Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 3743
Eingetragen
4.3.1981
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermietung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Bewegung von Schwerlastgütern aller Art mittels Flurförderfahrzeugen und Spezialfahrzeugen sowie Erbringung von Krandienstleistungen aller Art, insbesondere Autokrandienstleistungen, ferner die Vermietung von hydraulischen Arbeitsbühnen, Montagehilfe, Bergungsdienste sowie Werkstatt- und Betriebsumzüge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carsten Hildebrandt
seit 2.6.2005
Geschäftsführer
Inge Teifke
seit 2.6.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Baunatal
253.000 €
50.60%
Hauneck
247.000 €
49.40%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Albert Regel GmbH

Baunatal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Albert Regel GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Schwerpunkt in der Vermietung und Gestellung von Schwerlastlogistik. Der Unternehmensgegenstand ist die Ausführung von Kranarbeiten (Tragkraft von 30 bis 700 Tonnen), die Durchführung von Großraum- und Schwertransporten und Industrieumzügen, die Einholung behördlicher Genehmigungen sowie die Vermietung von Gabelstaplern, Teleskopstaplern, Arbeitsbühnen und die Erbringung der dazugehörigen Dienstleistungen.

Dabei dominieren kombinierte Dienstleistungen, bei denen Transporte von Gütern mit anschließendem Kraneinsatz und innerbetrieblicher Montage der Güter verbunden werden, immer mehr das Tagesgeschäft.

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Volkswirtschaft im vergangen Jahr preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist , erwartet der Sachverständigenrat für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von 0,2 %. Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin hinterher. In Spanien, Italien oder Frankreich dürfte das Wachstum laut den aktuellen Prognosen höher ausfallen. Dies liegt vor allem daran, dass die energieintensive Industrie ein größeres Gewicht in der deutschen Wirtschaft hat als in anderen Ländern der Eurozone.

Allerdings geht man davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. Die Inflation dürfte, nach dem sie im vergangenen Jahr noch bei 5,9% lag, zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt.

Trotz der angespannten geopolitischen Lage gehen wir davon aus, dass die Lieferkette und die Energieversorgung stabil und gesichert bleiben.

Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation wird mit Raten von 3,0% zu rechnen. Die Inflation im Euro-Raum ist bereits deutlich zurückgegangen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu weiten Zinssenkungen kommen wird und sich die Finanzierungsbedingungen wieder verbessern.

Die Erwartung einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wird von Unternehmensbefragungen untermauert. Vor allem die Industrie und die Bauwirtschaft bleiben in der Rezession verhaftet. Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage kommen positive Impulse ausschließlich vom Konsum. Vom Staatskonsum kommen dagegen nur marginale Impulse.

Trotz 46 Millionen Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2024 werden die Auswirkungen der konjunkturellen Schwäche am Arbeitsmarkt in Deutschland stärker sichtbar. Die Erhöhung der Arbeitslosenquote wird im Jahresdurchschnitt 2024 auf fast 6% erwartet. Das Staatsdefizit wird sich Voraussichtlich auf 68 Milliarden Euro oder 1,5% des Bruttoinlandsprodukts belaufen.

Die Zahlen der Prognosen zeigen, wie angespannt die Lage für die Unternehmen in der deutschen Wirtschaft derzeit aussieht. Die Exportunternehmen leiden weiterhin unter der schwachen Weltkonjunktur. Viele Unternehmen klagen über einen Rückgang der Aufträge. Zudem hat die Haushaltskrise der Bundesregierung die Unsicherheit für die Unternehmen und Haushalte erhöht. Die Bundesregierung ist nach dem Verfassungsgerichtsurteil zur Schuldenbremse auf einen Sparkurs eingeschwenkt. Diese Krise hat zum Rückgang der Investitionen geführt.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze entwickelten sich im abgelaufene Berichtsjahr 2023 im Rahmen der erwarteten Parameter. Sie setzen sich im Wesentlichen aus der Vermietung und Gestellung von Kranfahrzeugen in den Bereichen Windenergie, Leitungsbau sowie Bau von Infrastrukturmaßnahmen und Aufträgen der öffentlichen Hand für die Bauwirtschaft (z. B. Brückenbau) zusammen. Daraus ergaben sich positive Impulse beim Einsatz unserer Geräte.

Der Auftragseingang stieg im Berichtsjahr 2023 im Verhältnis zum Vorjahr an und hat das Niveau von 2022 übertroffen. Der Auftragsbestand bewegte sich während des Geschäftsjahres auf gutem Niveau.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 13,8% gestiegen. Die Zuwächse wurden im Wesentlichen im Bereich der Montageleistungen und im Bereich der Vermietung von Autokränen erwirtschaftet.

Die gestiegenen Umsatzerlöse und die gleichzeitige Erhöhung der in Anspruch genommenen Fremdleistungen haben zu einer Erhöhung des Rohertrags in 2023 um 1.139,4 T€ (11,23%) geführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um 984,8 T€ gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

3. Investitionen und Finanzierung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 4.262 T€ hauptsächlich im Kranpark, in unterschiedlichen Krangrößen, durchgeführt. Des Weiteren wurde der Lkw Fuhrpark verjüngt und an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Hierfür wurden Neufinanzierungen in Höhe von rd. 2.212 T€ in Anspruch genommen. Die übersteigenden Investitionsmaßnahmen wurden weitestgehend mit eigenen Mitteln durchgeführt und stärken damit die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens. Aufgrund der guten Bonitätsbewertungen der Finanzierer, konnten wir uns günstige Finanzierungskonditionen sichern.

Als Sicherheit für die Finanzierungen dienen jeweils die gekauften Geräte. Die Anschaffungen im Maschinenpark erfolgen über Mietkaufverträge.

Unsere Gesellschaft weist trotz des hohen Anteils an fremdfinanzierten Gerätschaften eine stabile und sichere Finanzlage aus. Es wurden, außer zur Finanzierung der Fahrzeuge, keine zusätzlichen Fremdmittel, in Anspruch genommen.

4. Geschäftsergebnis

Das laufende Geschäftsergebnis beträgt 2023 2.023,6 T€. Daraus wurde ein Cash Flow von 4.561,1 T€ erwirtschaftet.

Die Gesellschaft ist im Markt gut positioniert. Bei einer gestiegenen Gesamtleistung und gleichzeitig gestiegenen Personalkosten, Abschreibungen und Fahrzeugkosten und einem gestiegenen Wareneinsatz, konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

5. Personalbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter ist zum Vorjahr leicht gesunken.

Im Fokus steht die Verantwortung für unser Mitarbeiter im Unternehmen an erster Stelle. In diesem Rahmen sind die Einhaltung und Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie die arbeitsrechtlichen Vorschriften, wie z.B. die Einhaltung der Ruhepausen zu nennen.

Die Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) bescheinigt unserem Unternehmen, dass wir die Anforderungen an einen systematischen und wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz auf der Grundlage der Umsetzung des Arbeitsschutzmanagement-Leitfadens der BG Verkehr in Übereinstimmung mit dem Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme NLF/ILO-OSH 2001 erfüllen.

Die Prüfung erfolgte auf der Basis der Verfahrensgrundsätze der BG Verkehr zur Begutachtung von Arbeitsschutz-Managementsystemen.

Innerbetriebliche Qualifizierung, sowie Aus- und Weiterbildung bleiben wichtige Themen. Wir investieren regelmäßig in unsere Mitarbeiter/innen in jährlich wiederkehrenden internen und externen Schulungen, Weiterbildungen und Unterweisungen im Bereich der Autokräne, für Berufskraft- und Staplerfahrer sowie im Bereich der Unfallverhütungsvorschriften und der Arbeitssicherheit.

Wir wollen aber auch weiterhin einen Beitrag zum Umweltschutz in unserm Unternehmen voranbringen und legen aus diesem Grund Wert auf sparsamen Kraftstoffverbrauch bei den Geräten und Fahrzeugen. Die Eigenproduktion von Strom mittels einer Photovoltaikanlage, mit einer PV Leistung von 180 kWp, ist eine wichtige Komponente dabei.

II. Darstellungen der wirtschaftlichen Lage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.190,9 T€ auf 22.047,4 T€ erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt 58,1% der Bilanzsumme (Vorjahr: 58,4%), die Forderungen 6,4% (Vorjahr: 5,8%) und die liquiden Mittel 33,0% (Vorjahr: 34,3%).

Das Eigenkapital stieg auf 12.793 T€. Dies entspricht 58,0% der Bilanzsumme (Vorjahr: 59,8 %). Die Kapitalstruktur hat sich weiter durch das positive Jahresergebnis verbessert.

Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital und die langfristig verfügbaren Darlehen vollständig abgedeckt.

Durch die gestiegenen Umsatzerlöse und die Erhöhung der in Anspruch genommenen Fremdleistungen beläuft sich der Rohertrag auf 11.173 T€.

Die Personalkosten erhöhten sich um rd. 343 T€, die Abschreibungen um rd. 200 T€, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rd. 14 T€ gesunken. Die Zinsen sind, durch die Neufinanzierungen, um rd. 15,0 T€ im Vergleich zum Vorjahresbetrag gestiegen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Unternehmen wird auch zukünftig immer in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und erwartet eine positive und stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Darlehenstilgungen erfolgten aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit.

III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken wie z. B. Zinsrisiken verbunden. Ein wirksames Management von Chancen und Risiken ist daher wesentlich für den Erfolg und die Sicherung des Unternehmens.

Die Autokran und Schwertransportbranche leidet immer noch wie auch in den letzten Jahren an den uneinheitlichen Regulierungen der verschiedenen Bundesländern und deren Regierungspräsidien. Es gibt keine einheitlichen Regelungen. Das gilt insbesondere für die Straßengebühren. In 2023 haben sich die Belastungen in Form von Gebühren, Abgaben und insbesondere durch die Maut für die Branche wesentlich erhöht. Der immer wieder im Fokus stehende und von allen Parteien viel gepriesene Bürokratieabbau, bleibt bisher leider nur ein Wunschgedanke. Das Arbeiten mit genehmigungspflichtigen Fahrzeugen ist weiterhin ein schwieriges unterfangen wenn die Politik es nicht schafft Infrastrukturprojekte schneller Freizugeben und zu Realisieren. Somit bleiben große Belastungen für die Umwelt aufgrund von weiten Umwegen weiter an der Tagesordnung.

Der Bedarf an Wohnraum ist nach wie vor groß, wird aber durch die stark gestiegenen Zinsen und Baukosten nicht in dem Maße ausgeweitet werden können, wie geplant.

Unser Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Das Risiko möglicher Forderungsausfälle begrenzen wir durch ein ausgereiftes Mahnwesen und entsprechende Wirtschaftsauskünfte.

Unsere Forderungen werden bis zum jetzigen Zeitpunkt im Rahmen der Zahlungsvereinbarungen ausgeglichen. Den Fortbestand unserer Gesellschaft sehen wir nicht durch Forderungsausfälle gefährdet. Soweit bei Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen weiterhin innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und bei den Lieferverbindlichkeiten regelmäßig Skontoabzüge durch kurzfristige Zahlungen zu realisieren.

Ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens ist eine hohe Auslastung unserer Geräte. Wir haben deshalb in 2023 wieder gezielte Ersatzinvestitionen in effizienter einsetzbare Geräte durchgeführt.

Diese wurden im ersten Halbjahr 2023 ausgetauscht, um unser Einsatzspektrum mit neuester Technik zu optimieren. Die permanenten Ersatzinvestitionen, sowie die hohe Qualität der Arbeitsausführung und die große Bandbreite an Geräten führen zu einer besonderen Akzeptanz bei unseren Kunden. Die enge Kundenbindung und damit verbundene kundenspezifische Lösungsansätze in den Bereichen Kran-, Transport- und Projekteinsätzen bergen wesentliche Chancen. Durch die Energiewende wird die Windenergie weiter eine größere Rolle spielen und unsere Gesellschaft hat aus diesem Grund in 2023 im Bereich der Großkräne weiter investiert.

Die Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2024 werden vor dem Hintergrund des Angriffskriegs auf die Ukraine und der weiteren Entwicklung der Gesamtwirtschaft unverändert hoch bleiben. Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten, Abhängigkeit von Materiallieferungen sowie der Arbeitskräftemangel im gewerblichen Bereich fordern weiterhin alle Kompetenzen.

Durch das umfangreiche Kran- und Schwerlasttransportangebot gehört unser Unternehmen zu den führenden Anbietern in der Region. So können wir unseren Kunden individuelle Lösungen für die benötigten Leistungen anbieten.

Es hat sich gezeigt, dass es auch in Zukunft weiterhin notwendig sein wird, eine gewisse Größe als Marktteilnehmer, mit ausreichend Liquidität, zu haben, um in allen Bereichen unserer Dienstleistungspalette tätig sein zu können.

Sämtliche Risiken für operative Arbeiten sowie der Maschinenpark sind durch ausreichenden branchenüblichen Versicherungsschutz abgedeckt.

Für das Jahr 2024 gehen wir von einer stagnierenden Entwicklung aus. Bei geringeren Margen im Rohertrag, steigenden Personal- und Betriebskosten erwarten wir für 2024 noch ein zufriedenstellendes Jahresergebnis, Umsatz und Cash Flow auf Vorjahresniveau und damit eine stabile Vermögens- und Finanzlage bei im Wesentlichen unveränderten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen.

IV. Sonstige Angaben

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres, die für eine Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geldpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation verlangsamen, könnte dies die EZB veranlassen weitere Leitzinssenkungen zu verschieben.

 

Baunatal, 2. September 2024

gez. Carsten Hildebrandt, Geschäftsführer

gez. Alexander Teifke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.812.308,14 11.024.155,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 12.747.464,71 10.961.213,71
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.042.490,71 1.086.294,71
2. technische Anlagen und Maschinen 169.676,00 179.047,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.468.548,00 9.695.872,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.750,00 0,00
III. Finanzanlagen 64.839,43 62.938,13
1. Beteiligungen 64.839,43 62.938,13
B. Umlaufvermögen 8.826.251,28 7.654.505,66
I. Vorräte 72.155,85 90.323,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.470.088,28 1.093.745,23
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 105.864,13 90.671,78
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.364.224,15 1.003.073,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.284.007,15 6.470.437,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 408.877,95 177.843,46
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.047.437,37 18.856.504,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.793.709,31 11.270.131,13
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.270.131,13 1.797.829,69
IV. Jahresüberschuss 2.023.578,18 972.301,44
B. Rückstellungen 1.452.451,20 593.234,00
C. Verbindlichkeiten 7.801.276,86 6.993.139,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.103.340,78 6.459.445,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.762,10 7.737,37
3. sonstige Verbindlichkeiten 667.173,98 525.957,29
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.047.437,37 18.856.504,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.376.552,37 10.246.483,38
2. Personalaufwand 4.498.622,86 4.155.800,38
a) Löhne und Gehälter 3.791.448,70 3.490.761,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 707.174,16 665.038,42
3. Abschreibungen 2.537.529,71 2.336.820,37
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.537.529,71 2.336.820,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.410.806,50 2.425.634,31
5. Erträge aus Beteiligungen 22.500,00 123.750,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 97.872,55 9.141,23
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 89.346,56 73.950,58
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 908.010,12 386.600,78
9. Ergebnis nach Steuern 2.052.609,17 1.000.568,19
10. sonstige Steuern 29.030,99 28.266,75
Jahresüberschuss 2.023.578,18 972.301,44

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: Albert Regel GmbH
Sitz: Baunatal
Registereintrag: Amtsgericht Kassel, HRB 3743

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft unverändert als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach amtlicher AfA-Tabelle ermittelt.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 erfolgt die Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung analog den Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Bei den Vorräten erfolgt die Aktivierung zu Anschaffungskosten. Wertminderungen werden durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird allen erkennbaren Risiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Finanzierungskosten im Rahmen von Leasing- und Darlehensverträgen sowie für Aufwendungen gebildet, die wirtschaftlich die Folgejahre betreffen.

Die Rückstellungen sind nach vernünftigem kaufmännischen Ermessen gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank berechneten Marktzinssatz abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit Zinsen im Erfüllungsbetrag enthalten sind, werden diese gemäß § 250 Abs. 3 HGB aktiv abgegrenzt.

3. Angaben zur Bilanz

In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 95.495,88 (i. V. TEUR 60,10) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen EUR 250.109,57 (i. V. TEUR 191,82). Die Verbindlichkeiten für vermögenswirksame Leistungen und soziale Abgaben betragen EUR 477,00 (i. V. EUR 437,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten gegenüber/aus Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
EUR
davon: Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Kredit- und Finanzierungsinstituten 7.103.340,78 2.095.145,70 5.008.195,08 946.590,14
(im Vorjahr) 6.459.445,17 1.568.203,73 4.891.241,44 948.468,72
Lieferungen/Leistungen 276.733,62 276.733,62 0,00 0,00
(im Vorjahr) 211.722,17 211.722,17 0,00 0,00
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 30.762,10 30.762,10 0,00 0,00
(im Vorjahr) 7.737,37 7.737,37 0,00 0,00
Sonstige 390.440,36 390.440,36 0,00 0,00
(im Vorjahr) 314.235,12 314.235,12 0,00 0,00
7.801.276,86 2.793.081,78 5.008.195,08 946.590,14

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt EUR 7.103.340,78 erfolgt durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen insgesamt EUR 2.537.529,71 (i. V. EUR 2.336.820,37). Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in der Position "Personalaufwand" belaufen sich auf EUR 45.382,67 (i. V. EUR 47.221,97).

5. Sonstige Angaben

a) Zahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 76 Arbeitnehmer, davon 48 gewerbliche und 16 kaufmännische Arbeitnehmer sowie 4 Aushilfen. Darüber hinaus beschäftigt das Unternehmen 6 Auszubildende.

b) Geschäftsführung und Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung

Geschäftsführer sind Herr Carsten Hildebrandt (Bilanzbuchhalter) und Herr Alexander Teifke (Dipl.-Ökonom). Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

c) Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:

Beteiligung
EUR
% Eigenkapital 31.12.2022
TEUR
Jahresergebnis 2022
TEUR
RMT Albert Regel Logistik GmbH, Baunatal 49.200,00 15,00 2.293,2 473,0
WRT Grundstück Raßnitz Verwaltungs-GmbH, Baunatal 12.800,00 50,00 151,5 20,6
Regel Industrie-Montagen GmbH, Baunatal 20.500,00 80,00 28,3 -1,0
RKT Regel GmbH, Baunatal 16.200,00 100,00 1.551,2 127,2

d) Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf EUR 2.023.578,18. Über die Verwendung entscheidet die Gesellschafterversammlung.

 

Baunatal, 2. September 2024

gez. Carsten Hildebrandt, Geschäftsführer

gez. Alexander Teifke, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.142,93 0,00 0,00 61.142,93
61.142,93 0,00 0,00 61.142,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.635.555,30 0,00 0,00 2.635.555,30
2. Technische Anlagen und Machinen 248.466,41 0,00 0,00 248.466,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.209.314,72 4.260.947,71 2.397.241,37 34.073.021,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 66.750,00 0,00 66.750,00
35.093.336,43 4.327.697,71 2.397.241,37 37.023.792,77
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 62.938,13 1.901,30 0,00 64.839,43
62.938,13 1.901,30 0,00 64.839,43
35.217.417,49 4.329.599,01 2.397.241,37 37.149.775,13
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.138,93 0,00 0,00 61.138,93
61.138,93 0,00 0,00 61.138,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.549.260,59 43.804,00 0,00 1.593.064,59
2. Technische Anlagen und Machinen 69.419,41 9.371,00 0,00 78.790,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.513.442,72 2.484.354,71 2.393.324,71 22.604.472,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
24.132.122,72 2.537.529,71 2.393.324,71 24.276.327,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
24.193.261,65 2.537.529,71 2.393.324,71 24.337.466,65
Nettobuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,00
4,00 4,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.042.490,71 1.086.294,71
2. Technische Anlagen und Machinen 169.676,00 179.047,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.468.548,34 9.695.872,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.750,00 0,00
12.747.465,05 10.961.213,71
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 64.839,43 62.938,13
64.839,43 62.938,13
12.812.308,48 11.024.155,84

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Albert Regel GmbH, Baunatal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Albert Regel GmbH, Baunatal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albert Regel GmbH, Baunatal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, 2. September 2024

HTW Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

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