Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 7287
Eingetragen
18.12.2007
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Handel mit Baustoffen und Haushaltswaren, das Betreiben von Baumärkten und der Vertrieb von Mineralölen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Segl
seit 17.10.2022
Geschäftsführer
Karl Segl
seit 3.7.2008
Geschäftsführer
Rainer Segl
seit 18.12.2007
Geschäftsführer
Karl Segl
seit 18.12.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Segl GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Firma Segl GmbH & Co. KG
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
2.94%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Segl Bauzentrum GmbH

Eging am See

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge im Kalenderjahr 2023 einen Rückgang des BIP um 0,3% (Vj. +1,8%). Der private Konsum ging im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr (+3,9%) zurück. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%). Nominal stiegen die Konsumausgaben inflationsbedingt um 5,5% (Vj. 10,9%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2023 aufgrund von Gehaltssteigerungen mit 5,9% etwas stärker als die Konsumausgaben.

Hohe Baupreise und gestiegene Zinsen belasteten die Bauwirtschaft in Deutschland - insbesondere den Wohnungsbau. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stieg das Wohnungsbauvolumen im Jahr 2023 zwar inflationsbedingt um 5,5% (Vj. +11,8%). Real ergab sich jedoch im zweiten Jahr in Folge mit -2,3% ein Rückgang (Vj. -2,6%). Die für die Baumarktbranche relevanten Modernisierungen im Gebäudebestand wuchsen nominal um 7,0% (Vj. +13,0%), gingen jedoch real ebenfalls zurück (2023: -0,7%, Vj. -1,4 %). Die Kosten für Baumaterialien erhöhten sich nach Angaben des statistischen Bundesamts vor allem bei mineralischen Baustoffen wie Zement oder Bausand. Deutliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr ergaben sich dagegen bei Materialien aus Holz und aus Stahl.

Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel im Kalenderjahr 2023 um nominal 2,9% auf 649,1 Mrd. € (Vj. 631,9 Mrd. €). Real ergab sich ein Minus von 3,4% (Vj. -0,8%).

Der DIY-Branchenverband BHB und die GfK meldeten einen Rückgang der Bruttoumsätze der großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm im Kalenderjahr 2023 um nominal 3,1 % auf 21,2 Mrd. € (Vj. 21,9 Mrd. €). Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen - verzeichnete die Branche ein Minus von 3,4%. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (bis 1.000 qm Verkaufsfläche) gingen nach vorläufigen Zahlen auf rund 4,3 Mrd. € zurück. Damit sank das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte im Kalenderjahr 2023 um 4,2% auf 25,5 Mrd. €.

Geschäftsentwicklung

Die Segl Gruppe wird im Rahmen einer so genannten Betriebsaufspaltung mit einem Betriebs- und einem Besitzunternehmen geführt. Die Segl Bauzentrum GmbH verfügt als Betriebs-GmbH über die Baumärkte/Baustoffhandel in Eging am See, Vilshofen, Waldkirchen, Regen, Pfarrkirchen, Bad Griesbach und Hauzenberg. Der Neubau in Waldkirchen wurde im März 2023 fertig gestellt und ersetzt vollständig den bestehenden Baumarkt.

Ertragslage

Das Jahr 2023 ist vollständig von der Krise am Wohnungsbaumarkt bestimmt. Neben den Bauträgergesellschaften verschieben insbesondere private Bauherren ihre geplanten Objekte. Oftmals erfolgt eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit oder die vollständige Absage des Vorhabens. Nicht in den Ausmaßen wie beim Neubau, kam es jedoch auch bei Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen für Bestandsbauten zu einer deutlichen Zurückhaltung von Seiten der Auftraggeber. Die Folge waren signifikante Umsatzrückgänge beim Start in die Bausaison im Frühjahr, die auch während des Jahres für Teilbereiche bestehen blieben. Sämtliche Standorte waren von dieser Entwicklung betroffen, wobei die Auswirkungen im Fachhandel deutlich höher waren. Aber auch im Einzelhandel war eine verhaltene Kundennachfrage zu verzeichnen. Dennoch konnte man aufgrund der rückläufigen Teuerungsraten sowie einer anhaltenden Bezugspreisstabilität auf gesunkenem Niveau ein rentables Geschäft abwickeln.

Die Steigerungen bei den Personalkosten liegen im normalen Rahmen und sind im Wesentlichen dem Inflationsausgleich geschuldet. Die übrigen Kosten entwickelten sich marktkonform und unterlagen einem Zuwachs von durchschnittlich 8,6 % (Vj. 4,2 %), wobei ein Teil auf die Markteröffnung in Waldkirchen beruht. In Summe konnte der gestiegene Rohertrag die Aufwandsentwicklung nicht ganz übertreffen, das EBIT lag damit um TEUR 870 unter dem Vorjahr. Ähnlich das EBITDA, das mit TEUR 841 niedriger war. Mit gestiegenen Finanzergebnis und einer leicht erhöhten Steuerquote, fiel der Jahresüberschuss auf TEUR 799 (Vj. TEUR 1.659), was vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung ein mehr als zufrieden stellendes Ergebnis ist.

Im Einzelnen lagen nachfolgende Kennzahlen vor:

Ertragskennzahlen (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Nettoumsatz 66.632 74.571 -10,6%
Rohertrag 18.430 17.870 3,1%
EBITDA 1.755 2.596 -841
EBIT 1.574 2.444 -870
Jahresüberschuss 799 1.659 -860
Rohertragsmarge 27,7% 24,0% 3,7%
EBITDA-Marge 2,6% 3,5% -0,9%
EBIT-Marge 2,4% 3,3% -0,9%
Steuerquote 31,4% 28,8% 2,6%

Vermögens- und Finanzlage

Nachfolgend sind die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft nach ihrer Fristigkeit aufgegliedert:

TEUR (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Langfristiges Vermögen 1.207 760 58,8%
Kurzfristiges Vermögen 25.808 21.669 19,1%
Vermögenswerte 27.015 22.429 20,4%
bilanzielles Eigenkapital 12.648 11.849 6,7%
Eigenkapitalquote 46,8% 52,8% -11,4%
Langfristige Schulden 3.974 222 1690,1%
kurzfristige Schulden 10.393 10.358 0,3%
Eigen- und Fremdkapital 27.015 22.430 20,4%

Das langfristige Vermögen hat sich im Rahmen der Erweiterungsinvestitionen erhöht. Gleiches gilt für das kurzfristigen Vermögen, das sich saldiert aus einem Anstieg bei Vorräten sowie Kundenforderungen und der Abnahme von liquiden Mitteln sowie sonstige Forderungen ergibt.

Trotz Jahresüberschuss führt die gestiegene Bilanzsumme zu einer gefallenen Eigenkapitalquote der Gesellschaft von 46,8 % (Vj. 52,8), was dennoch einen überdurchschnittlichen guten Wert darstellt. Die langfristigen Schulden dienen zur Finanzierung des gebundenen Kapitals beim Nettoumlaufvermögen (operatives Aktivvermögen abzüglich kurzfristiger Schulden) und erhöht sich, da die Neuaufnahme über die planmäßigen Tilgungen liegt. Die übrigen Kreditverpflichtungen von EUR 2,5 Mio. werden zu variablen Zinssätzen aufgenommen. Die kurzfristigen Schulden blieben mit 10,4 Mio. € auf Vorjahresniveau, die Anstiege bei Bankschulden und sonstige Verbindlichkeiten standen etwa gleich hohe Rückgänge der Lieferanteverpflichtungen und Rückstellungen gegenüber.

Die Finanzierung erfolgt mittels Bankschulden und Lieferantenverbindlichkeiten. Die Bankverbindlichkeiten bestehen aus Betriebsmittelkrediten, Investitionsdarlehen und kurzfristige Eurokredite. Die Verzinsung ist überwiegend variabel und lag bei Beanspruchung um die 5,5 % p.a.

Sämtliche Zinsverpflichtungen unterliegen dem Zinsänderungsrisiko, wobei im Jahresverlauf die Zinssätze für die Betriebsmittelkredite gestiegen sind. Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage wird sich diese Entwicklung nicht so schnell umkehren.

Die Gesellschaft verfügt über Betriebsmittelkreditlinien in Höhe von 11,1 Mio. €, die zum Stichtag mit 4,1 Mio. € ausgelastet waren. Die GmbH war somit jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Nachfolgend werden die Finanzmittelströme zusammengefasst:

TEUR (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) Geschäftsjahr Vorjahr
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -2.542 1.533
- davon "operativer Cash Flow" 980 1.811
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -628 -120
Mittelzufluss aus Finanztätigkeit 3.961 -3.474
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 791 -2.061

Aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses liegt der operative Cash-Flow unter Vorjahresniveau. Damit führten die Anstiege beim Vorratsvermögen und Forderungen sowie die Rückgänge bei den Kreditoren zu einem Mittelabfluss bei der operativen Geschäftstätigkeit. Mit Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten stiegen die Finanzmittelbestände um TEUR 791 (Vj. Abnahme TEUR -2.061).

Gesamtdarstellung

Die Standorte der Segl Bauzentrum GmbH entwickeln sich teilweise entgegen der allgemeinen Konjunkturlage und weisen positive Ergebnisse aus. Trotz widriger Rahmenbedingungen mit Konjunktureinbrüchen im Hochbau sowie einer verhaltenden Konsumneigung im Einzelhandelt bleibt der Geschäftsverlauf bei einer gesunkenen Unternehmensleistung nicht nur krisenfest, sondern auch profitabel.

Mit bestehender Konjunkturentwicklung wird der Wettbewerbsdruck nochmals deutlich zunehmen. Es bleibt abzuwarten, ob nicht Marktteilnehmer sich regional oder sogar ganz zurückziehen. Deshalb wird es erforderlich sein, in bestehende Standorte weiterhin zu investieren und neue Entwicklungen zu antizipieren. Im Geschäftsjahr 2023 war man jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikobericht

Die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden von der Gesellschaft grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken:

Im Wesentlichen bestehen diese Risiken aus konjunkturellen Effekten in den für das Unternehmen wichtigen Märkten.

Die Abhängigkeit der Segl Bauzentrum GmbH von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Perioden mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Generell existieren zwar in den einzelnen Standorten unterschiedliche ökonomische Entwicklungen, es ist aber dennoch eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in der Region bzw. in Deutschland festzustellen. Mit der Begründung von neuen Standorten soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, bestehende Standorte fortlaufend an die individuellen regionalen Kundenbedürfnisse anzupassen, um damit Vorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erhalten. Die qualitative Kundenbetreuung erhält gleichzeitig auch die Konkurrenzfähigkeit mit den überregionalen Onlineaktivitäten.

Weiterhin wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen langanhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen Frühjahresquartal niederschlagen.

Es bleibt unklar, inwieweit die Reallohnverluste zu Umsatzrückgängen beim stationären Einzelhandel führt. Es besteht die Gefahr, dass bei anhaltender Kaufkraftreduzierung aufgrund der steigenden Inflation das Konsumverhalten nachhaltig negativ beeinflusst wird.

Im Fachhandel führen die Störungen der Lieferketten aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine zu einem volatilen Geschäftsverlauf sowie einer stark dynamischen Preisentwicklung. Dies könnte nachhaltige negative Auswirkungen auf die Marktentwicklung im Bausektor haben.

Risiken aus Finanzierung und Bewertung:

Die finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen aus Währungskursänderungs-, Zinsänderungs- sowie Liquiditäts- und Kreditrisiken.

Die zentrale Aufgabe der Geschäftsleitung ist es die Risiken aus Finanzierung und Bewertung zu begrenzen. Mit Abkehr von der Niedrigzinsphase werden bei Kreditvergaben durch die Geschäftsbanken hohe Anforderungen gestellt. Die Finanzierungsrisiken werden dadurch gemindert, dass die Finanzmittel mit der zu erwartenden Amortisationsdauer der Investitionen abgestimmt werden. Hiermit wird eine entsprechende Liquidität für das Unternehmen sichergestellt. Darüber hinaus werden bei langfristigen Darlehensverträgen überwiegend Festzinsvereinbarungen abgeschlossen. Soweit solche nicht direkt möglich sind, wird ein Ausgleich über Zinssicherungsgeschäfte (SWAP) geschaffen. Zinsänderungsrisiken betreffen fast ausschließlich die kurzfristigen Fremdmittel. Weiterhin stellt die Geschäftsleitung sicher, dass für Investitionen ein Eigenfinanzierungsanteil vorhanden ist und die Gesellschaft über eine ausreichende Eigenkapitalquote verfügt. Des Weiteren wird dafür Sorge getragen, dass die bestehenden Kontokorrentlinien ausschließlich für die operative Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen. Währungsrisiken bestehen keine, da die Gesellschaft nur im Euro-Raum tätig ist.

Rechtliche Risiken:

Die Gesellschaft muss sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit ist die Segl Bauzentrum GmbH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden für die Segl Bauzentrum GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich beeinträchtigen könnten.

Chancenbericht

Die Do-it-yourself-Branche bietet auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind.

Für die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen Megatrends eine bedeutende Rolle, die regional in unterschiedlicher Ausprägung Potentiale für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten haben.

Das Bauen im Bestand (Modernisierungs- und Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Aufgrund verschlechterter Finanzierungsbedingungen beim Neubaubereich erhöht sich nochmals dieser Aspekt. Darüber hinaus signalisierte die Altersstruktur der Immobilien einen steigenden Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf, auch aufgrund energetischer Sanierungen. Der Anteil an renovierungsbedürftigen Wohneinheiten steigt stetig an und mit Blick auf die Energieeffizienz entsprechen diese nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Da ohne Renovierungsmaßnahmen der Immobilienwert und die Attraktivität auf dem Wohnungsmarkt sinken, wird ein Bedarf an Bauleistungen und Baumaterialien tendenziell hoch sein. Mit staatlichen Zuwendungen ergeben sich weiterhin finanzielle Spielräume für Privathaushalte.

Auch das barrierefreie Bauen angesichts der demografischen Entwicklung stellt eine Herausforderung für die Anpassung bestehenden Wohnraums und der städtischen Infrastruktur da, damit ältere Menschen möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Der Bedarf an Lösungen für das altersgerechte Bauen wie etwa barrierefreie Gebäude- und Wohnungszugänge, Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen oder Umbau von Sanitärräumen wird immer mehr zunehmen.

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies wird durch die gestiegenen Zinsen zwar gebremst, jedoch bestehen hohe Bedarfe.

Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer wichtigere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotential.

Prognosebericht

Für Deutschland erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute im Kalenderjahr 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,1% und eine rückläufige Inflation in Höhe von 2,3%. Die insgesamt robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt wirkt konjunkturstabilisierend, insbesondere mit Blick auf den privaten Konsum, der im laufenden Jahr um 0,9% expandieren dürfte. Für die Wohnbauinvestitionen werden zunächst noch weitere Rückgänge erwartet, auch aufgrund der weiterhin hohen Finanzierungskosten. Mit einer Stabilisierung wird erst am Jahresende gerechnet. Der DIY-Branchenverband BHB geht davon aus, dass das Bauen im Bestand, d.h. Renovieren, Sanieren und Reparieren, auch im laufenden Jahr Wachstumspotenziale bietet. Insbesondere Einstiegssortimente sowie innovative Produkte, die das Heimwerken auch für Laien einfacher und kostengünstiger machen, dürften 2024 an Bedeutung gewinnen.

Die Segl Bauzentrum GmbH geht davon aus, dass sich die rückläufige Nachfrage insbesondere am Bausektor in 2024 noch weiter fortsetzen wird und es erst danach zu einer langsamen Erholung kommt. Vorstellbar wäre auch eine Phase des Verweilens auf niedrigem Niveau. Damit erhöht sich zwangsläufig der Wettbewerbsdruck und die Wahrscheinlichkeit einer regionalen Marktbereinigung auf Seiten der Anbieter steigt. Hier zahlt sich aus, dass die "Segl-Gruppe" immer strategischen Aspekte bei der Positionierung der Baumärkte berücksichtigt hat. Deshalb sieht man sich als gut aufgestellt und rechnet trotz des schwierigen Umfelds mit einer leichten Steigerung der Unternehmensleistung bei erhöhten Jahresergebnis.

 

30. Juli 2024

Geschäftsleitung

Handelsrecht

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.207.334,37 760.321,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.699,00 5.794,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.699,00 5.794,50
II. Sachanlagen 837.190,23 419.370,12
1. technische Anlagen und Maschinen 321.227,50 361.871,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.133,00 48.226,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 461.829,73 9.272,12
III. Finanzanlagen 354.445,14 335.156,94
1. Beteiligungen 333.993,45 314.705,25
2. sonstige Ausleihungen 20.451,69 20.451,69
B. Umlaufvermögen 25.751.227,29 21.630.018,19
I. Vorräte 13.459.902,72 13.063.879,93
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.250,00 40.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 13.454.238,99 13.053.587,23
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.586,27 29.707,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.319.917,52 8.384.747,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.342.486,10 2.374.477,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.148.517,36 3.290.833,67
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.322,98 19.288,20
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.808.591,08 2.700.148,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 971.407,05 181.390,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.041,69 39.244,54
Aktiva 27.015.603,35 22.429.584,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.648.177,84 11.849.085,43
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 12.548.177,84 11.749.085,43
B. Rückstellungen 343.251,00 437.935,00
1. Steuerrückstellungen 4.238,00 128.030,00
2. sonstige Rückstellungen 339.013,00 309.905,00
C. Verbindlichkeiten 14.024.174,51 10.142.563,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.690.968,56 2.730.175,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.988.138,40 4.451.435,94
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.345.067,55 2.960.952,59
davon aus Steuern 87.708,82 86.063,02
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 146.585,75 112.441,87
Passiva 27.015.603,35 22.429.584,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 66.631.836,12 74.571.452,58
2. sonstige betriebliche Erträge 51.956,17 30.536,12
3. Materialaufwand 48.201.983,12 56.700.723,56
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.171.725,87 56.666.858,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 30.257,25 33.865,54
4. Personalaufwand 10.764.677,22 9.815.389,85
a) Löhne und Gehälter 8.821.134,26 8.137.618,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.943.542,96 1.677.770,98
davon für Altersversorgung 3.359,03 3.849,35
5. Abschreibungen 180.848,58 152.380,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 180.848,58 152.380,05
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.961.926,70 5.489.263,60
7. Erträge aus Beteiligungen 20.322,98 19.288,20
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.545,01 19.744,60
davon aus verbundenen Unternehmen 23.292,00 18.894,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 453.807,35 151.863,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 365.324,90 672.318,82
11. Ergebnis nach Steuern 799.092,41 1.659.082,21
12. Jahresüberschuss 799.092,41 1.659.082,21
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.749.085,43 10.090.003,22
14. Bilanzgewinn 12.548.177,84 11.749.085,43

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Segl Bauzentrum GmbH hat ihren Sitz in Eging am See und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau HRB 7287.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Fremdkapitalzinsen.

Die beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden linear entsprechend ihrer betrieblichen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagengegenstände bis EUR 800 Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Für voraussichtliche dauernde Wertminderungen erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Im Falle von Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, finden Gängigkeitsabschreibungen statt. Soweit die Anschaffungskosten durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Bedarf für Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos werden daneben Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Ansprüche aus Vorleistungen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuer werden gebildet für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Die Bewertungsgrundsätze wurden nicht geändert, Ausnahme werden gesondert aufgeführt.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in der Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1.2023 - 31.12.2023" dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an verbundenen Unternehmen sind gleichzeitig Forderungen gegenüber Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Waren-Boni und Zahlungstransfers.

3. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 11.749.085,43 (Vj. Euro 10.090.003,22) enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalkosten 242 203
Jahresabschlusskosten 26 26
Gewährleistungen 17 19
Sonstiges 54 62
339 310

5. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Gesamt mit einer Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
von mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
TEUR
von mehr als 5 Jahren
TEUR
Betrag der Sicherheit
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.691 2.717 2.374 1.600 6.591
Vj. 2.730 2.508 222 0 1.786
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.988 3.988 0 0 0
Vj. 4.451 4.451 0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.345 3.345 0 0 0
Vj. 2.961 2.961 0 0 0
davon:
- gegenüber Gesellschafter 943
Vj. 750
Summe 14.024 10.050 2.374 1.600 6.591
10.142 9.920 222 0 1.786

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-/Pachtverträge für die Baumärkte und Grundstücke in Höhe von 2.769 (Vj. TEUR 5.408), davon an verbundene Unternehmen TEUR 2.644 (Vj. TEUR 5.244).

C. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 19 0
Sachbezüge von Mitarbeiter 31 25
sonstige Erträge 2 5

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Raumkosten 2.120 1.992
Grundstücksaufwendungen 67 80
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 397 312
Reparaturen und Instandhaltungen 134 123
Fahrzeugkosten 585 640
Werbe- und Reiskosten 492 513
Kosten der Warenabgabe 7 3
betriebliche Kosten 2.154 1.792
sonstige Kosten 6 33

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers Nirschl, Grössl & Koll. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betragen TEUR 25 (Vj. TEUR 25) und setzen sich ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen zusammen.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Herr Segl Karl sen., kfm. Geschäftsführer

Herr Segl Karl jun. kfm. Geschäftsführer

Herr Segl Rainer, kfm. Geschäftsführer

Herr Segl Alexander, kfm. Geschäftsführer

2. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 296 (Vj. 285) Mitarbeiter beschäftigt.

2023 2022
Angestellte / Arbeitnehmer 262 254
Aushilfen 34 31
Gesamt 296 285

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind.

Für Auswirkungen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Krisen verweisen wir im Einzelnen auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

4. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 799.092,41 mit dem Gewinnvortrag von Euro 11.749.085,43 zu verrechnen und den Bilanzgewinn von Euro 12.548.177,84 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Eging a. See, den 30. Juli 2024

Geschäftsleitung

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und änliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.787,21 17.968,95 0,00 0,00 78.756,16 15.699,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 888.215,38 0,00 0,00 0,00 888.215,38 321.227,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 233.895,70 138.046,63 95.444,04 0,00 276.498,29 54.133,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.272,12 452.557,61 0,00 0,00 461.829,73 461.829,73
1.131.383,20 590.604,24 95.444,04 0,00 1.626.543,40 837.190,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 314.705,25 19.288,20 0,00 0,00 333.993,45 333.993,45
2. sonstige Ausleihungen 20.451,69 0,00 0,00 0,00 20.451,69 20.451,69
335.156,94 19.288,20 0,00 0,00 354.445,14 354.445,14
1.527.327,35 627.861,39 95.444,04 0,00 2.059.744,70 1.207.334,37
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und änliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.992,71 8.064,45 0,00 0,00 63.057,16 5.794,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 526.343,88 40.644,00 0,00 0,00 566.987,88 361.871,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.669,20 132.140,13 95.444,04 0,00 222.365,29 48.226,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.272,12
712.013,08 172.784,13 95.444,04 0,00 789.353,17 419.370,12
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 314.705,25
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 20.451,69
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 335.156,94
767.005,79 180.848,58 95.444,04 0,00 852.410,33 760.321,56

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Segl Bauzentrum GmbH, Eging.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Segl Bauzentrum GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Segl Bauzentrum GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter Webadresse:

https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie

eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Eging am See, den 26. August 2024

Nirschl, Grössl & Koll. GmbH
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