Schiffer GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Rodehüser seit 28.10.2025 | Prokura |
Florian Hinrichs seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Johannes Kronenberg seit 9.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Landgard eGStraelen-HerongenKonzernabschluss zum 31.12.2022GnR 139, Amtsgericht KleveA. Konzernbilanz zum 31.12.2022Aktiva
B. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Vorbemerkungen Die Landgard eG, Straelen (Konzernmutterunternehmen), ist durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der Erzeuger-Versteigerung für Gemüse, Obst, Eier und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung auf den 1. Januar 2005 entstanden. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Straelen und ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer GnR 139 eingetragen. Die Landgard eG hat ihren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften des § 11 Abs. 1 PublG i.V.m. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Konsolidierungskreis aufgrund von einer Verschmelzung verändert. Die Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind allerdings unerheblich und führen daher zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreskonzernabschluss. 2. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss wird in Euro (Landeswährung) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Beim rechnerischen Nachvollziehen der Beträge können sich rundungsbedingte Abweichungen ergeben. Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem nach deutschem Handelsgesetzbuch gesetzlich vorgegebenem Schema für Kapitalgesellschaften (§§ 266 und 275 HGB) - ergänzt um die Vorschriften für Konzerne (§§ 298 Abs. 1, 301 Abs. 3 und 308a HGB). Darüber hinaus wurden die Vorschriften für eingetragene Genossenschaften (§§ 337 und 338 HGB) und die Regelungen der § 11 ff. PublG beachtet. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gewählt worden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Bei dem assoziierten Unternehmen wurde auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verzichtet, da sich hierdurch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben würden. Es wurde die originäre Handelsbilanz I zugrunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden zum Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Umrechnung der Posten der in Fremdwährungen geführten ausländischen Tochtergesellschaften erfolgte gemäß § 308a HGB. Dabei wurden Aktiv- und Passivposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wurde, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit Durchschnittskursen umgerechnet. Diese werden aus den monatlichen Durchschnittskursen berechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenen Beträge wurden erfolgsneutral in einem Ausgleichsposten für Währungsumrechnungen im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Die Stichtagskurse betrugen:
Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften wurden in der Gliederung für große Kapitalgesellschaften dem HGB entsprechend angepasst. 3. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes Andere Unternehmen, auf die die Landgard eG oder ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss gemäß § 290 HGB i.V.m. § 11 PublG ausüben kann, sind im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden. Sofern von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik eines Beteiligungsunternehmens nach§ 271 Abs. 1 HGB ausgeübt werden konnte, wurde dieses gemäß § 311 Abs. 1 HGB als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 HGB für die einbezogenen Unternehmen ist grundsätzlich der 1. Januar 2005 (Entstehungszeitpunkt des Konzerns), der Tag der Gründung der Tochtergesellschaft, der Zeitpunkt des Erwerbs oder Erhöhung der Beteiligung an diesem Unternehmen oder der Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen für den Verzicht auf die Einbeziehung nach § 296 HGB nicht mehr vorlagen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist dem Konzernanhang als Anlage 1 beigefügt. In den Konzern sind neben der Landgard eG als Konzernmutterunternehmen 33 (Vorjahr 34) inländische und 10 (Vorjahr 10) ausländische Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen worden. Eine weitere inländische Tochtergesellschaft wurde wie im Vorjahr als assoziiertes Unternehmen in den Konzern einbezogen. 4. Konsolidierungsgrundsätze 4.1. Kapitalkonsolidierung Für die nach dem 31. Dezember 2009 erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Bei Tochterunternehmen, die bereits zum 31. Dezember 2009 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden sind, wurde das Wahlrecht gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB ausgeübt, wonach die Buchwertmethode beibehalten werden darf. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. 4.2. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 303 HGB aufgerechnet. 4.3. Zwischenergebniseliminierung Auf eine Eliminierung von Zwischenergebnissen in den Vermögensgegenständen, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Behandlung der Zwischenergebnisse von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. 4.4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 Abs. 1 Nr. 1 HGB verrechnet. Andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden ebenfalls mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 Abs. 1 Nr. 2 HGB verrechnet. Erträge aus Beteiligungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. 4.5. Steuerabgrenzung Aktive und passive latente Steuern, die sich aufgrund handels- und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede ergeben, werden zusammengefasst und als Gesamtdifferenz gemäß §§ 274 und 306 HGB ausgewiesen. 4.6. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Für die nicht dem Konzernmutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar gehörenden Anteile an einbezogenen Tochterunternehmen wurde gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Ausgleichsposten für die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene, auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Verlust bzw. zustehende Gewinn wurde ebenso gemäß § 307 Abs. 2 HGB gesondert ausgewiesen. 4.7. At Equity Methode Die Beteiligung an einem Unternehmen, bei dem die Konzernmutterunternehmen oder ein einbezogenes Unternehmen mittelbar oder unmittelbar einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik ausüben kann, wurde in den Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB einbezogen. Diese Beteiligung wurde unter einem gesonderten Posten in der Konzernbilanz als "Anteile an assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Das Ergebnis aus dieser Beteiligung wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert dargestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden des assoziierten Unternehmens erfolgte analog zu der konzerneinheitlichen Bewertung bei den einbezogenen Unternehmen. 5. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 308 Abs. 1 HGB nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden angewandt: 5.1. Anlagevermögen Die selbst erstellten und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, da sie den in der Konzernbilanz anzusetzenden Vermögensgegenstände nicht zuzuschreiben waren (§ 301 Abs. 3 HGB). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden hierbei weiterhin auf eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren bzw. auf die Restnutzungsdauer verteilt. Für Akquisitionen in unserer Branche mit geringen Umsatzrentabilitäten kalkulieren wir aufgrund unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells generell mit einer langen Amortisationsdauer. Im Vordergrund steht im Rahmen des genossenschaftlichen Förderauftrags die Schaffung von weiteren Vermarktungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder und nicht eine Gewinnoptimierung. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. In den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden teilweise erhaltene Zuschüsse aktivisch verrechnet. Soweit erhaltene Zuschüsse nicht mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verrechnet wurden, wurden diese als "Sonderposten für Investitionszuschüsse" auf der Passivseite ausgewiesen. Für so genannte geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten zwischen250 EUR und 1.000 EUR netto) wurden Sammelposten gebildet, die über 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Eine hiervon abweichende handelsrechtliche Bewertung in der Konzernbilanz wurde nicht gewählt, da die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich zu betrachten waren. Den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. 5.2. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In einzelnen Fällen wurden Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Umfang gedeckt. Darüber hinaus wurde das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst und mit dem Barwert bilanziert. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sofern die Restlaufzeit >1 Jahr beträgt, werden diese Fremdwährungsforderungen mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungserstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 313 Abs. 1 Nr. 2 HGB bewertet. Die flüssigen Mittel und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. 5.3. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß §§ 274 und 306 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, Konsolidierungsmaßnahmen sowie Verlustvorträge ermittelt. Grundsätzlich werden unternehmensindividuelle Steuersätze der jeweiligen rechtlichen Einheit verwendet. Bei inländischen Gesellschaften wurde der Gewerbesteuersatz mit dem jeweiligen durchschnittlichen Hebesatz der Gesellschaft sowie ggf. der Körperschaftsteuersatz zuzüglich Solidaritätszuschlag in Ansatz gebracht. Für ausländische Tochtergesellschaften wurden teilweise hiervon abweichende Steuersätze verwendet. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz lag bei ca. 30 %. Der Ermittlung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt:
5.4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel gemäß § 297 Abs. 1 HGB als gesondertem Bestandteil des Konzernabschlusses zu entnehmen. 5.5. Rückstellungen Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem modifizierten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,78 % p.a.). Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung auf Basis eines Sieben-Jahres- bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag beträgt 256 TEUR. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Künftig zu erwartende Rentensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt (0 % bis 2 % p.a.). Pensionsverpflichtungen, für die Rückdeckungsversicherungsverträge bestehen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden gemäß§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag saldiert ausgewiesen. Steuerrückstellungen wurden für erwartete Steuer(nach)zahlungen gebildet. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungszinssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben worden sind. 5.6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 6. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel in Anlage 2 dargestellt. 6.1. Sachanlagen Erhaltene öffentliche Zuschüsse auf die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden in einem Sonderposten auf der Passivseite ausgewiesen. Steuerliche Sonderabschreibungen auf Vermögensgegenstände bei einbezogenen Tochterunternehmen werden im Konzern erfolgsneutral gehoben und über die entsprechende Nutzungsdauer aufgelöst. 6.2. Beteiligungen Ausgewiesen werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen an Unternehmen, die bestimmt sind, dem Konzernmutterunternehmen oder einem Tochterunternehmen durch Herstellung einer dauerhaften Verbindung zu jenen Unternehmen zu dienen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes, die als Anlage 1 dem Konzernanhang beigefügt ist, beinhaltet ebenfalls die Aufstellung der Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 HGB. 6.3. Anteile an assoziierten Unternehmen Ausgewiesen werden die fortgeführten Anschaffungskosten der Beteiligung an der Südwestflor GmbH, Karlsruhe. Die Bewertung erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaft. 6.4. Vorräte Die Aufgliederung der Vorräte in die Geschäftsfelder erfolgt auf Grundlage des Kerngeschäfts der einzelnen Konzerngesellschaften. Die Vorräte gliedern sich in die Geschäftsfelder Blumen und Pflanzen mit 17.572 TEUR (Vorjahr 15.184 TEUR), Obst und Gemüse mit 20.124 TEUR (Vorjahr 19.557 TEUR) sowie Logistik und sonstige Dienstleistungen mit 81 TEUR (Vorjahr 549 TEUR). 6.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.5.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren mit 23.126 TEUR (Vorjahr 19.988 TEUR) aus dem Geschäftsfeld Blumen und Pflanzen, mit27.637 TEUR (Vorjahr 30.333 TEUR) aus Obst und Gemüse und mit 2.067 TEUR (Vorjahr 13.514 TEUR) aus sonstigen Dienstleistungen. Für ausfallgefährdete Forderungen wurden hinreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 393 TEUR (Vorjahr 391 TEUR) gebildet. Das Volumen der im Rahmen von Factoringverträgen verkauften Forderungen betrug zum Jahresultimo 55.861 TEUR (Vorjahr 68.952 TEUR). 6.5.2. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die folgenden Posten: Sicherheitseinbehalte aus Forderungsverkäufen 9.802 TEUR (Vorjahr 10.184 TEUR), Steuererstattungsansprüche 9.599 TEUR (Vorjahr 8.669 TEUR), Forderungen aus öffentlichen Zuschüssen 3.962 TEUR (Vorjahr 7.839 TEUR) und Pfandgeldforderungen 6.887 TEUR (Vorjahr 7.469 TEUR). In den Steuererstattungsansprüchen werden antizipative Posten in Höhe von 573 TEUR (Vorjahr 565 TEUR) ausgewiesen. 6.5.3. Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben die folgenden Restlaufzeiten (Vorjahr):
6.6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten insbesondere geleistete Mietvorauszahlungen in Höhe von 3.657 TEUR (Vorjahr 3.735 TEUR). 6.7. Latente Steuern Latente Steuern wurden gemäß § 274 HGB i.V.m. § 306 HGB auf aktive und passive Unterschiede zwischen Konzern- und Steuerbilanz gebildet. Aktive Latenzen resultieren in erster Linie aus steuerlichen Verlustvorträgen, Ergänzungsbilanzen (Firmenwerte, Gebäude), steuerlich nicht vorgenommenen Einzelwertberichtigungen, Beteiligungen an Personengesellschaften mit abweichenden steuerlichen Kapitalkonten sowie aus unterschiedlichen Bewertungen von Rückstellungen (insbesondere der Pensionsrückstellungen). Passive Latenzen betreffen insbesondere die Bildung von Rücklagen nach § 6b EStG in der Steuerbilanz sowie die Anpassung der Abschreibungsmethode in der Konzernbilanz (einheitlich linear). Die aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden nach den Vorgaben des DRS aktiviert, soweit mit einer Nutzung in den nächsten fünf Jahren gerechnet wird. Unsaldiert ergaben sich aus der Ermittlung aktive latente Steuern aus temporären Differenzen in Höhe von 7.324 TEUR (Vorjahr 7.128 TEUR), aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von 51.116 TEUR (Vorjahr 47.243 TEUR), davon innerhalb von fünf Jahren nutzbar: 1.065 TEUR (Vorjahr 367 TEUR) sowie passive latente Steuern in Höhe von 423 TEUR (Vorjahr 693 TEUR). Nach Saldierung gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB ergibt sich ein aktivischer Überhang in Höhe von 6.901 TEUR. Dieser führt zusammen mit den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzbar sind in Höhe von 1.065 TEUR zu einem Ausweis von aktiven latenten Steuern in Höhe von 7.966 TEUR (Vorjahr 6.802 TEUR). Entwicklung der latenten Steuern:
Der aktivierte Überhang der latenten Steuern unterliegt gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. 6.8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 451 TEUR (Vorjahr 386 TEUR). Dieser resultiert in voller Höhe aus der Saldierung der Altersvorsorgeverpflichtungen mit dem Planvermögen. 6.9. Eigenkapital 6.9.1. Eigenkapitalspiegel Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel gemäß§ 297 Abs. 1 HGB als gesondertem Bestandteil des Konzernabschlusses zu entnehmen. 6.9.2. Geschäftsguthaben Die Entwicklung der Zahl der Mitglieder, der Geschäftsanteile und der Haftsummen sind in den sonstigen Angaben gesondert dargestellt. 6.10. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse resultiert aus Mitteln der Europäischen Union an den Betriebsfonds der Erzeugerorganisationen. Der Posten wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst und mit den Abschreibungen verrechnet. Im Geschäftsjahr betrugen die Auflösungen 6.159 TEUR (Vorjahr 8.191 TEUR). 6.11. Rückstellungen 6.11.1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungszusagen für vertraglich bedingte Ansprüche auf Altersversorgung. Die Bewertungen erfolgten auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten. Aufgrund der geänderten handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften für Pensionsverpflichtungen ergab sich zum 1. Januar 2010 aufgrund der BilMoG-Erstanwendung eine zusätzliche Zuführung von 1.884 TEUR. Von der Übergangsregelung gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB wurde teilweise Gebrauch gemacht und 2022 ein Betrag in Höhe von 6 TEUR den Pensionsrückstellungen zugeführt. Diese wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag (Deckungslücke) aus der Erstanwendung in Höhe von11 TEUR wird bis zum Ende des Übergangszeitraums (31.12.2024) den Pensionsrückstellungen zugeführt. Planvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dient, wurde mit diesen Schulden verrechnet (§ 246 Abs. 2 HGB). Der beizulegende Zeitwert der Aktivwerte betrug 1.314 TEUR (Vorjahr 1.426 TEUR). 6.11.2. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen sind für Körperschaftsteuer 848 TEUR (Vorjahr 1.498 TEUR), für Gewerbesteuer 583 TEUR (Vorjahr 1.620 TEUR), sonstige Steuern 225 TEUR (Vorjahr 395 TEUR) sowie für erwartete Steuernachzahlungen aus Betriebsprüfungen in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr 86 TEUR) gebildet worden. 6.11.3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Personalaufwendungen 9.011 TEUR (Vorjahr 12.500 TEUR), Pfandverpackungen und -container 5.032 TEUR (Vorjahr 7.228 TEUR) und Boni 3.537 TEUR (Vorjahr 4.213 TEUR) gebildet. 6.12. Verbindlichkeiten 6.12.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 6.12.2. Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gewinnansprüche von nicht beherrschenden Gesellschaftern. 6.12.3. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere aus Steuern 5.288 TEUR (Vorjahr 4.936 TEUR), kreditorischen Debitoren 2.935 TEUR (Vorjahr 2.593 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten 2.472 TEUR (Vorjahr 2.334 TEUR). Darüber hinaus werden 4.757 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) Rückforderungen von GMO-Zuschüssen und einbehaltene Anzahlungen auf noch zu zeichnende Geschäftsanteile in Höhe von 1.338 TEUR (Vorjahr 1.625 TEUR) ausgewiesen. 6.12.4. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten (Vorjahr):
7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 7.1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Hauptgeschäftsfelder:
7.2. Andere aktivierte Eigenleistungen Bei den anderen aktivierten Eigenleistungen handelt es sich um Leistungen aus Projekten der zentralen IT-Abteilung. 7.3. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge wurden im Wesentlichen durch Zuschüsse aus GMO-Mitteln und Einzahlungen in den Betriebsfonds in Höhe von 3.219 TEUR (Vorjahr 4.029 TEUR) sowie Kostenerstattungen in Höhe von 3.528 TEUR (Vorjahr 3.139 TEUR) erzielt. Ferner sind in dem Posten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.050 TEUR (Vorjahr 802 TEUR) enthalten. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von 19.285 TEUR (Vorjahr 9.395 TEUR) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus der Forderungsbewertung. Daneben ergaben sich Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 5.219 TEUR (Vorjahr 446 TEUR). 7.4. Abschreibungen In den Konzernabschreibungen sind Abschreibungen auf aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 1.486 TEUR (Vorjahr 2.524 TEUR) enthalten. Darüber hinaus wurden Auflösungen der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von 6.159 TEUR (Vorjahr 8.191 TEUR) verrechnet. Anders als im Vorjahr sind keine Abschreibungen aufgrund von Korrekturen steuerlicher Sonderposten in der Handelsbilanz II (Vorjahr 55 TEUR) enthalten. 7.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen sind für Transport und Fuhrpark 122.465 TEUR (Vorjahr 110.824 TEUR), Verwaltung 44.577 TEUR (Vorjahr 44.962 TEUR), für Betriebs- und Lageraufwand 25.752 TEUR (Vorjahr 21.114 TEUR) sowie für Geschäftsräumlichkeiten 15.136 TEUR (Vorjahr 14.717 TEUR) angefallen. In den Verwaltungsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.130 TEUR (Vorjahr 619 TEUR) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen werden in Höhe von 6.061 TEUR (Vorjahr 7.140 TEUR) ausgewiesen. Diese entfallen insbesondere mit 2.949 TEUR (Vorjahr 3.873 TEUR) auf Aufwendungen aus der Forderungsbewertung und mit 1.469 TEUR (Vorjahr 1.563 TEUR) auf Verluste aus Schadensfällen. Im Gegensatz zum Vorjahr ergaben sich nur geringfügige Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 210 TEUR (Vorjahr 1.090 TEUR). 7.6. Finanzergebnis Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Beteiligung aufgrund einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung in Höhe von 90 TEUR vorgenommen (Vorjahr 198 TEUR). 7.7. Latente Steuern Im Geschäftsjahr 2022 sind aus der erfolgswirksamen Anpassung der aktiven latenten Steuern Erträge in Höhe von 1.163 TEUR erfasst worden. Im Vorjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 74 TEUR gebucht. 8. Sonstige Angaben 8.1. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschafts- und Garantieverpflichtungen für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 17.250 TEUR (Vorjahr 18.130 TEUR) und beinhalten u.a. Wärmeabnahmeverpflichtungen von Erzeugern im Rahmen eines Gewächshausprojektes in Höhe von maximal 880 TEUR p.a. Nach unserer Einschätzung bestehen auf Basis der Informationen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen derzeit keine Anhaltspunkte für Risiken einer Inanspruchnahme aus den o.g. Haftungsverhältnissen. 8.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus der Anmietung von Immobilien, EDV-Hardware, Fuhrpark sowie sonstigen Leasing- und Mietverhältnissen bestehen Verpflichtungen in Höhe von71.827 TEUR. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungs- und Beraterverträgen in Höhe von 8.101 TEUR. 8.3. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Im Geschäftsjahr 2022 besteht dieser wie im Vorjahr lediglich aus den auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln. Diese setzen sich aus einem Kassenbestand in Höhe von 462 TEUR (Vorjahr 468 TEUR) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1.851 TEUR (Vorjahr 1.386 TEUR) zusammen. Im Vorjahr war darüber hinaus noch ein Scheckbestand in Höhe von 4 TEUR enthalten. 8.4. Befreiung von den Pflichten zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses einbezogener Tochtergesellschaften Folgende Tochtergesellschaften nehmen die Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch: • Bloomways GmbH, Straelen • Blumengroßmarkt Bonn GmbH, Bonn • edv-ring GmbH, Münster • Farmgut Obst & Gemüse GmbH, Straelen • fleurfrisch GmbH, Straelen • Floritray GmbH, Geldern • Fresh Logistics System GmbH, Straelen • Heiner Petersen GmbH, Gönnebek • Landgard Bio GmbH, Bornheim • Landgard Blumen & Pflanzen GmbH, Straelen • Landgard Frischeservice GmbH, Straelen • Landgard Nord Obst & Gemüse GmbH, Kronprinzenkoog • Landgard Obst & Gemüse Holding GmbH, Kehl • Landgard Ost Obst & Gemüse GmbH, Chemnitz • Landgard Overseas GmbH, Neu Wulmstorf • Landgard Retail Solutions GmbH, Straelen • Landgard Service GmbH, Straelen • Landgard Süd Obst & Gemüse GmbH, Kehl • Landgard West Obst & Gemüse GmbH, Straelen • LG Frische-Logistik GmbH, Straelen • MR Frische GmbH, Straelen • Nordwest-Blumen Wiesmoor GmbH, Wiesmoor • SMB-Schnittblumenmärkte GmbH Berlin, Straelen Darüber hinaus haben folgende Tochtergesellschaften von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht: • Landgard Fachhandel GmbH & Co. KG, Straelen • Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co. KG, Straelen • MELES GmbH & Co. Immobilien KG, Straelen • Veiling Rhein-Maas GmbH & Co. KG, Straelen 8.5. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
8.6. Mitgliederbewegungen der verbleibenden Mitglieder im Geschäftsjahr 2022 (Mutterunternehmen)
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 338 TEUR verringert und die Haftsummen haben sich um 132 TEUR auf 5.626 TEUR vermindert. Der Wert eines Geschäftsanteils beträgt 2 TEUR. Die Höhe der Haftsumme beträgt 2 TEUR, beschränkt auf den ersten Geschäftsanteil. 8.7. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Nr. 13 HGB Als nahestehende Personen und Unternehmen gelten in Anlehnung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS 24) natürliche Personen und Unternehmen, die direkt oder indirekt einen Einfluss auf den Konzern ausüben können bzw. maßgeblich von diesem beeinflusst werden. Die Angaben zu den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind der Anlage 3 zu entnehmen. 8.8. Prüfungsverband (Mutterunternehmen) Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Ludwig-Erhard-Allee 20 40227 Düsseldorf (verantwortlicher Prüfungsverband) DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. Linkstr. 12 10785 Berlin 8.9. Vorstand (Mutterunternehmen) Mitglieder des Vorstandes sind bzw. waren die Herren:
8.10. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehören bzw. gehörten die folgenden Personen an:
Zum Konzernbilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Mitglieder des Vorstandes und gegen Mitglieder des Aufsichtsrates. 8.11. Angabe der Organbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen für die Mitglieder des Vorstandes 2.333 TEUR (Vorjahr 1.904 TEUR) und für die des Aufsichtsrates 283 TEUR (Vorjahr 285 TEUR). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen 3.451 TEUR (Vorjahr 3.558 TEUR). Die laufenden Pensionszahlungen an ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrugen 229 TEUR (Vorjahr 228 TEUR). 8.12. Ergebnisverwendung (Mutterunternehmen) Der Vorstand schlägt der Vertreterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:
Straelen, 4. April 2023 Der Vorstand Oliver Mans Dirk Bader Carsten Bönig Der Konzernabschluss wurde auf der Vertreterversammlung am 20.06.2023 gebilligt. Anlage 1 zum Konzernanhang der Landgard eG für das Geschäftsjahr 2022Aufstellung des Anteilsbesitzes und Angaben zum Konsolidierungskreis Die folgenden Gesellschaften wurden nach § 294 HGB in den Konzern einbezogenen (Vollkonsolidierung):
Die folgende Beteiligung wurde als assoziiertes Unternehmen nach § 311 HGB in den Konzern einbezogenen (At Equity Konsolidierung):
Die folgenden Beteiligungen wurden als Beteilungen nach § 271 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Auf die gesetzliche Angabe von Name und Sitz der Unternehmen wurde gem. § 313 Abs. 3 S. 1 HGB verzichtet. Auf die Angaben von zwei weiteren Beteiligungen mit einem Anteil am Eigenkapital unter 20 % wurde verzichtet, da diese für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind.
* 1) Die Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernaschluss erfolgte gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB (sog. Zweckgesellschaften). * 2) Der unterschriebene Jahresabschluss lag zum Zeitpunkt der Aufstellung noch nicht vor. Anlage 2 zum Konzernanhang der Landgard eG für das Geschäftsjahr 2022
Anlage 3 zum Konzernabschluss der Landgard eG für das Geschäftsjahr 2022Inhalt der nachfolgenden Tabelle sind sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und nahestehenden Unternehmen inkl. ihnen nahestehenden Personen, z.B. nahe Familienangehörige. Die Angaben erfolgen in Millionen Euro Brutto-Beträgen und die Vorjahreswerte werden in Klammern gesondert ausgewiesen. Die Umsatzangaben von Mitgliedern des Aufsichtsrates umfassen sowohl den Aufsichtsrat der Landgard eG als auch den Aufsichtsrat der Landgard Blumen & Pflanzen GmbH. Aufgrund von personellen Veränderungen bei Mitgliedern des Aufsichtsrates sowie bei Personen in Schlüsselpositionen sind die Umsatzangaben (Waren, Anlagevermögen, Dienstleistungen, Finanzen und Sonstiges) nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
D. Kapitalflussrechnung nach DRS 21
E. Eigenkapitalspiegel 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns Landgard ist sowohl im Bereich Blumen & Pflanzen als auch im Bereich Obst & Gemüse national und international als vermarktende Erzeugergenossenschaft mit überwiegend ersthändigem Warenbezug tätig. Die Landgard eG fungiert als Konzerndachgesellschaft für insgesamt 43 (Vorjahr 44) direkt oder indirekt gehaltene Tochtergesellschaften. Ausführliche Informationen zum Konsolidierungskreis sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Dirk Bader und Carsten Bönig waren das vollständige Geschäftsjahr 2022 im Vorstand der Landgard eG. Mit Wirkung zum 12.08.2022 wurde Robert Sauer als Vorstand der Landgard eG abberufen und Oliver Mans wurde mit Wirkung zum 1.10.2022 als Vorstandsvorsitzender sowie für den Geschäftsbereich Obst & Gemüse in den Vorstand der Landgard eG berufen. Die Eintragungen in das Genossenschaftsregister erfolgten am 15.09.2022 bzw. 1.12.2022. Der Vorstand der Landgard eG steuert den Gesamtkonzern mittels einer fest definierten Führungsstruktur und operativer Ziele, deren Erreichungsgrad durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Die Leistungsstärke des Konzerns wird mit den folgenden finanziellen Steuerungsgrößen gemessen: den Umsatzerlösen, dem Rohertrag, dem Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA), dem Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie der Liquidität und dem Cashflow. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der finanziellen Steuerungsgrößen sind im Wirtschaftsbericht dargestellt. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen Im Jahr 2022 stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 1,9 % (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html). Im Jahresverlauf belasteten aber vor allem stark steigende Inflationsraten, die teils durch hohe Energiekosten getrieben wurden, hartnäckige Lieferkettenprobleme und diverse Folgen des Ukraine-Krieges die wirtschaftliche Entwicklung. Im Vorjahresvergleich stiegen die Preise um durchschnittlich fast 8 % und verunsicherten die Verbraucher*innen stark, auch wenn Entlastungsmaßnahmen der Regierung die negativen Effekte begrenzten (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html). Die Rahmenbedingungen für die private Nachfrage nach Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse waren 2022 stark durch die inflationsbedingt gestiegenen Lebenshaltungskosten der Haushalte sowie das Nachlassen der Einflüsse der Corona-Pandemie geprägt. Die fortschreitende Normalisierung der Freizeitgestaltung, die wieder zunehmende Nutzung der Gastronomie, weniger Homeoffice und verstärkte Reisetätigkeiten wirkten hierbei ebenso dämpfend auf den Absatz von frischem Obst und Gemüse an private Verbraucher*innen, wie sich das geringer werdende Budget der Haushalte negativ auf den Zierpflanzenabsatz auswirkte. Gestiegene Verkaufspreise konnten den Nachfragerückgang nicht kompensieren. Rahmenbedingungen Konsumklima
B. Branchenentwicklung Blumen und Pflanzen Langfristige Marktentwicklung Langfristig entwickelten sich die Ausgaben für Außenpflanzen positiver als der Schnittblumen- oder Zimmerpflanzenmarkt.
Der Markt für Blumen, Zierpflanzen und Gehölze in Deutschland lag 2022 Schätzungen zufolge deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau. Das Marktvolumen zu Einzelhandelspreisen erreichte gut 9 Mrd. EUR, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 11,6 % entspricht. Laut Pflanzenpanel der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg) gaben private Verbraucher- * innen 2022 sogar 15 % weniger aus als im Vorjahr. Der Markt für Schnittblumen lag mit gut 3,1 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen) rund 12 % unter Vorjahr. Die hohen privaten Ausgaben des Vorjahres wurden bei gemischten und auch bei einheitlichen Blumensträußen 2022 nicht erreicht und lagen 17 % bzw. 13 % unter dem Vorjahresniveau. Für Zimmerpflanzen wurden 2022 rund 7 % weniger ausgegeben als im starken Vorjahr. Das Marktvolumen lag bei knapp 1,6 Mrd. EUR, bepflanzte Schalen und grüne Zimmerpflanzen waren hierbei etwas weniger stark vom Rückgang betroffen als blühende Zimmerpflanzen. Insgesamt gingen die Ausgaben privater Verbraucher*innen um etwa 9 % zurück. Der Gartenpflanzenmarkt ist nach wie vor in Deutschland der Bereich mit dem größten Marktvolumen. Im Jahr 2022 wurden für Gartenpflanzen mit 4,3 Mrd. EUR etwa 13 % weniger ausgegeben als im Vorjahr. Beim bedeutendsten Segment, den Beet- und Balkonpflanzen, lagen die Ausgaben mit rund 1,8 Mrd. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für Gehölze wurden etwa 1,4 Mrd. EUR ausgegeben. Die privaten Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen, Stauden und Gehölze gingen 2022 um 18 % zurück. C. Branchenentwicklung Obst und Gemüse * Langfristige Marktentwicklung von frischem Obst und Gemüse Das Marktvolumen von frischem Obst und Gemüse erreichte 2022 in Deutschland etwa 19,4 Mrd. EUR und lag damit 4,2 % unter dem sehr hohen Vorjahresniveau.
Der Absatz von frischem Obst und Gemüse ging 2022 um 6,1 % zurück, lag zuletzt aber langfristig betrachtet auf etwas erhöhtem Niveau. Das durchschnittliche Preisniveau stieg weiter an. Die private Nachfrage nach frischem Obst sank 2022 auf knapp 9,4 Mrd. EUR (-4,1 %), die Absatzmenge lag etwa auf dem Vor-Corona-Niveau bei rund 3,8 Mrd. Kilogramm (-5,4 %). Die durchschnittlichen Preise stiegen um 1,4 %. Vor allem bei Bananen und Exoten (je +4 %) zeigten sich Preisanstiege, der Durchschnittspreis von Kernobst sank dagegen. Bei frischem Gemüse lagen die Ausgaben bei 10,0 Mrd. EUR (-4,4 %), die verkauften Mengen sanken auf 3,5 Mrd. Kilogramm (-6,9 %). Die Rückgänge sind gegenüber dem starken Vorjahr zwar deutlich, aber das Vor-Corona-Niveau wurde weiterhin übertroffen. Für fast alle Gemüsesegmente wurden stabile oder gestiegene Preise verzeichnet, insgesamt lagen die Preise hier um 2,7 % über dem Vor-Corona-Niveau. * Die Daten in diesem Teil des Konzernlageberichts sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht weiterveröffentlicht werden. III. Geschäftsverlauf und Darstellung der Lage des Konzerns und seiner Geschäftsfelder A. Geschäftsverlauf und Darstellung der Lage des Konzerns Nach einer coronabedingten Sonderkonjunktur, die 2021 im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen einen Rekordumsatz ermöglicht hatte, war das Geschäftsjahr 2022 auch bei Landgard Blumen & Pflanzen vor allem durch die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Der Umsatz im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen ist angesichts dieser gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber dem historisch starken Vorjahr um 4,5 % gesunken. Dennoch hat sich Landgard deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt für Blumen und Pflanzen in Deutschland. So sind die Umsätze im Handel mit Blumen und Pflanzen nach einem stetigen Anstieg in den letzten Jahren im Jahr 2022 wieder auf einen Wert von rund 9 Mrd. EUR gesunken. Das sind etwa 12 % weniger als 2021 (Quelle: Berechnungen der AMI GmbH in Kooperation mit Landgard). Trotz des insgesamt schwierigen Jahres 2022 konnte Landgard im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen neue Erzeugerbetriebe aus Deutschland, Polen, Italien und den Niederlanden für eine Mitgliedschaft in der Landgard eG gewinnen. Diese neuen Genossenschaftsbetriebe erweitern unser Produktportfolio und helfen uns im Jahr 2023 - zusammen mit den langjährigen Mitgliedsbetrieben im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen - den Strukturwandel im Gartenbau und den damit in vielen Betrieben verbundenen Generationswechsel konstruktiv zu gestalten. Für den Geschäftsbereich Obst & Gemüse war das Geschäftsjahr 2022, nach zwei Jahren, die stark durch die Corona-Pandemie geprägt waren, insbesondere durch den seit Februar anhaltenden Krieg in der Ukraine maßgeblich beeinflusst. Die Folgen waren steigende Kosten und große Unsicherheiten in allen Bereichen. In Deutschland stieg die Inflation aufgrund der drastisch erhöhten Energie- und Rohstoffpreise erstmalig seit Jahrzehnten auf mehr als 10 % im Monat September (Quelle:www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html). Die größte Schwierigkeit zeigte sich bei der Energiebeschaffung sowohl im Rahmen der Verfügbarkeit als auch der Preise. Damit einhergehend musste die Grüne Branche auch in diesem Jahr weitere Kostensteigerungen im Transportbereich aufgrund der schrittweisen Erhöhung der gesetzlichen CO 2 -Bepreisung, höherer Dieselpreise, gestiegener Preise für Transportverpackungen und deutlich höherer Kunststoffpreise hinnehmen. Dies führte inflationsbedingt zu einem weiteren deutlichen Anstieg der Transport-, Produktions- und Betriebskosten. Diese Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher*innen und somit auch auf die Geschäftsentwicklung bei Landgard. Verbraucher*innen beschränkten ihre Ausgaben zunehmend auf das Notwendigste und die Zurückhaltung, sich mit besonderen Artikeln wie exklusiven Exoten "etwas zu gönnen", ist spürbar. Hingegen waren vermehrt preisgünstige Produkte gefragt. Vor dem Hintergrund der weiterhin außergewöhnlichen Marktsituation, teils wiederum extremen Witterungsbedingungen in den verschiedenen Anbaugebieten und dem unverändert hohen Margendruck aufgrund der kund*innenseitigen Oligopool-Struktur, war das Jahr 2022 für den Geschäftsbereich Obst & Gemüse bei Landgard sehr herausfordernd. Der Fokus lag insbesondere auf dem weiteren Ausbau der Vermarktungsaktivitäten der Produkte der eigenen Produktionsbetriebe und somit auf der Stabilisierung der weiteren Geschäftsentwicklung im Bereich Obst & Gemüse. Der Konzernumsatz ist nach 2,3 Mrd. EUR im Vorjahr leicht um 0,1 Mrd. EUR auf 2,2 Mrd. EUR gesunken. Der Umsatz im Geschäftsbereich Blumen & Pflanzen ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % von 1.473 Mio. EUR auf 1.408 Mio. EUR gesunken. Im Bereich Obst & Gemüse konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres (748 Mio. EUR) u. a. aufgrund des erstmaligen Ganzjahreseffektes der ausgeschiedenen Tomatenerzeuger nicht gehalten werden und liegt nun bei 628 Mio. EUR. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf dem konsequenten Ausbau der genossenschaftlichen Erzeuger*innenstrukturen. B. Ertragslage Trotz der oben aufgeführten widrigen Rahmenbedingungen gelang es durch weiterhin konsequente Prozessoptimierungen sowie ein aktives Kosten- und Energiemanagement, ein positives Ergebnis (EBT) in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 12,5 Mio. EUR) zu erzielen. Der unter Normalbedingungen ambitionierte Planwert für das EBT (12,1 Mio. EUR) konnte u. a. aufgrund der Inflation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung sowie extremer Kostensteigerungen nicht erreicht werden. Entsprechend gab der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 % nach. Die Rohertragsquote sank nach 10,9 % in 2021 auf 10,2 % in 2022. Ursächlich hierfür ist das starke Kostenwachstum u. a. im Bereich der Logistik, da Preissteigerungen nicht 1:1 weitergegeben werden konnten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank korrelierend nach 14,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,9 Mio. EUR im Jahr 2022. Die nachstehende Übersicht gibt vorab die handelsrechtliche Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Form einer verdichteten Darstellung wieder.
In der folgenden Übersicht werden wesentliche Kennzahlen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien aufgeschlüsselt.
* Berücksichtigt wurden auch die Kosten der Warenabgabe. Quote im Verhältnis zum relevanten Umsatz Das, trotz der oben genannten widrigen Umstände erreichte, positive EBT ist u. a. auf konsequente Prozessoptimierungen sowie ein der Situation angemessenes und erfolgreiches aktives Kosten- und Energiemanagement zurückzuführen. In Relation zum Umsatz stieg die Personalaufwandsquote trotz tariflicher Erhöhungen sowie coronabedingtem Mehraufwand zum Vorjahr nur leicht. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen hat sich nach 2.986 im Vorjahr leicht auf 2.973 Mitarbeiter*innen reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Mio. EUR gestiegen. Erhöhte Logistikkosten (+11,6 Mio. EUR) sowie Energiekosten (+5,8 Mio. EUR) konnten durch Kostensenkungsprogramme in allen Bereichen zum größten Teil kompensiert werden. Das Finanzergebnis hat sich durch eine leicht steigende Inanspruchnahme der Betriebsmittellinien sowie Zinssteigerungen gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. EUR reduziert. Das Finanzergebnis in Höhe von -3,8 Mio. EUR (Vorjahr -2,1 Mio. EUR) ist im langfristigen Bereich durch die Finanzierung hoher, in der Vergangenheit getätigter, Investitionen im Anlagevermögen geprägt. Der kurzfristige Bereich ist insbesondere durch saisonbedingte unterjährige Liquiditätsschwankungen und die Vorfinanzierung der Auszahlungen an die Erzeuger*innen, gerade in den starken Saisonmonaten, gekennzeichnet. In den Ertragsteuern ist ein Zuwachs der aktiven latenten Steuern von 1,2 Mio. EUR enthalten. C. Vermögenslage Die wesentlichen Posten innerhalb des Anlagevermögens sind Sachanlagen mit 218,7 Mio. EUR bzw. 93,0 % (Vorjahr 237,1 Mio. EUR). Hiervon entfallen 173,4 Mio. EUR auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 17,2 Mio. EUR getätigt. Von den Investitionen entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände und dazugehörige geleistete Anzahlungen 4,6 Mio. EUR, auf Immobilien 3,9 Mio. EUR, auf technische Anlagen und Maschinen 3,7 Mio. EUR, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,1 Mio. EUR sowie auf geleistete Anzahlungen 0,9 Mio. EUR. 3,8 Mio. EUR der Investitionssumme wurden im Rahmen von GMO-Maßnahmen gefördert. Die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände betrafen im Wesentlichen den Kauf von Lizenzen, die Erstellung einer Liefer- und Erzeuger*innenplattform, die Anschaffung von Software für den Betrieb der Ordertage sowie Investitionen in die neue Zentralkasse. Die Investitionen für Immobilien entfielen vor allem auf Investitionen bei Erzeuger*innen (wie z. B. Hagelschutznetze) sowie den Umbau des Standortes Roisdorf. Bei den übrigen Investitionen in das Sachanlagevermögen handelt es sich vorwiegend um Ersatzinvestitionen oder im Rahmen des operativen Geschäfts erforderliche Neuanschaffungen wie z. B. Flurförderfahrzeuge, Hubwagen, Elektroschlepper, Sortieranlagen, Erntemaschinen und CC-Container. Darüber hinaus wurde weiterhin erheblich in IT-Hardware investiert. Den in den Zugängen des Anlagevermögens enthaltenen Erzeuger*innenmaßnahmen stehen passivierte Zuschüsse in Höhe von 3,8 Mio. EUR gegenüber. Unter Berücksichtigung der passivierten Zuschüsse für GMO-geförderte Maßnahmen ergibt sich ein Netto-Investitionsvolumen von 13,4 Mio. EUR. Die Vorräte enthalten im Wesentlichen Warenbestände, Rohmaterialien im Trockenfruchtbereich und Verpackungsmaterialien. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt etwas niedriger als im Vorjahr. Zum Jahresende waren Forderungen in Höhe von 55,9 Mio. EUR (Vorjahr 69,0 Mio. EUR) an die Factoringgesellschaft verkauft. Nach Saldierung der latenten Steuern ergab sich ein aktivischer Überhang in Höhe von 8,0 Mio. EUR. Dieser entfällt im Wesentlichen auf steuerliche Verlustvorträge, die plangemäß innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können. Das wirtschaftliche Eigenkapital, welches sich aus dem bilanziellen Eigenkapital zzgl. 70 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und abzgl. des im Folgejahr abfließenden Eigenkapitals zusammensetzt, verringerte sich im Wesentlichen aufgrund von Anlagenabgängen im Sonderposten um 9,3 Mio. EUR auf 71,1 Mio. EUR. Die Eigenmittelquote verringerte sich entsprechend von 19,7 % im Vorjahr auf 18,3 %. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder haben sich um 1,7 Mio. EUR erhöht. Die Bankverbindlichkeiten stiegen von 88,1 Mio. EUR um 22,0 Mio. EUR auf 110,1 Mio. EUR. Die übrigen Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sind stichtagsbedingt und korrelierend zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen niedriger als im Vorjahr. Die Veränderung der Pensionsrückstellungen beruht im Wesentlichen auf Inanspruchnahmen für laufende Pensionen sowie Zinsanpassungen. Die Veränderung der Steuerrückstellungen ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass unterjährig im Rahmen der steuerlichen Veranlagungen Anpassungen durchgeführt wurden. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich korrelierend zum Umsatzverlauf u. a. für ausstehende bzw. auftragsbezogene Eingangsrechnungen sowie für Personalkosten. D. Finanzlage Die Hauptziele des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements sind weiterhin Ertrags- und Kostenoptimierung sowie Transparenz und Risikobegrenzung. Die Priorität liegt dabei auf der Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, um unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Wichtigste Finanzierungsquellen sind der operative Cashflow, langfristige Fremdmittel und Barkreditlinien sowie Factoring und Leasing. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch einen im Januar 2021 geschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer festen Laufzeit von drei Jahren und einer zweimaligen Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde bereits frühzeitig ausgeübt, womit die zugesagten Kreditlinien vorzeitig um 1 Jahr verlängert wurden und nun eine feste Laufzeit bis Januar 2025 haben. Hiermit einher geht weiterhin eine deutliche Entschuldung der Landgard-Gruppe. Darüber hinaus bestehen Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Factorings. In Verbindung mit der Unternehmensplanung ist damit die Finanzierung und die Zahlungsfähigkeit der Erzeugergenossenschaft und ihrer fast 3.000 Mitglieder langfristig gesichert. Im Rahmen eines Cash-Pooling-Systems, in das die meisten Konzerngesellschaften eingebunden sind, werden überschüssige flüssige Mittel der Einzelgesellschaften konzernintern zur Verfügung gestellt. Die zur Steuerung des Kreditorenverkehrs notwendige Liquidität wird tagesaktuell bereitgestellt. Landgard verfügte zum Bilanzstichtag über Betriebsmittellinien in Höhe von nominell 90,5 Mio. EUR, die am Stichtag in Höhe von 36,0 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden. Weiterer Liquiditätsspielraum bestand im Rahmen von Factoringverträgen. Die Berechnung des Cashflows für das Geschäftsjahr 2022 und für das Vorjahr erfolgte nach dem Standard DRS 21. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow in Höhe von -11,8 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR) erzielt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -2,1 Mio. EUR (Vorjahr -18,4 Mio. EUR). Das laufende Jahr ist durch Desinvestitionen im Sachanlagevermögen beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war in Höhe von 14,3 Mio. EUR (Vorjahr -31,7 Mio. EUR) positiv. Ursächlich dafür ist - neben den hohen, planmäßigen Rückführungen der Bankverbindlichkeiten - die gegenläufige teilweise Inanspruchnahme der Betriebsmittellinien. Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres von 2,3 Mio. EUR konnte aufgrund von Guthabenverrechnungen innerhalb der Landgard-Gruppe sowie genereller überschüssiger Guthabenvermeidung gegenüber dem Vorjahr (1,9 Mio. EUR) nahezu konstant gehalten werden. IV. Chancen- und Risikobericht Als Erzeugergenossenschaft für die Vermarktung von Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse sieht Landgard trotz eines zunehmend wettbewerbsintensiveren Umfelds auch künftig in seinen Märkten attraktive Chancen. Sowohl bei Blumen und Pflanzen als auch bei Obst und Gemüse benötigt das von Großabnehmer*innen dominierte Marktumfeld professionelle Konzernstrukturen, um seinen Kund*innen nachhaltig Ware in Top-Qualität und in ausreichender Menge anbieten zu können. Das Leistungspotenzial von Landgard basiert dabei auf den regionalen, nationalen und internationalen Beschaffungsfeldern, der nationalen Marktpräsenz in allen relevanten Vertriebskanälen, der vorhandenen Infrastruktur einschließlich des konzerneigenen Logistiknetzes,der vorhandenen Kompetenz in allen Marktbereichen durch ein erfahrenes operatives Management und insbesondere auf dem Produktportfolio der eigenen Mitgliedsbetriebe. Insofern sieht Landgard in der Weiterführung der bestehenden Marktentwicklung unternehmerische Potenziale, über die kleinere Vermarkter und Großhändler nicht verfügen. Dies insbesondere im Rahmen eines ersthändigen Warenbezuges gerade als vermarktende Erzeugergenossenschaft. In der konsequenten Weiterentwicklung und im Ausbau unserer bestehenden Aktivitäten sowie des Dienstleistungsportfolios liegen dabei auch weiterhin Chancen für nachhaltiges Wachstum. Mittelfristiges Ziel ist es, die Vorteile der bestehenden Konzernstruktur mit passgenauen Maßnahmen zur Kund*innenorientierung in Einklang zu bringen. Große Potenziale bestehen insbesondere bei der Entwicklung innovativer Kund*innenkonzepte, etwa im Bereich der regionalen Vermarktung, bei Verpackungsinnovationen und im Ausbau des Onlinevertriebs. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik. Ziel ist es, den Unternehmenswert und den Nutzen für die Gesellschafter kontinuierlich zu steigern. Da die Verfolgung der Unternehmensziele untrennbar mit potenziellen Risiken verbunden ist, stellt der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken einen wesentlichen Grundsatz der Risikopolitik dar. Systematisches Risikomanagement ist fortwährende Aufgabe der Geschäftsführung und Führungsaufgabe in jedem Unternehmensbereich. Ziel ist es, das Risikobewusstsein in allen Einheiten zu schärfen, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu definieren, um den zukünftigen Unternehmenserfolg sicherzustellen. Um frühzeitig wesentliche Risiken erkennen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen zu können, sind alle Geschäftsfelder in einen Planungs- und Budgetprozess eingebunden. Entsprechende Soll-/Ist-Abgleiche und Analysen erfolgen auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis. Weiterhin trägt das kontinuierlich weiterentwickelte Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung von Risiken bei. Es besteht aus einem einheitlichen System zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation aller wesentlichen Risiken inklusive der jeweiligen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit. Zur Risikoidentifizierung werden jährliche Risikoinventuren in Form von Interviews oder einer eigenständigen Risikoidentifizierung und -beurteilung durch die zuständigen Führungskräfte als Risikomanager*innen anhand eines Fragebogens und Interviews durchgeführt. Maßnahmen zur Risikosteuerung werden festgelegt und deren Umsetzung durch die Risikomanager*innen überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über den aktuellen Risikostand informiert. Risiken im Rahmen der Konzernfinanzierung waren in 2022 von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund waren einerseits Liquiditätsrisiken im Rahmen der Konzernfinanzierung unter Einhaltung der im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung festgelegten Voraussetzungen durch die Kreditlinien der Banken abgesichert. Investitionen werden durch das Konzerncontrolling bewertet, überwacht und stichprobenartig durch die Interne Revision überprüft. Andererseits erfolgen zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos, welches sich durch einen steigenden Euribor ergibt, regelmäßige Analysen von Zinsprognosen sowie ggf. Zinssicherungen. Risiken im Bereich der IT-Sicherheit sowie bei der Abhängigkeit von IT-Dienstleistern sind auch in diesem Jahr von großer Bedeutung. Hier gilt es, diese Risiken nicht nur durch entsprechende Organisationsstrukturen, sondern auch durch technische Maßnahmen wie bspw. regelmäßige Systemupdates und Support-Packages, mittels Vereinheitlichung der ERP-Systemlandschaft sowie ein permanentes und hochqualifiziertes Informationssicherheits-Management-System bestmöglich zu reduzieren. Im Bereich Informationssicherheits-Management-System wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Landgard wird als systemrelevantes Unternehmen alle zwei Jahre nach Standards des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) extern auditiert und besitzt eine gültige Zertifizierung. Risiken aus veränderten Kund*innenstrukturen, einem sich wandelnden Verbraucher*innenverhalten sowie verschärften Wettbewerbsbedingungen wird mit Kund*innenbindung durch partnerschaftliche Beziehungen, dem Angebot von Dienstleistungspaketen, der Akquirierung neuer Kund*innengruppen, der Entwicklung von Verkaufskonzepten sowie durch die Strukturierung bzw. Standardisierung von Prozessen und ein zentrales Key-Account-Management entgegengewirkt. Risiken, welche sich aus steigenden Preisen für Strom, Gas und andere Energieträger aufgrund von aktuellen Entwicklungen (insb. Ukraine-Krieg) ergeben haben, wurden durch ein aufgesetztes Kontrollsystem kontinuierlich erfasst, aufbereitet und reportet. Auf dieser Basis wurde ein nachhaltiges Maßnahmenprogramm zur Kostenreduzierung und zur Senkung des Energieverbrauches entwickelt und umgesetzt. Als Gesamtüberblick über alle Risiken sowie deren Bedeutung für den Landgard-Konzern dient die nachstehende Tabelle:
Auf Grundlage der Risikoidentifikation und -bewertung durch die jeweiligen Führungskräfte wird weiterhin die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems im Landgard-Konzern vorangetrieben. Ziel ist es, vor allem für risikobehaftete Prozessabläufe geeignete Kontrollen seitens der verantwortlichen Unternehmensbereiche zu definieren. Im Rahmen des Risikomanagements hat Landgard ein Krisenmanagementsystem etabliert, um unverzüglich auf mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt oder Vermögenswerte und Reputation von Landgard reagieren zu können. Das Krisenmanagement ist wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung und leistet einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Landgard. Neben dem Coronavirus in Deutschland standen auch die steigenden Energiepreise im Fokus des Landgard-Krisenmanagements. Das Krisenmanagement hat vor diesem Hintergrund einen Krisenstab aus Fach- und Führungskräften unter Leitung des Landgard-Vorstands gebildet und gemeinsam mit den operativen Einheiten verbrauchsreduzierende Maßnahmen unter Berücksichtigung zentral vorgegebener Maßnahmenempfehlungen definiert. Im Rahmen von regelmäßigen Krisensitzungen wurden der Umsetzungsstand der Maßnahmen und das weitere Vorgehen abgestimmt. Ebenso wurden hierbei weiterhin die erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie die weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie thematisiert. Dabei waren und sind transparente und kurze Kommunikationswege enorm wichtig. Erzeuger*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen wurden aus dem Krisenstab heraus regelmäßig mittels aller verfügbaren Kanäle wie Newsletter, Homepage, Intranet, E-Mail etc. über neue Entwicklungen informiert. Compliance und die Wahrung der Unternehmensgrundsätze sind Basis des Handelns von Landgard. Schwerpunkte unserer Compliance-Aktivitäten sind die Einhaltung der Antikorruptionsvorschriften, die Wahrung eines fairen Wettbewerbs, die Übereinstimmung unserer Produkte mit rechtlichen Vorgaben, die Beachtung der Datenschutzgesetze, die Verhinderung von Geldwäsche und die Beachtung der Nachhaltigkeitsgrundsätze. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war neben der Einhaltung regelkonformen Verhaltens der eigenen Mitarbeiter*innen insbesondere die Umsetzung der Vorgaben des Lieferkettengesetzes von Bedeutung. Die Einhaltung der Compliance-Vorschriften im Umgang mit den eigenen Mitarbeiter*innen und externen Geschäftspartner*innen dient als Wertekompass für unser Handeln. Die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Regelungen unterliegt ebenso der regelmäßigen Kontrolle durch die Interne Revision wie die Prüfung aller neuen Vertragsbeziehungen und das Handeln unserer Mitarbeiter*innen im Rahmen unserer bereits bestehenden, großenteils langjährigen Geschäftsbeziehungen. Wir gehen davon aus, dass Landgard für die rechtlichen Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt ist. Darüber hinaus besteht für Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, über ein neutrales Beschwerdemanagement Verstöße zu melden oder sich an den Chief-Compliance-Officer zu wenden. Die Sicherung höchster Qualitätsstandards und die Gewährleistung der Produktsicherheit entlang der Wertschöpfungskette besitzen sowohl im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen als auch bei Obst & Gemüse oberste Priorität. Das Qualitätsmanagement setzt bereits bei der Zertifizierung der Landgard-Unternehmensbereiche nach den Standards IFS, QS/FIAS, Bio, Naturland, Bioland, Demeter, Regionalfenster, verschiedener Qualitätszeichen und Fairtrade im Bereich Obst & Gemüse sowie ISO 9001:2015, GlobalG.A.P. CoC, GRASP, FSC, Bio, Regionalfenster und Fairtrade im Bereich Blumen & Pflanzen an. Übergeordnet gilt für die Landgard eG seit 2016 ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem gemäß ZNU. Zudem werden Energieverbräuche des Unternehmens im Rahmen eines seit 2016 etablierten Energiemanagements in Anlehnung an ISO 50001:2018 und DIN EN 16247 erfasst, bewertet und in regelmäßigen Abständen von externen unabhängigen Prüfstellen auditiert. Eine mittlerweile fest integrierte Basis der Qualitätssicherung ist das nachhaltig entwickelte Rückstandsmonitoringsystem mit risikoorientierter Probenahme und unabhängiger Analyse der Obst- und Gemüse- sowie Blumen- und Pflanzen-Produkte. Die Probenahme erfolgt vorrangig vor der Ernte und Vermarktung. Die chemischen oder mikrobiologischen Analysen werden in unabhängigen und akkreditierten Laboren durchgeführt. Die Analytik ist hierbei auf die gesetzlichen und kund*innenspezifischen Anforderungen abgestimmt, unterliegt einer kontinuierlichen Bewertung und wird, wenn erforderlich, kurzfristig an aktuelle Marktanforderungen angepasst. Aktive Gremienarbeit, die enge Vernetzung mit wesentlichen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) und das Engagement von Landgard in verschiedenen Facharbeitskreisen unterstützen dies. Die Begleitung und Unterstützung der Mitgliedsbetriebe bei der Zertifizierung nach QS-GAP im Bereich Obst & Gemüse und GlobalG.A.P. im Bereich Blumen & Pflanzen stellt einen weiteren bedeutenden Bestandteil der Qualitätssicherung bei Landgard dar. Die neutrale Prüfung der Arbeits- und Sozialbedingungen gemäß FIAS/GRASP sowie der regionalen Standards in den Erzeugerbetrieben gehören hierbei mittlerweile selbstverständlich dazu. Über die reine Qualitätssicherung hinaus informiert Landgard regelmäßig über Themen wie z.B. Neuerungen zu Produkt- und Kund*innenanforderungen, neuen Qualitätsstandards, Veränderungen im Pflanzenschutz, zu Verpackungen, Nachhaltigkeitsthemen wie Biodiversität und Klimabilanzierungen oder wichtigen technischen Entwicklungen. Das Ziel dieses kontinuierlichen Informationsflusses ist die stetige Qualitätssteigerung und Sicherstellung der Produktsicherheit für unsere Kund*innen unter Berücksichtigung der gesamten Lieferkette. Als große Erzeugergenossenschaften für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse setzt sich Landgard konsequent für eine nachhaltige Vermarktung der Produkte der ca. 3.000 weltweiten Landgard-Mitgliedsbetriebe ein. Mit Überzeugung vertritt Landgard im Rahmen der 2016 eingeführten unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie in den vier Säulen "Grüne Produkte", "Klima, Energie und Umwelt", "Mitarbeiter*innen" sowie "Gesellschaft" nachhaltige Konzepte der Landwirtschaft und engagiert sich weltweit für den Anbau nachhaltiger, frischer Obst- und Gemüseartikel und ökologisch wirksamer Blumen- und Pflanzenartikel. Ziel von Landgard ist es, der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung von Landgard heute und in Zukunft über das gesetzlich geforderte Maß hinaus gerecht zu werden. V. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns A. Gesamtwirtschaftlicher Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 Vorherigen Befürchtungen zum Trotz scheint es, als würde Deutschland in den ersten zwei Quartalen lediglich in eine milde Rezession rutschen. Die Bundesregierung erwartet für 2023 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 % (Quelle: Gutachten Sachverständigenrat, AKTUALISIERTE KONJUNKTURPROGNOSE 2023 UND 2024, I.1.Abs.1). Vor allem die nachlassenden Sorgen bezüglich der Versorgungssicherheit mit Energie stimmen vorsichtig optimistisch. Der Rückgang von Lieferkettenproblemen sowie erwartete Beschäftigungszahlen in Rekordhöhe stützen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die Lage bleibe aber angespannt, so die Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Laut den Expert*innen stellt die hohe Inflation in diesem Jahr weiterhin eine große Belastung für die Konjunktur dar (Quelle: Gutachten Sachverständigenrat, AKTUALISIERTE KONJUNKTUR-PROGNOSE 2023 UND 2024, I.1.Abs.2).. Politische Unsicherheiten wie eine etwaige Eskalation des Krieges in der Ukraine mit entsprechenden Auswirkungen auf Warenströme und Preise bleiben zudem bestehen. B. Unternehmensstrategie und Maßnahmen Wie schon 2021 war auch im Jahr 2022 die Corona-Pandemie noch allgegenwärtig, sodass Landgard weiterhin mit den Auswirkungen konfrontiert wurde. Einen deutlich stärkeren Einfluss hatten jedoch der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Inflation und den Energiesektor auf den Konzern und das Marktumfeld. Daher lag unser strategischer Fokus weiterhin auf der Aufrechterhaltung des Betriebs und der Stabilisierung der Geschäftsentwicklung des Konzerns. Erforderliche Grundlagen für eine konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie wurden weiterverfolgt. Landgard möchte sich auch zukünftig als nachhaltige, erfolgreich vermarktende Erzeugergenossenschaft für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse mit Mehrwert für Kund*innen und Erzeuger*innen am Markt positionieren. Der Ausbau des ersthändigen Warenbezugs und der weitere Ausbau des Vertriebs regional, national und international sind dabei elementar. Im Jahr 2022 wurden gemeinsam mit der Unternehmensberatung Ebner Stolz wichtige Voraussetzungen und Vorarbeiten dafür geschaffen, unseren Strategieprozess unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen fortzuführen. Dabei werden wir unsere Vision und Mission vor dem Hintergrund aktueller Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Globalisierung, verändertem Konsument*innenverhalten, Energiekrise und Klimawandel, Fachkräftemangel und Strukturwandel diskutieren und weiterentwickeln. Die aus unserer Vision und Mission abgeleiteten Erfolgsfaktoren für Landgard sind ebenfalls zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Ziel für 2023 ist es, den Strategieprozess abzuschließen. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Erzeuger*innen, die Implementierung moderner Technologien, die weitere Modernisierung von Unternehmensbereichen, der Ausbau kund*innenindividueller Service- und Dienstleistungspakete, strategische Partnerschaften und Kooperationen mit Handelskund*innen sowie die weitere Reduzierung von Bankverbindlichkeiten spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die übergeordnete Zielvorgabe besteht darin, gemeinsam mit unseren Erzeuger*innen, Lieferant*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen auch weiterhin nachhaltig und gesund zu wachsen. C. Erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Investitions- und Finanzplanung Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir auf Basis vorliegender Marktforschungsdaten und bereits kontrahierter Aufträge von einer Markterholung im Bereich Blumen und Pflanzen mit leichtem Anstieg der Pro-Kopf-Ausgaben aus. Bei Obst und Gemüse als Grundnahrungsmittel gehen wir von einer weniger volatilen Nachfrage als bei Blumen und Pflanzen aus, allerdings ist bei anhaltender Inflation von einer Reduzierung der Sortimente auf den Preiseinstieg bzw. einer Verschiebung in den Discount und somit sinkenden Pro-Kopf-Ausgaben auszugehen. Daher planen wir, aufgrund der allgemeinen Unsicherheit infolge der anhaltend hohen Inflation in Verbindung mit der andauernden Krise durch den Krieg in der Ukraine, rückläufige Umsatzerlöse in Höhe von 2,1 Mrd. EUR, ein EBITDA von 35 Mio. EUR sowie ein EBT von 5,5 Mio. EUR zu erzielen. Ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der Ergebnisziele ist eine auskömmliche Rohertragsmarge durch an die aktuelle Kostensituation angepasste Kund*innenpreise, die Ausweitung des Dienstleistungsangebots von Landgard und marktgerechte Gebührenmodelle. Hierfür wurden im Jahr 2022 zahlreiche Maßnahmen vom Management umgesetzt. Im preissensitiven Marktumfeld ist die Stabilisierung der Rohertragsmarge ein ambitioniertes Ziel für die Geschäftsfelder Blumen & Pflanzen sowie Obst & Gemüse. Mittelfristiges Renditeziel bleibt weiterhin eine Umsatzrendite (auf Basis EBT) von 1,0 %. Die Investitionsplanung für das Jahr 2023 liegt bei rund 16 Mio. EUR. Der wesentliche Teil des Investitionsbudgets wird für die Modernisierung der Landgard-Standorte und der IT aufgewendet. Ersatzinvestitionen in allen Bereichen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. Dabei stehen Investitionen in das operative Geschäft weiterhin im Vordergrund. Die Liquiditätsplanung lässt keine Engpässe erkennen. Mit der Ende 2022 abgeschlossenen Vereinbarung zur Anschlussfinanzierung verfügt die Landgard-Gruppe nach derzeitiger Planung langfristig über ausreichend Liquidität. Die Entschuldung des Konzerns wird in diesem Zuge konsequent fortgeführt. Wir gehen für 2023 und die Folgejahre von keinen weitreichenden Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung durch die abflachende Corona-Pandemie aus. Allerdings sind die Dauer und der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine sowie die daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft nach wie vor nicht seriös prognostizierbar. Daher wurde neben steigenden Lohnkosten auch die Ende 2022 bestehende Kostensituation aufgrund der massiven Preiserhöhungen in den Bereichen Energie und Kraftstoffe, Frachtraumverknappung und Rohstoffmangel nach vorliegenden Erkenntnissen in der Mehrjahresplanung von Landgard berücksichtigt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Landgard eG, Straelen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Landgard eG, Straelen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Landgard eG, Straelen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des PublG und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen Vorschriften des PublG in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den fü:r die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrolllsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 25. Mai 2023 Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Katharina Begemann, Wirtschaftsprüferin Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer |
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