Stammdaten

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Amtsgericht Stralsund HRB 7197
Vorher
arvato direct services Stralsund GmbHMajorel Stralsund GmbH
Eingetragen
27.4.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnik und deren Betrieb, insbesondere Kundenberatung über telofonische Hot- und Helpline sowie andere Kontaktkanäle, technische Beratung, Social Media Management, Kontaktmanagement, Datenerfassung, Aufbau und Betrieb von Kundenbindungssystemen.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Adolf Max Moritz
seit 14.7.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Majorel Stralsund GmbH (vormals: arvato direct services Stralsund GmbH)

Stralsund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Als international agierende Dienstleistungssparte des Bertelsmann-Konzerns entwickelt und realisiert Arvato innovative SCM-, Finanz-, IT- und CRM-Lösungen für Geschäftskunden aus aller Welt.

Arvato CRM Solutions ist global tätig und ein führender Anbieter im Customer Service und Customer Experience Sektor.

Arvato CRM Solutions Deutschland bietet den Auftraggebern sowohl klassische Kundenkommunikation sowie Consulting als auch digitale Lösungen - von Social Media Betreuung bis hin zu Robotic Process Automation, Chatbots und Analytics. Die Unternehmensgruppe erbringt im deutschsprachigen Raum Servicecenter-Tätigkeiten für Unternehmen verschiedener Branchen - von Telekommunikationsanbietern und Energieversorgern über Banken und Versicherungen bis hin zu e-Commerce und Airlines. Die Customer-Service-Strategie ist hierbei an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet.

Die Majorel Stralsund GmbH mit Sitz in Stralsund (im Folgenden die "Gesellschaft") ist Teil der Arvato CRM Solutions Deutschland und bietet Kundenkommunikationsdienstleistungen für Unternehmen der Branchen Telekommunikation, Online Handel und Banken an.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die F&E-Aktivitäten der Arvato CRM Solutions Deutschland werden zentral gebündelt und das Knowhow wird den lokalen Dienstleistungsstandorten wie der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Cognitive CRM (Künstliche Intelligenz, Spracherkennung, semantische Suchsysteme), Social Media, Automatisierung und interne Optimierung sowie in der Weiterentwicklung kundenübergreifender IT-Plattformen.

Den F&E-Aktivitäten liegt ein Lebenszyklus-Modell zu Grunde, in dessen Rahmen zukunftsweisende Technologien zunächst in Labor- und Pilotprojekten evaluiert und ggf. für einen späteren Produktionseinsatz vorbereitet werden. Es kann sich hier themenabhängig sowohl um die interne Softwareentwicklung als auch um die Analyse und Integration von Produkten des Drittmarktes oder Kombinationen daraus handeln. Struktur und Vorgehen zielen auf Synergien im Bereich F&E ab, die bei dezentraler Umsetzung der Aktivitäten schwer zu realisieren wären.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft behielt im Jahr 2018 ihre konjunkturelle Dynamik des Vorjahres bei, wenngleich das Expansionstempo etwas nachließ. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,7 Prozent nach 3,8 Prozent im Jahr 2017. Die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern nahmen im Verlauf des Jahres 2018 jedoch zu. Infolge der Straffung der Geldpolitik in den USA kam es zu einer Veränderung der internationalen Kapitalströme, die die wirtschaftliche Expansion der Schwellenländer erschwerte.

Der Euroraum konnte das hohe Wachstumstempo des vorangegangenen Jahres nicht halten. Das reale BIP stieg im Jahr 2018 um 1,8 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorjahr. Belastend wirkten vorwiegend eine sinkende Auslandsnachfrage sowie einige länder- und sektorspezifische Faktoren.

Die Expansion der deutschen Wirtschaft schwächte sich im Jahr 2018 ab. Das reale BIP erhöhte sich um 1,4 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahr. Auch in Frankreich ließ die konjunkturelle Dynamik nach. Das reale BIP-Wachstum im Jahr 2018 betrug 1,5 Prozent nach 2,3 Prozent im Jahr 2017.

Branchenbezogene Entwicklung

Der Outsourcing-Sektor im Bereich der Kundenkommunikation profitiert von einer generellen Steigerung der Kontaktvolumina aufgrund der guten Konjunktur in Deutschland sowie von einer Zunahme der Outsourcing-Aktivitäten in diversen Branchen angesichts einer strategischen Ausrichtung auf das jeweilige Kerngeschäft der Auftraggeber. Auch die zunehmende Automatisierung von Prozessen und die Digitalisierung in der Kommunikation führen nicht zu einem Rückgang der Volumina, was Branchenexperten auf die einzigartigen emotionalen und intellektuellen Eigenschaften des persönlichen Kontakts mit einem Kundenberater zurückführen.

Lediglich das Segment Telekommunikation ist von rückläufigen Kontaktvolumina betroffen, was allerdings zu einem deutlichen Umbruch in der Callcenter-Branche durch graduell abnehmende Bedeutung dieses für die Branche einst dominierenden Auftraggebersegments führt.

Arvato CRM Solutions Deutschland ist es in diesem Umfeld gelungen, die rückläufigen Volumina im Bereich Telekommunikation sukzessiv durch weitere Standbeine in wachsenden Segmenten wie IT/High-Tech, E-Commerce und Banking/Insurance auszugleichen. Hierbei kommen neben klassischen Servicecenter-Aktivitäten anderen Kontaktkanälen wie E-Mail und Chat zunehmende Bedeutungen zu. Gleichzeitig erweitert sich das Dienstleistungsportfolio um neue Bereiche wie z.B. Social Media Content Management.

Der gesamte Markt für Kundenkommunikation unterliegt dabei unverändert einer hohen Wettbewerbsintensität, die durch Eintritte internationaler CRM-Unternehmen noch verstärkt wurde.

Die Unternehmen der Arvato CRM Solutions Deutschland konnten sich in diesem wettbewerbsintensiven Markt behaupten und belegen im Ranking der deutschen Callcenter bezogen auf den erwirtschafteten Umsatz 2018 weiterhin Platz 1. Trotz zahlreicher Konsolidierungen und Firmenübernahmen ist die Kundenkommunikationsbranche weiterhin sehr fragmentiert. Wenige Akteure zeigen signifikante Umsätze, während 70% des Marktvolumens sich auf kleinere Unternehmen verteilt.

Im wichtigen Bereich der Mitarbeiterakquise steht Arvato CRM Solutions Deutschland nicht nur im brancheninternen Wettbewerb, sondern auch im Wettbewerb mit Arbeitgebern für diverse un- und angelernte Tätigkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung des gesamten Arbeitsmarktes für die Branche besonders relevant. Die Arbeitslosenquote erreichte per Ende Dezember 2018 einen Wert von 4,9% und sinkt damit gegenüber Dezember 2017 um 0,4 Prozentpunkte. Damit sinkt die Arbeitslosenquote schon das vierte Jahr in Folge.

Für die Unternehmen der Kundenkommunikationsbranche stellt dies eine besondere Herausforderung dar, da die Tätigkeiten im Service Center nicht nur hohe Anforderungen an die emotionale Kompetenz, sondern auch an die IT-Fähigkeiten der Mitarbeiter stellen, während die hohe Wettbewerbsintensität die preislich vorgegebenen Gehaltsniveaus häufig auf Mindestlohnlevel einschränkt. In diesem Punkt zeigt sich jedoch graduell ein Umbruch, da Auftraggeber zur Wahrung der Rekrutierungsfähigkeit vermehrt einen höheren Preis und damit einen höheren Stundenlohn akzeptieren.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Steuerung der Gesellschaft

Die Steuerung von Arvato CRM Solutions Deutschland erfolgt im Rahmen von jährlichen Budgetplanungen, durch Zielvereinbarungen und regelmäßige Meetings sowie in Einzelfällen auch durch ad-hoc-Abstimmungen.

Die Gesellschaft wird anhand von strategischen und operativen Vorgaben und verschiedenen finanziellen Kenngrößen geführt. Für die Steuerung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sind die Erträge aus der operativen Geschäftstätigkeit ( Umsatzerlöse) und das Ergebnis ( EBIT) als primäre Steuerungsgrößen anzusehen. Die Steuerungsgrößen werden auf Basis der Rechnungslegung nach IFRS ermittelt.

2.2.2 Ertragslage

Zur Darstellung der Ertragslage dient die nachfolgende Gewinn- und Verlustrechnung:

Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2018
TEUR
Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2017
TEUR
Veränderung
TEUR
Rohergebnis 13.778 15.449 -1.671
Personalaufwand -11.894 -11.984 90
Abschreibungen -114 -121 7
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.037 -3.713 -324
Zinsergebnis -78 -85 7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.345 -454 -1.891
Sonstige Steuern 0 0 0
Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag 2.345 454 1.891
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 0 0 0

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 13.778 hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Dienstleistungsvolumina um TEUR 1.671 verringert.

Der Personalaufwand hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 90 auf TEUR 11.894 verringert. Diese Veränderung beruht im Wesentlichen auf einer geringeren Mitarbeiterzahl. Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 419 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.037 beinhalten Aufwendungen, die insbesondere für von mehreren Gesellschaften der Gruppe gemeinsam genutzten Overhead- und Stabsdienstleistungen sowie für IT-Dienstleistungen entstanden sind. Die Steigerung um TEUR 324 im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus einem Anstieg der Zukäufe für gemeinsam genutzte Overhead- und Stabsdienstleistungen.

Das Zinsergebnis liegt mit TEUR -78 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR -85). Diese Entwicklung beruht hauptsächlich auf der Veränderung des Diskontierungszinssatzes aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 beträgt EUR -2.345 und hat sich insbesondere vor dem Hintergrund der gesunkenen Dienstleistungsvolumina bei fast konstantem Personalaufwand gegenüber dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres um TEUR 1.891 verringert.

Der Verlust in Höhe von TEUR 2.345 wurde aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der Reinhard Mohn GmbH, Gütersloh, zum 31. Dezember 2018 ausgeglichen.

Überleitung auf die Steuerungsgrößen

Aus der Steuerungsgröße EBIT nach IFRS leitet sich das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wie folgt ab:

Überleitungsrechnung 2018
TEUR
2017
TEUR
Veränderung
TEUR
EBIT nach IFRS -2.256 -394 -1.862
+/- Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Rechnungs legungsvorschriften nach IFRS -89 -60 -29
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach HGB -2.345 -454 -1.891

2.2.3 Vermögens- und Finanzlage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:

Aktiva

Bilanz 31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Veränderung
TEUR
Anlagevermögen 207 252 -45
Umlaufvermögen 4.112 3.168 944
Rechnungsabgrenzung 21 19 2
  4.340 3.439 901

Passiva

    0
Eigenkapital 25 25 0
Rückstellungen 3.382 3.045 337
Verbindlichkeiten 933 369 564
  4.340 3.439 901

2.2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 um TEUR 901 auf TEUR 4.340 erhöht. Folgende Faktoren haben zu dieser Entwicklung wesentlich beigetragen:

Das Anlagevermögen verringerte sich von TEUR 252 auf TEUR 207 um TEUR 45. Dies ist hauptsächlich auf planmäßige Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 944 erhöht. Diese Entwicklung beruht hauptsächlich auf einer Steigerung der Forderungen aus dem Cash Pooling von TEUR 1.571 auf TEUR 2.495 und ist bedingt durch eine vorübergehende Verbesserung der Zahlungsströme zum Ultimo im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines späteren Ausgleichs von Verbindlichkeiten.

Die Rückstellungen haben sich in Summe um TEUR 337 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einmaligen Sachverhalten bei den Rückstellungen im Personalbereich.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten begründet sich im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 660 (Vorjahr: TEUR 95), zu denen es abweichend zum Vorjahr zum Abschlussstichtag keinen automatischen Ausgleich innerhalb von Arvato CRM Solutions Deutschland gab.

Im Berichtsjahr wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags ein Verlust von TEUR 2.345 ausgeglichen, so dass das Eigenkapital mit TEUR 25 im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieb.

2.2.3.2 Finanzlage

Investitionen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 114 übersteigen die Gesamtinvestitionen um TEUR 72. Investitionen sind im Wesentlichen vorgenommen worden im Bereich Netzwerktechnik in Höhe von TEUR 51.

Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist durch die technische Ausstattung zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebes, insbesondere in die bestehende Infrastruktur, sowie allgemeine Anschaffungen von Geschäftsausstattung und Betriebsmitteln geprägt.

Im Regelfall orientiert sich die Investitionstätigkeit des Unternehmens am operativen Bedarf.

Liquidität

Im Berichtsjahr war die Gesellschaft über einen Ergebnisabführungsvertrag sowie einen Cashpool-Vertrag in den Bertelsmann-Konzern eingebunden. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, welche in die Unternehmensgruppe Arvato CRM Solutions Deutschland eingebunden ist, unter Berücksichtigung der Märkte als noch nicht zufriedenstellend.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Mit Wirkung zum 4. Januar 2019 haben Bertelsmann und die Saham Group ihre weltweiten CRM-Geschäfte zusammengelegt. Beide Partner halten jeweils 50 % der Anteile am Mutterunternehmen der neuen weltweiten Unternehmensgruppe. Die neue Unternehmensgruppe tritt im Markt unter dem Namen Majorel auf.

Die Gesellschaft war bisher in den Bertelsmann-Konzern eingebunden. Es bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie ein Cashpool-Vertrag mit der Reinhard Mohn GmbH, Gütersloh. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 und der Cashpool-Vertrag im Laufe des Jahres 2018 aufgehoben.

Nunmehr ist die Gesellschaft in den weltweiten Majorel-Konzern eingebunden. Mit ihrer neuen direkten Alleingesellschafterin hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2019 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und bereits im Laufe des Jahres 2018 einen Cashpool-Vertrag abgeschlossen.

3.1 Risiken- und Chancenbericht

Risiken

Die relevanten Kernrisiken für die Gesellschaft sind vor dem Hintergrund der Einbindung in den weltweiten Majorel-Konzern sowie der spezifischen Gegebenheiten in Deutschland zu sehen und lassen sich in die Bereiche Marktrisiken, Kundenrisiken und Risiken in Geschäftsprozessen gliedern.

Im Bereich der Marktrisiken stellt das knappe Angebot von qualifizierten Arbeitskräften und die daraus ggf. resultierende Beschränkung eines möglichen Volumenwachstums das größte Risiko für Majorel Deutschland und somit für die Gesellschaft dar. Majorel Deutschland hat sich vor diesem Hintergrund einer engagierten und konsequenten Personalarbeit verschrieben, die neben einem professionellen Rekrutierungsansatz insbesondere auf die Mitarbeiterbindung abzielt. Letztere wird u. a. durch ein Gesundheitsmanagement, Angebote zu Mitarbeiterschulungen und Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung von Führungskräften unterstützt. Bei der Verlängerung von Kundenverträgen besteht die Herausforderung, eine Preisbildung zu realisieren, die die Finanzierung wettbewerbsfähiger Gehälter und somit die Sicherung der Mitarbeiterbasis ermöglicht.

Aufgrund der hohen Abhängigkeit von Großkunden ist der Bereich der Kundenrisiken und dabei das Risiko des Kundenverlusts bzw. des Verlusts signifikanter Volumina ebenfalls ein relevantes Risiko. Majorel Deutschland sucht und realisiert daher stetig Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität und Kosteneffizienz, um den Auftraggebern attraktive Konditionen bei gleichbleibend hoher Qualität und Kundenzufriedenheit zu bieten.

Risiken in den Geschäftsprozessen ergeben sich zum einen aus physischen Risiken, etwa bezüglich der Verlässlichkeit der IT-Infrastruktur, und zum anderen aus Prozessrisiken in der Umsetzung der Dienstleistungserbringung. Beide Bereiche werden durch ein Internes Kontrollsystem abgedeckt, das unter anderem durch die Elemente Reporting, Reaction und Review sowohl kurzfristige Heilung als auch nachhaltige Vermeidung sicherstellen soll.

Aktuell zeigen sich in der Gesellschaft deutliche Defizite in der wirtschaftlichen Umsetzung der Dienstleistungserbringung. Treiber ist das Missverhältnis aus Personaleinsatz und Erlös, was unter anderem in starken tageszeitlichen Schwankungen des anfallenden Kontaktvolumens begründet liegt. Hier arbeitet die Geschäftsführung zusammen mit den Auftraggebern sowie mit den Sozialpartnern an möglichen Lösungskonzepten.

Das Gesamtbild der Risikolage der Gesellschaft zeigt unter Berücksichtigung der Einbindung in den weltweiten Majorel-Konzern keine wesentlichen Risiken, die nicht von der Gesellschaft getragen werden können.

Chancen

Chancen für die Gesellschaft ergeben sich aus der Generierung zusätzlicher Umsatzbeiträge. Haupttreiber ist dabei das anhaltende Wachstum des deutschen Outsourcing-Marktes im Bereich Kundenkommunikation, das durch eine positive konjunkturelle Lage zusätzlich gestützt wird. Durch die bereits starke Position der Unternehmensgruppe Majorel in Deutschland ist die Geschäftsführung optimistisch, weitere Aufträge für Kontaktvolumen akquirieren zu können. Voraussetzung für die Umsatzrealisierung ist jedoch die gleichzeitige Rekrutierung von Mitarbeitern in entsprechendem Umfang. Sollte hierzu eine Anhebung des allgemeinen Gehaltsniveaus erforderlich sein, gelingt dies nur bei ausreichender Gegenfinanzierung entweder durch entsprechend höhere Vertragspreise oder interne Kosteneinsparungen.

Weitere Chancen basieren im Wesentlichen auf Umsatzgewinnen im Bereich der digitalen Lösungen sowie aus Leistungen des neu geschaffenen Bereichs Consulting.

Zusätzlich stehen weiterhin Prozessoptimierungen und Kostensenkungspotenziale zur Generierung von Chancen für Majorel Deutschland bzw. die Gesellschaft im Vordergrund. Die Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe erwartet zudem positive Impulse aus einer Fokussierung auf den operativen Betrieb und damit einhergehende Standardisierung im Zuge der organisationalen Integration der in der Unternehmensgruppe Majorel zusammengelegten CRM-Geschäfte.

3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2019 geht die Gesellschaft von der folgenden Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus.

Die Weltwirtschaft dürfte 2019 weiterwachsen, jedoch weniger stark als im Vorjahr. Angesichts der erhöhten Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten in den meisten Volkswirtschaften ist mit einer Verlangsamung des Wachstums zu rechnen. Gemäß der Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird die Weltproduktion im Jahr 2019 um 3,4 Prozent nach 3,7 Prozent im Jahr 2018 zunehmen. Risiken für die konjunkturelle Entwicklung bestehen insbesondere im Euroraum durch einen drohenden ungeordneten Austritt von Großbritannien aus der EU. Zudem belastet die Verunsicherung durch eine mögliche Verschärfung der internationalen Handelskonflikte die Aussichten.

Im Euroraum dürfte der Wirtschaftsaufschwung weiter anhalten, wenngleich mit einer etwas abgeschwächten Wachstumsdynamik. Das realwirtschaftliche Wachstum soll nach Einschätzung des IfW im Jahr 2019 bei 1,7 Prozent liegen. Für Deutschland rechnet das IfW ebenfalls mit einem realen Wachstum des BIP von 1,7 Prozent. Die reale Wachstumsrate für Frankreich wird bei 1,4 Prozent erwartet. Für Großbritannien wird mit einem geringeren realen Anstieg des BIP im Jahr 2019 um 1,0 Prozent gerechnet. Für die USA wird aufgrund der anhaltenden soliden Konjunkturaussichten mit einem realen Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent gerechnet.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäfte der Gesellschaft ergeben sich nachfrageseitig aus der konjunkturellen Entwicklung im Inland sowie aus der Entwicklung des Arbeitsmarktes und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Rekrutierung.

Die Auftraggeber-Struktur der Gesellschaft mit den Branchen Telekommunikation, Online Handel und Banken wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr konstant bleiben. Die Erhöhung von Produktivität und Profitabilität wird weiterhin den Hauptaufgabenfokus für Geschäftsführung und Führungskräfte darstellen; allerdings erfordern die strukturellen Ursachen wie hohe Abwesenheitsquoten, die herausfordernde Rekrutierungssituation und teilweise unzureichende Wirtschaftlichkeit der erforderlichen Schichtplanungen einen nachhaltigen und ganzheitlichen Lösungsangang. Ein Turnaround bis zu einem positiven Geschäftsergebnis wird daher voraussichtlich noch nicht für das folgende Geschäftsjahr vollständig möglich sein. Klares Ziel bleibt die wirtschaftliche Erbringung der Dienstleistungen bei einer hohen Kundenzufriedenheit.

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Gesellschaft den Rahmenvertrag mit einem Großkunden aus dem Bereich Telekommunikation übernehmen und sämtliche Umsatzlegung für diesen Vertrag gebündelt abwickeln. Die übrigen Gesellschaften der Unternehmensgruppe Majorel Deutschland, die im Rahmen dieses Vertrags Leistungen erbringen, werden gegenüber der Gesellschaft in ein Subdienstleistungsverhältnis eintreten. Der zusätzliche Umsatz aus diesen Subdienstleistungsverhältnissen ist aufgrund der Regelung zu den Verrechnungspreisen ein durchlaufender Posten ohne Ergebniswirkung.

Für das kommende Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung bei deutlich steigenden Dienstleistungsvolumina von einem überproportional verbesserten IFRS-EBIT aus.

 

Stralsund, den 28. Juni 2019

Majorel Stralsund GmbH

Oliver Carlsen, Geschäftsführer

Tim Oliver Langjahr, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.724,00 4.144,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.331,00 10.728,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.971,00 236.688,00
  204.302,00 247.416,00
  207.026,00 251.560,00
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 752.703,72 1.116.770,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.338.704,78 2.042.531,68
davon gegen Gesellschafter € 2.494.905,57 (Vorjahr € 453.973,41)    
3. sonstige Vermögensgegenstände 20.256,03 7.268,60
  4.111.664,53 3.166.570,70
II. Kassenbestand 904,77 2.171,21
  4.112.569,30 3.168.741,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.644,65 18.735,63
  4.340.239,95 3.439.037,54

Passiva

   
31.12.2018
31.12.2017
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen    
andere Gewinnrücklagen 86,22 86,22
  25.086,22 25.086,22
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.162.872,00 2.078.855,00
2. sonstige Rückstellungen 1.218.818,24 965.641,46
  3.381.690,24 3.044.496,46
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102.381,19 98.841,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 660.191,23 94.700,86
3. sonstige Verbindlichkeiten 170.891,07 175.912,54
davon aus Steuern € 169.439,20 (Vorjahr € 173.830,32)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 798,72 (Vorjahr € 789,53)    
  933.463,49 369.454,86
  4.340.239,95 3.439.037,54
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 183.443,00 181.871,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
2017
1. Rohergebnis 13.777.904,38 15.449.358,21
2. Personalaufwand:    
a) Löhne und Gehälter 9.952.271,79 9.969.854,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.942.026,42 2.014.191,20
davon für Altersversorgung € 58.606,84 (Vorjahr € 63.767,70)    
3. Abschreibungen:    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens    
und Sachanlagen 113.877,91 121.122,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.036.574,61 3.713.092,80
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.423,62 1.834,33
davon aus verbundenen Unternehmen € 1.423,62 (Vorjahr € 1.834,33)    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.368,42 86.905,10
davon an verbundene Unternehmen € 27,42 (Vorjahr € 950,10)    
7. Ergebnis nach Steuern -2.344.791,15 -453.973,41
8. Erträge aus Verlustübernahme 2.344.791,15 453.973,41
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Allgemeine Angaben

Die Majorel Stralsund GmbH (vormals: arvato direct services Stralsund GmbH) hat ihren Sitz in Stralsund. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Stralsund unter der Registernummer HR B 7197 im Handelsregister eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2018 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Der Abschluss wurde gemäß § 264 Abs. 1 S. 3 HGB innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungssätze und -methoden orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen erfolgen sowohl linear als auch degressiv, wobei Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2007 erworben wurden, ausschließlich linear abgeschrieben werden. Bei der Anwendung der degressiven Methode erfolgt ein Übergang zur linearen Abschreibung, sobald der Abschreibungsbetrag höher liegt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, erfolgt die vollständige Abschreibung im Jahr der Anschaffung. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Für das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene latente Risiko werden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand

Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

A ktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren mittels der "Projected-Unit-Credit-Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G i.d.F. Oktober 2018" von derHeubeck-Richttafeln-GmbH verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal entsprechend einer Laufzeit von 15 Jahren, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Bei der Festlegung des Zinssatzes wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Zinssatz bis zu drei Monate vor dem Bilanzstichtag festzustellen. Der Zinssatz wird zum 30.11. des Geschäftsjahres festgestellt und bei unterstelltem unverändertem Zinsniveau auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben. Zudem werden in der Berechnung zukunftsbezogene Bewertungsparameter mit Gehaltstrend, Rententrend und Fluktuation berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben.

Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung, in Wertpapieren und in treuhänderisch gebundenem Barvermögen angelegt. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersversorgung und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherung dient der Rückdeckung von Beträgen zur Pension-Höherversorgung. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird, bewertet. Die Wertpapiere dienen der Erfüllung entsprechender Zusagen an Mitarbeiter. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Marktpreis entspricht. Die betreffenden Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere angesetzt. Das Barvermögen, welches der Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern dient, wird zum Nominalwert bewertet. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zum Bertelsmann Konzern, dessen Mutterunternehmen die Bertelsmann SE & Co. KGaA in Gütersloh ist. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen:

Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen:

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 99 T€ (Vorjahr: 18 T€) und sonstigen Forderungen i. H. v. 3.239 T€ (Vorjahr: 2.024 T€) zusammen.

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren in Höhe von 3,21 Prozent p. a. (Vorjahr: 3,68 Prozent p. a.). Der Gehaltstrend wurde mit 2,25 Prozent p. a. (Vorjahr: 2,25 Prozent p. a.) und der Rententrend mit 1,5 Prozent p. a. (Vorjahr: 1,5 Prozent p. a.) bzw. 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) bei Zusagen mit Anpassungsgarantie berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische, altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung, in Wertpapieren und in treuhänderisch gebundenem Barvermögen angelegt. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge wurden mit dem Zinsaufwand aus den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert.

Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:

31.12.2018
T €
Vorjahr
T €
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen 16 15
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 16 15
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 14 14

Sonstige Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von 1.085 T€ sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von 103 T€.

Verbindlichkeiten:

Restlaufzeit unter 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahr
T€
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
31.12.2018
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102     102
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 660     660
sonstige Verbindlichkeiten 171     171
- davon aus Steuern (169)     (169)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1)     (1)
  933     933
Vorjahr
T€
Restlaufzeit unter 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahr
T€
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99 99    
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 95 95    
sonstige Verbindlichkeiten 176 176    
- davon aus Steuern (174) (174)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1) (1)    
  370 370    

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 660 T€ (Vorjahr: 95 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen:

Der Zinsaufwand entfällt i. H. v. 79 T€ auf die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 419 Arbeitnehmer beschäftigt.

Personalbestand 2018
Angestellte 419
Leitende 0
Summe 419

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Gebäudemietverträge i.H.v. 398 T€ und KFZ-Leasing i.H.V. 33 T€. Diese Verpflichtungen bestehen aussschließlich gegenüber Dritten.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

 

Frau Dr. Mariana Kristina Stamm (abberufen am 03.05.2018)

Chief Financial Officer (CFO) - Majorel Germany & Eastern Europe

 

Herr Henrik Teipel, (abberufen am 03.05.2018)

Senior Vice President HR - Majorel Germany & Eastern Europe

 

Herr Oliver Carlsen (bestellt am 03.05.2018)

Chief Executive Officer (CEO) - Majorel Germany & Eastern Europe

 

Herr Dr. Hannes Gmelin (bestellt am 03.05.2018; abberufen am 08.02.2019)

Managing Director Client Management - Majorel Germany

 

Herr Tim Oliver Langjahr (bestellt am 08.02.2019)

Managing Director Client Management - Majorel Germany

Ergebnisverwendungsvorschlag

Wegen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.

 

Stralsund, den 28. Juni 2019

Majorel Stralsund GmbH

Oliver Carlsen

Tim Oliver Langjahr

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018
Zugänge
Abgänge
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.611,86 1.251,00 3,00 43.859,86
  42.611,86 1.251,00 3,00 43.859,86
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.285,60 0,00 0,00 22.285,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.704.752,92 70.791,91 47.258,66 2.728.286,17
  2.727.038,52 70.791,91 47.258,66 2.750.571,77
  2.769.650,38 72.042,91 47.261,66 2.794.431,63
Abschreibungen
01.01.2018
Zugänge
Abgänge
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.467,86 2.671,00 3,00 41.135,86
  38.467,86 2.671,00 3,00 41.135,86
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.557,60 1.397,00 0,00 12.954,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.468.064,92 109.809,91 44.559,66 2.533.315,17
  2.479.622,52 111.206,91 44.559,66 2.546.269,77
  2.518.090,38 113.877,91 44.562,66 2.587.405,63
Buchwerte
31.12.2018
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.724,00 4.144,00
  2.724,00 4.144,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.331,00 10.728,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.971,00 236.688,00
  204.302,00 247.416,00
  207.026,00 251.560,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Majorel Stralsund GmbH (vormals: arvato direct services Stralsund GmbH), Stralsund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Majorel Stralsund GmbH (vormals: arvato direct services Stralsund GmbH), Stralsund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Majorel Stralsund GmbH (vormals: arvato direct services Stralsund GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 28. Juni 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carsten Tegelkamp, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Beschluss

der Gesellschafterin

der

Majorel Stralsund GmbH, Stralsund

(vormals: arvato direct services Stralsund GmbH, Stralsund)

Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften des Gesellschaftsvertrages wird Folgendes beschlossen:

Wegen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.

 

Gütersloh, den 26.08.2019

RM Achte Beteiligungsverwaltungs GmbH

Dr. Hendrik-Peter Horn

Dr. Thomas Mackenbrock

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde am 26. August 2019 festgestellt.

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