Netzikon GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Grahl seit 18.4.2024 | Prokura |
Ralph Keil seit 24.10.2023 | Prokura |
Norbert Wartenberg seit 9.9.2021 | Prokura |
Hendrik Hermann Rudolf Dr. Tröger seit 11.6.2021 | Geschäftsführer |
Frank Fais seit 12.6.2020 | Geschäftsführer |
Hubert Rehm seit 17.11.2011 | Prokura |
Jörg-Michael Käther seit 17.11.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AG Offenbach am Main | 97.50% |
Gustav Zech Stiftung | 1.88% |
| 0.62% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
telent GmbHBacknangJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die telent GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der telent GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der telent GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 22. August 2024 Nordwest
Revision GmbH
Beering, Wirtschaftsprüfer Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Erläuterungen 1.1 Angaben zur Identifikation der Kapitalgesellschaft Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 lautet der Name der Firma telent GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Backnang. Eingetragen ist die telent GmbH im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 738199. 1.2 Geschäftstätigkeit Die telent GmbH ist Systemlieferant in den Bereichen der Nachrichten-, Sicherheits-, Informations-, Daten- und Kommunikationstechnik im In- und Ausland und bietet maßgeschneiderte Technologielösungen und Smart Services für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und die Industrie. Die telent GmbH unterstützt ihre Kunden bei Konzeption, Planung, Installation, Integration, Betrieb und Wartung in den genannten Bereichen. 1.3 Grundlagen der Rechnungslegung Die telent GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 1.4 Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Ausweis erfolgt in Euro, es wurde bei den Wertangaben im Anhang auf volle Euro gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert und erläutert. Angaben, die nach den gesetzlichen Regelungen wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können sind weitestgehend schon in Bilanz und GuV aufgeführt und im Anhang teilweise nochmals dargestellt. Dies soll dem Leser an beiden Stellen ein möglichst umfassendes Bild vermitteln. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. 2.1 Aktiva 2.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren, bewertet. Software mit Anschaffungskosten bis 800 EUR wird im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel verzeichnet. Der Abgang wird nach 5 Jahren unterstellt. Geringwertige immaterielle Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis 250 EUR werden direkt als Aufwand erfasst und nicht im Anlagespiegel verzeichnet. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer linear über 10 Jahre abgeschrieben. 2.1.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Anlageguts. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Gesellschaft hat für die Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens folgende Nutzungsdauern angesetzt:
Die Abschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter orientiert sich an den steuerlichen Vorgaben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel verzeichnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250 EUR werden direkt als Aufwand erfasst und nicht im Anlagespiegel verzeichnet. 2.1.3 Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. 2.1.4 Vorräte Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind mit den gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten bilanziert. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für Sozialleistungen nach § 255 Abs. 2 HGB sind berücksichtigt, soweit diese sachlich und zeitlich der Herstellung zuordenbar sind. Etwaige Zinsen auf Fremdkapital gehen nicht in die Herstellungskosten ein. Fremdbezogene Waren sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen werden durch angemessene Abwertungen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips abgedeckt. Die Risikoanalyse betrachtet vor allem Gängigkeit, zukünftige Verwertbarkeit und niedrigere Wiederbeschaffungskosten der Vorräte. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt und sind mit dem Zahlbetrag bewertet. 2.1.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird auf Basis von Erfahrungswerten getrennt für Inland und Ausland durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Erfolgswirksam entstandene unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Barwert zum Stichtag ausgewiesen. Ist eine Teilabrechnung vertraglich vereinbart erfolgt die Gewinnrealisierung bei langfristigen Projektaufträgen nach Abnahme dieser Teilleistungen. 2.1.6 Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. 2.1.7 Aktive Rechnungsabgrenzung Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Abschlussstichtag darstellen. 2.2 Passiva 2.2.1 Eigenkapital Das Stammkapital der telent GmbH wird zum Nennbetrag passiviert und ist unter dem gezeichneten Kapital ausgewiesen. 2.2.2 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensions- und Sterbegeldverpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet, angewendeter Bewertungsstandard ist die "Projected Unit Credit Method". Als biometrische Berechnungsgrundlagen zu Sterblichkeit, Invalidität und Fluktuation dienen seit 1. Januar 2018 die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die erwartete Rentensteigerung beträgt wie im Vorjahr 2,10 %, die erwartete Einkommenssteigerung wie im Vorjahr 3,25 %. Zum Stichtag 31.12.2023 wurde gemäß § 16 BetrAVG eine einmalige Anpassung der Renten in Höhe von 8 % vorgenommen, um die Veränderung des Verbraucherpreisindex abzubilden. Für die Ermittlung der Abzinsungssätze wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Auf Basis des von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre wurde für das Berichtsjahr ein Abzinsungssatz von 1,82 % verwendet (Vorjahr 1,78 %). Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Mitarbeiterjubiläen, für die ein versicherungsmathematisches Gutachten vorliegt. Es wird ein modifiziertes Teilwertverfahren angewendet, biometrische Rechnungsgrundlagen sowie die geplante Einkommenssteigerung entsprechen den Werten im Pensionsgutachten. 2.2.3 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. 2.2.4 Passive Rechnungsabgrenzung Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2.3 Latente Steuern Die passiven latenten Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die detaillierte Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in den Tabellen im Kapitel "Anlagespiegel" in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.1.1 Wesentliche Zugänge des Anlagevermögens Die Zugänge an Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 teilen sich wie folgt auf (alle Werte in EUR):
In den Werten ist ein Zugang an geringwertigen Wirtschaftsgütern in Höhe von 166.653 EUR enthalten. 3.1.2 Geschäfts- oder Firmenwert Im Mai 2011 wurde die heutige telent GmbH gegründet und die operativen Vermögensgegenstände der Vorgängerfirma im Zuge eines Asset Deals übernommen. Es ergab sich ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 25.203.005 EUR. Die Nutzungsdauer dieses Firmenwerts wurde mit 10 Jahren geschätzt. Grundlage der Analyse zur Abschätzung der Nutzungsdauer waren in erster Linie die bestehenden Kundenbeziehungen und langfristigen Verträge, aber auch das vorhandene Mitarbeiter Know-how sowie Image und Marktposition des Unternehmens. Die Abschreibung des Firmenwerts erfolgt planmäßig linear über diese 10 Jahre, Ende Mai 2021 war der Firmenwert vollständig abgeschrieben. 3.1.3 Geschäfts- oder Firmenwert durch Verschmelzung KORAMIS GmbH Bei der Verschmelzung mit der Tochtergesellschaft KORAMIS GmbH im Januar 2020 ergab sich ein Firmenwert in Höhe von 1.273.000 EUR. Die Nutzungsdauer dieses Firmenwerts wurde mit 10 Jahren geschätzt. 3.1.4 Finanzanlagen Es besteht eine Beteiligung an der Netzikon GmbH in Höhe von 25.000 EUR, die jedoch vollständig abgewertet ist:
1) Basis ist der vorläufige Jahresabschluss
der Gesellschaft zum 31.12.2023
3.2 Vorräte 3.2.1 Unfertige Erzeugnisse und Leistungen Bei den ausgewiesenen unfertigen Erzeugnissen und Leistungen handelt es sich um Ware in Arbeit, d.h. noch nicht abgerechnete kundenspezifische unfertige Erzeugnisse. 3.2.2 Fertige Erzeugnisse und Waren Wie beschrieben werden erkennbare Risiken im Vorratsvermögen hinsichtlich Gängigkeit, Verwertbarkeit und Wiederbeschaffungskosten bei der Bewertung des Vorratsvermögens berücksichtigt. Die sich aus dieser Risikoanalyse ergebenden Abwertungen haben sich wie folgt entwickelt:
3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.3.1 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Die Forderungen gegen den Gesellschafter GZS Digital GmbH, Neu-Isenburg, betragen zum 31. Dezember 2023 in Summe 21.725.000 EUR. Forderungen gegen die Tochter Netzikon GmbH in Höhe von 6.440.811 EUR wurden abgeschrieben (Vorjahr 6.429.410 EUR). 3.3.2 Sonstige Vermögensgegenstände - Forderungen an Finanzbehörden In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 6.201 EUR enthalten (Vorjahr 6.201 EUR). 3.3.3 Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
3.4 Aktive Rechnungsabgrenzung Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Abschlussstichtag darstellen. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungsbetrag und Ausgabebetrag einer Verbindlichkeit nach § 250 Abs. 3 HGB ist nicht vorhanden. 3.5 Aktive latente Steuern Der Aktivüberhang an latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Der Aktivüberhang resultiert im Wesentlichen aus folgenden temporären Differenzen:
3.6 Eigenkapital Das Eigenkapital der telent GmbH setzt sich folgendermaßen zusammen:
3.7 Rückstellungen 3.7.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zu den Berechnungsgrundlagen der Pensionsrückstellungen siehe Kapitel 2.2.2. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 223.933 EUR (Vorjahr 1.015.727 EUR), d.h. der Erfüllungsbetrag erhöht sich um diesen Wert, wenn mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre anstelle der gewählten 10 Jahre gerechnet wird. 3.7.2 Steuerrückstellungen Es besteht eine Steuerrückstellung in Höhe von 97.911 EUR (Vorjahr 668.109 EUR) für ausstehende Körperschaft- und Gewerbesteuer. 3.7.3 Sonstige Rückstellungen Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
3.8 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und die von der telent GmbH selbst eingeräumten Sicherheiten auf diese Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitsspiegel ersichtlich:
*) Gesichert durch branchenübliche
Eigentumsvorbehalte
3.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten ausschließlich abgegrenzte Umsätze aus längerfristigen Serviceverträgen. 3.10 Haftungsverhältnisse Die telent GmbH bürgt für Kreditkartenumsätze im Zusammenhang mit Reisekosten Ihrer Mitarbeiter in Höhe von ca. 145.000 EUR. In der Vergangenheit kam es hier in 2 % der Fälle zu einer Inanspruchnahme, die jedoch immer von den betroffenen Mitarbeitern in voller Höhe zurückgefordert werden konnten. Daher ist auch in Zukunft mit einem geringen Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen. 3.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag in folgender Höhe:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsätze 4.1.1 Umsätze nach Tätigkeitsbereichen - Die Organisation der telent GmbH orientiert sich an der Art des abzuwickelnden Auftrages. Es wird in Projekt-, Service und Liefergeschäft unterschieden. Die Tätigkeitsbezogene Aufgliederung der Umsätze zeigt folgendes Bild:
4.1.2 Umsätze nach Absatzregionen Nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsätze wie folgt auf:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt auf:
4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:
4.4 Zinserträge Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge gliedern sich wie folgt auf:
4.5 Zinsaufwendungen Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsen und ähnliche Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:
4.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedern sich wie folgt auf:
4.7 Ergebnisabführung Es besteht kein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter. 4.8 Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im Berichtsjahr sind keine außergewöhnlichen Erträge oder Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4.9 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres enthält folgende wesentlichen periodenfremde Erträge und Aufwendungen:
5. Sonstige Angaben 5.1 Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen der GZS Digital GmbH, Neu-Isenburg, (HR B Nr. 52411 des Amtsgerichts Offenbach am Main). 5.2 Mitglieder der Geschäftsführung Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung der telent GmbH von folgenden Personen hauptberuflich wahrgenommen:
Herr Blum ist zum 8.3.2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB. 5.3 Honorar des Abschlussprüfers Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde die Nordwest Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Das vereinbarte Honorar beträgt 57,5 TEUR zuzüglich Reisekosten und Spesen. Im Berichtsjahr wurden von der Prüfungsgesellschaft keine weiteren Leistungen für die telent GmbH erbracht. 5.4 Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtsjahr folgende Anzahl Mitarbeiter beschäftigt:
5.5 Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss soll auf Vorschlag der Gesellschaft auf neue Rechnung vorgetragen werden. 5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Backnang, den 19. Juli 2024 gez. Dr. Hendrik Tröger, Geschäftsführer gez. Frank Fais, Geschäftsführer
Amtsgericht Stuttgart HRB 738199Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die telent GmbH ist beim Registergericht Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 738199 eingetragen und hat ihren Sitz in Backnang. Die telent GmbH ist Systemlieferant in den Bereichen der Nachrichten-, Sicherheits-, Informations-, Daten- und Kommunikationstechnik im In- und Ausland und bietet maßgeschneiderte Technologielösungen und Smart Services für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und die Industrie. Die telent GmbH unterstützt ihre Kunden bei Konzeption, Planung, Installation, Integration, Betrieb und Wartung in den genannten Bereichen. Das Unternehmen wurde im Zuge eines Asset-Deals 2011 gegründet und beschäftigt zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 487 aktive Mitarbeiter und 23 Mitarbeiter in Ausbildung, verteilt am Hauptsitz in Backnang und an weiteren Niederlassungen innerhalb Deutschlands. Die Niederlassungen dienen als dezentrale Standorte zur Abdeckung einer schnellen regionalen Servicequalität. Die telent GmbH ist seit 31. Januar 2020 ein Tochterunternehmen der GZS Digital GmbH, die wiederum ein Tochterunternehmen der Gustav Zech Stiftung ist. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Im Jahr 2023 konnte die Weltkonjunktur trotz hartnäckiger Inflation und einer massiv gestrafften Geldpolitik moderat expandieren. Die deutsche Wirtschaft hingegen hatte Schwierigkeiten, sich aus dem Nullwachstum zu befreien. Die geringen Zuwächse der ersten Jahreshälfte gingen durch eine rückläufige Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nahezu wieder verloren. Der rückläufige Konsum, ein schlechtes Auslandsgeschäft und sinkende Bauaktivitäten waren Faktoren der konjunkturellen Schwäche. Die Einschätzung der Unternehmen zur Geschäftslage sank im dritten Quartal so stark wie zuvor nur während der Finanzkrise und zu Beginn der Corona-Pandemie. Zusätzlich erschwert wird die Haushaltskonsolidierung durch das Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel war in seiner Vorjahresprognose für das Jahr 2023 noch von einem leicht positiven Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,3 Prozent für Deutschland ausgegangen. In dem Konjunkturbericht vom 13. Dezember 2023 korrigierte das IfW seine Prognosen und geht nun von einem um 0,4 Prozentpunkte niedrigeren, leicht negativen BIP von - 0,1 Prozent für Deutschland aus. Folgende Übersicht zeigt die Entwicklung des BIP ausgewählter Volkswirtschaften im Jahr 2023 und im Vorjahr:
Die Verbraucherpreise stabilisierten sich im Jahr 2023 und sanken infolge niedrigerer Energiepreise. Die Inflationsrate lag im November bei 3,2 Prozent, während sie im Oktober noch 3,8 Prozent betrug. Das IfW prognostiziert, dass die Inflationsrate im Dezember durch die Energiekomponente wieder auf 3,9 Prozent steigen wird, erwartet aber insgesamt einen Rückgang der Inflation. 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Digitalbranche verblieb auch in 2023 auf dem Wachstumspfad. Die Umsätze für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in Deutschland erhöhten sich 2023 um 2,4 % auf 215,6 Mrd. Euro. Der Bereich Informationstechnik wuchs um 2,6 % auf 143,4 Mrd. Euro und der Telekommunikationsbereich um 2,0 % auf 72,3 Mrd. Euro. Innerhalb der Informationstechnik erhöhten sich die Umsätze mit Software um 12,1 % und die Umsätze mit IT-Services um 5,0 %. Das Geschäft mit IT-Hardware ging um 6,1 % zurück. Für 2024 erwartet die Bitkom ein Wachstum in Summe von 4,3 %. Das Segment der Informationstechnik gewinnt weiterhin an Gewicht. Die Umsätze steigen um 5,4 % auf 151,2 Mrd. Euro. Am stärksten wächst das Geschäft mit Software um 9,8 %. Der Bereich IT-Hardware wächst um 2,8 % und der Bereich IT-Services 4,5 %. Der Telekommunikationsbereich wächst weiterhin nur moderat um 2,0 % auf 73,7 Mrd. Euro. 2.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr Im vergangenen Geschäftsjahr blieb die telent GmbH weiterhin auf Wachstumskurs. Der Gesamtumsatz 2023 erhöhte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um 11,8 M€ auf 118,7 M€. Noch deutlicher stieg die Gesamtleistung um 13,9 M€ auf 124,1 M€. Betrachtet man die einzelnen Kundensegmente ist zu erkennen, dass in fast allen Segmenten eine Steigerung erzielt werden konnte. Im Kundensegment Railways stieg der Umsatz um 2,9 M€. Die Zuwächse konnten v.a. durch zusätzliche Aufträge bei der Deutschen Bahn erzielt werden. Die Steigerung der Umsätze im Segment Utilities von 1,8 M€ basiert im Wesentlichen auf höherem Auftragsvolumen von Kunden aus dem eon-Konzern. Der Umsatz im Segment Government/Industry konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert werden und erhöhte sich leicht um 0,3 M€. Reduzierungen innerhalb des Zechverbundes um -0,3 M€ und im Bereich Government um -0,1 M€ konnten durch Erhöhungen im Bereich Industry i. H. v. +0,7 M€ überkompensiert werden. Im Kundensegment Telecommunication/Media war auch im Geschäftsjahr 2023 wieder die stärkste Umsatzsteigerung zu verzeichnen. So erhöhte sich der Umsatz um 8,2 M€. Haupttreiber war das Geschäft im Breitbandausbau mit einer Erhöhung von 10,1 M€. Im Bereich der übrigen Telekommunikationsdienstleister reduzierte sich der Umsatz um -1,9 M€. Das Segment Transportation war in 2023 der einzige Bereich mit einem Rückgang des Geschäftsvolumens. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatz um -2,0 M€. Vor allem im Bereich Road ergab sich eine Verringerung von -2,6 M€, begründet durch weitere Verschiebungen von Projekten durch die Auftraggeber, die durch Erhöhungen im Bereich Aviation von 0,5 M€ nicht ausgeglichen werden konnten. Die im letztjährigen Lagebericht genannten Erwartungen für Umsatz und operatives Ergebnis konnten übertroffen werden. Der Umsatz stieg um 11,1 % auf 118,7 M€ und das operative Ergebnis um 11,9 % auf 4,3 m€. 2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung unseres Unternehmens verwenden wir den Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das operative EBIT. Das operative EBIT definieren wir dabei als EBIT vor Firmenwertabschreibungen, Verschmelzungsverlusten und Neubewertungen von Forderungen/Verbindlichkeiten mit Tochtergesellschaften. Unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich vor allem auf die Bereiche Qualitätsmanagement und Mitarbeiter. Für 2023 haben wir folgende Zertifikate erhalten: Managementsystem ISO 9001, Informationssicherheits-Managementsystem ISO/IEC 27001 und Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ISO 45001. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung. 4. Lage des Unternehmens 4.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Ergebnis vor Steuern gegenüber Vorjahr wieder gesteigert werden und erhöhte sich um 0,8 M€ auf 4,2 M€ bzw. 3,5 % vom Umsatz (VJ 3,2 % vom Umsatz). Das operative EBIT lag im Jahr 2023 bei 4,3 M€ bzw. 3,6 % vom Umsatz. Die Umsätze nach unseren Tätigkeitsfeldern verteilen sich wie folgt: Umsätze nach Tätigkeitsbereichen
Die Gesamtleistung in 2023, die zu den Umsätzen noch die Bestandsveränderung von 3,8 M€, aktivierte Eigenleistungen von 0,6 M€ als auch sonstige betriebliche Erträge von 1,0 M€ einschließt, betrug 124,1 M€. Dem gegenüber stehen Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen in Höhe von 61,1 M€, Personalaufwand in Höhe von 44,2 M€, Abschreibungen von 1,1 M€ (davon für Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwert von 0,1 M€) und sonstige betriebliche Aufwendungen von 13,6 M€. Einschließlich des Finanzergebnisses von 0,1 M€, begründet durch Zinsaufwand von 0,3 M€ (davon für Pensionen von 0,3 M€) und einem Zinsertrag von 0,4 M€, ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 4,2 M€. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der Aufwand für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 10,0 M€, der Personalaufwand um 1,1 M€ und die Fremdleistungen um 0,9 M€. 4.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft basiert auf einem Darlehensvertrag mit der GZS Digital GmbH, der eine Kreditlinie für die telent GmbH in Höhe von 27 M€ beinhaltet. In diesem Vertrag ist auch eine Anlage von Liquiditätsüberschüssen bis zur gleichen Höhe geregelt, die in 2023 mit einem Volumen von 21,7 M€ genutzt wurde. Zur Finanzierung von Projekten trugen ebenfalls erhaltene Anzahlungen in Höhe von 7,8 M€ bei. Gegenüber dem Gesellschafter bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von 21,7 M€ und Verbindlichkeiten von 1,0 M€. 4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 59,7 M€ (VJ 58,8 M€) erhöht. Die Erhöhung von 0,9 M€ ergibt sich bei den Aktiva v. a. aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,5 M€ und durch höhere Vorräte 7,5 M€. Diese ergeben sich wiederum aus Erhöhungen bei unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 3,8 M€, bei fertigen Erzeugnissen und Waren 0,9 M€ und geringeren erhaltenen Anzahlungen 2,5 M€. Die Sachanlagen sind um 1,0 M€ gestiegen. Diesen Erhöhungen stehen Reduzierungen beim Kassenbestand von -6,4 M€ und bei Forderungen an verbundene Unternehmen -5,4 M€ gegenüber. Ebenfalls sind die immateriellen Vermögensgegenstände um -0,3 M€ gesunken. Bei den Passiva resultiert die Erhöhung im Wesentlichen aus einem höheren Eigenkapital 3,5 M€, das sich aus dem Jahresüberschuss von 3,5 M€ ergibt, und einem gegenläufigen Effekt von geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3,1 M€. Die Rückstellungen erhöhen sich in Summe um 0,7 M€, wobei die sonstigen Rückstellungen sich um 1,3 M€ erhöhen und die Steuerverbindlichkeiten um -0,6 M€ zurückgehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sinken um -0,1 M€. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbare Verluste über Abwertung und Rückstellungen berücksichtigt worden. 5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 5.1 Chancenbericht Wir erwarten im Bereich der kritischen Infrastrukturen, dass die Netze weiter modernisiert und ausgebaut werden. Hierzu gehören auch zusätzliche Investitionen für IT-Sicherheit. Wir sehen uns hier bestätigt durch einen sehr guten Auftragsbestand als auch durch Ausschreibungen zu Beginn des Jahres, die in der Anzahl und im Volumen mindestens auf dem Niveau der Vorjahre liegen. 5.2 Risikobericht Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen und im haushaltspolitisch geprägten Auftragsvergabeverhalten der öffentlichen Hand sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen. Auftragsbezogene Risiken werden schon systematisch in der Angebotsphase überprüft und bewertet. Im Laufe der Abwicklung der Aufträge werden die Risiken mit einem monatlichen Reporting frühzeitig identifiziert, fortlaufend überprüft und gesteuert. Da die telent GmbH in unterschiedlichen Kundensegmenten tätig ist und aufgrund der Projektanzahl sind die Auswirkungen von Risiken aus den einzelnen Projekten begrenzt. Zur Risikominderung haben wir für unsere Erwartungen unterdurchschnittliche Wachstumsraten angesetzt. Für die weitere Absicherung der Geschäftsentwicklung ist eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Zech-Verbunds geplant. Durch die Bereitstellung des Kreditrahmens von 27 M€ durch unsere Muttergesellschaft bestehen keine Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung des Geschäftsbetriebs. Kundenseitig bestehenden Finanzierungsrisiken, z. B. durch Forderungsausfälle, wird durch verschiedene Maßnahmen im Rahmen von Vertragsgestaltung und Forderungsmanagement entgegengewirkt. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben. 5.3 Prognosebericht Auf Basis des zufriedenstellenden Auftragsbestands zum 1. Januar 2024 als auch des guten Auftragseingangs in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 können wir einen Umsatz leicht über dem hohen Vorjahresniveau erwarten. Infolge der kriselnden Konjunktur rechnen wir mit zunehmendem Konkurrenzdruck und sinkenden Margen. Durch weitere Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerung gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, ein operatives EBIT auf Vorjahresniveau zu erreichen. Für 2025 gehen wir gegenüber 2024 von weiter steigenden Umsatzerlösen und einem weiter steigenden operativen EBIT von jeweils 4 % aus.
Backnang, den 19. Juli 2024 gez. Dr. Hendrik Tröger, Geschäftsführer gez. Frank Fais, Geschäftsführer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Allgemeine Gebäudereinigung
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Drahtlose Telekommunikation und Satellitentelekommunikation
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen