Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 6667
Eingetragen
9.12.1997
Branche
Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauErzeugung von BlumensamenBetrieb von Baumschulen
Gegenstand
Die Züchtung, Veredelung und der Vertrieb von landwirtschaftlichem und gärtnerischem Saatgut (inkl. der daraus entstehenden Stecklinge und Jungpflanzen) jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Heike Dr. Köhler
seit 8.1.2020
Geschäftsführer
Michael Hermanns
seit 19.8.2019
Prokura
Christian Wösthoff
seit 5.4.2019
Prokura
German Langenberg
seit 15.9.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert77.49% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Syngenta Crop Protection AGCHE
77.49%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.263.500 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Syngenta Seeds GmbH

Bad Salzuflen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Syngenta Seeds GmbH ist Teil des Bereichs Syngenta Seeds des internationalen Konzerns Syngenta Group Co. Ltd. mit Sitz in Peking/China. Anfang 2020 wurden die Geschäftsbereiche neu unterteilt in die Bereiche Syngenta Crop Protection, Syngenta Seeds, Adama und Syngenta Group China. Der Konzern ist die Dachorganisation aller Agro-Unternehmen, welche dem chinesischen Staatskonzern Sinochem Holdings Corporation Ltd., Peking/China, zugehörig sind.

Das Segment Syngenta Seeds (Saatgut) wird in Deutschland durch die Syngenta Seeds GmbH, Bad Salzuflen, vertreten. Der Schwerpunkt der Umsätze im Segment Saatgut liegt in den Kulturen Getreide, Mais und Gemüse sowie in dem Blumengeschäft. Gegenstand des Unternehmens sind die Züchtung, die Veredelung und der Vertrieb von landwirtschaftlichem und gärtnerischem Saatgut jeder Art. Die Hauptabsatzmärkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Warenbezug erfolgt größtenteils von anderen Konzernunternehmen, hauptsächlich aus Ungarn, Frankreich und den Niederlanden.

Die Syngenta Seeds GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holding-Gesellschaft Syngenta Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.

Zwischen der Syngenta Seeds GmbH sowie ihrer Muttergesellschaft Syngenta Germany GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Ziele und Strategien

Syngenta - Kompetenz vom Saatgut bis zur Ernte

Die rapide wachsende Menschheit ausreichend zu ernähren, ist eine große Herausforderung, welcher nur durch eine immer produktivere Landwirtschaft, die alle Möglichkeiten zur Ertragssteigerung nutzt, begegnet werden kann. 1 Syngenta trägt seinen Teil hierzu bei, indem das Unternehmen passgenaue Lösungen mit modernen Pflanzenschutzmitteln und leistungsfähigem Saatgut anbietet und so Landwirten hilft, die Qualität und Erträge ihrer Ernten zu steigern. Durch Forschung, stetige Arbeit an nachhaltigen Technologien und laufenden Innovationen hat sich Syngenta zu einem weltweit führenden Unternehmen entwickelt. 2

Saatgut von Syngenta: für hochwertige Nahrungsmittel

Als eines der führenden Unternehmen der Agrarbranche arbeitet Syngenta daran, das Ertragspotenzial von Nutzpflanzen ständig zu verbessern. Syngenta züchtet leistungsfähige Sorten und entwickelt fortlaufend neue Züchtungen in den eigenen Züchtungszentren. Auf diese Weise wird dazu beigetragen, den wachsenden Nahrungsmittelbedarf zu decken.

Syngenta hat im Geschäftsjahr 2020 seine "integrated crop strategy", mit einer kombinierten Vertriebsorganisation für Pflanzenschutz und Saatgut, in eine differenzierte Vertriebsorganisation transformiert und dabei die beiden Bereiche neu aufgestellt. Hieraus resultiert, neben den bereits zuvor eigenständig tätigen Vertriebsteams der Bereiche Gemüse und Blumen, ein weiteres eigenständiges Vertriebsteam der Syngenta Seeds im Bereich Feldfrüchte mit Fokus auf Saatgut und Landwirte. Der Leitgedanke "Denken wie ein Landwirt" spiegelt dabei unverändert den kritischen Ansatz des Teams wider. Die Fokussierung auf Saatgut gibt Syngenta ebenfalls die Möglichkeit, im Markt neue Wege zu gehen und angepasste Vertriebskonzepte, wie z.B. unser Seedpartner-Programm, anzubieten. Seedpartner sind selbständige Vertriebspartner, die auf Basis eines Rahmenvertrages mit Syngenta ihre Vertriebsaktivitäten vor Ort bei Landwirten eigenständig organisieren.

Der Sortenfokus von Syngenta im Bereich Getreide konzentriert sich auf Hybrid-Weizen sowie dessen Kommerzialisierung. Dieser Zielsetzung folgend hat sich Syngenta entschlossen, die Weizenzüchtung am Standort Bad Salzuflen zu bündeln.

1 https://www.iva.de/ernaehrung/versorgungssicherheit

2 https://www.chemanager-online.com/news/syngenta-group-vereint-die-unternehmen-syngenta-adama-und-die-landwirtschaftlichen

Forschung und Entwicklung

Unsere Wissenschaftler arbeiten stetig an neuen Methoden, um für unsere Kunden nachhaltige Ertrags- und Qualitätssteigerungen zu erreichen. Syngenta hat dabei die Verbindung umfassender Erfahrung aus Biowissenschaften, Chemie, Pflanzengenetik und Agronomie im Blick. Diese Verbindung ermöglicht uns, innovative Wege in der Entwicklung integrierter Saatgut- und Pflanzenschutz-Lösungen zu gehen.

In Deutschland wird die Entwicklungsarbeit an verschiedenen Versuchsstandorten im Feld fortgesetzt. Hier werden die Produkte geprüft und Daten für die Zulassung erarbeitet. Vorrangig tritt hier der Standort Bad Salzuflen als Kompetenzzentrum für Getreide in Erscheinung, wo sich auch das europäische Züchtungszentrum von Syngenta Seeds für Winterraps befindet.

Darüber hinaus arbeitet Syngenta in Zuchtstationen an der Züchtung und Entwicklung neuer, verbesserter Sorten - in enger Zusammenarbeit mit den auf europäischer und globaler Ebene tätigen Kollegen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Knapp die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Zuletzt betrug die Agrarfläche rund 16,5 Mio. Hektar Land. Während vor allem die Anzahl der Betriebe mit kleinerer Fläche rückläufig ist, steigt die Anzahl der großen landwirtschaftlichen Betriebe mit über 200 Hektar Fläche an. 3

Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. 4

Wie schon in den Vorjahren war auch die Ernte 2023 durch schwierige Witterungsbedingungen geprägt. Auf ein recht kaltes und nasses Frühjahr folgten ein trockener Frühsommer und zu viele Niederschläge während der Erntezeit, welche es den Landwirten erschwerte die Ernte einzufahren und diese in einige Fällen sogar unmöglich machte. 5

Nichtsdestotrotz haben sich die Unternehmensergebnisse in der Landwirtschaft laut dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022/23 weiter deutlich verbessert. Nach vielen schwachen Jahren hat sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe in den letzten beiden Jahren damit erheblich verbessert. Mit Ausnahme der Wein- und Obstbaubetriebe konnten von dieser Entwicklung nahezu alle Betriebsformen in unterschiedlichem Umfang profitieren.

Die Wettbewerbssituation hat zuletzt keine nennenswerten Veränderungen gesehen, so gab es keine Zusammenschlüsse, keine aufstrebenden neuen Marktteilnehmer oder ungewöhnlich großen Verschiebungen von Marktanteilen.

3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206250/umfrage/landwirtschaftliche-nutzflaeche-in-deutschland/

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

5 https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/ackerbau/ernte-2023.html

Geschäftsverlauf

Die Nettoumsatzerlöse stellen den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator dar und liegen für das Berichtsjahr bei EUR 95,9 Mio., was einem leichten Rückgang von circa 3,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Ein weiterer bedeutsamer Leistungsindikator ist der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung, der mit einem Gewinn von EUR 1,0 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau (EUR 1,6 Mio.) liegt. Wesentlicher Grund für den Rückgang ist eine aufgrund eines Anteilseignerwechsels entstandene Grunderwerbssteuerschuld zu Lasten der Syngenta Seeds GmbH.

Der Nettoumsatz aus Verkäufen an Dritte sank gegenüber dem Vorjahr um 7,5%.

Das Maissaatgutgeschäft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Engpässen bei der Produktverfügbarkeit einen volumenbedingten Rückgang, welcher auch durch Preissteigerungen nicht ausgeglichen werden konnte und in einem Umsatzrückgang von 6,7% resultierte.

Im Getreidegeschäft ergab sich anlässlich gesunkener Getreiderohstoffpreise ein Umsatzrückgang von insgesamt 4,1%. Lediglich bei der Hybridgerste konnte im Jahr 2023 aufgrund einer volumenbedingten Absatzsteigerung erneut ein deutliches Umsatzplus erreicht werden.

Der Bereich Raps hat nach einem deutlichen Umsatzplus im Vorjahr erstmalig seit drei Jahren wieder einen Umsatzrückgang, und zwar in Höhe von 29,3% verzeichnet. Nachteilig auf die Umsatzentwicklung haben sich ein im Vergleich mit den Vorjahren langsameres Innovationstempo und alterndes Produktportfolio ausgewirkt.

Das Sonnenblumengeschäft spielt für Syngenta im Vergleich zu den anderen Geschäftsfeldern aufgrund der begrenzten Anbaufläche eine untergeordnete Rolle, zeichnet sich allerdings durch eine hohe Handelsspanne aus. Nach einem Sondereffekt im Vorjahr ist die Nachfrage nach Sonnenblumen-Saatgut wieder gesunken und mündete in einem Umsatzrückgang von 19,1%.

Im Teilmarkt Blumen, welcher für die Syngenta Seeds GmbH der umsatzstärkste ist, ist das Ergebnis mit einem Rückgang von 9,8% deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Neben Produktrücknahmen hat sich vor allem eine aufgrund von Profitabilitätserwägungen zurückgefahrene Produktionskapazität für bestimmte Pflanzengattungen nachteilig auf den Umsatz ausgewirkt.

Auch im wichtigen Geschäft mit Gemüse-Saatgut ist das geplante Ergebnis mit einem Umsatzrückgang von 2,8% leicht verfehlt worden.

Ertragslage

Das Unternehmen ist strategischer Lieferant für die deutsche Landwirtschaft und den Gartenbau.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um EUR 3,7 Mio. auf EUR 95,9 Mio. gesunken. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung wird für das abgeschlossene Geschäftsjahr mit EUR 1,0 Mio. ausgewiesen.

Die Syngenta Seeds GmbH betreibt in Deutschland Forschung und Entwicklung im Bereich Saatgut. Die internen Kosten dafür werden an die Syngenta Crop Protection AG, Basel, mit einem Aufschlag von 6,0% weiterbelastet, externe Kosten werden ohne Aufschlag weiterberechnet. Die resultierenden Umsatzerlöse lagen im aktuellen Geschäftsjahr bei EUR 14,1 Mio. (Vj. EUR 14,5 Mio.).

Die um Lizenzen und weitere Sondereffekte bereinigte Materialaufwandsquote beträgt im Berichtjahr 68,4% und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund prozentual höherer Verkäufe von Sonnenblumensaatgut leicht gesunken (Vj. 71,5%). Sie ist darüber hinaus in hohem Maße transferpreisabhängig.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit EUR 1,8 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 11,9 Mio. (Vj. EUR 11,2 Mio.) sind im Wesentlichen Vertriebs- und Marketingaufwendungen enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen liegen mit EUR 0,2 Mio. um EUR 0,1 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres und enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,1 Mio.) sowie Inhouse-Banking-Zinsen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,2 Mio.).

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 300 (2022: 291) Mitarbeiter beschäftigt.

Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage

Aufgrund der auch in 2023 beim Maissaatgut weiter vorherrschenden knappen Saatgutverfügbarkeit liegen die Vorräte im Berichtsjahr mit EUR 4,2 Mio. nur um EUR 0,5 Mio. höher als im Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um EUR 2,4 Mio. auf EUR 7,7 Mio. gesunken und bewegen sich damit wieder annähernd auf dem Niveau des Berichtsjahres 2021. Hintergrund des Einmaleffekts im Vorjahr waren aufgrund der knappen Saatgutverfügbarkeit für Mais erfolgte hohe, kundenseitige Vorratskäufe im Dezember.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen im Berichtsjahr mit EUR 15,2 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vj. EUR 12,2 Mio.). Wesentlicher Treiber sind die stark gestiegenen Cash-Pooling-Forderungen gegen die Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz, deren Anstieg sich wiederum auf den geringeren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Geschäftsjahresende zurückführen lässt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen insgesamt EUR 1,5 Mio. und sind gegenüber dem Vorjahr (Vj. EUR 1,5 Mio.) unverändert.

Aufgrund des existierenden Gewinnabführungsvertrags mit der Syngenta Germany GmbH gab es keine Veränderungen im Eigenkapital.

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit EUR 7,3 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (Vj. EUR 6,7 Mio.). Der Rückgang der Rückstellungen für Mitarbeitervergütungen wurde dabei von den gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Verbindlichkeiten überkompensiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 11,2 Mio. sind im Berichtsjahr in erster Linie aufgrund von Verbindlichkeiten aus der Weiterleitung von Gewinnen an Syngenta Frankreich S.A., Saint-Sauveur/Frankreich, welche im Saatgutaufbereitungsgeschäft erzielt wurden, angestiegen (Vj. EUR 9,8 Mio.). Gegenläufig wirkten sich die geringeren Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Syngenta Germany GmbH und die geringeren Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegen die Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz aus.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 40,9%. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr (Vj. 42,1%) ergibt sich in erster Linie aufgrund der höheren Steuer- und sonstigen Rückstellungen. Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Durch die Anbindung an den konzernweiten Cash Pool ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

Zusammenfassende Einschätzung durch die Geschäftsführung

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird insgesamt als stabil und positiv beurteilt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Syngenta verfügt über gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Damit dies auch weiterhin der Fall ist, bieten wir unseren Mitarbeitern neben herausfordernden und abwechslungsreichen Aufgaben eine leistungsgerechte Vergütung sowie attraktive Zusatzleistungen wie Altersversorgung, Gewinnbeteiligung und Gesundheitsangebote an.

Jährlich finden die anonymisierten Mitarbeiterbefragungen "Pulse Survey" statt, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu analysieren und zu verbessern. Die Geschäftsführung misst den Ergebnissen dieser Befragungen eine hohe Bedeutung bei und stellt Entscheidungen darauf ab.

Seit 2010 betreibt Syngenta ein internes HSE-Tool (Health, Safety, Environment), um den gestiegenen Anforderungen an Umweltschutz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Hierbei geben alle angeschlossenen Standorte der Syngenta Germany GmbH Daten zu Energie-, Kraftstoff- und Wasserverbräuchen sowie Entsorgungsaufwendungen an, um sich in internen Audits an den Ergebnissen messen zu lassen.

Des Weiteren arbeitet Syngenta kontinuierlich an der Verbesserung der technischen Ausstattung, insbesondere an den energieintensiven R&D-Standorten, um die Energieverbräuche und die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen zu senken.

Nicht zuletzt versucht Syngenta alle Mitarbeiter durch Schulungen, Aushänge und Begehungen auf Gefahren und Unfallrisiken am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen, um diese möglichst vollumfänglich zu vermeiden.

C. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementprozess

Der Syngenta-Konzern verfügt über ein umfassendes Chancen- und Risikomanagement, das auch die Gesellschaft Syngenta Seeds GmbH miteinbezieht.

Alle Tochtergesellschaften haben im Rahmen des Internen Kontroll-Frameworks (ICF) alle wichtigen Prozesse in Anlehnung an Sarbanes-Oxley dokumentiert und die möglichen Risiken sowie Kontrollen definiert. Die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen zur Vermeidung möglicher Risiken und Fehler sowie Aufdeckung etwaig vorhandener Fehler wurden einer Überprüfung unterzogen.

Die Risiken der Tochtergesellschaften sind zur möglichen Früherkennung dokumentiert und werden in den regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsführung bewertet. Hier werden auch Maßnahmen eingeleitet, um den zu erwartenden Risiken rechtzeitig entgegenzusteuern.

Richtlinien zur Führung des Geschäfts werden regelmäßig aktualisiert. Sie unterliegen der ständigen Kontrolle durch die Geschäftsführung, die zuständigen Mitarbeiter und die regelmäßig durchgeführten Prüfungen durch den Konzern sowie andere unabhängige Einrichtungen. Regelmäßige Berichterstattung in Geschäftsführungssitzungen, Verkaufsgebietssitzungen sowie die Verpflichtung der einzelnen Mitarbeiter, erkennbare Risiken mitzuteilen, dienen einer frühen Risikoerkennung und dem Risikomanagement.

Preisveränderungen und die daraus erwachsenden Chancen und Risiken sollen durch ein straffes Controlling und durch genaue Beobachtung des Marktes erkannt werden. Dem Ausfallrisiko wird durch ein gut strukturiertes Forderungsmanagement begegnet. Die Anbindung an den konzernweiten Cash Pool und ein professionell aufgesetztes Treasury Management seitens des Konzerns begrenzen mögliche Liquiditätsrisiken.

Um aufkommende Chancen nutzen zu können, werden die Geschäftsprozesse auf Flexibilität und Schnelligkeit überprüft. Im Rahmen von internen Audits werden auch Verbesserungspotentiale überprüft, mit dem Ziel, veränderte Rahmenbedingungen auf dem Markt als Chancen zu nutzen.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Syngenta Seeds GmbH betreibt an mehreren Standorten in Deutschland neben der Produktion von Saatgut auch Forschungs- und Zuchtstandorte. Die stetigen Bemühungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die Züchtung neuer, krankheitsresistenter und ertragreicher Sorten sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Marktteilnahme. Im Segment Saatgut setzt Syngenta Seeds GmbH auf dedizierte Teams, die sich um spezielle Crops (Getreide, Mais, Gemüse etc.) kümmern. In Zusammenarbeit mit den Key Account Managern und dem Verkaufsaußendienst bedienen wir die Wünsche unserer Kunden und können zusammen mit unseren Partnern im Handel kurzfristig auf veränderte Marktverhältnisse reagieren.

Im Segment Blumen konzentriert man sich nach wie vor auf die Kundensegmentierung und die damit einhergehende Fokussierung auf bestehende Großkunden und potenzielle Großkunden bei gleichzeitiger Abgabe von Kleinstkunden an Distributionszentren. Diese Strategie wird begleitet von Anpassungen des Produktsortiments und weiteren Optimierungen auf Ebene der Jungpflanzenproduktion und in der Supply Chain.

Das geplante Geschäft wird konsequent nach einem detaillierten Kampagnenplan realisiert. Veränderungen am Markt können sehr schnell erkannt werden und es kann mit darauf abgestimmten Maßnahmen zeitnah reagiert werden.

Während im Jahr 2023 die Preise für Weizen und andere Feldfrüchte stetig gesunken sind, erholen sich die Getreidepreise im aktuellen Jahr vor allem aufgrund einer erwarteten, geringeren Angebotsmenge wieder. Neben einer rückläufigen Getreideanbaufläche in Deutschland sind es vor allem aufgrund von Frostschäden befürchtete Ernteverluste in Russland welche zuletzt für einen sprunghaften Anstieg der Getreidepreise sorgten. 6 Für Syngenta könnte sich daraus eine Chance in Bezug auf den Absatz von Saatgut ergeben, da die nicht nur in Russland, sondern auch hierzulande aufgrund von extremen Wetterbedingungen auftretenden Beschädigungen der Ackerkulturen gegebenenfalls neue Aussaaten erforderlich machen könnten. Auf der anderen Seite erschweren die regional sehr unterschiedlich ausgeprägten, teilweise massiven Regenfälle und Überschwemmungen die Befahrbarkeit der Böden und damit die Aussaat. Die Folgen für die Landwirtschaft sind dementsprechend noch nicht absehbar und mögliche Szenarien erstrecken sich dabei von der Verlagerung auf andere Kulturen bis hin zu Totalausfällen der Ernte, was wiederum unterschiedliche Implikationen für das Geschäft von Syngenta nach sich zieht.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse insgesamt um 3,8% gesunken. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung wurde somit ebenso wie die Ergebnisprognose unterschritten. Während beim Ergebnis nach Steuern in erster Linie der Sondereffekt im Zusammenhang mit der Grunderwerbssteuerschuld Ursache hierfür ist, sind es beim Umsatz ein aufgrund von Engpässen bei der Maissaatgutverfügbarkeit induzierter, volumenbedingter Rückgang der Absatzmenge sowie Produktrücknahmen im Segment Blumen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet Syngenta zum aktuellen Zeitpunkt mit einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Berichtsjahr, was hauptsächlich auf der Umsatzprognose für Maissaatgut basiert. Neben höheren prognostizierten Absatzmengen wirken sich auch Preisanpassungen positiv auf die geplanten Umsätze aus. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung wird nach dem steuerlichen Sondereffekt im Jahr 2023 wieder auf einem mit dem Berichtsjahr 2022 vergleichbaren Niveau erwartet.

6 https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-brechen-oben-hohe-ernteverluste-russland-621721

Chancen- und Risikobericht

Risiken, die zu materiellen Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebes führen oder den Bestand des Unternehmens gefährden, lagen im Geschäftsjahr nicht vor und sind derzeit nicht erkennbar.

Die nachfolgend aufgeführten Chancen und Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft vor Risikobegrenzungsmaßahmen erläutert:

Als in der Landwirtschaft tätiges Unternehmen ist die Syngenta Seeds GmbH stark von den Wetterverhältnissen sowie den Preisen für Agrarrohstoffe abhängig. Außerdem können offizielle Sortenversuche und Listungen direkte Auswirkungen auf die Verkaufserlöse haben und es kann im Falle von Verunreinigungen im Produktionsprozess die Zertifizierung zum Verkauf der Ware ausbleiben.

Auch politische Entscheidungen wie etwa der Entwurf der EU-Kommission zu geneditiertem Saatgut können einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben, indem sie zum Beispiel Umsatzchancen mit neuen Produktgruppen eröffnen. Andererseits können Registrierungsverluste, wie zum Beispiel für Beizen, einen Umsatzrückgang zur Folge haben, wenn nicht entsprechend durch eine Weiterentwicklung der Formulierung wieder Konformität hergestellt werden kann.

Die Landwirtschaft und die Wirtschaft in Deutschland insgesamt sind weiterhin stark durch den Ukraine Krieg belastet. Energiepreise und Zinsen verharren auf einem hohen Niveau und beeinflussen alle Ebenen der Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Landwirt. Nach einem drastischen Preisverfall in 2023 erholen sich die Getreidepreise im aktuellen Jahr wieder, was neben dem Saatgutabsatz auch das Ertragspotenzial für das Beizgeschäft positiv beeinflussen könnte. Gleichzeitig sinkt jedoch die Getreideanbaufläche in Deutschland und unterschreitet in 2024 laut Schätzung des statistischen Bundesamts voraussichtlich erstmals die Marke von sechs Millionen Hektar, was sich wiederum dämpfend auf die Nachfrage nach Saatgut auswirken könnte. Doch auch angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen navigiert Syngenta sicher und zielorientiert durch diese volatile und unsichere Zeit. Syngenta gehört mit seinen Produkten und seinem Geschäftsmodell zu den wichtigen Faktoren zur Sicherung der globalen Nahrungsversorgung. Durch die Einbindung in den Konzernverbund sieht das Unternehmen keine gestiegenen Risiken bei Liquidität oder allfälligen Forderungsverlusten. Die Lieferfähigkeit oder Saatgutverfügbarkeit wird innerhalb der Organisation mit höchster Priorität angestrebt und sichergestellt. Für die lokalen Märkte, Deutschland - Österreich - Schweiz, ergibt sich diesbezüglich aktuell kein Risiko.

 

Bad Salzuflen, 12. September 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Heike Köhler

Handelsregister HRB 6667 des Amtsgerichts Lemgo

INHALTSVERZEICHNIS

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Allgemeine Hinweise

Registerinformationen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.302,90 20.558,50
16.302,90 20.558,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.162.544,33 10.304.263,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.577.177,14 9.748.072,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.395,26 239.909,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.562,36 364.429,36
21.085.679,09 20.656.674,93
21.101.981,99 20.677.233,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 34.317,46 30.438,20
2. Unfertige Erzeugnisse 188.489,11 44.446,54
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.959.562,30 3.593.230,60
4.182.368,87 3.668.115,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.646.703,87 10.061.171,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.153.257,44 12.234.482,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.487.962,26 1.466.055,60
24.287.923,56 23.761.709,58
III. Guthaben bei Kreditinstituten 37.896,11 44.864,38
28.508.188,54 27.474.689,24
49.610.170,53 48.151.922,67

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.330.100,00 1.330.100,00
II. Kapitalrücklage 18.496.957,68 18.496.957,68
III. Gewinnrücklagen 102.442,66 102.442,66
IV. Gewinnvortrag 359.676,31 359.676,31
20.289.176,65 20.289.176,65
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.274.480,00 7.306.147,00
2. Steuerrückstellungen 918.912,52 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.266.882,14 6.695.410,66
15.460.274,66 14.001.557,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.253.633,89 1.920.071,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.230.924,34 9.839.971,95
davon gegenüber Syngenta Germany GmbH EUR 1.112.787,08 (Vj. EUR 1.715.259,11)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.376.160,99 2.101.145,19
davon aus Steuern EUR 112.944,22 (Vj. EUR 504.894,83)
13.860.719,22 13.861.188,36
49.610.170,53 48.151.922,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 95.894.122,76 99.630.433,87
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 180.431,90 (301.654,07)
3. Sonstige betriebliche Erträge 504.822,53 174.188,53
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 32.858,66 (Vj. EUR 6.103,36)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (52.493.593,09) (54.783.831,78)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (6.161.753,03) (6.909.644,29)
(58.655.346,12) (61.693.476,07)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (18.631.745,49) (18.560.656,75)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 841.075,00 (Vj. EUR 541.482,00) (3.467.097,43) (4.265.239,82)
(22.098.842,92) (22.825.896,57)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (1.846.995,26) (1.779.941,61)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (11.903.953,88) (11.249.347,24)
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 11.417,90 (Vj. EUR 24.439,47)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 148.874,04 (Vj. EUR 0,00) 148.874,04 1.309,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (227.313,59) (308.107,84)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 90.356,77 (Vj. EUR 176.209,79) davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 136.944,00 (Vj. EUR 131.888)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.731,68) (4.011,77)
11. Ergebnis nach Steuern 1.990.067,79 1.643.497,15
12. Sonstige Steuern (946.055,20) (8.438,80)
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn (1.044.012,59) (1.635.058,35)
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Davon-Vermerken gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Syngenta Seeds GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 6667 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Asset Deals sind zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (3-5 Jahre) vermindert.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die überwiegend zwischen 1 und 50 Jahren liegt, linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken: 1 - 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschine: 1 - 30 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 20 Jahre

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen, sofern dieser Wert den Buchwert unterschreitet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der so genannten Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von der Heubeck-Richttafeln-GmbH ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vj. 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,20% (Vj. 2,20%), Gehaltstrends mit 3,00% (Vj. 3,00%) und eine Dynamik der gesetzlichen Rentenversicherung mit 2,90% (Vj. 2,90%) berücksichtigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste wurden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Berichtswährung

Die Berichtswährung der Gesellschaft ist der Euro.

Der Jahresabschluss der Schweizer Betriebsstätte der Syngenta Seeds GmbH, deren funktionale Währung der Schweizer Franken ist, wurde in die Jahresabschlusswährung Euro umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 944.466,29 1.390,00 (6.734,00) - 939.122,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 - - - 1,00
944.467,29 1.390,00 (6.734,00) - 939.123,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.621.915,13 553.965,15 - (140.562,36) 17.035.317,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.960.954,49 1.670.866,13 (70.993,73) 364.429,36 15.925.256,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.743.977,82 46.941,27 (111.082,13) - 4.679.836,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 364.429,36 - - (223.867,00) 140.562,36
35.691.276,80 2.271.772,55 (182.075,86) - 37.780.973,49
36.635.744,09 2.273.162,55 (188.809,86) - 38.720.096,78
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzes-, sionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (923.907,79) (5.645,60) 6.734,00 (922.819,39) 16.302,90 20.558,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert (1,00) - - (1,00) - -
(923.908,79) (5.645,60) 6.734,00 (929.820,39) 16.302,90 20.558,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (6.317.651,48) (555.122,11) - (6.872.773,59) 10.162.544,33 10.304.263,65
2. Technische Anlagen und Maschinen (4.212.882,01) (1.205.177,80) 69.980,70 (5.348.079,11) 10.577.177,14 9.748.072,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (4.504.068,38) (81.049,75) 110.676,43 (4.474.441,70) 205.395,26 239.909,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - 140.562,36 364.429,36
(15.034.601.87) (1.841.349,66) 180.657,13 (16.695.294,40) 21.085.679,09 20.656.674,93
(15.958.510,66) (1.846.995,26) 187.391,13 (17.618.114,79) 21.101.981,99 20.677.233,43

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte liegen mit TEUR 7.647 unter dem Vorjahr (TEUR 10.061).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 15.153, Vj. TEUR 12.234). betreffen in etwa zur Hälfte Forderungen aus erbrachten Leistungen sowie Cash-Pooling-Forderungen gegen die Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.330 (Vj. TEUR 1.330) und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage von TEUR 18.497 (Vj. TEUR 18.497) ist in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 372) für die Ausschüttung gesperrt.

Die Ausschüttungssperre resultiert aus der Unterschiedsbewertung aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung zwischen dem sieben- und zehnjährigen Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB und beträgt TEUR 69 (Vj. TEUR 372).

Alleiniger Gesellschafter ist die Syngenta Germany GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 127021.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 7.274 (Vj. TEUR 7.306), die korrespondierenden Zinsaufwendungen betragen TEUR 127 (Vj. TEUR 122) und sind unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt bei Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes von 1,76% (Vj. 1,43%) TEUR 69 und unterliegt in Übereinstimmung mit dem BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Syngenta Germany GmbH nicht der Abführungssperre, jedoch der Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni, Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 11.231, Vj. TEUR 9.840) betrifft im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
- nach Regionen TEUR % TEUR %
Inland 63.751,79 66,48 68.551,26 68,81
Ausland 2.709,46 2,83 3.092,18 3,10
Sonstige Umsatzerlöse Inland und Ausland 29.432,87 30,69 27.986,99 28,09
95.894,12 100,00 99.630,43 100,00

Von einer weiteren Aufgliederung der Umsätze wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 2 2. Halbsatz HGB abgesehen.

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Ausweis der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 505 (Vj. TEUR 174) betrifft im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 11.904, Vj. TEUR 11.249) betreffen vor allem Werbe- und Vertriebsaufwendungen sowie Verwaltungsaufwand.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 227 (Vj. TEUR 308) bestehen im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und den im Rahmen des konzernweiten Cash Pool gezahlten Zinsen.

Gewinnverwendung

Der Jahresgewinn wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft, Syngenta Germany GmbH, abgeführt.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31.12.2023 in Gestalt von Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 6.310 (Vj. TEUR 5.902); davon fällig im Folgejahr in Höhe von TEUR 1.103 (Vj. TEUR 1.027). Die Miet- und Leasingverträge bzw. Erbbauverpflichtungen enden zwischen 2024 und 2078.

Geschäftsführung

Dr. Heike Köhler, Diplom-Kauffrau

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft nimmt bei der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellung für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 3.162 (Vj. TEUR 3.192). Im Geschäftsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 240 (Vj. TEUR 222) geleistet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter beträgt 300 (Vj. 291).

Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:

Mitarbeitertyp 2023 2022
Tarifangestellte 146 159
Außertarifliche Mitarbeiter 102 87
Gewerbliche Mitarbeiter 29 26
Aushilfen 23 19

Konzernverhältnisse

Die Muttergesellschaft der Syngenta AG, Basel/Schweiz, ist die Syngenta Group (HK) Investment Company Limited, Hongkong/China. Das oberste Mutterunternehmen von Syngenta ist Sinochem Holdings Corporation Ltd., Peking/China, ein chinesisches Staatsunternehmen.

Die Syngenta AG, Basel/Schweiz, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und die Syngenta Group Co. Ltd., Peking/China, für den größten Kreis der Unternehmen auf. Diese Konzernabschlüsse sind über die jeweiligen Gesellschaften erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 69 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Das Vorjahreshonorar betrug TEUR 69.

 

Bad Salzuflen, 12. September 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Heike Köhler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Syngenta Seeds GmbH, Bad Salzuflen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Syngenta Seeds GmbH, Bad Salzuflen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Syngenta Seeds GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 12. September 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernau, Wirtschaftsprüferin

Keil, Wirtschaftsprüfer

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