PBB Metallbau OHG
Selbe AdresseHerstellung von Metallkonstruktionen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Heinrich Werner Pömpner seit 9.9.2020 | Geschäftsführer |
Manfred Horsch seit 9.9.2020 | Prokura |
Peter Christoph Munkes seit 29.6.2017 | Prokura |
Vincent Leroux seit 26.4.2017 | Prokura |
Ulf Wittmann seit 26.4.2017 | Prokura |
Thomas Otto Kehl seit 7.3.2017 | Geschäftsführer |
Michael Theilig seit 7.10.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GMM International S.à r.l. | 84.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pfaudler GmbHWaghäuselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 20241. Grundlagen des Unternehmens Die Pfaudler GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft der internationalen GMM-Pfaudler Gruppe, einem international ausgerichteten Anbieter von wirtschaftlichen Lösungen für die Prozesstechnik in der chemischen, pharmazeutischen, Lebensmittel-, Biotechnologie- und Biokraftstoffindustrie. Die Pfaudler GmbH wird in die Konzernabschlüsse der GMM International S.à r.l., Luxemburg, (kleinster Kreis von Unternehmen) sowie der GMM Pfaudler Limited, Indien, (größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Folgende Produkte werden produziert und/oder vertrieben:
Die Produkte der Pfaudler Gruppe werden unter den führenden Markennamen Pfaudler, Mavag, Normag, interseal, Edlon, Hydroair, Mixpro und Mixel vermarktet. Alleinige Gesellschafterin der Pfaudler GmbH ist die GMM International S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Die Pfaudler Gruppe hat einen klaren Fokus auf die Bedürfnisse ihrer nationalen und internationalen Kunden durch ein umfassendes Angebot von Produkten (Technologies), Ersatzteilen und Serviceleistungen (Services) sowie kundenindividuellen Lösungen (Systems). Auf dem regionalen sowie plattformbezogenen Ausbau dieses Angebots basiert die Wachstumsstrategie der Pfaudler GmbH. Die Pfaudler GmbH wird im Wesentlichen mit folgenden Kennzahlen gesteuert:
Diese Kennzahlen orientieren sich an Zielgrößen, die vom Mutterkonzern GMM International S.à r.l. für die einzelnen Gesellschaften festgelegt werden; sie werden über das interne Berichtswesen regelmäßig gemessen und überprüft. Planabweichungen werden durch das Management analysiert und im Falle von Abweichungen werden Maßnahmen zur Erreichung der Zielgrößen vereinbart. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Sowohl die weltweite Chemie- und Pharmaindustrie als auch die Weltwirtschaft allgemein sind seit Februar 2022 vom Krieg in der Ukraine betroffen. Besondere Auswirkungen hat der Krieg auf die Inflation, Rohmaterialkosten, Energiepreise, Warenlieferketten und Investitionsentscheidungen von Kunden. Derzeit sind die Auswirkungen dieser Entwicklungen allerdings für die Pfaudler GmbH weiterhin beherrschbar. Der Wegfall von Aufträgen aus Russland und der Ukraine konnten im Geschäftsjahr durch Aufträge aus anderen Ländern kompensiert werden. Weiterhin sind auch die Folgen der Covid-19-Pandemie spürbar. In den letzten Jahren hat die chemische und pharmazeutische Industrie bedeutende neue Kapitalinvestitionen von Industrieländern in Länder mit starkem Wirtschaftswachstum (z. B. Asien) verlagert. Aufgrund der Erfahrungen der Covid-19 Pandemie gibt es Anzeichen, dass die chemische und pharmazeutische Industrie beabsichtigt bzw. bereits damit begonnen hat, neue Kapitalinvestitionen wieder verstärkt in Europa bzw. Nordamerika zu tätigen. Die Pandemie hat die Anfälligkeit der weltweiten Lieferketten sowie die Abhängigkeit von China und teilweise Indien aufgezeigt, so dass Investitionen in die traditionellen Märkte zum Zwecke der Risikominimierung getätigt werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Spezialchemikalien in Europa aufgrund einer soliden Grundlage in Forschung & Entwicklung und High-End-Anwendungen in der europäischen Kunststoffverarbeitungs-, Fertigungs- und Automobilindustrie weiterhin stark bleiben. Gemäß dem World Chemistry Report Juni 2024 ist die Produktion der weltweiten Chemie- und Pharmaindustrie im Zeitraum Januar bis April 2024 um 1,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. In Westeuropa ging die Produktion überdurchschnittlich stark um 8,1% zurück, wohingegen in Deutschland in diesem Zeitraum die Produktion um 1,3% gestiegen ist. Wir glauben, dass das Produkt- und Leistungsangebot sowie die Kompetenzen der Pfaudler GmbH die Voraussetzungen für ein zukünftiges profitables Wachstum bieten. Wir sehen Verbesserungen durch Optimierungsmaßnahmen des Pfaudler Fertigungsstandorts in Deutschland und erwarten auf dieser Basis weitere Verbesserungen im kommenden Geschäftsjahr. 2.2 Geschäftsverlauf Die Pfaudler GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von Mio. EUR 47,8 (Vorjahr: Mio. EUR 43,8) mit deutschen und internationalen Kunden, insbesondere in den Bereichen der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie sowie mit anderen Pfaudler Gruppengesellschaften. Die Gesellschaft konzentriert sich mit Ihren Kernaktivitäten auf das Engineering, die Produktion und den Verkauf von emaillierten Druckbehältern und Reaktoren sowie auf damit verbundene Leistungen. Die guten Beziehungen zu den Kunden trugen wesentlich dazu bei, die Entwicklung der Gesellschaft im gegebenen Marktumfeld zu unterstützen. Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 in Summe von Mio. EUR 2,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,5) ergab sich aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften Pfaudler Normag Systems GmbH und Pfaudler interseal GmbH sowie aus einer Dividende der Beteiligungsgesellschaft Pfaudler (Chang Zhou) Process Equipment Company Limited, China. Das Geschäftsjahr, das am 31. März 2024 endete, schloss die Pfaudler GmbH mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.003 ab (Vorjahr: TEUR 21). Das Geschäftsjahr 2023/2024 endete für die Pfaudler GmbH mit einem Auftragsbestand von Mio. EUR 23,6 (Vorjahr: Mio. EUR 33,5). Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende 2023/2024 liegt damit etwa 29,6% unter dem des Vorjahrs.
Die Gesellschaft ist im Projektgeschäft tätig. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 ist als Folge geringerer Auftragseingänge gesunken. 2.3 Beteiligungen Die Pfaudler GmbH konzentriert sich auf Geschäfte im Bereich korrosionsbeständiger Technologien, Systeme und Dienstleistungen als Kernelemente für Wachstum und Geschäftsentwicklung. In diesem Segment werden auch weiterhin strategische Partnerschaften und Akquisitionen geprüft. Im Vorjahr konnte mit Mixel ein Hersteller von kundenspezifischen Mixsystemen akquiriert werden. Das Geschäft im Bereich von Systemen wird unternehmenspolitisch durch die 100%ige Tochtergesellschaft der Pfaudler GmbH, die Pfaudler Normag Systems GmbH, abgewickelt. 2.4 Investitionen Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Gesellschaft insgesamt TEUR 448 in Sachanlagen investiert. Schwerpunkte der Investitionen waren ein Röntgengerät, die Generalüberholung eines Ofens, die Einrichtung einer Werkstatt und ein Abus Einträgerlaufkran. 2.5 Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft betreffen kontinuierliche Weiterentwicklungen der Angebote mit dem Ziel der Effizienzverbesserung und Leistungssteigerung und umfassen verschiedene Produktverbesserungen. Im Geschäftsjahr hervorzuheben ist die Weiterführung des Smart Glass Projektes, das die Verbesserung des Brennvorgangs bei der Emaillierung zum Ziel hat. 3. Darstellung der Geschäftslage 3.1 Ertragslage Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre ergibt sich die nachfolgende Ertragsübersicht.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 beliefen sich auf TEUR 47.845 und liegen um 9,3% über dem Vorjahr. Die Bereiche Technologies und Services lagen mit 12,6% bzw. 7,0% über dem Vorjahr. Der Intercompany Bereich lag 17,2% unter dem Vorjahr. Der Umsatz mit Dritten zeigte mit 17,7% gegenüber dem Vorjahr ein starkes Wachstum. Die Herstellungskosten beliefen sich im Ifd. Geschäftsjahr auf TEUR 39.543, im Vorjahr TEUR 37.003. Die Steigerung steht in direktem Zusammenhang mit den höheren Umsatzerlösen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zu den Umsatzerlösen lag mit 17,4% über dem Vorjahr (Vorjahr: 15,4%). Hauptgründe für die verbesserte Marge waren eine verbesserte Produktivität sowie niedrigere Energiekosten (2,2 % vom Umsatz) im Vergleich zum Vorjahr (4,5 % vom Umsatz). Die nicht zum Herstellungsprozess gehörenden Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr in Relation zum Umsatz auf einem stabilen Niveau geblieben. Die übrigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2023/2024 betrugen TEUR 271 gegenüber TEUR 452 im Vorjahr und beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Das Beteiligungsergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf Mio. EUR 2,8 erhöht (Vorjahr: Mio. EUR 1,5). Die Pfaudler interseal GmbH führt aufgrund des im Geschäftsjahr 2018/2019 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags ein Ergebnis von Mio. EUR 2,4 (Vorjahr: Mio. EUR 2,4) an die Gesellschaft ab. Die Pfaudler Normag Systems GmbH führt erstmalig ein Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,1 ab. (Vorjahr: Aufwendungen aus Verlustübernahme Mio. EUR 0,8). Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2023/24 einen Beteiligungsertrag von Mio. EUR 0,3 aus einer Dividende von der Pfaudler (Chang Zhou) Process Equipment Company Limited, China. Das Zinsergebnis ist mit Mio. EUR -0,1 im laufenden Geschäftsjahr und Mio. EUR -0,2 im Vorjahr nahezu unverändert. Aufgrund des verbesserten Jahresergebnisses fiel ein Steueraufwand in Höhe von Mio. EUR 0,7 im laufenden Geschäftsjahr an. Die höheren Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 in Verbindung mit den prozentual niedrigeren Herstellungskosten führten zu einem höheren Bruttoergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Durch das verbesserte Beteiligungs- und Finanzergebnis konnte im laufenden Geschäftsjahr ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt werden. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach Zusammenfassungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus den Bilanzen der beiden letzten Geschäftsjahre. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt.
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was vorrangig durch die planmäßigen Abschreibungen begründet ist. Die im Geschäftsjahr 2023/2024 getätigten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen TEUR 448 und die Abschreibungen im Gegenzug TEUR 1.098. Darüber hinaus gab es eine nachträgliche Anpassung von TEUR 500 zum Buchwert der im Vorjahr akquirierten Beteiligung in Mixel SAS. Die Vorräte sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.678 von TEUR 16.323 auf TEUR 14.645 im laufenden Jahr. Der Rückgang war vor allem durch die niedrigeren Lagerbestände verursacht, diese wiederum bedingt durch das höhere Produktionsniveau im Vergleich zum Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen haben sich insbesondere aufgrund der niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduziert. Es handelt sich hierbei überwiegend um eine Teilrückzahlung eines kurzfristigen Darlehens an die Gesellschafterin. Die flüssigen Mittel per Ende des Geschäftsjahres sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.539 gestiegen, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Die langfristigen Verbindlichkeiten bestehen zu einem wesentlichen Teil aus Pensionsverpflichtungen gegenüber gegenwärtigen oder früheren Mitarbeitern der Gesellschaft sowie Bankdarlehen, welche im Rahmen der Finanzierung der Pfaudler Gruppe aufgenommen wurden. Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten beruht hauptsächlich auf der Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 3.032. Das zum 31. März 2024 ausgewiesene Eigenkapital entspricht dem Eigenkapital des Vorjahres zuzüglich des im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschusses. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,3%, im Vorjahr 24,5%. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch eine Kombination kurz- und langfristiger Bankdarlehen und ggf. kurzfristiger Darlehen von Konzerngesellschaften der Pfaudler Gruppe; letztere können grundsätzlich flexibel an die Finanzierungsbedürfnisse der Gesellschaft angepasst werden. 3.3 Finanzierung und resultierende Haftungsverhältnisse Mit Wirkung zum 20. August 2019 (zuletzt am 20. Januar 2023 angepasst) hat die Pfaudler Gruppe eine neue Konsortialkreditfazilität ausgehandelt und eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Kreditnehmer dieser Kreditfazilität ist auch die Pfaudler GmbH, die damit über eine Betriebsmittel-Kreditlinie sowie eine Bürgschaftskreditlinie verfügen kann. Im Rahmen der Kreditfazilität nahm die Pfaudler GmbH ein Tilgungsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 1,9 sowie ein endfälliges Darlehen in Höhe von Mio. EUR 4,4 auf. Laufzeit der neuen Kreditfazilität ist 31. Mai 2025 für das Tilgungsdarlehen und 20. August 2026 für das endfällige Darlehen. Der Zins der Darlehen für die Pfaudler GmbH ist abhängig von bestimmten Kennzahlen der Pfaudler Gruppe und basiert auf dem EURIBOR Zinssatz für eine bestimmte Zinsperiode zuzüglich einer variablen Zinsmarge. Als ein Kreditnehmer im Rahmen des Konsortialkredits haftet die Gesellschaft für Forderungen der Kreditgeber aus dem Kreditvertrag. Die Gesellschaft hat zur Besicherung von Verpflichtungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag Forderungen abgetreten, Bankkonten und gewerbliche Schutzrechte verpfändet sowie Vorräte und bewegliches Anlagevermögen sicherungsübereignet bzw. abgetreten. Ebenso wurden die Geschäftsanteile der Pfaudler GmbH an der Pfaudler interseal GmbH verpfändet. Die Gesellschaftsanteile der Pfaudler GmbH dienen ebenfalls als Sicherheiten im Rahmen der Kreditfazilität. Die Haftungsverhältnisse aus dieser Bestellung von Sicherheiten bestehen auch für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Die Refinanzierungsaktivitäten haben insgesamt zu einer niedrigeren Verschuldung der Gesellschaft bei besseren Finanzierungskonditionen geführt. Zusätzlich bietet der nun verfügbare Kreditrahmen eine mehrjährige Finanzierungsbasis für die Gesellschaft. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikomanagement Unternehmerisches Handeln in den Bereichen langfristiger Fertigung und Engineering geht zwangsläufig mit Verlustrisiken, aber auch mit Gewinnchancen einher. Um den sich ergebenden Risiken zu begegnen und die sich bietenden Chancen zu nutzen, beobachten wir kontinuierlich die Branche und das konjunkturelle Umfeld. Die laufenden Projekte werden regelmäßig auf sich abzeichnende Wagnisse überprüft, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Auf dieser Basis werden die aktuelle Unternehmenslage sowie die erwarteten Entwicklungen an die Geschäftsleitung und an die Konzernmutter kommuniziert. Für erkennbare Risiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Gegenmaßnahmen ergriffen bzw. angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Ergänzend haben wir in einem sinnvollen Umfang betriebliche Versicherungen abgeschlossen. 4.2 Absatzbereich Die Pfaudler GmbH ist der Konjunktur und wechselnden Investitionsneigungen des Marktes ausgesetzt. Insbesondere ist die Geschäftsentwicklung der Pfaudler GmbH abhängig von der Investitionstätigkeit in- und ausländischer Abnehmer von Prozesstechnologie. Zu den Risiken im Absatzbereich zählen konjunkturelle Schwankungen sowie die Abhängigkeit von wichtigen Kunden der Pharma- und Chemieindustrie. Risiken liegen auch im Erreichen der vertraglich vereinbarten technischen und terminlichen Vorgaben für unsere Produkte und Leistungen. Die hohe Wettbewerbsintensität speziell im europäischen Marktumfeld ist als ein wesentlicher Risikofaktor festzustellen. Risikobegrenzende Effekte ergeben sich aus unserer seit Jahren bewährten technischen und technologischen Kompetenz und der erworbenen Reputation im Markt. Eine weitere Risikobegrenzung können wir über das Kostenmanagement, durch flexible Erweiterung unserer Produktpalette sowie durch Planungs- und Beratungsleistungen und - damit verbunden - durch eine bessere Kundenbetreuung erreichen. Chancen für die künftige Positionierung im Markt können sich für die Gesellschaft aus der Erweiterung des Produktprogramms und der Leistungen ergeben. Ebenso trägt die einhergehende Modernisierung der Produktionsmittel zu einer verbesserten Positionierung im Markt bei. 4.3 Beschaffungsbereich Ein Hauptrisiko im Beschaffungsbereich besteht in der termin- und qualitätsgerechten Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Subunternehmerleistungen auf marktfähigem Preisniveau. Weiterhin ist ein Risiko von unerwarteten Liefer- und Leistungsengpässen beziehungsweise Preissteigerungen, insbesondere bei Spezialteilen, zu beachten. Wir begegnen diesen Risiken durch Beobachtung der entsprechenden Beschaffungsmärkte, Ausnutzung von Preisschwankungen, durch terminliche und mengenmäßige Überwachung der Bestellmengen sowie durch Abstimmung mit Kundenaufträgen. 4.4 Operative Risiken Die Vielfalt der Aufträge im Anlagenbau bedingt ein umfassendes Fach- und Fertigungswissen. Dieser Anforderung tragen wir durch Integration von IT-Anwendungen in die Geschäfts- und Fertigungsprozesse, durch Mitarbeiterschulungen und durch sinnvolle betriebliche Versicherungen Rechnung. Bei der Auftragsplanung wird auf eine effektive und effiziente Auslastung der vorhandenen maschinellen und personellen Kapazitäten geachtet. Durch regelmäßige Besprechungen der auftragsverantwortlichen Mitarbeiter wird die Einsatzplanung an die jeweilige Auftragslage angepasst. 4.5 Finanzielle Risiken und Ausfallrisiken Im Bereich der Anlagenfertigung ist die Pfaudler GmbH aufgrund internationaler Lieferanten- und Kundenbeziehungen zwangsläufig finanziellen Risiken ausgesetzt. Um das Wechselkursrisiko zu begrenzen, decken wir unseren Materialbedarf nach Möglichkeit in Euro. Unsere Leistungen fakturieren wir - sofern möglich - ebenfalls weitgehend in Euro. Ausfallrisiken begegnen wir durch vertraglich vereinbarte Zahlungspläne. Daneben verfolgt Pfaudler ein Forderungsmanagement bestehend aus einer Bonitätseinschätzung sowie einem konsequenten Mahnwesen. Die Zahlungsfähigkeit wird über eine laufende Liquiditätsplanung überwacht. 4.6 Internationale Konflikte Am 24. Februar 2022 startete Russland eine Invasion in die Ukraine, die sich zum Krieg entwickelte. Insbesondere die europäische Wirtschaft ist seitdem durch diesen Krieg beeinflusst, und gestiegene Rohmaterial- und Energiepreise haben Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung. Eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft sowie die Pharma- und Chemieindustrie bedingt durch die Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten kann derzeit schlecht gegeben werden, da weitere Dauer und mögliche Eskalationen schlecht abschätzbar sind. 4.7 Gesamtbeurteilung der Risikosituation Die Entwicklung wesentlicher Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die einzelnen Risikofaktoren haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der weltwirtschaftspolitischen Situation kaum verändert. Angesichts der getroffenen Vorkehrungen und unserer Stellung im Markt sind wir davon überzeugt, die bestehenden Risiken beherrschen und die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. 5. Prognosebericht Das für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartete Umsatzniveau wurde übertroffen. Das Betriebsergebnis war aufgrund der gesteigerten Ertragskraft positiv und lag über dem erwarteten Ergebnis. Der Ergebnisbeitrag aus der Pfaudler Normag Systems GmbH war erstmalig positiv und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Das Ergebnis der Pfaudler interseal GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr konstant positiv. Insgesamt konnte, wie prognostiziert, ein deutlich positiver Jahresüberschuss erreicht werden. Der Auftragsbestand per Ende des Geschäftsjahres liegt zwar unter dem Bestand der letzten Jahre, bietet aber nach wie vor eine gute Ausgangsbasis für eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/2025. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, der konjunkturellen Situation sowie den politischen Unsicherheiten ist eine Einschätzung der zukünftigen Marktentwicklung insgesamt schwierig. Wir rechnen mit einer weiterhin hohen Wettbewerbsintensität, die weitere Maßnahmen zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung notwendig machen wird. Das für die Pfaudler GmbH definierte Ziel ist eine stetige Optimierung aller Unternehmensbereiche in Bezug auf Effizienz, Kostenmanagement und Flexibilität. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wollen wir projektbezogen auf hohem Niveau entwickeln, um unseren Führungsanspruch im Markt zu behaupten und auszubauen. Weiterentwicklungen, um den Anforderungen unserer Kunden noch besser entsprechen zu können, werden kontinuierlich im Markt eingeführt. Die Investitionen in unseren Standort werden wir an das Geschäftsumfeld anpassen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/2025 wegen der genannten Herausforderungen eine leicht rückläufige Entwicklung der Auftragseingänge, der Umsatzerlöse sowie des Betriebsergebnisses. Wir erwarten weiterhin einen steigenden Ergebnisbeitrag durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Pfaudler interseal GmbH. Aufgrund der positiven Ergebniserwartungen der Pfaudler Normag Systems GmbH erwarten wir hier ebenfalls einen gesteigerten positiven Ergebnisbeitrag durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag. Insgesamt gehen wir aufgrund der aktuellen Unsicherheiten von einem leicht rückläufigen, aber weiterhin positiven Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024/2025 aus.
Waghäusel, 7. August 2024 Pfaudler GmbH Thomas Kehl, Geschäftsführer Alexander Pömpner, Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMOG) und I des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist - bei rückwirkender Anwendung der angehobenen Schwellenwerte des § 267 HGB zum Bilanzstichtag 31. März 2024 - eine mittelgroße Kapitalgesellschaft entsprechend § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §288 Abs. 2 HGB wurden nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 421249 im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim geführt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die "davon-Vermerke" zum Teil ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Zeilen "Forschungs- und Entwicklungskosten", "Betriebsergebnis", "Beteiligungs- und Finanzergebnis" sowie "Ergebnis vor Ertragsteuern" in das gesetzliche Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung eingefügt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu 250 Euro netto werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro werden in einen Sammelposten aufgenommen und ab dem Jahr der Anschaffung linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird erst bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den niedrigeren voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009, zuletzt geändert am 11. März 2016, verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Die Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwand erfasst. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwaig vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,13 % bis 1,78 % abgezinst. Soweit die zugrundeliegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 3 % angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus von Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen
* vor Ergebnisabführung
Mit Vertrag vom 20. Dezember 1999 hat die Gesellschaft 99,9 % der Anteile an der neugegründeten Pfaudler France S.A.R.L mit Sitz in Straßburg, Frankreich, zu einem Kaufpreis von EUR 9.990 erworben. Die Gesellschaft hat ihre Tätigkeit am 3. Januar 2000 aufgenommen und ist am 17. Januar 2000 ins Handelsregister eingetragen worden. Pfaudler France hat ein gezeichnetes Kapital von TEUR 10. Mit Vertrag vom 6. September 2017 hat die Gesellschaft alle Anteile der Normag Labor- und Prozesstechnik GmbH, Ilmenau, mit Wirkung zum 22. September 2017 erworben. Zwischen Normag Labor- und Prozesstechnik GmbH und der Gesellschaft wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab 1. Januar 2018 abgeschlossen. Mit Eintragung am 26. April 2019 durch das Handelsregister Jena wurde die Gesellschaft in die Pfaudler Normag Systems GmbH umfirmiert. Mit Vertrag vom 24. Oktober 2017 hat die Gesellschaft alle Anteile der Pfaudler interseal GmbH (vormals interseal Dipl. Ing. Rolf Schmitz GmbH), Hofheim im Taunus, mit Wirkung zum 30. September 2017 erworben. Mit Eintragung am 27. März 2019 durch das Amtsgericht Frankfurt am Main haben die Pfaudler GmbH und die Pfaudler interseal GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Mit Vertrag vom 16. Dezember 2022 hat die Gesellschaft alle Anteile der Mixel SAS, mit Sitz in Dardilly, Frankreich, mit Wirkung vom 2. Februar 2023 erworben. Beteiligungen Mit Vertrag vom 25. März 1996 wurde ein "Joint Venture Contract" abgeschlossen zwischen der Suzhou Glass-lined Equipment Factory, Suzhou, Volksrepublik China, der Robbins & Myers U.K. Limited, Lancashire, England, der Robbins & Myers, Inc., Dayton/Ohio, USA, und der Pfaudler GmbH. Darin wurde die Gründung einer Joint Venture Gesellschaft vereinbart. Die Firma dieser Joint Venture Gesellschaft lautet auf "Suzhou Pfaudler Glasslined Equipment Company Limited" mit Sitz in Suzhou, Volksrepublik China. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2020/21 in Pfaudler (Chang Zhou) Process Equipment Company Limited umfirmiert. Alle Joint Venture Partner sind mittlerweile verbundene Unternehmen der GMM Pfaudler Gruppe. Zweck des Joint Ventures ist die Herstellung und der Verkauf von emaillierten Behältern in China. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 1.971) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 293). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten kurzfristige Darlehen inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von 13.867 TEUR (Vorjahr: TEUR 18.270, davon gegen die Gesellschafterin in Höhe von 12.825 TEUR (Vorjahr: TEUR 17.017) sowie Forderungen aus Gewinnabführungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 2.503 (Vorjahr: TEUR 2.377). Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Unterschiedsbetrag nach § 250 Abs. 3 HGB von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 154) enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von DM 19.950.000,00 wurde unter Anwendung des offiziellen Umrechnungskurses in der Bilanz mit EUR 10.200.273,03 ausgewiesen. Die Kapitalrücklage beträgt im laufenden Geschäftsjahr TEUR 24.542 (Vorjahr: TEUR 24.542). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen in Jahresabschlüssen für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 enden, mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (bisher sieben Jahre) zu berechnen. Dieser wurde von der Deutschen Bundesbank nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen (Stichtag 31. März 2024. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde eine pauschale Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Unter Verwendung der Werte der Pensionsrückstellungen zum 31. März 2024 ergibt sich folgender Unterschiedsbetrag (inklusive des o.g. Fehlbetrags gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB):
Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläum (TEUR 425), nicht genommener Urlaub (TEUR 272), Weihnachtsgratifikation (TEUR 113), Bonus (TEUR 723), Altersteilzeit (TEUR 629), Zeitkonten (TEUR 340), Elektrizität (TEUR 118) und Provisionen (TEUR 333). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 4.967 (Vorjahr: TEUR 5.362), davon haben TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 425) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 4.583 (Vorjahr: TEUR 4.937) eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 1.491) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 646) sowie im Vorjahr eine Verbindlichkeit aus einer Verlustübernahme aus einem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 845. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten an die Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 177) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. Alle übrigen Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten: Aktivierung des Aktivwertes der Deferred Compensation des Versicherungsträgers DBV (Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG) in Höhe von EUR 112.788 in der Steuerbilanz und einem Wert von EUR 17.786 in der Handelsbilanz. Diese Differenz in Höhe von EUR 95.002 wurde mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet. Passivierung der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz mit EUR 39.698.281 und in der Steuerbilanz mit EUR 20.556.713. Der Differenzbetrag in Höhe von EUR 19.141.568 wurde mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet. Passivierung der Jubiläumsrückstellungen in der Handelsbilanz mit EUR 424.892 und in der Steuerbilanz mit EUR 288.815. Die Differenz in Höhe von EUR 136.077 wurde mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet. Passivierung der Altersteilzeitrückstellungen in der Steuerbilanz mit EUR 575.971 und in der Handelsbilanz mit EUR 629.176. Die Differenz in Höhe von EUR 53.205 wurde mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet. Bildung von Abschlägen auf Vorräte für negative Margen in der Handelsbilanz mit EUR51.076 und einem Steuerbilanzwert von EUR 0. Die Differenz in Höhe von EUR 51.076 wird mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet. Passive latente Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten: Passivierung des Rückstellungsbetrages der Deferred Compensation des Versicherungsträgers DBV (Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG) in Höhe von EUR 87.484 in der Steuerbilanz und einem Wert von EUR 17.786 in der Handelsbilanz. Diese Differenz in Höhe von EUR 69.698 wird mit einem Steuersatz von 28,43 % bewertet.
Auf einen Ansatz der aktiven latenten Steuern hat die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 228). Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich wie im Vorjahr um die oben genannten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 579). Materialaufwand Die Materialaufwendungen belaufen sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 21.714 (Vorjahr: TEUR 20.724). Davon betragen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.160 TEUR (Vorjahr: TEUR 18.327) und für bezogene Leistungen TEUR 1.554 (Vorjahr: TEUR 2.397). Personalaufwand Die Personalaufwendungen für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 18.498 (Vorjahr: TEUR 19.621), davon TEUR 15.211 (Vorjahr: TEUR 16.135) für Löhne und Gehälter und TEUR 3.287 (Vorjahr: TEUR 3.486) für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Davon betreffen TEUR 397 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: TEUR 720). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 9.718 aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit bis 2029, davon werden TEUR 1.269 in den nächsten zwölf Monaten fällig. Haftungsverhältnisse Mit Wirkung zum 20. August 2019 (zuletzt am 20. Januar 2023 angepasst) hat die Pfaudler Gruppe eine neue Konsortialkreditfazilität ausgehandelt und eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Kreditnehmer dieser Kreditfazilität über insgesamt Mio. EUR 39,9 und Mio. USD 45.0 ("Multicurrency Term and Revolving Senior Facilities Agreement") ist auch die Pfaudler GmbH, die damit über eine Betriebsmittel-Kreditlinie sowie eine Bürgschaftskreditlinie verfügen kann. Im Rahmen der Kreditfazilität nahm die Pfaudler GmbH zusätzlich ein Tilgungsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 1,9 sowie ein endfälliges Darlehen in Höhe von Mio. EUR 4,4 auf. Laufzeit der neuen Kreditfazilität ist 31. Mai 2025 für das Tilgungsdarlehen und 20. August 2026 für das endfällige Darlehen. Der Zins der Darlehen für die Pfaudler GmbH ist abhängig von bestimmten Kennzahlen der Pfaudler Gruppe und basiert auf dem EURIBOR Zinssatz für eine bestimmte Zinsperiode zuzüglich einer variablen Zinsmarge. Als ein Kreditnehmer im Rahmen des Konsortialkredits haftet die Gesellschaft für Forderungen der Kreditgeber aus dem Kreditvertrag. Die Gesellschaft hat zur Besicherung von Verpflichtungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag Forderungen abgetreten, Bankkonten und gewerbliche Schutzrechte verpfändet sowie Vorräte und bewegliches Anlagevermögen sicherungsübereignet bzw. abgetreten. Ebenso wurden die Geschäftsanteile der Pfaudler GmbH an der Pfaudler Interseal GmbH verpfändet. Die Gesellschaftsanteile der Pfaudler GmbH dienen ebenfalls als Sicherheiten im Rahmen der Kreditfazilität. Die Haftungsverhältnisse aus dieser Bestellung von Sicherheiten bestehen auch für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag am 31. März 2024 war der Konsortialkredit durch Gesellschaften der Pfaudler Gruppe in Höhe von Mio. USD 48,5 in Anspruch genommen. Zusätzlich bestanden im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit Eventualverbindlichkeiten (insbesondere Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften) in Höhe von Mio. USD 15,4. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der unter den Konsortialkredit fallenden Gesellschaften wird mit einer Inanspruchnahme der Sicherheiten nicht gerechnet. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt: Thomas Otto Kehl, Kelkheim, CEO GMM International S.à r.l. Alexander Pömpner, Köln, CFO GMM International S.ä r.l. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 725). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Direktes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die GMM International S.à r.l., Luxemburg, die den Konzernabschluss nach IFRS für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Abschluss wird veröffentlicht im Unternehmensregister in Luxemburg und ist unter https://www.lbr.lu/ erhältlich. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die GMM Pfaudler Limited, Indien. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite www.gmmpfaudler.com veröffentlicht. Die Abschlüsse unserer Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften werden in diese befreienden Konzernabschlüsse einbezogen, so dass unsere Gesellschaft nach § 291 HGB / § 2 KonBefrV von der Verpflichtung zur Aufstellung eines separaten Konzernabschlusses ausgenommen ist. Erläuterung der wesentlichen im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichenden angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden: In den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss wird bei der Erfassung der Umsatzrealisierung für größere Aufträge die Percentage of Completion Methode angewendet. Unterschiedlich zum Handelsrecht besteht eine Aktivierungspflicht für aktive latente Steuern auf temporäre sowie quasi-temporäre Differenzen. Das HGB dagegen sieht lediglich eine Bilanzierungspflicht von aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsvorgängen vor, während ansonsten ein Aktivierungswahlrecht besteht. Abweichend von den Vorschriften des HGB erfolgt eine Bilanzierung von Leasing- und Mietverträgen in Form der Aktivierung von Nutzungsrechten und der Passivierung von Finanzierungsverbindlichkeiten. Des Weiteren besteht eine unterschiedliche Bewertung der Altersversorgungsverpflichtung. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.002.837,30 auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erhält die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TEUR 142. Dieser Betrag betrifft mit TEUR 88 Abschlussprüfungsleistungen, mit TEUR 25 Steuerberatungsleistungen und mit TEUR 29 sonstige Leistungen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Waghäusel, 7. August 2024 Die Geschäftsführung Thomas Kehl Alexander Pömpner Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1.4.2023 bis 31.03.2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pfaudler GmbH, Waghäusel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pfaudler GmbH, Waghäusel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfaudler GmbH, Waghäusel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 7. August 2024 Deloitte
GmbH
Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer Juliet Sochiera, Wirtschaftsprüferin |
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