Schlenk Technologies Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Wickel seit 8.10.2019 | Prokura |
Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf seit 26.4.2002 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Carl Schlenk AktiengesellschaftRoth-BarnsdorfJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 - entsprechend den Vorgaben des Gesetzes und der Satzung - die Tätigkeit des Vorstandes laufend überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich laufend über die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet und sich über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik Auskunft geben lassen. Im Jahr 2020 fanden 4 Sitzungen des Aufsichtsrates bzw. dessen Ausschüsse statt. An den Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsräte teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat insbesondere auch den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzbesprechung mit dem Aufsichtsrat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus auch unterjährig die Monatsabschlüsse der wichtigsten Konzerntöchter sowie des Konzerns vorlegen und erläutern lassen und auf seinen Sitzungen eingehend besprochen. Insbesondere die Plausibilität der Bewertung des Umlaufvermögens und die Finanzierungsstruktur des Konzerns sind stetiger Prüfungsschwerpunkt. Das Gegenüberstellen und die Plausibilitätsprüfung verschiedener Bilanzkennzahlen ist hierbei ein ebenso wichtiges Instrument wie die stichprobenartige Einsichtnahme in die Bücher und Unterlagen der Finanzbuchhaltung. Vor allem wird im Rahmen des Berichtes über den Geschäftsverlauf der Niederschlag der Aussagen des Vorstandes in Bilanzzahlen stetig überprüft. Ein besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat in diesem Jahr auf die Erstellung des Jahresabschlusses sowie auf das interne Kontrollsystem. Die Erkenntnisse der Wirtschaftsprüfer wurden in die Diskussion des Aufsichtsrates mit einbezogen. Bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat sich des von ihm gebildeten Finanzausschusses und des Personalausschusses zur Vorbereitung seiner Beschlüsse bedient. Zusammengefasst lautet das Ergebnis der unterjährigen Prüfungen sowie der Prüfung des Jahresabschlusses wie folgt: Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Carl Schlenk AG, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht, sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, der Rödl & Partner GmbH, Nürnberg, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat für beide Abschlüsse den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Diese Wertung deckt sich uneingeschränkt mit den Erkenntnissen des Aufsichtsrates. Wir haben von dem Ergebnis der Prüfungen zustimmend Kenntnis genommen. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft und des Konzerns zum 31.12.2020, den Vorschlag für die Gewinnverwendung, sowie den Geschäftsbericht geprüft und mit den Wirtschaftsprüfern besprochen. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, die damit festgestellt sind, und schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung an. Dieser Bericht wurde dem Vorstand fristgerecht zugestellt.
Roth-Barnsdorf, im April 2021 Eckhard Wilhelm Mehring, Vorsitzender I. FinanzinformationenZusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20201. Allgemeine Informationen Die Carl Schlenk AG stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB auf. Der Lagebericht und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst und umfasst daher neben den Ausführungen zum Konzern der Carl Schlenk Aktiengesellschaft (Schlenk-Gruppe) auch Ausführungen zum Mutterunternehmen, der Carl Schlenk Aktiengesellschaft mit Sitz in Roth-Barnsdorf (Carl Schlenk AG). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen werden jeweils getrennt dargestellt. Er ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) Nr. 20 aufgestellt. 2. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur Die Schlenk-Gruppe ist ein international tätiger Hersteller von Pigmenten, speziellen Materialien und hochwertigen Halbzeugen. Neben den deutschen Standorten in Barnsdorf, Bernlohe, Bitterfeld, Georgensgmünd, Roth und Rothenbruck verfügt der Konzern über Produktionsstätten in Osteuropa, Asien und Nordamerika, Vertriebstochtergesellschaften in Europa, Asien und Nordamerika sowie eine Beteiligung an einem langjährigen Vertriebspartner in Brasilien. Der Konzern wird aus Barnsdorf, dem Unternehmenssitz und wichtigen Produktionsstandort der Schlenk Gruppe, durch die Muttergesellschaft Carl Schlenk AG zentral geführt. Die Carl Schlenk AG übt wesentliche Holdingfunktionen für alle Gesellschaften der Schlenk-Gruppe aus. Diese umfassen vor allem Personalverwaltung, Rechnungswesen, Einkauf, IT, Marketing und Verwaltung der Managementsysteme. 3. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Der Schlenk-Konzern wird zentral durch den Vorstand der Carl Schlenk AG geführt und von diesem überwacht. Der Vorstand besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Gemeinsam mit den Leitern zentraler Funktionsbereiche üben sie die Konzernleitung aus. Aufbauend auf der monatlichen und somit aktuellen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung erhalten der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Carl Schlenk AG eine regelmäßige Berichterstattung. Die Berichterstattung zeigt mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich auf und dient als Grundlage zur Lösungsfindung innerhalb der Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Es werden etwaige Abweichungen von den Zielvorgaben unverzüglich erkannt und entsprechende Maßnahmen zeitnah eingeleitet. Die finanziellen Steuerungsgrößen für die Carl Schlenk AG sind im Wesentlichen identisch zu den im Konzern eingesetzten Kennzahlen. 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde in 2020 stark durch die Corona-Pandemie geprägt und fiel erheblich schwächer aus als die Zuwachsraten des Vorjahres. Aufgrund des Einbruchs der wirtschaftlichen Aktivität Chinas zu Beginn des Jahres und der darauffolgenden Rückgänge im Rest der Welt nahm das globale Bruttoinlandsprodukt 2020 um -3,7% gegenüber dem Vorjahr (2019: +2,5%) ab. Starke Rückgänge in der Nachfrage, Unterbrechungen der Wertschöpfungsketten und teilweises Erliegen der Umsätze in einzelnen Branchen wie Tourismus und Gastgewerbe konnten durch höhere Onlinenachfragen nicht aufgefangen werden. So verzeichnete neben Südamerika (-6,6%) die Europäischen Union (-6,4%) den größten Rückgang im Vorjahresvergleich. Aber auch die USA (-3,5%), Japan (-4,8%) und die asiatischen Schwellenländer (-0,1%) mussten starke Rückgänge des Brutto inlandsprodukts in 2020 hinnehmen. Nach einem kurzen Aufschwung im dritten Quartal 2020 mussten aufgrund der steigenden Infektionszahlen zum Ende des Jahres die Maßnahmen erneut verschärft werden, insbesondere in Europa. Durch das Eingreifen der Regierungen und der Zentralbank konnte der Zusammenbruch der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte in diesem schwierigen Jahr verhindert werden. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts im Jahr 2020 preisbereinigt mit -4,9% deutlich gesunken (2019: +0,6%). Negative Wachstumsraten verzeichneten unter anderem die inländischen Anlageninvestitionen (-1,7%) und der einheimische Konsum (-2,0%). Auch der Export (-9,7%) litt stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In der Europäischen Union, insbesondere den südwesteuropäischen Ländern, verlor das Bruttoinlandsprodukt deutlich zum Vorjahr (2020: -6,4%; 2019: +1,6%). Bedingt durch drastische Maßnahmen aufgrund der hohen Infektionsraten nahm das BIP in Spanien (-11,0%), Italien (-8,8%), Frankreich (-8,3%) und dem Vereinigten Königreich (-9,9%) stärker ab als in Deutschland. In den osteuropäischen Ländern verzeichnete man nach einem kurzen Aufschwung im dritten Quartal erneut hohe Infektionszahlen, welche weitere Restriktionen der Regierung zur Folge hatten und das BIP insgesamt um -4,4% reduzierten. In Russland ging das Wachstum um -3,1% zurück (2019: +1,3%). Grund hierfür waren unter anderem die geringere Nachfrage nach Energierohstoffen. In den USA stieg aufgrund der Krise im ersten Halbjahr 2020 die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Jahresanfang um 11,3% an. Staatliche Förderungen und Lockerungen der Maßnahmen im zweiten Halbjahr verhalfen zu einer Erholung in vielen Bundesstaaten. Insgesamt sank das BIP 2020 um - 3,5% im Jahresvergleich (2019: +2,2%). Die japanische Wirtschaft wies in 2020 einen Rückgang des Wachstums in Höhe von -4,8% (2019: +0,3%) aus, in Südkorea ging das BIP um -1,0% (2019: +2,0%) zurück. Beide Länder waren von den Infektionszahlen vergleichsweise gering betroffen. In den restlichen asiatischen Regionen konnte China als einziges Land ein Wachstum von +2,3% erzielen (2019: +6,0%). Die Volksrepublik war früher von der Corona-Pandemie betroffen, konnte sich jedoch schon bereits im zweiten Quartal wesentlich erholen, einhergehend mit steigender Exportnachfrage und Industrieproduktion. Indien hingegen litt unter einem länger anhaltenden Lockdown und verzeichnete einen Rückgang von -8,0% (2019: +4,2%). Die anderen asiatischen Schwellenländer waren ebenfalls mit einem Rückgang von durchschnittlich -3% betroffen. Auch Südamerika wurde von der Corona-Pandemie stark getroffen und verzeichnete insgesamt einen Rückgang von -6,6% (2019: +0,9%). In Brasilien waren die Folgen der Krise in einem Anstieg der Staatsschulden und der Inflationsraten zu spüren. Dabei ging das BIP um -4,6% zurück. Argentinien hingegen wurde deutlich mehr von der Corona-Pandemie getroffen. Aufgrund der hohen Inflation und Staatsverschuldung brach die Wirtschaftsleistung um -10,4% ein (2019: -2,1%). In weiteren südamerikanischen Ländern zeichnete sich die Corona-Pandemie unterschiedlich ab. In Uruguay ging das BIP um -4,8% zurück, in Peru sogar um -11,9%. 5. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Trotz des starken vierten Quartals 2020 konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie das Pandemie-Jahr 2020 nicht zum Positiven wenden. Die erhöhte Nachfrage nach Chemieprodukten im vierten Quartal 2020 war auf einen gestiegenen Bedarf sowohl im Inland aber auch im Ausland zurückzuführen. Dieser reichte jedoch nicht aus, um die rückläufigen Zahlen der ersten Quartale auszugleichen. Die Produktion in der chemischen Industrie reduzierte sich in Deutschland aufgrund dessen insgesamt um -0,8% im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2019 lag noch ein Rückgang von -7,6% vor. Aufgrund des starken vierten Quartals und der weiterhin positiven Entwicklung erwartet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für das Jahr 2021 ein Wachstum der Chemieproduktion um +3%. Bei voraussichtlich höheren Preisen um 2% wird eine Steigerung des Branchenumsatzes von 5% angenommen. Für das Jahr 2021 wird jedoch von einer stärkeren Volatilität in der Nachfrage ausgegangen, beeinflusst durch staatliche Regulierungen sowie Faktoren wie Materialknappheit und Logistikprobleme. 6. Geschäftsverlauf Die Schlenk-Gruppe litt, wie die gesamte Chemiebranche, unter den Belastungen der Corona-Pandemie, die zu einer stark rückläufigen Nachfrage führten. Nach einem starken ersten Quartal 2020 kam es zu einer schwachen Nachfrage in den Folgemonaten. Erst im vierten Quartal war eine Erholung in der Nachfrage erneut zu spüren. Aufgrund dessen mussten wir im Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von -13,8 Mio. EUR hinnehmen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang von -8,9%. Damit wurde unsere im Vorjahr getroffene Prognose, die mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich lag, nicht erreicht. Die Schlenk-Gruppe mit ihren innovativen Anwendungen in ihren Geschäftsfeldern Metallpigmente, spezielle Werkstoffe und hochwertige Halbzeuge musste weltweit einen starken Umsatzrückgang hinnehmen. Während sich der Umsatz in Deutschland um -8,1% und in den außereuropäischen Ländern um -8,6% reduzierte, musste in den übrigen EU-Ländern ein Rückgang von -10,1% verzeichnet werden. In 2020 konnten wir die Umsatzprognose des Vorjahres nicht erreichen. Das Ergebnis vor Steuern - nach Normalisierung um die Erträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen (10,7 Mio. EUR) - wurde gemäß unserer Ergebnisprognose jedoch erzielt. Die wichtigste Stütze der Unternehmensentwicklung sind unsere motivierten Mitarbeiter. Das Engagement und die Flexibilität unseres Teams ermöglichten es, flexibel auf die Corona-Pandemie zu reagieren und die Bedarfe unserer Kunden zu erfüllen. Ertragslage und Geschäftsergebnis Insbesondere rückläufige Absatzmengen aber auch Veränderungen im abgesetzten Produktportfolio belasteten den Rohertrag. Stark beeinflusst wurde dies durch die Corona-Pandemie, welche zu einer schwachen Nachfrage unter anderem aus der Automobilbranche führte. In 2019 lag ein Bestandsaufbau vor (+1,0 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2020 wurden hingegen Vorräte abgebaut, welches sich unter anderem in der Bestandsminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse zeigte (-0,3 Mio. EUR). Der Materialaufwand ist um 11,6 Mio. EUR zurückgegangen, insbesondere durch geringere Umsatzerlöse im Automobilbereich. Im Zuge dessen hat sich die Materialaufwandsquote von 50% im Vorjahr auf 47% verbessert. Dem gegenüber stehen höhere sonstige betriebliche Erträge. In 2020 wurden Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen verzeichnet (2020: +10,8 Mio. EUR), welche sich im Wesentlichen auf nicht betriebsnotwendiges Vermögen beziehen. Auch die Kursgewinne in Höhe von +2,0 Mio. EUR (2019: +0,6 Mio. EUR) und Erträge aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von +1,4 Mio. EUR (2019: +0,6 Mio. EUR) fielen deutlich höher aus. Hingegen stehen den im Vorjahr ausgewiesenen Erträgen aus der Aktivierung von Ersatzteilen (2019: +1,5 Mio. EUR), begründet durch die Aktivierung des neu errichteten Techniklagers, im Geschäftsjahr keine Erträge gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Rohertrag im Vorjahresvergleich um 9,8% auf 90,6 Mio. EUR (Vorjahr: 82,5 Mio. EUR), die Rohertragsmarge verbesserte sich von 52,8% auf 64,2% in 2020, insbesondere unterstützt durch Sondereffekte im sonstigen betrieblichen Ertrag. Die Auslastung der produzierenden Werke der Schlenk-Gruppe war im Jahresverlauf stark volatil. Während im ersten und letzten Quartal die Werke je nach Produktgruppe im Durchschnitt angemessen ausgelastet waren, schlug sich die geringere Nachfrage nach Produkten im zweiten und dritten Quartal auch auf die Auslastung nieder. Die Anzahl unserer Mitarbeiter reduzierte sich in 2020 um 3%. Beeinflusst wurde dies einerseits durch die Reduzierung der Mitarbeiterzahlen an einem Standort in China. Gegenläufig hierzu verhielt sich der Erwerb eines Zulieferindustriebetriebs und die damit verbundene Übernahme an Mitarbeitern am Standort in Ashland, Kansas, USA. Daraus resultierend reduzierte sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% auf 43,7 Mio. EUR. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR gestiegen, welche die Investitionstätigkeit in den deutschen Produktionsgesellschaften, aber auch im Ausland widerspiegeln. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 1,6 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR. Dies wurde durch aktives Kostenmanagement erzielt, sowie durch Einsparungen bedingt durch die Corona-Pandemie insbesondere bei den Reise- und anderen Vertriebskosten. Höhere Währungskursverluste standen dem entgegen. Das Finanzergebnis reduzierte sich aufgrund der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen auf -0,2 Mio. EUR, während es im Vorjahr mit +0,3 Mio. EUR zum Ergebnis beitrug. Insbesondere lagen im Vorjahr höhere Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des Deckungsvermögens vor. Durch die oben genannten Effekte ist das Ergebnis vor Ertragsteuern um 10,1 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Ertragsteueraufwand im Konzern erhöhte sich aufgrund der steuerlichen Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften um 2,6 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich von 157,5 Mio. EUR auf 164,9 Mio. EUR. Diese Erhöhung lässt sich auf die Zunahme der frei verfügbaren liquiden Mittel (+104% auf 24,5 Mio. EUR) zurückführen, welche zum größten Teil aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen resultiert. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 4% auf 69,4 Mio. EUR, im Wesentlichen begründet durch die planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagevermögen, die die Investitionen um 2,3 Mio. EUR in 2020 überstiegen. Bei den Vorräten kam es sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aber auch bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen zu einer Reduzierung des Bestandes (-4% auf 49,1 Mio. EUR). Dies ist sowohl auf geringere Bestandsmengen durch aktives Management zurückzuführen aber auch auf die geplante Schließung des Standortes in Taixing. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 21,5 Mio. EUR geringfügig unter den Vergleichszahlen aus dem Vorjahr. Insbesondere im 4. Quartal 2020 konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden und führte zum Jahresende zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Finanzlage Die Rückstellungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2020 auf insgesamt 12,2 Mio. EUR. Bei den Rückstellungen für Pensionen und anderen Verpflichtungen kam es zu einer Reduzierung (-11% auf 4,8 Mio. EUR), bedingt durch die Wertveränderung im Deckungsvermögen. Zugleich wurden die sonstigen Rückstellungen mit -1% auf 6,7 Mio. EUR leicht abgebaut, insbesondere durch geringere Garantieverpflichtungen gegenüber Kunden, unter anderem aufgrund des gesunkenen Umsatzes. Auch bei den Steuerrückstellungen wurde ein niedrigerer Wert im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen (-16% auf 0,8 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 2,0 Mio. EUR auf 30,9 Mio. EUR, begründet durch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-33% auf 4,0 Mio. EUR) aufgrund des gesunkenen Umsatzes. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 1% auf 23,1 Mio. EUR. Sie bestehen nahezu ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten. Während des Geschäftsjahres wurde ein Darlehen in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. EUR aufgenommen, ordentliche Tilgungen (TEUR 2.804) standen der Neuaufnahme entgegen. Sämtliche Darlehen haben eine Laufzeit bis 2028 und werden planmäßig getilgt. Die Zinssätze aller Darlehen sind ausschließlich fest vereinbart. Sicherheiten wurden im banküblichen Rahmen gewährt. Nach wie vor ist die finanzielle Situation im Konzern sehr stabil. Die Eigenkapitalquote befindet sich mit 72% weiterhin auf einem guten Niveau. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich (+0,9 Mio. EUR) und beträgt in 2020 insgesamt +8,4 Mio. EUR. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die Abnahme der Vorräte, die zu einer Mittelfreisetzung um 1,9 Mio. EUR führte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf +5,1 Mio. EUR. Begründet ist dies durch hohe Einzahlungen aus Abgängen von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -0,7 Mio. EUR, beeinflusst durch die Aufnahme des langfristigen Darlehens und die gegenläufigen Tilgungen von Finanzkrediten. Die Schlenk-Gruppe verfügt am Bilanzstichtag über fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 21,0 Mio. EUR. Grundsätze des Finanzmanagements Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist eine angemessene Eigenkapitalquote. Die Kapitalstruktur wird unter Berücksichtigung der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert und angepasst. Das Finanzmanagement der Schlenk-Gruppe ist zentral organisiert. Zur Risikominimierung und zur Nutzung gruppeninterner Optimierungspotentiale werden Finanzierungen, Geldanlagen und Wechselkurssicherungen innerhalb der Gruppe gebündelt. Im Gesamtjahr 2020 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements vorgenommen. Das Kapitalmanagement bezieht sich auf das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns. Zur Veränderung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die getroffenen Investitionen ermöglichen es, uns für die Zukunft grundsätzlich strategisch auszurichten. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns des Jahres 2020 war trotz Corona-Pandemie stabil. 7. Personal Die Schlenk-Gruppe beschäftigte im Konzern durchschnittlich 855 Mitarbeiter (Vorjahr 884). Im Inland wurden 65 Auszubildende beschäftigt. Für unsere ehemaligen Mitarbeiter und deren Angehörige haben wir in 2020 aus Versorgungswerk und Unterstützungskasse TEUR 332 (Konzern) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2020 konnten wir drei 40-jährigen Jubilare, vierzehn 25-jährige und achtundzwanzig 10-jährige Jubilare beglückwünschen. 8. Investitionen / Forschung und Entwicklung In 2020 wurden zur künftigen Wahrung der Innovationskraft unserer Unternehmensgruppe an allen Produktionsstandorten wichtige Investitionsmaßnahmen vorgesehen. Dank aktivem Management wurden bedeutende Projekte erfolgreich umgesetzt. Trotz der Corona-Pandemie verliefen diese teilweise planmäßig. Insbesondere wurde durch die Übernahme eines Zulieferindustriebetriebes am Standort in Lawrence, Kansas, USA investiert, welcher als strategisch wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Qualität und Versorgung wichtiger Rohstoffe dient. Am Standort in Barnsdorf wurde zudem unter anderem in Anlagen zur Trocknung investiert und Investitionen an Gebäuden durchgeführt, um die Lagerung der Produkte zu verbessern. Effizienzeinsparungen durch Investitionen in Maschinen der Schneidtechnik wurden unter anderem am Standort Bernlohe umgesetzt. Das verwirklichte Investitionsvolumen betrug in 2020 trotz starker Einschränkungen durch Kurzarbeit insgesamt noch mehr als 6 Mio. EUR. Aus dem für 2020 geplanten Investitionsvolumen wurden ca. 2,7 Mio. EUR in das Folgejahr verschoben. Um auch zukünftig eine positive Unternehmensentwicklung sicherzustellen, plant die Schlenk- Gruppe in den nächsten Jahren weiterhin verstärkt zu investieren. Insgesamt plant die Schlenk- Gruppe in 2021 Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und das ständige Bemühen um Innovationen auf unseren Absatzmärkten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu weiteren Produktverbesserungen und Neuentwicklungen in unserem Produktportfolio. Die Aufwandsquote für Forschung- und Entwicklung in Prozent zum Umsatz liegt bei 7,9% und verdeutlicht die Wichtigkeit von Innovationen für die Schlenk-Gruppe. Trotz Corona-Pandemie wurden auch im Jahr 2020 Schulungsmaßnahmen durchgeführt, um die Qualifikation unserer Belegschaft kontinuierlich zu verbessern. 9. Chancen- und Risikobericht Das Quality Management System der Schlenk-Gruppe sowie der Carl Schlenk AG identifiziert und steuert die operativen Risiken. Das konzernweite integrierte Risikomanagement der Schlenk-Gruppe ermöglicht es, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen und wirtschaftliche Verluste zu begrenzen. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken erfolgt zentral im Finanz- und Rechnungswesen, die Steuerung der Metallpreisrisiken zentral im Metall-Einkauf der Carl Schlenk AG für alle Unternehmen der Schlenk-Gruppe. Die Steuerung dieser Risiken umfasst unter anderem die Herstellung von Sicherungsbeziehungen, die aber nicht im Konzernabschluss abgebildet werden. Die Schlenk-Gruppe ist international tätig, wodurch Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und der Absatzseite grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden können. Für die Schlenk-Gruppe bestehen Chancen und Risiken auf der Beschaffungs- und Abnehmerseite vor allem bei Kursschwankungen des USD. Auf der Produktionsseite begegnet die Schlenk-Gruppe den Wechselkursrisiken durch deren Produktionsstandorte in China, den USA und Tschechien. Währungsrisiken resultieren aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in die funktionale Währung des jeweiligen Tochterunternehmens. Des Weiteren werden im Währungsrisikomanagement geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen in fremder Währung berücksichtigt. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund Änderungen des Marktzinses. Sie können bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten zu Zinszahlungsschwankungen führen und sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Zinsänderungsrisiken sind in der Schlenk-Gruppe aufgrund der fest vereinbarten Zinssätze der langfristigen Bankverbindlichkeiten nur von geringer Bedeutung. Die Schlenk-Gruppe setzt Futures und Swaps für ihre wichtigsten Metallrohstoffe Aluminium, Kupfer, Zink und Zinn ein. Der Bedarf an Silber wird durch eine Edelmetallanlage bei einem deutschen Kreditinstitut gesichert. Die Finanzinstrumente sind ausschließlich durch das operative Geschäft veranlasst und sichern den Konzern vor starken Schwankungen der hochsensitiven Einstandspreise dieser Rohstoffe ab. Der größte Teil der Finanzinstrumente steht in einer Sicherungsbeziehung mit korrespondierenden Kundenaufträgen (Portfolio). Offene Positionen antizipieren in jedem Fall erwartete Kundenaufträge, so dass kein Restrisiko aus Marktpreisrisiken der Finanzinstrumente für den Konzern besteht. Die Marktpreisrisiken werden mit der Vorgabe und ständiger Kontrolle von Grenzen bezüglich Art und Umfang der abgeschlossenen Geschäfte im Rahmen des Metallrisikomanagements (MeRiMa) begrenzt. Aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergeben sich Kreditrisiken (Ausfallrisiken). Die Entwicklung der Bonität unserer Geschäftspartner wird permanent überwacht. Alle Gesellschaften sichern Ausfallrisiken durch eine Warenkreditversicherung ab. Je Kunde wird im Zusammenspiel mit dem Kreditversicherer ein Kreditlimit eingerichtet, das vor Auftragsannahme festgelegt und bei Veränderungen der Bonität erforderlichenfalls angepasst wird. Die ausschließlich aus Schwankungen von Zahlungsströmen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit der Schlenk-Gruppe resultierenden Liquiditätsrisiken werden zentral durch die Carl Schlenk AG mit Hilfe einer umfassenden Liquiditätsplanung und -kontrolle abgesichert. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass die Gesellschaften der Schlenk-Gruppe jederzeit zahlungsfähig sind. Die Liquiditätsplanungen werden auf lang-, mittel- und kurzfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über ein konsequentes zentrales Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Die Schlenk-Gruppe verfügt über einen hohen operativen Cashflow und ausreichend liquide Mittel. Insbesondere aufgrund der von Banken verbindlich zugesagten Kreditlinien hat die Schlenk-Gruppe jederzeit Zugang zu weiteren umfangreichen liquiden Mitteln. Die ausschließlich durch deutsche Gesellschaften der Schlenk-Gruppe zugesagten betrieblichen Versorgungsverpflichtungen werden seit 2013 teilweise durch ein gesondertes Pensionsdeckungsvermögen finanziert. Risiken einer Unterdeckung des Altersversorgungssystems bestehen durch Wertschwankungen dieses Deckungsvermögens. Da keine neuen Versorgungszusagen mehr gewährt werden, ist das Risiko einer Unterdeckung begrenzt. Umfeldrisiken und Branchenrisiken Nach wie vor sind die wichtigsten Marktrisiken bedingt durch Schwankungen in den Rohstoff- und Energiepreisen. Insbesondere durch die Corona-Pandemie kam es zudem verstärkt zu einer Verknappung der Ressourcen bei einigen Rohstoffen. Primärmetalle waren im Jahr 2020 gut verfügbar. Die Lieferzeiten von Halbzeuge und galvanische Veredelungen zeigten sich zweigeteilt. Nach starker Nachfrage im Frühjahr folgten Lagerabbaueffekte bis in den Spätsommer, welche sich in stark schwankende Lieferzeiten niederschlugen. Einer schlechten Verfügbarkeit und Preissteigerungen bei Chemikalien, die für die Herstellung von Desinfektionsmittel verwendet werden, konnte man unter anderem durch die Gewinnung neuer Lieferanten entgegenwirken. Den Beschaffungsrisiken auf den Rohstoffmärkten wird insbesondere mit langfristigen Bezugskontrakten und bei Bedarf durch fristenkongruente Termingeschäfte und Swaps begegnet. Darüber hinaus konnte durch die Übernahme eines Zulieferindustriebetriebes am Standort in Lawrence, Kansas, USA ein strategisch wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Qualität und der Versorgung mit elementaren Rohstoffen gegangen werden. In 2021 erwarten wir weiterhin starke Schwankungen sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den Absatzmärkten, deren Risiken wir uns nicht entziehen können. Mögliche Störungen der gesamten Lieferkette werden hierzu laufend neu bewertet und überwacht. Leistungswirtschaftliche Risiken Als Hersteller chemischer Produkte unterliegt die Schlenk-Gruppe komplexen regulatorischen Vorschriften. Die weitere Verschärfung dieser Bedingungen führt zwangsläufig zu höheren Kosten, die auf Dauer über die Produktpreise finanziert werden müssen und sich somit auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit negativ auswirken können. Die Zahlungsbedingungen mit Kunden und Lieferanten werden ständig überwacht und entsprechen dem Branchen- und Landesdurchschnitt. Der Großteil der metallischen Rohstoffe wird weltweit in Euro eingekauft, zu einem geringen Anteil auch in USD. Darüber hinaus optimiert der Konzern mit kontinuierlichen Verbesserungen die Produktions- und Logistikstrukturen und steigert somit fortlaufend die Effizienz des Produktionsprozesses. Informationstechnische Risiken Mit dem immer stärkeren Einsatz von Informationstechnologie in allen Konzernbereichen steigen die informationstechnischen Risiken, wie beispielsweise der Ausfall von Computern oder der unbefugte Zugriff auf Hard- und Software. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat der Konzern in Zusammenarbeit mit Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen von der Prävention bis zur Intervention entwickelt und im Einsatz, die Daten und IT-Infrastruktur zu schützen. Zudem wird laufend in moderne Informationstechnologie investiert, so dass die Prozesse im Konzern noch effizienter werden. Unternehmensstrategische Risiken Die Schlenk-Gruppe beobachtet die aktuelle Marktentwicklung und den verschärften Wettbewerb in den relevanten Märkten kritisch. Die solide Eigenkapitalbasis und langfristige Finanzierung zu moderaten Konditionen trägt jedoch dazu bei, den Fortbestand der Gruppe, verschärft durch die schwer einschätzbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie, nicht zu gefährden. Die demographische Entwicklung und Präferenzstrukturen im Bereich der Ausbildung in Deutschland führen weiterhin zu einer Verknappung am Angebot potentieller Mitarbeiter in verschiedenen Schlüsselqualifikationen bei Facharbeitern. Die Unternehmensgruppe begegnet dem weiterhin durch verstärkte Anstrengungen in der Ausbildung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitern sowie in der Personalakquisition. Schlenk als interessanten Arbeitgeber mit Perspektive kontinuierlich weiter zu entwickeln und zu platzieren ist auch in Zukunft unsere vordringliche Handlungsstrategie. Chancen Unsere innovativen Produkte und Anwendungen ermöglichen es uns auch künftig den Weg eines nachhaltigen Wachstums fortzuführen. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Vor allem durch die getätigten Kapazitätserweiterungen und Investitionen in den Bereichen von ökologisch-nachhaltigen sowie zukunftsträchtigen Produkten sehen wir großes Potential, um unser Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Weitere Chancen erwarten wir aus der stetigen Optimierung der Produktionsplanung und -disposition, sowie aus der sukzessiven Verbesserung der Managementsysteme, um die Effizienz der Schlenk-Gruppe auch zukünftig zu steigern. 10. Prognose Der anhaltende Kostendruck bei der Energie- und Rohstoffbeschaffung, insbesondere für Metalle und Chemie, die aktuelle Wettbewerbssituation, die starken Schwankungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten und insbesondere die nicht abzuschätzende weitere Entwicklung aufgrund der Corona-Pandemie stellen uns in 2021 vor herausfordernde Rahmenbedingungen. Die in der Schlenk-Gruppe angewandte konservative und auf Stabilität beruhende Unternehmenspolitik bildet die Basis, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Schlenk-Gruppe setzt weiterhin auf Produkt- und Technologieinnovationen sowie eine nischenorientierte Marktbearbeitung. Zudem wird die Stellung auf den relevanten Weltmärkten fortschreitend ausgebaut. Auch für das Jahr 2021 können die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung der Schlenk-Gruppe schwer abgeschätzt werden. Durch die zunehmende Anzahl der geimpften Bevölkerung und die schnellere Reaktion auf Infektionen anhand vermehrter Testungen erwarten wir positive Impulse auf den Märkten. Gegenläufig könnten sich verstärkt Unternehmensinsolvenzen und eine Eintrübung der Arbeitsmarktsituation auf die Wirtschaft auswirken. Nach der Eintrübung in 2020 gehen wir trotz allem von einer leichten Erholung in der Automobilbranche aus. Wir erwarten schon in 2021 Aufholeffekte in der Nachfrage unserer Kunden. Für das Jahr 2021 planen wir aufgrund dessen mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich, jedoch erwarten wir noch keine Rückkehr zum Umsatzniveau 2019 vor der Pandemie. Alle weiteren Kosten wurden dem Umsatzniveau und dem geänderten Produktmix entsprechend angepasst geplant, ein wichtiger Bestandteil der Planung sind weiterhin verstärkte Investitionen, um auch zukünftig eine positive Unternehmensentwicklung sicherzustellen und uns am Markt weiterhin zukunftsfähig zu positionieren. Unter diesen Prämissen erwarten wir im Vergleich zum Ergebnis vor Steuern 2020 - nach Normalisierung um die Erträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen (10,7 Mio. EUR) - ein leicht steigendes Ergebnis vor Steuern in 2021. Die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie bleiben jedoch weiterhin bestehen. Unser Fokus in 2021 liegt weiterhin darin, die finanzielle Stabilität des Unternehmens konsequent durch Effizienz und Einsparmaßnahmen aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Zukunftsinvestitionen weiterhin durchzuführen. 11. Ertragslage und Geschäftsergebnis der Carl Schlenk AG Der Umsatz der Carl Schlenk AG setzt sich zum größten Teil aus konzerninternen Erlösen mit Tochtergesellschaften zusammen, die aus ihrer Holdingfunktion für die Schlenk-Gruppe resultieren. In diesem Zusammenhang erzielte die Carl Schlenk AG im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 7,7 Mio. EUR. Diese erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR (+3,0%). Neben den Umsatzerlösen stellen die Beteiligungserträge eine wesentliche Ertragsquelle der Carl Schlenk AG dar, die sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR (-17,7%) aufgrund geringerer Ergebnisabführungen reduzierten. Des Weiteren wies die Carl Schlenk AG in 2020 um 10,7 Mio. EUR höhere sonstige betriebliche Erträge aus, welche insbesondere durch Verkäufe von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen begründet sind. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 0,3 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR, aufgrund höherer Kursverluste im Geschäftsjahr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich in Summe aufgrund der oben geschilderten wesentlichen Effekte von 3,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,5 Mio. EUR. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte sowohl aus den laufenden Steuern für das Geschäftsjahr aber auch aus passiven latenten Steuern aufgrund einer Rücklage gemäß § 6b EStG. Nach Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 9,8 Mio. EUR (2019: 2,9 Mio. EUR). Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen reduzierte sich um 1,1% auf 59,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Dieses wird von den Anteilen an den Tochtergesellschaften dominiert (58,3 Mio. EUR), welche sich gegenüber dem Vorjahr (58,2 Mio. EUR) geringfügig erhöhten. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und im Sachanlagevermögen standen den Investitionen (TEUR 211), Abschreibungen in Höhe von TEUR 291 sowie Abgänge aus nicht betriebsnotwendigen Anlagenverkäufen gegenüber. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen im Vergleich zum Vorjahr um 5,7% auf 19,5 Mio. EUR (2019: 20,7 Mio. EUR) zurück, im Wesentlichen aufgrund geringerer sonstiger Vermögensgegenstände. Im Vergleich zum Vorjahr lagen insbesondere geringere Umsatzsteuerforderungen vor. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR und resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Auf der Passivseite lagen die Verbindlichkeiten mit 30,9 Mio. EUR zum Bilanzstichtag um 8,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen (um 17,3 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR) deutlich zurück, während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (um 8,9 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR) stiegen. Begründet ist dies durch die Cash-Pooling Funktion der Carl Schlenk AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen zum Bilanzstichtag fünf Darlehen, welche kurz- und langfristige Restlaufzeiten aufweisen und mit 19,3 Mio. EUR zum Stichtag valutieren. Sie bestehen nahezu ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten. Während des Geschäftsjahres wurde ein Darlehen in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. EUR aufgenommen, ordentliche Tilgungen (1,4 Mio. EUR) standen der Neuaufnahme entgegen. Sämtliche Darlehen haben eine Laufzeit bis 2028 und werden planmäßig getilgt. Die Zinssätze aller Darlehen sind ausschließlich fest vereinbart. Sicherheiten wurden im banküblichen Rahmen gewährt. Nach wie vor ist die finanzielle Situation der Carl Schlenk AG stabil. Die Summe der Rückstellungen erhöhte sich um 0,1 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR (2019: 0,6 Mio. EUR), im Wesentlichen begründet durch um 0,1 Mio. EUR höhere Steuerrückstellungen. Risiken und Chancen Die Geschäftsentwicklung der Carl Schlenk AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die der Carl Schlenk-Gruppe. Diese sind im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts dargestellt. Die Carl Schlenk AG als Mutterunternehmen ist in das konzernweite interne Kontrollsystem des Carl Schlenk Konzerns eingebunden. Die Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems für die Carl Schlenk AG erfolgt im Risikobericht des Carl Schlenk Konzerns. Prognose Die Erwartungen für die Carl Schlenk AG hinsichtlich ihrer finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entsprechen im Wesentlichen - aufgrund ihrer Tätigkeit als Holding der Schlenk-Gruppe und der damit verbundenen finanziellen Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften - den Prognosen der Carl Schlenk-Gruppe, die ausführlich im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts beschrieben wurden.
Roth-Barnsdorf, 07. April 2021 Carl Schlenk AG gez. Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf, Vorstand gez. Dr. Alois Seidl, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Die Carl Schlenk Aktiengesellschaft, mit Sitz in Roth-Barnsdorf, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 301 eingetragen. Der Konzernabschluss der Carl Schlenk Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz wurde nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Im Konzernanhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Konzernbilanz oder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Carl Schlenk Aktiengesellschaft umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. B. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN 1. Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. 2. Änderung von Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 3. Währungsumrechnung Gemäß § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Die Differenzen aus dieser Umrechnung werden gesondert gem. § 277 Abs. 5 S. 2 HGB i. V. m. § 284 Abs. 1 HGB im Konzernanhang angegeben. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der Tochterunternehmen mit Sitz in China, Hong Kong, Tschechien und den USA werden mit Ausnahme des Eigenkapitals gem. § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit den Monats-Durchschnittskursen umgerechnet. Im vorliegenden Konzernabschluss wird die sich aus dieser Umrechnung ergebende Umrechnungsdifferenz gesondert unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" innerhalb des Konzerneigenkapitals gem. § 308a S.3 HGB ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung gem. § 256a HGB resultierende Ergebniswirkungen, die in den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen enthalten sind, sowie die auf der Währungsumrechnung gem. § 308a HGB basierenden Aufrechnungsdifferenzen zwischen den auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung erfolgswirksam behandelt. 4. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 Abs. 2 HGB) wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. 5. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 8-50 Jahre, für Mietereinbauten 5-25 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten Fertigungsmaterial- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. 6. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bilanziert. 7. Beteiligungen Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. 8. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit den gleitenden Durchschnittswerten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bewertet. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden Ansprüche und Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung, der Verarbeitung und dem Verkauf von Nichteisenmetallen, im Wesentlichen Kupfer, und Edelmetallen, insbesondere Silber, bestehen. Der Ausweis erfolgt branchenüblich innerhalb der Vorräte, da sie dem Charakter nach einerseits als geleistete Anzahlungen, verstanden werden, wenn es sich um Ansprüche des Konzerns gegen Kunden oder Lieferanten handelt. Andererseits werden sie als erhaltene Anzahlungen verstanden, wenn es sich um Verpflichtungen des Konzerns handelt. Des Weiteren besteht gegenüber einem Kreditinstitut eine Verpflichtung aus einer Silberanlage, die ebenfalls branchenüblich mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen saldiert ausgewiesen wird. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst. 10. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten und ist zum Nennwert bilanziert. 11. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 12. Latente Steuern 12.1. Latente Steuern gem. §§ 300, 308 i. V. m. § 274 HGB Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sog. "temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche können nur in dem Umfang aktiviert werden, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend steuerliches Einkommen genutzt werden kann. Soweit sich auf Ebene der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerentlastung ergab (aktive latente Steuern), wurde das Wahlrecht zur Nichtaktivierung von aktiven latenten Steueransprüchen gemäß §§ 300, 308 i. V. m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen. Eine sich auf Ebene der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Konzernbilanz als passive latente Steuer angesetzt. 12.2. Latente Steuern gem. § 306 HGB Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so werden eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Die sich ergebende Steuerbe- und die sich ergebende Steuerentlastung wird miteinander saldiert ausgewiesen. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2020 auf Basis kombinierter, unternehmensindividueller Ertragssteuersätze, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich gelten. Latente Steuern, die aus Bewertungsunterschieden im Zusammenhang mit der Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB) resultieren, werden mit dem kombinierten Ertragsteuersatz des die Lieferung empfangenden Tochterunternehmens bewertet. Der Bewertung liegen folgende kombinierte Ertragsteuersätze zugrunde:
13. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2020 ausschließlich bei deutschen Gesellschaften bestehenden Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Die Berechnung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren nach Engbroks ermittelt. Die Berechnung enthält Annahmen über den aktuellen Rechnungszins (2,3 %), die Gehaltsdynamik (0,0 % bis 2,0 %), die Rentendynamik (1,5 % bis 3,0 %) und weitere Bewertungsparameter. Entsprechend haben diese Annahmen Einfluss auf die Höhe der angesetzten Pensionsrückstellungen. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Das Pensionsalter für Männer wird mit 65 bzw. 63 Jahren, für Frauen mit 60 Jahren angenommen. Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln R 2018 G der Heubeck AG. Zur Erfüllung der Ansprüche aus Pensionszusagen der Carl Schlenk Aktiengesellschaft sind Aktien der Carl Schlenk Aktiengesellschaft, die von der Schlenk Pensions GmbH gehalten werden, zur teilweisen Sicherung dieser Pensionsansprüche insoweit verpfändet, dass diese Vermögensgegenstände alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (sog. Deckungsvermögen) erfüllen. Im Zuge dessen wurden diese Anteile zum Zeitwert bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. 14. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. 15. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. 16. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 17. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Carl Schlenk Aktiengesellschaft sind folgende Gesellschaften einbezogen worden:
1 Assoziiertes Unternehmen
Die Greenway Circle, Inc., Ashland, USA, wurde zum 10. März 2020 gegründet und zu diesem Zeitpunkt in den Konzern einbezogen. Zum 29. September 2020 wurde die Schlenk Technologies und Dienstleistungen GmbH & Co. KG in die Schlenk TAF GmbH & Co. KG geändert. Mit Beschluss vom 09. Juni 2020 wurde der Verkauf der Schlenk Metallic Pigments (Taixing) Co. Ltd. beschlossen. Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
18. Stichtag für die Aufstellung Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag der Carl Schlenk Aktiengesellschaft (31. Dezember 2020) aufgestellt. Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und des assoziierten Unternehmens wurden ebenfalls auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. 19. Kapitalkonsolidierung Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden entsprechend §§ 301 Abs. 3, 309 HGB behandelt. Diese sind bereits voll abgeschrieben. Der aus der Kapitalkonsolidierung verbliebene passive Unterschiedsbetrag wurde bereits in den Vorjahren ergebniswirksam aufgelöst. 20. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden eliminiert. Die sich hieraus ergebenden Aufrechnungsdifferenzen wurden ergebniswirksam behandelt. 21. Zwischenergebniseliminierung In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz mit den Konzernherstellungskosten bewertet. 22. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse, andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 23. Assoziierte Unternehmen Die Beteiligung an der True Color Pigmentos e Corantes Ltda. wurde zum Zeitpunkt der Anschaffung des Anteils mit dem Buchwert angesetzt, der den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten entsprach. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert betragen:
Gemäß § 312 Abs. 5 S. 2 HGB wurden die Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens nicht angepasst. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vor Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Die Umrechnung des Anlagevermögens der ausländischen Tochterunternehmen, die ihre Abschlüsse nicht in Euro aufstellen, erfolgt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Die sich dabei ergebenden Kursdifferenzen zum Vorjahr werden im Anlagenspiegel separat ausgewiesen. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in dem in den Anlagen zum Konzernanhang beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt. 2. Umlaufvermögen 2.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von TEUR 1.659 (Vorjahr: TEUR 1.668). Im Übrigen haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 613 (Vorjahr: TEUR 676) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 2.2. Vorräte Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zum 31. Dezember 2020 neben den eigenen Beständen Ansprüche in Höhe von TEUR 855 sowie Verpflichtungen in Höhe von TEUR 516 saldiert ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung, der Verarbeitung und dem Verkauf von Nichteisenmetallen und Edelmetallen bestehen. Die aus einer Edelmetall-Anlage (Silber) gegenüber einem Kreditinstitut bestehende Verpflichtung beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 1.895 und wurde ebenfalls mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen saldiert ausgewiesen. 3. Latente Steuern
*) [+] Aktive latente Steuern / [-] Passive
latente Steuern
Die latenten Steuern beruhen auf den nachfolgend aufgeführten Differenzen. 3.1. Latente Steuern gem. §§ 300, 308 i. V. m. § 274 HGB Im Geschäftsjahr ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 344) bei der ALBO-Schlenk s.r.o., Bojkovice, Tschechien, welche im Wesentlichen passive temporäre Differenzen aus abweichenden Nutzungsdauern im Sachanlagevermögen betrifft. Des Weiteren ergeben sich passive latente Steuer in Höhe von TEUR 3.018 (Vorjahr: TEUR 0) bei der Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf sowie TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 24) bei der Schlenk Metallfolien GmbH & Co. KG, Roth-Barnsdorf, welche auf passive temporäre Differenzen aus Rücklagen gem. § 6b EStG zurückzuführen sind. 3.2. Latente Steuern gem. § 306 HGB
3.3. Entwicklung der Latenten Steuern Der gesamte latente Steueraufwand beläuft sich auf TEUR 2.773 (Vorjahr latenter Steueraufwand: TEUR 328) und ist unter den "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die latenten Steuern entwickelten sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt:
4. Eigenkapital 4.1. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 3.000) entspricht dem gezeichneten Kapital der Carl Schlenk Aktiengesellschaft und ist eingeteilt in 59.802 (Vorjahr: 59.802) auf den Inhaber lautende Stammaktien und 198 auf den Namen lautende Vorzugsaktien zu je EUR 50,00. 4.2. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen umfassen neben denen der Muttergesellschaft (einschließlich der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 300) die Gewinnrücklagen und kumulierten Bilanzgewinne und -verluste der Vorjahre der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Darüber hinaus enthalten sie Eigenkapitaldifferenzen aus der Verrechnung von Konsolidierungsmaßnahmen mit Ausnahme der Differenzen aus der Währungsumrechnung und der Kapitalkonsolidierung.
4.3. Konzernbilanzgewinn
Zur Ausschüttung an die Gesellschafter steht der Bilanzgewinn der Carl Schlenk Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 9.761 zur Verfügung. 5. Pensionsrückstellungen
Der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 6 i. V. m. § 298 Abs.1 HGB beläuft sich auf TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 1.037). Mit Verträgen vom 21. August 2013 wurden Aktien der Carl Schlenk Aktiengesellschaft durch die Schlenk Pensions GmbH erworben. Die Anschaffungskosten betrugen TEUR 2.676. Zur Erfüllung der Ansprüche aus Pensionszusagen sind diese Aktien an Versorgungsberechtigte der Carl Schlenk Aktiengesellschaft zur Sicherung der Pensionsansprüche insoweit verpfändet, dass diese Vermögensgegenstände alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (sog. Deckungsvermögen) erfüllen. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.108. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden Aufwendungen und Erträge wie folgt miteinander verrechnet:
Die Ermittlung des Zeitwertes des Deckungsvermögens erfolgte anhand eines Discounted Cashflow Modells (DCF). Basis des DCF sind vom Vorstand der Carl Schlenk Aktiengesellschaft über einen Zeitraum von drei Jahren (bis 2023) geplante zukünftige Zahlungsmittelüberschüsse aus dem operativen Geschäft des Schlenk Konzerns. Die Cashflow-Reihen wurden nach Ende des dreijährigen Detailplanungszeitraums fortgeschrieben, indem der Zahlungsmittelüberschuss des Planungsjahres 2023 (sog. "Terminal Value") nach dem Modell der ewigen Rente konstant fortgeschrieben wurde. Die geplanten Zahlungsmittelüberschüsse wurden im DCF-Modell einheitlich mit einem risiko- und laufzeitadäquaten gewichteten Diskontierungsfaktor (WACC) kapitalisiert. Bei der Diskontierung der Zahlungsmittelüberschüsse wurde daher ein risikoadjustierter Faktor nach Steuern verwendet, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Schlenk Konzerns berücksichtigt. Der im WACC verwendete Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der vom Vorstand erwarteten Refinanzierungskonditionen des Schlenk Konzerns bestimmt. 6. Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten haben nachfolgende Restlaufzeiten und sind wie folgt besichert:
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. 8. Finanzinstrumente Die (derivativen) Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Preissicherung von Rohstoffen. Sie decken die zugrundeliegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte der Konzernunternehmen sowie die originären Finanzgeschäfte ab (Grundgeschäfte) und werden für interne Steuerungszwecke soweit möglich in Bewertungseinheiten mit den zu Grunde liegenden Geschäften zusammengefasst. Von den zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten werden zum Bilanzstichtag keine in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Finanzinstrumente bestehen zum Bilanzierungszeitpunkt aus einem Commodity Swap zur Sicherung der Preise von zukünftig erwarteten Aluminiumgeschäften, sowie aus Futures zur Sicherung der Preise von zukünftig erwarteten Aluminiumgeschäften. Die Buchwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Der Marktwert des Commodity Swap wird auf Basis des Bewertungsmodells der UniCredit Bank AG ermittelt, die Futures auf Basis von aktuellen Kassapreis-Notierungen an den Warenterminbörsen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschlägen. Negative Zeitwerte sind als Rückstellungen für drohende Verluste unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten
2. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge sind teilweise anderen Perioden zuzuordnen. Diese beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.169) sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.428 (Vorjahr: TEUR 570). Im Geschäftsjahr wurden außergewöhnliche Erträge aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 10.718 erzielt. Des Weiteren betrugen die Erträge aus der Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr TEUR 2.010 (Vorjahr: TEUR 623). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 890). 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist der negative Saldo aus der Verrechnung der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 732 mit Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 669 ausgewiesen. Im Vorjahr war der positive Saldo aus der Verrechnung der Erträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens (TEUR 1.288) mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 862) unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Finanzmittelfonds In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt. Der Finanzmittelfonds besteht zum Stichtag aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 24.478; Vorjahr: TEUR 11.970). Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 20, die nur eingeschränkt kurzfristig verfügbar waren. Im Vorjahr lagen keine Einschränkungen vor. 2. Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter An nichtbeherrschende Gesellschafter sind im Geschäftsjahr TEUR 29 Dividenden ausgezahlt worden, im Vorjahr lag keine Ausschüttung vor. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Personalaufwand und beschäftigte Arbeitnehmer Unter dem Personalaufwand sind Erträge aus der Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr Aufwendungen für Altersvorsorge: TEUR 336) ausgewiesen. Sonstige soziale Verpflichtungen, welche sich bei Unternehmensaustritt oder altersbedingtem Ausscheiden ergeben, sind in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten.
2. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Auf die Angaben nach § 314 Abs.1 Nr. 6a HGB hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstands des Mutterunternehmens wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebener betrugen TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 165); die Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder belaufen sich auf TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 1.242). Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 35). 3. Abschlussprüferhonorare Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für Leistungen im Geschäftsjahr 2020 betrug TEUR 241. Davon entfielen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 99 und auf Steuerberatungsleistungen TEUR 142. 4. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensAuf der Grundlage des Bilanzgewinns der Carl Schlenk Aktiengesellschaft schlägt der Vorstand vor, diesen wie folgt zu verwenden:
Roth-Barnsdorf, den 07. April 2021 Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf, Vorstand Dr. Alois Seidl, Vorstand Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 07. April 2021 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Freytag, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020I. ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES A. Allgemeine Angaben Die Carl Schlenk Aktiengesellschaft, mit Sitz in Roth-Barnsdorf, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 301 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Carl Schlenk Aktiengesellschaft umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 2. Währungsumrechnung Unter Berücksichtigung des § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die 3 bis 5 Jahre beträgt. 4. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Gebäude 10 bis 25 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren beweglichen Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten netto EUR 250, nicht aber EUR 800 übersteigen, wurden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit 100 % abgeschrieben. Die tatsächliche Nutzungsdauer, ein eventueller Verkauf, eine Wertminderung oder Zerstörung sind unbeachtlich. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu netto EUR 250 werden sofort als Aufwand gebucht. 5. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst. 7. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Nennwert bewertet sind. 8. Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 10. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. 11. Latente Steuern Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sog. "temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden. Aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergab sich zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerbelastung (passive latente Steuern). Der Bewertung liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 28,43% zugrunde. 12. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Die Bewertung der Haftungsverhältnisse erfolgt in Höhe der maximalen Zahlungsverpflichtung. Die Haftungsverhältnisse für bestehende Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die Berechnung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren nach Engbroks ermittelt. Die Berechnung enthält Annahmen über den aktuellen Rechnungszins (2,30 %), die Gehaltsdynamik (0,0 % bis 2,0 %), die Rentendynamik (1,5 % bis 3,0 %) und weitere Bewertungsparameter. Entsprechend haben diese Annahmen Einfluss auf die Höhe der angegebenen Haftungsverhältnisse. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Das Pensionsalter für Männer wird mit 65 bzw. 63 Jahren, für Frauen mit 60 Jahren angenommen. Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln R 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist im Anlagenspiegel der Carl Schlenk AG in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen Unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen / -verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus dem täglichen Ausgleich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash-Pooling-Systems durch die Carl Schlenk Aktiengesellschaft resultieren. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Geschäftsjahr und Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr. 4. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Carl Schlenk Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2020 insgesamt TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 3.000) und ist eingeteilt in 59.802 (Vorjahr: 59.802) auf den Inhaber lautende Stammaktien und 198 auf den Namen lautende Vorzugsaktien zu je EUR 50,00 pro Stückaktie. Gewinnrücklagen Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2020 wurde vom Vorjahresergebnis ein Betrag von TEUR 2.907 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Bilanzgewinn
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen. 5. Verbindlichkeiten Angaben zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung (Vorjahreswerte in Klammern):
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 59). 6. Latente Steuern Im Geschäftsjahr ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 3.018 (Vorjahr: TEUR 0), die auf eine temporäre Differenz aus einer Rücklage gem. § 6b EStG zurückzuführen ist. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge sind teilweise anderen Perioden zuzuordnen. Diese beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 124). Im Geschäftsjahr wurden außergewöhnliche Erträge aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 10.718 erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 enthalten (Vorjahr: TEUR 3). 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 408 enthalten (Vorjahr: TEUR 0). E. Haftungsverhältnisse Mit Vertrag vom 25. Juni 2013 ist die Schlenk Pensions GmbH allen Altersversorgungsverpflichtungen der Carl Schlenk Aktiengesellschaft gegenüber deren Versorgungsberechtigten aus den Pensionszusagen beigetreten. Durch diesen Schuldbeitritt haften die Carl Schlenk Aktiengesellschaft und die Schlenk Pensions GmbH den Versorgungsberechtigten gegenüber gesamtschuldnerisch. Aufgrund der Regelungen des Vertrags besteht zwischen der übertragenden Carl Schlenk Aktiengesellschaft und der übernehmenden Schlenk Pensions GmbH eine Vereinbarung, die als Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis zu werten ist und demgemäß eine gesamtschuldnerische Haftung der beiden Unternehmen begründet. Bei der übertragenden Carl Schlenk Aktiengesellschaft, welche rechtlich zur gesamten Leistung gegenüber den Versorgungsberechtigten verpflichtet bleibt, werden keine Pensionsrückstellungen passiviert, da keine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung durch die Schlenk Pensions GmbH droht. Der Schuldbeitritt umfasst die Pensionsverpflichtungen als Ganzes sowohl in der gegenwärtigen als auch in der künftigen Höhe. Die hieraus resultierenden Haftungsverhältnisse aus Altersversorgungsverpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 7.024 (Vorjahr: TEUR 6.920). Aufgrund der finanziellen Ausstattung der Schlenk Pensions GmbH ist von einer Inanspruchnahme der Carl Schlenk Aktiengesellschaft nicht auszugehen. Die Carl Schlenk Aktiengesellschaft haftet weiterhin als Gesamtschuldner für ein Darlehen, das einem verbundenen Unternehmen von Kreditinstituten gewährt wurden (TEUR 3.889). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist als sehr gering einzuschätzen. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN A. Befreiungsvorschrift Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB wird im Geschäftsjahr in Anspruch genommen. B. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Für den Konzernabschluss kommen die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften zur Anwendung. C. Gesellschaftsorgane 1. Mitglieder des Vorstands der Carl Schlenk Aktiengesellschaft Herr Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf Herr Dr. Alois Seidl 2. Mitglieder des Aufsichtsrats der Carl Schlenk Aktiengesellschaft
D. Beschäftigte Arbeitnehmer
E. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a) und b) HGB hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstands wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 34. F. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Gewinn- und Verlustrechnung der Carl Schlenk AG schließt ab:
Auf der Grundlage des Bilanzgewinns der Carl Schlenk Aktiengesellschaft schlägt der Vorstand vor, diesen wie folgt zu verwenden:
Roth-Barnsdorf, den 07. April 2021 Carl Schlenk Aktiengesellschaft Carl-Joachim von Schlenk-Barnsdorf Dr. Alois Seidl Entwicklung des Anlagevermögens der Carl Schlenk Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Carl Schlenk AG, Roth-Barnsdorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 07. April 2021 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Freytag, Wirtschaftsprüfer Die ordentliche Hauptversammlung hat am 14.06.2021 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 9.761.197,95 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 20,00 je dividendenberechtigter Stückaktie, ergibt insgesamt € 1.200.000,00, Einstellung in Gewinnrücklagen € 8.561.000,00, Gewinnvortrag € 197,95. |
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