird unter anderem das bestehende Niederlassungs-Netz von OBG Hochbau GmbH & Co. KG im Südwesten Deutschlands zur Gewinnung neuer Märkte und neuer Kunden zeitnah erweitert. Damit einher geht auch die Gewinnung neuer Mitarbeiter, denn der Fachkräftemangel wird die Bauwirtschaft auch weiterhin begleiten. Weiteres Potenzial für Bauprojekte sehen wir in einer neuen Form des Wohnungsbaus: Der Nachverdichtung. Wurde bisher der Wohnungsneubau forciert, so werden aufgrund mangelnder Bauflächen neue Konzepte entwickelt. Die zunehmende Urbanisierung und die steigende Nachfrage nach Wohnraum in Städten wird der Bedeutung der Nachverdichtung zunehmend Ausdruck verleihen. Unsere Projektentwicklung stellt sich frühzeitig auf diese Neuerungen ein und bietet innovative Lösungen an. Durch energieeffiziente Technologien sowie ressourcenschonende Materialien können Projekte realisiert werden, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig sind. Hierbei kann zusätzlich das Stadtbild verbessert werden, indem Erweiterungen die bestehende Bebauung aufwerten. Bauen ist also längst nicht mehr das klassische Erstellen von Gebäuden. Aktuelle Entwicklungen verkomplizieren das Bauen und erfordern neue Lösungsansätze, um zukünftig erfolgreich auf dem Markt zu bestehen. 18,19 Digitalisierung in der Baubranche Bauen in der Zukunft ist zweifelsohne vernetzt. Denn die Vorteile der Digitalisierung in der Baubranche sind vielfältig: Digitale Lösungen helfen, Prozesse zu erleichtern und zu beschleunigen, insbesondere neue Technologien tragen zur Steigerung der Produktivität bei. Für uns sind u.a. die folgenden Technologietrends relevant: BIM, Big Data, Drohnen auf der Baustelle sowie Künstliche Intelligenz und 3D-Druck am Bau. Nachhaltiges Bauen Nachhaltiges Bauen stellt gemäß der ESG Definition sowohl ökologische Aspekte als auch soziale und wirtschaftliche Kriterien in den Fokus. Bauen in der Zukunft bedeutet, Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft zu übernehmen und nachhaltige Lösungen zu finden. Nachhaltigkeit ist für uns im OBG Konzern nicht neu, muss jedoch aufgrund der geltenden Regulatorik neu gedacht werden. Diese Branchenentwicklungen haben wir in der OBG Gruppe frühzeitig erkannt und entsprechend darauf reagiert. Fortschrittlich und zukunftsorientiert - so schaffen die Firmen der OBG Gruppe innovative und kreative Antworten auf neue Herausforderungen, die damit auch Chancen für eine weitere Entwicklung bieten.
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https://blog.bluebeam.com/de/how-to-build-in-2030/
3. Risikobericht Die Risiken infolge des aktuellen Kriegsgeschehens bezüglich Materialpreisen und -verfügbarkeit haben sich verringert. Je nach Verlauf könnten diese Risiken jedoch wieder auftreten und zu Engpässen und Kostensteigerungen führen. Weitere Risiken wie Markt- und Produktrisiken, bilanzielle Risiken sowie Betriebs- und Rechtsrisiken sind daher die wesentlichen Kategorien, die auf den Konzern ihren Einfluss haben. Durch die Schaffung eines durchgängigen Risikobewusstseins werden bestehende Risiken in einem Risikomanagementsystem erfasst, verdichtet und zentral gemanagt. Nachfolgende Risiken, die einen entscheidenden Einfluss auf die prognostizierte Entwicklung von Gesamtleistung, Rohertrag und das EBIT vor Beteiligungsergebnis haben könnten, sehen wir dabei als wesentlich an. Ukraine-Krieg Der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine hat in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu erheblichen Unruhen geführt. Die aktuellen Entwicklungen lassen weiterhin auf keine Verbesserung der Lage schließen. Als Folge sind die Preise für viele Rohstoffe, Energie, Vorprodukte und Transportdienstleistungen deutlich angestiegen. Kraftstoffpreise haben sich beispielsweise verdoppelt, der Gaspreis ist zwischenzeitlich um das Dreifache angestiegen. Wir gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg noch länger andauern wird und im Anschluss beträchtliche Wiederaufbau- und Reparaturarbeiten durchzuführen sind, die den europäischen Rohstoffmarkt noch eine geraume Zeit belasten werden. COVID-19-PANDEMIE Die deutsche Wirtschaft erholt sich langsam nach den Lockdowns und Einschränkungen durch die Corona-Krise. Neben Personalausfall und Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten musste die Arbeit auf den Baustellen und in der Verwaltung Corona-konform neu strukturiert werden. Durch die zwischenzeitlich erfolgte Aufhebung der Schutzmaßnahmen gemäß Infektionsschutzgesetz wurden auch unsere getroffenen Risikovorkehrungen, wie beispielsweise die Maximalbesetzung von Fahrzeugen zur Baustelle, aufgehoben. Daher stufen wir Corona als nunmehr niedriges Risiko ein. Marktrisiken Das Ausmaß der marktwirtschaftlichen Risiken hat sich gegenüber dem Vorjahr relativiert. Die insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs entstandenen Herausforderungen wurden gut bewältigt und setzen dem positiven Geschäftsverlauf nichts entgegen. Generell unterliegen die operativen Gesellschaften der OBG Gruppe zyklischen Bau-Schwankungen. Zusätzlich führt die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Wettbewerbssituation oder technologische Veränderungen am Bau zu potenziellen Risiken, die überwacht werden. Veränderungen der Marktrisiken führen zu Anpassungen in unserer Organisation, in der Angebotspalette sowie unserer strategischen bzw. operativen Planung, wobei das frühzeitige Erkennen von Risikoindikatoren von essenzieller Bedeutung ist und einen entsprechend hohen Stellenwert besitzt. Projekt- und Vertragsrisiken Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft. Bereits zum Zeitpunkt der Auftragsplanung wird durch die Einbeziehung von Spezialisten verschiedenster Bereiche eine Risikominimierung erreicht. Das Sammeln von risikorelevanten Faktoren in einem datenbankgestützten Projekt-Risiko-Controlling-System schafft in strukturierter Form die Möglichkeit, eine risikoorientierte Auswahl bzw. Entscheidung über das Anbieten von Projekten zu treffen. Möglichen Risiken im Rahmen der Angebots-, Vertrags- und Abwicklungsphase (Kostenüberschreitung, Zeitverzug, o.ä.) wird durch ein entsprechendes risikoorientiertes Projektcontrolling entgegengewirkt, welches das regelmäßige Projektreporting ergänzt. Den Gewährleistungsrisiken begegnet die OBG Gruppe, indem Nachunternehmerbürgschaften eingefordert und regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden. Beschaffungsmärkte Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen grundsätzlich Risiken, insbesondere in Form von Lieferengpässen, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, Preiserhöhungen sowie Qualitätsproblemen. Die Lieferengpässe verstärken gleichzeitig den Anstieg von Preisen für Rohstoffe und Energie. Diese anhaltende Dynamik wirkt sich seither negativ auf unsere Geschäftsabläufe aus und führt zu Kostensteigerungen und Lieferverzögerungen. Wir minimieren diese Risiken, indem wir unsere Lieferanten sorgfältig analysieren, auswählen sowie laufende Lieferantenqualifizierungen durchführen. Dabei greifen wir auch auf externe Wirtschaftsinformationsdatenbanken zurück. Mögliche Lieferengpässe und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir mit kontinuierlichem Monitoring und der Optimierung der Beschaffungsprozesse durch die verstärkte Nutzung diversifizierter Beschaffungsquellen und den Ausbau digitaler Tools entgegen. Mit Blick auf die aktuell anhaltende Materialknappheit, verbunden mit gestiegenen Lieferzeiten sowie den gesamtwirtschaftlichen Störungen, verursacht durch die Pandemie sowie den Ukraine- Krieg, haben wir die laufende Überwachung operativ wichtiger Materialien stark intensiviert, den Fokus auf eine enge und zeitnahe Kommunikation mit unseren Lieferanten deutlich erhöht und die Lagerhaltung für kritische Produkte erweitert Auch sichern wir uns durch langfristige Beschaffungsverträge ab. Finanzrisiken Finanzrisiken überwachen wir durch eine zeitnahe und transparente Berichterstattung. Die wesentlichen Risiken bestehen in der Vorfinanzierung von Projekten und der Zahlungsunfähigkeit von Kunden. Zur Reduzierung potenzieller Liquiditätsrisiken verfügen wir über eine Liquiditätssteuerung und ein ERP-gestütztes Fälligkeitsprofil. Zusätzlich verfügen einzelne Firmen der OBG Gruppe über Kontokorrentlinien, die bei möglichen Liquiditätsengpässen die weitere Zahlungsfähigkeit sicherstellen. Die vorausschauende Schaffung der finanziellen Rahmenbedingungen und auf unsere Projekte passenden Lösungsstrukturen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres rollierenden mehrjährigen Businessplanungs-Konzepts. IT-Risiken Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz zahlreicher IT-Sicherheitstechnologien (z.B. Firewall-Systemen) sowie der doppelten Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Aufgrund der zunehmenden Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich unkalkulierbare Risiken, bspw. der Ausfall zentraler IT-Systeme, der Verlust der Datenintegrität, die Preisgabe von vertraulichen Informationen aus der Geschäftstätigkeit oder die erhöhte Belastung bzw. Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken. Personalrisiken Die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter in allen Fachbereichen sind entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens. Die für uns relevanten Märkte sind gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb um qualifizierte und motivierte Fachkräfte und Talente. Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt gesteuert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Daher gehört das Recruiting sowie das Binden von Fach- und Führungskräften zu den höchsten Prioritäten. Diese werden durch den gezielten Einsatz von Employer-Branding- Initiativen, Aus- und Fortbildungen sowie Talent- und Nachfolgeprozessen sowie attraktiven Vergütungspaketen gesteuert. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben, die sich auf die Geschäftstätigkeiten der OBG Gruppe auswirken, selbst wenn die Effekte schwierig zu messen sind. Beteiligungsrisiken Alle Konzerngesellschaften werden einem regelmäßigen Controlling unterzogen. Es wird durch turnusmäßige Besprechungen zwischen Vertretern der Konzerngesellschaft und der operativen Gesellschaft ein ganzheitliches Bild und eine unabhängige Meinung zur wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften geschaffen. Partnerrisiken Die Gesellschaften der OBG Gruppe stehen mit einer großen Anzahl von Personen in vielfältigen vertraglichen Beziehungen. Dies sind im Wesentlichen Kunden, Arbeitsgemeinschaften, Subunternehmer, Kreditinstitute, Lieferanten und Dienstleister. Kommen diese Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nach, leisten sie schlecht oder verspätet bzw. gar nicht, können daraus Schwierigkeiten für unsere eigene Leistungsfähigkeit und finanzielle Einbußen entstehen. Diesen Risiken begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner, indem die Abteilung Finanzmanagement als zentrale Anlaufstelle für Bonitätsprüfungen potenzielle bzw. bestehende Geschäftspartner analysiert und bewertet. Zusätzliche regelmäßige Kontakte zur Sicherstellung der erforderlichen Leistungsfähigkeit werden insbesondere seitens des Einkaufs der operativen Gesellschaften gepflegt. Rechtliche Risiken Gerichtliche Auseinandersetzungen werden nach Möglichkeit vermieden. Dieses Ziel wird nicht immer erreicht, sodass Konzernunternehmen an Gerichts- bzw. Schiedsgerichtsverfahren beteiligt sind. Der Ausgang von anhängigen oder künftigen Verfahren ist nur schwer vorhersehbar. Generell können Verstöße gegen Rechtsvorschriften trotz umfassender Vorkehrungen nie vollständig ausgeschlossen werden und zu entsprechenden Konsequenzen führen. Um diesen Risiken vorzubeugen, wurden für alle bestehenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorgen getroffen. Gesamtbewertung der Risikosituation Die Gesamtsituation des Konzerns wird regelmäßig überwacht und analysiert. Daher erfolgt das Monitoring der Risiken kontinuierlich im Rahmen des finanziellen Planungs-,Forecasting- und Reportingprozesses auf zentraler Ebene. Durch regelmäßige Management-Jour-Fixes werden kritische Entwicklungen schnell erkannt und zielgerichtet mit den Beteiligten besprochen, um ggf. Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Aktuelle Informationen zur Risikoentwicklung fließen unterjährig in die Steuerung und Prognose der Gesellschaften ein und sind Gegenstand der Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Im Konzern der OBG-Gruppe sind keine bestandsgefährdenden Tatsachen bekannt. Jedoch kann der Eintritt unvorhersehbarer sowie außergewöhnlicher Risiken mit Auswirkungen auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung generell nicht ausgeschlossen werden. 4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung Für die OBG-Gruppe erwarten wir für das Jahr 2023 unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation ein insgesamt stabiles Ergebnis. Die konsequente Ausrichtung der OBG Gruppe GmbH und ihrer Konzerngesellschaften auf Qualitätsführerschaft und Innovationskraft, in Verbindung mit einer effizienten und termingerechten Bau- bzw. Leistungsabwicklung ist hierbei ein wichtiges Element zur Sicherstellung einer nachhaltig erfolgreichen Ertragsentwicklung.
Ottweiler, den 22.06.2023 Betriebswirt (BA) Olaf Schomaker KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01.01. - 31.12.2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der OBG Gruppe GmbHSitz: OttweilerAmtsgericht SaarbrückenHRB 101546wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zudem wurden die Regelungen der Satzung und des GmbH-Gesetzes berücksichtigt. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB zur Erstellung eines Konzernabschlusses zum 31.12.2022 verpflichtet. Der Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung liegen die gesetzlichen Gliederungsschemata gem. § 298 i.V.m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zu Grunde. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gem. § 298 i.V.m. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um folgende Posten erweitert:
II. Konsolidierungskreis, Konsolidierungskreisänderungen, Anteilsbesitz 1. Konsolidierungskreis, Konsolidierungskreisänderungen Die OBG Gruppe GmbH ist Mutterunternehmen für die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i.S.d. § 271 Abs. 2 HGB sind. In den Konzernabschluss sind neben der OBG Gruppe GmbH die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen einbezogen:
Gegenüber dem Konzernabschluss des Vorjahres haben sich die nachfolgenden wesentlichen Änderungen ergeben:
Die nachfolgenden Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet:
Der nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital beträgt T€ 157. 2. Anteilsbesitz Nicht konsolidiert und nicht nach der Equity-Methode bewertet sind vierzehn Tochterunternehmen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - auch insgesamt - von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB, § 311 Abs. 2 HGB). Name sowie Sitz und Anteil am Kapital der nicht einbezogenen Tochterunternehmen werden aufgrund § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB nicht angegeben. III. Konsolidierungsmethoden Der Stichtag des Konzernabschlusses ist der Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, 31.12.2022. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Erstkonsolidierungen vor 2010 entgegen DRS 4 und 9 nach den Vorschriften des § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. (Vollkonsolidierung, Buchwertmethode). Dabei wurden die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31.12.2005 bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs vorgenommen. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag vor 2011 i.H.v. T€ 555 wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge aus Konsolidierungen vor 2011 betreffen während der Konzernzugehörigkeit, aber vor der Erstkonsolidierung, durchgeführte Gewinnthesaurierungen in Höhe von T€ 30. Entsprechend wurde eine Umgliederung in die Konzerngewinnrücklagen vorgenommen. Aus der Erstkonsolidierung der OBG 1. VG GmbH in 2020 ergab sich ein Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 35, der mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde. Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Erstkonsolidierungszeitpunkt nach 2010 war, erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die stillen Reserven, sofern sie nicht einzelnen Vermögensgegenständen zugeordnet und mit diesen ergebniswirksam über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden, als Firmenwerte behandelt und erfolgswirksam abgeschrieben. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wurden gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 HGB gesondert als Ausgleichsposten "Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte entsprechend § 303 Abs. 1 HGB. Die Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgte gem. § 304 HGB, wobei die Gesellschaft bei für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns untergeordneter Zwischenergebnisse auf eine Eliminierung dieser entsprechend § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. Der Wert der at equity angesetzten Beteiligungen wurde gemäß der Buchwertmethode nach § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB auf den Zeitpunkt des Erwerbs ermittelt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB vorgenommen. IV. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind in Höhe von T€ 921 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst (Vorjahr: T€ 1.332). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beinhalten in Höhe von T€ 68 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: T€ 3). V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der Konzernunternehmen wurden nach Form und Inhalt gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, den gesetzlichen Vorschriften und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der OBG Gruppe GmbH in den Konzernabschluss einbezogen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für technisch genormte und aufeinander abgestimmte Schalungsteile sowie für Werkzeuge und Kleingeräte wurde ein Festwert gebildet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Der Zugang beweglicher Anlagen im Geschäftsjahr wird zeitanteilig abgeschrieben. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2007 angeschafft werden und deren Anschaffungskosten zwischen € 150,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahr des Zugangs der steuerlich geforderte Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben wird. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 800,00 betragen, wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die im Rahmen der Konsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bzw. dem nachhaltig niedrigeren Zeitwert bewertet. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die zum Verkauf bestimmten Geräte und Fahrzeuge werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, höchstens jedoch mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten für allgemeine Verwaltung, Vertrieb, Akquisition und Kapitaldienst sind nicht berücksichtigt. Die Herstellungskosten wurden mit dem voraussichtlichen Nettoerlös der Bauaufträge verglichen. Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurde der jeweilige niedrigere Wert angesetzt (Prinzip der verlustfreien Bewertung). Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Forderungen aus fertigen, noch nicht abgerechneten Bauaufträgen sind mit den vertraglich vereinbarten Preisen abzüglich angemessener Abschläge für Abrechnungskosten, Rechnungskürzungen, erwartetes Gewährleistungsrisiko sowie Zinsverluste und allgemeines Ausfallwagnis angesetzt. Bei den Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen sind zu erwartende Abstriche der Auftraggeber und sonstige erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen an sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeits- bzw. Bietergemeinschaften sind mit deren Verrechnungskonten abgestimmt. Sie enthalten bei fertigen, nicht abgerechneten Maßnahmen den anteiligen Gewinnanspruch. Soweit Verluste eingetreten oder zu erwarten sind, wurden diese durch Abschläge vom entsprechenden Forderungsbetrag bzw. durch Zuschläge zu der betreffenden Verbindlichkeit berücksichtigt. Die Forderungen an Arbeits- bzw. Bietergemeinschaften sind mit dem Nennwert, die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeits- bzw. Bietergemeinschaften mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die geleisteten Anzahlungen sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital berücksichtigt deren Ansprüche zum Nennwert. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Bewertung erfolgte mittels Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,78% unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Steuerrückstellungen beinhalten die zu erwartenden Steuerabschlusszahlungen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Beträge für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Der einbezogene Abschluss der OBG Lux S.A berücksichtigt - unter Beachtung nationaler Besonderheiten - die für den Konzernabschluss geltenden einheitlichen Bewertungsmethoden. VI. Erläuterungen zum Konzernabschluss 1. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich. Die Angaben zu den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind dem Konzern-Forderungsspiegel zu entnehmen. Die Angaben zu den Verbindlichkeiten sind dem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Bei dem gezeichneten Kapital des Konzerns handelt es sich um das Stammkapital der Muttergesellschaft. Die Kapitalrücklagen betreffen die Kapitalrücklagen des Mutterunternehmens und haben sich im Berichtsjahr nicht verändert. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital setzen sich wie folgt zusammen:
Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Berechnung wurden die nachfolgenden Parameter zugrunde gelegt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Bauleistungen für öffentliche und private Auftraggeber. Das Tätigkeitsgebiet des Konzerns liegt insbesondere im Saarland, im Rhein-Main-Neckar-Gebiet sowie im pfälzischen und luxemburgischen Raum. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 58 und resultieren im Wesentlichen mit T€ 217 aus Buchgewinnen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens sowie mit insgesamt T€ 548 aus der Auflösung von Rückstellungen und Versicherungsentschädigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 3.668 und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen und Rechnungsabstriche i.H.v. T€ 3.454. Der Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 5.068 nach T€ 7.825 im Vorjahr. 3. Ausschüttungssperre Aufgrund § 253 Abs. 6 HGB gilt eine Ausschüttungssperre für den Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des Zinssatzes nach dem 10-Jahresdurchschnitt und dem Ansatz der Pensionsrückstellung bei Verwendung des Zinssatzes gemäß dem 7-Jahresdurchschnitt. Unter Verwendung des Zinssatzes nach dem 10-Jahresdurchschnitt (1,78 %) ergibt sich ein Rückstellungsbetrag von T€ 125. Bei Abzinsung der Rückstellung nach dem 7-Jahresdurchschnitt (1,44 %) ergibt sich ein Rückstellungsbetrag von T€ 126. Demzufolge beträgt der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag T€ 1. 4. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB: Zum Bilanzstichtag bestehen branchenübliche Mitgliedschaften in diversen Bau-Arbeitsgemeinschaften, für die jeweils eine gesamtschuldnerische Haftung mit den anderen Partnern übernommen wurde. In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (= Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Falle der Bürgschaftsziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Banken gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrundeliegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Verpflichtungen bzw. wahrscheinliche Risiken aus solchen Bürgschaften sind in der Bilanz als Verbindlichkeiten oder Rückstellungen berücksichtigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen und Mieten bestehen jährlich finanzielle Verpflichtungen von rund 0,7 Mio. €. Honorar des Abschlussprüfers Vom Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr 2022 für die im Konzern konsolidierten Gesellschaften für Abschlussprüfungsleistungen T€ 159, für Steuerberatungsleistungen T€ 94 und für andere Beratungsleistungen T€ 42 berechnet. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Während des Geschäftsjahres 2022 wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 477,5 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Arbeitnehmer sind folgenden Gruppen zuzuordnen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird von der Schutzklausel Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Nachdem auch im zweiten Jahr der weltweiten Corona Pandemie vor allem im Herbst 2021 und Frühjahr 2022 durch die nationalen und internationalen Maßnahmen und Beschränkungen die Weltwirtschaft noch beeinträchtigt wurde, konnte sich die wirtschaftliche Lage zwischenzeitlich stabilisieren und zeigte Verbesserungstendenzen. Angesichts der zu Beginn des Jahres 2022 sich verschärfenden Ukraine Krise und des darauffolgenden Kriegsausbruchs haben sich die weltweiten Rahmenbedingungen an den Finanz- und Rohstoffmärkten spürbar verschlechtert. Aspekte mit möglichen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir insbesondere in den Bereichen Rohstoffverfügbarkeit und -preise, Lieferketten sowie Energieverfügbarkeit. Diese anhaltenden Risiken werden von uns kontinuierlich überwacht und bewertet, um zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Ungeachtet dessen gehen wir unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen derzeit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Angaben zur Befreiung der Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Eine Personengesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB ist unter bestimmten Voraussetzungen (§ 264b HGB) von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und Lagebericht nach den Vorschriften der für Kapitalgesellschaften geltenden Regeln aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB nehmen diese Erleichterungsvorschriften teilweise in Anspruch:
Sonstige Angaben Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Namen der Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der OBG Gruppe GmbH, Ottweiler, sind:
Ottweiler, den 22.06.2023 Betriebswirt (BA) Olaf Schomaker KONZERN-ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2022
KONZERN-FORDERUNGSSPIEGEL ZUM 31.12.2022
KONZERN-VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31.12.2022
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERKNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OBG Gruppe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der OBG Gruppe GmbH und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OBG Gruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern den nicht tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillingen, den 22.06.2023 W+ST
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer Thorsten Ternig, Wirtschaftsprüfer |
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