Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 23639
Vorher
H P S Hospital und Pflegezentren Service GmbHHPS Hospital und Pflegezentren Service GmbH
Eingetragen
24.11.2000
Branche
Erbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Gegenstand
Geändert, nun: Die Erbringung sowie die Organisation von Dienst- und Serviceleistungen jeglicher Art. Umfasst sind davon insbesondere die Bereiche Catering, Reinigungsdienste und Hauswirtschaftsdienste.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Drees
seit 12.8.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.00%
Marienhaus Seniorenereinrichtungen GmbH
40.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
60.00%
Marienhaus Seniorenereinrichtungen GmbH
Germany
20.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Marienhaus Service GmbH

Waldbreitbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.305,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.044,00 68.649,00
86.349,00 68.649,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 143.838,42 123.650,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.046.775,28 819.818,34
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 969.305,68 (592.755,27)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 881.694,68 1.247.309,27
2.072.308,38 2.190.778,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.750,00 0,00
2.160.407,38 2.259.427,03

PASSIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital 989.701,64 932.076,04
B. Rückstellungen 644.544,68 881.444,89
C. Verbindlichkeiten 526.161,06 445.906,10
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 526.161,06 (445.906,10)
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehemen € 82.154,54 (28.105,07)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 82.154,54 (28.105,07)
2.160.407,38 2.259.427,03

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 11.326.843,89 10.303.284,56
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.440.511,83 7.660.609,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.012.373,70 1.786.174,84
davon für Altersversorgung € 208.181,43 (200.474,38)
10.452.885,53 9.446.784,10
Zwischenergebnis 873.958,36 856.500,46
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.528,88 25.196,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 791.523,26 789.675,18
815.052,14 814.871,35
Zwischenergebnis 58.906,22 41.629,11
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.242,41 68,55
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 1.242,41 (68,55)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 21,50
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 0,00 (21,50)
- 1.242,41 - 47,05
7. Steuern 2.523,03 8.627,36
davon vom Einkommen und vom Ertrag € 1.579,32 (7.119,45)
8. Jahresüberschuss 57.625,60 33.048,80

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Bei der Marienhaus Service GmbH, Waldbreitbach, handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat ihren Sitz in Waldbreitbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter der Nummer HRB 23639.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend § 266 HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert und nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

2. Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die für immaterielle Vermögensgegenstände in der Regel drei Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre beträgt.

Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Den Arbeitnehmern der Gesellschaft wird eine Zusatzversorgung gewährt, die über eine kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK Köln) abgewickelt wird. Auf eine Bilanzierung der daraus entstehenden mittelbaren Versorgungszusagen hat die Gesellschaft gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die KZVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 6,0% des zusatzversorgungspflichtigen Entgeltes erhoben. Zusätzlich wird seit 2019 für sieben Jahre ein sog. Angleichungsbetrag erhoben, dieser belief sich für 2023 auf 42,5 TEUR.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagennachweis dargestellt, der diesem Anhang abschließend beigefügt ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr kurzfristige Verrechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Verbindlichkeitenspiegel gliedert sich wie folgt:

Davon mit einer Restlaufzeit von
Ausweis * Gesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
> 5 Jahren
TEUR
526 526 0 0
-446 -446 0 0

* Vorjahr in Klammern

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 12,9 TEUR (Vorjahr: 3,6 TEUR) (Ausweis unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen).

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Sonstige Angaben

4.1. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft oblag im Berichtsjahr:

Herrn Bernhard Inden, Bergisch Gladbach

Herrn Alexander Schuhler, Mettlach.

Vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-und Leasingverträgen für das Folgejahr i. H. v. 114,4 TEUR. 40 TEUR der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestehen keine Verpflichtungen aus offenen Bestellungen (sog. Bestellobligo).

4.3. Mitarbeiter der Gesellschaft

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 450,5 Mitarbeiter beschäftigt. Sie verteilen sich wie folgt:

Wirtschafts- und Versorgungsdienst 443,50
Verwaltungsdienst 5,00
Sonstiges Personal 2,00
450,50

4.4. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Marienhaus Service GmbH, Waldbreitbach, wird in den Konzernabschluss der Marienhaus GmbH, Waldbreitbach, einbezogen. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

4.5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. v. 57.625,60 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Waldbreitbach, den 7. Mai 2024

gez. Bernhard Inden, Geschäftsführer

gez. Alexander Schuhler, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Stand am 1.1.2023
Zugänge lfd. Jahr
Abgänge
Stand am 31.12.2023
1 2 3 4 5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 30.142,00 0,00 30.142,00
0,00 30.142,00 0,00 30.142,00
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen 337.537,40 13.106,88 3.107,01 347.537,27
337.537,40 43.248,88 3.107,01 377.679,27
Entwicklungen der Abschreibungen Restbuchwerte
Bilanzposten Gesamte Abschreibungen Stand am 1.1.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Entnahme für Abgänge
Gesamte Abschreibungen Stand am 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
1 6 7 8 9 10 11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 837,00 0,00 837,00 29.305,00 0,00
0,00 837,00 0,00 837,00 29.305,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen 268.888,40 22.691,88 1.087,01 290.493,27 57.044,00 68.649,00
268.888,40 23.528,88 1.087,01 291.330,27 86.349,00 68.649,00

Lagebericht 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand der Marienhaus Service GmbH (MSG) ist die Erbringung sowie die Organisation von Dienst- und Serviceleistungen vor allem für die Senioreneinrichtungen der Marienhaus Gruppe und für weitere Kooperationspartner.

In folgenden Geschäftsbereichen ist das Unternehmen derzeit aktiv:

- Hauswirtschaftliche Dienste

- Speisenversorgung

- Gebäudereinigung

- Wäscheservices

- Individuelle Hilfen im Wohnbereich

- Unterstützung der pflegerischen Dienste auf den Wohnbereichen

- Betrieb von sekundären Versorgungseinheiten für die Tagespflege

- Cateringleistungen für externe Kunden.

Die MSG ist der Managementpartner für die Entwicklung und Umsetzung von effizienten und leistungsstarken Prozessen im Bereich von Service- und Reinigungsdienstleistungen für Einrichtungen der Seniorenhilfe. Gemeinsam mit den Kunden wurden individuelle Konzepte für die jeweiligen, vor allem hauswirtschaftlichen Anforderungen an den 17 Niederlassungen entwickelt und dauerhaft umgesetzt. Ziel ist es, dabei möglichst viele standardisierte Prozesse zu implementieren, um die Kontinuität der Versorgung an 365 Tagen im Jahr gleichbleibend hochwertig sicherzustellen.

Zunehmend werden an den Standorten weitergehende Zusatzaufgaben in der unmittelbaren Bewohnerversorgung insbesondere auf den Wohnbereichen übernommen. Hier geht es um Serviceleistungen und unterstützende Tätigkeiten für die Pflege in den Häusern. Damit sollen die examinierten Fachkräfte aus der Pflege weitestgehend von nicht-pflegerischen Aufgaben entlastet werden, um die Patient:innen und Bewohner:innen noch besser zu betreuen.

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Waldbreitbach. Sie ist im Handelsregister Montabaur eingetragen. Bernhard Inden und Alexander Bernhard Schuhler sind als Geschäftsführer berufen.

Die Integration des neuen Standorts in der Altenhilfe-Einrichtung in Bad Neuenahr-Ahrweiler konnte in 2023 abgeschlossen werden.

Am Standort Hausen wurde der Geschäftsbetrieb ausgeweitet und neu aufgestellt.

In Würselen wurde die Speisenversorgung aus der Zentralküche in die Wohnbereiche verlagert.

An den 7 Standorten, die bei der Mittagessenversorgung bereits auf Convenience-Produkte umgestellt haben, wurde in 2023 auf einen einheitlichen, neuen Hauptlieferanten umgestellt. Die neue Speisenauswahl kommt bei den Bewohnern der Altenhilfe-Einrichtungen gut an. Hierdurch ergeben sich zudem auch Erleichterungen in den Produktionsprozessen und Preisvorteile im Wareneinkauf. Weiterhin können damit zukünftige Investitionskosten für die Altenhilfe-Einrichtungen moderat gehalten werden, weil in Convenience Küchen deutlich günstigere Geräte vorgehalten werden können.

Die Marienhaus Service GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 455 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 122 mit Bindung an die AVR und 333 mit frei verhandelten Verträgen in Anlehnung an branchenübliche Tarife.

Der Jahresabschluss der Marienhaus Service GmbH wurde nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 stand im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstieges, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und den geopolitischen Krisen. Die Inflationsrate sank von 8,7 % im Januar 2023 auf 3,7 % im Dezember 2023. Für das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt ergab sich im Jahr 2023 ein Rückgang um - 0,3 %. Der private Konsum verringerte sich um - 0,8 %, staatliche Konsumausgaben um - 1,7 % ggü. dem Vorjahr. In Folge gestiegener Finanzierungs- und Materialkosten reduzierten sich Bauinvestitionen im Durchschnitt um rd. -2 % ggü. dem Vorjahr, hingegen Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % höher als im Jahr 2022 erfolgten.

Das Gesundheitswesen ist eine der größten Branchen der deutschen Wirtschaft und durch seine Innovationskraft und Beschäftigungsintensität regelhaft ein Wachstums- und Beschäftigungstreiber. Die Erbringung von stationären - und im zunehmenden Maße ambulanten - Leistungen durch Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheimen trägt dazu einen großen Anteil bei. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit konnte mit +0,4 % leicht zum Vorjahr zulegen.

Die MSG mit ihren hauswirtschaftlichen Diensten sichert ein spezifisches Angebot für Einrichtungen der Seniorenhilfe, unterliegt dennoch den allgemeinen Anforderungen und Problemstellungen, die insbesondere in der Gastronomiebranche zu finden sind. Die Rahmenbedingungen wurden in 2023 geprägt durch deutlich gestiegene Preise und Lohnkosten sowie Personalmangel.

Die Verteilung dieser Kostensteigerung liegt in der MSG 35 % bei den Sachkosten und bei 65 % im Personalbereich. Das entspricht auch den Steigerungen, die allgemein auf gastronomische Betriebe zutrifft. Insbesondere bei den Lebensmitteln wurden allgemein und saisonal bis zu 25 % höhere Preise seitens der Lieferanten aufgerufen als Reaktion auf drastisch gestiegene Herstellerpreise. Bedarfsgerecht und spezifisch für die Einrichtungen der Seniorenhilfe ist hier zudem der Anteil an Molkereiprodukten bei der Versorgung der Bewohner mit bis zu 35 % relativ hoch. Gerade hier lag die Kostensteigerung in 2023 sogar noch deutlich über dem allgemeinen Satz bei bis zu 30 %.

In der MSG konnten die Sachkostensteigerungen dennoch insgesamt moderater und unterhalb des allgemeinen Trends gehalten werden und lagen im Gesamtjahr bei rund 10 %. Dies liegt zum einen an langfristigen Liefervereinbarungen, die in 2023 noch keine Preissteigerung vorsahen, aber dafür in 2024 wirksam werden. Zudem wurden Lieferanten umgestellt und bestimmte Produkte zugunsten günstigerer ausgetauscht.

Die Vergütung der tarifgebundenen Mitarbeitenden in der Hauswirtschaft der MSG über die Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas (AVR) ist in 2023 in einem ersten Schritt bereits um durchschnittlich 8,5 % gestiegen, in 2024 steht ein weiterer Schritt bevor, der dann insgesamt eine Steigerung von 15 % ausmacht. Bei den nicht tarifgebundenen Mitarbeitenden war bereits in 2022 eine deutliche Anhebung vollzogen worden, weshalb in 2023 die Steigerung moderater verlief. Insgesamt sind die Personalkosten in 2023 um ca. 10 % gestiegen.

Insgesamt ist über diese Konstellation eine stabile Umsatz- und Ertragsstruktur seit vielen Jahren erzielbar, aber auch hoch abhängig. Insofern ergeben sich hier weitgehende Parallelitäten zu den Rahmenbedingungen der Altenhilfe-Einrichtungen der Marienhaus Gruppe insgesamt. Hierüber erwarten wir auch für 2024 weiterhin eine stabile Belegung und für die MSG eine planbar hohe Nachfrage nach den Dienstleistungen der MSG.

2.2 Geschäftsverlauf/Ertragslage

Die Marienhaus Service GmbH schloss in 2023 mit einem Ergebnis von 57.625,60 EUR, gegenüber 33.048,80 EUR in 2022, ab. Vor Steuern vom Einkommen und Ertrag steht in 2023 ein Ergebnis in Höhe von 60.148,63 EUR zu Buche. Das für 2023 ursprünglich geplante Ergebnis von rd. 127 TEUR wurde auf Grund von Personal- und Sachkostensteigerungen unterschritten.

Die Umsatzerlöse stiegen von 14.094 TEUR im Jahr 2022 auf 15.582 TEUR im Jahr 2023. Damit wurde das Niveau des Vorjahres deutlich überschritten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr reduziert, was im Wesentlichen an der Erstattung des Pflegebonus in 2022 liegt.

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 15.581,6 14.094,3 1.487,3 10,55
Bestandsveränderung unfertige Leistungen - - -
Sonstige betriebliche Erträge 108,9 162,2 - 53,3 -32,85
Zinsen und ähnliche Erträge 1,2 0,1 1,1 1.142,41
Gesamt 15.691,8 14.256,6 1.435,2 10,07
2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Personalaufwand 10.452,90 9.446,80 1.006,10 10,65
Materialaufwand 4.363,70 3.953,20 410,50 10,38
Abschreibungen 23,50 25,20 - 1,70 - 6,75
Sonstiger betrieblicher Aufwand 791,50 789,70 1,80 0,23
Zinsaufwand - - - -
Steuern 2,50 8,60 - 6,10 - 70,93
Gesamt 15.634,10 14.223,50 1.410,60 9,92

Der Sachkostenbereich zeigt zum Vorjahr einen Anstieg in Höhe von 410 TEUR. Die Veränderung erklärt sich im Wesentlichen durch den deutlichen Anstieg im Bereich der Lebensmittel von 402 TEUR.

Im Personalaufwand ist zum Vorjahr ein Anstieg von 1.006 TEUR zu verzeichnen.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022
AKTIVA TEUR % TEUR %
Langfristiges Vermögen *) 86,40 4,00 68,70 3,00
Kurzfristiges Vermögen 2.074,00 96,00 2.190,70 97,00
Gesamt 2.160,40 100,00 2.259,40 100,00
PASSIVA
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 989,70 45,80 932,10 41,30
Langfristiges Fremdkapital 44,10 2,00 43,70 1,90
Kurzfristiges Fremdkapital 1.126,60 52,20 1.283,60 56,80
Gesamt 2.160,40 100,00 2.259,40 100,00
Überdeckung Langfristig 947,40 907,10

Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 2.160 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag (2.259 TEUR) um 99 TEUR vermindert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 990 TEUR (31.12.2022: 932 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 45,8 % (Vorjahr: 41,3 %).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Überdeckung des langfristigen Vermögens durch langfristiges Kapital in Höhe von 947 TEUR im Jahr 2023 gegenüber 2022 in Höhe von 907 TEUR.

Die Veränderung der Deckungsverhältnisse gegenüber dem Vorjahr i. H. v. 40,3 TEUR begründet sich in Höhe des Jahresüberschusses von 57,6 TEUR, zuzüglich der Veränderungen im Anlagevermögen (Abschreibungen i. H. v. 23,5 TEUR, und Anlagenabgänge i. H. v. 2 TEUR) sowie der Veränderung bei den langfristigen Rückstellungen von 0,5 TEUR und abzüglich der Investitionen i. H. v. 43,3 TEUR.

Der Einzugsfaktor hat sich gegenüber dem Vorjahr von 2,2 Wochen auf 3,3 Wochen verändert. Die MSG stellt ihre Liquidität aus eigener Kraft sicher. Die zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen notwendige Liquidität war über das gesamte Jahr 2023 jederzeit und durchgängig ausreichend vorhanden.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Alle Unternehmen in der Marienhaus Gruppe nutzen entsprechende, einheitliche Vorgaben zur Unternehmenssteuerung. Zur Steuerung der Gesellschaft verwendet die MSG Steuerungsgrößen, die sich aus operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA) sowie aus Kennzahlen zu den Investitionen innerhalb des regelhaften Berichtswesens ableiten. Zudem werden Vergleichsdaten in einem kontinuierlichen Benchmarking untereinander und im Vergleich zu externen Unternehmen aus der Cateringbranche eingebunden. Es erfolgt ein monatlich abgestimmter Überblick über die Unternehmensbereiche und Aufgaben.

Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen negativen Gesamtcashflow in Höhe von 365 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 322 TEUR und einem ebenfalls negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 43 TEUR. Der Finanzmittelfonds hat sich vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Entwicklung von 1.247 TEUR auf 822 TEUR vermindert.

Der EBITDA beläuft sich auf 83 TEUR, die Eigenkapitalrendite ergibt 5,9 %.

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 322 63
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 43 - 18
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - -
Finanzmittefonds 882 1.247

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Die MSG fokussiert ihre Geschäftstätigkeit überwiegend auf Einrichtungen innerhalb der Marienhaus Gruppe. Ihr Profil sind hauswirtschaftliche Dienstleistungen mit Schwerpunkten in der Versorgung der Bewohner und Gäste im Bereich Altenhilfe. Inzwischen werden alle Standorte der Gruppe durch Mitarbeitende der MSG betreut. Auch in 2023 blieb der Geschäftsbetrieb stabil, es gab keinerlei Veränderungen an den Standorten, sind auch nicht 2024 geplant.

Das Qualitätsmanagement wurde in 2023 an allen Standorten einheitlich etabliert. Auch die extern orientierte Zertifizierung innerhalb des Programms Servicequalität Deutschland wurde weiter ausgebaut und wird in 2024 an weiteren Standorten angestrebt. Über dieses Programm gilt es, neben der deutlichen Optimierung der Prozesse zugunsten der Bewohner der Altenhilfe-Einrichtungen auch wichtige Aspekte, wie Nachhaltigkeit und Arbeitnehmerattraktivität, zu implementieren.

Sehr eng müssen alle Prozesse rund um den Einkauf und die effiziente Nutzung der eingesetzten Ressourcen über zentrale Steuerungseinheiten des Unternehmens begleitet werden. Dazu werden im Catering die Speisepläne weiter standardisiert, um Bündelungseffekte zu erzielen, auch die Anzahl der Lieferanten wird reduziert. Alle Standortverantwortlichen bilden wesentliche Aspekte und Prozesse in einem einheitlichen, software-gestützten Warenwirtschaftssystem (Jomosoft) ab. Die Prozesse zur Steuerung der Personaleinstellungen wurden umfänglich digitalisiert mit dem Recruitingmanager Onlyfy.

Neben ökonomischen Herausforderungen bestimmen Faktoren wie Nachhaltigkeit im Wareneinsatz und ressourcenschonender Energieeinsatz zunehmend das operative Geschäft der MSG. Hierzu wurden erste Schulungsprogramme für die Mitarbeitenden durchgeführt.

An allen Standorten wurde in 2023 ein kontinuierliches Waste-Management etabliert. Darüber konnte sehr schnell die Wegwerfquote von bis zu 25 % auf durchschnittlich maximal 12 % gesenkt werden. Dies dient einerseits der Optimierung der Prozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit und hilft spürbar Kosten einzusparen. Allgemein wurde die Nutzung von Einmalgeschirr und Besteck abgeschafft. Auch die Spültechnik wurde an den meisten Standorten bereits auditiert. In Abstimmung mit der Marienhaus Altenhilfe GmbH wird hier nach und nach auf umweltfreundliche Geräte umgestellt, mit dem Ziel Wasser und Strom einzusparen.

Die Geschäftsführung geht in ihrer Wirtschaftsplanung für 2024 weiterhin von einem positiven Jahresergebnis diesmal in Höhe von ca. 2 TEUR aus. Diesem Planergebnis liegt eine Steigerung der Umsätze auf 16.800 TEUR zu Grunde. Je nach Kostenart wird von einer durchschnittlichen Steigerung der Sachaufwendungen von im Schnitt ca. 2 % und im Bereich der Lebensmittel von 4 % ausgegangen. Die allgemeine Steigerung der Personalaufwendungen liegt bei 8,5 %.

Die Liquiditätsplanung und die engmaschige Beobachtung wirtschaftlicher Risiken wird mit der zentral in der Marienhaus Gruppe angesiedelten Finanzbuchhaltung und dem Risikomanagement eng abgestimmt. Alle Verträge, die innerhalb der Marienhaus Gruppe geschlossen wurden, sind langfristig und mit festen Zahlungszielen aufgestellt. Dadurch wird es nicht erforderlich sein, die durch die Hausbanken gewährten Kreditlinien in Anspruch nehmen zu müssen.

4. Risikomanagement

Das Risikomanagement für die Marienhaus GmbH und der mit ihr im Sinne der §§ 15 bis 16 AktG verbundenen Unternehmen (Marienhaus Gruppe) beinhaltet u.a. einen klinischen Bereich mit medizinischem und pflegerischem Fokus in den Einzeleinrichtungen, als auch einen finanzwirtschaftlichen Bereich mit Blick auf die gesamte Marienhaus Gruppe. Die Geschäftsführung der Marienhaus GmbH trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der Marienhaus Gruppe. Als Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem dient das "Three Lines of Defense Modell", die Bewertung der Risiken erfolgt qualitativ. Für das klinische Risikomanagement wird seit vielen Jahren in allen klinischen Bereichen u. a. ein Critical Incident Reporting System (CIRS) eingesetzt. Das Compliance-Management ist als Teil der 2nd Line of Defense in das Risikomanagement integriert. Seit Dezember 2021 verfügt die Marienhaus Gruppe über eine Meldestelle nach Maßgabe der Whistle-Blower-Richtlinie (EU) 20219/1937. Ergänzend zur Whistle-Blower-Hotline wurde eine weitere Beschwerdestelle nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (§§ 8 und 9 LkSG) eingerichtet. Zum 1.1.2023 hat die Marienhaus Gruppe zudem eine Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie (§6 Abs. 2 S.1 LkSG) abgegeben.

 

Waldbreitbach, den 7. Mai 2024

Für die Geschäftsführung

Bernhard Inden, Geschäftsführer

Alexander Schuhler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Marienhaus Service GmbH, Waldbreitbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Marienhaus Service GmbH, Waldbreitbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Marienhaus Service GmbH, Waldbreitbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ratingen, am 7. Mai 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Ratingen

Lorke, Wirtschaftsprüferin

Siebenmorgen, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss 2023

Die Gesellschafterversammlung vom 4. September 2024 stellt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 2.160.407,38€ und einem Jahresüberschuss von 57.625,60€ fest.

Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Jahresüberschuss in Höhe von 57.625,60€ in die Gewinnrücklagen einzustellen.

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