IDL Industrie Dienstleistungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Hennemann seit 19.7.2024 | Prokura |
Marko Süsterhenn seit 1.12.2021 | Prokura |
Thomas Regge seit 15.9.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
Thoren Thorn Twer | 32.33% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Mittelrhein-Verlag GmbHEigenbeteiligung | 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mittelrhein-Verlag GmbHKoblenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Mittelrhein-Verlag GmbH, KoblenzAllgemeines Die Gesellschaft betreibt Verlags- und Druckereigeschäfte, wobei der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Herausgabe einer Tageszeitung (Rhein-Zeitung) liegt. Die Rhein-Zeitung erscheint mittlerweile seit mehr als 75 Jahren und ist mit ihren Lokalausgaben das führende Presseorgan in der Mittelrhein-Region und eine der großen deutschen Regionalzeitungen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weltwirtschaft. Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war positiv, das Wachstum schritt jedoch nur in einem moderaten Tempo voran. Zurückzuführen ist dies auf eine Schwäche der globalen Industrieproduktion und des Welthandels, welche durch verschiedene Faktoren negativ beeinflusst wurden. Hierzu zählen die Verlagerung des Konsums hin zu Dienstleistungen nach dem Ende der Corona-Pandemie, die sinkende Nachfrage aufgrund der hohen Inflation, die restriktive Geldpolitik sowie zunehmender Protektionismus. Darüber hinaus gab es deutliche regionale Unterschiede: Während die Wirtschaftskraft der USA wuchs, erlebte die europäische Union eine Schwächephase im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaft im asiatischen Markt, insbesondere in China und Indien, entwickelte sich positiv. Insgesamt betrug das globale Wachstum laut Angaben des IWF +3,2 %. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands gab preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um -0,3 % nach. Neben den zuvor beschriebenen Entwicklungen, welche sich nicht nur auf die internationale, sondern auch auf die nationale Konjunktur ausgewirkt haben, wurde die deutsche Wirtschaft durch Sonderfaktoren wie einem hohen Krankenstand oder Bahnstreiks negativ beeinflusst. Die Erwartung der Bundesregierung an das eigene BIP wurde um ein halbes Prozent unterschritten. Die Wirtschaftsleistung wurde laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt von rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Damit bewegte sich diese Zahl mit einem Niveau von +0,7 % zum Vorjahr und nahm unter anderem durch die Migration ausländischer Arbeitskräfte zu. Entgegen diesem Höchststand an Erwerbstätigkeiten gingen die privaten Konsumausgaben um -0,8 % zurück, was auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen ist. Auch der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Dies lag insbesondere am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe mit -3,0 % preisbereinigt stärker als die Exporte (-1,8 %). Verlagsbranche. Wie aus der aktuellen Auflagenerhebung der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (Q4/2023/IVW) hervorgeht, lag die verkaufte Auflage der Tageszeitungen einschließlich der Sonntagsausgaben und aktuellen Sonntagszeitungen im 4. Quartal 2023 - durchschnittlich pro Erscheinungstag - bei insgesamt 11,36 Mio. Stück. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr (Q4/2022: 12,27 Mio.) entspricht dies einem Auflagenrückgang von -7,40 %. Im gleichen Zeitraum legten die Gesamtverkäufe der ePaper-Ausgaben von Tageszeitungen von 2,15 Mio. auf 2,32 Mio. abgesetzte Exemplare zu, ein Plus von +7,65 %. Damit wird inzwischen annähernd jedes fünfte verkaufte Exemplar einer Tageszeitung als e-Paper vertrieben. Die Bruttowerbeumsätze von Zeitungen betrugen im Jahr 2023 in Deutschland rund 5,5 Milliarden Euro und sind gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. Euro gestiegen. Damit machten Zeitungen rund 16 % Marktanteil (2023: 13,8 %) der Bruttowerbeinvestitionen in Deutschland aus - das zweitgrößte Segment. Den größten Anteil hatte mit Abstand Fernsehwerbung, die beinahe die Hälfte der Umsätze stellte. Den dritten Platz belegte das Segment der Online-Werbung. Geschäftsentwicklung In unserer Gesellschaft betrugen die Anzeigenerlöse im Berichtsjahr insgesamt 18.312 T€. Sie sind um -608 T€ gesunken. Der überregionale Umsatz ohne Stellenmarkt hat sich um +413 T€ (+11,5 %) erhöht. Mit einem Anstieg von +278 T€ (+3,1 %) liegt der lokale Umsatz ohne Stellenanzeigen über dem Niveau des Vorjahres. Im Gegensatz dazu sind die privaten Familienanzeigen um -228 T€ (-8,4 %) gesunken. Innerhalb der Rubrikenmärkte entwickelte sich insbesondere der Stellenmarkt negativ und ging um -835 T€ (-29,3 %) zurück. Die übrigen Umsätze inklusive der Umsatzabgrenzungen haben sich um -236 T€ verringert. Die Zahl der Abonnenten (Print & Digital) der Rhein-Zeitung ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um -7,35 % zurückgegangen und beträgt im Jahresdurchschnitt 123.412. Der Einzelverkauf ist um -11,10 % gesunken. Insbesondere durch den Auflagenrückgang haben sich die Vertriebserlöse gegenüber dem Vorjahr um -1.454 T€ auf 64.498 T€ vermindert (-2,2 %). Die Druckereierlöse sind vor allem durch die Ausweitung des Fremdgeschäfts (neuer Druckauftrag ab Oktober 2023) um +2.297 T€ auf 11.578 T€ gestiegen. Die sonstigen Umsatzerlöse sinken gegenüber Vorjahr um -74 T€ auf 6.185 T€, unter anderem bedingt durch geringere Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier aufgrund des gesunkenen Papierpreises und sonstigen Druckereiabfällen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um -346 T€ auf 819 T€ verringert. Die Gesamtleistung sinkt aus genannten Gründen um -421 T€ auf 101.624 T€. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren haben sich im Berichtsjahr um +422 T€ auf 13.427 T€ erhöht. Der Papierpreis ist gegenüber 2022 gesunken (rd. -9 %). Die Papiermenge im Bereich Tageszeitung hat sich aufgrund der rückläufigen Auflagen verringert. Die Mehrkosten rühren demzufolge aus gestiegenen Mengen sowie einem höheren Verbrauch im Bereich der Fremdaufträge. Dies betrifft sowohl Papier als auch Platten und Energiekosten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insgesamt um +3.011 T€ von 24.113 T€ auf 27.124 T€ gestiegen. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch höhere Kosten für Fremdleistungen im Bereich Druck aufgrund der Ausweitung des Fremdgeschäfts (neuer Druckauftrag). Darüber hinaus führt die zum Teil ausgelagerte Produktion anderer Fremdtitel zu einem Anstieg der Fremdleistungen. Die Personalkosten haben sich von 8.846 T€ um -1.011 T€ auf 7.835 T€ in 2023 verringert. Wesentlicher Grund hierfür ist die höhere Auflösung der Pensionsrückstellungen gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus zeigt sich ein Rückgang bei den Gehältern. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sinken durch das Abschreibungsende zweier Rotationsmaschinen sowie einer Versandanlage um -750 T€ auf 4.535 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in 2023 42.711 T€. Dies bedeutet einen Rückgang von -302 T€ (-0,7 %) gegenüber dem Vorjahr. Wesentlicher Grund hierfür sind die deutlich geringeren Kosten im Bereich der allgemeinen Verwaltung (vor allem bezogene Dienstleistungen der rz-Corporate Service GmbH). Dagegen steigen die Instandhaltungskosten, insbesondere für Maschinen und Software, an. Die Erträge aus Beteiligungen sind aufgrund geringerer Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen um -1.231 T€ auf 1.466 T€ gesunken. Der Rückgang der Abschreibungen auf Finanzanlagen (-1.500 T€) resultiert aus einer Abschreibung auf ein Beteiligungsunternehmen im Vorjahr. Die Zinszuführungen zu den Altersversorgungsrückstellungen sinken gegenüber dem Vorjahr um -425 T€. Hintergrund hierfür ist der Anstieg des Zinsniveaus, welches zu einem höheren Rechnungszins geführt hat. Aus den oben aufgeführten Gründen beträgt das Ergebnis vor Steuern 7.339 T€ und liegt somit -1.054 T€ unter dem Vorjahresniveau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sinken um -1.684 T€ auf 1.706 T€. Gründe hierfür sind sowohl die im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2019 und deren Folgewirkungen als auch das niedrigere Ergebnis. Der Jahresüberschuss beträgt 5.565 T€ gegenüber 4.950 T€ im Vorjahr (+615 T€). Der für die Gesellschaft für 2023 geplante Jahresüberschuss konnte um 14 % nicht erreicht werden. Wie zuvor im Vorjahresvergleich dargestellt, ist auch bei den geplanten Umsatzerlösen ein Rückgang zu verzeichnen. Zudem sind die Kosten gegenüber Plan gestiegen, was sich ebenfalls negativ auf den Jahresüberschuss auswirkt. Unter den beschriebenen Umständen und den damit verbundenen außerordentlichen Ergebnisbelastungen konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um -1.188 T€ auf 59.759 T€ gesunken. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen um -1.910 T€ verringert. Die immateriellen Vermögensgegenstände (insbesondere DV-Software) sinken um -120 T€. Die Sachanlagen sind um -1.790 T€ gesunken. Im Wesentlichen liegt dies an planmäßigen Abschreibungen. Die Grundstücke und Bauten sinken um -1.422 T€, die technischen Anlagen und Maschinen um -1.296 T€. Dagegen haben sich die Anlagen im Bau um +994 T€ erhöht. Die Finanzanlagen sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das Umlaufvermögen hat sich um +698 T€ erhöht und beträgt 11.180 T€. Dabei ist die Summe der Vorräte um -1.139 T€ zurückgegangen. Dies liegt zum einen am geringeren Lagerbestand von Papierrollen, zum anderen ist der Einkaufspreis dieser im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen um +424 T€, welches im Wesentlichen an den um +286 T€ höheren Anzeigenforderungen liegt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um +309 T€ erhöht (ohne Cash-Management). Demgegenüber sind die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um -173 T€ gesunken. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sind nahezu unverändert (-5 T€). Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 Forderungen gegen das zentrale Cash-Management bei einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.426 T€ (gegenüber Vorjahr -44 T€). Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in das Zentrale Cash-Management ist die Finanzierung über die Eigenmittel hinaus gesichert. Die sonstigen Vermögensgegenstände steigen um +1.343 T€, im Wesentlichen bedingt durch die Geltendmachung von Rückansprüchen der gezahlten Körperschaft- und Gewerbesteuerbeträge. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital bedingt durch Gewinnausschüttungen um -735 T€ auf 22.311 T€ gesunken. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um -2.494 T€ auf 26.942 T€ verringert. Die Pensionsrückstellungen sind um -1.140 T€ auf 24.282 T€ gesunken. Hintergrund hierfür ist im Wesentlichen die Erhöhung des Rechnungszinssatzes von 1,78 % in 2022 auf 1,82 % in 2023. Die Steuerrückstellungen haben sich um -1.711 T€ auf 748 T€ vermindert, dagegen sind die sonstigen Rückstellungen um +357 T€ auf 1.913 T€ gestiegen. Um +64 T€ steigen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen aufgrund von Verbindlichkeiten gegen das zentrale Cash-Management um +2.926 T€. Demgegenüber sinken die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um -697 T€. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sinken um -19 T€, die sonstigen Verbindlichkeiten sinken um -112 T€. Insgesamt steigen die Verbindlichkeiten um +2.163 T€ und betragen 8.761 T€. Die Rückstellungspolitik ist durch eine konservative Betrachtungsweise geprägt. Alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die gesamten Investitionen inklusive zugeordnetem Erhaltungsaufwand auf rund 6.800 T€ und lagen damit um 2.000 T€ über Plan. Grund hierfür sind Neuinvestitionen für die Optimierung des bestehenden Maschinenparks sowie erhöhte Instandhaltungskosten für Maschinen. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen einschließlich Erhaltungsaufwand in Höhe von rund 6,6 Mio. Euro geplant. Im Wesentlichen handelt es sich um Maßnahmen im Bereich Software, DV-Ausstattung sowie Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich des Maschinenparks. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 wird ein Rückgang des Jahresüberschusses um ca. 2,4 Mio. Euro geplant. Der geplante Jahresüberschuss beträgt somit 3.204 T€. Dabei stehen höheren Umsätzen ein Anstieg der Kosten gegenüber. Die Entwicklung im ersten Quartal 2024 stellt sich positiv dar und übersteigt das geplante Ergebnis deutlich. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Trotz erheblicher Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität erweist sich die Weltwirtschaft als erstaunlich widerstandsfähig. Laut Prognose des IWF beläuft sich das Wachstum in diesem Jahr auf 3,2 %. Im historischen Vergleich ist das Tempo des wirtschaftlichen Wachstums gering, was sowohl auf kurzfristige Faktoren wie die noch immer hohen Kreditkosten und den Rückgang der fiskalischen Unterstützung als auch auf längerfristige Auswirkungen der COVID19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sowie ein schwaches Produktivitätswachstum zurückzuführen ist. Für Unsicherheit könnte die zunehmende geoökonomische Fragmentierung sorgen, deren Tragweite durch die Eskalation des Nahostkonflikts unterstrichen wurde. Für Unternehmen steigt die Bedeutung robuster Lieferketten, geringerer Abhängigkeiten und Ressourcensicherheit. In 40 Ländern, die 40 % der Bevölkerung und 60 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts darstellen, werden in diesem Jahr Wahlen abgehalten. Im Fokus stehen dabei insbesondere die USA, wo im November die Präsidentschafts- und Kongresswahlen stattfinden, deren Ausgang erheblichen Einfluss auf die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung nehmen könnte. Die Bundesregierung geht in ihrer Frühjahrsprojektion davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird für dieses Jahr eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % erwartet. Im kommenden Jahr soll sich das Wachstum auf +1,0 % verstärken. Vorbehaltlich der beschriebenen Ausgangslage sind bestimmte Entwicklungen fortzuschreiben: Innerhalb der Branche dürfte sich der fehlende Lesernachwuchs weiter negativ auf die tendenziell rückläufigen Auflagen auswirken. Zudem resultieren weiterhin Unsicherheiten aus dem vermehrten Wettbewerb klassischer Printmedien mit anderen Mediengattungen. So führen vor allem die wachsende Bedeutung und Nutzung von Online-Angeboten zu rückläufigen Print-Auflagen. Weiterhin wird eine hohe Kostendisziplin erforderlich sein. Die künftige Entwicklung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns wird zu einem weiteren Kostenanstieg in unserer Gesellschaft führen, was den Kostendruck weiter erhöht. Der Konsolidierungs- und Konzentrationsprozess in der Branche wird sich fortsetzen und den Wettbewerbsdruck weiter erhöhen. Durch die Konzentration der Papierindustrie wird die Abhängigkeit der Verlage in Europa von einzelnen großen Papierlieferanten verstärkt. Dies könnte ebenso wie die Verteuerung der Rohstoffe zu einem Anstieg des Preises führen und stellt ein Risiko für gedruckte Medien dar. Diesen Risikofaktoren wird sich unsere Gesellschaft nicht vollständig entziehen können. Die Digitalisierung bietet jedoch auch Chancen auf zusätzliche Erlöse in den digitalen Märkten. Die digitalen Zeitungserlöse (E-Paper, Paid-Content und digitale Werbung) können in den nächsten Jahren weiterhin ein starkes Wachstum erfahren. Unsere Gesellschaft investiert in die Entwicklung digitaler Produkte. Zudem sind unsere Online-Inhalte in vollem Umfang ausschließlich gegen Bezahlung zugänglich. Damit konzentrieren wir uns auf unsere bestehenden Abonnenten und Käufer. Darüber hinaus zeigen sich Chancen im Bereich Fremddruck, der Potenziale für die Zukunft bietet, wie der neugewonnene Druckauftrag ab Oktober 2023 zeigt. Die Folgewirkungen der andauernden geopolitischen Konflikte sind weiter seriös nicht absehbar. Dabei werden die daraus resultierenden Risiken überwacht. Durch eingeleitete Maßnahmen (Digitalisierung, Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation) ist die Gesellschaft zuversichtlich den Auswirkungen auch in der Zukunft gerecht zu werden. Auf Grund der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, der Ausrichtung der internen Organisation auf die Erfordernisse des Marktes und den Folgen der beschriebenen Krisen, der Berücksichtigung neuer Entwicklungen auf unterschiedlichen Märkten (Digitalisierung, Fremddruck, Logistik) und des vorhandenen modernen Druckzentrums, bestehen gute Chancen, den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Koblenz, den 28. März 2024 gez. Thomas Regge Bilanz zum 31. Dezember 2023der Mittelrhein-Verlag GmbH, KoblenzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Mittelrhein-Verlag GmbH, KoblenzA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Mittelrhein-Verlag GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Koblenz und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Koblenz unter HRB 121 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gliederung und Bezeichnung der mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist aufgrund der Besonderheiten der Kapitalgesellschaft abgeändert. Die weiteren Untergliederungen sind erforderlich, um einen klaren und übersichtlichen Jahresabschluss aufstellen zu können. Die weiteren Untergliederungen der Posten erfolgte unter Beachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Gliederungen des § 266 HGB und des § 275 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise die Schutzklauseln des § 286 HGB in Anspruch genommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen sind dies folgende Grundsätze und Methoden: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie im Anlagevermögen befindliche Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen. Bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich mit Hilfe der linearen Abschreibungsmethode unter Berücksichtigung von voraussichtlichen Nutzungsdauern der einzelnen abnutzbaren Sachanlagen. Die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer wird hinsichtlich des technischen und wirtschaftlichen Werteverzehrs geschätzt. Bei Vermögensgegenständen, die im Laufe eines Jahres angeschafft oder hergestellt werden, wird nur der Teil der Jahresabschreibung angesetzt, der auf den Zeitraum zwischen der Anschaffung oder Herstellung des Vermögensgegenstandes und dem Ende des Wirtschaftsjahres entfällt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der Ansatz eines niedrigen Wertes geboten erscheint. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei die Fiktion des gleichzeitigen Abgangs des Anlagegutes unterstellt wird. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu Anschaffungskosten von EUR 1.000,00 werden jährlich als Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit eine Abschreibung in der Vergangenheit geboten war, die Gründe für die seinerzeitige Abschreibung jedoch nicht mehr vorliegen, erfolgt eine Zuschreibung bis höchstens zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten. Anzahlungen, gleich welcher Art, werden generell mit dem Nettowert, d. h. ohne Einschluss der Umsatzsteuer bilanziert. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie sonstige Warenvorräte mit den Anschaffungskosten oder niedrigen Tageswerten bewertet, wobei auch Betrachtungen, die die Verwendbarkeit der Vorräte im Betrieb oder für den Markt betreffen, einbezogen worden sind. Vorräte von geringer Bedeutung werden mit Festwerten angesetzt. Der Ansatz von Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu dem Nennbetrag. Erkennbaren Einzelrisiken sowie dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch angemessene Abschreibungen Rechnung getragen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Bei der Bemessung der Rückstellung haben wir allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend und angemessen Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Personalrückstellungen werden gemäß gesetzlicher Vorgaben sowie arbeitsvertraglicher Verpflichtungen gebildet. Die Rückstellung für Aufwendungsersatz wurde auf Basis von Einschätzungen am Bilanzstichtag gebildet. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen werden auf die Erläuterungen zur Bilanz verwiesen. Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. C. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist diesem Anhang beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis vorliegt, setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen (TEUR 79, Vorjahr: TEUR 84) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. auch Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen bzw. entstanden sind. Dabei handelt es sich um abgegrenzte Vorsteueransprüche in Höhe von TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 755). 3. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt TEUR 22.311 (Vorjahr: TEUR 23.046). Das Stammkapital wird in der Bilanz mit TEUR 7.373 ausgewiesen, wovon TEUR 2.458 die Rücklage für eigene Anteile betrifft. 4. Rückstellungen für Pensionen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die Pensionären der Gesellschaft gegenüber verpfändet sind. Die Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen wurden wie folgt verrechnet:
(Zinszuführung zu den Altersversorgungsrückstellungen abzüglich Erträge aus dem Deckungsvermögen) Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde von der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin, sowie von der Versicherungsgesellschaft Alte Leipziger Leben, Oberursel (Taunus), ermittelt und beträgt zum 31.12.2023 (vor Abwertung) TEUR 4.114. Aufgrund eines neuen Rechnungslegungshinweises des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW, FAB 1.021) war der Wert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2022 neu zu bewerten und zum 31.12.2023 entsprechend fortzuführen. Das IDW fordert eine Bewertung nach den Rechnungslegungsgrundsätzen für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Dies führt aufgrund unterschiedlich eingerechneter Sterblichkeiten und Rechnungszinssätzen zum 31.12.2023 zu einer weiteren Abwertung des Zeitwertes um TEUR 36 (Vorjahr: Abwertung TEUR 926, Primat der Passivseite). Somit beträgt der Zeitwert zum 31.12.2023, nach Abwertungen, TEUR 3.152. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2023 TEUR 205 und ist gem. § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB zur Ausschüttung gesperrt. 5. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für die bei der Gesellschaft durchgeführten (abgeschlossenen) steuerlichen Betriebsprüfung des Finanzamtes für die Jahre 2017 bis 2019 und Folgewirkungen. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorge für Personalaufwendungen (TEUR 255, Vorjahr: TEUR 234), für den teilweisen Aufwendungsersatz anderer Unternehmen (TEUR 776, Vorjahr: TEUR 776), Rechtsstreitigkeiten/Inanspruchnahme (TEUR 178, Vorjahr: TEUR 8), Rückstellungen für nachträglichen Aufwand aus abzurechnenden Lieferungen und Leistungen (TEUR 155, Vorjahr: TEUR 65), Jahresabschlusskosten (TEUR 119, Vorjahr: TEUR 112) sowie für die Reorganisation Technik und Logistik (TEUR 130, Vorjahr: TEUR 0). Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der IDW RS HFA 3 ermittelt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit (Bestandteil der sonstigen Rückstellungen) sind teilweise durch Wertpapiere gesichert. Die Wertpapiere wurden im Geschäftsjahr nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Für den Ausweis für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis vorliegt betragen TEUR 2.735 (Vorjahr: TEUR 3.432) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betragen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 23) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 8. Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen. Der sich hieraus insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:
Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Umsätze im Inland erwirtschaftet. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 57, Vorjahr: TEUR 398), Zahlungseingänge ausgebuchter Forderungen und Zuschreibungen wertberichtigter Forderungen (TEUR 8, Vorjahr: TEUR 106) und Erträge die im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Teilgeschäftsbetriebs in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 400) angefallen sind. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 126). 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den laufenden Steueraufwand für das Jahr 2023. E. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse (§ 268 Abs. 7 HGB) Bei der Gesellschaft bestehen zum 31.12.2023 Haftungsverhältnisse aus ausstehenden, nicht eingeforderten Einlagen gegenüber zwei Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9). Aufgrund der Ertragslage und der positiven Entwicklungspotenziale einer der Gesellschaften sowie dem vorhandenen Vermögen einer in Liquidation befindlichen Gesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen sind in Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen im geschäftsüblichen Umfang begründet. Wesentliche Risiken oder Vorteile aus diesen Verträgen ergeben sich nicht. Insbesondere sind hier zu nennen:
3. Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB Für das Geschäftsjahr 2023 werden vom Abschlussprüfer voraussichtlich Honorare in Höhe von TEUR 37 berechnet. Die Honorare entfallen in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. 4. Aufgliederung Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr bestanden durchschnittlich folgende Beschäftigungsverhältnisse:
5. Organe der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch Herrn Thomas Regge, Geschäftsführer. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.
Koblenz, den 28. März 2024 gez. Thomas Regge Entwicklung des Anlagevermögens der Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, im Geschäftsjahr 2023
Mittelrhein-Verlag GmbH, KoblenzAufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023
1) Soweit nichts Gegenteiliges vermerkt ist, beziehen sich die Zahlen auf das Geschäftsjahr 2023. 2) Diese Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 29. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
gez. Bernhard Holz, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Klotz, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und des Lageberichts 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 25. Juni 2024. |
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